Accentis Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Wohlfarth seit 19.10.2006 | Geschäftsführer |
Klaus Wohlfarth seit 19.10.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
KW Automotive GmbHEigenbeteiligung | 50.00% |
KW Automotive GmbHEigenbeteiligung | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KW Automotive GmbHFichtenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie KW Automotive GmbH (nachfolgend auch Gesellschaft oder kurz KW genannt) beschäftigt sich mit der Entwicklung, Optimierung und Fertigung von Fahrwerkslösungen zur Individualisierung, insbesondere für Personenkraftwagen. Das Kerngeschäft des Unternehmens bezieht sich auf innovative, höhen- und leistungsverstellbare Produkte für das KFZ-Aftermarkt-Geschäft. Zusätzlich ist die KW als Entwicklungsdienstleister und OE-Kleinserienhersteller tätig, sofern die Anforderungen an die Fahrwerkprodukte im anspruchsvollen Marktsegment liegen. Zudem kamen in den Jahren weitere Geschäftsfelder hinzu. Seit 2011 entwickelt und vertreibt die KW Sim-Racing Produkte. Welche mittlerweile unter den Markennamen RaceRoom, Ascher und Tracktime vertrieben werden. Außerdem werden seit 2013 Spurverbreiterungen in den bereits bestehenden Vertriebsstrukturen angeboten. Im Jahr 2021 wurde die Gesellschaft um zwei weitere Gesellschaften und damit zwei Geschäftsfelder ergänzt. Die neu gegründete BBS automotive GmbH (nachfolgend auch BBS genannt) beschäftigte sich ursprünglich mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Rädern im Premiumsegment. Zum Oktober 2022 übernahm die KW die alleinige Verantwortung für den Vertrieb, das Marketing und die Lagerhaltung des Aftermarkt Segments. Die BBS ist seither rein für den Vertrieb im OE-Segment, sowie für die Produktion der Räder (OE und Aftermarkt) zuständig. Im Rahmen eines Share Deals wurden außerdem die KW Damping Technology S.A. (Unipersonal Society) (ehemals AL-KO Record, S.A.) (nachfolgend auch KW Damping genannt) und deren Tochterunternehmen AL-KO Automotive Parts Manufacturing (Ningbo) Co. Ltd. übernommen. Diese beschäftigen sich mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von industriell gefertigten Dämpfern als Zulieferer im IAM und OEM-Segment, aber auch innerhalb der Unternehmensgruppe. Dabei verfolgt die KW eine Mehrmarkenstrategie, über die die Produkte in verschiedenen Marktsegmenten und unterschiedliche Distributionswege angeboten werden Die Marke "KW" ist Marktführer und Innovationsmotor für individuell in der Höhe und Dämpfung einstellbare Gewindefahrwerke. Die Fahrwerksanwendungen unterteilen sich in folgende Produktgruppen: "Street Comfort" deckt dabei die Kundengruppe ab, welche Wert auf ein erhöhtes Maß an Fahr- und Bedienkomfort legt. Mit den Serien "KW V2 Comfort", "KW V3 Leveling", "KW Hydraulic Liftsystem" und "KW Gewindefedern" wird eine große Auswahl geboten. Dabei kann zwischen in der Zug- als auch Druckstufe einstellbaren, sowie elektronisch höhenverstellbaren Fahrwerken gewählt werden. Unter "Street Performance" werden Fahrwerke mit einer maximalen Tieferlegung für Straßenfahrzeuge und auf Wunsch individuell einstallbarer Zug- und Druckstufenkräfte angeboten. Dadurch kann der persönliche Fahrspaß individuell von komfortabel bis sportlich abgestimmt werden. Bestandteil sind darin die Serien "V1 - V5 KW Gewindefahrwerke", sowie die "KW DDC Gewindefahrwerke". Mit den "Track Performance" Gewindefahrwerken werden straßenzugelassene Sportwagen bedient, welche speziell an Track Days oder Motorsportveranstaltungen genutzt werden. Dabei kann zwischen mehreren leistungseinstellbaren Rennsportdämpfern für den professionellen Motorsport gewählt werden. Diese werden durch die Serien "KW V3 - V5 Clubsport Gewindefahrwerke" und "KW Racing" Fahrwerke abgedeckt. Zusätzlich deckt der Bereich "KW competition" speziell für den Motorsport entwickelte Dämpfer- und Fahrwerksentwicklungen ab. Dabei wird die neuste Technologie eingesetzt und im Motorsport erprobt, welche auch die Basis für neue Technologien im Aftermarkt darstellt. Auch immer mehr an Bedeutung gewinnen die Bereiche Private Label und OEM. Während die Hauptzielgruppe der Gesellschaft im Aftermarkt liegt, gibt es gerade in diesen Bereichen in den letzten Jahren deutliche Entwicklungen nach oben. Dies ist auf die erweiterten Kernkompetenzen der KW Gruppe zurückzuführen die oft als erste Anlaufstelle für Fahrwerkslösungen angesehen wird. Seit 2005 ist die Marke "ST suspensions" Bestandteil der KW automotive GmbH. ST ist im mittleren Markt- und Preissegment angesiedelt. Die Fahrwerkkomponenten basieren dabei auf der etablierten KW-Technologie. Zusätzlich bietet ST die Option Fahrwerkkomponenten in Optik und Funktion individualisiert zu bestellen. Die "ST Gewindefahrwerke" ermöglichen in verschiedenen Ausführungen eine individuelle Tieferlegung. Neben der Höhe kann dabei je nach Variante auch die Zugstufe, die Uniball-Stützlager und die Druckstufe in High- und Lowspeed eingestellt werden. Abgedeckt wird dies durch die Serien "ST X", "ST XA", "ST XTA" und "ST XTA plus 3". Zusätzlich kann individuell die Federnfarbe und Feder aus einem großen Programm gewählt werden. "ST Gewindefedern" verwandeln das Serienfahrwerk in ein höhenverstellbares Gewindefahrwerk. Dabei kann auch die elektronische Dämpfereinstellung weiter genutzt werden. Auch hier können Federnfarbe und Feder individuell ausgewählt werden. Mit den "ST Distanzscheiben" können Spurverbreiterungen präzise in 2,5-mm-Schritten pro Seite gewählt werden. Dabei stehen mit "DZX" und "AZX" zwei Systeme zur Verfügung. Das "DZX"-Durchstecksystem bildet bis zu zwölf Lochkreise ab und ist für Fahrzeuge mit Radschrauben und Radbolzen geeignet. Das "AZX"-Anschraubsystem ist für die Montage an Fahrzeugen mit Radschrauben und Radstehbolzen geeignet. "ST-Sportfahrwerke" bieten ein sportliches Fahrverhalten mit einer festen Tieferlegung und einem fest eingestellten Dämpfersetup. "ST Höherlegungskits" eignen sich für einen Niveauausgleich oder zum Erhöhen der Bodenfreiheit des Fahrzeugs. "ST Sportfedern" sind perfekt auf die Seriendämpfer abgestimmt und steigern die Optik des Fahrzeugs. Mit der Marke "ap Sportfahrwerke" rundet die KW Automotive GmbH ihr Portfolio an qualitativ hochwertigen Fahrwerkanwendungen nach unten ab. Die Gewindefahrwerke, Sportfahrwerke und Tieferlegungsfedern richten sich an preisbewusste Käufer. Ein straffes Lieferprogramm mit lediglich 400 Fahrzeuganwendungen und eine Produktlinie in der Höhe einstellbarer Gewindefahrwerke sind das Herz des Lieferprogramms. Seit 2021 ist die Marke "BBS" Teil der KW Automotive GmbH. Aus der Idee im Motorsport das perfekte Rad nutzen zu können, erfand BBS das Leichtmetallrad in gewisser Weise nicht neu, aber optimierte es grundlegend. Dabei wird in 3 Technologien und verschiedenen Design-, sowie Produktkategorien unterschieden. Die "Forging Technology" ermöglicht hochwertige Schmiederohlinge mit revolutionären Raddesigns und enorm leichten Radgewichten zu fertigen. Das "Flow Forming Verfahren" macht das Rad leichter und verbessert gleichzeitig die Qualität der Metalllegierung. Das "Casting" stellt mit einem Gussrohling die Basis der Verfahren dar. Mit den insgesamt 4 Designrichtungen, "Classic Design", "Utility Design", "Motosport Design" und "Performance Design" werden alle Kundenwünsche abgedeckt. Neu hinzugekommen ist die durch Klaus Wohlfarth und seinem Team entwickelte Innovation BBS Unlimited. "BBS Unlimited - ein Rad für alle!" ist die neuste Produktkategorie. Die in Deutschland gefertigten BBS Unlimited Leichtmetallräder passen dank ihrem innovativen Nabenadapter-System nahezu an alle gängigen Fahrzeuge. Dadurch sind diese grenzenlos und unlimitiert einsetzbar. Zusätzlich kann die Radbreite, Raddimension, Radfarbe, Radkonkavität und vieles mehr individuell festgelegt werden. 2021 wurde aus der AL-KO Gruppe die langjährige industrielle Fertigungsexpertise für Stoßdämpfer übernommen und um Technologien der KW automotive Gruppe ergänzt. Dies wird nun auch über die Neufirmierung "KW Damping Technology S.A." zum Ausdruck gebracht. KW Damping dient dabei als Dämpferlieferant für namhafte Hersteller und auch innerhalb der KW Gruppe. Die Marke "RaceRoom" bündelt B2B- und B2C-Aktivitäten im Bereich des stark wachsenden SimRacing-Segments. Unter der Marke "RaceRoom" bündelt die Gesellschaft ihre gesamten Aktivitäten im SimRacing Rennsport und bietet Produkte für den anspruchsvollen Sim Racer. Seit 2021 zählt auch "Ascher Racing" zur KW-Markenwelt. In der Szene zählen, die von Ascher Racing entwickelten und gefertigten Premium-Lenkräder mit zur populärsten Hardware im virtuellen Motorsport. Die unter dem Markennamen "Tracktime" entwickelten Produkte können in allen Spielsystemen genutzt werden, wie z. B. PC, Playstation oder Xbox. Die hohe Funktionalität der Produkte sollen den optimalen Spielgenus bis hin zur realen Simulation bieten. Hierbei deckt man vom Einsteiger bis zum professionellen 3Motion Simulator-System alle Bedürfnisse der SimRacing Enthusiasten ab. Neben den Rennsitzsystemen bietet man viel Zubehör für den anspruchsvollen Anwender. Weitere Marken in der KW Gruppe: Innerhalb der KW Gruppe sind noch weitere Marken angesiedelt. "Belltech" bedient ausschließlich den nordamerikanischen Markt mit zahlreichen Dämpfer- und Fahrwerksanwendungen für Pickup Trucks. 2. Forschung und Entwicklung Der Slogan " Für jeden Anspruch das richtige Fahrwerk!" ist bereits seit Jahren bei der KW integriert. Dabei ist dies nicht nur eine vielsprechende Werbebotschaft, sondern stellt zeitgleich die konkrete strategische Ausrichtung des Unternehmens dar. Bei der Marke BBS, wird seit Oktober 2022 und der damit verbundenen Übernahme des Aftermarkt Geschäfts mit dem Slogan " Technik aus dem Motorsport" geworben. Durch Partnerschaften in die Formel 1 und der NASCAR Serie soll dies untermauert werden. Dabei ist es der KW ein besonderes Ziel sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kunden und Zielgruppen zu orientieren und den Ansprüchen gerecht zu werden. Im Jahr 2023 wurden im Bereich Fahrwerksanwendungen 88 Anwendungen entwickelt. Besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung von KW-Variante 3 und KW V3 Leveling Gewindefahrwerken mit 22 Entwicklungen. Fast 65% aller Entwicklungen waren Fahrwerksanwendungen für die Marke KW. Kundenspezifische Entwicklungen hatten einen Anteil von 31,5%. Im Jahr 2023 konnten gleich mehrere spannende Projekte realisiert werden. So ist KW stolzer Ausstatter des auf 77 Exemplare limitierten Porsche 911 GT3 R Rennsport. Dieser ist nicht nur der teuerste "Serien-Porsche-911" aller Zeiten, sondern überzeugt auch in den Punkten Design und Performance. Audi wandte sich mit Ihrem Azubiprojekt, einem Jubiläumsmodell des "NSU EP4" an KW. So konnte KW auch dieses Einzelstück mit seiner Fahrwerkstechnologie ausrüsten. Zusätzlich setzte Rimac einen neuen Streckenrekord für Serien-Elektroautos auf der Nordschleife mit KW als Serienausstatter. Dabei konnte Rimac mit ihrem Nevera den vorherigen Rekord um 20 Sek. unterbieten und setzte eine Zeit von 7:05.298 Minuten. Ähnliches gelang zusammen mit Manthey und einem Porsche Cayman 718 GT4 RS. Dabei konnte die Rundenzeit nach Einbau des Manthey-Kit, welches ein KW-Gewindefahrwerk enthält, um 6,179 Sekunden verbessert werden. Im Bereich der Elektrofahrzeuge gab es unter anderem Neuentwicklungen für den VW ID Buzz, Porsche Taycan, sowie weitere Entwicklungen für Tesla Model 3 und Tesla Model Y Fahrzeuge. Es wurde ein Entwicklungsbudget von mehr als 5,9 Mio. EUR (VJ 3,7 Mio. EUR) bereitgestellt. Dies ist abermals ein neuer Rekord in der Firmengeschichte. Diese Investitionen sind notwendig, um sich weiterhin die Innovationsführerschaft zu sichern, um auch in Zukunft bestens aufgestellt zu sein. Diese Investition in die Zukunft wird von uns nicht aktiviert, sondern direkt als Aufwand ergebnismindernd berücksichtigt. Im Bereich Radanwendungen konnten 65 Neuentwicklungen realisiert werden. Die neuste Entwicklungsserie BBS Unlimited Technologie wurde damit weiter ausgebaut. Langfristig soll für nahezu alle gängigen Fahrzeuge eine Anwendung zur Verfügung stehen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft: Auch das Jahr 2023 wurde vom Einmarsch Russlands in die Ukraine geprägt. Mittlerweile hat sich die Lage zu einem Abnutzungskrieg entwickelt. Durch die verhängten Sanktionen gegenüber Russland war auch Deutschland gezwungen sich nach alternativen Energielieferanten umzuschauen. Bedingt durch den Gaslieferstopp aus Russland stiegen die Energiepreise im Jahr 2022 rasant an. Aufgrund dessen wurde mit Gültigkeit zum 01. März 2023 die Energiepreisbremse auf Erdgas, Strom und Wärme beschlossen. Verbraucher konnten dadurch 80 Prozent ihrer Jahresverbrauchsprognose 2023 zu gebremsten Preisen beziehen.1 Gleichzeitig verabschiedete die Regierung das Erneuerbare-Energien-Gesetz, welches zum 01. Januar 2023 in Kraft trat. Konkret sollen erneuerbare Energien deutlich schneller ausgebaut und ihr Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent steigen. Zusätzlich urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass Teile des Bundeshaushalts mit dem Grundgesetz unvereinbar und somit nichtig sind. Für 2024 ist so ein Haushaltsdefizit von rund 17 Milliarden Euro entstanden. Diese Lücke soll zum einen durch Einsparungen im Bereich Verkehr, Umwelt und Arbeit zur Folge haben, gleichzeitig werden weitere Belastungen auf die Bürger und Unternehmen zukommen. Auch ungewiss gestaltet sich die Situation rund um den Gaza-Streifen. Am 07. Oktober 2023 beschoss die radikalislamische Terrorgruppe Hamas Israel mit Raketen und tötete dabei fast 1.500 Menschen und verletzte weitere 3.000. Zudem wurden mehr als 200 Menschen als Geiseln genommen. Israel reagierte mit einer massiven Militäroperation. Die humanitäre Situation in dem Gebiet ist sehr schwierig. Eine zeitnahe friedliche Lösung beider Parteien scheint aktuell nicht in Sicht.2 Die hohe Inflation war auch im Jahr 2023 ein weiterhin beherrschendes Thema, bei einer gleichzeitig schwachen Wirtschaft. Auch wenn die Inflationsrate mit 5,90% im Jahr 2023 unter den 6,90% aus dem Vorjahr lag, machten die Preissteigerungen den Verbrauchern weiter zu schaffen.3 Aktueller Haupttreiber ist die Teuerung aller Güter, vor allem aber sind die Kosten für Energie und Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen. Dies sorgte dafür, dass in allen Gehaltsrunden, die im Jahr 2023 geführt wurden, Gehaltserhöhungen von um die 10% inklusive Sonderzahlungen gefordert wurden. Die Leitzinsen stiegen im Jahr 2023 weiter an. So liegt der Leitzins der EZB für Hauptrefinanzierungsgeschäfte seit dem 20. September 2023 bei 4,5 Prozent. Derzeit sind weitere Erhöhungen nicht zu erwarten.4 Einen Überblick über die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Inland mit Vorjahresvergleich gibt nachfolgende Tabelle: Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland ist weiterhin deutlich geschwächt. So ging das BIP 2023 zurück, bei einer zwar gesunkenen aber weiterhin hohen Inflationsrate. Im ersten Halbjahr beeinflussten die Inlandsinvestitionen das Wachstum negativ wohingegen ein Rückgang der Importe das BIP-Wachstum stützte. Im zweiten Halbjahr drehte sich dieser Effekt und die inländische Verwendung stütze das Wachstum, wohingegen die Exporte ein negatives Wachstum bei gleichbleibenden Importen aufwiesen.8 Branchenbezogen: Im europäischen Markt greifen neue Marktakteure ein, welche etablierte Zulieferer verdrängen. Dies macht einen europäischen Standort in einigen Bereichen kaum noch wettbewerbsfähig. So ist unter anderem Michelin gezwungen Standorte in Deutschland zu schließen und in das Ausland zu verlagern. Dabei wird nicht nur die Produktion teilweise ausgelagert, sondern auch das Kundenkontaktzentrum.9 Die Produktionskosten und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland haben sich im Jahr 2023 verschlechtert. Die Preissteigerung in Deutschland lag deutlich über der in anderen Volkswirtschaften wie China und den USA. Dies ist insbesondere auf die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs und die steigenden Energiepreise, sowie auch hohe Lohn- und Gehaltsabschlüsse zurückzuführen. Viele deutsche Automobilzulieferer verlieren im internationalen Wettbewerb Marktanteile. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung PwC befinden sich deutsche Zulieferer mit einem durchschnittlichen Wachstum von 13 Prozent deutlich abgeschlagen hinter dem Rest Europas. Allerdings investierten diese mit 16 Milliarden Euro so viel wie nie zuvor. In diesem Bereich fanden sie sich auch entsprechend an der Spitze wieder. Dahingehend bleibt es zu beobachten, inwieweit die Investitionen Früchte tragen werden.10 Insgesamt sind die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich gestiegen. Dabei hat der der Anteil von Elektro- und Hybridfahrzeugen in 2023 weiter zugenommen.11 Lieferengpässe spielen in der Automobilindustrie weiterhin eine große Rolle. So berichteten im Juli 2023 rund 60 Prozent der Unternehmen aus der Automobilindustrie von Lieferengpässen. Dennoch konnten die Lieferzeiten zumindest gegenüber dem Vorjahr in vielen Bereichen gesenkt werden. Eine Entspannung der Lage, sollte allerdings noch etwas dauern.12 Im ersten Quartal 2024 drehte sich die Situation: Der Absatz von E-Autos reduzierte sich deutlich13 2. Geschäftsverlauf und Lage Auch in diesem, durchaus herausfordernden Jahr für die Gesellschaft, konnte abermals ein neuer Umsatzrekord mit einer Umsatzsteigerung von 16,6% realisiert werden. So spielte dabei auch der Ganzjahreseffekt durch die Übernahme des BBS Aftermarkt eine Rolle. Aber auch außer Ansatz dieses Effekts liegt der Umsatz 5,2% über dem Vorjahresniveau. Bedingt durch die Preiserhöhungen, welche im Jahr 2022 aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise durchgeführt wurden und der anhaltenden Inflation, waren die Umsätze in den Produktgruppen KW, ST, ap und RR rückläufig. Besonders die Marke ST, welche sich im mittleren Preissegment ansiedelt, litt unter diesen Effekten, was zu einem Rückgang im zweistelligen Prozentbereich führte. War im letzten Jahr die Nachfrage nach Premiumprodukten der Marke KW ungebrochen, erlitt auch diese in diesem Geschäftsjahr einen Rückgang. Dahingegen sticht in diesem Jahr umso mehr die Umsatzentwicklung im OE-Bereich heraus. Dies zeigt, dass KW-Produkte bei zahlreichen OE-Herstellern weiterhin und aktuell mehr denn je gefragt sind. So konnten mehrere Projekte mit namhaften OE-Herstellern realisiert werden. Auch im Bereich Prototypenbau konnte der Umsatz deutlich gesteigert werden. Dabei konnte insbesondere mit einem Partner aus dem Bereich Motorsport ein neues Projekt realisiert werden Die Umsätze gliedern sich wie folgt: Erstattungen aufgrund von Reklamationen sind weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Die ergriffenen Verbesserungen in der Qualitätssicherung und dem Qualitätsmanagement zeigen dabei ihre Wirkung. Die Einkaufspreise haben sich in den meisten Bereichen stabilisiert. Große Preissteigerungen gab es bei der KW gegenüber dem Vorjahr nicht. Auch die Beschaffungssituation hatte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das Beschaffungsvolumen war in diesem Geschäftsjahr deutlich geringer als noch in den beiden Vorjahren. Besonders die Lieferketten zu China waren in den Vorjahren ungewiss, weshalb der Bestand deutlich erhöht wurde. Im Jahr 2023 war das Ziel diesen wieder ein Stück weit abzubauen. Im Bereich der Beschaffung sorgte der gesteigerte Auftragseingang durch OE-Projekte für Bestandserhöhungen, in diesem Bereich. Im Bereich Rennsport konnte KW erstmals ein DTM-Rennauto, den "Toksport WRT From Sim to DTM Porsche 911 GT3 R", sponsern. Das Design kam dabei von JP Performance und hob sich deutlich von den anderen Fahrzeugen ab. Auch der Fahrer Tim Heinemann steht, als Mitarbeiter im Bereich Rennsport Vertrieb, in engem Zusammenhang mit KW. Die KW-Markenwelt war bei jedem DTM-Rennen vor Ort. Dabei wurde auch in der DTM die Fahrer-, Hersteller- und Teammeisterschaft gewonnen. Dies gelang Manthey mit einem Porsche 911 GT3 R und einem KW-Fahrwerk. Weitere Erfolge waren der Gesamtsieg beim 24h-Rennen-Spa-Franchorchamps, sowie in der NLS-Meisterschaft und der NLS-Porsche Endurance Trophy Nürburgring. Anfang des Jahres fanden erstmals Händlerschulungen zur neuen BBS-Unlimited-Technologie statt. Die Rückmeldungen hierzu waren durchweg positiv. Die Implementierung erfolgte über die bereits vorhandenen Händlerstrukturen von KW. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres konnten dabei auch gute Umsatzerfolge erzielt werden, jedoch flachten diese in der Folge ab. Wie auch bei Produkten der Marke KW litten in diesem Jahr auch erstmals Produkte im Premiumsegment unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kamen bei der BBS automotive GmbH hohe Kosten in wesentlichen Bereichen der Produktion, welche mit den Umsätzen nicht gedeckt werden konnten. Dies führte dazu, dass die BBS am 28.09.2023 einen Insolvenzantrag stellen musste. Am 01.12.2023 wurde das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Anfang Dezember hat die BBS bereits einen neuen Investor gefunden, welcher künftig die die Verantwortung für das OE-Geschäft und die Produktion übernehmen wird. Die KW automotive GmbH hält den gesamten Aftermarkt Bestand und die Markenrechte, ist somit in der Lage Ihre Kunden mit BBS-Produkten zu versorgen. Trotz diesen Herausforderungen macht die Entwicklung bei der KW automotive GmbH deutlich, dass sich diese auf dem richtigen Weg befindet. Die Fokussierung wird weiterhin auf der Entwicklung neuer, innovativer Technologien liegen aus denen Produkte für das IAM und OEM Segment entstehen. Die Gesellschaft ist überzeugt, dass dies auf lange Sicht der Weg zu weiteren Erfolgen sein wird. a) Ertragslage Der Umsatz konnte insgesamt um weitere 16,5% gesteigert werden. Bedingt durch die Einbeziehung des BBS-Radgeschäftes erhöhte sich die Materialeinsatzquote in 2023. Einen positiven Einfluss auf die Materialeinsatzquote hatte die stabilen Einkaufspreise im Geschäftsjahr. Somit konnte der Rohgewinn um 3,9 Mio. EUR gesteigert werden. Der seit Oktober 2022 angegliederte Bereich Radanwendungen erzielte dabei einen Umsatzanteil von 11,9%. Die Personalkostenquote sank um 1,4%. In geringem Maße sind zusätzliche Personalkosten für die Übernahme des Aftermarket Geschäftes der BBS- Randanwendungen entstanden. Es konnten aber auch viele besehende Strukturen dafür eingesetzt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in der Quote zum Umsatz gestiegen; in absoluten Zahlen um 7,8 Mio. Euro. Unter anderem haben wir die Marketingkosten deutlich erhöht. Zum einen wurde die Messepräsenz weiter ausgebaut, zum anderen entstand durch die DTM-Kampagne in 2023 zusätzlicher Budgetbedarf. Auch durch die Verbesserung unserer Internetproduktdarstellungen für neue Produkte, wie das neue Radsystem erforderten zusätzliche Aufwendungen. Weitere Kostensteigerungen fanden im Bereich der IT-Infrastruktur statt, höhere Sicherheitsstandards und Aufwendungen für neue Geschäftsbereiche führten hier zu einem Anstieg. Das Abschreibungsvolumen lag im Jahr 2023 auf Vorjahresniveau. Abschreibungserleichterungen und steuerliche Sonderabschreibungen werden so weit wie möglich genutzt. Im Juni 2023 erhielt die KW eine Gewinnausschüttung von ihrem Tochterunternehmen KW Damping Technology SA über 1.500 TEUR. Seit der Übernahme erfüllt die KW Damping Technology SA ihre Umsatz- und Ertragsziele, weshalb nun die erste Gewinnausschüttung seit der Übernahme vorgenommen wurde. Das EBIT 2023 aus dem operativen Geschäft der KW erfüllte die hohen Erwartungen. Belastet wurde das Ergebnis durch den Sondereffekt der BBS-Insolvenz. Trotz, dass der operative Gewinn über dem Vorjahr lag, führt der Sondereffekt BBS zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 21,9 Mio. EUR. Insgesamt belastete der Sondereffekt BBS das Ergebnis mit rund 29,2 Mio. EUR. Davon mussten im Bereich des Finanzanlagevermögens insgesamt 24,5 Mio. EUR Beteiligungsverluste sowie Abschreibungen auf hingegebene Gesellschafterdarlehen realisiert werden. Nicht zuletzt wegen der wichtigen Kunden - Lieferantenbeziehung zwischen KW und BBS wurden darüber hinaus Bürgschaften für Darlehen per Bürgschaft gesichert, um die finanziellen Erfordernisse in Bezug auf die Herstellung der Unlimited Räder realisieren zu können. So wurden Darlehen in Höhe von 3,9 Mio. EUR auf die KW umgeschuldet, sowie rund 0,8 Mio EUR-Bürgschaftsverpflichtungen gewinnmindernd realisiert. Der Exportanteil liegt bei 47,87%. Zu den Top 5 Export Ländern zählen China, Japan, Österreich, Schweiz und USA. Das größte Umsatzwachstum konnte die USA mit 1,45 Mio. EUR beziehungsweise knapp 25% verzeichnen. Auch in Italien konnte der Umsatz um 510 TEUR und damit 82% gesteigert werden. Den größten Rückgang gab es in Kanada mit 430 TEUR, sowie in der Republik Korea mit 286 TEUR. Der Umsatz innerhalb der EU konnte um 24,17% auf einen Umsatzanteil von 14,06% gesteigert werden. Auch in Deutschland stieg der Umsatz um 20,43% auf einen Anteil von 54,22%. Der Umsatz in den Drittländern wurde ebenfalls um 5,67% gesteigert, deren Anteil am Gesamtumsatz sank allerdings auf 31,72%. Insgesamt verkaufte die KW ihre Produkte in 80 Länder. b) Finanzlage Große Investitionen in Sachanlagen wurden über langfristige Kredite gedeckt. Kleine und mittelgroße Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. Auf den Einsatz von Leasingfinanzierungen wurde weitgehend verzichtet. Wesentliche Investitionen, und zwar insgesamt in Höhe von 3.062 TEUR, wurden im Sachanlagenbereich getätigt. Die Gesellschaft zahlt termingerecht, soweit vereinbart unter Abzug von Skonto. Die Finanzlage ist geordnet und stabil. Die Einlagen von Mitarbeitern haben, aufgrund der Auszahlung von Anteilen eines Mitarbeiters, gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen. Weiteres Beteiligungskapital von Dritten gab es nicht. Im Bereich der Finanzanlagen wurden insgesamt Darlehen über 23,6 Mio. EUR an die BBS automotive hingegeben. Aufgrund der laufenden Insolvenz und der Tatsache, dass es sich hierbei um Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO handelt, ist mit einer Rückzahlung nach aktuellem Stand nicht zu rechnen. Zudem besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung über 14,5 Mio. EUR. Die Beteiligung in Höhe von 889 TEUR an der BBS automotive GmbH wurde aufgrund des gestellten Insolvenzantrags vollständig abgeschrieben. Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital und das langfristig zur Verfügung stehende Fremdkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote unter Einbeziehung der Mitarbeitereinlagen beträgt rund 28%, gemessen an der Bilanzsumme. Die Finanzlage des Unternehmens bewerten wir als weiterhin gut und nachhaltig. Die Liquidität der Gesellschaft ist gesichert. Die Auswirkungen der BBS-Insolvenz sind ein Einmaleffekt, das Kerngeschäft Fahrwerkstechnologie ist weiterhin erfolgsgeprägt. c) Vermögenslage Im Sachanlagebereich wurden im Geschäftsjahr gleich mehrere größere Investitionen realisiert. In der mechanischen Fertigung wurden drei neue Drehmaschinen angeschafft. Damit soll der Ausbau der Eigenfertigung weiter voranschreiten, Zielsetzung ist sich unabhängiger am Beschaffungsmarkt zu machen, dadurch vor allem die Flexibilität und die Schnelligkeit der Teileversorgung sicher zu stellen. Gleichzeitig soll der maschinelle Fertigungsgrad erhöht werden, wir setzen daher zunehmend auf Automatisierung. Weitere Investitionen haben wir in der Schweißerei realisiert. Durch die Anschaffung einer Schweißzelle mit Roboteransteuerung, soll die Fertigungstiefe weiter erhöht werden. Dadurch sollen Abhängigkeiten von Zuliefern reduziert werden durch den hohen Grad der Automatisation die Produktivität hochhalten. Zunehmend ist ein hoher Automatisierungsgrad wichtig, unter anderem auch um den Fachkräftemangel zu kompensieren. Die Erhöhung und ein Ausbau der Stückzahlen ohne den Fachkräftebedarf gleichermaßen erhöhen zu müssen ist eine wichtige Zielsetzung, welche die Unternehmung verfolgt. Für die Blechbearbeitung wurden und werden neue Werkzeuge angeschafft, was die Fertigungstiefe in diesem Bereich erhöht. Zur Verstärkung der Datensicherheit wurden 2023 neue Firewalls in Betrieb genommen. Dabei verfügt diese über mehr Sicherheitsfunktionen und eine verbesserte Möglichkeit zur Steuerung und Überwachung, wodurch wir künftig wesentlicher performanter und zukunftsweisender ausgerichtet sind. Zur globalen Steuerung und Überwachung aller Firewalls wurde ein zentrales Firewall-Managementsystem und Netzwerkanalyse-Management eingerichtet. Der Fuhrpark der Gesellschaft erweiterte sich um einen Porsche Taycan 4S Sport und einen Porsche 911 GT3 RS. Diese dienen als Technologie- und Entwicklungsträger sowie als Test- und Ausstellungsfahrzeuge für Semiaktive geregelte Variante 5 Fahrwerke mit Verdränger Technologie und zwei Proportionalventilen. Bei steuerlich geringwertigen Wirtschaftsgütern wird die Sofortabschreibung genutzt. Dies führte zu einer Abschreibung von 83 TEUR. Die Vorräte der KW ohne Berücksichtigung des Bereichs Radanwendungen konnten im Jahr 2023 wie geplant seit Langem erstmals wieder abgebaut werden. Durch den Bereich Radanwendungen kam es allerdings zu einem weiteren Anstieg der Vorräte. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir neben der Umsatzentwicklung, vor allem die Rohgewinn- und Personalkostenquote, sowie die Umsatzrendite heran. Zusätzlich liegt unser Hauptaugenmerk auf der jeweils aktuellen Liquiditätssicherung. In diesem Zusammenhang werden wöchentliche Liquiditätspläne erstellt. Die Rohgewinnquote berechnet sich aus dem Verhältnis von Wareneinsatz zur Betriebsleistung, die Personalkostenquote aus dem Verhältnis von Personalkosten zur Betriebsleistung. Die Umsatzrendite berechnen wir als Jahresergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt weiterhin als gut zu bezeichnen. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Voraussetzung für unseren unternehmerischen Erfolg sind gut ausgebildete, leistungsorientierte Mitarbeiter. Technische, gewerblich Fachkräfte sind derzeit branchenübergreifend sehr gesucht. Daran hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht viel geändert. Im April 2023 wurde die Personalmanagementsoftware "Personio" für alle Mitarbeiter eingeführt. Diese stellt eine effiziente und transparente Personalarbeit sicher. Mitarbeiter können dort alle Personalrelevanten Themen einsehen und das unter Sicherstellung der Einhaltung der DSGVO. Zudem vereinfacht dies die Kommunikation und das Bereitstellen von Informationen. Auch der Bewerberprozess wird hierüber abgewickelt. Damit ist ein weiterer Digitalisierungsprozess abgeschlossen. Mit der Lohnrunde 2023 wurde eine stufenweise Lohnerhöhung um 10% und die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 EUR umgesetzt. Die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie erfolgte mit 200 EUR je Monat ab Januar 2023. Zeitgleich folgte die erste Lohnerhöhung um 3,5% ab dem 01.06.2023. Die weiteren 6,5% Lohnerhöhung folgen dann ab dem 01.04.2024. Auf Grund der anhaltenden Inflation rechnen wir sogar mit einer höheren Lohn- und Gehaltsanpassung, welche im Mittel bei 9-11% liegen wird. Für uns ist es wichtig die individuellen Mitarbeiterwünsche zu kennen und so weit als möglich zu berücksichtigen. Stellen werden nicht nur extern ausgeschrieben, sondern auch intern, um Entwicklungsmöglichkeiten und Veränderungswünsche zu berücksichtigen. Fort- und Weiterbildung wird im Rahmen der KW-Akademie individuell und bedarfsgerecht gefördert. Soweit sinnvoll und möglich bieten wir ein hybrides Homeofficemodell für die Mitarbeiter an. Modernste Arbeitsplätze sorgen für ein motivierendes Umfeld. Als Familienunternehmen ist uns die persönliche Bindung und das gute Betriebsklima ein besonderes Anliegen. Neben einer guten leistungsgerechten Vergütung erhalten die Mitarbeiter zahlreiche Benefits. Die Anzahl der Mitarbeiter (nach §§ 267 (5) und 285 Nr.7 HGB) ist gering um 10 Personen auf 312 gestiegen. Insgesamt sind 361 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl nach HGB verteilt sich auf 53,6% gewerbliche Mitarbeiter, 45,8% Angestellte und 0,6% leitende Angestellte. Derzeit sind 34 Auszubildende im Unternehmen tätig. Im Jahr 2023 konnten wir 10 der 12 Auszubildenden, welche ihre Prüfung erfolgreich bestanden haben, ein Arbeitsplatzangebot unterbreiten, welches diese auch alle angenommen haben. Die Ausbildungsquote liegt bei 9,4 Prozent. Neben dem wichtigen Faktor Mitarbeiter setzt die KW auf ihre Innovationskraft. So wird weiterhin sehr intensiv in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert. Damit sichert sich die Gesellschaft im Bereich der Fahrwerkstechnologie die Marktführerschaft. Anfang Januar konnte die Gesellschaft erstmals das Zertifikat für das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 erhalten. Im Zuge dessen wurde das Gefahrenstoffmanagement ausgebaut und verbessert sowie Schulungen in den betreffenden Bereichen durchgeführt. Auch wurde mit der Datenerhebung für die Erstellung eines CO 2 -Fußabdrucks begonnen. Die Rezertifizierung erfolgte im Dezember 2023. Im Bereich Materialbeschaffung wird bereits seit 2021 das LogIT Lieferantenportal genutzt. Dadurch werden die Warenbeschaffung und Warenannahme digitalisiert. Das Portal vereinfacht für beide Seiten die Abwicklung. Bislang konnten rund 40% aller Einkaufsteile gemessen am Einkaufsvolumen umgestellt werden. Die nächste Aufgabe ist es nun, auch die Lieferanten aus China entsprechend umzustellen. Die Einführung täglichen Shopfloor-Meetings werden Kennzahlen verglichen und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen eingeleitet. So können Maßnahmen schnell und direkt ergriffen werden. Im Jahr 2023 besuchte KW wieder zahlreiche Messen und Events. Diese stellen eine wichtige Säule, um neue Produkte zu präsentieren und Kundenbeziehungen zu pflegen. Darunter waren wichtige Messen wie die Tuning World Bodensee, Essen Motor Show, Tokyo Auto Salon und die SEMA-Show Las Vegas. III. Prognosebericht Die aktuelle Inflationsprognose für das Jahr 2024 liegt bei 3,2 Prozent (Stand März 2024 Statistisches Bundesamt). Dies liegt insbesondere an einer geringeren erwarteten Kerninflation. Der größte Rückgang sollte in den Bereichen Energie und Nahrungsmitteln stattfinden. Zeitgleich dürften steigende Lohnstückkosten und steigende private Konsumausgaben die Kerninflation dennoch über die Gesamtrate von 2 Prozent heben.14 Die Energiepreise zeigen sich aktuell stabil und sind bereits im Jahr 2023 stark zurückgegangen. So dürften sich die Energiepreise insgesamt auf erhöhtem Niveau stabilisieren, was für eine bessere Planbarkeit sorgen könnte. Sofern es zu keinen Mangellagen durch die zuvor genannten Risiken kommt, könnte einer der größten Preistreiber der Vorjahre wieder Richtung Vorkrisenwerte zurückkehren. Die durchschnittlichen Verbraucherpreise sollten unter die implizierten Preisdeckel fallen und somit einen negativen Beitrag zur Inflationsrate leisten. Der Arbeitsmarkt verliert weiterhin an Dynamik. Dafür sorgt die schwächelnde Konjunktur bei gleichzeitig steigender Arbeitskräfteknappheit. Mit einem raschen Anstieg der Erwerbstätigkeit ist in den kommenden Monaten nicht zu rechnen. So bestehen zwar weiterhin Engpässe am Arbeitsmarkt, allerdings sinkt die Einstellungsbereitschaft. Im April 2024 wird der letzte Schritt der Lohnrunde 2023/2024 umgesetzt, mit einer Erhöhung der Vergütungen um weitere mind. 6,5%. Auch die Inflationsausgleichsprämie wird im März 2024 letztmalig ausgezahlt. Im Bereich der Beschaffung sollten die Lieferzeiten weiter stabil bleiben. Preissteigerungen sollten ebenfalls die Ausnahme bleiben. Preissenkungen könnten durch noch bestehende Energiezuschläge und steigende Energiepreise kompensiert werden. Das Bestandsreduzierungsprogramm wird auch im Jahr 2024 weiter fortgeführt. International wurde zum einen KW-Benelux gegründet. Bislang wurde dort rein der Aftermarkt durch eine Person vertreten. Künftig wird das Portfolio um Competition und Clubsport erweitert, sowie ein Service Center installiert. Dabei übernimmt einer der leitenden Ingenieure der KW automotive GmbH die Geschäftsführung, womit auch das Know How vor Ort sichergestellt wird. Aktuell werden bereits Belgien und Luxemburg bedient, im 2. Halbjahr 2024 folgen dann die Niederlande. KW Thailand nimmt voraussichtlich im 2. Quartal 2024 ihren Geschäftsbetrieb auf. Dabei wird auf ein Niederlassungskonzept in Form einer Joint Company mit dem ursprünglichen Importeur gesetzt. Auch hier wird ein Service Center eingerichtet. Vor Ort soll zudem die Datenakquise für Fahrzeugapplikationen vorgenommen werden, um entsprechende Entwicklungen durchzuführen. Mittelfristig soll dann der lokale Pickup Markt mit Höher- und Tieferlegungen bedient werden. Das KW middle east project ist ebenfalls in der Umsetzungsphase. Dabei wird auf ein Handelsvertreter-Projekt gesetzt, welcher künftig Händler akquiriert, schult und diese entsprechend ausstattet. Ein bestehender Händler übernimmt dabei das KW Service Konzept, um Services vor Ort durchzuführen. Das Konzept erstreckt sich auf die Staaten Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Bahrain, Kuweit, Oman, und Katar. Sofern das BBS Aftermarket Geschäft weiter Teil des Geschäftsmodells bleibt, planen wir für 2024 wie folgt: Beim Umsatz planen wir mit einer weiteren Steigerung gegenüber dem Vorjahr. So sollte dieser erstmals inklusive des BBS-Aftermarkt-Geschäfts im dreistelligen Millionen Bereich bei 101 Mio. EUR liegen. Ohne das Radgeschäft liegt der geplante Umsatz bei 83 Mio. EUR. Das Umsatzpotential wird in 2024 vor allem vom OE-Geschäft getragen. Die Situation in den Top 5 Export Ländern gestaltet sich unterschiedlich. Während die Schweiz, Österreich und Japan Umsatzsteigerungen zwischen 7-18% verzeichnen konnten, die USA sogar 25%, war der Umsatz in China erneut, diesmal mit 2% rückläufig. In den USA zeigt die geschaffene Möglichkeit der Direktlieferung ihre Wirkung. Dort ist auch weiteres Umsatzpotenzial vorhanden. Schweiz, Österreich und Japan sollten weiterhin ihre Umsätze entsprechend steigern können. Die Absatzsituation in China sollte sich nach den letzten beiden Jahren wieder etwas erholen. Auch bedingt durch die anlaufenden OE-Projekte, welche in Zusammenarbeit mit KW China realisiert wurden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Das größte weltwirtschaftliche Risiko stellen weiterhin die anhaltenden Konflikte, zwischen Russland und der Ukraine, sowie im Nahen Osten dar. Die Lage ist in beiden Konflikten nicht absehbar und weitere Eskalationen sind jederzeit denkbar. Im Falle einer weiteren Eskalation kann dies direkten Einfluss auf die Energiepreise und Materialbeschaffung haben. Unter Umständen könnte es zu weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen kommen, mit allen Begleiterscheinungen wie Rezession und Inflation. Weiterhin belastend für die Gesellschaft wirken sich die hohen Zinsen aus. Erforderliche Investitionen und die BBS-Insolvenz führten zu weiterer Inanspruchnahme von Krediten und Kreditlinien. Zwar entspannen sich die Zinssätze am Markt etwas, sie sind aber immer noch auf einem hohen Niveau. Mit einem deutlichen Rückgang der Zinsen und somit einer Entspannung dieser Belastung ist im Jahr 2024 nicht zu rechnen, weshalb dieses Risiko weiterhin besteht. Die anstehende Präsidentschaftswahl in den USA, könnte zu veränderten Rahmenbedingungen, auch gegenüber der Europäischen Union führen. Gleichzeitig sind die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA heute schon sehr angespannt. Im Falle einer weiteren Eskalation könnte dies ebenfalls zu weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen führen. Beide Märkte, China und auch die USA, sind wichtige Exportmärkte für die deutschen und europäischen Firmen. Gerade eine schwache chinesische Volkswirtschaft würde ein großes Risiko für die Weltwirtschaft darstellen. Die deutsche Wirtschaft ist weiter geschwächt und kam bislang noch nicht in Fahrt. Die Prognosen für das Jahr 2024 deuten ebenfalls auf ein sehr langsames Wachstum hin. Insbesondere das Exportwachstum könnte sich laut Prognosen negativ entwickeln. Die privaten Konsumausgaben im Jahr 2024 werden ebenfalls eher verhalten eingeschätzt. Zwar sollten steigende Löhne und höhere Sozialleistungen für einen leichten Anschub des Konsums sorgen. Die Stimmung ist jedoch weiterhin verhalten. Für Preissteigerungen wird die Erhöhung des CO 2 -Preises sorgen. Dieser wird von 30 Euro auf 40 Euro pro Tonne steigen, was sich direkt auf die Tank- und Heizpreise auswirkt. Es ist zu erwarten, dass die daraus resultierenden Mehrkosten für Unternehmen zumindest ein Stück weit in Form von Preisanpassungen an die Kunden weitergegeben werden.15 Dies würde die Inflation negativ beeinflussen und könnte für eine erneute Steigerung sorgen. Daraus würde eine weitere Straffung der Geldpolitik resultieren, welche die Nachfrage und damit die Weltwirtschaft weiter dämpft. Schadensrisiken sind weiterhin über jährlich angepasste Vorsorgeversicherungen abgedeckt. Die Forderungsrisiken sind über eine Kreditversicherung gesichert. Die Bonität der versicherten Kunden wird hierüber auch regelmäßig überprüft. Zudem werden Zahlungsausfälle durch strikte Zahlungsbedingungen vermieden. Investitionen werden sowohl langfristig über das Eigenkapital als auch über Bankfinanzierung realisiert. Alternativ wird zudem das Finanzierungsmittel Leasing genutzt. Die Rückzahlungen von langfristigen Auszahlungen erfolgen planmäßig. Die sich daraus ergebende Risiken sind als gering einzustufen. Die Insolvenz der BBS automotive GmbH hat auch die Gesellschaft belastet. So wurden mehrere Bürgschaften und Patronatserklärungen abgegeben, deren Ausgleich ist vereinbart und gesichert. 2. Chancenbericht Die Inflation hat sich gegen Ende des Jahres 2023 stabilisiert. Auch Leitzinserhöhungen sind aktuell nicht weiter absehbar. Dies stellt grundsätzlich positive Vorboten für ein Wachstum der Wirtschaft dar. Die Corona-Krise wurde überstanden. Weitere negative Effekte aus diesem Bereich sind nicht mehr zu erwarten. Bei "ST" wird es eine deutliche Preisreduktion für 2024 geben, welche der Marke neuen Rückenwind geben sollte. Zudem hat die Marke einen neuen Brandmanager, welcher diese wieder zu alter Stärke zurückführen soll. Bereits im Jahr 2023 zeigte sich, dass durch gezielte Aktionen Verkäufe möglich sind. Anfang/Mitte 2024 kann die neue Produktionshalle 8, und voraussichtlich Ende 2024 das neue Bürogebäude bezogen werden. Teil der Produktionshalle wird ein Dreh-Fräszentrum sowie eine 5-Achs-Fräszelle. Die Fertigungstiefe wird damit weiter erhöht. Außerdem erfolgt eine Anbindung an die Fördertechnik. Insgesamt wird die Eigenfertigung damit noch flexibler. Durch die Unabhängigkeit von Lieferanten kann die Qualität direkt im Haus überwacht und dadurch verbessert bzw. auf einem hohen Niveau gehalten werden. Weiterhin einen wachsenden Anteil am Umsatz werden OE- und Private Label Projekte haben. Bereits jetzt sind zahlreiche Aufträge für das Jahr 2024 platziert. Weitere Projekte sollten folgen. KW China konnte die Geely Gruppe als Neukunden gewinnen, welche das höchste Projetvolumen unserer Firmengeschichte eingesteuert haben. Weitere Aufträge sind zu erwarten. Der Markt China mit unseren Tochterunternehmungen bietet in den nächsten Jahren erhebliche Wachstumschancen. Zudem ist seit Ende 2023 KW offizieller technischer Partner von Lamborghini Squadra Corse. Dies leitet den nächsten großen Schritt und Einstieg in die Topklasse der Sportwagen-Weltmeisterschaft ein. Künftig wird KW die höchsten Langstreckenklassen der WEC und IMSA, sowie LMDh-Rennwagen (Le Mans Daytona hybrid) mit KW Solid-Piston-Dämpfern ausstatten. Im Automobil-Bereich steigt die Anzahl der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen. Während Werkstätten dabei einen Rückgang ihrer Service-Aufträge verzeichnen, ist die Ausstattung mit Fahrwerken auch dort im Trend. So waren die Fahrwerksanwendungen für den Tesla Model 3 der "Bestseller" in den Jahren 2022 und 2023. Der Vorteil eines KW Fahrwerks liegt dabei nicht nur in der Optik und dem verbesserten Fahrgefühl, sondern dies trägt aktiv zur Steigerung der Reichweite bei. So kommt ein Tesla mit verbautem KW-Gewindefahrwerk bis zu 7% weiter als mit seinem Serienfahrwerk. Die vorhandene Kapazität der Werkstätten führt zu vermehrten Anfragen von Händlern, welche sich bislang noch nicht mit Fahrwerksmodifikationen beschäftigt haben. Insgesamt sehen wir über das Jahr 2024 erhebliche Chancen neu entwickelte Produkte in ein marktfähiges Produktprogramm zu bringen. Dies wird neue Segmente erschließen und für weiteres Wachstum innerhalb der KW und der KW Group sorgen. 3. Gesamtaussage Das kommende Jahr birgt mehr Chancen als Risiken in sich. Wichtig wird es sein den richtigen Grad zwischen Aufwendungen auf der einen und Umsatzsicherung bzw. -steigerung auf der anderen Seite zu finden. Entscheidend wird die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und der Welt sein. Sollten sich die Märkte weiter stabilisieren und das Wirtschaftswachstum zulegen, sind Umsatzsteigerungen durchaus denkbar. Die Risiken, welche sich aus den bestehenden und drohenden Konflikten sowie branchenbezogen ergeben, sind aktuell jedoch vorherrschender. Die KW selbst hat mit 2023 das wohl herausforderndste Jahr seiner Firmengeschichte hinter sich. In den Folgejahren gilt es nun, durch strategische Entscheidungen die entstandenen Mehrbelastungen wieder auszugleichen und sich auf die Tugenden der KW zu konzentrieren. Trotz all dieser Herausforderungen steht die Gesellschaft weiterhin wirtschaftlich auf stabilen Beinen und wird auch in Zukunft seine Marktstellung weiter ausbauen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen breiten Kundenstamm. Aufgrund installierter Sicherungsmaßnahmen (z.B. Vorkasse bei Neukunden) sind Forderungsausfälle die Ausnahme. Zudem verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und es besteht eine Warenkreditversicherung. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung mit größeren Kunden informieren wir uns stets über deren Bonität. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Bankpartner. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Fichtenberg, den 20.06.2024 1 https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/EnergiepreiseSpezial/start.html 2 https://www.lpb-bw.de/nahostkonflikt 3 https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/inflation-wie-hoch-die-inflationsrate-in-deutschland-aktuell-ist-/26252124.html 4 https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ezb-inflation-1.6314480 5 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html 6 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/ :~:text=Im%20Jahr%202023%20betrug%20die,Vormonat%20um%20rund%2027.000%20Personen. 7 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html 8 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2023/24 Rz. 44 9 https://news.michelin.de/articles/michelin-wird-bis-ende-2025-standorte-in-deutschland-restrukturieren 10 https://www.heise.de/news/Studie-Deutsche-Autozulieferer-unter-Druckpunkt-9283397.html 11 Pkw-Markt aktuell, Motor Presse Stuttgart, "Autofahren in Deutschland", Januar - September 2023 12 https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/rekord-lieferzeiten-neuwagen-20-monate-elektroauto/ 13 Pkw-Neuzulassungen März 2024: Krise bei den E-Autos (adac.de)16,6 14 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2023/24 Rz. 3 15 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/co2-preis-energie-100.html BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert - Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Einlagen stiller Gesellschafter sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem nachfolgend beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 15 Jahre festgelegt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine neuen Geschäfts- oder Firmenwerte hinzu erworben. Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 8.099.480,11 Euro (Vorjahr: 8.203.348,30 Euro). Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.787.836,75 Euro (Vorjahr: 1.287.501,00 Euro). Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 218.386,93 Euro (Vorjahr: 435.148,66 Euro). Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 21.858,00 Euro. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurde der Aktivwert zugrunde gelegt. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Dazu gehören vor allem die zurückgestellten Beträge für Urlaubs- und Überstundenguthaben, Jahresgratifikationen, sowie ausstehende Rechnungen. Außerdem wurden erwartete Aufwendungen für Gewährleistungsansprüche, voraussichtliche Abschluss- und Prüfungskosten, sowie weitere Positionen von untergeordneter Bedeutung zurückgestellt. Betrag der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 10.654.826,40 Euro (Vorjahr: 11.335.456,37 Euro) und betrifft ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Als Sicherheiten wurden Pfandrechte an beweglichen Sachen gewährt. Darüber hinaus bestehen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 76.572,86 Euro (Vorjahr: 14.178,16 Euro). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften, Zahlungsgarantien und Patronatserklärungen in Höhe von TEuro 15.372 (im Vorjahr TEuro 25.119). Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden nicht bilanziert, da mit einer Inanspruchnahme aufgrund der gegebenen eigenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Schuldner bzw. vorhandener eigener Sicherheiten nicht gerechnet wird. Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB Die Nutzung der benötigten technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zum Teil durch Leasingverträge sichergestellt. Deren Restlaufzeiten betragen zwischen 0 und 5 Jahren. Daraus resultiert eine finanzielle Belastung für das Geschäftsjahr 2024 von TEuro 198 und über die verbleibenden Rest-Vertragslaufzeiten von insgesamt TEuro 289. Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Über die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten und die bei den Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB erläuterten Leasingverträge hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEuro 5.493. Davon bestehen TEuro 4.277 gegenüber Gesellschaftern. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse kann unterbleiben, da die Gesellschaft die Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 2 HGB anwendet. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um: Am 28. September 2023 hat die 100-prozentige Tochtergesellschaft BBS automotive GmbH Insolvenz angemeldet. Infolgedessen sind Aufwendungen in Höhe von insgesamt 29.201.991,21 Euro angefallen, welche im Jahresabschluss 2023 der KW Automotive GmbH verbucht sind. Diese Aufwendungen teilen sich wie folgt auf: Abwertung GmbH-Anteile BBS automotive GmbH:
Aufwendungen für die Inanspruchnahme aus Bürgschaften und anderen Verpflichtungen, die gegenüber der BBS automotive GmbH eingegangen wurden:
Aufwendungen aus der Abzinsung In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von 22.529,00 Euro (im Vorjahr: 24.500,00 Euro) enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 37.500,00 Euro und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Unterschrift der Geschäftsführung
Fichtenberg, 20. Juni 2024 Gez. Klaus Wohlfahrth Jürgen Wohlfarth sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.08.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KW Automotive GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KW Automotive GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KW Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Uhingen, den 21. Juni 2024 U`CON
audit services GmbH
gez. Alfred Ernst, Wirtschaftsprüfer gez. Michael Schuster, Wirtschaftsprüfer |
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Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Beteiligungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Einzelhandel mit Bekleidung
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen