Musikverlage
Neue Welt Musikverlag GmbH
Alter Wandrahm 14, 20457 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Natascha Christina Augustin seit 3.9.2024 | Geschäftsführer |
Yvonne Sill seit 3.9.2024 | Prokura |
Markus Ulrich Hedke-Wontka seit 15.3.2017 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Chappell and Intersong Music Group (Germany) Inc. | 67.10% |
New Chappell Inc. | 0.30% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Neue Welt Musikverlag GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. OKTOBER 2022 bis 30. SEPTEMBER 2023A. Allgemeines Der Jahresabschluss der Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 145580) zum 30. September 2023 wurde entsprechend § 264ff HGB nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsrechtes und Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB. Im Jahresabschluss zum 30. September 2023 kommen die nachfolgend erläuterten, unverändert zum Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Ansatz. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die unter sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Vorauszahlungen an Autoren und Verlage werden zu Anschaffungskosten abzüglich verrechneter Einspielungen bewertet. Bei Nichteinspielbarkeit werden die Vorauszahlungen individuell wertberichtigt. Durch nachträgliche Einspielungen gegenstandslos gewordene Wertberichtigungen werden im Jahr der Einspielung vereinnahmt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Risiken werden individuelle Wertberichtigungen vorgenommen. Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Lizenzforderungen für noch ausstehende Abrechnungen von Umsatzerlösen des Geschäftsjahres durch die GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin (GEMA), werden vorsichtig geschätzt. Von den Forderungen gegen die GEMA werden die erhaltenen Vorauszahlungen der GEMA abgesetzt, soweit noch keine Endabrechnung vorliegt. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. C. Erläuterungen zur Bilanz I. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage zum Anhang dargestellt. Die sonstigen Ausleihungen betreffen Vorauszahlungen an Verleger und Autoren. Bei den Abgängen handelt es sich um erhaltene GEMA Zahlungen, die mit den sonstigen Ausleihungen verrechnet werden und den Bestand an sonstigen Ausleihungen vermindern. Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen auf die sonstigen Ausleihungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB von insgesamt TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1) vorgenommen. II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keinen Betrag, der vereinbarungsgemäß erst nach Ablauf eines Jahres zur Rückzahlung fällig wird. III. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um sonstige Vermögensgegenstände, welche wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beinhalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, in Höhe von TEUR 13.384 (Vorjahr: TEUR 14.488). Diese Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus dem Cash- Management. IV. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 26.000,00. Alleinige Gesellschafterin der Neue Welt Musikverlag GmbH ist die Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg. V. Ergebnisabführung Es besteht mit der Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, ein Gewinnabführungsvertrag, nach welchem der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss an die Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, abzuführen war. VI. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Lizenzrückstellungen in Höhe von TEUR 14.675 (Vorjahr: TEUR 13.281). VII. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Ergebnisabführung des Geschäftsjahres. Darüber hinaus können diese inhaltlich auch den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugeordnet werden. Die Aufteilung der Verbindlichkeiten ist aus der Bilanz ersichtlich. Die Verbindlichkeiten haben sämtlich, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, in Höhe von TEUR 15.165 (Vorjahr: TEUR 12.963). Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Umsatzerlöse Bezüglich der Aufgliederungen der Umsatzerlösen nach Bereichen und nach Regionen macht die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch. II. Materialaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 15.531 (Vorjahr: TEUR 14.529) und betrifft Aufwendungen für bezogene Leistungen. III. Personalaufwand Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr bei der Gesellschaft nicht angefallen. IV. Allgemeine Verwaltungskosten Die Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, belastet die Gesellschaft für die Gestellung von Mitarbeitern mit den dafür anfallenden Kosten im Rahmen einer Verwaltungskostenumlage. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden insgesamt TEUR 1.898 (Vorjahr: TEUR 1.487) in Rechnung gestellt, davon entfallen auf allgemeine Verwaltungskosten TEUR 1.233 (Vorjahr: TEUR 967). V. Sonstige betriebliche Erträge Im Wesentlichen betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge solche aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Diese sind mit TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 26) früheren Geschäftsjahren zuzuordnen. E. Sonstige Angaben I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Künstlern, Repertoiregebern und sonstigen Vertragspartnern, welche nicht aus der Bilanz ersichtlich sind, bestehen zum Bilanzstichtag nicht. II. Haftungsverhältnisse Mit der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt (Main), der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, sowie weiteren Gesellschaften der deutschen Warner Music-Gruppe besteht ein Vertrag über ein "Automatisches Cash-Management-System" (ACMS). Im Wesentlichen besagt der Vertrag, dass täglich die Kontensalden der Gesellschaft auf ein Konto der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, übertragen werden. Durch die WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, erfolgt täglich die interne Verrechnung mit den beteiligten Gesellschaften. Die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, haftet in diesem Zusammenhang gesamtschuldnerisch mit den anderen angeschlossenen Gesellschaften für eine eventuell bestehende Bankverbindlichkeit, soweit ihr die Entstehung des Sollsaldos infolge unmittelbaren oder mittelbaren Übertrags von Umsätzen zugerechnet werden kann. Zum Bilanzstichtag bestand aus dem ACMS keine Bankverbindlichkeit. Mit der Citibank N.A., London, Großbritannien, der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, sowie weiteren Gesellschaften der Warner Music-Gruppe besteht ein Vertrag über ein "Automatisches Cash-Management-System" (ACMS). Im Wesentlichen besagt der Vertrag, dass täglich die Kontensalden der Gesellschaft auf ein Konto der Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, übertragen werden. Durch die WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, erfolgt täglich die interne Verrechnung mit den beteiligten Gesellschaften. Die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, haftet in diesem Zusammenhang gesamtschuldnerisch mit den anderen angeschlossenen Gesellschaften für eine eventuell bestehende Bankverbindlichkeit, soweit ihr die Entstehung des Sollsaldos infolge unmittelbaren oder mittelbaren Übertrags von Umsätzen zugerechnet werden kann. Zum Bilanzstichtag bestand aus dem ACMS keine Bankverbindlichkeit. III. Organmitglieder Zum hauptberuflichen Geschäftsführer der Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, ist bestellt:
Herr Lars Karlsson hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. IV. Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 01. Oktober eines jeden Jahres und endet am 30. September des Folgejahres. V. Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/23 keine eigenen Mitarbeiter. VI. Honorare des Abschlussprüfers Bezüglich der Honorarangabe des Abschlussprüfers macht die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch. VII. Name und Sitz des Mutterunternehmens Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss WARNER MUSIC Group, Wilmington, Delaware/USA, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird von der WARNER MUSIC Group nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Format in Form des sog. 10-K Annual Filings auf der Internetseite der Gesellschaft erhältlich. VIII. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss Geschäftsjahres eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.
Hamburg, 27. März 2024 Neue Welt Musikverlag GmbH Die Geschäftsführung Lars Karlsson Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023A. Grundlagen der Gesellschaft Die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, und Mitglied der weltweit tätigen Warner Music Group, New York, USA. Die Firma Neue Welt Musikverlag GmbH ist als Musikverlag tätig. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht aus dem Erwerb und der Verwertung von Urheberrechten für Musiktitel von Komponisten und Autoren für die Dauer des Urheberrechts oder für eine vertraglich festgelegte Zeit. Die Struktur des deutschen Musikmarktes erfordert zudem eine intensive Zusammenarbeit mit ausländischen Verlegern und Konzerngesellschaften, um eine Auswertung von internationalem Repertoire (hauptsächlich anglo-amerikanischer Herkunft) als Subverlag zu erreichen. Die Lizenzeinnahmen aus der Nutzung der Musiktitel werden nach einem vertraglich vereinbarten Schlüssel zwischen der Neue Welt Musikverlag GmbH und den Komponisten/Autoren/Verlegern aufgeteilt. Die Lizenzeinnahmen der Neue Welt Musikverlag GmbH aus den Verlagsrechten werden überwiegend über die GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin (GEMA), abgerechnet. Die GEMA sammelt als zentrale Inkassostelle die von den Nutzern der Musikrechte, z. B. Hersteller von Tonträgern, Fernseh- und Radiosender, abzuführenden Lizenzen und leitet die Einnahmen an die jeweiligen Berechtigten/Lizenzgeber weiter. Repertoire Bei einem Musikverlag und dem damit verbundenen Erwerb und der Verwertung von Urheberrechten für Musiktitel von Komponisten und Autoren für die Dauer des Urheberrechts oder für eine vertraglich festgelegte Zeit steht das Repertoire im Mittelpunkt der Tätigkeit. Das Repertoire bedingt ganz wesentlich den Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Gesellschaftliche Reputation der Gesellschaft Die Reputation der Gesellschaft als Musikverlag ist eine wesentliche Geschäftsgrundlage und steht im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit und der getroffenen Maßnahmen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen / Geschäftsverlauf Zum Jahresende 2022 ging die Wirtschaftstätigkeit in Deutschland zurück. So ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß Daten des Statistischen Bundesamts im 4. Quartal 2022 um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Auch wenn das BIP im ersten und zweiten Quartal 2023 weitestgehend stagnierte (Quelle: Statistisches Bundesamt), verzögert sich die Erholung der deutschen Wirtschaft. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hat sich im Dezember 2023 erstmals seit Juli 2023 positiv entwickelt, liegt mit 87,6 Punkten aber weiterhin deutlich unterhalb eines neutralen Bereichs (Quelle: DIW). Die konjunkturellen Aussichten bleiben insgesamt verhalten. Es wird erwartet, dass die schwächelnde Weltwirtschaft, die hohen Zinsen sowie die im Vergleich zur Zeit vor dem Krieg in der Ukraine höheren Energiepreise die deutsche Wirtschaft weiterhin belasten werden. Darüber hinaus haben die ohnehin schon hohen geopolitischen Risiken durch den Krieg im Nahen Osten noch einmal zugenommen. Für das Gesamtjahr 2023 wird insgesamt mit einem Rückgang des BIP von 0,5 % gerechnet (Quelle: DIHK), für 2024 wird Stagnation prognostiziert. Nach einem Wachstum in Deutschland im Vorjahr von rund 6,1 % wird auch bis zum Ende des Jahres 2023 ein weiteres Wachstum der Musikindustrie erwartet. Während die Umsätze der Musikindustrie wieder eine ähnliche Höhe wie vor 20 Jahren erreichen, hat sich die Art des Musikkonsums vollständig verändert. Inzwischen stammt mit 80,3 % der weit überwiegende Teil der Einnahmen aus Onlineverkäufen. Im Jahr 2022 hat das Digitalgeschäft um 11,7 % zugelegt. Der Nutzungsanteil von Musik in Fernsehen und Radio liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Für die Attraktivität von modernen Fernseh- und Radioprogrammen bleibt die kommerzielle Nutzung von Musik nach wie vor unerlässlich. Das Geschäft hat sich für die Neue Welt Musikverlag GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines herausfordernden Marktumfelds positiv entwickelt. So blieb der Umsatz über den Werten des Vorjahres und entspricht somit den Erwartungen aus dem Lagebericht des vorangegangenen Geschäftsjahres. 2. Sonstige wichtige Vorgänge Das im Jahr 2005 begonnene konzerninterne Projekt zur Dokumentation aller finanzrelevanten Transaktions-Prozesse im Rahmen der von US-Börsen geforderten "Sarbanes-Oxley Compliance" wurde auch im Jahr 2022/2023 fortgeführt. Dieses Projekt trägt einen wesentlichen Anteil dazu bei, sowohl die Transparenz als auch Kontrolle aller wesentlichen Geschäftsvorfälle zu gewährleisten. Mit Datum vom 16. Mai 2017 wurde zwischen der Gesellschaft und der Muttergesellschaft Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, ein Gewinnabführungsvertrag, abgeschlossen, der auch im Geschäftsjahr 2022/2023 fortbestand. Wichtige Rechtsstreitigkeiten bestanden und bestehen nicht. 3. Ertragslage Neue Welt Musikverlag GmbH Ertragslage 2022/2023
Aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,4 Mio. (+ 12,4 %) gestiegen. Infolge des Anstiegs des Umsatzvolumens kam es auch zu einem Anstieg der Herstellungskosten (+ 6,9 %). Dieser Anstieg der Herstellungskosten fiel im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse geringer aus. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Herstellungskosten im digitalen Segment nicht proportional zum Umsatz steigen. Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten sind wesentlich durch die konzerninterne Umlage beeinflusst. Insgesamt sind diese Kosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen, da aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse und des gestiegenen Geschäftsvolumens mehr Kosten auf die Gesellschaft umzulegen waren. Das Finanzergebnis beinhaltet vor allem Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 3; Vj.: TEUR 1) sowie Zinserträge aus Verträgen bezüglich des Cashpool Managements mit verbundenen Unternehmen (TEUR 8). Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von EUR 4,3 Mio. aus, der im Vergleich zum Vorjahr höher ausfällt. Das Ergebnis wird auf Basis des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abgeführt. Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023 Die im Prognosebericht des Vorjahres ausgeführten Erwartungen hinsichtlich eines leichten Umsatzanstiegs haben sich im Jahr 2022/2023 erfreulicherweise erfüllt. Insbesondere das Streaming- Geschäft sowie die digitale Lizenzierung haben sich wie erwartet positiv entwickelt. Zudem haben Umsätze aus Aufführungsrechten im Berichtsjahr erneut zugenommen. Das Jahresergebnis ist korrespondierend zu den Umsatzerlöse gestiegen und übersteigt damit die Prognose des Vorjahres, in der mit einem positiven Ergebnis auf Niveau des Jahres 2021/2022 gerechnet wurde. 4. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich innerhalb der Warner Music-Gruppe. Sämtliche Finanzierungen der Gesellschaft erfolgen über einen Cash-Pool, der von der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, verwaltet und verzinst wird. Die Liquiditätslage der Gesellschaft spiegelt sich daher im Wesentlichen in der Veränderung des mit diesem Unternehmen bestehenden Verrechnungssaldos wider. Aus diesem Grund wurde auf eine Kapitalflussrechnung für die Gesellschaft verzichtet. Aufgrund des hohen Inlandsanteils an den Gesamterlösen besteht nur ein sehr geringes Wechselkursrisiko. 5. Vermögenslage Neue Welt Musikverlag GmbH Vermögenslage 2022/2023
Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 495 reduziert. In der Veränderung saldieren sich die im Rahmen des üblichen Geschäftsverlaufs geleisteten Ausleihungen an Verleger und Autoren (TEUR 75) mit Abgängen von insgesamt TEUR 567 und Abschreibungen von insgesamt TEUR 3. Die kurzfristigen Forderungen sind insbesondere aufgrund höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gestiegen (EUR + 5,2 Mio.). Gegenläufig haben sich die Forderungen gegenüber Verbundunternehmen entwickelt, die sich um EUR 1,1 Mio. verringert haben. In der Erhöhung des Fremdkapitals summiert sich ein Anstieg der Lizenzrückstellungen um EUR 1,4 Mio. mit einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin um EUR 2,2 Mio., der insbesondere auf eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag zurückzuführen ist. Die Bilanzsumme hat sich infolge der vorgestellten Veränderungen um EUR 3,6 Mio. erhöht. C. Chancen- und Risikobericht Die Nutzung im Bereich der Live-Musik hat im Berichtsjahr weiter zugenommen, sodass die in der Vergangenheit angeführten Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem möglichen Ausbleiben öffentlicher Veranstaltungen im Kontext der Corona-Pandemie zukünftig als gering eingestuft werden können. Dem sich aus der Entwicklung des Musikmarktes allgemein ergebenden Risiko durch weiter sinkende Erlöse aus dem Verkauf physischer Tonträger stehen zunehmend Chancen auf ein Wachstum aus der digitalen Lizensierung entgegen. Das Risiko sowie die entsprechende Chance wird jeweils als hoch eingeschätzt. Mittlere Chancen ergeben sich wie im Vorjahr insbesondere aus einem weiteren Erwerb von Urheberrechten und der Verwertung des Repertoires. Flankiert wird dieses durch die gute Reputation als Musikverlag. Die Neue Welt Musikverlag GmbH ist finanzwirtschaftlichen Risiken im Wesentlichen in Form von Ausfallsrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Das Ausfallrisiko wird aufgrund der überwiegenden Geschäftsbeziehung mit der GEMA als gering eingeschätzt. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögensgegenstände wiedergegeben. Aufgrund unserer Erfahrungswerte wurden individuelle Wertberichtigungen auf die finanziellen Vermögensgegenstände vorgenommen. Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird zentral gesteuert. Die Neue Welt Musikverlag GmbH ist in die Verträge über das Cash-Pooling mit der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt (Main), der Citibank N.A., London, und der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, eingebunden. Durch vorausschauende Liquiditätsplanung stellen wir sicher, dass wir jederzeit zahlungsfähig sind. Insgesamt wird das Risiko als gering eingeschätzt. Insgesamt sind Risiken, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, jedoch nicht zu erwarten. D. Prognosebericht Es wird erneut damit gerechnet, dass sich die Erlöse aus dem Verkauf physischer Tonträger entsprechend der Gesamtmarktentwicklung rückläufig entwickeln werden. Die Gesellschaft erwartet jedoch weiterhin ein Umsatzwachstum aus der digitalen Lizensierung, wobei insbesondere im Streaming-Geschäft mit kontinuierlich überproportionalen Zuwächsen gerechnet wird. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2023/2024 unter Berücksichtigung der vorgenannten Einflüsse von einem moderaten Umsatzanstieg ausgegangen. Auch wird mit einem positiven, leicht über dem Vorjahreswert liegenden Jahresergebnis gerechnet.
Hamburg, 27. März 2024 Neue Welt Musikverlag GmbH Die Geschäftsführung Lars Karlsson Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Neue Welt Musikverlag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 28. März 2024 KPMG
AG
Björn Kniese, Wirtschaftsprüfer Janos Benecke, Wirtschaftsprüfer Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 29. März 2024 festgestellt |
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