S.D.L. Süddeutsche Leasing AG

Donaustraße 1, 89275 Elchingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 14199
Eingetragen
4.5.2010
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen VermögensgüternTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Führen einer Leasinggesellschaft und einer Leasingagentur in Verbindung mit der Erbringung von Beratungsdienstleistungen für Finanzierung- und Leasingbereich, sowie Handel mit mobilen lnvestitionsgütern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christine Kröner
seit 23.11.2024
Vorstandsmitglied
Andreas Müller
seit 7.1.2015
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Joseph MüllerS.D.L. Süddeutsche Leasing GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.500.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

S.D.L. Süddeutsche Leasing AG

Elchingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Grund hierfür war ein krisengeprägtes Umfeld (Ukraine-Krieg) mit weiterhin hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstigere Finanzierungsbedingungen infolge gestiegener Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Dies brachte die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 zum Stoppen. Verglichen zu 2019, dem Jahr vor dem Beginn der Corona-Pandemie, lag das BIP 2023 jedoch um 0,7 % höher.

Den Veröffentlichungen des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) zufolge stieg das Neugeschäftsvolumen im Bereich Leasing/Mietkauf im Jahre 2023 um herausragende 22,4 %. Laut dem BDL finanzierten Leasing-Gesellschaften in Deutschland im Jahr 2023 Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment, Immobilien und in andere Wirtschaftsgüter in Höhe von insgesamt EUR 85,6 Milliarden nach nur EUR 69,9 Milliarden im Vorjahr. Das Mobilien-Leasing nahm hier mit einem Neugeschäftsvolumen von EUR 73,6 Mrd. (Vj. EUR 58,3 Mrd.) erneut eine dominante Rolle ein, gefolgt von EUR 11,4 Mrd. (Vj. EUR 10,5 Mrd.) für Mietkauf und EUR 0,6 Mrd. (Vj. EUR 1,1 Mrd.) für Immobilien-Leasing. Damit war das Jahr 2023 - gemessen am Neugeschäftsvolumen - das beste Geschäftsjahr in der BDL-Geschichte, muss aber durch Nachholeffekte der Vorkrisenjahre relativiert werden. Für 2024 ist folglich in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld (neben dem weiter wütenden Ukraine-Krieg, nun auch noch der Gaza-Krieg und die zunehmenden Spannungen zwischen USA und China) von einem niedrigeren Neugeschäftsvolumen als im Rekordjahr 2023 auszugehen.

Im Jahr 2023 entfielen 63% des Neugeschäftsvolumens auf PKW, 12% auf Nutzfahrzeuge, 4% auf Luft,- Wasser- und Schienenfahrzeuge und 3% auf Fahrräder und E-Roller. Damit führt Transport mit einem Anteil von insg. 82% klar vor Produktionsmaschinen (7%), Baumaschinen (3%), IT-, Software und Cloud-Anwendungen (3%), sonstige Ausrüstungen (2%), Agrartechnik (1%), Medizintechnik (1%) und Immobilien (1%). Während aufgrund weitergehender politischer und gesellschaftlicher Anstrengungen, die Mobiliätswende zu schaffen, davon auszugehen ist, dass der Transportbereich auch beim Wachstum weiterhin führend sein dürfte und damit auch die Produktionsmaschinen, auf die diese Güter produziert werden, ist bei Immobilien und Baumaschinen, die diese erstellen eher von einem schwächeren Wachstum auszugehen. Größte Gewinner im Jahr 2023 waren mit einem Zuwachs von satten 297% die Luft-, Wasser-, und Schienenfahrzeuge, gefolgt von den sonstigen Ausrüstungen (+34%), den Fahrrädern und E-Rollern (+24%) sowie den PKWs und den Baumaschinen (jeweils +23%). Auch die Nutzfahrzeuge wiesen mit 14% ein starkes Wachstum auf, während Produktionsmaschinen mit 0% unverändert blieben und Leasinginvestitionen in Immobilien mit -49% stark einbrachen.

Strategische Ausrichtung

Gegenstand der Geschäftstätigkeit der S.D.L. Süddeutsche Leasing AG (SDL) ist weiterhin die Vermietung von beweglichen Wirtschaftsgütern, schwerpunktmäßig Maschinen und Anlagen, an die gewerbliche Wirtschaft. Vorrangig werden Leasingverträge (Teil- und Vollamortisationsverträge) für den deutschen Markt angeboten, Mietkaufverträge ergänzen das Produktportfolio der Gesellschaft. Dabei wird ein "Boutique-Ansatz" verfolgt, der dem Kunden gegen Gebühr eine vorgelagerte exklusive und unabhängige Finanzierungsberatung anbietet, die neben einer Projekt- und Objekt- auch eine umfangreiche Bonitätsanalyse umfasst. Die Zielgruppe der SDL sind mittelständische Unternehmen und Großkonzerne mit Jahresumsätzen zwischen EUR 10 Mio. bis EUR 5 Mrd. Es werden lediglich drei bis fünf Großprojekte pro Jahr mit einem Volumen von jeweils > EUR 10 Mio. pro Kunde und diverse kleinere Projekte unter EUR 10 Mio. so eingeplant, dass die vorhandene Kapazität voll ausgenutzt wird, aber jedes Projekt sorgfältig analysiert und umgesetzt sowie jeder Kunde zeitnah und persönlich betreut werden kann. Genau das macht den o.g. Boutique-Ansatz und damit den Wettbewerbsvorteil der SDL, der auf persönliche Kontakte und Weiterempfehlungen basiert, aus. Während kleinere Ticket-Größen in Eigenrisiko über Darlehenslinien refinanziert werden, erfolgt die Refinanzierung von Großprojekten überwiegend über regresslose Forderungskaufverträge mit Banken, so dass nur Veritätsrisiken bei der SDL verbleiben. Vereinzelt werden auch reine Vermittlungen an andere Leasinggesellschaften getätigt, so dass hier eine Provision an die SDL fließt und kein Risiko bei uns verbleibt.

Auf Wunsch Ihrer Kunden öffnet sich die SDL zunehmend dem sog. "Pay-per-Use"- Finanzierungsmodell, das eine sehr innovative Finanzierung darstellt, die dynamische Tilgungen nach Ausbringungsmenge ("Output") ermöglicht. Unter IFRS 15 in Verbindung mit IFRS 16 ist dies momentan die einzige Möglichkeit, auch weiterhin einen Off-Balance Ansatz zu gestalten. Hierfür kooperiert die SDL neben bekannten Wirtschaftsprüfern und Anwälten auf diesem Gebiet auch mit der cap-on GmbH, einer Plattform für die Anbindung und Analyse von Echtzeit-Maschinendaten über das sog. "Industral Internet of Things" ("IIoT"). Ferner wird mit einer weiteren Kooperation, der ClimateGrid GmbH, einem Spezialisten rund um die Themen "Environmental" (Umwelt), "Social" (Gesellschaft) und "Governance" (Unternehmensführung) - zusammen auch als "ESG" bezeichnet - an der Erstellung eines maschinenbasierten CO 2 -Fußabdrucks gearbeitet, um den Kunden über sein Rating einen Wettbewerbsvorteil bei Finanziers zu verschaffen. Gleichzeitig werden mit einer solchen Datenaufnahme bestimmte Investitionen im Rahmen der Europäischen Taxonomie-Verordnung als sogenannte "Green Finances" ("Grüne Finanzierungen") besonders förderwürdig. Hier beabsichtigt die SDL auch eng mit der Arbeitsgruppe "Nachhaltigkeit" des BDL und diversen Förderbanken zusammenzuarbeiten.

Neugeschäft/Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kann die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft trotz der Ausläufer des Pandemiegeschehens und des Krieges in der Ukraine als insgesamt zufriedenstellend bezeichnet werden.

Der Umsatz - bestehend aus Leasing- und Provisionserträgen - betrug EUR 3.997.086,01 (Vj. EUR 13.647.176,14). Der deutliche Rückgang zum Vorjahr ist - trotz Neugeschäft (vgl. Erhöhung der Substanzwertes weiter unten) - hauptsächlich auf das Ausbleiben größerer Vertragsausläufer, die hohe Nachgeschäftserlöse generieren, zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird wieder mit einem deutlich erhöhten Neugeschäft gerechnet.

Aufgrund der Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der o.g. cap-on Plattform, die im Gegenzug der SDL ein uneingeschränktes Nutzungsrecht erlaubt, beliefen sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf EUR 1.684.637,78 (Vj. EUR 2.408.775,40). Im Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsleitung erste Umsatzauswirkungen aus dem Pay-per-Use Projekt mit der cap-on GmbH auch bei der SDL. Ein erstes konkretes Umsetzungsprojekt mit einem Kunden wird aktuell endverhandelt und steht kurz vor dem Projektstart.

Insgesamt hat die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 370.629,61 (Vj. EUR 120.370,67) erzielt.

Vermögenslage/Substanzwertberechnung

Die Vermögenslage ist geprägt durch das Leasingvermögen und die Forderungen aus Leasing- und Mietkaufverträgen.

Der Aufbau der Substanzwertberechnung wird gemäß der Empfehlung des BDLs vorgenommen. Der Substanzwert der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Neugeschäft weiter erhöht. Per 31. Dezember 2023 beträgt der Substanzwert der Gesellschaft EUR 12.075.425,70 (Vj. EUR 10.549.469,70).

Alle Objektzugänge im Jahr 2023 wurden mit linearer AfA abgeschrieben.

Im Abschluss zum 31. Dezember 2023 wurde allen erkennbaren Risiken durch eine vorsichtige Bewertung Rechnung getragen. Die Forfaitierungen von Leasingverträgen erfolgt ausschließlich laufzeitkongruent, so dass keine Zinskonversionsrisiken bestehen. Außerbilanzielle Zinssicherungen waren deshalb nicht erforderlich.

Eigenmittel/ Fremde Mittel

Kreditlinien zur Refinanzierung in Eigenrisiko und regressloser Forfaitierung von Leasing- und Mietkaufverträgen standen im Berichtsjahr ausreichend zur Verfügung. Sämtliche kurz- und mittelfristigen Darlehen, auch die im Jahr 2023 neu aufgenommenen, sind zum Teil bereits wieder zurückgeführt. Es wurden keine weiteren nachrangigen Verbindlichkeiten aufgenommen. Die USt.-Vorfinanzierung wurde mit kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vorgenommen.

Für die Refinanzierung von Leasing- und Mietkaufgeschäften stehen weiterhin mehrere Refinanzierungsinstitute teilweise mit Darlehen und/oder unbegrenzten Refinanzierungslinien für die Forfaitierung von Leasing- und Mietkaufforderungen zur Verfügung, sofern die Struktur und die Bonität des zugrundeliegenden Einzelgeschäfts dem entsprechenden "Risikoappetit" des refinanzierenden Instituts entspricht.

Die Gesellschaft konnte ihren Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 stets nachkommen, hierfür stand zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Im Jahr 2023 konnten weitere Refinanzierungsinstitute hinzugewonnen werden. Dadurch blieb die Auswahl an Refinanzierungspartner für die Gesellschaft ausreichend diversifiziert. Die Kreditlinien sind im Bereich des regresslosen Forderungsverkaufs auf Landesbanken, Sparkassen, Privatbanken sowie Volks- und Raiffeisenbanken verteilt.

Am Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft auf Basis des Ertragspotentials aus dem aktuell bestehenden Leasinggeschäft über einen Substanzwert zum 31. Dezember 2023 von EUR 12.075.425,70.

Die Leasing- und Mietkaufobjekte, welche allesamt mittels regresslosen Forderungsverkaufs finanziert wurden, verteilen sich auf die einzelnen Objektgruppen wie folgt:

Objektgruppe Neugeschäft 2023 Gesamtbestand 31.12.2023
Maschinen / Anlagen 80 % 80 %
(Vorjahr 90 %) (Vorjahr 90 %)
Sonstige Investitionsgüter 20 % 20 %
(Vorjahr 10 %) (Vorjahr 10 %)

Aufbauend auf dem Eigenkapital und der dem Ertragspotential der Gesellschaft aus dem aktuellen Leasinggeschäft umfassenden Substanzwert, ist die Gesellschaft in dem weiter zu forcierenden Geschäft auf Eigenrisiko gut aufgestellt und weist ein sehr solides wirtschaftliches Eigenkapital (wEK) aus. Gemessen an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 entspricht die "harte" EK-Quote 17,58 % (Vj. 13,58 %). Rechnet man dieser das wEK hinzu, kommt die Gesellschaft auf ein wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 12.002.

Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft zusätzlich über freie Kontokorrentlinien von Euro 6 Mio.

Risikobericht

Die Risiken einer Leasinggesellschaft bestehen im Wesentlichen im Kredit- bzw. Adressenausfall-, im Marktpreis- bzw. Objekt- und Zinsänderungs- sowie im Liquiditäts- und operationellen Risiko. Aufgrund der überwiegenden Refinanzierung der Leasing- und Mietkaufforderungen mittels Forfaitierung (regressloser Forderungsverkauf), bestehen für die Gesellschaft weder wesentliche Adressenausfall-, noch Objekt- oder Zinsänderungsrisiken.

Zur Bewertung und Steuerung der Bonitätsrisiken wird ein Software-gestütztes Bonitätsanalyse-Tool sowie ein vertragsnahes Finanzbuchhaltungsprogramm verwendet. Durch die Einholung und laufende Überprüfung der relevanten Bonitätsauskünfte, einem engen Kontakt zu den Kunden sowie einem Debitorenmanagement in enger Zusammenarbeit mit den refinanzierenden Instituten, werden Risikofrüherkennungen pro-aktivisch wahrgenommen. Sofern notwendig, werden zusätzliche Sicherheiten in Form von Bürgschaften, Kautionen, Mietsonderzahlungen und/oder die Übereignung weiterer Objekte hereingenommen.

Zur Begrenzung der Objektrisiken werden bei den Neugeschäften interne und externe Möglichkeiten zur Objektprüfung eingesetzt. Trotz interner Prüfung, wird jedes Leasing- bzw. Mietkaufgeschäft nochmals eigenständig durch den jeweiligen Refinanzierungspartner gegengeprüft, so dass eine doppelte Prüfung aller umgesetzten Kundenanfragen erfolgt.

Ein Länderrisiko ist nicht vorhanden, nachdem die Gesellschaft im Eigengeschäft ausschließlich auf dem deutschen Markt tätig ist. Kundeninvestitionen im Ausland, wurden bisher alle an unsere Partner vermittelt und in deren Risiko/Obligo dargestellt.

Das Liquiditätsmanagement unterliegt der Geschäftsleitung und wird laufend beobachtet, so dass eine ausreichende Liquidität im Unternehmen jederzeit sichergestellt werden kann.

Bestandsrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder die künftige wirtschaftliche Lage wesentlich negativ beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Für die aus den im Geschäftsjahr erzielten Provisionen möglicherweise ergebenden Rückforderungsansprüche gegenüber der Gesellschaft sind ausreichend Rückstellungen gebildet. Für mögliche Risiken aus Rückforderungsansprüchen aus früherer Vermittlungstätigkeit hat die Gesellschaften Vorsorge in Form von Rückstellungen getroffen. Da der Großteil im Bestand gehaltenen Leasing- bzw. Mietkaufverträge forfaitiert sind, besteht hier nur ein geringes Bonitätsrisiko. Die Veritätsrisiken werden durch turnusmäßige Vertagsüberprüfungen und ggfs. -anpassungen durch unsere auf Leasing- und Mietkaufvertragsrecht spezialisierten Rechtsanwälte minimiert und sind in der gesamten Unternehmensgeschichte nie durchschlagend gewesen. Geringe der derzeitigen Marktentwicklung geschuldeten Unwägbarkeiten bei einigen wenigen Leasingengagements, wirken sich nicht negativ auf die Bonität der Gesellschaft aus.

Prognosebericht/Wirtschaftliche Entwicklung in 2024

Die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven haben sich für Deutschland in den letzten Monaten deutlich verschlechtert. Laut der ifo Konjunkturprognose "Frühjahr 2024" ist die deutsche Wirtschaft aktuell wie gelähmt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Die Wirtschaftsleistung in Ostdeutschland und Sachsen wird im Jahr 2024 leicht steigen, um 0,8 Prozent bzw. 0,7 Prozent, bleibt jedoch hinter den Erwartungen aus dem Sommer zurück. Auch die Bundesregierung geht nach aktuellen Schätzungen von einem Marktwachstum von lediglich 0,3 Prozent in 2024 aus. Besonders kritisch ist die sog. Gemeinschaftsprognose von den fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstituten. Diese revidierten in ihrem "Frühjahrsgutachten 2024" ihre Prognose für das laufende Jahr deutlich nach unten und erwarten nun nur noch einen Zuwachs der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,1%.

Die Einschätzung der Geschäftsleitung für die zukünftige Geschäftsentwicklung und Ertragslage basieren auf der Planung der Gesellschaft, deren Chancen und Risiken, die sich aus Veränderungen der allgemeinen Markt- und Branchenentwicklungen, Refinanzierungsmöglichkeiten und der Wettbewerbssituation ergeben können.

Nachdem schon das vergangene Jahr 2023 die Welt mit wirtschaftlichen Schocks wie dem anhaltenden Ukraine-Krieg, einer nur langsam zurückgehenden Inflation und damit weiter hohen Zinsen vor Herausforderungen gestellt hat, dürfte auch das Jahr 2024 mit einem weiteren Krisengebiet infolge des Gaza-Kriegs und einer sich zuspitzenden Konfrontation zwischen den politischen Systemen der USA - stellvertretend für die "Westliche Welt" - und Chinas nochmals herausfordernder sein, zumal die Nachholeffekte, die der Leasingbranche in 2023 eine Rekordjahr beschert haben, vermutlich ausfallen werden. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere im Jahr 2021 eingeleitete, tiefgreifende Transformation unserer Leasinggesellschaft konsequent fortsetzen, um uns dem verändernden Marktumfeld anzupassen und uns mit unserem "Boutique"-Ansatz in der Nische weiter zu positionieren und gesund zu wachsen.

Die mit der Neuausrichtung im Jahr 2021 begonnene Akquise von namhaften Kunden aus der Technologiebranche, die für die anstehende digitale und energetische Transformation in Deutschland besonders wichtig sind, wurde im Jahr 2023 weiter gefestigt und wird sich mit ersten Umsätzen und Erträgen im Jahr 2024nachhaltig positiv niederschlagen.

Auch im Jahr 2024 wird unser Augenmerk auf die Erschließung hochvolumiger, komplexerer und damit mit höherem Beratungspotential versehener Finanzierungstickets liegen. Um auch für diese "Big Tickets" passende Refinanzierungen zu bekommen, wollen wir diese mit Mithaftungen von sowohl bonitätsstarken Maschinen- und Anlagenherstellern als auch von OEMs aus dem Automobilbereich und - wo nötig, möglich und sinnvoll - mit staatlichen Garantien, unterlegen. Zu diesem Zweck haben wir unser Team Ende 2023 fachlich verstärkt, so dass die Geschäftsleitung davon überzeugt ist, dass wir mit unserem hochqualifizierten Team aus Mitarbeitern, Projektleitern, Rechtsberatern und Finanzierungspartnern auch für die Herausforderungen des Jahres 2024 und fortfolgende Jahre, sehr gut aufgestellt sind.

 

Elchingen, den 19. März 2024

S. D. L. Süddeutsche Leasing AG

gez. Andreas Müller, Vorstandsvorsitzender

Bilanz

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Barreserve
Kassenbestand 534,04 274,74
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich aktuell 230.300,89 194.047,35
b) andere Forderungen 0,00 230.300,89 0,00
3. Forderungen an Kunden 2.837.845,97 3.830.089,39
darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (i.V. TEUR 0)
gegenüber Kreditinstituten EUR 0,00 (i.V. TEUR 0)
4. Beteiligungen 50.000,00 150.000,00
darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (i.V. TEUR 0)
gegenüber Kreditinstituten EUR 0,00 (i.V. TEUR 0)
5. Anteile an verbundene Unternehmen 25.000,00 25.000,00
darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (i.V. TEUR 0)
gegenüber Kreditinstituten EUR 0,00 (i.V. TEUR 0)
6. Leasingvermögen 12.081.172,10 10.137.457,00
7. Immaterielle Anlagewerte 2.354.305,85 1.109.661,35
8. Sachanlagen 137.713,00 371.421,00
9. Sonstige Vemögensgegenstände 438.075,67 1.087.458,60
10. Rechnungsabgrenzungsposten 229.169,71 655.867,10
18.384.117,23 17.561.276,53

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 4.468.859,51 3.157.797,28
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 7.388.589,97 11.857.449,48 7.183.655,70
2. Sonstige Verbindlichkeiten 634.450,57 117.162,04
3. Rechnungsabgrenzungsposten 2.113.526,30 4.311.544,24
4. Passive latente Steuern 494.772,00 354.177,00
5. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 0,00
b) andere Rückstellungen 51.461,00 51.461,00 55.112,00
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 500.000,00
b) Gewinnrücklage
ba) gesetzliche Rücklage 50.000,00 50.000,00
bb) andere Gewinnrücklagen 405.030,70 455.030,70 405.030,70
c) Bilanzgewinn 1.777.427,18 1.426.797,57
18.384.117,23 17.561.276,53

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2023-31.12.2023 01.01.2022-31.12.2022
1. Leasingerträge 3.983.077,51 13.616.430,14
2. Leasingaufwendungen -343.204,53 -10.702.461,70
3. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 7.246,36 14.308,19
4. Zinsaufwendungen -351.880,53 -265.686,52
5. Provisionserträge 14.008,50 30.746,00
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.684.637,78 2.408.775,40
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -112.078,40 -472.204,53
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -29.626,84 -141.705,24 -55.934,43 -528.138,96
- darunter: für Altersversorgung TEUR -1 (i.V. TEUR -3)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -2.559.306,55 -2.393.745,50
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen -1.006.056,00 -1.928.918,00
b) auf immaterielle Anlagewerte und sonstige Sachanlagen -59.579,67 -1.065.635,67 -50.608,05 -1.979.526,05
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -624.775,02 -56.748,33
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -100.000,00 0,00
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und betimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 8.762,00 25.495,00
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 511.224,61 169.447,67
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -140.595,00 -49.077,00
darunter: latente Steuern TEUR -141 (i.V. TEUR -49)
14. Jahresüberschuss 370.629,61 120.370,67
15. Gewinnvortrag 1.426.797,57 1.326.426,90
16. Ausschüttungen für Vorjahre -20.000,00 -20.000,00
17. Bilanzgewinn 1.777.427,18 1.426.797,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die S.D.L. Süddeutsche Leasing AG, Elchingen, ist ein Finanzdienstleistungsinstitut i. S. d. § 1 Abs. 1a Kreditwesengesetz (KWG), das im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der HRB 14199 geführt wird. Sie stellt den Jahresabschluss nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), insbesondere nach den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute (§§ 340 bis 340o HGB), den aktienrechtlichen Vorschriften sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) auf. Gemäß § 265 Abs. 8 HGB werden nicht belegte Posten nicht berücksichtigt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend § 2 RechKredV nach Formblatt 1 und 3 (Staffelform).

Aufgrund der Besonderheiten des Leasinggeschäfts werden die Formblätter für Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung um die Posten "Leasingvermögen", "Leasingerträge", "Leasingaufwendungen" und "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen" erweitert.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Barreserve ist mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert angesetzt.

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Das Leasingvermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren vermindert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Forschungskosten werden nicht angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 15 Jahren.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen aus Schadenersatz sind Einzelwertberichtigungen gebildet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden geleistete Vorfälligkeitsentschädigungen sowie Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die geleistete Vorfälligkeitsentschädigung wird linear über die Laufzeit der Verträge aufgelöst.

Vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, sonstige Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die im passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfassten Forfaitierungserlöse sind in Höhe der eingebuchten Forderungen erfasst und werden linear über die Restlaufzeit unter Berücksichtigung möglicher Restbuchwerte der Leasingverträge ertragswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen teilen sich nach den Restlaufzeiten wie folgt auf:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
bis drei Monate 0 0
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0

Die Forderungen an Kunden teilen sich nach den Restlaufzeiten wie folgt auf:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
bis drei Monate 541 19
mehr als drei Monate bis ein Jahr 688 526
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.577 3.285
mehr als fünf Jahre 132 0

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält folgende bedeutende Positionen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Bestand Mietkaufobjekte und Waren 120 582
Darlehen an S.D.L. Projektbau GmbH 0 461
Guthaben aus Steuerforderungen 272 2
Gesellschafter Verrechnungskonto 1 2
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 45 40

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

3. Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen und Leasingvermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Anlagewerte, der Sachanlagen und des Leasingvermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Die in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

In den Sachanlagen sind eigengenutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Buchwert von TEUR 138 (i. V. TEUR 371) enthalten. Der Buchwert der eigengenutzten immateriellen Anlagewerte beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1 (i. V. TEUR 2). Der Buchwert der selbst geschaffene immateriellen Vermögensgegenstände beträgt TEUR 2.354 (i. V. TEUR 1.108). Das Leasingvermögen inkl. Anzahlungen umfasst TEUR 12.081 (i. V. TEUR 10.137).

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet geleistete Vorfälligkeitsentschädigungen der Gesellschaft in Höhe von TEUR 201 (i. V. TEUR 604) sowie abgegrenzte Versicherungsbeiträge, Kfz-Steuer sowie PKW-Leasingsonderzahlungen in Höhe von TEUR 28 (i. V. TEUR 52).

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist teilen sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt auf:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
bis drei Monate 488 86
mehr als drei Monate bis ein Jahr 2.104 643
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 4.364 5.774
mehr als fünf Jahre 432 680
Täglich fällig 4.469 3.158

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Abtretung gegenwärtiger und künftiger Brutto-Leasing Forderungen besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestehen nicht.

6. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Posten Sonstige Verbindlichkeiten enthält folgende bedeutende Posten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 604 73
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzamt 8 26
Gesellschafter Verrechnungskonto 22 18

Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus der abzuführenden Lohn- und Kirchensteuer für den Dezember 2023 sowie aus abzuführender Kapitalertragsteuer für das laufende Jahr. Die Laufzeit beträgt bis zu einem Jahr.

7. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft die erfassten Forfaitierungserlöse in Höhe von TEUR 2.114 (i. V. TEUR 4.312), die linear über die Vertragslaufzeit unter Berücksichtigung des Restwerts vereinnahmt werden.

8. Andere Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden bedeutenden Einzelbeträge enthalten.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Abschluss- und Prüfungskosten 40 40

9. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 1.000 setzt sich zusammen aus 200.000 Stückaktien.

Mit Datum vom 16.10.2023 fand eine außerordentliche Hauptversammlung statt, in der beschlossen wurde, das Grundkapital durch Ausgabe von 100.000 Stückaktien von jeweils EUR 5, um TEUR 500 zu erhöhen.

10. Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Sachanlagen und Leasingvermögen ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 27,2 % bzw. dem geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,8%.

Passive latente Steuern bestehen im Wesentlichen aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten und Anzahlungen sowie der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. Des Weiteren aufgrund der unterschiedlichen Abgrenzung aktiver Rechnungsabgrenzungsposten.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Zinsergebnis

Die Zinsaufwendungen von TEUR 352 setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Darlehenszinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 140 sowie Zinsaufwendungen für kurzfristige Verbindlichkeiten TEUR 212.

2. Provisionsergebnis

Die Provisionserträge stehen im Zusammenhang mit der Vermittlung von Leasingverträgen für Dritte und Darlehensvermittlungen an Kreditinstitute.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus Fahrzeugen in Höhe von TEUR 407 sowie Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 45, denen Abgänge aus Sachanlangen in Höhe von TEUR 19 gegenüberstehen. Des Weiteren sind Erträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.246 enthalten.

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Aufwendungen aus der Zuführung von passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 141.

5. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.777 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Andreas Müller, Elchingen

Vorstandsvorsitzender

Markus Betzler, Heidenheim

Vorstand

(bis 20.02.2024)

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Herr Joseph Müller, Bellenberg

Aufsichtsratsvorsitzender

ausgeübter Beruf: selbstständiger Kaufmann

Frau Christine Müller, Bellenberg

stellvertr. Aufsichtsratsvorsitzende

ausgeübter Beruf: Kauffrau

Herr Peter Fetzer, Elchingen

ausgeübter Beruf: Bankkaufmann

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Angaben über die Gesamtbezüge des Vorstands unterbleiben mit Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden im Berichtsjahr mit EUR 8.000 vergütet.

Haftungsverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Unternehmen S. D. L. Süddeutsche Leasing AG tätigt im Berichtsjahr weitgehend Mietkauf- bzw. Leasinggeschäfte mit Veritätshaftung.

Das bedeutet, dass durch den Verkauf der Forderungen aus den jeweiligen Mietkauf- bzw. Leasingverträgen das Unternehmen S. D. L. Süddeutsche Leasing AG ausschließlich für den rechtlichen Bestand des Wirtschaftsgutes und nicht für die Bonität des Kunden haftet. Eine Bonitätshaftung ist somit ausgeschlossen.

Darüberhinausgehende Haftungsverhältnisse liegen nicht vor.

Es bestehen außerdem Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 269.

Aufschlüsselung des Gesamthonorars nach Tätigkeitsbereichen

Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 21. Davon entfallen TEUR 21 auf Abschlussprüfungsleistungen.

Anteile an anderen Unternehmen

Die Gesellschaft besitzt zum 31. Dezember 2023 an folgenden Unternehmen Anteile (§ 285 Nr. 11 HGB):

Name des Unternehmens Anteil Eigenkapital Letzter JA Ergebnis
EUR EUR
S.D.L. Vermietungsverwaltungsgesellschaft mbH, Elchingen 100,00 % 25.000 31.12.2022 -1.602,65
Allgäu Airport GmbH & Co. KG, Memmingerberg 0,181 % 10.570.000 31.12.2021 1.002.000,00

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 3
leitende Angestellte 1
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 2

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 6 Mitarbeiter; durchschnittlich waren 4 Mitarbeiter (ohne Vorstand) für die S. D. L. Süddeutsche Leasing AG tätig.

Nachtragsbericht

Mit Blick auf die ausgewählten Kundenverbindungen der S.D.L. sehen wir aktuell keine nennenswerten Auswirkungen durch den Ukraine-Konflikt.

Am 10.04.2024 wird eine weitere Grundkapitalerhöhung in Höhe von TEUR 500 durch eine außerordentliche Hauptversammlung beschlossen. Die Einzahlung erfolgt bis spätestens 25.04.2024.

Darüber hinaus haben sich keine angabepflichtigen Vorgänge ergeben.

 

Elchingen, 19. März 2024

S.D.L. Süddeutsche Leasing AG

Vorstandsvorsitzender

gez. Andreas Müller

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Leasingvermögen
1. Mobilien-Leasing 19.485.035,38 2.048.278,00 3.067.049,08 0,00 18.466.264,30
2. Anzahlungen 0,00 1.481.428,10 0,00 0,00 1.481.428,10
19.485.035,38 3.529.706,10 3.067.049,08 0,00 19.947.692,40
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.750,50 0,00 1.818,00 0,00 8.932,50
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 1.107.753,35 1.246.173,50 0,00 0,00 2.353.926,85
1.118.503,85 1.246.173,50 1.818,00 0,00 2.362.859,35
III. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 534.173,54 252.469,67 501.554,60 0,00 285.088,61
IV. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 150.000,00 0,00 100.000,00 0,00 50.000,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
175.000,00 0,00 100.000,00 0,00 75.000,00
21.312.712,77 5.028.349,27 3.670.421,68 0,00 22.670.640,36
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Leasingvermögen
1. Mobilien-Leasing 9.347.578,38 1.006.056,00 2.487.114,08 7.866.520,30
2. Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.347.578,38 1.006.056,00 2.487.114,08 7.866.520,30
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.842,50 1.528,00 1.817,00 8.553,50
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
8.842,50 1.528,00 1.817,00 8.553,50
III. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 162.752,54 58.051,67 73.428,60 147.375,61
IV. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
9.519.173,42 1.065.635,67 2.562.359,68 8.022.449,41
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Leasingvermögen
1. Mobilien-Leasing 10.599.744,00 10.137.457,00
2. Anzahlungen 1.481.428,10 0,00
12.081.172,10 10.137.457,00
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 379,00 1.908,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 2.353.926,85 1.107.753,35
2.354.305,85 1.109.661,35
III. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.713,00 371.421,00
IV. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 50.000,00 150.000,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
75.000,00 175.000,00
14.648.190,95 11.793.539,35

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die S.D.L. Süddeutsche Leasing AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der S.D.L. Süddeutsche Leasing AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der S.D.L. Süddeutsche Leasing AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ertingen, den 27. Mai 2024

SLT Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Lott, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2024

Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt von der bereits im Jahr 2021 begonnenen Neuausrichtung der Gesellschaft durch Akquise von namhaften Kunden aus der Technologiebranche, die sich im Geschäftsjahr 2024 durch die ersten Umsätze und Erträge nachhaltig positiv auswirken wird.

Die konjunkturelle Lage war geprägt von Krisen (Ukraine-Krieg), weiterhin hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstigeren Finanzierungsbedingungen infolge gestiegener Zinsen und durch eine geringere Nachfrage im In- und Ausland. Für das Jahr 2024 ist weiterhin von einem schwierigen Marktumfeld auszugehen. Die S.D.L Süddeutsche Leasing AG kann aber aufgrund ihres Boutique-Ansatzes, bestehend aus Leasingverträgen (Teil- und Vollamortisation) und Mietkaufverträgen, ergänzt um eine unabhängige Finanzierungsberatung und Bonitätsanalyse für den jeweiligen Kunden positiv in die Zukunft schauen. Des Weiteren wird dem Aufsichtsrat berichtet, dass auf Wunsch vieler Kunden das Pay-per-Use-Finanzierungsmodell in Zusammenarbeit mit der cap-on GmbH entwickelt und angeboten wird; dabei handelt es sich um eine Plattform, die die Echtzeit-Maschinendaten über das sog. "Industrial Internet of Things" (IIoT) analysieren und auswerten kann. Für 2024 wird das Augenmerk aber auch auf die Erschließung hochvolumiger und mit höherem Beratungsaufwand versehener Finanzierungstickets liegen; die passende Refinanzierung für den jeweiligen Kunden soll dabei sowohl durch Mithaftungen von bonitätsstarken Maschinen- und Anlagenherstellern als auch von OEMs aus dem Automobilbereich und wenn nötig und sinnvoll mit staatlichen Garantien unterlegt werden. Auch personell ist die S.D.L. Süddeutsche Leasing AG mit einem hochqualifizierten Team bestehend aus Mitarbeitern, Projektleitern, Rechtsberatern und Finanzierungspartnern für die Herausforderungen des Jahres 2024 sehr gut aufgestellt.

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2023

Wir haben die Vorstandschaft bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand berichtete uns regelmäßig und zeitnah über die Unternehmensstrategie, die Planung, die Geschäftsentwicklung des Unternehmens, die Risikosituation sowie über wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und wesentlicher Beteiligungen der Gesellschaft.

In den Aufsichtsratssitzungen des Jahres 2023 sowie in Einzelbesprechungen hat uns der Vorstand ausführlich über die aktuelle Situation und die finanziellen und operativen Kennzahlen und Risiken des Unternehmens informiert. Es wurden uns potenzielle Anteilserwerber vorgestellt und es wurde eingehend darüber beraten. Darüber hinaus befassten wir uns mit verschiedenen Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten.

Jahresabschlussprüfung 2023

Der Vorstand hat uns den Jahresabschluss, den Lagebericht der S.D.L. Süddeutsche Leasing AG sowie den Gewinnverwendungsvorschlag mit Schreiben vom 04.06.2024 vorgelegt.

Die von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 auf Vorschlag des Aufsichtsrates zum Abschlussprüfer bestellte SLT Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Ertingen hat den vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 geprüft. Der Abschlussprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Wir haben die Vorlagen des Vorstands und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers eingehend geprüft. In seiner Sitzung vom 02. Juli 2024 ließ sich der Aufsichtsrat die Abschlussunterlagen sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns eingehend vom Vorstand erläutern. Ferner wurden Fragen der Aufsichtsratsmitglieder beantwortet. Der an der Sitzung teilnehmende Abschlussprüfer hat darüber hinaus über seine Prüfung, insbesondere seine im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festgelegten Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen. Wir gelangten insbesondere zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht - wie auch die vom Abschlussprüfer durchgeführte Prüfung selbst - den gesetzlichen Anforderungen uneingeschränkt entspricht.

Im Anschluss hat uns der Vorstand noch ausführlich über die Lage der Gesellschaft berichtet und uns einen Überblick über die künftige Geschäftsstrategie gegeben.

Den Beschlussvorschlägen des Vorstands an die Hauptversammlung haben wir zugestimmt.

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die SLT Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Riedlinger Straße 21, 88521 Ertingen, für das Geschäftsjahr 2024 zum Abschlussprüfer und zum Prüfer für eine prüferische Durchsicht von etwaigen Zwischenfinanzberichten, die vor der ordentlichen Hauptversammlung 2025 erstellt werden, zu wählen. Dies wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 02. Juli 2024 durch den Aufsichtsrat beschlossen.

Abschließend haben wir den Jahresabschluss 2023 in der Aufsichtsratssitzung vom 02. Juli 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Außerdem haben wir der vom Vorstand vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind von diesem keine Einwendungen zu erheben

 

Elchingen, 02.07.2024

Der Aufsichtsrat

Joseph Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorschlag Verwendung Bilanzgewinn

Der Vorstandsvorsitzende Andreas Müller schlägt gemäß § 170 Abs. 2 AktG vor, den Bilanzgewinn in Höhe von Euro 1.777.427,18 wie folgt zu verwenden:

Euro
Bilanzgewinn 1.777.427,18
Ausschüttung an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende von Euro 0,20 je Aktie -40.000,00
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
Gewinnvortrag 1.737.427,18

 

Elchingen, 04.06.2024

S.D.L. Süddeutsche Leasing AG

Andreas Müller, Vorstandsvorsitzender

Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung

Die Hauptversammlung der S.D.L. Süddeutsche Leasing AG stimmt dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Verwendung des Bilanzgewinns zum 31.12.2023 in Höhe von 1.777.427,18 Euro zu.

 

Elchingen, den 21.08.2024

Sonstige Berichtsbestandteile

Hinweis nach § 328 HGB:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 2. Juli 2024 festgestellt.

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