Einzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Rassbach Molding GmbH
Soltauer Straße 12, 13509 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Martin Kempf seit 25.3.2022 | Geschäftsführer |
Martin Wypyrsczyk seit 31.1.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rassbach Molding GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Rassbach Molding GmbH, BerlinI. Grundlagen des Unternehmens A) Geschäftsmodell des Unternehmens Die Rassbach Molding GmbH (im Folgenden auch kurz Rassbach oder Gesellschaft genannt) ist eine 89,9 % ige Tochtergesellschaft der TFI think form GmbH mit Sitz in Hartha, einer Industrieholding mittelständischer Unternehmen mit Fokus auf die Kunststoffverarbeitung. Die Rassbach Molding GmbH ist als Spezialist für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Primär-Verpackungssystemen im Kunststoffspritzguss mit Veredelungsstufen tätig. Die Rassbach Molding GmbH ist Anbieter von Verpackungslösungen, die führend sind im Hinblick auf Qualität, Hygiene, Präzision, Innovation und Funktionalität der Produkte. Das Unternehmen beliefert namhafte Kunden im In- und Ausland, insbesondere der Lebensmittel verarbeitenden Industrie als Kernmarkt. Seit der Erstzertifizierung im Jahr 2008 werden die Voraussetzungen und Bedingungen der Auftragsvergabe aus der Lebensmittelbranche erfüllt. Seit 2011 ist das Unternehmen auch nach den BRC-Richtlinien zertifiziert. Diese Norm steht für Qualitäts- und Hygienestandards auf höchstem internationalem Niveau. Die Wiederholungszertifizierung nach BRCGS Version 6.0 wurde im Geschäftsjahr durchgeführt und bestanden. B) Rechtliche Rahmenbedingungen Die Rassbach Molding GmbH ist seit 2016 am Markt tätig. Die Gesellschaft wird gehalten von der TFI think form GmbH, Hartha, 89,9 % sowie der EyCorCo UG (haftungsbeschränkt), Riegsee zu 10.1%. II. Wirtschaftsbericht A) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr -0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftszweigen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kommen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und geringe Nachfragen aus dem In- und Ausland. Damit setzt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2023 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. (Begleitmaterial zur Pressemitteilung Nr. 019, vom 15.01.2024) Laut Gesamtverband der Kunststoffverarbeitenden Industrie (GKV) sank der Branchenumsatz der deutschen Kunststoffverarbeitung im vergangenen Jahr um rund 6 % auf 72,5 Mrd. € (Vorjahr: 78,9 Mrd. €). Der deutliche Umsatzrückgang lässt sich im Wesentlichen durch Rückgang von Konsumausgaben der Verbraucher begründen. Ursächlich hierfür sind die steigenden Energiepreise. Im Jahresverlauf wurde deutlich, dass auch die anziehenden Zinsen sich dämpfend auf Ausgaben für Konsum und Kredite auswirken. Vergleichsweise zu anderen Ländern war Deutschland besonders abhängig von Gaslieferungen aus Russland und hatte bereits vor dem Angriff auf die Ukraine im internationalen Vergleich sehr hohe Strompreise. Das führte zu einem dramatischen Umsatzeinbruch der energieintensiven Industrien. Investitionsankündigungen der Unternehmen gingen somit zurück. Mehrungen von Insolvenzen aus dem industriellen Mittelstand sind die Folge daraus. Zusammenfassend sind in vielen Kundenindustrien die Umsätze deutlich eingebrochen. Der Inlandsumsatz von 42,3 Mrd. € ging deutlich stärker zurück (-9,4 %) als der Auslandumsatz von 30,2 Mrd. € (-0,3 %). Die Folge daraus sind Investitionsstopp und zunehmende Kurzarbeit. Die Ursachen der aktuellen Wirtschaftskrise in Deutschland sind überwiegend struktureller Natur. Damit die Industrie in zwei bis drei Jahren wieder Fahrt aufnehmen kann, benötigt die Industrie eine zukunftsorientierte Wachstumsagenda. (Quelle: Jahrespressekonferenz am 14.02.2024) B) Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 hat die Rassbach Molding GmbH Umsatzerlöse von TEUR 12.363 (Vorjahr: TEUR 15.439) erwirtschaftet. Die Umsätze wurden ausschließlich mit Produkten für die Lebensmittelbranche erzielt. So ergab sich im Jahr 2023 eine Reduzierung zum Umsatz und reduzierter Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) in Höhe von TEUR 12.023 (Vorjahr: TEUR 15.517). Wesentlicher Grund für die Reduzierung ist der Verkauf von Geschäftsaktivitäten. Der Markt für Kunststoffverpackungen fordert Gewichtsreduzierung bei Erhöhung der Recyclingfähigkeit. Rassbach richtet sich demzufolge strategisch neu aus. Um diesen Marktanforderungen effektiver und schneller gerecht werden zu können, hat die Rassbach die sich ergebenden Möglichkeiten genutzt, Geschäftsaktivitäten zu verkaufen. Der sich daraus ergebende Nettoverkaufserlös nach Anlagenabgang beläuft sich auf TEUR 1.458. Das operative Ergebnis 2023 ist belastet durch sich aus dem Verkauf ergebende Sondereffekte. Der direkte Verkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen i. H. v. TEUR 245 verschlechtert die Materialaufwandsquote. Vor Verlagerung ist ein temporärer Lageraufbau der Produktionsmittel erfolgt, vornehmlich an Wochenenden und zu Urlaubszeiten. Die Personalkosten sind dadurch um ca. TEUR 33 erhöht. Zudem entstand ein Fixkostenüberhang, den wir im 1. und 2. Quartal 2024 bereinigen mit: • Beendigung des Pachtvertrages für das externe Außenlager, TEUR 24 pro Monat • Beendigung Speditionsvertrag (Shuttle Service zum Außenlager), TEUR 18 pro Monat • Personalüberhang i. H. v. ca. 30 TEUR pro Monat Dieser Fixkostenabbau von annualisiert ca. 864 TEUR wird die Kostenstruktur in 2024 ab Umsetzung der Einzelmaßnahmen deutlich verbessern. Im Wesentlichen wurden Mittel der Verkaufserlöse zur Reduzierung von Verbindlichkeiten genutzt. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2023 und wird im Geschäftsjahr 2024 intensiv in die Produktionsanlagen investiert. Es ergab sich per Ende 2023 ein positives Jahresergebnis von TEUR 594 (Vorjahr: positives Jahresergebnis von TEUR 282). C) Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung der Rassbach Molding GmbH werden insbesondere die Umsatzerlöse nach HGB, die Gesamtleistung, Einzelkostenquoten, alle Ergebnisstufen inklusive des handelsrechtlichen Jahresergebnises herangezogen. Ertragslage Die wesentlichen Umsätze ergeben sich aus der Produktion von Kunststoffartikeln für in- und ausländische Unternehmen der Lebensmittelindustrie. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.075 bzw. 19,92 % auf TEUR 12.363 gesunken. Bedingt durch eine Bestandsreduzierung von TEUR 414, der aktivierten Eigenleistung und die sonstigen betrieblichen Erträge ist die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 15.517) um TEUR 3.494 bzw. 29,06 % auf TEUR 12.024 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 248 (TEUR 231) gestiegen. Der Materialaufwand inkl. Fremdleistungen (TEUR 6.141) ist deutlich um TEUR 3.559 bzw. um 36,69 % gesunken. Die Materialaufwandsquote an der Gesamtleistung gemessen, liegt mit 50 % unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 63 %). Ursächlich dafür sind durchschnittlich geringere Rohstoffpreise und die Deckelung der Strompreise durch den Staat. Zusätzlich wurden temporäre Zuschüsse nach dem Verfahren für das Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) beantragt. Durch die zusätzliche Strompreisbremse konnten die Energiekosten unterjährig abgefedert werden. Der Energieaufwand machte 2023 mit TEUR 838 einen Anteil von 7,20 % (Vorjahr: 13,04 %) an der Gesamtleistung aus. Der Personalaufwand für 2023 liegt mit TEUR 2.327 unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 2.568) und damit auf Planniveau. Die Anzahl der Beschäftigten betrug Ende 2023 insgesamt 52 Mitarbeiter (Vorjahr: 59). Die Personalaufwandsquote gemessen an der Gesamtleistung liegt mit 19 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 17 %), die durch zusätzliche freiwillige Leistungen begründet sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen 2023 mit TEUR 2.512 um TEUR 98 unter dem Vorjahr (TEUR 2.610). Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 136 auf TEUR 533 gesunken, auch begründet durch den Verkauf von Sachanlagen i. H. v. TEUR 220. Das Finanzergebnis von TEUR -76 verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 3 % (Vorjahr: TEUR -79). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragssteuersatzes von derzeit 30,175 %. Der Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer in Ansatz gebracht, die sich aus der Verrechnung von aktiver und passiver latenter Steuer zusammensetzen. Körperschafts- und Gewerbeertragssteuern belaufen sich auf TEUR 386. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 594 (Vorjahr: TEUR 282). Finanzlage Die Finanzlage ist zum Abschlussstichtag durch kurzfristig fällige Schulden (Rückstellungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) in Höhe von TEUR 1.927 (Vorjahr: TEUR2.328) geprägt. Die Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt. Bankdarlehen und Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen wurden im Jahr 2023 fristgerecht getilgt. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen sind um TEUR 334 ggü. dem Vorjahr (TEUR 634) um getilgt. Die Investitionen beliefen sich im Gesamtjahr 2023 auf TEUR 866 und betrafen u. a. Maschinen und Werkzeuge. Für die Sicherstellung von Kernprozessen und effiziente Abwicklung täglicher Geschäftsvorgänge wurde in eine ERP-Software investiert. Dies wurde aus dem operativen Cashflow finanziert. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 durch den Universalkreditrahmen der Hausbank in Höhe von TEUR 520 zusätzlich gesichert. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 99 auf TEUR 5.164 (Vorjahr: TEUR 5.263) verringert. Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 150 erhöht. Die Vorräte haben sich um TEUR 104 reduziert, insbesondere aufgrund des Bestandsabbaues bei Fertigerzeugnissen um TEUR 349. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich im Bestand um TEUR 104 reduziert (Vorjahr: 535). Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen hat sich um TEUR 14 reduziert. Das längerfristig im Unternehmen gebundene Anlagevermögen (TEUR 3.241; Vorjahr: TEUR 3.092) ist durch Eigenkapital (TEUR 2.179; Vorjahr: TEUR 1.585), längerfristige Bankkredite (TEUR 699; Vorjahr: TEUR 720), sonstige längerfristige Verbindlichkeiten (TEUR 300; Vorjahr TEUR 476) gedeckt. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern wurden abgebaut. Sie betragen TEUR 300 (Vorjahr TEUR 634). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 533 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen betragen TEUR 0; Vorjahr: TEUR 183). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 98 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert überwiegend aus Neufinanzierungen für Maschinen und Erweiterung des Fuhrparks (Vorjahr TEUR 0). Die Kontokorrentlinie wurde unterjährig nur partiell beansprucht und liegt bei TEUR 0 (Vorjahresstichtag: TEUR -111). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 18 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 16 %). Das Eigenkapital ist um den Gewinn in Höhe von TEUR 594 gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist von 30 % auf 42 % gestiegen. III. Risiko- und Chancenbericht Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Das umfassende Kontroll- und Risikomanagement zur Erkennung von wesentlichen Chancen und Risiken wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Risiken: Die Rohstoffmärkte für die Vorstufen zur Herstellung von Kunststoffgranulaten und somit auch diese selbst sind nach wie vor - auch aufgrund der Abhängigkeit vom weltweiten Markt für Rohöl und somit von der weltpolitischen Gesamtentwicklung - durch hohe Volatilität gekennzeichnet. Die Kalkulierbarkeit ist begrenzt. Der Abhängigkeit von Lieferanten auf der Rohstoffseite ist daher fortlaufend entgegenzuwirken durch eine bedarfsbezogene stabilisierende, preislich taktische Einkaufspolitik einerseits und andererseits durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen. Es wird im Wesentlichen das Instrument des Mengenkontrakts auf Basis entsprechender Mengen-Forecasts genutzt. Als risikovorbeugende Maßnahme zur Bereitstellung eventueller Ausweichmöglichkeiten wird durchgängig von Rassbach Molding GmbH eine Dual-Sourcing-Strategie verfolgt sowie parallel dazu die fortlaufende marktliche und technische Evaluierung weiterer potenzieller Lieferanten für die entsprechenden Einkaufsgruppen vorgenommen. Als weiteres Instrument zur Abfederung der materialbezogenen Preiseffekte sind mittlerweile Rahmenverträge oder einzelvertragliche Regelungen mit der überwiegenden Zahl der Kunden vereinbart, die eine quartals- oder monatsweise indexbasierte Anpassung der Artikelpreise bei Rohstoffpreisschwankungen vorsehen. Das Instrument der mitlaufenden Nachkalkulation von Artikeln hat Rassbach Molding GmbH für sich weiter vorangetrieben und wird mit dem neuen ERP System intensiviert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Forderungsausfälle sind weder zu verzeichnen noch werden sie erwartet. Es existiert ein intaktes Mahnwesen bei Rassbach Molding GmbH zur Absicherung unserer Forderungen auf Kundenseite. In 2023 gab es keine Zahlungsausfälle unserer Kunden. Potenzielle Wechselkursrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten, liegen nicht vor. Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit ist es weiterhin wichtig, das Energiemanagement aktiv zu betreiben. Nur so können bei stetig steigenden Energiepreisen die Energiekosten weiter gesenkt werden. Das Unternehmen setzt weiterhin auf energieeffiziente Maschinen und Peripherie und auch künftig wird weiter investieren. Im Wirtschaftsjahr ist in elektrische Spritzgießmaschinen investiert worden. Zur Minimierung potenzieller Investitionsrisiken bestehen im Unternehmen und der TFI think form Gruppe für die Genehmigung von Investitionen und sonstigen Aufwendungen sowie dem damit verbundenen Finanzierungsbedarf klare Entscheidungswege und Richtlinien. Größere Investitionen werden in einem Investitionsplan zusammengefasst und durch Vorlage und Gesellschafterentscheid genehmigt. Sich ergebender Finanzbedarf wird weitgehend durch Bankenfinanzierung sichergestellt. Die Liquiditätslage der Rassbach Molding GmbH ist gut. Die Hausbank stellt die Kreditlinie von TEUR 520 weiter zur Verfügung. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Fristen mit Ausnutzung eingeräumter Skontoabzugsmöglichkeiten beglichen. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres 2023 gesichert. Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken eines in 2015 abgeschlossenen Darlehensvertrages wird weiterhin das Instrument von Zinscaps in der Vertragsgestaltung genutzt. Die aus der Herstellung und dem Inverkehrbringen von Artikeln möglicherweise resultierenden Gewährleistungsrisiken werden über ein umfangreiches Qualitätsmanagement sowie regelmäßige Zertifizierungen der Rassbach Molding GmbH insbesondere nach den Hygienestandards für Produkte in direktem Kontakt mit Lebensmitteln als integrale Bestandsteile des Managementsystems und somit auch des Tagesgeschäfts des Unternehmens geführt. Rassbach Molding GmbH verfügt zudem über umfassende Versicherungen für eventuelle Rückrufe von Kunden bzw. deren Kunden sowie für Produkthaftung. Der Mietvertrag der Rassbach Molding GmbH für Lagerflächen für RHB und Fertigwaren konnte zum 31. März 2024 gekündigt werden. Es sind derzeit keine laufenden gerichtlichen Verfahren gegen die Rassbach Molding GmbH anhängig bzw. bekannt. Wir gehen davon aus, dass wir in der Lage sind, alle Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Eine darüber hinaus gehende finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin werden wir aus heutiger Sicht nicht benötigen. Geplante Investitionen werden bei entsprechender Finanzierung realisiert werden. Chancen: Für die Rassbach werden Chancen vornehmlich in folgenden Bereichen gesehen: Die fokussierte Vertriebsarbeit wird weiter fortgeführt. Schwerpunktthemen sind dabei hohe Flexibilität und Liefertreue der Rassbach sowie die Entwicklung neuer Produkte für und mit unseren Kunden. Marktseitig werden sich Möglichkeiten für die Rassbach in der Lebensmittelindustrie durch die zunehmende Regionalisierung einerseits sowie Individualisierung andererseits ergeben. Die sich verändernden Marktgegebenheiten werden auch neue Produktideen verlangen. Kreativität sieht Rassbach als eine seiner Stärken an. Zudem wird davon ausgegangen, dass Recyclingströme vermehrt lokal organisiert werden, sodass lokale Anbieter Vorteile haben werden. IV. Prognosebericht Für 2024 ist ein Umsatz in Höhe von über EUR 7,5 Mio. geplant sowie eine deutliche Verbesserung des EBITDA. Bestehende und neu gewonnene Kunden werden stetig weiter ausgebaut und der Anteil des Neugeschäfts durch gezielte Akquisitionsarbeit für die kommenden Jahre weiter vorangetrieben. Weiterhin ist geplant, sich mit den Kunden intensiver zu verzahnen, um das Unternehmen so besser auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten. Das Unternehmen ist führender Anbieter bei einigen Verpackungssorten und hat realistische Chancen - auch aufgrund der umfassenden Zertifizierung nach dem BRC-Standard für die Lebensmittelindustrie - seine Marktposition bei bestehenden und neuen Kunden weiter ausbauen zu können. Die Entwicklung neuer Produkte mittels eigener Konstruktion und eigenem Werkzeugbau wird kontinuierlich vorangetrieben, um den Bedürfnissen des Marktes und der Kunden auch zukünftig gerecht zu werden. Die hierfür erforderlichen Investitionen für Neuwerkzeuge sowie im Werkzeugbestand werden projektbezogen fortgeführt. Auch 2024 werden Maßnahmen hinsichtlich Prozessoptimierung, Steigerung der Personaleffizienz in der Produktion, Reduzierung des Ausschusses und Einsparungen in allen Kostenbereichen kontinuierlich fortgeführt. Auftretende Kundenreklamationen werden gezielt mit Sofortmaßnahmen verfolgt, um präventiv Wiederholungsfehler zu vermeiden. Unterstützt wird dies auch mit der Einführung des ERP, BDE / MDE Systems. Zwar besteht im Hinblick auf den Materialeinsatz weiter das Risiko von volatilen Rohstoffmärkten für die wesentlichen Vormaterialien. Die Preise für das Kunststoffgranulat haben sich allerdings gegenüber dem Vorjahr stabilisiert. Derzeit ist davon auszugehen, dass sich die Preise für Rohware im 1. - 3. Quartal bei ca. 1.500 -1.700 EUR/t einpendeln werden. Das 2009 eingeführte Umwelt- und Energiemanagementsystem ist die Voraussetzung dafür, weiterhin die Begrenzung der KWK- und Offshore Umlage und die damit verbundene Reduzierung der Energiekosten in Anspruch nehmen zu können. Im Gebäudekomplex in dem sich unser Außenlager befindet, gab es einen Brand auf einer benachbarten Lagerfläche. Unsere Lagerflächen wurden teilweise in Mitleidenschaft gezogen. Eine Fläche ist derzeit durch die Versicherung gesperrt und wird begutachtet. Die genaue Schadenshöhe ist noch in Klärung. Diverse Vermögensgegenstände und Mehrkosten sind durch unseren Versicherer gedeckt. Wir gehen aktuell von einem 7-stelligen Schaden aus. In den Produktionsabläufen rechnen wir geringen Einschränkungen. Das anhaltende Kriegsgeschehen in der Ukraine führt weiter zur Unsicherheit bei. Rassbach hat für 2024 Stromfestpreisverträge geschlossen. Die Verbrauchswerte werden sich deutlich verringern begründet mit Maschinenreduzierung und anteilig mehr Einsatz von elektrischen Maschinen, sowie reduziertem Auftragsvolumen von Verträgen, die ausgelaufen sind. Wir blicken mit Zuversicht auf die kommenden Jahre und rechnen mit mehr Umsatzwachstum und somit mit einem deutlich besseren Jahresergebnis und EBITDA.
Berlin, den 08.04.2024 gez. Stefan Eylert, Geschäftsführer gez. Michael Kempf, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Rassbach Molding GmbH, 13509 BerlinA. Allgemeines Die Rassbach Molding GmbH (im Folgenden auch kurz Gesellschaft genannt) hat ihren Sitz in 13509 Berlin, Soltauer Str. 12, und ist unter der Handelsregisternummer HRB 166876 beim Registergericht Berlin-Charlottenburg eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist entsprechend den Größenklassen nach § 267 Absatz 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk je nach Zweckmäßigkeit in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln bewertet. Es wird vorsichtig bewertet; insbesondere werden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Bilanzstichtag realisiert waren. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt 1 bis 3 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei selbsterstellten Anlagegegenständen werden neben den Lohn- und Materialeinzelkosten angemessene Gemeinkosten berücksichtigt. Soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt, werden lineare planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Zugänge von geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden grundsätzlich in der Handelsbilanz analog zu § 6 Absatz 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben und als Abgänge ausgewiesen. Die festgesetzte Nutzungsdauer beträgt für Gebäude 10 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 16 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bilanziert. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wird bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der niedrigere Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen unter Berücksichtigung von üblichen Preisnachlässen bewertet. In den Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Soweit notwendig, werden Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. eingeschränkter Verwertbarkeit sowie aufgrund des Gebots der verlustfreien Bewertung vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Daneben erfolgt die Risikovorsorge über eine angemessene Pauschalwertberichtigung. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Zum Bilanzstichtag ergibt ein Passivüberhang der latenten Steuern. Die aktiven latenten Steuern wurden um TEUR 11 vermindert, die passiven latenten Steuern wurden im Berichtsjahr um TEUR 59 erhöht. Die Gesamtveränderung der latenten Steuern beträgt somit TEUR 70. Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gesellschaft hat zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 560 (per 31.12.2023) Zinsbegrenzungsverträge über die gleiche Laufzeit und unter Berücksichtigung der Tilgungen abgeschlossen (Mikrobewertungseinheit). Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird mithilfe der critical term match - Methode überprüft. Die buchhalterische Abbildung erfolgt mit der Einfrierungsmethode. Die gezahlte Prämie wird unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über die Laufzeit aufgelöst. Die Auflösung wird als Zinsaufwand erfasst. Die Zinsbegrenzungen und die Darlehen werden als Bewertungseinheit behandelt und daher zum Stichtag gemeinsam bewertet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Änderungen der Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Eine Vergleichbarkeit des Berichtsjahres mit dem Vorjahr ist gegeben. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergeben sich aus dem Anlagenspiegel. Angaben zu den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 44). Die restlichen Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Angaben und Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben in gesamter Höhe von 1.120.901,13 EUR (Vj: 1.911.379,35 EUR) Restlaufzeiten bis 1 Jahr und in Höhe von 998.967,16 EUR (Vj. Für den Darlehensvertrag bei der Berliner Sparkasse liegt eine Sicherheit durch Grundschuldübertragung vor. (Verbleibende Darlehensschuld TEUR 560) Besicherungen aus sog. Unechten Mietkaufverträgen bestehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 183) Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 634) D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen TEUR 105 und steuerpflichtigen Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 20, aus periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 13. Die sonstigen Erlöse betragen im Geschäftsjahr TEUR 627. Diese setzen sich Wesentlichen zusammen aus: • TEUR 220 Verkäufen aus Sachanlagen • TEUR 245 Verkäufen aus Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen • TEUR 162 Sonstige Erlöse Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (einschließlich des Bestellobligos per 31. Dezember 2023) belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 326 (Vorjahr: 695), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0. E. Sonstige Angaben Mitarbeiter Geschäftsführer der Rassbach Molding GmbH waren im Geschäftsjahr Herr Stefan Eylert und Herr Michael Kempf, im Verantwortungsbereich Technik. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten stellt sich wie folgt dar:
Die Rassbach Molding hat darüber hinaus durchschnittlich 3 Auszubildende beschäftigt. Die Berechnung erfolgte entsprechend nach HGB, § 267, Abs. 5. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Das Projektgeschäft ist naturgemäß mit einem größeren Akquisitionsrisikos behaftet und von globalen und regionalen Konjunkturentwicklungen abhängig. Diesem Risiko begegnet Rassbach erfolgreich, indem sich das Unternehmen als Nischenanbieter etabliert hat und dadurch den Einfluss von Konjunkturentwicklungen mindert. Die Produktpalette ist auf unterschiedliche Kunden abgestellt. Für die Fertigung unserer Produkte kauft Rassbach Rohmaterial in einem für Fertigungsbetriebe üblichen Ausmaß zu. Durch langjährig ausgerichtete und stabile Kunden-/Lieferantenbeziehung sowie sorgfältiger Auswahl der Lieferanten nach Kriterien, Preis, Zuverlässigkeit und Qualität wird das Beschaffungsrisiko, insbesondere im Rohmaterial gut gesteuert. Der Rohstoffindex KI für PP Homopolymer ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 2.024 je Tonne) im Wirtschaftsjahr gesunken (EUR 1.539 je Tonne). Die Einkaufspreise für 2024 liegen aktuell unter den Jahresdurchschnittspreisen von 2023 (EUR 1.057 je Tonne). In Folge der Teuerungen von Energiekosten und Wegfall der Strompreisbremse ist davon auszugehen, dass ein deutlicher Anstieg sein wird. Die Rassbach Molding GmbH weist keine wesentliche Umweltrisiken auf. Die Abfallentsorgung basiert auf den für Fertigungsunternehmen vorgesehenen gesetzlichen Maßnahmen und Vorschriften. Zur Senkung des Energieverbrauchs wird Rassbach weitere elektrisch betriebene Fertigungsanlagen einsetzen. Die Investitionsbudgets der nächsten Jahre werden geprägt sein weiter zu modernisieren und in die maschinelle Ausstattung zu investieren. Im Gebäudekomplex in dem sich unser Außenlager befindet, gab es nach dem Abschlussstichtag einen Brand auf einer benachbarten Lagerfläche. Unsere Lagerflächen wurden teilweise in Mitleidenschaft gezogen. Eine Fläche ist derzeit durch die Versicherung gesperrt und wird begutachtet. Wir gehen aktuell von einem 7-stelligen Schaden aus. Die genaue Schadenshöhe ist noch in Klärung. Wir gehen davon aus, dass die beschädigten Vermögensgegenstände und Bestände sowie anfallende Mehrkosten durch Versicherungen gedeckt sind. In den Produktionsabläufen rechnen wir in nur geringen Umfang mit Einschränkungen in den Arbeitsabläufen. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens liegen die Ergebnisse im ersten Quartal des laufenden Jahres 2024 weitgehend auf Plan. Besondere Risiken in Bezug auf die zukünftigen Geldströme liegen nicht vor. Momentan geht die Geschäftsführung davon aus, dass die geplanten Ergebnisse erreicht werden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind haben sich nicht ergeben. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, dass Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023Rassbach Molding GmbH, Berlin
sonstige Berichtsbestandteile
Berlin, den 08.04.2024 gez. Stefan Eylert, Geschäftsführer gez. Michael Kempf, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rassbach Molding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rassbach Molding GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rassbach Molding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Chemnitz, 8. April 2024 SRS
Audit GmbH
Claudia Richter, Wirtschaftsprüferin Tilo Heiland, Wirtschaftsprüfer |
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