Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bond Phillip Brian seit 6.3.2025 | Geschäftsführer |
Cédric Ètienne Pierre Mineau seit 24.5.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Afag Holding AG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Afag GmbHAmbergJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht 2023Afag GmbHGeschäftsmodell Die Afag GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt Zuführtechnikkomponenten und -lösungen für die Investitionsgüterindustrie u.a. in den Branchen Maschinenbau, Automotive, Elektroindustrie, Medizintechnik, Kommunikation und Konsumgüter. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. Auch die Afag GmbH litt unter den oben beschriebenen Folgen. Die Geschäftsführung war sich dieser Herausforderung stets bewusst und hat unterjährig zahlreiche Maßnahmen zur Abmilderung ergriffen. Insbesondere lag der Fokus seit dem zweiten Halbjahr einerseits auf der Projektakquise, um dem sinkenden Auftragsbestand entgegenzuwirken, zum anderen wurden Kostensenkungsprogramme und Liquiditätssicherungsmaßnahmen etabliert. Trotz sinkender Auftragsreichweite konnte ein höherer Umsatz als im Vorjahr erzielt werden. Jedoch konnte die gute Umsatzentwicklung die unvermeidbaren Kostensteigerungen in den direkten und indirekten Bereichen sowie in der Finanzierung nicht kompensieren, so dass ein negatives Unternehmens-Ergebnis erwirtschaftet wurde. Geschäftsverlauf Wir steuern das Unternehmen über die finanziellen Leistungsindikatoren Auftragseingang, Umsatz, Bruttomarge und Vorsteuerergebnis. Der Auftragseingang lag bis Ende des dritten Quartals auf Plan, jedoch brach er im vierten Quartal 2023 stark ein, so dass der Jahresplan insgesamt nicht erreicht werden konnte. Die Umsatzerlöse liegen auf Budget, die geringeren Umsätze mit verbundenen Unternehmen wurden durch höhere Umsätze mit Dritten kompensiert. Die Bruttomarge liegt aufgrund höherer variabler Fertigungskosten unter Budget. Das Unternehmensergebnis ist negativ, es liegt damit deutlich unter Plan. Ursachen sind i. W. höhere operative Kosten sowie über Plan liegende Finanzierungskosten und Management Gebühren. Das Projektgeschäft der Zuführtechnik liegt im Umsatz 3,3% über Budget. Neben den geplanten Projektumsätzen konnte insbesondere noch im letzten Quartal ein Teil des hohen Auftragsbestands ausgeliefert werden. Die Bruttomarge liegt aufgrund höherer direkter Personalkosten unter Budget. Der Ergebnisbeitrag liegt unter Plan, was i. W. auf eine Erhöhung der Garantierückstellung, eine Einzelwertberichtigung einer Kundenforderung sowie höhere Personalkosten zurückzuführen ist. Der Komponentenbereich hat sich negativ entwickelt, der Umsatz liegt insgesamt 4,7% unter Budget. Die Umsätze mit Dritten liegen leicht über Plan, jedoch unterschreiten die Innenumsätze die Planwerte. Die Bruttomarge liegt aufgrund deutlich höherer Materialkosten unter Budget. Das deutlich unter Plan liegende Ergebnis ist einerseits auf diese höheren Materialbeschaffungskosten sowie auf höhere Entwicklungskosten zurückzuführen. Auftrags- und Umsatzentwicklung Der Auftragseingang 2023 war im Vergleich zum Vorjahr um 20,6% rückläufig, dies betraf sowohl das Projektgeschäft (-22,4%), als auch das Komponentengeschäft (-15,0%). Der Nettoumsatz 2023 der Afag GmbH ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 11,2% gestiegen, welches ausschließlich vom Projektgeschäft (+21,9% ggü. VJ) getragen wurde, welches von einem hohen Auftragsbestand zehren konnte. Der Netto-Umsatz im Komponentengeschäft ist rückläufig (- 2,7% ggü. VJ). Gegenläufig entwickelten sich die Provisionserträge aus den Verkäufen der Handhabungstechnikprodukte im deutschen Markt, die im Vergleich zu 2022 deutlich rückläufig sind. Der größte Umsatzanteil der Afag GmbH wurde nach wie vor im Heimatmarkt Deutschland generiert, er ist auf ca. 74% angestiegen. Im Schweizer Markt (Intercompany-Lieferungen und Umsatz mit Drittkunden) blieb der Umsatzanteil mit 6,4% stabil (VJ 6,2%). Die Umsatzanteile in Nordamerika (ausschließlich Intercompany-Lieferungen) sanken von ca. 6,6% auf 5,5%, was u.a. auf Lieferengpässe zurückzuführen ist. Der Intercompany-Umsatzanteil mit der Afag China in Shanghai sank von 9,8% in 2022 auf 3,5% in 2023. Die Auftragslage gegen Ende 2023 ist rückläufig, der Auftragsbestand liegt v.a. aufgrund der schwachen Auftragseingänge ab dem vierten Quartal -28% unter dem Wert des Vorjahres. Der budgetierte Umsatz des Jahres 2023 liegt deutlich über dem Niveau von 2022, er basiert u.a. auf einem höheren Mengengerüst, berücksichtigt einen Auftragsbestandsabbau sowie Verkaufspreissteigerungen. Ertragslage Obwohl die Umsatzerwartungen übertroffen wurden, wurde ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Ursächlich sind i. W. geringere Brutto-Margen bei Projekten und Komponenten, als auch gestiegene Kosten in sämtlichen Bereichen. Der im Verhältnis zum Umsatzwachstum überproportionale Anstieg der direkten Personalkosten ist u.a. auf hohe Krankenstände und eine geringere Produktivität zurückzuführen. Zusätzlich belasten eine Zuführung der Rückstellung für Gewährleistungen, Einzelwertberichtigungen einer Kundenforderung sowie höhere Management Gebühren das Ergebnis. Im Jahr 2023 beträgt das negative Betriebsergebnis TEUR -205, der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR -205. Vermögenslage Die Vermögenslage ist dadurch gekennzeichnet, dass auf der Aktivseite die Vorräte, sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um insgesamt TEUR 738 zurückgegangen sind. Die flüssigen Mittel haben um TEUR 494 zugenommen. Das Anlagevermögen ist insgesamt um TEUR 95 gesunken. Das Eigenkapital der Afag GmbH hat um TEUR 2.411 deutlich zugenommen und beträgt zum 31.12.2023 TEUR 3.895 (Vj. TEUR 1.484). Ursächlich sind eine Kapitalerhöhung seitens Emerson über TEUR 789 sowie ein Debt-Equity Swap über TEUR 1.827 seitens der Afag Holding AG. Aufgrund der Eigenkapitalzuführungen steigt die Eigenkapitalquote von 15,4% des Vorjahres auf 42,6%. Finanzlage Die alleinige Gesellschafterin der Afag GmbH ist nach wie vor die Afag Holding AG mit Sitz im schweizerischen Zell im Kanton Luzern. Die Afag Holding AG war bis zum 05.09.2023 Teil der Schaeff Gruppe mit Sitz in Schwäbisch Hall. Am 06.09.2023 wurden sämtliche Anteile der Afag-Gruppe vom US-amerikanischen börsennotierten Emerson Konzern mit Sitz in St. Louis, Missouri, USA übernommen. Im Rahmen der Übernahme wurden sämtliche Darlehen bei Banken, bei verbundenen Unternehmen der Schaeff Gruppe sowie bei den Altgesellschaftern seitens des Käufers abgelöst. Zur Neufinanzierung der Afag Gruppe wurden neben Kapitaleinlagen neue Darlehen von Emerson an die Afag Holding ausgereicht, welche ihrerseits die operativen deutschen und schweizerischen Gesellschaften finanziert. Insgesamt ist die Bilanzsumme auf TEUR 9.144 (Vj TEUR 9.524, Reduktion -4,2%) zurückgegangen. Die Gesellschaft verfügte im abgelaufenen Geschäftsjahr über ausreichende Barmittel. Das Liquiditäts-Management sowie die Sicherstellung von möglichst termintreuen Auslieferungen hatte oberste Priorität und wird auch 2024 im Fokus stehen. Das gegenwärtige Geschäftsvolumen kann sicher abgewickelt werden. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von TEUR 75 in Sachanlagen getätigt. Personal Im Jahr 2023 ist der Personalstand gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, aufgrund des gestiegenen Umsatzes ist die Gesamt-Personalquote jedoch nahezu konstant geblieben. Die Suche nach geeignetem Fachpersonal gestaltet sich insbesondere in den indirekten Fachbereichen Finanzen, HR und IT weiterhin schwierig. Kritische Vakanzen wurden mit externem Personal interimistisch überbrückt, was jedoch zu erheblichen Zusatzkosten geführt hat. Einige Stellen konnten erst im Jahr 2024 erfolgreich mit festangestelltem Personal wiederbesetzt werden. Risiko- und Chancenbericht Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Chancenbericht Durch die neue Zugehörigkeit der Afag Gruppe zum Emerson Konzern ergeben sich Synergien im Bereich der Verwaltung sowie zusätzliche Opportunitäten in den Verkaufskanälen, sowohl im Bereich externer Kunden, als auch im Intercompany Bereich. Nach einer Konsolidierungsphase in 2024 strebt der Emerson Konzern mit der Afag Gruppe ein zweistelliges prozentuales Wachstum in den folgenden Jahren an. Ob dies gelingt, wird u.a. von der Lieferfähigkeit und den eigenen Kapazitäten der Afag abhängen. Nach der Übernahme wurden die Afag Gesellschaften seitens Emerson in eine Konzernmatrix integriert, welche thematisch nach Geschäftsbereichen (sog. Business Units) und geographisch nach Weltregionen aufgeteilt ist. Sowohl Geschäftsbereiche, als auch Weltregionen werden im Konzern separat geführt. Die Afag Gruppe wurde der Business Unit "Discrete Automation" zugeordnet, welche den Sondermaschinenbau mit seiner stetigen Fertigung beinhaltet. Die schweizerischen Gesellschaften Afag Automation AG (Zell) und Afag Holding AG (Zell), sowie die deutschen Gesellschaften Afag Engineering GmbH (Hardt) sowie die Afag GmbH (Amberg) wurden der Weltregion "EMEA" (Europe, Middle East & Africa) zugeordnet, die Afag Automation Technology (Shanghai) Co., Ltd. (China) der Region "APAC" (Asia Pacific), die Afag Automation Americas Inc. in Smyrna (USA) der Region "North America". Da Emerson mit seinem Markenportfolio einen weltweiten Bekanntheitsgrad besitzt, und die Konzernführung entschieden hat keine weitere Marke in das gruppenweite Portfolio aufzunehmen, wird ab 2024 ein Rebranding der Marke "Afag" in die bestehende Konzernmarke "Aventics" durchgeführt, welche die meisten Kongruenzen im Produktportfolio zur Afag aufweist. Die Kunden werden über diese Umbenennung seitens des Konzerns informiert. All dies schafft aus Sicht der Geschäftsleitung die Basis, um neue Kunden erreichen zu können. Risikobericht Konjunkturelle Risiken Risiken ergeben sich in erster Linie aus den weiterhin nicht absehbaren Folgen der Kriege in der Ukraine sowie im Nahen Osten. Die daraus entstehenden Unsicherheiten führen dazu, dass die Weltkonjunktur nach wie vor in einer Flaute steckt. Der Einbruch bei den Auftragseingängen im vierten Quartal 2023 setzt sich auch im ersten Quartal 2024 fort. Um die konjunkturelle Schwächephase zu überbrücken, hat die Afag GmbH seit dem ersten Quartal 2024 Kurzarbeit angemeldet. Kundenrisiken Bezüglich des Russland-Krieges bestehen für die Afag GmbH derzeit keine unmittelbaren Kundenrisiken, da sie weder direkte Geschäftsbeziehungen zu russischen Kunden unterhält noch bekannt ist, dass russische Endkunden hinter einzelnen Afag Kunden stünden. Ein weiteres Risiko birgt die kostengetriebene Praxis deutscher Unternehmen, ihre Maschinen und Anlagen auch für ihre deutschen/ europäischen Produktionsstätten aus China/Asien zu beziehen. Versorgungs- und Kapazitätsrisken Die Versorgungsunsicherheiten in den Lieferketten sind weiterhin rückläufig, so dass nun interne Kapazitätsengpässe, u.a. aufgrund Fachkräftemangel, die Afag vermehrt vor Herausforderungen bei der termingerechten Abarbeitung ihrer Aufträge stellt. Technologische Veränderungsrisiken Die Transformation in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität - insbesondere Antriebs- und Batterietechnologie - führt zu Veränderungen bei den benötigten Automatisierungskonzepten und zur Verschiebung der Geschäftsmodelle bei den Kunden. Es ist derzeit nicht absehbar, ob sich im Jahr 2024 ein Investitionsstau aufbaut. Folglich ist es weiterhin ratsam die Bemühungen in den Bereichen Medizintechnik und Zukunftstechnologien - z.B. Elektromobilität, autonomes Fahren, Vernetzung und genereller Digitalisierungsbestrebungen - weiter auszubauen. Eigenkapital- und Liquiditätsrisiken Die Eigenkapital- und Liquiditätsrisiken für die Afag GmbH haben sich aufgrund der Emerson-Konzernanbindung aufgelöst. Finanzielle Risiken, insbesondere Forderungsausfallrisiken Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist weiterhin darauf bedacht, finanzielle Risiken durch eine konservative Risikopolitik gering zu halten. Zur Überwachung steht ein umfangreiches System von Tages-, Monats-, Quartals- und Jahresberichten zur Verfügung. Forderungsausfallrisiken ergeben sich aus Lieferungen und Leistungen. Trotz eines straffen Debitorenmanagements hatte die Afag GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr einen erheblichen Zahlungsausfall aufgrund Insolvenz eines Kunden zu verzeichnen. Insgesamt hat die Anzahl der Insolvenzen aufgrund Pandemie und Krieg deutlich zugenommen und bei vielen Kunden ist eine Tendenz zu sinkender Zahlungsmoral spürbar. Im Emerson Konzern besitzt das Forderungsmanagement eine sehr hohe Priorität. Gesamtrisikobeurteilung Insgesamt schätzen wir das Risiko, dass es 2024 zu einer für die Gesellschaft existenziell bedrohlichen Situation kommen kann, - mit Ausnahme von Krieg - als beherrschbar ein. Der permanente Austausch mit dem Emerson-Top-Management garantiert die nachhaltige Handlungsfähigkeit. Prognosebericht Der Auftragseingang im ersten Quartal 2024 hat sich lediglich leicht erholt, er hat weder das durchschnittliche Vorjahresniveau noch das Niveau der ersten drei Quarte 2023 erreicht. Folglich fällt auch die Planung der Auftragseingänge für das Jahr 2024 geringer aus als im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2024 wird für die Afag GmbH ein Umsatz von 20.857 T€ angestrebt. Obwohl dieser unter dem Vorjahr liegt, erwarten wir aufgrund der in 2024 nicht wiederkehrenden Einmalkosten 2023 (Zuführung Garantierückstellung TEUR 335 sowie Einzelwertberichtigung einer Kundenforderung TEUR 121) sowohl eine bessere Bruttomarge als auch wieder ein positives Vorsteuerergebnis. Im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine Krieg besteht für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin erhebliche Unsicherheit. Daraus resultierende Effekte können die globale Wirtschaftsdynamik und damit einhergehend die Automobilmärkte sowie weitere Branchen jederzeit kurzfristig beeinträchtigen. Die zum Zeitpunkt der Budgeterstellung erkennbaren Auswirkungen haben wir bestmöglich in der Planung für 2024 berücksichtigt, über die quartalsweise Erstellung von Prognosen stellen wir eine Adaption an die aktuellen Entwicklungen sicher.
Amberg, den 28.03.2024 Jean Christoph Serkumian Adrian Fuchser BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung in der Fassung nach § 327 HGB
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Afag GmbH, Wernher-von-Braun-Str. 1, 92224 AmbergAllgemeine Angaben und Erläuterungen Die Afag GmbH hat ihren Sitz in Amberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Amberg (HR B Nr. 333). Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Afag Holding AG mit Sitz im schweizerischen Zell. Die Afag GmbH wird im Geschäftsjahr 2023 letztmalig in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Schaeff Group Holding AG (als Rechtsnachfolger der umgewandelten Schaeff Maschinen GmbH & Co.KG), Schwäbisch Hall, (größter und kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen, welcher im Transparenzregister elektronisch bekannt gemacht wird. Die Afag Holding AG war bis zum 05.09.2023 Teil der Schaeff Gruppe mit Sitz in Schwäbisch Hall. Am 06.09.2023 wurden sämtliche Anteile der Afag-Gruppe vom US-amerikanischen börsennotierten Emerson Konzern mit Sitz in St. Louis, Missouri, USA übernommen. Ab dem Geschäftsjahr 2024 wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss des Emerson Konzerns einbezogen. Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des Handelsgesetzbuches erstellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 3 bis 5 Jahre. Sachanlagen werden bei Zugang mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst und planmäßig nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Mobilien mit Anschaffungskosten über EUR 800,00 werden ab dem Jahr 2019 linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden ab dem Wirtschaftsjahr 2019 sofort als Kosten abgeschrieben. Der Berechnung der Abschreibungen bei den einzelnen Sachanlagegruppen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern in Jahren zu Grunde:
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet, wobei zur Berücksichtigung von verminderter Gängigkeit und Verwertbarkeit angemessene Abschläge vorgenommen werden. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Material- und Fertigungseinzelkosten, notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie dem anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens bewertet. Das Niederstwertprinzip ist eingehalten. Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 2,0 % Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung gebucht. Forderungen in Fremdwährung und einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die aktiven latenten Steuern stellen den Steuerunterschied aus den unterschiedlichen Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz, bei den Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen dar. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags. Den Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsgeldern liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sowie erhaltene Anzahlungen in Fremdwährung und einer Laufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.433 (Vj. TEUR 2.243) sind auf Lieferungen und Leistungen, sowie Provisionen zurückzuführen. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 41 (Vj. TEUR 24), sowie Guthaben aus Altersvorsorgeverträgen mit mehrjähriger Laufzeit in Höhe von TEUR 25 (Vj. 25). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen eine noch nicht gebuchte Gutschrift für Lizenzgebühren von der Afag Holding AG über TEUR 156 (Vj. TEUR 0) sowie vor dem Bilanzstichtag bezahlte IT-Kosten mit TEUR 50 (Vj. TEUR 34). Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 12 entsprechen im Wesentlichen dem Vorjahreswert, sie ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen für die Jubiläumsrückstellung in Handels- und Steuerbilanz. Aktive latente Steuern aus gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen werden nicht angesetzt. Für den Bestand aus den aktiven latenten Steuern besteht Ausschüttung- und Abführungssperre. Die Sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Gewährleistungsrisiken in Höhe von TEUR 575 (Vj. TEUR 240), Urlaub/Überstunden/Gleitzeit in Höhe von TEUR 384 (Vj. TEUR 426), Rechnungsnachlauf in Höhe von TEUR 96 (Vj. TEUR 121) und sonstige in Höhe von TEUR 828 (Vj. TEUR 512). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 1.621 (Vj. TEUR 2.093). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 591.954,22. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Im Rahmen der Übernahme durch Emerson am 06.09.2023 wurden sämtliche Darlehen bei Banken, bei verbundenen Unternehmen der Schaeff Gruppe sowie bei den Altgesellschaftern seitens des Käufers abgelöst. Zur Neufinanzierung der Afag Gruppe wurden neben Kapitaleinlagen neue Darlehen von Emerson an die Afag Holding ausgereicht, welche ihrerseits die operativen deutschen und schweizerischen Gesellschaften finanziert. Sämtliche Afag-Gesellschaften werden ab 2024 an das konzernweite Cash-Pooling angebunden. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Gliederung der Umsatzerlöse
Der Währungsaufwand beträgt TEUR 47 (Vj. TEUR 0). Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 18). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen bis zum Ende der Laufzeit für bewegliche Anlagegüter in Höhe von nominal TEUR 385 (Vj TEUR 492). Davon werden TEUR 220 (Vj TEUR 260) im folgenden Geschäftsjahr fällig. Aus dem Gebäudemietvertrag besteht eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 4.340 (Vj. TEUR 4.580) für die Dauer der Grundmietzeit von 20 Jahren. Hiervon fallen TEUR 240 (Vj. TEUR 240) im kommenden Geschäftsjahr an. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Es haben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben. Ergänzende Angaben Die Zahl der Mitarbeiter getrennt nach Gruppen betrug im Jahr 2023:
Die Mitglieder der Geschäftsführung im Jahr 2023 waren Herr Dr. Alexander Schaeff und Herr Adrian Fuchser, beide gesamtvertretungsberechtigt. Seit dem 09. Januar 2024 ist Herr Dr. Schaeff als Geschäftsführer ausgeschieden und Herr Jean-Christophe Serkumian mit Einzelvertretungsberechtigung zum neuen Geschäftsführer bestellt worden. Auf die Offenlegung der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Amberg, den 28.03.2024 Jean Christoph Serkumian, Geschäftsführer Adrian Fuchser, Geschäftsführer Geschäftsführung Anlagespiegel
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Afag GmbH, Amberg: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und den Lagebericht der Afag GmbH, Amberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse -entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 und -vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz, und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus -identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. -gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben. -beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. -ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. -beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. -beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. -führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gerlingen, 22.05.2024 Stimpfle
und Stimpfle Partnerschaft mbB
Josef Stimpfle, Wirtschaftsprüfer ErläuterungenDer Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 24.08.2024 festgestellt und der Bilanzgewinnn auf neue Rechnung vorgetragen. |
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