EDC European Excavator Design Center GmbH

Karl-Rapp-Straße 1, 92442 Wackersdorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 4852
Vorher
EDC European Excavator Design Center Beteiligungs-GmbH
Eingetragen
22.8.2011
Branche
Ingenieurbüros für TragwerksplanungBeteiligungsgesellschaftenSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Die Entwicklung und das Design von Baumaschinen, insbesondere von Baggern und deren weltweite Vermarktung, sowie die Beteiligung, die Geschäftsführung und Verwaltung als persönlich haftender Gesellschafter an und von Kommanditgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Dr. Ortloff
seit 17.10.2013
Geschäftsführer
Markus Herrndobler
seit 17.10.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EDC European Excavator Design Center GmbH

Wackersdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen

Grundlagen des Unternehmens

Seit dem 27. Dezember 2017 fungiert die Gesellschaft ausschließlich als Dienstleistungsunternehmen im Konzernverbund. Die Gesellschaft ist hauptsächlich auf dem Bereich der Forschung und Entwicklung tätig. Die Aufwendungen für alle von der Gesellschaft erbrachten Dienstleistungen werden mit einem Aufschlag (Cost plus) innerhalb des Caterpillar Konzerns weiterberechnet.

Der Geschäftsverlauf der EDC GmbH im Jahre 2022 war durch den Ukrainekrieg und die dadurch bedingte Schließung des Caterpillar Stahlbauwerkes in Tosno, Russland geprägt. Deshalb wurden alle Ressourcen gebündelt, um Ersatz für Stahlbaukomponenten für die Produktion in Grenoble zu beschaffen.

Der Fokus des Entwicklungsteams liegt auf den jährlichen Produkt-Updates der gesamten Modellflotte, APU (Annual Product Update), genannt. Auch in 2022 wurde an der Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Recycling und Schrottumschlaggeräte gearbeitet. Für den asiatischen Markt werden speziell konfigurierte und auf Kosteneffizienz getrimmte Maschinen entwickelt.

Zusammenfassend ist die Geschäftsentwicklung im Jahre 2022 extrem durch den Ukrainekrieg und die dadurch bedingten Sanktionen beeinflusst worden. Durch konzertierte Aktionen konnte die Verfügbarkeit von Stahlbaukomponenten durch Ersatzlieferanten abgefedert werden. Die Probleme in den Lieferketten haben sich verbessert und zum Ende des Jahres normalisiert. Insgesamt konnten die Sanktionen durch den weltweiten Verbund abgefedert werden, haben aber ein besseres Ergebnis verhindert.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %).

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023)

II. Darstellung der Lage der Gesellschaft

Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren 2021 IST 2022 Prognose 2022 IST 2023 Prognose
Umsatzerlöse EUR 19,5 Mio EUR 18,9 Mio EUR 20,1 Mio EUR 19,5 Mio
Umsatzrentabilität 5,5% 5,9% 7,8% 7,9%
Eigenkapitalrentabilität 7,1% 7,5% 10,5% 10,2%
Nettoumlaufvermögen EUR 14,2 Mio EUR 14,1 Mio EUR 14,2 Mio EUR 14,2 Mio

Umsatzrentabilität = Jahresüberschuss nach Steuern : Gesamtumsatz * 100%

Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss nach Steuern : Gesamtes Eigenkapital * 100%

Nettoumlaufvermögen = Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Entwicklung der Leistungsindikatoren wird in den folgenden Abschnitten Vermögenslage und Ertragslage erläutert.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch eine Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 156 gekennzeichnet und resultiert aus höheren Forderungen an das Finanzamt. Die Nettoinvestitionen sind im Berichtsjahr um T€ 29 gesunken. Insgesamt hat sich die Bilanzsumme um T€ 262 erhöht.

Die Rückstellungen reduzieren sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 336 aufgrund niedrigerer Mitarbeiterboni und niedrigerer Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen.

Die Eigenkapitalrentabilität ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Umsatzerlöse und Zinserträge gestiegen und liegt auch über der Prognose für 2022.

Das Nettoumlaufvermögen hat sich gegenüber der Prognose für 2022 nur geringfügig erhöht.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft weist zum Ende des Geschäftsjahres 2022 eine Cashpooling Forderung inklusive Zinsen gegenüber der Caterpillar SARL, Genf, Schweiz in Höhe von T€ 16.886 (Vorjahr T€ 16.821) aus. Die Gesellschaft finanziert sich zu 100% konzernintern. Die Liquidität ist in ausreichendem Maße sichergestellt, so dass die Gesellschaft bislang nicht auf Kreditfinanzierungen bei Banken angewiesen ist.

Innerhalb des Geschäftsbereichs ist das Währungsrisiko begrenzt, da die Geschäftstransaktionen hauptsächlich in Euro getätigt werden.

Wesentliche Investitionen im Berichtsjahr können aus dem Anlagespiegel entnommen werden.

Ertragslage

Aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft als "Dienstleister" fungiert und die erbrachten Leistungen mit einem Aufschlag innerhalb des Konzerns weiterberechnet, entspricht das Betriebsergebnis den Erwartungen.

Der Umsatz belief sich im Berichtsjahr auf T€ 20.055 (Vorjahr T€ 19.484) und wurde durch konzernintern weiterberechnete Dienstleistungen im Wesentlichen für die Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen für Radbagger der NGH (NEXT GEN HEX) Generation sowie der Kurzheck- und Materialumschlagmodelle erzielt. Die Umsatzerlöse liegen über der Prognose für das Geschäftsjahr, da die Geschäftsentwicklung im Jahre 2022 besser verlaufen ist, als zu Anfang des Jahres durch den Ukrainekrieg und die dadurch verbundenen Lieferkettenprobleme erwartet. Die Umsatzrentabilität liegt aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses über der des Vorjahres und übersteigt auch die Erwartungen für 2022, da die an den Konzern verrechneten Aufwendungen höher ausgefallen sind als prognostiziert.

Der Aufwand für Löhne und Gehälter ist aufgrund Gehaltserhöhungen gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Abschreibungen sinken zwar gegenüber dem Vorjahr, führen aber aufgrund des darunter liegenden Investitionsvolumen zu einem niedrigeren Anlagevermögen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nahezu unverändert zum Vorjahr.

Der Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) hat sich gegenüber Vorjahr um T€ 500 erhöht.

III. Bericht über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die EDC European Excavator Design Center GmbH ist im Rahmen der Erbringung ihrer Dienstleistungen im Konzernverbund von der Entwicklung der externen und konzerninternen Nachfrage nach den entwickelten Produkten und Komponenten abhängig. Insgesamt ergeben sich die folgenden Schwerpunkte für die Gesellschaft in 2023 und darüber hinaus:

1.

Das Marktumfeld hat sich in 2022 durch den Auslauf der Pandemie verbessert. Der Einfluß durch den Ukrainekrieg und die damit notwendigen Anstrengungen, neue Stahlbaulieferanten und deren Lieferketten aufzubauen, haben alle anderen Schwerpunkte in den Hintergrund geschoben. Die Verfügbarkeit von Stahlbaukomponenten, um die Produktion in Grenoble aufrecht zu erhalten, stand an erster Stelle. Der zukünftige Fokus liegt darauf, die nun entwickelten Lieferketten weiter zu optimieren und auf Kosteneffizienz zu trimmen.

2.

Die jährlichen Produkt Updates rücken nun in den Vordergrund und sind ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklungstätigkeit.

3.

Daneben wird das Portfolio der Recycling- und Umschlagmaschinen kontinuierlich mit neuen Modellen und Angeboten erweitert. Die weitere Entwicklung bedarf intensiver Kommunikation zwischen den beiden Entwicklungszentren in Akashi, Japan und Wackersdorf, Deutschland und den Produktionsstandorten der Umschlagmaschinen in CXL, China und Akashi, Japan.

Im Hinblick auf Chancen und Risiken besteht eine Abhängigkeit vom Konzern und vom Erfolg des Konzerns am Markt, der dann eine Auswirkung auf die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie die Entwicklung der Gesellschaft hat.

Im Folgenden werden die Risiken des Unternehmens nach abnehmender Bedeutung dargstellt:

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
< 5% Gering
5% bis 50% Mittel
> 50% Hoch

Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen gering und erheblich definiert.

Grad der Auswirkung Definition der Auswirkung
Gering Geringe Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Moderat Moderate Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Erheblich Erhebliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
1.

Der Einfluss der Kriegsgeschehnisse in der Ukraine und das Risiko mit dem Aufbau neuer Stahlbaukomponenten-Lieferketten konnte im Laufe des Jahres 2022 vermindert werden und wird mittlerweile nur noch moderat eingeschätzt. Neue Lieferanten wurden entwickelt und die Logistik und Kostensituation muß im Laufe des Jahres 2023 weiter optimiert werden.

2.

Die Qualitätsverbesserung der NGH-Serie tritt in den Vordergrund. Auftretende Probleme müssen sehr schnell gelöst werden, um den Imagegewinn, der mit der NGH-Serie erzielt wurde, aufrechtzuerhalten. Es ist eine erfahrene Entwicklungsmannschaft vorhanden. Die Risiken werden deshalb als gering eingestuft.

3.

Das Unternehmen setzt vermehrten Fokus auf Compliance insbesondere auch im IT-Bereich. Die Vernetzung auch mit Händlern und Lieferanten und die erhöhten Zugriffe ins Netzwerk von "Außen", bedingt durch Home-Office hat zu einem höheren Risiko geführt, das aber als gering eingestuft wird. Grund sind u.a. eine erhöhte Zahl an internen Sicherheits-Audits, Backup bei Ausfällen, Maßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, verschlüsselte E-Mails und Zugriffskontrollen, laufende Schulungen, z.B. im richtigen Umgang mit Phishing E-Mails, und unser erfahrenes IT-Team vor Ort.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Fokus im Konzern auf der Lösung und Optimierung der Lieferkettenprobleme im Stahlbau gerichtet ist. Durch die erfahrene und krisenerprobte Belegschaft können die Risiken vermindert werden.

Es bestehen grundsätzlich steuerliche Risiken, die durch die abweichende Auslegung von Steuergesetzen und Steuerregelungen durch die Finanzbehörden entstehen können. Aufgrund des Cost plus Modells wird dieses Risiko aktuell als gering eingestuft.

Im Folgenden werden die Chancen des Unternehmens nach abnehmender Bedeutung dargestellt:

1.

Die neue Generation der Maschinen wird im Markt gut angenommen. Diese Positionierung sollte nach Abarbeitung der Lieferkettenprobleme eine Verbesserung der Marktanteile des Konzerns ermöglichen.

2.

Die zügige Umsetzung der Programme unter Einhaltung von Kosten und Qualitätszielen hat deutlich zur besseren Ertragssituation und der allgemeinen Akzeptanz der Mobilbagger im Konzern beigetragen.

3.

Die Erweiterung des Produktportfolios mit Recycling und Umschlagmaschinen trägt mittlerweile deutlich zum Gesamtergebnis bei und wird kontinuierlich ausgebaut.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Stahlbau-Lieferkettenprobleme unter Kontrolle sind. Durch die unbehinderte Verfügbarkeit kann der Maschinenverkauf im Jahr 2023 Markanteile zurückgewinnen und es ergeben sich gute Möglichkeiten in allen Bereichen, die Marktanteile des Konzerns und dadurch den finanziellen Erfolg des Unternehmens zu verbessern. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

IV. Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir aufgrund des Geschäftsmodells der konzerninternen Weiterbelastung (Cost plus) der erbrachten Forschungs- und Entwicklungsleistungen wieder von einem positiven Ergebnis nach Steuern aus, das auf einem annähernd gleichen Niveau wie 2022 liegt. Ansonsten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter den finanziellen Leistungsindikatoren im Abschnitt II.

Das Budget wurde in 2023 insbesondere im Bereich der Prototypen-, Entwicklungs- und Fremdleistungskosten gegenüber Vorjahr reduziert, da in 2023 keine umfangreichen Neuentwicklungen angedacht sind, was zu einer geringeren Umsatzerwartung führt.

Die gesamtwirtschaftliche Beurteilung auf längere Sicht ist durch den Ukrainekrieg weiterhin sehr schwierig. Es wurde alles unternommen, um die Auswirkungen der Werkschließung unseres CAT-Stahlbauwerkes in Russland gering zu halten.

Eine Gefährdung der Unternehmensfortführung sieht die Gesellschaft vor dem Hintergrund der Einbindung in den Caterpillar Konzern und des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags nicht.

Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 87 Mitarbeiter (im Vorjahr 84) beschäftigt. Wir planen in 2023 nur Ersatz. Personalabflüsse in andere Bereiche (Service, Einkauf) werden ersetzt.

 

Wackersdorf, 16. Oktober 2023

Dr. Stefan Ortloff, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.633 65.165
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.541 1.961
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 451.540 525.466
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 85.991 85.991
649.705 678.583
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 69.245 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.261.355 18.195.960
3. Sonstige Vermögensgegenstände 267.736 112.010
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 3.676)
18.598.336 18.307.970
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70.727 70.729
19.318.768 19.057.282

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Kapitalrücklage 14.931.256 14.931.256
14.956.256 14.956.256
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.091.219 2.427.366
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.752 150.965
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 532.044 287.351
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.567.721 1.067.906
4. Sonstige Verbindlichkeiten 155.775 167.437
(davon aus Steuern € 155.631; Vorjahr € 167.437)
2.271.292 1.673.659
19.318.768 19.057.282

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 20.055.180 19.483.691
2. Sonstige betriebliche Erträge 476.940 326.540
(davon Erträge aus Währungsumrechnung €73.368, Vorjahr €16.192)
20.532.120 19.810.231
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.249.804 -10.943.744
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.559.768 -1.495.922
(davon für Altersversorgung € 123.788, Vorjahr € 119.036)
-12.809.572 -12.439.666
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -208.636 -247.694
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.030.676 -6.056.051
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung €124.915, Vorjahr €62.505)
6. Betriebsergebnis 1.483.237 1.066.820
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85.010 1.611
(davon aus verbundenen Unternehmen €85.010, Vorjahr €1.611)
8. Ergebnis nach Steuern 1.568.247 1.068.432
9. Sonstige Steuern -526 -526
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -1.567.721 -1.067.906
11. Jahresüberschuss 0 0

ANHANG ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. Allgemeine Angaben

Die EDC European Excavator Design Center GmbH ist beim Amtsgericht Amberg mit Nummer HRB 4852 registriert.

Der Jahresabschluss der EDC European Excavator Design Center GmbH, Wackersdorf, ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und nach den Grundsätzen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Soweit die Pflichtangaben wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden diese Angaben im Anhang gemacht.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr unverändert angewandt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die tatsächliche Nutzungsdauer. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über fünf Jahre und Sachanlagen über zwei bis zwanzig Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgte zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich € 800 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten ab € 801 werden über die tatsächliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

In der aktiven Rechnungsabgrenzung sind die Posten enthalten, die vor dem Bilanzstichtag ausgezahlt wurden, aber erst nach dem Bilanzstichtag zu Aufwand führen.

Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt entsprechend den gesetzlichen Regelungen und ist zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme.

Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Zugangsbewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgt zum Devisentageskurs. Die Währungsumrechnung zum Bilanzstichtag erfolgte für Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem vom Konzern vorgegebenen Umrechnungskurs (Devisenkassamittelkurs).

Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG mit Sitz in Kiel, die seit dem 1. Januar 2018 wirksam ist, fallen keine Ertragsteuern inklusive latenter Steuern für 2022 bei der Gesellschaft an.

Die Umsatzerlöse werden grundsätzlich nach der Leistungserbringung realisiert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 und seine Aufgliederung sind im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Ansprüche gegen die Caterpillar SARL, Geneva, Schweiz, in Höhe von T€ 16.886 (Vorjahr: T€ 16.821) aus Cashpooling und Zinsen.

Die Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsverkehr betragen insgesamt T€ 1.375 (Vorjahr: T€ 1.374) und bestehen hauptsächlich gegen die Caterpillar Inc., Peoria, USA, in Höhe von T€ 902 (Vorjahr: T€ 984) und die Caterpillar SARL, Grenoble, Frankreich, in Höhe von T€ 254 (Vorjahr: T€ 323).

3. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Umsatzsteuer für Dezember 2022 in Höhe von T€ 121 (Vorjahr: T€ 43) sowie Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von T€ 124 (Vorjahr: T€ 69) für zuviel geleistete Lohnsteuer- und Umsatzsteuervorauszahlungen enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 10 (Vorjahr: T€ 9) noch nicht abziehbare Vorsteuer, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, enthalten.

Die oben dargestellten Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

4. Bankguthaben

Das Bankkonto bei der Commerzbank Kiel wird täglich auf Saldo Null gesetzt (Cash-Pooling).

5. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital wurde in Höhe von € 25.000 durch Bareinlage erbracht.

6. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 14.931 ist im Rahmen der Anwachsung in 2017 entstanden.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2.091 (Vorjahr: T€ 2.427) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiterboni in Höhe von T€ 1.618 (Vorjahr: T€ 1.832), Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Gleitzeit in Höhe von T€ 317 (Vorjahr: T€ 240), für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 72 (Vorjahr: T€ 205), für Personalaufwand in Höhe von T€ 60 (Vorjahr: T€ 65).

8. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich wie auch im Vorjahr innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

9. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt T€ 532 (Vorjahr: T€ 287) und bestehen hauptsächlich gegenüber Caterpillar SARL, Geneva, Schweiz, in Höhe von T€ 334 (Vorjahr: T€ 102) und Caterpillar Centro de Formacion, Santa Rosalia, Spanien, in Höhe von T€ 154 (Vorjahr: T€ 154) und resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten sind wie auch im Vorjahr innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Restlaufzeit < 1 Jahr) betreffen die Ergebnisabführung.

10. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 156 (Vorjahr: T€ 167). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sämtlich wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft fungiert als ein Dienstleistungsunternehmen. Die erbrachten Leistungen werden mit einem Aufschlag innerhalb des Konzerns verrechnet und erreichten im Berichtsjahr T€ 20.055.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Mitarbeiterboni in Höhe von T€ 218 sowie für Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von T€ 55. Außerdem sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 73 enthalten.

3. Sonstige betrieblichen Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdleistungen, Prototypenkosten und Raummieten enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen des Geschäftsjahres 2022 betragen T€ 60. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 125.

4. Zinserträge

Die Zinserträge resultieren aus Guthabenzinsen aus der Anlage bei der Caterpillar SARL, Genf, Schweiz in Höhe von T€ 85 im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren ohne Geschäftsführer 87 Angestellte (Vorjahr: 84) beschäftigt. Hiervon sind 80 in der Entwicklung und 7 in der Verwaltung tätig. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine gewerblichen Mitarbeiter beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr wahrgenommen durch Herrn Dr. Stefan Ortloff, Engineering Director, Regenstauf.

Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Kredite oder eingegangene Haftungsverhältnisse gegen Organe der Gesellschaft bestehen nicht.

3. Prokurist

Als Einzelprokurist ist Herr Markus Herrndobler, NPI Manager, Altenschwandt/Bodenwöhr, im Handelsregister eingetragen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund von abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen bestanden am 31. Dezember 2022 folgende finanzielle Verpflichtungen:

31.12.2022
T€
Fällig im Folgejahr 492
Fällig im 2. bis 5. Jahr 2.295
Fällig nach 5 Jahren 890
3.677

In der Position sind Gebäudemietverträge in Wackersdorf und Leasingverpflichtungen für Kraftfahrzeuge enthalten. Diese wurden vor Nebenkosten und gesetzlicher Umsatzsteuer ermittelt.

5. Mutterunternehmen (§ 285 Satz 1 HGB)

Mutterunternehmen für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis ist die Caterpillar Inc., Peoria, USA, deren Konzernabschluss, in welchen die EDC European Excavator Design Center GmbH einbezogen ist, am Sitz der Gesellschaft in Wackersdorf erhältlich ist. Die Caterpillar Inc. ist unter der CUSIP Nr. 149123101 bei der SEC gelistet.

6. Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG mit Sitz in Kiel abzuführen.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die eine Auswirkung auf die Gesamtlage des Unternehmens hätten.

 

Wackersdorf, 16. Oktober 2023

Dr. Stefan Ortloff, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 658.376 81.381 0 739.758
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
- 1. Maschinen 99.436 0 0 99.436
- 2. Prototypen 3.333.948 0 -131.308 3.202.640
3.433.384 0 -131.308 3.302.076
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen
- 1. Kraftfahrzeuganhänger 16.038 0 0 16.038
- 2. Betriebs- und Geschäftsausstattungen 1.097.504 36.133 -7.136 1.126.501
- 3. Mietereinbauten 581.098 2.416 -127.636 455.878
- 4. EDV-Anlagen 803.436 59.828 -10.173 853.091
- 5. GWG 208.445 0 -4.223 204.222
2.706.522 98.377 -149.168 2.655.731
6.139.906 98.377 -280.476 5.957.807
3. Geleistetete Anzahlungen und Anlagen im Bau Anlagen im Bau 85.991 0 0 85.991
6.884.273 179.758 -280.476 6.783.556
Abschreibungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -593.211 -35.913 0 -629.125
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
- 1. Maschinen -97.475 -420 0 -97.895
- 2. Prototypen -3.333.948 0 131.308 -3.202.640
-3.431.423 -420 131.308 -3.300.535
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen
- 1. Kraftfahrzeuganhänger -8.591 -1.458 0 -10.049
- 2. Betriebs- und Geschäftsausstattungen -800.838 -81.607 7.136 -875.309
- 3. Mietereinbauten -444.101 -27.442 127.636 -343.907
- 4. EDV-Anlagen -719.080 -61.796 10.173 -770.703
- 5. GWG -208.445 0 4.223 -204.222
-2.181.056 -172.303 149.168 -2.204.191
-5.612.479 -172.723 280.476 -5.504.726
3. Geleistetete Anzahlungen und Anlagen im Bau Anlagen im Bau 0 0 0 0
-6.205.690 -208.636 280.476 -6.133.851
Restbuchwerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.12.2022
31.12.2021
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.633 65.165
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
- 1. Maschinen 1.541 1.961
- 2. Prototypen 0 0
1.541 1.961
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen
- 1. Kraftfahrzeuganhänger 5.989 7.447
- 2. Betriebs- und Geschäftsausstattungen 251.192 296.666
- 3. Mietereinbauten 111.971 136.997
- 4. EDV-Anlagen 82.388 84.356
- 5. GWG 0 0
451.540 525.466
453.081 527.427
3. Geleistetete Anzahlungen und Anlagen im Bau Anlagen im Bau 85.991 85.991
649.705 678.583

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EDC European Excavator Design Center GmbH, Wackersdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EDC European Excavator Design Center GmbH, Wackersdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EDC European Excavator Design Center GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 16. Oktober 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer

Petra Hälsig, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 07.11.2023 festgestellt.

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