Richard Frisse GmbHLiquidiert
32107 Bad Salzuflen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Willi Bräker seit 21.4.2008 | Geschäftsführer |
Günther Wallbaum seit 27.1.2004 | Prokura |
Andreas Jürgen Hartmann seit 11.8.2003 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Richard Frisse GmbHBad SalzuflenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008der Richard Frisse GmbH, Bad Salzuflen1. Allgemeine Lage2008 war bezüglich des Umsatzes ein Geschäftsjahr auf überdurchschnittlich hohem Niveau, wobei im Vergleich zum Vorjahr eine weitere Steigerung der Gesamtleistung realisiert wurde. Die Umsatzerlöse aller Produktkategorien konnten auf hohem Niveau gehalten werden. Das Geschäftsjahr 2008 war während der ersten 9 Monate geprägt durch ein weiterhin positives Investitionsklima in der Schokoladenindustrie. Im letzten Quartal 2008 war, getrieben durch die beginnende weltweite Bankenkrise, eine markante Zurückhaltung bei den Investitionen zu spüren. Geplante Projekte wurden zwar nicht gestrichen, die Realisierung wurde jedoch zeitlich verschoben. Im Inland konnten wir, wie in den Vorjahren, trotz stagnierender Entwicklung des Schokoladenmarktes, mehrere Geschäfte realisieren, wobei der Exportanteil im Berichtsjahr 91 % (Vj 92,4 %) betrug. Die größten Bestellungsvolumen wurden wiederum mit den beiden Hauptmaschinen, der Ein- und Dreiwellenconche, erzielt. Beim Verkauf von Labormaschinen konnten wir eine markante Volumensteigerung erzielen. Die Dreiwellenconche Typ DÜC bietet mit hohem Kundennutzen weiterhin eine vom Markt anerkannte und führende Conchiertechnologie und setzt immer noch den Benchmark in der Schokoladenindustrie. Auch mit den übrigen Produkten Stahl- und Kunststofftransportbänder, Pumpen sowie Service wurden wiederum gute Verkaufsvolumina generiert. Trotz der hohen Auftragsauslastung konnten gezielt Entwicklungsprojekte umgesetzt werden. Auf der Interpack 08 präsentierten wir nebst weiteren Verbesserungen zur Erhöhung des Kundennutzens unserer Hauptmaschinen DÜC und ELK auch den neu entwickelten Verflüssiger LIQ. Weiter konnten wir unseren interessierten Besuchern die im Markt gut eingeführten und optimierten Labormaschinen vorstellen. Bedingt durch den erfreulich hohen Bestellungsübertrag zum Jahresende 2007 und die stark gewachsenen Kundennachfrage wurden im Berichtsjahr weitere personelle Kapazitäten im Bereich Technik und Fertigung aufgebaut. Wiederum konnten wir, wie auch in den Vorjahren, auf die Unterstützung von verschiedenen Konzerngesellschaften zurückgreifen. Zur Abwicklung des hohen Auftragsbestandes mussten über längere Zeit Überstunden geleistet und zusätzliche Leihkräfte eingestellt werden. Die Mitarbeiterzahl per Ende 2008 betrug total 53,5 (inkl. 4 Auszubildende), davon 37 im Betrieb und 16,5 in Entwicklung, Verkauf und Administration. Die mit der neuen Montagehalle geplante Fabrikationskapazität von 80 Maschinen pro Jahr wurde dank des überdurchschnittlich hohen Auftragsübertrags aus dem Jahre 2007 bereits im ersten Jahr deutlich übertroffen. Somit zeigten wir, dass wir in der Lage sind, auch bei Auftragsspitzen marktübliche Liefertermine zu halten. Schwerpunkte im Qualitätsmanagement in 2008:
2. Ergebnis 2008Der Bestellungseingang war nicht mehr ganz so hoch wie im Vorjahr. Wiederum konnten viele Folgeaufträge von bestehenden Kunden in verschiedenen Marktgebieten realisiert werden. Speziell ist zu erwähnen, dass weiterhin größere Investitionen unserer Kunden in den Europäischen Ländern getätigt wurden. Jedoch auch in Osteuropa und den Golfstaaten konnten gute Geschäfte realisiert werden. Demgegenüber war aus Nordamerika, Asien und Afrika eine gewisse Zurückhaltung bei Investitionen zu spüren. Aus dem guten Bestellungseingang in den ersten 9 Monaten und dem überdurchschnittlich hohen Übertrag aus dem Vorjahr resultierten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr von EUR 29,0 Mio., was deutlich über den Vorjahren lag. 3. Vermögenslage 2008Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Abnahme bei den Vorräten resultiert im Wesentlichen aus den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert aus dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.148 in 2008 (Vj. TEUR 3.441). Die Verminderung bei den Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 1.521 in 2007 auf TEUR 29 in 2008. Die Abnahme bei den Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.562 in 2007 auf TEUR 178 in 2008. 4. Finanzlage 2008Die flüssigen Mittel haben sich von TEUR 1.351 auf TEUR 4.334 erhöht. Im Bedarfsfall steht die Bühler Holding mit Krediten zur Verfügung, um den Liquiditätsbedarf der Richard Frisse GmbH jeder Zeit sicherzustellen. Die Veränderung des Finanzmittelfonds ergibt sich wie folgt:
Damit ist die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft mit "sehr gut" einzustufen. 5. NachtragsberichtBis zum Zeitpunkt unserer Berichtserstattung ergaben sich keine besonderen Vorgänge, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. 6. RisikoberichtDie kontinuierliche Erfassung und Überwachung von Risiken ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. Das Risikomanagementsystem ist ein integrierter Teil des Managementinformationssystem und die klar geregelte Entscheidungskompetenzregelung stellt sicher, dass die Geschäftsführung regelmäßig und zeitnah Informationen erhält und bei sich abzeichnendem Handlungsbedarf Maßnahmen ergreifen kann. Als Unternehmen ist FRISSE Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Da unternehmerisches Handel von der Übernahme angemessener Risiken nicht zu trennen ist, steht der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Risiken im Vordergrund. Einzelrisiken mit bestandesgefährdendem Charakter wurden für FRISSE nicht identifiziert. Der Verkauf der Maschinen und Ausrüstung erfolgt zu einem wesentlichen Teil (im Berichtsjahr ca. 84 % des Umsatzes) erfolgreich über die lokalen Unternehmen der weltweit tätigen Bühler Gruppe, was als ein gewisses Risiko eingestuft werden kann. Aus einer sich abkühlenden Investitionstätigkeit auf Grund der aktuellen Weltwirtschaftslage könnten sich gewisse Risiken im Bezug auf Auftragseingang und Auslastung ergeben. Die Geschäftleitung verfolgt die Situation systematisch und aktiv und leitet gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ein. 7. Ausblick 2009 und 2010Der Auftragsbestand per 1.1.2009 lag in Folge des zurückhaltenden Bestellungseingangs im 4. Quartal 2008 unter den Vorjahren. In den ersten Monaten 2009 erwarten wir weitere Bestellungen, welche mündlich teilweise bereits zugesagt sind. Die im Jahresplan enthaltene Zielsetzung für den Umsatz ist noch nicht gesichert und sie hängt wesentlich von der weltweiten konjunkturellen Lage im ersten halben Jahr ab. Der Bestellungseingang wurde in der Größenordnung der Jahre vor 2008 geplant und kann aus heutiger Sicht nur realisiert werden wenn sich die weltweite Zurückhaltung bei Investitionen im Schokoladenbereich löst. Unser Arbeitsvorrat liegt zurzeit mit ca. 5 Monaten unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert (Vj. 7 Monaten). Zur breiteren Abstützung werden wir im Jahr 2009 ein neues zusätzliches Produkt entwickeln, welches im Jahr 2010 am Markt eingeführt wird.
Bad Salzuflen, im Februar 2009 Richard Frisse GmbH Willy Bräker, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2008Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008der Richard Frisse GmbH, Bad Salzuflen
Anhang für das Geschäftsjahr 2008der Richard Frisse GmbH, Bad Salzuflen,I. VorbemerkungenDie Rechnungslegung erfolgt nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss der Richard Frisse GmbH ist nach den Bestimmungen der §§ 265 ff. HGB gegliedert. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang erläutert. Der Jahresabschluss wurde in TEUR (= Tausend Euro) aufgestellt. Die Richard Frisse GmbH, Bad Salzuflen, ist zu 100 % Tochtergesellschaft der Bühler AG, Uzwil / Schweiz, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird. Die Anschaffungskosten von Bezügen und Vermögensgegenständen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung wurden zu Tageskursen im Zeitpunkt der Verbuchung der Geschäftsvorfälle bestimmt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Kursverluste am Bilanzstichtag wurden berücksichtigt. II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt. (2) Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. (3) Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode errechnet. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer haben wir uns an den steuerlich relevanten Afa-Tabellen orientiert. Geringwertige Anlagegüter haben wir im Zugangsjahr aktiviert und werden über die steuerliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. (4) Vorräte Das Vorratsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse haben wir zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungskosten (Einzel- und Gemeinkosten). Erkennbaren Risiken in den Vorräten wurde durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bzw. niedrigeren Barwerten, vermindert um angemessene Pauschalwertberichtigungen, angesetzt. (6) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt DM 2.000.000,00 (EUR 1.022.583,76), das zu 100 % von der Bühler AG in Uzwil / Schweiz, gehalten wird. (7) Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden nach vorsichtiger, kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Risiken aus Nach- und Garantiearbeiten. (8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht. (9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich auf Leasingverträge und verteilen sich wie folgt:
III. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(10) Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:
(11) Materialaufwand
(12) Personalaufwand
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug für:
(13) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(14) Steuern
(15) GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der Richard Frisse GmbH schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. IV. Angaben zu Organen der Gesellschaft(16) Mitglied der Geschäftsführung
Hinsichtlich der Angabe von Geschäftsführerbezügen wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Bad Salzuflen, im Februar 2009 Richard Frisse GmbH Geschäftsführung Willy Bräker Entwicklung des Anlagevermögens der Richard Frisse GmbH, Bad Salzuflen
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Richard Frisse GmbH, Bad Salzuflen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 3. März 2009 Ernst
& Young AG
Schepers, Wirtschaftsprüfer Ottenhus, Wirtschaftsprüfer |
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