GG BRANDS GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Körperpflegemitteln und Duftstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dawid Wróbel seit 8.10.2025 | Geschäftsführer |
Pawel Chmielewski seit 8.10.2025 | Geschäftsführer |
Camilo Eugenio seit 28.1.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
IRGO sp. z o.o. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GALA HOLDING GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. MÄRZ 2022I. Grundlagen des Konzerns1. Tätigkeitsfeld und rechtlicher Rahmen der GALA - Group Das Tätigkeitsfeld der GALA-Group ist die Herstellung, der Vertrieb sowie der Handel mit Wachserzeugnissen, Lufterfrischer-Produkten, Home Decor (Duftpotpourris, Trockenblumen, Duftöle) und Zubehör aller Art. Die GALA-Gruppe beschäftigt über das Geschäftsjahr durchschnittlich 4.562 Mitarbeiter (FTE) mit Produktions- und Vertriebsstandorten in Europa, USA und Asien. Der Absatz erfolgt sowohl an den Einzelhandel als auch über selbst betriebene Onlineshops. Die GALA-Group bezieht ihre primären Rohstoffe wie Brennmasse (Paraffin, Fette, Wachse), Gläser, Düfte, Naturrohstoffe sowohl lokal als auch global. Das Ziel der GALA-Group ist es, ein globaler Produzent und Anbieter von oben genannten Produkten zu werden und damit die Bedürfnisse seiner internationalen Kunden lokal und global zu erfüllen. Dazu plant das Unternehmen sowohl organisch - durch die Erweiterung des Kunden- und Produkt-Portfolios - als auch durch Zukäufe weiter zu wachsen. Die GALA HOLDING GmbH, München, als Konzernmutterunternehmen unterhält zum Bilanzstichtag 31.03.2022 mit der GALA Germany GmbH (Wörnitz, DE), der GALA Hungary Kft., (Sopron, HU), der GALA Candles UK Ltd. (London, UK), der Flora Classique Inc. (Temecula, US), der Ramesh Flowers Private Limited (Tuticorin, IN), der GALA Poland Sp. z. o.o. (Wielun, PL), der GALA North America Inc. (Dublin, US) sowie der GG BRANDS GmbH (Berlin, DE) eigene Einkaufs-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften in Europa, USA und Asien. Folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis wurden im Geschäftsjahr 2021/22 vorgenommen: Mit Wirkung zum 17.09.2021 wurde die JewelCandle Sp. z. o.o. (Szczecin, PL) liquidiert. Zuletzt wurde mit notariellem Vertrag vom 30.03.2022 die GALA Kerzen Immobilien GmbH (Wörnitz, DE) verkauft. Alle zuvor beschriebenen Gesellschaften bilden zusammen den GALA Konzern und werden voll konsolidiert (siehe dazu Details im Anhang unter Informationen zum Konsolidierungskreis). Die Akquisitionsfinanzierung der Zukäufe der GALA-Group erfolgte v.a. durch einen Konsortialkredit, durch Verkäufer- und Eigentümerdarlehen sowie einer Kapitalerhöhung. 2. Organisatorische Struktur des Konzerns
3. Betrachtungszeitraum und Vorjahresvergleichbarkeit Der Konzernabschluss zum 31.03.2022 (Geschäftsjahr 01.04.2021 bis 31.03.2022) weist im Vergleich zu dem Vorjahreskonzernabschluss zum 31.03.2021 (Geschäftsjahr 01.04.2020 bis 31.03.2021) folgende Veränderung des Konsolidierungskreises auf:
Die GALA Kerzen Immobilien GmbH scheidet im Rahmen einer Sale and Lease Back Transaktion zum 31.03.2022 aus dem Konsolidierungskreis aus. Zum Konsolidierungsstichtag 31.03.2022 wurden keine weiteren Gesellschaften erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die folgende Tabelle soll die wesentlichen Kennzahlen Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA der verschiedenen Gesellschaften, und damit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss im Geschäftsjahr 21/22, in TEUR illustrieren. Das bereinigte EBITDA ermittelt sich nach eigenen Berechnungen aus dem Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um außergewöhnliche Aufwendungen.
Im Geschäftsjahr 2021/22 sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von 3,3 Mio. EUR angefallen, um welche das EBITDA zu korrigieren ist. Diese betreffen im Wesentlichen a. o. Buchgewinne aus Immobilienverkäufen, Abwertung von Lagerbeständen, Anpassung der Rechnungslegung an das Group Accounting Manual, die Einführung neuer Software, Berater- und Projektkosten und die Beeinträchtigungen durch COVID-19 sowie Verluste bzw. Gewinne aus Währungsbewegungen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Unser Geschäftsjahr April 2021 bis März 2022 stand unter dem Einfluss der weltweiten COVID-19 Pandemie mit der Ausbreitung der Delta-Variante im Herbst und der Omikron-Variante zum Jahreswechsel mit drastisch steigenden Fallzahlen. Die Beeinträchtigung der weltweiten Lieferketten führte zu einer Erhöhung der Rohstoffpreise. Die im Sommerhalbjahr verzeichnete Schwäche des Welthandels wurde ab dem dritten Quartal 2021 überwunden und der globale Handel nahm wieder Schwung auf. Hierzu dürfte beigetragen haben, dass die Rückstände an den Seehäfen und im Seeverkehr, die im Sommer 2021 insbesondere von China ausgegangen waren, aufgelöst wurden. Die Dynamik im Welthandel hat nach der Jahreswende spürbar nachgelassen, zuletzt wohl auch infolge des Ukraine-Konfliktes. Der Einmarsch Russlands am 24. Februar 2022 in die Ukraine verschärfte die Lage an den Energie- und Rohstoffmärkten, welche auf ein historisch hohes Preisniveau gestiegen sind. Die umfangreichen Sanktionen der westlichen Staatengemeinschaft gegen Russland führten zu weiter steigenden Preisen und einer hohen Inflationsrate. Im Laufe des Jahres 2021 verstärkte sich der Preisauftrieb kräftig. Auch zu Beginn des neuen Jahres erhöhte sich die Inflationsrate weiter. Im Januar 2022 lag sie insgesamt bei 5,5%. Der Preisauftrieb wird durch hohe Energie- und Transportkosten getrieben. Für 2022 wird mit einer Inflation von 7,2% gerechnet und auch in 2023 sollen die Verbrauchpreise noch um 5,2% steigen. In Summe ist die Weltwirtschaft in 2021 um 5,8% zum Vorjahr gewachsen. Für 2022 wird mit einer Eintrübung der Weltproduktion auf 3,5% gerechnet. Dieser Trend verfestigt sich in 2023 mit einem weltweiten BIP von 3,6%. 1 Im Euroraum konnte sich die Wirtschaftsleistung nach dem COVID-bedingten Rückgang in 2020 wieder im Verlauf des Sommers und Herbst 2021 erholen. Das BIP im Euroraum lag 2021 bei 5,2%. Durch die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird für 2022 mit einer Abflachung des BIP auf 3,0% und für 2023 auf -0,1% gerechnet 2 . Bei den Industrieunternehmen waren die Produktionskapazitäten nicht ausgelastet. Der Mangel an Material, Ausrüstung und ausgebildeten Mitarbeitern sind die limitierenden Faktoren. In 2021 blieben die Lohnentwicklungen im Euroraum mit einer Steigerung von 3,5% gegenüber Vorjahr noch verhalten. Dies wird sich jedoch alsbald verändern. Zwar ist der Verteilungsspielraum nicht erhöht, doch die Lohndynamik wird angesichts zunehmender Anspannung am Arbeitsmarkt (Knappheit an Arbeitskräften) und einer hohen Verbraucherpreisinflation wohl spürbar zunehmen. Bisher sind weder die hohen Energiepreise noch die gestiegenen Import- bzw. Produzentenpreise vollständig in den Verbraucherpreisen weitergegeben worden. Nachdem die Verbraucherpreise im Euroraum im Laufe des Jahres 2021 um 2,6% moderat zugelegt haben, ist mit einem Sprung auf 5,2% in 2022 zu rechnen. Daher ist auch mit Zinserhöhungen seitens der Europäischen Zentralbank zu rechnen. 3 Die US-Wirtschaft expandierte zum Ende des Jahres 2021 wieder kräftig. Im Jahresdurchschnitt ergab sich mit 5,7% der höchste Anstieg der Wirtschaftsleistung seit 1984. Die USA hat sich damit fast vollständig vom COVID-19-Schock erholt. Im ersten Quartal 2022 zeigen die Indikatoren auf eine Verlangsamung des Wachstums hin, so dass in 2022 mit einem BIP-Wachstum von 3,1% gerechnet wird. Die starke Expansion der Wirtschaft hat zu einer angespannten Arbeitsmarktlage geführt. Die Arbeitslosenquote lag in den USA bei 3,8% im Februar 2022. 4 Der für den Konzern relevante Absatzmarkt ist im letzten Jahr gewachsen. Einerseits durch die stetige Verbreiterung des Produktsortimentes um Duft- und dekorative Kerzen bis hin zu nachhaltigen Produkten sowie um Erweiterungen im Segment Home-Decor und Duftöle. Andererseits durch die pandemiebedingte Sondernachfrage zur Verschönerung der eignen Wohnsituation. Auch mit unserer wachsenden Online-Präsenz können wir diesen Trend bedienen. Die Beschaffungskosten in allen relevanten Commodities haben sich in 2021 deutlich nach oben entwickelt, da die steigende Nachfrage auf gedrosselte Produktionsvolumen getroffen ist. Aus diesem Grund wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um unseren Bedarf an Rohstoffen zu decken. Dieser Trend wird sich auch in 2022 zunächst fortsetzen. Die steigenden Materialbezugskosten werden in der gesamten Branche über die Erhöhung der Absatzpreise an die Kunden weitergegeben. Der Trend zu nachhaltigeren, aber deutlich teureren Rohstoffen, setzt sich fort. Die GALA-Group konnte im Berichtsjahr ihre starke Stellung im nationalen und internationalen Wettbewerb halten. Die GALA-Germany ist weiterhin der umsatzstärkste Kerzenproduzent in der Bundesrepublik. Der Standort Sopron ist bei weitem der größte Kerzenhersteller in Ungarn. Der Standort Wieluń ist ein großer Kerzenhersteller in Polen. Die Ramesh Flowers beliefert Kunden mit ihren innovativen und preislich attraktiven Home Decor und Home Scence Produkten. Die GALA North America produziert lokal für den nordamerikanischen Markt. Eine wachsende Präsenz im Onlinehandel und der direkte Vertrieb eigener Markenprodukte an Endabnehmer wird durch die GG Brands GmbH in Europa erreicht. Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Impfung der Bevölkerung dürften die pandemiebedingten Einschränkungen im Verlaufe des Jahres 2022 erheblich reduziert werden. Der Krieg in der Ukraine bremst die Expansion der Weltwirtschaft. Ausmaß und Dauer der Beeinträchtigung sind indes kaum zu prognostizieren. Höhere Rohstoffpreise treiben die Inflation und führen voraussichtlich zusammen mit den Auswirkungen der Sanktionen auf Transportzeiten und Produktionsketten dazu, dass Lieferengpässe die Konjunktur wieder stärker hemmen werden. 5 Auch die durch die hohe Inflation sinkenden Reallöhne bremsen den privaten Konsum und trüben die Absatzerwartungen der Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken für die gesamte Privatwirtschaft, insbesondere jedoch für den Konsumgütersektor. Die Furcht vor deutlich höheren Energiekosten in Verbindung mit den niedrigeren Reallöhnen zwingt die privaten Haushalte dazu, ihr Konsumverhalten zu überdenken und Geld für zukünftige Energierechnungen zurückzulegen. Die Lieferengpässe, die gegenwärtig die weltwirtschaftlichen Aktivitäten behindern, sowie zunehmende geopolitische Risiken verstärken den Wunsch die Produktionsketten robuster zu gestalten, indem mehr auf lokale Versorgung gesetzt wird. Die verstärkte Ausrichtung auf Versorgungssicherheit und der damit verbundene Verzicht auf Spezialisierungsvorteile geht aber auf Kosten der Produktivität und verringert das Wachstum. Zudem bremsen demografische Faktoren sowie abnehmende Produktivitätszuwächse in China das globale wirtschaftliche Wachstum. Unter diesen Rahmenbedingungen dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft für den Zeitraum 2024 bis 2026 im Durchschnitt bei 2,8% liegen. 6 2. Bericht über den Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Konzern-Umsatz von 285,6 Mio. EUR (Vorjahr 255,5 Mio. EUR) erwirtschaftet, welcher den Budget-Wert von 268,4 Mio. Euro deutlich übertrifft. Die Steigerung von 11,8% ist auf die gute Geschäftsentwicklung in den Produktkategorien Duftkerzen, Raumdüfte und andere Dekorartikel sowie auf die gestiegenen Verkaufspreise aufgrund der Weitergabe von Materialkosten zurückzuführen. Somit haben sich die Umsätze deutlich über dem geplanten organischen Wachstum entwickelt. Unter Berücksichtigung der Entwicklung der Lagerbestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen liegt die Konzern-Gesamtleistung bei 289,1 Mio. EUR (Vorjahr 257,2 Mio. EUR). Neue Trends im Kerzen-, Raumduft- & Dekorationsartikelsegment setzen wir mit der Produkt Design & Marketingabteilung um. Durch die Zusammenarbeit der internationalen Marketingteams, die über die verschiedenen Standorte der GALA-Group verteilt sind, konnte eine breitere Produktkollektion entwickelt und erfolgreich verkauft werden. Wir arbeiten in enger Abstimmung mit unseren Kunden zusammen. Dabei werden sowohl Anregungen seitens der Kunden aufgenommen als auch Ideen aus den eigenen Design Studios am Markt eingeführt. Das Segment der bedufteten Kerzen in Gläsern hatte in 2021/22 einen herausragenden Stellenwert. Die Produktlancierungen des Duftsortiments unter der Marke "Farm to Aromatherapy" wurden von bestehenden Kunden gut angenommen. Das Geschäft mit Teelichtern und Waxmelts konnte weiter gesteigert werden. Für Dekorationsprodukte wurden weitere europäische Kunden gewonnen. Bedingt durch einen Produktrückruf in der Kategorie Raumdüfte, waren die Umsätze in dieser Kategorie rückläufig. Zur internen Unternehmenssteuerung werden insbesondere die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und bereinigtes EBITDA herangezogen. Das bereinigte EBITDA beläuft sich auf 26,1 Mio. EUR (Vorjahr 26,0 Mio. EUR) und liegt damit knapp unter dem Planwert von 27,6 Mio. EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 9,1%. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist im Wesentlichen durch die in den Vorjahren erfolgten Akquisitionen und den Verkauf von Konzernimmobilien geprägt. Operativ sehen wir die wirtschaftliche Lage insgesamt positiv. 3. Geschäftsverlauf und Vermögens - , Finanz - und Ertragslage Der Umsatz in Höhe von 285,6 Mio. EUR (Vorjahr 255,5 Mio. EUR) verteilt sich im Wesentlichen auf die Absatzmärkte mit ca. 37% auf Deutschland (Vorjahr ca. 36%), 26% auf die USA (Vorjahr ca. 25%), 8% in Großbritannien (Vorjahr ca. 9%) und ca. 4% in Frankreich (Vorjahr ca. 5%). Die realisierten Umsatzsteigerungen liegen im Rahmen des geplanten organischen Wachstums. Der Konzern erwirtschaftete 2021/22 ein Ergebnis vor Steuern von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr -6,9 Mio. EUR). Das bereinigte EBITDA beläuft sich auf 26,1 Mio. EUR (Vorjahr 26,0 Mio. EUR), die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 9,1% und somit innerhalb der geplanten Bandbreite. Im Geschäftsjahr 2021/22 fielen außergewöhnliche Erträge von insgesamt ca. 3,3 Mio. EUR (Vorjahr ca. -5,2 Mio. EUR) an. Diese betreffen im Wesentlichen Buchgewinne aus Immobilienverkäufen, Abwertung von Lagerbeständen und Forderungen, Anpassung der Rechnungslegung an das Group Accounting Manual, die Einführung neuer Software, Berater- und Projektkosten und die Beeinträchtigungen durch COVID-19 sowie Verluste bzw. Gewinne aus Währungsbewegungen. Das Ergebnis vor Steuern ist belastet durch Zinsaufwendungen von 9,2 Mio. EUR (Vorjahr 8,2 Mio. EUR) sowie Abschreibungen von insgesamt 18,6 Mio. EUR (Vorjahr 18,6 Mio. EUR). Davon entfallen 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,4 Mio. EUR) auf die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Weitere wesentliche Aufwandspositionen waren im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit der Materialaufwand inkl. bezogener Leistungen in Höhe von 196,2 Mio. EUR (Vorjahr 152,8 Mio. EUR) sowie die Personalkosten in Höhe von 48,2 Mio. EUR (Vorjahr 44,8 Mio. EUR). Die Mitarbeiterzahl (FTE) lag konzernweit im Geschäftsjahr 2021/22 durchschnittlich bei 4.562 (Vorjahr: 4.594). Die GALA-Group konnte durch Investitionen in die Automatisierung der Produktion sowie durch Optimierung von Prozessen den Pro-Kopf-Umsatz auf 62,6 TEUR (Vorjahr 55,6 TEUR) steigern. Vermögenslage Die Konzern-Bilanzsumme per Stichtag 31.03.2022 beträgt 276,6 Mio. EUR (Vorjahr 269,0 Mio. EUR). Die Vermögenslage wird weiterhin wesentlich bestimmt durch die im Rahmen der Erwerbe zugegangenen Vermögen sowie der dabei aufgedeckten stillen Reserven auf Gegenstände des Sachanlagevermögens sowie die Geschäfts- oder Firmenwerte der operativen Tochterunternehmen. Im Konsolidierungskreis liegt der Geschäfts- oder Firmenwert bei 78,4 Mio. EUR (Vorjahr 89,0 Mio. EUR) und wird über 12 Jahre linear abgeschrieben. Das Anlagevermögen beläuft sich insgesamt auf 123,3 Mio. EUR (Vorjahr 164,1 Mio. EUR), was einen Anteil von 45% (Vorjahr 61%) an der Bilanzsumme ergibt. Das Vorratsvermögen beträgt 65,5 Mio. EUR (Vorjahr 60,9 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anteil von 24% (Vorjahr 23%). Wie in den Vorjahren auch wurden zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der GALA-Group und der Produktionsstandorte erhebliche Mittel investiert. Insgesamt betrugen die Zugänge im Anlagevermögen 10,5 Mio. EUR (Vorjahr 18,0 Mio. EUR), welche vor allem zur Erweiterung der Produktionskapazitäten, zur Effizienzsteigerung sowie in der Software-Beschaffung anfielen. Die meisten Standorte sind nach EN ISO 9001 QM-System, dem ISO 50001 Energiemanagementsystem, RAL-Standards sowie nach den Regeln des RSPO zertifiziert und setzen entsprechend den Kundenanforderungen nachhaltige Materialien ein. Zum Konzernbilanzstichtag wies die GALA-Group Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 24,8 Mio. EUR (Vorjahr 27,7 Mio. EUR) aus. Finanzlage Die Konzern-Eigenkapitalquote beträgt 16,7% (Vorjahr 22%). Die wirtschaftliche Konzern-Eigenkapitalquote unter Einbeziehung der Darlehen der Gesellschafter des Mutterunternehmens von 35,1 Mio. EUR (Vorjahr 32,5 Mio. EUR) beträgt ca. 29% (Vorjahr ca. 34%). Das Konzern-Eigenkapital wurde insbesondere auch durch Kapitalerhöhungen beeinflusst; hierzu wird auf die Ausführungen im Konzern-Anhang verwiesen. Aus der Fremdwährungsumrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Vj. 5,5 Mio. EUR) und Erträge in Höhe von 6,3 Mio. EUR (Vj. 4,5 Mio. EUR). Entsprechende Effekte wurden im Konzern im Wesentlichen durch die Entwicklung der Währungen USD, EUR, PLN, HUF und INR beeinflusst. Die erworbenen Unternehmen wurden durch den Konsortialkredit, Eigentümerkredit und Verkäuferkredit finanziert. Zum 31.03.2022 bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 34,1 Mio. EUR (Vorjahr 32,6 Mio. EUR). Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich auf 24,0 Mio. EUR (Vorjahr 20,5 Mio. EUR) erhöht. Am 30.03.2022 wurden im Zuge einer Sale and Lease Back Transaktion drei Konzernimmobilien verkauft. Mit dem Mittelzufluss werden zum Teil zinstragende Finanzmittel i.H.v. 23,5 Mio EUR getilgt. Aktuell betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 124,6 Mio. EUR (Vorjahr 110,9 Mio. EUR). Hinsichtlich weiterer Informationen zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Ausführungen im Konzern-Anhang verwiesen. Der GALA-Group stehen aus einer am 23.03.2018 neu abgeschlossenen und am 29.05.2018 sowie 22.03.2021 geänderten Konsortialkreditvereinbarung bzw. aus Unterkreditverträgen mit dem Bankenkonsortium ausreichende Betriebsmittelkreditlinien (zum Bilanzstichtag insgesamt 24 Mio. EUR, Vorjahr 24 Mio. EUR) zur Verfügung, die zum Konzernbilanzstichtag mit 16,3 Mio. EUR (Vorjahr ca. 3,8 Mio. EUR) in Anspruch genommen waren. Die Konsortialfinanzierung sieht bestimmte Kreditbedingungen vor, insbesondere die Erfüllung diverser Finanzkennzahlen. Der Konzern hat im Geschäftsjahr einen Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -56,4 Mio. EUR (Vorjahr +12,6 Mio. EUR) erwirtschaftet. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von +46,5 Mio. EUR (Vorjahr -17,8 Mio. EUR) ist im Wesentlichen beeinflusst durch Mittelabflüsse durch Investitionen in das Sachanlagevermögen, diese beinhalten beispielsweise die Anschaffung verschiedener Produktionsanlagen für die GALA Poland. Als gegenläufiger Effekt wurden bei der GALA Poland und der GALA Germany Produktionsmaschinen verkauft und angemietet (Leasing), wodurch ein positiver Cash-Flow generiert werden konnte. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit von 9,1 Mio. EUR (Vorjahr 1,2 Mio. EUR) ist im Wesentlichen beeinflusst durch Mittelabflüsse aus der Tilgung von Teilen des Konsortialkredits sowie durch Zinszahlungen. Zum 31.03.2022 ergibt sich ein Finanzmittelbestand von -24.810 TEUR (Vorjahr -5.580 TEUR). Zum Jahresende verfügt der Konzern über liquide Mittel in Höhe von 3,5 Mio. EUR und nicht ausgenutzte Betriebsmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag in Höhe von 7,7 Mio. EUR (Vorjahr 20,2 Mio. EUR). Des Weiteren besteht eine Betriebsmittelkreditlinie bei Ramesh Flowers Private Ltd. in der Höhe von 980 Mio. INR (11,6 Mio. EUR), die zum Bilanzstichtag mit 931 Mio. INR (11,1 Mio. EUR) in Anspruch genommen wurde. Im Vorjahr wurde die Betriebsmittelkreditlinie bei Ramesh Flowers mit 612 Mio. INR (7,1 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Darüber hinaus besteht eine Betriebsmittelkreditlinie bei GALA Poland in Höhe von 8,5 Mio. PLN (1,8 Mio. EUR), die zum Bilanzstichtag mit 4,6 Mio. PLN (1,0 Mio. EUR) in Anspruch genommen wurde. Insgesamt sind somit ausreichend Liquiditätsreserven gegeben. Die Finanzlage kann demnach als solide bezeichnet werden. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist im Wesentlichen durch die in den Vorjahren erfolgten Akquisitionen und den Verkauf von Konzernimmobilien geprägt. Operativ sehen wir die wirtschaftliche Lage insgesamt positiv. 4. Forschung und Entwicklung Die globalen F&E-Aktivitäten der Gruppe werden über die F&E-Zentren in Deutschland und Polen (Kerzen-Geschäft) und Indien (Florals, Home Decor und Home Scents) gesteuert und koordiniert. Die lokalen Aktivitäten zielen nach wie vor darauf ab, die vom Vertrieb identifizierten Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Dabei entstehen in Zusammenarbeit zwischen der F&E- sowie Marketingabteilung unter Einsatz neuer Brennmassenmischungen, Ölen, Duftkreationen, Gläsern und Verpackungen kundenspezifische Produkte. Definierte Teststandards sichern die Produktqualität ab. Außerdem ist es das Ziel, mehr nachhaltige Produkte zu entwickeln und in den Markt zu bringen. III. RISIKO- und CHANCENBERICHTÜbergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen bei jederzeit kontrollierten Risiken umfassend zu nutzen. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung ist wesentliches Element der Unternehmensführung. Über ihr konzernweites Risikomanagementsystem begrenzt die GALA-Group alle identifizierten wesentlichen Risiken durch geeignete Maßnahmen und bildet angemessene Vorsorge. So ist sichergestellt, dass die aus diesen Risiken, im Falle des Eintretens, erwarteten Belastungen im Wesentlichen abgedeckt sind und somit den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Das Risikomanagement ist organisatorisch im Corporate Controlling eingebettet und nimmt aufgrund der strategischen Ausrichtung des Corporate Controllings eine aktive und ganzheitliche Rolle ein. Zur Steuerung und Überwachung des betrieblichen Ablaufes stehen Mitarbeitern und Geschäftsführung effiziente Informationssysteme zur Verfügung. Regelmäßiges Berichtswesen sowohl im kaufmännischen Bereich als auch bei der Auftragsabwicklung sichern die korrekte Überwachung und Abwicklung der laufenden Geschäfte. Dabei werden systematisch die Geschäftsmodelle, strategischen Sichtweisen sowie die konkret geplanten Schritte der operativen Einheiten hinterfragt. So ist das Risikomanagement mit dem gesamten Planungs- und Reportingprozess der GALA-Group verzahnt. 1. Akquisitions - und Integrationsrisiken Akquisitionen sind fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Um diese Chancen bestmöglich zu nutzen, durchleuchtet die GALA-Group die Märkte kontinuierlich auf geeignete Kandidaten. Gleichzeitig arbeitet sie mit M&A-Beratern zusammen, um Akquisitionsobjekte zu identifizieren. Akquisitionen werden sorgfältig und systematisch vor Vertragsunterzeichnung geprüft und geplant. Ein Prozess für M&A mit besonderem Augenmerk auf Due Diligence und der Post-Merger-Integration wurde etabliert. Gleichzeitig besteht das unternehmerische Risiko, dass sich das erworbene Unternehmen wirtschaftlich nicht wie erwartet entwickelt und die damit beim Erwerb verfolgten Umsatz- und Ertragsziele nicht erreicht. Nach der Akquisition werden die Unternehmen zügig in das Berichtswesen, Controlling und Risikomanagementsystem der GALA-Group eingebunden. Abschreibungsbedarf bestand im Geschäftsjahr 2021/22 nicht. Allerdings können künftige Wertminderungen nicht ausgeschlossen werden. 2. Risiken entlang der Wertschöpfungskette 2.1. Beschaffungsrisiken Die sich ständig verändernden Bedingungen am Beschaffungsmarkt stellen weiterhin ein potenzielles Risiko für alle Beteiligten in der Kerzenbranche dar. Der Paraffinmarkt wird immer mehr von einigen wenigen Herstellern beherrscht. Die verfügbaren Mengen an Paraffin im Markt nehmen langfristig weiter ab. Die alternativen Rohstoffe bleiben volatil. Die im Verhältnis geringen Bedarfe der Kerzenbranche haben keinen Einfluss auf die Preisbildung bei diesen Rohstoffen. Daher sind die Preise ebenso wie beim Paraffin schlecht prognostizierbar und stellen ein Risiko auf der Beschaffungsseite dar. Durch die Bündelung der Einkaufsvolumen in der GALA-Group und die verstärkte Zusammenarbeit der einzelnen Konzerngesellschaften können sich positive Preiseffekte ergeben. Durch neue Markttrends gelangen auch umweltverträgliche Mischungen der Brennmasse in den Fokus. Hier werden neue alternative Beschaffungsquellen erschlossen. Die COVID-19 Pandemie führt zu regionalen "Shut-Downs" mit Einfluss auf unsere Lieferketten. Auch der Krieg in der Ukraine und daraus folgenden Lieferembargos können die verfügbaren Mengen an Rohstoffen begrenzen. Die daraus resultierenden Einschränkungen im Warenverkehr führen zu einer Verknappung und Verteuerung von Rohstoffen. Auch kann es zu verzögerten Lieferungen kommen. Da die Beschaffung über andere Regionen erfolgt, ist das Risiko hier jedoch als gering einzuschätzen. Der Klimawandel hat Einfluss auf die Erträge von den verwendeten, nachwachsenden Rohstoffen, wie Palm- oder Rapsöl. Durch eine 2nd-Source-Strategie und globale Bezugsquellen können wir zeitlich begrenzte Einschränkungen abfedern. Zudem verfügen wir über Reserven in unserem Rohstofflager, um Lieferengpässe zu überbrücken. 2.2. Produktionsrisiken Produktionsrisiken resultieren im Wesentlichen aus möglichen Störungen der Betriebsabläufe, eventuellen Qualitätsschwankungen von Rohstoffen oder Versorgungsengpässen mit Materialien oder einer möglichen Unterbrechung bzw. Rationierung der Energieversorgung oder Produktionsausfällen einzelner Standorte. Daraus resultierende Lieferverzögerungen oder ein Anstieg der Reklamationsquote könnten die Positionierung der GALA-Group in den bearbeiteten Preissegmenten und Absatzmärkten und insofern auch die wirtschaftliche Lage beeinträchtigen. Um dieses Risiko weitgehend zu vermeiden, setzt die GALA-Group auf vorbeugende Instandhaltung, Aktivitäten im Bereich des Brandschutzes und Mitarbeiterschulungen. Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang schützen das Unternehmen vor Schadensfällen. Die Qualitätssicherung nimmt bereits am Anfang der Wertschöpfungskette einen hohen Stellenwert ein und reduziert mögliche Qualitätsrisiken im Rahmen der Leistungserstellung. Mit anspruchsvollen Qualitätsmaßstäben in der Entwicklung, intensiven Prüfungen über die gesamte Prozesskette sowie engem Kunden- und Zuliefererkontakt grenzt die GALA-Group die Risiken für die Qualität deutlich ein. Versorgungsschwankungen bei den Energieträgern können durch bis zu 30% Flexibilität im Verbrauch von Öl und Gas umgesteuert werden. Die weltweite Ausbreitung der COVID-19 Pandemie hat auch zu Infektionsfällen in unseren Fabriken geführt. Durch das Einführen und Anwenden von Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln, das Tragen von Mund-Nasen-Masken und vielen weiteren Regelungen soll das Risiko einer Betriebsschließung reduziert werden. 2.3 Absatzbezogene Risiken Absatzbezogene Risiken bestehen - neben marktbedingten Minderumsätzen - insbesondere in der Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Branchen. So ist es möglich, dass Kunden in einer wirtschaftlich schwierigen Situation Aufträge verzögern oder stornieren; wesentliche Stornierungen sind jedoch in den zurückliegenden Jahren nicht aufgetreten. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie wurden auf staatliche Anordnung Industriebetriebe, Handel, Ladengeschäfte und Gastronomie geschlossen. Kunden stornieren oder verschieben ihre Bestellungen. Ebenfalls ist denkbar, dass Kunden aufgrund von Liquiditätsengpässen ihren Zahlungsverpflichtungen nur mit zeitlicher Verzögerung oder gar nicht nachkommen können. Warenkreditversicherungen zur Absicherung des Forderungsausfallrisikos sind für die meisten Kunden abgeschlossen. Weitere Risiken können sich auch durch Qualitätsschwankungen der Ware ergeben, welche nicht den Kundenwünschen entsprechen. Durch Qualitätssicherung über die gesamte Wertschöpfungskette wird dem entgegengetreten und das Risiko reduziert. Durch die Unternehmenszukäufe besteht nunmehr die Chance den Bestandskunden ein breiteres Sortiment anzubieten (Cross-Selling) und somit den Umsatz je Kunden zu erhöhen. Durch die Ausweitung des eigenen Online-Vertriebs besteht die Chance der Erweiterung der Reichweite und Verbesserung der Marge. COVID-19 bedingt, konnten steigende Absätze in Lebensmittelgeschäften und im Online-Handel realisiert werden. 3. IT - Risiken Aufgrund der intensiven Nutzung von IT-Systemen der Standorte sowie der Vernetzung mit dem Unternehmensumfeld ist die GALA-Group darüber hinaus abhängig von reibungslos funktionierenden IT-Systemen. Etwaigen IT-bezogenen Risiken, die aus dem Ausfall der IT-Systeme und der IT-Infrastruktur erwachsen können, begegnet die GALA-Group durch die fortlaufende Weiterentwicklung einer verlässlichen, erweiterbaren und flexiblen IT-Systemlandschaft. Ein IT-Verantwortlicher wurde dazu auf Gruppenebene eingestellt, der die Risiken entsprechend überwacht und Gegenmaßnahmen einleitet. Die Qualitätssicherung erfolgt zusätzlich über externe unabhängige Audits. Verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen schützen die Daten der GALA-Group und der Konzernunternehmen vor unberechtigtem Zugriff, Missbrauch und Verlust. So werden unter anderem die Zugriffe auf die Konzerninfrastruktur auf ihre Berechtigung geprüft und protokolliert. 4. Finanzielle Risiken 4.1. Risiko der Nicht - Einhaltung von finanziellen Kennzahlen (Covenants) Bei einem Verstoß der GALA-Group gegen Verpflichtungen aus dem Konsortialkredit (Financial Covenants) könnten die Darlehen vorzeitig fällig gestellt oder Verstöße gegen vertragliche Bedingungen festgestellt werden. Die Einhaltung der Financial Covenants wird daher laufend durch die Finanzabteilung überwacht und gesteuert. Zusätzlich wird sie im Rahmen des Risikomanagement-Systems turnusmäßig oder auch anlassbezogen überwacht und den Gläubigern im Rahmen der Routine des Bankenreportings angezeigt. Das Zinsrisiko ergibt sich hauptsächlich aus variabel verzinslichen Finanzschulden und der Anlage von flüssigen Mitteln. Zinsrisiken entstehen dabei sowohl aus dem Anstieg als auch aus der Absenkung der Zinskurve. Der Eintritt von Zinsrisiken wird als möglich, die Wirkung auf das Finanzergebnis als niedrig eingeschätzt. Günstige Zinsentwicklungen können sich andererseits positiv auf das Zinsergebnis auswirken. Der Bereich Group Treasury der GALA-Group beobachtet und analysiert die Entwicklungen auf den Finanzmärkten. 4.2. Währungsrisiken Aufgrund der erweiterten globalen Unternehmenspräsenz nimmt die Bedeutung des Managements von Währungskursveränderungen zu. Währungsrisiken resultieren für die GALA-Group im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die überwiegend in Lieferungen und Leistungen an Kunden bestehenden Währungskursrisiken werden sowohl durch gegenläufige Geschäfte in der gleichen Währung als auch durch den Einsatz von derivativen Finanzgeschäften begrenzt. Die Währungskursrisiken aus Finanzierungsmaßnahmen ergeben sich vor allem aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung gegenüber externen Kreditgebern. Die generelle Risikobereitschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist als ausgewogen einzustufen. Finanzinstrumente werden zur Absicherung gegen Währungsrisiken eingesetzt und weder zu Handels- noch zu Spekulationszwecken gehalten. Potenzielle Währungsrisiken werden aufgrund von erwarteten Zahlungsströmen fortlaufend überwacht. Das Risikomanagement wird nach den Vorgaben der Geschäftsführung durchgeführt und überwacht. Für nähere Ausführungen zu den derivativen Finanzgeschäften in Form von Fremdwährungs-Forwards (unbedingte Termingeschäfte) in USD und EUR bei der Ramesh Flowers Private Limited wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen. Diese sind nicht Gegenstand einer Bewertungseinheit mit künftigen Mittelzuflüssen aus Lieferforderungen. Die Auswirkungen aus den, den derivativen Finanzgeschäften in Form von Fremdwährungs-Forwards innewohnenden Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, schätzt die GALA-Group als niedrig ein. 5. Steuerrisiken Mit Ihren Niederlassungen weltweit unterliegt die GALA-Group den lokalen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen dieser Vorschriften können zu einem höheren steuerlichen Aufwand und damit verbunden zu Mittelabflüssen führen. Des Weiteren hätten Änderungen eine Auswirkung auf die gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern. Allerdings ist es auch möglich, dass sich die Änderungen von Steuervorschriften positiv auf die Ertragslage der GALA-Group auswirken. Die GALA-Group unterliegt weltweit Betriebsprüfungen. In laufenden oder zukünftigen Betriebsprüfungen könnten die Steuergesetze oder relevante Fakten durch die Steuerbehörden anders interpretiert werden als durch die GALA-Group. Folglich könnte es zu einer Anpassung der Steuerbemessungsgrundlagen kommen und sich die Steuerschuld erhöhen, welche Auswirkungen auf die Finanzlage der GALA-Group haben könnte. Der Fokus des Risikomanagements liegt innerhalb der GALA-Group bei branchenspezifischen Risiken, der angemessenen Liquiditätsausstattung sowie der Einhaltung der Kreditbedingungen aus der Konsortialkredit-Vereinbarung, welche durch die Geschäftsführung des Mutterunternehmens im Rahmen des regelmäßigen Konzernreportings aktiv überwacht werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Kreditbedingungen bei geplantem Geschäftsverlauf auch künftig eingehalten werden. IV. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHTMit fortschreitender Durchimpfung der Bevölkerung, zunächst vor allem der besonders vulnerablen Gruppen, wächst die Aussicht auf eine vollständige Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten. Doch gegenwärtig sind Kriegshandlungen in der Ukraine in vollem Gange, und es ist nicht vorherzusehen, wie sich der Konflikt und die Sanktionen der Staatengemeinschaft gegen Russland weiterentwickeln. Bremsend wirken zudem die teuren Energie- und Rohstoffpreise sowie die hohe Inflation. So dürfte der internationale Warenhandel in 2022 um 3,5% und in 2023 um 3,6 % zulegen. 7 Die Volkswirtschaften, Handel und Industrie ziehen ihre Lehren aus den Lieferengpässen und Abhängigkeiten, die durch die COVID-19-Pandemie offengelegt wurden. Die aktuellen geopolitische Risiken verstärken das Bestreben, die Resilienz der Produktionsketten zu erhöhen, indem mehr auf lokale Versorgung und Produktion gesetzt wird. Mit unseren Produktionsstätten in Europa, Asien und Nordamerika können wir das Prinzip "lokal produzieren und lokal verkaufen" schon jetzt umsetzen. An allen Produktionsstandorten der GALA-Group werden Infrastruktur und Produktionskapazitäten kontinuierlich den wechselnden Anforderungen des Marktes angepasst. Daher ist das Unternehmen in der Lage, mit allen am Markt verfügbaren Rohmaterialien qualitativ hochwertige Produkte herzustellen. Das Unternehmen wird mit Nachdruck an der Durchsetzung der aus dem Materialbereich erforderlichen Preisanpassungen arbeiten. Dank einer sehr hohen Erwerbsquote und bevorstehender Lohndynamik bei den Tariflöhnen werden der private Verbrauch und der Dienstleistungshandel profitieren. Es gibt genug Kaufkraft, um den privaten Verbrauch in 2022 im Euroraum auf 3,9 % (Vorjahr 3,5%) zu steigern. Auch in 2023 wird mit einem privaten Verbrauch von 3,5% gerechnet. 8 Unsere Kunden haben während der COVID-19-Pandemie vermehrt Kerzen für den Privatgebrauch in den eigenen vier Wänden gekauft. Wir gehen davon aus, dass diese positive Erfahrung anhalten wird. Dank unserer globalen Präsenz können wir auf lokal entstehende Nachfrage kurzfristig reagieren. Da wir unsere Ware im stationären Handel und Online verkaufen, erwarten wir für unsere Kern-Absatzmärkte Europa und USA ein nachhaltiges Wachstum. Wie erwartet, hat sich der Trend bei den Endverbrauchern zu einfachen und sicher zu bedienenden Produkten wie Tee- und Maxilichtern oder befüllten Gläsern auch in diesem Jahr fortgesetzt. Durch die im Jahr 2018 gemachten Zukäufe und die weiteren Anpassungen im Produktionsbereich ist die GALA-Group in der Lage, diesem Trend zu begegnen und entsprechende Produkte herzustellen. Des Weiteren setzt sich der Trend einer steigenden Nachfrage nach Duftkerzen weiter fort. Dies soll genutzt werden, um den Anteil an Duftkerzen weiter auszubauen. Auch mit Raumduft- und Raumdekorationsartikeln konnte die GALA-Group durch die Expertise und Marktdurchdringung der Tochtergesellschaft Ramesh Flowers, insbesondere in Europa weiter an Präsenz zulegen. Sowohl im bestehenden Geschäft als auch durch den Ausbau des Onlinevertriebs erwarten wir hier für die Zukunft signifikante Steigerungen im Absatz. Im Geschäftsjahr 2022/23 rechnen wir mit einer Reduzierung unserer Umsatzerlöse um 6% - 8%, durch niedrigere Umsätze mit einem Großkunden und inflationsbedingte Marktunsicherheiten. Aus den angeführten Aktivitäten erwartet die GALA-Group für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 eine bereinigte EBITDA-Marge von 6% - 8%, welche somit leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Mittelfristig erwarten wir eine positive Gesamtentwicklung.
Ansbach, den 6. Oktober 2022 GALA HOLDING GmbH Dr. Thomas Schröder, Geschäftsführer Frank Ullmann, Geschäftsführer
1 Kieler Institut für Weltwirtschaft -
Kieler Konjunkturberichte Welt, Nr. 87 (2022 | Q1)
Konzernbilanz zum 31. März 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Konzernanhang zum 31. März 20221. Allgemeine Angaben und ErläuterungenMutterunternehmen ist die GALA HOLDING GmbH mit Sitz in München, Amtsgericht München HRB 222509. Die Geschäftsanschrift und der Ort der Konzerngeschäftsleitung sind Technologiepark 9a in Ansbach. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und dem GmbHG sowie den DRS (Deutsche Rechnungslegung Standards) in Euro zum 31.03.2022 aufgestellt. Aufgrund von kaufmännischen Rundungsregeln kann es vorkommen, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen oder Rundungsdifferenzen bis maximal +/- 2 Tsd. € enthalten sind. Da die GALA HOLDING GmbH, als Mutterunternehmen des Konzerns, ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr 01.04. bis 31.03. hat, gilt dies analog für den Konzernabschluss. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Konzernabschluss zum 31.03.2022 (Geschäftsjahr 01.04.2021 bis 31.03.2022) weist im Vergleich zu dem Vorjahreskonzernabschluss zum 31.03.2021 (Geschäftsjahr 01.04.2020 bis 31.03.2021) folgende Veränderung des Konsolidierungskreises auf:
Die Gala Kerzen Immobilien GmbH scheidet im Rahmen einer Sale and Lease Back Transaktion zum 31.03.2022 aus dem Konsolidierungskreis aus. Im Zuge dieser Transaktion wurden Betriebsimmobilien in Wörnitz, Sopron und Wielun veräußert. Mit dem Mittelzufluss werden zinstragende Finanzmittel i.H.v. 23,5 Mio EUR zur Tilgung des Konsortialkredites verwendet. Zum Konsolidierungsstichtag 31.03.2022 wurden keine weiteren Gesellschaften erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen. Konsolidierungskreis / GALA-Unternehmensgruppe In dem vorliegenden Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft, der GALA HOLDING GmbH, München, folgende Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen worden (Anteil am Kapital):
Gem. § 264 Abs. 3 HGB sind die inländischen Konzerngesellschaften von der Aufstellungsplicht des Jahresabschlusses befreit. Die Befreiung gemäß Abschnitt 479A des britischen Companies Act 2006 wurde in Bezug auf die britische Tochtergesellschaft GALA CANDLES UK Limited, Registrierungsnummer 05406379, in Anspruch genommen, da die GALA HOLDING GmbH dieser Tochtergesellschaft eine Garantie gemäß Abschnitt 479C gewährt hat. 2. KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses zum 31.03.2022 der Muttergesellschaft GALA HOLDING GmbH aufgestellt. Die Stichtage und Geschäftsjahre der Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind identisch mit dem Stichtag und Geschäftsjahr des Konzernabschlusses. Ausnahme ist die folgende Gesellschaft: Der Bilanzstichtag der JewelCandle Sp. z. o.o. ist der 31.12.; daher wurde zum Bilanzstichtag des Konzerns zum 31.03.2022 (Vorjahr: 31.03.2021) ein Zwischenabschluss aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Dabei wurden die Beteiligungsansätze bei der Muttergesellschaft mit dem Eigenkapital der einzelnen Tochterunternehmen auf der Grundlage der Zeitwerte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Im Zuge der Neubewertung zum Zeitwert wurden stille Reserven aufgedeckt, die sich auf Gegenstände des Sachanlagevermögens und auf immaterielle Vermögensgegenstände verteilen und im Wesentlichen wie diese Vermögensgegenstände abgeschrieben werden. Zusätzlich wurden stille Reserven im Vorratsvermögen gebildet. Diese wurden innerhalb von 6 Monaten abgeschrieben. Auf die aufgedeckten stillen Reserven waren mit dem für das jeweilige Tochterunternehmen maßgeblichen Steuersatz passive latente Steuern zu bilden. Die verbleibenden, aufgedeckten Geschäfts- oder Firmenwerte werden ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2016, 31.03.2018, 01.04.2018, 01.05.2018, 01.09.2018, 01.12.2018 bzw. 28.02.2019 jeweils über einen Zeitraum von 12 Jahren linear abgeschrieben. Diese geschätzte Nutzungsdauer basiert auf der Einschätzung der strategischen Bedeutung, der Stabilität der Branche, der lange bestehenden und langfristig ausgelegten Unternehmenstätigkeit der erworbenen operativen Tochterunternehmen, der Lebensdauer des Geschäftsmodelles, der Etablierung der Produkte am Markt, den Geschäftsbeziehungen der GALA-Unternehmensgruppe sowie der Entwicklung nachhaltiger Geschäftschancen und der Erschließung neuer internationaler Märkte und Vertriebsregionen. Forderungen und Verbindlichkeiten (Schuldenkonsolidierung) sowie Aufwendungen und Erträge (Aufwands- und Ertragskonsolidierung) zwischen einbezogenen Unternehmen werden, einschließlich der daraus resultierenden Zwischenergebnisse (Zwischenergebniseliminierung), eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Daneben werden sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse innerhalb des Konsolidierungskreises konsolidiert. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen in fremder Währung werden entsprechend § 308a HGB in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, werden mit dem Devisenkassamittelkurs (in diesem Falle der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank) am Abschlussstichtag, Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres, umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 3. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAuf die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden die gesetzlichen Vorschriften und grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend den beim Mutterunternehmen geltenden Methoden angewendet. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Abweichend davon wurden bei einer der ausländischen Tochtergesellschaften nicht unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens bilanziert. Dies betrifft insbesondere Vorräte, die mit Liquidationswerten von TEUR 2.394 und Forderungen mit einem erwarteten erzielbaren Betrag von TEUR 2.500 angesetzt wurden, sowie liquide Mittel mit einem Buchwert von TEUR 597. Eine Anpassung von landesrechtlich abweichenden Vorschriften einbezogener ausländischer Tochterunternehmen sowie Anpassungen an die konzerneinheitlichen Vorgaben erfolgen in der Handelsbilanz II, sofern die erforderlichen Anpassungen nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 - 8 Jahren, bewertet. Die im Zuge von Unternehmenserwerben aufgedeckten Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit einer Nutzungsdauer von 12 Jahren linear abgeschrieben. Durch die planmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 10.414 sowie eine Teil-Rückerstattung des Kaufpreises für die übrigen 30% der Anteile an Ramesh Flowers i. H. v. TEUR 115 hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert per 31.03.2022 von TEUR 88.979 auf TEUR 78.449 verringert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nach Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten aktiviert. Aufgrund umfangreicher Anpassungen gegenüber der Standardkonfiguration der ERP-Software ABAS ist entsprechend IDW RS HFA 11 von einer gegenüber dem ursprünglichen Zustand hinausgehenden wesentlichen Verbesserung auszugehen, wobei der Konzern aufgrund der vertraglichen Konstellation mit dem Softwareentwicklungspartner das wirtschaftliche Risiko einer erfolgreichen Realisierung der Verbesserungsmaßnahmen trägt und insoweit selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände vorliegen. Die ERP-Software wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear über 5 Jahre abgeschrieben. Da eine Aktivierung der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände in der Steuerbilanz unzulässig ist, entsteht gegenüber der Handelsbilanz eine temporäre Differenz, die sich innerhalb der geschätzten Nutzungsdauer auflösen wird. Diese Differenz wird in den passiven latenten Steuern abgegrenzt. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw., soweit notwendig, zum beizulegenden Wert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden für Gebäude und Einrichtungen 10 - 50 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 7 - 15 Jahre sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre angesetzt. Die Vorräte kommen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, mit dem beizulegenden Wert zum Ansatz. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden nach gängigen Bewertungsvereinfachungsverfahren bewertet. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse umfassen Einzelkosten sowie notwendige Gemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens. Der Wertansatz erfolgt anhand der angefallenen Materialeinzelkosten zzgl. eines Materialgemeinkostenzuschlags sowie der zu aktivierenden Fertigungskosten. In die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bilanziert. Für Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko sind ausreichende Wertberichtigungen gebildet. Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs angesetzt. Für Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen wird eine entsprechende Pauschalrückstellung gebildet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Sätze 4 und 5 HGB unter Zugrundelegung eines seitens der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, restlaufzeitspezifischen Durchschnittszinssatzes (Euro-Raum) der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Abzinsung der einzelnen Rückstellungen ist unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der jeweiligen Rückstellung zum Bilanzstichtag erfolgt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennbetrag bilanziert. Bei den in Deutschland ansässigen Unternehmen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei den ausländischen Unternehmen werden Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gemäß den dortigen Vorschriften generell zum Stichtagskurs bilanziert. Die unterschiedlichen Wertansätze führen nicht zu einer wesentlichen Veränderung der Aussagekraft des Konzernabschlusses. Als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen Bilanzposten aus konzern- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 306 HGB. Im Konzern wurde das Wahlrecht zur saldierten Darstellung nach § 306 S. 6 HGB ausgeübt. In den Gesellschaften GALA Hungary Kft., GALA Poland Sp. z. o.o. und GALA North America Inc. gewährte öffentliche Zuschüsse zu Investitionen in Sachanlagen wurden nicht direkt von den Anlagegütern abgesetzt, sondern zur Wahrung des Realisationsprinzips in einem "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen" passivisch ausgewiesen, der spiegelbildlich zur Abschreibung aufgelöst wird. 4. Erläuterungen zur Konzern-BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis 31.03.2022 ist der beigefügten Anlage zu entnehmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Konzern-Bilanzierungsrichtlinien erneut überarbeitet und weiterhin angewendet. Die Gesamtkosten aus der ABAS-ERP-Einführung in Höhe von TEUR 1.366 wurden zum 01.06.2020 aktiviert. Sie umfassen Anschaffungskosten für die erforderlichen Programmlizenzen sowie direkt zurechenbare interne und externe Kosten für Customizing, das Programmieren von Schnittstellen sowie die Durchführung von Programm- und Systemtests. Einbeziehungswahlrechte wie z. B. die Berücksichtigung von Verwaltungsgemeinkosten wurden nicht ausgeübt. Weitere Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind nicht angefallen. Zum Bilanzstichtag wird das ERP-System mit TEUR 938 ausgewiesen. Auf die Anschaffungs- und Herstellungskosten im Vorratsvermögen wurden Abwertungen gemäß der ermittelten Gängigkeit und Altersstruktur vorgenommen. Die erfolgten Abwertungen belaufen sich auf TEUR 18.346 (i. Vj. TEUR 1.350). Da die Bewertung des Vorratsvermögens unter der Prämisse des strengen Niederstwertprinzips erfolgt, war für einen Teil des Vorratsvermögens aufgrund einer nicht dauerhaften Wertminderung die Abwertung i. H. v. TEUR 15.192 notwendig. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 24.802 sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 147 ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 57.543 haben sämtlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Diese Position beinhaltet die Forderung i. H. v. TEUR 52.129, welche aus der Durchführung einer Sale and Lease Back Transaktion resultiert. Dabei wurden die Betriebsimmobilien der Werke in Ungarn, Polen und Deutschland (Wörnitz) and einen Investor verkauft und zurückgemietet. Dies führte im Geschäftsjahr 2021/2022 zu keinem Anstieg der Mietaufwendungen. Mit dem Mittelzufluss werden zinstragende Finanzmittel i.H.v. 23,5 Mio EUR zur Tilgung des Konsortialkredites verwendet. Das Gesamtvolumen an abgetretenen oder übertragenen Forderungen der GALA Gruppe beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. März 2022 auf TEUR 20.608 (Vorjahr: TEUR 11.293) und resultieren aus in der GALA Germany GmbH sowie in der GALA Poland Sp. z. o.o. bestehenden Factoring-Vereinbarungen. Gemäß dieser Vereinbarung werden alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen definierte Kunden laufend an ein Factoring-Unternehmen verkauft. Das Delkredere-Risiko trägt ab dem Zeitpunkt des Forderungsverkaufs das Factoring-Unternehmen. Die Vereinbarung zum Ankauf der Forderungen sieht hierbei vor, dass die GALA Germany GmbH bei Verkauf sofort 90% des angekauften Forderungsbetrags erhält; die verbleibenden 10% werden der Gesellschaft, abzüglich der den Kunden gewährten Erlösschmälerungen, bei Zahlungseingang der Kundenforderung, zum Zeitpunkt deren Fälligkeit, durch das Factoring-Unternehmen erstattet. Im Ankaufszeitpunkt werden die Kundenforderungen der GALA Germany GmbH zu 90% gemindert; der verbleibende Zahlungsanspruch aus dem erfolgten 10%igen Einbehalt, der gegen das Factoring-Unternehmen besteht, wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Im Wirtschaftsjahr hat die Gala Germany GmbH eine weitere Vereinbarung mit einem Kunden zu Factoring geschlossen. Im Unterschied zu den bestehenden Vereinbarungen werden dabei vom Unternehmen ausgewählte Rechnungen vorfinanziert. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die im Rahmen des Konsortialkreditvertrages gezahlten "Arrangement Fees" in Höhe von TEUR 1.082 (Vorjahr: TEUR 1.561) abgegrenzt. Diese werden über die Laufzeit der Konsortialkredit-Vereinbarung über den Zinsaufwand aufgelöst. Der Konzernabschluss wird gemäß § 268 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Konzernergebnisses aufgestellt. In die Ermittlung des Konzernbilanzverlustes wurde der Konzernverlustvortrag aus dem Vorjahr von TEUR 37.323 einbezogen. Im Zuge der Sale and Lease Back Transaktion wurde bei den drei betroffenen Gesellschaften (GALA Poland Sp. z. o.o, GALA Hungary Kft. und Gala Kerzen Immobilien GmbH) Ausschüttungen beschlossen, die zu einer Reduzierung der Rücklagen i.H.v. EUR 11,1 Mio. führten. Im Zuge des Erwerbs der Korona-Gruppe ist die Muttergesellschaft GALA HOLDING GmbH nachrangige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Korona-Gesellschaftern in Höhe von insgesamt EUR 13,5 Mio. eingegangen. Diese wurden inkl. der zum Stichtag aufgelaufenen Zinsen in den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Finanzierung der in 2018/2019 vorgenommenen Erwerbe und deren Nettoumlaufvermögen erfolgte sowohl über Eigen- als auch über Fremdkapital. Die Fremdkapitalfinanzierung ist in der Konsortialkredit-Vereinbarung über EUR 111,4 Mio. Bankkredite, welche eine Betriebsmittelkreditlinie von bis zu einer Höhe von EUR 24 Mio. beinhaltet, berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen von EUR 7,7 Mio. (Vorjahr EUR 6,5 Mio.) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Personal sowie ausstehende Leistungen an Kunden (Rücknahmeverpflichtungen und Boni). Darin enthalten ist auch eine pauschale Gewährleistungsrückstellung von TEUR 433. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie deren Aufgliederung sind im folgenden Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31.03.2022 dargestellt:
Die Konzernunternehmen haften gesamtschuldnerisch untereinander aus der am 23.03.2018 abgeschlossenen und am 29.05.2018 sowie 22.03.2021 geänderten Konsortial-Kreditvereinbarung gegenüber Kreditinstituten für Bankkredite und -kreditlinien in Höhe von insgesamt 111,4 Mio. EUR (Vorjahr 102,5 Mio. EUR). Zum Konzernbilanzstichtag ist der Kredit in Höhe von 111,4 Mio. EUR (Vorjahr 102,5 Mio. EUR) durch die GALA Group GmbH in Anspruch genommen. Hierin enthalten sind die Inanspruchnahmen der Betriebsmittelkreditlinien, welche zum Konzernbilanzstichtag in Höhe von insgesamt 24 Mio. EUR (Vorjahr Mio. 24 EUR) bestehen, die von Konzernunternehmen in Anspruch genommen werden können. Zum Konzernbilanzstichtag sind die Betriebsmittelkreditlinien in Höhe von 16,3 Mio. EUR (Vorjahr durch die Gala Group GmbH mit 3,8 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Des Weiteren besteht eine Betriebsmittelkreditlinie bei Ramesh Flowers Private Limited in der Höhe von 980 Mio. INR (11,6 Mio. EUR), die zum Bilanzstichtag mit 931 Mio. INR (11,1 Mio. EUR) in Anspruch genommen wurde. Im Vorjahr war die Betriebsmittelkreditlinie bei Ramesh Flowers mit 612 Mio. INR (7,1 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme der einzelnen Konzernunternehmen aus der oben dargestellten Konsortial-Kreditvereinbarung ist bei normalem Geschäfts- und Vertragsverlauf als gering einzuschätzen. Zum 31.03.2022 bestehen außerdem 1,2 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten außerhalb der Konsortialkredit-Vereinbarung und der in Anspruch genommenen Kontokorrentkreditlinien. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe wie folgt besichert:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, über branchenübliche Eigentumsvorbehalte hinaus, nicht besonders gesichert. Es wurden aktive und passive latente Steuern für die im Zuge der Erstkonsolidierungen aufgedeckten stillen Reserven, auf Handelsbilanz II-Anpassungen sowie auf die Eliminierung von Zwischengewinnen gebildet. Zudem wurden in der Handelsbilanz I latente Steuern gebildet; in Deutschland auf die in Erstellung befindliche selbstgeschaffene Software passive latente Steuern; in Ungarn auf Investitionsrücklagen passive latente Steuern; in Indien auf Abschreibungsunterschiede und Personalrückstellungen aktive latente Steuern. Der Bewertung lagen die folgenden Steuersätze zugrunde:
Die Entwicklung der latenten Steuern im Konzern-Geschäftsjahr ist aus der nachfolgenden Aufstellung ersichtlich:
Die Veränderung 2021/2022 der latenten Steuern resultiert vor allem aus Folgeeffekten aus der Erstkonsolidierung sowie aus den Anpassungen auf Einzelgesellschaftsebene. 5. Erläuterungen zur Konzern-BilanzDie Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von 285,6 Mio. EUR (Vorjahr: 255,5 Mio. EUR) verteilen sich relativ auf die folgenden Märkte:
Im Geschäftsjahr 2021/2022 sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von 3,3 Mio. EUR angefallen. Die außergewöhnlichen Erträge betreffen im Wesentlichen Buchgewinne aus Immobilienverkäufen. Damit verrechnet sind außergewöhnliche Aufwendungen in Form von a. o. Abwertungen von Lagerbeständen und Forderungen, Aufbau der Zentrale, Integration der Konzerngesellschaften, Abfindungen, Aufwendungen für die Anpassung der Rechnungslegung an das Group Accounting Manual sowie die Einführung neuer Software (z.B. ERP-Systeme) und die Verluste bzw. Gewinne aus Währungsbewegungen.
Das bereinigte EBITDA beläuft sich damit auf 26,1 Mio. EUR (Vorjahr: 26,0 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern ist belastet durch Zinsaufwendungen von 9,2 Mio. EUR (Vorjahr 8,2 Mio. EUR) sowie Abschreibungen von insgesamt 18,6 Mio. EUR (Vorjahr 18,6 Mio. EUR). Davon entfallen 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,4 Mio. EUR) auf die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Weitere wesentliche Aufwandspositionen waren im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit der Materialaufwand inkl. bezogener Leistungen in Höhe von 196,2 Mio. EUR (Vorjahr 152,8 Mio. EUR) sowie die Personalkosten in Höhe von 48,2 Mio. EUR (Vorjahr 44,8 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen an den Konzernabschlussprüfer berücksichtigt in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 379, davon TEUR 107 für den Konzernabschlussprüfer). Darauf entfallen TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 289) auf die Abschlussprüfungsleistungen, sowie TEUR 3 für sonstige Leistungen (Vorjahr: TEUR 90, davon TEUR 3 für den Konzernabschlussprüfer). 6. Sonstige AngabenZum Konzern-Bilanzstichtag 31.03.2022 bestehen bei der Ramesh Flowers Private Limited zur Begrenzung der Währungsrisiken in Lieferungen an Kunden Fremdwährungs-Forwards (unbedingte Termingeschäfte) mit Fälligkeitsterminen zwischen April 2022 und März 2023 im Umfang von insgesamt USD 7,1 Mio. (zum Konzern-Bilanzstichtag 31.03.2022 positive Marktpreise von insgesamt TEUR 56); sie sind nicht Gegenstand einer Bewertungseinheit mit künftigen Mittelzuflüssen aus Lieferforderungen. Der Marktwert entspricht dem durch die Geschäftsbank zur Verfügung gestellten Terminbewertungskurs des jeweiligen Devisentermingeschäfts. Außerdem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus offenen Bestellungen sowie Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt EUR 39,6 Mio.
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter belief sich bei den im Personalaufwand einbezogenen Tochterunternehmen auf insgesamt 4.676 (Vorjahr 4.594).
Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Regelungen des DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds umfasst neben dem auch im Vorjahr inkludierten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks auch in Anspruch genommene Kontokorrentlinien zum Bilanzstichtag 31.03.2022, die vom Finanzmittelfonds offen abgesetzt wurden. Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 haben sich die Beteiligungen leitender Manager an der GALA-Group verändert. Es sind sowohl leitende Manager ausgeschieden als auch neue hinzugekommen. 7. NachtragsberichtDie Forderung aus dem Verkauf der Betriebsimmobilien im Rahmen der Sale and Lease Back Transaktion wurde am 29.06.2022 durch den Vertragspartner beglichen. Geschäftsführer der GALA HOLDING GmbH, München sind Herr Dr. Thomas Schröder und Herr Frank Ullmann. Folgende Tochterunternehmen nehmen die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB insoweit in Anspruch, als sie auf den Anhang und gegebenenfalls auf den Lagebericht verzichten und ihren Jahresabschluss und gegebenenfalls Lagebericht nicht nach § 325 HGB offenlegen:
Ansbach, 6. Oktober 2022 GALA HOLDING GmbH Dr. Thomas Schröder, Geschäftsführer Frank Ullmann, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. März 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GALA HOLDING GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GALA HOLDING GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GALA HOLDING GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 6. Oktober 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer ppa. Zhivko Kolev, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.03.2022 wurde am 31.03.2023 gebilligt. |
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