Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 381
Eingetragen
12.3.1964
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, der Kauf und Verkauf von chemischen Natur- und Kunststoffprodukten und ihren Derivaten, einschließlich der Anwendung und Verbindung solcher Produkte mit anderen Stoffen, ausgenommen Reifen, für eigene oder fremde Rechnung, der Verkauf insbesondere unter dem Warenzeichen "Gates". Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten und sich an Unternehmen gleicher oder anderer Art zu beteiligen. Im übrigen ist die Gesellschaft zu allen geschäftlichen Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, die Zwecke der Gesellschaft zu fördern, insbesondere zu Erwerb, Nutzung und Veräußerung von Patenten, anderen Schutzrechten, Lizenzen, Vertriebsberichtigungen, Grundstücken und Rechten an Grundstücken sowie dem Abschluß von Miet- und Pachtverträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Krupp
seit 18.9.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Amela Mujezinovic
seit 22.7.2019
Prokura
Klaus Lüchtefeld
seit 19.4.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Gates GmbHEigenbeteiligung
71.67%
Gates Industrial Europe S.à.r.l.LUX
28.33%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gates GmbH
Germany
8.242.000 €
71.67%
Gates Industrial Europe S.à.r.l.
Luxembourg
3.258.000 €
28.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gates GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Gates GmbH ist Teil der weltweit tätigen Gates-Gruppe, die schwerpunktmäßig Antriebssysteme (Power Transmission) für Automobil- und Industriekunden entwickelt, produziert und vertreibt.

Die Gesellschaft ist als Vertriebs- und Entwicklungsgesellschaft für Kontinentaleuropa tätig. Mit den Kunden der Automobilindustrie und deren Umfeld (Automobilzulieferer, Ersatzteilhändler, Werkstätten) erwirtschaftet die Gates GmbH im Jahr 2023 einen Umsatzanteil von ca. 47 % (Vorjahr: 36 %); mit anderen Branchen der Industrie werden ca. 53 % (Vorjahr: 64 %) des Gesamtumsatzes generiert.

Die Umsätze mit den Hauptkunden der Automobilindustrie erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 leicht; langfristig werden die Umsätze in diesem Bereich durch die weitere Elektrifizierung in der Automobilindustrie zurückgehen, da die klassischen Antriebssysteme nicht in Elektrofahrzeuge eingebaut werden. Im laufenden Geschäftsjahr gab es Umsatzsteigerungen mit Start-Stopp-Anwendungen im Bereich der Automobilerstausrüster bei den Kunden Jaguar/Landrover und Ford und im Bereich Ersatzteilmarkt bei den Kunden Wessels & Müller und Autodoc.

Im Industriebereich führte bei den Industrie-Erstausrüstern sowohl der hohe Lagerbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2022 als auch die nachlassende Nachfrage nach Antriebssystemen im Bereich "Mobility" (E-Bike, E-Scooter) zu deutlichem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2023. Die Umsatzentwicklung bei den Industrie-Ersatzteilkunden war ebenfalls durch die nachlassende Konjunktur und den starken Wettbewerb rückläufig.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Geschäftsjahr 2023 wurde insgesamt ein Umsatz von TEUR 133.141 erzielt, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von TEUR 14.707 oder 9,9 % entspricht. Der Gesamtumsatz entfällt mit TEUR 127.886 zu 96,0 % auf den Bereich Power Transmission, der nach insgesamt 45 % Umsatzwachstum in den letzten zwei Jahren einen Umsatzrückgang zum Vorjahr von 8,9 % aufweist. Im Automobilbereich ergab sich trotz auslaufender Antriebssysteme durch die Elektrifizierung ein Umsatzanstieg bei den Erstausrüstern von 7,1 %, da hier die Kunden Jaguar/Landrover und Ford die Produktion mit den zuletzt entwickelten Produkten Sidewinder-Spanner und Belt in Oil hochgefahren haben. Im Automobil-Ersatzteilhandel fiel der Umsatzanstieg mit 50,6 % noch höher aus, da hier der Neukunde Autodoc gewonnen werden konnte und die Nachfrage bei den existierenden Kunden sehr hoch war. Im Gegensatz zur Automobilbranche war die Umsatzentwicklung im Industriebereich nicht zufriedenstellend: bei den Erstausrüstern ergab sich nach einer Umsatzerhöhung von insgesamt 259 % in den letzten zwei Jahren ein Umsatzrückgang in Höhe von 32,4 %, der sich einerseits aus dem Abbau der hohen Vorjahreslagerbestände des Kunden Universal Transmission und andererseits aus dem Nachfragerückgang beim Verkauf der Antriebssysteme für E-Bikes ergab. Im Ersatzteilhandel ergab sich durch die schwächer werdende Konjunktur nach dem Umsatzzuwachs des Vorjahres von 14,1 % ein Umsatzrückgang in Höhe von 12,2 %. Die restlichen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 5.255 verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.188 und beinhalten im Wesentlichen Konzernumlagen an die europäische Zentrale in Luxemburg und sonstige Umsätze (z.B. Werkzeuge an Kunden, Luftfrachtkosten). Der Rückgang ist überwiegend auf den Verkauf von Werkzeugen und die Fakturierung von Luftfrachtkosten im Vorjahr zurückzuführen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich leicht um TEUR 1.343 auf TEUR 20.145 und liegt mit 15,1 % des Umsatzes über dem Niveau des Vorjahres (12,7 %). Die Erhöhung ist hauptsächlich auf verbesserte Bezugspreise sowie die in den Umsatzerlösen ausgewiesene Auflösung der Rückstellungen für Kundenboni für Vorjahre zurückzuführen.

Der größte Teil der Umsätze wird mit von Schwesterwerken hergestellten und von der Gates GmbH weiterverkauften Produkten erzielt. Die Verrechnungspreise für diese Produkte werden gemäß dem europäischen Verrechnungspreissystem festgelegt, wobei die Gates GmbH als ein Vertriebsunternehmen mit reduziertem Risiko fungiert und einen angemessenen Gewinn erwirtschaftet.

Das Ergebnis vor Steuern und Beteiligungserträgen beträgt TEUR 6.215; dies entspricht einer Brutto-Umsatzrendite von 4,7 %. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis vor Steuern und Beteiligungserträgen um TEUR 497 erhöht. Dieser Anstieg ist überwiegend auf das höhere Bruttoergebnis vom Umsatz zurückzuführen.

Das Jahresergebnis 2023 beträgt TEUR 4.195 (Vorjahr: TEUR 8.804) und liegt somit TEUR 4.609 unter dem Vorjahresergebnis. Im Ergebnis des Vorjahres waren allerdings Sondereffekte aus einer Gewinnausschüttung der italienischen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 5.000, dem Gewinn aus dem Verkauf des Tochterunternehmens in Höhe von TEUR 1.134 und Zinserträgen aus der Betriebsprüfung 2007-2011 in Höhe von TEUR 516 enthalten. Bereinigt um diese Effekte ergibt sich ein Jahresüberschuss für 2022 in Höhe von TEUR 2.154, der somit um TEUR 2.041 unter dem Jahresüberschuss 2023 liegt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 800 getätigt; insbesondere wurde in Werkzeuge, die an das türkische Schwesterwerk in Izmir vermietet werden, investiert. Darüber hinaus wurden Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 1.015 im Laufe des Jahres fertiggestellt, die im Wesentlichen Werkzeuge betreffen.

Darstellung der Lage

Vermögens- und Kapitalstruktur

Vermögensstruktur

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Langfristig gebundenes Vermögen 3.182 5 3.980 6 -798
Kurzfristig gebundenes Vermögen 61.244 95 63.062 94 -1.818
64.426 100 67.042 100 -2.616

Die Verringerung des langfristig gebundenen Vermögens gegenüber dem Vorjahr ergibt sich in erster Linie aus den über den Investitionen liegenden Abschreibungen.

Die Verminderung des kurzfristig gebundenen Vermögens gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der umsatzbedingten Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 13.548 sowie der Erstattung von Steuern und Zinsen aus der Betriebsprüfung 2007-2011 in Höhe von TEUR 1.730. Gegenläufig wirkt sich ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 13.227 aus, der sich überwiegend aus einer Erhöhung der Cash-Pool-Forderungen gegen die Gates Finance Limited, London/Großbritannien um TEUR 12.444 ergibt.

Kapitalstruktur

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Eigenkapital 35.387 55 31.192 47 4.195
Langfristiges Fremdkapital 9.474 15 9.584 14 -110
Kurzfristiges Fremdkapital 19.565 30 26.266 39 -6.701
64.426 100 67.042 100 -2.616

Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss 2023 von TEUR 4.195; die Eigenkapitalquote stieg im Vorjahresvergleich von 46,5 % auf 54,9 %.

Das langfristige Fremdkapital entfällt ausschließlich auf die Pensionsrückstellungen.

Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich um TEUR 6.701; der Rückgang ergibt sich hauptsächlich durch die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 9.524, die in erster Linie aus niedrigeren Bezugskosten aufgrund des mengen- und preisbedingt reduzierten Wareneinkaufs resultiert. Gegenläufig erhöhten sich die Sonstigen Rückstellungen um TEUR 2.005, insbesondere aufgrund gestiegener Verpflichtungen aus Kundenboni, sowie die Steuerrückstellungen um TEUR 753.

Finanzlage

Der Finanzmittelfonds der Gates GmbH beinhaltet zum 31. Dezember 2023 unverändert ausschließlich Cash- Pool-Guthaben; die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel beinhalten eine Sicherheitsleistung und sind daher nicht frei verfügbar. Der Finanzmittelfonds erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 12,4 und beträgt zum 31. Dezember 2023 Mio. EUR 33,7 (Vorjahr: Mio. EUR 21,3).

Dabei erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 12,1 (Vorjahr: Mio. EUR -3,3). Dabei wurde der operative Cashflow neben dem operativen Ergebnis in erster Linie auch durch den zum Bilanzstichtag erfolgten deutlichen Abbau von Working Capital erwirtschaftet. Insbesondere bedingt durch das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Umsatzvolumen im 4. Quartal reduzierten sich in erster Linie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich um Mio. EUR 13,5. Gegenläufig wirkten sich die um Mio. EUR 9,5 gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus.

Im Geschäftsjahr 2023 wies die Gesellschaft einen Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit von Mio. EUR 0,4 (Vorjahr: Mio. EUR 6,0) aus, wobei Einzahlungen aus der Verzinsung des Finanzmittelfonds Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen gegenüberstanden. Im Vorjahr waren im Wesentlichen Einzahlungen aus einer erhaltenen Ausschüttung (Mio. EUR 5,0) und dem Verkauf der italienischen Tochtergesellschaft (Mio. EUR 1,2) enthalten.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt grundsätzlich aus Eigenmitteln, die über den mit der Gates Finance Limited, London/Großbritannien, einer mittelbaren 100%igen Tochtergesellschaft der Gates Industrial Corporation Plc., London/Großbritannien, bestehenden Cash-Pool zur Verfügung gestellt werden und täglich abrufbar sind. Darüber hinaus gibt es eine flexible Finanzierungslinie über maximal TEUR 50.000 bei der Gates Finance Limited, London/Großbritannien, die im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr nicht in Anspruch genommen wurde. Diese zunächst zeitlich begrenzte Finanzierungslinie wurde mit Vereinbarung vom 2. Juli 2023 ohne zeitliche Begrenzung verlängert und ist von beiden Vertragsparteien jederzeit kündbar. Es liegen keine Hinweise auf eine mögliche Gefährdung der Liquidität über das Cash-Pooling vor.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Umsatz (einer der beiden bedeutsamsten Leistungsindikatoren) der Gates GmbH um 9,9 % von TEUR 147.848 auf TEUR 133.141 verringert und liegt damit leicht über dem Planumsatz von TEUR 130.000. Die Umsatzverringerung ergab sich insbesondere im Industrieerstausrüsterbereich, wo der Nachfrageboom der Vorjahre stark einbrach und zum Ende Geschäftsjahr 2022 bedingt durch langfristige Abnahmeverträge zu hohen Lagerbeständen bei den Kunden führte. Da sich zusätzlich die Nachfrage für Antriebssysteme von E-Bikes im laufenden Geschäftsjahr nicht erholte, ergab sich in diesem Bereich ein Umsatzrückgang von TEUR 17.824.

Das Umsatzwachstum im Automobilerstausrüsterbereich in Höhe von TEUR 2.545 bzw. 7,1 % und im Automobilersatzteilbereich in Höhe von TEUR 5.736 bzw. 50,6 % konnte den Umsatzrückgang im Industrieersatzteilbereich in Höhe von TEUR 3.510 bzw. 12,2 % und bei den sonstigen Erlösen in Höhe von TEUR 2.188 bzw. 29,4 % kompensieren.

Die Bezugskostenquote (Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) verringerte sich um 2,4 %-Punkte auf 84,9 % der Umsatzerlöse. Die Verbesserung der Bezugskostenquote ist sowohl auf die in den Umsatzerlösen ausgewiesene Auflösung der Rückstellungen für Kundenboni des Vorjahres als auch auf die Verringerung der Bezugspreise zurückzuführen. Insgesamt erhöhte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz (einer der beiden bedeutsamsten Leistungsindikatoren) von TEUR 18.802 auf TEUR 20.145, das erzielte Bruttoergebnis vom Umsatz liegt damit um TEUR 1.145 über dem geplanten Wert von TEUR 19.000.

Das Ergebnis vor Steuern und Beteiligungserträgen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 496 auf TEUR 6.215 erhöht. Dies entspricht bezogen auf den Umsatz einer Erhöhung der Rentabilität um 0,8 %-Punkte. Das geplante Ergebnis vor Steuern und Beteiligungserträgen von TEUR 5.900 wurde dabei um TEUR 315 übertroffen.

Die Vertriebskosten erhöhten sich um TEUR 487 oder 7,6 %. Überwiegend ist dies auf Gehaltssteigerungen und höhere Bonuszahlungen an Vertriebsmitarbeiter zurückzuführen. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich hauptsächlich durch Gehaltssteigerungen, Restrukturierungsaufwendungen und Abschreibungen für neue Werkzeuge um TEUR 653 (8,6 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um TEUR 913 auf TEUR 499. Hauptsächlich ergab sich dies durch den im Vorjahr enthaltenen Gewinn aus dem Verkauf der italienischen Tochtergesellschaft.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 754 auf TEUR 389. Der Rückgang ergibt sich in erster Linie aus um TEUR 536 niedrigeren Aufwendungen aus Forderungsverlusten sowie aus um TEUR 198 geringeren Kursverlusten.

Der Zinsertrag hat sich um TEUR 311 erhöht, was sowohl auf höhere Cash-Pool Forderungen als auch gleichzeitig gestiegene Zinssätze zurückzuführen ist.

Der Zinsaufwand hat sich um TEUR 141 verringert, was hauptsächlich aus niedrigeren Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen resultiert.

Im Jahr 2023 ergaben sich durch den im Vorjahr erfolgten Verkauf der italienischen Tochtergesellschaft keine Beteiligungserträge (Vorjahr: TEUR 5.000).

Der Ertragssteueraufwand hat sich um TEUR 104 auf TEUR 2.017 erhöht. Der Anstieg ist in erster Linie auf das höhere operative Ergebnis zurückzuführen.

Insgesamt endet das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 4.195 (Vorjahr: TEUR 8.804).

Immaterielle Werte

Zentraler immaterieller Wert ist die Qualität der Kundenbeziehung. Durch Fokussierung auf die Wünsche der Kunden sollen diese Beziehungen intensiviert und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden.

Risikomanagement

Gegen potenzielle Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im externen Umfeld (Entwicklung der Branche, politischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Rahmen) sowie in den internen betrieblichen Funktionsbereichen (Beschaffung, Produktion, Absatz, Personal, Finanzierung und Investition) sind Systeme etabliert, die diese Risiken rechtzeitig erkennen lassen und die Einleitung von Gegenmaßnahmen ermöglichen. Hierzu zählen die monatlichen Risikoberichte (Forderungsmanagement), Kundenumfragen (allgemeine Markttrends), Qualitätsmanagement, monatliche Finanzstatusmeldungen und regelmäßige Produkt-/Personal-/und IT-Strategieüberarbeitungen.

Darüber hinaus besteht ein umfangreiches internes und auch externes Konzern-Reporting. Hier werden insbesondere die Bereiche Auftragseingang, Umsatz, Auftragsbestand, Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Investitionen, Personal, Lagerbestände und offene Forderungen dargestellt. Neben dem regelmäßigen monatlichen Reporting mit monatlichen Forecasts wird eine umfangreiche Planung für das Folgejahr erstellt (Budget). Einmal jährlich wird die strategische Ausrichtung des Unternehmens überarbeitet.

Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen umfangreiche Systeme und Kontrollmechanismen, die den potenziellen Risiken ausreichend Rechnung tragen.

Ausfallrisiken wurden im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei den verbundenen Unternehmen sind vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage des Konzerns keine Ausfallrisiken erkennbar.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der derzeit verfügbaren Kreditlinien sowie des Cash-Pool-Guthabens nicht erkennbar.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen des Liquiditätsplanungssystems erkannt.

Die Unternehmensleitung geht aufgrund der vorliegenden wirtschaftlichen Verhältnisse davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist und derzeit keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Chancen und Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Unternehmen generiert den wesentlichen Teil seiner Umsatzerlöse sowohl im Automobilbereich als auch im Bereich "Mobility" (Antriebsriemen und Zahnscheiben für E-Bikes). Die Entwicklung des Automobilbereichs wird sich zukünftig durch die weitere Elektrifizierung negativ auf die Umsätze der Gates GmbH auswirken, da bestehende Motorengenerationen mit Verbrenner-Motoren auslaufen und E-Autos Antriebssysteme für Automobilnockenwellenantriebe und Nebenaggregatantriebe nicht benötigen. Im Geschäftsjahr 2024 ergab sich auf Basis vorläufiger Zahlen im Bereich Automobilerstausrüster ein Umsatzrückgang von ca. 15 %.

Im Automobilersatzteilbereich hingegen wird mit einem Umsatzplus von ca. 3 % gerechnet. Das derzeitige Wirtschaftsklima verbunden mit den noch nicht gut ausgebauten Ladestationen für Elektrofahrzeuge führte bei den PKW-Neuanschaffungen zu einer Kaufzurückhaltung und einem Anstieg beim Austausch von Antriebssystemen in den Werkstätten.

Das Unternehmen konzentriert seine Aktivitäten auf den Bereich Mobility mit Antriebssystemen für E-Bikes und E-Scooter; nach den starken Zuwächsen in den Jahren 2021 und 2022 ist die Nachfrage nach E-Bikes derzeit rückläufig. Zudem haben lange Lieferzeiten zu hohen Bestellungen der Kunden geführt, die bei nachlassender Nachfrage zu hohen Lagerbeständen bei den Herstellern geführt haben. Im zweiten Halbjahr 2023 brach der Mobility-Umsatz ein und es wird im Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzrückgang von ca. 42 % erwartet. Eine Erholung der Nachfrage wird jedoch für das Geschäftsjahr 2025 erwartet.

Ein weiteres Risiko liegt in der möglichen Überalterung der Produktpalette bzw. der Substitution von Zahnriemen durch alternative Lösungen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch stetige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Durch ein hohes Innovationspotential bestehen hier auch die Chancen, neue Produkte in Zusammenarbeit mit den Automobil- und Industriekunden zu entwickeln und ein über dem Durchschnitt der Branche liegendes Wachstum zu erzielen.

Durch die Klimaziele der Bundesregierung und die damit verbundene Elektrifizierung im Automobilsektor werden mittel- bis langfristig konventionelle Verbrennungsmotoren und die damit verbundenen Umsätze der Gates GmbH entfallen. Um dem Umsatzrückgang entgegenzuwirken, konzentriert die Gates GmbH ihre Entwicklungsaktivitäten auf Produkte, die in Hybridfahrzeugen eingesetzt werden können und zu einer Reduzierung des Treibstoffverbrauchs führen. Darüber hinaus werden die Vertriebs- und Entwicklungstätigkeiten im Industriebereich in der Sparte Mobility intensiviert. Hierunter fallen insbesondere die Antriebssysteme für E-Bikes, E-Scooter und E-Motorräder, bei denen mittelfristig hohe Umsatzzuwächse erwartet werden.

Die Gesellschaft ist fast ausschließlich als Vertriebsgesellschaft für von verbundenen Unternehmen gefertigte Produkte tätig. Damit wird ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch von anderen Konzernunternehmen beeinflusst (etwa durch Änderungen im Produktportfolio oder den Bezugspreisen).

Ca. 80 % der vom Unternehmen vertriebenen Produkte werden im Nicht-Euro-Raum (insbesondere in Schottland und in der Türkei) hergestellt. Die Einkaufspreise in Euro werden jährlich neu festgelegt. Wechselkursschwankungen haben seit der Organisationsänderung im Jahr 2019 und der damit verbundenen neuen europäischen Zentrale allenfalls eine geringe Auswirkung auf die Ertragskraft der Unternehmung.

Der BREXIT stellt für die Gates GmbH kein größeres Problem dar. Es werden zwar in Schottland produzierte Produkte vom Schwesterwerk in Luxemburg bezogen und im Dreiecksgeschäft weitervertrieben, für die Verzollung ist allerdings je nach Lieferbedingung entweder das Schwesterwerk in Luxemburg oder der Kunde zuständig. Die Gates GmbH führt keine Waren nach Großbritannien aus, so dass auch hier keine Verzollungskosten anfallen.

Der Ukraine-Krieg und der Nahostkonflikt stellten für das Unternehmen kein wesentliches Risiko dar. Sowohl in der Ukraine als auch im Nahen Osten gab es bereits vor Kriegsbeginn keine Kunden und Lieferanten; der einzige in Russland ansässige Kunde AvtoVAZ wird seit Einsetzen der Sanktionen nicht mehr beliefert; er trug aber nicht wesentlich zum Gesamtergebnis der Gates GmbH bei.

Mögliche Handelsbeschränkungen aufgrund der geänderten politischen Verhältnisse in den USA werden auf die Gates GmbH keine wesentlichen Auswirkungen haben; aus der Region werden keine Güter bezogen und der Umsatz trug nicht wesentlich zum Gesamtergebnis bei.

Durch die anhaltende Inflation hat die Gesellschaft insbesondere Kostensteigerungen im Bereich der Gehälter und der Energieversorgung; die Kostensteigerungen stellen aber kein wesentliches Risiko dar. Gemäß Vertrag mit der Muttergesellschaft erhält die Gesellschaft als Distributor mit eingeschränktem Risiko einen angemessenen Gewinn, durch den das Inflationsrisiko ausgeschlossen wird.

Die Gesellschaft hat eine Vielzahl von steuerlichen Gesetzen und Regelungen zu beachten. Für die Betriebsprüfung für die Jahre 2007 bis 2011 wurde im Dezember 2019 eine tatsächliche Verständigung im Hinblick auf die Funktionsverlagerung in den Jahren 2009 und 2010 erreicht; entsprechend der erzielten Übereinkunft wurden im 3. Quartal 2020 neue Steuerbescheide erlassen und die festgesetzten Steuernachzahlungen an die Steuerbehörden abgeführt. Bezüglich der Angemessenheit der Höhe der Lizenzgebühren konnte die Gesellschaft keine Einigung mit dem Finanzamt erzielen. Im Mai 2020 wurden diesbezüglich Anträge auf Einleitung von Verständigungsverfahren mit den USA und Kanada gestellt; Einsprüche gegen die diesbezüglichen geänderten Veranlagungen wurden eingelegt. Die Verständigungsverfahren wurden zwischenzeitlich abgeschlossen. In den Jahren 2022 und 2023 wurden geänderte Steuerbescheide erlassen. Die Effekte aus der im Rahmen der Verständigungsverfahren nicht anerkannten Lizenzgebühren auf Steuern und Verzinsung wurden bereits in den Vorjahren ergebniswirksam berücksichtigt.

Steuerliche Risiken bestehen für die offenen Veranlagungszeiträume. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, für alle ihr bekannten Steuerrisiken angemessen Vorsorge getroffen zu haben.

Voraussichtliche Entwicklung

Die Lage des Unternehmens wird durch die rückläufigen Umsätze im Automobil- und Industrieerstausrüsterbereich als nicht befriedigend eingeschätzt; ab dem 1. Halbjahr 2025 wird aber eine Markterholung insbesondere im Mobility-Bereich erwartet. Im Geschäftsjahr 2024 wird der Umsatz der Gates GmbH auf Basis vorläufiger Zahlen mit rund Mio. EUR 106 um ca. 20 % unter dem Niveau des Jahres 2023 und um ca. 10 % unter dem ursprünglich geplanten Umsatz von Mio. EUR 117 liegen. Dabei verringert sich der Umsatz im Automobilbereich um circa 11 %, wobei der Rückgang bei Erstausrüstern bedingt durch auslaufende Projekte nicht durch Zuwächse im Ersatzteilmarkt kompensiert werden kann; im Industriebereich wird ein Umsatzrückgang von ca. 45 % erwartet, der insbesondere auf den derzeit rückläufigen E-Bike-Markt und die schwache Konjunktur zurückzuführen ist.

Bedingt durch den Umbau der Geschäftsorganisation aller Gates-EMEA-Standorte (Europe, Middle East, Asia) trägt seit 2019 die europäische Zentrale das Wechselkursrisiko gegenüber dem britischen Pfund (Produktionswerk in Dumfries/Schottland) und der türkischen Lira (Produktionswerk in Izmir/Türkei). Insgesamt wird im Geschäftsjahr 2024 auf Basis vorläufiger Zahlen mit einem Bruttoergebnis vom Umsatz von ca. TEUR 17.000 gerechnet, das unter dem Niveau des Vorjahres liegt.

Das Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2024 liegt basierend auf dem niedrigeren erwarteten Bruttoergebnis vom Umsatz prozentual 2,3 % unter dem Niveau des Gewinns des Vorjahres und beträgt voraussichtlich ca. TEUR 2.500 bzw. 2,4 % bezogen auf den Umsatz.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird mit einem Umsatzanstieg auf rund Mio. EUR 115 gerechnet; der Anstieg ist insbesondere auf den Industrieerstausrüsterbereich zurückzuführen, wo sich die Nachfrage im Bereich E-Bikes mit einem erwarteten Wachstum von circa 60 % stark erholt. In den Ersatzteilmärkten Automobil und Industrie wird mit einem Wachstum von 18 % bzw. 14 % gerechnet. Im Automobil-Erstausrüsterbereich wird allerdings durch auslaufende Projekte und Kaufrückhaltung bei den Automobilkunden mit einem Umsatzrückgang von circa 24 % gerechnet. Die Bruttomarge von 16,4 % liegt über dem Niveau des Vorjahres und es wird umsatzbedingt ein um rund TEUR 2.000 höheres Bruttoergebnis vom Umsatz von ca. TEUR 18.900 erwartet. Das höhere Bruttoergebnis vom Umsatz wird die inflationsbedingten Erhöhungen im Vertriebs- und Verwaltungsbereich kompensieren, so dass die Gates GmbH als Vertriebspartner mit reduziertem Risiko ("Low Risk Distributor") den vertraglich zugesicherten Gewinn erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern wird sich umsatzbedingt um rund TEUR 1.600 auf ca. TEUR 4.000 erhöhen und beträgt ca. 3,5 % des Umsatzes.

Forschung und Entwicklung

Im Verbund mit den Entwicklungszentren der Schwestergesellschaften unterhält das Unternehmen die personellen und technischen Ressourcen, um als Systemanbieter von kompletten Antriebssystemen für Automobilnockenwellenantriebe und Nebenaggregatantriebe die heutigen und zukünftig noch verbleibenden Anforderungen der Automobil- und Nutzfahrzeugkunden sowohl in der Erstausrüstung als auch im Ersatzteilmarkt zu erfüllen. Da durch die weitere Elektrifizierung bei den Automobilerstausrüstern keine größeren Entwicklungsprojekte anstehen, wird der Fokus auf kostengünstigere und effizientere Antriebssysteme im Nutzfahrzeug- und Automobilersatzteilmarkt gelegt. Ziel ist es, durch modifizierte sowie neue Produkte und Anwendungen in diesem Bereich ein über dem Durchschnitt der Wettbewerber liegendes Wachstum zu gewährleisten. Dies geschieht insbesondere durch die Anpassung der von Schwesterwerken entwickelten innovativen Lösungen zur weiteren Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der damit verbundenen klimaschädlichen Emissionen an die laufenden Motorengenerationen der Automobilersatzteilhändler und Nutzfahrzeugerstausrüster. Hervorzuheben sind insbesondere zwei Schlüsseltechnologien: Zum einen sind es die wesentlichen Komponenten für BSG-Anwendungen (Belt-Starter-Generator), wie der wichtige "Sidewinder"-Spanner, und der entsprechend abgestimmte geformte Micro-V- Riemen, die für die Hybridisierung neuer Fahrzeuge erforderlich sind und wodurch die CO 2 -Belastung reduziert wird. Zum anderen ist es die Entwicklung eines neuen AID-Konzepts (Alternator-Idler-Decoupler), mit dessen Hilfe die Lichtmaschine vom Antriebssystem entkoppelt wird, so dass durch Reduzierung der Riemenspannung und -reibung das Antriebssystem sparsamer und langlebiger wird. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden außerdem ausgeweitet auf neue Produkte und Anwendungen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung des Geschäftssegments E-Mobility werden die Kundenbetreuung und Kundenbeziehungen in diesem Bereich intensiviert, um die weiter stattfindende Umstellung auf alternative riemenbasierte Antriebe für Fahrräder, Scooter und Motorräder voranzutreiben. Im Automobil- und Nutzfahrzeugbereich finden darüber hinaus Entwicklungsaktivitäten bei Hydraulikschläuchen, Kühlwasserschläuchen und Wasserpumpen statt.

Im Jahr 2023 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung rund Mio. EUR 2,2 (Vorjahr: Mio. EUR 2,6) und es wurden durchschnittlich 17 (Vorjahr: 21) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt.

 

Aachen, den 23. Januar 2025

Gates GmbH

Casper Haenbeukers

Wolfgang Körfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 19.376,67 52.593,84
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 43.001,87 45.731,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.570.560,98 3.117.924,14
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 549.070,62 763.681,06
3.162.633,47 3.927.336,45
3.182.010,14 3.979.930,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 1.254.369,35 1.075.129,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.660.160,70 37.208.227,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.110.429,56 21.883.902,79
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.021.842,30 2.709.172,43
59.792.432,56 61.801.303,17
III. Guthaben bei Kreditinstituten 132.981,60 132.981,60
61.179.783,51 63.009.413,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.754,33 52.704,69
64.425.547,98 67.042.048,82

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 11.500.000,00 11.500.000,00
2. abzüglich Nennbetrag eigener Anteile 6.845.500,00 6.845.500,00
4.654.500,00 4.654.500,00
II. Gewinnvortrag 26.537.464,27 17.733.168,70
III. Jahresüberschuss 4.195.145,01 8.804.295,57
35.387.109,28 31.191.964,27
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 9.473.528,89 9.584.007,25
2. Steuerrückstellungen 2.453.285,27 1.700.770,37
3. Sonstige Rückstellungen 7.331.957,57 5.326.408,99
19.258.771,73 16.611.186,61
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.238.865,29 2.811.780,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.926.029,36 15.450.164,21
3. Sonstige Verbindlichkeiten 614.772,32 976.952,98
9.779.666,97 19.238.897,94
64.425.547,98 67.042.048,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 133.141.477,50 147.848.364,94
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 112.996.050,82 129.045.893,24
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 20.145.426,68 18.802.471,70
4. Vertriebskosten 6.924.023,54 6.437.455,91
5. Allgemeine Verwaltungskosten 8.273.107,02 7.619.769,87
6. Sonstige betriebliche Erträge 498.874,53 1.411.763,30
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 388.989,48 1.143.202,35
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 5.000.000,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.169.275,42 858.465,30
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.719,14 153.848,59
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.016.711,74 1.913.486,97
12. Ergebnis nach Steuern 4.198.025,71 8.804.936,61
13. Sonstige Steuern 2.880,70 641,04
14. Jahresüberschuss 4.195.145,01 8.804.295,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Gates GmbH mit Sitz in Aachen wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Aachen unter der Registernummer HRB 381 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte in Euro.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Umsatzkostenverfahren beibehalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (in der Regel drei Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht vorgenommen worden.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (Technische Anlagen und Maschinen: sechs bis zehn Jahre; Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: drei bis sechs Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen aufgrund dauernder Wertminderung sind im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht vorgenommen worden.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten für das einzelne Anlagengut mehr als EUR 800,00 betragen, werden in die entsprechende Anlagenklasse eingestellt und über die Nutzungsdauer des Anlagenguts abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Für mangelnde Gängigkeit der Bestände ist eine Wertberichtigung gebildet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Für alle risikobehafteten Posten werden Wertberichtigungen gebildet.

Bei Forderungen in fremder Währung erfolgt die Ersteinbuchung mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung. Aus Vereinfachungsgründen wird hierfür von der Muttergesellschaft konzernweit ein Monatskurs festgelegt. Forderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, sofern dies zu einer niedrigeren Bewertung führt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren und latenten Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen werden.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen ist unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze in Anwendung der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Zinsfuß von 1,83 % sowie einem angenommenen Rententrend von 2,25 % nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt worden. Fluktuation wurde nicht berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75 %) beträgt TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 401) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt die Ersteinbuchung mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung. Aus Vereinfachungsgründen wird hierfür von der Muttergesellschaft konzernweit ein Monatskurs festgelegt. Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, sofern dies zu einer höheren Bewertung führt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell rund 32,45 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Zum 31. Dezember 2023 besteht insgesamt ein nicht bilanzierter aktiver latenter Steuerüberhang, der überwiegend aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen resultiert.

Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden mit dem Umrechnungskurs am Transaktionstag umgerechnet. Aus Vereinfachungsgründen wird hierfür von der Muttergesellschaft konzernweit ein Monatskurs festgelegt.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens werden im beigefügten Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.365 (Vorjahr: TEUR 583) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Darüber hinaus bestehen Cash-Pool-Forderungen inklusive Zinsen in Höhe von TEUR 33.745 (Vorjahr: TEUR 21.301).

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen überwiegend Einfuhr- bzw. Umsatzsteuer aus anderen europäischen Ländern in Höhe von TEUR 498 (Vorjahr: TEUR 194) sowie Steuer- und Zinsforderungen aus der Betriebsprüfung der Jahre 2007 bis 2011 in Höhe von TEUR 255 (Vorjahr: TEUR 1.985).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Liquiden Mittel beinhalten in Höhe von TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 133) eine Sicherheitsleistung und sind nicht frei verfügbar.

Eigenkapital

Im Jahr 2019 hat die Gates GmbH 13.691 (59,53 %) ihrer Anteile zu einem Nennwert von EUR 500,00 pro Anteil erworben. Der den Nennbetrag der erworbenen Anteile übersteigende Teil des Kaufpreises in Höhe von TEUR 80.658 wurde mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

Rückstellungen

Hinsichtlich der Pensionsrückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag von TEUR 12.377 (Vorjahr: TEUR 12.558) mit dem Aktivwert (geschäftsplanmäßiges Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. unwiderruflich zugeteilter Überschussbeteiligung) von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 2.903 (Vorjahr: TEUR 2.974) verrechnet, so dass sich ein Bilanzausweis von TEUR 9.474 (Vorjahr: TEUR 9.584) ergibt. Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens stimmen mit den fortgeführten Anschaffungskosten überein. Im Geschäftsjahr ergaben sich Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 167), die saldiert mit den Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 321) im Zinsaufwand ausgewiesen sind.

Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen an Kunden (TEUR 5.236; Vorjahr: TEUR 3.957), Management- und Verkäufer-Bonuszahlungen (TEUR 884; Vorjahr: TEUR 452), nicht genommene Urlaubstage (TEUR 267; Vorjahr: TEUR 235), Skontoabzüge (TEUR 280; Vorjahr: TEUR 267) und fehlende Eingangsrechnungen (TEUR 524; Vorjahr: TEUR 229).

Verbindlichkeiten

Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Art der Verbindlichkeit TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.239 3.239
(Vorjahr) (2.812) (2.812)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.926 5.926
(Vorjahr) (15.450) (15.450)
Sonstige Verbindlichkeiten 615 615
(Vorjahr) (977) (977)
- davon aus Steuern 615 615
(Vorjahr) (953) (953)
Gesamt 9.780 9.780
(Gesamt Vorjahr) (19.239) (19.239)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr den Lieferungs- und Leistungsverkehr und entfallen mit TEUR 5.822 (Vorjahr: TEUR 13.392) auf Gesellschafter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für das
Folgejahr und die späteren Jahre bestehen jeweils in Höhe von 3.076 1.207
davon innerhalb eines Jahres fällig 804 471

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Nach Sparten
- Power Transmission 127.886 96,0 140.405 95,0
- Konzerndienstleistungen 2.787 2,1 3.193 2,1
- Sonstige Erlöse 2.468 1,9 4.250 2,9
133.141 100,0 147.848 100,0
Nach Regionen
- Deutschland 73.968 55,6 90.195 61,0
- Europäische Union (ohne Deutschland) 37.327 28,0 33.735 22,8
- Sonstiges europäisches Ausland 14.337 10,8 16.407 11,1
- Außereuropäisches Ausland 7.509 5,6 7.511 5,1
133.141 100,0 147.848 100,0

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Erlösschmälerungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 949 (Vorjahr: TEUR 20) enthalten.

Materialaufwand

Der Materialaufwand besteht wie im Vorjahr vollständig aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren.

Zusammensetzung:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 112.996 129.046
Aufwendungen für bezogene Leistungen 0 0
112.996 129.046

Personalaufwand

Zusammensetzung:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 9.419 8.916
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.580 1.407
10.999 10.323

Für die Altersversorgung ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand in Höhe von TEUR 347 (Vorjahr: TEUR 146).

Allgemeine Verwaltungskosten

Aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen im Personalbereich waren im Geschäftsjahr in den allgemeinen Verwaltungskosten Aufwendungen von TEUR 150 enthalten, die außergewöhnliche Posten nach § 285 Nr. 31 HGB darstellen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 84), die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Darüber hinaus sind Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 160) enthalten. Aus dem Verkauf der Beteiligung an der Gates s.r.l., Mailand/Italien, ergab sich im Vorjahr ein Ertrag in Höhe von TEUR 1.134, der einen außergewöhnlichen Posten nach § 285 Nr. 31 HGB darstellte.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Forderungsverlusten und der Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 550) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 99). Darüber hinaus sind Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 215) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge betreffen mit TEUR 1.169 (Vorjahr: TEUR 343) verbundene Unternehmen. Im Vorjahr waren darüber hinaus periodenfremde Erträge aus Rückerstattungen von Steuernachzahlungszinsen vom Finanzamt in Höhe von TEUR 516 enthalten, die gleichzeitig einen außergewöhnlichen Posten nach § 285 Nr. 31 HGB darstellten.

Erträge aus Beteiligungen

Im Vorjahr wurden Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 5.000 erzielt, die in voller Höhe auf verbundene Unternehmen entfielen und einen außergewöhnlichen Posten nach § 285 Nr. 31 HGB darstellten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand resultiert in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 321) aus der Aufzinsung von Rückstellungen (davon TEUR 44 Ertrag (Vorjahr: TEUR 90 Aufwand) aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes) und wurde mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 167) saldiert.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten insgesamt einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 20) für Vorjahre.

Sonstige Angaben

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 97, davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 90 und auf Steuerberatungsleistungen TEUR 7.

Geschäftsführer der Gesellschaft:

Casper Haenbeukers, Vice President Global Engineering, Landgraaf/Niederlande

Wolfgang Körfer, Business Unit Director Power Transmission, Eschweiler

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das Jahr 2023 TEUR 435.

Bezüge und Pensionsrückstellung für ehemalige Geschäftsführer

Im Jahr 2023 wurden Bezüge an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 201) ausgezahlt. Die Pensionsrückstellung für ehemalige Geschäftsführer betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 2.331 (Vorjahr: TEUR 2.463).

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter:

2023 Vorjahr
Angestellte 88 91
Gewerbliche Mitarbeiter 3 3
91 94

Globale Mindestbesteuerung

In Deutschland wurde mit dem "Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen" eine gesetzliche Regelung zur Sicherstellung einer globalen Mindestbesteuerung ("Mindeststeuergesetz", sog. OECD Pillar-II) erlassen.

Die Gates GmbH fällt im kommenden Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Aufgrund der Komplexität der Regelungen sowie der in vielen Ländern noch nicht endgültig abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahren ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich, Aussagen zur Höhe der zukünftigen Belastung zu machen.

Name und Sitz der Konzernobergesellschaft

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gates Industrial Corporation Plc. mit Sitz in London/Großbritannien einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Gates Industrial Corporation Plc. wird im Internet unter Edgar Company Filings (http://www.sec.gov/edgar/searchedgar/companysearch.html) publiziert.

Ereignisse nach dem Stichtag

Besondere Vorgänge nach dem Stichtag, die für die Entwicklung oder die Einschätzung der Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag von Bedeutung sind, haben sich nicht ergeben.

 

Aachen, den 23. Januar 2025

Gates GmbH

Casper Haenbeukers

Wolfgang Körfer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 568.832,56 0,00 0,00 0,00 568.832,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.052.473,80 0,00 5.150,00 0,00 1.057.623,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.826.804,50 0,00 1.009.900,15 91.920,00 11.744.784,65
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 763.681,06 800.439,71 -1.015.050,15 0,00 549.070,62
12.642.959,36 800.439,71 0,00 91.920,00 13.351.479,07
13.211.791,92 800.439,71 0,00 91.920,00 13.920.311,63
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 516.238,72 33.217,17 0,00 549.455,89
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.006.742,55 7.879,38 0,00 1.014.621,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.708.880,36 1.545.974,43 80.631,12 9.174.223,67
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.715.622,91 1.553.853,81 80.631,12 10.188.845,60
9.231.861,63 1.587.070,98 80.631,12 10.738.301,49
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 19.376,67 52.593,84
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 43.001,87 45.731,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.570.560,98 3.117.924,14
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 549.070,62 763.681,06
3.162.633,47 3.927.336,45
3.182.010,14 3.979.930,29

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gates GmbH, Aachen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gates GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gates GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 23. Januar 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrea Goertzen, Wirtschaftsprüferin

Bernd Grotholt, Wirtschaftsprüfer

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