Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Aqseptence Group GmbH
65326 Aarbergen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Henrich seit 22.8.2025 | Prokura |
Sönke Dr. Schröder seit 31.7.2024 | Prokura |
Baldassare La Gaetana seit 27.8.2015 | Geschäftsführer |
Rosario Eduardo Tagliavini seit 30.7.2014 | Geschäftsführer |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
PASSAVANT - INTECH GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aqseptence Group GmbHAarbergenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Aqseptence Group GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aqseptence Group GmbH, Aarbergen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aqseptence Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, 27. April 2022 Ernst
& Young GmbH
Dr. Zabel, Wirtschaftsprüfer Wöhe, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für 2021Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke in diesem Anhang erläutert. In Ausübung des Wahlrechts des § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde die Gliederung der Bilanz im Bereich der Kapitalrücklage (aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses) aufgeteilt in "Ordentliche Kapitalrücklage" und "Vorzugsrücklage" sowie der Gewinn- und Verlustrechnung im Bereich des Finanzergebnisses um den Posten "Erträge aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen" erweitert. Die Gesellschaft ist unter der Firma Aqseptence Group GmbH mit Sitz in Aarbergen im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 16669 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung, wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel und das Eigenkapital sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zu der projizierten Einmalbeitragsmethode (Anwartschaftsbarwertmethode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % (Vj. 2,30 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,75 % (Vj. 2,75 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde wie im Vorjahr mit 0,2 % berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs von latenten Steuern aufgrund von temporären Differenzen sowie von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgte erstmalig zum 31. Dezember 2021 in Ausübung des dafür gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bestehenden Ansatzwahlrechts. Die Aktivierung der latenten Steuern erfolgt aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie der verbesserten Ertragslage im Geschäftsbereich WPS, nach der im Vorjahr durchgeführten organisatorischen Zusammenlegung der Produktlinien WTS und WIS, sowie der ebenfalls erfolgreich eingeleiteten Restrukturierung des Geschäftsbereichs inklusive Konsolidierung der deutschen Fertigungsstätten. Daraus ergibt sich eine deutlich verbesserte Ertragslage, die es erlaubt, bestehende steuerliche Verlustvorträge nun zu nutzen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Geschäfts- und Firmenwerte enthalten einen Markennamen, der aufgrund der Nutzbarkeit über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben wird. Angaben zum Anteilsbesitz
3 Die verwendeten IFRS-Werte stammen aus dem
letzten verfügbaren Abschluss zum 31. Dezember 2019.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten Forderungen aus einem gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 6.542 (Vj. TEUR 7.721) sowie sonstige Finanzforderungen von TEUR 106 (Vj. TEUR 131). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 6.162 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 4.946) und TEUR 7.269 Finanzforderungen (Vj. TEUR 5.607). Aktive Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,12 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen, sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei Geschäfts- und Firmenwert, Anteile an verbundenen Unternehmen, sowie aus Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert. Durch die erstmalige Aktivierung der latenten Steuern ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich. Latente Steuern wurden aufgrund von temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und Handelsbilanz und auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. In Höhe der gebildeten aktiven latenten Steuern besteht gemäß § 268 Abs. 8 S.2 i.V.m. S. 1 HGB grundsätzlich eine Ausschüttungssperre, die aber aufgrund der frei verfügbaren Rücklagen nicht zur Anwendung kommt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 216 und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche, fehlende Nachlaufkosten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, ausstehende Lieferantenrechnungen, Sondervergütungen und sonstige Personalverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten-Spiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.015 (Vj. TEUR 578) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 9.387 (Vj. TEUR 13.883) Finanzverbindlichkeiten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Gemäß § 286 Abs. 2 HGB wurde auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse verzichtet. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 878 (Vj. TEUR 1.678) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 149 (Vj. TEUR 600). Zuschreibungen auf Finanzanlagen Auf Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte eine Zuschreibung in Höhe von TEUR 450 (Vj. TEUR 4.880) gemäß § 253 Abs. 5 S. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 S. 5 HGB. Abschreibungen auf Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen wurden außerplanmäßige Abschreibungen, aufgrund voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 S. 6 HGB, in Höhe von TEUR 1.000 (Vj. TEUR 700) vorgenommen. Haftungsverhältnisse Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Banklinien, sowie Linien bei Kreditversicherern in Höhe von TEUR 43.486. Die Ausnutzung erfolgt überwiegend durch die Ausgabe von Avalen für erhaltene Anzahlungen, Vertragserfüllung sowie für Gewährleistungen. Im Laufe der letzten 5 Jahre wurden keine Avale in Anspruch genommen. Die Aqseptence Group GmbH ist für drei ihrer Tochterunternehmen in Mithaftung getreten. Für zwei Gesellschaften (Aqseptence Newco GmbH, Aarbergen und Aqseptence Newco 2 GmbH, Hanau) haftet sie für in den Jahren 2020 und 2021 aufgenommene Bankdarlehen in der aktuellen Höhe von TEUR 11.005. Für eine weitere Gesellschaft (Aqseptence Group s.r.l., Italy, Lugo) haftet sie seit dem Jahr 2021 für den zur Verfügung gestellten internen Bankrahmen für Finanztermingeschäfte in Höhe von TEUR 6.000. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird wie folgt eingeschätzt: Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens- Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als sehr gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 8.702. Davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 3.872. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Leasingverträge enden zwischen 1 und 5 Jahren. Die Laufzeit der Mietverträge für die Gebäude ist von Standort zu Standort unterschiedlich, die Festmietzeit endet in 2 bis 4 Jahren und es bestehen unterschiedliche Verlängerungsoptionen von 3 bis 5 Jahren für die Zeit danach. Geschäftsführung Baldassare La Gaetana, Vorsitzender, CEO Florian Will, CFO Rosario E. Tagliavini, COO Johannes Steinel-Kuales von Windau, Unternehmensberater (ab 10.12.2021) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für 2021 TEUR 608. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.125 und wurden in voller Höhe gebildet. Für die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer wird die Befreiungsvorschrift § 286 Abs.4 HGB in Anspruch genommen. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft erstellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der Aqseptence Group GmbH wird über die mertus 243. GmbH, Frankfurt am Main, als Muttergesellschaft, in deren - für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellten - Konzernabschluss einbezogen. Nachtragsbericht Der Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine führt zu negativen Konsequenzen für unser operatives Geschäft. Die durch die SARS-CoV-2 Pandemie bedingte internationale Lieferkettenproblematik verschärft sich durch den Krieg nun noch weiter. Darüber hinaus werden die gegen Russland in diesem Zusammenhang von der EU und der USA auferlegten Sanktionen sowohl direkte als auch indirekte Auswirkungen auf das operative Geschäft der Aqseptence Group GmbH und die Dividendenausschüttungen von Tochterunternehmen haben. Direkte Auswirkungen ergeben sich beispielsweise daraus, dass Lieferungen nach Russland durch die Sanktionen fast unmöglich werden und auch keine Vertriebstätigkeiten mehr stattfinden können. Eine über lange Jahre entwickelte Projektpipeline ist darüber hinaus in Gefahr sich nachhaltig aufzulösen. Indirekte Auswirkungen resultieren aus den massiven Preissteigerungen bei Rohstoffen, insbesondere bei Edelstahl und Stahl, sowie bei Energie, welche die Kostenstruktur der Aqseptence Group GmbH und deren Tochterunternehmen negativ beeinflussen. Eine Einschätzung der genauen Auswirkungen des Angriffskriegs von Russland gegen die Ukraine ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. In Fortsetzung der Strategie, das Unternehmen in Segmente zu organisieren, wurde am 21. März 2022 ein Vertrag zwischen der Aqseptence Group GmbH und der Passavant-Geiger GmbH (ehemals Aqseptence Newco GmbH) über die Einbringung des Geschäftsfelds Water Processing Solutions (WPS) durch Sachkapitalerhöhung mit Wirkung zum 1. Mai 2022 geschlossen. Weiterhin plant die Geschäftsführung der Aqseptence Group GmbH das Geschäftsfeld Vacuum Technology Systems (VTS) im Laufe des Jahres 2022 in eine eigenständige Gesellschaft auszugründen. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für 2021:
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 15.043.163,38 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 15.043.163,38. Der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 168.122,35 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Aarbergen, 27. April 2022 Geschäftsführung Baldassare La Gaetana, CEO Florian Will, CFO Rosario E. Tagliavini, COO Johannes Steinel-Kuales von Windau Entwicklung des Anlagevermögens 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 20211. Grundlagen des Unternehmens Organisation und Geschäftstätigkeit Die Aqseptence Group GmbH (im Folgenden "AS GmbH") ist operativ tätig und zugleich die Führungsgesellschaft der gesamten Unternehmensgruppe Aqseptence Group. Oberstes deutsches Mutterunternehmen ist die mertus 243. GmbH, Frankfurt am Main. Geschäftsmodell Die Aqseptence Group bietet Anlagen, Komponenten und Dienstleistungen im Bereich Filtrations-, Separations- und Wassertechnologie an und bedient Kunden aus dem kommunalen sowie industriellen Sektor. Die Produkte und Dienstleistungen werden unter den Markennamen Airvac®, Diemme® Filtration, Geiger®, Johnson Screens®, Noggerath®, Passavant® und Roediger® vermarktet und vereinen Kompetenz und langjährige Branchenerfahrung. Die AS GmbH entwickelt und vertreibt Produkte in den Geschäftsfeldern Vacuum Technology Systems (VTS) und Water Processing Solutions (WPS). Vertriebs-, und Produktionsstandorte Die Vertriebs-, und Produktionsstandorte der AS GmbH sind Aarbergen, Hanau, Karlsruhe, Rimpar, Bückeburg und Tostedt. Weiterhin ist die Betriebstätte in Krapkowice, Polen, Bestandteil des Jahresabschlusses der AS GmbH. Forschung und Entwicklung Die AS GmbH ist ständig bestrebt neue Produkte zu entwickeln und bestehende Produkte zu verbessern. Daher ist die AS GmbH regelmäßig auf den wichtigen Branchenmessen vertreten, um dort Produktinnovationen vorzustellen und die Beziehung zu Kunden und Partnern zu intensivieren. Im Geschäftsjahr 2021 nahm die AS GmbH bedingt durch die Sars-CoV-2 Pandemie an keinen größeren Messen teil. Im Geschäftsjahr 2021 beliefen sich die Aufwendungen für F&E auf TEUR 1.256 und lagen damit annähernd auf Vorjahresniveau (Vj. TEUR 1.268). Im Geschäftsfeld WPS konzentrierten sich die F&E Aktivitäten im Berichtsjahr auf die Weiterentwicklung einiger Maschinen und auf die effiziente, energiesparende Abwasserreinigung auf Kläranlagen. Im Geschäftsfeld VTS lag der Fokus im Bereich F&E im Geschäftsjahr 2021 auf Neuentwicklungen von Produkten bzw. in der Weiterentwicklung von bestehenden Produkten mit dem Ziel diese effizienter, sicherer und kostenoptimiert zu gestalten. Weiterhin ist das Geschäftsfeld VTS in öffentlichen Forschungsprojekten engagiert, um beispielsweise Vakuumnetzwerke zum Transport von Abwasser und Bioabfall zur Produktion von Biogas zu nutzen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft konnte sich im Jahr 2021 von dem Sars-CoV-2 Pandemie bedingten Einbruch des Vorjahres erholen und insgesamt um 5,7 % wachsen. Die Erholung der Weltwirtschaft hat zur Jahresmitte allerdings an Fahrt verloren. In vielen Teilen der Welt bremsten erneut zunehmende Corona-Infektionen und die damit verbundenen Einschränkungen die wirtschaftliche Aktivität und Lieferengpässe behinderten den Aufschwung der Industrieproduktion. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist 2021 um 2,7 % gewachsen. Ursprünglich hatten Ökonomen mit einem Plus von rund vier Prozent gerechnet. Die Inflation in Deutschland ist im Jahre 2021 auf 3,1 % gestiegen, bedingt durch kräftig gestiegene Energiepreise, Lieferengpässen und die Rücknahme der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung. Branchenbezogenes Umfeld Die globale Sars-CoV-2 Pandemie hatte auch für die Produktline WPS negative Auswirkungen. So konnte im Jahr 2021 das geplante Wachstum nicht erreicht werden und der Umsatz stagnierte auf Vorjahresniveau. Der Kraftwerksbereich ist generell rückläufig und es haben sich darüber hinaus einige Projekte verschoben, so dass der Auftragseingang dieses Bereiches geringer ausfiel als erwartet. Dennoch zeigte der Bereich der Ersatzbeschaffungen beim Kraftwerksgeschäft weltweit eine gute Entwicklung. Die internationalen Auftragseingänge in der Zielregion im Nahen Osten entwickelten sich positiv und hierbei insbesondere die Vereinigten Arabischen Emiraten, so dass der Auftragseingang 2021 insgesamt deutlich über dem von 2020 lag. Nennenswerte Auswirkungen von der Expo in Dubai im Oktober 2021 auf unser Geschäft sind noch nicht erkennbar. Nach einem Rückgang der Umsatzerlöse im Vorjahr aufgrund der Sars-CoV-2 Pandemie konnten die Erlöse im Geschäftsbereich VTS in 2021 trotz pandemiebedingter Einschränkungen und Herausforderungen aufgrund der Störungen in der globalen Lieferkette wieder deutlich gesteigert werden und erreichten nahezu das Niveau von vor der Pandemie. Nach einem besonders starken Auftragseingang im Vorjahr war der Auftragseingang 2021 leicht rückläufig und befindet sich wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie, so dass insgesamt der Auftragsbestand gesteigert werden konnte. Insgesamt sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trotz der Sars-CoV-2 Pandemie im Kernmarkt Europa für das Geschäftsfeld Vacuum Technology Systems aufgrund der Anzahl der installierten Systeme und dem daraus resultierenden wiederkehrenden Ersatzteilgeschäft stabil. Die Wachstumsmöglichkeiten in Nordeuropa bestehen nach wie vor aufgrund der idealen topographischen Voraussetzungen für Vakuumsysteme in dieser Region. Beschaffungsmärkte Die Preise für Edelstahl und Stahl, die wichtigsten Rohmaterialien für die AS GmbH, haben sich im Jahr 2021 stärker als erwartet erhöht. Der Preisanstieg für diese Rohwaren lag zwischen Dezember 2020 und Dezember 2021 bei ungefähr 70 %. Diese Preisentwicklung ist unter anderem auf die verstärkte Nachfrage aufgrund der Erholung der Märkte während der Sars-CoV-2 Pandemie bei gleichzeitig bestehenden Problemen in den Lieferketten zurückzuführen. 2.2 Geschäftsverlauf Obwohl das Geschäftsjahr 2021 von den anhaltenden Einschränkungen durch die Sars-CoV-2-Pandemie und Post-Covid-Herausforderungen geprägt wurde, wie beispielsweise Lieferengpässe und massive Preissteigerungen unter anderem bei Stahl und Edelstahl, konnte die AS GmbH das Geschäftsjahr 2021 erfolgreich im Rahmen der Erwartungen abschließen. Insbesondere ist die positive Ergebnisentwicklung des Geschäftsbereichs WPS im Jahr 2021 hervorzuheben, infolge der erfolgreich durchgeführten organisatorischen Zusammenlegung der Produktlinien WTS und WIS im Jahr 2020. 2.2.1 Ertragslage Der Auftragseingang (Definition: Zugang von Kundenaufträgen oder Bestellungen in einem definierten Zeitraum) betrug TEUR 63.572 (Vj. TEUR 58.619), und entsprach damit unseren Erwartungen. Der Auftragsbestand (Definition: Auftragsbestand (Vorjahr) + Auftragseingang (aktuelles Jahr) - projektbezogener Umsatz (aktuelles Jahr)) lag mit TEUR 41.406 (Vj. TEUR 33.799) über dem Wert des Vorjahres und übertraf damit die Erwartungen. Die Gesamtleistung des Unternehmens hat sich erwartungsgemäß leicht um insgesamt 3 % auf TEUR 61.926 (Vj. TEUR 60.208) erhöht. Einerseits verringerten sich die projektbezogenen und sonstigen Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 insgesamt um 8 % bzw. TEUR 5.448 auf TEUR 59.982 TEUR (Vj. TEUR 65.430). Der Anteil der projektbezogenen Umsatzerlöse an den gesamten Umsatzerlösen betrug dabei TEUR 55.965 (Vj. TEUR 53.773). Andererseits erhöhten sich die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen aufgrund des gestiegenen Auftragseingangs und Auftragsbestand um TEUR 7.159 auf TEUR 1.933 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -5.226). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.647 auf TEUR 1.803 (Vj. TEUR 3.450) verringert und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 544 (Vj. TEUR 1.608). Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 799 (Vj. TEUR 997) enthalten. Im Vorjahr waren darüber hinaus noch außergewöhnliche Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten von TEUR 631 enthalten. Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.107 auf TEUR 25.939 (Vj. TEUR 28.046) verringert. Die Materialaufwandsquote (ermittelt in Prozent der Gesamtleistung) lag im Geschäftsjahr 2021 bei 42 % (Vj. 47 %). Der Personalaufwand in 2021 ist um TEUR 637 auf TEUR 26.324 (Vj. TEUR 26.961) zurückgegangen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 1.096 (Vj. TEUR 1.245) und betrafen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Vertriebs- und Verwaltungskosten und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.447 auf TEUR 9.998 verringert (Vj. TEUR 12.445). Der Rückgang ist vorwiegend auf geringere Miet- und Leasingaufwendungen von TEUR 790, dem Wegfall von Reorganisationsaufwendungen (Vj. TEUR 375) und geringere Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 463 (Vj. TEUR 842) zurückzuführen. Das operative Ergebnis (Definition: Betriebsergebnis vor Finanz- und Beteiligungsergebnis sowie Steuern) hat sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 5.412 auf TEUR 372 (Vj. TEUR -5.040) verbessert und damit die Erwartungen deutlich übertroffen. Das Finanzergebnis erhöhte sich um TEUR 6.140 auf TEUR 13.772 (Vj. TEUR 7.632) und beinhaltet im Wesentlichen die im Geschäftsjahr 2021 erhaltenen Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften in Höhe von insgesamt TEUR 14.354 (Vj. TEUR 3.000). Im Geschäftsjahr 2021 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf einen Beteiligungsbuchwert in Höhe von TEUR 1.000 (Vj. TEUR 700) aufgrund voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommenen. Gegenläufig erfolgte im Geschäftsjahr 2021 die Zuschreibung auf den Beteiligungsbuchwert einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 450 (Vj. TEUR 4.880). Die Erträge bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich um TEUR 1.087 auf TEUR 1.129 (Vj. TEUR 43) vorwiegend bedingt durch die erstmalige Aktivierung latenter Steuern von TEUR 1.074. Der Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages (EAV) erhaltene Gewinn in Höhe von TEUR 104 resultiert aus dem im Geschäftsjahr 2021 zwischen der Faust Pumpwerkbau GmbH und der Aqseptence Group GmbH abgeschlossenen EAV. Im Vorjahr wurde das Ergebnis der Faust Pumpwerkbau GmbH & Co. KG 1 in Höhe von TEUR 418 im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 12.591 auf TEUR 15.043 (Vj. TEUR 2.452). 2.2.2 Finanzlage Kapitalstrukturanalyse Die Zentralfinanzierung innerhalb der Aqseptence Group wird von der AS GmbH als Konzernführungsgesellschaft durch das Group Treasury wahrgenommen. Zur Sicherstellung der operativen Tätigkeit wurden der AS GmbH von vier Banken Aval- und Kreditlinien in Höhe von TEUR 82.793 (Vj. TEUR 37.000) eingeräumt, wovon TEUR 36.793 an Tochtergesellschaften weitergereicht wurden. Zusätzlich bestehen mit zwei Kreditversicherern separate Aval-Linien mit einem unveränderten Gesamtvolumen von TEUR 27.500. Die Erhöhungen der Aval- und Kreditlinien dienen der Sicherung der gestiegenen Geschäftstätigkeit. Zum 31. Dezember 2021 bestanden keine Bankverbindlichkeiten. Investitionsanalyse Für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne Miet- und Leasingvermögen) wendete die AS GmbH im Berichtsjahr TEUR 1.141 auf, verglichen mit TEUR 1.569 im Vorjahr. Die Investitionen betrafen vorwiegend Softwarelizenzen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Liquiditätsanalyse Das Liquiditätsmanagement ist ein wichtiger Bestandteil des zentralen Finanzmanagements. Zu den Liquiditätsquellen gehören Flüssige Mittel, Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und verfügbare Kreditlinien. Die Flüssigen Mittel der AS GmbH erhöhten sich im Jahresverlauf um TEUR 6.981 auf TEUR 16.318 (Vj. TEUR 9.337). Der Posten liquide Mittel unterliegt Schwankungen, da die Steuerung der Konzernfinanzierung über die AS GmbH erfolgt. Im Zuge dessen werden die wesentlichen für das operative Geschäft benötigten Finanzmittel der Konzerngesellschaften durch die AS GmbH zur Verfügung gestellt. Dies erfolgt durch eigene Liquidität, durch die Umverteilung der Konzernliquidität und im Bedarfsfall auch durch Ziehung einer Kreditlinie. Es erfolgte keine Inanspruchnahme für liquide Mittel seitens der AS GmbH. Der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 16.761 und ist im Wesentlichen neben dem Jahresüberschuss von TEUR 15.043 durch die Veränderung im Working Capital mit TEUR 941, dem Saldo aus Zu- und Abschreibungen von TEUR 1.646 und der Veränderung bei den Rückstellungen von TEUR -1.772 bedingt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR -1.170 betrifft vorwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten beläuft sich auf TEUR -8.610 und ergibt sich aus Zahlungsströmen in Rahmen der konzerninternen Finanzierung in Höhe von TEUR -6.158 sowie der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2020 an die Gesellschafter in Höhe von TEUR - 2.452. 2.2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der AS GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf TEUR 221.066 (Vj. TEUR 213.660) erhöht. Die Aktivseite enthält im Wesentlichen das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 161.057 (Vj. TEUR 161.577). Die Veränderung ist vorwiegend auf die außerplanmäßige Abschreibung auf eine Beteiligung in Höhe von TEUR 1.000 zurückzuführen. Demgegenüber steht die Zuschreibung auf einen Beteiligungsbuchwert in Höhe von TEUR 450. Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 557 (Vj. TEUR 754) aufgrund planmäßiger Abschreibungen auf Softwarelizenzen. Die Sachanlagen erhöhten sich um TEUR 158 auf TEUR 2.445 (Vj. TEUR 2.287). Dabei wurden Investitionen in Höhe von TEUR 968 getätigt, die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 725. Die Vorräte sind in Summe um TEUR 143 auf TEUR 10.996 (Vj. TEUR 11.139) zurückgegangen. Die Veränderung ist insbesondere auf eine Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen abzüglich erhaltener Abschlagszahlungen um TEUR 346 sowie gegenläufig auf eine Reduktion der geleisteten Anzahlungen um TEUR 614 zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 154 auf TEUR 27.974 (Vj. TEUR 27.820). Diese Veränderung resultiert vorwiegend aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.877 auf TEUR 13.431 sowie dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.501 auf TEUR 7.632. Die Forderungen gegen Gesellschafter sind um TEUR 1.204 auf TEUR 6.648 zurückgegangen. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.981 auf TEUR 16.318 (Vj. 9.337). Zum 31. Dezember 2021 wurden erstmals latente Steuern in Höhe von TEUR 1.074 aktiviert. Die Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 750 erfolgte aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und der verbesserten Ertragslage im Geschäftsfeld WPS in 2021 nach der im Vorjahr durchgeführten organisatorischen Zusammenlegung der Produktlinien WTS und WIS sowie der ebenfalls erfolgreich eingeleiteten Restrukturierung des Geschäftsbereichs inklusive Konsolidierung der deutschen Fertigungsstätten. Weiterhin wurden latente Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und Handelsbilanz in Höhe von TEUR 324 aktiviert. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 7 % auf TEUR 189.087 (Vj. TEUR 176.496) aufgrund des Jahresüberschusses im Geschäftsjahr 2021 abzüglich der Ergebnisverwendung 2020. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2021 beträgt 86 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 % erhöht. Die Rückstellungen für Pensionen betrugen TEUR 3.611 (Vj. TEUR 3.269). Der Anstieg ist vorwiegend auf die Verringerung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen; dieser lag am 31.Dezember 2021 bei 1,87 % (Vj. 2,30 %). Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 18.758 (Vj. TEUR 22.172) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 10.402 (Vj. TEUR 14.461) sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 4.122 (Vj. TEUR 2.673) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 3.195 (Vj. TEUR 3.899). 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die AS GmbH sind die Entwicklung der Gesamtleistung, des Auftragseingangs, des Auftragsbestands und des operativen Ergebnisses. Für nähere Informationen zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren im abgelaufenen Geschäftsjahr wird auf die Darstellung in der Ertragslage verwiesen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir sind davon überzeugt, dass langfristiger Unternehmenserfolg nur dort gelingt, wo ökonomische mit sozialen, ökologischen und ethischen Aspekten in Einklang gebracht werden. Der langfristige Unternehmenserfolg wird somit außer von finanziellen auch von nichtfinanziellen Einflussfaktoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern sowie die Technologieposition und Umweltbelange. Mitarbeiter Der Erfolg der AS GmbH basiert auf den Fähigkeiten und der Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Oberstes Ziel der AS GmbH ist es daher ein attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber an allen Standorten zu sein, um dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich zu binden. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Daher hat die AS GmbH Corona-Schutzmaßnahmen ergriffen und ein flächendeckendes Hygienekonzept an unseren Standorten implementiert und wo möglich werden weitgehende Homeoffice-Regelungen umgesetzt. Aqseptence schafft somit Arbeitsbedingungen und bietet Vorsorgemaßnahmen, die die Gesundheit der Mitarbeiter passiv und aktiv schützen und erhalten. Die Arbeitssicherheit und die Unversehrtheit aller Mitarbeiter stehen für die AS Group an erster Stelle. Für unsere Kunden und für unsere Mitarbeiter achten wir auf die Einhaltung der Arbeitssicherheits-bestimmungen in unseren Prozessen und in der Handhabung unserer Produkte. Unser Ziel ist die vollständige Vermeidung von Unfällen. Unser konzernweites Managementsystem für Arbeitssicherheit, Gesundheit, Umwelt und Qualitätssicherung wird zentral gesteuert, weiterentwickelt und ist gemäß ISO 45001 und ISO 9001 zertifiziert. Ein zentrales HSEQ-Berichtswesen fasst Meldungen der Konzerneinheiten in Quartalsberichten an die Geschäftsführung zusammen. Die Verantwortung für die Einhaltung unserer weltweiten Arbeitssicherheitsstandards liegt bei den Geschäftsführern unserer Tochterunternehmen und Standortleiter und wird an den einzelnen Standorten unter Berücksichtigung der lokalen rechtlichen Rahmenbedingungen umgesetzt. Kundenzufriedenheit und Qualität Die Zufriedenheit unserer Kunden ist für uns von zentraler Bedeutung. Unser Leistungsspektrum richten wir daher konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden aus. Die Qualität unserer Leistungen betrachten wir dabei als zentralen Faktor. Einen hohen Qualitätsstandard sichern wir durch Prozesse und Strukturen, die in unserem Managementsystem beschrieben sind. Umweltschutz Wir sind dem Umweltschutz verpflichtet, insbesondere dadurch, dass wir auch Produkte herstellen, die unter anderem zur Wasseraufbereitung verwendet werden. Durch ressourcenschonendes und umweltbewusstes Verhalten bei der Planung und Ausführung all unserer Tätigkeiten erfüllen wir diese Verpflichtung nachhaltig. Nachhaltigkeit Verantwortlich zu handeln ist von jeher ein Grundsatz für die AS GmbH. Sie betrachtet die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten in einem ausgewogenen Verhältnis. Die nachhaltige Ausrichtung zeigt sich in unseren Produkten, die zur Aufbereitung von Schmutzwasser, Gewinnung von Trinkwasser, als Prozesswasser in industriellen Anlagen (z.B. Kühlwasser für Kraftwerke) und für den Transport von Wasser mittels Vakuumtechnologie eingesetzt werden können. 4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 4.1 Risikobericht Sars-CoV-2 Pandemie Das Geschäftsjahr 2021 war weiterhin von Einschränkungen durch die Sars-CoV-2 Pandemie geprägt. Auch wenn sich die Situation in Bezug auf Sars-CoV-2 weltweit durch Impfungen und mildere Virusvarianten (Omikron) deutlich entspannt hat, ist nicht auszuschließen, dass andere Virusmutationen auftreten können und wieder zu einer Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung der AS GmbH führen. Hinzukommen die Post-Covid-Herausforderungen, wie beispielsweise die Lieferengpässe aufgrund von gestörten Lieferketten und dadurch bedingten massiven Preissteigerungen. Russland-Ukraine Krieg Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die in diesem Zusammenhang gegen Russland verhängten Sanktionen können sich nachteilig auf die operative Geschäftsentwicklung der AS GmbH auswirken. Ein Kriegsgeschehen über die Grenzen der Ukraine hinaus mit Nato-Ländern hätte nicht absehbare, weitreichende Konsequenzen. Inflationsrisiko Die rasant steigende Inflationsrate in Deutschland und in weiten Teilen der Welt, welche durch die massiven geldpolitischen Maßnahmen vieler Staaten in Zuge der Sars-CoV-2 Pandemie hervorgerufen wurde und durch die Störung in der internationalen Lieferkette sowie dem Russland-Ukraine Krieg noch verstärkt wird, kann sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der AS GmbH auswirken. Marktrisiken Marktrisiken resultieren aus der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung der relevanten Märkte. Zyklische Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität haben Auswirkungen auf unsere Absatzmärkte. Der nach Branchen und Regionen diversifizierte Kundenstamm sowie der Ausbau der Serviceaktivitäten tragen wesentlich zur Risikobegrenzung bei. Potenziell verstärkt werden die genannten Marktrisiken durch geopolitische Risiken, mögliche Währungskrisen und hohe, aktuell stark steigende Preise. Dadurch kann es zu gesamtwirtschaftlichen Beeinträchtigungen kommen, die in Summe zu einer Rezession führen könnten. Weitere Risiken gehen von der ständigen Veränderung des politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Umfelds des Unternehmens aus. Aufgrund der wirtschaftlichen Tätigkeit in Ländern, in denen politische und rechtliche Unsicherheiten bestehen, unterliegt die AS GmbH den entsprechenden Gefahren durch staatliche Reglementierungen, Kapitaltransferbeschränkungen oder auch Enteignungen. Die Gesellschaft begegnet solchen strategischen Risiken unter anderem über intensive Marktbeobachtung, sorgfältige Bewertung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie eine entsprechende Vertragsgestaltung. Wettbewerbsrisiken Wettbewerbsrisiken beschreiben das Risiko, dass die Gesellschaft aufgrund wachsenden Wettbewerbsdrucks die erwarteten Margen und Marktanteile nicht erreicht. Die Märkte der AS GmbH sind durch einen intensiven, auch über den Preis geführten Wettbewerb, gekennzeichnet. Der Preiswettbewerb wird dadurch verschärft, dass manche Hersteller, teils aufgrund der Währungssituation, teils aufgrund geringer lokaler Arbeitsplatzkosten, über Kostenvorteile in der Produktion verfügen. Zur Begrenzung des Wettbewerbsrisikos ist die AS GmbH bestrebt, die Effizienz in den eigenen Produktionsstätten zu steigern und alternative, diversifizierte Bezugsquellen zu erschließen. Beschaffungs- und Absatzrisiken Die AS GmbH ist sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite Risiken ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite stellen mangelnde Verfügbarkeit von Teilen und Komponenten sowie steigende Einkaufspreise von Rohstoffen, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten grundsätzlich potenzielle Risiken dar. Beschaffungsrisken bestehen, da viele Rohmaterialien importiert werden, insbesondere die für die AS GmbH wichtigsten Rohmaterialien Edelstahl und Stahl. Durch den Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine kann es zu einer längerfristigen Verknappung des Stahlangebots und damit zu deutlich höheren Einkaufspreisen kommen. Weiterhin können sich die Lieferengpässe aufgrund von gestörten Lieferketten bedingt durch die Nachwirkungen der Sars-CoV-2 Pandemie sowie durch den Krieg von Russland gegen die Ukraine noch verstärken. Zudem ist es möglich, dass Lieferanten in wirtschaftliche Turbulenzen geraten und nicht mehr lieferfähig sind. Die AS GmbH begegnet diesem Risiko durch eine hinreichende Diversifikation der Lieferanten im Rahmen eines globalen Beschaffungswesens. Absatzbezogene Risiken bestehen - neben marktbedingten Minderumsätzen - insbesondere in der Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Branchen. So ist es möglich, dass Kunden in einer wirtschaftlich schwierigen Situation Aufträge verzögern oder stornieren. Ebenfalls ist denkbar, dass Kunden aufgrund von Liquiditätsengpässen ihren Zahlungsverpflichtungen nur mit zeitlicher Verzögerung oder gar nicht nachkommen können. Das Kundenportfolio der AS GmbH weist derzeit eine geringe Abhängigkeit von einzelnen Abnehmerbranchen auf. Auch unter regionalen Gesichtspunkten ist das Geschäft stark diversifiziert. Forschungs- und Entwicklungsrisiken Marktposition und wirtschaftliche Entwicklung der AS GmbH hängen wesentlich von der Fähigkeit ab, innovative Spitzentechnologie zu entwickeln, die wo immer sinnvoll, über Schutzrechte, insbesondere Patente, geschützt werden. Des Weiteren werden die Kundenbedürfnisse durch die Verzahnung von Vertriebs- und Entwicklungseinheiten kontinuierlich in den Wertschöpfungsprozess integriert. Produktionsrisiken Die hohe Qualität der Produkte und eine hohe Liefersicherheit sind wesentliche Elemente für den Unternehmenserfolg. Lieferverzögerungen oder ein Anstieg der Reklamationsquote könnten somit auch die wirtschaftliche Lage beeinträchtigen. Den Produktions- und Qualitätsrisiken tritt die AS GmbH durch die regelmäßige Erneuerung des Maschinenparks, vorbeugende Instandhaltung, Aktivitäten im Bereich des Brandschutzes, der Mitarbeiterschulung sowie dem gezielten Aufbau von externen Lieferanten entgegen. Projektgeschäftsrisiken Die AS GmbH ist im Projektgeschäft aktiv. Bei der Planung und Durchführung von Projekten bestehen erhebliche Kalkulations- und Ausführungsrisiken, die aufgrund der Projektvolumina und höherer technischer Komplexität größer sind als im Servicegeschäft. Nicht umfassend antizipierte Anforderungen und daraus folgende Modifikationen, terminliche Verzögerungen, finanzielle Schwierigkeiten unserer Kunden oder Lieferanten, Fachkräftemangel, technische Probleme, Kostenüberschreitungen, Änderungen an Projektstandorten, Wettereinflüsse oder Naturkatastrophen, Änderungen des rechtlichen und politischen Umfelds oder logistische Schwierigkeiten können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AS GmbH auswirken. IT-Risiken Aufgrund der hohen Vernetzung und Integration der Standorte untereinander sowie mit dem Unternehmensumfeld ist die AS GmbH darüber hinaus abhängig von reibungslos funktionierenden IT-Systemen. Etwaigen IT-bezogenen Risiken, die aus dem Ausfall der IT-Systeme und der IT-Infrastruktur erwachsen können, begegnet die AS GmbH durch die fortlaufende Weiterentwicklung einer verlässlichen, erweiterbaren und flexiblen IT-Systemlandschaft. Die internen IT-Ressourcen sind darüber hinaus in der standortübergreifenden IT der Aqseptence Group gebündelt, die über ein etabliertes und sich stetig weiterentwickelndes Risikomanagement verfügt. Verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen schützen die Daten der AS GmbH und der Tochterunternehmen vor unberechtigtem Zugriff, Missbrauch und Verlust. Im Rahmen einer Anforderung durch die bestehende Cyber-Versicherung erfolgte außerdem die Erstellung eines Desaster Recovery Plans. Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich IT ist der Schutz vor Cyber-Attacken und Hacking-Angriffen, welche über die letzten Jahre stetig zugenommen haben. Aktuell besteht aufgrund des Krieges in der Ukraine eine besonders erhöhte Gefahr, ins Visier von russischen Hackern zu gelangen, die damit zuletzt sehr offen gedroht haben und dies als elementaren Bestandteil ihrer Kriegsführung gegen den Westen erklärt haben. Finanzielle Risiken Finanzielle Risiken umfassen im Wesentlichen Liquiditäts-, Inflations-, Forderungsausfall- und Währungsrisiken. Werden Zahlungen in Fremdwährung kontrahiert, prüfen wir in Abstimmung mit dem Group Treasury entsprechende Sicherungsgeschäfte. Eine entsprechende Sicherung kann über den Verkauf der Fremdwährung auf Termin oder über den Kauf einer Option erfolgen. Der Wareneinkauf erfolgt fast ausschließlich auf Euro-Basis, wodurch das Währungsrisiko innerhalb des Unternehmens minimiert wird. Im Rahmen des Forderungsmanagements erfolgt zur Minimierung des Forderungsausfalls bei Bestellanfragen der Kunden eine Überprüfung der Kreditwürdigkeit. Die wird durch das Einholen von Bonitätsauskünften bei Wirtschaftsauskunfteien abgewickelt. Im Exportgeschäft werden Auslieferungen bei Bedarf über Akkreditive oder Bankbürgschaften abgesichert. Personal Für die AS GmbH ist es zur Sicherung des Unternehmenserfolgs von hoher Bedeutung, langfristig Führungs- und Nachwuchskräfte im Unternehmen zu haben, die in qualitativer und quantitativer Hinsicht den zukünftigen Herausforderungen - vor allem in den für das Unternehmen relevanten Schlüsselfunktionen - gewachsen sind. Dabei gehört es zu den entscheidenden Herausforderungen, sowohl die entsprechenden Mitarbeiter, die bereits heute im Unternehmen beschäftigt sind, langfristig an das Unternehmen zu binden und zu fördern, als auch Nachwuchskräfte mit Potential im Unternehmen zu identifizieren, entsprechend zu entwickeln und Nachfolgeplanungen für Schlüsselfunktionen im Unternehmen aufzusetzen. Zusätzlich müssen auf dem externen Markt entsprechende Kandidaten identifiziert und für das Unternehmen gewonnen werden, um die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter strategisch zu ergänzen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesichert. Rechtliche Risiken Für die AS GmbH ergeben sich aus der ausgeübten Geschäftstätigkeit die in diesem Industriesegment üblichen rechtlichen Risiken. Neben den hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards für den Umgang mit Produkten des Unternehmens, die bei der Produktentwicklung und -fertigung beachtet werden, sind übliche Versicherungen abgeschlossen worden, die etwaige Forderungen Dritter abdecken sollen. Risiken von Tochterunternehmen Das Jahresergebnis der AS GmbH hängt wesentlich von Dividendenausschüttungen der Tochtergesellschaften ab. Sollten Tochterunternehmen aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht in der Lage sein, Dividenden auszuschütten, kann dies negative Auswirkungen auf das Finanzergebnis der AS GmbH haben und das Jahresergebnis entsprechend beeinflussen. Gesamtrisiko Die weitere Entwicklung der Sars-CoV-2 Pandemie und deren Folgenwirkungen (z.B. gestörte Lieferketten, Preissteigerungen) sowie die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine können derzeit für das Jahr 2022 nicht verlässlich eingeschätzt werden. Aus heutiger Sicht sind jedoch keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. 4.2 Chancenbericht Das Chancenmanagement ist ebenso wie das Risikomanagement zentraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Die Gesamtchancensituation stellt sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen verbessert dar, aufgrund der Aussicht einer erfolgreichen Bekämpfung der Sars-CoV-2 Pandemie und der damit einhergehenden globalen wirtschaftlichen Erholung. Allerdings können die Auswirkungen des Angriffskriegs von Russland gegen die Ukraine derzeit noch nicht vollumfänglich abgeschätzt werden. Die einzelnen Chancenfelder werden im Rahmen des Strategieprozesses identifiziert. Unter Chancen verstehen wir positive Abweichungen von den im Prognosebericht geäußerten Erwartungen an das wirtschaftliche Umfeld sowie die Lage der AS GmbH. Marktseitige Chancen Durch die international breit aufgestellten Tochterunternehmen ist die AS GmbH in der Lage, ihre Produkte an den verschiedenen Standorten auf der Welt herzustellen und somit Liefer- oder Produktionsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Sars-CoV-2 Pandemie zu kompensieren und könnte dadurch einen Wettbewerbsvorteil haben. Zusätzlich können im Wettbewerbsumfeld jederzeit Entwicklungen eintreten - wie beispielsweise Qualitätsprobleme bei Wettbewerbern oder Konsolidierungseffekte - die die Nachfrage nach Produkten der AS GmbH ankurbeln. Steigende Rohstoffpreise, wie aktuell zu beobachten, führen zur erhöhten Investitionsbereitschaft, von der die Aqseptence Group profitieren könnte. Darüber hinaus füllen staatliche Programme für die Modernisierung von (Wasser-) Infrastruktur die Kassen von Kommunen, die wiederum für Projekte sowie Ersatzteile ausgegeben werden können, wovon die AS GmbH profitieren kann. Strategische Chancen Die AS GmbH investiert kontinuierlich in den Bereich F&E um neue und innovative Produkte zu entwickeln und in den Markt einzuführen. Diese Produkte sichern uns Marktanteile und ermöglichen es, Umsätze mit höheren Margen zu generieren. Innovationsführerschaft ermöglicht es uns auch Marktanteile zurückzugewinnen. Die AS GmbH wird auch weiterhin in den Bereich F&E investieren, da der Markt verstärkt nach Innovationen und zukunftsfähigen Lösungen sucht. Leistungswirtschaftliche Chancen Leistungswirtschaftliche Chancen resultieren in erster Linie aus den laufenden Modernisierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in den Produktionsstätten sowie der weltweiten Verzahnung des Produktionsverbunds. Die organisatorische Aufstellung der Aqseptence Group bietet für AS GmbH weiteres Synergiepotenzial. Die Aqseptence Group wird ungenutzte Synergiepotenziale weiter erschließen. Daraus entstehen für die AS GmbH Chancen, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Effizienz zu steigern. Gesamtbeurteilung der Chancensituation Die Internationalität der Aqseptence Group GmbH und ihrer Tochterunternehmen kann sich als Wettbewerbsvorteil erweisen und kann somit zusätzliche Chancen bieten, die zu einer über unseren Erwartungen liegenden Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AS GmbH führen können. 4.3 Prognosebericht Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den heutigen Erwartungen und den Einschätzungen der Gesellschaft. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AS GmbH liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten und somit auf die Ergebnisentwicklung aus. Erwartetes gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Folgen der Sars-CoV-2 Pandemie, beispielsweise Lieferkettenprobleme, hohe Inflation und Rekordschulden, dämpfen die Erholung der Weltwirtschaft. Vor diesem Hintergrund hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine im Januar 2022 veröffentlichte Prognose für die Weltwirtschaft nach unten korrigiert. Für die globale Wirtschaft wird für das Jahr 2022 ein Wachstum von 4,4 % erwartet. Für das Jahr 2023 prognostiziert der IWF ein globales Wirtschaftswachstum von 3,8 %. Zudem rechnet der IWF für das Jahr 2022 mit einer deutlichen höheren Inflationsrate. Für die Industriestaaten wird von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,9 % ausgegangen. Für Deutschland geht der IWF von einem Wachstum für 2022 von 3,8 % und für 2023 von 2,5 % aus. In den Prognosen sind die Auswirkungen des im Februar 2022 begonnen Angriffskriegs von Russland gegen die Ukraine noch nicht berücksichtigt. Insbesondere die aktuellen Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten sind darin noch nicht eingepreist und erhöhen die Inflationsrisiken nochmal substantiell. Erwartetes branchenbezogenes Umfeld Die Sars-CoV-2 Pandemie und dessen wirtschaftliche Folgewirkungen, wie beispielsweise gestörte Lieferketten und massive Preissteigerungen sowie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, können sich negativ auf das branchenbezogene Umfeld auswirken, wobei eine Einschätzung der konkreten Auswirkungen derzeit nicht möglich ist. Für das branchenbezogene Umfeld unserer Geschäftsfelder erwarten wir folgendes: Für das Geschäftsfeld WPS erwarten wir für 2022 eine positive Entwicklung im Nahen Osten und in Nordafrika, unter anderem in Saudi-Arabien, Ägypten und Libyen. Wir gehen davon aus, dass die verschobenen Projekte des Kraftwerkbereiches zum Teil im Geschäftsjahr 2022 beauftragt werden. Weiterhin rechnen wir mit einem guten und stabilen Ersatzteilgeschäft sowie einem leicht erhöhten internationalen Projektgeschäft im Vergleich zum Jahr 2021. Für das Geschäftsfeld VTS erwarten wir, dass das Geschäft in Osteuropa weiterhin von Fördergeldern der EU profitieren kann, so dass wir insgesamt eine konstante Nachfrage für diese Region sehen. Nach dem Auslaufen der Sars-CoV-2 bedingten Einschränkungen könnte das Geschäftsfeld VTS von einem Boom im Schifffahrtstourismus profitieren. Die Modernisierung der Bundeswehr könnte ebenfalls zu mehr Projekten führen. Für die Regionen Asien und Afrika erwarten wir weiterhin aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in Verbindung mit zum Teil unzureichend vorhandener Wasserinfrastruktur einen Anstieg der Nachfrage. Beschaffungsmärkte Für das Jahr 2022 rechnen wir zunächst weiterhin mit steigenden Preisen für Stahl und Edelstahl. Neben der Lieferkettenproblematik könnte der Krieg von Russland gegen die Ukraine die Preisentwicklung noch weiter anheizen. Darüber hinaus werden weitere Preissteigerungen im Bereich Transport sowie für Elektromaterial und Kunststoffe erwartet. Hinzu kommen lange Lieferzeiten, vor allem bei Elektroteilen. Ausblick Die internationalen Lieferkettenprobleme als Nachwirkung der Sars-CoV-2 Pandemie und die dadurch bedingten massiven Preissteigerungen sowie der Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine machen es schwierig, eine belastbare Aussage über die zukünftige Geschäftsentwicklung der Aqseptence Group GmbH zu treffen. Für das Geschäftsjahr 2022 geht die Geschäftsführung der AS GmbH insgesamt von einer leichten Verbesserung bei der Gesamtleistung und dem operativen Ergebnis sowie beim Auftragseingang und dem Auftragsbestand aus. Die Gesamtleistung wird in einer Bandbreite von TEUR 62.000 bis TEUR 67.000 und das operative Ergebnis zwischen TEUR 300 und TEUR 800 erwartet. Die Geschäftsführung der Aqseptence Group GmbH plant die beiden operativen Geschäftsfelder Water Processing Solutions (WPS) und Vacuum Technology Systems (VTS) im Laufe des Jahres 2022 in zwei eigenständige Gesellschaften auszugründen. Dies geschieht in Fortsetzung der Strategie das Unternehmen in Segmente zu organisieren, um die Segmente WPS und VTS auch gesellschafts-rechtlich eigenständig abzubilden. Im Ergebnis wird mehr operative Verantwortung an die Führung der operativen Geschäftsfelder WPS und VTS übertragen. Diese Maßnahme stellt die konsequente Um- und Fortsetzung der bekannten Segmentierungsstrategie von Aqseptence dar und wird die Bereiche im weiteren globalen Handeln und Wachstum unterstützen sowie zu mehr Agilität und Sichtbarkeit im Markt führen. Die Aqseptence Group GmbH wird sich im Zuge dessen auf die Gruppen-Funktionen konzentrieren und darüber hinaus die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften halten.
Aarbergen, 27. April 2022 Geschäftsführung Baldassare La Gaetana, CEO Florian Will, CFO Rosario E. Tagliavini, COO Johannes Steinel-Kuales von Windau Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft Aqseptence Group GmbH für das Geschäftsjahr 01.01.2021 bis 31.12.2021 wurden am 24. Mai 2022 zur Kenntnis genommen. Der Jahresabschluss wurde festgestellt. |
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