Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 111534
Eingetragen
28.1.2008
Branche
Stationäre Einrichtungen zur palliativen PflegeSonstige teilstationäre PflegeeinrichtungenSonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
Die Hauskrankenpflege, Ambulante Pflege durch Betreiben u.a. der folgenden Sozialstationen: Sozialstation Reinickendorf, Senftenberger Ring 3, 13439 Berlin, Sozialstation Wedding, Osloer Str. 107, 13359 Berlin, Sozialstation Friedrichshain, Matthiasstr. 7, 10249 Berlin, Sozialstation Tempelhof, Manfred-v. -Richthofen-Str. 10, 12101 Berlin, Sozialstation Neukölln, Moosrosenstr. 25, 12347 Berlin, Sozialstation Charlottenburg, Kurfürstendamm 126-127, Berlin. und die teilstationäre und stationäre Pflege.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

60.00% identifiziert40.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Susanne GiannakopoulosPflegewerk Managementgesellschaft mbH
60.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
40.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
125.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pflegewerk Berlin GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Handelsregister Amtsgericht Charlottenburg, HRB 111534 B

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 7,00 0
II. Sachanlagen
1. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 61.992,50 67
2. Fahrzeuge 130.897,00 63
192.889,50 130
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 3.000
3.192.896,50 3.130
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.092.318,75 4.035
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.990.763,43 4.567
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.566.348,37 898
10.649.430,55 9.500
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 47.754,19 152
10.697.184,74 9.652
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.695,86 2
13.891.777,10 12.784

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125
II. Gewinnvortrag 3.736.062,33 3.679
III. Jahresüberschuss 24.709,28 58
3.885.771,61 3.862
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 23
2. Sonstige Rückstellungen 1.940.554,19 1.791
1.940.554,19 1.814
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 539.957,69 260
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 800.143,00 63
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.672.565,16 4.082
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.498.667,92 2.271
- davon aus Steuern EUR 228.555,23 (TEUR 230)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 223.782,92 (TEUR 65)
5. Verwahrgeldkonto 554.117,53 432
8.065.451,30 7.108
13.891.777,10 12.784

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

(gemäß Pflege-Buchführungsverordnung)

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Erträge aus ambulanter Pflege 20.555.472,56 21.513
2. Erträge aus der gesonderten Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 161.755,89 74
3. Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB 286.647,16 261
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.966.638,30 1.629
22.970.513,91 23.477
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.123.951,53 -13.305
b) Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen -2.898.129,11 -2.883
-17.022.080,64 -16.188
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Zusatzleistungen -372.420,62 -75
b) Wasser, Energie, Brennstoffe -24.690,01 -24
c) Wirtschaftsbedarf, Verwaltungsbedarf -2.051.891,14 -3.338
-2.449.001,77 -3.438
7. Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen -981.240,00 -866
8. Steuern, Abgaben, Versicherungen -105.477,74 -26
9. Mieten, Pacht, Leasing -765.614,22 -693
Zwischenergebnis 1.647.099,54 2.266
10. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -72.554,45 -61
b) Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände -499.989,15 -200
-572.543,60 -261
11. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung -59.857,73 -42
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -860.338,35 -1.690
-920.196,08 -1.731
Zwischenergebnis 154.359,86 274
13. Zinsen und ähnliche Erträge 74.205,79 81
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 74.205,61 (TEUR 67)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 0,00 (TEUR 13)
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -203.856,37 -297
-129.650,58 -217
- davon an verbundene Unternehmen EUR -32.464,10 (TEUR -33)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR -9.493,00 (TEUR -18)
15. Jahresüberschuss 24.709,28 58

(nachrichtliche Fassung gemäß § 275 Abs. 2 HGB)

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 21.003.875,61 21.848
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.966.638,30 1.629
22.970.513,91 23.477
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe und für bezogene Waren -366.878,90 -74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.333.984,16 -2.577
-1.700.863,06 -2.650
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.123.951,53 -13.305
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.897.347,49 -2.866
-17.021.299,02 -16.171
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -72.554,45 -61
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.003.013,88 -4.344
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 74.205,79 81
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 74.205,61 (TEUR 67)
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 0,00 (TEUR 13)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -203.856,37 -297
-129.650,58 -217
- davon an verbundene Unternehmen EUR -32.464,10 (TEUR -33)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR -9.493,00 (TEUR -18)
9. Ergebnis vor Steuern 43.132,92 34
10. Steuern vom Einkommen -14.552,64 28
11. Ergebnis nach Steuern 28.580,28 62
12. Sonstige Steuern -3.871,00 -5
13. Jahresüberschuss 24.709,28 58

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 wurde wie im Vorjahr nach der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen (Pflege-Buchführungsverordnung - PBV) aufgestellt.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 8 i.V.m. § 4 PBV abweichend von §§ 266 und 275 HGB erstellt. Die Gliederung erfolgt nach den Anlagen 1 und 2 zur PBV.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bei Anwendung der Pflege-Buchführungsverordnung ist jedoch bei der Aufstellung des Jahresabschlusses auf größenabhängige Erleichterungen des § 276 HGB zu verzichten (vgl. § 8 Abs. 2 PBV).

Auf die Abgrenzung, Erläuterung und Bewertung der sich berechnungsgemäß ergebenden aktiven latenten Steuern wurde auf Grund des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 i.V.m. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die in § 288 HGB vorgesehenen Erleichterungsmöglichkeiten für den Umfang der Darstellungen im Anhang wurden in Anspruch genommen.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

2. Angaben zur Bilanz

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Soweit es sich um Nutzungsrechte handelt, erfolgt die Abschreibung entsprechend den vertraglich vereinbarten Laufzeiten. Bei der Software wird eine Nutzungsdauer von drei Jahren unterstellt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und die Abschreibungen des laufenden Jahres bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Die zu Grunde gelegte Nutzungsdauer beträgt bei Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge zwischen 3 und 15 Jahren. Bei Zugängen an beweglichen Anlagen erfolgt eine zeitanteilige Abschreibung aller Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. Für Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 250,00, aber nicht EUR 1.000,00, übersteigen, wird ein Sammelposten gebildet, welcher über 5 Jahre linear aufgelöst wird.

Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen auf Grund erkennbarer Einzelrisiken bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Verrechnungssalden mit Gesellschaften der Pflegewerk-Unternehmensgruppe (wirtschaftlich integrierte Unternehmen, die von Frau Susanne Giannakopoulos und/oder Herrn Dr. Georgios Giannakopoulos direkt oder indirekt beherrscht werden) werden abweichend von § 271 Abs. 2 in Verbindung mit § 290 HGB aus Gründen des besseren Einblicks in die wirtschaftlichen Verhältnisse als Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet zeitanteilig abgegrenzte Zahlungen, die Aufwand nach dem Stichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden, mit Ausnahme der Aufbewahrungsrückstellung, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.2 Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagenspiegel

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Blatt 7 dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit
Summe bis 1 Jahr größer 1 Jahr
EUR EUR EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.092.318,75 4.092.318,75 0,00
(i.V. 4.035.063,63) (i.V. 4.035.063,63) (i.V. 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.990.763,43 4.937.627,65 53.135,78
(i.V. 4.567.163,86) (i.V. 4.550.310,60) (i.V. 16.853,26)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.566.348,37 1.425.188,87 141.159,50
(i.V. 897.675,28) (i.V. 830.090,72) (i.V. 67.584,56 )
10.649.430,55 10.455.135,27 194.295,28
(i.V. 9.499.902,77) (i.V. 9.415.464,95) (i.V. 84.437,82)

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 1.539 (i.V. TEUR 1.100) auf Forderungen gegen Gesellschafter.

Angaben und Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen beinhaltet insbesondere mitarbeiterbezogene Ausgaben (TEUR 265, i.V. TEUR 249), immobilienbezogene Verpflichtungen (TEUR 1.449, i.V. TEUR 1.333), Risiken im Zusammenhang mit durchgeführten EU-Projekten (TEUR 48, i.V. TEUR 48), Kosten für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses und die Erstellung der Steuererklärungen (TEUR 126, i.V. TEUR 88), Prozesskosten (TEUR 20, i.V. TEUR 40), Bauabzugsteuer (TEUR 1, i.V. TEUR 1) sowie Aufbewahrungskosten (TEUR 31, i.V. TEUR 31).

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
Summe bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 539.957,69 539.957,69 0,00 0,00
(i.V. 260.067,78) (i.V. 260.067,78) (i.V. 0,00) (i.V. 0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 800.143,00 36.219,28 368.173,72 395.750,00
(i.V. 62.622,73) (i.V. 34.885,84) (i.V. 27.736,89) (i.V. 0,00)
3. Verbindlichkeiten verbundenen Unternehmen 3.672.565,16 664.023,30 3.008.541,86 0,00
(i.V. 4.083.124,35) (i.V. 3.834.947,46) (i.V. 248.176,89) (i.V. 0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.498.667,92 2.498.667,92 0,00 0,00
(i.V. 2.270.705,77) (i.V. 2.270.705,77) (i.V. 0,00) (i.V. 0,00)
5. Verwahrgeldkonto 554.117,53 554.117,53 0,00 0,00
(i.V. 432.108,71) (i.V. 432.108,71) (i.V.0,00) (i.V. 0,00)
8.065.451,30 4.292.985,72 3.376.715,58 395.750,00
(i.V. 7.108.629,34) (i.V. 6.832.715,56) (i.V. 275.913,78) (i.V. 0,00)

Folgende Verbindlichkeiten sind wie nachstehend besichert:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Für aus Darlehensmitteln erworbene Betriebs- und Geschäftsausstattung (hier: Kfz) sind ferner Sicherungsübereignungen nebst Abtretung etwaiger Objektversicherungsansprüche zugunsten der Volkswagen Bank GmbH, der BMW Bank GmbH, der Skoda Bank, SEAT Bank sowie der Renault Bank erfolgt. Der Saldo der Verbindlichkeiten aus Kfz-Darlehen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 93 (i.V. TEUR 53).

Sonstige Verbindlichkeiten:

Es bestehen Verbindlichkeiten aus einen unechten Factoringvertrag mit der BFS Service GmbH zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.213 (i.V. TEUR 1.121), welche durch die Abtretung der verkauften Forderungen besichert sind.

Haftungsverhältnisse

a) Die Pflegewerk Berlin GmbH ist mit Unterstützung anderer Gesellschafter der Pflegewerk Unternehmensgruppe Projektpartner von der Europäischen Kommission geförderten Forschungs- pojekts "RENEWING HEALTH. Die Gesellschaft haftet als Gesellschafterin der für dieses Projekt gegründeten "Innen-GbR" bei nicht vertragsgemäßer Ausführung des Forschungsprojekts für von der EU erhaltene Erstattungsbeträge bis zu einer Höhe von EUR 652.778,00 sowie für von anderen Projektteilnehmern erhaltene Erstattungsbeträge bis zu einer Höhe von EUR 58.549,00.

Eine abschließende Beurteilung der EU über die endgültige Anerkennung der abgerechneten Kosten betreffend das Projekt "RENEWING HEALTH" ist zum Bilanzstichtag noch ausstehend.

b) Darüber hinaus musste sich die Pflegewerk Berlin GmbH im Rahmen einer Bürgschaft dazu verpflichten, der Pflegewerk Managemengesellschaft mbH im Falle eines finanziellen Engpasses die für die Durchführung des Projektes "RENEWING HEALTH" notwendige Liquidität bis zu einem Maximalbetrag von EUR 347.828,00 zur Verfügung zu stellen.

c) Ein Konto bei der Bank für Sozialwirtschaft (TEUR 7) wurde als Sicherheit für alle gegenwärtigen und künftigen Ansprüche des Vermieters der angemieteten Bürofläche im Bahnhof Berlin-Frohnau zuzüglich der darauf entfallenden Zinsen an den Vermieter verpfändet.

d) Darüber hinaus tritt die Gesellschaft gegenüber ihrer Schwestergesellschaft Pflegewerk Management und Beteiligungen GmbH im Rang gegenüber anderen Gläubigern zurück.

e) Des Weiteren stellt die Gesellschaft sicher, dass die Philos Seniorenresidenzen GmbH jederzeit in der Lage sein wird, ihren finanziellen, fälligen Verpflichtungen gegenüber Gläubigern nachzukommen. Die Zusage ist auf einen Betrag von höchsten TEUR 300 beschränkt. Darüber hinaus tritt die Gesellschaft im Rang gegenüber anderen Gläubigern zurück.

f) Zudem hat sich die Gesellschaft gegenüber der Hotel am Lunikpark GmbH verpflichtet bei Bedarf finanzielle Mitte bis zur Höhe von TEUR 300, vorzugsweise im Kreditwege, zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig hat sie für den Fall der Inanspruchnahme hieraus einen Rangrücktritt gegenüber anderen Gläubigern erklärt.

Umstände, die auf eine Haftungsinanspruchnahme hindeuten, sind uns nicht bekannt. Die Notwendigkeit einer Rückstellungsbildung ist nicht gegeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich für die Gesellschaft aus abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen für Geschäftsräume, aus Leasingverträgen für Fahrzeuge und bewegliche Wirtschaftsgüter, einem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Pflegewerk Managementgesellschaft mbH, einem Hausverwaltervertrag mit der Philos Seniorenresidenzen GmbH sowie dem Unternehmenseinbringungs- und -verpachtungsvertrag mit dem Pflegewerk Berlin, Inh. Susanne Giannakopoulos. Hieraus resultierten im Geschäftsjahr 2020 Zahlungsverpflichtungen von insgesamt TEUR 1.913 (i.V. TEUR 1.990). In den Folgejahren ist mit Aufwendungen in ähnlicher Höhe zu rechnen.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Erstattungen der Krankenkassen für coronabedingte Mehraufwendungen und Mindereinnahmen (TEUR 839, i.V. EUR 0), Erstattungen der gesetzlich festgelegten Corona-Prämien für Mitarbeiter von Pflegeinrichtungen (TEUR 650, i.V. EUR 0), Erträge aus der Lohnfortzahlung durch Krankenkassen (TEUR 129, i.V. TEUR 76), Erträge aus der Debitoren-/Kreditorenbereinigung (TEUR 112, i.V. TEUR 79), Erträge aus Zuwendungen für Forschungsprojekte (TEUR 55, i.V. TEUR 58), Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen (TEUR 49, i.V. TEUR 415), Erträge aus verrechneten Sachbezügen (Kfz, TEUR 41, i.V. TEUR 36), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 31, i.V. TEUR 225) sowie Erträge aus Schadensersatzerleistungen (TEUR 8, i.V. TEUR 607).

Materialaufwand

Im Wesentlichen betrifft der Materialaufwand den Wirtschafts-/Verwaltungsbedarf (TEUR 2.052, i.V. TEUR 3.338). Davon entfallen TEUR 1.741 (i.V. TEUR 2.966) auf Verwaltungskosten inklusive Leasingpersonal, TEUR 241 (i.V. TEUR 257) auf Fahrzeugkosten, TEUR 57 (i.V. TEUR 102) auf Vertriebskosten sowie TEUR 15 (i.V. TEUR 13) auf Kosten für den Wirtschaftsbedarf.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Berichtsjahr im Wesentlichen den vertragsmäßigen Ausgleich von Mietausfällen, Hausverwaltergebühren sowie die Verpflichtung zur Instandhaltung und zum Rückbau gegenüber der Philos Seniorenresidenzen GmbH (TEUR 629, i.V. TEUR 653), Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Theodorus Hospiz Verein e.V. (TEUR 99, i.V. TEUR 94), sowie Akquiseaufwendungen (TEUR 53, i.V. TEUR 295).

Aufwendungen und Erträge außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung § 285 Nr. 31 HGB

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen (TEUR 479, i.V.TEUR 655) und Erträge (TEUR 1.566, i.V. TEUR 1.337) entstanden.

Die außergewöhnlichen Aufwendungen resultieren im Berichtsjahr aus der Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 469, i.V. TEUR 56) sowie aus Wertberichtigungen von Forderungen gegen (frühere) verbundene Unternehmen (TEUR 10, i.V. TEUR 11), welche unter der Position Abschreibungen auf Forderungen ausgewiesen werden.

Die außergewöhnlichen Erträge umfassen im Berichtsjahr Erträge aus Erstattungen der Krankenkassen für coro na bedingte Mehraufwendungen und Mindereinnahmen (TEUR 839, i.V. TEUR 0), Erstattungen der gesetzlich festgelegten Corona-Prämien für Mitarbeiter von Pflegeinrichtungen (TEUR 650, i.V. EUR 0), Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen (TEUR 49, i.V. TEUR 415), Erträge aus Schadenersatzleistungen (TEUR 8, i.V. TEUR 607) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 31, i.V. TEUR 225), welche unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

4. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung obliegt Frau Susanne Giannakopoulos, Krankenschwester, und Herrn Dr. Georgios Giannakopoulos, Kaufmann, beide Berlin.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2020 wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf:

Leitendes Pflegepersonal und Verwaltung Examiniertes Personal Hauspfleger
38 132 313
Leitendes Pflegepersonal und Verwaltung Hauswirtschaftskräfte Haustechniker Aushilfen und AZUBIs Gesamt
38 39 12 19 553

Ergebnisverwendung § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 24.709,28 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 23. Dezember 2021

gez. Susanne Giannakopoulos

gez. Dr. Georgios Giannakopoulos

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2020 Zugang Abgang Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 17.763,05 0,00 0,00 17.763,05
17.763,05 0,00 0,00 17.763,05
II. Sachanlagen
1. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 873.766,53 22.032,61 8.069,06 887.730,08
2. Fahrzeuge 247.516,36 113.692,34 0,00 361.208,70
1.121.282,89 135.724,95 8.069,06 1.248.938,78
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 0,00 0,00 3.000.000,00
3.000.000,00 0,00 0,00 3.000.000,00
4.139.045,94 135.724,95 8.069,06 4.266.701,83
Abschreibungen
Stand am 01.01.2020 Zugang Abgang Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 17.756,05 0,00 0,00 17.756,05
17.756,05 0,00 0,00 17.756,05
II. Sachanlagen
1. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 806.551,53 27.255,11 8.069,06 825.737,58
2. Fahrzeuge 185.012,36 45.299,34 0,00 230.311,70
991.563,89 72.554,45 8.069,06 1.056.049,28
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.009.319,94 72.554,45 8.069,06 1.073.805,33
Buchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 7,00 7,00
7,00 7,00
II. Sachanlagen
1. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 61.992,50 67.215,00
2. Fahrzeuge 130.897,00 62.504,00
192.889,50 129.719,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 3.000.000,00
3.000.000,00 3.000.000,00
3.192.896,50 3.129.726,00

Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00, wurde im Jahr 2020 ein Sammelposten in Höhe von EUR 22.614,53 gebildet, der über einen Zeitraum von 5 Jahren linear aufgelöst wird.

Nach vollständiger Auflösung des im Jahr 2016 gebildeten Sammelpostens wurde dieser nunmehr in Höhe von EUR 8.069,06 als Abgang erfasst.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

der Pflegewerk Berlin GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Pflegewerk Berlin GmbH (im Folgenden auch Gesellschaft, GmbH oder Unternehmen) gehört zum Pflegewerk-Verbund einer mittelständischen und inhabergeführten Unternehmensgruppe. Die Gesellschaft ist seit 2008 auf dem Gebiet der ambulanten Pflege durch Betreiben von sechs Sozialstationen tätig. Diese sechs Stationen sind bezirksweise auf das Stadtgebiet von Berlin verteilt. Darüber hinaus wird an einem gesondert eingerichteten Standort eine Station mit Klienten der Intensivpflege betrieben.

Die Gesellschaft erbringt ihre Pflegeleistungen in der Häuslichkeit der Patienten, sowohl in Einzelhaushalten, im Betreuten Wohnen, als auch in Wohngemeinschaften. In Kooperation mit der Philos Seniorenresidenzen GmbH unterstützt die Gesellschaft ältere und pflegebedürftige Menschen deren Wohnraum entsprechend bedarfsgerecht herzurichten.

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist daher nicht kapitalintensiv, sondern aufgrund der gesetzlichen Anforderungen an die Pflege personalintensiv. Die Leistungen der Gesellschaft sind Dienstleistungen und können monatlich gegenüber den Versorgungsträgern oder Privatpatienten abgerechnet werden.

Die Pflegeleistung der Gesellschaft erfolgt durch eigenes Personal und Leasingkräfte. Die Leasingkräfte sind notwendig, um insbesondere auf etwaige Kapazitätsveränderungen kurzfristig reagieren zu können und um ggf. die gesetzlichen Anforderungen in der Fachpflege erfüllen zu können. Vor allem gut ausgebildetes, examiniertes Pflegepersonal ist auf dem Arbeitsmarkt nur begrenzt vorhanden.

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

2. Ziele und Strategien

Zur fachlichen und persönlichen Kompetenz der Gesellschaft und ihrer Mitarbeitenden gehört vor allem, dass wir die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen so verbessern, dass sie selbstbestimmt und so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung gepflegt und unterstützt werden können. Die Pflege in der eigenen Wohnung ist für viele Menschen die beliebteste und erstrebenswerteste Wohnform.

Hierzu gehört es auch, dass wir die Pflege konsequent weiterentwickeln. So haben wir auch in 2020 wieder an verschiedenen Forschungsprojekten teilgenommen.

3. Steuerungssysteme

Die operative Steuerung der Gesellschaft erfolgt durch die Geschäftsführung. Daneben gibt es in der Gesellschaft verschiedene Ausschüsse und Koordinationsgruppen, um das Ziel einer bestmöglichen Pflege umzusetzen. Übergeordnete Verwaltungsaufgaben, wie die Finanzbuchhaltung, Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, Personalverwaltung, Rechtsberatung, Verbandvertretung oder Marketing, werden von der verbundenen Pflegewerk Managementgesellschaft mbH für die Gesellschaft, wie auch für den Großteil der Pflegewerk-Gruppe, übernommen.

B. Zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

1. Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich im Corona-Krisenjahr 2020 entgegen den Vorjahren sehr negativ. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm um 5,0 Prozent (im Vorjahr lag der Anstieg bei 0,6 Prozent) ab. Besonders gravierend traf das Jahr 2020 den Dienstleistungssektor sowie das Produzierende Gewerbe, positiv entwickelten sich hingegen das Baugewerbe.

Die preisbereinigte Wirtschaftsleitung nahm im Produzierenden Gewerbe, welches rd. ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, um 9,7 % ab. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es sogar einen Rückgang um 10,4 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahlen aus dem Baugewerbe bei der Berechnung nicht miteinbezogen wurden. Grund für den Rückgang, der sich insbesondere im ersten Halbjahr ereignete, waren die internationalen Lieferketten, die durch die Folgen der Corona-Krise gestört wurden.

Ebenfalls schwer getroffen wurde ein sehr großer Teil des Dienstleistungssektors, der ebenfalls einen preisbereinigten Rückgang der Wirtschaftsleistung von 6,3 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen musste. Dabei sind exemplarisch die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe zu nennen. Beim Handel gab es Gewinner und Verlierer. Wobei der Onlinehandel deutliche Gewinne verzeichnen konnte, gab es beim stationären Handel große Probleme. Auch in der Gastronomie, Hotellerie und in den Branchen rund um körpernahe Dienstleistungen kam es durch erhebliche Einschränkungen zu existenzbedrohenden Rückgängen.

Leicht positiv konnte sich während der Krise das Baugewerbe mit einer preisbereinigten Steigerung der Bruttowertschöpfung von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr verbessern.

Trotz der Krise ist die finanzielle Situation der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2020 stabil. Dies ist insbesondere auf die erfolgreichen und positiven Jahre seit der letzten Krise in 2009 zurückzuführen.

Das drängende Problem des Fachkräftemangels in der Pflege bleibt, wie in den Vorjahren, auch im Jahr 2020 ein ständiger Begleiter. Bedingt durch den demografischen Wandel, die Verbesserung des medizinisch-technischen Fortschrittes und die veränderte Erwerbsbiografie in den Familien wird hier in der Zukunft ein deutlich steigender Bedarf an qualifizierten Pflegekräften erwartet.

2. Geschäftsverlauf

Die GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse (ambulante Pflege, Intensiv und Umsatzerlöse § 277 HGB) in Höhe von 21,0 Mio. EUR (Vj. 21,8 Mio. EUR). Mit durchschnittlich 553 Mitarbeitenden (Vj. 590 Mitarbeitern) betreute die Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2020 einen Bestand von 872 Patienten (Vj. 884 Patienten). Die Geschäftstätigkeit verlief in 2020 bedingt durch die Corona-Pandemie unruhig.

Auch im Jahr 2020 mussten Leasingkräfte bei Personalengpässen - vornehmlich aufgrund coronabedingter Ausfälle - eingesetzt werden. Durchschnittlich wurden 23 Fachkräfte bzw. Leasingkräfte (Vorjahr 43 Personen) eingesetzt. Damit verbunden war ein Aufwand im Geschäftsjahr von 1.383 T EUR, Vj. 2.623 T EUR).

Da die Pflegekräfte unsere wichtigste Ressource sind, haben wir uns auch im Geschäftsjahr wieder der Herausforderung zur Personalbeschaffung und -erhaltung gestellt. Geholfen haben hier unsere bewährten Konzepte, wie die Kontinuität in der Personaldisposition, individuelle Arbeitszeitmodelle und steigende Wertschätzung der Pflege, z. B. durch Einsätze an festen Orten.

Darüber hinaus konnte das Personalrisiko auch durch das umfassende Aus- und Weiterbildungsprogramm der Akademie CurAcad, welche der unternehmensverbundenen Mediplus Bildungswerk gGmbH angehört, verringert werden. Es ist uns insbesondere durch gezielte Fortbildungsangebote gelungen, den geforderten Qualifikationsstand unserer Mitarbeitenden zu verbessern und diese dadurch längerfristig an das Unternehmen zu binden.

Mit Hilfe des Teams an Personalreferenten konnten wir einen sehr guten Standard in der Betreuung unserer ausländischen Mitarbeitenden schaffen, der weiterhin zu einem Anstieg bei der Gewinnung und Anerkennung von Fachkräften führte.

Gleichwohl war die Gesellschaft im Jahr 2020 weiterhin von Pflegepersonal "Dritter" abhängig.

Insgesamt lag der Personalbestand unter dem Vorjahr, es gab eine marktübliche Fluktuation in den Leitungs- und Schlüsselpositionen der Gesellschaft.

Ein weiterer Baustein für eine erfolgreiche Pflege ist deren konsequente Weiterentwicklung. Im Geschäftsjahr wurden folgende Forschungsschwerpunkte und Entwicklungsprojekte durchgeführt:

Das Forschungsprojekt "ROBINA", das von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für insgesamt 3 Jahre gefördert war, konnte zum Jahresende 2020 mit positivem Projektergebnis abgeschlossen werden. Die Ergebnisse fließen nun ein in die Umsetzung der GKV (Hilfsmittelverzeichnis, Vergütungsvereinbarungen).

Aufgrund dieses positiven Ergebnisses konnte mit einem neuen Projekt zum Thema Assistenzrobotik begonnen werden, dass für weitere 3 Jahre vom BMBF für die Implementierung von drei unterschiedlichen Systemen gefördert wird: Rollstuhl-Einarmsystem, autonom fahrbarer Pflegeroboter LIO mit Greiffunktion und Assistenz- und Serviceroboter mit ROS-Schnittstelle. Ziel ist es auch hier, die Systeme nach Abschluss der Erprobungsstudie in das Pflege-Hilfsmittelverzeichnis aufzunehmen. Diese können dann innerhalb der Regelfinanzierung für die unmittelbaren Versorgung von Pflegebedürftigen z.B. vom Pflegewerk eingesetzt werden.

In 2020 wurden ferner 3 weitere Forschungs- und Entwicklungsprojekte unter anderem mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf den Weg gebracht.

Diese sind einmal ein neues Forschungsprojekt (KI@Home) zusammen mit der AOK Nordost und der AOK Bayern für die Erprobung der Verknüpfung von Notrufsystemen, Vitalsensoren und Umfeldsensoren zusammen mit KI-gestützten Steuerungsfunktionen für insgesamt 100 Patienten in Berlin, Brandenburg und Bayern. Durch diese innovativen Hilfsmittel sollen neben dem Monitoring von möglichen Gefahren in den Pflegehaushalten auch Vorhersagen von möglichen Risiken identifiziert und damit auch anteilig kompensiert werden. Partner sind unter anderem die Charite, das ISO-Institut und die Deutsche Forschungsgesellschaft für künstliche Intelligenz. Auch dieses Projekt soll nach einer zweijährigen Erprobungszeit zunächst bei der AOK und dann bei weiteren Kassen in die Regelfinanzierung übernommen werden.

Ferner wurde mit dem bereits in 2019 bewilligten Forschungsprojekt ProDigA nunmehr in 2020 der Aufbau eines Versorgungsnetzwerkes für insbesondere neurologische Patienten zusammen mit der Charite im Rahmen von Case- und Caremanagement (Fallsteuerung) auf den Weg gebracht. Die Steuerung erfolgt über eine spezialisierte Koordinierungsplattform der Charite. Ferner sollen auch arbeitswissenschaftliche Innovationen mit Blick auf die unmittelbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege entwickelt und erprobt werden. Partner sind hier neben dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auch arbeitsmedizinische Institutionen.

Ebenso wurde das ebenfalls in 2019 bewilligte Projekt BloG3 für die Umsetzung der Telematik in der Pflege im April 2020 mit der vorgesehenen 3-jährigen Finanzierung gestartet. Erprobt werden im Rahmen der Telematikinfrastruktur gem. § 291 a SGB V Anwendungen des ePflegeberichtes, der ePflegeakte und die Implementierung einer interoperablen Lösung für den nahtlosen Informationsaustausch zwischen Klinik, Pflege und Vertragsärzten. Das Projekt wurde in 2020 erweitert und durch ein Modellvorhaben der Umsetzung in einer Versorgungsregion in Berlin mit ca. 500 Patienten von Pflegewerk im Rahmen einer weiteren Förderung direkt über die Pflegekassen gem. § 125 SGB XI.

Für die Veröffentlichungen der Forschungsvorhaben steht weiterhin eine eigene Fachbuchreihe der Pflegewerk Berlin GmbH zur Verfügung, in der drei neue Veröffentlichungen für Versorgungsmodelle in der Pflege Ende 2019 abgeschlossen wurden.

3. Darstellung der Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Im Jahr 2020 sanken die Umsatzerlöse um rund 0,9 Mio. EUR (-3,9 Prozent). Der Rückgang kann wie folgt erklärt werden: Ein sehr entscheidender Punkt lag in der erfolgreichen Umstrukturierung des Kerngeschäftes der Gesellschaft, weg von der Intensivpflege (Umsatzrückgang von rd. 1,9 Mio. Euro) hin zur klassischen häuslichen Pflege (Umsatzsteigerung von rd. 1,3 Mio. Euro). Durch die Corona-Pandemie und damit verbundenen Anlaufschwierigkeiten reduzierte sich allerdings die Anzahl an Patienten. Es kam zu einem temporären Rückgang bei der Nachfrage nach ambulanter Pflege. Die Klienten wollten keinen Kontakt zu Dritten, in der Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Ebenfalls kam es zu verstärken Krankenhauseinweisungen von Klienten. Die Mindereinnahmen wurden überwiegend von den Pflegekassen sonderfinanziert. Um den positiven Weg der Umstrukturierung weiter voran zu treiben, befindet sich die Gesellschaft aktuell in der finalen Phase zum Verkauf von zwei Standorten, in denen Intensivpflege angeboten wird.

In 2020 erzielte die Gesellschaft sonstige betriebliche Erträge von 1.967 TEUR. Diese resultieren vornehmlich aus Einmaleffekten, wie den Erstattungen der Krankenkassen für coronabedingte Mehraufwendungen und Mindereinnahmen sowie der Erstattungen der gesetzlich festgelegten Corona-Prämien für Mitarbeitende.

Der Personalaufwand für festangestellte Mitarbeitende stieg von 16,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 17,0 Mio. EUR an. Ursache dafür war insbesondere die Auszahlung der gesetzlich festgelegten Corona-Prämien an die Mitarbeitenden. Ebenfalls kann der Anstieg des absoluten Personalaufwandes mit den Lohnerhöhungen, sowohl im Bereich des Mindestlohns als auch in den anderen Bereichen, erklärt werden. Der Personalaufwand pro Kopf stieg um 12,4 % von rd. 27,4 TEUR auf rd. 30,8 T EUR.

Die Reduzierung des Wirtschafts- und Verwaltungsbedarfs um 1.286 TEUR hat insbesondere eine Ursache. Die Personalnebenkosten und Pflegedienstleistungskosten reduzierten sich aufgrund der teilweisen Umwidmung der Intensivpflege zur ambulanten Pflege gegenüber dem Vorjahr um 1.240 TEUR. Die Reduzierung der Leasingpersonalkosten hätte höher ausfallen können, wenn es nicht aufgrund der Corona-Pandemie zu einer Vielzahl an Krankmeldungen gekommen wäre. Als weitere Besonderheit sind die Vertriebskosten zu nennen, die sich auf 57 TEUR fast halbiert haben. Dagegen sind um TEUR 294 höhere Aufwendungen für medizinischen Pflegebedarf angefallen, welche im Wesentlichen aber von den Pflegekassen erstattet wurden. Im Ergebnis lag der Materialaufwand mit rd. 24 Mio. EUR deutlich unter dem des Vorjahres.

Im Bereich der betrieblichen Aufwendungen konnten die Kosten von 1.690 TEUR im Vorjahr auf 860 TEUR gesenkt werden. Dies lag insbesondere an den Einsparungen im Bereich der Akquiseaufwendungen. Diese konnten von 295 TEUR im Vorjahr auf 53 TEUR gesenkt werden. TEUR 588 waren im Vorjahr auf Einmaleffekte zurückzuführen.

Nachdem im Jahr 2019 ein positives Ergebnis in Höhe von 57,5 TEUR nach Steuern erzielt werden konnte, liegt das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 ebenfalls bei leicht positiven 24,7 TEUR.

b) Finanzlage

Die Gesellschaft ist nur in geringem Maße bankenfinanziert. Der Großteil der Finanzierung erfolgt aus dem Unternehmen bzw. der Pflegewerk-Gruppe heraus. Im Rahmen der Sondermaßnahmen hat die Gesellschaft durch das Programm "Corona Hilfe für Unternehmen" einen KfW-Schnellkredit in Höhe von TEUR 700 als langfristiges Darlehen aufgenommen.

Ein wesentliches Finanzierungsinstrument ist weiterhin das Factoring der Forderungen aus Lieferung und Leistung, um die doch teilweise langen Abrechnungszeiträume mit den Versorgungsträgern zu überbrücken.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war insgesamt im Geschäftsjahr 2020 durch den revolvierenden Bestand an flüssigen Mitteln (Jahresendbestand 48 TEUR; Vj. 152 TEUR) gesichert. Skonti konnten im Hinblick auf die eher knappe Finanzausstattung nicht in Anspruch genommen werden.

Investitionen werden zur Sicherung der Liquidität weiterhin anteilig fremdfinanziert. Aufgrund der Kundenadressen (vor allem Behörden und Sozialkassen) bestehen keine besonderen Zahlungsrisiken bzw. Ausfallrisiken für Forderungen aus erbrachten Pflegeleistungen in der Gesellschaft.

c) Vermögenslage

Auf der Aktivseite der Bilanz sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen per 31. Dezember 2020 mit 8,0 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. EUR) leicht angestiegen. Darunter bestehen unverändert langfristige Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 3,0 Mio. EUR. Die Bilanzsumme ist von 12,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 13,9 Mio. EUR angestiegen.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss von 24,7 T EUR (Vj. 57,5 T EUR) leicht auf rd. 3,9 Mio. EUR (Vj. 3,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote verringerte sich allerdings durch den Aufbau von Verbindlichkeiten auf 28,0 Prozent (Vj. 30,2 Prozent).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich von rd. 4,1 Mio. EUR auf rd. 3,7 Mio. EUR.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist insgesamt weiterhin als befriedigend zu bezeichnen.

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit dem ersten Corona-Fall Ende Januar 2020 ereilte Deutschland mit dem Coronavirus eine bisher noch nicht bekannte Art der Pandemie. Dieser Virus hat auch im Jahr 2021 bis heute auf eine Vielzahl von Branchen und Lebensbereiche, somit auch auf die ambulante Altenpflege, teilweise erheblichen Einfluss. Die Umsatzseite entwickelte sich auf Grund der Unterstützung durch die politischen Maßnahmen relativ stabil. Die Klienten haben ihre Termine abgesagt, um möglichst wenig Kontakt zu Dritten zu haben. Da alle unsere Klienten der Risikogruppe angehören, ist dieser Schritt nachvollziehbar. Insbesondere wenn man sieht, dass es in 2021 zu einer vergleichsweise hohen Anzahl an Sterbefällen kam. Dies hat teilweise direkt, aber auch indirekt mit dem Corona-Virus bzw. mit den damit verbundenen Maßnahmen, wie z.B. den auferlegten Kontaktsperren und Besuchsverboten, zu tun. Des Weiteren hatten auch die Mitarbeitenden die Befürchtung, sich anzustecken und zu erkranken. Es erfolgte ein Anstieg an Krankmeldungen, was betriebswirtschaftlich zur Folge hat, dass die Umsätze bei gleichbleibenden Personalkosten abnahmen. Mit Hilfe des am Markt angebotenen Impfstoffes und dem damit verbundenen Impfangebot konnte sich die Lage zur Mitte des Jahres ein wenig entspannen. Hinzu kamen die zum Sommer sinkenden Inzidenzen, die den Menschen Hoffnung machte.

Im Rahmen politischer Maßnahmen und Gesetzesanpassungen konnten ab März 2020 Mehrausgaben und Mindereinnahmen, die aufgrund der Corona-Krise entstanden sind, im Rahmen des §150 SGB XI bei den Pflegekassen abgerechnet werden. Diese Maßnahme wurde bis zum 31.12.2021 verlängert. Dadurch konnte ein Teil von Umsatzausfällen sowie zusätzliche Kosten aufgefangen werden. Andere Kostenpositionen, wie z. B. Personalkosten für erkrankte Mitarbeitende (die z. B. Angst vor einer Ansteckung hatten), mussten von der Gesellschaft aufgefangen werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt und ob es, und wenn ja in welcher Intensität, zu einer weiteren Welle kommt.

Zur Ertragslage 2021 ist anzumerken, dass sich der Bundesverband privater Anbieter, welchem auch die Pflegewerk Berlin GmbH angehört, mit der Krankenkasse auf keine Punktwertsteigerung im ambulanten Bereich für den Leistungsbereich SGB V einigen konnte. Somit blieb eine Erhöhung der Kostensätze hier vorerst aus. Dies wird aller Voraussicht nach rückwirkend nachgeholt, sobald eine Einigung zwischen den Parteien gefunden ist.

5. Voraussichtliche Entwicklung sowie Risiken und Chancen

a) Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Pflegewerk Berlin GmbH blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. Ziel ist es, das Angebot an betreuten Wohnformen auszubauen, wobei weiterhin ein Schwerpunkt im Ausbau von Wohngemeinschaften liegt. Dabei soll gleichzeitig das Angebot der Intensivpflege weiter zurückgefahren werden. Hoch nachgefragte Standorte sollen dabei stärker beworben werden. An weniger belegten Standorten soll das Angebot gänzlich zurückgeführt werden. Die intensive Betreuung erfordert qualifiziertes Pflegepersonal, das nur bei der Betriebsgröße der GmbH angemessen ausgelastet werden kann. Insbesondere im Bereich der Intensivpflege ist dies kaum noch zu stemmen. Im Gegenzug sollen daraus hohe Erlöse erzielt und eher geringe Anforderungen an die "Wohnlage" gestellt werden.

Aufgrund der verhalten optimistischen Prognose für 2020, wird die Gesellschaft wie in der Vergangenheit auch in 2021 das interne Qualitätsmanagement weiter verbessern und die Leistungsprozesse optimieren, damit die hohe Kundenzufriedenheit auch weiterhin für eine gute Auslastung sorgt. Positiv ist zu erwähnen, dass die Sozialstationen Wedding, Friedrichshain, Tempelhof, Neukölln und Reinickendorf, die ausschließlich ambulante Pflege anbieten, auch in 2021 wieder einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis leisten können. Dies gilt nicht nur für den wirtschaftlichen Bereich, sondern auch, wie oben angesprochen, für die Bereiche Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Durch regelmäßige Punktwertsteigerungen konnten die Erträge der einzelnen Leistungen kontinuierlich angepasst werden. Ebenfalls wird die Motivation bei den Mitarbeitenden durch die Leitungskräfte vor Ort hochgehalten und der Zusammenhalt gestärkt. Die Kosten für Personalleasing konnten gesenkt werden, gleiches gilt für die Personalfluktuation in den Sozialstationen. Es wird weiterhin stationsübergreifend erfolgreich zusammengearbeitet, was ebenfalls das "Wir-Gefühl" stärkt.

Eine große Herausforderung stellt, wie bereits im Verlaufe des Berichts angesprochen, weiterhin der Intensivbereich dar. In der angespannten Arbeitsmarktlage ist es zunehmend schwieriger Fachkräfte mit einem entsprechenden Qualifikationsprofil zu finden. Um den Intensivbereich zu optimieren, wurden im Jahr 2021 verschiedene Maßnahmen ergriffen. So wurden weiterhin Standorte zusammengelegt und Räumlichkeiten der Intensivpflege umfunktioniert, wodurch die Klientenanzahl abgebaut werden konnte. Der damit verbundene Umsatzrückgang hat auch zu einer Kostenreduktion für Leasingkräfte geführt, wodurch die Verluste in diesem Bereich erheblich verringert werden konnten. Die derzeitige Planung der Gesellschaft sieht aufgrund vorstehender Maßnahmen für die Intensivpflege ab dem Jahr 2021 zumindest ein positives Ergebnis.

Nach den vorliegenden, vorläufigen Quartalszahlen für das Geschäftsjahr 2021 wird zum Stichtag 30.06.2021 mit einem leicht sinkenden Umsatz bei gleichzeitig leicht rückgängiger Klientenanzahl von rd. 857 Personen zum 30.06.2020 (872 Klienten zum Stichtag 31. Dezember 2019) und insgesamt rd. 550 Mitarbeitenden gerechnet.

Der ambulante Bereich hat sich im Jahr 2021, auch bedingt durch die Corona-Pandemie, nicht wie erwartet entwickelt. Gleichwohl wird dieser Bereich ein positives Jahresergebnis erwirtschaften. Die Fortführung eines stetigen Optimierungsbedarfs in den organisatorischen Strukturen ermöglicht darüber hinausgehende Geschäftschancen.

Im Ergebnis rechnet die Gesellschaft damit, dass sowohl der ambulante Bereich als auch die Intensivpflege im Jahr 2021 zu einem positiven Ergebnis für das Geschäftsjahr beitragen können. Die weitere und noch positivere Entwicklung der kompletten Pflegewerk Unternehmensgruppe weist die Planung für das Geschäftsjahr 2022 aus. Es ist geplant, dass durch die Jahresüberschüsse die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten im Unternehmensverbund zurückgeführt werden. Des Weiteren könnte ein Mittelzufluss eines verbundenen Unternehmens aus dem Verkauf einer Immobilie zur Rückführung bestehender Verbindlichkeiten innerhalb der Pflegewerk-Gruppe beitragen.

b) Chancen

Die GmbH partizipiert an der demografischen Entwicklung. Danach wird die Zahl "betreuungsbedürftiger Menschen" in Berlin weiterhin zunehmen, was für die Gesellschaft eine große Chance darstellt. Ob die GmbH imstande sein wird hieraus zu profitieren, wird (1) vom Arbeitskräfteangebot, (2) von der Wettbewerbssituation und (3) von dem effizienten Einsatz der zur Durchführung der Betreuung zur Verfügung stehenden Mitteln abhängen. Dabei ist der Punkt des Arbeitskräfteangebotes, insbesondere im Fachkräftebereich, besonders hervorzuheben.

Die Gesellschaft verfügt am Berliner Markt über eine Größe und Ausdehnung, die es ihr ermöglicht gegenüber Wettbewerbern Größenvorteile einerseits und dezentrale Flexibilität andererseits zum eigenen Vorteil auszubauen.

Eine weitere Chance liegt auch in Zukunft in der Personalbeschaffung und Weiterqualifizierung (bis hin zur examinierten Fachkraft) von in- und ausländischen Kräften. Daran muss auch in Zukunft weiter mit Hochdruck gearbeitet werden. Es wurde bspw. eine Abteilung mit zwei Personalreferenten zur Betreuung des u. a. ausländischen Pflegepersonals geschaffen. Daneben wird in den Sozialstationen verstärkt auf die Ausbildung von ebenfalls in- und ausländischen jungen Menschen gesetzt, mit der Absicht, dass diese in absehbarer Zeit die intern freien Stellen adäquat besetzen können. Dadurch soll erreicht werden, dass das Personal nicht nur qualifiziert wird, sondern sich auch im Unternehmen wohl fühlt und langfristig ein Bestandteil des Teams bleibt.

c) Risiken

Wie die finanzielle Dotierung des Pflegemarktes in Zukunft ausfällt, unterliegt naturgemäß Spekulationen. Auch wenn der mediale Fokus weiterhin stark auf die Pflegebranche gerichtet ist, spricht vieles dafür, dass der Pflegemarkt nachhaltig eher unterdurchschnittlich aus den sozialen Sicherungssystemen alimentiert wird. Weder der fehlende Wertschöpfungsbeitrag der zu Betreuenden, noch der abnehmende produktive Bevölkerungsanteil sprechen dafür. Pflege wird eher teilprivatisiert bzw. durch private Zuzahlungen bewältigt werden müssen. Daher hängt der künftige Erfolg der Gesellschaft von der Leistungsfähigkeit der zu betreuenden Personen und von der Qualität der Betreuung ab.

Das Risiko eines Margenverfalls, weil verstärkt Leasingkräfte eingesetzt werden müssen, um freie Stellen zu besetzen, will die Gesellschaft durch die Erbringung von Spezialleistungen begegnen. Da dies Investitionen erfordern wird, ist gleichzeitig der Zugang zu ausreichenden finanziellen Mitteln notwendig.

Im Übrigen kann aus dem umfangreichen Bestand an Forderungen gegen Unternehmen der Pflegewerk-Gruppe bei nicht planmäßiger Entwicklung der entsprechenden Gesellschaften Wertberichtigungsbedarf resultieren.

6. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft bzw. der Pflegewerk-Verbund ist eine mittelständisch geprägte Unternehmensgruppe. Insbesondere durch das Geschäftsmodell ist das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem wenig komplex, weil auch die geschäftsführenden Gesellschafter in das Tagesgeschäft eingebunden sind. Insofern ist eine umfangreiche Auf- und Ablauforganisation sowie eine komplexe Kommunikationsstruktur nicht erforderlich.

 

Berlin, den 23. Dezember 2021

Pflegewerk Berlin GmbH

gez.: Susanne Giannakopoulos

gez.: Dr. Georgios Giannakopoulos

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pflegewerk Berlin GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pflegewerk Berlin GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pflegewerk Berlin GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der Pflege-Buchführungsverordnung (PBV) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der PBV in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeitaufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 23. Dezember 2021

bdp
Revision und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wiegand, Wirtschaftsprüfer

Weitere Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 23. Dezember 2021 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

50 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.