Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 11978
Eingetragen
10.6.1993
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Verarbeitung von und Handel mit synthetischen Materialien aller Art, insbesondere aus Polyester

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anja Rakow
seit 15.8.2025
Prokura
Helmut Drews
seit 30.1.2024
Prokura
Markus Naumann
seit 13.10.2022
Geschäftsführer
Torsten Kreiseler
seit 27.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ALPLA AT Recycling-beteiligungsgesellschaft m.b.H.AUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ALPLA AT Recycling-beteiligungsgesellschaft m.b.H.
Austria
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TEXPLAST GmbH

Bitterfeld-Wolfen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
und Lagebericht

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

a) Wesentliche Geschäftsfelder

Das Stammgeschäft der Texplast GmbH ist die Produktion von Mahlgut und Regranulat aus Post-Consumer-PET-Flaschen.

b) Beschaffungsbereich

Die Versorgung der PET-Recycler mit der notwendigen Rohware aus ausgesonderten PET-Getränkeflaschen war auch dieses Jahr ein zentrales Thema. Die zur Verfügung stehenden Mengen haben sich im Vorjahresvergleich nicht wesentlich geändert. Für die Herstellung qualitativ hochwertiger Regranulate (Bottle-to-Bottle) ist weiterhin die Ware aus dem deutschen Einwegpfandsystem die beste Ausgangsware.

Zum Verständnis des Geschäftes ist es wichtig zu wissen, dass die Beschaffung unserer Sekundärrohstoffe aus Post-Consumer-PET-Flaschen fast ganzjährig der Gesetzmäßigkeit eines Verkäufermarktes unterliegt. Der wesentliche Wettbewerb findet hier also auf der Beschaffungs- und nicht auf der Absatzseite statt.

c) Produktionsbereich

Die Produktion konnte im Geschäftsjahr 2023 mit den typischen jährlichen Schwankungen betrieben werden. Etwas geringere technische Problemstellungen als im Vorjahr haben in Kombination mit dem üblichen Mix der eingesetzten Mischballen zu einer etwas höheren Produktion geführt.

d) Absatzbereich

Die Nachfrage nach PET- Rezyklaten verlief auch 2023 gut. PET-Flakes und PET-Regranulate wurden weiterhin hauptsächlich in Bereichen der Preformherstellung für PET-Flaschen sowie der Verpackungsindustrie eingesetzt. Der Umweltgedanke spielt im Regranulat eine konstant wichtige Rolle.

Im Zuge des Verkaufs der Texplast GmbH durch die Fromm-Gruppe zum 30.04.2022 endete der Umsatz aus dem Handelsgeschäft von bunten Flakes mit der Fromm Plastics GmbH, Kölleda. Hieraus wurden in den ersten 4 Monaten des Jahres 2022 noch 767 TEUR/Monat an Umsatzerlösen erzielt. In 2023 bestand keine weitere Notwendigkeit, dieses Handelsgeschäft mit Flakes wieder aufzunehmen oder fortzuführen.

e) Investitions- und Finanzbereich

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.407 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen vorgenommen. Die Investitionen wurden im Wesentlichen für technologische Anpassungen und Optimierungen der Anlagen aufgewendet.

Im Geschäftsjahr 2023 ist ein Darlehen vom ALPLA-Konzern in Höhe von TEUR 3.500 aufgenommen worden.

f) Unternehmensverbindungen

Die Texplast GmbH ist ein mittelständisches Recycling-Unternehmen und durch den Verkauf zum 30.04.2022 von der Fromm Plastics GmbH, Kölleda, an die ALPLA AT Recyclingbeteiligungsgesellschaft mbH in Hard (Österreich), zwischenzeitlich eine 100%ige Tochter der ALPLA AT Recyclingbeteiligungsgesellschaft mbH in Hard (Österreich).

g) Konzern- bzw. Unternehmensstruktur

Die Texplast GmbH gehört zur ALPLA-Gruppe, die ihren Sitz in Österreich (Hard) hat und dort ihren Konzernabschluss aufstellt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nennenswerte wirtschaftliche Auswirkungen aufgrund der Coronapandemie waren nicht mehr festzustellen.

Die Verfügbarkeit der PET-Flaschen war nach wie vor eine große Herausforderung. Der Sekundärrohstoff ist ein sehr begehrtes Gut, durch die Bottle-to-Bottle Bestrebungen und die Erfüllung der zukünftigen EU-Ziele der Einwegkunststoff-Richtlinie für 2025/2030. Die Rohmaterialpreise sanken insbesondere in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahrzeitraum wieder auf ein moderates Niveau. Durch Preiskoppelungen wurden die Preisreduzierungen weitestgehend an unsere Kunden weitergegeben.

Die vorhandenen Vorräte an Rohware und Fertigprodukten stellten ein gesondertes Problem dar. Übliche unterjährige Preisschwankungen blieben aus. Stattdessen sanken die verhältnismäßig hohen Preise aus dem Vorjahr materialpreisgetrieben kontinuierlich bis Jahresende, woraus sich ein erheblicher Abwertungsbedarf ergab.

Die im Zuge der Ukraine-Krise gestiegenen Energiepreise konnten weitestgehend an unsere Kunden weitergegeben werden. Unterjährige Energiepreisschwankungen wirkten sich durch die abgeschlossenen Quartals- und Jahresverträge für unsere Energiebeschaffung nicht nennenswert aus. In der zweiten Jahreshälfte sanken die Preise für Strom und Erdgas, liegen aber noch deutlich höher als im Vergleichszeitraum vor der Ukraine-Krise.

Die Texplast GmbH beliefert mit ihren Produkten verschiedene europäische Kunden und konnte auf Basis langjähriger Zusammenarbeit und längerfristiger Verträge den konjunkturellen Auswirkungen infolge der zwar überwundenen Corona-Krise, jedoch nachgefolgten Ukraine-Krise, weitestgehend erfolgreich entgegenwirken.

2. Geschäftsverlauf

Die Texplast GmbH kann auf ein wenig erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Es konnte ein Betriebsergebnis von TEUR -601 erwirtschaftet werden. Das Ergebnis der Texplast GmbH liegt damit um TEUR 1.992 unter dem geplanten Ergebnis (TEUR 1.391) und verfehlt damit die Erwartungen deutlich.

3. Lage

a) Ertragslage

2023 2022 Ergebnisveränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 45.433 100,0% 53.601 97,1% -8.168
Bestandsveränderungen -116 -0,3% 1.287 2,3% -1.403
Sonstige betriebliche Erträge 128 0,3% 331 0,6% -203
Betriebsleistung 45.445 100,0% 55.219 100,0% -9.774
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -21.630 47,6% -30.775 55,7% 9.145
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.539 23,2% -10.174 18,4% -365
Materialaufwand -32.169 70,8% -40.950 74,2% 8.781
Rohergebnis (Zwischensumme) 13.276 29,2% 14.269 25,8% -993
Personalaufwand -5.888 13,0% -5.074 9,2% -815
Planmäßige Abschreibungen -1.427 3,1% -1.483 2,7% 56
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.475 14,2% -4.889 8,9% -1.586
Gewinnunabhängige Steuern -87 0,2% -62 0,1% -25
Aufwendungen für die Betriebsleistung -46.046 101,3% -52.457 95,0% 6.411
Betriebsergebnis -601 -1,3% 2.762 5,0% -3.363
Zinsergebnis -103 -0,2% 3 0,0% -105
Ordentliches Unternehmensergebnis -703 -1,5% 2.765 5,0% -3.468
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6 0,0% -1.046 1,9% -1.040
Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -709 -1,6% 1.718 3,1% -2.427

Die Betriebsleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9.773 auf TEUR 45.445 verringert.

Die Hauptursache liegt in einer Abnahme der Umsatzerlöse um TEUR 8.167 auf TEUR 45.433. Dies wiederum begründet sich im Wesentlichen durch geringere Verkaufserlöse für Flakes (TEUR -2.774,12), Regranulate (TEUR -2.284,79), Handelsware (TEUR -2.531,48) und Nebenprodukte (TEUR -1.172,35) durch Verringerung der Verkaufspreise bei ähnlichen Verkaufsmengen wie im Vorjahr. Eine Ausnahme stellt dabei die Handelsware dar. Das Geschäft entfiel in 2022 mit der Übernahme der Texplast GmbH zum 01.05.2022 durch ALPLA und ist daher nur bedingt vergleichbar.

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Veränderung
(TEUR)
Mahlgut 4.583 7.357 -2.774
Regranulat 31.331 33.616 -2.285
Agglomerat 216 217 -1
Lohnarbeit 3.910 3.146 764
Handelsware 544 3.075 -2.531
Nebenprodukte 4.082 5.254 -1.172
Sonstiges 767 935 -168
Summe Umsätze 45.433 53.600 -8.167

Eine weitere Ursache ist die Verringerung der Lagerbestände für Fertigerzeugnisse um TEUR 1.403.

Das Rohergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 992 auf TEUR 13.276 verringert.

Die Materialaufwandsquote hat sich um 3,37 Prozentpunkte zum Vorjahr verringert.

Den größten Einfluss haben die um TEUR 9.145 gesunkenen Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe durch deutlich verringerte Einkaufspreise bei ähnlichen Einkaufsmengen wie im Vorjahr.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen hingegen um TEUR 365 durch um TEUR 1.358 gesunkene Elektroenergiekosten und um TEUR 1.844 gestiegene Kosten für Lohnarbeit. Diese Kosten konnten nur zu einem geringen Teil an die Kunden weitergegeben werden.

Der Personalaufwand hat sich wegen der um 4 Köpfe gestiegenen Anzahl der Arbeitnehmer und erhebliche Lohn- und Gehaltssteigerungen zum Ausgleich der hohen Inflation im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 815 auf TEUR 5.888 erhöht.

Die planmäßigen Abschreibungen haben sich um TEUR 55 auf TEUR 1.427 verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 1.586. Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg um TEUR 1.113 für Lizenz- und externe Dienstleistungskosten des ALPLA-Konzerns als neuem Gesellschafter seit 01.05.2022 sowie um TEUR 385 für gestiegene Mietkosten für Außenläger zurückzuführen.

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Veränderung
(TEUR)
Raumkosten 644 259 385
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 91 114 -23
Reparaturen und Instandhaltungen 1.377 1.390 -13
Fahrzeugkosten 899 769 130
Werbe- und Reisekosten 158 88 70
Kosten der Warenabgabe 1.059 1.116 -57
Lizenzgebühren und verschiedene betriebliche Kosten 2.247 1.134 1.113
Verluste aus Abgang Anlagevermögen 0 17 -17
Verluste aus Wertminderungen oder Abgang Umlaufvermögen 0 1 -1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.475 4.889 1.586

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sanken korrespondierend zum negativen Betriebsergebnis um TEUR 1.040.

Das Jahresergebnis beträgt TEUR -709 und fällt im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.427 niedriger aus. Die Haupteinflussgrößen sind dabei die um TEUR 1.113 gestiegenen Kosten für Lizenz- und externe Dienstleistungen, die mit dem Gesellschafterwechsel zum ALPLA-Konzern neu entstanden sind, TEUR 1.102 für die Abwertung von Vorräten und TEUR 422 für Preisnachlässe an Kunden im zweiten Geschäftshalbjahr.

b) Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt.

Im Geschäftsjahr betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR -440, der Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR -879 und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit TEUR 3.045.

Der deutliche Rückgang des negativen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.830 ergibt sich im Wesentlichen aus der Abnahme der Vorräte.

Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit im aktuellen Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus Zahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen (TEUR -1.382) sowie der Rückzahlung einer Ausleihung des verbundenen Unternehmens (TEUR 500).

Der starke Anstieg des positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.049 ergibt sich im Wesentlichen aus der Aufnahme und Tilgung des Darlehens mit der ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co.

Die Texplast GmbH war im Geschäftsjahr 2023, wie auch in den Vorjahren, jederzeit in der Lage, eingegangene Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Situationen, die den Fortbestand gefährden könnten, waren und sind nicht zu erkennen.

c) Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Anlagevermögen 11.175 42,8% 11.720 42,1% -545
Vorräte 6.797 26,1% 10.614 38,1% -3.817
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.603 13,8% 2.733 9,8% 870
Bankguthaben 4.500 17,3% 2.775 10,0% 1.725
Rechnungsabgrenzungsposten 3 0,0% 15 0,1% -11
26.079 100,0% 27.857 100,0% -1.778
Passiva
Eigenkapital 18.616 71,4% 19.325 69,4% -709
Sonderposten 306 1,2% 323 1,2% -17
Rückstellungen 435 1,7% 885 3,2% -450
Verbindlichkeiten 6.722 25,8% 7.324 26,3% -602
26.079 100,0% 27.857 100,0% -1.778

Die Texplast GmbH verfügt für das Geschäftsjahr 2023 über eine solide Vermögenslage.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % vermindert.

Die Verringerung des Anlagevermögens um TEUR 545 resultiert im Wesentlichen aus den Zugängen in das Anlagevermögen von TEUR 1.407, aus den planmäßigen Abschreibungen von TEUR 1.427 und der Tilgung des gewährten Darlehens an die PET Recycling Team Wolfen GmbH von TEUR 500.

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.222 gesunken. Die Vorräte haben sich mengen- und preisbedingt sowie aufgrund der vorgenommenen Abwertung um TEUR 3.817 verringert. Die Forderungen sind um TEUR 870 gestiegen. Hauptursache ist der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.010, da aufgrund des Jahresverlustes 2023 die Steuervorauszahlungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer 2023 erstattet werden. Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.725 erhöht, da ein Darlehen vom ALPLA-Konzern in Höhe von TEUR 3.500 für Investitionen aufgenommen wurde. In 2023 wurden hiervon Investitionen finanziert in Höhe von nur TEUR 1.407.

Das Eigenkapital beträgt mit TEUR 18.616 rd. 71,4 % (i. Vj. 69,4%) der Bilanzsumme. Es hat sich aufgrund des laufenden Jahresverlustes um TEUR 709 verringert.

Die Rückstellungen haben sich im Wesentlichen aufgrund des Verbrauchs der Steuerrückstellungen 2022 um TEUR 450 verringert. Im Jahr 2023 mussten aufgrund des Jahresverlustes und geleisteter Steuervorauszahlungen keine Steuerrückstellungen gebildet werden.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 602 gesunken. Eine Ursache ist die stichtagsbedingte Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.736. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich aufgrund der Darlehensaufnahme um TEUR 3.304 erhöht. Dagegen haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund der Bezahlung der Steuerverbindlichkeiten des Vorjahres um TEUR 1.169 reduziert.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist insgesamt geordnet.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist das Betriebsergebnis. Der durchschnittliche Personalbestand ist der nichtfinanzielle Leistungsindikator.

Die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften ist regional weiterhin eine Herausforderung. Der durchschnittliche Personalbestand ohne Leiharbeitnehmern erhöhte sich auf 119 Mitarbeiter.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Wirtschaftsprognosen des ifo Instituts (Konjunkturbericht Frühjahr 2024 vom 06. März 2024) sehen für das Geschäftsjahr 2024 ein Wachstum von 0,2 Prozent voraus. Begründet wird dies mit der Konsum-Zurückhaltung, den hohen Zinsen und Preissteigerungen und Sparbeschlüssen der Regierung.

Der ifo Konjunkturbericht vom Frühjahr 2025 (17. März 2025) zeigt im Wesentlichen dazu keine Veränderung und geht für das Geschäftsjahr 2025 gleichermaßen von einem Wachstum von 0,2 Prozent aus.

Durch die steigenden gesetzlichen Anforderungen aus der Europäischen Einwegkunststoff-Richtlinie an den prozentualen Einsatz von recyceltem Kunststoff in PET-Flaschen wird sich der Bedarf an Regranulaten sukzessive steigern. Bis 2025 müssen PET-Flaschen zu mindestens 25 % und ab 2030 alle Flaschen zu mindestens 30 % aus recyceltem Kunststoff bestehen.

Unsere Planungen für das Jahr 2024 gehen von einem ähnlichen Absatz wie im Jahr 2023 aus. Inflationsbedingt gestiegene Kosten für Dienstleistungen und Personal sind geplant durch Kosteneinsparungen auszugleichen. Der harte Wettbewerb und Preisdruck auf dem Markt für Rezyklate werden weiter anhalten. In den Jahren 2022 und 2023 haben verschiedene Marktteilnehmer ihre Kapazitäten erweitert und tragen damit zum steigenden Wettbewerb weiter bei.

Die gesunkene Inflation und insbesondere die gesunkenen Energiekosten führen bei unseren Kunden zur Erwartung von niedrigeren Einkaufspreisen. Die im Vorjahr gestiegenen Preise durch die hohe Inflation und die gestiegenen Energiekosten konnten jedoch nicht im gleichen Ausmaß in unseren Verkaufspreisen umgesetzt werden. Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 gehen wir daher jeweils nur von einer moderaten Ergebnisverbesserung aus.

Für den Personalbestand planen wir mit einem konstanten Mitarbeiterbestand.

2. Risikobericht

Die Texplast GmbH hat ein Risikomanagement eingerichtet, dass sich an Größe und Komplexität der Gesellschaft orientiert, um Risiken der zukünftigen Entwicklungen zu erkennen und diesen entsprechend entgegenzuwirken. Dieses umfasst neben der regelmäßigen Überprüfung auch bei Abweichungen das sofortige Einleiten von Gegenmaßnahmen.

Zu unseren wichtigsten Maßnahmen gehören unter anderem die Überwachung der Herstellkosten, der Liefermengen, der Debitoren, des Zahlungsverhaltens, der Auftragsvorausschau sowie die ausführliche Analyse unserer Produktion sowie des Rohmaterials. Unsere Risikoeinschätzung in diesem Bericht spiegelt das Nettorisiko wider.

Einkaufsrisiko

Um dem hohen Risiko steigender Einkaufspreise für unsere Rohstoffe entgegenzuwirken, koppeln wir den Großteil der Einkaufsverträge, bzw. des Rohstoffeinkaufs, an die Veränderung des gleichen Markt-Index, an den wir auch unsere Verkaufspreise gekoppelt haben. Somit sind wir in der Lage, steigende Rohstoffpreise an unsere Kunden im nahezu gleichen Maß weiterzugeben. Das Risiko kann sich negativ auf das Ergebnis auswirken. Das Risiko schätzen wir für uns als gering ein.

Das hohe Risiko der Verfügbarkeit unserer Rohstoffe bzw. die Zugriffsmöglichkeit darauf, sichern wir zu einem Großteil durch Rahmenverträge mit Laufzeiten von ein bis zwei Jahren ab. Zusätzlich halten wir einen ausreichenden Bestand an Rohstoffen vor, um saisonale und Marktschwankungen ausgleichen zu können und die Produktion jederzeit abzusichern. Die Rahmenverträge schließen wir zudem mit verschiedenen Lieferanten ab, von denen keiner einen Anteil von 30 % der Gesamteinkaufsmenge übersteigt. Rohstoffeinkäufe über die Rahmenverträge hinaus tätigen wir am Spotmarkt nach Verfügbarkeit und Marktpreis und gleichen über einen Lagerauf- und -abbau schwankende Verfügbarkeiten und Preise bestmöglich aus. Das Risiko kann sich vorübergehend umsatzmindernd auswirken und zeitweise Produktionsunterbrechungen nach sich ziehen. Das Risiko schätzen wir als gering ein.

Produktionsausfallrisiko

Durch das Coronavirus sind im Jahr 2023 keine wesentlichen krankheitsbedingten Ausfälle bei unserer Belegschaft mehr zu verzeichnen gewesen. Die WHO hat im Mai 2023 den gesundheitlichen Notstand in Bezug auf Corona aufgehoben. Von einem gesteigerten Risiko durch krankheitsbedingten Ausfall und Auswirkung auf das Produktionsausfallrisiko gehen wir aktuell nicht mehr aus.

Dem hohen Risiko von Personalengpässen begegnen wir durch eine bedarfsgerechte Ausbildung von Facharbeitern in verschiedenen Berufsfeldern. Fehlendes Personal gleichen wir durch den Einsatz von Leiharbeitnehmern aus und schließen dieses Risiko für uns aus.

Dem hohen Risiko von Ausfällen der Produktionsanlagen, Maschinen, Versorgungsanlagen und Einrichtungen begegnen wir durch eine vorbeugende Instandhaltung und Wartungs- und Serviceverträgen mit verschiedenen Lieferanten und Herstellern. Ungeplante Ausfälle und Reparaturen können durch eine eigene schichtbegleitende Instandhaltungsabteilung zeitnah behoben werden. Ersatz- und Verschleißteile sind in ausreichendem Maß lagerhaltig vorhanden und werden bei Bedarf rechtzeitig nachbestellt. Das Risiko kann sich vorübergehend umsatzmindernd auswirken und zeitweise Produktionsunterbrechungen nach sich ziehen. Das Risiko von ungeplanten Produktionsausfällen schätzen wir als gering ein.

Im Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen und einen Angriffskrieg gestartet. Die Sanktionen der EU-Mitgliedsstaaten betrafen unter anderem einen Einfuhrstopp fossiler Brennstoffe aus Russland und insbesondere Gaslieferungen. Neben der erfolgreichen Kompensation von russischem Gas auf nationaler und EU-Ebene haben wir durch investive Maßnahmen einer möglichen Gasmangellage entgegengewirkt und wären in der Lage, unsere Produktion mit alternativen Brennstoffen zu versorgen. Das Risiko einer Gasmangellage haben wir für uns damit ausgeschlossen.

Kredit- und Ausfallrisiko

Das Kredit- und Ausfallrisiko betrachten wir als gering aufgrund der bestehenden Debitorenstruktur in Zusammenarbeit mit Großkonzernen. Das Risiko würde sich negativ auf das Ergebnis auswirken.

Soweit finanzielle Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar wären, würden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Texplast GmbH über ein adäquates Debitorenmanagement. Vor dem Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden und beliefern sie gegebenenfalls auf Basis Vorkasse. Nennenswerte Forderungsausfälle gab es in den letzten Jahren keine.

Finanzierungsrisiko

Durch einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit den Gesellschaftern werden Kapitalbedarfe mit entsprechender Vorlauffrist adressiert. Auf dieser Basis können Mittelbedarfe zu angemessenen Konditionen in Form von Gesellschafterdarlehen gedeckt werden. Das Risiko würde sich negativ auf die Investitionstätigkeit auswirken. Das Risiko schätzen wir als gering ein.

Liquiditätsrisiko

Ein Aspekt des Risikomanagements umfasst die Überwachung und Steuerung der Liquidität. Das zentrale Instrumentarium dazu ist ein regelmäßiges internes Liquiditätsmanagement sowie zusätzlich mit dem Gesellschafter. Das Risiko würde sich negativ auf die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen auswirken. Wir schätzen das Liquiditätsrisiko insgesamt als gering ein.

Fremdwährungsrisiko

Alle Umsätze werden in Euro getätigt, daher bestehen keine Wechselkursrisiken.

Die Texplast GmbH ist gegen alle üblichen Haftpflichtrisiken abgesichert. Das Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft hat als Ziel, die Gesellschaft gegen jegliche Risiken zu sichern.

IT-Risiken

Durch verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen werden die Daten der Texplast GmbH vor unberechtigtem Zugriff, Missbrauch und Verlust geschützt. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur Absicherung vor und zur Abwehr von Cyberangriffen durch den Einsatz modernster IT-Sicherheitstechnologien mit cloudbasierter Erkennung und Manipulationsschutz. Es werden regelmäßige Replikate und Backups erstellt. Das Risiko würde zeitweise Produktionsunterbrechungen und Datenverlust nach sich ziehen. Das Risiko schätzen wir als gering ein

Die hier dargestellte Risikobetrachtung zeigt, dass derzeit kein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft vorliegt.

3. Chancenbericht

Auf den vorhandenen Sortierstrecken können weiterhin alle marktgängigen Qualitäten aus dem deutschen Pfandsystem verarbeitet werden. Durch die Erweiterung der Pfandpflicht zum 01.01.2022 auf PET-Einweg-Saftflaschen und zum 01.01.2024 auf PET-Einweg-Milchflaschen sowie PET-Einweg-Milchmischgetränke, mussten auch die Einstellungen unserer Anlagen infolge der geänderten Rohware angepasst werden. Dies wurde erfolgreich umgesetzt. Diese Flexibilität bietet die Chance, auch bei sich weiter verändernder Zusammensetzung der Rohware, mit dem rPET-Markt und darüber hinaus wachsen zu können.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2022, die von der NRO Zero Waste Europe in Auftrag gegeben wurde, enthielten PET-Einweg-Getränkeflaschen durchschnittlich 17 Prozent Rezyklat. Die europäische Einwegkunststoff-Richtlinie schreibt für PET-Getränkeflaschen verbindlich vor, dass sie ab dem Jahr 2025 einen Mindestanteil von 25 Prozent Rezyklat enthalten müssen. Ab 2030 soll dieser Mindestanteil auf 30 Prozent angehoben werden. Der Bedarf in der EU an Rezyklaten wird demnach in 2025 und Folgejahren stetig wachsen.

Mit der Übernahme der Texplast GmbH zum 01.05.2022 durch die APLA AT Recyclingbeteiligungsgesellschaft mbH in Hard (Österreich) sehen wir, bei einem insgesamt weiterwachsenden Markt, mittel- und langfristig weiter die Chance, unseren Absatz zu steigern und dafür erforderliche Erweiterungsinvestitionen tätigen zu können. Als Resultat daraus versprechen wir uns, das Betriebsergebnis deutlich steigern zu können.

Insgesamt überwiegen aus unserer Sicht die Chancen, so dass wir die Geschäftsentwicklung weiterhin als positiv beurteilen.

 

Bitterfeld-Wolfen, den 13. Mai 2025

Texplast GmbH

Markus Naumann, Geschäftsführer

Torsten Kreiseler, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 15.412,68 17.252,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 5.444.860,52 5.219.655,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.540.993,21 5.150.075,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 617.429,60 755.862,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 556.135,73 11.159.419,06 77.315,27 11.202.908,84
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 500.000,00
11.174.831,74 11.720.161,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.259.592,94 7.961.171,59
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.537.454,93 6.797.047,87 2.653.274,99 10.614.446,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.145.554,73 1.029.613,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 993.010,00 1.248.645,08
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.464.799,59 3.603.364,32 454.660,14 2.732.918,54
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.500.470,20 2.775.151,24
14.900.882,39 16.122.516,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.301,34 14.698,30
26.079.015,47 27.857.376,21

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Kapitalrücklage 7.864.933,17 7.864.933,17
III. Gewinnvortrag 11.434.571,96 9.716.185,51
IV. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -709.342,66 1.718.386,45
18.615.762,47 19.325.105,13
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 306.140,96 323.227,75
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 609.817,00
2. Sonstige Rückstellungen 435.000,00 275.150,00
435.000,00 884.967,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.756.351,88 4.492.233,30
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.866.080,31 1.562.555,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 99.679,85 1.269.287,78
- davon aus Steuern EUR 90.918,98 (i. Vj. EUR 1.238.723,97) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 24.316,55) -
6.722.112,04 7.324.076,33
26.079.015,47 27.857.376,21

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 45.433.401,85 53.600.654,76
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen Erzeugnissen -115.820,06 1.287.198,63
3. Sonstige betriebliche Erträge 127.891,16 330.786,47
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -21.629.531,73 -30.775.409,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.539.628,54 -32.169.160,27 -10.174.423,79 -40.949.833,02
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.780.940,59 -4.135.592,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.107.445,47 -5.888.386,06 -938.232,18 -5.073.825,05
- davon für Altersversorgung EUR 4.468,98 (i. Vj. EUR 4.159,48) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.427.350,45 -1.482.580,03
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.475.070,03 -4.888.997,68
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.753,42 7.319,89
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.753,42 (i. Vj. EUR 7.315,07) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -105.028,11 -4.435,65
- davon an verbundene Unternehmen EUR 102.719,71 (i. Vj. EUR 0,00) -
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 4.300,00) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.872,56 -1.046.124,99
11. Ergebnis nach Steuern -622.641,11 1.780.163,33
12. Sonstige Steuern -86.701,55 -61.776,88
13. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -709.342,66 1.718.386,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Texplast GmbH, Bitterfeld-Wolfen (Texplast), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 11978, ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach § 267 Abs. 3 HGB um eine große Kapitalgesellschaft.

Vom 01.02.2005 bis zum 30.04.2022 bestand eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Fromm Plastics GmbH, Kölleda (Fromm Plastics), als Organträger.

Die Form der Darstellung im Jahresabschluss wurde im Wesentlichen beibehalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß den Vorschriften des § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung.

Bewertungsänderungen sind nicht erfolgt.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der abnutzbaren Vermögensgegenstände linear vorgenommen, die im Wesentlichen, der in den amtlichen AfA-Tabellen vorgegebenen Nutzungsdauer entspricht. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Der Ansatz beinhaltet neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die aktivierungsfähigen Teile der Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde eingehalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen externe Unternehmen in Höhe von 0,5 % gebildet (TEUR 5). Einzelwertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bilanziert, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Aktive Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich aus steuerlichen Verlustvorträgen und werden mit einem Steuersatz von 29,825% bewertet. Diese wurden unter Verzicht der Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet Investitionszuschüsse des Landes Sachsen-Anhalt für die Jahre 2004 bis 2006 sowie 2010 bis 2011. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter und ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der bei der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagespiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausweisänderung von Vermögensgegenständen innerhalb des Anlagevermögens. Dies betrifft die entgeltlich erworbene Software, das Grundstück und Gebäude, die Technischen Anlagen und Maschinen sowie die Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Eine Nutzungsdauer- und Bewertungsänderung erfolgte nicht. Die Ausweisänderungen sind als Umbuchungen im Anlagenspiegel dargestellt.

Fertige Erzeugnisse und Waren

Im Geschäftsjahr waren Wertberichtigungen auf Fertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 1.102 auf den niedrigeren beizulegenden Wert notwendig, die innerhalb der Bestandsveränderung ausgewiesen sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus:

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Lieferungen und Leistungen 993 1.249
993 1.249

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen:

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Körperschaftsteuer 551,9 0,0
Gewerbesteuer 485,9 0,0
Umsatzsteuer 143,4 0,0
Stromsteuererstattungen 124,2 109,2
Vorsteuer im Folgejahr abziehbar 83,0 268,6
Mietkautionen 61,2 61,2
Forderungen gegen Personal 15,2 15,7
1.464,8 454,7

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen für noch zu erbringende Dienstleistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 26 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden für die Neuerrichtungen keine neuen Zuschüsse ausgezahlt. Die Zuschüsse wurden in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 17) aufgelöst und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich TEUR 406 sowie die Prüfung des Jahresabschlusses TEUR 29.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
von einem bis zu fünf Jahren
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.756 1.756 0 0
(Vorjahr) (4.492) (4.492) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.866 2.416 2.450 0
(Vorjahr) (1.563) (1.563) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 100 100 0 0
(Vorjahr) (1.269) (1.269) (0) (0)
6.722 4.272 2.450 0
(7.324) (7.324) (0) (0)

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden folgende Verbindlichkeiten ausgewiesen:

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Darlehen gegenüber Gesellschafter 3.150,0 0
Lieferungen und Leistungen 1.716,1 1.562,6
4.866,1 1.562,6

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten:

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Lohn- und Kirchensteuer 42,1 62,4
Quellensteuer 37,3 0,0
Umsatzsteuer 11,5 376,4
Sonstiges 8,8 10,0
Gewerbesteuer 0,0 662,4
Körperschaftsteuer 0,0 137,5
IHK-Beitrag 2020, 2021 0,0 20,6
99,7 1.269,3

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen zu 71 % (Vj. 80 %) im Inland, zu 25 % (Vj. 11 %) in Österreich und zu 3 % (Vj. 8 %) in Frankreich erzielt.

Sie gliedern sich auf folgende Produktgruppen:

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Mahlgut 4.583 7.357
Regranulat 31.331 33.616
Agglomerat 216 217
Lohnarbeit 3.910 3.146
Handelsware 544 3.075
Nebenprodukte 4.082 5.254
Sonstiges 767 936
Summe 45.433 53.601

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten folgende Posten:

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Erträge aus Einspeisevergütung 41 48
Sachbezüge Kfz 29 18
Auflösung von Rückstellungen 26 46
Auflösung von Sonderposten 17 17
Verwaltungskostenumlagen verb. Untern. 10 0
Sonstige Erträge 5 5
Verkäufe von Sachanlagen 0 136
Übrige periodenfremde Erträge 0 39
Erstattungen Aufwandsausgleichsgesetz 0 13
Herabsetzung PWB zu Forderungen 0 5
Währungsumrechnung 0 4
Summe 128 331

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten:

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
Lizenzgebühren und verschiedene betriebliche Kosten 2.247 1.134
Reparaturen und Instandhaltungen 1.377 1.390
Kosten der Warenabgabe 1.059 1.116
Fahrzeugkosten 899 769
Raumkosten 644 259
Werbe- und Reisekosten 158 88
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 91 114
Verluste aus Abgang Anlagevermögen 0 17
Verluste aus Wertminderungen oder Abgang Umlaufvermögen 0 1
Summe 6.475 4.889

V. Sonstige Angaben

Honorar für den Abschlussprüfer

Das Honorar für den Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB) beträgt:

Lfd. Jahr
(TEUR)
Vorjahr
(TEUR)
a) Abschlussprüfungsleistungen, 39 51
b) andere Bestätigungsleistungen 1 5
c) Steuerberatungsleistungen 80 24
d) sonstige Leistungen 2 9
122 89

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasing- und Mietverträgen über Anlagegüter in Höhe von TEUR 2.261 für die Jahre 2024 bis 2028.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 2023 (Köpfe)

Zeitpunkt Gewerbliche Arbeitnehmer Angestellte Geringfügig Beschäftigte Summe Arbeitnehmer
31.03. 92 21 5 118
30.06. 96 20 5 121
30.09. 96 20 5 121
31.12. 90 20 5 115
Durchschnitt 94 20 5 119
Zeitpunkt Azubis Leiharbeiter Gesamt
31.03. 4 13 131
30.06. 4 10 131
30.09. 3 10 131
31.12. 5 11 126
Durchschnitt 4 11 130

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer 2022 (Köpfe)

Zeitpunkt Gewerbliche Arbeitnehmer Angestellte Geringfügig Beschäftigte Summe Arbeitnehmer
31.03. 89 18 6 113
30.06. 89 20 6 115
30.09. 93 19 6 118
31.12. 88 20 6 114
Durchschnitt 90 19 6 115
Zeitpunkt Azubis Leiharbeiter Gesamt
31.03. 7 13 126
30.06. 7 13 128
30.09. 9 13 131
31.12. 8 13 127
Durchschnitt 8 13 128

Die Leiharbeiter stellen keinen Teil des Personalaufwandes dar.

Geschäftsführer

Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Torsten Kreiseler, Dipl. Ing. Maschinenbau, und Herr Markus Naumann, Dipl. Ing. Maschinenbau, bestellt. Herr Kreiseler ist alleinvertretungsberechtigt und von den Bestimmungen des § 181 BGB befreit. Herr Naumann ist gesamtvertretungsberechtigt. Herr Kreiseler und Herr Naumann sind auch Geschäftsführer der PET Recycling Team Wolfen GmbH.

Gesellschafter

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 26 wird zum Geschäftsjahresende 2023 zu 100,0 % von der ALPLA AT Recyclingbeteiligungsgesellschaft mbH in Hard (Österreich) gehalten.

Konzernabschluss

Der Konzernabschluss wird durch die ALPLA Privatstiftung, Hard (Österreich), als Mutterunternehmen des kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreises aufgestellt. Die ALPLA Privatstiftung ist im Handelsregister B des Landesgerichts Feldkirch (Österreich) unter der Registernummer FN 177764 v eingetragen. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.

Die ALPLA Privatstiftung ist nicht veröffentlichungspflichtig.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden nicht getätigt.

VI. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Bitterfeld-Wolfen, den 13. Mai 2025

Texplast GmbH

Markus Naumann, Geschäftsführer

Torsten Kreiseler, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 281.716,71 11.255,23 6.179,60 0,00 299.151,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 7.778.899,64 294.236,87 -192.060,80 0,00 7.881.075,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.484.068,54 509.659,45 342.253,24 0,00 26.335.981,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.189.850,48 88.048,63 -156.372,04 0,00 2.121.527,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.315,27 504.086,81 0,00 25.266,35 556.135,73
35.530.133,93 1.396.031,76 -6.179,60 25.266,35 36.894.719,74
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00 0,00
36.311.850,64 1.407.286,99 0,00 525.266,35 37.193.871,28
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 264.464,00 13.095,76 6.179,10 0,00 283.738,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 2.559.243,78 171.180,35 -294.208,94 0,00 2.436.215,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.333.993,54 1.040.229,06 420.765,42 0,00 21.794.988,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.433.987,77 202.845,28 -132.735,58 0,00 1.504.097,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.327.225,09 1.414.254,69 -6.179,10 0,00 25.735.300,68
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.591.689,09 1.427.350,45 0,00 0,00 26.019.039,54
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 15.412,68 17.252,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 5.444.860,52 5.219.655,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.540.993,21 5.150.075,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 617.429,60 755.862,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 556.135,73 77.315,27
11.159.419,06 11.202.908,84
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 500.000,00
11.174.831,74 11.720.161,55

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Texplast GmbH, Bitterfeld-Wolfen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Texplast GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Texplast GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Jena, den 13. Mai 2025

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