Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 14092
Vorher
Babcock Industrierohrleitungsbau Bitterfeld GmbHR & M IKR GmbH Industrie - Kraftwerks - RohrleitungsbauBIS IKR GmbHBIS Rohrleitungsbau GmbHBilfinger Rohrleitungsbau GmbH
Eingetragen
11.12.1996
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauErrichtung von Fertigteilbauten
Gegenstand
Die Ausführung von Bau-, Konstruktions-, Demontage- sowie Montagearbeiten aller Art wie insbesondere das Verlegen von Rohrleitungen für Industrie, Kraftwerke und Kommunen; das Herstellen und Erneuern von Maschinen und Anlagen, das Projektmanagement für entsprechende Leistungen, die Überlassung von Arbeitnehmern im Rahmen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und alle mit den vorbeschriebenen Leistungen unmittelbar oder mittelbar zusammenhängenden Leistungen sowie die Durchführung von Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung nach dem Sozialgesetzbuch.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
André Röder
seit 29.9.2025
Prokura
Sebastian Zahn
seit 13.12.2024
Geschäftsführer
Andreas Schmitz
seit 11.6.2021
Geschäftsführer
Bernd König
seit 23.8.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ERBUD S.A.POL
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ERBUD Holding Deutschland GmbH
Germany
520.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IKR GmbH

Bitterfeld-Wolfen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.253,81 56.534,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87.714,13 104.234,15
2. technische Anlagen und Maschinen 202.607,66 171.408,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.236,05 1.287.557,84 900.832,94
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 15.078.513,92 11.711.836,89
abzüglich erhaltene Anzahlungen -9.075.150,64 -7.870.222,72
2. geleistete Anzahlungen 0,00 6.003.363,28 9.725,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.658.675,78 5.632.236,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 501.541,62 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.638.489,01 12.798.706,41 6.205.376,93
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.048.794,64 2.356.626,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.143,10 14.851,45
22.208.819,08 19.293.441,68

Passivseite

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 520.000,00 520.000,00
II. Kapitalrücklage 5.806.857,96 5.806.857,96
III. Gewinnvortrag 2.377.478,36 1.128.546,19
IV. Jahresüberschuss 1.240.819,38 9.945.155,70 1.248.932,17
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 296.957,00 283.755,00
2. Steuerrückstellungen 147.643,00 53.899,00
3. sonstige Rückstellungen 5.512.731,42 5.957.331,42 4.640.038,34
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.830,76 126.762,04
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 303.929,82 926.824,23
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.226.641,34 2.407.304,69
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.437,03 70.103,33
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.710.493,01 2.080.418,73
davon aus Steuern: € 875.375,22 (Vorjahr: € 1.152.695,99)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 15.858,34 (Vorjahr: € 32.654,61) 6.306.331,96
22.208.819,08 19.293.441,68

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Vorjahr:
1. Umsatzerlöse 47.577.921,61 47.724.733,96
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.366.677,03 -4.888.008,18
3. sonstige betriebliche Erträge 1.079.572,13 52.024.170,77 275.434,05 43.112.159,83
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.937.054,43 2.834.775,78
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.294.761,36 -27.231.815,79 17.144.406,35 -19.979.182,13
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.459.039,51 12.652.797,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.008.187,81 -16.467.227,32 3.037.399,35 -15.690.196,85
davon für Altersversorgung: € 3.029,00 (Vorjahr: € 61.739,00)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -382.433,33 -361.802,33
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.624.402,72 -5.732.702,28
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.956,10 933,35
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.841,03 9.115,07 -18.806,03 -17.872,68
davon aus der Aufzinsung: € 5.273,00 (Vorjahr: € 9.536,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -64.820,19 -51.578,90
11. Ergebnis nach Steuern 1.262.586,49 1.278.824,66
12. sonstige Steuern -21.767,11 -29.892,49
13. Jahresüberschuss 1.240.819,38 1.248.932,17

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.410,02 0,00 0,00 123.410,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.855.442,70 0,00 0,00 3.855.442,70
3.978.852,72 0,00 0,00 3.978.852,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.892.739,05 0,00 0,00 2.892.739,05
2. technische Anlagen und Maschinen 916.717,66 70.172,57 0,00 986.890,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.439.682,55 410.799,66 26.645,52 2.823.836,69
6.249.139,26 480.972,23 26.645,52 6.703.465,97
Anlagevermögen insgesamt 10.227.991,98 480.972,23 26.645,52 10.682.318,69
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Abschreibungen in 2023 Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.875,06 17.281,15 0,00 84.156,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.855.442,70 0,00 0,00 3.855.442,70
3.922.317,76 17.281,15 0,00 3.939.598,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.788.504,90 16.520,02 0,00 2.805.024,92
2. technische Anlagen und Maschinen 745.309,14 38.973,43 0,00 784.282,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.538.849,61 309.658,73 21.907,70 1.826.600,64
5.072.663,65 365.152,18 21.907,70 5.415.908,13
Anlagevermögen insgesamt 8.994.981,41 382.433,33 21.907,70 9.355.507,04
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.253,81 56.534,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
39.253,81 56.534,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87.714,13 104.234,15
2. technische Anlagen und Maschinen 202.607,66 171.408,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.236,05 900.832,94
1.287.557,84 1.176.475,61
Anlagevermögen insgesamt 1.326.811,65 1.233.010,57

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

für die IKR GmbH, Bitterfeld

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die IKR GmbH ist eine 100%ige Tochter der ERBUD Holding Deutschland GmbH mit Sitz in Düsseldorf und gehört zur ERBUD S.A. Gruppe mit Sitz in Warschau.

Seit 2007 ist die ERBUD S.A. eine an der Warschauer Wertpapierbörse notierte Publikums-Aktiengesellschaft. Sie ist unter ISIN PLERBUD00012 im Index für Bauunternehmen (WIG Budownictwo) gelistet.

Das Leistungsspektrum der IKR erstreckt sich im Wesentlichen über folgende Bereiche:

Industrieller Rohrleitungsbau und Anlagenbau

Instandhaltungsservice

Engineering

Projektmanagement

Die Hauptabnehmerbranchen sind die Petrochemie, Chemie, Industrie, Energie und Metallurgie in der Bundesrepublik Deutschland sowie dem europäischen Ausland. Die IKR GmbH sorgt mit umfassenden Instandhaltungsmaßnahmen zuverlässig und flexibel für maximale Betriebssicherheit und für reibungslose Abläufe der Anlagen ihrer Kunden.

Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Bitterfeld-Wolfen. Am Hauptsitz unterhält IKR neben der Verwaltung eine eigene Vorfertigung mit mehreren Produktionshallen. Darüber hinaus ist dort das eigene Ausbildungszentrum beheimatet. Neben dem Hauptsitz unterhält IKR Zweigstellen in Burghausen (Bayern) auf dem Gelände der Wacker Chemie, in Hamburg auf dem Gelände der Nynas GmbH & Co. KG, sowie in Guben (Lausitz) im Industriegebiet Süd.

Die IKR ist nach den einschlägigen Regelwerken gemäß SCCP: 2021, DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert. Darüber hinaus verfügt die IKR über die fachspezifischen Zulassungen für den Rohrleitungsbau und den Stahlbau. Das eigene Ausbildungszentrum ist ein zugelassener Bildungsträge im Rahmen der "Förderung der beruflichen Weiterbildung" nach SGB III.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Lage

Auch das Jahr 2023 war gezeichnet von verschiedenen Krisen, die einen erheblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf zur Folge hatten.

Nach der Corona-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erschüttert die Weltgemeinschaft das wiederholte Aufflammen der Gewalt im Nahen Osten.

Innerhalb von Deutschland sorgt die allgemeine politische Lage, die vermehrte Verfehlung der gesetzten Klimaziele und die steigende Anzahl von Unternehmensinsolvenzen dazu, dass sich die Bundesregierung im Dauerkrisenmodus befindet.

Gleichzeitig stellt das Bestreben zu einer klimaneutralen Produktion und Stromerzeugung, somit die Transformation von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien, eine Herkulesaufgabe für den Industriestandort Deutschland dar.

Im Besonderen sorgen die enormen Energiepreise und fehlende Innovationsanreize dazu, dass immer mehr Investitionsentscheidungen gegen den Standort Deutschland getroffen werden.

Konsternierend ist so die Gefährdung des Industriestandortes Deutschland festzustellen.

Diese nationalen und internationalen Einflüsse haben daher die Kunden der IKR auch in 2023 dazu bewogen, anstehende Investitionen noch einmal zu überdenken.

Dies hat dazu geführt, dass zum Teil bestätigte Projekte verschoben worden sind und in Einzelfällen sogar gestrichen wurden.

Letztendlich ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um -0,3% gesunken. Entsprechend wird schon von einer Stagnation gesprochen.

Branchenbezogene Entwicklung

Für den Industrieservice ist festzustellen, dass nach einem sehr herausfordernden Jahr 2022 leichte Anzeichen der Belebung zu verspüren sind. Allerdings scheint die Wirtschaft weiter auf positive Impulse zu warten, um die Investitionen freizugeben.

Darüber hinaus belastet zusehends nach Angaben der Unternehmen die Inflation das Geschäft. Gestiegene Zinsen, Baukosten und Tariflöhne schlagen auf die wirtschaftliche Lage der Unternehmen der Kundenindustrien sowie der Branchen von Anlagenbau und Industrieservice durch.

10 % der Industrieservicebetriebe bezeichnen die allgemeine Geschäftslage als Negativ.

So meldet der Verband für Anlagentechnik und Industrieservice (VAIS)

"Nach den vergangenen Krisenjahren sehen die Unternehmen die allgemeine Geschäftslage für 2023 besser als in den Vorjahren. 65 Prozent schätzen die Geschäftslage als positiv ein.

Nur 10 Prozent der Unternehmen bewerten diese als negativ, im Vorjahr taten dies noch 24 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich die Einschätzung der Nachfrage um 12 Prozentpunkte auf 65 Prozent. Dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass der exogene Schock des beginnenden Ukraine- Krieges letztes Jahr zu einem schlagartigen Einbruch der Nachfrage führte und diese sich nun wieder erholen konnte. Jedoch ist auch zur Mitte des Jahres eine nachlassende Nachfrage zu beobachten, Kundenunternehmen strecken teilweise Projekte, ohne diese zurückzuziehen.

Obwohl durch den Rückgang der Industrieproduktion und das aktuell volatile wirtschaftliche Umfeld kurzfristig auch negative Effekte in einzelnen Branchen zu erwarten sind, bewerten die Unternehmen die Geschäftsaussichten mittelfristig stabil.

Im Jahr 2023 ist der Umsatz der 20 führenden Anbieter in Deutschland insgesamt um 10,3 Prozent gewachsen. Das durchschnittliche Wachstum lag 2023 bei 11,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum gingen das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,3 Prozent und die Industrieproduktion um 8,9 Prozent zurück. Die Mitarbeiteranzahl der Top 20 ist 2023 um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Der Umsatz der Branche ist von Mio. € 8.896 in 2022 auf Mio. € 9.068, somit um 2 % gestiegen.

Trotz dieser Widrigkeiten konnte IKR für das Jahr 2023 herausfordernde Projekte realisieren und die durch den Gesellschafter, die ERBUD Holding Deutschland GmbH, gesetzten Ziele und Erwartungen erfüllen. Dies ist im Besonderen erfreulich, da so eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu erkennen ist.

II.2 Geschäftsverlauf

Nach einem verhaltenen Start durch die Verschiebung von Projekten konnte die IKR durch konsequentes Handeln neue und zusätzliche Projekte abschließen, so dass das Jahr 2023 mit einem Nettogewinn in Höhe von T€ 1.241 abgeschlossen werden konnte.

Dies ist ein als positiv zu bezeichnendes Ergebnis, da es einer Umsatzrendite von 2,61 % entspricht. Somit konnte das positive Vorjahresergebnis fast erreicht werden, bzw. wurde um T€ 8 leicht verfehlt.

II.3 Ertragslage

Die weitere Konzentration auf die Hauptbereiche und die Arbeit an der Organisation und erfolgreiche Besetzung offener Stellen in allen Geschäftsbereichen hat dazu geführt, dass die Prozesse und Projekte professionell abgewickelt werden konnten und sich somit die positive Entwicklung des Vorjahres nicht nur fortgesetzt hat, sondern auch verfestigt hat.

Da IKR neben den Umsätzen in den Zweigestellen hauptsächlich die Umsätze und Erträge aus dem Projektgeschäft realisiert, ist ein Vergleich mit den Vorjahren sehr schwierig, wenn nicht sogar obsolet, da sich vom Grunde her natürlich die Arbeiten ähneln, aber IKR und vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich jedes Mal auf neue Aufgabenstellungen einstellen müssen. Dies Bereitschaft für Neues und neue Projekte wurden erfolgreich umgesetzt.

Die in 2022 eingeleitete Verschlankung von Prozessen und Kostensenkungen hat sein Übriges dazu beigetragen. Der Austausch innerhalb der ERBUD Holding Struktur hat neue Wege aufgezeigt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die neuen Strukturen sehr gut angenommen und sich darauf schnell eingestellt, so dass das Jahr 2023 mit einem Gewinn abgeschlossen werden konnte.

IKR hat sowohl in der eigenen Belegschaft, aber vor allem bei den Kunden zur alten Stärke zurückgefunden. IKR wird wieder als eigenständiges agiles und erfolgreiches Unternehmen innerhalb der ERBUD Gruppe wahrgenommen.

Das seit 2021 gestartete Engagement am Standort wurde weiterhin forciert und IKR hat wiederum auch in 2023 an verschiedensten lokalen Veranstaltungen teilgenommen, so dass IKR wieder vermehrt in der Region als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag im Wirtschaftsjahr bei 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Jahresüberschuss lag bei T€ 1.241 gegenüber T€ 1.249 im Vorjahr.

Somit konnte trotz vieler negativer wirtschaftlicher Faktoren im Umfeld der IKR und den enormen Herausforderungen durch die Ukraine-Krise ein gutes Ergebnis im Jahr 2023 erzielt werden.

Konsternierend müssen wir aber feststellen, dass zwar die angestrebte Steigerung der Gesamtleistung in Höhe von T€ 8.108 erreicht worden ist, während sich der Gewinn auf Vorjahresniveau bewegt und somit das gesetzte Ziel verfehlt wurde.

II.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.915 erhöht, so dass sie nun bei T€ 22.209 (Vorjahr T€ 19.293) liegt.

Zunächst ist aber festzustellen, dass sich das Eigenkapital nominell um + T€ 1.241 gegenüber dem Vorjahr erhöht hat und somit bei T€ 9.945 (Vorjahr T€ 8.704) liegt. Dies entspricht einer Steigerung von + 14,26 %. Entsprechend der Erhöhung der Bilanzsumme hat sich die Eigenkaptalquote leicht gegenüber dem Vorjahr auf 44,78% (Vorjahr 45,12%) verschlechtert. Damit liegt sie aber weiterhin oberhalb des deutschen Durchschnitts in Höhe von 31,2%.

Hauptgründe für den Anstieg der Bilanzsumme sind die nominelle Erhöhung des Eigenkapitals um T€ 1.241, die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um T€ 873 und die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.819.

Auf der Aktivseite ist die Erhöhung der Bilanzsumme im Besonderen durch die Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen in Höhe von T€ 3.367 begründet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensstände sind als werthaltig zu bezeichnen (siehe auch hierzu die Ausführungen im Nachtragsbericht des Anhangs).

II.5 Finanzlage

Das Eigenkapital konnte auf T€ 9.945 verbessert werden und beträgt somit 44,78 % (Vorjahr 45,12 %) der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um T€ 63 vermindert worden. Kontokorrente wurden auf Grund der stringenten Finanzpolitik nicht in Anspruch genommen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag T€ 2.049. Dies entspricht einer Verminderung zum Vorjahresbilanzstichtag um T€ 308.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

III.1 Aufbau des Risikomanagements

Durch eine weiterhin kontinuierliche Überwachung der Geschäftsabläufe und Organisationstrukturen werden die bestehenden Risiken minimiert. Die Einhaltung der Standards und Managementsysteme (DIN EN ISO 9001 usw.) trägt hierzu bei. Durch ein zeitnahes und aussagefähiges Reporting während des gesamten Geschäftsjahres ist eine transparente Steuerung der Gesellschaft gewährleistet.

Die Verteilung auf verschiedene Geschäftsbereiche und die weitere Diversifikation der Kundenstruktur mindern das Risiko der Abhängigkeit von einer Branche.

III.2 Beschaffungsrisiken

Aufgrund von langfristigen Lieferantenbeziehungen und entsprechenden Einkaufsvereinbarungen können Preissteigerungen auf der Einkaufseite minimiert werden. Darüber hinaus werden durch ein regelmäßiges Lieferanten-Benchmarking Abhängigkeiten vermindert. Alle Gemeinkostenbereiche unterliegen der regelmäßigen Überprüfung. Weiterhin wurde eine "Eigenständige" Einkaufsabteilung geschaffen, so dass in diesem Bereich die Prozesse in der Zukunft noch weiter verbessert werden und sich weitere Einsparungen auf der Einkaufsseite ergeben werden.

III.3 Vertriebs- und Absatzrisiken

Durch die kontinuierliche Diversifikation auf verschiedene Geschäfts- und Kundenbereiche haben wir dieses Risiko minimiert. Die weitere Neukundenakquise und die in diesem Bereich bereits erreichten Erfolge stehen weiterhin sehr im Fokus der weiteren Geschäftsentwicklung.

III.4 Liquiditätsrisiken

Mit Hilfe einer entsprechenden Finanzplanung, der Reduzierung von Risiken durch Anzahlungsrechnungen bei Großprojekten und die lfd. Kreditprüfung unserer Kunden wird sichergestellt, dass die laufende, mittelfristige und langfristige Finanzierung gesichert ist. Durch zusätzlich bestehende Kreditvereinbarungen mit unseren Hausbanken können Expansionen und notwendige Investitionen darüber hinaus auch kurzfristig dargestellt werden.

III.5 Personalrisiken

Die Mitarbeiterstruktur ist weiterhin als gesund zu bezeichnen. Darüber hinaus konnten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr die durch Ruhestand ausgeschiedenen Mitarbeiter wiederum durch jüngere Mitarbeiter ersetzt werden.

Darüber hinaus wird massiv in die eigene Ausbildung von Mitarbeitern investiert, so dass zum Bilanzstichtag 26 junge Menschen in der Ausbildung waren.

Das gute Betriebsklima und die Vergütung der Belegschaft auf Grundlage eines bestehenden Manteltarifvertrages sorgen weiterhin für eine sehr geringe Fluktuation in der Belegschaft. Der Großteil der Belegschaft ist seit mehr als 15 Jahren im Unternehmen. Kontinuierliche Schulungen der gesamten Belegschaft sichern darüber hinaus die Erreichung der gesetzten Qualitätsziele. Durch eigenständige kontinuierliche Ausbildung begegnen wir dem Fachkräftemangel.

III.6 Prognosebericht

Entsprechend der Entwicklung im Wirtschaftsjahr 2023 ist zu erkennen, dass es trotz der erreichten Erfolge und positiven Zahlen weiterhin wichtig ist, die Organisation und die Straffung der Kostenbereiche stets im Auge zu behalten, da weiterhin nur mit einem geringfügigen Anstieg der Umsätze zu rechnen ist. Dies auch vor dem Hintergrund, dass es immer schwieriger werden wird, geeignetes Personal zu akquirieren, was für die weitere Umsatzgenerierung unabdingbar ist.

Die seit dem Jahr 2021 eingeschlagenen Wege haben Erfolge gezeigt und werden entsprechend, flankiert durch weitere Maßnahmen, kontinuierlich fortgesetzt. Alle Geschäftsbereiche unterliegen dem Controlling und werden so transparenter gemacht. Die stetige Erfolgskontrolle zeigt nachhaltig Wirkung.

Ziel ist es weiterhin, diesen positiven Trend durch die kontinuierliche Fortführung der eingeführten Maßnahmen im Geschäftsjahr 2024 fortzusetzen. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die weitere Einführung von zusätzlichen EDV-Tools und der weiteren Digitalisierung von kaufmännischen Prozessen.

Die Auswirkungen des Ukraine Kriegs können derzeit nicht abschließend bewertet werden. Da IKR aber über langfristige Rahmenverträge verfügt und auch die meisten Projekte für 2024 bereits vertraglich abgesichert sind, sehen wir derzeit von dieser Seite keine Auswirkung auf unseren Geschäftsverlauf, wenn auch die steigenden Energiepreise und die Inflation Auswirkungen auf die ursprünglich geplante Rendite haben werden.

Dies vorausgeschickt, können wir derzeit davon ausgehen, dass das Jahr 2024 auf dem Niveau des Jahres 2023 abgeschlossen werden kann.

 

Bitterfeld, den 15. Oktober 2024

Andreas Schmitz

Bernd König

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundsätzliche Angaben zum Jahresabschluss

1. Sitz und Eintragung der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Stendal unter der Registernummer HRB 14092 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Bitterfeld-Wolfen.

2. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren:

Diplom Ingenieur Bernd König, Halle

Bilanzbuchhalter Andreas Schmitz, Sundern

3. Geschäftsanteile

Die Gesamtverbindlichkeiten zum 31.12.2023 betragen T€ 6.306 (Vorjahr T€ 5.611). Es ergibt sich folgende Gliederung:

Nr. Gesellschafter Anteil Betrag
1 ERBUD Holding Deutschland GmbH Hansaallee 247b, 40549 Düsseldorf eingetragen unter HRB 83058 am Amtsgericht Düsseldorf 79% 410.800,00 €
2 ERBUD Holding Deutschland GmbH Hansaallee 247b, 40549 Düsseldorf eingetragen unter HRB 83058 am Amtsgericht Düsseldorf 5% 26.000,00 €
3 ERBUD Holding Deutschland GmbH Hansaallee 247b, 40549 Düsseldorf eingetragen unter HRB 83058 am Amtsgericht Düsseldorf 8% 41.600,00 €
4 ERBUD Holding Deutschland GmbH Hansaallee 247b, 40549 Düsseldorf eingetragen unter HRB 83058 am Amtsgericht Düsseldorf 8% 41.600,00 €
Insgesamt / Total 100% 520.000,00 €

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Bilanz ist gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften des § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 (2) HGB aufgestellt.

Die Zuführungsbeträge zu den Pensionsrückstellungen aufgrund der BilMoG-Übergangsregelungen wurden vollumfänglich zugeführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Größenklassen im Sinne des § 267 (2, 3) HGB.

III. Angabe zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden / Erläuterungen zu Posten der Bilanz

Der Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht) wurde unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften des 3. Buches des HGB unter Beachtung der Ergänzungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

1. Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögengegenstände, sowie des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Zugänge werden grundsätzlich entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

2. Vorratsvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Bei der Bewertung des Vorratsvermögens ist das Niederstwertprinzip beachtet.

Die noch nicht abgerechneten Leistungen und die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten (Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung) auch angemessene Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen, soweit sie durch die Herstellung veranlasst sind) beinhalten. Darüber hinaus wurde das Wahlrecht zur Aktivierung von Verwaltungsgemeinkosten ausgeübt. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden aktivisch von den Vorräten abgesetzt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 5.659 (Vorjahr T€ 5.632). Davon haben Forderungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0 ) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% abgedeckt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen T€ 500 (Vorjahr T€ 0). Davon bestehen T€ 500 (Vorjahr T€ 0) gegen den Gesellschafter.

4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert aktiviert.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen geleistete respektive erhaltene Zahlungen, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

6. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt und entspricht dem Eintrag im Handelsregister.

7. Gewinnvortrag und Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss beträgt im Berichtsjahr T€ 1.241 der Gewinnvortrag T€ 2.377.

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.

Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck gewählt und die Bewertungen auf der Grundlage der folgenden Parameter durchgeführt:

Bewertungsmethode:

Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method (PUC) nach IAS 19) Rechnungszins:

gem. § 253 Abs. 2 Satz 2, 4 und 5 HGB

1,82 % (15 Jahre Laufzeit, 10-Jahres-Durchschnittszins) zum 31.12.2023

1,74 % (15 Jahre Laufzeit, 7-Jahres-Durchschnittszins) zum 31.12.2023

1,79 % zum 31.12.2022

Rententrend: 1,00% bzw. 2,00%

Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zum 31.12.2023 auszuweisende Unterschiedsbetrag beträgt T€ 2.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sind nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,03 % p.a. und einem angenommenen Gehaltstrend von 3,0 % p.a. bewertet.

Die Jubiläumsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method (PUC) nach IAS 19) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,51 % p.a., einem angenommenen Gehaltstrend von 3,0 % p.a. sowie einer geschätzten Fluktuation von 0,0 % p.a. bewertet.

Die Rückstellungen für Übergangsverpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method (PUC) nach IAS 19) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,51 % p.a., einem angenommenen Gehaltstrend von 3,0 % p.a. sowie einer geschätzten Fluktuation von 0,0 % p.a. bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.513 (Vorjahr TEUR 4.640) berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe des Erfüllungsbetrages bemessen. Sie beinhalten im Wesentlichen eine Rückstellung für das Risiko einer Rückzahlungsverpflichtung aus Insolvenzanfechtung, sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich.

9. Verbindlichkeiten

8.1 bis zu einem Jahr 31.12.2023 31.12.2022
Gegenüber Kreditinstituten: T€ 64 T€ 70
Aus erhaltenen Anzahlungen aus Bestellungen T€ 304 T€ 927
Aus Lieferungen und Leistungen: T€ 4.227 T€ 2.407
Gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 1 T€ 70
Sonstige Verbindlichkeiten: T€ 1.710 T€ 2.080
Davon aus Steuern T€ 875 T€ 1.153
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 16 T€ 33
8.2 ein bis fünf Jahre
Gegenüber Kreditinstituten: T€ 0 T€ 57
8.3 > fünf Jahre
Gegenüber Kreditinstituten: T€ 0 T€ 0

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten im Rahmen der allgemeinen Regelungen zum Eigentumsvorbehalt.

10. Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Steuersatzes i.H.v. 34,0%. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch, den errechneten Überhang von aktiven latenten Steuern zum 31.12.2023 nicht anzusetzen. Die temporären Unterschiede resultieren aus den Rückstellungen.

IV. Erläuterungen zur GuV

1. Umsatzerlöse

Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. § 285 Nr. 4 HGB wird von der größenabhängigen Erleichterung des § 288 (2) HGB Gebrauch gemacht.

Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich im Inland erwirtschaftet.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Position sonstige betr. Erträge in Höhe von T€ 1.080 (Vorjahr T€ 275 ) enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Darüber hinaus beinhalten die Position Erträge aus ARGEN.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet im Wesentlichen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen. Darüber hinaus sind an dieser Stelle die Auslösen und Reiseauslagen für das Montagepersonal anzuführen.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet hauptsächlich Zinsaufwendungen für Darlehen sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

5. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Position beinhaltet Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag in Höhe von T€ 33 (Vorjahr 28 T€) und Gewerbesteuer in Höhe von T€ 31 (Vorjahr T€ 23).

6. Sonstige Steuern

Diese Position enthält entrichtete KFZ-Steuern und Grundsteuer.

V. Nachtragsbericht

Zwischen dem Stichtag des Berichtsjahres 31.12.2023 und der Erstellung des Jahresabschlusses sind folgende wesentliche Sachverhalte zu berichten. Im März 2024 wurde eine Einigung mit dem Altgesellschafter, der Bilfinger S.E. erreicht, so dass die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 6.003 (Vorjahr T€ 6.003) als werthaltig zu bezeichnen und letztendlich im April 2024 durch Zahlung ausgeglichen worden sind.

Von weiterer besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB ist hier auch die Einigung mit dem Insolvenzverwalter in Sachen MMEC ebenfalls im März 2024 zu benennen, für die im Wirtschaftsjahr 2021 eine Einzelgarantierückstellung in Höhe von T€ 2.644 gebildet worden ist.

Dieser Sachverhalt wurde einer Überprüfung nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 und 4 HGB (Stichtagsprinzip, Vorsichtsprinzip) unterzogen. Die Geschäftsführung hat diesen Sachverhalt entsprechend der Überprüfung als wertbegründende Tatsache eingestuft, so dass die vorgenannte Rückstellung erst im Wirtschaftsjahr 2024 aufgelöst werden kann.

Der daraus resultierende Ertrag wird gleichlautend auch erst in 2024 erfolgswirksam.

VI. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 734.

2. Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Santander Bank AG besteht eine gesamtschuldnerische Haftung mit der ERBUD Holding GmbH in Höhe von T€ 839 für die Ausnutzung der Avalkreditlinie.

3. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt (Angabe gem. § 285 Nr. 7 HGB) beschäftigt die Gesellschaft 249 Mitarbeiter, davon 59 Angestellte und 190 Gewerbliche.

Zum Bilanzstichtag wurden 245 Mitarbeiter beschäftigt, davon 58 Angestellte und 187 Gewerbliche.

4. Bezüge der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 (4) HGB verzichtet.

Frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sowie deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 21, die für diese Personengruppe gebildete Pensionsrückstellung betrug zum Bilanzstichtag T€ 297.

5. Aufstellung Konzernabschluss

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ERBUD Holding Deutschland GmbH, Düsseldorf, sowie in den Konzernabschluss der ERBUD S.A., Warschau, Polen, einbezogen.

6. Sonstiges

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer berechneten Honorars wird gem. § 288 (2) i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

 

Bitterfeld, den 15.10.2024

Andreas Schmitz

Bernd König

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die IKR GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IKR GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IKR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungs- nachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen

unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, den 15. Oktober 2024

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