Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 114154
Vorher
Universal Studios International GmbHNBC UNIVERSAL International GmbH
Eingetragen
17.9.1996
Branche
BeteiligungsgesellschaftenFernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Erwerb von Zulassungen oder Erlaubnissen, Erlangung von Übertragungskapazitäten, Veranstaltung, Produktion, Organisation, Vertrieb, Vermarktung - auch von Werbeleistungen-, Marketing und Ausstrahlung oder zur Verfügungsstellung von Rundfunkprogrammen, Fernsehprogrammen, Mediendiensten und Mehrwertdiensten, auch für andere Unternehmen. Erwerb und Veräußerung von Programmlizenzen sind - auch für andere Unternehmen - von diesem Gegenstand erfasst. Eingeschlossen ist ebenso Erwerb und Halten von Beteiligungen an Gesellschaften die einen solchen oder anderen Unternehmensgegenstand haben. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften berechtigt, die zur Erreichung des Gessellschaftszweckes notwendig oder nützlich erscheinen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Lars Wagner
seit 8.2.2013
Prokura
Katrin Rühe
seit 8.2.2013
Prokura
Boris Solbach
seit 11.12.2012
Geschäftsführer
Robert Langer
seit 11.12.2012
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Das Vierte GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 30.09.2012

Lagebericht

I. Wirtschaftliches Umfeld

Der Gesamtwerbemarkt (brutto) für das Medium Fernsehen wuchs im Zeitraum 1. Januar - 30. September 2012 um 2,6 % (Jan.-Sep. 2011: 7.448,3m€, Jan.-Sep. 2012: 7.644,5m€ (Quelle: Nielsen Media Research).

Der Gesamtwerbemarkt (netto) wird jedoch im Zeitraum 1. Januar - 30. September 2012 aufgrund der durch die Werbemarktkrise bedingten Preis- und Rabattanpassungen auf gleichem Niveau bleiben. (Quelle: ZAW Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (Mai 2012)).

Für den Zeitraum Oktober - Dezember 2012 und das Jahr 2013 erwarten wir aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage eine Stagnation des Werbemarktes, welches sich in 2014 ähnlich fortsetzen wird.

II. Geschäftsverlauf

Das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis 30. September 2012 der "Das Vierte GmbH, München" mit ihrem frei empfangbaren Fernsehprogramm "Das Vierte" (im Folgenden DV genannt) war geprägt durch eine Stabilisierung des Zuschauermarktanteile bei der Zielgruppe 3+ auf 0,2% (Vorjahr 0,2%), bedingt durch die Programmstrecken im Bereich Teleshopping und Beratungsprogramme.

1. Programm und Zuschauermarktanteile (Marktanteilsangaben für die Zielgruppe 14 - 49)

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis 30. September 2012 wurde der Marktanteil im Zuschauermarkt auf 0,1 % stabilisiert (Vorjahr 0,1%).

2. Kundenbasis

Die Kundenbasis blieb gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 konstant.

Zur Kundenbasis zählen die werbetreibende Industrie, die sich ganz überwiegend von Media-Agenturen betreuen lässt, sowie Anbieter von Telemedienangeboten (z.B. aus den Bereichen Teleshopping, Beratung und Adult-Content).

3. Sonstige wesentliche Ereignisse im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 30. September 2012

Mit dem am 19. September 2012 unterzeichnetem "Share Purchase and Transfer Agreement" (SPA) zwischen der Mini Movie International Channel S.à.r.l. (MM), Luxemburg, und der The Walt Disney Company Limited, mit Sitz in London, United Kingdom, wurden sämtliche Anteile der DV auf die The Walt Disney Company Limited im Rahmen eines Share-Deals übertragen. Die wirtschaftliche Wirkung des Verkaufs erfolgte hierbei unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung des Deutschen und Österreichischen Kartellamtes. Die Zustimmung der beiden Kartellämter wird frühestens Anfang Dezember 2012 erwartet, womit das Closing des SPA und damit verbunden der dingliche Übergang der Anteile für Anfang Dezember 2012 erwartet wird.

Mit Blick auf den möglichen Verkauf der Gesellschaft an The Walt Disney Company Limited wurden von der Gesellschaft zum 31.August 2012 alle Kundenverträge aus dem Bereich Adult-Content ("Nachterlöse) gekündigt, was einen Umsatzverlust von ca. 250 T€ pro Monat bedeutet.

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine weiteren wesentlichen Sachverhalte mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum 30. September 2012 ereignet.

III. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 haben sich die einzelnen Positionen wie nachfolgend dargestellt entwickelt, wobei wir auf die mangelnde Vergleichbarkeit der Zahlen aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres 2012 hinweisen:

  01.01.2012 - 30.09.2012
T€
01.01.2011 - 31.12.2011
T€
Ergebnisveränderung
T€
Umsatzerlöse 10.137 15.342 -5.205
Sonstige betriebliche Erträge 1.451 1.287 164
Materialaufwand -4.985 -7.120 2.135
Abschreibungen -2.334 -3.018 684
Personalaufwand -1.930 -2.472 542
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.789 -4.224 1.435
Zinsergebnis -51 -72 21
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -501 -277 -224
Steuerergebnis -30 -60 30
Jahresergebnis -531 -337 -194

Insgesamt erzielte DV im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar - 30. September 2012 einen Umsatz von T€ 10.137 (i. Vj T€ 15.342). Zu etwa 76% resultiert dieser Umsatz aus Beratungsprogrammen und Informercials. (Vorjahr 67%) Zu 2,5% resultiert der Umsatz aus dem Verkauf von klassischen Werbezeiten (Vorjahr: 3%).

Der Materialaufwand hat sich von T€ 7.120 um rund 30% auf T€ 4.985 reduziert. Die Reduzierung des Materialaufwandes beruht im Wesentlichen auf einer Reduzierung der Kosten des digitalen Satelliten-Verbreitungsvertrages sowie auf einer deutlichen Reduzierung des Barter-Geschäftes im Zuge der vorgenommenen Programmänderungen. Die Materialaufwandsquote hat sich von 46,4% auf 49,2% im Berichtsjahr verändert.

Der Rückgang der Abschreibungen beträgt T€ 684. Die Verminderung der Abschreibungen resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Lizenzenprogrammbedarf aufgrund einer Umstellung der Programmstrecken auf vermehrtes Transaktions-TV.

Der Personalaufwand reduzierte sich aufgrund der allgemeinen Fluktuation um T€ 542.

Der im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar - 30. September 2012 ausgewiesene Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ -531 stellt eine Verschlechterung gegenüber dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 dar (Verlust von T€ 274).

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um rund T€ 789.

Der Gesamtbestand an Fernsehrechten (einschließlich geleisteter Anzahlungen) von T€ 710 zum 31. Dezember 2011 erhöhte sich zum 30. September 2012 auf T€ 1.218.

Der Rückgang der sonstigen Sachanlagen ist durch planmäßige Abschreibungen begründet.

Die "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" verringerten sich zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar - 30. September 2012 um T€ 992 gegenüber dem 31. Dezember 2011 auf T€ 1.484.

Die "Sonstigen Vermögensgegenstände" verringerten sich im Rumpfgeschäftsjahr um T€ 291.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2011 um T€ 93 auf T€ 1.048.

Der 'Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag' erhöhte sich aufgrund des Jahresergebnisses um T€ 531 und weist per 30. September 2012 einen Saldo in Höhe von T€ 3.171 aus, welcher durch zum Stichtag bestehende Rangrücktrittserklärungen sowie einer Patronatserklärung der Muttergesellschaft abgesichert wird.

Die "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" bestehen zu 31,0% aus Filmlizenzverbindlichkeiten und zu 69,0% aus Verbindlichkeiten gegenüber "sonstigen" Lieferanten. Insgesamt erhöhten sich die "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" um T€ 164.

3. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch Gesellschafterdarlehen sichergestellt.

Ein erstes Gesellschafterdarlehen wurde am 11. Juli 2008 i.H.v. T€ 5.000 gewährt und am 26. Juli 2010 wurde ein weiteres Gesellschafterdarlehen über T€ 400 gewährt.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar - 30. September 2012 wurden Darlehenstilgungen in Höhe von T€ 147,5 vorgenommen.

Somit betrugen die Gesellschafterdarlehen per 30. September 2012 T€ 3.938 und sind mit einem Rangrücktritt versehen.

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar - 30. September 2012 betrug T€ 93 (i. Vj. T€ 41).

Zur Sicherung des Fortbestands ist aufgrund des für den Zeitraum Oktober - Dezember 2012 sowie in 2013 geplanten Cashflows eine zusätzliche finanzielle Unterstützung von Gesellschafterseite erforderlich.

Am 28. September 2012 wurde von der Muttergesellschaft eine Patronatserklärung, beginnend mit dem 30. September 2012 bis zum dinglichen Übergang der Geschäftsanteile an der Das Vierte GmbH auf The Walt Disney Company Limited, mit Sitz in London, abgegeben, in der sie die Das Vierte GmbH, München mit einer ausreichenden Basis an Mitteln und finanzieller Liquidität sowie anderweitiger finanzieller Möglichkeiten zur Verfügung stellen wird, um die Das Vierte GmbH, München als weiterlaufendes Unternehmen zu erhalten. Für den Fall, dass der dingliche Übergang der Geschäftsanteile der Das Vierte GmbH auf The Walt Disney Company Limited nicht stattfindet, endend die Patronatserklärung spätestens zum 31. Januar 2013. Der erteilte Rangrücktritt ist vom Auslaufen der Patronatserklärung unberührt. Nach Vollzug des dinglichen Übergangs der Geschäftsanteile stellt die neue Gesellschafterin die finanzielle Unterstützung der Das Vierte sicher.

IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Im Zuge der Digitalisierung des Fernsehens nimmt die Fragmentierung der TV-Landschaft weiter zu. Neben neuen Wettbewerbern, die aus der Umwidmung bestehender Kanäle mit neuen Sendekonzepten resultieren (z.B. Tele5, DMAX), entstehen zahlreiche weitere neue Kanäle, die sich meist mit "Special Interest" - Angeboten an die Zuschauer wenden. Dies führt nicht nur zu einer weiteren Intensivierung des Wettbewerbs um die Zuschauer, sondern auch zum Entstehen neuer Werbefläche, die am Markt angeboten wird. Auch neu geschaffene Programmangebote der Kabelnetzbetreiber (z. B. Pay TV-Angebote) sowie neue Verbreitungswege wie IP-TV (Internet Protocol Television), die eine bislang nicht gekannte Programmvielfalt bieten, sind Ausdruck eines Umbruchs innerhalb der TV-Landschaft. Starken Marken und glaubwürdigen, qualitativ hochwertigen Angeboten wird daher in Zukunft eine noch höhere Bedeutung zukommen. Somit wird die Gesellschaft in Zukunft einem noch stärkeren Konkurrenzdruck ausgesetzt sein, welcher die Gesellschaft auch in Zukunft zu schnellen und innovativen Strategiewechseln zwingen wird.

Die Digitalisierung birgt jedoch auch Chancen für DV in Form zusätzlicher Verwertungsmöglichkeiten über digitale Vertriebskanäle. Weitere Chancen für DV könnten sich mittel- bis langfristig aus dem Ausbau des Merchandising-Geschäfts sowie dem Aufbau neuer Geschäftsansätze in unterschiedlicher Ausprägung ergeben.

In 2013 will DV seine Wettbewerbsposition mit einem Mix aus Serien, Spielfilmen, Teleshopping und Infomercials weiter festigen.

Derzeit bestehenden und erkannten Risiken im Lizenzbestand wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Zeit geht die Gesellschaft davon aus, dass alle im Lizenzbestand befindlichen Rechte innerhalb der jeweiligen Lizenzzeit ausgestrahlt werden können und die Lizenzkosten durch Werbeerlöse refinanziert werden können.

Grundsätzlich unterliegt das Programm von DV dem Risiko kurzfristiger Programmstrukturänderungen, welche einen Einfluss auf die Bewertung des Lizenzbestandes haben können.

Aufgrund der Anpassung des Geschäftsmodells von DV, in dem die Kapitalisierung des Zuschauermarktanteiles in Teilen durch die Kapitalisierung der technischen Reichweite ersetzt wurde, besteht ein Risiko im Hinblick auf die qualitative Zufriedenheit der Kabelnetzbetreiber und damit verbundene Risiken einer Partagierung. Um dieses Risiko zu minimieren, wurden vermehrt Gespräche mit den jeweiligen Kabelnetzbetreibern geführt.

Wie im Abschnitt "Finanzlage" dargestellt unterstellt die Geschäftsführung, dass der Gesellschaft durch den erwirtschafteten Cashflow in Verbindung mit Gesellschaftermitteln für den Zeitraum Oktober-Dezember 2012 sowie in 2013 genügend Liquidität zur Verfügung steht.

V. Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine weiteren wesentlichen Sachverhalte mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ereignet.

VI. Ausblick

DV strebt für das Jahr 2013 die wirtschaftliche Optimierung des Programmschemas an, wobei die aufgrund der Werbemarktkrise unrentablen Programmzeiten durch den Ausbau von alternativen Programmfarben ersetzt werden.

Infolge des dynamischen Wachstums der Umsatzerlöse in den nicht klassischen Werbeerlösen besteht die größte Herausforderung für die Zukunft darin, diese gesteigerten Leistungswerte noch stärker am Werbemarkt zu kapitalisieren und in Umsatzzuwächse umzusetzen. Für das Jahr 2013 rechnet die Gesellschaft mit einem gleichbleibenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Für 2014 rechnet DV mit einer Steigerung von 5 - 10%.

Auf Basis der in 2011 und 2012 vorgenommenen Programmänderungen erwarten wir für das Jahr 2013 und 2014 ein positives Ergebnis, welches durch den Ausbau der Erlöse aus Teleshopping und Beratungsprogramme sowie "Infomercials" zu Lasten der klassischen Erlöse in Kombination mit Kosteneinsparungen erreicht werden soll.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschaft auf Grund der erwarteten Ergebnisse für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2012 sowie in 2013 und des sich hieraus ergebenden Cashflow einen Finanzbedarf i.H.v. T€ 1.000 haben wird. In 2014 geht die Geschäftsführung in ihren Planungen von einem positiven Cashflow aus wodurch wieder eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung aus Gesellschaftsmitteln möglich sein wird.

Wir weisen allerdings darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

München, den 3. Dezember 2012

Elena Fedorova, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

  30.09.2012
31.12.2011
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.895,89 18.532,92
2. Filmlizenzen 1.218.466,21 644.738,02
3. Geleistete Anzahlungen auf Filmlizenzen 0,00 65.360,00
  1.239.362,10 728.630,94
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.558,85 241.957,96
  1.403.920,95 970.588,90
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.484.160,08 2.476.123,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 122.835,42 711.036,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 901.767,21 1.193.090,32
  2.508.762,71 4.380.250,22
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.048.309,27 954.983,19
  3.557.071,98 5.335.233,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.483,63 33.323,98
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.171.265,04 2.640.199,41
  8.191.741,60 8.979.345,70

Passiva

   
  30.09.2012
31.12.2011
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 6.315.712,14 6.315.712,14
III. Verlustvortrag -8.981.476,14 -8.644.099,46
IV. Jahresfehlbetrag -531.065,63 -337.376,68
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.171.265,04 2.640.199,41
  0,00 0,00
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 0,00 116.101,70
2. Sonstige Rückstellungen 789.669,55 1.096.567,03
  789.669,55 1.212.668,73
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 270.871,35 228.501,23
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.985.944,56 2.821.780,64
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 2.985.944,56 (Vorjahr: EUR 2.821.780,64)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.933.617,75 4.307.703,37
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 3.933.617,75 (Vorjahr: EUR 4.307.703,37)    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 211.638,39 408.691,73
- davon aus Steuern: EUR 153.518,18 (Vorjahr: EUR 376.478,93)    
  7.402.072,05 7.766.676,97
  8.191.741,60 8.979.345,70

Gewinn- und Verlustrechnung

  2012
2011
1. Umsatzerlöse 10.136.580,43 15.341.879,66
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.450.812,18 1.286.989,42
3. Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.984.830,97 -7.119.891,87
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -1.712.356,31 -2.158.057,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorungung und für Unterstützung -217.445,63 -313.632,87
- davon für Altersversorgung: EUR 14.709,17 (Vorjahr: EUR 21.411,92)    
  -1.929.801,94 -2.471.690,05
5. Abschreibungen    
- auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.334.410,42 -3.018.152,98
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen    
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 25.023,98 (Vorjahr: EUR 16.959,69) -2.788.406,03 -4.223.928,67
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge    
- davon aus Abzinsung: EUR 333,43 (Vorjahr: EUR 914,83) -504,57 2.180,40
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen    
- davon aus Aufzinsung: EUR 1.567,49 (Vorjahr: EUR 1.102,66) -50.378,39 -74.140,79
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 48.711,01 (Vorjahr: EUR 73.038,13)    
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -500.939,71 -276.754,88
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 71,02 0,00
11. Sonstige Steuern -30.196,94 -60.621,80
12. Jahresfehlbetrag -531.065,63 -337.376,68

Anhang

I. Allgemeine Angaben

1. Geschäftsbetrieb

Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb von Zulassungen oder Erlaubnissen, Erlangung von Übertragungskapazitäten, Veranstaltungen, Produktion, Organisation, Vertrieb, Vermarktung - auch von Werbeleistungen-, Marketing und Ausstrahlung oder zur Verfügungsstellung von Rundfunkprogrammen, Fernsehprogrammen, Mediendiensten und Mehrwertdiensten, auch für andere Unternehmen. Erwerb und Veräußerung von Programmlizenzen sind - auch für andere Unternehmen - von diesem Gegenstand erfasst. Eingeschlossen ist ebenso Erwerb und Halten von Beteiligungen an Gesellschaften die einen solchen oder anderen Unternehmensgegenstand haben.

Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder nützlich erscheinen.

Der Bilanzstichtag der Gesellschaft wurde vom 31. Dezember auf den 30. September umgestellt. Daher kommt es zu einem Rumpfgeschäftsjahr für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2012.

2. Aufstellungsgrundsätze für den Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist gemäß §23 Rundfunkstaatsvertrag als Fernsehveranstalter verpflichtet, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen und zu veröffentlichen.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des HGB i.d.F. des BilMoG für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) wurden die Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB beachtet.

3. Unternehmensfortführung

Die insolvenzrechtlichen Folgen der zum Abschlussstichtag bestehenden bilanziellen Überschuldung werden durch Rangrücktritte auf Darlehensforderungen des Gesellschafters in Höhe von T€ 3.840 abgewendet. Demzufolge unterstellt die Gesellschaft den Grundsatz der Unternehmensfortführung bei der Bilanzierung zum 30.September 2012.

Die Geschäftsführung hat hierbei des Weiteren unterstellt, dass die Finanzierung der Gesellschaft durch den zukünftigen Unternehmenscashflow sowie durch die Muttergesellschaft sichergestellt wird.

Weiterhin wurde von der Muttergesellschaft Mini Movie International Channel S.a.r.l., Luxemburg eine Patronatserklärung, beginnend mit dem 30. September 2012 bis zum dinglichen Übergang der Geschäftsanteile an der Das Vierte GmbH auf The Walt Disney Company Limited, mit Sitz in London, United Kingdom, postalische Adresse: 3 Queen Caroline Street, Hammersmith, London W6 9PE, United Kingdom, registriert in England und Wales unter der Handelsregisternummer 530051, abgegeben, in der sie die Das Vierte GmbH, München mit einer ausreichenden Basis an Mitteln und finanzieller Liquidität sowie anderweitiger finanzieller Möglichkeiten zur Verfügung stehen wird, um die Das Vierte GmbH, München als weiterlaufendes Unternehmen zu erhalten. Für den Fall, dass der dingliche Übergang der Geschäftsanteile der Das Vierte GmbH auf The Walt Disney Company Limited nicht stattfindet, endend die Patronatserklärung spätestens zum 31. Januar 2013. Der erteilte Rangrücktritt ist vom Auslaufen der Patronatserklärung unberührt. Nach Vollzug des dinglichen Übergangs der Geschäftsanteile stellt die neue Gesellschafterin die finanzielle Unterstützung der Das Vierte sicher.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Nachstehend geben wir eine Übersicht über die Wertansätze und die dabei unverändert gegenüber dem Vorjahr ausgeübten Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte. Die Gesellschaft hat auf die Aktivierung latenter Steuer verzichtet. Es wird darauf hingewiesen, dass der Zeitraum 1. Januar - 30. September 2012 ein Rumpfgeschäftsjahr darstellt, daher sind Vergleiche mit dem Vorjahresabschluss nur bedingt möglich.

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.

Die Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden mit den Anschaffungskosten

aktiviert und linear gemäß ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die erworbenen Filmlizenzen und geleisteten Anzahlungen auf Filmlizenzen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Abschreibungen auf Filmlizenzen erfolgen in der Regel linear über ihre jeweilige Nutzungsdauer, werden jedoch im Falle von höheren Nutzungsabschreibungen, welche sich an der Anzahl der in den Lizenzverträgen festgelegten Ausstrahlungsrechte orientieren, ersetzt. Nicht in Anspruch genommene Ausstrahlungsrechte werden spätestens mit Ablauf der Filmlizenz abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die für 2008 und 2009 gebildeten Sammelposten für abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden fortgeführt. Ab 2010 wurde alle Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten über € 410,00 nach der linearen Methode gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Gegenstände mit Anschaffungskosten unter € 410,00 wurde eine Sofortabschreibung in voller Höhe der Anschaffungskosten durchgeführt.

Der Ansatz der Forderungen erfolgt zu Nennwerten. Den Risiken oder drohenden Rechnungsabstrichen wird durch ausreichend bemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände findet grundsätzlich zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert statt.

Sowohl die flüssigen Mittel als auch der aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten bilanziert.

Bei den sonstigen Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet und gemäß der Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst, sofern die Restlaufzeit der Rückstellung zum Abschlussstichtag mehr als ein Jahr beträgt.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Geld- oder Briefkurs im Zugangszeitpunkt bewertet. Für die Folgebewertung gilt der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Beträgt die Restlaufzeit am Abschlussstichtag ein Jahr oder weniger, erfolgt die Bewertung ohne Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips sowie des Realisationsprinzips. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Differenzen werden gesondert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über T€ 1.484 (i. Vj. T€ 2.476) beinhalten Forderungen aus Werbe-, Spot- und Distributionserlösen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 123 (i. Vj. T€ 711) beinhalten Forderungen gegen den Gesellschafter MINI MOVIE INTERNATIONAL CHANNEL S.à r.l., Luxemburg. Die Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände i.H.v. T€ 902 (i. Vj. T€ 1.193) beinhalten im Wesentlichen ein Mietaval (T€ 450), Ansprüche aus Kabelrückvergütungen (T€ 344) und Kautionsvorauszahlungen (T€ 59).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten über T€ 59 (i. Vj. T€ 33) beinhaltet Aufwandsabgrenzungen für Versicherungen und sonstige Lieferungen und Dienstleistungen.

Aufgrund des Jahresergebnisses (T€ -531) ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag i.H.v. T€ 3.171 (i. Vj. T€ 2.640).

Die sonstigen Rückstellungen von T€ 790 (i. Vj. T€ 1.097) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Agenturleistungen (T€ 5), Urlaubsrückstellungen (T€ 186), Rückstellungen für Prüfungskosten (T€ 65), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 340) sowie Rückstellungen für GEMA/GVL (T€ 51). Die Rückstellung für Rückbauverpflichtung i.H.v. T€ 48 wurde mit dem zum 30. September 2012 von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz für eine einjährige Restlaufzeit von 3,75% bewertet.

Die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen i.H.v. T€ 271 (i. Vj. T€ 228) resultieren aus bereits in September 2012 erhaltenen Zahlungen für Oktober 2012.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen aus Verbindlichkeiten gegenüber Filmlizenzlieferanten (T€ 924) und gegenüber sonstigen Lieferanten (T€ 2.062). Die gesamten Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 2.986 (i. Vj. T€ 2.822) haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 3.934 (i. Vj. T€ 4.308) bestehen zum Stichtag ausschließlich gegen die MINI MOVIE INTERNATIONAL CHANNEL S.à r.l., Luxemburg. Die gesamten Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten resultieren aus Darlehensvereinbarungen.

Die gesamten sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. T€ 212 (i. Vj. T€ 409) haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Sie bestehen zum Stichtag im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten i.H.v. T€ 154.

Neben den in der Bilanz erfassten Verbindlichkeiten bestehen außerbilanzielle sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren aus Vertragsabschlüssen in der Zeit vor dem Bilanzstichtag und betreffen Zahlungsverpflichtungen mit einer Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag.

  T€
Obligo aus Programmverträgen  
Fällig innerhalb eines Jahres 2.113
Fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 566
Obligo aus Distributionsverträgen  
Fällig innerhalb eines Jahres 3.931
Fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 7.073
Obligo aus Mieten  
Fällig innerhalb eines Jahres 473
Fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 0
Obligo aus sonstigen Sachverhalten  
Fällig innerhalb eines Jahres 773
Fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren 79

Unter der Position "Obligo aus Programmverträgen" werden Zahlungsverpflichtungen aus Programmkäufen aufgeführt. Unter den Distributionsverträgen werden finanzielle Verpflichtungen aus Satellitenmieten, Verpflichtungen aus Verträgen über terrestrische Nutzung und Kabeleinspeisungsgebühren ausgewiesen. Die Position "Mieten" beinhaltet Mietverpflichtungen aus Gebäudemietverträgen. Unter den "sonstigen Sachverhalten" werden im Wesentlichen Dienstleistungsverpflichtungen aufgeführt.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse i.H.v. T€ 10.137 (i.Vj. T€ 15.342) bestehen aus Werbeerlösen, Spoterlösen und Distributionserlösen i.H.v. T€ 9.857 und Erlösen aus Gegengeschäften i.H.v. T€ 280. Die Umsatzerlöse werden im wesentlichen im Inland erzielt. Der Anteil an Umsatzerlösen aus dem Ausland beträgt T€ 200.

Die sonstigen betrieblichen Erträge über T€ 1.451 (i. Vj. T€ 1.287) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kabelrückvergütungen (T€ 284), Forderungsverzicht Filmlizenzlieferant (T€ 658), anrechenbare Erträge für Sachbezüge (T€ 80), Kostenweiterbelastungen (T€ 109), sowie periodenfremden Erträgen (T€ 79).

Der Materialaufwand von T€ 4.985 (i.Vj. T€ 7.120) beinhaltet im Wesentlichen Distributionskosten für die analoge und digitale Verbreitung über Satellit, Kabelnetz und DVBT sowie Kosten der Sendeabwicklung i.H.v. T€ 4.492 sowie die allgemeinen Produktionskosten des laufenden Sendebetriebes (Barteraufwendungen, GEMA - und GVL - Aufwendungen, Erstellung von Programm-Trailern, Sendehinweisen, Sprecher, etc.). Barteraufwendungen aus dem Bereich Materialaufwand fielen während der Geschäftsperiode i.H.v. T€ 259 an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen über T€ 2.788 (i.Vj. T€ 4.224) resultieren im Wesentlichen aus Agenturprovisionen i.H.v. T€ 427, Kosten für Research (T€ 290), Kosten für Beratung und Consulting (T€ 639), Mietkosten (T€ 472) und KfZ - Kosten (T€ 68). Weitere, sonstige betriebliche Aufwendungen stammen aus Marketingkosten, Pressekosten, Kosten für Software und Wartung sowie Weiterbelastungen.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Mutterunternehmen und Konzernzugehörigkeit

Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von der MINI MOVIE INTERNATIONAL CHANNEL S.à r.l., Luxemburg, gehalten. Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft der Universal MMW Minimovie World Limited, Zypern.

2. Gesamthonorar Abschlussprüfer

Für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar - 30. September 2012 wurden folgende Honorare an den Abschlussprüfer gezahlt:

 

a) Abschlussprüfungsleistungen: 39T€

 

b) Andere Bestätigungsleistungen: 26T€

3. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren in der Gesellschaft 28 (Vorjahr: 31) Mitarbeiter ohne Geschäftsführer und Aushilfen beschäftigt.

4. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Die Gesellschaft wird durch einen Geschäftsführer gesetzlich vertreten. Von der Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB wird Gebrauch gemacht.

Geschäftsführer:

Fedorova, Elena, Moskau/Russland, Kauffrau

Prokurist mit Einzelprokura:

Schneider, Roger, München, Kaufmann (bis 30.Oktober 2012)

 

München, den 3. Dezember 2012

Fedorova Elena, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2012
Zugänge Umbuchungen
Abgänge Umbuchungen
30.09.2012
I. Immaterielles Anlagevermögen        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 457.087,85 14.606,69 471.694,54
2. Filmlizenzen 1.207.535,38 2.802.764,66 1.643.508,78 2.366.791,26
3. Geleistete Anzahlungen Filmlizenzen 65.360,00 803.658,84 869.018,84 0,00
  1.729.983,23 3.621.030,19 2.512.527,62 2.838.485,80
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.248.991,26 13.399,84 1.697,30 1.260.693,80
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 4.028,58 4.028,58 0,00
  1.248.991,26 17.428,42 5.725,88 1.260.693,80
         
Summe 2.978.974,49 3.638.458,61 2.518.253,50 4.099.179,60
  Abschreibungen
01.01.2012
Zugänge
Abgänge
30.09.2012
I. Immaterielles Anlagevermögen        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 438.554,93 12.243,72 0,00 450.798,65
2. Filmlizenzen 562.797,36 2.229.036,47 1.643.508,78 1.148.325,05
3. Geleistete Anzahlungen Filmlizenzen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.001.352,29 2.241.280,19 1.643.508,78 1.599.123,70
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.007.033,30 89.101,64 0,00 1.096.134,94
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 4.028,58 4.028,58 0,00
  1.007.033,30 93.130,22 4.028,58 1.096.134,94
        0,00
Summe 2.008.385,59 2.334.410,42 1.647.537,36 2.695.258,64
  Restbuchwerte
30.09.2012
31.12.2011
I. Immaterielles Anlagevermögen    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.895,89 18.532,92
2. Filmlizenzen 1.218.466,21 644.738,02
3. Geleistete Anzahlungen Filmlizenzen 0,00 65.360,00
  1.239.362,09 728.630,94
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.558,86 241.957,96
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
  164.558,86 241.957,96
  0,00 0,00
Summe 1.403.920,95 970.588,90

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Das Vierte GmbH, München, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weißen wir darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die in Abschnitt "3. Finanzanlage" des Lageberichts dargestellt sind. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der zusätzlichen finanziellen Unterstützung von Gesellschafterseite abhängig ist.

 

München, den 3. Dezember 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Eigel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Deni, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt.

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