VR Bank Lausitz eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heike Kauser seit 18.3.2022 | Prokura |
Michael Lenk seit 21.8.2020 | Prokura |
Mirko Lippmann seit 23.9.2016 | Prokura |
Steffen Rietschel seit 23.9.2016 | Prokura |
Uwe Kapfenberger seit 19.6.2014 | Vorstandsmitglied |
Jörg Schlipp seit 1.10.2007 | Vorstandsmitglied |
Sven Krüger seit 1.6.2005 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VR Bank Lausitz eGCottbusJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023VR Bank Lausitz eG, CottbusGliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die VR Bank Lausitz eG betreibt ihre Geschäfte im Rahmen der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben, insbesondere unter Beachtung des Kreditwesengesetzes, des Genossenschaftsgesetzes und ihrer Satzung. Die Bank ist ein Kreditinstitut gemäß § 1 KWG. Ihr Zweck als Genossenschaftsbank ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. Als Universalbank ist sie Ansprechpartner für Privat- und Firmenkunden in Finanzierungsfragen und Themen der Geldanlage. Gegenstand des Unternehmens ist darüber hinaus insbesondere die Pflege des Spargedankens, die Durchführung des Zahlungsverkehrs sowie die bedarfsorientierte "genossenschaftliche Beratung" ihrer Mitglieder und Kunden in Hinblick auf Finanzdienstleistungen. Die VR Bank Lausitz eG hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft definiert. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Die VR Bank Lausitz eG ist satzungsgemäß dem Regionalprinzip in allen Bereichen verpflichtet. Kern- und Grenzbereich definieren hierbei mittels Postleitzahlenbereiche das Geschäftsgebiet der Bank. Zum Kernbereich der Bank zählen, inklusive der Hauptstelle in Cottbus, insbesondere die 16 Standorte, in denen die Bank Geschäftsstellen oder Selbstbedienungskomponenten unterhält. Der Kern- und Grenzbereich umfasst hierbei maßgeblich die Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Elbe-Elster, Dahme-Spreewald sowie Teltow-Fläming. Die Mitgliedschaft können natürliche Personen, Personengesellschaften und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts erwerben. Geschäfte können mit Mitgliedern und Nichtmitgliedern abgeschlossen werden. Der Geschäftsanteil beträgt 52,00 Euro. Ein Mitglied kann sich mit weiteren Geschäftsanteilen beteiligen. Seit dem 1. Januar 2022 ist die Haftsumme satzungsgemäß entfallen. Per 31. Dezember 2023 betrug die Anzahl der Mitglieder 11.313 (Vorjahr: 10.841; +472 bzw. +4,4 Prozent). Organe der VR Bank Lausitz eG sind der Vorstand, Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. Derzeit werden die Rechte der Mitglieder in Angelegenheiten der VR Bank Lausitz eG von 88 gewählten Vertretern ausgeübt, wobei die Wahl zur Vertreterversammlung aller vier Jahre stattfindet. Zuständiger Genossenschaftsverband ist der Genoverband e.V. mit Verwaltungssitz in 30625 Hannover. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die VR Bank Lausitz eG der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 Prozent, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 Prozent). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 Prozent 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation und die Materialengpässe gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 Prozent gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 Prozent zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 Prozent gestiegen war, sank um deutliche 1,5 Prozent. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 Prozent nach +4,0 Prozent). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 Prozent gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,7 Prozent. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 Prozent beziehungsweise 3,4 Prozent, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 Prozent und 6,6 Prozent gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 Prozent im Vorjahr auf 2,1 Prozent nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 Prozent lag, dürfte auf rund 65 Prozent gesunken sein. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 Prozent aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3 Prozent). Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 Prozent den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 Prozent, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 Prozent markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 Prozent und 3,7 Prozent gefallen. Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen zu senken. Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Notenbanken, vor allem der Fed und der EZB, stiegen oder fielen die Renditen teils deutlich. In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 Prozent). Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro konstant. Den Genossenschaftsbanken ist es im Jahr 2023 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 64 Milliarden Euro zu steigern. Die Rücklagen legten um 2,6 Prozent auf 47 Milliarden Euro zu, die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,8 Prozent auf 17 Milliarden Euro. Mit dieser Eigenkapitalausstattung können die Genossenschaftsbanken die Kreditwünsche der Privatkunden sowie gleichermaßen die der Firmenkunden auch in Zukunft erfüllen. Aktuell beträgt die Zahl der Mitglieder der Genossenschaftsbanken 17,8 Millionen (Vorjahr 17,9 Millionen). Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht erhöhten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2023 bei 697 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Institute bzw. um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kunden der Genossenschaftsbanken schätzen die räumliche Nähe zu ihren Ansprechpartnern und Beratern in den gut 7.200 Bankstellen. Der rückläufige Trend bei der Anzahl der Filialen setzte sich im Jahr 2023 im Vergleich zu den Coronajahren leicht abgeschwächt fort. Die Coronapandemie beschleunigte einschneidend das Kundennutzungsverhalten von Filialen. Kunden und Mitglieder gingen seltener persönlich in die Zweigstellen und nutzten stattdessen immer mehr die digitalen Angebote und Services für ihre Bankgeschäfte. Die VR Banking App ist als zentraler mobiler Zugangsweg bei den Kunden der Genossenschaftsbanken gut etabliert. Auch digital-persönliches Banking im KundenServiceCenter wurde als Zugangsweg von den Kunden verstärkt genutzt. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:
Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme. Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost-Income-Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Das Wachstum der bilanziellen Kundenkredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen für die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts sowie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im aktuellen Zinsumfeld. Wir streben ein strategisches Wachstum von mindestens 3 Prozent p.a. an. Für den Leistungsindikator Betriebsergebnis vor Bewertung hat die VR Bank Lausitz eG einen strategischen Wert von mindestens 0,7 Prozent p.a. sowie für die Cost-Income-Ratio von langfristig unter 65 Prozent p.a. definiert. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. Unser strategisches Ziel ist die jederzeitige Einhaltung der jeweiligen aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Gesamtkapitalquote. Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich deutlich von 5,8 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR und damit von 0,78 Prozent der dBS auf 1,18 Prozent der dBS. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 59,0 Prozent (Vorjahr: 66,9 Prozent). Die Gesamtkapitalquote erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent. Die Entwicklung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt im Hinblick auf das Betriebsergebnis vor Bewertung (Plan: 9,1 Mio. EUR) im Rahmen unserer Erwartungen bzw. war im Bereich der Gesamtkapitalquote (Plan: 16,0 Prozent) besser als erwartet. Den Planwert für die CIR (Plan: 57,9 Prozent) haben wir im vergangenen Geschäftsjahr nahezu erreicht. Ursächlich für die Planabweichung ist einerseits der gestiegene Personalaufwand auf 7,2 Mio. EUR (Plan: 6,6 Mio. EUR). Das durchschnittliche Kreditvolumen ist leicht um 2,2 Prozent gestiegen und lag aufgrund der Marktveränderungen deutlich unter dem Planwert. Der stichtagsbezogene Rückgang der bilanziellen Kundenforderungen lag bei 1,1 Prozent. Andererseits wurde auch ein deutlich besseres Provisionsergebnis erzielt als geplant.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Ursächlich für den Rückgang der Bilanzsumme war der Rückgang der Forderungen an Kunden, Kundeneinlagen sowie der Wertpapieranlagen. Die außerbilanziellen Geschäfte bewegen sich unter Vorjahresniveau. Im Wesentlichen gingen die unwiderruflichen Kreditzusagen aufgrund der erwarteten und eingetretenen Kreditabrufe im Geschäftsjahr auf 15,6 Mio. EUR (-14,0 Mio. EUR) zurück. Das im Bestand befindliche Derivatgeschäft über 30,0 Mio. EUR besteht unverändert fort.
Im Geschäftsjahr ging das Kundenkreditgeschäft um 4,9 Mio. EUR bzw. um 1,1 Prozent leicht zurück. Der Rückgang ist auf die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge der hohen Inflation, das steigende Zinsniveau und die steigenden Baupreise zurückzuführen, welche zu einer deutlichen Verringerung der Nachfrage geführt haben. Da insbesondere ein Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes im Bereich der Immobilienfinanzierungen liegt, wirkte sich der Nachfragerückgang entsprechend stark auf unser bankeigenes Geschäft sowie auf das Vermittlungsgeschäft über Plattformen aus. Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands. Im gewerblichen Bereich dominiert die größte Branche Grundstücks- und Wohnungswesen die Kreditvergabe mit 16,6 Prozent. 29,3 Prozent der von uns ausgereichten Kredite bewegen sich in den Größenklassen über 1,5 Mio. EUR. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2023 wieder mit nach kaufmännischen Grundsätzen gebotener Vorsicht bewertet. Die für erkennbare akute bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivpositionen abgesetzt bzw. als Rückstellung berücksichtigt. Derzeitige latente Risiken sind durch den Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB und Vorsorgereserven nach § 340f HGB gedeckt. Die Veränderung der Wertpapieranlagen ist maßgeblich geprägt durch Fälligkeiten. Eine Neuanlage der Fälligkeiten wurde teilweise in Wertpapieren und teilweise als Anlage bei Kreditinstituten durchgeführt. Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich demzufolge leicht um 4,4 Mio. EUR (+4,5 Prozent), wobei hiervon die Termineinlagen um 2,2 Mio. EUR und die täglich fälligen Einlagen um 2,2 Mio. EUR geringfügig gestiegen sind.
Während normale Spareinlagen von einer weiterhin niedrigen Verzinsung geprägt sind, erfuhren insbesondere die anderen Einlagen durch deutliche Umschichtungen infolge von Abflüssen aus Spareinlagen und täglich fälligen Einlagen (-53,4 Mio. EUR) hin zu Termineinlagen und Sparbriefen (+39,7 Mio. EUR) einen deutlichen Zuwachs. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-3,1 Prozent) ist auf das Auslaufen sowie auf Tilgungsleistungen der Refinanzierungsdarlehen im Förderkreditgeschäft mit der DZ Bank zurückzuführen. Das Neugeschäft in diesem Bereich konnte den Rückgang nicht kompensieren.
Die Erträge aus Dienstleistungen erhöhten sich insgesamt um 67 TEUR auf 5.590 TEUR. Einem Rückgang insbesondere der Bauspar- und Kreditvermittlungsprovisionen standen deutliche Erhöhungen beim Wertpapier- und Depotgeschäft (Depot B) sowie dem Zahlungsverkehr gegenüber. Dieser Anstieg der Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft konnte allerdings den Rückgang der Provisionserträge um 0,3 Mio. EUR nicht vollständig ausgleichen. Durch den Rückgang der Provisionsaufwände um 0,4 Mio. EUR konnte das Provisionsergebnis dennoch um 0,1 Mio. EUR leicht ausgebaut werden. Am 31. Dezember 2023 beschäftigten wir insgesamt 115 Personen, darunter 50 Vollzeit und 61 Teilzeitkräfte sowie 4 Personen, die sich in der Ausbildung zu Bankkaufleuten befinden. Für Weiterbildung und Seminare wurden insgesamt 143,4 TEUR aufgewendet. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 Die Steigerung des Zinsüberschusses war im Geschäftsjahr maßgeblich auf das Kreditwachstum der vergangenen Geschäftsjahre zurückzuführen sowie auf das gestiegene Zinsniveau. Trotz eines leichten Rückganges der bilanziellen Kundenforderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der durchschnittliche Zins um +0,23 % (Vorjahr: -0,12 %) deutlich gesteigert werden. Die Erträge aus Anlagen bei Kreditinstituten sind per Saldo gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Mio. EUR ebenso gestiegen wie die Erträge aus dem Kundengeschäft (+1,2 Mio. EUR) und die Wertpapiererträge (+0,8 Mio. EUR). Der Zinsaufwand ist gleichfalls von 0,5 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR gestiegen. Das Provisionsergebnis war geprägt von Veränderungen im Vermittlungsgeschäft. Insbesondere die rückläufigen Aktivitäten im Bereich der Kreditvermittlungen im Plattformgeschäft (-0,1 Mio. EUR) sowie dem Sorten- und Devisengeschäft (-0,4 Mio. EUR) führten zu einer spürbaren Verringerung der Aufwendungen. Die Erträge aus dem Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern waren gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig (-0,3 Mio. EUR), wobei der wesentliche Anteil auf die Kreditvermittlungs- (-0,1 Mio. EUR) sowie die Bausparvermittlungsprovision entfällt (-0,1 Mio. EUR). Den Schwerpunkt des Provisionsergebnisses bilden die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung, welche mit 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) leicht ausgebaut werden konnten. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. EUR erhöht und lag damit deutlich über unseren Planannahmen. Hintergund waren die im Geschäftsjahr notwendigen inflationsbedingten Zuführungen im Rahmen der Pensionszusagen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind um 0,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Maßgeblich hieran sind Erhöhungen bei den Prüfungs- und Beratungsaufwendungen, Instandhaltungskosten, den Aufwendungen für Gebühren der Rechenzentrale sowie den Aufwendungen für Aus- und Fortbildungen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich absolut gesehen auf 9,1 Mio. EUR merklich erhöht. Im Verhältnis zum gestiegenen Geschäftsvolumen ist es von 0,78 Prozent der dBS auf 1,18 Prozent der dBS signifikant gestiegen und entwickelte sich damit wie von uns prognostiziert. Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft war im Geschäftsjahr, gegenüber dem Vorjahr, von Auflösungen zu Pauschalwertberichtigungen und Rückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 geprägt. Der Gesamtbeitrag des Kreditgeschäfts betrug zum 31. Dezember 2023 per Saldo +0,05 Mio. EUR (Vorjahr: -1,6 Mio. EUR). Bei den Eigenanlagen konnte das gegenüber dem Vorjahr deutlich positive Ergebnis aus Kursabschreibungen und Kursverlusten von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) durch Kursgewinne und Zuschreibungen kompensiert werden (+1,0 Mio. EUR). Der Gesamtbeitrag der Eigenanlagen betrug zum 31. Dezember 2023 per Saldo +0,7 Mio. EUR (Vorjahr: -2,6 Mio. EUR). Die Belastungen aus dem Kreditgeschäft fielen besser aus als unser Prognosewert (-0,5 Mio. EUR). Die hohen Kurswertabschreibungen aus dem Vorjahr konnten in diesem Jahr teilweise aufgeholt werden und somit lag der Gesamtbeitrag der Eigenanlagen über unseren Erwartungen (+0,4 Mio. EUR). Die erhöhten Verwaltungsaufwendungen konnten im Geschäftsjahr durch den verbesserten Zins- und Provisionsüberschuss vollständig kompensiert werden. Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR und lag damit innerhalb unserer Erwartungen von 9,1 Mio. EUR. Die CIR erreichte im Geschäftsjahr 2023 einen Wert von 59,0 Prozent (Vorjahr: 66,9 Prozent) und lag damit leicht über unserer Planung von 57,9 Prozent. Aufgrund dieser Ergebnisse konnten wir unseren Fonds für allgemeine Bankrisiken stärken. Die Erhöhung fiel mit 4,0 Mio. EUR deutlich besser als im Vorjahr aus, lag damit aber innerhalb unserer Erwartungen. Somit konnten nicht nur unsere Eigenmittel weiter gestärkt werden, sondern es ist auch aus dem Jahresüberschuss die Zahlung einer Dividende an unsere Mitglieder in Höhe von 4,0 Prozent sowie eine Zuführung zu den gesetzlichen und anderen Ergebnisrücklagen in Höhe von 150,0 TEUR vorgesehen. b) Finanzlage Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur unserer Bank hat sich im vergangenen Jahr nicht wesentlich verändert. In der o.g. Struktur der Verbindlichkeiten entfallen 3,4 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent) auf Verbindlichkeiten an Kreditinstitute, 26,8 Prozent (Vorjahr: 30,1 Prozent) auf Spareinlagen, 68,7 Prozent (Vorjahr: 65,4 Prozent) auf andere Kundeneinlagen, sowie 1,1 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) auf nachrangige Verbindlichkeiten. Bei einem Rückgang der Kundeneinlagen um 13,7 Mio. Euro verteilte sich erwartungsgemäß der wesentliche Teil auf die Spareinlagen und Sichteinlagen. Die Verbindlichkeiten an Kreditinstitute entfallen zu 82,1 Prozent (Vorjahr: 80,3 Prozent) auf die DZ BANK AG und zu 17,9 Prozent (Vorjahr: 19,7 Prozent) auf die Investitionsbank Land Brandenburg. Die Gliederung nach Restlaufzeiten zeigt 52,9 Prozent (Vorjahr: 52,9 Prozent) in Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren, die verbleibenden Verbindlichkeiten weisen Restlaufzeiten von unter fünf Jahren aus. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben 65,4 Prozent (Vorjahr: 68,0 Prozent) eine tägliche Fälligkeit und 27,6 Prozent (Vorjahr: 31,4 Prozent) entfallen auf Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten. Die verbleibenden 7,0 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent) haben überwiegend eine vereinbarte Laufzeit bis ein Jahr. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die Geschäftsguthaben weiter ausgebaut werden. Hierbei konnte ein Zuwachs von 21 Tausend Geschäftsanteile erreicht werden. Der Rückgang der unwiderruflichen Kreditzusagen um 14,0 Mio. EUR auf 15,6 Mio. Euro hängt mit dem starken Anstieg des Kreditgeschäftes der vergangenen Geschäftsjahre zusammen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß abgerufen wurden. Das im Jahre 2021 abgeschlossene Derivategeschäft mit einem Volumen von 30,0 Mio. EUR besteht weiterhin fort. Liquidität Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 151 Prozent aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 323 Prozent. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf ausreichende Liquiditätsreserven, auch in Form von Bankguthaben, zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe und den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der künftigen Zahlungsverpflichtungen zum derzeitigen Beurteilungsstand mit Blick auf unseren Planungshorizont gesichert. Außerordentliche Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. In Verbindung mit der Einwerbung weiterer Mitglieder gelang uns ein Ausbau der Geschäftsguthaben um 0,8 Mio. EUR. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals einschließlich der nachrangigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme zum Stichtag hat sich von 9,8 Prozent auf 10,5 Prozent erhöht. Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden eingehalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,10 Prozent. Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:
Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 90,8 Prozent auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 9,2 Prozent auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6). Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden ausschließlich dem Anlagebuch zugeordnet. Der Wertpapierbestand ist in Höhe von 60,2 Mio. EUR nach dem strengen Niederstwertprinzip und in Höhe von 132,8 Mio. EUR wie Anlagevermögen zum gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von 7,5 Mio. EUR vermieden. Aufgrund der Marktentwicklungen ergeben sich zudem stille Reserven in Höhe von 0,9 Mio. EUR. Im Wertpapierbestand der Aktiva 5 sind zu 82,3 Prozent festverzinsliche und zu 17,7 Prozent variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) enthalten. Davon entfallen 11,3 Prozent auf öffentliche Emittenten, 64,6 Prozent auf Kreditinstitute und 24,1 Prozent auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden zu 67,6 Prozent von ausländischen Emittenten aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufungen bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Darüber hinaus wurden Wertpapiere mit Nachrangklausel dem Anlagevermögen und Credit Linked Notes der Liquiditätsreserve zugeordnet. Der Aktivposten 6 beinhaltet ausschließlich Anteile an Investmentfonds, welche dem Anlagebuch zugeordnet sind. Der Wertpapierbestand ist in Höhe von 6,2 Mio. EUR nach dem strengen Niederstwertprinzip und in Höhe von 13,3 Mio. EUR wie Anlagevermögen bewertet. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von 101,2 TEUR vermieden. Aufgrund der Marktentwicklungen ergeben sich zudem stille Reserven in Höhe von 1,3 Mio. EUR. Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten frei gewordene Mittel im Wertpapierportfolio wurden überwiegend zur Wiederanlage in Wertpapieren eingesetzt. Trotz des ansteigenden Zinsniveaus wurde bei den Anlagen auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als gut. Die Leistungsindikatoren BE vor Bewertung/dBS, CIR und Gesamtkapitalquote haben sich mehrheitlich wie erwartet entwickelt. Gleichwohl wurden die Wachstumsannahmen der Eckwertplanung für das Jahr 2023 hinsichtlich des durchschnittlichen Wachstums der Kundenforderungen und Kundeneinlagen aufgrund der aktuellen Marktumstände nicht erreicht. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Geschäftsjahr eingehalten wurden. Für erkennbare akute und latente Risiken in den Kundenforderungen wurden Wertberichtigungen und Rückstellungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Daneben bestehen Vorsorgereserven sowie der Fonds für allgemeine Bankrisiken. Im Wertpapierbestand haben sich infolge der Entwicklungen des Marktzinses die stillen Lasten deutlich verringert. Dennoch können die stillen Reserven im Wertpapierbestand (inkl. des Marktwertes des Zinsbuchssicherungsgeschäfts in Summe von 7,0 Mio. EUR) die Lasten (7,6 Mio. EUR) nicht ganz ausgleichen. Da diese stillen Lasten aufgrund der Bonitätsstruktur der Emittenten voraussichtlich nicht von Dauer sind, gehen wir diesbezüglich nicht von einer langfristigen Belastung der Vermögenslage aus. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 59,0 Prozent (Vorjahr: 66,9 Prozent) und liegt damit über unserer Planung von 57,9 Prozent. Mit einem merklich gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Betriebsergebnis vor Bewertung von 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) hat sich die Ertragslage der Bank vor Bewertungsaufwendungen wie geplant (9,1 Mio. EUR) entwickelt. Ursächlich für diese Entwicklung war der verbesserte und über den Erwartungen liegende Zins- und Provisionsüberschuss, der den Anstieg der Verwaltungsaufwendungen mehr als ausgleichen konnte. Die Entwicklung war insoweit gut. Die Bewertungsergebnisse für die Kundenforderungen und Eigenanlagen fielen besser aus als von uns geplant. Zudem hat sich in diesem Zusammenhang der Betrag, der auf Grund nur voraussichtlich vorübergehender Wertminderungen nicht vorgenommenen Abschreibungen im Wertpapierbestand deutlich reduziert. Insgesamt fiel das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit somit mit 7,5 Mio. EUR deutlich besser aus als im Vorjahr (3,0 Mio. EUR). C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess Die Ausgangsbasis unseres Handelns ist die Geschäfts- und Risikostrategie unseres Hauses. Unsere Geschäfts- und Risikostrategie enthält die strategischen Ziele und Maßnahmen, mit welchen wir die langfristige Existenz unserer Bank nachhaltig sichern wollen. Die Konkretisierung der Geschäftsstrategie erfolgt soweit erforderlich über ergänzende beziehungsweise untergeordnete Teilstrategien. Wesentliche Geschäftsaktivitäten im Rahmen der Geschäftsstrategie sind u.a. Teilstrategien das Privatkunden-, Firmenkunden- und Eigengeschäft betreffend. Zusätzlich existieren noch Geschäftsaktivitäten übergreifende Teilstrategien für die Bereiche Personal sowie Prozesse, Aufgaben und IT sowie Auslagerungen. Die Risikostrategie zählt ebenfalls zu den Geschäftsaktivitäten übergreifenden Strategien. Sie legt die strategische Ausrichtung des Risikomanagements der VR Bank Lausitz eG sowie Ziele und Maßnahmen zur Steuerung der wesentlichen Risiken fest. Die Risikostrategie gliedert sich insbesondere nach den für die Bank wesentlichen Risikoarten in die Teilstrategien Adressrisiken Kundengeschäft, Eigengeschäft und Beteiligungen, Markt-, Liquiditäts- und operationelle Risiken auf und enthält die Ziele zur Steuerung der wesentlichen Risiken sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Die Risikostrategie setzt dazu die Leitlinien und gibt damit den Korridor für den Risikoappetit der Bank vor. Oberstes Ziel der Risikostrategie ist die langfristige Sicherung der Substanz, des Schutzes der Gläubiger vor Verlusten und die Fortführung des Instituts. Das Risikosteuerungs- und -controllingsystem dient dazu, die Einhaltung dieses Ziels zu gewährleisten, die Geschäftsleitung über die Risikosituation zu informieren und bei Bedarf entsprechend gegenzusteuern. Weitere Ziele der Risikostrategien sind, die Weiterentwicklung eines systematischen Risikomanagements zur Stärkung des Risikobewusstseins in unserer Bank sowie Ziele und Maßnahmen zu formulieren, um eine zu den wesentlichen Geschäftsaktivitäten adäquate Risikostruktur zu erreichen. Unseren Risikoappetit legen wir quantitativ unter anderem auf der Basis der Risikoinventur im Rahmen unserer Limitsysteme (Risikolimite, Strukturlimite, Ampelsysteme), der Strenge der Risikomessung und der Höhe des Risikopuffers fest. Darüber hinaus haben wir einen qualitativen Risikoappetit festgelegt (z.B. durch Anforderungen an die Sicherheiten bei Krediten, Vermeidung bestimmter Geschäfte, Mindestrating für Neugeschäfte usw.). Wir begrenzen und überwachen so unsere Risiken und die damit verbundenen Risikokonzentrationen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit. Die Risikotragfähigkeit ist gegeben, wenn die zur Verfügung gestellte Risikodeckungsmasse die Summe der Risiken übersteigt. Entsprechend einer aufsichtlichen Verlautbarung erfolgt eine barwertige Sicht in der ökonomischen Perspektive (Risikotragfähigkeitskonzeption) und einer periodischen, aufsichtlichen Betrachtung in der normativen Perspektive. Im Rahmen einer barwertigen Steuerung wird ein einheitliches Konfidenzniveau von 99,9 Prozent berücksichtigt. Die Risikomessung erfolgt, wo möglich, mit Hilfe geeigneter Value at Risk (VaR) Modelle. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Darüber hinaus wird der Früherkennung von Risiken durch geeignete Steuerungs-, Überwachungs- und Kontrollmechanismen und den hieraus ggf. erforderlichen Maßnahmen eine besondere Bedeutung beigemessen. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Bedeutung. Hierfür haben wir je Risikoart entsprechende Frühwarnindikatoren definiert. Entsprechend der Mindestanforderungen an das Risikomanagement haben wir neben unseren Strategien auch angemessene interne Kontrollverfahren eingerichtet. Bestandteil der internen Kontrollverfahren sind die Interne Revision und das interne Kontrollsystem. Weiterhin besteht eine Risikocontrolling- und eine Compliance-Funktion, welche unmittelbar an den Vorstand berichten. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellen soll. Dabei ist das Geschäftsmodell unserer Bank auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet. Ziel ist es, unsere Mitglieder und Kunden in allen Fragen der Finanzierung und Vermögensanlage in hoher Qualität dauerhaft zu begleiten. Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 3 bzw. 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von ex post Betrachtungen und Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögensauswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR Control ermittelt. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig überprüft. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf. Die für die Risikosteuerung relevanten Daten werden zu einem internen Berichtswesen aufbereitet und verdichtet. Für die Risikoberichterstattung haben wir feste Kommunikationswege und Informationsempfänger bestimmt. Die Informationsweitergabe erfolgt dabei entweder im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung oder in Form einer adhoc-Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. Risiken Die Kontrolle und das Management der Risiken sind eine zentrale Aufgabe der Bank und am Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und zu überwachen. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor. Die Interne Revision überwacht durch regelmäßige Prüfungen die vorhandenen Abläufe. Wir nutzen zur Risikobewertung und -steuerung EDV gestützte Systeme, welche uns durch die Atruvia AG zur Verfügung gestellt werden. Die einzelnen Risikoarten werden unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung der Bank, der Erwartungen für die Zukunft gemäß den Erfahrungen aus der Vergangenheit und von Risikokonzentrationen mit angemessenen Jahresrisikolimiten versehen. Sie können je nach Struktur und Komplexitätsgrad des Geschäftes weiter heruntergebrochen werden. Die Risikotragfähigkeit ermitteln wir auf Basis von zwei Risikodeckungskategorien. Im Risikoszenario soll das aus betriebswirtschaftlicher Sicht zur Verfügung gestellte Risikokapital Ertrag generierend eingesetzt werden. Somit wird hier nicht die komplett zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse genutzt. Wir streben eine Risikolimitauslastung von 80 bis 100 Prozent an. Limitauslastungen in dieser Bandbreite sichern die Generierung entsprechender Steuerungsimpulse für die Geschäftsleitung. Im Stressszenario wird die insgesamt zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit genutzt. Die Risikotragfähigkeit der Bank war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Das aus den Risikodeckungspotenzialen abgeleitete Gesamtbankrisikolimit wurde jederzeit eingehalten. Im Rahmen unserer Risikoinventur haben wir Adressrisiken, Marktrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken als für unser Haus wesentlich identifiziert. Adressenausfallrisiken Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und / oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen. Das Adressenausfallrisiko stufen wir aufsichtsrechtlich als wesentlich und betriebswirtschaftlich als hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten und hat ein hohes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Adressenausfallrisiken unterscheidet die Bank entsprechend ihrer Herkunft nach Risiken aus dem Kundenkreditgeschäft und Risiken aus den Eigenanlagen. Für diese Risiken haben wir Teilrisikolimite gebildet. Die Steuerung des Adressrisikos erfolgt im Kundenkreditgeschäft und im Bereich der Eigenanlagen über spezifische Kredit Portfolio Modelle. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Eine Grundlage für die Risikosimulation ist die Einstufung nahezu aller Kreditnehmer in Ratingklassen. Im Kundenkreditgeschäft werden hierfür fast ausschließlich die VR-Rating-Verfahren verwendet. Die Einstufungen werden regelmäßig überprüft. Auf Gesamtbankebene werden neben Auswertungen zur Ratingstruktur auch solche über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Strukturlimiten und Sicherheiten vorgenommen. Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäftes dient ferner ein Kennzahlensystem. Zentrale Kennziffern sind die Blankokreditquote und die Branchenstrukturquote. Den Adressrisiken in unseren Wertpapieranlagen begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir keine Papiere außerhalb des Investment Grade Ratings erwerben. Des Weiteren haben wir für die unterschiedlichen Assetklassen ein ratingabhängiges Emittentenlimitsystem eingerichtet. Bezüglich der Ratingeinstufung greifen wir auf die Ratings internationaler Ratingagenturen zurück (Standard & Poor's, Moody's und Fitch). Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Auf Basis unserer Risikomessmethoden ermittelt sich im relevanten Risikoszenario zum Bilanzstichtag ein kalkulatorisches Adressrisiko bei Kundenkrediten mit einer Limitauslastung von 73,4 Prozent und bei Eigenanlagen von 79,8 Prozent. Marktpreisrisiken Marktrisiko ist die Gefahr, dass das tatsächliche Ergebnis aufgrund unerwarteter Änderungen von Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse) vom geplanten Ergebnis abweicht. Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann. Die Marktrisiken unterscheidet die Bank entsprechend ihrer Risikotreiber in das Zins- und Fondsrisiko. Auch für diese Risiken haben wir Teilrisikolimite gebildet. Das Fondsrisiko enthält auch Risiken aus Aktien, Fremdwährungen und Immobilien. Das Risiko der Risikoklasse Zins wird vierteljährlich über eine historische Simulation des dynamischen Value-at-Risk für alle zinstragenden Positionen ermittelt. Bei den Fondsrisiken greifen wir zur Quantifizierung auf die Risikokennzahlen der Fondsgesellschaft zurück. Unsere Bank ist auch von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zur zusätzlichen Quantifizierung der Risiken im eigenen Depot bewerten wir unsere Wertpapierbestände wöchentlich unter Zugrundelegung der aktuellen Zinssätze und Kurse. Wir haben sichergestellt, dass Eigenhandelsgeschäfte nur im Rahmen klar definierter Kompetenzregelungen getätigt werden. Art, Umfang und Risikopotenzial haben wir durch ein bankinternes Emittentenlimitsystem und Kontrahentenlimite begrenzt. Auf dieser Basis ermittelt sich zum Bilanzstichtag im relevanten Risikoszenario ein kalkulatorisches Marktrisiko Zins mit einer Limitauslastung von 77,4 Prozent und beim Fondsrisiko von 76,9 Prozent. Zur Aussteuerung des Zinsänderungsrisikos auf Gesamtbankebene (Aktiv-Passiv-Steuerung) setzen wir seit Ende 2021 einen Festzinszahlerswap (30,0 Mio. EUR) ein. Die Wirkung des Zinsbuchderivates wird im Rahmen der Risikosteuerung bei der Simulation der Zinsänderungsrisiken entsprechend berücksichtigt. Unsere Zinsänderungsrisiken sind vor dem Hintergrund der Risikolimiteinhaltung derzeit beherrschbar. Der Rückstellungstest im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches (IDW RS BFA 3 n.F.) ergab Nettoreserven und somit keine Rückstellungserfordernisse. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko einer Bank besteht darin, illiquide zu werden bzw. höhere Kosten für die Liquidität aufwenden zu müssen. Wir differenzieren das Liquiditätsrisiko in das Zahlungsunfähigkeitsrisiko und das Refinanzierungsrisiko sowie das Marktliquiditätsrisiko. Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts. Das Risiko tritt nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein und zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch ein geringes Schadenspotenzial aus. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko ist für uns aufgrund der Struktur unserer Zahlungsverpflichtungen von geringer Bedeutung. Die Erfüllung der Anforderungen an eine ausreichende Diversifikation der Refinanzierungsquellen ist durch kleinteilige stabile Kundeneinlagen und die bestehenden Verbundstrukturen mit deren Möglichkeiten gewährleistet. Daneben ist unsere Finanzplanung streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitenstrukturen der Aktiva und Passiva. Bei unseren Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. Wertpapieranlagen tragen wir entsprechend Ertrags- und Liquiditätsaspekten Rechnung. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen FinanzVerbund bestehen Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können. Marktliquiditätsrisiken werten wir als gering ein. Aufgrund der stabilen Refinanzierung über kleinteilige Kundeneinlagen hatten z.B. die Marktverwerfungen des Russland-Ukraine-Konfliktes keine spürbaren Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage. Da wir keinen aktiven Handel von Wertpapieren betreiben, kam das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefen Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können, nicht zum Tragen. Im Rahmen der mengenorientierten Liquiditätssteuerung erheben wir regelmäßig das vorhandene Liquiditätsdeckungspotenzial und stellen es der Liquiditätsablaufbilanz gegenüber. Die Geschäftsleitung hat zur Steuerung der mengenorientierten Liquidität eine strategische Zielvorgabe in Form eines Überlebenshorizonts im Stressfall von 6 Monaten festgelegt. Die Festlegung erfolgt durch den Vorstand im Rahmen der Entwicklung der Geschäfts- und Risikostrategie und steht mit dem Risikoappetit des Instituts im Einklang. Der Risikoappetit ist zudem die Basis für die Ableitung des zu berücksichtigenden Anteils des gesamten Liquiditätsdeckungspotenzials, welcher zur Abdeckung der ermittelten Liquiditätsrisiken herangezogen werden darf. Das Liquiditätsrisiko wird durch die aufsichtsrechtlich einzuhaltende Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stabel Funding Ratio (NSFR) begrenzt. Deren Mindestquoten von jeweils 100 Prozent sind von uns im vergangenen Geschäftsjahr stehts eingehalten worden. Im Hinblick auf das Zahlungsunfähigkeitsrisiko wurden die aufsichtsrechtlichen Vorgaben aus der Liquidity Coverage Ratio stets erfüllt. Zum Jahresende betrug die Liquidity Coverage Ratio (LCR) 323 Prozent und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) 120 Prozent. Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads. Auf Basis unserer Risikomessmethoden ermittelt sich im relevanten Risikoszenario zum Bilanzstichtag ein kalkulatorisches Liquiditätsrisiko mit einer Limitauslastung von 74,5 Prozent. Operationelles Risiko Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten (z.B. Betriebsrisiken im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken). Dieses Risiko schließt Rechtsrisiken und dolose Handlungen ein. Anhand der Risikoinventur stufen wir operationelle Risiken als aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Das Risiko hat eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein mittleres Schadenspotenzial. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Um Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken, haben wir ein MaRisk Compliance Management implementiert. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z.B. im EDV-Bereich oder im Bereich der Rechtsberatung). Für den Ausfall technischer Einrichtungen und unvorhergesehener Personalausfälle besteht eine Notfallplanung. Versicherbare Gefahrenpotenziale (z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken) haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt. Dem Rechtsrisiko begegnen wir auch durch den Einsatz geprüfter Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten greifen wir auf unsere Rechtsberatung zurück. Operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu greifen wir auf die Ergebnisse des jährlich durchgeführten Self-Assessments zurück. Für die Risikomessung erfolgt auf der Basis einer Monte-Carlo-Simulation die Ermittlung eines Value-at-Risk. Das so zum Bilanzstichtag kalkulatorisch ermittelte operationelle Risiko führte zu einer Limitauslastung von 79,8 Prozent. Weitere Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken, das strategische und Geschäftsrisiko. Die Wesentlichkeit der Risiken überprüfen wir einmal jährlich im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen. Neben den vorgenannt beschriebenen Risikoarten wurden aktuell keine weiteren Risiken im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich klassifiziert. Gesamtbild der Risikolage Die mit dem Geschäftsmodell unserer Bank verbundenen Risiken werden nach branchenüblichen Standards ermittelt, bewertet und entsprechend dem Umfang, der Komplexität und dem Risikogehalt der Geschäfte gesteuert. Die Instrumente, Systeme und Prozesse zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung wurden im Berichtsjahr validiert und auf ihre Angemessenheit überprüft sowie bei Bedarf weiterentwickelt. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Die Risikotragfähigkeit und Liquidität der Bank waren im gesamten Berichtszeitraum zu jeder Zeit gegeben. Damit befinden sich die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung in einem überschaubaren, für unser Haus tragbaren Rahmen. Festzustellen ist, dass die Adress- und Marktrisiken - wie im Vorjahr - einen Großteil der aggregierten Risiken ausmachen. Neben Risiken, welche durch negative Abweichungen von geplanten Entwicklungen entstehen, können sich für unsere Bank auch Chancen ergeben. Mit Blick auf die Entwicklung des Zinsüberschusses in der Gewinn- und Verlustrechnung (periodische Betrachtung) liegen Chancen in mittel- bis langfristig steigenden Zinsen, was im Gegenzug jedoch zunächst mit Belastungen bei der Bewertung der Eigenanlagen einhergehen würde. Mit Blick auf die Entwicklung des Zinsbuchbarwertes liegen Risiken in Szenarien steigender Zinsen, während sich Chancen bei fallenden Zinsentwicklungen ergeben würden. Für den Bereich der Kreditrisiken liegen Risiken vor allem in Entwicklungsszenarien einer sich abschwächenden Konjunkturentwicklung, was im Kundenkreditgeschäft bedingt, durch steigende Ausfallraten und / oder Verschlechterung von Sicherheitenwerten, mit höheren Adressenausfallrisiken verbunden wäre. Im Eigenanlagegeschäft würden sich höhere Risiken durch Ratingdowngrades, Spreadausweitungen und entsprechend höhere Ausfallraten ergeben. Im Gegenzug liegen tendenziell geringere Risiken insbesondere in Szenarien verbesserter konjunktureller Entwicklungen. Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- und Substanzsituation der Bank gegeben. D. Prognosebericht Im Jahre 2023 wurden intensive Gespräche mit den Vorständen der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien eG mit dem Ziel einer Fusion geführt. Diese Gespräche sind sehr positiv verlaufen, so dass im Dezember 2023 die Absichtserklärung zur Fusion der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien eG und der VR Bank Lausitz eG zur Volksbank Lausitz eG abgegeben wurde. Im Jahr 2024 werden nun alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, dass die Fusion ein Erfolg wird. Voraussetzung hierfür sind allerdings die Vertreterversammlungen im Sommer 2024, welche einer Fusion noch zustimmen müssen. Ungeachtet dessen haben wir den Planungsprozess und die hier beschriebene Prognose mit den Werten der VR Bank Lausitz eG erstellt. Bei einer Fusion werden diese Angaben in der neuen Volksbank Lausitz eG Gegenstand einer erneuten Bewertung sein. Hinsichtlich unserer Prognose gehen wir davon aus, dass der Rückgang im Kundenkreditgeschäft nicht weiter anhalten wird. Hier rechnen wir mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Bei den Kundeneinlagen hingegen gehen wir weiter von einem Rückgang aus. Wobei hier die Zuwächse in den Termineinlagen und Sparbriefen den Rückgang der täglich fälligen Einlagen und Spareinlagen nicht werden kompensieren können. Demgegenüber rechnen wir mit einem weiteren Ausbau der außerbilanziellen Anlagen unsere Kunden bei der Union Investment sowie dem Depot B. Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und dem veränderten Anlageverhalten unserer Kunden gehen wir tendenziell von einem leicht sinkenden Zinsüberschuss aus. Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen: Für das Jahr 2024 erwarten wir tendenziell ein leichtes Wachstum der durchschnittlichen Kundenforderungen (Plan: +0,4 %), das damit unter unserer langfristigen Wachstumsgrenze (+3,0 %) liegt. Wir sehen einen leichten Rückgang im Zinsüberschuss von 17,1 Mio. EUR auf 16,9 Mio. EUR laut Plan für 2024. Insbesondere im Eigenanlagegeschäft sind merkliche Ertragsrückgänge zu erwarten. Für den Provisionsüberschuss rechnen wir im Jahr 2024 mit einem leichten Rückgang von 5,1 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR. Beim Personalaufwand erwarten wir einen deutlichen Rückgang der Aufwendungen von 7,2 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR. Das Jahr 2023 war durch wesentliche Sondereffekte bei den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensions- und Altersteilzeitverträgen gekennzeichnet. Diese Entwicklung wird sich im Jahre 2024 nicht in dem Maße fortsetzen. Die Höhe der Sachaufwendungen soll im Jahr 2024 auf Basis detaillierter Budgets mit 5,5 Mio. EUR moderat gegenüber dem Vorjahr ansteigen. Hervorzuheben sind dabei die steigenden Aufwendungen für Instandhaltungen und für die Datenverarbeitung. Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen erwarten wir gegenüber 2023 mit 1,18 % der dBS für 2024 ein leicht höheres Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,23 % der dBS. Für den bedeutsamsten Leistungsindikator Cost-Income-Ratio (CIR) prognostizieren wir eine etwas günstigere Entwicklung auf 58,2 %. Für 2024 erwarten wir insgesamt höhere Aufwendungen für die Bewertung der Kreditforderungen von 0,4 Mio. EUR. Demgegenüber steht ein positiver Beitrag unserer Wertpapieranlagen von 0,7 Mio. EUR, so dass per Saldo mit einem Betriebsergebnis nach Bewertung von 9,5 Mio. EUR zu rechnen ist. Unter der Annahme eines geringfügigen Wachstums im Kreditgeschäft kann der bestehende Kapitalbedarf unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben realisiert werden. Aus der Kapitalplanung ergeben sich keine Erkenntnisse für einen weiteren, zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen auch im Jahr 2024 und den Folgeperioden gültig bleiben. Die für 2024 geplante Gesamtkapitalquote wird sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 positiv entwickeln und leicht auf 17,6 % ansteigen. Insgesamt erwarten wir laut unserer Planung somit die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren erfüllen zu können. Wir beziehen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie soziale Aspekte zunehmend in unsere strategische Vision ein. Auf Basis der Analyse der Geschäftsabschlüsse im Jahr 2023 werden wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie im laufenden Jahr 2024 konkretisieren und erweitern. Abschließend weisen wir darauf hin, dass, soweit wir vorstehende Prognosen oder Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können.
Cottbus, 27. Mai 2024 VR Bank Lausitz eG Der Vorstand Jörg Schlipp, Vorstandsmitglied Uwe Kapfenberger, Vorstandsmitglied 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023VR Bank Lausitz eG, CottbusGenossenschaftsregisternummer 159 beim Amtsgericht CottbusAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023VR Bank Lausitz eG, CottbusA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der VR Bank Lausitz eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter der Bilanzposition Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäfte sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen sowie Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umstellung von dem periodischen auf das barwertige Kreditportfoliomodell im Kundenkreditgeschäft. Die in dem Expected-Credit-Loss-Modell einbezogenen Verlustquoten basieren ab dem Stichtag 30. September 2023 auf einem modellierten barwertigen Verlust aus dem LGD-Modell. Die Verlustquoten im periodischen Kreditportfoliomodell bis zum 30. Juni 2023, berücksichtigten hingegen das nominelle Blankovolumen. Die im Geschäftsjahr 2023 erfolgte Auflösung der Pauschalwertberichtigung nach IDW RS BFA 7 resultierte unter anderem aus dieser Anpassung. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Bei der Bilanzierung von Wertpapieren des Anlagevermögens wurden gemäß analoger Anwendung des § 340e Abs. 2 HGB Abschreibungen auf den Nennwert des Wertpapieres vorgenommen. Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs bestehen ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB. Strukturierte Produkte (speziell Credit Linked Notes (CLN)) wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand entsprechend IDW RS HFA 22 bilanziert. Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken und Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken durch eine objektive Bewertung (Marktwert) zutreffend dargestellt werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden strukturierte Produkte ausschließlich im Umlaufvermögen gehalten und damit nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Derivative Finanzinstrumente Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos setzt die Bank neben den bilanziellen Instrumentarien auch derivative Instrumente in Form von Swapgeschäften ein. Ein Swapgeschäft in Höhe von zurzeit nominal 30,0 Mio. EUR wurde zur allgemeinen Absicherung von langjährigen, festverzinslichen Kundenforderungen hereingenommen, um einen Teil des Zinsänderungsrisikos aus den eingegangenen Fristentransformationen zu begrenzen. Das Geschäft wurden in das Zinsrisikomanagement einbezogen und nachvollziehbar abgebildet. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich des zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivates werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist, angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Aktive latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Die sich daraus ergebenen Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) wurden verrechnet. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 27,83 % zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt. Des Weiteren sind überwiegend Mietvorauszahlungen enthalten, die das Folgejahr betreffen und ebenfalls zeitanteilig abgegrenzt wurden. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert. Für die Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Pensionsrückstellungen um EUR 505.027 erhöht. Die Anpassung beruht auf der gutachterlichen Einschätzung und den diesbezüglich zugrundeliegenden Annahmen der compertis Beratungsgesellschaft für betriebliches Vorsorgemanagement mbh, Wiesbaden. Die Erhöhung soll speziell bei Renten, welche alle drei Jahre gemäß Entwicklung des Verbraucherpreisindex erhöht werden, den bereits aufgelaufenen und weiterhin verstärkt anhaltenden Inflationseffekten Rechnung tragen. Die Pensionsrückstellungen wurden - wie im Vorjahr - gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,69 % (im Vorjahr 1,46 %) abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 9,9. Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,76 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben. Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 100.160.796 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Forderungen an Kunden In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 5.458.583 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 34.059.879 fällig. Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 6 enthaltenen Wertpapiere In folgenden Posten sind enthalten:
Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet. Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):
Die vermiedenen Abschreibungen bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) betrugen TEUR 7.481 und bei Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (A 6) TEUR 101. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar. Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
Beteiligungen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:
* es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der DZ Bank AG Treuhandvermögen Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4). Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 3.564.757 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 652.549 enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 141 (Vorjahr EUR 348) enthalten. Nachrangige Vermögensgegenstände In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
Restlaufzeitenspiegel für Forderungen Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 19.138.248 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Treuhandverbindlichkeiten Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1). Sonstige Verbindlichkeiten Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 140 (Vorjahr EUR 346) enthalten. Passive latente Steuern Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Passive Steuerlatenzen werden nicht ausgewiesen. Diesen stehen jedoch höhere aktive Steuerlatenzen aus u.a. Forderungen an Kunden (A 4) und Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 27,83 % zugrunde gelegt. Nachrangige Verbindlichkeiten Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 94.437 an. Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Mit den Gläubigern wurden keine Kündigungsfristen vereinbart. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 2 und 7 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 0,80 % bis 1,75 % ausgestattet. Eigenkapital Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b) und c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte in Form von einem Zinsswap des Nichthandelsbestands. Das Zinsderivat wurde ausschließlich als Sicherungsinstrument im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossen. In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Die Gliederung der Produktgruppen wird auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices"). (Angaben in TEUR):
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge und Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV 1) in Höhe von EUR 0 (Vorjahr EUR 48.102) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV 2) aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 709 (Vorjahr EUR 54.960) als Reduktion des Zinsaufwands enthalten. Provisionserträge Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Bauspar- und Leasingverträgen, Versicherungen, Fonds, Edelmetallen und Krediten, nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Diese entwickelten sich gegenüber gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig und machen 0,2 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 24.645 (Vorjahr EUR 25.019) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 44.618 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 54.864 enthalten. Hiervon entfallen auf:
F. Sonstige Angaben Vorstand und Aufsichtsrat Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 39.000. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 81.342. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.554.613. Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 247 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 256.273. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 9.873, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 1.778.156. Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Personalstatistik Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 4 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
Aufwendungen für den Abschlussprüfer Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Genoverband e.V. Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Schlipp, Jörg, Geschäftsleiter - Marktbereich - Kapfenberger, Uwe, Geschäftsleiter - Marktfolgebereich - Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf Kupz, Hans-Joachim, - Vorsitzender - (bis 20. Juni 2023), Rentner Renn , Henry, - stellvertretender Vorsitzender - (bis 20. Juni 2023) - Vorsitzender - (seit 20. Juni 2023), leitender Angestellter Lausitz Energie Bergbau AG Jülke, Thomas, Vorstandsvorsitzender Agrargenossenschaft Sonnewalde eG Lungwitz, Maria, - stellvertretende Vorsitzende - (seit 20. Juni 2023), Gesellschafterin der BHG Handelszentren GmbH Klinkmüller, René, selbstständiger Konditormeister Dressel, Knut, Rentner, (seit 20. Juni 2023) Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 748.619,20 wie folgt zu verwenden:
Cottbus, 27. Mai 2024 VR Bank Lausitz eG Der Vorstand Jörg Schlipp, Vorstandsmitglied Uwe Kapfenberger, Vorstandsmitglied Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VR Bank Lausitz eG, Cottbus Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VR Bank Lausitz eG, Cottbus (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung von Kundenforderungen 2. Verlustfreie Bewertung des Zinsbuchs nach IDW RS BFA 3 n. F. Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen zu 1.a) Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 422,3 Mio. EUR. Dies entspricht 54,8 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 2,7 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 15,6 Mio. EUR. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. zu 1.b) Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind. In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen sowie die Gesamtzusage berücksichtigt. Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. zu 1.c) Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bewertung der Forderungen sind im Anhang unter Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten. zu 2.a) Bei der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs stellt das Institut die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. in einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen gegenüber. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und anschließend um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen ist. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden, es ergeben sich jedoch im Hinblick auf die Annahmen und Parameter zur Ermittlung der Nettoreserven und damit hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung von Rückstellungen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und Schätzunsicherheiten. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessensspielräume nicht sachgerecht ausgeübt werden. Daher ist dieser Sachverhalt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Marktzinsentwicklung aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. zu 2.b) Im Rahmen der Prüfung haben wir die Berechnungen der Genossenschaft nachvollzogen und beurteilt. Hierbei haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt und uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt. Insgesamt haben wir die von der Genossenschaft zugrunde gelegten Annahmen kritisch hinterfragt, die gesamte Berechnung auf Plausibilität geprüft und hinsichtlich Auffälligkeiten untersucht. Darauf aufbauend haben wir in ausgewählten Einzelfällen die erhobenen Daten und deren Berücksichtigung bei der Berechnung prüferisch nachvollzogen. zu 2.c) Weitere Angaben der Genossenschaft zur verlustfreien Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs sind im Anhang unter Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen: - die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt: - die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht: - Depot- / WpHG Prüfung nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Simon Ohlmeier.
Berlin, 27. Mai 2024 Genoverband e.V. Bettina Hubrich, Wirtschaftsprüferin Simon Ohlmeier, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die ErgebnisverwendungDie Vertreterversammlung vom 18.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 748.619,20 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. VR Bank Lausitz eG, CottbusBericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat unserer Bank hat sich im Geschäftsjahr 2023 nach dem Genossenschaftsgesetz und unserer Satzung über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik und der Entwicklung der Bank informiert sowie die ihm obliegenden Aufgaben wahrgenommen. In den 11 gemeinsamen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank sowie über besondere Ereignisse berichten lassen. Die gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zustimmungsbedürftigen Geschäftsvorfälle wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorgelegt. Über wichtige Einzelvorgänge wurde in gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand beraten; die erforderlichen Beschlüsse wurden gefasst. Den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss 2023, den Lagebericht und die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat geprüft und erklärt sich damit vollinhaltlich einverstanden. Er stimmt dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung, der den Satzungsbestimmungen entspricht, zu. Der Prüfungsverband hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung geprüft und bestätigt. Eine detaillierte Berichterstattung erfolgte in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Aufsichtsrat und dem Vorstand. Die im Bericht für das Geschäftsjahr 2023 und im Lagebericht dargestellte wirtschaftliche Entwicklung unserer Bank zeigt ein gutes Ergebnis. Der Bericht wird vom Aufsichtsrat vollinhaltlich geteilt. Wir bitten auch Sie um Zustimmung. Mit der diesjährigen Vertreterversammlung scheidet Herr Jülke durch Ablauf der Wahlzeit aus dem Aufsichtsrat aus. Seine Wiederwahl ist zulässig. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VR Bank Lausitz eG für die im Geschäftsjahr 2023 zum Wohle der Bank und ihrer Mitglieder erfolgreich geleistete Arbeit. Ohne Sie und Ihre guten Leistungen wäre das positive Jahresergebnis nicht zustande gekommen.
Cottbus, 27. Mai 2024 Der Aufsichtsrat Renn, Vorsitzender VR Bank Lausitz eG, CottbusAnlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")Die VR Bank Lausitz eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR Bank Lausitz eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die VR Bank Lausitz eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 22.805. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 97,3. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 7.520. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 2.746 und betreffen laufende Steuern. Die VR Bank Lausitz eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
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