ETERNA Mode GmbHLiquidiert
94036 Passau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Herbert Albert Oelke seit 23.12.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Eterna Holding S.à r.l. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
7 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 7 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ETERNA Mode GmbH (vormals: ETERNA Mode Holding GmbH)PassauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.20221.1 Konzern-Lagebericht Lagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022der ETERNA Mode Holding GmbH, PassauI. Grundlagen des Unternehmens Die ETERNA Gruppe produziert und vertreibt hochwertige Oberbekleidung für Herren und Damen. Hauptprodukte sind Hemden und Blusen, es werden aber z.B. auch Pullover oder Krawatten vertrieben. Die Gruppe hat ihren Ursprung im Jahr 1863 und die Konzernmutter ist im Handelsregister Passau unter der Nummer HRB-Nr. 6981 registriert. Der Firmensitz ist in der Medienstraße 12 in Passau. Produktionsablauf und Qualität der Hemden und Blusen Die Produktion der Oberbekleidung erfolgt durch das Tochterunternehmen eterna s.r.o., Banovce in der Slowakei, in Lohnarbeitsbetrieben in Europa beziehungsweise durch externe Produzenten aus Asien. Wesentliche Produktionseinsatzfaktoren sind neben der Arbeitsleistung auch hochwertige Stoffe, Knöpfe und Garne. Bei der Zutatenbeschaffung wird auf hohe Qualität Wert gelegt. Nur 3% der weltweiten Baumwollernte kommen für ETERNA und den Ansprüchen an die Produkte überhaupt in Frage - für angenehmen Tragekomfort und besondere Langlebigkeit. Bei der Produktion von allen ETERNA Hemden und Blusen ist uns folgendes sehr wichtig: höchste Standards an Qualität, Nachhaltigkeit und Fairness. Mit diesen Vorgaben und Wertevorstellungen sichert ETERNA so die konstant hohen Qualitätsstandards. Mit fünf Passformen in vielen Varianten wie Kragenformen und Ärmellängen hat ETERNA nahezu für jeden Kundentypen das richtige Hemd. Auch wenn der Standard nicht passt: Mit Custom Made kann ETERNA im Baukastenprinzip jeden (Hemden-)Wunsch erfüllen. Vertrieb und Absatzmärkte Die wesentlichen Absatzmärkte liegen in Europa mit Schwerpunkt in Deutschland, Österreich und Dänemark. Der Vertrieb erfolgt über Groß- und Fachhändler, Warenhäuser, eigene Shops und im eigenen Online-Store. Nachhaltigkeit Für ETERNA war "Nachhaltigkeit" noch nie ein Modewort, sondern war und ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie. ETERNA wurde bereits 1993 als erstes Unternehmen mit dem Oeko-Tex Standard 100 ausgezeichnet. Im Jahr 2000 folgte schließlich als weltweit erster Hemden- und Blusenhersteller die Zertifizierung mit dem Oeko-Tex Standard 100 plus, dem heutigen Made in Green. Die so ausgezeichneten Produkte sind nicht nur auf Schadstofffreiheit, sondern darüber hinaus entlang der gesamten Lieferkette, beginnend mit den Garnspinnereien, nach strengen Standards überprüft - übrigens nicht nur nach reinen Umweltgesichtspunkten, auch Menschen und deren Arbeitsbedingungen spielen eine wichtige Rolle. Für ETERNA ist dabei Transparenz und Offenlegung sehr wichtig. Die eigens gelaunchte Webseite www.eterna-naturally.com führt alle Nachhaltigkeitsinitiativen auf und öffnet für jeden Interessierten alle Produktionsschritte unter einfacher Eingabe der EAN-Nummer der ETERNA Produkte. Im ETERNA Onlineshop wird auf der Produktdetailseite eine Landkarte angeboten, auf der transparent nachvollzogen werden kann, wo das Hemd oder die Bluse gefertigt wurde, woher die Zutaten kommen und wie der Lieferweg war. Am Produkt selbst zeichnet ETERNA alle nachhaltigen Produkte nach einer eigenen Skala, den GREEN LEVELS, aus. Nachhaltigkeit beginnt übrigens bereits bei der Auswahl der Rohstoffe. Durch den teilweisen Einsatz nachhaltiger Baumwolle achtet ETERNA schon beim Green Level "High" auf diesen Aspekt. Doch bei einigen Produkten geht ETERNA hier einen anderen Weg: So werden Ressourcen gespart, indem Fasern mit einem Anteil recycelter Baumwolle eingesetzt werden. Zudem werden auch Alternativen zur Baumwolle verwendet: Lyocell beispielsweise, das auf Basis von Zellulose umweltschonend hergestellt wird. Diese ressourcensparenden Materialien zusammen mit einer transparenten Lieferkette und klimaneutralen Produktion, belegt durch weitere Siegel und Zertifizierungen, rechtfertigen das Level "Outstanding". Seit Sommer 2017 sind alle Produkte der Premiumlinie "1863 by ETERNA" CO 2 -frei. Über Ausgleichszahlungen, mit denen Projekte in Afrika unterstützt werden, kompensiert ETERNA so den bei der Produktion und dem Lieferweg entstandenen CO 2 -Ausstoß. Auch am Ende des Produktlebenszyklus übernimmt ETERNA Verantwortung nach dem Motto "Verwerten statt wegwerfen": ETERNA arbeitet mit der Partnerin TEXAID zusammen, um ausgediente Kleidung ökologisch wiederzuverwenden. ETERNA bietet damit die Möglichkeit, Hemden und Blusen am Ende ihres Lebenszyklus nachhaltig weiter zu verwerten. Daneben ist ETERNA seit 2020 Mitglied in der "BETTER COTTON INITIATIVE", um schon bei der Baumwollproduktion zu mehr Umweltschutz und besseren Arbeitsbedingungen beizutragen. Seit 2021 ist ETERNA zusätzlich "Grüner Knopf"-zertifiziert und verstärkt damit nochmals seinen Fokus auf die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards bei der Beschaffung. In diesem Zusammenhang verfolgt die ETERNA Gruppe das Ziel von langfristigen Lieferantenbeziehungen. Für alle Lieferanten ist Oeko-Tex 100 als Mindeststandard definiert. Für Konfektionäre ist eine Auditierung nach Hohenstein-Standard STeP Voraussetzung, um mit ETERNA längerfristig zusammenarbeiten zu können. Dies garantiert die umweltfreundliche und sozialverträgliche Produktion sogar in den Vorstufen. Für jeden potenziell neuen Lieferanten führen Experten von ETERNA Audits vor Ort durch, mit dem Ziel, Arbeits-, Menschenrechts-, Umwelt-, Sozial-, Qualitäts- und viele andere Risiken zu bewerten, die dann als Entscheidungsgrundlage für eine Zusammenarbeit dienen. Die Zusammenarbeit mit ETERNA erfordert die Akzeptanz eines Supplier Code of Conduct, der auf dem OECD-Leitfaden für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten in der Bekleidungs- und Schuhwarenindustrie sowie der International Labour Organization (ILO) basiert. Für das Jahr 2023 hat sich ETERNA zusätzlich folgende Ziele im Bereich Umwelt vorgenommen:
Nachhaltigkeit ist für ETERNA eben kein Modethema, sondern ein zentraler Bestandteil sämtlicher Geschäftsprozesse. Das fällt am meisten dort auf, wo es am wenigsten auffällt. Zum Beispiel, wenn ein Unternehmen seine Pakete nicht mehr länger mit Plastikbändern verschnürt, sondern Stoffband aus Textilresten verwendet. So macht es ETERNA seit dem Frühjahr 2022. Das Unternehmen hat den Anspruch, sich auf diesem Gebiet weiter zu verbessern und wird deshalb auch in Zukunft an weiteren Initiativen arbeiten, die eine nachhaltige Lieferkette sichern. Entwicklungen Die Weiterentwicklung unseres Wachstumssegments "1863 by ETERNA" ist weiterhin ein wichtiger Teil der produktstrategischen Anstrengungen. Hohe Qualität, Design und Farben sowohl im Business - als auch im Soft Tailoring Bereich - sind unser Anspruch an dieses Wachstumssegment. Das "Soft Luxury Shirt" soll höchsten Ansprüche an Look, Tragegefühl und Pflegeleichtigkeit erfüllen. Ein Wachstumstreiber im Kernsegment ETERNA bleibt das "Cover Shirt", das durch den Ausbau der Kompetenz in Farben, Kragenformen und Anlassthemen stetig an Bedeutung gewinnt. Die hohe Blickdichte und der hohe Weißgrad kennzeichnen dieses Produkt. Die Cover Shirt Bluse ist das Pendant im Angebot für Frauen. Im Blusenbereich ist es die "White Shirt" Kapsel, die durch bewährte und neue Qualitäten die weiße Bluse in Bezug auf Passform und Verarbeitung immer wieder neu in Szene setzt. Darüber hinaus besticht die "1863 by ETERNA" Bluse durch besondere Modelle, die Meisterhaftigkeit in Schnittführung und Verarbeitung mit besonders edlen Materialien. "Function as an added value" ist ein aus der Sportswear kommender Trend und übersetzt Ansprüche aus dem Sport gekonnt in Hemden und Blusen, die besondere Bewegungsfreiheit bieten, sich wie ein T-Shirt anfühlen, dennoch aber businesstauglich sind. Die dafür entwickelte Qualität ist im Markt eine Innovation, die Protagonisten sind hier das "Performance Shirt" für Hemd wie Bluse. Homeoffice und entspanntere Silhouetten im Businessbereich haben die "Casualisierung" beschleunigt. Unsere Antwort darauf sind "Jersey Shirts", Hemden und Blusen in softer Jersey Qualität, die viel Bewegungsfreiheit und ein angenehmes Tragegefühl garantieren. Auf unterschiedlichen Kanälen hält ETERNA steten Kontakt zum Endverbraucher und sammelt Feedback, Eindrücke und Wünsche. Online-Kunden, Facebook-Freunde, Instagram-Follower und Blog-Leser können die neuesten Trends der aktuellen Kollektion entdecken, erhalten Rat bei Mode- und Stilfragen und Einblicke in die Werte und Philosophie der Firma. Darüber hinaus ist ETERNA jederzeit über alle Kanäle für Rückfragen von Endkunden zu erreichen - egal, welche Art der Kommunikation der Einzelne präferiert. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Ende des Jahres 2022 weiter eingetrübt, die Risiken haben zugenommen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpft in allen Regionen das Wachstum, treibt die Inflation und verstärkt Knappheiten in Einzelmärkten. Der Rückgang des Wachstums in China - bedingt durch die dortige Immobilienkrise und die strikte Corona-Eindämmungspolitik - bremst die Entwicklung zusätzlich. Von höheren Energiepreisen ist Europa besonders betroffen. Die baltischen und osteuropäischen Staaten sowie Deutschland spüren die größten Auswirkungen. Ihr Wachstum hat sich im zweiten und dritten Quartal stark verlangsamt und ihre Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt. In ganz Europa kommen ein schwächeres Verbrauchervertrauen und eine verlangsamte Dynamik im Verarbeitenden Gewerbe aufgrund zwar nachlassender, aber immer noch anhaltender Unterbrechungen der Lieferketten und steigender Inputkosten erschwerend hinzu. Unterschiede innerhalb Europas beruhen im Wesentlichen auf unterschiedlichen wirtschaftlichen Strukturen: das Produzierende Gewerbe ist viel stärker von den gestiegenen Energiepreisen betroffen als der Dienstleistungssektor. Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2022 gut behauptet - trotz Energiekrise und Lieferkettenproblemen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs um 1,9 Prozent, laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Wichtigste Stütze war der private Konsum. Auch die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung halfen. Die Inflation ist zwar immer noch hoch, hat sich zuletzt aber merklich verringert. Auch die wirtschaftliche Entwicklung über das Winterhalbjahr sieht nach den aktuellen Daten positiver aus als erwartet. Der private Konsum ist mit einer Wachstumsrate von 4,6 Prozent stark gestiegen. Verbraucherinnen und Verbraucher gaben fast so viel aus wie in der Zeit vor der Corona-Krise. Die Menschen holten nach, was während der Pandemie nicht möglich war: Reisen, Restaurantbesuche, Kultur, Feiern und Messebesuche. Damit konnte die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise wachsen. Die bereits im vorigen Jahr wirkenden Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung und der robuste Arbeitsmarkt trugen dazu bei: Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Branchenentwicklung Der Fashion-Markt ist seit Jahren starken strukturellen Veränderungen unterworfen. Ausgelöst durch eine ausgeprägte Preisorientierung der Verbraucher, Produktionsverlagerungen nach Asien und entsprechend sinkenden Preisen. Zudem gilt der Fashion-Markt als Vorreiterbranche, die durch einen grundlegenden Wandel des Konsumverhaltens gekennzeichnet ist. Die Distributionsstruktur ist durch weitreichende Veränderungen gekennzeichnet. Vor allem das geänderte Konsumverhalten der letzten Jahre ist prägend. Die Internet-Pure-Player verzeichnen enorme Wachstumsraten. Fashion-Artikel stellen mittlerweile den bedeutendsten Sortimentsbereich im B2C-Onlinehandel dar. Doch auch dem stationären Fashion-Fachhandel gelingt es, sich auf dem Markt zu behaupten. Innerhalb des stationären Fashion-Fachhandels haben allerdings deutliche Verschiebungen stattgefunden. Während im Jahr 2000 noch die kleinbetrieblichen Fachhändler den Markt bestimmten, beherrschen heute vertikale Händlermarken die Konsumpreislage. Auch die Multilabel-Filialisten und lokal bzw. regional führende Modehäuser ("Platzhirsche") des Fashion-Fachhandels konnten ihre Umsätze insgesamt steigern. Schnelle Trendwechsel, verkürzte Produktlebenszyklen und Jahre des Preisverfalls erhöhen den Druck auf die Modewirtschaft, einen fundamentalen Wandel zu durchlaufen. Die Verbraucher von heute verlangen ständige Verbesserungen und Neuerungen an Produkten und Services. Modeunternehmen müssen in innovative Technologien und Lösungen investieren und enger als bisher mit ihren Lieferanten zusammenarbeiten. Wer es schafft, sich ändernde Kundenbedürfnisse und deren Auswirkungen auf die textile Wertschöpfungskette vorauszusehen und hieraus neue Services, Erlebnisse und Erfahrungen zu generieren wird diese Neuausrichtung entscheidend mitgestalten können. Die globale Modebranche ist Vorreiter für neue Technologien, die später von anderen Branchen aufgegriffen werden. So hat die globale Modeindustrie schon früh den Wechsel zum Onlinehandel vollzogen und andere Branchen folgten ihr später. Zu den neueren Innovationen gehört der Aufstieg der Influencer in den sozialen Medien. Influencer bewerben mittlerweile eine Vielzahl von Konsumgütern. Den Anfang nahm dieser Trend jedoch in der Modebranche, da deren Marketing visuell stattfindet und seit jeher von "Influencern" wie z. B. Modekritikern bestimmt wird. Diese Entwicklung begann in den frühen 2000er Jahren mit dem Aufkommen von Modeblogs und beschleunigte sich mit der Einführung von Instagram 2010 enorm. Heute verzeichnet die Influencer-Branche Umsätze in Milliardenhöhe. Angesichts von Inflation und Konsumflaute rechnet der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2023 mit eher schlechten Geschäften. Der Umsatz wird nach einer Prognose des Handelsverbands Deutschland (HDE) zwar im Vergleich zum Vorjahr steigen, doch durch die weiterhin hohe Inflation werden die Erlöse der Unternehmen sinken. Damit setzt sich die Entwicklung aus dem Vorjahr fort. Im vergangenen Jahr haben die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland laut neuester HDE-Berechnungen insgesamt 633,4 Mrd. Euro umgesetzt - ein nominales Plus von 7,2% im Vergleich zu 2021. Wegen der hohen Inflation von knapp 8% realisierten die Unternehmen allerdings ein reales Minus von 0,8%. "Mehr als die Hälfte der Einzelhandelsunternehmen sind mit ihrer Gewinnentwicklung nicht zufrieden", sagte HDE-Präsident Alexander von Preen daher bei der Vorstellung der Prognose. Von einer grundlegenden Verbesserung gingen die Händler auch für 2023 nicht aus. Knapp die Hälfte des Einzelhandels erwartet, nach einer Umfrage des Verbandes unter 900 Unternehmen, Umsätze auf Vorjahresniveau oder knapp darüber, etwa ein Drittel leicht unter Vorjahr, und rund 18% gehen von deutlichen Umsatzrückgängen aus. "Der Einzelhandel behauptet sich 2023 unter nach wie vor schwierigen Bedingungen gut, verliert jedoch leicht an Boden", betont von Preen. So geht der Verband von einer weiteren Umsatzsteigerung aus und rechnet für 2023 mit einem Umsatzvolumen von 644,5 Mrd. Euro, was einem nominalen Plus von 2% im Vergleich zu 2022, aber einem realen Rückgang von minus 3% entsprechen wird. Für den Online-Handel geht der HDE gegen den allgemeinen Trend von einem nominalen Plus von 8% im Vorjahresvergleich aus, was einem preisbereinigten Wachstum von 4% entspricht. Neben der Konsumproblematik betont von Preen, dass vor allem die Personalsituation für den Einzelhandel eine große Herausforderung ist und bleiben wird. "Der Handel als Arbeitnehmer ist eine Stütze der deutschen Wirtschaft, zum 30. Juni 2022 waren mehr als 3,1 Millionen Beschäftigte in diesem Sektor tätig." Die Mehrheit der Einzelhandelsbetriebe könne nur schwer, neue Mitarbeiter finden. So gaben in einer HDE-Umfrage 57% der Bekleidungs- und Textilhändler an, derzeit Probleme beim Personalrecruiting zu haben, im Schuh- und Lederwarenhandel waren es sogar 62% der Befragten. Insgesamt seien derzeit im Einzelhandel mehr als 50.000 Stellen nicht besetzt. Nicht nur in diesem Zusammenhang berge vor allem die Digitalisierung Chancen für den Einzelhandel. Beschaffungsbereich Im Zeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2022 wurden rund 3,5 Mio. Meter Hemden- und Blusenbaumwollstoffe verbraucht. Die Materialkostenquote ist im Verhältnis zur Betriebsleistung gegenüber Vorjahr gestiegen. Lohnsteigerungen, ein veränderter Produktmix sowie Währungseffekte sind hier als Gründe für die Erhöhung zu nennen. Im Zeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2022 wurden für rund 4,5 Mio. € Zutaten beschafft und verbraucht. Die Zulieferer kommen zum überwiegenden Teil aus Deutschland. Bei den Zutaten liegen die durchschnittlichen Einkaufspreise bedingt durch Veränderungen im Produktmix sowie höherer Produktdetails bei Hemden und Blusen über dem Vergleichszeitraum. Es wurden sonstige Produkte in Höhe von 4,0 Mio. € verkauft (Umsätze vor Erlösschmälerungen). Dazu gehören Krawatten, Behelfsmasken, Manschettenknöpfe, Bodyshirts, Socken, Schals, Strick und Einstecktücher. Diese werden größtenteils als Handelsware bezogen. Fertigteile bei Hemden wurden mit einem Anteil von ca. 38,1 % der Gesamtbeschaffung bezogen (rund 1.142.300 Hemden). Bei Blusen liegt der Anteil bei 22,8 % (rund 109.700 Blusen). Produktionsbereich Im Zeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2022 wurden insgesamt 2.227.200 Hemden und Blusen in eigenen und fremden Fertigungsbetrieben produziert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 1.508.900. Das ist ein Anstieg von ca. 47,6 %. Die Aufteilung auf die einzelnen Produktionsstandorte sah wie folgt aus:
Die Produktionskapazitäten wurden an den Auftragseingang angepasst. Es wurden in der Slowakei durchschnittlich rund 469 eigene Mitarbeiter beschäftigt, wovon 414 Fertigungslöhner, 29 Gemeinkostenlöhner und 26 Angestellte waren. Absatzbereich Der Gesamtumsatz lag im Wirtschaftsjahr 2022 bei 89.143 TEUR und damit um 28,5 % über dem Umsatz des Vergleichszeitraumes aus dem Vorjahr (69.398 TEUR). Die Umsatzsteigerung resultiert aus dem In- und Ausland. Der Inlandsumsatz erhöhte sich um 26,2% gegenüber Vorjahr. Die Exporte erhöhten sich um 33,1%.
Absatzbereich Betrachtung nach Absatzkanälen Betrachtet man die Umsatzentwicklung nach Absatzkanälen bleibt festzustellen, dass sich der Anteil im Retail (eigene Stores, Werksverkauf und Outlets und Onlinegeschäft) verringert und sich Ende 2022 bei 35,8% (2021: 40,2%) Umsatzanteil eingependelt hat. Der Anteil im Bereich Corporate Fashion liegt mit einem Anteil von ca. 2,3% auf Vorjahresniveau (2,3%). Der Wholesalekanal (Einzelhandel, Großfilialisten, Versender, Franchise und Warenhauskonzerne) hat sich insgesamt besser entwickelt und liegt Ende Dezember 2022 bei einem Anteil von 61,9% (2021: 57,5%). Seit dem Herbst 2004 unterhält ETERNA eigene Retailläden und Outlets. Bis Ende 2022 waren es insgesamt 51 Stores. Im Geschäftsjahr 2022 wurden vier Stores eröffnet. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 liegt im gesamten Retailbereich (inkl. Online) bei ca. 34,1 Mio. € vor Erlösschmälerungen und auf dieser Basis rund 4,1 Mio. € über dem Umsatz des Vorjahres. Dies entspricht einer Steigerung von 13,5%. Investitionen Die Investitionen beliefen sich im Zeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2022 auf insgesamt 1.241 TEUR (Vergleichszeitraum Vorjahr 455 TEUR), wovon 908 TEUR für Betriebs- und Geschäftsausstattung, 35 TEUR für immaterielle Wirtschaftsgüter, 72 TEUR für geleistete Anzahlungen und 43 TEUR für technische Anlagen und Maschinen verwendet wurden. In Grundstücke und Gebäude wurde im Jahr 2022 in Höhe von 183 TEUR investiert. Im gleichen Zeitraum waren Abgänge von Anlagevermögen mit einem ursprünglichen Anschaffungswert von 662 TEUR zu verzeichnen. Human Resources Zum Stichtag 31.12.2022 wurden 880 Mitarbeiter (Vergleichszeitraum Vorjahr 868) beschäftigt, davon waren 346 Angestellte (Vorjahr 349), 525 Arbeiter (Vorjahr 508) und 9 Auszubildende (Vorjahr 11). Pro Shop werden in der Regel 3 Mitarbeiterinnen eingestellt, wovon eine als Vollzeitkraft und zwei als Teilzeitkräfte beschäftigt werden. Notwendige Personalaufstockungen oder die Beschaffung von Ersatzpersonal werden in der Regel durch eigene Nachwuchskräfte abgedeckt. Lediglich das Fachpersonal, z. B. für die Retailshops oder Personal für Führungspositionen, wird auf dem Arbeitsmarkt über Annoncen/ Onlinejobbörsen und persönliche Akquisition gesucht. Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind auf den vorherigen Seiten analysiert. Auf ein nochmaliges Anführen der Analyseergebnisse wurde verzichtet. Insgesamt erhöhten sich die Umsätze um 28,5%. Die Bestandsveränderung fällt um 5.629 TEUR höher aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies muss im Zusammenhang mit Covid-19 gesehen werden. Die Bestände wurden im Jahr 2021 deutlich abgewertet, aufgrund des krisenbedingten Warendrucks im gesamten Modehandel. Zudem wurden im Jahr 2021 die Masken zu 100% abgewertet, da diese so gut wie unverkäuflich sind. Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen sind gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen. In Summe hat das Covid-19 Virus und die daraus resultierenden makroökonomischen Auswirkungen nach wie vor spürbaren Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung insb. bei den Lieferketten aus Fernost und damit auch auf ETERNA. Hinzu kommen geopolitische Herausforderungen wie z.B. der Krieg in der Ukraine, der zu enormen Verwerfungen bei der Energiesicherheit geführt hat. Indes hat der starke US-Dollar die Beschaffung entsprechend verteuert. Die Tarifparteien (Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie und die IG Metall -Bezirk Bayern) haben sich am 16. Februar 2021 darauf verständigt, den Gehaltstarifvertrag ab 1. Februar 2022 um 1,3 % und ab 1. Oktober 2022 um weitere 1,4 % zu erhöhen, die Vergütungssätze für kaufmännische Auszubildende zum 1. August 2022 jeweils um € 30,00 zu erhöhen, sowie die Tariflohnsätze für die gewerblichen Arbeitnehmer ab 1. Februar 2022 um 1,3 % und ab 1. Oktober 2022 um weitere 1,4 % zu erhöhen. Daneben lässt die fortgesetzte Unternehmensentwicklung zu einer prozessorientierten, endkundenorientierten Organisation mit einer Verstärkung in den Bereichen eigener Retail sowie in der Logistik und IT die Personalaufwendungen ansteigen. Die Personalkostenquote hat sich gegenüber Vorjahr auf 26,6% verringert. Dies muss auch im Zusammenhang mit der Coronapolitik gesehen werden. 2022 waren die Retailstores durchgängig geöffnet, wodurch die Personalkostenquote im Verhältnis zum steigenden Umsatzvolumen wieder dementsprechend sinkt. Die Abschreibungen bewegen sich unter dem Vorjahresniveau. 2022 wurde kein Shop geschlossen und dadurch fiel keine Sonderabschreibung an. Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten lag der Fokus auf liquiditätssichernden Maßnahmen, wodurch die Investitionen im Jahr 2021 und 2022 deutlich reduziert wurden, was sich vermindernd auf die Abschreibungen auswirkt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen leicht unter Vorjahresniveau. Die Finanzaufwendungen liegen aufgrund des STARUG-Verfahrens und den daraus resultierenden höheren PIK-Zinsen über VJ. PIK-Zinsen sind nicht unmittelbar zahlungswirksam, sondern werden kapitalisiert, was den Rückzahlungsbetrag zur Fälligkeit erhöht. Finanzlage
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden ihrer Fälligkeit entsprechend in kurz-, mittel- und langfristig eingeteilt. Am Bilanzstichtag hat sich das Schuldscheindarlehen um die PIK-Zinsen auf 26,4 Mio. erhöht. Als Cash-Marge wurden 7,25% plus 3 Monats-Euribor verankert, wobei für ETERNA die Option besteht auf 5,75% Cash-Marge plus 2% kapitalisierter Zinsen zu optieren. Übersteigt der Nettoverschuldungsgrad ein gewisses Level und liegt das Konzern-EBITDA der letzten zwölf Monate unter einem gewissen Niveau, erhöhen sich bei der PIK-Option die kapitalisierten Zinsen auf 3,25%. Mit Datum 10. November 2022 hat ETERNA mit den Gläubigern des Schuldscheindarlehens eine Vereinbarung getroffen, dass die vorzuhaltende Mindestliquidität als Vorgabe gesenkt wird und zu prüfende Finanzkennzahlen bis Mitte 2023 nicht wie ursprünglich vereinbart getestet werden. Darüber hinaus hat man sich auf einen Fahrplan für eine Refinanzierung geeinigt, die u. a. ein Gutachten nach IDW Standard als Basis für die Refinanzierung bis Mitte 2023 vorsieht. Nach Einigung mit den Gläubigern des Schuldscheindarlehens und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens ETERNA Mode Holding GmbH wurde die Refinanzierung auf Basis des IDW S6 Gutachtens im Juli/August 2023 umgesetzt. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter "10. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag". Bei den Lieferantenverbindlichkeiten wird die Nettofälligkeit genutzt. Das gegenüber Vorjahr erhöhte Beschaffungsvolumen im Bereich der Vorräte war zum Bilanzstichtag noch nicht fällig. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der eterna s.r.o im slowakischen Banovce aufgrund von offenen Lohnarbeitsrechnungen sowie ggf. gegenüber der ETERNA Mode Holding GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen aus noch nicht abgeführter Lohnsteuer, offenen Gutscheinen und Verbindlichkeiten gegenüber kreditorischen Debitoren. Liquiditätslage Das Finanzmanagement bei der ETERNA Gruppe legt seinen Fokus darauf, den Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen zu können, Liquiditätsüberhänge bei den Hausbanken zu poolen und zinsbringend anzulegen und eventuelle Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die aktuell bekannten Zahlungsverpflichtungen werden in einer rollierenden Vorschau überprüft und werden bedient. Ab März 2017 besteht bis auf weiteres ein Avalrahmen bei der Commerzbank in Höhe von 1,5 Mio. €. Daneben besteht seit Mai 2017 ein unbefristeter Rahmenkredit bei der Postbank in Höhe von 0,6 Mio. €, der für Avale ausgenutzt werden kann. Beide Linien müssen entsprechend der Inanspruchnahme mit Barmitteln hinterlegt werden. Der Finanzmittelfond hat sich um 6,1 Mio. € auf 3,3 Mio. € verringert. Weitere Erläuterungen siehe Kapitalflussrechnung. Vermögenslage
Im Geschäftsjahr 2022 waren die Investitionen niedriger als die Summe der Abschreibungen, was insgesamt zu einer Verminderung des Anlagevermögens führte. Dies muss im Zusammenhang mit der Coronakrise/Ukraine Krieg gesehen werden. Die Investitionen wurden deswegen deutlich reduziert. Die Vorräte liegen deutlich über Vorjahr. Im RHB-Bereich gab es einen signifikanten Aufbau. Ebenso bei der Fertigware. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen über Vorjahr. Die durchschnittliche Außenstandsdauer liegt bei 18 Tagen (Vorjahr 20 Tage). Innerhalb der EU, sowie in den Drittländern konnte die Außenstandsdauer verkürzt werden. Die höheren Forderungen müssen auch im Zusammenhang mit höheren Umsätzen zum Jahresende gesehen werden. Das Vorjahr war im Dezember durch restriktive Corona Maßnahmen geprägt. Der Bestand an liquiden Mitteln liegt per 31.12.2022 mit 3,3 Mio. € um 6,1 Mio. € unter Vorjahr. Finanzielle Leistungsindikatoren A - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Afa, Zins und Steuern (EBITDA)
Als finanzieller Leistungsindikator wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) herangezogen. Dabei werden die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Bankgebühren als zinsähnlicher Aufwand bei der Berechnung korrigiert. Die in den sonstigen Steuern enthaltenen Kostensteuern wie Grund- oder KFZ-Steuern werden bei der EBITDA-Berechnung hingegen abgezogen. Die Herleitung des EBITDAs ist im Darlehensvertrag des Schuldscheindarlehens definiert. Zudem werden Sonderaufwendungen (Aufwendungen mit einmaligem und außerordentlichem Charakter) EBITDA-neutral korrigiert. Im Jahr 2022 sind 1.206 T€ an Sonderaufwendungen angefallen. Diese entstanden durch das Tech Stack Projekt mit 1.994 T€, Finanzierung 38 T€ und allgemeinen Coronaeffekten -3.237 T€. Für 2022 war ein EBITDA von 2,9 Mio. € budgetiert. Das EBITDA per 31.12.2022 liegt um 1,4 Mio. € unter der Erwartung. Die deutliche Abweichung zum Plan liegt an den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen sowie an den gestiegenen Beschaffungskosten. Das EBITDA liegt mit 1,5 Mio. € um >100% über dem Vorjahr (0,3 Mio. €). ETERNA kann sich den geopolitischen Herausforderungen in Bezug auf Lieferkettenbelastungen, USD-Effekte oder (Inflations-)Druck und damit einer Konsumzurückhaltung nicht entziehen. Daher wurden Ertragspotentiale durch eine Forcierung der Premiumisierung generiert. Mit der Unternehmensentwicklung zeigt sich die Geschäftsführung in Anbetracht der Pandemie/Ukraine Krieg zufrieden. Trotz enormer Herausforderungen konnte immer noch ein positives EBITDA erreicht werden. Dies ist auf ein striktes Kostenmanagement zurückzuführen. Zudem wurden Chancen durch die Forcierung des Onlinehandels und der Ausbau von Digitalisierungsmaßnahmen genutzt. Ohne diese Reihe von Maßnahmen wären Umsatz, Ergebnis als auch die Liquidität und Nettoverschuldung deutlich schlechter ausgefallen. B - Nettofinanzverbindlichkeiten
Als weiterer finanzieller Leistungsindikator werden die Nettofinanzverbindlichkeiten betrachtet. Der ETERNA-Konzern ist zum 31. Dezember 2022 bei den Verbindlichkeiten im Wesentlichen über ein Schuldscheindarlehen finanziert. Die Nettofinanzverbindlichkeiten für das Wirtschafsjahr 2022 betragen 23,1 Mio. €. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Entwicklung der Mitarbeiterstände sowie die Anzahl der Gutschriften als Maßstab für die Qualität zentrale Bestandteile der Unternehmenssteuerung. Der durchschnittliche Personalstand bei den Mitarbeitern (Teilzeit ist dabei anteilig zu Vollzeit gerechnet) lag in 2022 bei 809. Geplant war ein Stand von 839. Aufgrund der Corona-Situation wurden nicht alle geplanten Stellen besetzt sowie Stellen durch natürliche Fluktuation teilweise nicht nachbesetzt. Für 2023 soll der durchschnittliche Personalstand auf 718 sinken, was im Zusammenhang mit der Kapazitätsverschiebung nach Asien begründet ist. Die Anzahl der Gutschriften lag 2022 bei rd. 249 Tausend Stück über alle Produktgruppen hinweg. Die Prognose lag bei 254 Tausend Stück. Die Gutschriften sollen sich für 2023 auf einem niedrigeren Niveau bewegen und bei 229 Tausend Stück liegen. Aufgrund der Coronasituation/Ukraine Krieg kam es zu Änderungen im Produktmix und im Nachfrageverhalten, was sich auch in der Anzahl der Gutschriften widerspiegelt. Dies soll sich im Jahr 2023 wieder normalisieren. Weitere Faktoren, die überwacht werden, sind Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Produktqualität, Produktivitätsdaten, Arbeitnehmerbelange, Personaldaten, Umweltaspekte sowie Produktfortentwicklungen. III. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft leidet unter gewaltigen Angebotsschocks. Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belasten die Produktion und treiben die Inflation auf Rekordhöhen. Erst im Jahr 2024 dürfte der Preisdruck langsam nachgeben. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Winterhalbjahr 2022/23 schrumpfen und die deutsche Wirtschaft damit in eine Rezession geraten. Ab dem Frühjahr 2023 dürfte sich die Konjunktur dann erholen und die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte mit kräftigeren Raten zulegen, wenn die Einkommen wieder stärker steigen als die Preise. Alles in allem wird laut dem ifo Institut das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 geringfügig um 0,1% schrumpfen. Im Jahr 2024 liegt der Zuwachs dann wieder bei 1,6%. Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Schwierigkeiten bei der Lieferung von Rohstoffen, Vorprodukten und Handelswaren, sowie ein sich verschärfender Arbeitskräftemangel belasten die Herstellung von Waren und Dienstleistungen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Dadurch werden nicht nur die Produktionsmöglichkeiten eingeschränkt, sondern auch die Produktionskosten als Folge der angebotsseitigen Knappheiten in die Höhe getrieben. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Waren und Dienstleitungen noch kräftig. Insgesamt sind somit die Produktionskapazitäten der deutschen Wirtschaft, die durch die Angebotsschocks reduziert wurden, nach Einschätzung der vom ifo Institut befragten Unternehmen seit Jahresbeginn überausgelastet. Damit stiegen die Preise nicht nur, weil sich Energie, Rohstoffe und Vorprodukte, die Deutschland größtenteils aus dem Ausland importiert, spürbar verteuerten. In einigen Wirtschaftsbereichen stiegen sie auch, weil eine hohe Nachfrage eine Ausweitung der Unternehmensgewinne ermöglichte. Die Inflationsrate dürfte in den kommenden Monaten zurückgehen. Dafür sorgen die staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen, die ab Dezember ihre Wirkung entfalten. Dennoch wird der heimische Inflationsdruck noch eine Weile hoch bleiben. Zum einen wird die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen auch im kommenden Jahr nicht zuletzt als Folge der breit angelegten staatlichen Entlastungspakete gestützt. Zum anderen dürften hohe Tarifabschlüsse sowohl die Kaufkraft als auch die Lohnkosten merklich steigern. Insgesamt dürfte die Inflationsrate von 7,8% in diesem Jahr auf 6,4% im kommenden Jahr sinken. Gleichzeitig wird die Kernrate voraussichtlich von 4,8% auf 5,8% steigen. Der hohe Preisauftrieb wird vor allem im Winterhalbjahr die verfügbaren Realeinkommen der privaten Haushalte sinken lassen und damit die Konsumkonjunktur abkühlen. Erst ab der zweiten Jahreshälfte dürften die Einkommen im Verlauf wieder stärker zulegen als die Preise und damit der private Konsum an Fahrt aufnehmen. Auch die Baukonjunktur wird sich zunächst weiter abkühlen. Hohe Baupreise und steigende Zinsen lassen die Nachfrage nach Bauleistungen einbrechen. Das Verarbeitende Gewerbe dürfte dank der hohen Auftragsbestände seine Produktion weiter moderat ausweiten und dann mit dem allmählichen Auslaufen der Lieferengpässe wieder deutlich kräftiger expandieren. Zusammengenommen wird die gesamtwirtschaftliche Leistung in den beiden Quartalen des Winterhalbjahres 2022/23 um 0,3% bzw. 0,4% gegenüber dem Vorquartal zurückgehen. Damit wird die deutsche Wirtschaft in eine technische Rezession geraten. Ab dem Frühjahr 2023 dürfte sich die Konjunktur dann wieder erholen und die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte mit kräftigeren Raten zulegen. Eingebettet in oben beschriebene Rahmenbedingungen erwartet die Geschäftsleitung von ETERNA für das Gesamtjahr 2023 ein hohes einstelliges Umsatzwachstum, das vor allem durch Steigerungen im Absatzkanal Retail, Wholesale und vor allem Online erreicht werden soll. Die hohe Wachstumsrate ist durch den Wegfall von Lockdown-Maßnahmen begründet sowie durch Cross-Channel Wachstumsinitiativen, welche sich durch das initiierte Tech Stack Projekt ergeben. 2022 wurde der Onlinekanal in die neue Systemlandschaft integriert. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll im Geschäftsjahr auf Basis der Umsatzerholung um rund 50 % über Vorjahr liegen. Aufgrund gestiegener Beschaffungspreise rechnet ETERNA mit noch nicht vollständig erholten Margen, womit der relative Deckungsbeitrag noch nicht das Niveau vor der Pandemie erreichen wird. Zudem wird die strategisch eingeleitete Transformation mit insb. hohen Sonderaufwendungen im IT-Bereich das Jahresergebnis belasten. Das Betriebsergebnis wird daher im niedrigen einstelligen negativen Millionenbereich erwartet. Die Ausgaben im IT- Bereich und Digitalisierung wirken sich langfristig positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus und sind Teil eines langfristigen Business-Plans und der Strategie von ETERNA. Die langfristige strategische Ausrichtung des Konzerns und die sichere Finanzierung bietet nach Auffassung des Managements weiteres Potenzial zur Erzielung profitablen Wachstums und zur Erreichung prognostizierter Umsatz- und Ergebnisziele. V. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Ziele und Methoden: Wesentliche Bedeutung für eine erfolgreiche Unternehmensführung hat das Risikomanagement, welches alle bedeutenden Risiken im Unternehmensumfeld erkennt, analysiert, überwacht und somit hilft rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die ETERNA Gruppe hat hierzu ein Risikofrüherkennungssystem eingeführt, das Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme beinhaltet. So wird unter anderem eine detaillierte kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung und ein tägliches und monatliches Reporting durchgeführt, in dem für alle wichtigen Zielgrößen, wie z. B. Auftragseingang, Umsatz, Ergebnisentwicklung, Liquidität, Investitionstätigkeit und Personalentwicklung ein laufender Soll-Ist-Vergleich stattfindet und bei negativen Abweichungen unmittelbar Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden können. Diese Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme werden laufend optimiert und veränderten Gegebenheiten angepasst. Ein essenzieller Bestandteil des Risikomanagements sind die Versicherungen. Durch sie werden Risiken wie Betriebsunterbrechung, Forderungsverluste, Verlust von Waren oder Gebäuden und Haftpflichtrisiken, abgesichert. Grundsätzliche Risiken: Als international tätige Unternehmensgruppe ist ETERNA auch einem Risiko im Zusammenhang mit Veränderungen in einzelnen Absatzmärkten ausgesetzt. Dieses Risiko kann sich aufgrund von Änderungen des politischen und regulatorischen Umfelds oder soziokultureller Entwicklungen realisieren. Die praktische Relevanz dieser möglichen Risiken ist aber als sehr gering einzustufen, da der Konzern sowohl bei den Produktionsstandorten wie auch bei der Beschaffungskette sich fast ausschließlich innerhalb solcher Länder bewegt, deren politische und rechtliche Fundamente gesichert sind und auch durch die Verteilung auf mehrere Standorte generell eine Splittung der Risiken herbeiführt. Aufgrund der sich verschlechternden Liquiditäts- und Ergebnissituation und der damit einhergehenden Notwendigkeit die Finanzierung des Konzerns neu zu strukturieren, wurde Anfang 2023 ein IDW S6 Gutachten in Auftrag gegeben. Neben der Festlegung der finanziellen Restrukturierung wurden im Rahmen dieses Gutachtens auch teilweise bereits begonnene und umgesetzte Transformationsprozesse für eine positive zukünftige Entwicklung identifiziert. Diese umfassen unter anderem die Reduktion des Vorratsbestands, ein verbessertes working Capital Management sowie die Schärfung und Expansion der Verkaufskanäle. Die zukünftige Entwicklung des Konzerns ist neben den unten genannten Risiken auch von der konsequenten weiteren Umsetzung dieser Maßnahmen abhängig, ansonsten könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Nach Sicherung der Finanzierung wird weiterhin von einer erfolgreichen Umsetzung der Maßnahmen ausgegangen. Spezielle Risiken: A - Risiken in Forderungen Die wirtschaftliche Entwicklung auf der Seite der Großabnehmer hat eine erhebliche Auswirkung auf die geschäftliche Entwicklung der ETERNA Gruppe. So sind in der Vergangenheit größere Kunden der ETERNA Gruppe in Deutschland in wirtschaftliche Schieflagen geraten und mussten teilweise Insolvenz anmelden. Die ETERNA Gruppe versucht dem Risiko des Forderungsausfalls dadurch zu begegnen, dass sie zum Teil Zahlung auf Basis von Vorkasse verlangt, sich das Eigentum an den Waren vorbehält und über die Euler Hermes Kreditversicherung und anderen Delkrederegesellschaften abgesichert ist. Allerdings können durch diese Maßnahmen nicht alle Forderungsausfallrisiken abgedeckt werden. Zum einen wegen der Limitierung durch die Kreditversicherung, die nicht sämtliche Ausfallrisiken absichert; zum anderen wegen der bestehenden Schwierigkeiten in der Praxis, den Verkauf von Produkten umgehend zu stoppen, sobald ein Fachhandelspartner in eine wirtschaftliche Schieflage gerät. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass der ETERNA Gruppe auch in Zukunft die Forderungsversicherungen in gleichbleibender Höhe und/oder zu gleichbleibenden Konditionen zur Verfügung stehen. Auch aus diesem Grund kann nicht ausgeschlossen werden, dass Insolvenzen großer Abnehmer zu einem Forderungsausfall der ETERNA Gruppe führen könnten. Die Einschätzung, dass es zu Forderungsausfällen kommt, wird als wahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die Absicherungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt. B - Risiko des Akzeptanzverlusts der Kunden bezüglich der Aktualität der Mode und deren Nachfrage Die geschäftliche Entwicklung der ETERNA Gruppe hängt wesentlich davon ab, dass die Waren den modischen Geschmack der Kunden treffen und daher auf Akzeptanz bei den Kunden stoßen. Der modische Geschmack der Kunden unterliegt einem stetigen Wandel, sodass ETERNA die Kollektionen ständig entsprechend dem Modetrend anpassen muss. Dafür hat ETERNA in den letzten Jahren ein eigenes Design-Team für die Kollektionen am Standort Passau aufgebaut. Trotz der Investitionen in die eigenen Design-Teams, kann nicht gewährleistet werden, dass es ETERNA immer gelingt, die modischen Trends ausreichend und rechtzeitig zu erkennen und die Kollektionen auf diese Trends anzupassen. Zudem ist ETERNA nicht in einem hochmodischen Segment positioniert, sondern eher im klassischeren Business Bereich. Sofern hinsichtlich einer Kollektion ein modischer Trend nicht rechtzeitig erkannt wird, ist die produzierte Ware nur schwer und/oder unter einem erheblichen Preisnachlass und/oder ganz oder teilweise nicht zu veräußern, wodurch der ETERNA Gruppe finanzielle Schäden entstehen können. Sofern eine oder mehrere Kollektionen der ETERNA Gruppe nicht den modischen Geschmack der Kunden treffen, könnte sich daraus sogar eine allgemein abnehmende Akzeptanz der Waren der ETERNA Gruppe ergeben. Daraus könnte sich eine allgemeine Schwächung der Stellung von ETERNA im Wettbewerb ergeben. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Konsumentenverhalten allgemein von den Produkten der ETERNA Gruppe distanziert und die Akzeptanz der Waren der ETERNA Gruppe dadurch insgesamt abnimmt. So könnte es einen allgemein negativen Trend bezüglich Hemden und Blusen geben, etwa, weil sich das Bekleidungsverhalten im Berufs- und/oder Privatleben hin zu anderen Bekleidungsformen entwickelt. Die Einschätzung, dass es zu einem Akzeptanzverlust kommt, wird als eher unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als mittel eingeschätzt. C - Altware könnte nach Ablauf einer Saison nicht mehr wirtschaftlich vermarktet werden und dadurch nur zu niedrigeren Preisen oder gar nicht verkauft werden können Das Geschäft der ETERNA Gruppe ist in hohem Maße durch Saisonalität geprägt. Aus diesem Grund trifft die ETERNA Gruppe wie jedes Unternehmen der Bekleidungsindustrie das Risiko, dass Altware, die nach Ablauf der Saison nicht mehr wirtschaftlich vermarktet werden kann, nur noch zu niedrigen Preisen oder gar nicht verkauft werden kann (sogenanntes Restantenrisiko). Die mit der Unternehmensstrategie verbundene Ausweitung im Systemgeschäft und Onlinegeschäft führt zu einer deutlich höheren Rücklaufquote von couranter Ware, die in den übrigen Vertriebswegen atypisch ist, und nur zu einem geringen Teil weiterverwendet werden kann. Für diese Rückläufer muss von einem höheren Abschreibungsrisiko in den nachgelagerten Verwertungsstufen ausgegangen werden. Bei zunehmenden Umsatzanteilen in diesen Vertriebskanälen muss auch bilanziell von einem höheren bzw. ansteigenden Bewertungsrisiko für die Bestände ausgegangen werden. Sofern Ware während der Saison nicht abverkauft sein sollte, kann diese nur mit hohen Preisnachlässen vermarktet werden. Die ETERNA Gruppe versucht, dem Restantenrisiko durch eine möglichst effiziente Disposition sowie dem Vertrieb in eigenen Einzelhandelsgeschäften in Factory-Outlet-Centern im In- und Ausland, welche eine Vermarktung der Altware zu angemessenen Preisen ermöglichen soll, zu begegnen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Altware gleichwohl im Ergebnis nur zu reduzierten Preisen und/oder gar nicht vermarktet werden kann, wodurch der ETERNA Gruppe Einnahmen fehlen und Verluste entstehen könnten. Die Einschätzung, dass es zu vermehrter Altware kommt, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die eigenen Vermarktungskanäle z.B. im eigenen Retail als gering eingeschätzt. D - Die Nichteinhaltung von sozialen Standards und Qualitätsstandards durch die Lieferanten, insbesondere die Fremdfertigung, könnte zu Schäden sowie zu einem Reputationsverlust der ETERNA Gruppe führen Während die eigene Produktion in der Slowakei erfolgt, wird die durch Dritte im Wege der Lohnfertigung im Auftrag der ETERNA Gruppe produzierte Ware zum Teil in europäischen Niedriglohnländern, insbesondere Mazedonien und Rumänien, hergestellt. Dabei achtet das Management der ETERNA Gruppe darauf, dass die beauftragten Produzenten soziale Mindeststandards, insbesondere betreffend Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz und Umweltschutz, einhalten und verpflichtet die Lieferanten vertraglich zur Einhaltung dieser Standards. Ferner achtet die ETERNA Gruppe auf die Einhaltung der Qualitätsstandards für ihre Produkte in allen Partnerbetrieben, in denen im Wege der Lohnfertigung Produkte für die ETERNA Gruppe hergestellt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es trotz dieser Maßnahmen zu Verletzungen der vereinbarten sozialen Standards oder auch Qualitätsstandards kommt. Aufgrund negativer Publizität könnte als Folge einer Verletzung ein Reputationsschaden der ETERNA Gruppe eintreten. Zusätzlich könnten Zertifizierungen von ETERNA in Gefahr geraten, sofern Verstöße gegen Standards entdeckt werden. Durch die räumliche Nähe und regelmäßige Kontrollen durch ETERNA Mitarbeiter wird dieses Risiko auf ein Minimum reduziert. Die Einschätzung, dass Standards nicht eingehalten werden, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die langjährige, enge Zusammenarbeit mit den bestehenden Lieferanten als gering eingeschätzt. E - Risiko von unvorhergesehenen steuerlichen Nachzahlungen und Strafen Bei ETERNA wurden zuletzt 2016 (z.B. Ertragssteuern) und 2020 (z.B. Lohnsteuer) Betriebsprüfungen für gewisse Steuerarten für vergangene Betriebsjahre abgeschlossen, wobei teilweise keine oder nur geringe Steuernachzahlungen anfielen. Zudem findet aktuell eine Betriebsprüfung der Jahre 2017 bis 2020 (Ertragssteuern) statt, wobei das Ergebnis der Prüfung noch ausständig ist. Es können sich für die Unternehmen der ETERNA Gruppe Steuernachzahlungen ergeben. Sollten die hierfür gebildeten Steuerrückstellungen nicht ausreichend sein, könnten derartige Nachzahlungen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ETERNA Gruppe negativ beeinflussen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass für diese Jahre Steuernachforderungen anfallen werden. Insbesondere können neben den deutschen Steuerprüfern auch die slowakischen Steuerprüfer für die slowakische Tochtergesellschaft oder die Steuerprüfer der Länder, in denen ETERNA Betriebsstätten betreibt, eine Betriebsprüfung vornehmen. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ETERNA Gruppe haben. Die Einschätzung, dass es zu Nachzahlungen oder Strafen kommt, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als gering eingeschätzt. F - Risiken bei der Finanzierung Durch eine detaillierte mittelfristige Finanzplanung werden Finanzierungsengpässe frühzeitig erkannt, um ausreichend Zeit für geeignete Lösungen zu haben. Die kurzfristige Liquidität wird durch ein rollierendes Cash-Managementsystem sichergestellt. Der Konzern ist derzeit über ein Schuldscheindarlehen finanziert, wobei das operative Geschäft überwiegend aus dem laufenden Cash-Flow finanziert wird. Beim Schuldscheindarlehen sind bestimmte Kennzahlen einzuhalten. Die Finanzierung wurde im Juli/August 2023 auf Grundlage eines in Auftrag gegebenen Gutachtens umstrukturiert und basiert fortan neben dem Schuldscheindarlehen im Wesentlichen auf Darlehen des neuen Hauptgesellschafters des Mutterunternehmens ETERNA Mode Holding GmbH. Für den Fall, dass im Rahmen der Darlehensgewährungen vereinbarte Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden, besteht das Risiko einer vorzeitigen Kündigung durch die Gläubiger. Aufgrund der starken Abhängigkeit der Gesellschaften untereinander betrifft dieses Risiko den gesamten Konzern. Dieses Risiko wird vom aktuellen Standpunkt allerdings als gering betrachtet. Bezüglich der Umstrukturierung der Finanzierung verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang. G - Risiken bei der Beschaffung Für ETERNA werden ausschließlich hochwertigste Stoffe und Zutaten verwendet. Durch Prüfungen unabhängiger Institute wird bereits in den Vorstufen sichergestellt, dass alle Materialien durchgehend schadstoffgeprüft sowie umweltfreundlich produziert sind und unter fairen Produktionsbedingungen hergestellt werden. Dies führt dabei zu einer Risikoreduzierung. Durch verlässliche Partnerschaften ist die Lieferkette sehr gut eingespielt und generell wird eine Splittung der Risiken durch eine Diversifikation bei den Lieferanten herbeigeführt. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich dadurch derzeit nicht. Das Geschäft der ETERNA Gruppe wird durch Währungs- und Börsenpreisschwankungen im Hinblick auf die Beschaffung von Rohstoffen und Waren in Fremdwährung beeinflusst. Die Beschaffung der ETERNA Gruppe erfolgt zu einem signifikanten Teil in Asien. Die in Asien zu beschaffenden Rohstoffe und Waren sind fast ausschließlich in Fremdwährung zu bezahlen, vor allem in US-Dollar. Sofern der Außenwert des Euros im Vergleich zum US-Dollar sinkt, steigen auf der anderen Seite die Preise für Rohstoffe und Waren. Als Folge können aufgrund der Einkaufspreise der verwendeten Stoffe zu erheblichen Deckungsbeitragsschwankungen der produzierten Produkte kommen. Diese Schwankungen sind kurzfristig nicht auszugleichen und erhöhen das Risiko von Schwankungen des Unternehmensergebnisses. Diesem Risiko wird begegnet, indem geplante Einkaufsvolumen über einen bestimmten Zeitraum mit Termingeschäften abgesichert werden. Derivate werden ausschließlich zur Absicherung geplanter, quasi-sicherer Einkaufsvolumen eingesetzt. Sofern die ETERNA Gruppe diese Kostensteigerung aufgrund von Währungs- und Börsenpreisschwankungen auf der Beschaffungs- bzw. Produktionsseite nicht durch Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite ausgleichen kann, können der ETERNA Gruppe Verluste entstehen. Die Einschätzung, dass es bei der Beschaffung zu Währungs- und Börsenpreisschwankungen kommt, wird als wahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die zunehmende Beschaffung aus Fernost in US-Dollar als hoch eingeschätzt. H - Risiken bei der Produktion Durch den hohen Anteil der Eigenproduktion und der räumlichen Nähe zu den fremden Lohnarbeitsbetrieben sind Anpassungen der Produktionskapazitäten an die Marktgegebenheiten relativ schnell umsetzbar. Die Einhaltung der Umwelt- und Sozialstandards sind auch jederzeit gewährleistet, was durch die Zertifizierung mit der Auszeichnung "Oekotex Made in Green" (früher: Standard 100 Plus) zum Ausdruck gebracht wurde. Mit Oekotex Made in Green kann unabhängig nachgewiesen werden, dass Stoffe und Zutaten nicht nur schadstofffrei sind, sondern unter besten Arbeitsbedingungen verarbeitet werden. Darüber hinaus werden auch die Betriebsstätten einer umweltgerechten Produktionsökologie gerecht. Dabei achtet das Management der ETERNA Gruppe darauf, dass die beauftragten Produzenten soziale Mindeststandards, insbesondere betreffend Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz und Umweltschutz, einhalten und verpflichtet die Lieferanten vertraglich zur Einhaltung dieser Standards. Ferner achtet die ETERNA Gruppe auf die Einhaltung der Qualitätsstandards für ihre Produkte in allen Partnerbetrieben, in denen im Wege der Lohnfertigung Produkte für die ETERNA Gruppe hergestellt werden. Die Qualitätskontrolle wird auf allen Fertigungsstufen, sowie nach Fertigstellung der Produkte entsprechend den Qualitätsstandards von ETERNA durchgeführt. ETERNA legt seit Oktober 2015 die Wertschöpfungskette seiner Hemden und Blusen für jedermann zugänglich offen. Auf der Internetseite www.naturally-eterna.com können unter Eingabe des EAN-Codes alle Produktionsschritte transparent nachvollzogen werden. Die Einschätzung, dass es bei der Produktion zu Risiken kommt, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird durch die zunehmende Beschaffung aus Fernost als mittel eingeschätzt. I - Risiken bei der Kommunikations- und Informationstechnologie Die ETERNA Gruppe steuert die gesamte logistische Kette von der Stoffbeschaffung über die Produktion bis zum Abruf und Versand der Ware in eigens entwickelten Supply-Chain- Management-Systemen selbst. Da die relevanten Informationen über die Produktions- und Logistikdaten jederzeit zur Verfügung stehen, wird eine zeitgenaue und professionelle Steuerung des Warenflusses ermöglicht. Die Aufrechterhaltung der Logistik der ETERNA Gruppe ist auf einen störungsfreien und ununterbrochenen Betrieb der dem Supply-Management-System zugrundeliegenden IT-Einrichtungen (Computer- und Datenverarbeitungssysteme) angewiesen. Entsprechend ihrer Bedeutung ist sie vor unberechtigten Zutritt geschützt und wird zusätzlich von einem räumlich getrennten Ausfallrechenzentrum abgesichert. Ein ausgeklügeltes Back-up System schützt ETERNA vor dem Verlust von Daten und eine leistungsfähige Firewall, ergänzt durch ein Passwortsystem verhindert einen unberechtigten Zugriff auf Firmendaten. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die für die Aufrechterhaltung der ERP-Systeme erforderlichen IT-Einrichtungen ausfallen und/oder Fehlfunktionen aufweisen könnten, etwa aufgrund äußerer Einflüsse wie Computerviren, Beschädigungen aufgrund Feuer, Blitzschlag, Stromausfällen oder ähnlichen Ereignissen. Eine derartige Störung und/oder Unterbrechung der IT-Einrichtungen könnte sich negativ auf den Geschäftsbetrieb der ETERNA Gruppe auswirken. So könnten z.B. Verzögerungen in der Lieferkette eintreten und dadurch z.B. mit Kunden vereinbarte Liefertermine nicht eingehalten werden. Die ETERNA Gruppe unterhält ein IT-System für den Onlineverkauf ihrer Produkte, welches über Anbindungen an E-Commerce-Plattformen wie Zalando, Amazon und Otto auch auf Fremdplattformen zum Onlineumsatz beiträgt. Aufgrund der immer wichtiger werdenden, reibungslos funktionierenden Abläufe beim Onlineverkauf, kann ein störungsanfälliges oder zeitweise ausfallendes Onlineverkaufssystem zu Verzögerungen, Umsatzausfällen, Kosten zur Behebung der Störungen und Reputationsschäden führen. Sollte auf Trends im Onlineverkauf nicht reagiert werden, könnten Kunden zur Konkurrenz abwandern. Auch können längerfristige IT-Ausfälle oder Fehler in der Anbindung an Fremdplattformen zu erheblichen Umsatzausfällen führen. ETERNA begegnet diesem Risiko, indem das Projekt "Tech Stack" gestartet wurde, das eine innovative, aktuelle und zukunftsorientierte Softwarelandschaft zum Einsatz bringt, welche über die kommenden Jahre implementiert werden soll. Die Einschätzung, dass es zu Risiken bei der Kommunikations- und Informationstechnologie kommt, wird als unwahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als mittel eingeschätzt. J - Risiken aus Retailaktivitäten Eine wachsende Bedeutung innerhalb der ETERNA Gruppe kommt dem Geschäftszweig Retail zu, zu welchem insbesondere die in der ETERNA Gruppe betriebenen Einzelhandelsgeschäfte gehören. Das Führen und der weitere Ausbau von eigenen Brand-Stores erfordern umfangreiche Investitionen der ETERNA Gruppe. Mit der Eröffnung weiterer Einzelhandelsgeschäfte kann sich auch der Aufwand für den Betrieb der Einzelhandelsgeschäfte im Bereich Retail erhöhen. Für die Einzelhandelsgeschäfte werden regelmäßig langfristige Mietverträge mit festen Konditionen abgeschlossen. Eine Verschlechterung der Frequenz von Kunden und der Konvertierungsrate von Kunden, welche die Retailgeschäfte besuchen, kann sich negativ auf die Rentabilität im Retail-Geschäftszweig auswirken. Durch den stark wachsenden Onlinehandel kann es außerdem zu Kannibalisierungseffekten kommen, wodurch sich die Rentabilität für bestehende Retailstores verringern kann. Die Einschätzung, dass es zu Risiken aus Retailaktivitäten kommt, wird als wahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als mittel eingeschätzt. K - Risiken aus Pandemien Die Corona-Pandemie hat zu verschiedenen Gegenmaßnahmen geführt. Unter anderem wurden beim Einzelhandel im Bekleidungsbereich teilweise oder ganz Geschäftsschließungen für bestimmte Zeiträume angeordnet. Da der ETERNA-Konzern direkt und indirekt überwiegend vom stationären Bekleidungshandel abhängig ist, können sich bei einer Verschärfung weiterer Gegenmaßnahmen Umsatzverfehlungen ergeben, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Dass es erneut zu restriktiven Maßnahmen wie z.B. Lockdowns kommt, wird vom aktuellen Standpunkt als unwahrscheinlich angesehen. Mögliche Auswirkungen solcher Maßnahmen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden aber als hoch eingeschätzt. L - Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt Durch den Russland-Ukraine-Konflikt ab Februar 2022 wurde die europäische Sicherheits- und Friedensordnung massiv und nachhaltig erschüttert. Die diplomatischen Bemühungen der EU und der USA erzielten bislang keinen Erfolg. Überdies zieht der Konflikt weitere Kreise. Die westliche Staatengemeinschaft bezieht gegenüber Russland Position. Ein Ost-West-Konflikt, der an Zeiten des Kalten Krieges erinnert, tut sich wieder auf. Dieser Konflikt hat auch unmittelbar zu entsprechenden wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber Russland geführt. Für den ETERNA-Konzern bedeutet das, dass mit Ausfall von Umsätzen zu rechnen ist. Hierbei handelt es sich aber im Verhältnis zum Gesamtumsatz des ETERNA-Konzerns um einen nicht wesentlichen Anteil, der zu keiner Bestandsgefährdung führen wird. Mittelfristig kann auch durch diese Sanktionen (besonders bei Gas und Öl) die Inflation länger auf dem bereits hohen Niveau bleiben bzw. sich verschärfen und es kann zu einer Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik bis hin zu einer Rezession kommen. Die Einschätzung, dass es zu Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt kommt, wird als wahrscheinlich angesehen, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als mittel eingeschätzt. Darüberhinausgehende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind derzeit nicht bekannt. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus unserer Sicht zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Chancenbericht Die systematische Identifikation und Realisierung wertsteigernder unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur Sicherstellung profitablen Unternehmenswachstums sowie zur Erreichung finanzieller und strategischer Unternehmensziele. Kurzfristige Chancen, verstanden als potenzielle, positive Abweichungen vom geplanten operativen Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr, werden in regelmäßigen Abständen zentral erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Planungen und Prognosen maßgeblich wegen der Folgen von Covid-19 und dem Ukraine Krieg nicht erfüllt. Chancen ergeben sich aus den Produkten, die in den Kollektionen angeboten werden. Insbesondere die Hero-Shirts haben sich in der Vergangenheit als Erfolgstreiber herausgestellt. Zudem ergeben sich Chancen aus dem initiierten Tech Stack-Projekt, bei dem die bestehende IT-Systemlandschaft durch eine innovative, aktuelle und zukunftsorientierte Softwarelandschaft abgelöst wird. Im Rahmen dieser Unternehmensdigitalisierung können sich weitere Wachstumsfelder z.B. durch die Verknüpfung aller Absatzkanäle (Omnichannel) ergeben oder effizienzsteigernde Abläufe und Prozesse durch eine gesteigerte Datentransparenz ergeben. 2022 wurde bereits der Onlinekanal erfolgreich angeschlossen, wodurch sich Potentiale für 2023 und die kommenden Jahre ergeben. Das langfristige Chancenmanagement ist unmittelbar mit der Unternehmensplanung verknüpft. Identifizierte und anhand ihres Beitrags zum Unternehmenswert bewertete Chancen fließen in die jährliche Budget- und langfristige strategische Planung ein. Dabei trifft die Geschäftsführung im Austausch mit den operativen Einheiten die Entscheidung hinsichtlich ihrer Realisierung und teilt die dazu notwendigen Ressourcen zu.
Passau, 1. August 2023 Henning Gerbaulet, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022der eterna Mode Holding GmbH, PassauAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022der eterna Mode Holding GmbH
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022der ETERNA Mode Holding GmbHI. Allgemeine Angaben
Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau und der übrigen, in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich ausschließlich um Software mit einer Nutzungsdauer von 1, 3 oder 5 Jahren. Der Firmenwert der ETERNA Mode GmbH betrifft vor allem den seit Gründung 1863 aufgebauten selbstgeschaffenen Markennamen "ETERNA". Aufgrund der langfristig ausgerichteten Firmenstrategie zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Marktposition wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren gewählt. In dieser Einschätzung spiegelt sich auch die vorhandene und noch zu erwartende Bestandsdauer des Unternehmens und seiner Produkte wider. Der Firmenwert aus der Erstkapitalkonsolidierung der ETERNA Mode GmbH wird linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der Firmenwert planmäßig vollständig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Erwerbsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet, soweit es sich um bewegliche Wirtschaftsgüter handelt. Die Abschreibungen wurden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Abschreibungen für Zu- und Abgänge werden zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten und Herstellungskosten bewertet, soweit nicht der Ansatz eines niedrigeren beizulegenden Wertes geboten ist. Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden in die Herstellungskosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert, soweit nicht Einzelabwertungen geboten sind. Für das allgemeine Kreditrisiko und für Erlösschmälerungen wird eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die Handelsbilanz wird unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" durchgeführt. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2018 G für die Pensionsversicherung von Dr. Heubeck. Der Rechnungszinsfuß beträgt 1,78 % p.a. auf Basis des Durchschnittzinssatzes der letzten zehn Geschäftsjahre ohne Berücksichtigung eines Anwartschaftstrends, aber unter Berücksichtigung eines Rententrends von 2,00 % p.a. (für die Zeit ab Rentenbeginn). Ein Gehaltstrend wird nicht berücksichtigt, da dieser keinen Einfluss auf die Rentenhöhe hat. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung unter Verwendung des durchschnittlichen Zinssatzes für die letzten zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz unter Verwendung des durchschnittlichen Zinssatzes der letzten sieben Geschäftsjahre beträgt zum Bilanzstichtag 34 TEUR (Vj. 52 TEUR). Dabei wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit (mittlere Duration) der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Diese Vorgehensweise ist aus Gründen der Bilanzstetigkeit in folgenden Abschlüssen grundsätzlich beizubehalten. Pensionsrückstellungen nach slowakischem Recht wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in voller Höhe mit einem Rechnungszinsfuß von 1,35 % bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommt die Einfrierungsmethode für die Abbildung der ökonomischen Sicherungsbeziehungen zur Anwendung und die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko werden nicht bilanziert. Aufwendungen und Erträge werden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung verbucht, wenn sie betrieblich veranlasst bzw. realisiert sind. III. Konzernaufstellungspflicht Für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2006 bis zum 31. August 2006 trat erstmalig eine Konzernaufstellungspflicht ein. Die Erstkonsolidierung wurde zum 1. Juli 2006 durchgeführt. IV. Konsolidierungskreis und Stichtag In den Konzernabschluss wurden neben der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau, folgende Unternehmen einbezogen:
Der Bilanzstichtag des Mutterunternehmens ETERNA Mode Holding GmbH sowie der Tochterunternehmen ist der 31. Dezember. V. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB. Die Anschaffungskosten der Anteile werden dabei mit den auf diese Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals zum 1. Juli 2006 verrechnet. Zum 1. Juli 2006 wurden 100% der Aktien der ETERNA Mode AG, Passau erworben. Als Übertragungsstichtag wurde für Zwecke der Kapitalerstkonsolidierung der 1. Juli 2006 gewählt. Die ETERNA Mode AG firmierte durch formwechselnde Umwandlung im August 2007 in die ETERNA Mode GmbH um. Mit dem Erwerb der Anteile an der ETERNA Mode GmbH erwarb zum 1. Juli 2006 die ETERNA Mode Holding GmbH auch indirekt die Beteiligung an der eterna s.r.o., Banovce, Slowakei, da die ETERNA Mode GmbH ihrerseits 100% der Anteile an der eterna s.r.o. hielt. Handelsrechtlich war damit zum 1. Juli 2006 die eterna s.r.o. auch in den Konzernabschluss der ETERNA Mode Holding GmbH einzubeziehen. Daher wurde auch für den Erwerb der eterna s.r.o. als Übertragungsstichtag für Zwecke der Kapitalerstkonsolidierung der 1. Juli 2006 gewählt. Im August 2006 wurden 100% der Anteile an die ETERNA Mode Holding GmbH übertragen. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Aus der Kapitalerstkonsolidierung der ETERNA Mode GmbH ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 96.573 TEUR. Die laufende Firmenwertabschreibung beträgt 0 TEUR. Aus der Kapitalerstkonsolidierung der eterna s.r.o. ergab sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt ein negativer Unterschiedsbetrag von 621 TEUR. Der negative Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam ebenfalls über 15 Jahre aufgelöst. Die jährliche Auflösung beträgt 41 TEUR. Aufgrund des Beteiligungserwerbs im August 2006 wurde mit der ertragswirksamen Auflösung zum 1. September 2006 begonnen und im Konzernabschluss 2021 abgeschlossen. Schuldenkonsolidierung Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen eliminiert. Zwischenergebniseliminierung Die aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr resultierenden Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Sie betreffen den Zwischengewinn auf Konzernvorräte. Aufwendungs- und Ertragskonsolidierung Erträge und Aufwendungen zwischen den verbundenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. VI. Währungsumrechnung Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr erfolgt nach § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs. Durch den Beitritt der Slowakei zur Eurozone wurde am 01 .Januar 2009 die Bilanzierung auf Euro umgestellt. Die bis zum 31. Dezember 2008 aufgelaufenen Währungsdifferenzen werden als gesonderter Währungsausgleichsposten im Eigenkapital fortgeführt. VII. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Konzern-Anlagespiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde keine außerplanmäßige Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen (31.12.2021: 143 TEUR). Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen eine Restlaufzeit von einem Jahr auf. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 412 TEUR (31.12.2021: 419 TEUR) ausgewiesen. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Latente Steuern Folgende Differenzen bestehen zwischen Steuerbilanz- und Handelsbilanzwerten per 31. Dezember 2022:
Für den in der Einzelbilanz der ETERNA Mode GmbH passivierten Sonderposten mit Rücklageanteil wurde vom Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht. Dieser Sonderposten ist im Konzernabschluss nicht zulässig. Er wurde gem. Artikel 54 Abs. 2 EGHGB mit 69,7% den Konzerngewinnrücklagen zugeordnet (Eigenkapitalanteil des Sonderpostens). Für die restlichen 30,3% des Sonderpostens wurde eine Rückstellung für latente Steuern passiviert (Fremdkapitalanteil des Sonderpostens). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinalten folgende wesentliche Positionen in TEUR:
Verbindlichkeiten Die Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Darstellung zu entnehmen:
Es waren keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren vorhanden. Art der Sicherheiten: Die Bankverbindlichkeiten sind besichert durch Briefgrundschulden, Sicherungsübereignung des Sonstigen Inventars und Vorratsvermögen sowie Verpfändung der Gesellschaftsanteile an der eterna s.r.o. und der ETERNA Mode Holding GmbH. VIII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie zur Konzernkapitalflussrechnung 1. Umsatzerlöse
Wesentliche Exportländer sind Dänemark, Österreich, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Belgien, Irland und Großbritannien. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 5.103 TEUR (Vj.: 55.293 TEUR) sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 346 TEUR (Vj. 155 TEUR) sowie aperiodische Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 253 TEUR (Vj.: 396 TEUR) enthalten. 3. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von 2.292 TEUR enthalten. Außergewöhnliche Aufwendungen 2022 - Detail
Bei TECH STACK handelt es sich um Aufwendungen für das Projekt, bei dem die bestehende IT-Systemlandschaft durch eine innovative, aktuelle und zukunftsorientierte Softwarelandschaft abgelöst wird. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von 3.801 TEUR aus Corona-Hilfen enthalten. 4. Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst die Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten". IX. Sonstige Angaben 1. Außerbilanzielle Geschäfte Wartungsverträge: Zweck: Die Wartungsverträge beinhalten die entsprechende Wartung von Gebäuden und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Mietverträge: Zweck: Anmietung von Verkaufsflächen. Die Vorteile aus den betreffenden Mietverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Mietverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Mietzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potentiellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen in Höhe von insgesamt 13.815 TEUR. Davon sind im Folgejahr fällig: 5.310 TEUR, im 2. bis 4. Jahr fällig 7.266 TEUR, ab dem 5. Jahr fällig 1.238 TEUR. Das Bestellobligo aus Investitionen beträgt 0 TEUR. Das Bestellobligo für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beträgt 3.382 TEUR. Die Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung betragen 73 TEUR. 3. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
4. Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten Zum 31.12.2022 bestehen Devisentermingeschäfte für USD zur Absicherung von Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Zwischen den Devisentermingeschäften (Sicherungsinstrument) und den hinsichtlich Umfang und zeitlichen Anfall geplanten Fremdwährungsverbindlichkeiten (Grundgeschäft) wurden antizipative Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet, da sich die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften in Höhe von 17.300 TUSD im Sicherungszeitraum 2023 voraussichtlich ausgleichen werden.
5. Honorar für Abschlussprüfer Das Gesamthonorar beträgt 30 TEUR (Vj.: 35 TEUR) für die Jahresabschlussprüfung. 6. Organe Geschäftsführung: Herr Henning Gerbaulet, Dipl. Kaufmann Beirat: Herr Dr. Adrian Kiehn, Managing Partner der Perikles Ventures GmbH (Beiratsvorsitzender) Herr Dr. Daniel Terberger, Vorstandsvorsitzender der KATAG AG Herr Christoph Braks, Direktor der QUADRIGA CAPITAL Eigenkapitalberatung GmbH Herr Andreas Jaufer; Geschäftsführer der Robus Capital Management Ltd Herr Dr. Felix Kreyer, Mitglied der Unternehmensleitung bei der E. Breuninger GmbH & Co. 7. Gesamtbezüge des Beirats Die Gesamtbezüge des Beirats gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB betragen 102 TEUR. 8. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wurde in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 9. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Der vorliegende Konzernabschluss wurde von der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau, aufgestellt. Nach der gesetzlichen Regelung des § 264 Abs. 3 HGB befreit dieser Konzernabschluss die
von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 offen zu legen. 10. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag Aufgrund der angespannten Liquiditätssituation im 1. Quartal 2023 erhielt die für den Konzernabschluss wesentliche Tochtergesellschaft ETERNA Mode GmbH im Februar 2023 seitens der Gesellschafter des Mutterunternehmens ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von 2,3 Mio. EUR. Gleichzeitig wurde Anfang 2023 ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 als Basis für die Neustrukturierung der Finanzierung der ETERNA Gruppe in Auftrag gegeben. Das endgültige Gutachten wurde Ende Juli 2023 vorgelegt und geht unter Voraussetzung der weiteren Umsetzung des bereits begonnenen Transformationsprozesses sowie einer Umsetzung des vorgelegten Finanzierungskonzepts von einer positiven Fortführungsprognose für den Konzern aus. Im Rahmen des Gutachtens wurde ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf in Höhe von 6,6 Mio. EUR identifiziert. Einhergehend mit einer Umstrukturierung im Gesellschafterkreis haben sich Gesellschafter des Mutterunternehmens ETERNA Mode Holding GmbH im Juli 2023 bereit erklärt eine Finanzierung mit einem Gesamtvolumen von 8,2 Mio. EUR zur Verfügung zu stellen. Am 1. August 2023 wurde ein Teilbetrag von 3,8 Mio. EUR in Form eines Darlehens ausbezahlt. Weitere 1,3 Mio. EUR flossen direkt in die Tilgung des Überbrückungsdarlehens. Darüber hinaus wurde mit den Gläubigern des Schuldscheindarlehens vereinbart, dass der neue Hauptgesellschafter des Mutterunternehmens ETERNA Mode Holding GmbH 45% der bestehenden Verbindlichkeiten übernimmt und diese fortan als Darlehen an die ETERNA Mode GmbH gewährt. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die wesentlichen Einfluss auf die Lage des Unternehmens haben, sind nicht eingetreten. 11. Ergebnisverwendung Bei der ETERNA Mode Holding GmbH besteht zum 31. Dezember 2022 ein Jahresverlust von 1.849.980,30 EUR. Der Verlust wird voraussichtlich auf neue Rechnung vorgetragen.
Passau, den 1. August 2023 ETERNA Mode Holding GmbH DIE GESCHÄFTSLEITUNG Henning Gerbaulet, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022eterna Mode Holding GmbH
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ETERNA Mode Holding GmbH, Passau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ETERNA Mode Holding GmbH, Passau und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ETERNA Mode Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eggenfelden, den 8. August 2023 consaris
AG
Collin Späth, Dipl.-Volkswirt, Wirtschaftsprüfer GESELLSCHAFT Anton Stockinger, Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. |
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