Abwicklungsgesellschaft BKT GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reinhart Klaus Michael Döring seit 19.4.2022 | Prokura |
Florian Küster seit 26.7.2019 | Geschäftsführer |
Sophie Burghart seit 22.11.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
BOA Group GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BOA Metal Solutions GmbHStutenseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 01.01. - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die BOA Metal Solutions GmbH hat ihren Sitz in Stutensee, Lorenzstr. 2 - 6 und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Reg.Nr. HRB 731601). Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Soweit Posten in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst wurden, sind diese - ebenso wie die ergänzenden Angaben - im Folgenden einzeln dargestellt. Von den Bilanzierungswahlrechten nach den §§ 248 Abs. 2 und 274 Abs. 1, Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig innerhalb eines Zeitraums von drei bis sechs Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Innerhalb des beweglichen Anlagevermögens werden Technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung linear in drei bis zwölf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 wurden sofort vollständig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zeitpunkt des Zugangs als Aufwand gebucht. Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen, ggf. zum niedrigeren Stichtagspreis bewertet. Der Umfang der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse richtet sich nach § 255 Abs. 2 HGB. Soweit erforderlich werden Abschläge für verlustfreie Bewertung sowie für andere Umbewertungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkannten Risiken bewertet und mit dem Nennwert angesetzt. Für ausgewählte Forderungen der Gesellschaft werden Factoring-Verträge abgeschlossen. Gründe für das Factoring sind zum einen, den Forderungsgesamtbestand zu reduzieren, und zum anderen, die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Durch die Inanspruchnahme eines echten Factorings erfolgt eine vollständige Ausbuchung der Forderungen aus dem Forderungsbestand. Verpflichtungen außer dem Einstehen für das Veritätsrisiko und die Weiterleitung der eingehenden Cashflows bestehen nicht. Die Flüssigen Mittel sind zu Ihren Nennwerten bewertet. Flüssige Mittel in Fremdwährung wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden transitorische Positionen erfasst, deren Zahlungen bereits getätigt wurden, deren Aufwand jedoch im Zeitraum nach dem Bilanzstichtag anfallen. Latente Steuern werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf temporäre Differenzen, die aus Unterschieden zwischen dem Wertansatz von Vermögensgegenständen und Schulden in der Steuerbilanz und dem Buchwert in der Handelsbilanz resultieren, erfasst. Aktive und passive Latenzen werden miteinander verrechnet. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 28,43 % (Vj. 28,45 %). Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste gebildet. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Im Erfüllungsbetrag sind künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, die im voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt zu einer wirtschaftlichen Belastung des Unternehmens führen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach einem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G, der Annahme einer Rentenanpassung von 2,0 % p.a., einer Fluktuationsrate von 0 % und eines Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, von 1,82 % p.a. (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre der Deutschen Bundesbank; Vj. 1,78 %). Der Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen wird im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. § 256a Satz 2 HGB wird eingehalten. Bei Vorliegen von Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB wird § 256a HGB nicht angewandt. Erläuterungen zum Jahresabschluss Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.861 (Vj. TEUR 1.534) sowie Finanzforderungen in Höhe von TEUR 4.700 (Vj. TEUR 500). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr aus. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden vor allem Umsatzsteuer-Erstattungsansprüche im Inland in Höhe von TEUR 310 (Vj. TEUR 213), Umsatzsteuer-Erstattungsansprüche im Ausland in Höhe von TEUR 677 (Vj. TEUR 785), Forderungen gegenüber der Factoring-Gesellschaft in Höhe von TEUR 3.995 (Vj. Forderung TEUR 3.934) und Kautionen in Höhe von TEUR 200 (Vj. TEUR 205) ausgewiesen. Die flüssigen Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 183 (Vj. TEUR 147) enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für Versicherung, Wartung und Beiträge. Das Eigenkapital beträgt TEUR 30.946. Es setzt sich aus dem unveränderten gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 25, der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.000 (Vj. TEUR 10.000), sowie dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 20.921 zusammen. Der Bilanzgewinn beinhaltet den Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 14.536 aus dem Vorjahr, eine ergebnisneutrale Anpassung in Höhe von TEUR 2.950 und den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 3.435. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre mit 1,82 % (Vj. 1,78 %) bewertet worden. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Berechnung mit dem 10-Jahresdurchschnittszins und dem 7- Jahresdurchschnittszins beträgt TEUR 4 (Vj. TEUR 17) und unterliegt der Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorge für Risiken aus der laufenden Umsatztätigkeit. Solche sind insbesondere Gewährleistungsverpflichtungen, Verluste aus Lieferverträgen, noch zu gewährende Preisabrechnungen und noch ausstehende Lieferantenrechnungen. Daneben betrifft ein wesentlicher Posten Personalaufwendungen, insbesondere Urlaubsvergütungen, Sonderzahlungen, Zeitansprüche, Abfindungen, Jubiläumsrückstellungen und Tantiemen. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind durch Sicherungsübereignung von Vorratsbeständen und Anteilen an der BOA AG gesichert. Zum 31. Dezember 2023 ergaben sich aktive latente Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen in Steuer- und Handelsbilanz, insbesondere im Bereich der Rückstellungen, in Höhe von TEUR 502 (Vj. TEUR 647). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestanden im Berichtsjahr keine. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgender Form:
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten im Wesentlichen die Mietverpflichtungen aus dem Vertrag über die genutzten Grundstücke und Gebäude in Stutensee, sowie die Produktionsmaschinen, die an eine Leasinggesellschaft veräußert wurden und seither über die Konzernmutter zurückgemietet werden. Die künftigen fixen Verpflichtungen aus diesem Staffelvertrag über die Grundstücke und Gebäude mit einer festen Laufzeit bis zum Jahr 2030 belaufen sich auf EUR 10,5 Mio. (Vj. EUR 3,9 Mio.). Bei dem Mietvertrag für die Produktionsmaschinen mit einer Laufzeit bis 2027 belaufen sie sich auf EUR 3,8 Mio. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsätze wurden in folgenden Regionen getätigt:
Nach Sparten ergibt sich folgende Aufteilung:
Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.058 (Vj. TEUR 342) sowie Erträge aus Anlagenabgängen TEUR 0 (Vj. TEUR 2). Sie enthalten des Weiteren Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 431 (Vj. TEUR 775) die analog zum Vorjahr auch in größerer Höhe als Aufwand aus Währungsumrechnung zu verzeichnen sind, Kostenumlagen an andere Unternehmen in Höhe von TEUR 129 (Vj TEUR 45), Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 47) und sonstige Erträge in Höhe von TEUR 162 (Vj. TEUR 80). Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Instandhaltungskosten, Mieten für Gebäude und Maschinen, Fremdleistungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Aufwendungen für Softwarelizenzen, Provisionen, Frachten, Reisekosten, Verpackungs- und Versandkosten sowie Gewährleistungskosten. Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 730 (Vj. TEUR 846). Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens wurden in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 12) realisiert. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 30) sowie sonstige Steuern in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 20) enthalten. Die Kosten für die Jahresabschlussprüfung betrugen TEUR 67 (Vj. TEUR 62). In den Zinsen und sonstigen Aufwendungen sind Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen (Jubiläums- und Pensionsverpflichtungen) von TEUR 5 (Vj. TEUR 5) enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 383 (Vj. TEUR 82) resultieren im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Dividendenausschüttungen der BOA AG, Sursee, Schweiz, sowie einem nachträglichen Ertrag aus der Veräußerung der Geschäftsanteile der BOA Flexible Solutions S.A. in Frankreich. Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Aufwendungen
Geschäftsführung Sophie Burghart, Geschäftsführerin Florian Küster, Geschäftsführer Bezüglich der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der BOA Group GmbH mit Sitz in Wien, Österreich und wird in deren für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Weiterhin wird der Einzelabschluss der BOA Metal Solutions GmbH in den in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss der Palais Elstein Beteiligungs GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, einbezogen. Der Konzernabschluss wird in Österreich gemäß den Bestimmungen des § 245 UGB beim Firmenbuchgericht in Wien, Österreich, offengelegt. Durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss wird die BOA Metal Solutions GmbH von der Pflicht zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben.
Stutensee, 5. April 2024 BOA Metal Solutions GmbH, Stutensee Sophie Burghart, Geschäftsführerin Florian Küster, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. - 31.12.2023
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023
1) Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die BOA Metal Solutions GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Metallbälge, Metallschläuche und Kompensatoren aus Gummi und Metall für die Automobilindustrie sowie für verschiedene andere industrielle Anwendungen für nationale und internationale Kunden. Die gesamtwirtschaftlichen, weltweiten Rahmenbedingungen waren auch nach dem offiziellen Ende der Pandemie Mitte 2023 noch geprägt von vereinzelten Beeinträchtigungen auf der globalen Supply Chain. Weiterhin gab es spürbare Auswirkungen des andauernden Krieges in der Ukraine und der weiterhin erhöhten Inflation. Durch öffentliche Förderprogramme in Deutschland konnten die Auswirkungen der hohen Energiepreise jedoch für Unternehmen abgefedert werden. Die Entwicklungen im Nahen Osten gegen Ende des Jahres haben bisher zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen geführt. Für das Jahr 2024 wird global eine wachsende Konjunktur mit einem Wachstum des globalen BIP in Höhe von 5 % prognostiziert 1. Für Deutschland erwarten die EU-Kommission ein Wachstum von lediglich +0,3% während man für den Euroraum +0,8% erwartet 2. Generell war im Jahr 2023 eine deutliche Entspannung hinsichtlich der Planbarkeit von Kundenabrufen im Vergleich zu den Vorjahren zu spüren. Entgegen Branchenerwartungen kam es aufgrund der besser als erwarteten weltwirtschaftlichen Entwicklung zu keinen signifikanten Nachfrageeinbrüchen. Die anhaltenden öffentlichen Diskussionen über die Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren in Deutschland hat zum Jahresende durch den plötzlichen Auslauf des Umweltbonus zur Förderung von Elektroautos eine neue Perspektive bekommen. Die Kapazitätsentwicklung der Halbleiterindustrie lag weiterhin unter dem Bedarf der Automobilindustrie, was zu vereinzelten Engpässen für die Automobilindustrie führt, wenn auch deutlich weniger als im Jahr 2022. Die Anzahl neu zugelassener PKWs im Jahr 2023 hat sich in einzelnen Ländern und Regionen unterschiedlich entwickelt. Während in Deutschland die Anzahl der Neuzulassungen um +7 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, ist sie im Bereich der EU sogar um 13,8% gestiegen 3.
1 Statista.com - für 2024 wird globales
Wachstum von +5 % prognostiziert Stand 4.1.24
2. Wirtschaftsbericht 2.1. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2023 war, wie bereits im Lagebericht 2022 prognostiziert, beeinflusst durch Auswirkungen des Ukrainekrieges, mögliche Risiken aus der Kapazitätsentwicklung der Halbleiterindustrie für Automobilapplikationen sowie inflationäre Themen wie Rohmaterialpreissteigerungen, Energie- und Arbeitskosten. Ein Großteil dieser Risiken hatte letztendlich geringere Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft als ursprünglich angenommen. Es gab keine wesentlichen Kundenabrufrückgänge im Zusammenhang mit Produktionsunterbrechungen aufgrund von Halbleiter- oder Kabelbaumengpässen. Das finanzielle Risiko der stark gestiegenen Energiekosten konnte aufgrund von staatlichen Förderprogrammen in Deutschland ebenfalls stark reduziert werden. Weiters konnten die erhöhten Material- sowie Energie- und Arbeitspreise kunden- und branchenabhängig teilweise weitergegeben werden. Der Geschäftsbereich Industrie hat sich wie im Lagebericht 2022 erwartet auch im Jahr 2023 erneut über alle Branchen hinweg überaus positiv entwickelt, wozu auch das globale Wirtschaftswachstum beigetragen hat. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt nach Umsatz, EBITDA und EBT. 2.2. Ertragslage Im Jahr 2023 konnte der Umsatz um 5,1 % erneut gesteigert werden und betrug TEUR 88.504 (Vj. TEUR 84.176). Hiervon entfielen TEUR 57.611 (Vj. TEUR 53.170) auf den Geschäftsbereich Automotive und TEUR 29.802 (Vj. TEUR 29.920) auf den Geschäftsbereich Industrie. Sonstige Umsätze wurden in Höhe von TEUR 1.092 (Vj. TEUR 1.086) erzielt. Unter Berücksichtigung von Bestandsveränderungen und anderen aktivierten Eigenleistungen ergibt sich eine um 6,2% gestiegene Gesamtleistung von TEUR 89.610 (Vj. TEUR 84.350). Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.787 (Vj. TEUR 1.299) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.058 (Vj. TEUR 342), Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen von TEUR 1 (Vj. TEUR 47) sowie Kursgewinne in Höhe von TEUR 431 (Vj. TEUR 775), denen Kursverluste gegenüberstehen. Der Materialaufwand beträgt TEUR 56.848 (Vj. TEUR 55.214), was zu einem Rohertrag von TEUR 32.762 (Vj. TEUR 29.136) führt. Dies entspricht in Relation zur Gesamtleistung einer gestiegenen Marge von 36,6 % (Vj. 34,5 %), was durch eine Normalisierung der allgemeinen Materialpreissteigerungen und der Berücksichtigung von stärker gestiegenen Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2023 begründet ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 12.460 (Vj. TEUR 10.920) enthalten unter anderem Kursverluste in Höhe von TEUR 730 (Vj. TEUR 846). Einzelwertberichtigungen auf Forderungen betrugen TEUR 42 (Vj. TEUR 18) und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen im Jahr 2023 TEUR 61 (Vj. TEUR 0). Es ergibt sich daher ein deutlich gestiegenes EBITDA für das Wirtschaftsjahr in Höhe von TEUR 5.655 (Vj. TEUR 4.142), welches aufgrund der Erholung bei den allgemeinen Preissteigerungen, insbesondere bei Rohstoffen und Zukaufteilen sowie bei Energie, wie erwartet über dem des Vorjahres liegt. Das EBT beträgt daher TEUR 4.582 (Vj. TEUR 2.766) und der Jahresüberschuss TEUR 3.435 (Vj. TEUR 1.985). Hinsichtlich der Beteiligungserträge sowie der Abschreibungen auf Finanzanlagen verweisen wir auch auf die beiden nachfolgenden Abschnitte. 2.3. Finanzlage Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag betragen TEUR 5.323 (Vj. TEUR 5.139), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nach wie vor nicht. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt konzernintern durch entsprechende Kreditlinien der BOA Group GmbH, die zum Bilanzstichtag allerdings nicht genutzt wurden. Im Berichtsjahr 2023 wurden Erträge aus Beteiligungen aufgrund der Dividendenausschüttung der BOA AG, sowie ein nachträglicher Ertrag aus der Veräußerung der Geschäftsanteile der BOA Flexible Solutions S.A. in Frankreich erzielt. 2.4. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 49.474 (Vj. TEUR 44.280) und ist damit in Folge der gestiegenen Gesamtleistung ebenfalls angestiegen. Das Sachanlagevermögen beträgt TEUR 5.284 (VJ. TEUR 4.775) und enthält im Wesentlichen die fortgeführten Anschaffungswerte der erworbenen Vermögensgegenstände der BOA Balg- und Kompensatoren GmbH. Für Ersatz-, Rationalisierungs-, Erweiterungs- und Umweltinvestitionen wurden TEUR 1.630 (Vj. TEUR 955) aufgewendet. Die Erweiterungsinvestitionen erfolgten aufgrund von gewonnenen Kundenprojekten. Das Finanzanlagevermögen beträgt TEUR 14.874 (Vj. TEUR 14.874). Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 10.584 (Vj. TEUR 10.842). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung an fertigen Erzeugnissen aufgrund von abgerechneten Projektwerkzeugen und -maschinen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung gegenüber Dritten belaufen sich auf TEUR 418 (Vj. TEUR 340). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.561 (Vj. TEUR 2.034) sind Finanzforderungen aus Darlehen in Höhe von TEUR 4.700 (Vj. TEUR 500) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 31.12.2023 TEUR 5.967 (Vj. TEUR 5.125) und betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen im Personalbereich, ausstehende Rechnungen sowie Gewährleistungsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber Dritten belaufen sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 auf TEUR 3.305 (Vj. TEUR 3.781). Finanzverbindlichkeiten aus kurzfristigen Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1.462 (Vj. TEUR 3.421). Das Eigenkapital ist nominal und in Relation zur Bilanzsumme deutlich gestiegen und beträgt TEUR 30.964 (Vj. TEUR 24.561), was aufgrund der ebenfalls gestiegenen Bilanzsumme einer Eigenkapitalquote von 62,6 % (Vj. 55,5 %) entspricht. 3. Chancen- und Risikobericht Im Jahr 2023 war hinsichtlich des Pandemieeinflusses auf die wirtschaftliche Entwicklung eine deutliche Rückkehr zur Normalität erkennbar. Obwohl sich die Wiederbeschaffungszeiten von Materialien und Betriebsmittel im Vergleich zu 2019 deutlich verlängert haben, ist die Produktions- und Lieferfähigkeit der Gesellschaft vollumfänglich gegeben. Das während der Pandemie eingeführte intensive Monitoring der Supply Chain bleibt weiter bestehen. Die konjunkturelle Entwicklung wurde im Jahr 2023 von Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Lohnkosten deutlich belastet. Die rückläufige Inflation in Zusammenhang mit steigenden Einkommen indiziert zwar eine künftige Erholung durch Kaufkraftrückkehr, bislang schwächelt aber sowohl der private Konsum als auch deutsche Exporte. Weiters stellen die signifikant erhöhten Lohnkosten, sowie generell höhere Energiekosten, eine nachhaltige Belastung für deutsche Produktionsstandorte dar. Darüber hinaus bestehen weiterhin allgemeine Risiken. Insbesondere die bestehende Eskalation des Krieges in der Ukraine sowie eine weitere Eskalation im Nahen Osten können die Konjunktur in Europa oder sogar global negativ beeinflussen. Die weiterhin hohe weltweite Staatsverschuldung und die Entwicklung der Wechselkurse können die globale Entwicklung ebenfalls negativ beeinflussen. Bestehende Auseinandersetzungen über Zölle zwischen den Wirtschaftsregionen Nord- und Mittelamerika, EU und China sind nach wie vor nicht beigelegt und werden durch weiter bestehende Handelsbeschränkungen zwischen den USA und China zudem verschärft 4. Weitere potenzielle, jedoch von der Geschäftsführung als niedrig einzuschätzende, Risiken bestehen bei Zahlungsausfall von einzelnen Kunden. Hierzu besteht eine Kreditversicherung. Darüber hinaus wird die Kundenzahlungsfähigkeit u.a. mittels Kreditauskünften überwacht, um Risiken zu minimieren. Die internationalen Lieferketten wurden durch verzögerte Beschaffungs- und Transportzeiten belastet. Die Gesellschaft geht davon aus, dass dies auch im kommenden Geschäftsjahr anhält und wirkt dieser Entwicklung durch laufende Anpassungen der Sicherheitsbestände bei den Vorräten und frühzeitige Terminierung von Lieferungen entgegen. Die in den Vorjahren implementierten Maßnahmen zur Materialbedarfs- und Produktionsplanung haben auch im Jahr 2023 funktioniert und Lieferengpässe von Seiten der Gesellschaft verhindert. Die Automobilindustrie geht aktuell von einer schrittweisen Erholung aus und erwartet, dass im Jahr 2025 wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht werden wird wobei zu beachten ist, dass dies die Gesamtzahl der abgesetzten Fahrzeuge betrifft, jedoch mit einem deutlich höheren Anteil an Elektrofahrzeugen.
4 Statista.com - Staatsverschuldung in
Industrie- und Schwellenländern | Statista
Auch wenn es zu einer weiteren Diversifizierung der Antriebstechnologien und auch der Mobilitätskonzepte kommen wird, erwartet die Gesellschaft keine substanziellen kurzfristigen Änderungen. Die im Dezember 2023 verkündete Streichung des Umweltbonus als Förderung für die Neuanschaffung von Elektrofahrzeugen spricht kurzfristig sogar für eine Stärkung der Nachfrage nach Verbrennern. Der Industriebereich war auch im Jahr 2023 wenig bis kaum von der Corona-Pandemie betroffen. Dies liegt zum einen an den breit gestreuten Einsatzfeldern der hergestellten Industrieprodukte und zum anderen an der konsequenten Arbeit der letzten Jahre, neue Kunden für die Gesellschaft zu gewinnen. Strategisch orientiert sich der Industriebereich weiterhin, neben dem Standardgeschäft, an komplexen Applikationen mit einem erhöhten Engineering Aufwand. Auch im Industriebereich spielen neue Applikationen eine zunehmend wichtige Rolle für die Gesellschaft. Zahlreiche Bestandskunden haben zusätzliche Bedarfe hinsichtlich des Produktportfolios der BOA Metal Solutions GmbH, zudem konnten erfolgreich Neukunden gewonnen werden. Hier hat vor allem das Thema Wasserstoffapplikationen eine wichtige Rolle im Jahr 2023 eingenommen. Im Jahr 2023 hat das Unternehmen weiterhin konsequent an der Verbesserung seiner eigenen Fertigkeiten und den individuellen Fertigkeiten der Mitarbeiter gearbeitet. Dieses wurde sowohl durch technologische Optimierungen von bestehenden Maschinen und Anlagen als auch durch spezifische Schulungen erreicht. Zusätzlich konnten neue Zulieferer qualifiziert werden, um die Lieferkette flexibler und unabhängiger gestalten zu können. Trotzdem stellen die aktuellen Arbeitsmarktthemen Fachkräftemangel und Fluktuation ein zu beachtendes Risiko dar. Dem Unternehmen stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, um die laufenden Verpflichtungen zu bedienen als auch in zukunftsweisende Maßnahmen zu investieren. 4. Prognosebericht Die Gesellschaft hat ihre Planung Ende des Kalenderjahres 2023 erstellt. Für das Geschäftsjahr 2024 bestehen gewisse Unsicherheiten für die Entwicklung der Gesellschaft in Bezug auf die Auswirkungen der inflationären Entwicklungen, des Russland-Ukraine-Krieges und der Entwicklung im Nahen Osten. Für die Automobilindustrie erwartet die Gesellschaft bis 2030 einen starken Anstieg des Gesamtmarktes, insbesondere vor dem Hintergrund der weiterhin eher niedrigen Verkaufszahlen des Jahres 2023 im Segment der Personenkraftwagen, welche sich immer noch nicht wieder auf dem Niveau des Jahres 2019 befunden haben. Hier werden einem stark wachsenden Segment der durch Elektromobilität betriebenen Fahrzeuge ein weiterhin global geringes steigendes Segment von durch Verbrennungsmotoren angetriebenen Fahrzeugen gegenüberstehen, wobei sich innerhalb des Fahrzeugsegments mit Verbrennungsmotoren die Verschiebung zu Lasten von Dieselfahrzeugen zu Gunsten von Fahrzeugen mit Benzinmotoren fortsetzen wird. Die Beendigung des Umweltbonus Ende 2023 wird unseres Erachtens einen - wenn auch geringen - positiven Effekt auf die Nachfrage nach Verbrennern haben, der in unserer Planung nicht dargestellt ist. Für die sonstigen industriellen Anwendungen geht die Gesellschaft ebenfalls mittel- und langfristig von einem stark steigenden Marktvolumen aus. Hier tragen auch neue Applikationen zur Unterstützung der Energiewende zum Marktanstieg bei. Preissteigerungen für Rohstoffe und Zukaufteile, insbesondere für Erzeugnisse aus Stahl, sowie bei der Energieversorgung spielen im Vergleich zum Vorjahr eine untergeordnete Rolle. Die signifikant gestiegenen Lohnkosten werden im Jahr 2024 weiter steigen und so zu einer nachhaltigen Belastung für die Profitabilität der Gesellschaft werden. Für das Jahr 2024 gehen wir unter Berücksichtigung der beschriebenen Planungsunsicherheit von einem Umsatzrückgang in mittlerem einstelligem Prozentbereich aus, da das Industriewachstum den Rückgang im Automotive-Geschäft nicht ausgleichen kann. Aufgrund signifikanter Gesamtmargenverbesserungen wird das operative Ergebnis jedoch trotzdem deutlich positiv sein. Die Gesellschaft war in den letzten Monaten sehr erfolgreich am Markt und hat einige neue Kundenaufträge gewonnen, die aufgrund der branchenüblichen Projektentwicklungszyklen erst ab 2025 umsatzwirksam werden.
Stutensee, den 5. April 2024 Sophie Burghart, Geschäftsführerin Florian Küster, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BOA Metal Solutions GmbH, Stutensee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BOA Metal Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BOA Metal Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 5. April 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Philip Dempel, Wirtschaftsprüfer |
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