Nippon Seiki (Europe) B.V. Niederlassung Deutschland
Selbe AdresseSonstige Ingenieurbüros
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sergej Gossen seit 4.2.2026 | Geschäftsführer |
Mauri Lynn Aven seit 25.5.2022 | Geschäftsführer |
Nicholas Rodger Birkett seit 12.2.2018 | Geschäftsführer |
Alexander Schenkel seit 10.2.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
KYOCERA AVX Components Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KYOCERA AVX Components (Munich) GmbHHallbergmoosJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 / 2024der KYOCERA AVX Components (Munich) GmbHI. Grundlagen des Unternehmens Die Kyocera AVX Components (Munich) GmbH (Sitz Hallbergmoos und im Folgenden Kyocera AVX GmbH genannt) ist im Handelsregister unter HRB 66796, Amtsgericht München eingetragen und der Gegenstand der Firma ist der Vertrieb von elektronischen Bauelementen und die Betreuung der ansässigen Kunden. Sie bewirbt im Rahmen Ihrer Stellung als die wichtigste Sales GmbH in Europa im Unternehmen Kyocera AVX (Division der Kyocera Group), sämtliche elektronischen Komponenten aus dessen Portfolio (z.B. Kondensatoren, Sensoren) für den Einsatz in nahezu allen Märkten (z.B. Automobilindustrie / Medizintechnik / Raumfahrt usw.). Die Vertriebsaktivitäten fokussieren sich hierbei hauptsächlich auf Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH). Abweichungen können sich aufgrund der Organisation des zu betreuenden Kundenstamms ergeben, sofern relevante Bereiche (z.B. Engineering oder Einkauf) dezentral also außerhalb der DACH-Region konzentriert sind. Für die Bestellabwicklung ist immer die Kyocera AVX Components Limited (Sitz Großbritannien, Frimley, Surrey) zuständig, da die Kyocera AVX GmbH nur als Vermittler agiert. Die Kyocera AVX GmbH erhält an dem von der Kyocera Ltd. in Europa erwirtschafteten Umsatz einen angemessenen Anteil in Höhe von 3.25% für die Deckung der operativen Kosten und zur Erwirtschaftung eines anteiligen Gewinns. Die Kyocera AVX GmbH ist aufgrund ihrer Hauptfunktion auf die Beschäftigung von Mitarbeitern im Sales ausgerichtet, integriert jedoch seit einer Umstrukturierung im Jahr 2022 auch Positionen aus anderen Bereichen wie dem Marketing, Informationstechnologie, Rechtsabteilung, Compliance, Personalwesen und Lager. Zum Geschäftsjahresende am 31.03.2024 waren insgesamt 104 Mitarbeiter aus den eben genannten Bereichen bei der GmbH tätig. Die benannten Geschäftsführer erhalten von der Kyocera AVX GmbH keine Vergütung und werden über andere Gesellschaften honoriert. II. Wirtschaftsbericht A. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Für 2023 stand für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie laut dem ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) ein Branchenumsatz von 237,9 Milliarden Euro zu Buche, was einem Plus von 6,0 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie laut dem ZVEI jedoch trotzdem einen Rückgang der realen Produktion (ohne Preiseffekte) um etwa 2 %. Diese Entwicklung war hauptsächlich auf die allgemeine wirtschaftliche Schwäche und die hohe Unsicherheit zurückzuführen, die durch geopolitische Spannungen und hohe Zinsen verstärkt wurden. Trotz dieser Herausforderungen erreichte der Weltmarkt für Güter der Elektro- und Digitalindustrie einen Wert von 5.847 Milliarden Euro, wobei das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren auf 4 % zurückging. Wie in den vergangenen Jahren war China mit Exporten im Wert von 25,6 Milliarden Euro das größte Abnehmerland, obwohl das Vorjahresniveau um 3,5 Prozent nicht erreicht wurde. Die Exporte in die USA stiegen 2023 um 5,4 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro, während die Ausfuhren in die Eurozone um 5,6 Prozent auf 86,3 Milliarden Euro zunahmen.1) Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2023 eine leichte Rezession erlebt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Ende 2022 begonnene konjunkturelle Schwächephase setzte sich fort, beeinflusst von den Nachwirkungen des Krieges in der Ukraine und der Corona Pandemie. Die Inflationsrate sank von 6,9 % im Jahr 2022 auf 5,9 % im Jahr 2023, blieb aber weiterhin hoch. Die hohen Verbraucherpreise führten zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 0,7%. Auch die staatlichen Konsumausgaben sanken um 1,5%. Die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen stiegen um 3,0%, wenn auch langsamer als im Vorjahr. Auch der grenzüberschreitende Handel verzeichnete Rückgänge, die Exporte und Importe sanken um 2,2% bzw. 3,4%. Die deutsche Exportwirtschaft stand unter Druck, sich an veränderte strukturelle Rahmenbedingungen anzupassen. Insgesamt war das Jahr 2023 durch hohe Unsicherheit, Materialknappheit und einen anhaltenden Mangel an Arbeitskräften und Fachkräften gekennzeichnet.2) Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Automobilindustrie eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Der Umsatz stieg um etwa 10 % auf 558,1 Milliarden Euro. Dieser Anstieg war sowohl auf das Inlands- als auch auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen, wobei das Auslandsgeschäft etwa 70 % des Gesamtumsatzes ausmachte. Die Hersteller von Kraftwagen und -motoren konnten ihren Umsatz um 11 % auf 451,8 Milliarden Euro steigern. Auch die Zulieferer verzeichneten ein Umsatzwachstum von 9 % und erzielten insgesamt 91,9 Milliarden Euro (Quelle. Trotz der positiven Umsatzentwicklung standen die Unternehmen weiterhin vor Herausforderungen wie hohen Energiekosten, Materialengpässen und einem Fachkräftemangel. Diese Faktoren beeinflussten die Produktionskapazitäten und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Aufgrund der auf dem Elektronikmarkt vorherrschenden langen Lieferzeiten sind diese positiven Umsatzeffekte der Automobilindustrie überwiegend im vorherigen Geschäftsjahr 2022/2023 realisiert worden.3) Das erste Halbjahr des GJ 2023/2024 verlief für die Kyocera AVX in Bezug auf die Auftragseingänge stabil (Vergleich zweite Hälfte GJ 2022/2023). In der ersten Geschäftsjahres- hälfte konnten die Erwartungen erfüllt werden. Dieser Trend setzte sich jedoch nicht fort und erlebte insbesondere im Distributionsgeschäft eine entscheidende Korrektur von -20% der Auftragseingänge im Vergleich zur ersten Hälfte GJ 2023/2024. Die Eingrenzung auf die in der DACH-Region (primärer Fokus des Distributionsgeschäftes der Kyocera AVX GmbH) anfallenden Bestellungen ist aufgrund der konsolidierten Beschaffung (ganz Europa) und der Führung von signifikanten Lagerbeständen (Hauptkompetenzen Distribution) nicht ohne weiteres möglich. Seit Mitte 2023 wurde eine Stagnation der Auftragseingänge insbesondere aus der Industrie und Automationstechnik wahrgenommen. Der prognostizierte Druck auf die rückläufige gesamtwirtschaftliche Nachfrage stieg im Verlauf des Jahres 2023 kontinuierlich an. Nach der angespannten Liefersituation im Jahr 2022 haben viele Kunden zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit weit über den eigentlichen Bedarf bestellt. Durch die gefüllten Läger in der Distribution als auch bei den Endkunden, kombiniert mit der einsetzenden schwachen Konjunktur, ist der langfristige Materialfluss korrigiert worden. Ende 2023 ist die Aufhebung der E-Auto Förderung in Deutschland initiiert worden. Der damit verbundene perspektivische Rückgang der Nachfrage nach Automobilen ab dem Jahr 2024 lastete zusätzlich auf dem Kundenstamm und der Hauptindustrie der Kyocera AVX in Europa. Die Direktkundenbestellungen blieben im Verlauf des Geschäftsjahres aufgrund kürzerer Durchlaufzeit in die Produktion weiterhin stabil. Eine Erhöhung der Preise im Kyocera AVX Produktbereich der Sensorik (Automotive) kompensierte überwiegend den Bestellrückgang im direkten Distributionsgeschäft. Insgesamt resultierte für den Auftragseingang daher eine gleichbleibende Performance gegenüber GJ 2022/2023. Der Verlauf der realisierten Umsätze konnte über das Geschäftsjahr 2023/2024 für den Direktkundenbereich um etwa 2% zum Vorjahr leicht gesteigert werden. Die Auslieferungen über die Distribution in der DACH-Region stagnierten aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage und der vorrangig genannten Sondereffekte um ca. 10% gegenüber GJ 2022/2023. Die Kyocera AVX GmbH stellt den Hauptstandort des europäischen Vertriebs der Kyocera AVX dar. Die angegebenen Auftragseingänge und Umsätze sind von den in Europa erzielten Ergebnissen den Kyocera AVX Limited abgeleitet. Maßgeblich für die Eingrenzung ist die anteilige direkte oder indirekte Beteiligung der in der Kyocera AVX GmbH beschäftigten Mitarbeiter am Gesamtergebnis. 1) Quelle: ZVEI - statistischer Jahresbericht 2023 2) Quelle: BVR-Jahresbericht 2023 / Monatsbericht November2024 Deutsche Bundesbank 3) Quelle: VDA Marktentwicklung 2023 / Statistisches Bundesamt B. Lage des Unternehmens 1. Finanzielle Leistungsindikatoren a) Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich zum 31.03.2024 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar (in EUR):
Die kurzfristig realisierbaren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich in der Gesamtsumme (Liquidität 2. Grades) auf 50.252.118,09 EUR und bilden damit den Hauptanteil an den Aktiva des Unternehmens. b) Finanzlage Die Finanzlage stellt sich zum 31.03.2024 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar (in EUR):
Zum 31.März 2024 beläuft sich die Barliquidität auf 4.564.966,73 EUR. Bei den finanziellen Verpflichtungen gegenüber Lieferanten und sonstigen Gläubigern sind primär die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausschlaggebend. Diese sind zum Stichtag Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Betrag von 10.657.527,49 EUR aufgeführt. Davon betragen die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) 1.957.360,43 Euro. Die Liquiditätslage der KYOCERA AVX Components (Munich) GmbH zum März 2024 stellt einen zentralen Aspekt der finanziellen Stabilität und Flexibilität dar. Die Differenz der kurzfristigen Verbindlichkeiten zu den verfügbaren Mitteln und Forderungen zeigt eine solide Liquiditätsposition auf. c) Ertragslage Die Finanzlage stellt sich im Zeitraum 01.04.2023-31.03.2024 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar (in EUR):
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 9.099.271,72 EUR, was im Vergleich zum Vorjahr in einem Rückgang um 7% resultiert. Die Umsatzrendite für das Geschäftsjahr lag bei 24,8%, ein Rückgang um 5,2% Punkte gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist maßgeblich von der Mitarbeiterzahl abhängig. Überproportional angestiegene Personalkosten, Kosten für Leasing-Fahrzeuge und Reisekosten - bedingt durch die Zunahme der Mitarbeiterzahl von 93 auf 104 während des Geschäftsjahres 2024 - haben die Umsatzrendite entsprechend belastet. Die Personalkosten für das Geschäftsjahr April 2023 bis März 2024 beliefen sich auf 6.370.879,06 EUR. Im Vergleich zum Vorjahr (April 2022 bis März 2023) lagen diese bei 5.799.471,61 EUR. Unter Berücksichtigung der gegebenen Strukturen und Abhängigkeit zum Verkaufserlös der KAVX Ltd, ist der Umsatz der KAVX GmbH als maßgeblicher Leistungsindikator identifiziert worden. 2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zu den Indikatoren in diesem Bereich zählt das multikulturelle Umfeld des Unternehmens. Als international agierendes Unternehmen spricht die KAVX-Mitarbeiter jeglicher Herkunft an. Zum 31.03.2024 waren 29 Mitarbeiter anderer Herkunft beschäftigt (ca. 28% der Gesamtbelegschaft). Diese bringen neben der deutschen und englischen Sprache mehr als 10 weitere Umgangsformen ins Unternehmensumfeld mit. Zum 01.11.2022 wurde zudem ein flexibles Arbeitszeitmodell mit der Möglichkeit bis zu 50% der Arbeitszeit aus dem mobilen Arbeiten zu erbringen (Eignung vorausgesetzt) eingeführt. Unter Berücksichtigung der teilweise längeren Arbeitswege, trägt dies zu einer Steigerung der Effizienz der Arbeitsleistung bei, da diese nun auch außerhalb des Büros erbracht werden kann. Auch im Bereich der Digitalisierung sind diverse Implementierungen vor allem zur systembasierten Prozessoptimierung geplant. Eine wichtige Maßnahme im Geschäftsjahr 2023/2024 war die Einführung des digitalen Rechnungsportals der Firma DATEV, welche eine effiziente Kommunikation mit unserem externen Dienstleister für die Verbuchung ermöglicht. Weitere Projekte wie der digitale Lohnschein, digitale Rechnungsfreigabe als auch die Zurverfügungstellung von Tankkarten sollen den Administrationsaufwand bei der Belegschaft reduzieren. III. Prognose Durch die voraussichtlich weiterhin schwache Konjunktur sowohl in Deutschland als auch in Europa ist davon auszugehen, dass die Erweiterung der Belegschaft über die aktuell besetzten Positionen ausgeschlossen werden kann. Abhängig von der Entwicklung am Markt ist die Wiederaufnahme der Expansion und die Aufstockung des Personals wieder denkbar, jedoch im nächsten Geschäftsjahr nicht zu erwarten. Der Distributionskanal hat aufgrund der langen Lieferkette und gefüllten Lagern bereits in diesem Geschäftsjahr reagiert. Preiserhöhungen bei unserem Direktkundenstamm (insbesondere Automotive) konnten die diesjährigen Rückgänge nahezu vollständig kompensieren. Spätestens Mitte 2024 könnte der Abwärtstrend im Auftragseingang als auch in den Lieferungen aufgrund der rückläufigen Nachfrage im Automotive ersichtlich werden. Weiterhin ist ebenso eine rückläufige gesamtwirtschaftliche Situation in nahezu allen Industriebereichen präsent. Der Lagerreichweite bei der Distribution wird das Geschäftsumfeld der Kyocera AVX im Geschäftsjahr 2024/2025 beträchtlich beeinflussen. Gesamthaft entscheidend für die Performance der Kyocera AVX in Europa bleibt die Schlüsselindustrie Automotive. Nach dem Wegfall der Prämien für E-Fahrzeuge ist mit einem starken Rückgang der Nachfrage im nächsten Geschäftsjahr zu rechnen. Die deutsche Automobilindustrie befindet sich im Wandel. Elektrifizierung, autonome Fahrfunktionen, neue Mobilitätsdienste und die Automatisierung der Produktion verändern die Wertschöpfung und Produktion tiefgreifend. Zudem hat die Industrie weiterhin eine deutliche Herausforderung, sich im wichtigsten Wachstumsmarkt China zu etablieren. Die Wettbewerbsfähigkeit zu den asiatischen Konkurrenten wird in regelmäßigen Abständen auf die Probe gestellt. Dieser Umstand lässt zwangsläufig die Anforderungen auf die Kosten in der Lieferkette steigen. Es ist daher davon auszugehen, dass zur Verteidigung von Marktanteilen diverse Kompromisse beim angebotenen Preis notwendig sind, was sich wiederrum auf die Erlöse im nächsten Geschäftsjahr auswirkt. Die Ergebnisse des GJ 2023/2024 sind im GJ 2024/2025 aufgrund der vorrangig beschriebenen Umstände nicht zu erreichen. Dennoch kann sich im Verlauf des Geschäftsjahres die Marktlage insbesondere gegen Ende des Jahres 2024 wieder drehen. Hohe Inflation und steigende Leitzinsen haben die Kaufkraft der privaten Haushalte und die Industriekonjunktur auf der ganzen Welt belastet. Diese Phase der Abkühlung sollte im Laufe des Geschäftsjahres 2024/2025 wieder verlassen werden. IV. Risiken und Chancen Die Transformation vom konventionellen Antrieb in die Elektrifizierung bleibt weiterhin die Hauptaufgabe aller Automobilhersteller und eine klare Vorgabe seitens der Politik. Die Emissionen sollen bis 2030 um mind. 65 % und bis 2040 um mind. 88 % gesenkt werden (gegenüber 1990). Damit verbunden ist der ansteigende Bedarf an elektronischen Komponenten. Trotz der voraussichtlichen abkühlenden Entwicklung im nächsten Geschäftsjahr wird die Elektrifizierung perspektivisch als disruptive Technologie etabliert werden. Weiterhin gibt es Unterstützung für das Vorhaben zum Wandel zu regenerativen Energien. Beide Trends erfordern den Einsatz von leistungsfähigen elektronischen Komponenten und fördern deren Gesamtbedarf langfristig. Dies birgt hohe Chancen für Hersteller in der Bauelemente Branche. Der Ukraine-Konflikt ist weiterhin anhaltend ohne Aussicht auf baldige Beendigung. Die angespannte Lage zwischen der EU und Russland könnte Lieferketten stören und den Bezug von Edelmetallen und speziellen Erzeugnissen für die Produktion elektronischer Komponenten beeinträchtigen. Eine Umstellung der Lieferketten erfordert eine Übergangszeit und könnte die Preise und somit die Profitabilität beeinflussen. Durch internes Risikomanagement und Bevorratung kritischer Materialien sollen die potenziellen Auswirkungen auf KAVX weiterhin minimiert werden. Die Einführung von umfassenden Importzöllen der USA (in 2025) bringen verschiedene Risiken für Europa mit sich. Auch der Export deutscher Waren, insbesondere Automobile in die USA steht dadurch massiv unter Druck. Zölle schaffen Unsicherheit auf den globalen Märkten, was Investitionen und langfristige Geschäftsstrategien beeinträchtigen kann. Die Zollpolitik könnte zu einer weiteren Eskalation mit China führen, was langfristig auch die gesamte europäische Wirtschaft beeinflusst. Die Position von Kyocera AVX Components auf dem Markt wird als zuverlässiger Partner von einem breiten Spektrum von Schlüsselkunden aus Bereichen wie Automobil, Medizin, Militär und Industrie unterstützt. Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass die Elektroindustrie im Allgemeinen die folgenden Trends und Entwicklungen erleben wird. Aufstrebende Märkte wie Elektrofahrzeuge (EVs), 5G-Technologie, erneuerbare Energien und intelligente Geräte eröffnen weiterhin vielfältige Möglichkeiten für Kyocera AVX. Mit dem breit aufgestellten Komponentenportfolio und dem Zugang zu aufstrebenden Märkten, gepaart mit dem auf dem Markt etablierten Kundenstamm, bleibt die Kyocera AVX weiterhin bestens auf die Zukunft eingestellt. V. Finanzinstrumente Unter den originären Finanzinstrumenten ist für die KAVX GmbH insbesondere die Forderungsposition gegenüber der KAVX Ltd. zu nennen (48.530.615,86 EUR). Diese Position ist über eine Kreditvereinbarung zwischen der KAVX Ltd. und KAVX GmbH abgesichert und mit einem Zins (EURIBOR12 + 1,25%) über einen Zeitraum von 12 Monaten festgeschrieben. Im Falle von Streitigkeiten zwischen den genannten Vertragsparteien, die sich aus oder im Zusammenhang mit dem Kreditvertrag ergeben, einschließlich Streitigkeiten über sein Zustandekommen oder seine Gültigkeit, werden solche Streitigkeiten ausschließlich und endgültig durch die Kyocera AVX Components Corporation (One AVX Boulevard Fountain Inn, SC 29644 USA) beigelegt. Aufgrund der Liquiditätslage der KAVX Ltd. und der aus dem genannten Kreditvertrag hervorgehenden Verpflichtungen der Kyocera AVX Components Corporation, ist kein relevantes Ausfallrisiko identifiziert worden. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Firma KYOCERA AVX Components (Munich) GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Das Stammkapital in der Bilanz ist noch nicht auf Euro umgerechnet (13,2 MioDM, rd. 6,4,Mio. EUR). Es liegen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB vor, die sich nicht bereits aus der Bilanz oder GuV ergeben. Das Unternehmen ist Teil der KYOCERA Corporation Group, die in Japan konsolidierte Abschlüsse vorlegt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Anschaffungen mit einem Anschaffungspreis bis zu 800 Euro wurden nach § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzgl. außerplanmäßiger Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB angesetzt und bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Bei der Gliederung der aufeinander folgenden Bilanzen nach § 265 (1) HGB war ausnahmsweise eine Abweichung erforderlich. Im Vorjahr wurden nun Aufwendungen für Roh-/Hilfs-/ und Betriebsstoffe in "Aufwendungen für bezogene Leistungen" umgegliedert. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der (sonstigen) Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der (kurzfristigen) Forderungen, die solche aus Lieferungen und Leistungen sind, gegen Gesellschafter beläuft sich auf EUR 48.530.615,86 (Vorjahr: EUR 50.045.959,03). Ergebnisverwendung und Feststellung des Jahresabschlusses Gemäß Gesellschafterbeschluss 10.06.2024 wurde der Jahresüberschuss des Jahres 2022/2023 unter Verrechnung mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss zum 31. März 2023 wurde genehmigt und somit festgestellt. Den Geschäftsführern wurde Entlastung erteilt. Das Jahresergebnis für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 beträgt EUR 2.255.478,64. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 8.700.167,06 (Vorjahr: EUR 8.363.146,65). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 0,00. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 2.579.051,58 EUR (Vorjahr: 2.223.193,79 EUR). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 101 (Vj. 81). Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurde die Geschäftsführung durch Herrn Alexander Schenkel ausgeübt. Weitere Geschäftsführer sind die Herren Chad Douglas Baskin, Greer, USA (abberufen: 04.01.2024)und Nicholas Rodger Birkett, Crowthorne, UK. sowie Frau Mauri Lynn Aven, Simpsonville / USA. Angaben nach § 285 Nr. 9 a) HGB Für die Tätigkeit als Geschäftsführer wurden auch im Berichtsjahr keinerlei Vergütungen ausbezahlt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet: Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der AVX Elektronische Bauelemente GmbH, Fürth. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft beträgt unverändert Euro 3.957,91. Das letzte Jahresergebnis der Gesellschaft beläuft sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags auf Euro 0,00. Angaben zur Muttergesellschaft nach § 285 Nr. 14 HGB Muttergesellschaft ist die KYOCERA AVX Components Ltd - Frimley, UK (vormals: AVX Ltd., Frimley, UK.). Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Im Berichtsjahr liegen kurzfristige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.609.435,08 EUR (Vj. 2.140.468,46 EUR) vor. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.255.478,64 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 22.326.082,39 auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Hallbergmoos, den 15. Mai 2025 Alexander Schenkel, Director Nicolas Rodger Birkett, Director Mauri Lynn Aven, Director Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 23.06.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KYOCERA AVX Components (Munich) GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KYOCERA AVX Components (Munich) GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KYOCERA AVX Components (Munich) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 15.05.2025 LKC Audit GmbH WPG Dr. Stefan Berz, Wirtschaftsprüfer Gerd-Jürgen Müller, Wirtschaftsprüfer |
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