Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 138512
Vorher
Bräunert Verwaltungs GmbHRetrack Verwaltungs GmbH
Eingetragen
6.11.2006
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugeVermietung von SchienenfahrzeugenPersonenbeförderung im Eisenbahnverkehr
Gegenstand
Das Erbringen von Eisenbahnverkehrsleistungen im Personenund Güterverkehr und alle damit zusammenhängenden Nebentätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Dr. Neese
seit 3.7.2025
Geschäftsführer
Wolfgang Seyer
seit 3.7.2025
Prokura
Kirsten Gronau
seit 4.11.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Thomas Bidco S.à.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VTG Rail Logistics GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Retrack Germany GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Retrack Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Retrack Germany GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Retrack Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß §322 Abs.3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des J ahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im J ahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des J ahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der J ahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem J ahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 15. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fröhlich, Wirtschaftsprüferin

Hirsch, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.560,00 12.504,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.805,00 41.282,00
95.365,00 53.786,00
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
I. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.736.114,79 9.820.824,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.174.863,14 10.519.010,18
3. Sonstige Vermögensgegenstände 756.692,58 841.865,45
14.667.670,51 21.181.700,61
14.763.035,51 21.235.486,61

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.500.000,00 1.500.000,00
III. Gewinnvortrag 7.767,29 7.767,29
1.532.767,29 1.532.767,29
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 99,00 99,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.552.494,58 3.974.072,08
2.552.593,58 3.974.171,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 564.011,04 228.815,89
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.047.487,34 15.457.217,62
3. Sonstige Verbindlichkeiten 66.176,26 42.514,73
10.677.674,64 15.728.548,24
14.763.035,51 21.235.486,61

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

01.01. bis 31.12.2023 01.12. bis 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 69.732.790,63 4.829.172,84
2. Sonstige betriebliche Erträge 437.422,76 1.443,52
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.071.242,24 -636.621,21
b) Aufwendungen für bezogenen Leistungen -54.744.561,54 -4.178.597,20
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.938.592,27 -292.927,37
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.017.007,67 -57.449,55
davon für Altersversorgung EUR -15.871,39 (Vj. EUR -207,20)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -66.574,30 -15.390,25
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.274.010,16 -354.204,46
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -31,58 (Vj. EUR 0,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -574.606,09 -19.483,42
davon an verbundene Unternehmen EUR -571.987,62 (Vj. EUR -19.427,42)
8. Ergebnis nach Steuern -8.516.380,88 -724.057,10
9. Sonstige Steuern -12.593,80 -757,32
10. Erträge aus der Verlustübernahme 8.528.974,68 724.814,42
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Amtsgericht Hamburg HRB 138512

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Retrack Germany GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften der GmbH aufgestellt worden.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. - 31.12.2022 ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet und grundsätzlich planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen für Ausfallrisiken angesetzt.

Liquide Mittel und aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Retrack Germany GmbH hat auf die Saldierung der Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verzichtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Eine Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.736.114,79 9.820.824,98
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.174.863,14 10.519.010,18
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.645.888,46 4.271.016,75
davon aus sonstigen Vermögensgegenständen 8.528.974,68 6.247.993,74
davon aus Unternehmensverträgen 8.528.974,68 6.247.993,74
davon gegen Gesellschafter 8.528.974,68 6.247.993,74
Sonstige Vermögensgegenstände 756.692,58 841.865,45
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 409.898,00 409.898,00
14.667.670,51 21.181.700,61

(3) Gezeichnetes Kapital

Alleinige Gesellschafterin ist seit dem 18. Februar 2021 die VTG Rail Logistics GmbH, Hamburg. Der Jahresfehlbetrag wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der VTG Rail Logistics GmbH, Hamburg, übernommen.

(4) Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Steuerrückstellungen 99,00 99,00
Sonstige Rückstellungen 2.552.494,58 3.974.072,08
2.552.593,58 3.974.171,08

Die sonstigen Rückstellungen sind vor allem für Kundenrück- bzw. -nachforderungen für strittige Leistungen in Höhe von T€ 1.195 (im Vorjahr: T€ 0), ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 908 (im Vorjahr T€ 3.439) und Personalkosten in Höhe von T€ 472 (im Vorjahr T€ 499) bestimmt.

(5) Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 564.011,04 228.815,89
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.047.487,34 15.457.217,62
davon aus Lieferungen und Leistungen 541.281,84 2.807.608,27
davon gegenüber Gesellschaftern 81.158,29 38.953,21
davon aus sonstigen Verbindlichkeiten 9.506.205,50 12.649.609,31
davon aus Finanzverkehr 3.065.413,33 3.056.307,49
Sonstige Verbindlichkeiten 66.176,26 42.514,73
davon aus Steuern 66.176,26 42.514,73
10.677.674,64 15.728.548,24

Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 9.506 (im Vorjahr T€ 12.650) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Zahlungsverrechnung (konzerninternes Cashpooling) in Höhe von T€ 6.441 (im Vorjahr: T€ 9.593) sowie ein Darlehen inkl. Zinsabgrenzung in Höhe von T€ 3.064 (im Vorjahr T€ 3.056) jeweils gegenüber der VTG Finance S.A., Luxemburg/Luxemburg.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

(6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 identifiziert und erachtet diese sowohl für die vorhandene stichtagsbezogene Liquidität als auch für die künftigen Finanzmittelzu- und -abflüsse als relevant.

Art des Geschäfts Abschlusszweck Liquiditätsauswirkung Risiken Finanzabfluss Vorteile
EUR EUR
Mietverträge Anmietung Lokomotiven 15.983.688,00 15.983.688,00 Konzentration der Investitionsausgaben auf das Kerngeschäft
davon verbundene Unternehmen 0,00
bis ein Jahr 7.258.991,00
über ein Jahr 6.194.727,00
über 5 Jahre 2.529.970,00
Mietverträge Anmietung Büroräume 683.505,00 683.505,00
davon verbundene Unternehmen 683.505,00 Konzentration der Investitionsausgaben auf das Kerngeschäft
bis ein Jahr 303.780,00
über ein Jahr 379.725,00
über 5 Jahre 0,00
Mietverträge Anmietung PKW 67.759,50 67.759,50
davon verbundene Unternehmen 0,00
bis ein Jahr 35.033,64
über ein Jahr 32.725,86
über 5 Jahre 0,00
Summe 16.734.952,50 16.734.952,50

Gewinn- und Verlustrechnung

(7) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

Aufgliederung nach Regionen 2023 01.12.-31.12.2022
EUR EUR
Deutschland 32.454.051,83 2.676.778,21
EU (ohne Deutschland) 37.265.073,84 2.152.158,73
Übriges Europa 13.664,96 235,89
69.732.790,63 4.829.172,84

Die Umsatzerlöse sind dem Hauptsitz des jeweiligen Kunden zugeordnet.

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen 2023 01.12.-31.12.2022
EUR EUR
Speditionserlöse 62.180.396,92 3.600.644,30
Vermietungserlöse 7.552.393,71 1.228.528,54
69.732.790,63 4.829.172,84

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Umsatzkorrekturen für strittige Leistungen des Jahres 2022 in Höhe von T€ -655 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 437 (im Vorjahr T€ 1) enthalten vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 356 (im Vorjahr T€ 0), Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen in Höhe von T€ 53 (im Vorjahr T€ 0) und Erträge aus der Weiterbelastung von Bike-Leasing an Mitarbeiter in Höhe von T€ 20 (im Vorjahr T€ 1).

(9) Materialaufwand

Es handelt sich bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten für Triebfahrzeuge in Höhe von T€ 11.214 (im Vorjahr T€ 942), Personaldienstleistungen für Transporte in Höhe von T€ 10.638 (im Vorjahr T€ 711), Mieten für Kesselwagen in Höhe von T€ 10.279 (im Vorjahr T€ 1.046), Infrastrukturnutzungsgebühren in Höhe von T€ 8.112 (im Vorjahr T€ 672) und Frachten in Höhe von T€ 6.948 (im Vorjahr T€ 342).

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind periodenfremde Aufwandskorrekturen im Zusammenhang mit Infrastrukturnutzungsgebühren in Höhe von T€ 441 (im Vorjahr T€ 0) enthalten.

(10) Personalaufwand

2023 01.12.-31.12.2022
EUR EUR
Löhne und Gehälter 4.938.592,27 292.927,37
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.017.007,67 57.449,55
davon für Altersversorgung 15.871,39 207,20
5.955.599,94 350.376,92

(11) Abschreibungen

Es handelt sich um planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen.

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Wesentlichen beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Einzelwertberichtigungen für strittige Forderungen in Höhe von T€ 1.604 (im Vorjahr T€ 0) bzw. Pauschalwertberichtigungen für Forderungen in Höhe von T€ 6 (im Vorjahr T€ 59), Reisekosten in Höhe von T€ 1.132 (im Vorjahr T€ 53), weiterbelastete Dienstleitungsgebühren von der VTG Rail Logistics GmbH, Hamburg, in Höhe von T€ 378 (im Vorjahr T€ 39), Aufwendungen für Schadensbeseitigung in Höhe von T€ 351 (im Vorjahr T€ 0), Raummieten in Höhe von T€ 327 (im Vorjahr T€ 16), Löhne für Zeitarbeiter in Höhe von T€ 319 (im Vorjahr T€ 77), EDV-Kosten in Höhe von T€ 199 (im Vorjahr T€ 5), weiterbelastete Personalkosten von der VTG Deutschland GmbH, Hamburg, in Höhe von T€ 138 (im Vorjahr T€ 15), Fort- und Weiterbildungskosten in Höhe von T€ 122 (im Vorjahr T€ 13) und Beratungskosten in Höhe von T€ 114 (im Vorjahr T€ 42).

Bei den oben genannten Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen für strittige Forderungen handelt es sich um außerordentliche Aufwendungen.

(13) Zinsergebnis

2023 01.12.-31.12.2022
EUR EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -574.606,09 -19.483,42
davon an verbundene Unternehmen -571.987,62 -19.427,42
-574.606,09 -19.483,42

Die Zinsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Darlehenszinsen von der VTG Finance S.A., Luxemburg/Luxemburg, in Höhe von T€ 84 (im Vorjahr T€ 5) und die monatlichen Saldenverzinsungen in Höhe von T€ 488 (im Vorjahr T€ 14).

4. Sonstige Angaben

(1) Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 42 (im Vorjahr 38) Angestellte und 29 (im Vorjahr 26) gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt.

(2) Konzernbeziehungen

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der VTG GmbH, Hamburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von verbundenen Unternehmen aufstellt sowie in den Konzernabschluss der Thomas Midco S.à r.l., Luxemburg, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von verbundenen aufstellt. Der Konzernabschluss der VTG GmbH, Hamburg, wird nach IFRS aufgestellt und im Unternehmensregister offengelegt.

(3) Geschäftsführer

 

Andrea Weichert (Diplom-Kauffrau, Geschäftsführerin der Retrack Germany GmbH bis 05.03.2024), Hamburg

 

Günther Johann Ferk (Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer der Retrack Germany GmbH bis 03.05.2023)

 

Hergen Hanke, (Diplom-Betriebswirt, Geschäftsführer der Retrack Germany GmbH bis 30.06.2023), Itzstedt

 

Tobias Behncke (Geschäftsführer der Retrack Germany GmbH ab 01.04.2023), Groß Grönau

Die Bezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr auf 311 T€.

(4) Nachtragsbericht

Im Februar 2024 wurde bekanntgegeben, dass die Retrack Germany GmbH und ihr Traktionsgeschäft bis zum Ende des zweiten Quartals 2024 veräußert werden soll.

 

Hamburg, den 18. April 2024

Geschäftsführung

Tobias Behncke

Entwicklung des Anlagevermögens in 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.304,67 0,00 0,00 41.304,67
41.304,67 0,00 0,00 41.304,67
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.107,31 108.153,30 19.053,12 206.207,49
117.107,31 108.153,30 19.053,12 206.207,49
158.411,98 108.153,30 19.053,12 247.512,16
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.800,67 6.944,00 0,00 35.744,67
28.800,67 6.944,00 0,00 35.744,67
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.825,31 59.630,30 19.053,12 116.402,49
75.825,31 59.630,30 19.053,12 116.402,49
104.625,98 66.574,30 19.053,12 152.147,16
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.560,00 12.504,00
5.560,00 12.504,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.805,00 41.282,00
89.805,00 41.282,00
95.365,00 53.786,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Retrack Germany GmbH, Hamburg (im Folgenden Retrack Germany, Amtsgericht Hamburg HRB 138512), organisiert als Eisenbahnverkehrsunternehmen Gütertransporte auf der Schiene.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt in der Organisation von komplexen nationalen Transporten. Hierzu gehört der Transport von Flüssigkeiten, wie Mineralöl- und Chemieprodukten sowie Flüssiggasen, als auch die Produktion von Verkehren auf der "Rollenden Landstraße". Bei der Durchführung von diesen Intermodalverkehren bietet die Retrack Germany ihren Kunden Transportlösungen an.

2. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Einschätzung des IWF ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2023 um -0,5 % geschrumpft, nachdem im Vorjahr noch eine Steigerung von 1,8 % verzeichnet werden konnte. Ursächlich für diese Kontraktion sollen insbesondere der Zinsanstieg und die gesunkene Auslandsnachfrage sein. Diese negativen Einflüsse sollen sich vor dem Hintergrund einer sinkenden Inflation abschwächen, sodass für das Jahr 2024 vom IWF im World Economic Outlook October 2023 eine Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes um 0,9 % erwartet wird.

Ein positiveres Bild zeigt sich für den gesamten Euroraum, wobei das Wachstum in 2023 0,7 % betraf und für 2024 eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1,2 % prognostiziert wird.

Gemäß der Einschätzung des IWF ist der weltweite Handel im Geschäftsjahr 2023 um 0,9 % gewachsen. Für 2024 wird ein Wachstum von 3,5 % prognostiziert. Gemäß der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegebenen "Gemeinschaftsdiagnose #2-2023" von fünf Wirtschaftsinstituten wird der weltweite Warenhandel in 2024 mit einer Steigerung von 1,7 % deutlich expandieren, nachdem er im Vorjahr um -1,7 % geschrumpft ist. Es werden jedoch die hohen geopolitischen Risiken und deren Folgen, auch abseits des Konfliktes mit Russland, betont.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem im Jahr 2022 das gesamte Güterverkehrsaufkommen in der Bundesrepublik Deutschland noch um rund -1,1 % gesunken war, rechnet man in der Gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr Sommer 2023, herausgegeben vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr, aufgrund der verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Perspektiven mit einem deutlichen Rückgang von -5,9 % für das gesamtmodale Güterverkehrsaufkommen im Jahr 2023. Für den Schienengüterverkehr wird für das Geschäftsjahr 2023 erwartet, dass das Transportaufkommen um -4,5 % auf 371,7 Mio.t. und die Transportleistung um -4,6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 126,5 Mrd. tkm absinkt. Den negativen Einflüssen durch die Abkühlung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den Produktionsrückgängen in der Chemie- und Stahlindustrie sowie der sich abschwächenden Bauwirtschaft stünden lediglich ein Wachstumsimpuls durch wieder anziehende Fahrzeugtransporte entgegen.

Steuerungsgrößen

Umsatz, Rohertrag (Saldo aus Umsatz und Materialaufwand) und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern inklusive der Beteiligungsergebnisse von Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften) sind für die Retrack Germany die zentralen Steuerungsgrößen. Der Umsatz stellt als Indikator für das Geschäftsvolumen eine zentrale Steuerungsgröße für das Dienstleistungsgeschäft der Retrack Germany dar. Zur Messung der Ertragskraft hat sich der Rohertrag bewährt, da die Logistikumsätze mit einem hohen Anteil variabler Kosten verbunden sind. Ein weiteres zentrales Steuerungselement aufgrund des langfristig ausgerichteten Geschäftscharakters stellt insbesondere das EBIT dar.

Ertragslage

Aufgrund eines Eigentümerwechsels bei der VTG GmbH, Hamburg, im Vorjahr die unterjährige Aufstellung eines Zwischenabschlusses zum 30. November 2022 sowie eines Jahresabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember bis zum 31. Dezember 2022 notwendig. Die nachfolgend als "Vorjahr" angegebenen Beträge beziehen sich auf die im Jahresabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Beträge für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. bis zum 31. Dezember 2022 und sind daher nicht mit den ausgewiesenen Beträgen für das Geschäftsjahr 2023 (1. Januar bis 31. Dezember 2023) vergleichbar. In diesem Abschnitt des Lageberichts wurde daher an entsprechender Stelle zusätzlich das vergleichbare Gesamtjahr 2022, welches sich aus den beiden Rumpfgeschäftsjahren vom 1. Januar bis zum 30. November 2022 bzw. vom 1. Dezember bis zum 31. Dezember 2022 zusammensetzt, angegeben und in die Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft einbezogen. Die Vorjahresangaben zur Vermögens- und Finanzlage sind hiervon nicht betroffen, da sich diese jeweils auf den 31. Dezember des Geschäftsjahres beziehen und eine Vergleichbarkeit somit gewährleistet ist.

Im geographischen Kernmarkt Europa verfügt die Retrack Germany über eine gute Marktposition. Hier profitiert die Retrack Germany von der eigenen Präsenz der VTG- Gruppe (VTG GmbH, Hamburg, sowie ihrer Tochterunternehmen) in vielen Ländern Europas. Durch die speditionellen Gesellschaften akquirierte grenzüberschreitende Geschäfte aus Österreich, Ungarn, Tschechien bzw. Polen kann die Retrack Germany als Traktionärin in Deutschland abwickeln.

Das Geschäftsjahr 2023 war für die Retrack Germany abermals geprägt durch die Sicherstellung der Abwicklung von Verkehren unter dem Einfluss des zum Teil schlechten Zustands der Schieneninfrastruktur in Deutschland. Insofern gestaltete sich die Ergebnislage auch in 2023 herausfordernd.

Analog 2022 (Dezember als auch Gesamtjahr) konnte auch im Jahr 2023 kein auskömmliches Ergebnis erzielt werden.

Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 69,7 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €; Gesamtjahr 2022: 57,4 Mio. €). Der höhere Umsatz im Vergleich zum Gesamtjahr 2022 resultiert einerseits aus der Weitergabe von gestiegenen Kosten an die Kunden und andererseits aus stark gestiegenem Umsatz im Intermodalbereich. Der Rohertrag betrug im Geschäftsjahr 2023 2,9 Mio. €, nach 1,5 Mio. € im Gesamtjahr 2022 (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Die Verbesserung des Rohertrages im Vergleich zum Gesamtjahr 2022 ist auf den unterproportionalen Anstieg der Fremdleistungen zurückzuführen. Hauptgrund hierfür ist die Entscheidung des Unternehmens zur Reduzierung von fremdbezogenen Personalleistungen durch mehr Festanstellungen im Geschäftsjahr 2023. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) erreichte nur einen Wert von -7,9 Mio. € (Vorjahr: -0,7 Mio. €; Gesamtjahr 2022: -6,1 Mio. €) und lag damit um 1,8 Mio. € unter dem vergleichbaren EBIT des Gesamtjahres 2022. Die Verschlechterung des EBIT im Vergleich zum Gesamtjahr 2022 ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen stieg der Personalaufwand auf 6,0 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €; Gesamtjahr 2022: 4,7 Mio. €) und zum anderen erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 5,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €; Gesamtjahr 2022: 3,0 Mio. €). Die Hauptgründe hierfür sind ein Anstieg der Einzelwertberichtigungen und der Reisekosten sowie einmalige gegenläufige Effekte bei den Rückstellungen. Begründet ist das Ergebnis vor allem durch das operative Geschäft. Die eigene Präsenz der VTG-Gruppe in vielen Märkten konnte nicht ausreichend genutzt werden, um die verfügbaren Ressourcen der Retrack Germany auszulasten. Zusätzlich belasteten mehrere Sondereffekte, wie Einzelwertberichtigungen für strittige Forderungen von 1,6 Mio. € sowie sonstigen Rückstellungen im Zusammenhang mit Kundenrück- bzw. -nachforderungen von 1,2 Mio. €, das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023.

Vermögens- und Finanzlage

Dem langfristig gebundenen Anlagevermögen von insgesamt 95,4 T€ (Vorjahr: 53,8 T€) stehen Eigenmittel von 1.532,8 T€ (Vorjahr 1.532,8 T€) gegenüber. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich zum 31. Dezember 2023 um 0,7 Mio. € auf 11,2 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 9,8 Mio. € im Vorjahr auf 2,7 Mio. € reduziert (- 7,1 Mio. €), im Wesentlichen aufgrund geringerer Abgrenzungen zum Jahresende, eines verbesserten Zahlungsverhaltens der Kunden sowie der im Geschäftsjahr gebildeten Einzelwertberichtigung für zweifelhafte Forderungen in Höhe von 1,6 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um + 0,3 Mio. € auf 0,6 Mio. € erhöht. Gegenüber verbundenen Unternehmen sind sie um - 5,5 Mio. € gesunken, von 15,5 Mio. im Vorjahr auf 10,0 Mio. € im Berichtsjahr.

Die Eigenkapitalquote ist mit 10,4 % im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Vorjahr: 7,2 %).

Die Gesellschaft ist in das Cash Management des VTG-Konzerns eingebunden. Das Management des Liquiditätsbedarfs erfolgt im VTG-Konzern mittels einer Liquiditätsplanung. Dabei wird der Liquiditätsbedarf oder -überschuss täglich von den Konzerngesellschaften an die Konzernzentrale übermittelt und auf Basis dieser Meldungen die Liquiditätsplanung erstellt. Die Konzerngesellschaften werden über externe Bankkredite, das konzerninterne Cashpool-System sowie Intercompany Darlehen und Eigenkapital finanziert.

Mitarbeiter

Der Personalbestand ist mit 79 Mitarbeitern zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Dezember 2022 (64) deutlich gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Einstellung eigener Lokführer als auch von Mitarbeitenden in der operativen Abwicklung.

Qualitätsmanagement

Das Qualitäts- und Sicherheitsmanagement-System bei der Retrack Germany wurde durch die Zertifizierungsgesellschaft TÜV Rheinland durch erfolgreiche Auditierung überprüft. Die Retrack Germany ist gem. ISO 9001:2015 und SQAS zertifiziert.

Investitionen

In 2023 wurden keine wesentlichen Anlagenzugänge verzeichnet. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert.

Abgleich mit Prognose des Vorjahres

Im Vergleich zur Umsatzprognose für 2023 konnten die erwarteten 78,8 Mio. € nicht erreicht werden (Abweichung -9,1 Mio. €). Erwartete Geschäfte konnten nicht wie geplant realisiert werden bzw. Bestandsvolumen wurden reduziert. Die Durchführung von Traktionsleistungen für Schwesterunternehmen in der VTG-Gruppe wurden nicht in ausreichendem Maße realisiert.

Aufgrund hoher Fixkosten durch angemietete Lokomotiven, hoher Produktionskosten sowie die Aufwendungen für Personal etc. konnte das Ziel eines ausgeglichenen EBIT nicht erreicht werden (Abweichung -7,9 Mio. €).

Aufgrund der signifikanten negativen Abweichung zu den gestellten Zielen muss das Jahr 2023 als ein nicht erfolgreiches Jahr in der Entwicklung der Retrack Germany gesehen werden.

3. Prognose-, Chancen und Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem (RMS) des VTG-Konzerns eingebunden. Ziel des RMS ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen und die daraus resultierenden Auswirkungen so gut wie möglich zu begrenzen. Die Risikopolitik des VTG-Konzerns entspricht dabei dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern.

Internes Kontrollsystem (IKS)

Das IKS im VTG-Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die der Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen dienen sollen. Im VTG-Konzern besteht das IKS aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.

Zu den prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen gehören manuelle Prozesskontrollen (z. B. "Vier-Augen-Prinzip") und IT-basierte Prozesskontrollen. Weiterhin sollen durch Gremien (z. B. Risikoausschuss) sowie durch spezifische Konzernfunktionen prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt werden. Darüber hinaus stellen Konzernrichtlinien und -anweisungen sowie Bilanzierungsvorgaben die Basis für eine einheitliche Vorgehensweise im VTG-Konzern dar.

Der gesamte Beirat sowie der Prüfungsausschuss im Besonderen, der Bereich Internal Audit (Konzernrevision) und der Compliance-Ausschuss der VTG GmbH sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das IKS des VTG-Konzerns einbezogen.

Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken

Die Buchhaltung der Retrack Germany wird durch Mitarbeiter des VTG-Konzerns erstellt. Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z.B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte, insbesondere zum Ende des Geschäftsjahres auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den der Buchhaltung notwendigerweise eingeräumten Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden können weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren. Diesen Risiken wird durch zeitnahe und intensive Einbeziehung der Konzernbereiche Controlling, Finanz- und Rechnungswesen und Konzernrevision sowie den Abschlussprüfern und gegebenenfalls Wirtschaftsprüfern entgegengewirkt.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung

Die Regelungs- und Kontrollaktivitäten des VTG-Konzerns und damit auch bei der Retrack Germany zielen darauf ab, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Ein wesentlicher Aspekt für den Konzern ist die gezielte Trennung verschiedener Funktionen in den rechnungslegungsrelevanten Prozessen, zum Beispiel Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen. Weiterhin werden alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt, um Inventuren ordnungsgemäß nach üblichen Standards durchzuführen. Dasselbe gilt für den zutreffenden Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Vermögensgegenständen und Schulden im Konzernabschluss. Die Regelungs- und Kontrollaktivitäten haben außerdem das Ziel, verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung zu stellen, die auf den Buchungsunterlagen basieren.

Unternehmens- oder konzernweite Umstrukturierungen oder Veränderungen in der Geschäftstätigkeit einzelner Geschäftsbereiche werden über den Einsatz geeigneter organisatorischer Maßnahmen zeitnah und sachgerecht in der Konzernrechnungslegung erfasst. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des VTG-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Auf Konzernebene sollen spezifische Kontrollaktivitäten die Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung gewährleisten. Dafür sind bereits in den Reportingtools bzw. dem Konsolidierungssystem automatische Kontrollmechanismen und Plausibilitätsprüfungen hinterlegt.

Risikomanagementsystem (RMS)

Im Rahmen seiner geschäftlichen Tätigkeit ist der VTG-Konzern und damit auch die Retrack Germany zahlreichen Risiken ausgesetzt, die sich negativ auf die Entwicklung des Unternehmens auswirken könnten. Ziel ist es, diese Risiken so früh wie möglich zu erkennen und die daraus resultierenden Auswirkungen so gut wie möglich zu begrenzen. Die Risikopolitik des VTG-Konzerns entspricht dabei dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern. Das konzernweite RMS basiert auf der Risikopolitik und wird von der Geschäftsführung vorgegeben. Es besteht aus folgenden prozessabhängigen und -unabhängigen Elementen:

Prozessabhängige Elemente

VTG-Konzernrichtlinien und weitergehende Standard Operating Procedures (SOP)

Verhaltenskodex der VTG-Gruppe, der Leitlinien für das Verhalten aller Leitungsorgane, Führungskräfte und Mitarbeiter:innen der Unternehmen der VTG- Gruppe aufstellt

In regelmäßigen Managementgesprächen werden potenzielle Risiken identifiziert, analysiert, überwacht und die erfassten Risiken inklusive der Gegenmaßnahmen an die Geschäftsführung kommuniziert. Diese ist im Rahmen des RMS-Regelkreislaufes für die Begrenzung der Auswirkungen von Risiken verantwortlich und Compliance Ausschuss.

Prozessunabhängige Elemente

Konzernrevision

Das RMS wird kontinuierlich und systematisch weiterentwickelt. So soll es ermöglicht werden, Risiken adäquat zu erfassen, zu überwachen und Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Die negativen Auswirkungen von Risiken sollen dabei minimiert, vermieden, übertragen oder akzeptiert werden. Ein ggf. verbleibendes quantifizierbares Restrisiko soll in der Rechnungslegung adäquat abgebildet werden. Auf diese Weise soll die VTG GmbH sicherstellen, dass jederzeit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Lage des VTG-Konzerns vermittelt wird.

Strukturen und Prozesse

Die Identifikation von Risiken soll in einem standardisierten, konzernweit einheitlich geregelten Prozess erfolgen. Dabei findet die Risikoidentifikation und -analyse aus einer Bottom-up-Perspektive durch die Geschäfts- und Zentralbereiche sowie durch die einzelnen Gesellschaften regelmäßig statt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist im Controlling angesiedelt, wodurch eine enge Anbindung an die Planungs-, Budgetierungs- und Forecastprozesse gewährleistet sein soll. Die relevanten Risikofelder sind in den Ausführungsbestimmungen abgegrenzt.

Für die Einordnung der bekannten Risiken im Rahmen der Risikobewertung sind die jeweiligen verantwortlichen Führungskräfte verantwortlich. Hier werden die Risiken nach Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gruppiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird dabei in "gering" (< 33 %), "mittel" (33 % bis 66 %) und "hoch" (> 66 %) eingeteilt. Die Quantifizierung der Risiken erfolgt nach etwaigen bereits getroffenen Gegenmaßnahmen (Nettorisiko) in die Kategorien "kleiner 5 Mio. €", "5 Mio. € bis 25 Mio. €" und "größer 25 Mio. €". Sollten einzelne Risiken die festgelegten Schwellen überschreiten, ist eine Meldung an das Risikomanagement des Konzerns vorgesehen. Dabei sind die Risk Manager der Geschäfts- und Zentralbereiche sowie der Gesellschaften für risikobegrenzende Maßnahmen verantwortlich.

Im VTG-Konzern gilt folgende Risikodefinition: Als für den Konzern wesentlich werden solche Risiken angesehen, deren Effekt auf das Ergebnis auf über 25 Mio. € geschätzt wird und die eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit haben.Bei der Retrack Germany gilt folgende Risikodefinition: Als für die Retrack Germany wesentlich werden solche Risiken angesehen, deren Effekt auf das Ergebnis auf über 50 Tsd. Euro geschätzt wird und die eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit haben.

Eine gesonderte Risikoberichterstattung an die Geschäftsführung und an den Prüfungsausschuss ist quartalsweise vorgesehen. Daneben sollen Sofortmeldungen an den Risk Manager der VTG GmbH stattfinden, wenn außerhalb dieses Turnus Risiken identifiziert werden. Damit soll eine umfassende und aktuelle Analyse der Risikosituation zu jeder Zeit gewährleistet werden.

Das Risikomanagementsystem soll eine Beobachtung und bedarfsgerichtete Eingrenzung von Risikoauswirkungen durch geeignete Maßnahmen ermöglichen. Ein aktives Chancenmanagement außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist nicht vorgesehen.

Diskussion wesentlicher Einzelrisiken

Im Anschluss werden die wesentlichen Chancen und Risiken diskutiert, mit denen die Retrack Germany bei Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit konfrontiert wird:

Debitorenausfallrisiko

Das Ausfallrisiko umfasst zum einen die Gefahr, dass offene Forderungen von Kunden verspätet beglichen werden oder vollständig ausfallen. Zum anderen enthält es das Risiko, dass Lieferanten ihren Verpflichtungen aus Anzahlungen nicht nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.

Die VTG-Gruppe steuert und minimiert ihr Forderungsausfallrisiko über ein Debitoren- Management, das alle Gesellschaften umfasst. Zum Kundenstamm des Konzerns gehören vor allem etablierte Industrieunternehmen mit hoher Bonität. In der Logistik zahlt die VTG-Gruppe die Frachtkosten für ihre Kunden oftmals im Voraus. Folglich setzt sie alle verfügbaren Instrumente zur Absicherung ihrer Forderungen ein, wie zum Beispiel Bankgarantien oder Vorkasse. Darüber hinaus wird das erkennbare Ausfallrisiko einzelner Forderungen sowie das allgemeine Kreditrisiko durch angemessene Einzelwertberichtigungen sowie auf Erfahrungswerten beruhende Pauschalwertabschläge abgedeckt. Im 4. Quartal dieses Jahres hat die Retrack Germany erneut die ausstehenden Forderungen einer Risikoprüfung unterzogen und die Bildung von Wertberichtigungen geprüft und die Kriterien der Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erhöht. Außerdem hat der VTG-Konzern Kreditrisiko-Versicherungsverträge abgeschlossen. Der VTG-Konzern bewertet die Eintrittswahrscheinlichkeit des Ausfallrisikos mit gering und das Schadensausmaß mit mittel. Zum Bilanzstichtag sind keine wesentlichen quantifizierbaren Haftungsrisiken im Sinne der Risikodefinition bekannt.

Haftungsrisiken im Allgemeinen

Geschäftsbereichsübergreifende Risiken betreffen vor allem Haftungsansprüche insbesondere bei schuldhafter Verletzung von Instandhaltungspflichten, Serienschäden mit den damit verbundenen Kapazitätsausfällen sowie die stetig steigenden umweltrechtlichen Anforderungen zur Einhaltung der Regelungen und Gesetze insbesondere in den Bereichen Lagerung und Transport von Gefahrstoffen, Abfallverwertung, -behandlung und -beseitigung sowie Arbeitsplatzsicherheit.

Für die spezifischen Risiken aus der Geschäftstätigkeit hinsichtlich Verkehrs-, Betriebs- und Umwelthaftpflicht ist Vorsorge getroffen. Die Gesellschaft ist in das Versicherungsmanagement des VTG-Konzerns einbezogen.

Zum Bilanzstichtag sind keine wesentlichen quantifizierbaren Haftungsrisiken im Sinne der Risikodefinition bekannt.

Informationstechnische Risiken

Informationssysteme arbeiten immer stärker vernetzt und müssen permanent verfügbar sein. Demnach spielt die Informationssicherheit bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse eine zunehmend größere Rolle. Auch VTG ist als international agierendes Unternehmen auf zeitaktuelle, vollständige und korrekte Informationen angewiesen. VTG hat daher konzernweit eine Organisation aufgebaut, die diesen immer höher werdenden Ansprüchen gerecht wird, und verfügt über ein ISMS (Information Security Management System) nach ISO 27001, das seit 2018 zertifiziert ist. Möglichen Risiken, die die Vertraulichkeit, die Verfügbarkeit und die Integrität von Daten oder Systemen beeinträchtigen könnten, begegnet VTG mit industrietypischen Sicherheitsstandards. Hierbei sollen Firewalls und Virenscanner sowie zwei Rechenzentren die Informationssysteme von VTG sichern. Mit dem Ziel der effizienten und sicheren Ausgestaltung von Geschäftsprozessen sollen laufende Überprüfungen und Weiterentwicklungen der IT-Systeme bei VTG informationstechnische Risiken reduzieren. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur externen und internen Überwachung der Informationssicherheit kontinuierlich ausgebaut. Der VTG-Konzern bewertet sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Schadensausmaß der informationstechnischen Risiken mit mittel.

Wesentliche quantifizierbare informationstechnische Risiken im Sinne der Risikodefinition konnten zum Ablauf des Berichtsjahres nicht festgestellt werden.

Liquiditätsrisiko

Ein Liquiditätsrisiko besteht dann, wenn die liquiden (flüssigen) Mittel nicht ausreichen, um finanzielle Verpflichtungen in bestimmter Höhe und zu einem bestimmten Zeitpunkt begleichen zu können. Diesem Risiko begegnet der VTG-Konzern, indem er seinen gesamten Liquiditätsbedarf kurz-, mittel- und langfristig ermittelt und anhand einer Liquiditätsplanung die Mittelzu- und -abflüsse steuert. Zum einen ist der Liquiditätsbedarf durch den operativen Cashflow und zum anderen über fest zugesagte verfügbare Kreditlinien abgedeckt. Durch das erfolgreiche Cash-Management bestand im Berichtszeitraum zu keiner Zeit ein wesentliches quantifizierbares Liquiditätsrisiko im Sinne der Risikodefinition. Der VTG-Konzern bewertet sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Schadensausmaß des Liquiditätsrisikos mit gering.

Marktchancen und -risiken

Die Retrack Germany ist in den Geschäftsbereich Schienenlogistik des VTG-Konzerns integriert. Der Wachstumskurs der Schienenlogistikaktivitäten der VTG könnte durch eine rückläufige Konjunktur, Instabilität von Märkten oder auch mangelnde Verfügbarkeit von Lokomotiven und Waggons beeinträchtigt werden. Neben marktseitigen Schwierigkeiten, etwa dem Wegfall ganzer Absatzmärkte infolge politischer oder gesellschaftlicher Spannungen (Russland, Ukraine, Südost-Europa) oder der Abhängigkeit von der Saisonalität und Witterungsbedingungen bestimmter Branchen, wie z.B. Agrarverkehre, waren dies auch Herausforderungen im unmittelbaren Marktumfeld. Analog zum Vorjahr ist ein erhöhter Preis- und Margendruck feststellbar, bedingt durch einen intensiven Wettbewerb auf der Schiene und zu anderen Verkehrsträgern sowie durch die Kunden, die den Preisdruck auf ihre Lieferanten verstärken. Zum einen dringen Staatsbahnen bzw. deren Nachfolgeunternehmen, private Eisenbahngesellschaften und Speditionsunternehmen verstärkt in den Markt ein, indem sie ihre Dienste direkt oder über Tochtergesellschaften den Kunden anbieten. In den marktüblichen Ausschreibungen können sie ihre dominierende Position dabei nutzen, um günstige Angebote abzugeben, was den Preisdruck verstärkt. Zum anderen führte die Konsolidierung bei den wichtigen Nachfragern von Speditionsleistungen, den Unternehmen der Chemie- und Mineralölindustrie, dazu, dass deren Marktmacht und somit die Verhandlungsposition gegenüber Bahnspediteuren wuchs. Durch die Erweiterung der Angebotspalette sowie die europaweite Präsenz ist die VTG Schienenlogistik in der Lage, diese Risiken zu reduzieren. Über den Ausbau der eignen Eisenbahnverkehrsunternehmen verbessert die VTG Schienenlogistik die Marktposition gegenüber Staatsbahnen und anderer Marktbegleiter.

Dem Risiko knapper Kapazitäten bei gut ausgebildeten Lokführern begegnet die VTG Schienenlogistik dadurch, das umfangreiche Kooperationen mit Dienstleistern geschlossen werden, welche Lokführerkapazitäten vorhalten. Zusätzlich beschäftigt die VTG Schienenlogistik eigene Lokführer, um eine Grundversorgung mit qualifiziertem Personal sicher zu stellen. Dadurch sichert sich die VTG Schienenlogistik gegenüber den erwarteten Engpässen in diesem Bereich ab.

Zum Bilanzstichtag waren keine wesentlichen quantifizierbaren Marktrisiken im Sinne der Risikodefinition für die Schienenlogistik bekannt.

Personalchancen und -risiken

Hoch qualifizierte Mitarbeiter sind für die Retrack Germany ein wichtiger Erfolgsfaktor. Mit ihrem Geschäft bewegt sich die Retrack Germany in einer Branche mit stetig zunehmenden Regularien und wachsenden technischen Anforderungen. Erfahrung und Sachkunde spielen deshalb eine große Rolle. Daneben ist ein detailliertes Fachwissen vor allem beim Transport von Gefahrgütern erforderlich. Daher ist ein wichtiges Ziel der Retrack Germany, die Mitarbeiter langfristig zu binden, um das entsprechende Knowhow sicherzustellen.

Darüber hinaus konkurriert die Retrack Germany mit anderen Unternehmen auch um neue hoch qualifizierte Mitarbeiter. Um auch künftig qualifizierte Bewerber zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter zu halten, wurden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen.

Dazu gehören sowohl ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsangebot als auch eine sozial ausgewogene Entgeltentwicklungspolitik. Die Personalentwicklungsprogramme basieren auf dem VTG-Kompetenzmodell. Hierin sind die für die Personalentwicklung wichtigen Schlüsselkompetenzen definiert. Die Retrack Germany fördert die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter in diesen Kompetenzfeldern mit vielfältigen Qualifizierungsmaßnahmen.

Neben der Personalentwicklung ist eine Vertreter- und Nachfolgeplanung wichtig. Ziel ist es hier, das Geschäft der Retrack Germany beeinträchtigende Wissens- und Entscheidungslücken zu vermeiden, wenn Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen oder Leistungsträger ausfallen bzw. das Unternehmen verlassen sollten. Im Zuge der Nachfolgeplanung sollen deshalb konzernweit regelmäßig mögliche Kandidaten einer Potenzial- und Leistungseinschätzung unterzogen werden. Die strategische Nachfolgeplanung wurde im Berichtsjahr erfolgreich etabliert.

Insgesamt geht die Retrack Germany davon aus, dass sich der Wettbewerb um hoch qualifiziertes Personal künftig weiter verschärfen wird. Die oben beschriebenen Maßnahmen haben auch im Berichtszeitraum ihre Wirkung gezeigt, sodass der Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern gesichert werden konnte. Über einen Ausbau von Maßnahmen könnte der VTG-Konzern sowie die Retrack Germany für gut ausgebildete Mitarbeiter in Zukunft zusätzlich an Attraktivität gewinnen und damit der Zugang zu wichtigen Know-how-Trägern weiter verbessert werden.

Zum Stichtag waren keine wesentlichen quantifizierbaren Personalrisiken im Sinne der Risikodefinition bekannt.

Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Die Schienenlogistikaktivitäten der Retrack Germany sind abhängig von der Konjunktur sowie der Verfügbarkeit von Betriebsmitteln, wie Waggons oder Lokomotiven, sowie von Personal. Generell herrscht, bedingt durch einen intensiven Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern, ein hoher Kostendruck auf Eisenbahnverkehrsunternehmen. Staatsbahnen bzw. deren Nachfolgeunternehmen, private Eisenbahngesellschaften und Speditionsunternehmen dringen verstärkt in den Markt ein, indem sie ihre Dienste direkt oder über Tochtergesellschaften den Kunden anbieten. In den marktüblichen Ausschreibungen können insbesondere die Staatsbahnen ihre dominierende Position und intransparente Kostenstrukturen dabei nutzen, um günstige Angebote abzugeben, was den Preisdruck verstärkt. Zum anderen führt die Konsolidierung bei den wichtigen Nachfragern von Speditionsleistungen, den Unternehmen der Chemie- und Mineralölindustrie, dazu, dass deren Marktmacht und somit die Verhandlungsposition gegenüber Bahnspediteuren wächst. Der Geschäftsbereich Schienenlogistik begegnet dem herausfordernden Marktumfeld mit einer Fokussierung auf komplexere und somit auch margenstärkere Geschäfte, wie z. B. dem Ausbau der Flüssiggut- und Gefahrguttransporte sowie der Projektlogistik. Der starke Wettbewerb in der Branche bietet der VTG zudem auch die Chance, beim Einkauf von Traktionsleistungen ebenfalls Einsparungen zu realisieren.

Chancen ergeben sich für Retrack Germany in der Digitalisierung der VTG-Flotte. Über eine "digitale Einbindung" von Kunden wird eine höhere interne Effizienz erreicht und der Nutzen für den Kunden erhöht. Gleichzeitig führt eine engere Anbindung der Kunden zu einer Reduzierung des Risikos der Austauschbarkeit.

Im Jahr 2023 hat sich gezeigt, dass das bisherige Geschäftsmodell der Retrack Germany stark von externen Einflüssen abhängig ist. Dazu verstärkt sich der Druck auf die Margen durch weiter steigende Konkurrenz in bisherigen Marktsegmenten und durch Eisenbahnverkehrsunternehmen, die bei den Kunden direkt anbieten.

Die zunehmende Harmonisierung der IT-Systeme der unterschiedlichen Standorte entlastet die internen Abläufe zusätzlich. Unter Liquiditätsgesichtspunkten ist die Retrack Germany aufgrund der langfristig angelegten Finanzierung des VTG-Konzerns einschließlich der über den VTG-Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien sowie Qualität und Bonität seiner diversifizierten Kundenbasis in einer sehr guten Position.

Zum Bilanzstichtag waren keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken im Sinne der Risikodefinition bekannt, die den Fortbestand der Retrack Germany gefährdeten oder wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwarten ließen.

4. Prognosebericht

Für 2023 und 2024 erwartet der IWF, dass die Weltwirtschaft nur moderat expandiert. Zwar sind die Störfaktoren aus dem Vorjahr weitestgehend verschwunden: Die Lieferengpässe sind nicht mehr ungewöhnlich stark, die Energiepreise sind gesunken und die Inflation hat sich deutlich verringert. Die Reallöhne sind gestiegen und die Kaufkraft hat sich infolgedessen verbessert. Gleichzeitig ist die Unsicherheit für Konsumenten und Unternehmer jedoch aufgrund der geopolitischen Lage, wirtschaftlicher Konflikte, inkonsistenter Wirtschaftspolitik oder innenpolitischer Unklarheit hoch geblieben und könnte das Investitions- und Konsumverhalten dämpften. Im Euroraum rechnet man damit, dass die konjunkturelle Schwäche sich zunächst fortsetzen, in 2024 aber überwunden werden dürfte. Hierfür sprechen die steigenden Reallöhne bei sinkender Inflation und verbesserte Finanzierungsbedingungen aufgrund erwarteter Zinssenkungen.

IWF Prognose des weltweiten Wirtschaftswachstums

2022 2023 * 2024 *
Welt 3,5 % 3,0 % 2,9 %
Eurozone 3,3 % 0,7 % 1,2 %
Deutschland 1,8 % -0,5 % 0,9 %
Frankreich 2,5 % 1,0 % 1,3 %
Italien 3,7 % 0,7 % 0,7 %
Spanien 5,8 % 2, 5 % 1,7 %
UK 4,1 % 0,5 % 0,6 %
USA 2,1 % 2,1 % 1,5 %
China 3,0 % 5,0 % 4,2 %

Quelle: Internationaler Währungsfonds - World Economic Outlook (Update Okt. 2023)

* Prognose

In der Gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr Sommer 2023, herausgegeben vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr, wird für das Jahr 2023 für den Eisenbahngüterverkehr in der Bundesrepublik Deutschland eine deutliche Schrumpfung des Aufkommens (-4,5 %) bzw. der Transportleistung (-4,6 %) prognostiziert. Dies wird auf die Produktionsrückgänge in der Chemie- und Stahlindustrie sowie der Bauwirtschaft zurückgeführt. Die gesamtwirtschaftliche Abschwächung trifft vor allem den Kombinierten Verkehr. Für 2024 wird hingegen eine moderate Steigerung gegenüber dem Vorjahr sowohl beim Transportaufkommen (+1,8 %) als auch bei der Transportleistung (2,1 %) angenommen, getrieben durch die positive Entwicklung des Kombinierten Verkehrs. Für das Jahr 2024 hat die Geschäftsführung eine Reduktion des Umsatzes verbunden mit einer Ergebnisverbesserung gegenüber 2023 geplant.

Für das Jahr 2024 wird ein Umsatz von 58,1 Mio. € erwartet. Im EBIT soll die Retrack Germany ein Ergebnis in Höhe von -3,0 Mio. € erreichen. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf die Einstellung defizitärer Geschäfte zurückzuführen. Die Ergebnisverbesserung gegenüber 2023 soll durch die Reduktion der Produktionskapazitäten und damit eine bessere Auslastung der vorhandenen Lokomotiven als auch die Einsparung von Mietaufwendungen für diese Lokomotiven erzielt werden. Die Prognose wurde ohne Berücksichtigung des im Nachtragsbericht des Anhangs aufgeführten geplanten Verkaufs der Gesellschaft im 2. Quartal des Jahres 2024 aufgestellt.

 

Hamburg, den 18. April 2024

Geschäftsführung

Tobias Behncke

Gesellschafterbeschluss

Als alleinige Gesellschafterin der

Retrack Germany GmbH

beschließt die VTG Rail Logistics GmbH unter Verzicht auf die Einhaltung aller Form- und Fristvorschriften Folgendes:

1.

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023

Der von der Geschäftsführung aufgestellte und von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023 wird gebilligt und damit festgestellt.

2.

Eine Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns gem. § 46 Nr. 1 GmbH-Gesetz entfällt, da der Bilanzgewinn aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages per 31.12.2023 an die VTG Rail Logistics GmbH, Hamburg, abgeführt worden ist.

3.

Entlastung der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 Entlastung erteilt.

4.

Bestellung des Wirtschaftsprüfers

Als Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, bestimmt.

 

Hamburg, den 26.08.2024

VTG Rail Logistics GmbH

ppa. Bjorn Schwarten

ppa. Kirsten Gronau

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