Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 13837
Vorher
desaNet Telekommunikation Sachsen Ost GmbHdesaNet Telekommunikation GmbH
Eingetragen
5.12.1996
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikLeitungsgebundene TelekommunikationSonstige Telekommunikation a. n. g.
Gegenstand
Betrieb, Errichtung und Erwerb von Telekommunikationsanlagen sowie Erbringung von Leistungen und Diensten auf dem Gebiet der Telekommunikation.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Wild
seit 2.3.2026
Prokura
Björn Bergmann
seit 17.7.2025
Geschäftsführer
Andreas Kotsch
seit 19.1.2021
Prokura
Jens Schaller
seit 27.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
50.00%
SachsenEnergie AGEigenbeteiligung
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SachsenEnergie AG
Germany
501.000 €
50.00%
DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH
Germany
501.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SachsenGigaBit GmbH

Dresden

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG, TKG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die SachsenGigaBit GmbH (kurz: "GigaBit"), als regionale Telekommunikations-Gesellschaft, bündelt für den Mutterkonzern SachsenEnergie AG alle Kompetenzen für den Glasfaser basierten Breitbandausbau sowie zukunftssichere Kommunikationstechnologien und bietet ein umfassendes Telekommunikations-Leistungsportfolio an.

In dieser Funktion plant, errichtet, betreibt und vermietet die GigaBit Telekommunikationsanlagen auf der Grundlage von passiven Telekommunikationsnetzen und bietet auf dieser Basis ihre Telekommunikationsdienstleistungen an.

Auf den passiven Netzen im Backbone und Access-Bereich setzt die GigaBit Übertragungstechnik mit verschiedensten Übertragungstechnologien ein, um ein leistungsfähiges, skalierbares und an den Bedürfnissen des sächsischen Marktes ausgerichtetes Übertragungsnetz zur Verfügung stellen zu können.

Das Netzmanagement der GigaBit sichert hierbei durchgängig die hohen Qualitätsstandards und die ständige Verfügbarkeit des Übertragungsnetzes.

GigaBit zeichnet sich verantwortlich für das Geschäftsfeld Glasfaser/Telekommunikation im Konzern SachsenEnergie und hat die Aufgabe, dieses Geschäftsfeld sowie die Kundenbasis durch den Bau von Infrastruktur und deren Vermarktung in den nächsten Jahren substanziell wachsen zu lassen. So wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl von geförderten Breitbandausschreibungen gewonnen, für die GigaBit federführend verantwortlich ist. Darüber hinaus sind in den kommenden Jahren vermehrt eigenwirtschaftliche Ausbauprojekte geplant.

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt liegt bei den Zielgruppen Geschäftskunden und Gewerbekunden. Für diese bietet GigaBit leistungsstarke Glasfaseranbindungen und individuelle Lösungen für Internet, Telefonie und weitere Zusatzprodukte mit persönlichem Service an.

Auch individuelle Kooperationen mit Wohnungswirtschaften, Bauträgern, Stadtwerken und Kommunen zur Glasfasererschließung von Mietobjekten, Neubauten, Öffentlichen Einrichtungen oder Kommunen werden weiter ausgebaut.

Seit nunmehr 25 Jahren versorgt Gigabit Carrier mit hochwertigen Standardprodukten oder schafft individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum reicht von der Vernetzung kundeneigener Standorte, über die Unterbringung und Netzanbindung der Kundensysteme in den fünf leistungsstarken Rechenzentren bis hin zu Internetverbindungen auf höchstem Niveau. In diesem Zusammenhang entstehen vielversprechende Kundenprojekte zur Erschließung von Lichtwellenleiter(LWL)-Verbindungen in Dresden und von 5G-Maststandorten.

GigaBit ist außerdem verantwortlich für die Bereitstellung von Telekommunikationsleistungen an die Gesellschaften des TWD-Konzernkreises.

Für die SachsenNetze GmbH (kurz: "SachsenNetze") steuert GigaBit das Projekt zum Aufbau eines 450 MHz-Mobilfunk-Netzes und nimmt Einfluss auf den deutschlandweiten 450 MHz-Netzausbau durch eine mittelbare Beteiligung an der 450connect GmbH, Köln, über die Vorschaltgesellschaft 450 MHz Beteiligung GmbH, Erfurt.

Neben diesen Aktivitäten ist GigaBit zu 50% an der TRZ Thüringer Rechenzentrum GmbH, Erfurt, beteiligt, welche in Langewiesen bei Ilmenau ein Rechenzentrum errichtet hat, betreibt und vermarktet.

Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Der Telekommunikationsmarkt ist von einem stark wachsenden Bedarf an Breitbanddienstleistungen geprägt. Hierbei ist der Glasfaserausbau, als zukunftsfähige und nachhaltige Netztechnologie, das politische Ziel von Bund und Ländern. Im Jahr 2023 wurde erkennbar, dass sich insbesondere das Glasfaser-Marktumfeld in den letzten Monaten deutlich abgekühlt hat. Unter Anderem belasten gestiegene Ausbaukosten, gestiegene Refinanzierungskosten und ausbleibende Nachfrage die Anbieter.

Da der Glasfaserausbau sehr kapitalintensiv ist, ist auch ein eigenwirtschaftlicher flächendeckender Ausbau nicht überall möglich. Deshalb wurde vom Bund entsprechende Förderprogramme aufgelegt, welche von den Ländern kofinanziert werden.

In der sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenförderung ermitteln TK-Unternehmen in einem wettbewerblichen Verfahren aus Investition, Betriebskosten und Kundenerlösen über eine Zweckbindungsfrist von 7 Jahren die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke für ein definiertes Ausbaugebiet. Die hohe Nachfrage an Förderprogrammen und lange Genehmigungsverfahren verschärfen den Wettbewerb in der Breitbandförderung zusätzlich.

Neben der Wirtschaftlichkeitslückenförderung gibt es ein sogenanntes Betreibermodell, in welchem die Kommune ein Netz gefördert ausbaut und dieses Netz an ein TK-Unternehmen zum Zweck des Betriebes verpachtet. Dieses Modell kommt in der Region jedoch kaum zur Anwendung.

Zur besseren Auslastung der Netze und zur Refinanzierung des Netzaufbaus gewinnt die Gewährleistung von Open Access (freiwillige Öffnung bestehender und entstehender Glasfasernetze für andere Marktteilnehmer) zunehmend an Bedeutung. Bei geförderten Ausbauprojekten schreibt der Gesetzgeber die Öffnung der Netze für andere Anbieter sogar zwingend vor. Die Preise für TK-Dienste unterliegen aktuell einem hohen Wettbewerb. Eine zunehmende Kommerzialisierung zwingt Breitbandanbieter einen höheren Fokus auf Service- und Zusatzleistungen zu legen, da Konvergenzangebote und gezielte Schaltung zu verschärftem Wettbewerb führen.

Neue Kooperationstypen im Bau, Be- und Vertrieb ermöglichen strategische Vorteile für Unternehmen in der Telekommunikationsbranche.

Geschäftsverlauf

Geschäftstätigkeit 2023 - Kurzüberblick

SachsenGigaBit GmbH 2023 2022
Umsatzerlöse TEUR 39.836 35.569
Ergebnis vor Steuern (EBT) TEUR -367 3.059
Jahresergebnis vor Verlustübernahme / Gewinnabführung TEUR -382 3.052
Investitionen TEUR 585 1.415
Mitarbeiter zum 31. Dezember (inkl. Geschäftsführer, ohne ruhende AV) Anzahl 180 143

Neben den bestehenden Geschäftsfeldern

Eigenwirtschaftlicher und geförderter Breitbandausbau in Zusammenarbeit mit der SachsenEnergie-Gruppe,

Business- und Carrier-Kundenbetreuung im Bereich Telekommunikation sowie

der Bereitstellung von Telekommunikations- und Übertragungsleistungen im Konzern,

konnte sich GigaBit im Jahr 2023 als eigenständige Marke der SachsenEnergie, als regionaler Anbieter für Internet und Telefonie etablieren. Mit Hilfe einer groß angelegten Marketingkampagne wurde zunächst die Markenbekanntheit der GigaBit als Telekommunikationsanbieter für Privatkunden und Gewerbekunden gesteigert und anschließend wurden die Internet-, Telefonie- und TV-Produkte beworben, die über einen Webshop gebucht werden können. Mit der Wholebuy-Vereinbarung zwischen GigaBit und Deutsche Telekom sowie den bereits in Betrieb genommenen Breitbandausbaugebieten steht ein Kundenpotential in Ost- und Westsachsen zur Verfügung.

Personal

Zum 1. Januar 2023 beschäftige GigaBit 143 Mitarbeitende (inkl. Geschäftsführer). Der festgelegte strategische Wachstumskurs der Gesellschaft erfordert eine schrittweise Erhöhung der Belegschaft bei gleichzeitiger Transformation der Qualifizierungsprofile, Reduzierung von gewerblichen Tätigkeiten und Konzentration auf Planungs- und Steuerungsfunktionen in den Fachbereichen. Der Personalaufwuchs erfolgt dabei grundsätzlich bedarfsgerecht. Der Personalbestand zum 31. Dezember 2023 betrug daher 180 Mitarbeitende (inkl. Geschäftsführer).

Wirtschaftliche Lage

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung den bedeutsamsten, für die interne Steuerung verwendeten, Leistungsindikator darstellt.

Ertragslage

SachsenGigaBit GmbH 2023 2022
Umsatzerlöse TEUR 39.836 35.569
davon ggü. Gesellschaften des TWD-Konzernkreises TEUR 32.543 28.685
davon ggü. Drittkunden TEUR 7.258 6.681
davon periodenfremde Erlöse TEUR 35 203
Bestandsverminderungen (i. Vj. Bestandserhöhungen) TEUR -273 261
Sonstige betriebliche Erträge TEUR 148 167
Materialaufwand TEUR 22.103 17.863
Personalaufwand TEUR 13.954 11.056
Abschreibungen TEUR 975 999
Sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 3.612 3.058
Finanzergebnis TEUR 567 39
Sonstige Steuern TEUR 16 8
Jahresergebnis vor Verlustübernahme / Ergebnisabführung TEUR -382 3.052

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse gegenüber Gesellschaften des TWD-Konzernkreises

Die Umsatzerlöse innerhalb des TWD-Konzernkreises sind sehr vielfältig. Für den eigenwirtschaftlichen und geförderten Breitbandausbau stellt die GigaBit ihre Personaldienstleistungen zur Umsetzung der Baumaßnahmen zur Verfügung und errichtet die notwendige Übertragungs- und Telekommunikationstechnik. Durch den fortschreitenden Baustand konnten hierbei Umsatzsteigerungen in Höhe von über TEUR 3.168 erzielt werden. Mit Inbetriebnahme eines geförderten Breitbandausbaugebietes übernimmt die GigaBit die Betriebsführung für die aktive und passive Infrastruktur. Außerdem entwickelt und vertreibt GigaBit unter ihrer eigenen Marke Internet-, Telefonie- und TV-Produkte. Der Produktvertragspartner für die Kunden ist die SachsenEnergie AG. GigaBit stellt vor allem ihr Know-how für die Produktgestaltung sowie die technische Umsetzung bereit. Die Umsatzerlöse aus Breitbanddienstleistungen konnten auf TEUR 11.633 (i. Vj. TEUR 8.073) erhöht werden.

Für viele Gesellschaften des TWD-Konzernkreises übernimmt GigaBit den Betrieb von Mobilfunkanschlüssen und -endgeräten, von Festnetzanschlüssen und -endgeräten sowie von Softphones (Softwarelösung zur Telefonie über den Computer). Darüber hinaus stellt GigaBit Prozessdatendienste und Prozessdateninfrastruktur bereit. Für Telefonie- und Datenübertragungsleistungen konnte GigaBit die Umsätze auf dem Vorjahresniveau mit TEUR 7.961 (i. Vj. TEUR 8.161) halten.

Die Dresden Netz OHG beauftragt die GigaBit mit der Bereitstellung von Telekommunikationsleistungen. Gemäß des Rahmenvertrages erbringt GigaBit Leistungen wie Telefonie- und Datenübertragung, Betriebsführung und Bereitstellung von Netzinfrastruktur, zur Verfügungstellung von Übertragungstechnik (aktive Technik) und von symmetrischen Datenraten als Grundlage für die Standortvernetzung über ein Backbone-/Kernnetz. Die Umsatzerlöse betragen TEUR 6.325 (i. Vj. TEUR 6.069).

GigaBit übernimmt zudem technische und kaufmännische Dienstleistungen für die betriebsnotwendigen Telekommunikationsnetze der SachsenEnergie Gruppe. Dazu gehören unter anderem Assetmanagement und Controlling, Instandhaltung, Störungsbeseitigung, Errichtung und Betrieb von Übertragungstechnik und Netzbewirtschaftung. Die Umsätze aus diesem Dienstleistungsrahmenvertrag liegen mit TEUR 4.895 (i. Vj. TEUR 4.853) ebenfalls auf Vorjahresniveau.

Innerhalb des TWD-Konzernkreises werden individuelle Telekommunikationsprodukte für Internet, Bandbreite, Infrastruktur und Housing erbracht, wie sie hauptsächlich im Business- und Carriergeschäft gegenüber Drittkunden angeboten werden. Für diese Produkte konnte GigaBit einen Umsatz in Höhe von TEUR 952 (i. Vj. TEUR 726) erzielen.

Gegenüber der Dresden Netz OHG erzielt die GigaBit Umsätze für die kaufmännische Betriebsführung von TEUR 777 (i. Vj. TEUR 802).

Umsatzerlöse gegenüber Drittkunden

Die Drittkunden sind Businesskunden, die individuelle Internetprodukte mit hohen Datenraten oder eine Lösung für die Vernetzung ihrer Unternehmensstandorte suchen und Carrier, d. h. Betreiber von Telekommunikationsnetzen. Die Produktpalette der GigaBit umfasst zusätzlich zu oben genannten Leistungen die Vermietung von Telekommunikationsinfrastruktur und die Vermietung von Schränken in Rechenzentren. Die Umsatzerlöse in diesem Geschäftsfeld konnten auf TEUR 7.258 (i. Vj. TEUR 6.681) erhöht werden. Der Umsatzanstieg ergibt sich zum einen aus der Gewinnung neuer Businesskunden und zum anderen aus weiteren Vertragsabschlüssen mit bestehenden Carrierkunden.

Die periodenfremden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 203) können dem Drittkundengeschäft zugeordnet werden.

Die Bestandsverminderungen von TEUR 273 (i. Vj. Bestandserhöhungen von TEUR +261) resultieren aus der stichtagsgenauen Bewertung von unfertigen Bauvorhaben, die auf Grund ihres Baufortschrittes noch nicht abgerechnet werden konnten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 148 (i. Vj. TEUR 167) sind vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus sozialen Leistungen enthalten.

Der Materialaufwand ist auf TEUR 22.103 (i. Vj. TEUR 17.863) gestiegen. Der Anstieg resultiert einerseits aus dem Umsatzanstieg. Zur Realisierung des Umsatzwachstums sind beispielsweise höhere Aufwände für die Anmietung von Telekommunikationsinfrastruktur sowie für Service- und Wartungsverträge erforderlich. Anderseits sind Aufwände entstanden, die auf Grund des Personal- und Know-how-Aufbaus mittelfristig entfallen. Dazu zählen Beratungsleistungen, Aufwände für IT-Entwicklung und für Netzmanagement.

Der Anstieg des Personalaufwandes auf TEUR 13.954 (i. Vj. TEUR 11.056)korrespondiert mit der steigenden Mitarbeiterzahl. Zudem stiegen die Personalaufwendungen infolge von Tariferhöhungen und Sonderzahlungen.

Die Abschreibungen weisen aufgrund des geringeren Investitionsvolumens einen leichten Rückgang auf TEUR 975 (i. Vj. TEUR 999) aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwände für kaufmännische Betriebsführung, für Mieten und Betriebskosten für Büro- und Lagerräume, für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, für Weiterbildung, Prüf- und Beratungskosten. Der Anstieg auf TEUR 3.612 (i. Vj. TEUR 3.058) resultiert einerseits aus dem Mitarbeiterwachstum, anderseits aber vor allem aus gestiegenen Aufwänden für Werbung, Zeitpersonal und Betriebskosten für Büro- und Lagerräume.

Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme (i. Vj. Ergebnisabführung) liegt mit TEUR -382 (i. Vj. TEUR 3.052) unter dem Vorjahreswert, da die Aufwendungen stärker als die Umsatzerlöse gestiegen sind. Insbesondere der zur Realisation des Umsatzwachstums benötigte Personalaufbau hat sich negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft ausgewirkt. GigaBit konnte 2023 eine Mitarbeiterschaft aufbauen, die es künftig ermöglicht auf bestimmte Fremdleistungen zu verzichten (z. B. im Bereich Netzmanagement). Mittelfristig erwartet GigaBit einen stärkeren Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu den Fremdleistungen, bedingt durch die steigende Anzahl an Vertragsabschlüssen. Das führt zu einer positiven Ergebnisentwicklung.

GigaBit hat mit dem Gesellschafter SachsenEnergie AG seit 2021 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Vermögenslage

Die GigaBit weist zum 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme von TEUR 37.960 (i. Vj. TEUR 36.563) aus. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert auf der Aktivseite aus höheren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und auf der Passivseite aus gestiegenen Rückstellungen.

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 11.761 (i. Vj. TEUR 12.161) und hat einen Anteil am Gesamtvermögen von 31% (i. Vj. 33%). Dem Investitionsvolumen von TEUR 585 (i. Vj. TEUR 1.415) steht eine Abschreibungssumme von TEUR 975 (i. Vj. TEUR 999) gegenüber.Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 375 als Kapitalrücklage in die 450MHz Beteiligung GmbH eingezahlt. Die Investitionen für Sachanlagen in Höhe von TEUR 88 setzen sich zusammen aus Neuinvestitionen für Technische Anlagen (TEUR 72) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 17) für die Telekommunikationssysteme. Des Weiteren wurden TEUR 122 in Immaterielle Vermögensgegenstände, in Form von Software-Lizenzen, investiert.

Das Umlaufvermögen zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 26.147 (i. Vj. TEUR 24.267). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus höheren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen als Folge der gestiegenen Umsatzerlöse gegenüber Gesellschaften des TWD-Konzernkreises.

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 32.280. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 85% (i. Vj. 88%).

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.849 (i. Vj. TEUR 1.490) sind insbesondere auf Grund von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Rückstellungen für die Harmonisierung der Tätigkeitsbilder gestiegen. Zudem hat sich die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen aufgrund der erstmaligen Bildung einer Rückstellung für potentielle Altersteilzeitanwärter (TEUR 448) erhöht.

Die Verbindlichkeiten betragen TEUR 2.831 (i. Vj. TEUR 2.793) und liegen somit auf dem Vorjahresniveau.

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten haben am Gesamtkapital einen Anteil von 13% (i. Vj. 11%).

Finanzlage

Die zur Analyse unserer Finanzlage für das Geschäftsjahr 2023 erstellte Kapitalflussrechnung zeigt die Zahlungsströme getrennt nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Unsere Darstellung orientiert sich am vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) verabschiedeten DRS 21. Als Saldo der Kapitalflussrechnung ergibt sich die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes, der die flüssigen Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) enthält. Aufgrund von im Jahr 2023 in Kraft getretenen Änderungen an DRS 21 durch DRÄS 13 sind die Veränderungen der Cash-Pooling-Forderungen im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auszuweisen. In den Vorjahren erfolgte für diese Position ein Ausweis im Finanzmittelfonds. Für eine bessere Vergleichbarkeit der Kennzahlen wurden daher die Vorjahreszahlen an die aktuelle Berechnungsmethode nach DRS 21 angepasst.

Die Liquidität der GigaBit war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert.

Finanzlage 2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.433 2.571
Cashflow aus Investitionstätigkeit -32 -1.392
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3.361 -1.179

Der Finanzmittelfonds betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 0 (i. Vj. TEUR 104).

Die Geschäftsführung schätzt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil ein.

Angaben nach § 6 b Abs. 7 Satz 4 EnWG

Die GigaBit führt die folgenden Tätigkeiten im Sinne des § 6 b EnWG durch:

1.

Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors,

2.

Tätigkeiten innerhalb des Gassektors und

3.

Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors.

Prognosebericht

Voraussichtliche Ergebnisentwicklung

Das geplante Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beträgt für 2024 TEUR -33. Der geplanten positiven Umsatzentwicklung stehen voraussichtlich steigende Aufwendungen für die Anmietung von Telekommunikationsinfrastruktur, für Service- und Wartungsverträge, für Betriebsführung, für Softwaresysteme und für Personal gegenüber. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Kundenanstieg. Für die darauffolgenden vier Jahre prognostiziert GigaBit einen moderaten Anstieg der Aufwendungen und einen starken Anstieg der Umsätze, sodass mit einer positiven Ergebnisentwicklung zu rechnen ist.

Voraussichtliche Umsatzentwicklung

Entsprechend der Absatzplanung erwartet GigaBit für 2024 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 54.923. Die Umsatzerlöse aus Breitbanddienstleistungen sollen gegenüber 2023 um ca. TEUR 11.500 steigen. Maßgebend dafür ist das stetig steigende Kundenpotential durch die Fertigstellung weiterer Breitbandvorhaben sowie die Wholebuy-Vereinbarung mit der Deutschen Telekom. Die Etablierung der GigaBit als Marke der SachsenEnergie und die Marketingkampagnen tragen ebenfalls zur Steigerung der Kundenzahlen bei. Im Drittkundengeschäft werden Umsatzsteigerungen von etwa TEUR 2.124 erwartet. Der Anstieg resultiert aus der Erhöhung von Vertragsabschlüssen sowie aus konkreten Projekten zur Errichtung von LWL-Verbindungen und zur Erschließung von 5G Maststandorten für Carrier. Weitere Umsatzsteigerungen in Höhe von TEUR 1.411 ergeben sich aus dem Dienstleistungsrahmenvertrag, dem Wholesalegeschäft und für Telefonie- und Datenübertragungsleistungen.

Geplante Investitionen

Der Investitionsplan der GigaBit beinhaltet ein Gesamtvolumen von TEUR 1.400 für das Jahr 2024.

Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Organisation des Risikomanagements

SachsenGigaBit GmbH ist die Telekommunikationstochter im SachsenEnergie-Konzern.

Der Risikomanagementprozess ist an den Risikomanagementprozess der SachsenEnergie AG angelehnt und wird in Zusammenarbeit mit dem zentralen Risikomanagement der SachsenEnergie AG erbracht.

Im Folgenden werden die Risiken mit absteigender Bedeutung angegeben.

Preis- und Marktrisiken

Verzögerungen in den Ausbaugebieten für Breitband können aufgrund verschiedener Faktoren entstehen. Ein externer Faktor ist Bauverzug, welcher sich aus verspäteter Genehmigung und unzureichendem Baufortschritt aufgrund von schweren Baugrundbedingungen ergibt. Des Weiteren kann das Baupreisrisiko beim Ausbau zu einer negativen Abweichung der geplanten Kosten führen. Als interner Faktor ist insbesondere der Fachkräftemangel zu nennen. Für den Geschäftserfolg der GigaBit sind die Kompetenzen des Personals ein wichtiger Faktor. Angesichts der angespannten Marktsituation ist die Rekrutierung von Mitarbeitenden sowie die ausgeprägte Anlernphase im Bereich Planung von Breitbandprojekten herausfordernd.

Neben dem Personalmangel könnte die nicht fristgerechte Bereitstellung der IT-Systemlandschaft und die mangelnde Verfügbarkeit der Vertriebsressourcen den Kundenhochlauf beeinträchtigen. Es wurden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, wie z. B. Personalakquise über verschiedene Jobportale, Anreize in der Arbeitsvertragsgestaltung oder Prozessverbesserungen im Onboardingprozess.

Lieferrisiken lassen sich grundsätzlich nicht ausschließen. Die gestörten Lieferketten zeigen sich weiterhin in Form von langen Lieferzeiten für LWL- und Nokiatechnik, wobei eine positive Tendenz erkennbar ist.

Durch hohe Inflation besteht das Risiko der potenziellen Beeinträchtigung der realen Einnahmen aufgrund eines festen Preisniveaus über mehrere Jahre hinweg, welches nicht an die Inflation der Aufwendungen angepasst wird. Dies könnte infolge steigender Kosten bei gleichbleibenden Einnahmen zu geringeren Margen führen.

Politische, rechtliche und regulatorische Risiken

Regulatorische und gesetzliche Anforderungen werden durch das Telekommunikationsgesetz (TKG) bestimmt. Folgen sind ein höheres Haftungsrisiko, kürzere Kündigungsfristen und die Möglichkeit, dass Kunden bei Minderleistung ihre Zahlungen reduzieren können bzw. ein Recht auf Rückvergütung haben. Diese Faktoren haben Auswirkungen auf die Liquidität der GigaBit. Dieses Risiko ist teilweise auf einen Versicherer im Rahmen einer IT-Haftpflichtversicherung transferiert worden.

Operative Risiken

Operative Risiken entstehen aus der Komplexität der Prozesse. GigaBit wirkt diesem Risiko durch zahlreiche Kontrollen entgegen.

Kreditrisiken

Mögliche Forderungsausfälle im Privatkundenbereich werden gering eingeschätzt, da der größte Anteil der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen des Konzernverbundes SachsenEnergie besteht.

Im Geschäftskundenbereich verantwortet GigaBit selbst das Forderungsmanagement. Aufgrund der generellen angespannten Wirtschaftslage muss mit dem Ausfall von Forderungen im Geschäftskundenbereich gerechnet werden. Zur Risikominimierung gibt es ein Mahnwesen mit Abschaltandrohung sowie für die Mehrzahl der Kunden eine Versicherung gegen Forderungsausfälle. Bei Neu- und Bestandskunden werden Auskünfte von Auskunfteien genutzt, um die Bonität zu beurteilen. Neukundenakquise, Aufrechterhaltung des Kundenkontakts sowie ein optimales Angebotsmanagement tragen dazu bei, den Risiken entgegenzuwirken.

Neben dem Forderungsausfallrisiko besteht - speziell beim Ausfall von Geschäftskunden - das Weitervermarktungsrisiko der bestehenden Telekommunikationsinfrastruktur.

Finanzrisiken/Liquiditätsrisiken

Zwischen der GigaBit und der SachsenEnergie AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Dementsprechend hat die GigaBit Gewinne an die SachsenEnergie AG abzuführen, während diese als Muttergesellschaft ebenfalls alle Verluste zu tragen hat. Es kann festgestellt werden, dass unter der Voraussetzung einer rentablen Wirtschaftstätigkeit der Muttergesellschaft für die GigaBit kein Finanzrisiko besteht.

Durch die Einbindung in den Cash-Pool des SachsenEnergie-Konzerns sowie die Abwesenheit von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten war die Liquidität im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Es kann auch zukünftig bei unveränderter Einbindung in den SachsenEnergie-Konzern davon ausgegangen werden, dass die Liquidität gewährleistet ist.

Liquiditätsseitige Auswirkungen hätte die Absicherung der Finanzierung der 450 MHz Beteiligung GmbH, sofern für die Finanzierung die beteiligten Gesellschaften herangezogen werden würden.

Beteiligungsrisiken

Die GigaBit ist an der TRZ Thüringer Rechenzentrum GmbH und an der 450 MHz Beteiligung GmbH beteiligt. Im Falle von Unrentabilität dieser Gesellschaften wären Abschreibungen auf diese Beteiligungen notwendig mit entsprechend negativen Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis.

Chancenbericht

Aufgrund der steigenden Relevanz des Glasfasernetzes und des damit einhergehenden expandierenden Marktes ergeben sich für die GigaBit Möglichkeiten, Marktanteile zu gewinnen und dadurch positive Ergebnisse zu erzielen.

Besonders vielversprechend ist die Chancen, die geschäftliche Tätigkeit im Rahmen von Kooperationen mit Wohnungsgesellschaften und Stadtwerken in der Region weiter auszubauen.

Durch den 5G-Mobilfunkausbau kann es durch die breite Angebotspalette zu einem Umsatzwachstum und zu einem höheren Unternehmensergebnis kommen.

Auch die im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossene Wholebuy-Vereinbarung mit der Telekom Deutschland GmbH kann weiterhin zur Markenbekanntheit und -ausbau des Kundenpotenzials beitragen.

Zu einem Ausbau der Markenbekanntheit trägt ebenfalls die großflächig angelegte Marketingkampagne der GigaBit bei.

Gesamtaussage

Die Risiken der künftigen Entwicklung werden als überschaubar eingeschätzt. Diese bestehen insbesondere durch eine Erhöhung der Wettbewerbssituation auf dem TK-Markt und der damit verbundenen erschwerten Marktdurchdringung sowie Unsicherheiten, die sich aus den zukünftigen regulatorischen Rahmenbedingungen ergeben könnten. Bestandsgefährdende Risiken liegen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vor und sind derzeit grundsätzlich für die Folgejahre auch nicht erkennbar.

 

Dresden, 15. April 2024

Jens Schaller, Geschäftsführer

Thomas Eibeck, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 671.006,04 598
2. Kundenverträge 4.096.200,00 4.767.206,04 4.779 5.377
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 714.969,78 817
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 191.210,58 243
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 906.180,36 12 1.072
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 6.087.240,70 5.712
11.760.627,10 12.161
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 2.165.064,05 2.439
2. Waren 700.245,79 2.865.309,84 149 2.588
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.050.878,63 805
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.191.823,43 20.649
3. Sonstige Vermögensgegenstände 39.010,33 23.281.712,39 121 21.575
III. Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 104
26.147.022,23 24.267
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.526,07 135
37.960.175,40 36.563

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.002.000,00 1.002
II. Kapitalrücklage 17.759.969,65 17.760
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.254.000,00 2.254
IV. Gewinnvortrag 11.263.813,07 11.264
32.279.782,72 32.280
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 91.979,00 98
2. Sonstige Rückstellungen 2.757.000,25 1.392
2.848.979,25 1.490
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.190.311,24 1.067
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.354.222,00 1.603
3. Sonstige Verbindlichkeiten 286.880,19 123
- davon aus Steuern EUR 283.302,06 (i. Vj. TEUR 123) -
2.831.413,43 2.793
37.960.175,40 36.563

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR TEUR
1. Rohergebnis 17.607.882,23 18.134,00
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.667.544,94 9.240
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.286.687,77 13.954.232,71 1.817 11.057
- davon für Altersversorgung EUR 107.533,88 (i. Vj. TEUR 99) -
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 975.369,14 999
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.611.727,05 3.058
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 576.025,19 44
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 573.527,02 (i. Vj. TEUR 44) -
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.232,61 5
- davon aus der Aufzinsung EUR 7.193,00 (i. Vj. TEUR 3) -
7. Ergebnis nach Steuern -366.654,09 3.059
8. Sonstige Steuern 15.507,06 7
9. Erträge aus Verlustübernahme 382.161,15 0
10. Aufwand aus Ergebnisabführung 0,00 3.052
11. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die SachsenGigaBit GmbH (kurz: "GigaBit"), mit Sitz in Dresden, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 13837 eingetragen.

Der Jahresabschluss der GigaBit wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden für den Anhang teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Es besteht seit dem 21. Dezember 2021 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit dem Gesellschafter SachsenEnergie AG (kurz: "SachsenEnergie"), welcher rückwirkend zum 1. Januar 2021 Gültigkeit erlangt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungsansätze und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten worden.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geschäftswerte aus von Gesellschaftern in die GigaBit eingebrachte und aktivierte Kundenverträge werden entsprechend § 253 Abs. 3 Satz 4 i. V. m. Satz 3 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen, angesetzt. Diese werden für den Monat der Anschaffung bzw. der Herstellung und die nachfolgenden Monate des Geschäftsjahres zum Abzug gebracht. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientieren, zugrunde:

Technische Anlagen und Maschinen: 10 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 6 - 10 Jahre.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, die Abgangsbuchung erfolgt mit der Verschrottung, dem Verkauf oder dem sonstigen Ausscheiden aus dem Anlagevermögen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten angesetzt.

Die Vorräte betreffen noch nicht abrechenbare Leistungen sowie den Warenbestand. Die Bewertung des Warenbestands erfolgte zu Anschaffungskosten. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von Einzelkosten für Material und Fremdleistungen bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Verbesserung des Bildes der Vermögenslage der GigaBit wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten, die gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen und gleichartig und fällig sind, auf der Ebene der jeweiligen Gesellschaft miteinander verrechnet.

Das Guthaben bei Kreditinstituten wird zum Nominalwert bewertet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit die Aufwendungen für einen nachfolgenden Zeitraum bestimmt sind.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie sonstige Personalrückstellungen sind durch versicherungsmathematische Gutachten mittels der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) ermittelt worden. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln "2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

An nachstehenden Unternehmen besitzt die GigaBit die unmittelbaren Anteile:

Firma, Sitz Kapitalanteil der GigaBit
%
Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023
TEUR
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag (-) 2023
TEUR
TRZ Thüringer Rechenzentrum GmbH, Erfurt 50,0 6.522 [1] 425 1
450MHz Beteiligung GmbH, Erfurt 10,0 25.8811 921

2. Vorräte

Die Vorräte bestehen aus unfertigen Leistungen (TEUR 2.165) sowie einem Warenbestand (TEUR 700).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.051 805
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.192 20.648
3. Sonstige Vermögensgegenstände 39 122
23.282 21.575

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen den Gesellschafter SachsenEnergie AG, Dresden. Diese resultieren aus Liquiditätsverrechnung (TEUR 13.383; i. Vj. TEUR 18.947), aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.222; i. Vj. TEUR 0) sowie aus Forderungen aus Verlustübernahme (TEUR 382, i. Vj. TEUR 0). Weiterhin werden gegen den Gesellschafter DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, Dresden (kurz: "DREWAG") Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 211; i. Vj. TEUR 552) ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen auch gegen die SachsenEnergieBau GmbH, Dresden, (TEUR 4.709; i. Vj. TEUR 825), die SachsenServices GmbH, Dresden, (TEUR 150; i. Vj. TEUR 126) sowie die Dresden-IT GmbH, Dresden, (TEUR 134; i. Vj. TEUR 67).

Gegenüber der Technische Werke Dresden GmbH, Dresden, bestanden zum Vorjahresbilanzstichtag Umsatzsteuerforderungen (TEUR 131).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Finanzbehörde aus noch nicht verrechenbarer Vorsteuer (TEUR 29).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.002 und die Kapitalrücklage TEUR 17.760.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden unter Berücksichtigung nachfolgender Annahmen ermittelt:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,82 % (Stand 31. Oktober 2023)
Rententrend p. a.: 0,00 %
Fluktuationsrate: 1,00 % (für Gruppe mit Zusatzrente)

Die Berechnung der Rückstellung für Überbrückungsgeldverpflichtungen erfolgte mit folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,70 % (Stand 31. Oktober 2023)
Gehaltserhöhung p. a.: 4,50 % ab November 2024
Gehaltstrend p. a.: 4,00 % ab September 2025; 3,50 % p. a. ab 2026
Fluktuationsrate: 1,00 %.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden statt mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten sieben Jahre mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten zehn Jahre abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1 (i. Vj. TEUR 4).

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem ausstehende Rechnungen aus Entgelten für die Nutzung von Telekommunikationsleistungen, sonstigen Leistungen und Beratungsleistungen, Verpflichtungen im Personalbereich, Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses sowie Betriebsprüfungsrisiken.

Die Ermittlung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen erfolgte mit folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,70 % (Stand 31. Oktober 2023)
Gehaltserhöhung p. a.: 4,50 % ab November 2024
Gehaltstrend p. a.: 4,00 % ab September 2025; 3,50 % p. a. ab 2026
Fluktuationsrate: 1,00 %.

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach dem PUC-Verfahren unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses und des Rechnungszinses, der sich bei der Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Rückstellung aus Altersteilzeitregelungen wurde für bestehende Verträge unter Zugrundelegung des IDW RS HFA 3 berechnet. Für die Bewertung wurde eine Gehaltserhöhung von 4,50 % ab November 2024, ein Gehaltstrend von 4,00 % ab September 2025 und von 3,50 % p. a. ab dem Jahr 2026 sowie die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen im selben Umfang zugrunde gelegt. Der Ermittlung des Barwertes wurde jeweils ein Rechnungszinssatz von 1,00 % p.a. (Stand 31. Oktober 2023) zugrunde gelegt. Entsprechend § 246 Abs. 2 HGB wurde die Rückstellung aus Altersteilzeitregelungen (TEUR 303) in Höhe von TEUR 138 nicht in der Bilanz ausgewiesen, sondern mit den Geldanlagen zur Besicherung der Altersteilzeitverpflichtung (Insolvenzsicherung) verrechnet. Die Rückstellung aus diesen Altersteilzeitregelungen beträgt somit TEUR 165. Die Anschaffungskosten der Geldanlagen entsprechen deren Zeitwerten zum Bilanzstichtag. Für einen bestimmten Mitarbeiterkreis (50% möglicher Anspruchsberechtigter) wurde darüber hinaus eine weitere Rückstellung für Altersteilzeit gebildet (TEUR 448). Grundlage für die Bewertung bildet der Aufstockungsbetrag von 30% auf die durchschnittliche Vergütung zuzüglich 14,7 % Aufstockung zur Rentenversicherung. Es wurde eine Laufzeit bis zum Jahr 2028 unterstellt. Entsprechende Tarifsteigerungen und Abzinsungen wurden berücksichtigt.

8. Verbindlichkeiten

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.190 1.066
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.354 1.603
3. Sonstige Verbindlichkeiten 287 124
- davon aus Steuern - (283) (124)
2.831 2.793

Die Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Dresden Netz OHG, Dresden (TEUR 1.193; i. Vj. TEUR 1.543).

Weiterhin werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der SachsenNetze HS.HD GmbH (TEUR 3; i. Vj. TEUR 29) ausgewiesen.

Gegenüber der Technische Werke Dresden GmbH, Dresden, bestehen zum Bilanzstichtag Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 139) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 19, i. Vj. TEUR 0).

Gegenüber der SachsenNetze GmbH, Dresden, bestanden zum Vorjahresbilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 31).

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Leistungsscheinen mit verbundenen Unternehmen für die Erbringung von technischen und kaufmännischen Dienstleistungen und betragen ca. EUR 8,8 Mio. p. a.

10. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Inland erzielt und resultieren im Wesentlichen aus der Bereitstellung von Telekommunikationsleistungen an Dritte sowie an Gesellschaften des EVD-Konzernkreises. In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse in Höhe von TEUR 35 enthalten.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die Position beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 118) und Buchgewinne aus Anlagenabgängen (TEUR 3).

12. Materialaufwand

Die Position betrifft im Wesentlichen die Beschaffung von Telekommunikationstechnik und Aufwendungen für Nutzungsentgelte für von Dritten bereitgestellte Telekommunikations-Infrastruktur. Die bezogenen Leistungen beinhalten periodenfremde Minderaufwendungen in Höhe von TEUR 52.

13. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 5 enthalten.

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind Buchverluste aus Anlagenabgängen (TEUR 6) und sonstige periodenfremde Aufwendungen (TEUR 69) enthalten.

15. Erträge aus Verlustübernahme/Aufwendungen aus Gewinnabführung

Die Erträge und Aufwendungen resultieren aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der SachsenEnergie.

D. Geschäfte nach § 6b Abs. 2 EnWG

Die GigaBit hat im Geschäftsjahr 2023 aufgrund folgender wesentlicher Verträge Geschäfte im Sinne der Vorschrift des § 6b Abs. 2 EnWG durchgeführt:

Rahmenvertrag zum Bezug von Telekommunikationsleistungen mit Dresden Netz OHG (Ertrag: TEUR 9.966)

Dienstleistungsrahmenvertrag mit Dresden Netz OHG (Ertrag: TEUR 4.848)

SLA S37 - Dienstleistungen der Materialwirtschaft, der Arbeitssicherheit sowie der Vermietung von Büro- und Gewerbeflächen mit Dresden Netz OHG (Aufwand: TEUR 3.739)

E. Sonstige Angaben

1. Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.

2. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Der Ausweis des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar und dessen Aufschlüsselung unterbleibt nach § 285 Nr. 17 HGB, da die Angaben im Konzernabschluss der TWD enthalten sind.

3. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Mitarbeiter Standort Dresden 148 128
Mitarbeiter Regionalbereiche 14 11
162 139

4. Geschäftsführer

Dipl.-Ing. Thomas Eibeck Brandis OT Beucha
Dipl.-Ing. Jens Schaller Dresden

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Gesellschafter

Zum 31. Dezember 2023 waren die SachsenEnergie AG, Dresden, und die DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, Dresden, mit je 50 % am Eigenkapital der Gesellschaft beteiligt.

6. Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Technische Werke Dresden GmbH, Dresden. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt, ist die SachsenEnergie AG, Dresden. Es handelt sich hierbei um einen freiwilligen Teilkonzernabschluss, der in den Konzernabschluss der Technischen Werke Dresden GmbH, Dresden, eingeht und nicht veröffentlicht wird.

1 Jahresabschluss 31.12.2022 (letzter vorliegender Stand)

 

Dresden, 15. April 2024

Thomas Eibeck, Geschäftsführer

Jens Schaller, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.210.932,22 121.591,83 6.669,00 334.357,65 1.004.835,40
2. Kundenverträge 6.827.000,00 0,00 0,00 0,00 6.827.000,00
8.037.932,22 121.591,83 6.669,00 334.357,65 7.831.835,40
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.672.563,73 71.618,76 1.133,38 1.043.918,86 2.701.397,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und -
Geschäftsausstattung 664.120,05 16.525,98 0,00 67.705,78 612.940,25
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.002,38 0,00 -7.802,38 4.200,00 0,00
4.348.686,16 88.144,74 -6.669,00 1.115.824,64 3.314.337,26
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.712.240,70 375.000,00 0,00 0,00 6.087.240,70
18.098.859,08 584.736,57 0,00 1.450.182,29 17.233.413,36
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 612.859,31 54.949,62 333.979,57 333.829,36
2. Kundenverträge 2.048.100,00 682.700,00 0,00 2.730.800,00
2.660.959,31 737.649,62 333.979,57 3.064.629,36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.855.432,04 169.435,84 1.038.440,65 1.986.427,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und -
Geschäftsausstattung 421.151,77 68.283,68 67.705,78 421.729,67
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.276.583,81 237.719,52 1.106.146,43 2.408.156,90
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.937.543,12 975.369,14 1.440.126,00 5.472.786,26
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 671.006,04 598
2. Kundenverträge 4.096.200,00 4.779
4.767.206,04 5.377
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 714.969,78 817
2. Andere Anlagen, Betriebs- und -
Geschäftsausstattung 191.210,58 243
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12
906.180,36 1.072
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 6.087.240,70 5.712
11.760.627,10 12.161

Angaben über die Zuordnungsregeln einschließlich Abschreibungsmethoden gemäß § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG

Die SachsenGigaBit GmbH (kurz: GigaBit) unterliegt seit dem Geschäftsjahr 2020 den Unbundlinganforderungen gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und hat somit Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen für die folgenden Aktivitäten zu erstellen:

Elektrizitätsverteilung

Gasverteilung

Tätigkeiten außerhalb Elektrizitäts- und Gasverteilung (Sonstiges)

Grundlage für die Erstellung der Aktivitätenabschlüsse für Energiespezifische Dienstleistungen Elektrizitäts- und Gasverteilung bildet der Jahresabschluss 2023 der SachsenGigaBit.

Zu den grundlegenden Bewertungs- und Bilanzierungsregeln verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses.

Schlüsselung

Im Jahr 2023 bilden wie bereits im Vorjahr die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der SachsenGigaBit die Datenbasis für den Tätigkeitsabschluss.

Bei der Erfassung der Geschäftsvorfälle werden im Wesentlichen getrennte Konten genutzt. Als Kontierungsobjekte dienen zusätzlich Kostenstellen oder Aufträge.

Soweit eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich oder nur mit unvertretbarem Aufwand möglich ist, erfolgt die Zuordnung durch Schlüsselung, die sachgerecht und für Dritte nachvollziehbar sein muss.

Als sachgerecht werden für die SachsenGigaBit folgende Schlüssel angesehen:

Schlüssel Umsatzerlöse

Schlüssel Personalaufwand

Schlüssel EBIT

Schlüssel Umsatzerlöse DREWAG

Schlüssel Umsatzerlöse SachsenServices

Schlüssel Saldo Forderungen/Verbindlichkeiten

Schlüssel Verbindlichkeiten

Schlüssel Kapitalbedarf

Gewinn- und Verlustrechnung der Aktivitäten

Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und Sonstige betriebliche Erträge werden über Einzelposten auf den einzelnen Konten direkt den Aktivitäten zugeordnet. Die Zuordnung basiert im Wesentlichen auf den Zuarbeiten der verbundenen Unternehmen, die die Leistungen in Anspruch nehmen und demzufolge über die Verwendung der beanspruchten Leistungen für Elektrizität, Gas oder Sonstiges Auskunft geben können.

Materialaufwand und Sonstige betriebliche Aufwendungen werden über den Schlüssel Umsatzerlöse auf die Aktivitäten verteilt. Dies folgt der Annahme, dass die Aufwendungen zur Bereitstellung der Leistungen an die verbundenen Unternehmen dienen und dementsprechend für alle Aktivitäten anfallen können.

Der Personalaufwand wird über den Schlüssel Personalaufwand auf die Aktivitäten verteilt. Dieser baut, unter Berücksichtigung der gestiegenen Mitarbeiterzahl, auf der Zuordnung der Mitarbeiter zu den einzelnen Aktivitäten, im Rahmen der Verschmelzung 2020 zur SachsenGigaBit GmbH, auf.

Leistungsscheine, deren Höhe stark von der Anzahl der Mitarbeiter abhängig ist, werden ebenfalls anhand des Personalaufwandes geschlüsselt.

Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear und werden auf die Aktivitäten über die Zuordnung des entsprechenden Anlagegutes verteilt.

Sonstige Steuern werden über den Schlüssel Umsatzerlöse auf die Aktivitäten verteilt.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die Zinserträge und der Zinsaufwand sind entsprechend der Verteilung des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf die Aktivitäten geschlüsselt.

Aktivitätenbilanzen

Die Verteilung der Bilanzpositionen der SachsenGigaBit auf die Tätigkeiten des Unbundling erfolgt überwiegend durch Zuordnung der Einzelposten je Sachkonto. Ausgewählte Bilanzpositionen werden nach demselben Schlüssel aufgeteilt, wie die korrespondierenden Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Zudem kommen Schlüssel zur Anwendung, die sich aus den Verbindlichkeiten, der Stammeinlagen und dem Kapitalbedarf ergeben.

Aktiva

Das Anlagevermögen der GigaBit wird zum einen pro Anlage den Aktivitäten zugeordnet und zum anderen über den Personalaufwandsschlüssel, wenn das Anlagegut im Zusammenhang mit der Mitarbeiterzahl steht.

Der Warenbestand wird gemäß der entsprechenden GuV-Position auf die Aktivitäten verteilt.

Bei der Aufteilung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der Schlüssel Umsatzerlöse angewendet.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden über den Erlösschlüssel der jeweiligen Gesellschaft aufgeteilt, der im Wesentlichen direkt über Einzelpostenanalysen gebildet wird.

Die darüber hinaus enthaltene Liquiditätsverrechnung mit SachsenEnergie AG wird nach der Verteilung der Forderungen und Verbindlichkeiten insgesamt zugeordnet.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten u.a. die Position noch nicht verrechenbare Vorsteuer, für die eine Verteilung gemäß den Verbindlichkeiten angewendet wird. Übrige Positionen werden gemäß des korrespondierenden Bilanzkontos verteilt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Das Guthaben bei Kreditinstituten enthält die Einzahlungen für die Kapitalanteile der Gesellschafter und wird dementsprechend direkt analog der Stammeinlage auf die Aktivitäten verteilt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind analog der korrespondierenden GuV-Position geschlüsselt.

Passiva

Die nach sachgerechter Zuordnung und Schlüsselung des Vermögens und Fremdkapitals entstandenen Residualgrößen in den einzelnen Tätigkeitsbilanzen werden entsprechend des Kapitalbedarfs im Eigenkapital ausgewiesen.

Durch die Anwendung des Kapitalbedarfsschlüssels ist kein Ausgleich zwischen den Tätigkeiten erforderlich. In den jeweiligen Tätigkeitsbilanzen existieren somit keine bilanziellen Ausgleichsposten.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden anhand der Verteilung des Personalaufwandes geschlüsselt.

Die Zuordnung der Steuerrückstellungen erfolgt nach dem Ergebnis vor Steuern der Tätigkeiten (EBIT).

Die sonstigen Rückstellungen werden, soweit sie den Personalbereich betreffen, analog zu den Pensionsrückstellungen verteilt. Übrige sonstige Rückstellungen werden über den Umsatzerlösschlüssel oder die zugehörigen Aufwandskonten in der Gewinn- und Verlustrechnung zugeordnet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden im Wesentlichen über den Umsatzerlösschlüssel gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung verteilt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten überwiegend Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer, auf die der Personalaufwandschlüssel angewendet wird. Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde werden analog den Umsatzerlösen geschlüsselt.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

- Energiespezifische Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung -

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.881,04 51
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.941,95 3
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.404,92 90.346,87 127 130
149.227,91 181
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 266.734,54 61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 400.296,05 327
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.538.335,47 15.581
- davon gegen die Gesellschafter EUR 3.463.310 (i. Vj. TEUR 16) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.283,93 3.950.915,45 49 15.957
III. Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 47
4.217.649,99 16.065
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.008,00 55
4.386.885,90 16.301

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Zugeordnetes Eigenkapital 2.352.158,29 14.446
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 38.196,55 51
2. Sonstige Rückstellungen 1.118.009,66 701
1.156.206,21 752
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 303.704,47 387
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 455.682,84 651
3. Sonstige Verbindlichkeiten 119.134,09 65
- davon aus Steuern EUR 117.648 (i. Vj. TEUR 65) -
878.521,40 1.103
4.386.885,90 16.301

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

- Energiespezifische Dienstleistungen Elektrizitätsverteilung -

2023 2022
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 15.174.325,19 14.446
2. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 1.413.275,61 777
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.095.520,82 8.508.796,43 6.737 7.514
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.129.788,00 4.115
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.665.052,15 5.794.840,15 1.688 5.803
- davon für Altersversorgung EUR 44.656 (i. Vj. TEUR 52) -
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 42.637,45 66
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.454.056,90 1.510
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 386.304,97 1
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 384.630 (i. Vj. TEUR 0) -
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.191,75 7
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0 (i. Vj. TEUR 7) -
- davon aus der Aufzinsung EUR 4.824 (i. Vj. TEUR 0) -
8. Ergebnis nach Steuern -245.892,52 -453
9. Sonstige Steuern 5.906,88 3
10. Jahresfehlbetrag 251.799,40 456

Bilanz zum 31. Dezember 2023

- Energiespezifische Dienstleistungen Gasverteilung -

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.419,42 5
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.657,01 14
15.076,43 19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 42.607,24 10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 63.941,89 52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 678.192,76 753
- davon gegen die Gesellschafter EUR 665.098 (i. Vj. TEUR 741) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.738,93 743.873,58 8 813
III. Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 2
786.480,82 825
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.196,01 9
804.753,26 853

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Zugeordnetes Eigenkapital 529.283,96 593
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.164,32 5
2. Sonstige Rückstellungen 137.014,68 82
141.179,00 87
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.512,69 62
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 72.789,19 104
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 72.980,22 (i. Vj. TEUR 104) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 12.988,42 7
- davon aus Steuern EUR 12.826 (i. Vj. TEUR 7) -
134.290,30 173
804.753,26 853

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

- Energiespezifische Dienstleistungen Gasverteilung -

2023 2022
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 2.423.893,71 2.309
2. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 225.751,71 124
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.078.669,95 1.304.421,66 1.018 1.142
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 450.244,15 449
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 181.529,90 631.774,05 184 633
- davon für Altersversorgung EUR 4.869 (i. Vj. TEUR 6) -
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.723,66 7
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 184.277,23 181
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.954,38 5
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0 (i. Vj. TEUR 5) -
- davon aus der Abzinsung EUR 2.301 (i. Vj. TEUR 1) -
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 184.324,47 1
- davon an verbundene Unternehmen EUR 183.525 (i. Vj. TEUR 0) -
8. Ergebnis nach Steuern 117.327,02 350
9. Sonstige Steuern 943,54 1
10. Jahresüberschuss 116.383,48 349

Bescheinigung zur Offenlegung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SachsenGigaBit GmbH, Dresden

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SachsenGigaBit GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SachsenGigaBit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können."

 

Dresden, den 15. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rößler, Wirtschaftsprüfer

Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2023 der SachsenGigaBit GmbH wurde auf der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 30.04.2024 festgestellt.

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