NEUPG Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
TREBON Verwaltungsgesellschaft mbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
TAMINES Verwaltungsgesellschaft mbHAufgelöst | 100.00% |
TELLIMA Verwaltungsgesellschaft mbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HANNOVER LEASING GmbH & Co. KGPullach im IsartalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanz zum 31. Dezember 2022 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 Anhang für das Geschäftsjahr 2022 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Allgemeine Auftragsbedingungen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG, Pullach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baldham, 14. Juni 2023 Corinna Linner, Wirtschaftsprüfer Jahresbilanz zum 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
ANHANG zum 31. Dezember 2022der HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG, Sitz Pullach im Isartal, Amtsgericht München, HRA 70856(im Folgenden "Hannover Leasing KG" oder "Gesellschaft")I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Hannover Leasing KG zum 31. Dezember 2022 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorgaben der Formblätter 1 (Bilanz) und 3 (GuV-Rechnung in Staffelform) der RechKredV gegliedert. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 246 ff. HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB) angesetzt und bewertet. Entsprechend sind Barreserven, Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden zum Nominalwert und sonstige Vermögensgegenstände mit dem Nennbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen wird sämtlichen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Für latente Risiken werden ggf. Pauschalwertberichtigungen oder Vorsorgereserven gebildet. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern die Gründe für eine Wertminderung in früheren Geschäftsjahren entfallen sind, erfolgen Zuschreibungen bis zur Höhe des Zeitwertes, maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf niedrigere Zeitwerte ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über die Laufzeit verteilt. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam abgeschrieben. Rückstellungen sind gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der ungewissen Verbindlichkeiten oder der drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei werden künftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Aufgrund bestehender Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich in späteren Jahren voraussichtlich wieder aufheben, entstehende passive latente Steuern werden angesetzt. Der Posten wird aufgelöst, sobald die Steuerbelastungen tatsächlich eingetreten sind bzw. mit einem Eintritt nicht mehr zu rechnen ist. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wird entsprechend § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Gewerbesteuersatzes der Hannover Leasing KG von aktuell 9,1 %. Gemäß §§ 256a und §340h HGB werden Fremdwährungspositionen zum Devisenkassamittelkurs auf den Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Sofern es sich um auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr handelt, werden Imparitätsprinzip bzw. Anschaffungskostenprinzip beachtet. Erträge und Aufwendungen in Fremdwährung werden mit dem im Zeitpunkt der Entstehung gültigen Kurs in Euro umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. III. Angaben zu Posten der Bilanz (in Klammern Vorjahreswerte 31.12.2021)
Bei der Barreserve handelt es sich um den Kassen- und Portobestand. 2. Forderungen an Kreditinstitute
Bei den täglich fälligen Forderungen an Kreditinstituten handelt es sich um Kontokorrentguthaben und Tagesgeldkonten in Höhe von € 13,2 Mio. (Vorjahr € 3,3 Mio.) sowie um eine Forderung an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,00). Die Bilanzposition beinhaltet auch eine Forderung an einen Kommanditisten in Höhe von € 12.252.530,75 (Vorjahr € 2.437.614,93).
In den Forderungen an Kunden sind € 329.846,58 (Vorjahr € 346.400,27) Forderungen an einen Kommanditisten enthalten. Die Ermittlung der Restlaufzeiten bemisst sich nach der Befristung der jeweiligen Darlehensvereinbarungen. Kündigungsrechte werden nicht beachtet. Aus diesem Grund ist die Darstellung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2022 nur eingeschränkt vergleichbar mit den Angaben zum 31. Dezember 2021.
Die Beteiligungen sind wie im Vorjahr weder börsenfähig noch börsennotiert.
Aufgrund des werthaltigen Eigenkapitals der DIV Deutsche Immobilienfonds GmbH erfolgte im Geschäftsjahr 2022 eine Wertaufholung der Anteile in Höhe von € 2,1 Mio. (Vorjahr € 0,00) sowie einen Abgang der Anteile in Höhe von € 1,0 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.) aufgrund einer Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto. 6. Angaben zum Anteilsbesitz Die Angaben zu Anteilen an verbundenen Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Anlage 2 zum Anhang aufgeführt. In der Anlage 2 zum Anhang des Jahresabschlusses des Vorjahres wurde die atypisch stille Beteiligung an der DELTA Vermietungsgesellschaft mbH zusammen mit der Beteiligung an dieser Gesellschaft unter "Anteile an verbundenen Unternehmen - Gesellschaften mit Sonderaufgaben" ausgewiesen. In der Anlage 2 zum Anhang des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 erfolgt nun der Ausweis getrennt und die atypisch stille Beteiligung wird unter "Anteile an Beteiligungsunternehmen - Gesellschaften mit Sonderaufgaben" aufgeführt. Aus diesem Grund ist der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen zum 1. Januar 2022, wie er in der Anlage 2 angegeben ist, nur eingeschränkt vergleichbar mit dem Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2021 in der Bilanz.
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen den Bestand an entgeltlich erworbener Standardsoftware.
Der Bilanzposten beinhaltet ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung. 10. Angaben zu den immateriellen Anlagewerten und Sachanlagen Die Zusammensetzung und Entwicklung zu den immateriellen Anlagewerten und Sachanlagen sind im Anlagenspiegel, in der Anlage 1 zum Anhang, dargestellt, analog den Vorjahren ohne Angabe der Geringwertigen Wirtschaftsgüter.
Der Bilanzausweis beinhaltet im Wesentlichen eine Forderung auf Erstattung von Gewerbesteuerzahlungen für vergangene Veranlagungszeiträume in Höhe von € 8,3 Mio. (Vorjahr € 8,0 Mio.), Erstattungsansprüche für Kostenauslagen in Höhe von € 0,4 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.) sowie noch nicht in Rechnung gestellte Leistungen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.). Die Bilanzposition beinhaltet auch eine Forderung an einen Kommanditisten in Höhe von € 8.306.400,00 (Vorjahr € 8.029.269,07). 12. Angaben zu Fremdwährungen Von den Positionen auf der Aktivseite lauten auf Fremdwährung:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind wie im Vorjahr, nicht verbrieft. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind € 57.211,47 (Vorjahr € 56.645,02) Verbindlichkeiten gegenüber einem Komplementär enthalten. Die Ermittlung der Restlaufzeiten bemisst sich nach der Befristung der jeweiligen Darlehensvereinbarungen. Kündigungsrechte werden nicht beachtet. Aus diesem Grund ist die Darstellung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2022 nur eingeschränkt vergleichbar mit den Angaben zum 31. Dezember 2021.
Der Bilanzposten beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von € 0,6 Mio. (Vorjahr € 2,9 Mio.) und erhaltene Kautionen in Höhe von € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,2 Mio.).
Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.) beinhaltet Vermittlungsgebühren für das Geschäftsjahr 2023.
Die Rückstellungen betreffen in Höhe von € 3,2 Mio. Steuerrückstellungen (Vorjahr € 3,6 Mio.), von denen ein Teilbetrag in Höhe von € 2,4 Mio. (Vorjahr € 2,4 Mio.) durch eine Ausgleichsforderung gegenüber einem Kommanditisten gedeckt ist. Die anderen Rückstellungen in Höhe von € 16,1 Mio. (Vorjahr € 16,4 Mio.) teilen sich wie folgt auf:
Den Rückstellungen für Übernahme Steuerverpflichtungen gegenüber diversen Objektgesellschaften in Höhe von € 7,3 Mio. (Vorjahr € 7,0 Mio.), stehen Ausgleichsforderungen gegenüber einem Kommanditisten in Höhe von € 5,7 Mio. (Vorjahr € 5,6 Mio.) gegenüber. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.) wurden versicherungsmathematisch bewertet. Für die ermittelte pauschale Restlaufzeit von 2 Jahren wurden 0,46 % als erwarteter Abzinsungssatz im /-Jahresdurchschnitt herangezogen. Für diese Altersteilzeitverpflichtungen bestehen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.). Der Ausweis erfolgt saldiert. 18. Angaben zu Fremdwährungen Von den Verbindlichkeiten und Rückstellungen lauten auf Fremdwährung:
19. Eigenkapital
Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von € 11,4 Mio. wurde den variablen Kapitalkonten zugeführt und im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Entnahmen durch anrechenbare Steuern von insgesamt € 1,2 Mio.
Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von € 661.584,91, wie im Vorjahr, den variablen Kapitalkonten zuzuführen. 21. Eventualverbindlichkeiten / andere Verpflichtungen
Soweit sich eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen abzeichnet, die zusätzlichen Aufwand auslöst, werden ggf. notwendige Rückstellungen gebildet. Im Erstellungszeitraum des Jahresabschlusses waren keine Rückstellungen zu bilden, da eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich war, weil es sich um Rückabsicherungen zu Eigenkapitalplatzierungen handelt und im Falle der Inanspruchnahme werthaltige Assets erworben wurden. IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (in Klammern Vorjahreswerte 01.01.-31.12.2021) 1. Aufteilung nach geographischen Märkten Die Zins- und Provisionserträge, die laufenden Erträge und die sonstigen betrieblichen Erträge werden im Wesentlichen mit im Inland ansässigen Kunden erzielt. Für im EU-Ausland und Drittländern steuerbare Umsätze (nach UStG) wurden € 2,2 Mio. (Vorjahr € 4,1 Mio.) abgerechnet.
Die Zinserträge € 3,0 Mio. (Vorjahr € 3,1 Mio.) resultieren insbesondere aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die Zinsaufwendungen € 0,6 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.) insbesondere aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen. 3. Laufende Erträge aus Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen
Die laufenden Erträge resultieren aus Erträgen an Beteiligungen an Personengesellschaften in Höhe von € 1,5 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.). 4. Erträge aus Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen
Die Erträge im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von € 1,0 Mio. sind Entnahmen von anrechenbaren Steuern und betreffen in voller Höhe die Regia Verwaltungsgesellschaft mbH. Im Vorjahr ergaben sich Erträge aus Gewinnabführungsverträgen durch HANNOVER LEASING Investment GmbH in Höhe von € 0,2 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stammen insbesondere aus dem Verkauf einer bisherigen Eventualforderungen in Höhe von € 9,4 Mio. (Vorjahr 0,0 Mio.) an einen Gesellschafter, welche einen Ausgleichsanspruch für ein an ein verbundenes Unternehmen gewährtes Darlehen betrafen. Des Weiteren enthält die Position Erlöse aus der Weiterberechnung von Kostenumlagen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 4,0 Mio. (Vorjahr € 4,2 Mio.), einem Forderungsverzicht eines Gesellschafters in Höhe von € 3,0 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 2,3 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.), Mieteinnahmen und Nebenkosten aus der Untervermietung und Casinonutzung in Höhe von € 1,0 Mio. (Vorjahr € 0,7 Mio.), Erträge aus der Ausbuchung einen Verbindlichkeit in Höhe von € 0,6 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,2 Mio.) und zudem wurden sonstige Erträge in Höhe von € 0,5 (Vorjahr € 0,6 Mio.) realisiert. 7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von € 4,0 Mio. (Vorjahr € 7,2 Mio.), Aufwendungen aus der Verrechnung von Umlagen aus dem Konzern in Höhe von 1,9 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.), Raumkosten in Höhe von € 1,9 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.) sowie Rechts-, Steuer- und sonstige Beratungsgebühren in Höhe von € 0,9 Mio. (Vorjahr € 1,2 Mio.). 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen einen Verlust aus Verschmelzung und Umwandlung eines verbundenen Unternehmens in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.), einer Ausbuchung einer Ausgangsrechnung im Zusammenhang mit einem Spaltungs- und Übernahmevertrages in Höhe von € 1,2 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 0,7 Mio. (Vorjahr € 0,2 Mio.), Zuführung zu einer Rückstellung für Übernahme Steuerverpflichtungen gegenüber diversen Objektgesellschaften in Höhe von € 0,6 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.) sowie Verluste aus uneinbringlichen Forderungen in Höhe von € 0,3 Mio. (€ 0,1 Mio.). 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
Diese Position umfasst Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von € 15,9 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.) - welche im Wesentlichen im wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellten Verkauf einer Eventualforderung stehen - und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.). 10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft
Diese Position umfasst die Zuschreibung zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von €1,4 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.). 11. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
Diese Position umfasst im Wesentlichen eine Zuschreibung auf die Beteiligung an der DIV Deutsche Immobilienfonds GmbH, Pullach in Höhe von € 2,1 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.). 12. Aufwendungen aus Verlustübernahmen
Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen von € 3,5 Mio. betreffen mit € 3,0 Mio. die HANNOVER LEASING Investment GmbH, eine 89,9 %-ige Tochtergesellschaft sowie mit € 0,5 Mio. die Delta Vermietungsgesellschaft mbH, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft. 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Aufgrund von Auflösungen von Gewerbesteuerrückstellungen von € 0,4 Mio. und einer Erstattung von Gewerbesteuervorauszahlungen von € 0,3 Mio., ergibt sich ein positives Ergebnis aus Steuern vom Einkommen und Ertrag von € 0,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr mit einem Aufwand von € 0,6 Mio. 14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die aktuellen Mietverpflichtungen gegenüber fremden Dritten belaufen sich auf T€ 938 netto p.a. bis 2029 (mit einer Erhöhung um 1% alle zwei Jahre und einer Verlängerungsoption um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2034) und T€ 510 p.a. bis 2029 (mit einer Indexvereinbarung und zwei Verlängerungsoptionen von jeweils 5 Jahren). Verpflichtungen aus konzerninternen Dienstleistungsverträgen belaufen sich auf T€ 934 netto sowie gegenüber dritten Dienstleistungsanbietern in Höhe von T€ 287 netto, jeweils für die Vertragslaufzeit bis zum nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt. Weitere, nicht in der Bilanz ausgewiesene Verpflichtungen oder Geschäfte, die für die Beurteilung der finanziellen Lage von Bedeutung sind, bestehen nicht. V. Sonstige Angaben 1. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden nicht abgeschlossen. 2. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von € 0,2 Mio. setzt sich wie folgt zusammen:
3. Persönlich haftende Gesellschafterin Die HANNOVER LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH, Pullach, ist alleinige persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitaleinlage. Ihr Stammkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr T€ 30. 4. Organe Organe der Hannover Leasing KG sind die geschäftsführende Gesellschafterin HANNOVER LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH, Pullach, und die Gesellschafterversammlung. Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin HANNOVER LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH, Pullach, wahrgenommen. Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin waren im Geschäftsjahr 2022 die Herren:
Die an die Komplementärin gezahlte Haftungsvergütung betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 10 (Vorjahr T€ 10). Bezüglich der Angaben im Anhang über die gezahlten Gesamtbezüge an die Geschäftsführer der Gesellschaft nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB, nimmt die Gesellschaft die Regelung zur Unterlassung von Angaben nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. 5. Mitarbeitende Im Geschäftsjahr waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 36 Mitarbeitende (Vorjahr 57) beschäftigt. Zum 31. Dezember 2022 waren es 25 Mitarbeitende (Vorjahr 54), davon 17 in Vollzeit (Vorjahr 38) und 8 in Teilzeit (Vorjahr 16). Die Anzahl der Angestellten in Vollzeit beinhalten zum Bilanzstichtag 7 Mitarbeitende in Leitungsfunktion (Vorjahr 12) und 2 Geschäftsführer (Vorjahr 3). 6. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der börsennotierten CORESTATE Capital Holding S.A., Luxemburg, einbezogen, die gleichzeitig den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen bildet, dem die Gesellschaft als Tochtergesellschaft angehört. Der Sitz dieser Gesellschaft ist in 2180 Luxemburg, 4, Rue Jean Monnet, gelegen und der Konzernabschluss wird entsprechend Artikel 9 des Gesetzes vom 10. August 1915 über die Handelsgesellschaften in Luxemburg veröffentlicht. 7. Ergebnisverwendung Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 20. Juni 2022 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 mit einem Bilanzgewinn in Höhe von € 11.425.142,42 den variablen Kapitalkonten der Gesellschafter gutgeschrieben. Über die Verwendung des Bilanzgewinns 2022 in Höhe von € 661.584,91 entscheidet die Gesellschafterversammlung. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von € 661.584,91, den variablen Kapitalkonten zuzuführen. 8. Ereignisse nach dem Stichtag Mit Vertrag vom 22. Dezember 2022 hat die Gesellschaft einer mittelbaren Tochtergesellschaft ein Darlehen zur Finanzierung der Anschaffungsnebenkosten eines Immobilienankaufs mit einem Rahmen von € 2,5 Mio. gewährt. Dieser Darlehensrahmen ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses in Höhe von € 2,4 Mio. in Anspruch genommen und wurde insbesondere für die Finanzierung der Grunderwerbsteuer verwendet. Im Januar 2023 wurden Gespräche mit dem Verkäufer aufgenommen, um über eine Rückabwicklung der Transaktion zu verhandeln. Gemäß aktuellem Verhandlungsstand würde die im Falle einer erfolgreichen Rückabwicklung seitens des Finanzamtes erstattete Grunderwerbsteuer liquiditätsmäßig an die Verkäuferin als Schadensersatz ausgekehrt, was zu einem Forderungsausfall in Höhe des in Anspruch genommenen Rahmens auf Ebene der Gesellschaft führen würde. Im Zusammenhang mit abgeschlossenen Prospekthaftungsklagen betreffend eines Fonds verfolgt die Gesellschaft eine Geltendmachung von Ansprüchen für verauslagte Aufwendungen - d.h. insbesondere Rechtsberatungsaufwendungen - gegenüber dem damaligen Prospektprüfer und der D&O-Versicherung. Auf Basis von im ersten Quartal 2023 forcierten Verhandlungen mit diesen beiden Parteien geht die Geschäftsführung davon aus, zumindest einen im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich liegenden Betrag erfolgswirksam vereinnahmen zu können. Entsprechende Vereinbarungen wurden bis dato noch nicht abgeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der 100%igen Tochtergesellschaft HANNOVER LEASING Finance GmbH, die zum 07. September 2021 gegründet wurde, mit Schreiben vom 16. Februar 2022 die Erlaubnis erteilt, als Finanzdienstleistung das Finanzierungsleasing zu erbringen. Der BaFin wurde angezeigt, das die Tochtergesellschaft zum 1. Februar 2023 ihre Tätigkeit aufnimmt. Mit dieser Tochtergesellschaft wurde auch ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2023 abgeschlossen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22.03.2023 wurde einer Kapitalentnahme in Höhe von € 4,0 Mio. durch den Hauptgesellschafter zugestimmt, welche am 23.03.2024 ausgeschüttet wurde. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht gegeben. Grundsätzlich wurden und werden keine Geschäftsbeziehungen zu den Ländern Russland oder Ukraine unterhalten. Damit ist zumindest kein direkter Einfluss durch das aktuelle Kriegsgeschehen auf das Geschäft der Hannover Leasing KG zu erwarten.
Pullach im Isartal, den 12. Juni 2023 HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG HANNOVER LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH Bernd Schlapka Anlagenspiegel Aufstellung Anteilsbesitz Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2021Anlage 1 zum Anhang vom 01.06.2022
Fußnoten
1) Angaben aus dem Abschluss zum 31.12.2022
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022der HANNOVER LEASING GmbH & Co. KGSitz Pullach im Isartal, Amtsgericht München, HRA 70856(im Folgenden "Hannover Leasing KG" oder "Gesellschaft")INHALTSVERZEICHNIS LAGEBERICHT 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Steuerungssystem 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.2.1 Kapitalstruktur 2.3.2.2 Investitionen 2.3.3 Liquidität 2.3.4 Vermögenslage 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsfaktoren 3 Nachtragsbericht 4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht 4.2 Risikobericht 4.2.1 Organisation des Risikomanagements 4.2.2 Rahmen des Risikomanagements 4.2.2.1 Risikoidentifikation 4.2.2.2 Risiko-Reporting 4.2.2.3 Risikoüberwachung und -kontrolle 4.2.3 Risikostrategie und Risikoappetit 4.2.4 Risikosteuerung 4.2.5 Risikoarten 4.2.5.1 Adressenausfallrisiko 4.2.5.2 Marktpreisrisiko 4.2.5.3 Liquiditätsrisiko 4.2.5.4 Operationelles Risiko 4.2.5.5 Geschäftstypische Risiko 4.3 Chancenbericht 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Tätigkeit der Hannover Leasing KG umfasst im Wesentlichen das nach dem Kreditwesengesetz (KWG) regulierte Finanzierungsleasinggeschäft insbesondere mit Immobilien sowie nicht regulierte strukturierte Finanzierungen, das Dienstleistungsgeschäft im Bereich Public Private Partnership (PPP) und das Bestandsmanagement (Fonds- und Asset-Management sowie Verwaltung) von sämtlichen geschlossenen Fonds, die vor Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) konzipiert und vertrieben wurden. Dies betrifft schwerpunktmäßig in- und ausländische Immobilien, aber auch regenerative Energien. Des Weiteren werden im Rahmen der Holdingfunktion verschiedene zentralisierte Dienstleistungen für die Hannover Leasing KG-Gruppenunternehmen erbracht. Mit der Einbindung in den CORESTATE-Konzern erbringt die Hannover Leasing KG auch Dienstleistungen für weitere Konzernobergesellschaften. Dies betrifft insbesondere verschiedene Back-Office-Funktionen. Die Konzeption, der Vertrieb und die Verwaltung von Alternativen Investmentfonds (AIF), die nach Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches am 22. Juli 2013 aufgelegt wurden, werden durch die Tochtergesellschaft HANNOVER LEASING Investment GmbH (HL Investment GmbH), Pullach, erbracht, bei der die Hannover Leasing KG Mehrheitsgesellschafterin mit 89,9 % Beteiligungsquote ist. Die HANNOVER LEASING Gruppe, im Wesentlichen die Hannover Leasing KG, HL Investment GmbH, HANNOVER LEASING Finance GmbH und die DIV Deutsche Immobilienfonds GmbH, fokussiert sich verstärkt auf die Asset-Klasse Immobilien. Die Asset-Klasse Alternative Investments wird nur noch selektiv betrachtet. Dazu gehört die fortbetriebene Verwaltung bestehender PV-Fonds sowie die Prüfung entsprechender Neuprojekte in diesem Segment. Hinsichtlich der Assetklassen Aviation und Medien erfolgte im Jahr 2021 dagegen der Verkauf des Flugzeugfondsgeschäfts sowie ein Carve-Out des Medienfondsgeschäfts. Im Zusammenhang mit der Verlagerung von Geschäftstätigkeiten zwischen der Hannover Leasing KG und der HL Investment GmbH wurden insbesondere im Jahr 2022 verschiedene Mitarbeitende neu allokiert, was im Ergebnis zu einer Personalreduzierung bei der Hannover Leasing KG geführt hat. Soweit notwendig wurden zwischen den beteiligten Firmen im Konzern Gestellungsvereinbarungen für das aktive Personal geschlossen und die gruppeninternen Auslagerungsverhältnisse beendet. Das Finanzierungsleasinggeschäft und die Verwaltung von Leasing-Objektgesellschaften sind im Katalog der erlaubnispflichtigen Finanzdienstleistungen des § 1 Abs. 1a KWG enthalten. Daher unterliegt die Hannover Leasing KG aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit (Verwaltung von Leasing-Objektgesellschaften) dem KWG und der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie durch die Deutsche Bundesbank. Grundsätzlich wurden und werden von Seiten Hannover Leasing KG keine Geschäftsbeziehungen zu den Ländern Russland oder Ukraine unterhalten. Damit ist kein direkter Einfluss durch das fortwährende Kriegsgeschehen auf das Geschäft der Hannover Leasing KG gegeben. Auch besteht das Risiko, dass durch die generell herrschenden Marktunsicherheiten ein negativer Einfluss auf das Neugeschäft entstehen könnte. Hannover Leasing KG wird, wie in der Vergangenheit, negative Entwicklungen laufend beobachten, Maßnahmen einleiten und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Eine Niederlassung bestand im Geschäftsjahr 2022 unverändert in Frankfurt am Main. 1.2 Ziele und Strategien Im Geschäftsjahr 2023 soll die Strukturvereinfachung der HANNOVER LEASING Gruppe fortgesetzt werden. Dabei ist vorgesehen, dass eine Tochtergesellschaft der Hannover Leasing KG mittels einer erfolgreich beantragten KWG-Lizenz das erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungsgeschäft ihres Mutterunternehmens spätestens zum 31. Dezember 2023 übernimmt. In der Folge wird die Aufgabe der entsprechenden Lizenz der Hannover Leasing KG und eine damit einhergehende operative Verschlankung beabsichtigt. In der Zielsetzung wird sich die Hannover Leasing KG verstärkt auf ihre Holding-Funktion, das Club-Deal-Neugeschäft sowie die Erbringung von regulatorisch nicht relevanten Dienstleistungen für den Gesamtkonzern konzentrieren. Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Due-Diligence-Verfahren für "Environment, Social and Governance (ESG)" für neue Immobilienakquisitionen etabliert. Neben der Bewertung von Neuakquisitionen werden - sofern durch die Investoren gewünscht - auch regelmäßige ESG-Due-Diligence-Prüfungen für die bestehenden Vermögenswerte durchgeführt, um gegebenenfalls notwendige Verbesserungen und Modernisierungen zu priorisieren. Die übergeordnete ESG-Investment-Strategie orientiert sich an den Aufsichtsstandards für nachhaltige Produkte der Europäischen Union (EU), einschließlich der Verordnung über die Offenlegung nachhaltiger Finanzprodukte (Sustainable Financial Disclosure Regulation - SFDR) und der EU-Taxonomie. Dadurch konnte im Jahr 2022 bereits der dritte AIF aufgelegt werden, der den Vorgaben des Artikel 8 SFDR entspricht. Die HANNOVER LEASING Gruppe unterhält eine Unternehmensorganisation, die die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken und die Einhaltung der Prozesse funktional unterstützt. Die Mitarbeitenden sind wesentlicher Schlüsselfaktor, um die gesteckten ESG-Ziele zu erreichen. Nahezu jeder Fachbereich ist mit ESG-Fragestelllungen betraut. Daher werden Mitarbeitende dazu regelmäßig geschult. Die Verantwortung für die Geschäfts- und Risikostrategie, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeitsrisiken, liegt bei der Geschäftsführung der Hannover Leasing KG. 1.3 Steuerungssystem Die Gesellschaft verfügt über diverse Controlling- und Reportingmechanismen. Wesentlicher Bestandteil des Steuerungssystems ist das monatliche Reporting, welches neben der Finanz- und Ertragslage weitere Darstellungen zu den wesentlichen Steuerungsgrößen enthält. Hierzu zählen insbesondere das Neugeschäftsvolumen, das platzierte Volumen sowie die Auslastung des Risikodeckungspotentials. Wesentliche Abweichungen von unterjährigen Planzahlen werden fortlaufend analysiert und potenzielle Gegenmaßnahmen ergriffen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wurde im Jahr 2022 weiterhin von der weltweiten Corona-Pandemie und ab Februar 2022 von dem Ukraine-Russland Krieg geprägt. So hat unter anderem der Wegfall vieler Beschränkungen zur Eindämmung der Verbreitung des Covid-19 Virus dazu geführt, dass die Konsumausgaben für Dienstleistungen, zu denen beispielweise die Gastronomie und der Reiseverkehr gehören, preisbereinigt um 8,3 % gegenüber dem Vorjahr anstiegen. Gleichzeitig führte der Krieg dazu, dass sich die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 6,9 % erhöhten. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen um 10,7 % im Vergleich zum Vorjahr, während die preisbereinigten Konsumausgaben dagegen lediglich bei 3,4 % über denen des Vorjahrs lagen. Die Differenz zwischen den beiden Werten spiegelt die Jahresteuerungsrate für private Haushalte wider. Diese wurde im Jahr 2022 vor allem von den Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Kriegsbeginn getrieben 1. Doch der Wegfall der Beschränkungen und die Preisanstiege beeinflussten auch die Sparrate der Bevölkerung von Deutschland. Im ersten Halbjahr 2021 erreichte die Sparrate, bedingt durch die Corona-Einschränkungen, mit 18,2 % bezogen auf das verfügbare Einkommen einen historischen Höchstwert. Während die privaten Haushalte in den ersten anderthalb Jahren seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie Anfang des Jahres 2020 weniger konsumierten und mehr sparten als gewöhnlich, führte die Aufhebung vieler pandemiebedingter Einschränkungen im zweiten Halbjahr 2021 zu deutlich steigenden Konsumausgaben und einem Rückgang der Sparquote auf 12,1 %. Die saisonbereinigte Sparquote der privaten Haushalte für das erste Halbjahr 2022 liegt bei 11,1 % und damit etwa auf dem Niveau Jahres 2019, also vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie 2. Alles in allem erholte sich die deutsche Wirtschaft mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,8 % weniger stark als erwartet, nachdem im Vorjahr ein Anstieg von 2,7 % zu verzeichnen war 3. Der Internationale Währungsfonds schätzt im Jahr 2022 das weltweite Wachstum auf 3,4 % (Vorjahr 5,9 %), während es in den hoch entwickelten Volkswirtschaften mit 2,7 % (Vorjahr 5,0 %) geringer ausfällt 4. Im Jahr 2022 sind, wie auch schon im Vorjahr, laut Baupreisindizes des Statistischen Bundesamtes die Baukosten für Immobilien außerordentlich stark angestiegen. Wird das vierte Quartal 2022 mit dem des Jahres 2021 verglichen, steigen die Kosten für Wohngebäude um 16,9 %, für Bürogebäude um 17,8 % und für gewerbliche Betriebsgebäude um 17,6 % an. Das Statistische Bundesamt ermittelte für den Neubau von Wohngebäuden 21,5 % höhere Materialkosten zwischen dem zweiten Quartal 2022 und dem des Vorjahres, während die Arbeitskosten um 0,2 % sanken. So spricht Destatis von dem stärksten Preisanstieg bei einzelnen Materialien seit Beginn der Erhebung 5. Im Juli 2022 hob die Europäische Zentralbank den Einlagenzins, erstmals wieder seit Juni 2014, von -0,5 % auf 0,0 %. Seitdem zeigt die Tendenz einen stets steigenden Trend; im Dezember 2022 liegt der Zinssatz bei 2,0 % 6. Die Rendite der jeweils jüngsten Bundesanleihe mit einer vereinbarten Laufzeit von 10 Jahren lag im Dezember 2022 bei 2,5 % 7. Die deutlich gestiegenen Zinsen, eine sich abschwächende Konjunktur und eine Inflation auf Rekordniveau sorgen nicht nur für eine gewisse Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Märkte, sondern haben auch dazu beigetragen, dass viele Verkäufe, die sich bereits in der Vermarktung befanden, nicht mehr realisiert wurden. Damit hat sich das Marktumfeld innerhalb des Jahres 2022 stark verändert. Alles in allem sind die Finanzierungskonditionen für Immobilieninvestments deutlich unattraktiver geworden. Dennoch wurde in Deutschland ein Investmentvolumen von € 54,1 Mrd. Umgesetzt. Damit liegt das Ergebnis knapp 16 % unter dem Vorjahreswert. Der zehnjährige Schnitt wurde dagegen nur um knapp 2 % verfehlt 8.
2 Destatis: Zahl der Woche Nr. 43 vom 25.
Oktober 2022; Statistisches Bundesamt (destatis.de);
abgerufen am 28.03.2023
Im Jahr 2022 wurden die meisten Geschäftshäuser in 1-A-Lagen der Innenstädte verhalten gehandelt. Aufgrund der gegebenenfalls geringer ausfallenden Mietsteigerungspotenziale bzw. des Nachvermietungsrisikos zusammen mit den geänderten Finanzmarktkonditionen war eine deutliche Kaufzurückhaltung erkennbar. Die im Laufe des Jahres erfolgten Preisanpassungen im Spitzensegment von durchschnittlich 30 Basispunkten waren noch nicht ausreichend, um die Kaufpreisvorstellungen von Käufern und Verkäufern in größerem Maße zu vereinigen. Weitere Preiskorrekturen bei Geschäftshäusern sind zu erwarten. Demgegenüber steht jedoch die Beobachtung der Renditen in A-Städten, die jedoch aufgrund der geringen Fallzahl an Transaktionen wenig belastbar sind. Für Büroobjekte in den A-Städten sind die Renditen im Jahresverlauf um 45 bis 60 Basispunkte gestiegen. Berlin, München und Hamburg lagen Ende 2022 bei 3,1 %, in Frankfurt am Main sind es 3,2 %. Köln, Stuttgart und Düsseldorf liegen sogar zwischen 10 und 20 Basispunkte über dem Niveau von Frankfurt am Main 9. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäft der Hannover Leasing KG wird bestimmt durch die originären operativen Tätigkeiten im Leasinggeschäft sowie das Immobiliengeschäft mittels unregulierten Strukturen sowie derivativ durch das regulierte Geschäft der Tochtergesellschaft HL Investment GmbH. Das Bestandsgeschäft - also das Management von Investments - war unverändert sowohl im unregulierten als auch regulierten Bereich konstant und wies keine merklichen Schwankungen auf. Das durch die Hannover Leasing KG originär verfolgte Neugeschäft mit unregulierten Immobilien-Club-Deals gestaltete sich vor dem Hintergrund der marktbedingten Zurückhaltung von institutionellen Investoren schwierig, sodass keine entsprechenden Transaktionen umgesetzt werden konnten. Das derivativ durch die bedeutende Tochtergesellschaft HL Investment GmbH verantwortete Neugeschäft im regulierten Bereich ist im relevanten Gesamtmarkt bei Publikums-AIF gemessen am prospektierten Eigenkapitalvolumen einem weiteren Volumenrückgang im Jahr 2021 ausgesetzt gewesen. Mitunter erschwerten die weiter gestiegenen Asset-Preise die Strukturierung von geschlossenen AIF mit attraktivem Risiko-Rendite-Profil. 10 Die HANNOVER LEASING Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 Immobilienprodukte im Inland platziert. Insgesamt wurden € 26,4 Mio. Eigenkapital (nach € 141,5 Mio. im Vorjahr) platziert, davon in den Bereichen "Privatanleger" und "semi-professionelle Anleger" € 13,9 Mio. (Vorjahr € 64,5 Mio.) und im Bereich der "professionellen Anleger" € 12,5 Mio. (Vorjahr € 77,0 Mio.). Das Neugeschäftsvolumen lag bei € 0,0 Mio. (Vorjahr € 249,3 Mio.). Insgesamt werden bei der HANNOVER LEASING Gruppe zum 31. Dezember 2022 € 6,1 Mrd. Assets under Management (AuM) (Vorjahr € 8,7 Mrd.) und zusätzlich € 0,3 Mrd. Assets under Administration (AuA) (Vorjahr € 1,3 Mrd.) betreut. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies für die AuM eine Verminderung von € 2,6 Mrd., getrieben durch den Verkauf bzw. Carve-Outs des Non-Real-Estate-Portfolios (Flugzeuge und Medien) und vom regulären Auslaufen diverser Fonds. Für die AuA bedeutet dies eine Verminderung um € 1,0 Mrd. gegenüber dem Vorjahr, welche bedingt ist durch die Kündigung einzelner Mandate. Sowohl das platzierte Eigenkapital als auch die AuA entfallen vollständig auf die HL Investment GmbH. Die AuM betreffen zu € 4,4 Mrd. die Hannover Leasing KG. Vor dem dargestellten Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung konnte die Hannover Leasing KG 2022 kein Eigenkapital platzieren und hat damit das Ziel von € 200,0 Mio. im institutionellen Bereich verfehlt. Beim Erwerb von Immobilien, eines der Aufgabenfelder der Hannover Leasing KG, machte sich die durch die Inflation und Zinswende bedingte geringe Aktivität auf dem europäischen Immobilieninvestmentmarkt sowie eine abwartende Haltung nahezu aller Investoren bemerkbar. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2022, trotz des ausgebliebenen Neugeschäfts gerade noch zufriedenstellend. Die für das Geschäftsjahr 2022 im Neugeschäft gesteckten Ziele und Prognosen wurden somit nicht erreicht. 2.3 Lage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:
9 ZIA: Frühjahresgutachten
Immobilienwirtschaft 2023 des Rates der Immobilienweisen;
ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.
(www.zia-deutschalnd.de); abgerufen am 28.03.2023
2.3.1 Ertragslage Das Zinsergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2022 € 2,4 Mio., bestehend aus Zinserträgen von € 3,0 Mio. denen Zinsaufwendungen in Höhe von € 0,6 Mio. gegenüberstehen. Das Zinsergebnis des Vorjahres belief sich auf € 2,6 Mio. und ist somit leicht um € 0,2 Mio. gesunken. Durch die Rückführung einer Darlehensforderung gegenüber einem beteiligten Unternehmen sind niedrigere Zinserträge im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet worden. Die laufenden Erträge aus Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen einschließlich der Erträge aus Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen sind im Berichtsjahr um € 0,5 Mio. auf € 2,5 Mio. gestiegen. Wesentlicher Anteil daran trägt die gewinnwirksame Entnahme von anrechenbaren Steuern in Bezug auf eine atypische stille Beteiligung von € 1,0 Mio. Jedoch fällt das Provisionsergebnis mit € 5,7 Mio. um € 14,1 Mio. weitaus niedriger aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dies liegt im Wesentlichen an einer Veräußerung einer Fondsimmobilie, die im Jahr 2021 deutlich zur Ergebnissteigerung beigetragen hatte. Das Geschäft aus der laufenden Fondsverwaltung ist von € 7,3 Mio. auf € 4,1 Mio. gesunken. Im Gegenzug sind sonstige betriebliche Erträge um € 15,1 Mio. gestiegen und tragen mit € 20,9 Mio. zum Unternehmensergebnis bei, nach nur € 5,8 Mio. im Vorjahr. Die Ertragssteigerung resultiert im Wesentlichen aus der Begleichung einer bisherigen Eventualforderungen in Höhe von € 9,4 Mio. durch einen Gesellschafter aus einem Ausgleichsanspruch für ein an einen Flugzeugfonds gewährtes Darlehen. Diesem steht eine Wertberichtigung einer Forderung an eine Tochtergesellschaft in gleicher Höhe gegenüber. Des Weiteren hat die Corestate Capital Group GmbH als Muttergesellschaft auf € 3,0 Mio. im Rahmen der Begleichung des gewährten Darlehens i.H.v. € 9,9 Mio. inklusive aufgelaufener Zinsen verzichtet. Die in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthaltenen Personalaufwendungen betragen € 4,0 Mio. und sind damit um € 3,2 Mio. niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die gesunkenen Aufwendungen resultieren vornehmlich aus dem Wechsel von Mitarbeitenden zu einer Tochtergesellschaft mit Wirkung zum 01. April 2022. Die ebenfalls enthaltenen anderen Verwaltungsaufwendungen sind um € 0,9 Mio. auf € 6,8 Mio. zurückgegangen. Möglichkeiten zu weiteren Kostenoptimierungen durch fortlaufend umfangreichere Einbindung in den Konzern wurden umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2022 reduzierten sich insbesondere die Aufwendungen für externe Beratungsleistungen um € 0,2 Mio. Sonstige betriebliche Aufwendungen sind um € 3,3 Mio. auf € 4,7 Mio. gestiegen und umfassen insbesondere einen Verlust aus Verschmelzung und Umwandlung eines verbundenen Unternehmens in Höhe von € 1,7 Mio. sowie einer Ausbuchung einer Ausgangsrechnung im Zusammenhang mit einem Spaltungs- und Übernahmevertrages in Höhe von € 1,2 Mio. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft einschließlich der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren sind von € 0,7 Mio. auf € 16,0 Mio. stark gestiegen. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch eine notwendige Wertberichtung einer Forderung in Höhe von insgesamt € 14,6 Mio., die durch eine Ausgleichszahlung von € 9,4 Mio. sowie einem Darlehensverzicht der Muttergesellschaft in Höhe von € 3,0 Mio. kompensiert werden konnte. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Zuschreibungen zu Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 1,4 Mio., sodass in der Gewinn- und Verlustrechnung Erträgen aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von € 1,4 Mio. ausgewiesen sind. Im Vorjahr gab es nur Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen. Ebenso erfolgte eine Korrektur einer Abschreibung an einem verbundenen Unternehmen aus den Vorjahren in Höhe von € 2,1 Mio., die wesentlich zu den Erträgen aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren in Höhe von € 2,3 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.) beigetragen hat. Aufwendungen aus Verlustübernahmen von € 3,5 Mio. betreffen mit € 3,0 Mio. die HL Investment GmbH, eine 89,9 %-ige Tochtergesellschaft sowie mit € 0,5 Mio. die Delta Vermietungsgesellschaft mbH, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft. Im Vorjahr betrugen die Aufwendungen aus Verlustübernahmen € 1,0 Mio. Aufgrund von Auflösungen von Steuerrückstellungen von € 0,4 Mio. und einer Erstattung von Gewerbesteuervorauszahlungen von € 0,3 Mio., ergibt sich ein positives Ergebnis aus Steuern vom Einkommen und Ertrag von € 0,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr mit einem Aufwand von € 0,6 Mio. Gegenüber dem Vorjahr weist die Hannover Leasing KG für das Geschäftsjahr 2022 einen erheblich gesunkenen Jahresüberschuss in Höhe von € 0,7 Mio. aus. Im Vorjahr betrug der Jahresüberschuss € 11,4 Mio. 2.3.2 Finanzlage Die in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Verbindlichkeiten an Kunden in Höhe von € 37,7 Mio. (Vorjahr € 49,0 Mio.) betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen inklusive abgegrenzter Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 19,0 Mio. (Vorjahr € 26,4 Mio.) sowie täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling in Höhe von € 13,5 Mio. (Vorjahr € 16,2 Mio.). Des Weiteren weist die Gesellschaft Andere Rückstellungen in Höhe von € 16,1 (Vorjahr € 16,4 Mio.) aus. Dieser Posten enthält im Wesentlichen Rückstellungen für die Übernahme von Steuerverpflichtungen gegenüber diverser Objektgesellschaften in Höhe von € 7,0 Mio. (Vorjahr € 7,0 Mio.), für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von € 2,6 Mio. (Vorjahr € 2,9 Mio.) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von € 2,9 Mio. (Vorjahr € 1,4 Mio.). 2.3.2.1 Kapitalstruktur Persönlich haftender Gesellschafter ohne Einlage ist die HANNOVER LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH, Pullach. Die Kommanditisten halten eine Einlage von insgesamt € 28,0 Mio., die sich wie folgt aufteilt: Der Anteil der CORESTATE Capital Group GmbH, Frankfurt am Main beträgt 94,9 % bzw. € 26,6 Mio. und der Anteil der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main und Erfurt beträgt 5,1 % bzw. € 1,4 Mio. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt insgesamt 49,0 % (Vorjahr 43,8%). 2.3.2.2 Investitionen Im Jahr 2022 wurden nur in unwesentlichem Umfang Investitionen in das Sachanlagevermögen getätigt. Über die Darlehensausreichung an eine mittelbare Tochtergesellschaft wurde die Anschaffung einer Immobilie in Augsburg finanziert. Diese Immobilie befindet sich inzwischen in einer AIF-Struktur, deren Anteile im Wesentlichen an Privatanleger platziert werden. 2.3.3 Liquidität Im Geschäftsjahr 2022 standen der Hannover Leasing KG immer ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Da die von einer CORESTATE- Gesellschaft zur Verfügung gestellte Refinanzierungslinie perspektivisch der Gesellschaft nicht mehr zur Verfügung stehen könnte und die Gesellschaft über ausreichende Mittel verfügte, wurde die im Rahmen dieser Kreditline in Anspruch genommene Valuta im Dezember 2022 zurückgeführt. Auf die Erstellung einer detaillierten Kapitalflussrechnung wird seitens der Gesellschaft verzichtet, da die wesentlichen Kapitalflüsse soweit sie nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen ist, auf den operativen Cashflow entfällt. Die Hannover Leasing KG hat sich im Geschäftsjahr 2022 ausschließlich über ein von der CORESTATE Capital Group bereitgestelltes Darlehen fremdfinanziert. Dieses Darlehen valutierte zum 31.12.2021 auf € 11,3 Mio. Dieses Darlehen wurde zum 21.12.2022 (unter Berücksichtigung von EUR 3,0 Mio. Forderungsverzicht) vollständig getilgt. Somit beträgt der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der Hannover Leasing KG im Geschäftsjahr 2022 € 8,3 Mio. Der operative Cashflow der Gesellschaft beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf € 18,6 Mio. Die Risiken für den Fortbestand der Gesellschaft sind nach der aktuellen Liquiditätsplanung für den gesamten Prognosezeitraum abgedeckt. 2.3.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um € 14,7 Mio. bzw. um 11,4 % auf € 113,6 Mio. reduziert. Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 10,1 Mio. auf € 13,4 Mio. mehr als vervierfacht. Die Liquidität erhöhte sich insgesamt aufgrund einer Entschädigungszahlung sowie der Begleichung hoher Einmalforderungen, die noch zum Jahresende 2021 bestanden. Dies führte zudem zu einer Reduzierung der Forderungen an Kunden zum Ende des Geschäftsjahres 2022 gegenüber dem Vorjahr. Diese Bilanzposition verringerte sich insgesamt um 24,0 % von € 102,0 Mio. auf € 77,5 Mio. zum 31. Dezember 2022. Damit beträgt der Anteil der Forderungen an Kunden an der Bilanzsumme nur noch 68,2 % nach 79,5 % im Vorjahr. Die Beteiligungen sind um € 0,1 Mio. von € 0,4 Mio. auf € 0,3 Mio. gesunken. Dagegen hat sich der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um € 0,3 Mio. auf € 13,3 Mio. geringfügig erhöht. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht, da ausschließlich Finanzierungsmöglichkeiten durch die Gruppe genutzt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind gegenüber dem Vorjahr um 23,0 % bzw. um € 11,2 Mio. auf € 37,7 Mio. gesunken und damit verringerte sich auch der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden an der Bilanzsumme auf 33,2 % nach 38,2 % im Vorjahr. Sonstige Verbindlichkeiten betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 € 0,8 Mio. und sind um € 2,3 Mio. niedriger als gegenüber dem Vorjahr. Sie bestehen im Wesentlichen mit € 0,6 Mio. aus der Umsatzsteuerzahllast (Vorjahr € 2,9 Mio.). Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund einer Auflösung einer Gewerbesteuerrückstellung um € 0,4 Mio. auf € 3,2 Mio. vermindert. Die Position der anderen Rückstellungen ist um € 0,2 Mio. geringfügig gesunken und betrug zum Ende des Geschäftsjahres € 16,1 Mio. Das Eigenkapital ergab zum 31. Dezember 2022 € 55,6 Mio. Die Reduzierung von € 0,6 Mio. bzw. 1,0 % gegenüber dem Vorjahr ergibt sich zum einen aus der Zuführung des Jahresüberschuss von € 0,7 Mio. und zum anderen aus Entnahmen anrechenbarer Steuern aus einem variablen Kapitalkonto von insgesamt € 1,3 Mio. Dennoch stieg der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme von 43,8 % auf 49,0 %. Die Eventualverbindlichkeiten betragen zur Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 € 1,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr mit € 5,3 Mio. Im Wesentlichen liegt diese Entwicklung am Wegfall einer hoher Platzierungsgarantie. Andere Verpflichtungen im Sinne von erteilten unwiderruflichen Kreditzusagen bestehen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 im Umfang von € 29,4 Mio., gegenüber dem Ende des Vorjahres 2021 von € 33,0 Mio. Dies entspricht einer Reduzierung um 10,9 %. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist vor dem Hintergrund geordnet. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsfaktoren Die Hannover Leasing KG verfügt über ein umfassendes Reporting-System, einschließlich des weiter unten aufgeführten Risikomanagementsystems als wesentlichem Steuerungsinstrument. Dabei werden das Eigenkapital-Platzierungsvolumen und die damit mittelbar und unmittelbar einhergehenden Erträge aus Konzeption, Platzierung und laufenden Geschäftsbesorgungsgebühren als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren angesehen. Das Reporting steht in verschiedenen Detaillierungsgraden unterjährig regelmäßig sowohl der Geschäftsleitung als auch den Kostenstellenverantwortlichen zur Verfügung. Wesentliche Entscheidungsgrundlage ist eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung. In der Systematik der Deckungsbeitragsrechnung erfolgen ebenfalls die jährliche Planung und die darauf basierenden Ergebnishochrechnungen und Abweichungsanalysen. Für ein Dienstleistungsunternehmen sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikator. Die wesentlichen zu Grunde liegenden Leistungsindikatoren sind die Dauer der Betriebszugehörigkeit und Fluktuation. Die Fluktuationsrate beträgt 16,2 % (Vorjahr 11,2 %), davon Fluktuation durch Kündigungen nur ca. 14,0 % (Vorjahr ca. 7,0 %). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei 12,8 Jahren (Vorjahr 12,2 Jahre). Die Angaben beziehen sich auf den gesamten Personalbestand von 87 Mitarbeitenden (Vorjahr 95) der Hannover Leasing KG und der HL Investment GmbH. 3 Nachtragsbericht Mit Vertrag vom 22. Dezember 2022 hat die Gesellschaft einer mittelbaren Tochtergesellschaft ein Darlehen zur Finanzierung der Anschaffungsnebenkosten eines Immobilienankaufs mit einem Rahmen von € 2,5 Mio. gewährt. Dieser Darlehensrahmen ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses in Höhe von € 2,4 Mio. in Anspruch genommen und wurde insbesondere für die Finanzierung der Grunderwerbsteuer verwendet. Im Januar 2023 wurden Gespräche mit dem Verkäufer aufgenommen, um über eine Rückabwicklung der Transaktion zu verhandeln. Gemäß aktuellem Verhandlungsstand würde die im Falle einer erfolgreichen Rückabwicklung seitens des Finanzamtes erstattete Grunderwerbsteuer liquiditätsmäßig an die Verkäuferin als Schadensersatz ausgekehrt, was zu einem Forderungsausfall in Höhe des in Anspruch genommenen Rahmens auf Ebene der Gesellschaft führen würde. Im Zusammenhang mit abgeschlossenen Prospekthaftungsklagen betreffend eines im Jahr 2008 aufgelegten Fonds verfolgt die Gesellschaft eine Geltendmachung von Ansprüchen für verauslagte Aufwendungen - d.h. insbesondere Rechtsberatungsaufwendungen - gegenüber dem damaligen Prospektprüfer und der D&O-Versicherung. Auf Basis von im ersten Quartal 2023 forcierten Verhandlungen mit diesen beiden Parteien geht die Geschäftsführung davon aus, zumindest einen im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich liegenden Betrag erfolgswirksam vereinnahmen zu können. Entsprechende Vereinbarungen wurden bis dato noch nicht abgeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der 100%igen Tochtergesellschaft HANNOVER LEASING Finance GmbH, die zum 07. September 2021 gegründet wurde, mit Schreiben vom 16. Februar 2022 die Erlaubnis erteilt, als Finanzdienstleistung das Finanzierungsleasing zu erbringen. Der BaFin wurde angezeigt, das die Tochtergesellschaft zum 1. Februar 2023 ihre Tätigkeit aufnimmt. Mit dieser Tochtergesellschaft wurde auch ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2023 abgeschlossen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. März 2023 wurde die Entnahme von € 4,0 Mio. von dem der CORESTATE Capital Group GmbH zugeordneten Kapitalkonto II beschlossen und am 23. März 2023 ausbezahlt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht gegeben. 4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht Das anhaltend hohe Zins- und Inflationsniveau belastet aktuell das Marktgeschehen im Immobiliensektor sehr. Seitens der Investoren besteht eine generelle Zurückhaltung neue Investments vorzunehmen oder Immobilien zu verkaufen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Marktpreise für Immobilien kurzfristig entwickeln und ob sich daraus Impulse auf Ebene der Investoren ergeben. Die politische Entwicklung rund um den Ukraine-Krieg
sowie den China-Taiwan-Konflikt kann schwerwiegende
gesamtwirtschaftliche Folgen für Europa, den
Wirtschaftsstandort Deutschland aber auch den kurz- bis
mittelfristigen Geschäftserfolg des Unternehmens
haben.
Die Hannover Leasing KG gehört als Teil der HANNOVER LEASING Gruppe zur CORESTATE Capital Group GmbH, Frankfurt am Main und somit zum Konzern CORESTATE Capital Holding S.A., Luxemburg. Innerhalb des Konzerns werden Dienstleistungsaktivitäten zwischen den Konzerngesellschaften erbracht. Die Hannover Leasing KG plant ihr regulatorisch unter das KWG fallende Leasinggeschäft künftig an eine entsprechend regulierte Tochtergesellschaft zu übertragen und mit Rückgabe der eigenen Lizenz für solche Geschäfte die Strukturvereinfachung des Unternehmens fortzusetzen. Der geplante Umsetzungszeitpunkt ist der Jahreswechsel 2023/2024. Die Attraktivität von sicheren Sachanlageinvestitionen ist vor dem Hintergrund des stark angestiegenen Zinsniveaus momentan eher gering. Die Einschätzung der Geschäftsleitung ist, dass sich das Geschäftsklima im Immobilieninvestmentmarkt im letzten Quartal 2023 wieder verbessert und die Hannover Leasing KG daran partizipieren kann. Die im folgenden dargestellte Geschäftsplanung erfolgte unter Berücksichtigung der aktuell weitgehend geringen Aktivitäten der relevanten europäischen Immobilienmärkte. Es ist das Ziel der Hannover Leasing KG das dargestellte Neugeschäftsvolumen zu erreichen oder zu übertreffen. In Abhängigkeit der Auswirkungen des Fortgangs des Ukraine-Kriegs sowie des China-Taiwan-Konflikts kann sich ein gesamtwirtschaftlicher Schaden ergeben, wovon auch der Investmentmarkt beeinträchtigt sein wird. Denkbare Auswirkungen könnten eine Rezession mit einer anhaltend hohen Inflation und gleichbleibend hohen Zinsen sein. Derzeit ist noch nicht absehbar, ob und in welchem Maße der Transaktionsmarkt unter diesen Rahmenbedingungen sich kurz- bis mittelfristig weiter leiden würde und welche weiteren Auswirkungen sich noch zeigen würden. Im Hinblick auf die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wäre von ausbleibenden Eigenkapital-Platzierungsvolumina und dem Wegfall von Neugeschäftserträgen zu rechnen. Im Bestandsgeschäft der Hannover Leasing KG haben sich weiterhin keine schwerwiegenden marktbedingten Auswirkungen ergeben, wobei Schieflagen von einzelnen betreuten Fonds nie ausgeschlossen werden können. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen wird die Entwicklung der verschiedenen Branchen (d.h. insbesondere Mieter und Dienstleister) mit denen die Hannover Leasing KG als Asset Manager Kontakt hat weiterhin eng überwacht und mögliche Auswirkungen auf Ertrag und Liquidität fortlaufend analysiert. Für 2023 ist die Hannover Leasing KG in ihrer im letzten Quartal 2022 aufgestellten und fortlaufend validierten Planung davon ausgegangen, keine Assets zu erwerben (für die gesamte Gruppe: geplantes Akquisitionsvolumen von bis zu € 55,0 Mio. für 2023). Der Planung liegen Eigenkapital-Platzierungen von durchschnittlich 50 % zugrunde, wobei im institutionellen Geschäft der Investor letztlich die Fremd- bzw. Eigenkapitalquote festlegt. Die Entwicklung der Immobilienmärkte, die sich auf das Anlageverhalten potenzieller Investoren negativ auswirkende geopolitischen Spannungen werden sich auch in dem Jahr 2023 nachteilig auf das Neugeschäft der Hannover Leasing KG auswirken. In entsprechenden Szenarioanalysen zur Planung werden keine Erträge aus dem Neugeschäft für 2023 berücksichtigt. Das geplante Investitionsvolumen soll aufgrund der strategischen Fokussierung ausschließlich in der Asset-Klasse "Immobilien" erzielt werden. Hinsichtlich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, erwartet die Geschäftsführung, dass die Fluktuation der Mitarbeitenden deutlich steigt, da trotz der Marktsituation eine hohe Nachfrage nach entsprechend hochqualifiziertem Personal besteht. Die Unternehmenszugehörigkeit wird sich weitgehend stabil entwickeln. Als Kernprodukte für das Jahr 2023 sind für die Hannover Leasing KG weiterhin nicht der Regulatorik unterfallende Club Deal-Gestaltungen (Joint Venture-Strukturen) und strukturierte Finanzierungen / Leasing vorgesehen, wenngleich aufgrund der Rahmenbedingungen die Umsetzungswahrscheinlichkeit für Transaktionen als niedrig beurteilt wird, im Bereich Immobilienleasing würde die Hannover Leasing KG keine neuen Transaktionen mehr eingehen, da dieses Geschäft seit Februar 2023 von einem Tochterunternehmen verfolgt wird, welches mit der vorhandenen Expertise partizipieren kann. Neben der Beschaffung von Produkten wird die große Herausforderung für 2023 in dem Vertrieb von Eigenkapital liegen. Bei den Objekten wird der Schwerpunkt wie in der Vergangenheit auf CORE-Immobilien bzw. Multitenant-Immobilien in guten und sehr guten Lagen sein. Daneben sollen Produkte im Bereich von Nischenimmobilien, wie z.B. Life- Science oder Micro-Living vorbereitet werden. Allerdings wird der Anlagezurückhaltung für institutionelle Investoren unverändert hoch sein, so dass trotz der hohen Expertise des Unternehmens die Umsetzung von Neugeschäft unverändert schwierig möglich sein wird. Die potenziell anzukaufenden Objekte sollen den Anforderungen für institutionelle Investoren Rechnung tragen. Neben der Qualität der identifizierten oder gesicherten Produkte wird die Kenntnis der jeweiligen Märkte und die Fähigkeit, auch langfristig ein qualifiziertes Asset-Management zu gewährleisten, aus Sicht der Gesellschaft der entscheidende Wettbewerbsfaktor sein. Dabei werden ESG-Aspekte künftig ein noch wesentlicherer Entscheidungsfaktor sein. Bei der Auswahl neuer Produkte heute werden ESG-Aspekte berücksichtigt. Während der anschließenden Haltephase werden die Objekte regelmäßig nach festgelegten ESG-Kriterien gemonitort. Insgesamt erwarten wir trotz der Einschätzung zu den Neugeschäftsaussichten im Jahr 2023 ein knapp positives operatives Ergebnis. 4.2 Risikobericht Die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung für die Steuerung aller Risiken der Hannover Leasing KG und ist im Rahmen der Geschäftspolitik für die Festlegung der Risikostrategie zuständig. Die Risikostrategie legt in Übereinstimmung mit den gesetzlichen, satzungsmäßigen und aufsichtsrechtlich zu beachtenden Anforderungen den grundsätzlichen Umgang mit Risiken in der Hannover Leasing KG fest. Die grundsätzliche geschäftspolitische Risikostrategie beinhaltet dabei ein konservativ risikobewusstes und dennoch ertragsorientiertes Eingehen von Risiken. Dabei ist der in der Risikostrategie gesteckte Rahmen in jedem Fall zu beachten. Bezugsgröße ist jeweils das Risikodeckungspotenzial, das nach Ablauf des Quartals neu ermittelt wird (bestehend aus dem Substanzwert vor Steuern und dem Eigenkapital zum Quartalsstichtag). Im Risiko-Reporting wird das Risikodeckungspotenzial dem Risikopotenzial zum Ende eines Monats gegenübergestellt. Die monatlich identifizierten Risiken aller Risikoarten werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dessen möglicher Auswirkung bzw. Schadenshöhe bewertet. Die Ermittlung des Substanzwertes erfolgt in Anlehnung an das vom Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen e. V., Berlin (BDL), entwickelte Schema zur Berechnung des Substanzwertes und ist an die Besonderheiten der Gesellschaft und des von ihr betriebenen Geschäfts angepasst. Die Berechnung wird auf Basis der Nettomethode des Barwertes der zukünftigen Ertragsüberschüsse als Nachsteuerwert ermittelt. 4.2.1 Organisation des Risikomanagements Das Risikomanagement der Gesellschaft umfasst neben der Gestaltung und Implementierung eines systematischen Prozesses zur Identifizierung, Messung und Steuerung der Risiken auch die Festlegung organisatorischer Rahmenbedingungen. Die folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien. Die erste Verteidigungslinie bildet dabei die jeweils operativ verantwortliche Einheit. Die zweite Verteidigungslinie wird durch verschiedene Funktionen (z.B. Risikocontrolling und Compliance) wahrgenommen. Die interne Revision bildet die dritte Verteidigungslinie. Prüfung
Die Geschäftsführung trägt die Verantwortung für die Steuerung aller Risiken der Gesellschaft und ist für die Umsetzung der Risikostrategie zuständig. Durch organisatorische Anweisungen stellt sie sicher, dass sowohl der Prozess des Risikomanagements als auch seine Überwachung gewährleistet werden. Aufbauorganisatorisch ist das Risikomanagement dadurch geprägt, dass neben der Stabsstelle Risikomanagement als zentrale risikoverantwortliche Stelle, Risk Owner und dezentrale Risikoverantwortliche aus den verschiedenen Abteilungen und Bereichen benannt sind. Die Geschäftsführung berichtet in den Aufsichtsratssitzungen über relevante Themen aus dem Risikomanagement. Die Kontrolle des Risikomanagements erfolgt durch die Revision. 4.2.2 Rahmen des Risikomanagements Der Risikomanagementprozess der Hannover Leasing KG, welcher durch die Abteilung Risikomanagement der HL Investment GmbH koordiniert wird, umfasst die folgenden Elemente, die als aufeinander folgende Phasen zu sehen sind und insgesamt einen Kreislauf bilden: 4.2.2.1 Risikoidentifikation Die Risikoidentifikation erfolgt laufend während der täglichen Geschäftstätigkeit. Insbesondere bei der Einführung von neuen Produkten und komplexen Geschäften sind eine umfassende Identifikation der Risiken sowie die Einbindung in die bestehenden Systeme und Prozesse vorzunehmen. 4.2.2.2 Risiko-Reporting Das Risiko-Reporting erfolgt monatlich im Rahmen eines unabhängigen Risikocontrollings an die Geschäftsleitung. Hierbei findet ein Reporting hinsichtlich der bestehenden Risiken an die jeweils zuständigen Kompetenzträger statt. 4.2.2.3 Risikoüberwachung und -kontrolle Die Risikoüberwachung und -kontrolle erfolgt sowohl über die Vorgabe fester Limite und der laufenden Messung von Erfolgsfaktoren als auch durch die Messung anderer Faktoren auf deren Basis einzelfallbezogene Entscheidungen getroffen werden. 4.2.3 Risikostrategie und Risikoappetit Für die Hannover Leasing KG ist das kontrollierte Eingehen von Risiken integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Grundlage hierfür ist ein umfassendes System, bestehend aus einer Risikostrategie verbunden mit einem entsprechenden Risikobewusstsein sowie Verfahren zur Risikoidentifikation, -beurteilung, -kommunikation, -steuerung und - überwachung. Das Kontrollsystem wird im Zusammenhang mit den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen kontinuierlich angepasst und weiter verbessert. Die Risikobeurteilung ist die wesentliche Informationsgröße für das Gesamtrisikoprofil. Mittels verschiedener Bewertungsmethoden, welche den jeweiligen Risiken angemessen sind, erfolgt die Risikomessung bzw. die Risikobewertung. Die Quantifizierung der Risiken erfolgt anhand der geschätzten Auswirkung bzw. Schadenshöhe sowie der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit. Soweit möglich werden hierfür Vergangenheitswerte oder Plangrößen herangezogen. In Fällen ohne entsprechende Datengrundlage wird auf Expertenschätzungen zurückgegriffen. Die organisatorischen Rahmenbedingungen sind so ausgestaltet, dass die Umsetzung der festgelegten Risikostrategie gewährleistet war und künftig sein wird. 4.2.4 Risikosteuerung Auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils und über die Verfahren zur Messung und Steuerung der Risiken stellt die Hannover Leasing KG sicher, dass die wesentlichen Risiken jederzeit durch das Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. In die quartalsweise Risikotragfähigkeitsrechnung fließen die Erwartungswerte der identifizierten Risiken der verschiedenen Risikoarten ein und werden dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Das Risikodeckungspotenzial setzt sich aus dem Substanzwert vor Steuern und dem Eigenkapital zusammen und betrug im Geschäftsjahr 2022 zwischen € 67,0 Mio. und € 83,3 Mio. (Vorjahr € 67,0 Mio. und € 71,6 Mio.). Im Jahresverlauf hat der Anteil der Risikohöhe bezogen auf das Risikodeckungspotenzial Schwankungen unterlegen. Dabei lag die regelmäßige (nicht stresstestbezogene) Auslastung des Risikodeckungspotenzials in einer Bandbreite zwischen 16,3 % und 36,1 % jeweils inkl. Liquiditätsrisiken. Zum Jahresende lag ein Anteil der Risiken am Risikodeckungspotenzial von ca. 29,6 % inkl. Liquiditätsrisiken von 1,8 % vor. Bei 50 % wird das Limit 1 der Risikotragfähigkeit überschritten. Dies erfordert noch keine expliziten Maßnahmen zur Risikoreduzierung, wird aber über den quartalsweisen Risikotragfähigkeitsbericht der Gesellschaft an die Geschäftsleitung kommuniziert. Im Laufe des Jahres 2022 wurde Limit 1 nicht überschritten. Die Risikotragfähigkeit war das gesamte Jahr 2022 eingehalten. Die Analyse von Auswirkungen außergewöhnlicher Marktsituationen erfolgt auf der Basis von Stresstests. Die Stresstest finden einmal jährlich in einer "Stresstestsitzung" und dreimal im Jahr im Rahmen der Risikoausschusssitzung für die wesentlichen Risiken statt. Ferner können Stresstest auch anlassbezogen für die wesentlichen Risiken durchgeführt werden. Im Zuge dieser Stresstests wird geprüft, ob die zu Grunde liegenden Annahmen noch zutreffend sind. Darüber hinaus wird ein inverser Stresstest durchgeführt. Das Risikodeckungspotenzial der Hannover Leasing KG wurde in den Stresstests im Jahr 2022 nicht überschritten. Im ersten Quartal 2022 wurde ein Risiko der drohenden Liquiditätsunterdeckung identifiziert, welches darauf basiert, dass die von einer CORESTATE-Gruppe zur Verfügung gestellte Refinanzierungslinie perspektivisch der Gesellschaft nicht mehr zur Verfügung stehen könnte. Dieses Risiko hat keine Auswirkungen auf die Risikotragfähigkeit. Zum 31. Dezember 2022 wurde das im Rahmen dieser Richtlinie aufgenommene Darlehen zurückgeführt. Auf Grund der anhaltenden Corona-Krise wurden verschiedene Maßnahmen zur Risikoabschätzung getroffen. So war das für solche Fälle vorgesehene Pandemie-Team weiterhin aktiv, koordinierte Maßnahmen, um den Geschäftsbetrieb weiterhin aufrecht zu erhalten und kommunizierte das Vorgehen an die Mitarbeitenden, sodass der Geschäftsbetrieb weitgehend ohne qualitative Einschränkungen auch per Mobile Working weiterhin nahezu störungsfrei erfolgen konnte. Neben der Corona-Pandemie traten im Jahr 2022 weitere Krisen in den Vordergrund. Durch den Einmarsch der russischen Föderation in der Ukraine verhängten die EU-Staaten Sanktionen gegen Russland. Diese wiederum stoppten die Energielieferungen, so dass im Winter 2022 Energieknappheit drohte. Die Energiekrise und mögliche Maßnahmen zur Begrenzung wurden im Risikoausschuss diskutiert. In diesem Kreis wurden die Fonds / Adressen (Heizungsthematik) auch einzeln diskutiert, um mögliche Maßnahmen pro Fonds / Adresse ggf. ableiten zu können sowie die Auswirkungen auf die HANNOVER LEASING Gruppe zu analysieren. Für die Hannover Leasing KG wurde im Rahmen des Monitorings zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine drohende entwicklungsgefährdende Beeinträchtigung durch den Ausfall von Pächtern bzw. Mietern aufgrund der Energiekrise oder Corona Pandemie identifiziert. Die Risikosteuerung wird auf Basis der erhaltenen Informationen durch die einzelnen (dezentralen) Bereiche durchgeführt. Sie umfasst die Gesamtheit der Maßnahmen zur Risikovermeidung, -verringerung, -begrenzung und -überwälzung. 4.2.5 Risikoarten Die operative Geschäftstätigkeit der Hannover Leasing KG bedingt die folgenden wesentlichen Risikoarten, die für die Steuerung der Gesellschaft relevant sind: 4.2.5.1 Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko ist das Beteiligungs- sowie das Forderungsausfallrisiko und das Kontrahentenrisiko, das in der Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen besteht. Sofern Ausfälle bei den bestehenden Aktivpositionen erkennbar sind, werden auf Basis der erwarteten Rückflüsse Einzelwertberichtigungen gebildet. Für die Beteiligungen und verbundenen Unternehmen erfolgt die Bewertung anhand der erwarteten Cashflows sowie deren risikoadjustierten Diskontierung. Das Adressenausfallrisiko beträgt zum Jahresultimo ca. 5,1 % (Vorjahr 6 %) bezogen auf das Risikodeckungspotenzial. 4.2.5.2 Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko besteht in der Möglichkeit der negativen Wertveränderung auf Grund von unerwarteten Veränderungen der zu Grunde liegenden Marktparameter. Die Marktpreisrisiken der Hannover Leasing KG bestehen im Wesentlichen in Kursänderungsrisiken und Währungsrisiken neben Risiken ausgelöst durch wirtschaftliche Krisen. Das Marktpreisrisiko beträgt zum Jahresultimo ca. 1,3 % (Vorjahr 1 %) bezogen auf das Risikodeckungspotenzial. 4.2.5.3 Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko drückt die Gefahr aus, dass gegenwärtigen oder künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder zeitgerecht nachgekommen werden kann. Die Refinanzierung der aufgelegten Produkte (im Wesentlichen strukturierte Finanzierungen und geschlossene Fonds) erfolgt zu Teilen über Kreditinstitute, allerdings haben die Finanzierungen durch die Gesellschafterinnen an Bedeutung zugenommen. Die Betriebsmittel für die Hannover Leasing KG werden seit dem Berichtsjahr ausschließlich durch die Hauptgesellschafterin zur Verfügung gestellt. Zum 31. Dezember 2022 standen ausreichend freie Kreditlinien und Guthaben zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko beträgt zum Jahresultimo ca. 1,8 % (Vorjahr 1 %) bezogen auf das Risikodeckungspotenzial. 4.2.5.4 Operationelles Risiko Das operationelle Risiko definiert sich als die Gefahr von Verlusten die durch die Unangemessenheit oder das Versagen in den Bereichen Technologie und Infrastruktur, Mitarbeitende, interne Verfahren oder externe Einflüsse verursacht werden. Die Definition schließt rechtliche Risiken aus den laufenden Verfahren ein. Zur Begrenzung der operationellen Risiken verfügt die Gesellschaft über Prozessdokumentationen, Arbeitsanweisungen und ein Internes Kontrollsystem. Das operationelle Risiko beträgt zum Jahresultimo ca. 4,1 % (Vorjahr 7 %) bezogen auf das Risikodeckungspotenzial. 4.2.5.5 Geschäftstypische Risiko Das geschäftstypische Risiko besteht aus Platzierungsrisiken, Vertriebsrisiken neben den Objekt- und Servicerisiken sowie Reputationsrisiken und strategischen Risiken, insbesondere aus bis 2013 aufgelegten Fonds. Die Überwachung und Steuerung des geschäftstypischen Risikos erfolgen insbesondere über regelmäßige Berichterstattung und Diskussion mit der Geschäftsleitung. Von der Ausprägung ist das geschäftstypische Risiko die wesentliche Risikoart der Gesellschaft mit ca. 16,8% (Vorjahr 7%) zum Jahresultimo bezogen auf das Risikodeckungspotenzial. Abschließend bleibt festzuhalten, dass die wirtschaftliche Situation im Geschäftsjahr als geordnet zu bezeichnen ist, da über laufende Geschäftsgebühren allen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen werden konnte. Die Auslastung des Risikodeckungspotentials war deutlich unter dem festgelegten Limit 1 von 50%. 4.3 Chancenbericht Für die Gesellschaft ist es wichtig, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Eine Chance bezeichnet die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele des Unternehmens zu sichern oder zu übertreffen. Die direkte Verantwortung, unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu steuern, liegt sowohl bei der Geschäftsführung sowie insbesondere bei den Abteilungen mit Marktbezug. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt. Chancen werden insbesondere in der Ermöglichung von unregulierten Club-Deals und der Emission von Spezial-AIF sowie geschlossenen AIF gesehen, bei denen die Gesellschaft über Jahre hinweg ein gutes Know-how sowie Marktkontakte aufgebaut hat. Zur Identifikation von Chancen für bestehende und zukünftige Produkte verfolgt die Hannover Leasing KG auch mit ihrer Tochtergesellschaft HL Investment GmbH einen researchorientierten Ansatz. Dabei werden Märkte und Sektoren - z.B. Life-Science-Immobilien - im Hinblick auf eine attraktive, zukünftige Immobilienperformance durchleuchtet. Dies wird in die Beobachtung von Megatrends integriert. Denn die Megatrends lösen für die Nutzung von Immobilien einen erheblichen Strukturwandel aus. Die wichtigsten Megatrends für den Immobilienbereich sind: Digitalisierung, soziodemographischer Wandel, Urbanisierung sowie Globalisierung. Aktuell werden neben der Initiierung von Clubdeals Fondsinitiativen für institutionelle Investitionen für Büro- und Wohnimmobilien und spezifischen Immobiliensektoren geprüft. Zu letzteren gehören temporäres Wohnen, Stadtquartiere oder Life-Science-Immobilien.
Pullach im Isartal, den 12. Juni 2023 HANNOVER LEASING GmbH & Co. KG HANNOVER LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH Bernd Schlapka Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 07.07.2023 festgestellt. |
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