Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRB 3098
Vorher
FolioTec GmbHfoliotec GmbH
Eingetragen
3.7.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von bedruckten Folien und deren Hinterspritzung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kunststoff
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kunststoff
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KH Foliotec GmbH

Sparneck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KH Foliotec GmbH hat sich als Tochterunternehmen der Kunststoff Helmbrechts AG im Bereich des Hinterspritzens von Folien (IML) spezialisiert. Damit konnte sich das Unternehmen zu einem der Besten in dieser Branche entwickeln. Im Jahr 2020 hatte die KH Foliotec GmbH ihr 20-jähriges Jubiläum.

Der Standort befindet sich in Sparneck (Oberfranken). In der dortigen Fertigung werden Folien mit kundenindividuellem Dekor bedruckt. Folienlabel werden mit eigens entwickelten Werkzeugen verformt und gestanzt und Baugruppen im Mehrkomponentenspritzgussverfahren produziert.

Das Fachgebiet der KH Foliotec GmbH ist das Fertigen von Verschwindeeffekten in Black, White oder Chrome Optik. Durch patentierte Verfahren, wie das Hinterspritzen von Holz und partielle Galvanik, stellt die Gesellschaft ihre Innovationsstärke unter Beweis. Weiterhin können durch den Druck von Leiterbahnen die Voraussetzungen für extrem flache Bauteile mit integrierter elektronischer Funktion geschafft werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und insbesondere die zu ihrer Bekämpfung eingesetzten Maßnahmen haben die Weltwirtschaft im Berichtsjahr mit einem realen Rückgang von rund 4,0 % in die tiefste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs gestürzt. Das globale Bruttoinlandsprodukt schrumpfte damit in etwa doppelt so stark wie in der Finanzkrise 2008/09. Notenbanken und Regierungen weltweit haben mit umfassenden und ungewöhnlich expansiven Maßnahmen gegengesteuert, um die Folgen dieses enormen Rückgangs der Wirtschaftsaktivität für Unternehmen und Arbeitsplätze abzumildern. Dank dieser Unterstützung wurde im Jahresverlauf der wirtschaftliche Tiefpunkt weltweit bereits im zweiten Quartal durchschritten, als mit nationalen »Lockdowns« in fast allen großen Volkswirtschaften das Wirtschaftsleben in weiten Teilen erheblich eingeschränkt wurde.

Mit den anschließenden stufenweisen Lockerungen setzte zunächst eine dynamische Erholung ein, die jedoch gegen Jahresende infolge erneut rapide ansteigender Infektionszahlen in einigen Regionen spürbar an Schwung verlor. Auch der Welthandel schrumpfte angesichts der Rezession und der mit der Pandemie einhergehenden Beschränkungen deutlich, was vor allem das Wachstum in den exportabhängigen Volkswirtschaften zusätzlich bremste.

Die Volkswirtschaften der Industrieländer wurden von der Pandemie heftig getroffen. Dies galt auch für die US-Wirtschaft, die in der ersten Jahreshälfte einen starken Einbruch erlebte, der mit einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging. Dank zahlreicher geld- und fiskalpolitischer Maßnahmen und der - trotz anhaltend hoher Infektionszahlen - vergleichsweise moderaten behördlichen Einschränkungen setzte in der zweiten Jahreshälfte eine recht dynamische Erholung ein. Im Gesamtjahr ging die Wirtschaftsleistung der USA dennoch um 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Auch die Eurozone wurde durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen im ersten Halbjahr in eine tiefe Rezession gestürzt, die Industrie- und Dienstleistungssektoren gleichermaßen erfasste. Der Rückgang fiel jedoch in den einzelnen Mitgliedsstaaten recht unterschiedlich aus und wurde nicht nur von der Intensität des Infektionsgeschehens bestimmt, sondern auch von der Abhängigkeit von Wirtschaftsbereichen wie Tourismus und Gastgewerbe, die in der Krise besonders stark betroffen waren. Mit der Lockerung der Beschränkungen nahm auch in Europa die wirtschaftliche Aktivität über den Sommer wieder deutlich zu, wurde aber durch neuerliche Einschränkungen im Zuge einer ausgeprägten zweiten Infektionswelle ab dem Herbst erneut getroffen und verzeichnete im Gesamtjahr ein Minus von rund 7,0 %. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt konnten durch Instrumente wie Kurzarbeit und andere Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung zumindest abgemildert werden. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte in diesem Umfeld um geschätzte 5,0 %. China war von der Pandemie als erstes Land betroffen, konnte jedoch auch als erstes Land die Ausbreitung des Virus eindämmen und so nach einem deutlichen Einbruch im ersten Quartal bereits im Jahresverlauf wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren. Als einzige der großen Volkswirtschaften weltweit erzielte China im Gesamtjahr ein positives Wachstum von 2,3 %.

Auch die Entwicklung des weltweiten Pkw-Marktes war im Berichtsjahr von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Zwar erreichte auch hier die Nachfrage bereits im zweiten Quartal ihren Tiefpunkt und konnte sich im weiteren Jahresverlauf schrittweise erholen. Dennoch war für den Weltmarkt im Gesamtjahr ein deutliches Minus von rund 15 % zu verzeichnen. Der chinesische Markt, der von den großen Absatzmärkten als Erster von der Pandemie betroffen war, verzeichnete einen leichten Rückgang. Mit einem Minus von rund 6 % war der Verlust allerdings geringer, als zunächst erwartet worden war. Auch der US-amerikanische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge entwickelte sich etwas besser als in der frühen Phase der Pandemie befürchtet. Dennoch war der Rückgang der Nachfrage mit rund 15 % sehr ausgeprägt.

Dagegen waren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den europäischen Markt besonders schwerwiegend. Insgesamt ging die Pkw-Nachfrage in Europa um mehr als 20 % zurück. Von den drei größten europäischen Einzelmärkten entwickelte sich Deutschland mit einem Rückgang von rund 19 % noch am günstigsten (Quelle: Daimler AG Geschäftsbericht 2020).

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäft der KH Foliotec GmbH hat sich auch in 2020, hauptsächlich durch Corona, rückläufig entwickelt. Trotzdem konnte ein positives Ergebnis erzielt werden.

3. Lage

a) Ertragslage

Die KH Foliotec GmbH verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 einen Gesamtumsatz von 18.879 TEUR (Vj. 20.166 TEUR). Dies entspricht einem Rückgang von ca. 6,4 %. Es konnte ein Jahresüberschuss von 254 TEUR erzielt werden (Vj. 224 TEUR).

b) Finanzlage

Stichtagsbezogen verfügt das Unternehmen über Liquidität in Form von Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen in Höhe von insgesamt 351 TEUR (Vj. 248 TEUR). Die KH Foliotec GmbH verfügt über ausreichende Kreditlinien.

Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 54,9 % (Vj. 44,6 %).

c) Vermögenslage

Das Vermögen der KH Foliotec GmbH besteht zum 31.12.2020 insbesondere aus Sachanlagen mit 50,9 % der Bilanzsumme (Vj. 44,1 %), Vorräten 19,1 % (Vj. 22,9 %) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 24,1 % (Vj. 19,9 %).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung basiert auf den Kennzahlen Eigenkapitalquote, Umsatzrendite und cash flow.

Die Eigenkapitalquote wird aus dem Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme berechnet, bei der Umsatzrendite wird das EBIT in das Verhältnis zu den Umsatzerlösen gesetzt, der cash flow wird aus der Summe von Jahresergebnis, Abschreibungen, Auflösung des Sonderpostens und Dotierung bzw. Auflösung längerfristiger Rückstellungen ermittelt.

Die Eigenkapitalquote beträgt 54,9 % und ist damit noch deutlich besser als im Vorjahr (44,6 %). Die Umsatzrendite ist auf leicht höherem Niveau als im Vorjahr (2,3 %; Vj. 1,7 %). Der cash flow zum Bilanzstichtag 2020 beträgt 1.409 TEUR und ist damit um 227 TEUR niedriger als in 2019.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die KH Foliotec GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 190 Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vorjahr: 208). Die Personalpolitik ist langfristig ausgerichtet. Dazu leistete unter anderem die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen sowie eine auf Anerkennung und persönlichen Respekt im Umgang miteinander ausgerichtete Personalpolitik, verknüpft mit einer leistungsorientierten Bezahlung, einen nachhaltigen Beitrag.

Auf die Förderung der ständigen persönlichen und fachlichen Weiterbildung der Mitarbeiter wird viel wert gelegt. Es wird ein intensives KH-eigenes Fortbildungssystem gelebt. Die etablierte E-Learning-Plattform spielt dabei eine große Rolle.

III. Prognosebericht

Kundenbetreuung und Kundenakquise erfolgen weiterhin durch das leistungsfähige KeyAccount-Management. Mit vielen Kunden besteht ein enges, konstruktives Verhältnis. Das ist die Basis neuer Projekte und neuer Technologien. Die internationale Aufstellung der KH-Gruppe bietet besonders in Krisenzeiten auch für die KH Foliotec eine fundierte Basis, um absatzschwache Perioden gut zu kompensieren.

Während das Corona-Virus seit März 2020 bis heute Deutschland weiterhin im Griff hat, ist die Situation in anderen Ländern der Welt (China) bereits seit Mitte 2020 wieder weitestgehend normal. Die KH Foliotec in Sparneck war sehr vorausblickend bei der Lösung im Umgang mit dem Covid-Virus. Durch die Möglichkeit des "Corona-Office" arbeiten verwaltende Abteilungen seit Ende Januar 2021 abwechselnd von zu Hause aus. Durch ein sehr gutes Hygiene-Konzept werden alle Mitarbeiter bestmöglich geschützt. Somit ist zumindest ein an die Normalität angelehnter Geschäftsbetrieb in Sparneck gewährleistet. Durch die fortschreitende Impfaktion im Stadt-und Landkreis Hof, der seit Dez. 2020 unter besonders hohen Inzidenzwerten leidet, bleibt die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie.

Für 2021 rechnet die Gesellschaft deshalb mit einem etwa gleichen Ergebnis wie in 2020. Die Eigenkapitalquote, die Umsatzrendite und der Cash-Flow werden in 2021 auf dem Niveau von 2020 liegen. Langfristig geht die KH Foliotec GmbH von einer positiven Entwicklung des Unternehmens aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

2021 wird für die Autohersteller viel größere Herausforderungen bringen als 2020. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Viele Märkte, vor allem in Südeuropa, schwächeln auch weiterhin. Dazu kommt der beschlossene Brexit. Die Investitionen in eigene Softwareplattformen, das autonome Fahren und eine Armada an neuen Stromautos verschlingen Milliarden. Die geringe Rendite von Elektroautos wird Bremsspuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen. Darüber hinaus laufen staatliche Hilfen wie Kurzarbeit aus, was die Margen der Hersteller und ihrer Zulieferer ebenfalls belasten wird. Zwar dürfte der globale Pkw-Absatz in den kommenden beiden Jahren wieder anziehen und auf 71,5 Millionen Einheiten im Jahr 2021 und fast 75 Millionen Einheiten 2022 steigen. Aber das Wachstum kommt vor allem aus Ländern in Asien. Der Erholungsprozess in Europa dürfte dagegen deutlich langsamer vonstattengehen. Bis 2023 werde sowohl die Pkw-Produktion als auch der Absatz in der EU unter dem Niveau vor dem Corona-Schock liegen.

Experten erwarten daher einen weiteren Abbau von Produktionskapazität und Arbeitsplätzen. Konkret geht man davon aus, dass bis Ende 2021 bis zu 73.000 Jobs in Deutschland wegfallen könnten. Die Anzahl der Menschen, die hierzulande in der Autoindustrie arbeiten, könnte folglich von aktuell etwa 823.000 auf 750.000 Beschäftigte schrumpfen.

China werde in den nächsten Jahren erneut die Lokomotive für die Weltautomärkte sein, während in Deutschland eine Dürrezeit drohe. 2022 dürften bereits rund 45 Prozent aller Neuwagen in Asien verkauft werden - das wären fast fünf Prozentpunkte mehr als 2019. Ohne stärkere Verbindung und Abkommen mit Asien werden Deutschland und Europa in der Autoindustrie zu Verlierern. Der Verbrenner werde analog zur "Bad Bank" ins Ausland verlagert. Zukunftsträchtige Produkte rund um die Elektromobilität siedeln die Unternehmen dagegen verstärkt in der Heimat an. Das verspricht einerseits positive Aussichten. Andererseits könne die hohe Jobintensität im Stromzeitalter nicht mehr aufrechterhalten werden - mit Konsequenzen für viele Arbeitsplätze in der Branche (Quelle: handelsblatt.com).

Der Gesamtverband der Kunststoff verarbeitenden Industrie (GKV e.V.) stellt fest, dass die Rohstoff-Lieferkette derzeit massiv gestört ist. Zwar arbeiten die Hersteller von Kunststoffprodukten derzeit beharrlich daran, die sich daraus ergebenen Risiken für ihre Kunden zu minimieren, weisen aber auch auf den wirtschaftlichen Druck hin, der die gesamte Branche belastet.

Es ist aber nicht nur die Preisentwicklung, die die Unternehmen vor eine große Herausforderung stellt, es fehlen schlicht auch die Mengen. Gewünschte Rohstoffe, die durch die wieder steigende Nachfrage notwendig wären, stehen ebenfalls nicht in dem Maße zur Verfügung und dämpfen somit die Rückkehr auf den Wachstumspfad der Branche. Die Preise für Standard-Kunststoffe sind im ersten Quartal 2021 in Europa durchweg stark gestiegen (Quelle: gkv.de).

b) Ertragsorientierte Risiken

Zur Zeit der Berichterstellung (März 2021) verdichtet sich die Tatsache, dass eine wesentliche Inflationsperiode bevorstehen könnte. Die Preise für Rohmaterialien, wie z. B. Kunststoffgranulat, Beschichtungslacke, Halbleiter aber auch Transportkosten, Lagerkosten, Dienstleistungen, etc. steigen konstant und nachhaltig an.

In wie weit diese Situation weitreichende Auswirkungen hat oder doch nur eine momentane Situation ist, lässt sich nur schwer einschätzen. Tatsache ist aber, dass derzeit Fertigungsbänder in der Automobilindustrie zeitweise angehalten werden, da Bauteile (z. B. Elektronikkomponenten) nicht ankommen.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Die KH Foliotec GmbH verfügt bei verschiedenen Banken über ausreichend Kreditlinien und Avalrahmen. Zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei Devisengeschäften (CZK, USD) wurden bis zum Berichtszeitpunkt seitens des Unternehmens noch keine Instrumente der Währungssicherung vorgenommen. Bei einer länger anhaltenden Volatilität des Wechselkurses reagiert die KH Foliotec GmbH mit Devisentermingeschäften. Es werden jedoch fast alle Geschäfte in Euro abgewickelt.

Das Finanzmanagement sichert die Risiken durch Forderungsausfälle unter anderem durch den Einsatz von Bonitätsüberprüfungen ab. In den letzten Jahren mussten deshalb keine Forderungsausfälle in Kauf genommen werden. Die Gesellschaft verfügt über genügend liquide Mittel, so dass Restriktionen nicht zu erwarten sind.

2. Chancenbericht

Das Interieur des Autos der Zukunft wird ein Spiegel der neuen batteriegetriebenen, selbstfahrenden Generation von Autos werden. KH Foliotec mit seiner tiefgehenden Oberflächenkompetenz in Verbindung mit dem Know-How für die kapazitive Bedienung bei den Kunststoffbauteilen kann hier besonders punkten.

KH Foliotec ist derzeit nach IATF16949 (Automobil), DIN ISO 9001 (Qualität) und DIN EN ISO 50001 (Energie) zertifiziert.

Es wird aktiv Forschung und Entwicklung betrieben, um den Kunden innovative Verfahren zur Verfügung stellen zu können. Dabei stehen Kosteneffizienz und Prozesssicherheit im Zentrum der Bemühungen.

KH Foliotec hat sich im rasant wachsenden Markt des HID (Human Interface Design) im automobilen Innenbereich etabliert und produziert z. B. die im VW Konzern eingesetzten Lenkradbedienelemente "Vibra" als komplett montierte Baugruppe bestehend aus IML-Blende, kapazitiver Funktionsfolie und Lichtabschottung. Diese Bauteile werden u. a. in großer Stückzahl im VW ID3 und ID4 verbaut.

Parallel zur Serienproduktion arbeitet die KH Foliotec an mehreren internen Entwicklungsprojekten im Bereich der Printed Electronics. Hierzu gehört, neben der Grundlagenforschung in Hinblick auf einsetzbare Materialien und Techniken, die Entwicklung eines Spritzgieß-Werkzeugeinsatzes, bei dem die Funktionsfolie während des Spritzvorgangs auf dem Teil montiert wird. Ein weiterer zukunftsträchtiger Bereich ist die Beheizung von Sensorblenden im Exterieur-Bereich. Die stetig steigende Zahl an Fahrassistenzsystemen verlangt nach immer mehr Sensorik, die auch bei widrigen Wettereinflüssen wie Schnee und Eis einwandfrei arbeiten muss. Hierzu wird eine intern mit Leiterbahnen bedruckte Folie in oder auf der Sensorblende montiert und mit elektrischer Energie aufgeheizt.

Die KH Foliotec pflegt enge Kontakte zu Universitäten, Hochschulen und Fachinstituten, um nachhaltig qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Mit gezielten internen und externen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter geschult und gefördert.

Im Rahmen der Corona-Krise wurde durch die Bundesregierung beschlossen, dass die Verpflichtung zur Anmeldung zur Insolvenz - bei finanzieller Schieflage eines Unternehmens - bis 31.12.2020 ausgesetzt wird. Diese Freisprechung wurde nochmals bis 30.04.2021 verlängert. Das Unternehmen sieht es als wahrscheinlich an, dass die 1st-tier-Kunden zukünftig sehr genau auf die Bonität ihrer Lieferanten achten werden. Die KH Foliotec GmbH wird mit einer Eigenkapitalquote von über 50% seinen Kunden und zukünftigen Kunden ein gesuchtes Fundament an Stabilität bieten.

3. Gesamtaussage

Das Jahr 2020 wird lange nachwirken. Nie für möglich gehaltene Fakten sind eingetreten. Sei es ein weitreichender Lockdown, Reiseverbote, Freiheitseinschränkungen oder Quarantäneverordnungen bis hin zu totalem Wegfall des persönlichen - so wichtigen - Kontaktes zwischen z. B. Lieferant und Kunde.

Die Bundesregierung hat mit sehr großzügigen Unterstützungen den bestehenden Unternehmen und Arbeitnehmern geholfen. Es war für viele letztendlich ein wirtschaftlich schmerzloses Ereignis, welches den staatlichen Schuldenberg allerdings nochmals drastisch erhöht hat.

Die KH Foliotec GmbH ist in den vergangenen Jahren, egal wie hoch die Wellen im jeweiligen wirtschaftlichen Sturm waren, immer gesund und stark geblieben. Nach der Krise ist vor der Krise. Weitere Pandemien oder andere disruptive Ereignisse können immer ein Unternehmensmodell beeinträchtigen. Der Staat kann und wird nicht alles bedienen und regulieren können. KH Foliotec fühlt sich dabei für eine Vielzahl von unerwarteten Ereignissen stark gewappnet.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die zentrale Steuerung und Sicherung der Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegt einer aktiven Überwachung durch die Geschäftsleitung und dem Controlling.

Die KH Foliotec GmbH verfügt über einen liquiden Kundenstamm, was auch durch Bonitätsprüfungen laufend kontrolliert wird. Forderungsausfälle können somit fast ausgeschlossen werden. Zum Großteil der Kunden besteht eine langjährige erfolgreiche Geschäftsbeziehung.

Bei Kenntniserlangung von Ausfall- und Bonitätsrisiken im Rahmen von finanziellen Vermögenswerten, werden entsprechende Wertberichtigungen eingestellt. Die Minimierung von Ausfallrisiken wird durch ein adäquates Debitorenmanagement gewährleistet. Zudem wird bei Eingang neuer Geschäftsbeziehungen stets eine erweiterte Zahlungsfähigkeitsabfrage durchgeführt.

Verbindlichkeiten werden meist binnen der vereinbarten Zahlungs- und Skontofristen beglichen.

Das Risikomanagement ist bei der KH Foliotec GmbH in die Unternehmensleitung und die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebettet.

Ein zielorientiertes Controlling sowie ein kontinuierlicher Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem harmonischen Verhältnis zueinander- stehen, rechtzeitig erkannt und transparent dargestellt werden. Die Einhaltung des internen Kontrollsystems sowie die Gewährleistung der Integrität der Geschäftsprozesse werden durch die interne Revision sichergestellt.

Die Geschäftspartner, besonders die Kunden, können sich weiterhin auf einen verlässlichen, flexiblen und unabhängigen Partner verlassen.

 

Sparneck, 31. März 2021

gez. Dipl.- Ing. (FH) Dipl.-Wirt-Ing. (FH) Axel Zuleeg, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.569,00 15
II. Sachanlagen 5.465.131,00 6.062
- davon Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken EUR 1.545.021,00 (Vj. TEUR 1.733)
- davon technische Anlagen und Maschinen EUR 2.680.706,89 (Vj. TEUR 2.938)
- davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 652.668,00 (Vj. TEUR 794)
- davon geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau EUR 586.735,11 (Vj. TEUR 598)
III. Finanzanlagen 5.279,24 5
- davon Beteiligungen EUR 5.279,24 (Vj. TEUR 5)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.045.126,85 3.142
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.815.247,66 4.263
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 127.303,99 (Vj. TEUR 223)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 350.732,57 248
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.999,20 15
10.727.085,52 13.750

PASSIVA

31.12.2020 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Gewinnvortrag 5.129.690,33 5.406
III. Jahresüberschuss 254.352,74 224
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 25.598,00 60
C. Rückstellungen 754.493,00 851
D. Verbindlichkeiten 4.062.951,45 6.709
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 2.938.035,05 (Vj. TEUR 3.966)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 41.565,14 (Vj. TEUR 1.570)
10.727.085,52 13.750

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR TEUR
1. Rohergebnis 8.687.997,37 9.947
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.609.477,97 5.314
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 924.909,78 1.089
5.534.387,75 6.403
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.188.605,51 1.476
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.340.074,85 1.680
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127,36 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 64.134,42 75
- davon an verbundene Unternehmen EUR 42.452,08 (TEUR 27)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 258.165,58 84
8. Ergebnis nach Steuern 302.756,62 229
9. Sonstige Steuern 48.403,88 5
10. Jahresüberschuss 254.352,74 224

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

1. Allgemeine Angaben

Die KH Foliotec GmbH hat ihren Sitz in Sparneck. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HR B 3098 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Im Geschäftsjahr wurden aus der G+V-Position "Aufwendungen für bezogene Leistungen" die Ersatzteile für Reparaturen und Instandhaltung (TEuro 239) in die "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" umgegliedert. Die Vorjahrswerte wurden angepasst (TEuro 245). Weiterhin erfolgte eine Umgliederung des Gasverbrauches (TEuro 7) aus der G+V-Position "Sonstige betrieblichen Aufwendungen" in die "Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe". Eine Anpassung der Vorjahreswerte (TEuro 6) erfolgte.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis.

Der nach steuerlichen Vorschriften in den Vorjahren und für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über Euro 150,00 bis Euro 1.000,00 gebildete Sammelposten wurde in der Handelsbilanz bilanziert, da die Sammelposten für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung sind. Sammelposten wurden letztmalig in 2017 gebildet.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis Euro 250,00 wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung im Anschaffungsjahr grundsätzlich in voller Höhe als Aufwand verbucht.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind, mit Anschaffungskosten über 250,00 Euro bis 800,00 Euro werden ab dem Berichtsjahr aufgrund untergeordneter Bedeutung im Anschaffungsjahr aktiviert und sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

2.2 Umlaufvermögen

2.2.1 Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

2.2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennbetrag oder mit den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die anderen Posten der Aktiva wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem Nominalwert angesetzt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

2.2.3 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

2.3 Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der im Geschäftsjahr ausgewiesene Saldo betrifft die bereits abgerufenen Investitionszuschüsse der Regierung von Oberfranken aus den Jahren 2008, 2009 und 2010 bis 2012 für die bereits durchgeführten Investitionen vermindert um die bisherigen Auflösungen des Sonderpostens.

2.4 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Umfang gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz auf den Bilanzstichtag abgezinst.

2.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Anlagenspiegel zum 31.12.2020

Anschaffungs-/Herstellungskosten
am 01.01.2020 Zugänge Abgänge am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277.644,60 5.281,12 0,00 282.925,72
277.644,60 5.281,12 0,00 282.925,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.074.389,21 14.111,19 0,00 3.088.500,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.112.056,85 525.565,49 413.508,02 12.224.114,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.437.429,72 70.988,74 0,00 3.508.418,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 598.334,11 98.837,14 110.436,14 586.735,11
19.222.209,89 709.502,56 523.944,16 19.407.768,29
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.279,24 0,00 0,00 5.279,24
5.279,24 0,00 0,00 5.279,24
19.505.133,73 714.783,68 523.944,16 19.695.973,25
Abschreibungen
am 01.01.2020 Zugänge Abgänge am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 262.832,60 14.524,12 0,00 277.356,72
262.832,60 14.524,12 0,00 277.356,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.341.629,21 201.850,19 0,00 1.543.479,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.174.365,85 760.343,12 391.301,54 9.543.407,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.643.862,38 211.888,08 0,00 2.855.750,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
13.159.857,44 1.174.081,39 391.301,54 13.942.637,29
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
13.422.690,04 1.188.605,51 391.301,54 14.219.994,01
Restbuchwerte
am 31.12.2020 am 31.12.2019
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.569,00 14.812,00
5.569,00 14.812,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.545.021,00 1.732.760,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.680.706,89 2.937.691,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 652.668,00 793.567,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 586.735,11 598.334,11
5.465.131,00 6.062.352,45
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.279,24 5.279,24
5.279,24 5.279,24
5.475.979,24 6.082.443,69

Anteilsbesitz

Anteil am Kapital in Eigenkapital der Gesellschaft in Ergebnis der Gesellschaft
Beteiligung % TEuro in TEuro
KH Mexico, S. de R.L. de C. V. 20% 3.214 531

Die Angaben wurden dem Jahresabschluss zum 31.12.2019 entnommen.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEuro 0 (Vj. TEuro 15) eine Restlaufzeit über einem Jahr.

3.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit TEuro 42 (Vj. TEuro 596) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und bestehen in Höhe von TEuro 11 (Vj. TEuro 1.008) gegenüber der Alleingesellschafterin.

Gesamt
Vj.
Euro TEuro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.938.035,05 3.966
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 558.177,72 761
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.565,14 1.570
4. Sonstige Verbindlichkeiten 525.173,54 412
4.062.951,45 6.709
davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr größer 1 Jahr
Vj. Vj.
Euro TEuro Euro TEuro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.824.192,20 3.728 113.842,85 238
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 558.177,72 761 0,00 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.565,14 1.082 0,00 488
4. Sonstige Verbindlichkeiten 525.173,54 412 0,00 0
3.949.108,60 5.983 113.842,85 726

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEuro 238 sind besichert durch Sicherungsübereignungen von Sachanlagevermögen der KH Foliotec GmbH.

3.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggebühren in Höhe von TEuro 367.

3.5 Haftungsverhältnisse

Die KH Foliotec GmbH haftet im Rahmen der gesamtschuldnerischen Mithaftung für Bankverbindlichkeiten der Kunststoff Helmbrechts AG zum 31. Dezember 2020 in Höhe von TEuro 1.000. Es wird aufgrund der guten Geschäftslage des Mutterunternehmens mit keiner Inanspruchnahme in der Zukunft gerechnet.

4. Sonstige Angaben

4.1. Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2020:

 

Herr Dipl.- Ing. (FH) Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Axel Zuleeg, Geschäftsführer, Helmbrechts

 

Herr Dipl.- Ing. (FH) Ingmar Heil, Geschäftsführer, Sparneck (bis 17.06.2021)

Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4.2 Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich beschäftigt:

Anzahl
Angestellte (einschließlich 1 Auszubildenden) 51
Gewerbliche Arbeitnehmer (einschließlich 4 Auszubildenden) 123
174

4.3 Mutterunternehmen der Gesellschaft

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kunststoff Helmbrechts AG mit Sitz in Helmbrechts als kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Sparneck, 31. März 2021

gez. Dipl.- Ing. (FH) Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Axel Zuleeg, Geschäftsführer

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) und dem Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KH Foliotec GmbH, Sparneck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KH Foliotec GmbH, Sparneck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KH Foliotec GmbH, Sparneck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bayreuth, den 20. Juli 2021

ROSENSCHON . STIEFLER . WAHA . Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Steuerberatungsgesellschaft

Ottmar Stiefler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 10. September 2021 festgestellt.

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzergebnisses:

Die Gesellschafterversammlung hat am 10. September 2021 beschlossen aus dem Bilanzgewinn 2020 einen Betrag von EUR 500.000,00 auszuschütten. Mit der Gesellschafterversammlung vom 26. Oktober 2021 wurde eine weitere Ausschüttung von EUR 500.000,00 beschlossen, der Rest wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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