OCC Assekuradeur GmbH
Wielandstraße 14c, 23558 Lübeck, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Jaeger seit 11.12.2025 | Prokura |
Andreas Vietor seit 24.5.2022 | Geschäftsführer |
Nina Schmal seit 24.5.2022 | Geschäftsführer |
Christian Pursch seit 11.12.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 18.74% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OCC Assekuradeur GmbHLübeckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens1. GeschäftsmodellDie OCC Assekuradeur GmbH (nachfolgend auch OCC) mit Sitz in Lübeck ist spezialisiert auf die Vermittlung von Abschlüssen von Versicherungen für Fahrzeuge.Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb eines Assekuranzbüros in Form eines Assekuradeurs. Neben der Vermittlung von Versicherungen für Fahrzeuge erbringt die Gesellschaft weitere Leistungen für Liebhaberfahrzeuge. Die Verwirklichung des Unternehmensgegenstandes beschränkt sich nicht nur auf Deutschland, sondern bezieht auch die Nachbarländer Österreich und die Schweiz mit ein, wo die Gesellschaft durch eigene Tochterunternehmen vertreten ist. In 2023 wurde die Tochtergesellschaft namens Campingfreunde Assekuradeur GmbH mit Sitz in Lübeck gegründet, deren Schwerpunkt die Vermittlung von Versicherungen für Campingfahrzeuge,-anhänger und Freizeitfahrzeuge ist. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenRückgang des Bruttoinlandsprodukts Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2023 den Erholungskurs nach der Corona-Pandemie nicht fortsetzen. Eine weiterhin hohe, wenn auch unter dem Vorjahresniveau liegende Inflationsrate, die Auswirkungen der strafferen Geldpolitik sowie die geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland belasteten die wirtschaftliche Entwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt sank preisbereinigt um 0,3 %. Der Arbeitsmarkt verlor aufgrund der konjunkturellen Schwäche an Dynamik, erwies sich jedoch als robust. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm weiter zu. Höhere Tarifabschlüsse führten zu einem Anstieg der nominell verfügbaren Einkommen. Dennoch bedingten hohe Verbraucherpreise und die wirtschaftliche Unsicherheit einen Rückgang des privaten Konsums. Gleichzeitig war der staatliche Konsum deutlich rückläufig, nachdem dieser aufgrund staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen in den vergangenen Jahren massiv angestiegen war. Die Bauinvestitionen sanken aufgrund hoher Kredit- und Baukosten. Insbesondere im Wohnungsbau führte die Zinswende zu Stornierungen und ausbleibenden Neuaufträgen. Auch die Industrie konnte keine Wachstumsimpulse liefern, zumal sich die globale Nachfrage nach Investitionsgütern reduzierte. Vor allem energieintensive Wirtschaftszweige wie die Chemie- oder Metallindustrie litten weiterhin unter den Folgen der Energiekrise. Zinsentwicklung an den Finanzmärkten Im Jahr 2023 setzten die Notenbanken ihren geldpolitischen Straffungskurs aus dem Vorjahr zunächst fort und erhöhten die Leitzinsen mehrfach. Aufgrund des mittlerweile erreichten Zinsniveaus sowie des Rückgangs der Inflation verzichteten sie dann aber auf weitere Zinsschritte. So entschied die US-Notenbank im Sommer 2023 sowie die EZB im Oktober 2023, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Außerdem reduzierte die EZB im Laufe des Jahres den Bestand der in den Anleihekaufprogrammen erworbenen Vermögenstitel langsam. Infolgedessen stiegen die Kapitalmarktzinsen bis zum Herbst deutlich an, sanken dann aber unter das Niveau zu Jahresbeginn. So belief sich die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen zum Ende des Geschäftsjahres auf 2,02 (2,57) %. Entwicklung der Aktienmärkte Insgesamt entwickelten sich die Aktienmärkte positiv. Zwar war im Herbst ein deutlicher Rückgang zu beobachten. Seit November haben die Aktienmärkte aber diese Verluste wieder aufgeholt. Der DAX erreichte im Dezember sogar mit 16.794 Punkten einen historischen Höchststand und notierte zum Jahresende knapp darunter bei 16.752 (Vorjahr 13.924) Punkten. Der EURO STOXX 50 schloss bei 4.522 (Vorjahr 3.794) Punkten. Marktentwicklung in der Kraftfahrtversicherung In der Kraftfahrtversicherung erhöhten sich in 2023 die gebuchten Beiträge um 4,8 % (Vorjahr 1,0 %). Der starke Anstieg der Preise für Ersatzteile sowie Engpässe in Werkstätten und bei Mietwagen führten in der Kraftfahrtversicherung zu einem erheblichen versicherungstechnischen Verlust. Marktentwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung Nach Hochrechnung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verzeichnete die Schaden- und Unfallversicherung im Geschäftsjahr 2023 ein Beitragsplus von rund 6,8 % auf ca. 84,5 Mrd. Euro. Inflationsbedingt wuchs der Schadenaufwand im Jahr 2023 mit hoher Dynamik. Insgesamt verschlechterte sich die branchenweite Combined Ratio auf 99,0% (Vorjahr 94,6%). 2. Geschäftsverlauf und LageUnser Unternehmen ist seit 1988 im Bereich des von uns angebotenen Versicherungsproduktes am Markt führend tätig. Die Geschäftsentwicklung von OCC ist seither fortlaufend gewachsen. Das Unternehmen konnte auch im Jahr 2023 unter den Bedingungen der Ukrainekrise, der abflachenden, aber anhaltenden Inflation sowie der mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 11. November 2023 bezüglich der Nichtigkeit des Zweiten Nachtragshaushaltsgesetzes 2021 einhergehenden Haushaltskrise ein weiteres Wachstum in den relevanten Kennzahlen wie Prämienbestand und Kundenbestand verzeichnen. Gegenläufig zum Wachstum beim Prämienbestand und Kundenbestand sind die Umsatzerlöse insgesamt gegenüber dem Vorjahr um T€ 158,0 gesunken. Die Abnahme bei den Umsatzerlösen ist insbesondere auf die Schadenentwicklung in 2023 zurückzuführen. So betrug die Schadenquote zum Stichtag 31. Dezember 2023 rd. 47,3% (Vorjahr 44,0%). Die gegenüber dem Vorjahr um 3,3%-Punkte erhöhte Schadenquote hat unsere Überschussbeteiligung um 1,8 Mio.€ reduziert. Diese Minderung konnte durch ein Umsatzplus im Kerngeschäft Vermittlung von Versicherungsverträgen in Höhe von rd. 1,2 Mio.€ anteilig aufgefangen werden. Laut Kraftfahrt-Bundesamt hatten zum Stichtag 01. Januar 2023 vom Gesamtbestand mit 68,4 Mio. zugelassen Kfz und Kfz-Anhänger etwa 1,2% den Oldtimer-Status; dies entsprach bundesweit 793.589 (Vorjahr 731.795) registrierten Oldtimern. Gegenüber dem Vorjahresstichtag entspricht dies einem Anstieg von + 8,4% (Vorjahr 11,0%). Da der von uns verwaltete Prämienbestand im laufenden Geschäftsjahr um +10,4% und die Anzahl der Neuverträge gegenüber dem Vorjahr um + 4,1% angewachsen ist, konnten wir als Unternehmen an dieser Entwicklung partizipieren. OCC bewegt sich damit nach wie vor in einem wachsenden Marktumfeld und profitiert aufgrund der bestehenden langjährigen Positionierung vom allgemeinen Markttrend. Auch im Jahr 2023 hat OCC seine Investitionen in die Digitalisierung und die Weiterentwicklung des Produkt- und Serviceportfolios fortgeführt. Die größten Investitionen entfielen auf die Verbesserung der digitalen Antragstrecke zur "Dunkelpolicierung" von Anträgen mit dem Ziel eines automatisierten Zustandekommens eines durch uns vermittelten Versicherungsvertrages, die Schaffung einer Fahrzeugdatenbank zur Pflege von modelspezifischen Tarif- und Steuerungsmerkmalen und die Erneuerung von IT-Technik. Damit verbunden sind auch strukturelle Anpassungen in der Verteilung und Bündelung unserer personellen Ressourcen auf die vorgenannten Prozesse. Wie schon in den Jahren 2021 und 2022 wurde OCC auch im Geschäftsjahr 2023 mit dem Award "Top-Innovator" ausgezeichnet. Von Kununu als größter Arbeitgeber-Bewertungsplattform in Europa wurde uns im Jahr 2023 das Prädikat "Top Company" verliehen. a) Vermögenslage
Die Vermögenslage enthält die Buchwerte der Bilanzen zum 31. Dezember 2023 und 2022 in zusammengefasster Form und zeigt deren Anteil bezogen auf die jeweilige Bilanzsumme sowie die Veränderungen zwischen den Stichtagen. Der Zuwachs bei den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens betrifft insbesondere im laufenden Geschäftsjahr fortgeführte Investitionen zur Optimierung der Online-Antragstrecken, für den Aufbau einer Fahrzeugdatenbank und eines Endkunden- sowie Vermittlerportals, für die Weiterentwicklung des von uns verwendeten Bestandsführungssystems (OpenViva C2) sowie für die Einführung eines Ticketsystems. Der Zugang bei den Finanzanlagen betrifft die durch Bargründung erworbenen Anteile an der in 2023 neu errichteten Tochtergesellschaft namens Campingfreunde Assekuradeur GmbH. Die Minderung bei den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 2,5 Mio.€ ist insbesondere durch eine gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio.€ geringer ausfallende Überschussbeteiligung seitens des Versicherers Provinzial Nord Brandkasse AG geprägt und auf die gegenüber dem Vorjahr um 3,3%-Punkte gestiegene Schadenquote zurückzuführen. Unter den Steuerrückstellungen sind die für 2022 und 2023 berechnete Gewerbesteuer abgebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit T€ 2.224 (Vorjahr T€ 2.005) insbesondere unsere Courtage-Verpflichtungen gegenüber den Vermittlern. Deren Höhe wurde - analog wie im Vorjahr - im Zeitpunkt der Berichtserstellung mangels Vorliegens automatisiert ermittelter Datensätze kalkulatorisch ermittelt. Die Höhe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist insbesondere durch die mit Bescheid vom 13. Dezember 2023 festgesetzte Nachzahlung für 2022 über Körperschaftsteuer einschl. Solidaritätszuschlag in Höhe von T€ 373,5 sowie die nachträglich für 2023 festgesetzte Vorauszahlung über Körperschaftsteuer einschl. Solidaritätszuschlag in Höhe von T€ 438,9 bestimmt. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wird aufgrund einer seit dem 01. April 2022 bestehenden Umsatzsteuerorganschaft die an die Provinzial Holding AG abzuführende Umsatzsteuerzahllast für die Monate November und Dezember 2023 ausgewiesen. b) Finanzlage
Die Liquidität der Gesellschaft war 2023 jederzeit sichergestellt. Die Liquiditätssteuerung und bei Bedarf Liquiditätssicherung erfolgt in Abstimmung mit dem Gesellschafter sowie durch eine mit unserer Geschäftsbank bestehende Kontokorrent-Kreditvereinbarung; Risiken sieht die Geschäftsführung daher nicht. c) Ertragslage Der Abschluss weist einen Jahresüberschuss in Höhe von € 3.218.780,87 (Vorjahr: € 3.952.123,89) aus. In der folgenden Darstellung ist die Entwicklung dieses Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr in zusammengefasster Form zu sehen; in der Spalte "Veränderung" wird der jeweilige Einfluss auf das Jahresergebnis gezeigt:
Die Erhöhung beim Materialaufwand ist insbesondere auf die mit unseren Umsätzen korrespondierend steigenden Courtageverpflichtungen zurückzuführen. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 4,9%-Punkte gestiegen. Die Abschreibungen werden ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Von den Abschreibungen entfallen T€ 457,2 auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und T€ 168,0 auf Sachanlagen. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) betreffen die von uns als Organträgerin übernommene Verpflichtung zum Ausgleich des Verlustes des Rumpfwirtschaftsjahres 2023 der Organgesellschaft namens Campingfreunde Assekuradeur GmbH gemäß Ergebnisabführungsvertrag in der notariellen Fassung vom 08. Dezember 2023. Beim Gewinn nach Steuern wurde wiederum die 3 Mio.€-Zielmarke überschritten, was für eine nachhaltige und kontinuierliche Positionierung der Marke "OCC" im Oldtimer-Versicherungsmarkt sowie unseren Erfolg spricht, mit dem vermittelten Versicherungsprodukt trotz der nunmehr seit dem Jahr 2020 anhaltenden unterschiedlichen Krisen Gewinnpotenziale zu generieren und die mit dem Ukraine-Krieg seit 2021 einhergehenden inflationsgetriebenen Kostensteigerungen zu kompensieren. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Folgenden sind ausgesuchte Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur dargestellt:
Die Eigenkapitalquote beträgt 43,4% und hat sich stichtagsbezogen um 8,7%-Punkte verringert. Der Anlagedeckungsgrad zeigt, dass das Anlagevermögen zu rd. 71% durch Eigenkapital abgedeckt ist. Der Verschuldungsgrad zeigt die Relation von Eigenkapital zu Fremdkapital an. Gegenüber dem Vorjahr haben sich ausgesuchte Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt entwickelt; die Gesamtleistung umfasst die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge.
3. GesamtaussageSubstanziell lässt sich festhalten, dass sich im laufenden Geschäftsjahr der Umsatz und das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verringert haben. Das Kerngeschäft - die Vermittlung von Versicherungen für Fahrzeuge - war hiervon nicht betroffen.Letzteres generierte im Jahr 2023 ein Plus in Höhe von 1,15 Mio.€ Mehrumsatz im Vergleich zum Vorjahr. Maßgeblich für die Minderung beim Umsatz und Ergebnis war letztlich und insbesondere die gegenüber dem Vorjahr um 3,3%-Punkte höher ausgefallende Schadenquote, welche unsere Provisions-Überschussbeteiligung um 1,8 Mio.€ gemindert hat. Daraus ableitend wird im Geschäftsjahr 2024 der "Fokus" unseres Erachtens nach verstärkt auf die Schadenentwicklung gerichtet sein, um aus den Analysen Vorkehrungen abzuleiten, die dazu geeignet sind, dass Risiko der Schadeninanspruchnahme zu minimieren. Der Geschäftsverlauf und die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 werden als gut eingeschätzt. I. Risiko- und ChancenberichtGrundsätzlich wird Deutschland attestiert, dass das Land über gut ausgebildete Arbeitskräfte, eine immer noch solide Infrastruktur, konsensorientierte Tarifparteien und vergleichsweise stabile Rahmenbedingungen verfügt. Dem Staat kommt die Aufgabe zu, den Strukturwandel mit verlässlichen Rahmenbedingungen zu begleiten. Die deutsche Volkswirtschaft ist mittelfristig vor großen Herausforderungen wie Demografie, Lieferkettenabhängigkeit und emissionsarmer Energieversorgung gestellt. Die Herausforderungen sind komplex und vielfach miteinander verschränkt. Der demografische Wandel belastet die Wachstumsperspektiven und verschärft die Konkurrenz um Fachkräfte, die auch zur Bewerkstelligung der Energiewende und der digitalen Transformation benötigt werden. Diese Themen beeinflussen die unternehmerischen Tätigkeiten und stellen Herausforderungen dar, eröffnen aber auch neue Chancen. Die Chancen zu nutzen, ist ein wesentlicher Faktor für nachhaltiges Wachstum und die Steigerung der Profitabilität. Hierbei dürfen die mit der Nutzung von Chancen verbundenen Risiken nicht außer Acht gelassen werden. Risiken sieht die OCC in den Naturgefahren und Schäden durch Brand oder Verlust von bei uns im Bestand versicherten Fahrzeugen, gesetzlichen Einschränkungen für den Betrieb von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren bis hin zu deren endgültigem Aus, etwaigen Liquiditätsproblemen unserer Kunden in Folge der nach wie vor hohen Energiepreise und abgeschwächten, aber anhaltenden Inflation in 2024, in der Variabilität der Schadenquote sowie in der möglichen Minderung der Prämienerträge durch sinkende Marktwerte der Old- und Youngtimer, insbesondere solche, die durch politische und gesetzliche (Umwelt-)Auflagen marktbeeinflussend sein können. Zur Minimierung der Schadenquote/Risiken werden in unseren Angebots-Annahmerichtlinien Kriterien definiert und vorgegeben, nach denen ein beantragter Versicherungsschutz ggf. abzulehnen ist. Von wesentlicher Bedeutung in der operativen Tätigkeit sind insbesondere die IT-Risiken. Umfassende Zugangskontrollen und Schutzvorkehrungen gewährleisten die Sicherheit der Datenhaltung, der DV-Programme, der Netzverbindungen und des laufenden Betriebs. Durch verschiedene Maßnahmen der Datensicherung und Datenkonsistenz sowie der Systemverfügbarkeit werden diese Risiken als beherrschbar eingeschätzt. Alle Mitarbeiter unseres Unternehmens werden in der Regel im Monatsrhythmus über datenschutzrechtliche Themen informiert, um eine Sensibilisierung und Prävention bei Ihnen im Umgang mit diesen Themen zu erreichen. Ziel ist es, durch Einsatz fortschrittlicher Technologien wie Datastreaming, Automatisierung und künstliche Intelligenz die Geschäftsprozesse zu optimieren und einen höheren Automatisierungsgrad zu erreichen. Auch wir sind als Unternehmen gefordert, die eigene Cyberabwehr zu stärken. Der Diebstahl von sensiblen Daten wie Kundeninformationen bis hin zu geistigem Eigentum bedeutet nicht nur einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden, sondern auch Vertrauensverlust in der Öffentlichkeit. Umgekehrt haben starke Cybersicherheitssysteme eine vertrauensbildende Wirkung. Zur Erhöhung der IT-Sicherheit haben wir daher im 1. Halbjahr 2023 ein externes IT-Security-Audits durchgeführt. Liquiditätsrisiken bestehen nicht. Entgegen dem Trend, wonach Unternehmen bei Neueinstellungen angesichts der schwachen Konjunktur zurückhaltend agieren, haben wir den Personalbestand stichtagsbezogen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Geeignetes Personal für das von uns ausgeübte Tätigkeitsfeld zu finden, bleibt jedoch eine Herausforderung. Durch breite Aufstellung und Nutzung solcher Portale wie Stepstone.de sowie durch interne Programme wie "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" ist es uns bislang gelungen, die offenen Stellen qualifiziert zu besetzen. Mit unserer Investition in die Neugestaltung unseres Aufenthaltsraums, der Förderung von Team-Events sowie der Gewährung verschiedener Benefits verbinden wir das Ziel, das Wohlempfinden unserer Mitarbeiter zu stärken, die Attraktivität unseres Unternehmens zu befördern und das Personal an uns zu binden. Das mobile Arbeiten hat sich in unserem Unternehmen fest etabliert. Durch das überwiegende Arbeiten im Homeoffice und die Schaffung von Flex-Arbeitsplätzen im Unternehmen mindern wir das Risiko insbesondere in der Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs in Folge einer spontan eintretenden hohen Krankheitsrate im Innen- und Außendienst. Rechtliche Risiken ergeben sich aus Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, den Vorgaben von Behörden und dem Inhalt vertraglicher Regelungen. Nachhaltigkeitsrisiken wie Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation des Unternehmens haben können. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Kontrolle und Steuerung der physischen Klimarisiken, wie beispielsweise Extremwetterereignisse sowie der Reputationsrisiken durch klimaschädliches Handeln. Aufgrund der globalen Erderwärmung ist zukünftig sowohl mit häufigeren als auch mit schwereren Überschwemmungsereignissen zu rechnen. Auch die Anzahl und Intensität schwerer Sturm- und Hagelereignisse wird voraussichtlich zunehmen. Dazu werden die Risikobewertungsmodelle mit den beteiligten Versicherern abgestimmt und in den Tarifen angepasst. Geopolitischen Risiken bergen die ungewisse Gefahr eines möglichen Verlustes durch das Handeln politischer Akteure, politische Ereignisse oder sich verändernde politische Bedingungen in sich. Die Bedrohung durch derartige Risiken hat deutlich zugenommen und die deutsche Volkswirtschaft, die Kapitalmärkte und damit auch die Versicherungswirtschaft vor Herausforderungen gestellt. Der Abbruch politischer und wirtschaftlicher Beziehungen infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die Umkehr der Energiepolitik des letzten Jahrzehnts, zunehmende Handelsbarrieren und die weltweite Suche nach neuen Partnern für dringend benötigte Rohstoffe läuteten eine Zeitenwende in der Geopolitik ein. Wertegeleitetes Wirtschaften im globalen Spannungsfeld erhält eine immer stärkere Beachtung und kann bei Nichtbeachtung potenzielle Reputationsrisiken in sich bergen. Die aktiven Risiken des Geschäftes wurden und werden proaktiv im Führungskreis gemanagt; vor allem durch versicherungstechnische Vorkehrungen, durch Anpassungen von Bedingungen, durch Risikoselektion im Wege einer laufenden Anpassung der Zeichnungspolitik, des Bestands-Screenings und von Tarifanpassungen bei z.B. Selbstbehalten und Prämien. Außerdem findet ein regelmäßiger und enger Austausch mit Vertretern der Risikoträgergemeinschaft statt, um etwaige Risiken zeitnah zu identifizieren, zu bewerten und bei Bedarf abzumildern oder gänzlich abzuwenden. Als sonstiges Risiko ist insbesondere das Reputationsrisiko anzuführen. Das Reputationsrisiko ergibt sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Hier prüfen wir insbesondere in den sozialen Medien Stimmungen und Kritiken und gehen proaktiv auf diese ein. Zusammenfassend schätzen wir ein, das bestandsgefährdende Risiken sich derzeit nicht abzeichnen. Außergewöhnliche Entwicklungen im Unternehmensumfeld durch die Veränderungen der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die zunehmenden Handelsbarrieren sowie weiterhin Inflationssorgen könnten die Risikolage jedoch stark beeinträchtigen. Trotz der zuvor genannten Risiken gilt es, sich in diesem Spannungsfeld zu positionieren und die sich daraus ergebenden Chancen zu erkennen. Diese Chancen zu nutzen, ist ein wesentlicher Faktor für nachhaltiges Wachstum und die Steigerung der Profitabilität. Chancen im Speziellen liegen auf den folgenden Feldern: • Ausweitung des Marktanteils; bei den Fahrzeugen mit Oldtimerstatus war in den Jahren 2021 bis 2023 pro Jahr ein Zuwachs von 8 bis 11% zu verzeichnen; wir wollen an diesem Zuwachs insbesondere durch Intensivierung unseres digitalen Endkundengeschäfts sowie Ausbau unseres Partnervertriebs partizipieren • Verbesserung des Service von der Antragsannahme bis zum Abschluss einer Versicherungspolice im Offline- und verstärkt im Onlinebereich; somit erfüllen wir den Wunsch von Kunden*innen nach einem hybriden Zugang zu Versicherungsprodukten • die Hinwendung zu Präsenzmessen mit dem Ziel des direkten Kontakts zu unseren Kunden*innen und Vertriebspartner*innen sowie zum Zwecke der Bindung und Gewinnung neuer Versicherungskunden*innen und Vermittlungspartner*innen • die Schaffung von speziellen Angeboten in der Zielgruppe Luxuskarossen und Fahrzeug-Sammlungen, da wir in diesem Segment noch erhebliche Potenziale sehen • in der Gewinnung und Überzeugung unserer Kooperationspartner, Oldtimer-Fahrzeuge nicht über eine herkömmliche Kfz-Versicherung, sondern über ein von uns speziell auf Oldtimer zugeschnittenes Versicherungsangebot abzudecken • die verstärkte Nutzung von und Präsentation in sozialen Medien mit dem Ziel, unsere Bekanntheit und Präsenz zu erhöhen und als "Marke" wahrgenommen zu werden Bezüglich der Realisierung der Chancen gehen wir von Annahmen aus, die wir im Prognosebericht unter "Voraussichtliche Geschäftsentwicklung 2024" wiedergeben. II. PrognoseberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war durch den anhaltenden Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Unsicherheiten für die Menschen und die Wirtschaft geprägt. Im laufenden Jahr 2024 wird sich die deutsche Wirtschaft kaum erholen. So geht die Bundesregierung von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % aus. Die Prognose ist aufgrund der weltpolitischen Lage, aber auch der ungewissen Auswirkungen der Geldpolitik auf die Nachfrage weiterhin mit hohen Unsicherheiten behaftet. Die Inflationsrate wird im laufenden Jahr voraussichtlich deutlich zurückgehen. Dies führt zusammen mit dem Anstieg der Arbeitseinkommen und der monetären Sozialleistungen zu höheren Realeinkommen. Daher werden die privaten Konsumausgaben moderat steigen. Der Außenhandel kann dagegen kaum Wachstumsimpulse liefern. Aufgrund der nachlassenden Inflation werden nach der deutlichen Straffung der Geldpolitik seit dem Jahr 2022 im laufenden Jahr stabile, ggf. sinkende Leitzinsen erwartet. Die Aktienmärkte setzten zu Beginn des Jahres den Aufwärtstrend fort. Geopolitische Krisen, wie beispielsweise in der Ukraine oder im Nahen Osten, könnten die Finanzmärkte aber erheblich belasten. Für das laufende Jahr 2024 geht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) davon aus, dass es trotz nachlassender Inflation zu einem höheren Beitragswachstum als im Jahr 2023 kommt. Ursächlich dafür sind auch Versicherungszweige, in denen die bisherigen Beitragserhöhungen die gestiegenen Schadenkosten nicht kompensieren konnten. Trotz des intensiven Wettbewerbs in der Kraftfahrtversicherung prognostiziert der GDV aufgrund der hohen Transparenz bezüglich der gestiegenen Kosten und des Drucks, die Rentabilität zu erhöhen, einen Beitragsanstieg in Höhe von 10,0 %. Im speziellen Segment der Oldtimerversicherung ist eine besondere Abhängigkeit von konjunkturellen und von Finanzmarktentwicklungen nicht festzustellen. Das Geschäftsmodell der OCC hat sich auch unter Krisenbedingungen als robust erwiesen, so dass direkte gravierende Auswirkungen von möglicherweise gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auf unser Geschäft nicht zu erwarten sind. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung 2024 Ausblickend auf das Geschäftsjahr 2024 gehen wir davon aus, dass unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unverändert bleibt, sich moderate Steigerungen bei den Umsätzen aus Provisionen erzielen lassen und die Umsetzung von Digitalisierungsprozessen und verstärkte Präsenz in den sozialen Medien weiteres Wachstum bescheren wird. Die Verbraucherpreise für Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Für das Jahr 2024 wird eine durchschnittliche Inflationsrate i.H.v. 2,3% prognostiziert. Die zu Beginn des Jahres 2024 erzielten Prämien-Umsätze lassen erkennen, dass eine erhöhte Inflationsrate unser Geschäft nicht beeinträchtigt. Für das Jahr 2024 gehen wir - basierend auf den Zahlen für 2023 - von folgenden Prognosen aus: • Zuwachs bei den Umsatzerlösen aus Provisionen einschl. Überschussbeteiligungen um rd. 13,6% • Gesamtaufwand erhöht sich unter Berücksichtigung von antizipierten Inflationseffekten um voraussichtlich 15,4% • Minderung des Gewinns (nach Steuern) um rd. 4,0% Für das Jahr 2024 sind Investitionen im Umfang von rd. 1,5 Mio.€ geplant. Diese umfassen insbesondere - aber nicht ausschließlich - die folgenden Projekte und IT-Investitionen, deren Finanzierung aus finanziellen Eigenmitteln erfolgt: • Weiterentwicklung C2-OpenViva • Weiterentwicklung Website und Online-Funktionen • Neuentwicklung OCC-Portallösung für Vermittler • Neuentwicklung von Systemen zur Vertriebsunterstützung (CRM) Zurzeit sind für uns keine Entwicklungen erkennbar, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der OCC Assekuradeur GmbH wesentlich beeinträchtigen könnten. Bestandsgefährdende Risiken zeichnen sich derzeit nicht ab.
Lübeck, den 19. März 2024 gez. Nina Schmal, Geschäftsführerin gez. Andreas Vietor, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2 0 2 3der OCC Assekuradeur GmbH, LübeckI. Allgemeine Angaben Sitz der OCC Assekuradeur GmbH ist Lübeck. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 14284 HL im Register des Amtsgerichtes Lübeck eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 275 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Es sind keine Posten zusammengefasst worden. II. Erläuterung des Abschlusses 1. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden zur Verbesserung der Darstellung nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften vorgenommen. Die Gegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. In den Anschaffungskosten sind Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen entsprechend berücksichtigt. Die Abschreibungen werden ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und sind im Anlagespiegel als Zu- und Abgänge sowie als Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 erfasst. Die Zugangs- und Folgebewertung bei den Finanzanlagen des Anlagevermögens erfolgt (höchstens) zu Anschaffungskosten in Anwendung §§ 253 Abs. 1 S.1, 255 Abs. 1 HGB. Die Vorräte werden zum Stichtag höchstens mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag bewertet. Die Bildung von Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen war nicht erforderlich. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. 2. Angaben zu einzelnen Posten Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 (Anlagenspiegel) ergibt sich wie folgt: Zur Verbesserung der Darstellung und Komprimierung der Übersicht wurden Bilanzpositionen abgekürzt.
Der Zuwachs bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 25 betrifft die Bargründung der Tochtergesellschaft namens Campingfreunde Assekuradeur GmbH im laufenden Geschäftsjahr. Die Tochtergesellschaft wurde mit notariellem Vertrag vom 28. März 2023 errichtet. Mit der Tochtergesellschaft wurde zugleich ein Ergebnisabführungsvertrag in der notariell beurkundeten Fassung vom 08. Dezember 2023 geschlossen. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde am 27. Dezember 2023 in das Handelsregister des Amtsgerichtes Lübeck eingetragen. Unter den Beteiligungen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden die Beteiligung sowie zwei verzinste Darlehen aus 2019 mit einer Restlaufzeit bis zum 31.12.2024 an die Classic Trader GmbH ausgewiesen. Sowohl die Beteiligung als auch die vorgenannten Ausleihungen wurden bereits im Vorjahr unter Beachtung des Vorsichtsprinzip auf einen Erinnerungswert in Höhe von € 1,00 abgeschrieben. Unter der Position "fertige Erzeugnisse und Waren" wird der Stichtags-Bestand für die im OCC-Onlineshop gehandelten Waren ausgewiesen. Sämtliche unter AKTIVA B. II. "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegenüber der Provinzial Nord Brandkasse AG und der OCC Assekuranzkontor GmbH (Wien). Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Darlehenszinsforderungen gegenüber der Classic Trader GmbH mit einem bereits im Vorjahr auf € 1,00 abgeschriebenen Erinnerungswert. Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 25. Es ist in voller Höhe eingezahlt. In der Kapitalrücklage wird das Eigenkapital der durch Verschmelzung auf den 01.01.2018 untergegangen OCC Assekuranzkontor GmbH i.H.v. T€ 147,8 ausgewiesen. Auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 15.08.2018 wurde mit Wirkung zum 01.01.2018 das Vermögen der Schwestergesellschaft OCC Assekuranzkontor GmbH auf die OCC Assekuradeur GmbH übertragen. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister des Amtsgerichtes Lübeck erfolgte am 27.08.2018 unter dem Aktenzeichen HRB 14284 HL. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere die rückgestellte Verpflichtung aus Vermittler-Provision für 2023 (T€ 2.224,2). Die unter Passiva C. "Verbindlichkeiten" ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die gegenüber der Provinzial Holding AG (Münster) geschuldete Umsatzsteuerzahllast in Höhe von T€ 28,7 für die Monate November und Dezember 2023 aufgrund einer seit dem 01. April 2022 bestehenden Umsatzsteuerorganschaft sowie das Verrechnungskonto mit der Campingfreunde Assekuradeur GmbH in Höhe von T€ 3,4. Haftungsverhältnisse i.S. § 268 Abs. 7 HGB oder sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die Minderung bei den Umsatzerlösen aus der Tätigkeit als Versicherungsagent ist insbesondere auf die gegenüber dem Vorjahr gesunkene Überschussbeteiligung seitens der Provinzial Nord Brandkasse AG zurückzuführen. Die Überschussbeteiligung sank gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.821 (2023 T€ 2.829 / Vorjahr T€ 4.650) und ist auf einen Anstieg der Schadenfälle und Schadenvolumina im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die Gesellschaft hält zum Stichtag folgende Beteiligungen:
zu 1) ausgewiesen wird das Vorjahresergebnis, da im Erstellungszeitpunkt der Jahresabschluss zum 31.12.2023 nicht vorlag ; die Umrechnung von CHF in EUR erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am 31.12.2022 III. Sonstige Angaben Geschäftsführer*innen im Berichtsjahr waren Frau Nina Schmal Herr Andreas Vietor Frau Schmal und Herr Vietor vertreten die Gesellschaft gemeinschaftlich. Die Tätigkeiten von Frau Schmal umfassen im speziellen die Tätigkeitsbereiche Marketing & Vertrieb und von Herrn Vietor die Bereiche Produktmanagement, Operations und Finanzen. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (§267 HGB) betrug 110,25 (Vorjahr 100,50).
Die Provinzial Beteiligungsgesellschaft mbH, Münster ist mit Wirkung ab dem 31. Dezember 2020 alleinige Gesellschafterin der OCC Assekuradeur GmbH, Lübeck. Die OCC Assekuradeur GmbH wird in den Konzernabschluss der Provinzial Holding AG, Münster, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung entfallen in Anwendung der Vorschriften zu § 286 Abs. 4 HGB.
Lübeck, den 19. März 2024 gez. Nina Schmal, Geschäftsführerin gez. Andreas Vietor, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.04.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OCC Assekuradeur GmbH , Lübeck Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OCC Assekuradeur GmbH , Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OCC Assekuradeur GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 26. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Patrik Bensch, Wirtschaftsprüfer ppa. Dennis Lublow, Wirtschaftsprüfer |
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