FERCHAU
Management GmbH (vormals: ABLE Management Services
GmbH)
Gummersbach
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
LAGEBERICHT
für das Geschäftsjahr 2023
1 Grundlagen des Unternehmens
1.1 Geschäftsmodell
Die ABLE Management Services GmbH (AMS) ist ein
interner Dienstleister, der von den Unternehmen der ABLE
Group beauftragt wird, Leistungen in verschiedenen
Bereichen zu erbringen. Hierzu zählen die Bereiche
Finanzen, Personal, IT, Einkauf, Recht, Marketing,
Qualitätsmanagement und allgemeine Administration.
Durch die Zentralisierung von Dienstleistungen
können Kosten eingespart werden, indem Synergie- und
Skaleneffekte genutzt und das Know-how gebündelt
werden. Dadurch können sich die Gruppenunternehmen auf
ihre Kernkompetenzen im Engineering- und
IT-Dienstleistungsgeschäft konzentrieren.
Die AMS verfügt über eingespielte
Spezialisten-Teams, die Abläufe planen, steuern und
realisieren, um eine reibungslose Zusammenarbeit und
optimale Ergebnisse zu gewährleisten. Die enge
Zusammenarbeit zwischen der AMS und den operativ am Markt
agierenden Unternehmen der ABLE Group ermöglicht eine
enge Verzahnung und optimale Ausrichtung auf den Erfolg der
Unternehmen innerhalb der Gruppe.
Es ist wichtig zu betonen, dass die AMS
ausschließlich für Tochtergesellschaften und
andere Konzernunternehmen der ABLE Group tätig ist.
Dadurch ist die Entwicklung der AMS eng mit der Entwicklung
dieser Unternehmen verbunden und sie trägt
maßgeblich zum Erfolg der Gruppe bei.
1.2 Forschung und Entwicklung
Als nicht-produzierendes Unternehmen ist der Bereich
Forschung und Entwicklung nur ein indirekter Faktor in der
Unternehmensstrategie der AMS. Die Tochterunternehmen der
AMS bewegen sich allerdings in einem Branchenumfeld, in dem
Forschung und Entwicklung einen wichtigen Indikator
für das Marktpotential darstellen, da neue,
herausfordernde und zunehmend komplexe Einflussfaktoren in
einem volatilen Markt Wachstumspotentiale für
Engineering- und IT-Dienstleistungen bieten. Als interner
Service-Dienstleister profitiert die AMS somit indirekt von
der Investition in Forschung und Entwicklung im deutschen
und europäischen Markt.
Im Jahr 2023 beliefen sich die Ausgaben für
Innovationen allein im deutschen Maschinenbau auf rund 17,2
Mrd. Euro, was eine bedeutende Summe darstellt, jedoch 0,1
Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert liegt. Diese
Innovationsausgaben setzen sich aus laufenden Aufwendungen
zusammen, die sowohl Personalkosten als auch Sachkosten
einschließlich Dienstleistungsaufträge an Dritte
umfassen. Die Daten von Statista zeigen eine
kontinuierliche Zunahme der Innovationsausgaben im
deutschen Maschinenbau in den vergangenen Jahren. Dies
reflektiert das Bestreben der Branche, fortlaufend neue
Produkte und Technologien zu entwickeln, um
wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Jahr 2023 ist jedoch
kein Anstieg der Ausgaben zu verzeichnen, und auch für
2024 wird kein Wachstum der Innovationsausgaben erwartet.
Diese Ausgaben dienen jedoch als Indikator für ein
anhaltendes Wachstum der Investitionen in Dienstleistungen
von Dritten und berühren somit direkt die
Kernkompetenz der ABLE Group.
Der Branchenbericht "Innovation im Automobilbau"
bietet einen umfassenden Einblick in die
Innovationsaktivitäten innerhalb dieser Branche im
Jahr 2023. Darin wird deutlich, dass etwa 60,9 Prozent der
Unternehmen innovative Projekte vorangetrieben haben, was
auf eine dynamische Innovationslandschaft hinweist. Ein
signifikanter Anstieg der Innovationsinvestitionen ist im
Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, die um 8 Prozent auf
insgesamt 52,7 Mrd. Euro angewachsen sind. Diese Zunahme
spiegelt das verstärkte Engagement der Unternehmen
wider, neue Technologien zu erforschen und innovative
Lösungen zu entwickeln, um den sich ständig
ändernden Marktbedingungen gerecht zu werden. Ein
weiterer wichtiger Aspekt ist der Umsatzanteil durch
Produktinnovationen, der im Berichtsjahr bei 44,8 Prozent
lag. Dies deutet darauf hin, dass Innovationen nicht nur
theoretisch bleiben, sondern tatsächlich neue Produkte
und Dienstleistungen hervorbringen, die von den
Verbrauchern positiv aufgenommen werden. Es ist ebenfalls
positiv zu sehen, dass ein beträchtlicher Anteil von
33 Prozent der Unternehmen kontinuierliche Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten (FuE) betreibt. Dies
unterstreicht das Bestreben vieler Unternehmen,
langfristige Innovationsstrategien zu verfolgen, um ihre
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und
zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu
bewältigen.
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gemäß einer umfassenden Mitteilung des
Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2024 verzeichnete
das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023
einen Rückgang um 0,3 Prozent. Die vorläufigen
Zahlen dieser Meldung wiesen eine kalenderbereinigte
negative Abweichung von 0,1 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr auf. Trotz dieser jüngsten Rückgänge
verharrten die Preise in allen Wirtschaftsbereichen
weiterhin auf hohem Niveau, was sich negativ auf die
Konjunktur auswirkte. Zusätzlich verschlechterten sich
die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen,
während die Nachfrage aus dem In- und Ausland abnahm.
Infolgedessen stagnierte die Erholung der deutschen
Wirtschaft nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 aufgrund
der Corona-Pandemie.
Im Jahr 2023 verlief die Entwicklung der
Bruttowertschöpfung in verschiedenen
Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Während die
Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne
Baugewerbe) um insgesamt 2,0 Prozent deutlich
zurückging, wurde dieser Rückgang
hauptsächlich durch eine niedrigere Produktion im
Bereich Energieversorgung verursacht. Das verarbeitende
Gewerbe, das den Großteil des produzierenden Gewerbes
ausmacht, verzeichnete ebenfalls einen preisbereinigten
Rückgang von 0,4 Prozent. Positive Impulse kamen
hauptsächlich aus der Automobilindustrie und dem
sonstigen Fahrzeugbau. Jedoch sanken die Produktion und
Wertschöpfung in energieintensiven Branchen wie der
Chemie- und Metallindustrie erneut, bedingt durch die
steigenden Energiepreise.
Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten im
Vergleich zum Vorjahr ihre wirtschaftlichen
Aktivitäten ausweiten und somit die Wirtschaft
unterstützen, jedoch fiel der Anstieg insgesamt
schwächer aus als in den Vorjahren. Besonders
hervorzuheben ist der Bereich Information und Kommunikation
mit einem preisbereinigten Zuwachs von 2,6 Prozent,
während der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe
einen Rückgang von 1,0 Prozent verzeichnete.
Im Jahr 2023 gingen die privaten und staatlichen
Konsumausgaben zurück, während die Investitionen
in Ausrüstungen positivere Signale aussandten. Der
private Konsum sank um 0,8 Prozent, vor allem aufgrund
hoher Verbraucherpreise. Die staatlichen Konsumausgaben
verringerten sich erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7
Prozent, hauptsächlich aufgrund des Wegfalls staatlich
finanzierter Corona-Maßnahmen.
Die Bauinvestitionen sanken um 2,1 Prozent,
während in Ausrüstungen deutlich mehr investiert
wurde als im Vorjahr (+3,0 Prozent). Die
weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache
inländische Nachfrage beeinflussten auch den Handel
mit dem Ausland, wobei die Importe stärker
zurückgingen als die Exporte.
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes spielt eine
entscheidende Rolle für die gesamtwirtschaftliche
Lage. Deutschland verzeichnete im Verlauf des Jahres 2023
einen historischen Höchststand in der
Beschäftigung, mit rund 45,9 Mio. Menschen, die an
verschiedenen Arbeitsorten im Land erwerbstätig waren.
Dieser Anstieg um 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr
entspricht einem Zuwachs von 0,7 Prozent. Bereits im Jahr
2022 wurde der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2019 (45,3
Mio. Personen) um 320.000 Personen überschritten.
Die Gründe für diesen Anstieg sind
vielfältig und spiegeln die Dynamik des Arbeitsmarktes
wider. Ein bedeutender Faktor war zweifellos die
Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, die
nicht nur die Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllte,
sondern auch eine Bereicherung für die Wirtschaft
darstellte. Darüber hinaus trug eine gesteigerte
Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung
zur Steigerung der Erwerbstätigenzahl bei. Diese
beiden Faktoren erwiesen sich als entscheidende
Wachstumstreiber und überwogen die dämpfenden
Auswirkungen des demografischen Wandels auf den
Arbeitsmarkt. Obwohl langfristige Prognosen einen
spürbaren Rückgang der Bevölkerung im
erwerbsfähigen Alter vorhersagen, zeigte sich der
deutsche Arbeitsmarkt widerstandsfähig und
verzeichnete ein anhaltendes Wachstum.
Dieser Rekord in der Beschäftigung unterstreicht
die Stabilität und Dynamik der deutschen Wirtschaft
sowie ihre Fähigkeit, sich den sich wandelnden
demografischen und globalen Arbeitsmarktherausforderungen
anzupassen. Die Erwerbslosequote belief sich dabei
gemäß dem Konzept der ILO auf ungefähr 2,8
Prozent. Damit verzeichnete sie eine leichte Abnahme im
Vergleich zum Vorjahr und erreichte wieder das gleiche
Niveau wie im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Krise.
Trotz dieser positiven Zahlen bleibt der Arbeitsmarkt
in Deutschland jedoch nicht frei von Herausforderungen.
Insbesondere in bestimmten Branchen und Regionen gibt es
weiterhin einen Fachkräftemangel. Zudem ist die
Arbeitslosigkeit unter bestimmten Gruppen wie jungen
Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund nach wie
vor höher als im Durchschnitt. Es wird daher weiterhin
daran gearbeitet werden müssen, den Arbeitsmarkt in
Deutschland insgesamt zu stärken und allen Menschen
den Zugang zu guten Arbeitsplätzen zu
ermöglichen.
2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Unternehmen der ABLE Group sind vorwiegend in den
Märkten für Engineering- und IT-Dienstleistungen
tätig. Damit gelten die branchenbezogenen
Rahmenbedingungen der Konzerngesellschaften auch für
die AMS selbst.
Aufgrund der Kundenstruktur ist für die
Tochtergesellschaften der AMS die Entwicklung in den
Bereichen Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, des
Anlagen-, Schiff- und Maschinenbaus, der Elektro- und
Informationstechnik besonders relevant.
Im Gesamtjahr 2023 verzeichnete die Automobilbranche
die Produktion von 4,1 Mio. Pkw, was einem Anstieg von 18
Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, jedoch immer
noch 12 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegt. Der Export
sank im Dezember leicht, wobei 214.100 Pkw exportiert
wurden, was einem Rückgang von 1 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden im Jahr 2023 3,1
Mio. Pkw exportiert, ein Anstieg von 17 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr, jedoch knapp 11 Prozent unter dem
Niveau von 2019. Die Inlandsaufträge bei deutschen
Herstellern gingen im Dezember um 14 Prozent zurück
und im Gesamtjahr um 18 Prozent. Die Aufträge aus dem
Ausland stiegen im Dezember um 5 Prozent, jedoch ging der
ausländische Auftragseingang im Gesamtjahr um 3
Prozent zurück. Die Neuzulassungen in Deutschland
sanken im Dezember um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr,
was auf den Vorzugseffekt des Umweltbonus im Vorjahr
zurückzuführen ist. Im Gesamtjahr wurden jedoch
insgesamt 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, ein Anstieg von
7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, jedoch ein
Rückgang von 21 Prozent im Vergleich zu 2019. Die
Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen im Dezember 2023
gingen um 58 Prozent zurück. Im Jahr wurden insgesamt
700.200 Elektro-Pkw neu zugelassen, was einem Rückgang
von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei
stieg die Zahl der rein batterieelektrischen Fahrzeuge
(BEV) um 11 Prozent, während die Plug-In-Hybride
(PHEV) um 51 Prozent zurückgingen.
Im Berichtsjahr 2023 verzeichnete die weltweite
Luftfahrtindustrie laut Berechnungen der International Air
Transport Association (IATA) im Vergleich zum Vorjahr einen
Anstieg des Absatzes, gemessen in verkauften
Passagierkilometern, um 37 Prozent, wobei der Anstieg im
Vorjahr bei 65 Prozent lag. Besonders starke Zuwächse
verzeichneten Fluggesellschaften aus der Region
Asien/Pazifik mit 96 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent), gefolgt
von Fluggesellschaften aus Afrika mit 36 Prozent (Vorjahr:
84 Prozent). Fluggesellschaften aus Europa erzielten einen
Anstieg von 20 Prozent (Vorjahr: 104 Prozent). Im Vergleich
zum Geschäftsjahr 2019 lagen die verkauften
Passagierkilometer global um 6 Prozent niedriger, wobei
Fluggesellschaften aus Europa einen Rückgang um 5
Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau verzeichneten.
Die Durchschnittserlöse im globalen Passagierverkehr
stiegen gemäß Schätzungen der IATA im
Geschäftsjahr 2023 um 6,2 Prozent, im Vorjahr betrug
der Anstieg 9,5 Prozent. Damit lagen die
Durchschnittserlöse im Geschäftsjahr 2023 um 11,0
Prozent über dem Vorkrisenniveau. Der globale Markt
für Luftfracht normalisierte sich im
Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu den Rekordniveaus
während der Corona-Pandemie, blieb aber weiterhin auf
einem im historischen Vergleich hohen Niveau. Das weltweite
Luftfrachtaufkommen sank im Jahr 2023 im Vergleich zum
Vorjahr um 2 Prozent, wobei europäische Anbieter einen
Rückgang um 4 Prozent verzeichneten. Die
Durchschnittserlöse im globalen Luftfrachtverkehr
sanken gemäß Schätzungen der IATA um 32,2
Prozent gegenüber Vorjahr, beeinflusst durch das
größere Angebot an Belly-Frachtkapazitäten
in den Passagierflugzeugen und die weltweit schwache
gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Dennoch lagen die
Durchschnittserlöse weiterhin um 41,3 Prozent
über dem Vorkrisenniveau. Für die weltweite
Airline-Industrie wird im Geschäftsjahr 2023 aufgrund
der positiven Entwicklung im Passagierverkehr ein
deutlicher Anstieg des Gewinns gegenüber dem Vorjahr
erwartet. Die IATA prognostiziert für das
Geschäftsjahr 2023 einen branchenweiten Nettogewinn in
Höhe von 23 Mrd. USD, während im Vorjahr ein
Nettoverlust von 4 Mrd. USD verzeichnet wurde. Vor Ausbruch
der Corona-Krise erzielte die Airline-Industrie im
Geschäftsjahr 2019 einen Nettogewinn in Höhe von
26 Mrd. USD. In der regionalen Betrachtung wird für
Nordamerika der höchste Gewinn in Höhe von 14
Mrd. USD erwartet, im Vorjahr waren es 9 Mrd. USD. Für
die europäischen Fluggesellschaften wird ein Gewinn in
Höhe von 8 Mrd. USD prognostiziert, im Vorjahr waren
es 4 Mrd. USD.
Zum Ende 2023 verzeichnete der deutsche Maschinen-
und Anlagenbau laut vorläufigen Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes ein nominelles Minus von 4,2
Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine fortgesetzte
Abschwächung der Exportdynamik im Jahresverlauf
hinweist. Trotzdem ergab sich für das Gesamtjahr 2023,
laut VDMA, immer noch ein Exportplus von nominal 5,9
Prozent gegenüber dem Vorjahr, wodurch die Maschinen-
und Anlagenbauer aus Deutschland mit einem
Gesamtexportvolumen von 207 Mrd. Euro erneut einen Rekord
verzeichneten. Dieser Zuwachs basierte jedoch
hauptsächlich auf einem starken ersten Halbjahr mit
zweistelligen Zuwachsraten, während im zweiten
Halbjahr 2023 rückläufige Auftragseingänge
bemerkbar machten. Die Unternehmen profitierten auch von
gestiegenen Exportpreisen, obwohl die preisbereinigten
Maschinenexporte 2023 knapp unter dem Niveau des Vorjahres
lagen (minus 0,7 Prozent).
Obwohl es Anzeichen für eine Stabilisierung der
Auslandsaufträge gibt, ist nicht von einer Trendwende
zu sprechen, da eine weitere rückläufige
Exportentwicklung in den kommenden Monaten prognostiziert
wird. Die Nachfrage aus den USA, dem größten
Einzelmarkt für deutsche Maschinenexporteure,
schwächte sich zum Jahresende ebenfalls deutlich ab,
obwohl im vierten Quartal noch ein Exportwachstum von
nominal 3 Prozent verzeichnet wurde. Im Gesamtjahr stiegen
die Maschinenexporte in die USA sogar zweistellig um
nominal 12,6 Prozent auf 28 Mrd. Euro, wodurch der Anteil
der USA an den deutschen Maschinenexporten von 12,7 Prozent
im Jahr 2022 auf 13,5 Prozent im Jahr 2023 stieg.
Die positive Entwicklung der Maschinenexporte in die
USA wurde vor allem durch die robuste US-Konjunktur und das
attraktive Investitionsumfeld im Verarbeitenden Gewerbe
unterstützt, trotz gestiegener Zinsen. Umfangreiche
Fördermaßnahmen führten zu einem Anstieg
der Bauinvestitionen und damit zu einer verstärkten
Nachfrage nach deutschen Maschinen für die Errichtung
und Ausstattung neuer Produktionsstätten.
Der Bericht des deutschen Branchenverbandes Bitkom,
veröffentlicht im Januar 2024, präsentiert seine
Prognosen für die Entwicklung der Branche. Demnach
wird für das Jahr 2023 ein spürbar verlangsamtes
Wachstum des deutschen Marktes für Informationstechnik
auf 142,9 Mrd. € erwartet, was einem Anstieg von 2,2
Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr, als das
Wachstum noch bei 8,7 Prozent lag, zeigt sich eine
deutliche Abschwächung. Diese Entwicklung ist vor
allem auf rückläufige Wachstumsraten im Bereich
der IT-Hardware zurückzuführen, die von einem
Plus von 4,8 Prozent im Vorjahr auf -5,4 Prozent im Jahr
2023 gefallen sind. Auch im Bereich der Software hat sich
das Wachstum verlangsamt, von 15,0 Prozent im Vorjahr auf
9,6 Prozent im Jahr 2023. Im wichtigen Segment der
IT-Services für sind ebenfalls leichte
Rückgänge zu verzeichnen, von 8,5 Prozent im Jahr
2022 auf 5,1 Prozent im Berichtsjahr. Bitkom schätzt
das Marktvolumen des Softwaresegments für das Jahr
2023 auf 41,5 Mrd. € und das Segment der IT-Services,
das für Unternehmen der ABLE Group am bedeutendsten
ist, auf 49,4 Mrd. Euro Umsatz.
2.3 Geschäftsverlauf
Die solide wirtschaftliche Basis des Unternehmens
zeigt sich unter anderem an der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage im Jahr 2023. Die
Geschäftsentwicklung hat die angepassten Erwartungen
der Unternehmensleitung im Wesentlichen erfüllt. Diese
Einschätzung berücksichtigt auch Erkenntnisse
nach dem Ende des Berichtszeitraums.
Die ABLE Management Services erwirtschaftete in ihrer
wesentlichen Funktion als operative
Dienstleistungsgesellschaft für die Unternehmen der
ABLE Group 50,7 Mio. Euro an Umsatzerlösen und konnte
diese somit um 24,0 Prozent zum Vorjahr steigern (Vorjahr
40,9 Mio. Euro).
Die Tochtergesellschaften der ABLE Group werden von
der AMS für ihre Dienstleistungen entsprechend den
dafür anfallenden Kosten abgerechnet. Dadurch
entstehen in erster Linie die Umsatzerlöse der AMS.
Verglichen mit dem Berichtsjahr 2022 wurden in diesem
Berichtsjahr einige strategische Projekte für die
Unternehmen der ABLE Group betrieben und die verrechenbaren
Kosten sind somit wieder gestiegen.
2.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
2.4.1 Ertragslage
Im Berichtsjahr 2023 ist der Umsatz um 24,0 Prozent
auf 50,7 Mio. Euro gestiegen, da durch den gestiegenen
Bedarf an Dienstleistungen die Kosten der AMS ebenfalls
gestiegen sind, welche vollumfänglich gemäß
Dienstleistungsvertrag mit Gewinnaufschlag an die
Tochtergesellschaften weiterverrechnet wurden.
Der Personalaufwand ist gegenüber Vorjahr um
24,2 Prozent von 19,8 Mio. Euro auf 24,6 Mio. Euro
angestiegen. Der zusätzliche Aufwand resultiert aus
dem Wachstum des Innendienstpersonals um 21,0 Prozent von
293 am 31.12.2022 auf 354 ein Jahr später. Im
Vergleich zum Vorjahr konnte die Personalintensität in
Bezug auf den Umsatz mit 48,5 Prozent konstant gehalten
werden.
Im aktuellen Berichtsjahr konnte das Unternehmen auch
die Abschreibungen mit 0,5 Mio. € nahezu konstant
halten (Vorjahr 0,6 Mio. Euro).
Nachdem die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im
Zuge der Corona-Pandemie um fast 5 Prozent im
Verhältnis zu den Umsatzerlösen reduziert wurden
(ca. 1,3 Mio. Euro), sind die Kosten in diesem Jahr
endgültig wieder auf Vorkrisenniveau angestiegen. Die
Aufwendungen sind um 25,4 Prozent zum Vorjahr auf 25,2 Mio.
Euro gewachsen. Dies entspricht einem absoluten Wachstum zu
Vorjahr um 5,1 Mio. Euro. Ursächlich hierfür war
insbesondere ein Anstieg für Mieten und Leasing,
Personalsuche sowie eine erhöhte Investition in
Mitarbeiterschulung, welche in den Krisenjahren drastisch
reduziert wurden. Zudem sind die Kosten, die an das
Mitarbeiterwachstum gebunden sind, wie KFZ- und
Reisekosten, gestiegen.
Die Erträge aus Beteiligungen sind um 30 Mio.
Euro zu Vorjahr gestiegen. Die Ursache dafür ist eine
Gewinnausschüttung aus der FERCHAU GmbH in gleicher
Höhe.
Zusätzlich konnten aufgrund des gestiegenen
Zinsniveaus 1,4 Mio. Euro Erträge aus Tages- und
Festgeldanlagen erwirtschaftet werden.
Aufgrund der bestehenden
Ergebnisabführungsverträge als wichtige
Säule der Unternehmensstrategie mit der plantIng GmbH,
der prime-ing GmbH und der FERCHAU GmbH, wiederum mit
eigenem Ergebnisabführungsvertrag mit der FERCHAU
Automotive GmbH, konnte ein Nettoertrag aus
Ergebnisabführung in Höhe von 29,4 Mio. Euro
(Vorjahr 45,7 Mio. Euro) erwirtschaftet werden. Das
entspricht einem Rückgang von 16,3 Mio. Euro (-35,7
Prozent)
In der Folge der angeführten
Geschäftsereignisse sind die Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag im Berichtsjahr 2023 von 16,1 Mio. Euro auf 7,4
Mio. Euro um 54,0 Prozent gesunken.
Im Geschäftsjahr konnte die AMS ein Ergebnis
nach Steuern von 53,3 Mio. Euro erzielen, im Vergleich zum
Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 23,8 Mio. Euro
(80,8 Prozent). Der Ergebnisanstieg resultiert
ausschließlich aus zusätzlichen den
Erträgen aus Beteiligungen verbundener Unternehmen.
2.4.2 Finanzlage
Den liquiden Mitteln in Höhe von 84,3 Mio. Euro
(Vorjahr: 44,7 Mio. Euro) stehen weiterhin keine
Bankverbindlichkeiten gegenüber. Die Cash-Position hat
sich insbesondere auf Grund des hohen
Jahresüberschusses verändert, da die
Gewinnabführung von der FERCHAU GmbH des Vorjahres
2022 im Geschäftsjahr 2023 erfolgt ist. Der Cashflow
aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt
-4,3 Mio. Euro und ist wie im Vorjahr negativ. Der Cashflow
aus der Investitionstätigkeit ist aufgrund der
erhaltenen Zahlungen aus Gewinnabführung mit 50,0 Mio.
Euro wieder positiv ausgefallen. Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit in Höhe von -6,1 Mio. Euro
ist ausschließlich von Auszahlungen an Gesellschafter
geprägt.
2.4.3 Vermögenslage
Das Anlagevermögen hat sich zum vergangenen
Geschäftsjahr um 3,9 Mio. € reduziert.
Während die Anteile an verbundenen Unternehmen durch
Kapitaleinlagen um 11,5 Mio. Euro gestiegen sind, sind die
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen im Zuge der
Umstrukturierung von Darlehen in Kapitaleinlagen sowie
durch Darlehenstilgungen der verbundenen Unternehmen um
15,3 Mio. Euro gesunken. Im vergangenen Geschäftsjahr
hat insbesondere die FERCHAU Automotive GmbH 2 Mio. Euro
ihres laufenden Darlehens getilgt.
Im Geschäftsjahr hat das Unternehmen eine
deutliche Steigerung des Umlaufvermögens verzeichnet.
Von 107 Mio. Euro im Vorjahr stieg das Umlaufvermögen
um 50 Mio. Euro auf 157 Mio. Euro an. Die Ursache für
diesen Anstieg ist vor allem im gestiegenen Bankguthaben zu
finden, das 35,4 Prozent am Gesamtvermögen ausmacht.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der das
Umlaufvermögen beeinflusst, sind die Forderungen an
verbundene Unternehmen, die 24,9 Prozent der Bilanzsumme
umfassen. Im aktuellen Geschäftsjahr sind diese
Forderungen im Vergleich zum Vorjahr um 2 Mio. Euro
gesunken. Dennoch bleiben die Forderungen in der Höhe
relativ konstant, was vor allem auf die verlässliche
Gewinnabführung der Tochtergesellschaften
zurückzuführen ist. Durch die positive
Geschäftsentwicklung dieser Unternehmen konnte das
Mutterunternehmen auf stabile Forderungen gegenüber
den verbundenen Unternehmen bauen.
Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag ist im Vergleich
zum Vorjahr um 47,2 Mio. Euro auf insgesamt 212,5 Mio. Euro
gestiegen, was einer Steigerung von 28,5 Prozent
entspricht. Dadurch hat sich auch der Passivanteil des
Eigenkapitals um 2,8 Prozent erhöht und liegt nun bei
89,3 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass das Unternehmen
über eine sehr solide finanzielle Basis verfügt
und jederzeit in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten zu
bedienen.
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bilanzposten der
Rückstellungen leicht um 8,6 Prozent auf 3,4 Mio. Euro
gesunken (im Vorjahr waren es 3,7 Mio. Euro). Der
Rückgang ist auf die geringere Höhe der
Steuerrückstellungen zurückzuführen, die im
Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent und damit von 2,0 Mio.
Euro auf 1,3 Mio. Euro gesunken sind.
Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum
Bilanzwert des Vorjahres um 0,2 Mio. Euro verringert. Diese
liegen nahezu konstant bei 21,5 Mio. Euro.
2.4.4 Gesamtaussage
Im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnet das
Unternehmen ein signifikantes Wachstum seiner
Geschäftsleistung. Mit einem Anstieg um 24,0 Prozent
auf 50,7 Mio. Euro hat das Unternehmen sein stärkstes
Wachstum seit 2018 erreicht. Dieses erhebliche Wachstum der
Unternehmensleistung liegt über der Prognose von einem
knapp zweistelligen Prozentbereich und bringt die AMS
über Vorkrisenniveau. Der Grund hierfür ist
insbesondere auch der steigende Kostensektor der AMS,
welcher in den Krisenjahren reduziert wurde. Die steigenden
Kosten führen zudem auf Basis des
Dienstleistungsvertrags mit den AMS-Tochtergesellschaften
zu einer Umsatzsteigerung bei einem konstanten
Deckungsbeitrag.
Die AMS hat im aktuellen Geschäftsjahr ein
Ergebnis nach Steuern in Höhe von 53,3 Mio. Euro
erzielt, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von
80,8 Prozent entspricht. Im Vorjahr hatte die AMS noch ein
Ergebnis nach Steuern von 29,5 Mio. Euro erwirtschaftet.
Allerdings sind die Gewinne aus
Ergebnisabführungsverträgen um 37,8 Prozent auf
27,6 Mio. Euro gesunken, wenn man die Aufwendungen aus
Verlustübernahmen berücksichtigt. Bereinigt man
die zusätzliche Ausschüttung der FERCHAU GmbH in
Höhe von 30 Mio. Euro, so ergibt sich ein Ergebnis vor
Steuern von 30,6 Mio. Euro. Dies entsprich einem
Ergebnisrückgang zum Vorjahr von 15 Mio. Euro. Damit
wurde das prognostiziere Ergebnis auf Vorjahresniveau nicht
erreicht. Der Grund hierfür sind die geringeren
Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften.
Die Finanzlage der AMS ist äußerst stabil
und robust. Das Unternehmen hat stets alle finanziellen
Verpflichtungen vollständig und fristgerecht
erfüllt, dies unterstreicht die finanzielle
Stärke und Zuverlässigkeit des Unternehmens. Die
Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt 89,3
Prozent, was im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 2,8
Prozentpunkten bedeutet und somit eine sehr solide Basis
für die zukünftige Entwicklung darstellt. Die
hohe Eigenkapitalquote zeigt, dass das Unternehmen in der
Lage ist, seine Schulden aus eigenen Mitteln zu begleichen,
was ihm und der gesamten Unternehmensgruppe ein hohes
Maß an finanzieller Unabhängigkeit und
Flexibilität gibt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die
geschäftliche Entwicklung der AMS im Berichtsjahr als
gut bezeichnet werden kann. Das Unternehmen hat sich die
wieder zunehmend positiv entwickelnden wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen zunutze machen können und eine
solide Unternehmensleistung erbracht. Die wirtschaftliche
Lage der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden,
da sie über eine hohe Eigenkapitalquote verfügt,
finanziell gut aufgestellt ist, um zukünftigen
Herausforderungen zu begegnen und über keine
Verbindlichkeiten bei Banken verfügt.
3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1 Risikobericht
3.1.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die wirtschaftliche Situation Deutschlands im Jahr
2023 war durch erhebliche Herausforderungen geprägt,
welche zu einer deutlichen Beeinträchtigung der
wirtschaftlichen Dynamik führten. Sowohl Unternehmen
als auch Haushalte waren von einer pessimistischen Stimmung
und einer erhöhten Unsicherheit betroffen, im
Vergleich zu anderen bedeutenden europäischen
Volkswirtschaften in Deutschland sogar stärker.
Frühindikatoren deuteten bereits seit Herbst 2023 auf
eine schrittweise wirtschaftliche Erholung in anderen
Ländern hin, während Deutschland mit einer
stagnierenden Wirtschaftsaktivität zu kämpfen
hatte.
Im Sommerhalbjahr 2023 stagnierte die
Wirtschaftsleistung Deutschlands, und im Schlussquartal
ging sie sogar um 0,3 Prozent zurück. Besonders stark
betroffen waren die Industrie und die Bauwirtschaft.
Unternehmen beklagten vor allem einen Mangel an
Aufträgen, während ungewöhnliche
Wetterbedingungen und ein hoher Krankenstand die
wirtschaftliche Aktivität zusätzlich
dämpften. Dies führte zu einem deutlichen
Rückgang der Exporte, Unternehmens- und
Bauinvestitionen. Eine stützende Säule der
Konjunktur war der private Konsum, der jedoch von einer
allgemeinen Zurückhaltung geprägt war. Obwohl die
Inflation seit einem Jahr zügig zurückging und
die Lohneinkommen stiegen, blieben die Verbraucher bei
ihren Ausgaben vorsichtig und legten einen Teil ihres
Kaufkraftplus als Ersparnis zurück. Die Sparquote
stieg spürbar an, was auf eine gewisse Verunsicherung
hinsichtlich des wirtschaftspolitischen Kurses der
Bundesregierung zurückzuführen sein könnte.
Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts
betreffend den Bundeshaushalt im November 2023
verschärfte die Finanzpolitik zu Jahresbeginn ihren
restriktiven Kurs und beschloss zusätzliche
Einsparungen in Höhe von etwa 12 Mrd. Euro. Dies
führte zu Belastungen für Unternehmen und
Haushalte sowie zu Kürzungen bei den Staatsausgaben.
Die Auswirkungen auf Konsum und Investitionen dürften
sich in diesem Jahr in Grenzen halten. Die aktuellen
Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024
auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Die Auftragslage
hat sich in allen Wirtschaftsbereichen weiter
verschlechtert, und der Auftragsbestand wird als
unzureichend beurteilt. Der Krankenstand ist weiterhin
hoch, und zusätzlich belasten Streiks und
Lieferengpässe die Wirtschaft. Für den weiteren
Jahresverlauf wird eine allmähliche
gesamtwirtschaftliche Erholung erwartet, insbesondere
unterstützt durch die konjunkturelle Entwicklung im
verarbeitenden Gewerbe und die erwartete geldpolitische
Wende. Die niedrigen Kreditzinsen und gesunkene
Energiepreise dürften private Haushalte und
Unternehmen im Prognosezeitraum unterstützen.
Insgesamt wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung
im ersten Quartal vorerst weiter abnimmt und erst in der
zweiten Jahreshälfte eine deutliche Erholung einsetzt.
Die Beschäftigung wird sich verlangsamen, und die
Arbeitslosigkeit wird vorerst weiter steigen. Trotz der
erwarteten konjunkturellen Erholung wird die
Beschäftigung nur geringfügig steigen, was auf
den demografischen Wandel zurückzuführen ist.
3.1.2 Branchenrisiken
Die wirtschaftliche Lage der AMS wird wesentlich
durch die Ertragsentwicklung der Unternehmen der ABLE Group
geprägt. Entscheidend für die Tochterunternehmen
der AMS sind zum einen die technischen Branchen, da hier
die Kunden tätig sind, sowie das Marktsegment der
Arbeitnehmerüberlassung.
Die Auswirkungen der Krisen aus den Vorjahren auf die
betroffenen technischen Branchen haben sich zusehends
abgeschwächt, wodurch sich daraus wahrscheinlich kein
Risikofaktor für die Unternehmensgruppe mehr ableitet.
Derzeit hat auch der Ukraine-Konflikt keinen direkten
spürbaren Einfluss mehr auf das Kerngeschäft der
Gesellschaften. Die Risiken und Herausforderungen des
Vorjahres hinsichtlich der Auftrags- und Umsatzentwicklung
sind aufgrund des sich erholenden Preisanstiegs, der
stabilisierenden Lieferketten und der Energiepreisbremse
des Staates geringer geworden.
Der Automobilbereich steht vor dem größten
Wandel der jüngsten Vergangenheit. Insbesondere da
einige Automobilzulieferer bereits einen enormen Jobabbau
angekündigt haben. Die deutschen OEMs konnten zwar
auch in 2023 Umsatzsteigerungen verzeichnen, die Zulieferer
hingegen kämpfen bereits seit dem vergangenen Jahr mit
Produktionsrückgängen durch die
Elektromobilität. Zudem wird die Konkurrenz aus China
immer größer, da sich die asiatischen Hersteller
schon länger auf die Digitalisierung und neue
Technologien in Form von Elektrifizierung fokussieren.
Im Maschinen- und Anlagenbau gibt es verschiedene
Branchenrisiken, die die wirtschaftliche Lage der
Unternehmen beeinträchtigen können. Dazu
zählen konjunkturelle Schwankungen, Engpässe bei
der Beschaffung von Rohstoffen und Bauteilen sowie
Anfälligkeit für technische Innovationen und
Veränderungen in Kundenanforderungen. Die zunehmende
Digitalisierung und Automatisierung der Produktion
erfordert eine gezielte strategische Ausrichtung und
Investition in Forschung und Entwicklung sowie eine enge
Zusammenarbeit mit Zulieferern und flexiblem Personal, z.B.
aus Arbeitnehmerüberlassung. Zudem ist im Jahr 2024
mit einem gleichbleibenden Investitionsvolumen in dieser
Branche zu rechnen, was direkten Einfluss auf die
Kerngeschäfte der Unternehmensgruppe hat.
Die stagnierende Digitalisierung und Automatisierung
der Produktion erfordert eine gezielte strategische
Ausrichtung und Investition in Forschung und Entwicklung
sowie eine enge Zusammenarbeit mit Zulieferern und
Personaldienstleistern. Die Digitalisierung von Prozessen
bleibt eine entscheidende Herausforderung für
Unternehmen, um zukünftige Wettbewerbsfähigkeit
durch gesteigerte Produktivität, Flexibilität und
eine Optimierung der Kosten zu erreichen. Dies betrifft
sowohl die Kerngeschäftsprozesse als auch die internen
Prozesse. Im Jahr 2023 untersuchte das Institut der
deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Klimaschutz die Digitalisierung der
Wirtschaft in Deutschland. Der Digitalisierungsindex 2023
zeigt, dass sich die Digitalisierung der Wirtschaft zu
Vorjahr nur schleppend weiterentwickelt hat. Im Vergleich
zu 2022 ist die Wirtschaft in Deutschland erneut kaum
messbar digitaler geworden, da der deutschlandweite
Indexwert 2023 bei 110,5 Punkten liegt, verglichen mit den
normierten 108,6 Punkten im Vorjahr.
Neben dem Reifegrad der unternehmensinternen Prozesse
gilt die digitale Vernetzung mit anderen Unternehmen als
größter Treiber der Digitalisierung. Ein
mögliches Risiko für die Unternehmen der ABLE
Group besteht darin, im Vergleich zu Wettbewerbern nicht
ausreichend digitalisiert zu sein, insbesondere in Bezug
auf Geschäftsprozesse. Die Gruppe treibt die
Digitalisierung ihrer Prozesse aktiv und kontinuierlich
voran und nimmt die notwendigen Anpassungen im Bereich
Dokumentenmanagement, CRM sowie der Administration von
Projekten mit Lieferanten vor.
Die Unternehmen der ABLE Group haben neben der
Digitalisierung auch einen hohen Bedarf an qualifizierten
Fachkräften. Viele Kundenunternehmen betrachten
Anbieter von IT- und Technologie-Beratung sowie Engineering
Services mittlerweile als wichtigen Kanal zur Rekrutierung
von flexiblen Mitarbeitern. Um dem generellen
Fluktuationsrisiko der Mitarbeiter und dem Risiko des
Mangels an qualifiziertem Personal zu begegnen, setzt die
Gruppe entsprechende Rekrutierungsmaßnahmen und
Personalentwicklungsprogramme ein.
Bei der Bearbeitung von Großprojekten
können bezüglich eines reibungslosen
Projektablaufs Risiken in Bezug auf Prozesssicherung,
Qualitätssicherung, Termineinhaltung und
Kostenmanagement entstehen. Um diese Risiken zu minimieren,
setzen die Tochterunternehmen der AMS aktiv auf ein
effizientes Projektmanagement. Dadurch wird das Risiko
reduziert und ein erfolgreicher Abschluss der Projekte
ermöglicht.
3.1.3 Rechtliche Risiken
Durch den Abschluss von
Ergebnisabführungsverträgen mit einzelnen
Tochtergesellschaften ist die AMS im Verlustfall zum
Ausgleich des entstehenden Verlusts verpflichtet. Hierdurch
wirken sich indirekt rechtliche Risiken der
Tochtergesellschaften auch auf die AMS aus, da die
Tochtergesellschaften neben der
Arbeitnehmerüberlassung auch Leistungen im Rahmen von
Werkverträgen erbringen, die risikobehaftet sein
können. Soweit möglich, werden diese Risiken
durch den Abschluss von Versicherungen hinsichtlich ihres
wirtschaftlichen Risikos eingegrenzt oder ausgeschlossen.
Durch die im Qualitätsmanagement-Prozess verankerte
Vertragsprüfung ist die Risikotransparenz im
Wesentlichen sichergestellt.
3.1.4 Finanzierungsrisiken
Das Geldvermögen der ABLE Group wird nach
Unternehmensmaßstäben sicher und rentabel
angelegt. Die Investitionen erfolgen in sichere Anlagen
sowie Wertpapiere, um das Vermögen zu maximieren. Eine
Abhängigkeit von einzelnen Bankinstituten besteht
aufgrund der bankenunabhängigen Finanzierung nicht.
Das Unternehmen kann somit flexibel auf die Anforderungen
des Marktes reagieren und unabhängig von den
Bedingungen einzelner Banken handeln.
Die Gruppe verfügt über ausreichende
liquide Mittel und ist somit in der Lage, jederzeit
finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Ein
Liquiditätsengpass im Konzern ist daher
unwahrscheinlich bzw. nicht zu erwarten. Die
Finanzstrategie der ABLE Group ist auf langfristige
Stabilität ausgerichtet, um die zukünftigen
Wachstumspläne des Unternehmens zu unterstützen.
In Bezug auf Währungsrisiken ist die ABLE Group
aufgrund ihres vorwiegend im Euroraum stattfindenden
Geschäftsbetriebs weniger anfällig für
Wechselkursschwankungen. Dies minimiert das Risiko von
unvorhersehbaren Verlusten durch Währungsschwankungen.
Das Unternehmen wird auch weiterhin seine
Geschäftsstrategie auf den Euroraum bzw. die
Europäische Union fokussieren und langfristig stabile
Geschäftsbeziehungen aufbauen.
3.1.5 Gesamtbeurteilung der Risiken
Neben den im Risikobericht erläuterten Risiken
gibt es derzeit keine weiteren Faktoren, die zu einem
nachhaltig signifikanten Rückgang der Einkünfte
aus Dienstleistungen und damit der Auslastung führen
könnten. Das Unternehmen verfügt über
gruppenübergreifend abgestimmte Planungs-, Reporting-
und Controlling-Systeme, um ertragsrelevante Risikofaktoren
und bestandsgefährdende Risiken ganzheitlich zu
analysieren und zu steuern.
Allerdings kann eine Verschlechterung der Renditen
aufgrund steigender Aufwendungen im Vergleich zu den
erwirtschafteten Dienstleistungseinkünften nicht
ausgeschlossen werden. Um dieser Entwicklung
entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf ein
fokussiertes Beschaffungs- und Kostenmanagement.
Die laufenden Konflikte in der Welt, wie der Krieg in
der Ukraine, bergen die Gefahr einer weiteren
Verschärfung und könnten zu zusätzlichen
Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland
führen. Gleichzeitig könnten mögliche
Gegenmaßnahmen Russlands die Situation weiter
verkomplizieren.
Eine weitere Verschärfung der Spannungen im
Nahen Osten könnte sich negativ auf den Ölpreis
auswirken, was wiederum die Inflation anheben und somit
eine Herausforderung für die wirtschaftliche
Stabilität darstellen würde.
Im anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und
China verschiebt sich der Fokus von reinen
Zollerhöhungen hin zu weiteren Import- und
Exportbeschränkungen für spezifische
Technologien. Die laufenden Antidumping- und
Antisubventionsverfahren gegen China könnten zu
zusätzlichen Strafzöllen seitens der EU
führen und somit das Risiko weiterer wirtschaftlicher
Spannungen zwischen den Parteien erhöhen.
Eine mögliche Rezession in Europa und den USA,
begleitet von Zinserhöhungen zur Bekämpfung der
Inflation, könnte das Wachstum verlangsamen und die
Konjunktur dämpfen, was wiederum ein Absatzrisiko
darstellen könnte. Die derzeitige Schwäche der
chinesischen Wirtschaft stellt ebenfalls eine potenzielle
Bedrohung für den Absatz dar.
3.2 Prognose- und Chancenbericht
Das Geschäftsmodell der AMS bleibt im Jahr 2024
unverändert.
Die Investitionen des Unternehmens in Digitalisierung
werden fortgesetzt mit dem Ziel, die Kernprozesse sowohl in
den Tochtergesellschaften zu automatisieren und zu
beschleunigen als auch die internen Prozesse in der AMS
weiter zu professionalisieren.
Eine Prognose ist vor dem Hintergrund der volatilen
Gesamtwirtschaft als auch der wachsenden und komplexeren
Herausforderungen im Zuge des Mangels an Fachkräften
besonders schwierig. Als Personaldienstleister in der
Engineering-Branche sind wir der Volatilität des
Arbeitnehmermarktes besonders stark ausgesetzt. Dennoch
rechnet die Geschäftsführung mit einer positiven
Geschäftsentwicklung und einem Umsatzwachstum im
mittleren einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Jahr
2023. Dabei sollen die Personalaufwandsquote und die
Erträge aus Gewinnabführungen leicht steigen.
Sofern die Tochterunternehmen ihre Pläne
erfüllen, wird die AMS im Jahr 2024 erneut einen
deutlich positiven Jahresüberschuss erzielen, der
leicht über dem Vorjahr liegen soll. Dies setzt
allerdings voraus, dass die Gewinnabführungen von den
Tochtergesellschaften in geplanter Höhe vereinnahmt
werden können. Sollte es unerwartete Entwicklungen bei
den Tochtergesellschaften geben, die eine Abschreibung auf
Beteiligungswerte oder ausgegebene Darlehen erforderlich
machen, könnte dies das Ergebnis negativ beeinflussen.
Um sicherzustellen, dass das Unternehmen seine
Gewinnprognose erreicht, werden regelmäßige
Überwachungs- und Kontrollmechanismen eingesetzt, um
mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und
geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Durch eine
solide Finanzplanung und eine gezielte Steuerung der
Tochtergesellschaften wird darauf geachtet, dass
mögliche Abschreibungen auf Beteiligungswerte oder
ausgegebene Darlehen vermieden werden können.
Zusätzlich wird auch das Marktumfeld
kontinuierlich analysiert und die Unternehmensstrategie
entsprechend angepasst. Durch die Identifikation und
Nutzung neuer Geschäftsmöglichkeiten sowie die
Optimierung bestehender Geschäftsfelder soll das
Wachstum des Unternehmens nachhaltig gesteigert werden.
Gummersbach, 21.06.2024
gez.,
(Geschäftsführer)
gez.,
(Geschäftsführer)
(Geschäftsführer)
gez.
Frank Ferchau
Ralf
Helas
Heiko
Rosteck
Disclaimer: Dieser Lagebericht enthält
bestimmte Aussagen über zukünftige Ereignisse und
Entwicklungen, sowie Angaben und Einschätzungen der
Gesellschaft. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen
beinhalten bekannt und unbekannte Risiken, Ungewissheiten
und andere Faktoren, die dazu führen können, dass
die tatsächlichen zukünftigen Leistungen,
Entwicklungen und Ergebnisse der Gesellschaft oder der
für die Gesellschaft wesentlichen Branchen wesentlich
(insbesondere in negativer Hinsicht) von denjenigen
abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder
implizit angenommen werden. Eine Gewähr kann folglich
für die zukunftsgerichteten Aussagen in diesem
Lagebericht nicht übernommen werden.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
79.146.035,89 |
83.056.511,95 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
265.026,42 |
161.465,62 |
| 1.
Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten |
265.026,42 |
161.465,62 |
| II.
Sachanlagen |
865.757,04 |
999.793,90 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
57.626,15 |
0,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
808.130,89 |
978.389,99 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
21.403,91 |
| III.
Finanzanlagen |
78.015.252,43 |
81.895.252,43 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
60.608.820,04 |
49.138.820,04 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
12.295.000,00 |
27.645.000,00 |
| 3.
Beteiligungen |
125.000,00 |
125.000,00 |
| 4.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
4.986.432,39 |
4.986.432,39 |
| B.
Umlaufvermögen |
157.491.876,85 |
107.033.145,35 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
73.212.098,45 |
62.353.268,03 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
43.513,13 |
0,00 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
59.201.651,43 |
61.459.456,62 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
13.966.933,89 |
893.811,41 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
110.424,76 |
110.424,76 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
84.279.778,40 |
44.679.877,32 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.120.205,67 |
883.026,01 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
237.758.118,41 |
190.972.683,31 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
212.494.864,50 |
165.274.178,93 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
2.008.000,00 |
2.008.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
68.150.166,01 |
68.150.166,01 |
| III.
Gewinnvortrag |
89.016.012,92 |
65.624.325,03 |
| IV.
Jahresüberschuss |
53.320.685,57 |
29.491.687,89 |
| B.
Rückstellungen |
3.406.735,18 |
3.729.223,49 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
1.321.846,00 |
2.030.993,87 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
2.084.889,18 |
1.698.229,62 |
| C.
Verbindlichkeiten |
21.480.745,45 |
21.625.084,02 |
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.735.005,69 |
1.377.235,91 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
6.146.087,83 |
5.609.311,46 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
13.599.651,93 |
14.638.536,65 |
| davon
aus Steuern |
11.845.142,30 |
12.840.948,00 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
375.773,28 |
344.196,87 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
237.758.118,41 |
190.972.683,31 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
50.672.200,58 |
40.885.021,22 |
| 2.
sonstige betriebliche Erträge |
882.588,76 |
718.948,76 |
| 3.
Materialaufwand |
6.123,77 |
7.726,99 |
| a)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
6.123,77 |
7.726,99 |
| 4.
Personalaufwand |
24.609.538,87 |
19.817.854,57 |
| a)
Löhne und Gehälter |
20.903.713,77 |
16.829.188,84 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
3.705.825,10 |
2.988.665,73 |
| 5.
Abschreibungen |
530.671,10 |
599.443,69 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
530.671,10 |
599.443,69 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
25.205.707,11 |
20.107.358,59 |
| 7.
Erträge aus Beteiligungen |
30.000.000,00 |
0,00 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
30.000.000,00 |
0,00 |
| 8.
auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene
Gewinne |
29.378.670,11 |
45.711.251,23 |
| 9.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
495.121,92 |
119.162,50 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
495.121,92 |
119.162,50 |
| 10.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.467.936,31 |
77.753,83 |
| 11.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
64.346,12 |
14.517,10 |
| 12.
Aufwendungen aus Verlustübernahme |
1.770.763,62 |
1.315.536,18 |
| 13.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
7.367.719,28 |
16.143.842,25 |
| 14.
Ergebnis nach Steuern |
53.341.647,81 |
29.505.858,17 |
| 15.
sonstige Steuern |
20.962,24 |
14.170,28 |
| Jahresüberschuss |
53.320.685,57 |
29.491.687,89 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss ist auf Grundlage der
Prämisse der Unternehmensfortführung nach den
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und
den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes
aufgestellt worden.
Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Köln
unter der Nr. HRB 67685 geführt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine
große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267
Abs. 3 HGB.
II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich
aus dem folgenden Anlagenspiegel.
Die immateriellen Vermögensgegenstände
wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer
Abschreibungen ausgewiesen.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu
den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um
planmäßige Abschreibungen entsprechend der
geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Anlagegegenstände, deren Anschaffungszeitpunkte vor
dem 1. Januar 2010 liegen, werden degressiv oder linear
abgeschrieben. Anlagegegenstände, die nach dem 31.
Dezember 2009 zugegangen sind, werden ausschließlich
linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit
Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR sind in voller
Höhe abgeschrieben worden und werden im Anlagenspiegel
als Zu- und Abgang dargestellt. Bei der Bemessung der
planmäßigen Abschreibungen wird von folgenden
Nutzungsdauern ausgegangen:
ERP-System 5 Jahre Übrige Software 3 Jahre
EDV-Hardware 3 Jahre Pkw 6 Jahre Sonstige Betriebs- und
Geschäftsausstattung 3-13 Jahre
Das Finanzanlagevermögen wird zu
Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder
Wertminderung werden außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen. Ein niedrigerer Wertansatz wird
nicht fortgeführt, wenn die Gründe dafür
nicht mehr bestehen.
Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert und
haben ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem
Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 10.193 TEUR und sonstige Forderungen in
Höhe von 49.009 TEUR. Die sonstigen Forderungen
resultieren aus Gewinnabführung und Steuern. Hierbei
sind Verbindlichkeiten mit Forderungen desselben
verbundenen Unternehmens gleicher Fälligkeit
verrechnet worden.
Die sonstigen Vermögensgegenstände werden
zum Nennwert bilanziert.
Die liquiden Mittel sowie die
Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert.
Es bestehen im Organkreis temporäre Differenzen,
die unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von
32,3 % bei der ABLE Management Servies GmbH als
Organträgerin zu passiven latenten Steuern
führen. Die passiven latenten Steuern (49 TEUR)
bestehen bei der FERCHAU GmbH und betreffen
hauptsächlich den Posten Geschäfts- und
Firmenwert (47 TEUR). Diese wurden mit aktiven latenten
Steuern verrechnet. Die aktiven latenten Steuern in
Höhe von 2.937 TEUR entfallen im Wesentlichen auf
weitere Firmenwerte, Pensionsrückstellungen und auf
Urlaubsrückstellungen. Der Aktivüberhang der
latenten Steuern wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB
nicht ausgewiesen.
Rückstellungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die
sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen
Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und
Gleitzeit.
Die Verbindlichkeiten werden zum
Erfüllungsbetrag passiviert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern in Höhe von 4.361 TEUR. Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
beinhalten sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von
1.785 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren aus
Verlustübernahme und Steuern. Hierbei sind
Verbindlichkeiten mit Forderungen desselben verbundenen
Unternehmens gleicher Fälligkeit verrechnet worden.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in
Höhe von 130 TEUR enthalten.
III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus einer Beteiligung resultiert eine bisher nicht
eingeforderte Einlageverpflichtung in Höhe von 125
TEUR.
Es bestehen Leasingverpflichtungen mit einer
Restlaufzeit bis März 2027 in Höhe von insgesamt
670 TEUR und Mietverpflichtungen in Höhe von insgesamt
14.379 TEUR, davon in Höhe von 13 TEUR gegenüber
verbundenen Unternehmen.
IV. Weitere Angaben
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres und
des Vorjahres verteilen sich wie folgt:
|
2023 TEUR
|
|
2022 TEUR
|
Erlöse Inland aus
Dienstleistungen
|
48.564
|
|
39.310
|
Erlöse Ausland aus
Dienstleistungen
|
2.089
|
|
1.559
|
sonstige Erlöse
Inland
|
19
|
|
16
|
|
50.672
|
|
40.885
|
Gemäß der Berechnungsvorgaben des §
267 Abs. 5 HGB waren im Geschäftsjahr 331 (Vorjahr
286) Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Es
handelt sich ausschließlich um
Verwaltungsangestellte.
Verbindlichkeitenspiegel:
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer
Restlaufzeit bis
zu einem Jahr
|
davon mit einer
Restlaufzeit zwischen einem und fünf
Jahren
|
davon mit einer
Restlaufzeit über fünf Jahren
|
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
1.735.005,69 €
|
1.735.005,69 €
|
- €
|
- €
|
Vorjahreswerte
|
(1.377.235,91 €)
|
(1.377.235,91
€)
|
- €
|
- €
|
2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
6.146.087,83 €
|
6.146.087,83 €
|
- €
|
- €
|
Vorjahreswerte
|
(5.609.311,46 €)
|
(5.609.311,46
€)
|
- €
|
- €
|
3. sonstige
Verbindlichkeiten
|
13.599.651,93 €
|
13.599.651,93
€
|
- €
|
- €
|
Vorjahreswerte
|
(14.638.536,65
€)
|
(14.638.536,65
€)
|
- €
|
- €
|
|
21.480.745,45 €
|
21.480.745,45 €
|
- €
|
- €
|
Vorjahreswerte
|
(21.625.084,02 €)
|
(21.625.084,02 €)
|
- €
|
- €
|
Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen -
unmittelbar oder mittelbar - zu mindestens 20 % beteiligt:
Name, Sitz des
Unternehmens
|
|
Anteil am
Kapital in %
|
Eigenkapital
zum 31.12.2023
|
Jahresergebnis 2023
|
FERCHAU GmbH,
Gummersbach
|
TEUR
|
100 %
|
66.387
|
0**
|
top itservices AG,
Unterhaching
|
TEUR
|
100 %
|
9.835
|
766
|
PM Werk GmbH, Köln
|
TEUR
|
50 %
|
487
|
61
|
prime-ing GmbH,
Gummersbach
|
TEUR
|
100 %
|
1.725
|
0**
|
FERCHAU Automotive GmbH,
Gummersbach
|
TEUR
|
100 %*
|
7.752
|
37
|
plantIng GmbH,
Gummersbach
|
TEUR
|
100 %
|
6.064
|
0**
|
FERCHAU Engineering SAS,
Toulouse
|
TEUR
|
100 %*
|
411
|
180
|
FERCHAU Engineering
Services GmbH, Gummersbach
|
TEUR
|
100 %*
|
413
|
103
|
AMS Immobilien GmbH,
Gummersbach
|
TEUR
|
100 %
|
5.642
|
189
|
FERCHAU Engineering
Spain S.L., Madrid
|
TEUR
|
100 %*
|
58
|
-1.173
|
FERCHAU Engineering
Poland Sp. z o.o., Danzig
|
TPLN
|
100%*
|
1.676
|
145
|
FERCHAU Engineering
India Private Limited, Neu Delhi (01.04.2022 -
31.03.2023)
|
TINR
|
100 %***
|
1.399
|
-1.968
|
FERCHAU Engineering
Austria GmbH, Linz
|
TEUR
|
100 %*
|
4.758
|
1.074
|
RST Rostock
System-Technik GmbH, Rostock
|
TEUR
|
100 %
|
4.939
|
548
|
M Plan Concepts +
Engineering GmbH, Gummersbach
|
TEUR
|
100 %*
|
-83
|
22
|
AMS Financial Services
GmbH, Gummersbach
|
TEUR
|
100 %
|
13
|
9
|
M Plan
Produktionstechnik GmbH, Gummersbach
|
TEUR
|
100 %*
|
-2.293
|
24
|
Neue Warnow Design &
Technology GmbH, Rostock
|
TEUR
|
100 %*
|
2.145
|
165
|
* mittelbare Beteiligung **
Ergebnisabführungsvertrag mit der ABLE Management
Services GmbH *** davon 0,1 % unmittelbar, 99,9 % mittelbar
Die Anteile an der FERCHAU Engineering Labs SAS sind
an die FERCHAU Engineering SAS verkauft worden, bevor die
Gesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2023 zu Buchwerten auf
die FERCHAU Engineering SAS verschmolzen wurde.
Es sind periodenfremde Steueraufwendungen in
Höhe von 1.690 T€ angefallen.
Die FERCHAU Holding GmbH & Co. KG, Gummersbach,
ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss
für den größten Kreis von Unternehmen
aufstellt. Die ABLE Management Services GmbH, Gummersbach,
wird gem. §§ 291 und 292 HGB mit befreiender
Wirkung in den Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH
& Co. KG einbezogen. Der Konzernabschluss der FERCHAU
Holding GmbH & Co. KG wird im Unternehmensregister
veröffentlicht.
Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers
sind im Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co.
KG enthalten.
Die Gesellschaft ist persönlich haftende
Gesellschafterin der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG,
Gummersbach.
Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr
2023:
Herr Dipl.-Kfm., Dipl.-Ing. Frank Ferchau Herr
Dipl.-Kfm. Ralf Helas Herr Dipl.- Ing. Heiko Rosteck
Gummersbach, 21. Juni
2024
gez.
gez.
gez.
Frank Ferchau
Ralf
Helas
Heiko
Rosteck
Anlagespiegel
|
Anschaffungskosten
|
|
|
|
|
Stand
|
Zugang
|
Umbuchungen
|
Abgang
|
Stand
|
|
01.01.2023
|
2023
|
2023
|
2023
|
31.12.2023
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
12.278.591,42
|
175.425,49
|
0,00
|
594,99
|
12.453.421,92
|
|
12.278.591,42
|
175.425,49
|
0,00
|
594,99
|
12.453.421,92
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl.
der Bauten auf fremden Grundstücken
|
0,00
|
41.460,98
|
21.403,91
|
0,00
|
62.864,89
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
4.799.552,50
|
283.308,57
|
0,00
|
73.828,36
|
5.009.032,71
|
3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
21.403,91
|
0,00
|
- 21.403,91
|
0,00
|
0,00
|
|
4.820.956,41
|
324.769,55
|
0,00
|
73.828,36
|
5.071.897,60
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
77.985.520,27
|
11.470.000,00
|
0,00
|
0,00
|
89.455.520,27
|
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
|
30.245.000,00
|
2.420.000,00
|
0,00
|
17.770.000,00
|
14.895.000,00
|
3. Beteiligungen
|
125.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
125.000,00
|
4. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
4.986.432,39
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.986.432,39
|
|
113.341.952,66
|
13.890.000,00
|
0,00
|
17.770.000,00
|
109.461.952,66
|
Summe Anlagevermögen
|
130.441.500,49
|
14.390.195,04
|
0,00
|
17.844.423,35
|
126.987.272,18
|
|
Abschreibungen
|
|
|
|
Stand
|
Zugang
|
Abgang
|
Stand
|
|
01.01.2023
|
2023
|
2023
|
31.12.2023
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
12.117.125,80
|
71.864,69
|
594,99
|
12.188.395,50
|
|
12.117.125,80
|
71.864,69
|
594,99
|
12.188.395,50
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl.
der Bauten auf fremden Grundstücken
|
0,00
|
5.238,74
|
0,00
|
5.238,74
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.821.162,51
|
453.567,67
|
73.828,36
|
4.200.901,82
|
3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
3.821.162,51
|
458.806,41
|
73.828,36
|
4.206.140,56
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
28.846.700,23
|
0,00
|
0,00
|
28.846.700,23
|
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
|
2.600.000,00
|
0,00
|
0,00
|
2.600.000,00
|
3. Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
31.446.700,23
|
0,00
|
0,00
|
31.446.700,23
|
Summe Anlagevermögen
|
47.384.988,54
|
530.671,10
|
74.423,35
|
47.841.236,29
|
|
Buchwerte
|
|
|
Stand
|
Stand
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
€
|
€
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
265.026,42
|
161.465,62
|
|
265.026,42
|
161.465,62
|
II. Sachanlagen
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl.
der Bauten auf fremden Grundstücken
|
57.626,15
|
0,00
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
808.130,89
|
978.389,99
|
3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
21.403,91
|
|
865.757,04
|
999.793,90
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
1. Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
60.608.820,04
|
49.138.820,04
|
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
|
12.295.000,00
|
27.645.000,00
|
3. Beteiligungen
|
125.000,00
|
125.000,00
|
4. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
4.986.432,39
|
4.986.432,39
|
|
78.015.252,43
|
81.895.252,43
|
Summe Anlagevermögen
|
79.146.035,89
|
83.056.511,95
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die
ABLE Management Services GmbH,
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ABLE Management
Services GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der ABLE Management Services GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
V
erantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Gummersbach, den 28. Juni
2024
dhpg
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
gez.,
Wirtschaftsprüfer
gez.
Lange, Wirtschaftsprüfer
Jurgeleit
|