Neue Welt Musikverlag GmbH

Alter Wandrahm 14, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 145580
Eingetragen
15.3.2017
Branche
MusikverlageVerlegen von ZeitungenVerwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb von Rechten, insbesondere Urheberrechten für Werke der Tonkunst und der Literatur deutschen und ausländischen Ursprungs; der Druck und Vertrieb von Werken der Tonkunst und Literatur deutschen und ausländischen Ursprungs; die Übertragung von Rechten an solchen Werken; die Herstellung und der Vertrieb von mechanischen Vervielfältigungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Yvonne Sill
seit 3.9.2024
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert67.40% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Chappell and Intersong Music Group (Germany) Inc.
67.10%
New Chappell Inc.USA
0.30%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Neue Welt Musikverlag GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 249.451,17 744.286,55
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.395.934,16 11.198.688,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.383.824,63 14.488.373,36
29.779.758,79 25.687.061,44
30.029.209,96 26.431.347,99

Passiva

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 106.871,07 106.871,07
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
132.871,07 132.871,07
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 14.705.296,83 13.314.617,79
C. Verbindlichkeiten
- sämtlich wie im Vorjahr mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr -
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.165.113,02 12.963.434,77
2. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern EUR 25.929,04 (i. Vj. EUR 20.424,36) 25.929,04 20.424,36
15.191.042,06 12.983.859,13
30.029.209,96 26.431.347,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.830.058,40 19.418.686,54
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen des Musik- und Lizenzbereichs -15.530.734,97 -14.529.079,52
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 6.299.323,43 4.889.607,02
4. Vertriebskosten -664.162,57 -520.610,30
5. Allgemeine Verwaltungskosten -1.317.381,71 -1.036.275,84
6. Sonstige betriebliche Erträge 19.306,28 26.395,39
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.463,11 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 8.463,11 (i. Vj. EUR 0,00) -
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen -3.000,00 -1.079,73
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -12.324,08
10. Ergebnis nach Steuern 4.342.548,54 3.345.712,46
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -4.342.548,54 -3.345.712,46
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. OKTOBER 2022 bis 30. SEPTEMBER 2023

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 145580) zum 30. September 2023 wurde entsprechend § 264ff HGB nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsrechtes und Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB.

Im Jahresabschluss zum 30. September 2023 kommen die nachfolgend erläuterten, unverändert zum Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Ansatz.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die unter sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Vorauszahlungen an Autoren und Verlage werden zu Anschaffungskosten abzüglich verrechneter Einspielungen bewertet. Bei Nichteinspielbarkeit werden die Vorauszahlungen individuell wertberichtigt. Durch nachträgliche Einspielungen gegenstandslos gewordene Wertberichtigungen werden im Jahr der Einspielung vereinnahmt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Risiken werden individuelle Wertberichtigungen vorgenommen. Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Lizenzforderungen für noch ausstehende Abrechnungen von Umsatzerlösen des Geschäftsjahres durch die GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin (GEMA), werden vorsichtig geschätzt. Von den Forderungen gegen die GEMA werden die erhaltenen Vorauszahlungen der GEMA abgesetzt, soweit noch keine Endabrechnung vorliegt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage zum Anhang dargestellt.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen Vorauszahlungen an Verleger und Autoren. Bei den Abgängen handelt es sich um erhaltene GEMA Zahlungen, die mit den sonstigen Ausleihungen verrechnet werden und den Bestand an sonstigen Ausleihungen vermindern.

Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen auf die sonstigen Ausleihungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB von insgesamt TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1) vorgenommen.

II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keinen Betrag, der vereinbarungsgemäß erst nach Ablauf eines Jahres zur Rückzahlung fällig wird.

III. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um sonstige Vermögensgegenstände, welche wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beinhalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, in Höhe von TEUR 13.384 (Vorjahr: TEUR 14.488). Diese Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus dem Cash- Management.

IV. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 26.000,00.

Alleinige Gesellschafterin der Neue Welt Musikverlag GmbH ist die Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg.

V. Ergebnisabführung

Es besteht mit der Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, ein Gewinnabführungsvertrag, nach welchem der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss an die Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, abzuführen war.

VI. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Lizenzrückstellungen in Höhe von TEUR 14.675 (Vorjahr: TEUR 13.281).

VII. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Ergebnisabführung des Geschäftsjahres. Darüber hinaus können diese inhaltlich auch den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugeordnet werden.

Die Aufteilung der Verbindlichkeiten ist aus der Bilanz ersichtlich. Die Verbindlichkeiten haben sämtlich, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, in Höhe von TEUR 15.165 (Vorjahr: TEUR 12.963).

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Umsatzerlöse

Bezüglich der Aufgliederungen der Umsatzerlösen nach Bereichen und nach Regionen macht die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch.

II. Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 15.531 (Vorjahr: TEUR 14.529) und betrifft Aufwendungen für bezogene Leistungen.

III. Personalaufwand

Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr bei der Gesellschaft nicht angefallen.

IV. Allgemeine Verwaltungskosten

Die Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, belastet die Gesellschaft für die Gestellung von Mitarbeitern mit den dafür anfallenden Kosten im Rahmen einer Verwaltungskostenumlage. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden insgesamt TEUR 1.898 (Vorjahr: TEUR 1.487) in Rechnung gestellt, davon entfallen auf allgemeine Verwaltungskosten TEUR 1.233 (Vorjahr: TEUR 967).

V. Sonstige betriebliche Erträge

Im Wesentlichen betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge solche aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Diese sind mit TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 26) früheren Geschäftsjahren zuzuordnen.

E. Sonstige Angaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Künstlern, Repertoiregebern und sonstigen Vertragspartnern, welche nicht aus der Bilanz ersichtlich sind, bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

II. Haftungsverhältnisse

Mit der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt (Main), der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, sowie weiteren Gesellschaften der deutschen Warner Music-Gruppe besteht ein Vertrag über ein "Automatisches Cash-Management-System" (ACMS). Im Wesentlichen besagt der Vertrag, dass täglich die Kontensalden der Gesellschaft auf ein Konto der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, übertragen werden. Durch die WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, erfolgt täglich die interne Verrechnung mit den beteiligten Gesellschaften. Die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, haftet in diesem Zusammenhang gesamtschuldnerisch mit den anderen angeschlossenen Gesellschaften für eine eventuell bestehende Bankverbindlichkeit, soweit ihr die Entstehung des Sollsaldos infolge unmittelbaren oder mittelbaren Übertrags von Umsätzen zugerechnet werden kann.

Zum Bilanzstichtag bestand aus dem ACMS keine Bankverbindlichkeit.

Mit der Citibank N.A., London, Großbritannien, der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, sowie weiteren Gesellschaften der Warner Music-Gruppe besteht ein Vertrag über ein "Automatisches Cash-Management-System" (ACMS). Im Wesentlichen besagt der Vertrag, dass täglich die Kontensalden der Gesellschaft auf ein Konto der Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, übertragen werden. Durch die WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, erfolgt täglich die interne Verrechnung mit den beteiligten Gesellschaften. Die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, haftet in diesem Zusammenhang gesamtschuldnerisch mit den anderen angeschlossenen Gesellschaften für eine eventuell bestehende Bankverbindlichkeit, soweit ihr die Entstehung des Sollsaldos infolge unmittelbaren oder mittelbaren Übertrags von Umsätzen zugerechnet werden kann.

Zum Bilanzstichtag bestand aus dem ACMS keine Bankverbindlichkeit.

III. Organmitglieder

Zum hauptberuflichen Geschäftsführer der Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, ist bestellt:

Lars Karlsson, Kaufmann, Nacka, Schweden

Herr Lars Karlsson hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

IV. Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 01. Oktober eines jeden Jahres und endet am 30. September des Folgejahres.

V. Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/23 keine eigenen Mitarbeiter.

VI. Honorare des Abschlussprüfers

Bezüglich der Honorarangabe des Abschlussprüfers macht die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch.

VII. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss WARNER MUSIC Group, Wilmington, Delaware/USA, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird von der WARNER MUSIC Group nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Format in Form des sog. 10-K Annual Filings auf der Internetseite der Gesellschaft erhältlich.

VIII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss Geschäftsjahres eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.

 

Hamburg, 27. März 2024

Neue Welt Musikverlag GmbH

Die Geschäftsführung

Lars Karlsson

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.10.2022 Zugänge Abgänge 30.9.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.501.724,11 0,00 0,00 2.501.724,11
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 4.702.142,96 75.000,00 1.899.955,99 2.877.186,97
7.203.867,07 75.000,00 1.899.955,99 5.378.911,08
Abschreibungen
1.10.2022 Zugänge Abgänge 30.9.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.501.724,11 0,00 0,00 2.501.724,11
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 3.957.856,41 3.000,00 1.333.120,61 2.627.735,80
6.459.580,52 3.000,00 1.333.120,61 5.129.459,91
Buchwert
30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 249.451,17 744.286,55
249.451,17 744.286,55

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, und Mitglied der weltweit tätigen Warner Music Group, New York, USA.

Die Firma Neue Welt Musikverlag GmbH ist als Musikverlag tätig. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht aus dem Erwerb und der Verwertung von Urheberrechten für Musiktitel von Komponisten und Autoren für die Dauer des Urheberrechts oder für eine vertraglich festgelegte Zeit. Die Struktur des deutschen Musikmarktes erfordert zudem eine intensive Zusammenarbeit mit ausländischen Verlegern und Konzerngesellschaften, um eine Auswertung von internationalem Repertoire (hauptsächlich anglo-amerikanischer Herkunft) als Subverlag zu erreichen.

Die Lizenzeinnahmen aus der Nutzung der Musiktitel werden nach einem vertraglich vereinbarten Schlüssel zwischen der Neue Welt Musikverlag GmbH und den Komponisten/Autoren/Verlegern aufgeteilt. Die Lizenzeinnahmen der Neue Welt Musikverlag GmbH aus den Verlagsrechten werden überwiegend über die GEMA - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin (GEMA), abgerechnet. Die GEMA sammelt als zentrale Inkassostelle die von den Nutzern der Musikrechte, z. B. Hersteller von Tonträgern, Fernseh- und Radiosender, abzuführenden Lizenzen und leitet die Einnahmen an die jeweiligen Berechtigten/Lizenzgeber weiter.

Repertoire

Bei einem Musikverlag und dem damit verbundenen Erwerb und der Verwertung von Urheberrechten für Musiktitel von Komponisten und Autoren für die Dauer des Urheberrechts oder für eine vertraglich festgelegte Zeit steht das Repertoire im Mittelpunkt der Tätigkeit. Das Repertoire bedingt ganz wesentlich den Geschäftsverlauf der Gesellschaft.

Gesellschaftliche Reputation der Gesellschaft

Die Reputation der Gesellschaft als Musikverlag ist eine wesentliche Geschäftsgrundlage und steht im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit und der getroffenen Maßnahmen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen / Geschäftsverlauf

Zum Jahresende 2022 ging die Wirtschaftstätigkeit in Deutschland zurück. So ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß Daten des Statistischen Bundesamts im 4. Quartal 2022 um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Auch wenn das BIP im ersten und zweiten Quartal 2023 weitestgehend stagnierte (Quelle: Statistisches Bundesamt), verzögert sich die Erholung der deutschen Wirtschaft. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hat sich im Dezember 2023 erstmals seit Juli 2023 positiv entwickelt, liegt mit 87,6 Punkten aber weiterhin deutlich unterhalb eines neutralen Bereichs (Quelle: DIW). Die konjunkturellen Aussichten bleiben insgesamt verhalten. Es wird erwartet, dass die schwächelnde Weltwirtschaft, die hohen Zinsen sowie die im Vergleich zur Zeit vor dem Krieg in der Ukraine höheren Energiepreise die deutsche Wirtschaft weiterhin belasten werden. Darüber hinaus haben die ohnehin schon hohen geopolitischen Risiken durch den Krieg im Nahen Osten noch einmal zugenommen. Für das Gesamtjahr 2023 wird insgesamt mit einem Rückgang des BIP von 0,5 % gerechnet (Quelle: DIHK), für 2024 wird Stagnation prognostiziert.

Nach einem Wachstum in Deutschland im Vorjahr von rund 6,1 % wird auch bis zum Ende des Jahres 2023 ein weiteres Wachstum der Musikindustrie erwartet. Während die Umsätze der Musikindustrie wieder eine ähnliche Höhe wie vor 20 Jahren erreichen, hat sich die Art des Musikkonsums vollständig verändert. Inzwischen stammt mit 80,3 % der weit überwiegende Teil der Einnahmen aus Onlineverkäufen. Im Jahr 2022 hat das Digitalgeschäft um 11,7 % zugelegt. Der Nutzungsanteil von Musik in Fernsehen und Radio liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Für die Attraktivität von modernen Fernseh- und Radioprogrammen bleibt die kommerzielle Nutzung von Musik nach wie vor unerlässlich.

Das Geschäft hat sich für die Neue Welt Musikverlag GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines herausfordernden Marktumfelds positiv entwickelt. So blieb der Umsatz über den Werten des Vorjahres und entspricht somit den Erwartungen aus dem Lagebericht des vorangegangenen Geschäftsjahres.

2. Sonstige wichtige Vorgänge

Das im Jahr 2005 begonnene konzerninterne Projekt zur Dokumentation aller finanzrelevanten Transaktions-Prozesse im Rahmen der von US-Börsen geforderten "Sarbanes-Oxley Compliance" wurde auch im Jahr 2022/2023 fortgeführt. Dieses Projekt trägt einen wesentlichen Anteil dazu bei, sowohl die Transparenz als auch Kontrolle aller wesentlichen Geschäftsvorfälle zu gewährleisten.

Mit Datum vom 16. Mai 2017 wurde zwischen der Gesellschaft und der Muttergesellschaft Warner Chappell Music Germany GmbH, Hamburg, ein Gewinnabführungsvertrag, abgeschlossen, der auch im Geschäftsjahr 2022/2023 fortbestand.

Wichtige Rechtsstreitigkeiten bestanden und bestehen nicht.

3. Ertragslage

Neue Welt Musikverlag GmbH

Ertragslage 2022/2023

2022/2023 2021/2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 21.830 100,0 19.419 100,0 2.411
Herstellungskosten -15.531 -71,1 -14.529 -74,8 -1.002
Bruttoergebnis/Rohergebnis 6.299 28,9 4.890 25,2 1.409
Vertriebskosten -664 -3,0 -521 -2,7 -143
Allgemeine Verwaltungskosten -1.317 -6,0 -1.036 -5,3 -281
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 0,0 0 0,0 0
Sonstige betriebliche Erträge 19 0,1 26 0,1 -7
Betriebsergebnis 4.337 19,9 3.359 17,3 978
Finanzergebnis 5 0,0 -1 0,0 6
Ertragsteuern 0 0,0 -12 -0,1 12
Jahresüberschuss 4.342 19,9 3.346 17,2 996

Aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,4 Mio. (+ 12,4 %) gestiegen. Infolge des Anstiegs des Umsatzvolumens kam es auch zu einem Anstieg der Herstellungskosten (+ 6,9 %). Dieser Anstieg der Herstellungskosten fiel im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse geringer aus. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Herstellungskosten im digitalen Segment nicht proportional zum Umsatz steigen.

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten sind wesentlich durch die konzerninterne Umlage beeinflusst. Insgesamt sind diese Kosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen, da aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse und des gestiegenen Geschäftsvolumens mehr Kosten auf die Gesellschaft umzulegen waren.

Das Finanzergebnis beinhaltet vor allem Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 3; Vj.: TEUR 1) sowie Zinserträge aus Verträgen bezüglich des Cashpool Managements mit verbundenen Unternehmen (TEUR 8). Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von EUR 4,3 Mio. aus, der im Vergleich zum Vorjahr höher ausfällt. Das Ergebnis wird auf Basis des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abgeführt.

Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023

Die im Prognosebericht des Vorjahres ausgeführten Erwartungen hinsichtlich eines leichten Umsatzanstiegs haben sich im Jahr 2022/2023 erfreulicherweise erfüllt. Insbesondere das Streaming- Geschäft sowie die digitale Lizenzierung haben sich wie erwartet positiv entwickelt. Zudem haben Umsätze aus Aufführungsrechten im Berichtsjahr erneut zugenommen. Das Jahresergebnis ist korrespondierend zu den Umsatzerlöse gestiegen und übersteigt damit die Prognose des Vorjahres, in der mit einem positiven Ergebnis auf Niveau des Jahres 2021/2022 gerechnet wurde.

4. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich innerhalb der Warner Music-Gruppe. Sämtliche Finanzierungen der Gesellschaft erfolgen über einen Cash-Pool, der von der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, verwaltet und verzinst wird. Die Liquiditätslage der Gesellschaft spiegelt sich daher im Wesentlichen in der Veränderung des mit diesem Unternehmen bestehenden Verrechnungssaldos wider. Aus diesem Grund wurde auf eine Kapitalflussrechnung für die Gesellschaft verzichtet.

Aufgrund des hohen Inlandsanteils an den Gesamterlösen besteht nur ein sehr geringes Wechselkursrisiko.

5. Vermögenslage

Neue Welt Musikverlag GmbH

Vermögenslage 2022/2023

30.09.2023 30.09.2022
Vermögen TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 249 0,8 744 2,8
Kurzfristige Forderungen 29.780 99,2 25.687 97,2
Flüssige Mittel 0 0,0 0 0,0
Übrige Aktiva 0 0,0 0 0,0
30.029 100,0 26.431 100,0
Kapital
Eigenkapital 133 0,4 133 0,5
Rückstellungen und kurzfristige Verbindlichkeiten 29.896 99,6 26.298 99,5
30.029 100,0 26.431 100,0
Veränderung
Vermögen TEUR %
Anlagevermögen -495 -66,5
Kurzfristige Forderungen 4.093 15,9
Flüssige Mittel 0 0,0
Übrige Aktiva 0 0,0
3.598 13,6
Kapital
Eigenkapital 0 0,0
Rückstellungen und kurzfristige Verbindlichkeiten 3598 13,7
3.598 13,6

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 495 reduziert. In der Veränderung saldieren sich die im Rahmen des üblichen Geschäftsverlaufs geleisteten Ausleihungen an Verleger und Autoren (TEUR 75) mit Abgängen von insgesamt TEUR 567 und Abschreibungen von insgesamt TEUR 3.

Die kurzfristigen Forderungen sind insbesondere aufgrund höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gestiegen (EUR + 5,2 Mio.). Gegenläufig haben sich die Forderungen gegenüber Verbundunternehmen entwickelt, die sich um EUR 1,1 Mio. verringert haben. In der Erhöhung des Fremdkapitals summiert sich ein Anstieg der Lizenzrückstellungen um EUR 1,4 Mio. mit einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin um EUR 2,2 Mio., der insbesondere auf eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag zurückzuführen ist.

Die Bilanzsumme hat sich infolge der vorgestellten Veränderungen um EUR 3,6 Mio. erhöht.

C. Chancen- und Risikobericht

Die Nutzung im Bereich der Live-Musik hat im Berichtsjahr weiter zugenommen, sodass die in der Vergangenheit angeführten Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem möglichen Ausbleiben öffentlicher Veranstaltungen im Kontext der Corona-Pandemie zukünftig als gering eingestuft werden können. Dem sich aus der Entwicklung des Musikmarktes allgemein ergebenden Risiko durch weiter sinkende Erlöse aus dem Verkauf physischer Tonträger stehen zunehmend Chancen auf ein Wachstum aus der digitalen Lizensierung entgegen. Das Risiko sowie die entsprechende Chance wird jeweils als hoch eingeschätzt.

Mittlere Chancen ergeben sich wie im Vorjahr insbesondere aus einem weiteren Erwerb von Urheberrechten und der Verwertung des Repertoires. Flankiert wird dieses durch die gute Reputation als Musikverlag.

Die Neue Welt Musikverlag GmbH ist finanzwirtschaftlichen Risiken im Wesentlichen in Form von Ausfallsrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Das Ausfallrisiko wird aufgrund der überwiegenden Geschäftsbeziehung mit der GEMA als gering eingeschätzt. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögensgegenstände wiedergegeben. Aufgrund unserer Erfahrungswerte wurden individuelle Wertberichtigungen auf die finanziellen Vermögensgegenstände vorgenommen.

Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird zentral gesteuert. Die Neue Welt Musikverlag GmbH ist in die Verträge über das Cash-Pooling mit der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt (Main), der Citibank N.A., London, und der WARNER MUSIC Group Germany Holding GmbH, Hamburg, eingebunden. Durch vorausschauende Liquiditätsplanung stellen wir sicher, dass wir jederzeit zahlungsfähig sind. Insgesamt wird das Risiko als gering eingeschätzt.

Insgesamt sind Risiken, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, jedoch nicht zu erwarten.

D. Prognosebericht

Es wird erneut damit gerechnet, dass sich die Erlöse aus dem Verkauf physischer Tonträger entsprechend der Gesamtmarktentwicklung rückläufig entwickeln werden. Die Gesellschaft erwartet jedoch weiterhin ein Umsatzwachstum aus der digitalen Lizensierung, wobei insbesondere im Streaming-Geschäft mit kontinuierlich überproportionalen Zuwächsen gerechnet wird.

Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2023/2024 unter Berücksichtigung der vorgenannten Einflüsse von einem moderaten Umsatzanstieg ausgegangen. Auch wird mit einem positiven, leicht über dem Vorjahreswert liegenden Jahresergebnis gerechnet.

 

Hamburg, 27. März 2024

Neue Welt Musikverlag GmbH

Die Geschäftsführung

Lars Karlsson

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Neue Welt Musikverlag GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Neue Welt Musikverlag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 28. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Björn Kniese, Wirtschaftsprüfer

Janos Benecke, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 29. März 2024 festgestellt

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