Bibby Financial Services GmbH

Hansaallee 249, 40549 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 57967
Eingetragen
8.1.2008
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der entgeltliche Erwerb von Geldforderungen gemäß § 1 Absatz 1a Nr. 9 des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG)

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Markus Johann Haupt
seit 13.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BIBBY FINANCIAL SERVICES (EUROPE) LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BIBBY FINANCIAL SERVICES (EUROPE) LIMITED
United Kingdom
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bibby Financial Services GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der Bibby Financial Services GmbH, Düsseldorf

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 58,34 202,34
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 3.017.028,10 4.156.220,04
3. Forderungen an Kunden 57.213.903,50 43.600.033,28
4. Immaterielle Anlagewerte:
a) geleistete Anzahlungen 557.430,01 0,00
5. Sachanlagen 24.400,00 20.248,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 841.631,29 448.740,07
7. Rechnungsabgrenzungsposten 10.773,88 3.893,75
61.665.225,12 48.229.337,48

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 871,04 836,40
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 38.319.947,70 32.543.311,30
38.320.818,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 10.950.875,35 9.015.338,57
3. Sonstige Verbindlichkeiten 8.803.568,24 2.891.976,61
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 42.584,00
b) andere Rückstellungen 500.308,00 582.282,00
500.308,00
5. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
b) Bilanzgewinn 1.089.654,79 1.153.008,60
3.089.654,79
61.665.225,12 48.229.337,48

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 8.135.470,79 7.034.605,99
2. Zinsaufwendungen 2.033.802,30 950.668,55
6.101.668,49
3. Proviionserträge 19.075,75 0,00
4. Provisionsaufwendungen 450.943,12 429.391,03
5. Sonstige betriebliche Erträge 725.234,53 641.667,68
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.053.643,45 2.759.817,14
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- darunter: für Altersversorgung EUR 60.409,91 (Vj: EUR 60.149,52) 534.923,79 3.588.567,24 483.806,47
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 2.148.282,30 1.756.137,37
5.736.849,54
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 10.312,85 11.757,62
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.507,50 0,00
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 802.814,74 954.533,48
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 90.973,51 46.069,43
-711.841,23
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -73.475,47 376.231,44
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.151,66 105.735,65
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 7 ausgewiesen 30,00 -0,09
-10.121,66
14. Jahresüberschuß -63.353,81 270.495,88
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.153.008,60 882.512,72
16. Bilanzgewinn 1.089.654,79 1.153.008,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Bibby Financial Services GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 57967 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Da Leasing- und Factoring-Unternehmen der Finanzdienstleistungsaufsicht unterstehen, wird der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), soweit sie für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute gelten, sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform beibehalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet worden.

Die Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet.

Forderungen an Kunden sind zu Nennwerten angesetzt. Für den überwiegenden Teil der Forderungen besteht eine Kreditausfallversicherung mit einem Selbstbehalt von 10%. Für Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen und für latente Ausfallrisiken werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Wertberichtigungen werden aktivisch von den Forderungen abgesetzt.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen unter den immateriellen Anlagewerten erfolgte zu Nennwerten (ohne Umsatzsteuer).

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die zwischen 2 und 15 Jahren liegt, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Für die Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Aufgrund von Unterschieden in Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Rückstellungen in Handelsbilanz und Steuerbilanz ergibt sich ein Aktivüberhang. Das Wahlrecht, den aktiven Überhang latenter Steuern zu bilanzieren, wird nicht in Anspruch genommen. Der verwendete Steuersatz beträgt 31,23 %.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre gemäß RückAbzinsV abgezinst. Die Darstellung im Jahresabschluss erfolgt nach der Nettomethode.

Bankguthaben, Forderungen an Kunden und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Grundlage für die Umrechnung beim erstmaligen Ansatz sind die Kurse am Transaktionstag. Soweit die Restlaufzeit am Bilanzstichtag weniger als ein Jahr beträgt, sind das Realisations- und das Anschaffungskostenprinzip nicht anzuwenden. Entsprechende Umrechnungsgewinne und -verluste werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Unter den Zinserträgen werden Erträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften ausgewiesen.

III. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Nach § 9 RechKredV erfolgt die nachstehende Gliederung von ausgewählten Posten der Bilanz nach Restlaufzeiten:

Restlaufzeit 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Forderungen an Kreditinstitute bis drei Monate 0,00 0,00
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0,00 0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0,00 0,00
mehr als fünf Jahre 0,00 0,00
Forderungen an Kunden bis drei Monate 57.213.903,50 43.600.033,28
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0,00 0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0,00 0,00
mehr als fünf Jahre 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bis drei Monate 0,00 0,00
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0,00 0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 38.319.947,70 32.543.311,30
mehr als fünf Jahre 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bis drei Monate 0,00 0,00
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0,00 0,00
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0,00 0,00
mehr als fünf Jahre 0,00 0,00

Die gesamten sonstigen Vermögensgegenstände und sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Angabe der Währungsposten

Der Gesamtbetrag der Forderungen enthält US-Dollar Forderungen in Höhe von TUSD 1.032, entspricht TEUR 933 (i. Vj. TUSD 1.087) und Britische Pfund Forderungen in Höhe von TGBP 0 (i. Vj. TGBP 1.952). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten enthält US-Dollar Verbindlichkeiten in Höhe von TUSD 864, entspricht TEUR 753 (i. Vj. TUSD 884) und Britische Pfund Verbindlichkeiten in Höhe von TGBP 1.029 entspricht TEUR 1.184 (i. Vj. TGBP 2.433).

Immaterielle Anlagewerte

Bei den geleisteten Anzahlungen in Höhe von TEUR 557 (i. Vj. TEUR 0) handelt es sich um Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte, welche die Anzahlungen auf eine in 2024 zu aktivierende neue Software beinhalten.

Sachanlagen

Die Sachanlagen in Höhe von TEUR 24 (i. Vj. TEUR 20) enthalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung. Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird hier wiedergegeben:

Bezeichnung Anschaffungskosten EUR
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Anlagewerte 0,00 557.430,01 0,00 557.430,01
a) Geleistete Anzahlungen 0,00 557.430,01 0,00 557.430,01
Sachanlagen 152.812,47 14.464,85 0,00 167.277,32
Summe 152.812,47 571.894,86 0,00 724.707,33
Bezeichnung Abschreibungen EUR
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Anlagewerte 0,00 0,00 0,00 0,00
a) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen -132,564,47 -10.312,85 0,00 -142.877,32
Summe -132.564,47 -10.312,85 0,00 -142.877,32
Bezeichnung Nettobuchwerte EUR
01.01.2023 31.12.2023
Immaterielle Anlagewerte 0,00 557.430,01
a) Geleistete Anzahlungen 0,00 557.430,01
Sachanlagen 20.248,00 24.400,00
Summe 20.248,00 581.830,01

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter dieser Bilanzposition werden im Wesentlichen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 747 (i. Vj. TEUR 404), Steuerrückforderungen in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 0) und geleistete Kautionen in Höhe von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 45) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Garantien von Bibby FS (Holdings) Ltd., Liverpool/Großbritannien, sowie von Bibby Financial Services Ltd., Liverpool/Großbritannien, abgesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden beinhalten im Wesentlichen den Sperrbetrag in Höhe von TEUR 10.579 (i. Vj. TEUR 8.584). In dem Betrag von TEUR 10.579 sind Verbindlichkeiten in fremder Währung in Höhe von TUSD 49 (TEUR 44) enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 8.505 (i. Vj. TEUR 2.405) EUR- und GBP- Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter. Der GBP-Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TGBP 831. Darüber hinaus werden unter dieser Position mit TEUR 143 (i. Vj. TEUR 130) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 134 (i. Vj. TEUR 66) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die voraussichtlichen Aufwendungen für ausstehende Kostenrechnungen in Höhe von TEUR 72 (i. Vj. TEUR 234), für Personal in Höhe von TEUR 256 (i. Vj. TEUR 194) und die Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von TEUR 95 (i. Vj. TEUR 90).

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 0 (i. Vj. TEUR 43).

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 2.000. Alleiniger Anteilseigner der Gesellschaft ist die Bibby Financial Services (Europe) Ltd. mit Sitz in Liverpool/Großbritannien. Das Stammkapital, der Gewinnvortrag aus 2022 (TEUR 1.153) und der Jahresfehlbetrag aus 2023 (TEUR 63) ergeben ein Eigenkapital von TEUR 3.090.

IV. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Zins- und Provisionserträge sowie sonstige betriebliche Erträge werden im Wesentlichen in Deutschland generiert.

Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Die Zinserträge belaufen sich auf TEUR 8.135 (i. Vj. TEUR 7.035). Sie betreffen hauptsächlich Erträge und Zinsen aus dem Ankauf von Forderungen. In den Zinserträgen sind auch Erträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 150,00 (i. Vj. EUR 59,00) enthalten.

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen Zinsaufwendungen aus Kreditgeschäften TEUR 2.034 (i. Vj. TEUR 951). In dem Betrag von TEUR 2.034 sind Zinsaufwendungen für ein Gesellschafterdarlehen aus Großbritannien in Höhe von TEUR 230 (i. Vj. TEUR 217) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus weiterbelasteten Lohn- und Werbekosten in Höhe von TEUR 323 (i. Vj. TEUR 221), Schadensersatzansprüche gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 78 (i. Vj. TEUR 176), Erträge aus der privaten PKW-Nutzung in Höhe von TEUR 109 (i. Vj. TEUR 89) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 38 (i. Vj. TEUR 44).

Im Vorjahr wurde unter diesem Posten das Währungsergebnis in Höhe von TEUR 11 saldiert ausgewiesen.

Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Beratungs-/Wartungsverträge mit dem verbundenen Unternehmen Bibby Financial Services Ltd ., Liverpool/Großbritannien, in Höhe von TEUR 841 (i. Vj. TEUR 601), Kfz-Kosten in Höhe von TEUR 206 (i. Vj. TEUR 197), Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 172 (i. Vj. TEUR 180), Kosten für Auskunfteien in Höhe von TEUR 93 (i. Vj. TEUR 120), Personalbeschaffung und Zeitarbeit in Höhe von TEUR 65 (i. Vj. TEUR 119), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 220 (i. Vj. TEUR 91) sowie Nebenkosten des Geldverkehrs in Höhe von TEUR 80 (i. Vj. TEUR 77).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird das Währungsergebnis in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 0) saldiert ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten aufgrund des steuerlichen Verlustrücktrags einen Körperschaftsteuerertrag in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 51 Körperschaftsteueraufwand) und einen Solidaritätszuschlagsertrag in Höhe von TEUR 1 (i. Vj TEUR 3 Solidaritätszuschlagsaufwand) sowie Gewerbesteueraufwand in Höhe von TEUR 1 (i. Vj TEUR 52).

V. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt ohne Geschäftsführer)

Im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigte die Gesellschaft 43 Angestellte (i. Vj. 43 Angestellte). Davon waren 36 Mitarbeiter im Innendienst (i. Vj. 36) und 7 Mitarbeiter im Außendienst (i. Vj. 7) tätig.

Mitglieder der Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft während des gesamten Geschäftsjahres war Herr Marko Dupor, Kaufmann. Mit Gesellschafterbeschluss vom 13.03.2023 wurde Herr Markus Johann Haupt, Kaufmann, mit Wirkung zum 01.04.2023 als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer bestellt.

Bezüge der Geschäftsführung

Unter Bezugnahme auf die Schutzklausel in § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung.

Nahestehende Unternehmen und Personen

Seit 2022 erbringt die Gesellschaft Management-Services an das verbundene Unternehmen Bibby Financial Services Ltd., Liverpool/Großbritannien. Die erzielten Erträge für die erbrachten Dienstleistungen beliefen sich in 2023 auf TEUR 323.

Angaben zu weiteren Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden unter dem Punkt "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" des Anhangs gemacht.

Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer für Abschlussprüferleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 66 berechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge für Büroräume und Leasingverträge für den Fuhrpark.

TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
fällig 2024 289
fällig 2025 bis 2028 333
622

Darüber hinaus betreffen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen Beratungs-/Wartungsverträge mit dem verbundenen Unternehmen Bibby Financial Services Ltd., Liverpool/Großbritannien. Die Gesamtverpflichtung betrug in 2023 für diese Dienstleistungen TEUR 841.

Die Gesellschaft refinanziert sich auch über ein Darlehen von der englischen Muttergesellschaft, der Bibby Financial Services (Europe) Ltd. Die Bibby Financial Services GmbH hat den Darlehensvertrag mit der Gesellschafterin am 21.12.2017 mit einem Kreditlimit von GBP 10 Mio. abgeschlossen. Die Darlehenszinsen beliefen sich in 2023 auf TEUR 230.

Zudem bestand in 2023 einen Dienstleistungsvertrag mit einem Unternehmen, das seit Januar 2018 mit der der Lohn- und Gehaltsbuchhaltung für die Gesellschaft beauftragt ist.

In 2024 wird eine neue Factoring Software in Betrieb genommen. Die jährlichen Service- und Wartungskosten werden sich voraussichtlich auf TEUR 167 belaufen. Im Gegenzug fallen Wartungs- und Servicekosten in ähnlichem Umfang für die bisherige Factoring Software weg.

Weitere nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte wurden nicht getätigt.

Einbindung im Konzernabschluss

Zum 31. Dezember 2023 wird die Gesellschaft in den Teilkonzernabschluss der Bibby Financial Services (Europe) Ltd., Liverpool/Großbritannien, eingebunden, der den kleinsten Konsolidierungskreis darstellt und im Companies House UK veröffentlicht wird. Der Abschluss der Bibby Financial Services (Europe) Ltd. wird im Teilkonzernabschluss der Bibby Financial Services Ltd., Liverpool/Großbritannien, eingebunden. Auch dieser Abschluss wird im Companies House UK veröffentlicht. Der Teilkonzernabschluss der Bibby Financial Services Ltd. wird in den Konzernabschluss der Bibby Line Group Ltd., Liverpool/Großbritannien, eingebunden. Dieser Konzernabschluss stellt den größten Konsolidierungskreis dar und wird im Companies House UK veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Es ergaben sich in 2024 keine Ereignisse mit Rückwirkung auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.089.654,79 bestehend aus dem Jahresfehlbetrag von EUR 63.353,81 und dem Ergebnisvortrag von EUR 1.153.008,60 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 31.05.2024

Bibby Financial Services GmbH

-- Geschäftsführung --

gez. Marko Dupor

gez. Markus Johann Haupt

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Bibby Financial Services GmbH, Düsseldorf, wurde mit dem Gesellschafterbeschluss vom 19.06.2024 festgestellt. Es wurde beschlossen den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.089.654,79 bestehend aus dem Jahresfehlbetrag von EUR 63.353,81 und dem Ergebnisvortrag von EUR 1.153.008,60 auf neue Rechnung vorzutragen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Bibby Financial Services GmbH ist eine Factoring-Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf. Die Gesellschaft besteht seit 2008 in Deutschland.

Mit der Bibby Financial Services GmbH ist die britische Bibby Financial Services Gruppe mit mehr als 25 Standorten in 9 Ländern in Europa und Asien tätig. Als ein weltweit führender bankenunabhängiger Factoring-Anbieter hat sich die Bibby Financial Services Gruppe branchenübergreifend auf kleinere und mittlere Unternehmen spezialisiert und bietet maßgeschneiderte alternative Finanzierungsmodelle, immer mit dem Ziel, den Cashflow des Kunden zu verbessern und seine Liquidität zu steigern. Das Kernprodukt der Gruppe ist das "Full Service Factoring", zu dem auch das Export-Factoring gehört. Bei dieser Art des Factorings werden sowohl die Rechnungsverwaltung als auch das Debitorenmanagement des Kunden auf die Factoring-Gesellschaft ausgelagert. Die Debitoren werden in der Regel von der Forderungsabtretung in Kenntnis gesetzt (offenes Factoring). Das Risiko eines Zahlungsausfalls aufgrund insolventer Kunden und unbezahlter Rechnungen geht dabei auf die Factoring-Gesellschaft über. Seit 2015 bietet die Bibby Financial Services GmbH ihren Kunden ebenfalls das Inhouse-Factoring, bei dem Rechnungsverwaltung und Debitorenmanagement beim Kunden verbleiben, an.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war in 2023 von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung geprägt. Ursächlich für den Rückgang waren neben den geopolitischen Krisen vor allem weiterhin hohe Preise, gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Nach der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15.01.2024 liegt in 2023 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 0,3 % unter dem Vorjahr.

Im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Wirtschaft ist die Factoring-Branche in 2023 gewachsen.

Nach einer Pressemitteilung vom 01.08.2023 des Deutschen Factoring-Verbandes konnten die im Deutschen Factoring-Verband zusammengeschlossenen Anbieter im 1. Halbjahr 2023 ihren Gesamtumsatz im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022 um 5,7% steigern. Auch die Kundenzahl stieg im Vergleichszeitraum, trotz steigender Insolvenzen, leicht (+0,3%). So belief sich die Anzahl der Factoring-Kunden im 1. Halbjahr 2023 auf 106.000 Kunden und im 1. Halbjahr 2022 auf 105.600 Kunden. Nach Auffassung des Deutschen Factoring-Verbandes ist diese Entwicklung ein Beleg dafür, dass sich das Factoring weiter als Bestandteil im Finanzierungsmix der Unternehmen und als Finanzierungsinstrument in Krisenzeiten etabliert.

Auch der Bundesverband Factoring für den Mittelstand verzeichnet nach seiner Pressemitteilung vom 13.02.2024 bei seinen Mitgliedern in 2023 eine Umsatzsteigerung (+13% im Vergleich zum Vorjahr). Der Verband sieht die Ursache für die positive Entwicklung vor allem in der komplexen Wirtschaftslage in 2023.

2. Geschäftsverlauf

Obwohl hohe Zinsaufwendungen unser Geschäftsergebnis in 2023 belastet haben, können wir auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurückblicken.

Aufgrund erwarteter Kostensteigerungen, primär bedingt durch nicht aktivierbare Verwaltungsaufwendungen in die neue Factoring-IT-Plattform, erzielten wir in 2023 ein niedrigeres Ergebnis vor Steuern als im Vorjahr. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (das Ergebnis vor Steuern) belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR -73 (im Vorjahr TEUR 376).

Unsere Zinserträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 15,6% (TEUR +1.101) erhöht. In unseren Planungen für 2023 waren wir davon ausgegangen, dass sich die Zinserträge auf dem Niveau des Jahres 2022 bewegen würden. Unsere ursprünglichen Erwartungen, die wir hinsichtlich der Zinserträge hatten, wurden damit übertroffen. Maßgeblich für die positive Entwicklung unserer Zinserträge bleibt der steigende Absicherungsbedarf bei kleinen und mittleren Unternehmen, die gerade in Rezessionszeiten mit Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfällen konfrontiert sind. Durch den Einsatz des Factorings wird Liquidität freigesetzt, die nicht nur die Eigenkapitalsituation und Bonität verbessert, sondern den Unternehmen auch die notwendige Flexibilität und Sicherheit verschafft. Unsere dezentrale Vertriebsstruktur hat sich weiter bewährt und der persönliche Kontakt als wichtiger Wettbewerbsfaktor herausgestellt.

Mit TEUR -73 ist das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 119,5 % gesunken (TEUR -450). Diesen Rückgang hatten wir für 2023 erwartet. Ursächlich für das niedrigere Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit waren vor allem nicht aktivierbare Verwaltungsaufwendungen für die neue Factoring-IT-Plattform. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern und sonstigen Steuern erwirtschaftete die Gesellschaft in 2023 ein negatives Jahresergebnis. Nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr in Höhe von TEUR +270 belief sich der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres auf TEUR 63.

Bibby Financial Services GmbH kaufte in 2023 Forderungen mit einem Volumen in Höhe von TEUR 677.705 (im Vorjahr TEUR 661.735) an. Das Forderungsvolumen stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 %. Damit bestätigten sich unsere ursprünglichen Erwartungen, dass wir unser Forderungsvolumen in 2023 gegenüber 2022 leicht ausbauen werden.

Bezogen auf die durchschnittliche Kundenzahl ergab sich in 2023 ein Forderungsumsatz von TEUR 4.107 je Kunde (im Vorjahr TEUR 4.085).

Der von unserer Gesellschaft angekaufte Forderungsbestand wird täglich überwacht. Die zum größten Teil kreditversicherten Forderungen sind kurzfristig fällig. Im Durchschnitt wurden die Forderungen in 2023 nach 49 Tagen (im Vorjahr 55 Tagen) bezahlt. Forderungen, die bei Fälligkeit nicht bezahlt waren, werden in ein systematisches mehrstufiges Mahnverfahren einbezogen.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Die Zinserträge lagen in 2023 bei TEUR 8.135 (im Vorjahr TEUR 7.035) und damit 15,6 % über den Zinserträgen des Vorjahres und über dem Branchendurchschnitt. Die positive Entwicklung erklärt sich aus dem weiterhin kontinuierlich steigenden Bedarf an zusätzlicher Liquidität bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), auf die sich Bibby Financial Services spezialisiert hat, sowie aus den allgemeinen Zinserhöhungen. Trotz der weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage erhöhte sich die Kundenzahl der Gesellschaft in 2023 um 1,9 %.

Im Zusammenhang mit dem Anstieg des Forderungsvolumens erhöhten sich die Provisionsaufwendungen von TEUR 429 im Vorjahr auf TEUR 451 im Geschäftsjahr. Die Zinsaufwendungen stiegen aufgrund der allgemeinen Zinssatzerhöhungen in 2023 deutlich von TEUR 951 im Vorjahr auf TEUR 2.034 im Geschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von TEUR 642 im Vorjahr auf TEUR 725 in 2023. Ursächlich für die Erhöhung um 13,0 % (TEUR +83) waren vor allem höhere gruppeninterne Kostenweiterbelastungen (TEUR +102).

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen von TEUR 5.000 im Vorjahr auf TEUR 5.737 im Geschäftsjahr (TEUR +737) bei unveränderter Mitarbeiterzahl. Die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen erklären sich dabei im Wesentlichen aus im Vergleich zum Vorjahr höheren Personalaufwendungen, höheren konzerninternen Weiterbelastungen sowie gestiegenen Beratungskosten im Zusammenhang mit der Implementierung einer neuen Factoring-Software. Die Anzahl der Mitarbeiter, inklusive der angestellten Geschäftsführer, betrug in 2023 im Jahresdurchschnitt 45 Mitarbeiter (im Vorjahr 45). Von den Mitarbeitern waren 38 Mitarbeiter im Innendienst (im Vorjahr 38) und 7 Mitarbeiter im Außendienst (im Vorjahr 7) tätig.

Die Summe aus Zins-, Provisionserträgen und sonstigen betrieblichen Erträgen sowie Zins-, Provisions- und Verwaltungsaufwendungen betrug im Geschäftsjahr TEUR 658 und lag damit TEUR 638 unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

Das Risikoergebnis belief sich in 2023 auf TEUR -712 und beinhaltete Prämien zu Kreditversicherungen (TEUR 593), die Zuführung zur Einzelwert- und Pauschalwertberichtigung (insgesamt TEUR 185), Aufwand aus der Delkredereleistung (TEUR 25) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Einzel- und Pauschalwertberichtigung (TEUR 66) und Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 25). Damit fiel das Risikoergebnis um TEUR 197 besser aus als im Vorjahr.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR -73 (im Vorjahr TEUR 376). Es fiel damit trotz einer Erhöhung der Zinserträge und sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen aufgrund höherer Zinsaufwendungen und höherer Verwaltungsaufwendungen um TEUR 450 niedriger als im Vorjahr aus.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die sonstigen Steuern verbesserten das Ergebnis mit insgesamt TEUR 10 (im Vorjahr TEUR -106), sodass die Gesellschaft in 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 63 (im Vorjahr Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 270) ausweist.

3.2 Vermögenslage und Finanzlage

Zum 31.12.2023 stieg die Bilanzsumme um 27,9 % auf TEUR 61.665 (im Vorjahr TEUR 48.229).

Die Forderungen an Kreditinstitute verringerten sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.139 auf TEUR 3.017. Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 57.214 und erhöhten sich damit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 13.614. Die immateriellen Anlagewerte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 557 und beinhalten geleistete Anzahlungen für eine neue Factoring-Software. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 393 auf TEUR 842. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden im Wesentlichen eine Darlehensforderung gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen (TEUR 747; im Vorjahr TEUR 404), Kautionen für gemietete Geschäftsräume (TEUR 40; im Vorjahr TEUR 45), Steuerforderung (TEUR 39; im Vorjahr TEUR 0) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 14 (im Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen.

Die von der Gesellschaft aufgekauften Forderungen wurden im Geschäftsjahr durch Bankkredite finanziert, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2025, haben. Eine internationale Bank stellt eine paneuropäische Kreditlinie über TEUR 192.750 zur Verfügung, die dem weiteren Wachstum zur Genüge Rechnung trägt. Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 38.321 (im Vorjahr TEUR 32.544). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betrugen zum 31.12.2023 TEUR 10.951 (im Vorjahr TEUR 9.015). Dabei entfielen von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden TEUR 10.579 (im Vorjahr TEUR 8.584) auf einbehaltene Sperrbeträge, die an den Factoring-Kunden ausgezahlt werden, wenn der Debitor seine Rechnung bezahlt hat.

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich aufgrund des negativen Jahresergebnisses zum 31.12.2023 von TEUR 3.153 im Vorjahr auf TEUR 3.090 verringert.

Im Dezember 2016 wurden die Anteile an unserer Gesellschaft von der britischen Bibby FS (Holdings) Ltd. auf die Bibby Financial Services (Europe) Ltd ., Liverpool/Großbritannien, übertragen. Die Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen beliefen sich zum Stichtag auf TEUR 8.229 (im Vorjahr TEUR 2.405). Die ehemalige britische Muttergesellschaft, Bibby FS (Holdings) Ltd., Liverpool/Großbritannien, hat in einer Patronatserklärung am 19.02.2010 zugesagt, Bibby Financial Services GmbH in der Weise finanziell auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Diese Patronatserklärung ist ohne zeitliche Befristung abgegeben worden.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Das Ergebnis vor Steuern ist der für uns wichtigste finanzielle Leistungsindikator, den wir für unsere interne Unternehmenssteuerung heranziehen. Im Geschäftsjahr entsprach das Ergebnis vor Steuern TEUR -73 (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit). Weitere wichtige finanzielle Leistungsindikatoren sind die Zinserträge sowie das Forderungsvolumen. Hierzu verweisen wir auf die oben gemachten Angaben.

Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter stellen für uns wichtige nicht finanzielle Leistungsindikatoren dar. Die Maßnahmen finden grundsätzlich sowohl bei externen Veranstaltern als auch hausintern statt. Da unsere Mitarbeiter seit der Corona-Pandemie sowohl im Homeoffice als auch im Büro arbeiten, fanden Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen im Geschäftsjahr sowohl online als auch in Präsenz statt.

Aufgrund unserer flexiblen und maßgeschneiderten Produktangebote, unserer fachkompetenten Mitarbeiter sowie der verlässlichen Unterstützung durch unsere gruppenangehörigen Gesellschaften schätzen wir unsere wirtschaftliche Lage zum 31.12.2023 insgesamt als sehr gut ein.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die von der Bibby Financial Services (Europe) Ltd. verabschiedete Geschäfts- und Risikostrategie ist die Basis für das Risikomanagement der Bibby Financial Services GmbH.

Das Risikomanagement ist Aufgabe und Verantwortung der Geschäftsführer.

Ziele des Risikomanagements sind:

geschäftliche Risiken von strategischer und materieller Bedeutung frühzeitig zu identifizieren,

eingegangene und auftretende Risiken zu kontrollieren,

erkannte Risiken so zu steuern, dass angemessene Erträge erzielt und Verluste vermieden werden.

Das Risikomanagementsystem der Bibby Financial Services GmbH folgt dem Grundsatz der Funktionstrennung. Organisationsrichtlinien und Arbeitsabläufe legen Verfahren so fest, dass Risiken frühzeitig erkannt und dem zuständigen Verantwortlichen berichtet werden. Bei Risiken von materieller Bedeutung wird die Geschäftsführung unverzüglich informiert.

Im Rahmen der Risikoinventur wird das Risikoprofil festgestellt. In diesem Zusammenhang wird untersucht, ob mögliche Risiken bestehen oder auftreten könnten, die zuvor nicht berücksichtigt wurden. Die Ergebnisse werden dokumentiert. Darüber hinaus werden notwendige Maßnahmen eingeleitet, wenn dies erforderlich ist.

Bedeutendste Risiken im Factoring-Geschäft sind das Ausfallrisiko, das Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko, bestimmte operationelle Risiken und Marktpreisrisiken.

Das Management des Ausfallrisikos erfolgt auf Debitoren- und Kundenebene. Das Ausfallrisiko auf Debitorenebene ist durch ein Limit für jeden Debitor begrenzt. Die Festlegung dieses jeweiligen Limits erfolgt hauptsächlich unter Berücksichtigung einer Deckungszusage durch einen Kreditversicherer. Durch Überwachung des Zahlungsverhaltens und einen zügigen Mahnprozess bei Zahlungsverzögerungen können mögliche Ausfallrisiken auf Debitorenebene frühzeitig erkannt und reduziert werden.

Wenn die angekauften und bevorschussten Forderungen unserer Kunden keinen rechtlichen Bestand haben oder bei Nicht-Zahlung durch den Debitor Regress beim Kunden vereinbart ist, richtet sich unser Zahlungsanspruch nicht mehr gegen den Debitor, sondern gegen unseren Factoring-Kunden als Verkäufer der Forderung und Empfänger des Vorschusses. Ausfallrisiken auf Kundenebene entstehen dann bei Insolvenz der Kunden. Deswegen wird die Bonität eines Kunden vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung durch Analyse der vom Kunden zur Verfügung gestellten Unterlagen und durch Auswertung von Auskünften ermittelt. Das Ausfallrisiko wird insbesondere begrenzt durch einen Factoring-Rahmen, der als Obergrenze für das Ankaufvolumen für vom Kunden eingereichte Forderungen dient.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Kriegs in der Ukraine, den verhaltenen Konjunkturprognosen für Deutschland und dem weiterhin hohen Zinsniveau, wird das Ausfallrisiko auf Debitoren- und Kundenebene aufgrund steigender Insolvenzen ein wesentlicher Risikobereich in 2024 sein.

Darüber hinausgehende Ausfallrisiken können sich aus steuerlichen Vorschriften ergeben. Nach § 13c UStG kann eine Factoring-Gesellschaft für durch den Kunden nicht oder nicht vollständig entrichteter Umsatzsteuer im Fall der Insolvenz des Kunden haften.

Des Weiteren entsteht ein Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko, wenn eine Factoring-Gesellschaft vor allem wegen unzureichender Refinanzierungsmöglichkeiten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann.

Bibby Financial Services GmbH stellt ihren Kunden durch Forderungsankauf und Bevorschussung der Kaufpreise Liquidität zur Verfügung. Dafür stehen der Gesellschaft Eigen- und Fremdkapital zur Verfügung. Darüber hinaus hat die ehemalige britische Muttergesellschaft, Bibby FS (Holdings) Ltd., zugesagt, Bibby Financial Services GmbH in der Weise finanziell auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die ehemalige Muttergesellschaft trägt mit ihrer Patronatserklärung damit zu einer deutlichen Reduzierung des Refinanzierungs- und Liquiditätsrisikos bei.

Externe und interne Störungen, fehlerhafte Abläufe und unzureichende Kontrollen im laufenden Geschäftsbetrieb können zudem zu operationellen Risiken führen. Zur Reduzierung dieser Risiken wird der Zugang von Mitarbeitern zu Informations-, Kommunikations- und Bearbeitungssystemen durch Berechtigungsstufen festgelegt. Zur Gewährleistung der Sicherheitsstandards werden Datensicherungen durch mehrfach tägliche sowie monatliche Backups betrieben.

Ferner können Marktpreisrisiken Ertragseinbußen durch Zinssatzänderungen und Veränderung von Preisen für Wertpapiere, Währungen und Derivate verursachen. Da weder mit Wertpapieren noch mit fremden Währungen und Derivaten gehandelt wird, verbleibt für die Gesellschaft das Zinsänderungsrisiko. Sowohl die mit den Factoring-Kunden als auch mit der refinanzierenden Bank vereinbarten Zinssätze sind an Referenzzinssätze gekoppelt (3-Monats-EURIBOR). Die Vertragsbedingungen mit den Kunden sehen zudem eine Anpassung der vereinbarten Zinssätze vor, wenn sich nach Abschluss des Factoring-Vertrags aufgrund einer nicht überschaubaren Entwicklung an den Geld- und Kapitalmärkten die Refinanzierungsmöglichkeiten nicht nur unwesentlich verschlechtern. Zinsänderungen in der Refinanzierung können somit in der Regel kurzfristig weitergegeben werden.

Aus dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit) sehen wir für unseren Geschäftsbetrieb in Deutschland weiterhin keine Risiken.

Die erkennbaren Risiken sind durch Eigenkapital abgedeckt.

Zu den sonstigen Risiken mit potenziell negativem Effekt auf das Ergebnis und die Finanzlage der Gesellschaft zählen neben geopolitischen Konflikten wie dem Angriffskrieg auf die Ukraine, dem Nahost- Konflikt und dem Handelskrieg zwischen den USA und China auch Ereignisse wie Terrorismus, Pandemien, Epidemien, Naturkatstrophen, Klimawandel und sonstige unvorhergesehene Entwicklungen.

Aufgrund des demographischen Wandels rücken zudem Risiken, die sich aus dem allgemeinen Fachkräftemangel ergeben immer stärker in den Fokus.

Neben allgemeinen konjunkturellen Risiken, die unter anderem durch hohe Energiekosten verstärkt werden können, sind weitere wesentliche Risiken für uns momentan nicht absehbar.

2. Chancenbericht

In Fachkreisen geht man davon aus, dass die Auswirkungen von Basel III auch in 2024 und Folgejahren eine erhöhte Nachfrage nach Factoring-Produkten durch kleine und mittelständische Unternehmen bedeuten.

Basel III stellt erhöhte Eigenkapitalanforderungen an Banken, wodurch zukünftig eine noch strengere Risikobewertung erwartet wird, die für kleine und mittelständische Unternehmen zu einer Verschlechterung der Kreditkonditionen oder zu einer Einschränkung der Kreditversorgung führen könnte. Für diese Unternehmen kann sich daher das Factoring als besonders vorteilhaft erweisen. Durch Forderungsverkäufe kann die eigene Bilanzstruktur optimiert, die Liquidität verbessert und das Ausfallrisiko auf die Abnehmerseite verlagert oder begrenzt werden.

Von wichtiger Bedeutung für die Factoring-Branche sind in diesem Zusammenhang der Zugang zu kostengünstigen Refinanzierungsmöglichkeiten, die Kontrolle der Debitoren- und Kundenausfallrisiken und die Vorbereitung auf eine restriktive Zeichnungspolitik von Kreditversicherern.

In den nächsten Jahren wird zudem eine weitere Konsolidierung der Factoring-Institute im Markt erwartet, was weitere Chancen bieten wird.

Darüber hinaus wird die fortschreitende Digitalisierung das Factoring in Zukunft verändern. Die Begleitung und der Ausbau der Customer Journey über unser CRM-System trägt dieser Entwicklung bereits Rechnung. Wir sehen daher für unsere Gesellschaft mit unserem "Full Service Factoring", "Inhouse Factoring" (Rechnungsverwaltung und Debitorenmanagement verbleibt beim Kunden) und "Ultimo Factoring" in dem Marktsegment für kleine und mittelständische Unternehmen weiter gute Wachstumsmöglichkeiten.

Auch die Tatsache, dass wir in 2022 mit dem "eKomi & BankingCheck Award" in der Kategorie "Bester Factoring-Dienstleister" ausgezeichnet worden sind, sowie für die Jahre 2022, 2023 und 2024 den Kununu Award als TOP-Arbeitgeber erhalten haben, lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.

Zudem bietet die internationale Präsenz der Bibby Financial Services Gruppe vor allem für den exportorientierten deutschen Mittelstand eine bedeutende Rolle, da wir über unser internationales Netzwerk unsere deutschen Kunden auch im Ausland optimal vertreten können. Die internationale Präsenz der Bibby Financial Services Gruppe erhöht zudem unsere Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und erleichtert unsere Suche nach qualifiziertem Personal.

Wir sind zudem optimistisch, dass sich das Factoring, in dem aktuell wirtschaftlich schwierigen Umfeld, als Finanzierungsinstrument weiter etablieren wird. Wie bereits der Deutsche Factoring-Verband in seiner Pressemitteilung vom 01.08.2023 festgestellt hat, hat sich das Factoring zu einem Stabilisator in Krisenzeiten und zu einem wesentlichen Bestandteil des Finanzierungsmixes von Unternehmen entwickelt.

3. Gesamtaussage

Da die britische Bibby Line Group in ihrer über 200-jährigen Erfolgsgeschichte von Beginn an kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrem Wachstum unterstützt hat, sehen wir mit der Expertise der Bibby Financial Services Gruppe sehr gute Chancen für die weitere Entwicklung des Factoring-Geschäfts, sowie der Bibby Financial Services GmbH auf dem deutschen Markt.

Insgesamt sehen wir die Risikolage der Gesellschaft als zufriedenstellend an. Derzeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

IV. Prognosebericht

Nach dem am 21.02.2024 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht rechnet die Bundesregierung für 2024 mit einem leichten Wirtschaftswachstum in Deutschland in Höhe von 0,2 %.

Das geringe Wirtschaftswachstum erklärt sich unter anderem aus den Folgewirkungen der Preissteigerungen und der damit verbundenen Inflation in 2023.

Ob unsere Kunden und damit auch wir in der Lage sein werden, abweichend von den Konjunkturvorhersagen der Bundesregierung für 2024, unsere Ergebnisse zu steigern, ist für uns zurzeit schwer einschätzbar. In unseren Planungen gehen wir jedoch davon aus, dass wir mit wachsender Nachfrage nach Factoring sowohl unsere Zinserträge als auch unser Forderungsvolumen in 2024 weiter leicht steigern können. In Verbindung mit einem strengen Kostenmanagement planen wir für 2024 ein Ergebnis vor Steuern, das deutlich über dem Ergebnis vor Steuern des Geschäftsjahres 2023 liegt.

Unser Optimismus begründet sich auf der Tatsache, dass mit dem Einbau des Factorings in die Finanzierungsstrategie von mittelständischen Unternehmen Liquiditätsengpässen, insbesondere in wirtschaftlichen Krisenzeiten, positiv entgegengewirkt werden kann. Der bestehende Fachkräftemangel macht zudem die Übernahme der Rechnungsverwaltung und des Debitorenmanagements durch die Factoring-Gesellschaft für Factoring-Kunden interessant.

Auf Grund der mit jeder Prognose verbundenen Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung jedoch von unseren Erwartungen abweichen.

 

Düsseldorf, den 31.05.2024

Bibby Financial Services GmbH

-- Geschäftsführung --

gez. Marko Dupor

gez. Markus Johann Haupt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bibby Financial Services GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bibby Financial Services GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bibby Financial Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer

gez. Lars Arndt, Wirtschaftsprüfer

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