Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 12636
Eingetragen
19.4.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Produkten für den sicheren Arbeitsplatz, insbesondere die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Betriebsausstattungen, von Lagersystemen für Gefahrstoffe sowie Schadstofferfassungssystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Edgar Kreis
seit 18.12.2024
Prokura
Sven Sievers
seit 10.8.2022
Prokura
Sascha Kunkel
seit 29.11.2019
Prokura
Rouven Höfer
seit 15.6.2015
Prokura
Michael Schrems
seit 19.4.2004
Geschäftsführer
Günter Rossdeutscher
seit 19.4.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
GRMS Management- und Beteiligungs-GmbH
Germany
63.83%
DECAP GmbH
Germany
36.17%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

asecos GmbH

Gründau-Lieblos

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlage des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Name asecos steht für security und ecology - für Sicherheit und Umweltschutz im Umgang mit Gefahrstoffen sowie bei der Lagerung von Gefahrstoffen und brennbaren Flüssigkeiten.

Unsere Kernkompetenz ist die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von feuerwiderstandsfähigen Sicherheitsschränken. Weit über den Schrankbereich hinaus deckt unsere Produktpalette heute viele weitere Bereiche ab.

Dazu zählen: Gefahrstoffarbeitsplätze, Filtersysteme für Sicherheitsschränke, Luftreinger, Raucherkabinen, Lagersysteme für Gefahrstoffe, Handlingsysteme, Sicherheitsbehälter und Bindemittel.

Für unsere Produkte bieten wir sicherheitstechnische Überprüfungen und Wartungen an. Für einen Teil der Produktpalette bietet asecos auch Mietkonzepte an.

Die 1994 gegründete Gesellschaft entwickelte im Gründungsjahr den ersten Sicherheitsschrank Typ 90, d.h. den ersten Sicherheitsschrank mit einer Feuerwiderstandsfähigkeit von 90 Minuten. In unserer 30-jährigen Unternehmensentwicklung konnten wir im Markt zahlreiche neue Produktlinien etablieren und so unsere Geschäftsentwicklung verstärkt durch die Aktivitäten unserer Landesgesellschaften stetig ausbauen.

Im Blickpunkt des asecos Vertriebskonzepts steht der qualitätsbewusste Handelspartner. Hierbei stehen der Laborsektor wie auch der Industriesektor gleichrangig im Fokus. Ein Vertriebsnetz von Fachhändlern und Vertriebspartnern in Europa und weiteren Teilen der Welt sorgt dafür, dass Kunden- und Marktnähe erreicht werden.

1.2. Forschung und Entwicklung

Unsere Produkte zeichnen sich durch innovative, anwenderorientierte Lösungen aus.

Die asecos GmbH investiert kontinuierlich in die Produktentwicklung, um neue Märkte zu erschließen und mit weiterentwickelten Produkten und Dienstleistungen ihre Stellung in den Zielmärkten zu stärken.

Unsere Aufwendungen für Musterbau, Tests und Zulassungen waren in 2023 bedingt durch kostenintensive (Brand-)Prüfungen sowie notwendige Neuzertifizierungen im Vorjahr deutlich unter den Aufwendungen im Jahr 2022.

Unser Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf der Entwicklung von Varianten der Sicherheitsschränke zur Lagerung und Ladung wiederaufladbarer Batterien sowie deren sicherheitstechnischen Verbesserungen. Weitere Schwerpunkte der Entwicklung galten dem Thema Gefahrstoffarbeitsplätze, dem Bereich Filteranlagen für Sicherheitsschränke, Kälteanlagen für Sicherheitsschränke, Rezertifizierungen von Produktlinien sowie einer ganzen Reihe Produktanpassungen für besondere Kundenanforderungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfind (IWF) weist in seien Veröffentlichungen für 2023 ein globales Wachstum von 3,1 % aus. Dies wird vor allem auf die sich abschwächende Erholung nach der Corona-Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, den Nahost-Konflikt und die durch die Inflation verursachten strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Der IWF kommt dennoch zu dem Schluss, dass sich die Weltwirtschaft als erstaunlich widerstandsfähig im Hinblick auf diese multiplen Krisen erwiesen habe, allerdings sei die steigende Wachstumsdynamik bislang nicht überall zu spüren.

Besonders ausgeprägt ist die Verlangsamung gemäß IWF in der Eurozone, wo das Wachstum von 3,6 % im Jahr 2022 auf 0,5% in 2023 zurückgegangen ist. Damit stagniert die europäische Konjunktur seit gut einem Jahr. Die Ursache wird hier in den anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und der erhöhten Zinsen gesehen, die sich negativ auf die Verbraucherstimmung und die Unternehmensinvestitionen auswirken.

Die Exportnation Deutschland ist von diesen Abwärtstendenzen besonders betroffen: es verdichten sich die Hinweise auf eine Rezession. Die Wirtschaft schrumpfte in den letzten drei Monaten des Jahres 2023. Im gesamten Jahr 2023 lag die Produktion in Deutschland lt. statistischem Bundesamt kalenderbereinigt um 1,5 % niedriger als im Jahr 2022. Gem. Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) klagen die Unternehmer über eine sinkende Nachfrage. Dies betrifft aussagegemäß insbesondere die Industrie und die Bauwirtschaft, deren dicke Auftragspolster abschmelzen.

2.2. Geschäftsverlauf

Von diesen verhaltenen bis rückläufigen Entwicklungen war die asecos-Gruppe in 2023 im Wesentlichen nicht betroffen.

Unsere konstante Vertriebsstrategie, attraktive europäische und außereuropäische Märkte über repräsentative eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften zu bedienen, führt im Ergebnis dazu, dass die Entwicklung unserer Gesellschaft auch von den Entwicklungen der Landesgesellschaften beeinflusst wird. Die konjunkturellen Entwicklungen bei unseren Tochtergesellschaften verliefen dabei insgesamt günstiger als in Deutschland, wenn auch bis auf den Zielmarkt USA alle gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten unter denen des Vorjahres lagen.

Grundsätzlich haben dabei alle Gesellschaften von den guten Absätzen der höherpreisigen Sicherheitsschränke für Lithium-Batterien profitieren können.

Die Entwicklung der niederländische Gesellschaft asecos B.V. mit Sitz in Alphen am Rhein stellt sich wie folgt dar: Der Vorjahres- und der Planumsatz konnten nicht erreicht werden. Auch beim Ergebnis vor Steuern wurden diese Referenzwerte deutlich unterschritten. Die Ursachen liegen unter anderem in der Zurückhaltung von Investitionen bedingt durch sich verändernde Richtlinien. Krankheitsbedingte Ausfälle haben das Ergebnis erheblich belastet.

Die asecos SARL mit Sitz in Metz, Frankreich, hat im Umsatz sowohl Plan als auch Vorjahr deutlich übertroffen. Dies gilt auch für das Ergebnis, das um fast 30% gesteigert werden konnte.

Auch die spanische Tochtergesellschaft asecos S.L. konnte eine deutliche über der Planung liegende Steigerung des Umsatzes (Plus von 18%) erzielen, was mit einer Ergebnisverdoppelung einher geht.

Unsere britische Gesellschaft, die asecos Ltd., hat die Planwerte beim Umsatz und beim Ergebnis übertroffen.

Die asecos Schweiz AG in Pfaffnau hat unsere Planung und den Vorjahresumsatz aufgrund einiger Großprojekte deutlich übertroffen. Das Ergebnis liegt aufgrund einmaliger Sondereffekte leicht unter den Planwerten für 2023.

Die Aktivitäten unserer Gesellschaft in den USA sind aufgrund unserer derzeitigen strategischen Ausrichtung in diesem Zielmarkt eingeschränkt. Dennoch konnten über dem Vorjahr und über den Planungen liegende Umsätze und Ergebnisse erreicht werden.

Unsere neue Vertriebstochter asecos AB in Schweden hat den Planumsatz nur knapp verfehlt, konnte beim Ergebnis aber etwas über unseren Erwartungen abschließen.

Für die asecos GmbH verlief das Geschäftsjahr 2023 trotz Wegfall eines Großteils des Luftreinigergeschäfts erneut sehr positiv. Der Umsatz unserer Kernsegmente bewegt sich etwa auf Vorjahresniveau, was durch den Abbau des Auftragsbestands realisiert wurde. Auftragseingang und der Auftragsbestand zum Jahresende übersteigen den Planwert, nicht aber die Vorjahreswerte.

Im Jahresverlauf sind wir dabei sehr gut in das Jahr 2023 gestartet mit einem Umsatzwachstum von mehr als 14% im ersten Quartal. Die nachfolgenden Quartale erreichten danach trotz des Wegfalls eines Großteils des Luftreinigerumsatzes das Vorjahresniveau. Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden, da der Wegfall des Luftreinigergeschäfts durch Wachstum in unseren übrigen Produktbereichen nahezu kompensiert werden konnte.

Insgesamt liegt der Umsatz mit TEUR 84.571 trotz Wegfall des Großteils des Luftreinigergeschäfts knapp über dem Umsatz des Vorjahres (+TEUR 160). Die Verteilung der Umsätze nach In- und Ausland zeigt gegenüber dem Vorjahr aufgrund des deutlich verringerten Luftreinigerumsatzes im Inland eine Verschiebung von Inlandsumsatz zu Auslandsumsatz. Die Verteilung stellt sich prozentual bemessen wie folgt dar: Inland 60,3% (Vorjahr 64,5%) und Ausland 39,7% (Vorjahr 35,5%). Diese Entwicklung übertrifft unseren Erwartungen.

Die im Berichtsjahr produzierten Einheiten (+6,4%) bewegen sich an den Kapazitätsgrenzen.

In der Gesamtbetrachtung blicken wir erneut auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

2.3. Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1. Ertragslage

Für unsere Analysen der Absatz- und Umsatzentwicklung kategorisieren wir unsere Produkte in die Bereiche Herstellungsprodukte, Dienstleistungen (inkl. Vermietung) sowie Fremdprodukte Hieraus können wir unsere Ergebnisquellen und Nachfrageentwicklungen beurteilen. Im Berichtsjahr 2023 lagen unsere bedeutendsten Ergebnisquellen unverändert im Bereich der Eigenprodukte. Die Dienstleistungen und Fremdprodukte haben in 2023 in der Verteilung leicht zugenommen.

Im Vergleich der Umsatzkategorien nahmen die Erlöse mit Eigenprodukten um 1,6 % ab. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich reduzierten Luftreinigergeschäft, was jedoch zum überwiegenden Teil durch das Wachstum der anderen Eigenprodukte kompensiert wurde.

Die Kategorie Dienstleistungen (inkl. Vermietung) konnte im Berichtsjahr um 7,7% zulegen, Bei den Fremdprodukten liegt der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bei knapp 3%.

Im Rahmen unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2023 sind wir von einem Umsatzrückgang von 3-5% ausgegangen. Entgegen dieser Prognose bewegt sich der Umsatz etwa auf Vorjahresniveau.

Unsere Aufwendungen für den Wareneinsatz einschließlich der Eingangsfrachten sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,3% gesunken. Dies steht im Zusammengang mit dem deckungsbeitragsschwächeren Luftreinigergeschäfts. Gleichzeitig trat aber auch eine gewisse Beruhigung bei den Preisanstiegen für Rohstoffe und Erwerbsnebenkosten, insbesondere Frachten, ein.

Unser Personalaufwand ist bedingt durch allgemeine Lohn- und Gehaltssteigerungen, Einmaleffekte aus gezahlten Inflationsausgleichsprämien sowie einer gestiegenen Anzahl an Mitarbeitern um 10,3% angewachsen. Trotz des Anstiegs der Lohnkosten hat sich der Deckungsbeitrag, wie prognostiziert, leicht verbessert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen unter dem Vorjahr (-4,6%). Dies resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Rechts- und Beratungskosten (-TEUR 261), welche aufgrund vergaberechtlicher Beratungen im Geschäftsjahr 2022 auf einem sehr hohen Niveau waren. Zudem war das Vergleichsjahr 2022 durch weitere Sondereffekte ohne entsprechende Aufwendungen in 2023 für Test- und Zulassungskosten und Auftragsvergaben geprägt. Schließlich wurden die Anzahl der Leiharbeitnehmer in 2023 gegenüber 2022 reduziert.

Im Berichtsjahr werden im Finanzergebnis Ausschüttungen der asecos Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.548 (Vorjahr TEUR 1.296) ausgewiesen. Aufgrund der stabilen Entwicklung der Landesgesellschaften wurden teilweise erstmalig Gewinnausschüttungen beschlossen und durchgeführt. Der Ergebnisbeitrag aus den Ausschüttungen macht im Wesentlichen den Anstieg des Jahresüberschusses aus.

Belastend haben sich im Berichtsjahr aufgrund des Wegfalls des Luftreinigergeschäfts notwendige Abwertungen (TEUR 400) ausgewirkt.

Entsprechend ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 14.567 (Vorjahr TEUR 13.452).

In unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2023 sind wir von einem Rückgang des Ergebnisses vor Steuern von mehr als 3 bis 5% aufgrund höherer Personal- und übriger Aufwendungen ausgegangen. Das operative Ergebnis vor Steuern, d.h. ohne Beteiligungserträge (TEUR 12.019; Vorjahr TEUR 12.156), ist entgegen der Prognose aufgrund der stabilen Umsatzentwicklung auf nahezu gleichem Niveau, wie im vorangegangenen Geschäftsjahr eingetreten.

Vor diesem Hintergrund beurteilen wir die Ertragslage unseres Unternehmens weiterhin als hervorragend.

2.3.2. Finanzlage

Die gegenüber Kreditinstituten eingegangenen Verbindlichkeiten machen 8,5% (Vorjahr 9,4%) der Bilanzsumme aus. Die Bankverbindlichkeiten werden planmäßig zurückgeführt. Die eingeräumte Kreditlinie unserer Bankinstitute wurde auch im Jahr 2023 nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 0,4% (Vorjahr 1,5%) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsziele und -fristen unter Skontoausnutzung beglichen.

Der Cash-Flow aus : 1 -->

3. Prognosebericht

In ihren jüngsten Prognosen zur weltwirtschaftlichen Entwicklung nehmen der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) leichte Aufwärtskorrekturen für 2024 vor. Gleichwohl bleibt das weltwirtschaftliche Wachstum insgesamt gering und die regionalen Unterschiede bleiben hoch. Positiv bemerkt wird, dass die Maßnahmen zur Inflationseindämmung Wirkung zeigen: in den meisten Regionen zeichnen sich Abschwächungen beim Preisanstieg ab.

Für die Weltwirtschaft wird für 2024 nach der IWF-Projektion ein Wachstum von + 3,1% erwartet.

Für die Eurozone wird das prognostizierte Wachstum mit + 0,9% allerdings deutlich niedriger ausfallen. Für die südeuropäischen Länder werden + 1 bis 1,5% erwartet. Für die für uns relevanten übrigen europäischen Märkte Schweden (+ 0,4%), Vereinigtes Königreich (+ 0,2%) und die Schweiz (+ 1,3%) sind die Prognosen ebenfalls verhalten.

Die Konjunktur-Prognosen für Deutschland fällt für 2024 ebenfalls pessimistisch aus. Die deutsche Wirtschaft ist nach Auffassung der Wirtschaftsexperten wie gelähmt. Kurz vor Ostern senkten nun auch die führenden Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen. Demnach trauen sie der deutschen Wirtschaft für 2024 nur noch ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent zu. Im Herbst hatten die diese noch ein Wachstum von 1,3 Prozent vorhergesagt. Das spiegelt die Unsicherheit unter Unternehmen und Haushalten in Folge der Kriege in der Ukraine und Israel, aber auch zu Chinas Wirtschaft wider.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem geringfügig reduzierten Umsatz bei rückläufigem Ergebnis (- ca. 4%) vor Ertragsteuern und Beteiligungserträgen aus.

Für unsere Kernsegmente gehen wir von einem Umsatzwachstum von + 4% aus. Bedingt durch den Wegfall eines Großteils des Luftreinigergeschäfts sowie unter Berücksichtigung des Abbaus des Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2023 wird sich in Summe allerdings ein Umsatzrückgang von ca. 1,5% ergeben.

In 2024 planen wir die Weiterentwicklung des Q-LINE-Sicherheitsschrankes. Des Weiteren werden wir im Bereich der Sicherheitsschränke für Lithium-Batterien weitere Varianten entwickeln. Weitere Schwerpunkt in der Entwicklung wird die Rezertifizierung eines wesentlichen Teiles unseres Produktsortimentes sein.

In 2024 beginnen wir mit der Errichtung des Logistikzentrums. Diese Investition wird sich bis ins Jahr 2025 erstrecken und ein Volumen von rd. EUR 8 Mio haben.

Zur Bewältigung unseres Unternehmenswachstums planen wir unser Personal weiter aufzustocken, vor allem im Bereich Produktion, Service und Logistik.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Chancenbericht

Wir sehen durch unser dichtes Netz an Geschäftspartnern, unsere Produkte und unsere Leistungsfähigkeit weiterhin viele Chancen am Markt, die wir noch ergreifen können.

Durch neue Produktentwicklungen bzw. Weiterentwicklungen im Bereich der Sicherheitsschränke zur Lagerung und Ladung von wieder aufladbaren Batterien haben wir eine neue und wirtschaftlich interessante Kunden- und Geschäftspartnergruppe erreicht, die wiederum neue Anforderungen und Ansprüche an unsere Entwicklungen stellen und deutliche Wachstumspotentiale im In- und Ausland bieten.

Desweitern sehen wir durch strategische Partnerschaften im Bereich Sicherheitsschränke für Lithium-Batterien gute Chancen den relevanten Markt bzw. weitere relevanten Kundengruppen zu erreichen.

Unsere asecos academy hilft uns, die asecos GmbH noch besser als Hersteller und Experten präsentieren zu können. Sie hilft uns die Mission, mit der die Gesellschaft ursprünglich gegründet wurde, an unsere Geschäftspartner und Endnutzer anschaulich zu vermitteln. Hierdurch verstärken wir den Dialog und Wissenstransfer zwischen uns und unserer Geschäftsumwelt.

Wir sehen weiterhin gute Chancen durch den Auf- und Ausbau von eigenen Gesellschaften in unseren Zielmärkten. Die weiterhin positive Entwicklung in unseren Landesgesellschaften stützt diese Chance.

4.2. Risikobericht

Auch für 2024 sehen wir aufgrund des hohen Auftragsbestands und stetig hohem Auftragseingang das Risiko, dass flächenmäßige Kapazitätsengpässe sowie fehlendes Personal hemmende Faktoren für unsere Produktion darstellen könnten. Diesem Risiko entgegen steht das begonnen Investitionsvorhaben Logistikzentrum (Kapazitätserweiterungen) und die Einstellung neuer Mitarbeiter, sodass wir von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit hinsichtlich der Auswirkungen für unseren Umsatz und Ertrag ausgehen.

Zudem sehen wir ein Risiko im sich zuspitzenden Fachkräftemangel. So haben Unternehmen es zunehmend schwer, qualifiziertes Fachpersonal zu finden. Ein Treiber dieses Risikos ist der demografische Wandel. Die geburtenstarken Jahrgänge sind oder gehen in Ruhestand. Die niedrigen Geburtenraten der vergangenen Jahrzehnte führen zu weniger Absolventen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Damit einhergehend hat sich der Markt hin zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt. Demnach ist es wichtig, sich im Markt als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, um eine drohende Überalterung der Belegschaft zu verhindern. Asecos wirkt diesem Risiko durch ein aktives Personalmarketing sowie attraktive Angebote für potentiell neue Mitarbeiter entgegen.

Des Weiteren beobachten wir die Wettbewerbssituation im Bereich der Lithium-Batterie-Schränke. Neue Anbieter drängen auf den nationalen und internationalen Markt. Aus diesem Grund wird der Wettbewerb härter werden und die Deckungsbeitrage werden möglicherweise sinken. Allerdings sehen wir aufgrund unserer etablierten Marktposition und unserer Stellung im Markt kein erhöhtes Risiko.

Ein weiteres, von uns nicht beherrschbares Risiko, sehen wir weiterhin im anhaltenden Angriffskriegs Russlands in der Ukraine sowie im Nahostkonflikt und deren globalen möglichen Folgen auf die Weltwirtschaft.

Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sehen wir uns nur im sehr geringen Umfange ausgesetzt.

Liquiditätsengpässe werden im Geschäftsjahr 2024 nicht erwartet. Gemäß unserer Planung bleibt die Liquiditätslage weiterhin stabil und komfortabel. Die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation lässt weiterhin keinen Raum, um entsprechende Risiken zu befürchten.

Der Anfang Februar auf unser Unternehmen erfolgte Cyber-Angriff hat nur geringfügige Beeinträchtigungen auf unsere Prozesse verursacht. Gleichwohl müssen wir hier eine höhere Eintrittswahrscheinlichkeit derartiger Angriffe feststellen, als wir bisher angenommen haben. Aus diesem Grund haben und werden wir einen besonderen Fokus auf das Thema IT-Sicherheit legen. Der Schutz unserer Gesellschaft vor Datenverlusten und Prozessausfällen wird neu priorisiert und wird mit höheren finanziellen Aufwendungen verbunden sein, als bisher geplant.

4.3. Gesamtaussage

Wir sehen mit Ausnahme der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten keine besonderen Risiken, die unsere Geschäftstätigkeit nachhaltig negativ beeinflussen und damit größere Auswirkungen auf unsere finanziellen Leistungsindikatoren haben könnten.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind eher eine Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement. Darüber hinaus bedient sich die asecos GmbH zweier international anerkannter Auskunfteien, um sowohl Neukunden als auch Bestandskunden vor Belieferung aktuell prüfen zu können und hieraus eine Risikoabwägung vorzunehmen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ein Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

 

Gründau, den 27. März 2024

asecos GmbH

vertreten durch die Geschäftsführer:

gez. Günther Rossdeutscher

gez. Michael Schrems

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 21.669.431,30 20.125.818,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 82.686,00 72.979,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.686,00 72.979,00
II. Sachanlagen 18.427.752,82 17.411.879,79
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.871.466,28 14.417.325,28
2. technische Anlagen und Maschinen 373.614,00 405.896,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.569.384,29 2.421.172,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.613.288,25 167.485,89
III. Finanzanlagen 3.158.992,48 2.640.960,04
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.118.872,33 2.605.113,96
2. sonstige Ausleihungen 40.120,15 35.846,08
B. Umlaufvermögen 26.540.453,12 28.429.249,64
I. Vorräte 9.954.400,82 10.824.316,11
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.722.972,58 7.386.894,50
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.176.356,53 1.094.659,26
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.036.664,65 2.024.840,27
4. geleistete Anzahlungen 18.407,06 317.922,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.716.322,75 7.248.803,93
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.590.361,49 3.314.646,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.742.504,09 3.685.394,01
3. sonstige Vermögensgegenstände 383.457,17 248.763,90
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.869.729,55 10.356.129,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 405.404,29 196.248,29
Aktiva 48.615.288,71 48.751.316,76

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 39.143.666,03 36.076.378,17
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Gewinnvortrag 23.976.378,17 22.024.517,03
III. Jahresüberschuss 14.567.287,86 13.451.861,14
B. Rückstellungen 3.539.900,03 5.486.084,24
1. Steuerrückstellungen 87.338,00 2.268.260,34
2. sonstige Rückstellungen 3.452.562,03 3.217.823,90
C. Verbindlichkeiten 5.904.186,65 7.188.854,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.145.926,44 4.579.521,05
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 291.995,25 386.187,11
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 226.816,58 750.132,50
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.239.448,38 1.473.013,69
davon aus Steuern 209.002,60 506.200,87
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 13.798,90 16.559,06
D. Rechnungsabgrenzungsposten 27.536,00
Passiva 48.615.288,71 48.751.316,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 84.571.334,88 84.411.090,11
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 186.631,97 -640.982,45
3. andere aktivierte Eigenleistungen 212.952,35 135.640,16
4. sonstige betriebliche Erträge 549.015,21 586.513,76
5. Materialaufwand 36.572.786,19 36.570.487,35
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 36.479.270,22 36.489.084,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 93.515,97 81.402,71
6. Personalaufwand 20.825.644,33 18.878.559,86
a) Löhne und Gehälter 17.528.591,26 15.795.758,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.297.053,07 3.082.801,01
davon für Altersversorgung 18.241,72 18.443,75
7. Abschreibungen 2.188.520,10 2.278.063,70
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.788.520,10 1.627.719,07
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 400.000,00 650.344,63
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.431.515,01 9.887.813,30
9. Erträge aus Beteiligungen 2.547.813,44 1.295.731,20
davon aus verbundenen Unternehmen 2.547.813,44 1.295.731,20
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.863,58 8.513,46
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 253.043,42
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 253.043,42
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 64.309,52 72.974,99
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.383.726,61 4.365.252,89
14. Ergebnis nach Steuern 14.621.109,67 13.490.310,73
15. sonstige Steuern 53.821,81 38.449,59
16. Jahresüberschuss 14.567.287,86 13.451.861,14

Anhang

1. Vorbemerkungen und allgemeine Angaben

Die asecos GmbH hat ihren Sitz in Gründau-Lieblos und ist unter der Registernummer HR-B 12636 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hanau eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die asecos GmbH ist ein Unternehmen des Konzerns Dennig GmbH und wird in den Konzernabschluss dieser Muttergesellschaft mit Sitz in Bad Oeynhausen einbezogen. Die Dennig GmbH erstellt den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von einbezogenen Unternehmen. Die Veröffentlichung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens Dennig GmbH stellt für die asecos GmbH den befreienden Konzernabschluss gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB dar.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (z.B. EDV-Programme, Lizenzen) werden beim erstmaligen Zugang zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. den Vorgaben der steuerlichen Abschreibungstabellen linear über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben.

2.2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen entsprechend seiner betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. den Vorgaben der steuerlichen branchenspezifischen Abschreibungstabellen vermindert.

Die Abschreibungen für Gebäude und Außenanlagen werden linear über 33 Jahre vorgenommen; bei gebraucht erworbenen Immobilien wurde die Nutzungsdauer entsprechend der voraussichtlichen Restnutzungsdauer angepasst. Die übrigen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die zwischen 3 und 15 Jahren liegt, abgeschrieben.

Für Zugänge von (geringwertigen) Wirtschaftsgütern mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800 (netto) wird auch handelsrechtlich vom steuerlichen Wahlrecht der sofortigen Abschreibung Gebrauch gemacht.

2.3. Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Ausleihungen werden zum Nennbetrag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

2.4. Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen in Abhängigkeit von Lagerdauer sowie verminderter Marktgängigkeit.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Sie umfassen neben den einzeln zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs der Produktionsanlagen.

2.5. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, geleistete Anzahlungen sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Bei erkennbaren Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Geleistete Anzahlungen, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

2.6. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2.7. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen (Restlaufzeit größer 1 Jahr) werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

2.8. Währungsumrechnung

Die Fakturierung von Forderungen erfolgt ausschließlich in Euro.

Fremdwährungsguthaben bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Buchungstag umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Fremdwährungsansprüche und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

3. Erläuterung zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Hier wird auf den am Ende des Anhangs beigefügten Anlagenspiegel hingewiesen.

Unternehmen, an denen die asecos GmbH mehr als 20% der Anteile hält, sind:

Gesellschaft Eigenkapital 2023 Anteil am Stammkapital anteiliges Stammkapital Jahresergebnis 2023
asecos SARL Metz /FR EUR 2.634.739 100,0% EUR 210.000 EUR 669.002
asecos BV Leimuiden /NL EUR 1.563.954 100,0% EUR 40.000 EUR 436.538
asecos S.L Santa Perpetua de Mogoda/ES EUR 1.362.809 85,0% EUR 21.250 EUR 370.597
asecos Ltd. Derby/UK EUR 1.085.182 100,0% EUR 69.041 EUR 353.365
asecos Safety and Environmental Protection Inc., New York /USA EUR 52.426 100,0% EUR 382.218 EUR 65.651
asecos Schweiz AG, Pfaffnau/CH EUR 1.345.225 85% EUR 182.855 EUR 951.340
Asecos AB, Uppsala/SWE EUR 152.132 85% EUR 91.925 EUR 355.150

Die sonstigen Ausleihungen umfassen Mitarbeiterdarlehen (TEUR 24) sowie langfristige Kautionen (TEUR 16).

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen lauten auf Euro.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen neben Ansprüche aus dem laufenden Liefer- und Leistungsgeschäft auch eine Forderung aus einer Gewinnausschüttung (TEUR 800).

3.3. Latente Steuern

In der Steuerbilanz der Gesellschaft sind die sonstigen Rückstellungen um TEUR 113 niedriger dotiert sowie die Gängigkeitsabschläge bei den Vorräten um TEUR 85 geringer als in der Handelsbilanz. Zudem besteht in der Steuerbilanz ein um TEUR 138 höheres Anlagevermögen sowie TEUR 67 höhere Forderungen. Hieraus ergeben sich insgesamt aktive Latenzen in Höhe von TEUR 106. Aus niedrigeren Wertansätzen bei den immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 69) ergeben sich passive Latenzen, die mit den aktiven saldiert wurden. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wurde nicht ausgeübt. Bei einem Steuersatz von rd. 26% hätten diese in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr TEUR 65) gebildet werden können.

3.4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zusammen aus:

2023
TEUR
2022
TEUR
Verpflichtungen gegenüber dem Personal 1.959 2.214
Ausstehende Rechnungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr 598 298
Rückhol- und Wartungsverpflichtungen 173 187
Gewährleistungsverpflichtungen 148 114
Jahresabschlusskosten 140 116
Kundenboni und Werbekostenzschüsse 95 10
Archivierungskosten 95 96
Prozesskosten 85 85
Berufsgenossenschaft und andere Beiträge 82 42
Sonstiges 75 56
SUMME 3.453 3.218

Für die Gewährleistungsverpflichtungen wurde der Erfüllungsbetrag auf Basis der Aufwendungen für Garantiefälle für Vorjahre ermittelt.

Bei der Jubiläumsrückstellung (TEUR 194, Vorjahr TEUR 204) wurde die Fluktuation in der Weise berücksichtigt, dass die Rückstellung erstmals bei einer 5-jährigen Betriebszugehörigkeit angesetzt wird. Die Abzinsung der Rückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Restlaufzeit. Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes sowie geänderten Schätzungen der Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellung wird mit dem der Restlaufzeit entsprechenden prognostizierten Marktzinssatz diskontiert, der sich im Durchschnitt für die vorangegangenen sieben Geschäftsjahre ergeben hat. Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben.

3.5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag Restlaufzeit von durch Grundpfandrechte gesichert
Bis 1 Jahr über 1 Jahr Bis 5 Jahre Über 5 Jahre
Vblk. ggü. Kreditinstituten 4.146 416 3.730 1.688 2.042 4.146
(Vorjahr) 4.579 442 4.138 1.665 2.473 4.579
Erhalt. Anz. auf Bestellungen 292 292 0 0 0 0
(Vorjahr) 386 386 0 0 0 0
Vblk. aus Lief. und Leistungen 227 227 0 0 0 0
(Vorjahr) 750 750 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.240 1.240 0 0 0 0
(Vorjahr) 1.473 1.473 0 0 0 0
Gesamt 5.904 2.175 3.730 1.688 2.042 4.146
(Vorjahr) 7.189 3.051 4.138 1.665 2.473 4.579

4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

Regionen 2023
(in TEUR)
2022
(in TEUR)
Inland 51.022 54.436
EU 22.693 21.263
Drittland 10.856 8.712
Gesamt 84.571 84.411

In den Umsatzerlösen sind aus Kostenweiterbelastungen für frühere Jahre periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 198 enthalten.

Im Geschäftsjahr 2023 sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr TEUR 88) entstanden, welche neben Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr TEUR 45) aus nachträglichen Erstattungen für quarantänebedingte Ausfallzeiten von Mitarbeitern (TEUR 34) und aus Strom- und Energiesteuererstattungen in Höhe von TEUR 4 resultieren. Sie resultieren zudem aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und aus Anpassungen zu Wertberichtigungen (TEUR 33).

Periodenfremde Aufwendungen (TEUR 57) ergeben sich wie im Vorjahr insbesondere aus der Abschreibung von Forderungen und der Einstellung von Forderungswertberichtigungen (TEUR 45, Vorjahr TEUR 37).

Im Bereich der Steuern vom Einkommen und Ertrag werden TEUR 89 periodenfremde Aufwendungen aus Steuernachzahlungen ausgewiesen (Vorjahr periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 51). Daneben sind in den sonstigen Steuern periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 22 enthalten.

Im Berichtsjahr sind Währungskursgewinne von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 139) sowie Währungskursverluste in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 68) entstanden.

Aufgrund weiterhin stark eingeschränkter Absatzmöglichkeiten nach dem Ende der Corona-Pandemie waren Vorräte in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr TEUR 673) gesondert abzuwerten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 5.700 (i. VJ. EUR 6.400) aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

5.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beruhen zum einen auf vor dem Bilanzstichtag abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen für Immobilien und Mobilien und zum anderen aus dem bereits begonnen Investitionsvorhaben "Logistikzentrum".

Diese führen insgesamt zu folgenden Auszahlungen:

Immobilien
TEUR
Mobilien
TEUR
Summe
TEUR
fällig in 2024 5.441 553 5.994
fällig in 2025 1.265 536 1.801
fällig in 2026 143 430 573

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich demnach auf TEUR 8.368 (Vorjahr TEUR 1.139). Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem beauftragten Investitionsvorhaben Logistikzentrum (TEUR 6.426).

Bei den vorstehenden Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 1.942) handelt es sich um Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken aus diesen Verträgen sind nicht zu erkennen.

5.3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar unseres Abschlussprüfers resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 41 (Vorjahr TEUR 39).

5.4. Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren ohne Einbeziehung der Auszubildenden durchschnittlich 128 (im Vorjahr 118) Lohnempfänger sowie 208 (im Vorjahr 206) Angestellte beschäftigt.

5.5. Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung.

Die Gesellschaft wird im Berichtsjahr unverändert vertreten durch die Geschäftsführer

• Herrn Günther Rossdeutscher, Geschäftsführer, Goldbach

• Herrn Michael Schrems, Geschäftsführer, Hösbach

 

Gründau, den 27.03.2024

asecos GmbH

vertreten durch die Geschäftsführer:

gez. Günther Rossdeutscher

gez. Michael Schrems

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.112.929,04 63.689,25 0,00 0,00 1.176.618,29
1.112.929,04 63.689,25 0,00 0,00 1.176.618,29
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.634.874,61 105.460,95 134.550,00 0,00 19.874.885,56
Technische Anlagen und Maschinen 648.417,05 0,00 0,00 0,00 648.417,05
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.797.138,69 1.103.467,91 35.500,00 -528.975,28 9.407.131,32
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 167.485,89 1.684.424,85 -170.050,00 -68.572,49 1.613.288,25
29.247.916,24 2.893.353,71 0,00 -597.547,77 31.543.722,18
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.974.746,35 513.758,37 0,00 0,00 3.488.504,72
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 253.043,42 0,00 0,00 0,00 253.043,42
Sonstige Ausleihungen 35.846,08 25.677,67 0,00 -21.403,60 40.120,15
3.263.635,85 539.436,04 0,00 -21.403,60 3.781.668,29
33.624.481,13 3.496.479,00 0,00 -618.951,37 36.502.008,76
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN NETTOBUCHWERTE
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.039.950,04 53.982,25 0,00 1.093.932,29 82.686,00 72.979,00
1.039.950,04 53.982,25 0,00 1.093.932,29 82.686,00 72.979,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.217.549,33 785.869,95 0,00 6.003.419,28 13.871.466,28 14.417.325,28
Technische Anlagen und Maschinen 242.521,05 32.282,00 0,00 274.803,05 373.614,00 405.896,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.375.966,07 916.385,90 -454.604,94 6.837.747,03 2.569.384,29 2.421.172,62
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 1.613.288,25 167.485,89
11.836.036,45 1.734.537,85 -454.604,94 13.115.969,36 18.427.752,82 17.411.879,79
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 369.632,39 0,00 0,00 369.632,39 3.118.872,33 2.605.113,96
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 253.043,42 0,00 0,00 253.043,42 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 40.120,15 35.846,08
622.675,81 0,00 0,00 622.675,81 3.158.992,48 2.640.960,04
13.498.662,30 1.788.520,10 -454.604,94 14.832.577,46 21.669.431,30 20.125.818,83

Bericht des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die asecos GmbH, Gründau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der asecos GmbH, Gründau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der asecos GmbH, Gründau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Minden, den 21. Mai 2024

ARTAG Allgemeine Revision & Treuhand Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Anja Ottensmeier, Wirtschaftsprüferin

gez. Stefan Schulte, Wirtschaftsprüfer

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