Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 67685
Vorher
ABLE Management Services GmbH
Eingetragen
16.11.2009
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Erbringung von administrativen Dienstleistungen, das Halten von Beteiligungen sowie das Finanz- und Vermögensmanagement.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Wagener
seit 7.1.2025
Geschäftsführer
Alexander Schulz
seit 7.1.2025
Geschäftsführer
Alev Filya-Wegen
seit 7.1.2025
Prokura
Daniel Stefes
seit 3.1.2022
Prokura
Ralf Wolfgang Helas
seit 25.2.2010
Geschäftsführer
Frank Ferchau
seit 16.11.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

FERCHAU Holding GmbH
Germany
2.008.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FERCHAU Management GmbH (vormals: ABLE Management Services GmbH)

Gummersbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1  Grundlagen des Unternehmens
1.1 Geschäftsmodell
Die ABLE Management Services GmbH (AMS) ist ein interner Dienstleister, der von den Unternehmen der ABLE Group beauftragt wird, Leistungen in verschiedenen Bereichen zu erbringen. Hierzu zählen die Bereiche Finanzen, Personal, IT, Einkauf, Recht, Marketing, Qualitätsmanagement und allgemeine Administration.

Durch die Zentralisierung von Dienstleistungen können Kosten eingespart werden, indem Synergie- und Skaleneffekte genutzt und das Know-how gebündelt werden. Dadurch können sich die Gruppenunternehmen auf ihre Kernkompetenzen im Engineering- und IT-Dienstleistungsgeschäft konzentrieren.

Die AMS verfügt über eingespielte Spezialisten-Teams, die Abläufe planen, steuern und realisieren, um eine reibungslose Zusammenarbeit und optimale Ergebnisse zu gewährleisten. Die enge Zusammenarbeit zwischen der AMS und den operativ am Markt agierenden Unternehmen der ABLE Group ermöglicht eine enge Verzahnung und optimale Ausrichtung auf den Erfolg der Unternehmen innerhalb der Gruppe.

Es ist wichtig zu betonen, dass die AMS ausschließlich für Tochtergesellschaften und andere Konzernunternehmen der ABLE Group tätig ist. Dadurch ist die Entwicklung der AMS eng mit der Entwicklung dieser Unternehmen verbunden und sie trägt maßgeblich zum Erfolg der Gruppe bei.

1.2 Forschung und Entwicklung
Als nicht-produzierendes Unternehmen ist der Bereich Forschung und Entwicklung nur ein indirekter Faktor in der Unternehmensstrategie der AMS. Die Tochterunternehmen der AMS bewegen sich allerdings in einem Branchenumfeld, in dem Forschung und Entwicklung einen wichtigen Indikator für das Marktpotential darstellen, da neue, herausfordernde und zunehmend komplexe Einflussfaktoren in einem volatilen Markt Wachstumspotentiale für Engineering- und IT-Dienstleistungen bieten. Als interner Service-Dienstleister profitiert die AMS somit indirekt von der Investition in Forschung und Entwicklung im deutschen und europäischen Markt.

Im Jahr 2023 beliefen sich die Ausgaben für Innovationen allein im deutschen Maschinenbau auf rund 17,2 Mrd. Euro, was eine bedeutende Summe darstellt, jedoch 0,1 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert liegt. Diese Innovationsausgaben setzen sich aus laufenden Aufwendungen zusammen, die sowohl Personalkosten als auch Sachkosten einschließlich Dienstleistungsaufträge an Dritte umfassen. Die Daten von Statista zeigen eine kontinuierliche Zunahme der Innovationsausgaben im deutschen Maschinenbau in den vergangenen Jahren. Dies reflektiert das Bestreben der Branche, fortlaufend neue Produkte und Technologien zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Jahr 2023 ist jedoch kein Anstieg der Ausgaben zu verzeichnen, und auch für 2024 wird kein Wachstum der Innovationsausgaben erwartet. Diese Ausgaben dienen jedoch als Indikator für ein anhaltendes Wachstum der Investitionen in Dienstleistungen von Dritten und berühren somit direkt die Kernkompetenz der ABLE Group.

Der Branchenbericht "Innovation im Automobilbau" bietet einen umfassenden Einblick in die Innovationsaktivitäten innerhalb dieser Branche im Jahr 2023. Darin wird deutlich, dass etwa 60,9 Prozent der Unternehmen innovative Projekte vorangetrieben haben, was auf eine dynamische Innovationslandschaft hinweist. Ein signifikanter Anstieg der Innovationsinvestitionen ist im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, die um 8 Prozent auf insgesamt 52,7 Mrd. Euro angewachsen sind. Diese Zunahme spiegelt das verstärkte Engagement der Unternehmen wider, neue Technologien zu erforschen und innovative Lösungen zu entwickeln, um den sich ständig ändernden Marktbedingungen gerecht zu werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Umsatzanteil durch Produktinnovationen, der im Berichtsjahr bei 44,8 Prozent lag. Dies deutet darauf hin, dass Innovationen nicht nur theoretisch bleiben, sondern tatsächlich neue Produkte und Dienstleistungen hervorbringen, die von den Verbrauchern positiv aufgenommen werden. Es ist ebenfalls positiv zu sehen, dass ein beträchtlicher Anteil von 33 Prozent der Unternehmen kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) betreibt. Dies unterstreicht das Bestreben vieler Unternehmen, langfristige Innovationsstrategien zu verfolgen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

2  Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Gemäß einer umfassenden Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2024 verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 einen Rückgang um 0,3 Prozent. Die vorläufigen Zahlen dieser Meldung wiesen eine kalenderbereinigte negative Abweichung von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf. Trotz dieser jüngsten Rückgänge verharrten die Preise in allen Wirtschaftsbereichen weiterhin auf hohem Niveau, was sich negativ auf die Konjunktur auswirkte. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, während die Nachfrage aus dem In- und Ausland abnahm. Infolgedessen stagnierte die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie.

Im Jahr 2023 verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Während die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) um insgesamt 2,0 Prozent deutlich zurückging, wurde dieser Rückgang hauptsächlich durch eine niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung verursacht. Das verarbeitende Gewerbe, das den Großteil des produzierenden Gewerbes ausmacht, verzeichnete ebenfalls einen preisbereinigten Rückgang von 0,4 Prozent. Positive Impulse kamen hauptsächlich aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Jedoch sanken die Produktion und Wertschöpfung in energieintensiven Branchen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, bedingt durch die steigenden Energiepreise.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten im Vergleich zum Vorjahr ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und somit die Wirtschaft unterstützen, jedoch fiel der Anstieg insgesamt schwächer aus als in den Vorjahren. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Information und Kommunikation mit einem preisbereinigten Zuwachs von 2,6 Prozent, während der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe einen Rückgang von 1,0 Prozent verzeichnete.

Im Jahr 2023 gingen die privaten und staatlichen Konsumausgaben zurück, während die Investitionen in Ausrüstungen positivere Signale aussandten. Der private Konsum sank um 0,8 Prozent, vor allem aufgrund hoher Verbraucherpreise. Die staatlichen Konsumausgaben verringerten sich erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 Prozent, hauptsächlich aufgrund des Wegfalls staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen.

Die Bauinvestitionen sanken um 2,1 Prozent, während in Ausrüstungen deutlich mehr investiert wurde als im Vorjahr (+3,0 Prozent). Die weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage beeinflussten auch den Handel mit dem Ausland, wobei die Importe stärker zurückgingen als die Exporte.

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes spielt eine entscheidende Rolle für die gesamtwirtschaftliche Lage. Deutschland verzeichnete im Verlauf des Jahres 2023 einen historischen Höchststand in der Beschäftigung, mit rund 45,9 Mio. Menschen, die an verschiedenen Arbeitsorten im Land erwerbstätig waren. Dieser Anstieg um 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht einem Zuwachs von 0,7 Prozent. Bereits im Jahr 2022 wurde der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2019 (45,3 Mio. Personen) um 320.000 Personen überschritten.

Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig und spiegeln die Dynamik des Arbeitsmarktes wider. Ein bedeutender Faktor war zweifellos die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, die nicht nur die Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllte, sondern auch eine Bereicherung für die Wirtschaft darstellte. Darüber hinaus trug eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zur Steigerung der Erwerbstätigenzahl bei. Diese beiden Faktoren erwiesen sich als entscheidende Wachstumstreiber und überwogen die dämpfenden Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. Obwohl langfristige Prognosen einen spürbaren Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter vorhersagen, zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt widerstandsfähig und verzeichnete ein anhaltendes Wachstum.

Dieser Rekord in der Beschäftigung unterstreicht die Stabilität und Dynamik der deutschen Wirtschaft sowie ihre Fähigkeit, sich den sich wandelnden demografischen und globalen Arbeitsmarktherausforderungen anzupassen. Die Erwerbslosequote belief sich dabei gemäß dem Konzept der ILO auf ungefähr 2,8 Prozent. Damit verzeichnete sie eine leichte Abnahme im Vergleich zum Vorjahr und erreichte wieder das gleiche Niveau wie im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Krise.

Trotz dieser positiven Zahlen bleibt der Arbeitsmarkt in Deutschland jedoch nicht frei von Herausforderungen. Insbesondere in bestimmten Branchen und Regionen gibt es weiterhin einen Fachkräftemangel. Zudem ist die Arbeitslosigkeit unter bestimmten Gruppen wie jungen Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund nach wie vor höher als im Durchschnitt. Es wird daher weiterhin daran gearbeitet werden müssen, den Arbeitsmarkt in Deutschland insgesamt zu stärken und allen Menschen den Zugang zu guten Arbeitsplätzen zu ermöglichen.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Unternehmen der ABLE Group sind vorwiegend in den Märkten für Engineering- und IT-Dienstleistungen tätig. Damit gelten die branchenbezogenen Rahmenbedingungen der Konzerngesellschaften auch für die AMS selbst.

Aufgrund der Kundenstruktur ist für die Tochtergesellschaften der AMS die Entwicklung in den Bereichen Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, des Anlagen-, Schiff- und Maschinenbaus, der Elektro- und Informationstechnik besonders relevant.

Im Gesamtjahr 2023 verzeichnete die Automobilbranche die Produktion von 4,1 Mio. Pkw, was einem Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, jedoch immer noch 12 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegt. Der Export sank im Dezember leicht, wobei 214.100 Pkw exportiert wurden, was einem Rückgang von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insgesamt wurden im Jahr 2023 3,1 Mio. Pkw exportiert, ein Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, jedoch knapp 11 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die Inlandsaufträge bei deutschen Herstellern gingen im Dezember um 14 Prozent zurück und im Gesamtjahr um 18 Prozent. Die Aufträge aus dem Ausland stiegen im Dezember um 5 Prozent, jedoch ging der ausländische Auftragseingang im Gesamtjahr um 3 Prozent zurück. Die Neuzulassungen in Deutschland sanken im Dezember um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf den Vorzugseffekt des Umweltbonus im Vorjahr zurückzuführen ist. Im Gesamtjahr wurden jedoch insgesamt 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, ein Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, jedoch ein Rückgang von 21 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen im Dezember 2023 gingen um 58 Prozent zurück. Im Jahr wurden insgesamt 700.200 Elektro-Pkw neu zugelassen, was einem Rückgang von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei stieg die Zahl der rein batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) um 11 Prozent, während die Plug-In-Hybride (PHEV) um 51 Prozent zurückgingen.

Im Berichtsjahr 2023 verzeichnete die weltweite Luftfahrtindustrie laut Berechnungen der International Air Transport Association (IATA) im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg des Absatzes, gemessen in verkauften Passagierkilometern, um 37 Prozent, wobei der Anstieg im Vorjahr bei 65 Prozent lag. Besonders starke Zuwächse verzeichneten Fluggesellschaften aus der Region Asien/Pazifik mit 96 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent), gefolgt von Fluggesellschaften aus Afrika mit 36 Prozent (Vorjahr: 84 Prozent). Fluggesellschaften aus Europa erzielten einen Anstieg von 20 Prozent (Vorjahr: 104 Prozent). Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 lagen die verkauften Passagierkilometer global um 6 Prozent niedriger, wobei Fluggesellschaften aus Europa einen Rückgang um 5 Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau verzeichneten. Die Durchschnittserlöse im globalen Passagierverkehr stiegen gemäß Schätzungen der IATA im Geschäftsjahr 2023 um 6,2 Prozent, im Vorjahr betrug der Anstieg 9,5 Prozent. Damit lagen die Durchschnittserlöse im Geschäftsjahr 2023 um 11,0 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Der globale Markt für Luftfracht normalisierte sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu den Rekordniveaus während der Corona-Pandemie, blieb aber weiterhin auf einem im historischen Vergleich hohen Niveau. Das weltweite Luftfrachtaufkommen sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent, wobei europäische Anbieter einen Rückgang um 4 Prozent verzeichneten. Die Durchschnittserlöse im globalen Luftfrachtverkehr sanken gemäß Schätzungen der IATA um 32,2 Prozent gegenüber Vorjahr, beeinflusst durch das größere Angebot an Belly-Frachtkapazitäten in den Passagierflugzeugen und die weltweit schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Dennoch lagen die Durchschnittserlöse weiterhin um 41,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Für die weltweite Airline-Industrie wird im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der positiven Entwicklung im Passagierverkehr ein deutlicher Anstieg des Gewinns gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die IATA prognostiziert für das Geschäftsjahr 2023 einen branchenweiten Nettogewinn in Höhe von 23 Mrd. USD, während im Vorjahr ein Nettoverlust von 4 Mrd. USD verzeichnet wurde. Vor Ausbruch der Corona-Krise erzielte die Airline-Industrie im Geschäftsjahr 2019 einen Nettogewinn in Höhe von 26 Mrd. USD. In der regionalen Betrachtung wird für Nordamerika der höchste Gewinn in Höhe von 14 Mrd. USD erwartet, im Vorjahr waren es 9 Mrd. USD. Für die europäischen Fluggesellschaften wird ein Gewinn in Höhe von 8 Mrd. USD prognostiziert, im Vorjahr waren es 4 Mrd. USD.

Zum Ende 2023 verzeichnete der deutsche Maschinen- und Anlagenbau laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein nominelles Minus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine fortgesetzte Abschwächung der Exportdynamik im Jahresverlauf hinweist. Trotzdem ergab sich für das Gesamtjahr 2023, laut VDMA, immer noch ein Exportplus von nominal 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wodurch die Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland mit einem Gesamtexportvolumen von 207 Mrd. Euro erneut einen Rekord verzeichneten. Dieser Zuwachs basierte jedoch hauptsächlich auf einem starken ersten Halbjahr mit zweistelligen Zuwachsraten, während im zweiten Halbjahr 2023 rückläufige Auftragseingänge bemerkbar machten. Die Unternehmen profitierten auch von gestiegenen Exportpreisen, obwohl die preisbereinigten Maschinenexporte 2023 knapp unter dem Niveau des Vorjahres lagen (minus 0,7 Prozent).

Obwohl es Anzeichen für eine Stabilisierung der Auslandsaufträge gibt, ist nicht von einer Trendwende zu sprechen, da eine weitere rückläufige Exportentwicklung in den kommenden Monaten prognostiziert wird. Die Nachfrage aus den USA, dem größten Einzelmarkt für deutsche Maschinenexporteure, schwächte sich zum Jahresende ebenfalls deutlich ab, obwohl im vierten Quartal noch ein Exportwachstum von nominal 3 Prozent verzeichnet wurde. Im Gesamtjahr stiegen die Maschinenexporte in die USA sogar zweistellig um nominal 12,6 Prozent auf 28 Mrd. Euro, wodurch der Anteil der USA an den deutschen Maschinenexporten von 12,7 Prozent im Jahr 2022 auf 13,5 Prozent im Jahr 2023 stieg.
Die positive Entwicklung der Maschinenexporte in die USA wurde vor allem durch die robuste US-Konjunktur und das attraktive Investitionsumfeld im Verarbeitenden Gewerbe unterstützt, trotz gestiegener Zinsen. Umfangreiche Fördermaßnahmen führten zu einem Anstieg der Bauinvestitionen und damit zu einer verstärkten Nachfrage nach deutschen Maschinen für die Errichtung und Ausstattung neuer Produktionsstätten.

Der Bericht des deutschen Branchenverbandes Bitkom, veröffentlicht im Januar 2024, präsentiert seine Prognosen für die Entwicklung der Branche. Demnach wird für das Jahr 2023 ein spürbar verlangsamtes Wachstum des deutschen Marktes für Informationstechnik auf 142,9 Mrd. € erwartet, was einem Anstieg von 2,2 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Wachstum noch bei 8,7 Prozent lag, zeigt sich eine deutliche Abschwächung. Diese Entwicklung ist vor allem auf rückläufige Wachstumsraten im Bereich der IT-Hardware zurückzuführen, die von einem Plus von 4,8 Prozent im Vorjahr auf -5,4 Prozent im Jahr 2023 gefallen sind. Auch im Bereich der Software hat sich das Wachstum verlangsamt, von 15,0 Prozent im Vorjahr auf 9,6 Prozent im Jahr 2023. Im wichtigen Segment der IT-Services für sind ebenfalls leichte Rückgänge zu verzeichnen, von 8,5 Prozent im Jahr 2022 auf 5,1 Prozent im Berichtsjahr. Bitkom schätzt das Marktvolumen des Softwaresegments für das Jahr 2023 auf 41,5 Mrd. € und das Segment der IT-Services, das für Unternehmen der ABLE Group am bedeutendsten ist, auf 49,4 Mrd. Euro Umsatz.

2.3 Geschäftsverlauf
Die solide wirtschaftliche Basis des Unternehmens zeigt sich unter anderem an der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Jahr 2023. Die Geschäftsentwicklung hat die angepassten Erwartungen der Unternehmensleitung im Wesentlichen erfüllt. Diese Einschätzung berücksichtigt auch Erkenntnisse nach dem Ende des Berichtszeitraums.

Die ABLE Management Services erwirtschaftete in ihrer wesentlichen Funktion als operative Dienstleistungsgesellschaft für die Unternehmen der ABLE Group 50,7 Mio. Euro an Umsatzerlösen und konnte diese somit um 24,0 Prozent zum Vorjahr steigern (Vorjahr 40,9 Mio. Euro).

Die Tochtergesellschaften der ABLE Group werden von der AMS für ihre Dienstleistungen entsprechend den dafür anfallenden Kosten abgerechnet. Dadurch entstehen in erster Linie die Umsatzerlöse der AMS. Verglichen mit dem Berichtsjahr 2022 wurden in diesem Berichtsjahr einige strategische Projekte für die Unternehmen der ABLE Group betrieben und die verrechenbaren Kosten sind somit wieder gestiegen.

2.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
2.4.1 Ertragslage
Im Berichtsjahr 2023 ist der Umsatz um 24,0 Prozent auf 50,7 Mio. Euro gestiegen, da durch den gestiegenen Bedarf an Dienstleistungen die Kosten der AMS ebenfalls gestiegen sind, welche vollumfänglich gemäß Dienstleistungsvertrag mit Gewinnaufschlag an die Tochtergesellschaften weiterverrechnet wurden.

Der Personalaufwand ist gegenüber Vorjahr um 24,2 Prozent von 19,8 Mio. Euro auf 24,6 Mio. Euro angestiegen. Der zusätzliche Aufwand resultiert aus dem Wachstum des Innendienstpersonals um 21,0 Prozent von 293 am 31.12.2022 auf 354 ein Jahr später. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Personalintensität in Bezug auf den Umsatz mit 48,5 Prozent konstant gehalten werden.

Im aktuellen Berichtsjahr konnte das Unternehmen auch die Abschreibungen mit 0,5 Mio. € nahezu konstant halten (Vorjahr 0,6 Mio. Euro).

Nachdem die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Zuge der Corona-Pandemie um fast 5 Prozent im Verhältnis zu den Umsatzerlösen reduziert wurden (ca. 1,3 Mio. Euro), sind die Kosten in diesem Jahr endgültig wieder auf Vorkrisenniveau angestiegen. Die Aufwendungen sind um 25,4 Prozent zum Vorjahr auf 25,2 Mio. Euro gewachsen. Dies entspricht einem absoluten Wachstum zu Vorjahr um 5,1 Mio. Euro. Ursächlich hierfür war insbesondere ein Anstieg für Mieten und Leasing, Personalsuche sowie eine erhöhte Investition in Mitarbeiterschulung, welche in den Krisenjahren drastisch reduziert wurden. Zudem sind die Kosten, die an das Mitarbeiterwachstum gebunden sind, wie KFZ- und Reisekosten, gestiegen.

Die Erträge aus Beteiligungen sind um 30 Mio. Euro zu Vorjahr gestiegen. Die Ursache dafür ist eine Gewinnausschüttung aus der FERCHAU GmbH in gleicher Höhe.

Zusätzlich konnten aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus 1,4 Mio. Euro Erträge aus Tages- und Festgeldanlagen erwirtschaftet werden.

Aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge als wichtige Säule der Unternehmensstrategie mit der plantIng GmbH, der prime-ing GmbH und der FERCHAU GmbH, wiederum mit eigenem Ergebnisabführungsvertrag mit der FERCHAU Automotive GmbH, konnte ein Nettoertrag aus Ergebnisabführung in Höhe von 29,4 Mio. Euro (Vorjahr 45,7 Mio. Euro) erwirtschaftet werden. Das entspricht einem Rückgang von 16,3 Mio. Euro (-35,7 Prozent)

In der Folge der angeführten Geschäftsereignisse sind die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Berichtsjahr 2023 von 16,1 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro um 54,0 Prozent gesunken.

Im Geschäftsjahr konnte die AMS ein Ergebnis nach Steuern von 53,3 Mio. Euro erzielen, im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 23,8 Mio. Euro (80,8 Prozent). Der Ergebnisanstieg resultiert ausschließlich aus zusätzlichen den Erträgen aus Beteiligungen verbundener Unternehmen.

2.4.2 Finanzlage
Den liquiden Mitteln in Höhe von 84,3 Mio. Euro (Vorjahr: 44,7 Mio. Euro) stehen weiterhin keine Bankverbindlichkeiten gegenüber. Die Cash-Position hat sich insbesondere auf Grund des hohen Jahresüberschusses verändert, da die Gewinnabführung von der FERCHAU GmbH des Vorjahres 2022 im Geschäftsjahr 2023 erfolgt ist. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -4,3 Mio. Euro und ist wie im Vorjahr negativ. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist aufgrund der erhaltenen Zahlungen aus Gewinnabführung mit 50,0 Mio. Euro wieder positiv ausgefallen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -6,1 Mio. Euro ist ausschließlich von Auszahlungen an Gesellschafter geprägt.

2.4.3 Vermögenslage
Das Anlagevermögen hat sich zum vergangenen Geschäftsjahr um 3,9 Mio. € reduziert. Während die Anteile an verbundenen Unternehmen durch Kapitaleinlagen um 11,5 Mio. Euro gestiegen sind, sind die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen im Zuge der Umstrukturierung von Darlehen in Kapitaleinlagen sowie durch Darlehenstilgungen der verbundenen Unternehmen um 15,3 Mio. Euro gesunken. Im vergangenen Geschäftsjahr hat insbesondere die FERCHAU Automotive GmbH 2 Mio. Euro ihres laufenden Darlehens getilgt.

Im Geschäftsjahr hat das Unternehmen eine deutliche Steigerung des Umlaufvermögens verzeichnet. Von 107 Mio. Euro im Vorjahr stieg das Umlaufvermögen um 50 Mio. Euro auf 157 Mio. Euro an. Die Ursache für diesen Anstieg ist vor allem im gestiegenen Bankguthaben zu finden, das 35,4 Prozent am Gesamtvermögen ausmacht.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der das Umlaufvermögen beeinflusst, sind die Forderungen an verbundene Unternehmen, die 24,9 Prozent der Bilanzsumme umfassen. Im aktuellen Geschäftsjahr sind diese Forderungen im Vergleich zum Vorjahr um 2 Mio. Euro gesunken. Dennoch bleiben die Forderungen in der Höhe relativ konstant, was vor allem auf die verlässliche Gewinnabführung der Tochtergesellschaften zurückzuführen ist. Durch die positive Geschäftsentwicklung dieser Unternehmen konnte das Mutterunternehmen auf stabile Forderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen bauen.

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag ist im Vergleich zum Vorjahr um 47,2 Mio. Euro auf insgesamt 212,5 Mio. Euro gestiegen, was einer Steigerung von 28,5 Prozent entspricht. Dadurch hat sich auch der Passivanteil des Eigenkapitals um 2,8 Prozent erhöht und liegt nun bei 89,3 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass das Unternehmen über eine sehr solide finanzielle Basis verfügt und jederzeit in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten zu bedienen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bilanzposten der Rückstellungen leicht um 8,6 Prozent auf 3,4 Mio. Euro gesunken (im Vorjahr waren es 3,7 Mio. Euro). Der Rückgang ist auf die geringere Höhe der Steuerrückstellungen zurückzuführen, die im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent und damit von 2,0 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro gesunken sind.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Bilanzwert des Vorjahres um 0,2 Mio. Euro verringert. Diese liegen nahezu konstant bei 21,5 Mio. Euro.

2.4.4 Gesamtaussage
Im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnet das Unternehmen ein signifikantes Wachstum seiner Geschäftsleistung. Mit einem Anstieg um 24,0 Prozent auf 50,7 Mio. Euro hat das Unternehmen sein stärkstes Wachstum seit 2018 erreicht. Dieses erhebliche Wachstum der Unternehmensleistung liegt über der Prognose von einem knapp zweistelligen Prozentbereich und bringt die AMS über Vorkrisenniveau. Der Grund hierfür ist insbesondere auch der steigende Kostensektor der AMS, welcher in den Krisenjahren reduziert wurde. Die steigenden Kosten führen zudem auf Basis des Dienstleistungsvertrags mit den AMS-Tochtergesellschaften zu einer Umsatzsteigerung bei einem konstanten Deckungsbeitrag.

Die AMS hat im aktuellen Geschäftsjahr ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 53,3 Mio. Euro erzielt, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 80,8 Prozent entspricht. Im Vorjahr hatte die AMS noch ein Ergebnis nach Steuern von 29,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Allerdings sind die Gewinne aus Ergebnisabführungsverträgen um 37,8 Prozent auf 27,6 Mio. Euro gesunken, wenn man die Aufwendungen aus Verlustübernahmen berücksichtigt. Bereinigt man die zusätzliche Ausschüttung der FERCHAU GmbH in Höhe von 30 Mio. Euro, so ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von 30,6 Mio. Euro. Dies entsprich einem Ergebnisrückgang zum Vorjahr von 15 Mio. Euro. Damit wurde das prognostiziere Ergebnis auf Vorjahresniveau nicht erreicht. Der Grund hierfür sind die geringeren Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften.

Die Finanzlage der AMS ist äußerst stabil und robust. Das Unternehmen hat stets alle finanziellen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht erfüllt, dies unterstreicht die finanzielle Stärke und Zuverlässigkeit des Unternehmens. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt 89,3 Prozent, was im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 2,8 Prozentpunkten bedeutet und somit eine sehr solide Basis für die zukünftige Entwicklung darstellt. Die hohe Eigenkapitalquote zeigt, dass das Unternehmen in der Lage ist, seine Schulden aus eigenen Mitteln zu begleichen, was ihm und der gesamten Unternehmensgruppe ein hohes Maß an finanzieller Unabhängigkeit und Flexibilität gibt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die geschäftliche Entwicklung der AMS im Berichtsjahr als gut bezeichnet werden kann. Das Unternehmen hat sich die wieder zunehmend positiv entwickelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunutze machen können und eine solide Unternehmensleistung erbracht. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden, da sie über eine hohe Eigenkapitalquote verfügt, finanziell gut aufgestellt ist, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen und über keine Verbindlichkeiten bei Banken verfügt.

3  Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1 Risikobericht
3.1.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die wirtschaftliche Situation Deutschlands im Jahr 2023 war durch erhebliche Herausforderungen geprägt, welche zu einer deutlichen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Dynamik führten. Sowohl Unternehmen als auch Haushalte waren von einer pessimistischen Stimmung und einer erhöhten Unsicherheit betroffen, im Vergleich zu anderen bedeutenden europäischen Volkswirtschaften in Deutschland sogar stärker. Frühindikatoren deuteten bereits seit Herbst 2023 auf eine schrittweise wirtschaftliche Erholung in anderen Ländern hin, während Deutschland mit einer stagnierenden Wirtschaftsaktivität zu kämpfen hatte.

Im Sommerhalbjahr 2023 stagnierte die Wirtschaftsleistung Deutschlands, und im Schlussquartal ging sie sogar um 0,3 Prozent zurück. Besonders stark betroffen waren die Industrie und die Bauwirtschaft. Unternehmen beklagten vor allem einen Mangel an Aufträgen, während ungewöhnliche Wetterbedingungen und ein hoher Krankenstand die wirtschaftliche Aktivität zusätzlich dämpften. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Exporte, Unternehmens- und Bauinvestitionen. Eine stützende Säule der Konjunktur war der private Konsum, der jedoch von einer allgemeinen Zurückhaltung geprägt war. Obwohl die Inflation seit einem Jahr zügig zurückging und die Lohneinkommen stiegen, blieben die Verbraucher bei ihren Ausgaben vorsichtig und legten einen Teil ihres Kaufkraftplus als Ersparnis zurück. Die Sparquote stieg spürbar an, was auf eine gewisse Verunsicherung hinsichtlich des wirtschaftspolitischen Kurses der Bundesregierung zurückzuführen sein könnte.

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts betreffend den Bundeshaushalt im November 2023 verschärfte die Finanzpolitik zu Jahresbeginn ihren restriktiven Kurs und beschloss zusätzliche Einsparungen in Höhe von etwa 12 Mrd. Euro. Dies führte zu Belastungen für Unternehmen und Haushalte sowie zu Kürzungen bei den Staatsausgaben. Die Auswirkungen auf Konsum und Investitionen dürften sich in diesem Jahr in Grenzen halten. Die aktuellen Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Die Auftragslage hat sich in allen Wirtschaftsbereichen weiter verschlechtert, und der Auftragsbestand wird als unzureichend beurteilt. Der Krankenstand ist weiterhin hoch, und zusätzlich belasten Streiks und Lieferengpässe die Wirtschaft. Für den weiteren Jahresverlauf wird eine allmähliche gesamtwirtschaftliche Erholung erwartet, insbesondere unterstützt durch die konjunkturelle Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und die erwartete geldpolitische Wende. Die niedrigen Kreditzinsen und gesunkene Energiepreise dürften private Haushalte und Unternehmen im Prognosezeitraum unterstützen.

Insgesamt wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal vorerst weiter abnimmt und erst in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Erholung einsetzt. Die Beschäftigung wird sich verlangsamen, und die Arbeitslosigkeit wird vorerst weiter steigen. Trotz der erwarteten konjunkturellen Erholung wird die Beschäftigung nur geringfügig steigen, was auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist.

3.1.2 Branchenrisiken
Die wirtschaftliche Lage der AMS wird wesentlich durch die Ertragsentwicklung der Unternehmen der ABLE Group geprägt. Entscheidend für die Tochterunternehmen der AMS sind zum einen die technischen Branchen, da hier die Kunden tätig sind, sowie das Marktsegment der Arbeitnehmerüberlassung.

Die Auswirkungen der Krisen aus den Vorjahren auf die betroffenen technischen Branchen haben sich zusehends abgeschwächt, wodurch sich daraus wahrscheinlich kein Risikofaktor für die Unternehmensgruppe mehr ableitet. Derzeit hat auch der Ukraine-Konflikt keinen direkten spürbaren Einfluss mehr auf das Kerngeschäft der Gesellschaften. Die Risiken und Herausforderungen des Vorjahres hinsichtlich der Auftrags- und Umsatzentwicklung sind aufgrund des sich erholenden Preisanstiegs, der stabilisierenden Lieferketten und der Energiepreisbremse des Staates geringer geworden.

Der Automobilbereich steht vor dem größten Wandel der jüngsten Vergangenheit. Insbesondere da einige Automobilzulieferer bereits einen enormen Jobabbau angekündigt haben. Die deutschen OEMs konnten zwar auch in 2023 Umsatzsteigerungen verzeichnen, die Zulieferer hingegen kämpfen bereits seit dem vergangenen Jahr mit Produktionsrückgängen durch die Elektromobilität. Zudem wird die Konkurrenz aus China immer größer, da sich die asiatischen Hersteller schon länger auf die Digitalisierung und neue Technologien in Form von Elektrifizierung fokussieren.

Im Maschinen- und Anlagenbau gibt es verschiedene Branchenrisiken, die die wirtschaftliche Lage der Unternehmen beeinträchtigen können. Dazu zählen konjunkturelle Schwankungen, Engpässe bei der Beschaffung von Rohstoffen und Bauteilen sowie Anfälligkeit für technische Innovationen und Veränderungen in Kundenanforderungen. Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der Produktion erfordert eine gezielte strategische Ausrichtung und Investition in Forschung und Entwicklung sowie eine enge Zusammenarbeit mit Zulieferern und flexiblem Personal, z.B. aus Arbeitnehmerüberlassung. Zudem ist im Jahr 2024 mit einem gleichbleibenden Investitionsvolumen in dieser Branche zu rechnen, was direkten Einfluss auf die Kerngeschäfte der Unternehmensgruppe hat.

Die stagnierende Digitalisierung und Automatisierung der Produktion erfordert eine gezielte strategische Ausrichtung und Investition in Forschung und Entwicklung sowie eine enge Zusammenarbeit mit Zulieferern und Personaldienstleistern. Die Digitalisierung von Prozessen bleibt eine entscheidende Herausforderung für Unternehmen, um zukünftige Wettbewerbsfähigkeit durch gesteigerte Produktivität, Flexibilität und eine Optimierung der Kosten zu erreichen. Dies betrifft sowohl die Kerngeschäftsprozesse als auch die internen Prozesse. Im Jahr 2023 untersuchte das Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland. Der Digitalisierungsindex 2023 zeigt, dass sich die Digitalisierung der Wirtschaft zu Vorjahr nur schleppend weiterentwickelt hat. Im Vergleich zu 2022 ist die Wirtschaft in Deutschland erneut kaum messbar digitaler geworden, da der deutschlandweite Indexwert 2023 bei 110,5 Punkten liegt, verglichen mit den normierten 108,6 Punkten im Vorjahr.

Neben dem Reifegrad der unternehmensinternen Prozesse gilt die digitale Vernetzung mit anderen Unternehmen als größter Treiber der Digitalisierung. Ein mögliches Risiko für die Unternehmen der ABLE Group besteht darin, im Vergleich zu Wettbewerbern nicht ausreichend digitalisiert zu sein, insbesondere in Bezug auf Geschäftsprozesse. Die Gruppe treibt die Digitalisierung ihrer Prozesse aktiv und kontinuierlich voran und nimmt die notwendigen Anpassungen im Bereich Dokumentenmanagement, CRM sowie der Administration von Projekten mit Lieferanten vor.

Die Unternehmen der ABLE Group haben neben der Digitalisierung auch einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Viele Kundenunternehmen betrachten Anbieter von IT- und Technologie-Beratung sowie Engineering Services mittlerweile als wichtigen Kanal zur Rekrutierung von flexiblen Mitarbeitern. Um dem generellen Fluktuationsrisiko der Mitarbeiter und dem Risiko des Mangels an qualifiziertem Personal zu begegnen, setzt die Gruppe entsprechende Rekrutierungsmaßnahmen und Personalentwicklungsprogramme ein.

Bei der Bearbeitung von Großprojekten können bezüglich eines reibungslosen Projektablaufs Risiken in Bezug auf Prozesssicherung, Qualitätssicherung, Termineinhaltung und Kostenmanagement entstehen. Um diese Risiken zu minimieren, setzen die Tochterunternehmen der AMS aktiv auf ein effizientes Projektmanagement. Dadurch wird das Risiko reduziert und ein erfolgreicher Abschluss der Projekte ermöglicht.

3.1.3 Rechtliche Risiken
Durch den Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen mit einzelnen Tochtergesellschaften ist die AMS im Verlustfall zum Ausgleich des entstehenden Verlusts verpflichtet. Hierdurch wirken sich indirekt rechtliche Risiken der Tochtergesellschaften auch auf die AMS aus, da die Tochtergesellschaften neben der Arbeitnehmerüberlassung auch Leistungen im Rahmen von Werkverträgen erbringen, die risikobehaftet sein können. Soweit möglich, werden diese Risiken durch den Abschluss von Versicherungen hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Risikos eingegrenzt oder ausgeschlossen. Durch die im Qualitätsmanagement-Prozess verankerte Vertragsprüfung ist die Risikotransparenz im Wesentlichen sichergestellt.
3.1.4 Finanzierungsrisiken
Das Geldvermögen der ABLE Group wird nach Unternehmensmaßstäben sicher und rentabel angelegt. Die Investitionen erfolgen in sichere Anlagen sowie Wertpapiere, um das Vermögen zu maximieren. Eine Abhängigkeit von einzelnen Bankinstituten besteht aufgrund der bankenunabhängigen Finanzierung nicht. Das Unternehmen kann somit flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren und unabhängig von den Bedingungen einzelner Banken handeln.

Die Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel und ist somit in der Lage, jederzeit finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Ein Liquiditätsengpass im Konzern ist daher unwahrscheinlich bzw. nicht zu erwarten. Die Finanzstrategie der ABLE Group ist auf langfristige Stabilität ausgerichtet, um die zukünftigen Wachstumspläne des Unternehmens zu unterstützen.

In Bezug auf Währungsrisiken ist die ABLE Group aufgrund ihres vorwiegend im Euroraum stattfindenden Geschäftsbetriebs weniger anfällig für Wechselkursschwankungen. Dies minimiert das Risiko von unvorhersehbaren Verlusten durch Währungsschwankungen. Das Unternehmen wird auch weiterhin seine Geschäftsstrategie auf den Euroraum bzw. die Europäische Union fokussieren und langfristig stabile Geschäftsbeziehungen aufbauen.

3.1.5 Gesamtbeurteilung der Risiken
Neben den im Risikobericht erläuterten Risiken gibt es derzeit keine weiteren Faktoren, die zu einem nachhaltig signifikanten Rückgang der Einkünfte aus Dienstleistungen und damit der Auslastung führen könnten. Das Unternehmen verfügt über gruppenübergreifend abgestimmte Planungs-, Reporting- und Controlling-Systeme, um ertragsrelevante Risikofaktoren und bestandsgefährdende Risiken ganzheitlich zu analysieren und zu steuern.

Allerdings kann eine Verschlechterung der Renditen aufgrund steigender Aufwendungen im Vergleich zu den erwirtschafteten Dienstleistungseinkünften nicht ausgeschlossen werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf ein fokussiertes Beschaffungs- und Kostenmanagement.

Die laufenden Konflikte in der Welt, wie der Krieg in der Ukraine, bergen die Gefahr einer weiteren Verschärfung und könnten zu zusätzlichen Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland führen. Gleichzeitig könnten mögliche Gegenmaßnahmen Russlands die Situation weiter verkomplizieren.

Eine weitere Verschärfung der Spannungen im Nahen Osten könnte sich negativ auf den Ölpreis auswirken, was wiederum die Inflation anheben und somit eine Herausforderung für die wirtschaftliche Stabilität darstellen würde.

Im anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China verschiebt sich der Fokus von reinen Zollerhöhungen hin zu weiteren Import- und Exportbeschränkungen für spezifische Technologien. Die laufenden Antidumping- und Antisubventionsverfahren gegen China könnten zu zusätzlichen Strafzöllen seitens der EU führen und somit das Risiko weiterer wirtschaftlicher Spannungen zwischen den Parteien erhöhen.

Eine mögliche Rezession in Europa und den USA, begleitet von Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation, könnte das Wachstum verlangsamen und die Konjunktur dämpfen, was wiederum ein Absatzrisiko darstellen könnte. Die derzeitige Schwäche der chinesischen Wirtschaft stellt ebenfalls eine potenzielle Bedrohung für den Absatz dar.

3.2 Prognose- und Chancenbericht
Das Geschäftsmodell der AMS bleibt im Jahr 2024 unverändert.

Die Investitionen des Unternehmens in Digitalisierung werden fortgesetzt mit dem Ziel, die Kernprozesse sowohl in den Tochtergesellschaften zu automatisieren und zu beschleunigen als auch die internen Prozesse in der AMS weiter zu professionalisieren.

Eine Prognose ist vor dem Hintergrund der volatilen Gesamtwirtschaft als auch der wachsenden und komplexeren Herausforderungen im Zuge des Mangels an Fachkräften besonders schwierig. Als Personaldienstleister in der Engineering-Branche sind wir der Volatilität des Arbeitnehmermarktes besonders stark ausgesetzt. Dennoch rechnet die Geschäftsführung mit einer positiven Geschäftsentwicklung und einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Jahr 2023. Dabei sollen die Personalaufwandsquote und die Erträge aus Gewinnabführungen leicht steigen.

Sofern die Tochterunternehmen ihre Pläne erfüllen, wird die AMS im Jahr 2024 erneut einen deutlich positiven Jahresüberschuss erzielen, der leicht über dem Vorjahr liegen soll. Dies setzt allerdings voraus, dass die Gewinnabführungen von den Tochtergesellschaften in geplanter Höhe vereinnahmt werden können. Sollte es unerwartete Entwicklungen bei den Tochtergesellschaften geben, die eine Abschreibung auf Beteiligungswerte oder ausgegebene Darlehen erforderlich machen, könnte dies das Ergebnis negativ beeinflussen.

Um sicherzustellen, dass das Unternehmen seine Gewinnprognose erreicht, werden regelmäßige Überwachungs- und Kontrollmechanismen eingesetzt, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Durch eine solide Finanzplanung und eine gezielte Steuerung der Tochtergesellschaften wird darauf geachtet, dass mögliche Abschreibungen auf Beteiligungswerte oder ausgegebene Darlehen vermieden werden können.

Zusätzlich wird auch das Marktumfeld kontinuierlich analysiert und die Unternehmensstrategie entsprechend angepasst. Durch die Identifikation und Nutzung neuer Geschäftsmöglichkeiten sowie die Optimierung bestehender Geschäftsfelder soll das Wachstum des Unternehmens nachhaltig gesteigert werden.

 

Gummersbach, 21.06.2024

gez., (Geschäftsführer)

gez., (Geschäftsführer)  (Geschäftsführer)

gez. Frank Ferchau

Ralf Helas

Heiko Rosteck



Disclaimer: Dieser Lagebericht enthält bestimmte Aussagen über zukünftige Ereignisse und Entwicklungen, sowie Angaben und Einschätzungen der Gesellschaft. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen beinhalten bekannt und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Leistungen, Entwicklungen und Ergebnisse der Gesellschaft oder der für die Gesellschaft wesentlichen Branchen wesentlich (insbesondere in negativer Hinsicht) von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Eine Gewähr kann folglich für die zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Lagebericht nicht übernommen werden.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 79.146.035,89 83.056.511,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 265.026,42 161.465,62
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 265.026,42 161.465,62
II. Sachanlagen 865.757,04 999.793,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.626,15 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 808.130,89 978.389,99
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 21.403,91
III. Finanzanlagen 78.015.252,43 81.895.252,43
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.608.820,04 49.138.820,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.295.000,00 27.645.000,00
3. Beteiligungen 125.000,00 125.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.986.432,39 4.986.432,39
B. Umlaufvermögen 157.491.876,85 107.033.145,35
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 73.212.098,45 62.353.268,03
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.513,13 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 59.201.651,43 61.459.456,62
3. sonstige Vermögensgegenstände 13.966.933,89 893.811,41
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 110.424,76 110.424,76
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 84.279.778,40 44.679.877,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.120.205,67 883.026,01
Bilanzsumme, Summe Aktiva 237.758.118,41 190.972.683,31

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 212.494.864,50 165.274.178,93
I. gezeichnetes Kapital 2.008.000,00 2.008.000,00
II. Kapitalrücklage 68.150.166,01 68.150.166,01
III. Gewinnvortrag 89.016.012,92 65.624.325,03
IV. Jahresüberschuss 53.320.685,57 29.491.687,89
B. Rückstellungen 3.406.735,18 3.729.223,49
1. Steuerrückstellungen 1.321.846,00 2.030.993,87
2. sonstige Rückstellungen 2.084.889,18 1.698.229,62
C. Verbindlichkeiten 21.480.745,45 21.625.084,02
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.735.005,69 1.377.235,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.146.087,83 5.609.311,46
3. sonstige Verbindlichkeiten 13.599.651,93 14.638.536,65
davon aus Steuern 11.845.142,30 12.840.948,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 375.773,28 344.196,87
Bilanzsumme, Summe Passiva 237.758.118,41 190.972.683,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 50.672.200,58 40.885.021,22
2. sonstige betriebliche Erträge 882.588,76 718.948,76
3. Materialaufwand 6.123,77 7.726,99
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.123,77 7.726,99
4. Personalaufwand 24.609.538,87 19.817.854,57
a) Löhne und Gehälter 20.903.713,77 16.829.188,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.705.825,10 2.988.665,73
5. Abschreibungen 530.671,10 599.443,69
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 530.671,10 599.443,69
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 25.205.707,11 20.107.358,59
7. Erträge aus Beteiligungen 30.000.000,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 30.000.000,00 0,00
8. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 29.378.670,11 45.711.251,23
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 495.121,92 119.162,50
davon aus verbundenen Unternehmen 495.121,92 119.162,50
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.467.936,31 77.753,83
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 64.346,12 14.517,10
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.770.763,62 1.315.536,18
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 7.367.719,28 16.143.842,25
14. Ergebnis nach Steuern 53.341.647,81 29.505.858,17
15. sonstige Steuern 20.962,24 14.170,28
Jahresüberschuss 53.320.685,57 29.491.687,89

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist auf Grundlage der Prämisse der Unternehmensfortführung nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Köln unter der Nr. HRB 67685 geführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen ausgewiesen.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Anlagegegenstände, deren Anschaffungszeitpunkte vor dem 1. Januar 2010 liegen, werden degressiv oder linear abgeschrieben. Anlagegegenstände, die nach dem 31. Dezember 2009 zugegangen sind, werden ausschließlich linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR sind in voller Höhe abgeschrieben worden und werden im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang dargestellt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wird von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:

ERP-System 5 Jahre Übrige Software 3 Jahre EDV-Hardware 3 Jahre Pkw 6 Jahre Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht fortgeführt, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.

Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert und haben ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10.193 TEUR und sonstige Forderungen in Höhe von 49.009 TEUR. Die sonstigen Forderungen resultieren aus Gewinnabführung und Steuern. Hierbei sind Verbindlichkeiten mit Forderungen desselben verbundenen Unternehmens gleicher Fälligkeit verrechnet worden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Die liquiden Mittel sowie die Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert.

Es bestehen im Organkreis temporäre Differenzen, die unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 32,3 % bei der ABLE Management Servies GmbH als Organträgerin zu passiven latenten Steuern führen. Die passiven latenten Steuern (49 TEUR) bestehen bei der FERCHAU GmbH und betreffen hauptsächlich den Posten Geschäfts- und Firmenwert (47 TEUR). Diese wurden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.937 TEUR entfallen im Wesentlichen auf weitere Firmenwerte, Pensionsrückstellungen und auf Urlaubsrückstellungen. Der Aktivüberhang der latenten Steuern wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgewiesen.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Gleitzeit.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 4.361 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 1.785 TEUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren aus Verlustübernahme und Steuern. Hierbei sind Verbindlichkeiten mit Forderungen desselben verbundenen Unternehmens gleicher Fälligkeit verrechnet worden.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 130 TEUR enthalten.

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einer Beteiligung resultiert eine bisher nicht eingeforderte Einlageverpflichtung in Höhe von 125 TEUR.
Es bestehen Leasingverpflichtungen mit einer Restlaufzeit bis März 2027 in Höhe von insgesamt 670 TEUR und Mietverpflichtungen in Höhe von insgesamt 14.379 TEUR, davon in Höhe von 13 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen.

IV. Weitere Angaben

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres und des Vorjahres verteilen sich wie folgt:


2023 TEUR

2022 TEUR
Erlöse Inland aus Dienstleistungen
48.564

39.310
Erlöse Ausland aus Dienstleistungen
2.089

1.559
sonstige Erlöse Inland
19

16
 
50.672

40.885



Gemäß der Berechnungsvorgaben des § 267 Abs. 5 HGB waren im Geschäftsjahr 331 (Vorjahr 286) Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Verwaltungsangestellte.

Verbindlichkeitenspiegel:


Gesamtbetrag
davon mit einer
Restlaufzeit bis
zu einem Jahr
davon mit einer
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
davon mit einer
Restlaufzeit über fünf Jahren
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
    1.735.005,69 €
    1.735.005,69 €
                 -   €
                    -   €
Vorjahreswerte
   (1.377.235,91 €)
  (1.377.235,91 €)
                 -   €
                    -   €
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
    6.146.087,83 €
    6.146.087,83 €
                 -   €
                    -   €
Vorjahreswerte
   (5.609.311,46 €)
  (5.609.311,46 €)
                 -   €
                    -   €
3. sonstige Verbindlichkeiten
   13.599.651,93 €
  13.599.651,93 €
                 -   €
                    -   €
Vorjahreswerte
 (14.638.536,65 €)
 (14.638.536,65 €)
                 -   €
                    -   €

   21.480.745,45 €
  21.480.745,45 €
                 -   €
                    -   €
Vorjahreswerte
 (21.625.084,02 €)
 (21.625.084,02 €)
                 -   €
                    -   €



Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen - unmittelbar oder mittelbar - zu mindestens 20 % beteiligt:

Name, Sitz des Unternehmens

Anteil am
Kapital in %
Eigenkapital
zum 31.12.2023
Jahresergebnis 2023
FERCHAU GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %
66.387
0**
top itservices AG, Unterhaching
TEUR
100 %
9.835
766
PM Werk GmbH, Köln
TEUR
50 %
487
61
prime-ing GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %
1.725
0**
FERCHAU Automotive GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %*
7.752
37
plantIng GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %
6.064
0**
FERCHAU Engineering SAS, Toulouse
TEUR
100 %*
411
180
FERCHAU Engineering Services GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %*
413
103
AMS Immobilien GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %
5.642
189
FERCHAU Engineering Spain S.L., Madrid
TEUR
100 %*
58
-1.173
FERCHAU Engineering Poland Sp. z o.o., Danzig
TPLN
100%*
1.676
145
FERCHAU Engineering India Private Limited, Neu Delhi (01.04.2022 - 31.03.2023)
TINR
100 %***
1.399
-1.968
FERCHAU Engineering Austria GmbH, Linz
TEUR
100 %*
4.758
1.074
RST Rostock System-Technik GmbH, Rostock
TEUR
100 %
4.939
548
M Plan Concepts + Engineering GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %*
-83
22
AMS Financial Services GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %
13
9
M Plan Produktionstechnik GmbH, Gummersbach
TEUR
100 %*
-2.293
24
Neue Warnow Design & Technology GmbH, Rostock
TEUR
100 %*
2.145
165



* mittelbare Beteiligung ** Ergebnisabführungsvertrag mit der ABLE Management Services GmbH *** davon 0,1 % unmittelbar, 99,9 % mittelbar
Die Anteile an der FERCHAU Engineering Labs SAS sind an die FERCHAU Engineering SAS verkauft worden, bevor die Gesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2023 zu Buchwerten auf die FERCHAU Engineering SAS verschmolzen wurde.

Es sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 1.690 T€ angefallen.
Die FERCHAU Holding GmbH & Co. KG, Gummersbach, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die ABLE Management Services GmbH, Gummersbach, wird gem. §§ 291 und 292 HGB mit befreiender Wirkung in den Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG einbezogen. Der Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind im Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG enthalten.

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG, Gummersbach.

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Dipl.-Kfm., Dipl.-Ing. Frank Ferchau Herr Dipl.-Kfm. Ralf Helas Herr Dipl.- Ing. Heiko Rosteck

 

Gummersbach, 21. Juni 2024

gez.

gez.

gez. Frank Ferchau

Ralf Helas

Heiko Rosteck

Anlagespiegel


Anschaffungskosten




Stand
Zugang
Umbuchungen
Abgang
Stand

01.01.2023
2023
2023
2023
31.12.2023






I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
12.278.591,42 
175.425,49 
0,00 
594,99 
12.453.421,92 

12.278.591,42 
175.425,49 
0,00 
594,99 
12.453.421,92 
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00 
41.460,98 
21.403,91 
0,00 
62.864,89 
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.799.552,50 
283.308,57 
0,00 
73.828,36 
5.009.032,71 
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
21.403,91 
0,00 
-       21.403,91
0,00 
0,00 

4.820.956,41 
324.769,55 
0,00 
73.828,36 
5.071.897,60 
III. Finanzanlagen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen
77.985.520,27 
11.470.000,00 
0,00 
0,00 
89.455.520,27 
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
30.245.000,00 
2.420.000,00 
0,00 
17.770.000,00 
14.895.000,00 
3. Beteiligungen
125.000,00 
0,00 
0,00 
0,00 
125.000,00 
4. Wertpapiere des Anlagevermögens
4.986.432,39 
0,00 
0,00 
0,00 
4.986.432,39 

113.341.952,66 
13.890.000,00 
0,00 
17.770.000,00 
109.461.952,66 
Summe Anlagevermögen
130.441.500,49 
14.390.195,04 
0,00 
17.844.423,35 
126.987.272,18 

Abschreibungen



Stand
Zugang
Abgang
Stand

01.01.2023
2023
2023
31.12.2023





I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
12.117.125,80 
71.864,69 
594,99 
12.188.395,50 

12.117.125,80 
71.864,69 
594,99 
12.188.395,50 
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00 
5.238,74 
0,00 
5.238,74 
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.821.162,51 
453.567,67 
73.828,36 
4.200.901,82 
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 
0,00 
0,00 
0,00 

3.821.162,51 
458.806,41 
73.828,36 
4.206.140,56 
III. Finanzanlagen




1. Anteile an verbundenen Unternehmen
28.846.700,23 
0,00 
0,00 
28.846.700,23 
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
2.600.000,00 
0,00 
0,00 
2.600.000,00 
3. Beteiligungen
0,00 
0,00 
0,00 
0,00 
4. Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00 
0,00 
0,00 
0,00 

31.446.700,23 
0,00 
0,00 
31.446.700,23 
Summe Anlagevermögen
47.384.988,54 
530.671,10 
74.423,35 
47.841.236,29 

Buchwerte


Stand
Stand

31.12.2023
31.12.2022



I. Immaterielle Vermögensgegenstände


1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
265.026,42 
161.465,62 

265.026,42 
161.465,62 
II. Sachanlagen


1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
57.626,15 
0,00 
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
808.130,89 
978.389,99 
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 
21.403,91 

865.757,04 
999.793,90 
III. Finanzanlagen


1. Anteile an verbundenen Unternehmen
60.608.820,04 
49.138.820,04 
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
12.295.000,00 
27.645.000,00 
3. Beteiligungen
125.000,00 
125.000,00 
4. Wertpapiere des Anlagevermögens
4.986.432,39 
4.986.432,39 

78.015.252,43 
81.895.252,43 
Summe Anlagevermögen
79.146.035,89 
83.056.511,95 

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die ABLE Management Services GmbH,
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ABLE Management Services GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023  sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ABLE Management Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und ·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

V erantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
·  beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gummersbach, den 28. Juni 2024


dhpg
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