Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 18062
Eingetragen
26.10.2005
Branche
Vermittlungstätigkeiten für medizinische, zahnärztliche und andere GesundheitstätigkeitenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
der Aufbau und Betrieb eines Datennetzwerkes zur Zusammenführung von Angebot und Nachfrage im Gesundheitsmarkt einschließlich verwandter Bereiche wie z.B. der Erbringung von Informationsdienstleistungen und aller damit zusammenhängenden Maßnahmen. Dabei wird die Gesellschaft insbesondere - Informationen über das deutsche und europäische Gesundheitswesen und jede Form von Informationen über Krankheiten und deren Therapiemöglichkeiten Endverbrauchern, auch Health Professionals, über alle heute und zukünftig verfügbaren Medien zugänglich machen. - im Auftrag von Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen, hier insbesondere Krankenkassen und versicherungen, Versorgungsleistungen aktiv unterstützen und somit einen qualitativ hochwertigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Bevölkerung leisten. Dies schließt auch den Handel mit elektronischen Endgeräten, Literatur sowie EDV-Systemen ein. - Data Warehousing Konzepte realisieren, um epidemiologisch relevante, datenschutzrechtlich zulässige Marktinformationen zu generieren und an Unternehmen und Einrichtungen des Gesundheitswesens zu vertreiben. - zukunftsorientierte Fortbildungsleistungen für Health Professionals realisieren. - Beratungsleistungen im Gesundheitsmarkt für seine Kunden und Marktteilnehmer erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Hickstein
seit 14.12.2022
Geschäftsführer
Prokura
Roman Detlef Zynga
seit 29.9.2022
Geschäftsführer
Katja Jansen
seit 27.6.2022
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sanvartis GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 725.145,68 868.236,68
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.392,00 209.411,00
3. Geleistete Anzahlungen 33.697,88 931.235,56 0,00 1.077.647,68
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.565,00 7.345,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 659.372,50 665.937,50 746.911,50 754.256,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.500,00 27.500,00
1.624.673,06 1.859.404,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 27.620,27 27.620,27
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 27.620,27 2.180,00 29.800,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.368.124,63 4.367.952,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.429.008,04 2.113.773,41
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.190.575,12 9.987.707,79 3.152.054,31 9.633.780,13
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 218.739,39 532.844,60
10.234.067,45 10.196.425,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 127.486,10 243.739,72
11.986.226,61 12.299.568,90

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 567.330,57 567.330,57
III. Gewinnvortrag 1.317.286,39 1.317.286,39
1.909.616,96 1.909.616,96
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 243.143,85 243.143,85
2. Sonstige Rückstellungen 860.635,37 834.321,73
1.103.779,22 1.077.465,58
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 67.621,61 68.981,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 655.896,06 655.211,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.427.830,44 4.773.570,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.821.482,32 3.814.723,20
- davon aus Steuern EUR 2.839.953,21 (i. Vj. EUR 2.821.787,89) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.533,75 (i. Vj. EUR 66.529,18) -
8.972.830,43 9.312.486,36
11.986.226,61 12.299.568,90

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.182.073,26 21.717.439,83
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 84.875,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 682.353,77 603.302,35
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,42 (i. Vj. EUR 0,00) -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -368,87 457,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 344.068,06 343.699,19 770.847,08 771.304,35
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.170.633,93 9.533.104,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.002.583,00 12.173.216,93 1.964.272,18 11.497.376,67
- davon für Altersversorgung EUR 11.231,50 (i. Vj. EUR 9.909,37) -
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 435.487,71 411.755,02
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 200.833,33 636.321,04 0,00 411.755,02
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.971.660,55 9.264.695,73
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 10,76 (i. Vj. EUR 0,00) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.736,16 93,82
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 95.578,41 86.248,05
- davon an verbundene Unternehmen EUR 38.887,92 (i. Vj. EUR 35.297,50) -
10. Ergebnis nach Steuern -2.353.312,93 374.331,18
11. Sonstige Steuern 306,00 762,00
12. Ertrag aus Verlustübernahme 2.353.618,93 0,00
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 0,00 373.569,18
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1.1 Angaben zum Unternehmen

Die Sanvartis GmbH hat ihren Sitz in Duisburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 18062 eingetragen.

1.2 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung (§ 288 Abs. 2 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

1.3 Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze aufgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten sind Einzelkosten sowie direkt zuordenbare Gemeinkosten einbezogen worden. Basierend auf der Vorgängersoftware wurde ein Abschreibungszeitraum von zehn Jahren angesetzt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wurden die Abschreibungen linear pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens, deren Wert im Einzelfall € 800,00 nicht übersteigt, wurden grundsätzlich im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Als Nutzungsdauern ergeben sich:

Immaterielle Vermögensgegenstände 1 bis 10 Jahre
Sachanlagen 1 bis 14 Jahre

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt; gegebenenfalls erfolgt der Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Sanvartis Group GmbH, Duisburg, werden latente Steuern auf Ebene der Organträgerin ausgewiesen.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten sind aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

3.2 Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten € 0,00 (Vorjahr € 84.875,00); davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens € 0,00 (Vorjahr € 84.875,00). Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

3.3 Angaben zu Ausleihungen, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die nachfolgenden Rechte und Pflichten betreffen verbundene Unternehmen:

31.12.2022 31.12.2021
in Euro in Euro
Forderungen 3.429.008,04 2.113.773,41
- Davon aus Gewinnabführung/ Verlustausgleich (verrechnet) 2.353.618,93 0,00
- Davon aus Lieferungen und Leistungen (Laufzeit bis ein Jahr) 1.075.389,11 1.912.940,08
- Davon sonstige Forderungen (Laufzeit über ein Jahr) 0,00 200.833,33
Verbindlichkeiten 4.427.830,44 4.773.570,00
- Davon aus Gewinnabführung/ Verlustausgleich (verrechnet) 393.734,61 593.734,61
- Davon aus Lieferungen und Leistungen (Laufzeit bis ein Jahr) 2.777.962,77 2.959.370,03
- Davon sonstige Verbindlichkeiten (Laufzeit 1 bis 5 Jahre) 1.256.133,06 1.220.465,36

Darin enthalten sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von € 3.305.672,65 (Vorjahr € 1.651.174,95). Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von € 393.734,61 (Vorjahr € 593.734,61).

3.4 Sonstige Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
in Euro in Euro
Rückstellungen für Personal 555.496,33 431.759,25
Übrige sonstige Rückstellungen 305.139,04 402.562,48
davon:
-Zinsen § 233 AO 202.606,48 158.606,48
-ausstehende Eingangsrechnungen 53.132,56 207.856,00
-Rückstellung für Abschluss und Prüfung 29.400,00 19.200,00
-Fremdkosten 20.000,00 0,00
-Beratungsaufwendungen 0,00 16.900,00
Summe 860.635,37 834.321,73

3.5 Betrag der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeiten Gesamtbetrag < 1 Jahr > 1 Jahr < 5 Jahre > 5 Jahre Davon gesichert
aus erhaltenen Anzahlungen 67.621,61 67.621,61 0,00 0,00 0,00
(VJ) (68.981,61) (68.981,61) (0,00) (0,00) (0,00)
aus Lieferungen und Leistungen 655.896,08 655.896,06 0,00 0,00 0,00
(VJ) (655.211,55) (655.211,55) (0,00) (0,00) (0,00)
gegenüber verbundenen Unternehmen 4.427.830,44 3.171.697,38 1.256.133,06 0,00 0,00
(VJ) (4.773.570,00) (3.553.104,64) (1.220.465,36) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.821.482,32 3.455.666,55 365.815,77 0,00 0,00
(VJ) (3.814.723,20) (3.483.856,62) (17,85) (330.848,73) (0,00)
Summe 8.972.830,43 7.477.525,52 1.495.304,91 0,00 0,00
(VJ) (9.312.486,36) (7.761.154,42) (1.220.483,21) (330.848,73) (0,00)

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind nicht besichert.

3.6 Haftungsverhältnisse

Die Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH), Köln, als Gesellschaft, Kreditnehmer und Garantiegeber, die Sanvartis Group GmbH, Duisburg, und die Careforce GmbH, Köln, als Kreditnehmer und Garantiegeber, die Sanvartis GmbH als Garantiegeber und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG als Mandated Lead Arranger, Konsortialführer, Sicherheitentreuhänder und anfänglicher Kreditgeber haben am 17. Februar 2020 einen Konsortialkreditvertrag über die Gewährung von Kreditlinien in Höhe von insgesamt bis zu T€ 26.000 geschlossen. Mit Änderungsvertrag vom 29. September 2020 sind die Stadtsparkasse Düsseldorf als Kreditgeber, die Medperion Services GmbH (bis 28. Juli 2022: Vendus Sales and Communication Group GmbH), Düsseldorf, als Kreditnehmer und Garantiegeber sowie die MCG Medical Consulting Group GmbH, Düsseldorf, als Garantiegeber beigetreten und die Kreditlinien auf insgesamt T€ 33.000 erhöht worden. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaften bestehen derzeit keine Anhaltspunkte, die eine Inanspruchnahme wahrscheinlich machen.

3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich um Miet- und Leasingverträge. Miet- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel; Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände. Diese Verpflichtungen verteilen sich wie folgt:

Miete Leasing Summe
Restlaufzeit < 1 Jahr 732.593,64 205.620,86 938.214,50
Restlaufzeit > 1 Jahr und < 5 Jahre 2.930.374.56 236.457,91 3.166.832,47
Restlaufzeit > 5 Jahre 6.410.194,35 8.305,38 6.418.499,73
10.523.546,70

3.8 Abführungsgesperrte Beträge

Aktivierte selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 725.145,68
Überhang passiver latenter Steuern 0,00
Gesamt 725.145,68

Zum Ende des Geschäftsjahrs 2022 bestanden abführungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt € 725.145,68, die in voller Höhe auf die Aktivierung von Entwicklungskosten entfallen. Aufgrund ausreichender frei verfügbarer Rücklagen unter Berücksichtigung vororganschaftlicher Gewinnvorträge sind diese wieder entsperrt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufteilung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden aus dem Betrieb von Callcentern erlöst und verteilen sich im Wesentlichen auf folgende Länder:

Land 2022 2021
Deutschland 18.732.002,87 21.023.831,01
Österreich 401.263,16 652.108,82
Schweiz 43.954,54 41.500,00
Großbritannien 4.852,69 0,00
Summe 19.182.073,26 21.717.439,83

4.2 Aktivierte Eigenleistung

Im Zusammenhang mit der selbstgeschaffenen Software wurde eine Eigenleistung i.H.v. € 0,00 (Vorjahr € 84.875,00) ausgewiesen.

4.3 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträge betragen € 56.387,49 (Vorjahr € 72.989,01). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen betragen € 99.342,20 (Vorjahr € 120.295,10).

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfung des Geschäftsjahres anfallende Gesamthonorar beträgt T€ 23.

5.2 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr im Durchschnitt 347 (Vorjahr 250) Arbeitnehmer, davon 289 (Vorjahr 177) Außendienstmitarbeiter und 58 (Vorjahr 73) Verwaltungsmitarbeiter.

5.3 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

- Herr Roman Zynga, Neuss (ab 22. Juli 2022)

- Herr Dr. Andreas Bleiziffer, Neuss (bis 30. November 2022)

- Herr Robin Schaede, Köln (bis 21. Oktober 2022)

- Herr Heiko Hickstein, Köln (ab 21. Oktober 2022)

Für die Angabe der Organbezüge wurde von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Geschäftsführer führen ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

5.4 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres.

5.5 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nahestehende Unternehmen berichtet:

Name, Sitz Eigenkapital 31.12.2022 Anteil am Kapital Ergebnis 31.12.2022
%
UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH, Berlin 25.000,00 100,00 0,00

5.6 Kleinster und größter Konsolidierungskreis

Die Sanvartis GmbH ist ein Tochterunternehmen der Sanvartis Group GmbH, Duisburg, und der Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH), Köln, die gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist.

Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss

der Sanvartis Group GmbH als kleinster Konsolidierungskreis und

der Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH) als größter Konsolidierungskreis

einbezogen.

Die Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Sanvartis GmbH ist von einer eigenen Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aufgrund dieses Einbezugs befreit.

5.7 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 2.353.618,93 wird aufgrund des am 22. Juli 2019 mit der Sanvartis Group GmbH, Duisburg, geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von dieser übernommen.

 

Duisburg, den 27. Januar 2023

Heiko Hickstein

Roman Zynga

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge 31.12.2022 1.1.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.200.103,47 0,00 1.200.103,47 331.866,79
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 915.314,20 74.515,00 989.829,20 705.903,20
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 33.697,88 33.697,88 0,00
2.115.417,67 108.212,88 2.223.630,55 1.037.769,99
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.800,96 0,00 7.800,96 455,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.384.150,00 92.543,71 2.476.693,71 1.637.238,50
2.391.950,96 92.543,71 2.484.494,67 1.637.694,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.500,00 0,00 27.500,00 0,00
4.534.868,63 200.756,59 4.735.625,22 2.675.464,45
Abschreibungen Buchwerte
Abschreibungen des Geschäftsjahres 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 143.091,00 474.957,79 725.145,68 868.236,68
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.534,00 817.437,20 172.392,00 209.411,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 33.697,88 0,00
254.625,00 1.292.394,99 931.235,56 1.077.647,68
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 780,00 1.235,96 6.565,00 7.345,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 180.082,71 1.817.321,21 659.372,50 746.911,50
180.862,71 1.818.557,17 665.937,50 754.256,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 27.500,00 27.500,00
435.487,71 3.110.952,16 1.624.673,06 1.859.404,18

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Sanvartis Gruppe (im Folgenden "Sanvartis"), bestehend aus der Sanvartis Group GmbH, der Sanvartis GmbH, der Sanvartis Health Service GmbH, der Sanvartis Berlin GmbH, der Flexx Sales GmbH, der Flexx Force GmbH sowie der UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH, ist ein medizinisches Service Center an den Standorten in Duisburg, Berlin und Köln. Sanvartis verfügt über langjährige Erfahrung und Kompetenz bei der Konzeption und Umsetzung von Projekten in der gesamten Gesundheitswirtschaft, insbesondere in der qualifizierten medizinischen Multi-Channel-Kommunikation.

Neben Krankenkassen und Krankenversicherungen zählen u. a. pharmazeutische und Medizintechnik-Unternehmen, Kliniken/Krankenhäuser und kassenärztliche Vereinigungen zu unseren Kunden.

Eine Betreuung der Kunden erfolgt rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

Sanvartis bietet ihre Lösungen mit Fokus auf die D-A-CH-Region und ausschließlich im Gesundheitswesen an. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt dabei auf Deutschland.

Sanvartis entwickelt Lösungen, die es unseren Auftraggebern ermöglichen, medizinisch kompetent mit ihren Kunden sowie Patientinnen und Patienten zu kommunizieren.

Im Geschäftsjahr 2022 lagen die Schwerpunkte zum einen im Management der Einflüsse aus der Covid-19-Pandemie. Es wurden Maßnahmen zur Reorganisation und Kosteneinsparung ergriffen, um auf den Wegfall wichtiger Kunden und Projekte im ersten Halbjahr zu reagieren. Hierarchieübergreifende Maßnahmen zur Konsolidierung von Funktionen und Verschlankung von Prozessen werden zu einer deutlichen Einsparung und Effizienzverbesserung führen.

Weitere Schwerpunkte waren der kontinuierliche Ausbau unserer Produkte und Dienstleistungen, die Erweiterung des Kundenportfolios sowie die Vertiefung der Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Kunden.

Die wechselseitige Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen zwischen der Sanvartis und den Schwestergesellschaften Careforce GmbH, Köln, und Medperion Services GmbH (bis 28. Juli 2022: Vendus Sales and Communication Group GmbH), Düsseldorf, nimmt mittlerweile eine Schlüsselrolle in der kommerziellen Ausrichtung der Sanvartis ein. Nach erfolgreichen Vertriebskampagnen im Vorjahr wurden im Jahresverlauf 2022 die übergreifende Vermarktung zwischen den Gesellschaften deutlich ausgebaut und dabei signifikante Vertriebserfolge erzielt.

Im Rahmen der Strategieplanung 2022 wurden die einzelnen Portfolioelemente überprüft und bestätigt. Weiterhin fortgesetzt wurde im Jahr 2022 die in 2018 begonnene Neuentwicklung einer CRM-Lösung für die 360 Grad Einbindung unserer Multi-Channel Services.

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im ersten Halbjahr 2022 sei die deutsche Wirtschaft noch durch den Konsum von Dienstleistungen gestärkt worden, schrieben die Wirtschaftsweisen in ihrem am 9. November 2022 veröffentlichten Gutachten. Seit der Jahresmitte hätten aber die hohen Preise für Energie und Lebensmittel die Kaufkraft geschwächt und den privaten Konsum gedämpft. Zugleich lastet die Energiekrise schwer auf der Industrieproduktion und die globale Konjunkturabkühlung führt zu einer sinkenden Nachfrage nach deutschen Exporten. Auslöser für die angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die wachsende wirtschaftliche Unsicherheit durch den seit Ende Februar 2022 stattfindenden Krieg in der Ukraine und die hohe Inflationsrate (der Jahresdurchschnitt lag bei hohen 7,9 % und war damit auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung im Jahr 1989).

Aufgrund dieses "massiv verschlechterten Ausblicks" senkte der Sachverständigenrat seine Prognose. Für das Jahr 2022 werde noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erzielt, im kommenden Jahr 2023 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 0,2 % sinken und die Inflation bei hohen 7,4 % liegen, hieß es.

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich der Trend zur Digitalisierung im Gesundheitswesen deutlich beschleunigt, was auch in den Folgejahren Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen im Sektor haben wird.

Bei pharmazeutischen und medizintechnischen Unternehmen ist in Folge der pandemie-bedingten Lockdown-Maßnahmen und der fortgesetzten Einschränkungen sehr klar eine Fokussierung auf die von der Sanvartis angebotenen TeleSales Dienstleistungen zu beobachten, die parallel zur klassischen Bewerbung über den Außendienst an Bedeutung gewonnen haben. Daneben gab es weiterhin eine starke Nachfrage in den Kerndienstleistungsbereichen Pharma Information Services, kaufmännischer Kundenservice und Multi-Channel-Sales. Dieser Trend dürfte sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Daneben hat die Sanvartis verschiedene Services im Zusammenhang mit der Corona-Impfkampagne übernommen, darunter die Servicenummer der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zum Impfservice.

Die Verschiebung der Versorgung von klassischen Settings in ambulante Bereiche, d.h. "Versorgung zu Hause", entwickelt sich weiterhin zu einem starken Trend im Gesundheitswesen mit entsprechendem Marktpotential. Die Sanvartis positioniert sich hier entsprechend und bietet mit dem Nurse Service hier bereits unterschiedliche Dienstleistungen an, welche im Jahresverlauf weiter ausgebaut werden konnten.

b) Geschäftsverlauf

Die für die Geschäftsentwicklung der Sanvartis GmbH zugrunde liegenden KPIs sind Umsatz, Jahresergebnis, Krankenquote und Deckungsbeitrag 1 (DB1). Die DB1-Quote ergibt sich aus der Marge nach direkt zuordenbaren Projektkosten der Agenten in den Callcentern bezogen auf den Umsatz. Diese werden im Rahmen eines regelmäßigen Reportings analysiert und nachverfolgt.

Der Umsatz im Jahr 2022 sank gegenüber dem Vorjahr von T€ 21.717 auf T€ 19.182. Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung stieg im Jahr 2022 auf T€ 2.354 (Vj: Jahresüberschuss T€ 374). Der Jahresfehlbetrag wurde im Rahmen des in 2019 mit der Sanvartis Group GmbH, Duisburg, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vollständig von der Gesellschafterin übernommen. Die DB1-Quote liegt bei 37% nach 47% im Vorjahr. Die Krankenquote lag im Jahr 2022 bei 7,1% (Vj: 6,8%).

Nach der im Jahr 2020 erfolgten Übernahme der Medperion Services GmbH (bis 28. Juli 2022: Vendus Sales and Communication Group GmbH), Düsseldorf, durch die Muttergesellschaft der Sanvartis Group GmbH, die Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH), Köln, lag der Fokus darauf, den gemeinsamen Vertrieb des Produktportfolios zwischen den Gruppen-Gesellschaften weiter voranzutreiben, um das daraus resultierende Marktpotenzial auszuschöpfen. Die Synchronisierung, insbesondere der Marketing- und Vertriebsaktivitäten, wurde durch verschiedene Marketingkampagnen und -maßnahmen vorangetrieben.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Die Bilanz der Sanvartis GmbH weist ein Gesamtvermögen von T€ 11.986 (Vj: T€ 12.300) aus. Wesentliche Posten des Vermögens sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.368 (Vj: T€ 4.368). Deren Rückgang hat insbesondere mit den gesunkenen Umsatzerlösen zu tun. Daneben bestehen sonstige Vermögensgegenstände von T€ 3.191 (Vj: T€ 3.152), die sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Steuern zusammensetzen, und Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 3.429 (Vj: T€ 2.114). Die liquiden Mittel betragen T€ 219 nach T€ 533 im Vorjahr.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 1.910 (Vj: T€ 1.910). Die Eigenkapitalquote liegt bei 15,9 % nach 15,5 % in 2021.

Notwendige Ersatzinvestitionen aus Eigenmitteln erfolgten kontinuierlich nach Plan, wie in allen Geschäftsjahren zuvor.

Im Wesentlichen bestehen noch sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 861 (Vj: T€ 834) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 656 (Vj: T€ 655) und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4.428 (Vj: T€ 4.774). Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen bei T€ 3.821 (Vj: T€ 3.815) und resultieren im Wesentlichen aus Steuern. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Careforce GmbH, Köln, über T€ 750 (Vj: T€ 750) enthalten.

Die Vermögenslage ist als befriedigend anzusehen.

b) Finanzlage

Der operative Cashflow der Sanvartis GmbH lag 2022 bei T€ -1.973 (Vj: T€ -469). Hintergrund sind deutlich erhöhte Forderungen gegen verbundene Unternehmen und höhere sonstige Vermögensgegenstände. Trotzdem war die Sanvartis GmbH jederzeit in der Lage, das operative Geschäft und die weiteren bestehenden Verbindlichkeiten zu bedienen. Dies verdeutlichen auch die am 31. Dezember 2022 vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von T€ 219 nach T€ 533 zum 31. Dezember 2021.

Die Unternehmensplanung zeigt, dass die Konzerngesellschaften im Planungszeitraum über eine nachhaltige und ausreichende operative Ertragskraft verfügen und entsprechende positive Liquiditätsströme erwirtschaften, die es ihnen ermöglichen, die operative Geschäftstätigkeit und eine weitere Wachstumsentwicklung zu finanzieren. Damit erwartet die Geschäftsführung, dass die Sanvartis GmbH im Jahr 2023 über ausreichende liquide Mittel und auskömmliche Finanzierungslinien verfügen wird.

Für den Bedarfsfall stehen im Konzern zur kurzfristigen Finanzierung Kreditlinien über insgesamt EUR 3,0 Mio. zur Verfügung, von denen zum 31. Dezember 2022 rund EUR 2,8 Mio. durch die Muttergesellschaft Medperion GmbH in Anspruch genommen wurden.

c) Ertragslage

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf T€ 19.182 und liegen damit unter dem Vorjahreswert von T€ 21.717. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft lag im Geschäftsjahr 2022 unter den Erwartungen der Geschäftsführung und dem Potential der Gruppe und war somit nicht zufriedenstellend. Im ersten Halbjahr wurden wichtige Kundenprojekte - im Wesentlichen durch externe Einflüsse - beendet und die nicht ausreichende Neukundengewinnung konnte den Umsatzrückgang nicht kompensieren. Der Personalbestand wurde reduziert und an die gesunkene Ertragslage angepasst und es wurden Maßnahmen zur hierarchieübergreifenden Reorganisation ergriffen - zur Konsolidierung von Funktionen und Verschlankung von Prozessen, die bereits in 2022 zu einer Strukturverschlankung geführt haben und in 2023 zu weiteren deutlichen Einsparungen und Effizienzverbesserungen führen werden.

Neben den Umsatzausfällen beeinflusste auch die Krankenquote die Profitabilität in den laufenden Projekten. Weiterhin arbeitete ein Großteil der Mitarbeiter als Teil des Hygienekonzepts der Geschäftsführung aus dem Home-Office, um die operative Lieferfähigkeit der Gesellschaft aufrecht zu erhalten und im Falle einer Corona-Erkrankung eines Mitarbeiters keine Produktionsschließung zu riskieren. Dadurch gab es Verluste in der Produktivität der Mitarbeiter. Zusammen mit der erhöhten Krankenquote führte dies zu deutlichen Ergebnisauswirkungen. Dies zeigt sich in der im Vergleich zum Plan negativen Abweichung im DB1.

Der Personalaufwand beträgt T€ 12.173 (63,5% vom Umsatz) nach T€ 11.497 (52,9% vom Umsatz) im Vorjahr. Die Kostenentwicklung ist auf eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Produktivität der Mitarbeiter und Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Sanvartis Group GmbH, Duisburg, beträgt der Ertrag- und Einkommensteuerausweis für das Geschäftsjahr 2022 Null. Der Jahresfehlbetrag wurde im Rahmen des in 2019 mit der Sanvartis Group GmbH, Duisburg, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vollständig von der Gesellschafterin übernommen.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann insgesamt als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden. Das Jahresergebnis beträgt T€ -2.354 und liegt - aufgrund der geschilderten Einflussfaktoren - deutlich unter dem geplanten Ergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

a) Risikobericht

Die nachfolgend beschriebenen Risiken sind gemäß ihrer Bedeutung für das Unternehmen in absteigender Reihenfolge gewichtet.

Branchenspezifische Risiken

Die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitswesens und der damit einhergehende Eintritt neuer Marktteilnehmer beeinflussen die Entwicklung des Marktes. Im Rahmen der Strategieplanung im Jahr 2022 wurde, basierend auf den Trends im Gesundheitswesen und den Stärken der Sanvartis, noch einmal das Produktportfolio überprüft. Dabei wurden mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gesundheitswesen in den Folgejahren berücksichtigt. Das Ergebnis zeigt, dass sich die Sanvartis in den für uns relevanten Bereichen des Marktes mit Produkten und Dienstleistungen gut positioniert hat. Nichtsdestotrotz besteht das Risiko, dass ein wesentlicher Trend nicht erkannt wird oder dass politische Initiativen einzelne Dienstleistungen beeinträchtigen. Aktuell sind keine gesetzlichen Regelungen zu erwarten, die den Aktionsspielraum in unserer Branche einschränken.

Branchenspezifische Risiken aus der Corona-Pandemie sehen wir aktuell nicht. Im Gegenteil bietet die hieraus entstehende Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheitswesen Chancen für die Sanvartis.

Ertragsorientierte Risiken

Auch wenn die Neukundenakquise aufgrund von Corona etwas unter den Erwartungen gelegen hat, können weiterhin erfolgreich neue Kunden hinzugewonnen werden. Es zeigt sich somit, dass die angebotenen Dienstleistungen echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile für die Kunden bieten. Somit geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Risiken auf der Ertragsseite insgesamt unverändert sind. Allerdings bestehen Risiken, falls Bestandskunden bestehende Projekte unerwartet beenden, Bestandsprojekte im Rahmen von Neuausschreibungen verloren gehen oder zukünftig die Akquise von Neugeschäft deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die Gesellschaft beobachtet und analysiert daher die Geschäftsentwicklung kontinuierlich, um gegebenenfalls Maßnahmen zur Kompensation treffen zu können.

Nachdem im Jahr 2022 die Löhne in der Produktion auch aufgrund der erfolgten gesetzlichen Mindestlohnerhöhung leicht angehoben wurden, geht die Geschäftsführung in 2023 von einer moderaten Steigerung der Lohn- und Gehaltsaufwendungen im Bereich 3,0 - 3,5% aus. Diese Entwicklung ist in der Unternehmensplanung abgebildet.

Die Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern stellt weiterhin eine zunehmende Herausforderung dar. Hier macht sich der in Deutschland anhaltende Fachkräftemangel bemerkbar. Das Bewerbermarketing wird weiter intensiviert, auch durch die Entwicklung von neuen Konzepten und Kampagnen. Die Nutzung der Expertise der Schwestergesellschaft Careforce GmbH, Köln, macht sich hier positiv bemerkbar, da Mitarbeiter schneller und in höherer Anzahl rekrutiert werden können.

Mögliche Risiken sind weiterhin Produktivitätsverluste der Mitarbeiter, aufgrund der erhöhten Home-Office Quote der Mitarbeiter sowie hohe Krankenquoten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Geschäftsjahr 2022 lag zu jeder Zeit eine ausreichende Liquiditätsausstattung vor. Aufgrund der Ergebnis- und Liquiditätsplanung für 2023 erwartet die Geschäftsführung weiterhin eine ausreichende Liquiditätsausstattung. Alle finanziellen Verpflichtungen können voraussichtlich entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen derzeit und auch im Prognosezeitraum bedient werden.

Für den Bedarfsfall stehen zur kurzfristigen Finanzierung Kreditlinien über insgesamt € 3 Mio. bei den Hausbanken zur Verfügung, die über die Muttergesellschaft Medperion GmbH abgerufen werden können und von denen zum 31. Dezember 2022 rund € 2,8 Mio. gezogen waren.

Größere Währungsrisiken bestehen aufgrund der überwiegenden Fokussierung auf den Euro-Raum nicht.

b) Chancenbericht

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Marktanteile mittel- und langfristig weiter kontinuierlich gesteigert werden können. Insbesondere das Dienstleistungsportfolio im Bereich Multi-Channel und die Entwicklung digitaler Angebote für die Sanvartis-Kunden sollten dafür sorgen, dass die Gruppe auch in Zukunft neue Kunden akquirieren und das Geschäft mit Bestandskunden ausbauen kann. Im Bereich der institutionellen Kunden wie Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigungen können weiterhin Ausschreibungen gewonnen werden, auch wenn preisaggressive Wettbewerber zunehmend Konkurrenz machen und innovative Ansätze erforderlich machen. Infolgedessen konzentriert sich die Sanvartis vornehmlich auf das Geschäft mit Pharmakunden.

Die Resonanz der Kunden auf den Zusammenschluss mit der Careforce und der Medperion Services ist weiterhin sehr positiv und erschließt insbesondere bei den Industriekunden weiteres Absatzpotenzial, da das Cross-Selling der Produkte und Dienstleistungen zwischen den Gesellschaften weiter intensiviert wird. Es gibt eine Reihe von etablierten Bestandskunden aus der Pharmaindustrie bei den beiden Schwestergesellschaften, bei denen die Sanvartis bislang nicht oder nur begrenzt als Dienstleister vertreten ist.

Wie geplant wurde im Juni 2022 - zur Stärkung des Marktauftritts Medperion als neue Dachmarke - die Umfirmierung der Muttergesellschaft auf Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH) auf den Weg gebracht, unter der auch teilweise die Einzelgesellschaften der Gruppe firmieren.

Der demografische Wandel und die damit verbundene Alterung der Gesellschaft wird dafür sorgen, dass innovative Lösungen am Markt nachgefragt werden. Daneben bietet auch die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitsmarkt - insbesondere auch beschleunigt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie - Chancen für die Sanvartis. Das Unternehmen ist - wie oben beschrieben - mit seinen Produkten und Dienstleistungen hier sehr gut aufgestellt, um von den Marktchancen zu profitieren.

V. Prognosebericht

Für das Jahr 2022 werde noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erzielt, im kommenden Jahr 2023 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 0,2 % sinken, schrieben die Wirtschaftsweisen in ihrem am 9. November 2022 veröffentlichten Gutachten.

Nachdem im Vorjahr die schwache Konjunkturlage lediglich begrenzte Umsatzauswirkungen hatte, sehen wir auch in diesem Jahr nur eingeschränkte Auswirkungen. Teilweise - insbesondere zu Jahresbeginn - waren Kunden zögerlich bei der Beauftragung von Neuprojekten, dies hat sich mittlerweile aber gebessert. In der Zwischenzeit kann die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen als gut angesehen werden, sodass die Auftragslage für 2023 insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen ist.

Durch den Verlust wichtiger Kunden und Projekte im Vorjahr und bereits erfolgreich umgesetzte Preissteigerungen, die erst im zweiten Halbjahr zur vollen Wirkung kommen werden, erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2023 einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich. Die geplante Neukundengewinnung wird dabei den Umsatzrückgang teilweise kompensieren. Aktuell werden keine weiteren Einschränkungen aus der sich abschwächenden Corona-Pandemie erwartet. Insgesamt kann die Nachfrage nach Dienstleistungen der Sanvartis als stabil bezeichnet werden. Die Corona-Pandemie hat nach unserer Einschätzung die Digitalisierung und das Outsourcing von Leistungen in unserer Branche beschleunigt, sodass die Sanvartis mit ihren Services einen entsprechenden Marktbedarf abdecken kann.

Durch die bereits im Vorjahr initiierten Kosteneinsparungsmaßnahmen und Maßnahmen zur hierarchieübergreifenden Reorganisation - Konsolidierung von Funktionen und Verschlankung von Prozessen, die zu deutlichen Einsparungen und Effizienzverbesserungen führen werden - erwartet die Geschäftsführung bei der Ergebnisentwicklung im Jahr 2023 eine Steigerung im knapp zweistelligen Prozentbereich. Dies beinhaltet auch Maßnahmen zur Reduzierung der Krankenquote, wo von einer Quote von 7 - 8 % ausgegangen wird, und Maßnahmen zur Verbesserung der DB1-Quote, der sich auf 57 % erhöhen soll. Der Jahresfehlbetrag wird sich aufgrund dieser Entwicklung deutlich verringern.

Die Position der Gesellschaft als attraktiver Partner für unsere Kunden im Bereich der medizinischen Multi-Channel-Dienstleister kann für das Geschäftsjahr 2023 weiterhin als gesichert dargestellt werden.

Außerhalb der genannten Rahmenbedingungen sehen wir aktuell und für den Prognosezeitraum keine weiteren, außerordentlichen Risiken für die erwartete Geschäftsentwicklung.

Die Geschäftsführung erwartet auf Basis der gewählten Geschäftspolitik eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

 

Duisburg, den 27. Januar 2023

Heiko Hickstein

Roman Zynga

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sanvartis GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sanvartis GmbH, Duisburg‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sanvartis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 27. Januar 2023

KPMG AG
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Obergarz, Wirtschaftsprüfer

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