ROBEL Rail Automation GmbH
Selbe AdresseVermietung von Schienenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Schoner seit 6.6.2024 | Prokura |
Manuela Ruhland seit 11.10.2022 | Prokura |
Thorsten Bode seit 19.12.2017 | Geschäftsführer |
Wolfgang Rupert Fally seit 2.7.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PLASSER & THEURER BETEILIGUNGS- UND FINANZIERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROBEL Holding GmbHFreilassingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezmeber 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
KONZERNANHANG 2023I. Bilanzierungsgrundsätze Die ROBEL Holding GmbH mit Sitz in Freilassing ist unter der Nr. HRB 12578 im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein registriert. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz zu verbessern, wurden Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz oder im Konzernanhang gemacht werden können, grundsätzlich im Konzernanhang gemacht. Von der gesetzlichen Postenbezeichnung Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte wurde insofern abgewichen, als der Bilanzposten entsprechend dem tatsächlichen Inhalt in Software, Lizenzen und Patente umbenannt wurde. Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um die Posten Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter erweitert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. II. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst gemäß §§ 294 bis 296 HGB folgende Gesellschaften:
Die Schweerbau International GmbH & Co. KG wird seit 2022 als assoziiertes Unternehmen eingestuft.Dieser Ansatz wurde für das Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Zum 01.07.2023 wurde die Beteiligung um 4,9% auf 30% aufgestockt. Des Weiteren hat die ROBEL Holding GmbH zum 09.08.2023 Anteile in Höhe von 24,7% an der Chiemgauer Lokalbahn GmbH & Co. KG erworben, welche mangels maßgeblichen Einflusses als Beteiligung zu Anschaffungskosten bilanziert werden. Die ROBEL Gruppe ist ein Teilkonzern der Unternehmensgruppe Plasser & Theurer, die auf dem Gebiet der Bahnbaumaschinen weltweit tätig ist. Oberste Muttergesellschaft ist die Plasser & Theurer Beteiligungs- und Finanzierungs AG mit Sitz in Schaan, Liechtenstein. III. Konsolidierungsgrundsätze Die erstmalige Verpflichtung zur Erstellung eines Teilkonzernabschlusses entstand durch die Restrukturierung der deutschen Unternehmensgruppe Anfang 2000. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der 31.12.2000. Die Kapitalkonsolidierung der beiden deutschen Tochtergesellschaften Plasser Robel Services GmbH und ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH erfolgte weiterhin nach der zulässigen Buchwertmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem buchmäßigen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Bei der ersten Tochtergesellschaft ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über vier Jahre linear abgeschrieben wurde. Bei der zweiten Tochtergesellschaft ergab sich bei der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ein passiver Unterschiedsbetrag, der thesaurierte Gewinne der Tochtergesellschaft widerspiegelt, die vor dem Erstkonsolidierungszeitpunkt entstanden sind und der deshalb in die Gewinnrücklagen eingestellt worden ist. Die Erstkonsolidierung der im Jahr 2019 neu gegründeten Gesellschaften ROBEL France SAS und ROBEL North America Corp., der per 01.07.2019 erworbenen Vogel & Plötscher Verwaltungsgesellschaft mbH, sowie der zum 18.05.2020 neu gegründeten ROBEL Railway Engineering Technology (Shanghai) Co. Ltd. erfolgte entsprechend BilMoG im Erstkonsolidierungszeitpunkt nur mehr zulässigen Neubewertungsmethode. Bei den neu gegründeten Gesellschaften entstand durch die Gründungskosten jeweils ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung. Die relativ geringen Beträge wurden bereits im Jahr der Erstkonsolidierung in voller Höhe abgeschrieben. Sowohl die Erstkonsolidierung zum 01.07.2019 als auch die Konsolidierung nach dem Erwerb weiterer Anteile an der Vogel & Plötscher GmbH und Co. KG zum 01.01.2021 erfolgten nach der Neubewertungsmethode. Nach Allokation von Teilen des Kaufpreises auf Vermögenswerte im Umlaufvermögen verblieb ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurde und über 15 Jahre linear abgeschrieben wird. Die per 01.01.2021 erworbenen Anteile an der Schweerbau International GmbH & Co. KG i.H.v. 25,1% werden ab dem Geschäftsjahr 2022 als Anteile an einem assoziierten Unternehmen nach der Equity- Methode gem. § 312 HGB bilanziert. Der daraus resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird seit dem 01.01.2022 über eine Restnutzungsdauer von 14 Jahren abgeschrieben. Durch den Erwerb weiterer Anteile an der Schweerbau International GmbH & Co. KG zum 01.07.2023 erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert, der nunmehr über eine Restnutzungsdauer von 13 Jahren abgeschrieben wird. Bei Anwendung der Neubewertungsmethode wurden bei der Ermittlung des neubewerteten Eigenkapitals der Tochtergesellschaften die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach HGB; so wie unten unter Abschnitt IV. erläutert; angewandt. Darlehen, Forderungen und Schulden zwischen den Gesellschaften werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 Abs. 1 HGB vollständig gegeneinander aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge zwischen den vollständig in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden durch eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 Abs. 1 HGB eliminiert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr der inländischen Gesellschaften in das Umlaufvermögen resultierende Zwischengewinne wurden nicht eliminiert, da sie von untergeordneter Bedeutung sind (§ 304 Abs. 2 HGB). Zwischengewinne, die aus Lieferungen an ausländische Gesellschaften in das Umlaufvermögen entstanden sind, wurden unter Berücksichtigung der Konzern-Herstellungskosten eliminiert, soweit sie nicht ebenfalls von untergeordneter Bedeutung sind. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Konzernabschlusses entsprechen grundsätzlich den Bilanzierungsmethoden in den Einzelabschlüssen. Lediglich die im Einzelabschluss einer Tochtergesellschaft nach § 6b EStG gebildeten stillen Reserven wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung wieder aufgelöst und die Buchwerte der relevanten Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens entsprechend erhöht. Auf diese im Konzernabschluss aktivierten, aber noch nicht versteuerten, stillen Reserven wurde ein entsprechender Passivposten für latente Steuern gebildet. Diese Korrekturen werden korrespondierend dem Abschreibungsverlauf des relevanten Anlagevermögens in den Folgejahren fortgeführt. 1. Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen, bewertet. Neben Software-Lizenzen und entgeltlich erworbenen Patenten werden auch selbstgeschaffene, gewerbliche Schutzrechte ausgewiesen. Die Abschreibung der Software erfolgt linear über ein bis fünf Jahre. Patente werden über die Laufzeit des Patentschutzes abgeschrieben.Zusätzlich zu dem bereits abgeschriebenen Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Plasser Robel Services GmbH werden auch die Firmenwerte der neuen Beteiligungen bzw. der Beteiligungserhöhungen ausgewiesen. Wie vorgehend beschrieben werden die Geschäfts- oder Firmenwerte der Vogel & Plötscher GmbH & Co. KG, der ROBEL France SAS sowie der Schweerbau International GmbH & Co. KG mit einer Nutzungsdauer zwischen 13-15 Jahren linear abgeschrieben. Sowohl die Analysen von Kundenbeziehungen als auch von Produktlebenszyklen validieren die jeweils angenommene Nutzungsdauer. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare oder degressive und außerplanmäßige Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt bei:
Bei Zugängen ab 2010 erfolgt die Abschreibung einheitlich linear. Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800 werden entsprechend den jeweils gültigen steuerlichen Vereinfachungsregeln abgeschrieben. Für Software und EDV-Ausstattung hat die Finanzverwaltung ab 2021 ebenfalls eine Vereinfachungsregelung eingeführt und nimmt für diese Anlagegegenstände eine Nutzungsdauer von 1 Jahr an. Die Gesellschaft macht insoweit von dieser Vorgabe Gebrauch, als diese vereinfacht auf Software und EDV-Ausstattung mit Anschaffungskosten bis 10.000 € angewandt wird. Liegen die Anschaffungskosten darüber, wird wie bisher eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren angenommen. Auf eine gesonderte Abschreibungsmethode in der Handelsbilanz wird unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit verzichtet. Nach erfolgter Vollabschreibung wird für diese "geringwertigen Wirtschaftsgüter" im Anlagespiegel ein Abgang unterstellt. 2. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einkaufspreisen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Individuelle Wertminderungen, vor allem bei Altbeständen, sind durch Abschläge berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades und nach den Grundsätzen einer verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie anteilige Fertigungsgemeinkosten entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Angemessene Abschläge für Altbestände und für drohende Verluste aus Fertigungsaufträgen sind berücksichtigt. Soweit einzelne Fertigungsaufträge gem. § 253 Abs. 3 HGB mit ihrem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert anzusetzen waren (retrograde Ermittlung), wurden neben den vereinbarten Nettoverkaufspreisen auch die nach dem Bilanzstichtag entstehenden Herstellungskosten berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für erkennbare Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen gebildet. Zusätzlich wurde dem allgemeinen Kreditrisiko unverändert zum Vorjahr durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Geldbestände sind zu Nennwerten ausgewiesen. Sofern Fremdwährungskonten bestehen, wurden diese zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 3. Rückstellungen Pensionsrückstellungen wurden in versicherungsmathematischen Gutachten nach der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected Unit Credit Methode") zum Bilanzstichtag 31.12.2023 unter Verwendung der neuen "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Die Abzinsung erfolgte zum einen für die Pensionsverpflichtungen bei der ROBEL Holding GmbH entsprechend der erwarteten Restlaufzeit der Verpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von 0,85 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung. Der erwartete Rententrend wurde mit 2,92 % p. a. berücksichtigt. Zum anderen wurde bei den Pensionsverpflichtungen der ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,82 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung gerechnet. Aufgrund der Zusage von festen Rentenbeträgen war hier keine Dynamisierung erforderlich. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Bei Rückstellungsbildung wird der Barwert der Verpflichtung gegen den Primäraufwand verbucht (Nettomethode). In den Folgejahren werden Barwertveränderungen, soweit sie auf Zinseffekte, Laufzeit- und Zinssatzänderungen zurückzuführen sind, gem. § 277 Abs. 5 HGB als sonstige Zinserträge oder sonstige Zinsaufwendungen ausgewiesen. Bei Ermittlung der langfristigen Jubiläumsrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 1,63% bzw. 2,21% und Fluktuationsabschläge zwischen 5% und 30% zu Grunde gelegt. Auch bei Ermittlung des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages bei den übrigen Personalrückstellungen (Urlaub, Überstunden) wurde ein Gehaltstrend von 1,63% bzw. 2,21% unterstellt, welcher der durchschnittlichen Gehaltssteigerung der letzten 7 Jahre entspricht. Der jeweils laufzeitadäquate Zinsfuß wurde entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 der Veröffentlichung der Dt. Bundesbank entnommen. Die Gewährleistungsrückstellungen wurden je nach Risikoart einzeln, beziehungsweise pauschal bewertet. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 5. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden getrennt ermittelt und unsaldiert ausgewiesen. 6. Fremdwährungsumrechnung Umrechnung von in Fremdwährung lautenden Posten der Jahresabschlüsse Soweit die Einzelabschlüsse Posten enthalten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgte die Umrechnung in EURO auf Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt. In fremder Währung lautende Posten, welche eines der beiden ausländischen Tochtergesellschaften betrifft, werden zum Transaktionszeitpunkt mit fest vereinbartem Umrechnungskurs erfasst. Posten der Bilanz werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung Einzelabschlüsse in Fremdwährung werden grundsätzlich nach der "modifizierten Stichtagsmethode" umgerechnet, wobei die Bilanzposten mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet werden. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird als solcher gesondert im Eigenkapital ausgewiesen Bei der Umrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel nach der Bruttomethode dargestellt. Der Anlagenspiegel ist Bestandteil des Anhangs. 2. Anteilsbesitz
Die Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften Plasser Robel Services GmbH, ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH sowie der ROBEL Rail Automation GmbH werden auf Grund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge von der Muttergesellschaft vollständig übernommen, so dass für diese Gesellschaften kein eigenes Ergebnis anfällt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind in der Regel innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 3.317 (i.Vj. TEUR 3.449) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Sinne von sonstigen Vermögensgegenstände sind keine vorhanden. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände oder Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter liegen im Geschäftsjahr nicht vor (i.Vj. TEUR 674). 4. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel. 5. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Berechnung unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn und sieben Geschäftsjahren gem. § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschied für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1 und würde unter Berücksichtigung latenter Steuern in analoger Anwendung des § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegen. Aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes resultiert ein Ertrag von TEUR 1, für den der Ausweis im Personalaufwand gewählt wurde. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantie- und Kulanzverpflichtungen, Gewährleistungsrisiken, Aufwendungen im Personalbereich, Provisionen, Jahresabschluss- und Beratungskosten, ausstehende Rechnungen, Pönale sowie drohende Verluste aus Aufträgen der Gesellschaften ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH und Plasser Robel Services GmbH. 6. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 1.001 TEUR durch Grundschulden gesichert. 7. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen auf einer Höherbewertung von Aktiva oder auf einer niedrigeren Bewertung von Passiva in der Steuerbilanz gegenüber der Handelsbilanz bei den folgenden Bilanzposten:
Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf eliminierte Zwischengewinne angesetzt. Passive latente Steuern beruhen auf einer niedrigeren Bewertung des Anlagevermögens in der Steuerbilanz durch die Bildung von stillen Reserven im Rahmen einer Rücklagenübertragung nach § 6b EStG bzw. der Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrages nebst Sonderabschreibung nach § 7g EStG. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz für 2023. Für die deutschen ROBEL Gesellschaften wird bei der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag mit einem Steuersatz von 15,825% und bei der Gewerbesteuer mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 11,84% gerechnet. Latente Steuern bei den Tochtergesellschaften wurden mit folgenden Steuersätzen berechnet:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung a) Aufgliederung der Umsatzerlöse: Nach Produktgruppen gliedert sich der Umsatz wie folgt auf:
b) Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
VII. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 314 I Nr. 2 und 2a HGB a) Am Bilanzstichtag betrug das Bestellobligo für das Vorratsvermögen TEUR 72.572. b) Die Tochtergesellschaften haben mehrere Mietverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten abgeschlossen. Der längste Mietvertrag reicht bis 2030. Der jährliche Mietaufwand beträgt voraussichtlich TEUR 1.078. c) An Leasingzahlungen werden fällig:
2. Definition Finanzmittelfonds Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die in der Konzernbilanz unter dem Posten B. III. ausgewiesen sind. 3. Anzahl der Mitarbeiter Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres beschäftigt:
4. Muttergesellschaft Mutterunternehmen der ROBEL Holding GmbH ist die Plasser & Theurer Beteiligungs- und Finanzierungs AG in Schaan, Liechtenstein. Sie erstellt einen Konzernabschluss (größter Kreis von Unternehmen), in den die ROBEL Holding GmbH mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften einbezogen werden. Der Konzernabschluss der Plasser & Theurer Beteiligungs- und Finanzierungs AG wird nicht offengelegt. Die ROBEL Holding GmbH erstellt zudem für den deutschen Teilkonzern einen nach § 264 Abs. 3 HGB befreienden Konzernabschluss (kleinster Kreis von Unternehmen). Dieser wird beim Unternehmensregister eingereicht und ist dort einsehbar. 5. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Für folgende Tochtergesellschaften der ROBEL Holding GmbH werden für das Geschäftsjahr 2023 die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in der Form beansprucht, dass auf die Erstellung und Prüfung eines Lageberichts sowie auf die Veröffentlichung der Einzelabschlüsse verzichtet wird:
6. Angaben zu den Geschäftsführungsorganen Als Geschäftsführer sind bestellt:
Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Geschäfte mit nahestehenden Personen Der Teilkonzern unterhält umfangreiche wirtschaftliche Beziehungen zur österreichischen Unternehmensgruppe Plasser & Theurer. Diese österreichischen Gesellschaften sind in einer gesonderten Unternehmensgruppe zusammengefasst. Die Gesellschaften dieser Gruppe sind im Verhältnis zur eigenen Gruppe keine verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB, da die zwei Gruppen nicht über eine Kapitalgesellschaft als gemeinsames Mutterunternehmen verbunden sind. Nach Kategorien betrug der Wert der Geschäfte mit nahestehenden Personen in 2023:
8. Honorar des Abschussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 werden vom Konzernabschlussprüfer folgende Honorare berechnet:
9. Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen Mit dem am 28.12.2023 in Deutschland in Kraft getretenen Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) wurden die OECD-Mustervorschriften im deutschen Recht umgesetzt. Das MinStG ist für Wirtschaftsjahre, die ab 31.12.2023 beginnen, anzuwenden. Da die ROBEL Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen dem Konsolidierungskreis der Plasser & Theurer Beteiligungs- und Finanzierungs AG, Schaan, Liechtenstein, angehören, der voraussichtlich die maßgeblichen Umsatzschwellen gemäß dem MinStG bzw. dem in Liechtenstein in Kraft getretenen Mindestbesteuerungsgesetz überschreiten wird, unterliegt die Gesellschaft voraussichtlich ab dem 1.1.2024 den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften. Laufende Steuern aus der Umsetzung der deutschen bzw. vergleichbaren ausländischen Steuergesetze waren mangels Anwendbarkeit zum 31.12.2023 nicht zu erfassen. Die Plasser & Theurer Beteiligungs- und Finanzierungs AG als oberste Muttergesellschaft wird die möglichen Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes auf ihre Tochtergesellschaften evaluieren. 10. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr wurden Rückstellungen für Konventionalstrafen in Höhe von 2.402 TEUR gebildet. 11. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz enthalten sind. 12. Ergebnisverwendungsvorschlag der ROBEL Holding GmbHVorbehaltlich der Zustimmung der Gesellschafterversammlung schlägt die Geschäftsführung vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 88.578.327,79, bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 83.256.798,09 und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.321.529,88, auf neue Rechnung vorzutragen.
Freilassing, 08. April 2024 Thorsten Bode Wolfgang R. Fally KONZERNANLAGENSPIEGEL 2023
U = Umgliederung KONZERNLAGEBERICHT 20231 Darstellung von Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftsmodell Die Ursprünge des ROBEL-Konzerns reichen zurück bis ins Jahr 1875, in welchem die "Feilenfabrik Georg Robel" im München gegründet wurde. Über die Jahrzehnte wurde "robeln" zum Synonym für die sichere, geschraubte Verbindung von Schwelle und Gleis. Mit dem Wirtschaftswachstum der 1950er Jahre änderte sich die Größenordnung: Angetrieben von der Idee, das Arbeiten auf der Schiene zu optimieren, baute ROBEL Gleiskraftwagen und wenig später auch Schienenladezüge. Die ROBEL-Gruppe war bereits in der Vergangenheit weltweit tätig, mit der Gründung eigener Vertriebsgesellschaften ab dem Jahr 2019 wurden weitere, zukunftsgerichtete Schritte gesetzt, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Mittlerweile hat sich das Portfolio der ROBEL-Gruppe für den Bau und die Instandhaltung von Bahninfrastrukturanlagen in allen Bereichen ausgeweitet: Entwicklung und Erzeugung von handgeführten Kleinmaschinen, Werkzeugen und Großmaschinen, Messsysteme, Schienenbearbeitung, Kundendienst- und Serviceleistungen, Ersatzteillieferungen, ein internationales Netzwerk an Servicepartnern sowie erste Schritte in Richtung Automatisierung stehen heute auf dem Fahrplan. 1.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Steuerungsgrößen und -kennzahlen Zur optimalen Weichenstellung verwendet der ROBEL-Konzern Kennzahlen, welche die Unternehmensentwicklung im Hinblick auf Wachstum, Ergebnis und Liquidität bestmöglich lenken sollen. Die wichtigsten Kennzahlen, die zur Steuerung herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse, der Cashflow sowie die Umsatzrendite. Um eine ausgewogene Steuerung des Unternehmens zu ermöglichen, spielen neben den wichtigen Indikatoren zur Beurteilung der finanziellen Geschäftsentwicklung auch nicht finanzielle Kennzahlen eine Rolle für den unternehmerischen Erfolg. Aus Konzernsicht ist die Zufriedenheit der Kunden von großer Bedeutung. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Entspannung der globalen Wirtschaft von der COVID-19-Pandemie setzt sich im Jahr 2023 fort und sie erweist sich als wenig beeinflusst von dem Einmarsch Russlands in der Ukraine und der Lebenshaltungskostenkrise. Die Inflation geht schneller als erwartet von ihrem Höchststand im Jahr 2022 zurück, wobei die Auswirkungen auf Beschäftigung und Wirtschaft geringer als erwartet ausfallen. Das globale Wachstum betrug laut dem im Januar 2024 veröffentlichten WEO-Updates (World Economic Outlook) des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Berichtsjahr 3,1%. Das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern war in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 stärker als erwartet. Die globale Inflationsrate lag für 2023 mit 6,8% unter dem historischen Höchststand des Vorjahres von 8,8%. Dies ist auf günstige Entwicklungen auf der Angebotsseite und eine straffere Geldpolitik der Zentralbanken zurückzuführen. Die Europäische Zentralbank hat mit der Abschaffung von Null- und Negativzinsen und der Erhöhung der Leitzinsen im Euroraum reagiert. Diese Erhöhung führte zu Herausforderungen für Unternehmen bei der Refinanzierung ihrer Schulden, einer geringeren Verfügbarkeit von Krediten und schwächeren Unternehmens- und Wohnungsbauinvestitionen. Das Lohnwachstum hat sich im Allgemeinen in Grenzen gehalten, was die Befürchtung von Lohn-Preis-Spiralen, bei denen Preise und Löhne gemeinsam steigen, vorerst beruhigt. Zusammengefasst lässt sich jedoch sagen, dass der Rückgang der Inflation das Abklingen der relativen Preisschocks - insbesondere bei den Energiepreisen - widerspiegelt. Der stärkste Aufschwung unter den großen Volkswirtschaften ist, vor allem im vierten Quartal, in den Vereinigten Staaten zu verzeichnen, wo das BIP im Jahr 2023 seinen vorpandemischen Pfad bereits überschritten hatte. Die Erholung im Euroraum und anderen Volkswirtschaften schreitet demgegenüber nur langsam voran. Laut einer Schätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union des jährlichen Wachstums für 2023 ist das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,5% gestiegen. 2.2 Der Markt der Bahnindustrie Obwohl der Schienensektor im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung deutlich geringeren zyklischen Schwankungen unterliegt, sind die Auswirkungen der Folgen des Ukraine-Konfliktes, der Lebenshaltungskostenkrise, Energiepreise sowie Inflationstendenzen genau zu beobachten. Im Vorjahr war von einem Aufbruch die Rede. Doch die Geschehnisse der letzten Monate, vor allem das Ringen um den Bundeshaushalt 2024, ist auch an der Bahnbranche nicht spurlos vorbeigegangen. Gerade in Zeiten wie diesen wird mehr denn je klar, wie wichtig langfristige Planungssicherheit für die Investitionen in der Bahninfrastruktur sind. Und allein die demografischen Entwicklungen zwingen zu digitaler Technologie, die deutlich andere Produktivität im Schienennetz ermöglicht. Für die stark erneuerungsbedürftige Intrastruktur ist es noch ein langer Weg, um bis 2035 einen 100 prozentigen, digitalen Eisenbahnverkehr in Deutschland zu realisieren, wo heute lediglich etwa zwei Prozent des deutschen Schienennetzes digitalisiert sind. An dem Ziel, bis 2030 rund 75 Prozent des deutschen Schienennetzes zu elektrifizieren, muss mit aktuellen 62 Prozent noch daran gearbeitet werden. Trotz allem zeigt die Bahnindustrie global betrachtet eine seit Jahren anhaltend wachsende Tendenz. Die Modernisierung und der Ausbau des Transport- und Logistikverkehrs in den Bereichen Straße, Schiene und Schiff stellen nach wie vor ein zentrales Thema der auf Internationalisierung und Globalisierung aufbauenden Weltwirtschaft dar. Laut dem Verband der Bahnindustrie (VDB) wurde in 2023 mit 14,4 Milliarden Euro ein neues Umsatzhoch für die Bahnindustrie in Deutschland erzielt. Dieses Wachstum ist dem Exportgeschäft zuzuordnen, welches mit 35% den kleineren Teil des gesamten Umsatzes ausmacht. Der Umsatz auf dem Heimatmarkt sinkt um 7%. Grund für diese Schwankung ist maßgeblich die von Großbestellungen abhängige und somit naturgemäß volatile Schienenfahrzeugsparte. Nach wie vor ist das Fahrzeuggeschäft mit 10,4 Milliarden Euro das stärkste Segment der Bahnindustrie. Der Umsatz im Export von Schienenfahrzeugen und -ausrüstung steigt um 35%, während zugleich der Umsatz im Inland um 15% zurückgeht. Auch der Auftragseingang verzeichnet mit 21,5 Milliarden Euro einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 57 Prozent und wächst somit auf ein historisches Hoch. Obgleich der erfreulichen Zahlen sowie der vollen Auftragsbücher darf man den Umsatz nicht mit dem Ertrag verwechseln. Die anhaltende Inflation und Energiepreise belasten die Industrie nach wie vor. 2.3 Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 konnte die ROBEL-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 169 MEUR verzeichnen, was einem Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von +7% entspricht. Unter Einbeziehung der Bestandsveränderungen und aktivierter Eigenleistungen ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung der Gesamtleistung von +11,93%. Der Auftragseingang des Konzerns betrug im Geschäftsjahr 230.309 TEUR. Erwähnenswert ist, dass die ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH bei zwei Unternehmen Folgeprojekte gewinnen konnten. 2.3.2 Produktion Neben dem Bau eigener Fahrzeuge konnte der Produktionsstandort Freilassing im Berichtsjahr mit der Komponentenfertigung und der Montage kompletter Maschinen für Plasser & Theurer eine zufriedenstellende Auslastung erzielen. Dennoch haben massive Lieferschwierigkeiten von Lieferanten zu Verschiebungen im Produktionsplan, laufenden Anpassungen und erheblichem Mehraufwand in der Montage in Freilassing geführt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Vorfertigung deutlich reduziert und konzentriert sich auf die Kernkompetenz des Schweißens komplexer Baugruppen wie Pflügen, Kehranlagen oder Förderbänder. In 2023 wurden im Prototypenbau vorwiegend ähnliche Schotterpflüge gebaut, woraufhin Optimierungsmaßnahmen durchgeführt werden konnten. Dies wirkt sich positiv auf die Durchlaufzeit der derzeit im Bau befindlichen Maschinen aus. An den Standorten München und Leverkusen Opladen wurde der Ausbau des Dienstleistungsbereichs weiterhin vorangetrieben. Die Auslastung in den Geschäftsfeldern Ersatzteil Service war weiterhin konstant, was sich in den Umsatzerlösen wiederspiegelt. Die Auslastung des Geschäftsfeldes Kunden-Service P&T war in den Sommermonaten höher als üblich, in den Wintermonaten wurde durch Unterstützung von Großprojekten in Opladen Vollauslastung erreicht. Auch das Geschäftsfeld Maschinen-Service Freilassing konnte in den Wintermonaten und im Frühjahr auf Grund von Revisions- und Retrofitaufträgen saisonal eine hohe Auslastung verzeichnen. Mit 109 ausgelieferten Stopfaggregaten und den zusätzlich überholten Bauteilen war die Werkstatt gut ausgelastet. In Breisach erfolgten die Entwicklung und Produktion von Gleismess-Systemen und Elektromotoren. Für den gesamten Bereich Montage Messgeräte und Inspektion sind alle Abläufe vollständig digitalisiert worden. Dies soll für den Bereich Montage Antriebstechnik in 2024 umgesetzt werden. Aufgrund der guten Auftragslage konnte die Gruppe das ganze Jahr über eine gute Auslastung erzielen. Auch im nächsten Jahr wird aufgrund der hohen Auftragseingänge konzernweit mit einer durchgängigen Auslastung gerechnet. 2.3.3 Beschaffung Im Jahr 2023 wurde eine Normalisierung in der Rohstoffbeschaffung festgestellt. Die massiven Teuerungs- und Verknappungs-Effekte der Vorjahre aus Covid-Krise, Supply-Chain Krise (Suez/Evergreen) und dem Ukraine-Konflikt waren nur noch bedingt zu beobachten. Die wesentlichen Metall-Indizes für den Maschinenbau haben sich im Vergleich zu 2022 deutlich reduziert und auf hohem Niveau stabilisiert. Dennoch befinden sich die Unternehmen derzeit in einem herausfordernden Marktumfeld, da die Kapazitätsauslastung einzelner Lieferanten sehr hoch und deren Liefertreue sehr unzuverlässig ist. Für den Standort Freilassing ist unternehmensübergreifend die Modernisierung und Zentralisierung des Lager- und Logistikkonzeptes inklusive Ersatzbau der Hauptlagerhalle von hoher Relevanz. Um weiterhin die Kontrolle über die Lieferketten zu behalten, wurde in Breisach die europaweite Rohstoffbeschaffung fortgeführt. Die ausländischen Vertriebsgesellschaften sind weiterhin mit angemessenen Lagerbeständen ausgestattet, um ohne Verzögerungen durch lange Lieferzeiten auf Kundenanfragen reagieren zu können. Durch langfristige Verträge, Rahmenvereinbarungen, intensive Marktbeobachtung und enge Begleitung der Lieferanten ist es größtenteils gelungen, die Auswirkungen von möglichen Preissteigerungen und längeren Lieferzeiten in Grenzen zu halten. 2.3.4 Investitionen In Summe beliefen sich die Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen in 2023 auf ein Volumen von 12.792 TEUR, was im Wesentlichen Ersatzinvestitionen in den Bereichen technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleistete Anzahlungen betraf. Den Investitionen bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen standen im vergangenen Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von 5.427 TEUR gegenüber. 2.3.5 Personal- und Sozialbereich Die Personalkapazität der ROBEL-Gruppe verzeichnete im Jahresdurchschnitt mit 913 MitarbeiterInnen (einschließlich Geschäftsführer und Auszubildende) einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2022: 848 MitarbeiterInnen). Einen wesentlichen Eckpfeiler der Personalpolitik stellen die Aktivitäten als Ausbildungsbetrieb an den Standorten Freilassing, München, Leverkusen-Opladen und Breisach dar. Im Jahr 2023 profitierten insgesamt 38 Jugendliche von einer Qualifikation in 6 unterschiedlichen Lehrberufen im kaufmännischen und gewerblichen Bereich. Das Thema Personalentwicklung wird durch fachspezifische Schulungen und individuelle Fortbildungen, wie einem mehrtätigen Führungskräfteentwicklungsprogramm oder Sprachkurse für ganze Unternehmensbereiche, weiter vorangetrieben. Trotz dieser Maßnahmen ist der Fachkräftemangel in nahezu allen Bereichen deutlich zu spüren. Der Konzern legt aktuell starkes Augenmerk darauf, das Recruiting an das sich verändernde Bewerberverhalten anzupassen, da vor allem Soziale Medien eine immer größere Rolle spielen. Parallel wird auch die Zusammenarbeit mit Dienstleistern ausgebaut um den Personalbedarf zur erfolgreichen Abwicklung von Projekten decken zu können. Mit dem nachhaltigen Image der Bahnbranche ist jedoch ein gewisser Wettbewerbsvorteil im Rennen um die Bewerber erkennbar. Die Einführung eines transparenten Entgeltsystems im Mai 2024 wird einen weiteren Beitrag zu einer fairen und leistungsgerechten Entlohnung leisten und damit die Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Im Laufe des Jahres 2024 launcht die ROBEL-Gruppe eine gemeinsame neue Karriereseite für alle deutschen Standorte um auch die technischen Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Recruiting zu optimieren. Der Fokus liegt hierbei neben der Anpassung auf ein geändertes Nutzer- und Bewerberverhalten auch auf der umfangreichen Automatisierung des Bewerbermanagements. Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 62.653 TEUR (einschließlich Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 12.142 TEUR). 2.3.6 Umwelt Die ROBEL-Gruppe nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung für den Umweltschutz durch den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, durch energieeffiziente Prozesse sowie durch Produktinnovation unter Berücksichtigung moderner, umweltverträglicher Technologien in weiten Bereichen deutlich über den gesetzlichen und kommunalen Standards wahr. Die Unternehmen setzen vermehrt auf erneuerbare Energien. So wird beispielsweise der Standort Leverkusen mit Erdwärme und Wärmepumpen versorgt. Zur konsequenten Nutzung der Sonnenenergie sind an mehreren Standorten Photovoltaikanlagen in Planung. In Breisach erfolgt die gesamte Heizung der Immobilie über Wärmepumpen. Für einen grünen Fußabdruck am Gleis läuft die ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH zu 100% auf zertifiziertem Ökostrom und verwendet Hackschnitzel zur Gebäudebeheizung. Die erhaltenen Zertifizierungen der ROBEL-Gruppe in 2023 sind in der nachfolgenden Tabelle zu finden:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es keinen umweltrelevanten Vorfall gegeben. 2.3.7 Forschung und Entwicklung Die im März 2022 neu gegründete ROBEL Rail Automation GmbH betreibt die Forschung im Bereich Robotik und entwickelt diese weiter zu Standardlösungen zur Automatisierung manueller Gleisinstandhaltungsarbeiten. Im Bereich der Messtechnik schreitet die Digitalisierung voran und verlangt nach Lösungen für eine engere Vernetzung zwischen Lieferanten und Kunden, welche durch ständige Weiterentwicklung und Anpassung an aktuelle Kundenanforderungen vorangetrieben werden. Im Rahmen des Innovationsmanagements werden Rechte an geistigem Eigentum über das Patent-, Schutzrecht- und Lizenzwesen gesteuert. Der Schutz vor Abfluss von konzerneigenem Know-how besitzt oberste Priorität und wird über die Fortführung einer Null-Toleranzpolitik gestützt. Die Ausrichtung der ROBEL Rail Automation GmbH wurde im vierten Quartal 2023 an die Bedürfnisse des Marktes angepasst und das Leistungsportfolio neu konzipiert. Diese Neuausrichtung wird engmaschig beobachtet und stufenweise beurteilt. 2.3.8 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die ROBEL Holding GmbH hält seit 09.08.2023 Anteile in Höhe von 24,7% an der Chiemgauer Lokalbahn GmbH & Co. KG. Der optimierte Zugriff auf die 18 km lange Teststrecke erlaubt allen Business Units der Gruppe, Maschinen vor der Kundenabnahme auf Herz und Nieren zu prüfen. Herr Tobias Scharbert, Leiter Prüffeld & Inbetriebnahme der ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH, übernimmt die Position des Geschäftsführers. Des Weiteren hat die ROBEL-Gruppe mit Wirkung zum 01.07.2023 weitere Anteile in Höhe von 4,9% der Schweerbau International GmbH & Co. KG übernommen. Die Business Unit Systeme & Fahrzeuge ist ab dem Jahr 2023 unter der neuen Gesamtleitung durch Herrn Robert Gratz, welcher bei der ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH bisher für das Projektmanagement zuständig war, vertreten. Das Produktportfolio wächst weiterhin ununterbrochen in allen Business Units und darüber hinaus auch in den Firmen der ROBEL-Gruppe. Diese Entwicklung wird mit den Themen Fräsen/Schienenbearbeitung, Robotik/Automatisierung und vielen anderen sehr zukunftsorientierten Ideen weiterhin verfolgt. Im September 2023 konnten sich rund 600 Besucher aus aller Welt auf der Leistungsschau am Standort Freilassing selbst ein Bild der umfangreichen Produktpalette und der kundenorientierten Lösungen der ROBEL-Gruppe machen. 3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 sind die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen um 6.502 TEUR gestiegen. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des immateriellen sowie des Sachanlagevermögens betrugen 5.427 TEUR und auf das Umlaufvermögen 90 TEUR. Das Vorratsvermögen stieg im Berichtsjahr um 20.841 TEUR, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 3.329 TEUR. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 4.069 TEUR auf 19.984 TEUR angestiegen. Bei einem Konzernergebnis von 3.165 TEUR hat sich das Eigenkapital um 2.936 TEUR auf 123.683 TEUR erhöht. Bei einer Bilanzsumme von 230.802 TEUR beträgt die Eigenkapitalquote 53,59%. Die Rückstellungen haben sich um 6.061 TEUR erhöht. Diese Veränderung resultiert insbesondere aus dem Zuwachs der sonstigen Personalrückstellungen, der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie den zurückgestellten Konventionalstrafen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.899 TEUR, die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 384 TEUR. 3.2 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Vorjahr -16.116 TEUR, im Berichtszeitraum erhöhte sich dieser auf 11.952 TEUR. Diese Erhöhung resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Rückstellungen sowie den Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Die Veränderung im Vorjahr war begründet durch die Erhöhung der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -12.423 TEUR. Hier wirkten sich die Investitionen im Sachanlagevermögen deutlich aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist im Jahr 2023 einen in Vergleich zum Vorjahr verringerten Wert in Höhe von 4.622 TEUR (2022: 6.171 TEUR) aus. Diese Veränderung resultiert zum einen aus dem Mittelzufluss aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie zum anderen aus der deutlich erhöhten Tilgung von Verbindlichkeiten. Das Finanzmanagement der ROBEL-Gruppe ist betreffend Strategiefestlegung, Richtlinienkompetenz und Zielvereinbarung zentral ausgerichtet. Eine adäquate Absicherung in punkto finanzwirtschaftlichem Risikomanagement wie Liquiditäts-, Bonitäts- sowie Zahlungsstromschwankungsrisiken wird an den Standorten umgesetzt. Belastbare Zahlungssicherungsmodelle und ein klar strukturiertes Forderungsmanagement minimieren die Ausfallrisiken der Forderungen. Die zunehmende Internationalisierung führt zu einer Ausweitung der Fremdwährungsumsätze. Im Rahmen der Finanzplanung werden mögliche Währungsrisiken bewertet und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen geprüft. 3.3 Ertragslage Im Geschäftsjahr erzielte die ROBEL-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 169.129 TEUR und lag damit 7,0% über dem Vorjahreswert (2022: 158.044 TEUR). Die Gesamtleistung stieg aufgrund der Erhöhung der Umsatzerlöse, der Bestandsveränderung sowie der aktivierten Eigenleistungen im Geschäftsjahr um 11,93% auf 185.099 TEUR (2022: 165.369 TEUR). Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Jahr 2023 auf 7.663 TEUR (2022: 3.886 TEUR), die EBIT-Rendite von 2,4% auf 4,14%. Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 6.806 TEUR. Grund hierfür waren die gestiegene Mitarbeiteranzahl, eine tarifliche Lohnerhöhung sowie die Zahlung von Inflationsausgleichsprämien. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen verminderten sich geringfügig. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5.501 TEUR. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Aufwand für Zeitarbeitskräfte, der Zuführung zu Rückstellungen, erhöhtem Provisionsaufwand sowie gestiegenen Energiekosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.206 TEUR (2022: 3.237 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis, welches im Vergleich zum Vorjahr um 844 TEUR gesunken ist, setzt sich im Wesentlichen aus dem um 456 TEUR erhöhten Zinsaufwand, dem anteiligen Jahresfehlbetrag eines assoziierten Unternehmens sowie der planmäßigen Abschreibung des erworbenen Firmenwertes zusammen. Das Konzernjahresergebnis liegt über dem des Vorjahres. Dies resultiert überwiegend aus den oben genannten Veränderungen. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen kann der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 3.165 TEUR (2022: Jahresüberschuss 116 TEUR) als insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis gewertet werden. Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt dabei ein Jahresüberschuss von 124 TEUR (2022: 114 TEUR). Die ROBEL-Gruppe verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 über einen soliden Auftragsbestand, der eine Grundauslastung der Produktionskapazitäten bis Ende des Jahres 2024 gewährleistet. Die Geschäftsleitung beurteilt die Lage und die Entwicklung der ROBEL-Gruppe insgesamt als zufriedenstellend. Die im Vorjahr getroffene Prognose einer Umsatzerhöhung hat sich bestätigt, die der Reduzierung von Ergebnis und Umsatzrendite konnte entgegengewirkt werden. Aufgrund der oben genannten Faktoren konnte im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich besseres Ergebnis erreicht werden. 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Chancen- und Risikomanagement Die Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements werden von der Geschäftsleitung vorgegeben und konzernweit umgesetzt. Durch einen internen, wiederkehrenden Prozess und der IRIS-Zertifizierung ist ein strategischer Planungsprozess implementiert, dessen Hauptzielrichtung es ist, die Chancen und Risiken der Geschäftsmodelle des ROBEL-Konzerns im Fokus zu haben, entsprechende Maßnahmen auch mittel- und langfristig zu planen und mit einer Wirkungskontrolle umzusetzen. In 2023 wurde dies erstmalig durch die Zertifizierung in Form eines integrierten Managementsystems bestätigt. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren Steuerung ist ein wesentliches Element der Unternehmensführung. 4.2 Umfeld- und Branchenrisiken Die Branche der Einzel- und Sondermaschinenbauern unterliegt naturgemäß höheren Risiken im Entwicklungsbereich, in welche sich der ROBEL-Konzern eingliedert. Aufgrund der geringen skalier Fähigkeit im Projektgeschäft und den daraus resultierenden relativ hohen Anteil an Entwicklungsleistungen, welche im Voraus schwer abschätzbar sind, stellen Mehraufwendungen ein permanentes Risiko dar. Diesem Risiko wird mit Maßnahmen zur Standardisierung und Modularisierung begegnet. Der Geschäftsführung ist bewusst, dass durch Einzel- und Sonderfertigungen bei jedem Auftrag ein erneutes, nur bedingt kalkulierbares Entwicklungs- und Fertigungsrisiko besteht. Ein Großteil der Kunden des Konzerns sind Auftragnehmer der Deutschen Bahn und daher sehr stark von deren Investitionen und Bauvorhaben abhängig. Obwohl aktuell ein hoher Nachholbedarf in der Gleisinfrastruktur herrscht, dauert es sehr lange, bis diese Projekte bei unseren Kunden eingehen. Nicht zu vernachlässigen ist darüber hinaus die aktuelle Haushaltspolitik, welche zu Einschränkungen beim Investitionsbudget der Deutschen Bahn führen kann. Eine weitere nicht unbedeutende Unsicherheit ist es, die entsprechenden Fachkräfte vorzuhalten oder aufzunehmen. Der demographische Wandel erfordert zunehmend Systeme, die weitestgehend "intelligent" sind, bis hin zur vollständigen Autonomie. Des Weiteren schreitet der stark zunehmende Wandel von Verbrennungsantrieben hin zu elektrischen Antrieben weiter voran. Die Wettbewerbsfähigkeit ist durch die Inflation und Lohnsteigerungen außerhalb Europas gesunken. Mit ihrem hohen Export-Anteil ist vor allem die ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH auf stabile Handelsbeziehungen angewiesen. Weltweite Einkaufsaktivitäten werden ausgebaut, um die gesunkene Wettbewerbsfähigkeit auszugleichen. Ferner ist die Abhängigkeit von Zulieferern von Komponenten gestiegen, deren Lieferzeiten in den vergangenen Jahren gestiegen und zum Teil trotzdem nicht verlässlich sind. 4.3 Unternehmensspezifische Risiken Aufgrund der weltweiten Kundenstruktur unterliegt der Konzern von Land zu Land abweichenden gesetzlichen Bestimmungen. Die Ergebnisse einzelner Aufträge werden insbesondere durch die Menge an Dokumentationsaufwänden und schwer kalkulierbare in- und ausländische Zulassungsverfahren beeinflusst. Die Zulassungsbedingungen sind in beinahe allen Märkten als innovationsfeindlich anzusehen. Besonders im Segment der schienengebundenen Fahrzeuge stellen langwierige Vergabeverfahren, kostenintensive Zulassungs- und Zertifizierungsprozesse ein zunehmendes Hemmnis dar. Hohe Vergabevolumina und detaillierte kundenseitige Anforderungen steigern die Risiken des Projektgeschäfts. Dennoch sehen wir große Chancen darin, dass der Konzern mit den neuen Geschäftsfeldern Schienenbearbeitung und Automatisierung in Kombination mit etablierten Lösungen das Produktportfolio erweitern und neue Märkte erschließen kann. Das Geschäftsfeld der Business Unit Systeme & Fahrzeuge hat sich auch im Jahr 2023 wieder als sehr risikoreich, aber auch chancenträchtig gezeigt. Die Maßnahmen in der Projektauswahl, des Risikomanagements und des Projektcontrollings werden weiterhin verfolgt. Im Bereich Maschinen und Werkzeuge bestehen, aufgrund geringerer Markteintrittsbarrieren, die größten Herausforderungen in der zunehmenden Konkurrenz durch Nischenanbieter und Nachbauten. Mit Neu- und Weiterentwicklungen sowie der Durchsetzung von Marken- und Schutzrechten wird diesem Risiko gegengesteuert. Mit eigenen Vertriebsniederlassungen und engerer Kundenbindung werden weitere Wachstumschancen, vor allem im internationalen Wettbewerb, gesehen. Die bestehende Planungsunsicherheit hinsichtlich des Standorts München durch Anordnung eines bis 2029 durchzuführenden Rückbaus im Bereich des Werkstattgebäudes erfordert Überlegungen hinsichtlich der künftigen räumlichen Ausrichtung des gesamten Bereichs Customer Service. Mit der Zusammenlegung der Service-Einheiten wurden die Weichen bereits gestellt. Die strategische Entscheidung für ein erweitertes Austauschlager der Plasser Robel Services GmbH (u.a. Bremsbauteile, Stopfaggregate, etc.) kann sich hinsichtlich des Wettbewerbes als besonders vorteilhaft erweisen. Mit einer deutlichen Reduzierung des Lagerbestandes kann jedoch erst begonnen werden, wenn das EDIC-Lager im Stande ist, die Kunden nachhaltig innerhalb angemessener Frist zu beliefern. Potenzielle Produktions- und Gewährleistungsrisiken, vor allem aus Großprojekten, werden, soweit möglich, bereits in der Ausschreibungs- bzw. Angebotsphase identifiziert und in einem Anforderungsmanagement abgebildet. Bereits eingetretene Risiken wurden in dem erkannten Umfang im vorliegenden Konzernabschluss angemessen berücksichtigt. 4.4 Personalrisiken Der Arbeitsmarkt verfügt nicht mehr über ausreichend Mitarbeiter für bestimmte Qualifikationen. Hier ist vor allem die eigene Ausbildung, Um- und Weiterqualifizierung gefragt. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt darin, als Arbeitgeber noch attraktiver zu werden und sich andererseits im Recruiting an das sich verändernde Bewerberverhalten anzupassen. MitarbeiterInnen in der richtigen Anzahl mit der notwendigen Qualifikation, Erfahrung und nicht zuletzt auch Motivation sind der Grundstein, um als Unternehmen erfolgreich sein zu können. Die größte Chance ist es, sich als Unternehmen von der Masse abzuheben und als attraktiver Arbeitgeber eine der ersten Anlaufstellen für wechselbereite KandidatInnen und BerufseinsteigerInnen zu sein. "Hygienefaktoren" wie Entgelt, Sozialleistungen, eine gute Work-Life-Balance, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etc. zählen heute zu den Grundvoraussetzungen eines attraktiven Arbeitgebers. Eine wirkliche Abgrenzung ist nur über andere Themen möglich. Klimabewusstsein rückt in der öffentlichen Wahrnehmung immer stärker in den Fokus. Die SchülerInnen von heute sind die MitarbeiterInnen von morgen. Hier trifft der ROBEL-Konzern mit einer nachhaltigen Branche den Zeitgeist. 4.5 IT-Risiken Der Erfolg des Konzerns ist maßgeblich von ihrer leistungsfähigen Informationstechnologie (IT) abhängig. Durch stetige Vernetzung der ROBEL-Gruppe entstehen sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Synergieeffekte. Dies führt zu besseren Kollaborationsmöglichkeiten innerhalb der ROBEL-Gruppe, wodurch Intercompany Prozesse deutlich optimiert werden. Durch stetige Vernetzung der Unternehmen innerhalb des Konzerns besteht des Weiteren die Möglichkeit, ausgewählte ROBEL Gesellschaften auf ein einheitliches, zentralisiertes ERP-System zu migrieren, um hier einen deutlichen monetären Mehrwert in Bezug auf Lizenzen, Knowhow und Security zu schaffen. Einhergehend mit den oben angeführten Chancen birgt dies auch entsprechende Risiken. Da es sich bei den Gesellschaften innerhalb des Konzerns um produzierende Unternehmen handelt, ist eine längere Betriebsunterbrechung aufgrund von Ausfällen des ERP-Systems zu verhindern. Des Weiteren werden fortlaufend neue Angriffsmethoden wie Ransomware und Phishing entwickelt, um sensible Daten zu stehlen oder Systeme zu infiltrieren. Diese Methoden werden durch Kl immer weiterentwickelt und erschweren es dem menschlichen Mitarbeiter, eine gefälschte Information zu erkennen. 4.6 Finanzwirtschaftliche Risiken Die Versorgungssicherheit sowie die Preisgestaltung rücken fortdauernd mehr in den Vordergrund. Um dem Risiko von Preissteigerungen während langer Projektlaufzeiten vorzubeugen, werden mit den Kunden Preisgleitklauseln verhandelt. Weitere wesentliche Herausforderungen bestehen unter anderem darin, ausreichend Mittel zur Vorfinanzierung langfristiger Projektabwicklungen sicherzustellen sowie die zunehmende Absicherung von Finanzierungen durch Bürgschaften oder Garantien zu gewährleisten. Eine fortlaufende Finanz- und Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von 12 Monaten sowie ein ausgebauter Informationsfluss innerhalb des Konzerns sind wesentliche Kriterien für ein erfolgreiches Cash Management der Gruppe. Möglichen Forderungsausfällen werden durch Bonitätsprüfungen sowie laufende Überwachung im Debitorenbereich begegnet. Aval-Linien sind ausreichend vorhanden. Mögliche Währungskursrisiken können mit Devisentermingeschäften abgesichert werden. Zentrales Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist nach wie vor der Ausbau der finanziellen Unabhängigkeit. Für alle Organisationseinheiten gilt, dass in Zeiten weitreichender Investitionen das Cashflow-Management straff und verbindlich einzuhalten ist. Dem Liquiditätsrisiko wird auch für die kommenden Jahre besondere Bedeutung zugemessen. 4.7 Sonstige Risiken Risiken für die ROBEL-Gruppe bestehen schließlich in der Erfüllung von neuen und zunehmend verschärften Umweltstandards nicht nur für ihre Produkte, sondern auch im Produktionsbereich. Es ist daher für die Gruppe eine finanzielle wie technische Herausforderung, aber auch ein Anliegen, diese Standards mindestens zu erfüllen oder gar zu übertreffen. Im Beschaffungsprozess erweist sich die Übertragung von Verpflichtungen aus kundenseitigen Vertragsverhältnissen auf die wichtigsten Sublieferanten vor allem im Projektbereich als Herausforderung und ist je nach Marktmacht und Wettbewerbssituation des Verhandlungspartners nur eingeschränkt umsetzbar. Das Management der von Zulieferern verursachten zeitlichen und qualitativen Abweichungen, deren Auswirkungen auf die Termintreue und folglich der Ertragssituation der Lieferverträge der Gruppe werden auch zukünftig ein wichtiges Thema bleiben. Die sich mehrenden Konflikte auf internationaler Ebene erweisen sich darüber hinaus ebenfalls als große Herausforderung. Die durch den Israel-Hamas Konflikt aufkommenden Angriffe auf Containerschiffe im Roten Meer durch Huthi-Rebellen verursachten bereits im Januar 2024 stark steigende Frachtkosten und Lieferverzögerungen aufgrund von Umschiffungen des Suez-Kanals. Ebenso ist die bilaterale Beziehung zwischen Deutschland und China zuletzt deutlich abgekühlt, die Auswirkungen daraus können zum Risiko sowohl in der Beschaffung als auch als Absatzmarkt werden. Die größte Chance darin liegt in der Selektion der Beschaffungsregion mit dem Ziel, hochinflationären sowie hochrisikoreichen Regionen, wo möglich, auszuweichen. Abhängig von der nationalen Umsetzung von Zollabkommen oder anderen handelspolitischen Barrieren kann auch im Nearshoring im EU-Raum eine Chance zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit liegen. 4.8 Gesamtbetrachtung der Risikolage Die oben dargestellten Risiken bestehen im Rahmen des üblichen Tätigkeitsumfanges des Konzerns. Der Chancen- und Risikobericht berücksichtigt die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bekannten Chancen und Risiken. Weder aus einzelnen noch aus der Kombination verschiedener Risiken ergibt sich derzeit eine Bestandsgefahr für den Konzern. Die erwähnten Chancen stellen für die ROBEL-Gruppe Potenziale und gleichzeitig Herausforderungen dar. Wir sind bestrebt, die jeweiligen Zielsetzungen und Planungen zu erreichen oder zu übertreffen. 5 Prognosebericht 5.1 Weltwirtschaft Für das Jahr 2024 geht der Internationale Währungsfonds von einem globalen Wachstum von 3,1% aus, das 0,2 Prozentpunkte über dem im Oktober 2023 prognostizierten Wachstum liegt. Im Jahr 2025 wird es sich voraussichtlich bei 3,2% einpendeln. Auf der einen Seite ist diese Prognose auf die unerwartet robuste Entwicklung in den Vereinigten Staaten und mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern und auf der anderen Seite auf die fiskalische Unterstützung in China zurückzuführen. Es wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation im Jahr 2024 auf 5,8 Prozent und im Jahr 2025 auf 4,4 Prozent fallen wird. Die Prognosen beruhen auf einer Reihe von Annahmen und die Gründe für den Rückgang der Inflation sind von Land zu Land unterschiedlich. Im Allgemeinen spiegelt sich jedoch eine niedrigere Kerninflation wider, die auf eine nach wie vor restriktiven Geldpolitik, eine damit verbundene Abschwächung auf den Arbeitsmärkten sowie auf Rückgänge der Energiepreise zurückzuführen ist. Die Leitzinsen der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank und der Bank of England sollen voraussichtlich bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2024 auf dem derzeitigen Niveau bleiben, bevor sie allmählich sinken. Das Wachstum des Welthandels wird für 2024 auf 3,3 Prozent und für 2025 auf 3,6 Prozent prognostiziert und liegt damit unter seinem historischen Durchschnittswert von 4,9 Prozent. Die zunehmenden Handelsverzerrungen werden den Welthandel voraussichtlich weiter belasten. Diesen Schätzungen liegen einer Reihe von Annahmen zugrunde, unter anderem die Preissenkung für Brennstoffe und andere Rohstoffe in den Jahren 2024 und 2025 sowie der Rückgang der Zinssätze in den wichtigsten Volkswirtschaften. Die Ölpreise werden im Jahresdurchschnitt 2024 voraussichtlich um etwa 2,3 Prozent sinken, während die Preise für andere Rohstoffe um 0,9 Prozent fallen dürften. In den Vereinigten Staaten wird das Wachstum voraussichtlich auf 2,1 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 zurückgehen, wobei die verzögerten Auswirkungen der geldpolitischen Straffung und der Aufweichung der Arbeitsmärkte die Gesamtnachfrage bremsen. Das Wachstum im Euroraum wird sich den Projektionen zufolge von seiner niedrigen Rate von schätzungsweise 0,5 % im Jahr 2023, die auf die relativ hohe Belastung durch den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist, auf 0,9 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 erholen. Es wird erwartet, dass der Aufschwung durch einen stärkeren Verbrauch der privaten Haushalte vorangetrieben wird, da die Auswirkungen des Schocks bei den Energiepreisen nachlassen und die Inflation sinkt. 5.2 Prognostizierte Entwicklung der Branche Unverändert ist das System Bahn ein fest verankerter, konstanter Player und gilt als unverzichtbar, nachhaltig und sicher, um dem steigenden Mobilitätsbedürfnis der Weltbevölkerung und dem weltweiten Gütertransport gerecht zu werden. Die Krisensicherheit der Branche erlaubt nachhaltiges Agieren, erhebliche Investitionen in Infrastruktur- und Bahnsteuerungssysteme werden trotz steigender nationaler Verschuldungsquoten unvermindert getätigt. Weltweit gibt es eine politisch gewollte Fokussierung auf die Erweiterung der Bahninfrastrukturen. Gleichzeitig wird der Bestand modernisiert bzw. saniert. Die größte Chance ist die Zukunftsaussicht des Systems Bahn, die in beinahe allen Märkten weltweit große Investitionen durch die öffentliche Hand und private Infrastrukturunternehmen nach sich ziehen. Dieser weltweite Ausbau und die Instandhaltung der Infrastrukturen benötigen immer mehr Investitionen in vor allem auch emissionsfreie oder -arme Maschinensysteme, was sich in den Angebotsprojekt-Potentialen widerspiegelt. 5.3 Geschäftsverlauf und Lage ROBEL Bahnbaumaschinen ist durch die Aufstellung nach selbständig agierenden Business Units auf einem sehr guten, kundenorientierten Weg entlang der jeweiligen Wertschöpfungsketten. Die Diversifizierung des Angebots und Portfolios sowie der Ausbau des internationalen Vertriebsnetzes birgt hier einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. In einer Branche, in der Betriebsunterbrechungen wegen einer defekten Gleisbaumaschine oft heikel sind, stellt die schnelle und effiziente Reparatur von Komponenten einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar. Die Plasser Robel Services GmbH wird in den kommenden Jahren weiter wachsen und ihre Position am Markt deutlich ausbauen. In allen Geschäftsfeldern ist noch Potential vorhanden, welches durch einen aktiven Vertrieb und eine schnellere Abarbeitung von Aufträgen zu einem Ergebniswachstum führen wird. Vogel & Plötscher wird sich weiterhin auf handgeführte Messegeräte und -systeme mit Geschwindigkeiten bis 20 km/h konzentrieren. Berührungslose Messsysteme für den Einsatz in selbstfahrenden Einheiten oder zum Einbau in Arbeitsmaschinen sowie der Bedarf nach RSCM-Systemen zur Erkennung von Schienenfehlern wird auch in Zukunft von zunehmender Bedeutung sein. Mit dem Ziel, mittelfristig eine Business Unit für Schienenbearbeitung mit eigenständigem Portfolio entstehen zu lassen, gilt es, auf Beteiligungsebene zur Absicherung der Investition in die Schweerbau International GmbH & Co.KG die Ausrichtung des Unternehmens als zukünftiger Technologiehub für dieses Gebiet konsequent voranzutreiben. Aufgrund des demographischen Wandels, insbesondere in Europa, gibt es Anzeichen, erforderliche Infrastrukturprozesse der Bahninfrastruktur zunehmend zu automatisieren. Die ROBEL Gruppe übernimmt in diesem Segment mit der ROBEL Rail Automation GmbH eine Vorreiterrolle. Die proaktive Ausrichtung des ROBEL Gruppenportfolios auf wesentliche Zukunftsthemen wie Dekarbonisierung, der vorstehend ausgeführten Reaktion auf den demographischen Wandel und Digitalisierung sichert den Wettbewerbsvorsprung ab. Die Positionierung der ROBEL-Gruppe erfolgt innerhalb ihrer abgestimmten Aktionsfelder im Plasser & Theurer Konzern und ihre bestehenden Business Units werden konsequent weiterentwickelt. Die Herausforderung besteht weiterhin in der pünktlichen Entwicklung und Lieferung bei Großmaschinen sowie der Gewährleistung der gewohnt hohen Qualität bei den ausgeführten Aufträgen. Für die Prognose der ROBEL-Gruppe orientieren wir uns an den oben genannten Erwartungen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie an der skizzierten Branchenentwicklung für das nächste Geschäftsjahr. Auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes rechnen wir mit einem leicht steigenden Umsatz, jedoch in Erwartung steigender Personalkosten mit einer Reduzierung des Ergebnisses. 5.4 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung Die Gesamte Gruppe wird sich im Jahr 2024 sehr stark auf die Konsolidierung und Stabilisierung aller Geschäftsfelder fokussieren und die Internationalisierung im Vertriebssystem und auch im Einkauf weiter ausbauen. Kundenzufriedenheit erreicht man durch Liefertreue, Qualität und Kosten, die man im Griff hat und es dem Kunden erlauben einen Nutzen durch Produkte und Dienstleistungen zu ziehen. Ungeachtet der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten befindet sich die ROBEL-Gruppe in einer zukunftsträchtigen, weitgehend krisensicheren Branche, die als Rückgrat der Mobilität eine systemkritsche Industrie darstellt. Das gilt im Speziellen für Wartung, Logistik und die Betriebsfähigkeit der Bahninfrastruktur. Durch das breite Produktportfolio für den Bereich Gleisbau können fast alle Anwendungsgebiete abgedeckt werden und aufgrund der Zugehörigkeit zur Plasser & Theurer Gruppe durch weltweite Marktzugänge global angeboten werden. 6 Sonstige Angaben 6.1 Unternehmensgegenstand und -struktur Unternehmensgegenstand des deutschen Teilkonzerns bilden auf dem Gebiet der Bahnbautechnik:
Zwischen der ROBEL Holding GmbH als Muttergesellschaft sowie der Plasser Robel Services GmbH, der ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH und der ROBEL Rail Automation GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge sowie steuerliche Organschaftsverhältnisse. Die operativ nicht tätige Holding ist, neben der einheitlichen Leitung und der Koordinierung der Geschäftsführungsaktivitäten aller Tochtergesellschaften im Interesse der Gruppe, für die Finanzierung der operativen Firmen und Verwaltungsaufgaben, sowie für die Abwicklung der steuerlichen Belange aufgrund der Organschaftsverhältnisse verantwortlich. Zur Liquiditätssteuerung seitens der Holding besteht partiell ein Cash-Pooling-System zwischen einigen Gesellschaften des Teilkonzerns. Zentraler Bestandteil des professionellen Handelns der ROBEL-Gruppe sind individuell implementierte Qualitätsmanagementsysteme. Die Basis des Qualitätsmanagementsystems bildet an den deutschen Standorten die Zertifizierung gemäß ISO 9001. Neben regelmäßigen internen Audits erfolgt gleichlautend die Qualifizierung durch Behörden, Dienstleistungsunternehmen und unabhängigen Zertifizierungsstellen. Hierunter fällt unter anderem die Akkreditierung und Qualifizierung als Lieferant gemäß nationaler und internationaler Standards. 6.2 Standorte und bestehende Zweigniederlassungen Die ROBEL-Gruppe unterhält im Berichtsjahr Niederlassungen an folgenden Standorten:
Freilassing, 08. April 2024 Thorsten Bode Wolfgang R. Fally BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ROBEL Holding GmbH, Freilassing: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ROBEL Holding GmbH, Freilassing, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ROBEL Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 08. April 2024 Nexia
GmbH
Zelger, Wirtschaftsprüfer Schön, Wirtschaftsprüfer Sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Teilkonzernabschluss wurde am 08. April 2024 festgestellt. Ergebnisverwendungsbeschluss:Der zum 31.12.2023 ausgewiesene Konzernjahresüberschuss von 3.165.194,60 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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