Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 25753
Eingetragen
15.4.2010
Branche
SpeditionenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung im Straßenverkehr
Gegenstand
Transport-, Speditions- und Frachtvermittlungsleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Werner Poller
seit 15.4.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
39.50%
39.50%
S*** K*******
20.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
0.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
CEAL Holding GmbH & Co. KG
Germany
19.750 €
79.00%
S*** K*******
5.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Poller Spedition GmbH

Ellefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

Gegenstand der Poller Spedition GmbH ist die Erbringung von Transport-, Speditions- und Frachtvermittlungsleistungen bezogen auf den Straßenverkehr. Insbesondere ist das Unternehmen in folgenden Bereichen tätig:

Nationaler und internationaler Ladungsverkehr

Durchführung von Entsorgungstransporten

Lagerlogistik.

Das Einzugsgebiet umfasst im Wesentlichen Deutschland und benachbarte Europäische Länder, wobei die Kundenstruktur breit gefächert ist. Zu den Auftraggeber zählen namhafte Versandhändler, Hersteller aus dem Konsumgüterbereich, Getränkehersteller sowie große Systemlogistiker wie DHL, Hermes etc.

Das Unternehmen verfügt über eine von der Europäischen Gemeinschaft ausgestellte Lizenz für den grenzüberschreitenden gewerblichen Güterkraftverkehr und ist außerdem als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert.

Die Gesellschafterstruktur ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der vorherrschenden Negativeinflüsse negativ entwickelt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Statista) im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%

Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP in 2023 lediglich um 0,7%höher.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich gleichwohl ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6% und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0%) und die Unternehmensdienstleister (+0,3%) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0%) zurück. Das lag vor allem am Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten.

Die insgesamt rückläufige Wirtschaftsleistung führte in 2023 auch zu einem weiteren Rückgang des Gütertransportaufkommens um 6,1% gegenüber dem Vorjahr. Weitere Gründe für diese Entwicklung sowie auch für den Rückgang der Verkehrsleistung sind die in der Branche vorherrschenden Problemfelder. Der Krieg in der Ukraine verdeutlichte die europäische Abhängigkeit von russischem Öl und Gas. Angesichts dieser Spannungen sind die Preise für Rohöl und Erdgas stark angestiegen und lösten eine Energiekrise aus. Zusammen mit den umfangreichen Sanktionen gegen Russland sorgten die steigenden Energiepreise für Inflationsraten auf Rekordniveau.

Aufgrund vorgenannter Entwicklungen bestanden weiterhin Engpässe in der Verfügbarkeit von Nutzfahrzeugen (motorisierte und unmotorisierte Einheiten) einhergehend mit entsprechenden Verlängerungen von Lieferzeiten und hohen Preisen. Darüber hinaus beeinflusst der Fachkräftemangel in allen Bereichen die Geschäftsentwicklung der Branche in zunehmendem Maß negativ. Darüber hinaus war - insbesondere seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs - ein erheblicher Kostenanstieg bei branchenrelevanten Produkten (z. B. Ad Blue, Reifen, Paletten etc.) zu verzeichnen.

2. Geschäftsverlauf

Für die Poller Spedition GmbH war das Geschäftsjahr 2023 durch die vorgenannten äußeren Einflüsse ein auf Kontinuität und Nachhaltigkeit ausgelegtes Geschäftsjahr. Gleichwohl wurde der weitere Unternehmensaufbau im Rahmen der Poller-Gruppe planmäßig weitergeführt, was u. a. in einer weiteren Zunahme des Bestands an eigenem Personal und der weiteren Entwicklung der Fahrzeug-Flotte zum Ausdruck kommt.

Die Unternehmensstrategie der Poller Spedition GmbH ist hierbei eingebettet in die Gesamtstrategie der Poller-Gruppe. Diese ist gekennzeichnet durch strategische Steuerung, Mittelzuweisung und zentrale Dienstleistungen gekoppelt mit dezentraler und operativ eigenständiger Führung der Gruppenunternehmen.

Aufgrund der zugrunde liegenden abgestimmten Auftrags- und Kapazitätsplanungen und getätigten Investitionen werden durch die Poller Spedition GmbH auch Leistungen für andere Unternehmen der Poller-Gruppe erbracht.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.920 bzw. 3,9% gesunken. Das J ahresergebnis betrug im Geschäftsjahr 2023 T€ -115 (Vorjahr: T€ 68).

Die wesentliche Grundlage für den trotz der widrigen äußeren Umstände als stabil zu bezeichnenden Geschäftsverlauf sind unter anderem stabile Kundenbeziehungen, die im Geschäftsjahr 2023 weiter ausgebaut und gefestigt werden konnten. Diese Entwicklungen werden sich auch künftig nachhaltig auswirken.

3. Investitionen und Finanzierung

Die Investitionsausgaben in das Anlagevermögen bewegten sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Sie lagen im Geschäftsjahr 2023 bei T€ 1.323 (Vorjahr: T€ 5.107) und betrafen mit T€ 996 Anlagegüter des Sachanlagevermögens, vor allem Lkw, Hänger und Auflieger. Außerdem wurden in Höhe von T€ 327 längerfristige Darlehen an Unternehmen der Poller-Gruppe ausgereicht; der Ausweis erfolgte insoweit im Finanzanlagevermögen.

Die Finanzierung der getätigten Investitionen erfolgte im Wesentlichen durch die Aufnahme von Darlehen und Finanzierungsvereinbarungen bei Kreditinstituten. Außerdem wurden die bestehenden Kontokorrentlinien im Geschäftsjahr 2023 um T€ 1.398 aufgestockt. Der Kapitaldienst erfolgte wie in den Vorjahren planmäßig.

4. Geschäftsergebnis

Im Geschäftsjahr 2023 wurde unter Berücksichtigung der vorstehend geschilderten Einflüsse ein leicht negatives Geschäftsergebnis erzielt. Das J ahresergebnis betrug T€ -115 (Vorjahr: T€ 68).

Die nachstehende Übersicht stellt die Ergebniskomponenten (Erfolgsspaltung) im Vorjahresvergleich dar:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Betriebsergebnis 96 286 -190
Finanzergebnis -138 -139 1
Neutrales Ergebnis -64 -22 -42
abzüglich Ertragsteuern 9 57 -48
J ahresergebnis -115 68 -183

Neben der rückläufigen Entwicklung des Betriebsergebnisses hat sich im Geschäftsjahr 2023 u. a. ein Forderungsausfall in Höhe von T€ 100 - enthalten im neutralen Ergebnis - negativ auf das J ahresergebnis ausgewirkt.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Wesentliche Kennzahlen

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung als Kernsteuerungsgrößen auf Unternehmensebene insbesondere die Umsatzerlöse, die Auslastung der Fahrzeuge und den Personalbestandsfaktor heran.

Die nachfolgende Übersicht enthält weitere wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren im Mehrjahresvergleich und vermittelt damit einen Überblick über die Entwicklung der Poller Spedition GmbH:

2023 2022 2021
Eigenkapital in T€ 538 653 585
Anlagevermögen in T€ 8.831 10.047 6.363
Jahresergebnis in T€ -115 68 103
Operativer Cashflow in T€ 2.106 2.030 1.685
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl (incl. GF) 417 390 205
Jahresergebnis pro Mitarbeiter in T€ 0 O 1
Operativer Cashflow pro Mitarbeiter in T€ 5 5 8

b. Personal

Für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sind motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter von herausragender Bedeutung. Die Poller Spedition GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 417 Arbeitnehmer (incl. Geschäftsführer). Der Personalbestand wurde im Vorjahresvergleich nochmals aufgebaut (Arbeitnehmerbestand 2022: 390 Mitarbeiter). Die Poller Spedition GmbH war in dieser Struktur jederzeit in der Lage, alle anfallenden Aufgaben zu erfüllen.

Neben motivationsorientierten Entlohnungsbestandteilen bietet die Poller Spedition GmbH diverse Fortbildungsmaßnahmen, wie z. B. Durchführung von Modulschulungen für Fahrer, Fahrsicherheitstrainings, persönliche Auswertungsgespräche mit dem Fahrpersonal etc. an, um den Ausbildungsstand der Mitarbeiter stetig zu verbessern bzw. auf einem hohen Niveau zu halten. Darüber hinaus fungiert das Unternehmen als Ausbildungsbetrieb für Kaufleute für Speditions- und Logistikdienstleistungen, Fachkräfte Lagerlogistik und Berufskraftfahrer.

Im Zuge der weiteren Unternehmensentwicklung sind zudem weitere Personalförderungsmaßnahmen, wie z. B. betriebliches Gesundheitsmanagement, vorgesehen.

c. Nachhaltigkeit

Der Schutz von Ressourcen und ökologische Nachhaltigkeit sind für die Poller Spedition GmbH ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Vor diesem Hintergrund hält das Unternehmen zunächst den eingesetzten Fuhrpark stets auf technisch neuestem Stand. Weitere Maßnahmen in diesem Bereich sind von den künftigen energiepolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig.

6. Lage der Gesellschaft

a. Vermögens- und Finanzlage

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Poller Spedition GmbH ist durch eine im Geschäftsjahr 2023 planmäßig eingetretene Konsolidierungsphase nach dem erheblichen Unternehmenswachstum in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 geprägt. Die Bilanzsumme ist im Vorjahresvergleich um T€ 1.964 bzw. 6,6%gesunken.

Auf der Aktivseite schlägt sich diese Entwicklung insbesondere im einem um T€ 1.216 niedrigeren Anlagevermögen nieder. Zu den im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen wird auf Punkt 11.3. verwiesen. Das Investitionsvolumen liegt damit deutlich unter den in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 getätigten Investitionen und unterschreitet auch die im Geschäftsjahr 2023 anfallenden Abschreibungen.

Auf der Passivseite ist neben der Verminderung des Eigenkapitals infolge des negativen Jahresergebnisses insbesondere ein Abbau der Verbindlichkeiten um insgesamt T€ 912 erfolgt. Dies betrifft insbesondere Bank- und sonstige Darlehen.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 3,6% (Vorjahr: 4,0%). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.300 Darlehen (davon mit T€ 1.000 Gesellschafterdarlehen) beinhalten, die mit sogenannten Belassenserklärungen versehen sind und damit unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wenigstens teilweise Eigenkapitalcharakter haben.

Die Finanzlage der Poller Spedition GmbH ist ebenfalls stabil. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 und auch danach jederzeit gewährleistet.

b. Ertragslage

Die Ertragslage ist durch ein mit T€ 96 weiterhin positives, im Vorjahresvergleich jedoch rückläufiges Betriebsergebnis geprägt (Vorjahr: T€ 286). Bei im Vorjahresvergleich verminderten Umsatzerlösen waren gleichzeitig deutlich rückläufige Material- und andere betriebliche Aufwendungen - insbesondere bezogene Leistungen und Aufwendungen aus Personalüberlassung - zu verzeichnen. Dagegen haben sich infolge des weiteren Aufbaus des Personalbestands insbesondere die Personalaufwendungen nochmals erhöht. Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die vergleichsweise hohen Investitionen des Vorjahres zurück zu führen, die sich im Geschäftsjahr 2023 ganzjährig ausgewirkt haben.

Das mit T€ -138 negative Finanzergebnis (Vorjahr: T€ -139) enthält Erträge aus Ausleihungen an Unternehmen im Verbundbereich (T€ 66) und Zinserträge (T€ 9) sowie Zinsaufwendungen aus Darlehen und Fahrzeugfinanzierungen (T€ 213). Bei einem maßgeblich durch einen Forderungsausfall in Höhe von T€ 100 beeinflussten neutralen Ergebnis von T€ -64 (Vorjahr: T€ -22) und Ertragsteuern von T€ 9 (Vorjahr: T€ 57) wurde im Geschäftsjahr 2023 insgesamt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -115 (Vorjahr: Jahresüberschuss von T€ 68) erwirtschaftet.

C. Gesamtaussage

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Poller Spedition GmbH ist angesichts der dargestellten schwierigen äußeren Rahmenbedingungen insgesamt als zufriedenstellend zu beurteilen.

III. Prognosebericht

Die künftige Geschäftsentwicklung der Branche und auch der Poller Spedition GmbH wird auch weiterhin von sehr herausfordernden externen Rahmenbedingungen beeinflusst.

Insbesondere ist - u. a. immer noch infolge des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen - ein anhaltend hohes Preisniveau, vor allem Energie- und Kraftstoffpreise, zu verzeichnen. Es ist zunehmend schwierig, derartige Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Aktuell sind teilweise deutlich erhöhte Lieferfristen bei Nutzfahrzeugen, Ersatzteilen etc. festzustellen, was dazu führt, dass vereinbarte Finanzierungskonditionen aufgrund zwischenzeitlich eingetretener Zinsentwicklungen seitens der Finanzierungsinstitute nicht mehr eingehalten werden, wodurch weitere Kostensteigerungen resultieren.

Die Deckung unseres Personalbedarfs erfolgt zum momentanen Zeitpunkt durch eigene Mitarbeiter. Der verschärfte Wettbewerb um Fachkräfte sorgt in Verbindung mit den eingetretenen inflationären Entwicklungen und den bestehenden und künftigen Mindestlohnregelungen für drastisch steigende Lohn- und Gehaltsaufwendungen, insbesondere bei Neueinstellungen. Zur Wahrung bestehender Vergütungsstrukturen im Unternehmen wird dies auch weitere Lohnanpassungen und Zusatzleistungen notwendig machen. Vor diesem Hintergrund sind kontinuierliche Preisanpassungen und Gespräche mit den Kunden unumgänglich. Darüber hinaus wird der Ukraine-Krieg tendenziell zu einer Abwanderung polnischen Fahrpersonals führen, da bislang in Polen beschäftigtes ukrainisches Fahrpersonal in die Ukraine zurückkehrt.

Trotz dieser schwierigen externen Rahmenbedingungen sieht sich die Poller Spedition GmbH aufgrund der bestehenden stabilen Kundenbeziehungen und der erreichten Marktstellung dem Wettbewerb gegenüber gut aufgestellt. Da das Unternehmen in den vergangenen Jahren hinsichtlich der Dienstleistungsflexibilität breit aufgestellt wurde - dies betrifft sowohl den Bereich der Systemverkehre als auch den Bereich der LTL-/FTL-Verkehre - bestehen perspektivisch gute Chancen, im Transportbereich weiter zu wachsen.

Gleichzeitig wurden innerhalb der Poller-Gruppe angesichts der hohen Nachfrage wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um den Geschäftszweig der Lagerlogistik weiter auszubauen. Hiervon wird auch die Poller Spedition GmbH profitieren.

Die fortschreitende Digitalisierung von Arbeitsprozessen und die engere Anbindung von Kunden und Fahrzeugsystemen über Schnittstellen an unsere EDV, sowie der Ausbau unserer IT- Infrastruktur, wird weiterer zukünftiger Schwerpunkt der unternehmensinternen Aktivitäten sein.

Zusätzlich werden interne Steuerungsmaßnahmen und die bestehenden Personalentwicklungsaktivitäten weiter ausgebaut. Dies gilt u. a. für Fahrerschulungen, Risk-Management, ständige Überwachung der Fahrweise mit Fahrerprämienmodell, Geschwindigkeitsreduzierungen, Reifenmanagement etc.. Diese Maßnahmen dienen außerdem dazu, unsere Fahrzeugkosten weiter zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Insgesamt wird mittelfristig eine weiterhin positive Entwicklung der Poller Spedition GmbH erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir vor dem Hintergrund der Kosten- und Inflationsentwicklung mit einer nachhaltig, stabilen Umsatzentwicklung und einem ausgeglichenen J ahresergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

Ziel unseres Risikomanagements ist es, den stabilen Fortbestand unseres Unternehmens langfristig zu sichern und die entstandenen Arbeitsplätze zu erhalten. Unser Unternehmen verfolgt ein konservatives Finanzmanagement und achtet auf ausreichende Liquiditätsvorsorge, die derzeit uneingeschränkt sichergestellt ist.

Wesentliche Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung bestehen wie folgt:

Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage infolge der vielfältigen weltweiten Krisenentwicklungen

Störung von Lieferketten, was u. a. zu Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit von Nutzfahrzeugen und Ersatzteilen sowie deutlich erhöhten Lieferfristen führt

Anstieg der Preise und damit sämtlicher Kostenarten im Unternehmen (incl. Lohn- und Finanzierungskosten) verbunden mit der Herausforderung, diese Kostensteigerungen an eigene Kunden weiterzugeben

Weiter zunehmender Fachkräftemangel

Erhöhte gesetzgeberische Vorgaben, insbesondere im Hinblick auf umweltpolitische Aspekte, die im Unternehmen umgesetzt werden müssen und tendenziell zu Investitionserfordernissen und sonstigen Mehraufwendungen (u. a. steigende Dokumentations- und Berichtspflichten) führen.

Gleichzeitig bestehen jedoch auch Geschäftschancen, die u. a. auf folgenden Aspekten beruhen:

Erreichte Marktpositionierung als Grundlage für eine weitere positive Unternehmensentwicklung

Verankerung der Geschäftsaktivitäten in der Poller-Gruppe verbunden mit Möglichkeiten zur Nutzung von Synergieeffekten und einer diversifizierten Angebotspalette

Zunehmende Digitalisierung der Geschäftsprozesse, um Effizienzsteigerungen bei den Arbeitsabläufen zu erreichen

Auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung entsprechend wirtschaftlich sinnvoller politischer, gesellschaftlicher und finanzieller Rahmenbedingungen.

Insgesamt überwiegen nach unserer Einschätzung derzeit die Chancen die Risiken. Kurzfristig existenzbedrohende Risiken sind nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die wesentlichen in der Poller Spedition GmbH bestehenden Finanzinstrumente stellen Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Darlehensgebern (insb. Gesellschaftern) dar. Darüber hinaus bestehen Ausleihungen im Verbundbereich, Forderungen und sonstige Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus Eigenmitteln, Darlehen (insb. Gesellschafterdarlehen), Fahrzeugfinanzierungen und Bankkrediten. Darüber hinaus kommen Leasingverträge zum Einsatz.

Das grundlegende Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Poller Spedition GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hinsichtlich des Einsatzes von Finanzinstrumenten verfolgt die Gesellschaft daher eine konservative Risikopolitik. Nicht unmittelbar benötigte liquide Mittel werden sicher angelegt. Bestehende Zins- und Tilgungspläne werden vertragsgemäß eingehalten. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass ausreichend hohe Kreditlinien und sonstige Finanzierungsmittel zur Verfügung stehen.

Grundlage hierfür ist das bestehende Liquiditäts- und Kreditmanagement. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertbe richtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen dar- über hinaus über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Ellefeld, den 13. März 2025

Werner Poller, Geschäftsführer

René Meinel-Poller, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 155.951,00 170.237,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.583,00 39.583,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 5.602.904,00 7.046.930,00
5.793.438,00 7.256.750,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.037.454,39 2.790.000,00
3.037.454,39 2.790.000,00
8.830.893,39 10.046.751,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 169.455,00 134.343,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.107.997,92 5.989.383,63
(davon gegen verbundene Unternehmen) (4.063.517,72) (3.346.023,45)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.890,31 27.615,19
6.288.343,23 6.151.341,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.909,65 5.979,15
15.140.146,27 16.204.071,97

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 628.197,61 560.467,66
III. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: J ahresüberschuss) -114.699,27 67.729,95
538.498,34 653.197,61
B. Rückstellungen 367.570,00 405.228,40
C. Verbindlichkeiten 14.217.848,78 15.141.666,81
(davon gegenüber Kreditinstituten) (7.648.595,58) (8.149.217,88)
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (137.572,23) (564.263,01)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.229,15 3.979,15
15.140.146,27 16.204.071,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. J anuar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
1. Rohergebnis 44.589.623,05 43.465.122,01
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.938.282,86 10.670.044,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.762.645,26 2.395.514,60
(davon für Altersversorgung: € 20.423,70; Vorjahr: € 51.330,20)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.257.966,56 1.978.888,80
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 100.000,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.331.718,16 27.993.330,08
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 66.139,77 24.981,24
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 66.139,77; Vorjahr: € 24.981,24)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.651,81 887,61
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 212.508,84 164.846,48
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11.384,28 56.738,68
9. Ergebnis nach Steuern 72.677,23 231.627,90
10. Sonstige Steuern 187.376,50 163.897,95
11. Jahresüberschuss -114.699,27 67.729,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

I. Angaben zum Unternehmen gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Die Poller Spedition GmbH hat ihren Sitz in Ellefeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HR B 25753 eingetragen.

II. Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbHG beachtet.

Die Poller Spedition GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts erfolgte nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Im Hinblick auf den Anhang wurden teilweise größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze gemäß § 252 Abs. 1 HGB wurden beachtet. Darüber hinaus kamen im Einzelnen folgende Grundsätze und Methoden zur Anwendung:

Die immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen werden lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 250,00 und bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden konkret erkennbare Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtungen berücksichtigt. Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch Dotierung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des Netto-Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen (ohne Berücksichtigung von Unternehmen der Poller Group) abgebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für Folgejahre darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt auf der Grundlage des § 253 HGB. Danach sind sie mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem J ahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten und ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Ertrag für Folgejahre darstellen.

Aufgrund einer Änderung der Beteiligungsverhältnisse mit Wirkung zum 1. Januar 2022 bestehen im Geschäftsjahr 2023 Verbundverhältnisse im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB zu diversen Unternehmen der Poller Group.

C. Angaben zur Bilanz

I. Aktiva

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.858,80 0,00 0,00 6.858,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.353.463,53 995.838,56 577.615,08 10.771.687,01
10.603.463,53 995.838,56 577.615,08 11.021.687,01
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.790.000,00 327.454,39 80.000,00 3.037.454,39
2.790.000,00 327.454,39 80.000,00 3.037.454,39
13.400.322,33 1.323.292,95 657.615,08 14.066.000,20
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.857,80 0,00 0,00 6.857,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.763,00 14.286,00 0,00 44.049,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.417,00 5.000,00 0,00 15.417,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.306.533,53 2.238.680,56 376.431,08 5.168.783,01
3.346.713,53 2.257.966,56 376.431,08 5.228.249,01
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.353.571,33 2.257.966,56 376.431,08 5.235.106,81
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 155.951,00 170.237,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.583,00 39.583,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.602.904,00 7.046.930,00
5.793.438,00 7.256.750,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.037.454,39 2.790.000,00
3.037.454,39 2.790.000,00
8.830.893,39 10.046.751,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben ausschließlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von T€ 800 (Vorjahr: T€ 800), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 133 (Vorjahr: T€ 255) und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 15) auf Gesellschafter.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind rechtlich noch nicht entstandene Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 40) enthalten.

II. Passiva

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

insgesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
(T€ Vj.) (T€ Vj.) (T€ Vj.) (T€ Vj.)
gesamt 14.218 10.270 3.948 0
(15.141) (9.988) (5.153) (0)
davon gegenüber Kreditinstituten 7.649 5.001 2.648 0
(8.149) (4.696) (3.453) (0)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 138 138 0 0
(564) (564) (0) (0)

Im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Eigentumsvorbehalten und Sicherungsübereignungen von Lkws, Hängern und Aufliegern.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von T€ 1.927 (Vorjahr: T€ 1.618), die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.025 (Vorjahr: T€ 1.033) gegenüber Gesellschaftern.

D. Sonstige Angaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 4.189 (Vorjahr: T€ 2.409).

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

insgesamt Laufzeit bis 1 Jahr Laufzeit über 1 Jahr
T€ T€ T€
Unbefristete bzw. automatisch prolongierende Verträge (J ahresbetrag) 45 45 0
Befristete Verträge 4.144 1.709 2.435
4.189 1.754 2.435

II. Personal

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 415 Arbeitnehmer (393 Arbeiter und 22 Angestellte) im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB bei der Gesellschaft beschäftigt. Hinzu kommen zwei Geschäftsführer.

III. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren

Herr Werner Poller, Auerbach, und

Herr René Meinel-Poller, Plauen.

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

IV. Angaben zu Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die Poller Spedition GmbH wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens CEAL Holding GmbH & Co. KG, Neuensalz, einbezogen. Die CEAL Holding GmbH & Co. KG, Neuensalz, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss der CEAL Holding GmbH & Co. KG, Neuensalz, wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

V. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € -114.699,27 und den bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von € 628.197,61 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ellefeld, den 13. März 2025

Werner Poller, Geschäftsführer

René Meinel-Poller, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Poller Spedition GmbH, Ellefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Poller Spedition GmbH, Ellefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Poller Spedition GmbH, Ellefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. J anuar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. J anuar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem J ahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des J ahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines J ahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der J ahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im J ahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümer resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Chemnitz, den 14. März 2025

A.V.A.T.I.S. Revisionsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner, Wirtschaftsprüfer

Hinweis:

Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den originären Jahresabschluss ohne Vornahme von Offenlegungserleichterungen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde am 2. April 2025 festgestellt. Die Ergebnisverwendung wurde entsprechend des Gewinnverwendungsvorschlags der Geschäftsführung beschlossen.

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