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Saxonia Holding GmbHWolfsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016der Saxonia Holding GmbH, Wolfsburg1. Grundlagen des KonzernsDer Saxonia-Konzern ist Deutschlands größter Friseurkonzern und zählt auch in Europa zu den Unternehmen mit den meisten Friseurfilialen. Der Saxonia-Konzern besteht nunmehr aus 1.623 Salons und 150 Shops. Von den 1.773 Filialen wurden per Geschäftsjahresende 1.638 in Deutschland, 43 in Österreich, 55 in Tschechien, 13 in Ungarn und 24 in der Slowakei betrieben. Die Unternehmensgruppe ist unter dem Dach einer Holding in vier voneinander unabhängige Bereiche gegliedert: HairGroup, Cosmo, Frisör Klier Deutschland und Frisör Klier Ausland. Die Unternehmensgruppe ist derzeit noch dezentral organisiert, d.h. jedes Unternehmen verwaltet sich überwiegend selbst. Diese Organisationsstruktur wird künftig verändert. Es sollen allgemeine verwaltende Tätigkeiten organisatorisch in der Holding zusammengefasst werden. Die Salons arbeiten unter verschiedenen Konzeptnamen wie "Frisör Klier", "essanelle Ihr Friseur", "Styleboxx", "Hair Express" und "Super Cut". Durch die Zielgruppenorientierung der Salonkonzepte ist es möglich, den größten Teil der Konsumenten zu erreichen. Die einzelnen Konzepte stehen zum Teil auch im Wettbewerb zueinander. Alle Salonkonzepte, mit Ausnahme "essanelle Ihr Friseur", arbeiten nach den gleichen Prinzipien "ohne Voranmeldung und durchgehend lange Öffnungszeiten von Montag bis Samstag". Im Ausland sind unsere Salons überwiegend 7 Tage pro Woche geöffnet. Die Shops werden unter den Namen "Profi Hair Shop" und "beautyhairshop" betrieben. Seit Mai 2016 sind neben den "Profi Hair Shops" auch die "beautyhairshops" in die COSMO Beauty GmbH (Cosmo) organisatorisch eingegliedert. Hier wird in Einzelhandelsfilialen professioneller Friseurbedarf an Endkunden verkauft und in geringem Umfang werden zusätzlich Friseurdienstleistungen angeboten. Das Konzept ist hier, mit hoher Produktvielfalt und guter Kundenberatung hochwertige Friseurartikel zu verkaufen. Die Filialen werden ausschließlich in gemieteten Standorten in SB-Warenhäusern, Kaufhäusern, Centern und Citylagen in so genannten "1 a Lagen" angemietet und selbst betrieben. Die Strategie der Anmietung in hoch frequentierten Lagen wird auch in Zukunft weiterverfolgt. Die Mietverträge werden üblicherweise für die Dauer von 5 bis 10 Jahren abgeschlossen. Die Mietpreisentwicklung ist durch die überwiegende Orientierung an den amtlichen Preisindizes für die Lebenshaltung vertraglich abgesichert. Durchschnittlich wurden 10.693 Mitarbeiter und 9 Geschäftsführer beschäftigt, davon entfielen auf die Frisör Klier Deutschland 5.120 Mitarbeiter, 3.884 auf die HairGroup, 602 auf Cosmo, 1.087 auf Frisör Klier Ausland. Unsere Arbeitnehmerschaft besteht aus Fachkräften wie Friseurmeistern und Gesellen sowohl in Voll- als auch in Teilzeitbeschäftigung. Darüber hinaus bilden wir eine große Anzahl (2016: 1.946 im Durchschnitt) an Auszubildenden aus, um den Fachkräftebedarf auch für die Zukunft zu sichern. In den Mitarbeiterzahlen sind die Auszubildenden enthalten. In Deutschland und Österreich gelten Tarifverträge, im übrigen Ausland werden individuelle "Klier" Arbeitsverträge unter Berücksichtigung von staatlichen Mindestlöhnen geschlossen. Die Steuerung des Konzerns erfolgt zentral aus Wolfsburg. Dazu werden folgende finanzielle Kennzahlen geplant, erhoben und überwacht:
Folgende nichtfinanzielle Leistungsindikatoren überwacht die Konzernzentrale in den Segmenten:
2. Wirtschaftsbericht2.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen (Überblick)Rund 92 Prozent unserer Filialen werden in Deutschland betrieben, deshalb gehen wir aus Wesentlichkeitsgründen ausschließlich auf die deutschen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen ein. Gesamtwirtschaftliche und BranchensituationFür unser Geschäft ist die wirtschaftliche Lage in Deutschland bedeutend, da diese sich unmittelbar auf das Konsumverhalten auswirken kann. Auch im Jahr 2016 hat sich die gesamtwirtschaftliche Leistung laut Bundesministerium für Wirtschaft mit einem Anstieg von 1,9 Prozent gut behauptet. Positive Impulse kamen lt. Statistischem Bundesamt aus dem Inland. Der private Konsum trug abermals positiv zum Wachstum bei. Der Konzern bietet Friseurdienstleistungen in einem stabilen Markt an. 2015 betrug das deutsche Marktvolumen 6,5 Mrd. Euro und wird zu 17 % durch Kleinstbetriebe und eine umfangreiche Schattenwirtschaft dargestellt. Aktuelle Friseurmarktzahlen aus dem Jahr 2016 liegen derzeit noch nicht vor. Der Konzern ist mit großem Abstand der größte Friseurfilialist in Deutschland. 2.2 ErtragslageUmsatzDer Konzernumsatz ist nach BilRUG von 322,3 Mio. Euro um 0,3 Prozent auf 321,2 Mio. Euro gesunken, damit lagen wir um 6,5 Mio. Euro unter unserem Ziel von 327,6 Mio. Euro. Mit Ausnahme von Frisör Klier Ausland und Cosmo konnten die anderen Segmente der Gruppe ihren Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 nicht steigern. Der Umsatzrückgang bei der Frisör Klier Deutschland beruht im Wesentlichen auf Salonschließungen und den seit August 2013 mehrfach durchgeführten Preiserhöhungen infolge der Mindestlohneinführung in Deutschland und den damit einhergehenden Kundenverlusten. Die Preiserhöhungen wurden überstrapaziert, sodass bei einem Teil der Frisör Klier Kunden die Akzeptanz hierfür gefehlt hat. Dieser Effekt ist in gemilderter Form auch bei der HairGroup ursächlich für den Umsatzrückgang. Durch die in 2016 eingeführte Intensivbetreuung von defizitären Salons und flächendeckend eingeführten Kundenrückgewinnungsmaßnahmen ist es unterjährig gelungen, Umsatzrückgänge in Umsatzzuwächse umzuwandeln. Vom Umsatz entfallen 260,8 (i.V. 263,6) Mio. Euro auf Friseur- und sonstige Dienstleistungen und 57,9 (i.V. 56,1) Mio. Euro auf den Handel mit friseurspezifischen Produkten. Die Umsätze wurden zu 91,7 Prozent in Deutschland erzielt, damit hat sich der Auslandsanteil zum Vorjahr leicht erhöht. Die Geschäftsentwicklung der vier Segmente stellt sich wie folgt dar: Die HairGroup hat bei einem Rückgang von 49 Salons (12 Eröffnungen, Abspaltung der 39 beautyhairshops auf Cosmo und 22 Schließungen) an Umsatz verloren. Durch die Abspaltung sind auf Basis von 2015 rd. 9,6 Mio. Euro Umsatz auf Cosmo mit Wirkung zum 1. Januar 2016 übertragen worden. Im bereinigten Vorjahresvergleich hat die HairGroup 103 TEuro verloren. Insgesamt erwirtschafteten die 663 Filialen einen Umsatz in Höhe von 126,0 Mio. Euro. Der Umsatzanteil an Friseurdienstleistungen liegt bei 90 Prozent. Der Verkaufsumsatz betrug 12,7 Mio. Euro. Mit einem Umsatz von 134,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016 verlor Frisör Klier Deutschland 2,2 (im Vorjahr noch 5,8) Mio. Euro Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Der Salonbestand fiel nach 9 Neueröffnungen und 50 Salonschließungen auf 824 Filialen. Bei der Umsatzverteilung erzielten die Dienstleistungen wie gewohnt den höchsten Umsatzbeitrag. Mit Dienstleistungen konnten 123,0 Mio. Euro und mit dem Verkauf konnten 10,5 Mio. Euro erlöst werden. Die Kundenrückgewinnungsmaßnahmen haben nicht so schnell wie geplant gegriffen, trotzdem sind die Kundenzahlen gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. gestiegen. Der Shop-Bestand bei Cosmo hat sich infolge von 11 Schließungen, der Übernahme von 39 beautyhairshops und 3 Neueröffnungen auf 151 Filialen erhöht. Der Umsatz erhöhte sich von 33,9 Mio. Euro in 2015 (bei Hinzurechnung des Vorjahresumsatzes der beautyhairshops von 7,5 Mio. Euro) auf 34,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016. Der Handelsanteil ist unverändert hoch und liegt bei rund 91,4 Prozent. Im Ausland wurden 3 Salons eröffnet und 7 geschlossen. Zum Jahresende wurden 135 Filialen betrieben. In allen Ländern konnten die Umsätze nochmals gesteigert werden. Im Geschäftsjahr betrug der Umsatz nach BilRUG rund 26,8 Mio. Euro nach 26,1 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt ist der Bestand an Filialen im Konzern ist um 63 auf 1.773 Filialen gesunken. Aufwands- und ErtragsentwicklungDie Umsätze sind, wie bereits zuvor schon erwähnt, um 1,1 Mio. Euro auf 321,2 Mio. Euro gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 5,8 Mio. Euro auf rund 6,0 Mio. Euro. Hier stiegen insbesondere die Erstattungen aus der Lohnfortzahlung. Die Nachverfolgung der Krankheitsquoten hatte dies bereits prophezeit. Die geplante Quote beispielsweise bei Frisör Klier Deutschland von 6,7 % wurde mit 7,3 % deutlich überschritten. Der Materialaufwand ist zum Vorjahr um 0,9 Mio. Euro gesunken und betrug 32,6 Mio. Euro nach rund 33,5 Mio. Euro im Vorjahr. Geplant waren 34,3 Mio. Euro. Der Rückgang ist auf eine Veränderung des Warensortiments im Vorjahr und den Rückgang der Filialen um 63 zum Vorjahresende zurückzuführen. Die Personalaufwendungen stiegen um 1,6 Prozent und lagen mit 191,6 Mio. Euro um 2,2 Mio. Euro über denen des Vorjahres, bleiben aber leicht unter den geplanten 191,9 Mio. Euro. Der erneute Anstieg der Personalaufwendungen ist hauptsächlich auf Tariferhöhungen inkl. Mindestlohnanpassungen (letzte Stufe ab August 2015; 2016 sind erstmalig zwölf Monate enthalten) und die Erfassung von höheren Restgehältern und Abfindungen zurückzuführen. Die Abschreibungen stiegen um 0,2 Mio. Euro und betrugen 12,2 Mio. Euro. Ursächlich hierfür sind gestiegene Abschreibungen auf Mietereinbauten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Wesentlichen die Raumkosten der Filialen, die Werbe- und Vertriebskosten sowie die Verwaltungsaufwendungen umfassen, sinken von 93 Mio. Euro auf rund 91,3 Mio. Euro und verfehlen damit den geplanten Wert von 91,9 Mio. Euro. Infolge der Filialschließungen sinken auch die Raumkosten. Umsatzabhängige Rückgänge in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren ebenfalls beim Betriebsbedarf und den Vertriebskosten. Diese Einsparungen werden teilweise durch Zusatzaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen von 0,9 Mio. Euro wieder aufgezehrt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich von 0,2 Mio. Euro auf minus 0,6 Mio. Euro. Damit liegt das EBIT deutlich besser als die geplanten minus 2,6 Mio. Euro. Hauptursächlich für den Rückgang des EBIT ist, dass der gestiegene Personalaufwand nicht durch entsprechenden Mehrumsatz aufgefangen werden konnte und Einsparungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht reichten, um Umsatzrückgang und Personalkostensteigerungen zu kompensieren. Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 0,1 Mio. Euro auf minus 1,2 Mio. Euro. Der Zinsaufwand verringerte sich zwar um 0,2 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro und liegt damit nahe am Plan von 0,9 Mio. Euro. Aber der Zinsertrag ging um 0,3 Mio. Euro zurück, weil im Vorjahr noch vereinnahmte Zinsen auf Steuererstattungen in 2016 nicht mehr anfielen. Insgesamt erreichte der Konzern im Geschäftsjahr 2016 ein Vorsteuerergebnis (EBT) in Höhe von minus 1,9 Mio. Euro nach minus 0,9 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von 1,0 Mio. Euro zum Vorjahr. Geplant war ein EBT von minus 3,4 Mio. Euro. Die Steuerbelastung betrug 1,0 Mio. Euro wie im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich um 1,0 Mio. Euro von minus 1,9 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 2,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016 und liegt damit deutlich über den geplanten minus 3,5 Mio. Euro. 2.3 VermögenslageVermögens- und Kapitalstruktur der BilanzDie Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Mio. Euro auf 85,4 Mio. Euro vermindert. Das Anlagevermögen sank um 6,6 Mio. Euro auf 53,8 Mio. Euro. Die immateriellen Vermögensgegenstände nahmen um 1,2 Mio. Euro ab und betragen nun 10,6 Mio. Euro. Dies ist auf die planmäßige Abschreibung der Firmenwerte zurückzuführen. Bedingt durch die deutlich verminderten Investitionen in den Filialbestand führten die Abschreibungen zu Rückgang der Sachanlagen um 5,3 Mio. Euro auf 43,2 Mio. Euro. Die Finanzanlagen (Ausleihungen) blieben auf dem Niveau von 2015 bei 0,1 Mio. Euro. Das Umlaufvermögen fiel zum Vorjahr um 0,9 Mio. Euro und beträgt jetzt rund 29,8 Mio. Euro. Die Vorräte stiegen um 1,1 Mio. Euro auf 20,9 Mio. Euro. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich zum Vorjahr um 1,7 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro, was hauptsächlich auf im Vorjahr einmalig zu aktivierenden Steuererstattungsansprüchen beruht. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten nahmen um 0,3 Mio. Euro auf jetzt 5,8 Mio. Euro ab und liegen damit auf Vorjahresniveau. Bedingt durch den Konzernjahresfehlbetrag von 2,9 Mio. Euro nahm das Eigenkapital ab und beträgt nun 27,9 Mio. Euro. Die bilanzielle Eigenkapitalquote bleibt aufgrund der reduzierten Bilanzsumme mit 33 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Die Rückstellungen stiegen um 1,2 Mio. Euro auf 13,2 Mio. Euro an. Bei um 0,9 Mio. Euro geringeren Steuerrückstellungen sind die um 2,1 Mio. Euro höheren sonstigen Rückstellungen für den Anstieg verantwortlich. Insbesondere aufgrund von deutlich größeren Belastungen für Restgehälter und Abfindungen von 2,6 Mio. Euro (im Vorjahr 1,0 Mio. Euro) haben sich die sonstigen Rückstellungen erhöht. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um rund 5,9 Mio. Euro auf jetzt 44,3 Mio. Euro. Dies betraf einerseits die um 2,5 Mio. Euro gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die langfristigen Bankkredite sind infolge der planmäßigen Tilgungen um 5,3 Mio. Euro reduziert worden und gleichzeitig sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,9 Mio. Euro ausgeweitet worden. Außerdem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,0 Mio. Euro gesunken. Davon entfallen 1,5 Mio. Euro auf die vertragsgemäße Restkaufpreiszahlung an einen ehemaligen Mitgesellschafter. 2.4 FinanzlageDas Anlagevermögen von 53,8 Mio. Euro ist langfristig durch das Eigenkapital von 27,9 Mio. Euro und langfristige Bankkredite von 18,4 Mio. Euro und langfristige Lieferantenverbindlichkeiten von 0,5 Mio. Euro finanziert. Für die langfristigen Bankkredite sind teilweise financial covenants vereinbart. Es ist vorgesehen, dass die Eigenkapitalquote 15 Prozent nicht unterschreitet und der definierte Verschuldungsgrad 2,5 Prozent nicht überschreitet. Der Verschuldungsgrad per 31.12.2016 beträgt weniger als 2,4 Prozent und die Eigenkapitalquote erreicht 27,3 Prozent. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (13,8 Mio. Euro) und die Guthaben bei Kreditinstituten inklusive der Kassenbestände (5,8 Mio. Euro) dienen der Finanzierung der Vorräte und des laufenden Geschäftsbetriebes. Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 11,2 Mio. Euro. Trotz eines noch einmal um 0,9 Mio. Euro schlechterem Ergebnis als im Vorjahr hat sich aufgrund von Rückstellungszunahmen und geringerer Steuerzahlungen als im Vorjahr der Cashflow um 1,9 Mio. Euro verbessert. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ist aufgrund von Einsparungsmaßnahmen gegenüber 2015 von -11,4 Mio. Euro auf nun -7,7 Mio. Euro zurückgegangen. Im Geschäftsjahr 2016 sanken die Investitionen in das Sachanlagevermögen um 11,4 Mio. Euro. Nach Abschluss der Investitionen in den Neubau des Logistikzentrums und der zurückgenommenen Expansion wurden nach geplanten 9,7 Mio. Euro lediglich 6,2 Mio. Euro investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (-5,7 Mio. Euro) ist einerseits dadurch gekennzeichnet, dass nahezu keine Neuaufnahme von Finanzkrediten erfolgte - im Vorjahr noch 9,0 Mio. Euro Neuaufnahme - und trotzdem die planmäßige Rückzahlung von Finanzkrediten in Höhe von 5,3 Mio. Euro erfolgte. Damit ist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 8,0 Mio. Euro geringer als im Vorjahr. Der Finanzmittelbestand ist zum Geschäftsjahresende 2016 um 2,2 Mio. Euro (im Vorjahr noch um 7,3 Mio. Euro) auf minus 8,0 Mio. Euro zurückgegangen. Am Bilanzstichtag waren nicht genutzte Kreditlinien von 12,5 Mio. Euro vorhanden. Die Liquidität wird täglich überwacht. Dabei wird die Entwicklung der letzten sechs Monate mit der Entwicklung der zukünftigen sechs Monate betrachtet und plausibilisiert. Aus dieser Überwachung können rechtzeitig Maßnahmen abgeleitet werden. Der Konzern war das ganze Jahr in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die variablen Zinsen bzw. das Zinsrisiko wurden bei der Muttergesellschaft und Frisör Klier Deutschland durch Derivate (SWAPs) begrenzt. Die anderen Segmente setzen auch weiterhin keine derivativen Finanzinstrumente ein. Sämtliche Unternehmen der Gruppe stimmen ihren Finanzierungsbedarf untereinander ab, d.h. die Muttergesellschaft übernimmt über eine Cashpoolingvereinbarung die Bankfunktion für die Gruppe. Die Fuhrpark- sowie ein Teil der IT- Finanzierung und bei der HairGroup auch die Finanzierung von verschiedenen Ausrüstungsgegenständen der Salons erfolgt über Leasingverträge. Die Commerzbank hat im Sommer 2016 die Saxonia-Gruppe in die "intensive care"-Betreuung übernommen und verlangt, dass alle anderen Finanzierer darüber informiert und ein Sanierungsgutachten beauftragt wird. Die Information der Finanzierer hat stattgefunden. Als erste Reaktion haben drei Kreditinstitute ihre Linien eingefroren. Daraus haben sich keine Liquiditätsengpässe ergeben. Mit allen Finanzierern konnten Stillhaltevereinbarungen bis zur Vorlage des endgültigen Sanierungsgutachtens vereinbart werden. Aufgrund des mit einer positiven Fortbestehensprognose endenden Sanierungsgutachtens haben die Finanzierer einen Sicherheitenpool gebildet und die bestehenden Kontokorrentlinien bis Ende 2019 (Ende des Sanierungszeitraumes) vertraglich zugesagt. 2.5 Gesamtaussage zur Lage des KonzernsDas Geschäftsjahr 2016 war geprägt durch infolge des Mindestlohnes durchgeführten Preiserhöhungen und damit verbunden rückläufigen Kundenzahlen sowie den deutlichen Rückgang an Filialen. Durch die eingeführte Intensivbetreuung von defizitären Salons und flächendeckend eingeführten Kundenrückgewinnungsmaßnahmen ist es unterjährig gelungen, Umsatzrückgänge in -zuwächse umzuwandeln. Trotzdem sanken Umsatzerlöse und Materialaufwand infolge des Rückgangs an Filialen. Die steigenden Personalkosten resultieren im Wesentlichen aus Tariferhöhungen und höheren Restgehältern sowie Abfindungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von 0,9 Mio. Euro für Restrukturierungsmaßnahmen belastet, die die Einsparungen in diesem Bereich teilweise kompensierten. Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich von 0,2 Mio. Euro auf minus 0,6 Mio. Euro und liegt deutlich besser als die geplanten minus 2,6 Mio. Euro. Nach Verrechnung von Zinsergebnis und Steuern wird ein Konzernjahresfehlbetrag von 2,9 Mio. Euro ausgewiesen und ist damit deutlich unter dem geplanten Wert von minus 3,5 Mio. Euro geblieben. Trotz des infolge des Konzernfehlbetrages verminderten Konzerneigenkapitales bleibt durch die gesunkene Bilanzsumme die Eigenkapitalquote mit 33 % auf Vorjahresniveau. Die Einhaltung der financial covenants (Eigenkapitalquote von 15 %; Verschuldungsgrad liegt mit knapp 2,4 % unter den geforderten 2,5 %) ist erreicht worden. Infolge des durch die "intensive care"-Betreuung erstellten Sanierungsgutachtens, das mit einer positiven Fortbestehensprognose endet, haben die Finanzierer die bestehenden Kontokorrentlinien und Avale bis Ende 2019 (Ende des Sanierungszeitraumes) vertraglich zugesagt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Talsohle infolge der greifenden Kundenrückgewinnungsmaßnahmen durchschritten ist. Die Lage des Konzerns wird als stabil angesehen. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht3.1 PrognoseberichtDie deutsche Wirtschaft befindet sich nach wie vor in einem Aufschwung und wird auch 2017 wachsen. Die Bundesregierung geht von 1,5 Prozent Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für 2017 aus. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse wird weitersteigen. Beim privaten Konsum wird es infolge steigender Energie- und Lebensmittelpreise Einschnitte geben. Wir planen mit einem Umsatzzuwachs von 0,8 Prozent im Jahr 2017. Vorrangig wollen wir an der Fortführung der Kundenrückgewinnung festhalten und moderate und punktuelle Preisanpassungen vornehmen. Mit dem Eintritt in die Sanierungsphase werden mehr Salons geschlossen als geöffnet. Dauerhaft defizitäre Salons werden konsequent geschlossen und in maßvollem Umfang Neueröffnungen vorgenommen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für das Jahr 2017 mit einem Umsatz von 324,3 Mio. Euro. Die Kundenanzahl wird monatlich überwacht und sollte stabil bis steigend verlaufen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2017 ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von ca. plus 2,4 Mio. Euro. Die Planung für das Jahr 2017 ist mit Unsicherheiten behaftet und hängt stark davon ab wie sich die Steigerung unsere Kundenzahlen entwickelt. Dabei kann nicht beeinflusst werden, dass sich Kundenströme verändern, Kunden Kaufzurückhaltung üben oder das Wetter die Erreichbarkeit der Salons einschränkt. Der Materialaufwand soll mit 10,1 Prozent vom Umsatz bzw. 32,6 Mio. Euro auf dem Niveau von 2016 auslaufen, weil 2017 nicht mit Sondereffekten gerechnet wird. Auch beim Personalaufwand wird mit Einsparungen gerechnet, weil infolge der Schließungen weniger Mitarbeiter vergütet werden. Hinsichtlich der Krankheitsquoten werden leichte Steigerungen erwartet. Es sind Personalaufwendungen von 191,4 Mio. Euro geplant. Mangels Expansionsinvestitionen in Vorjahren gehen die Abschreibungen auf 11,1 Mio. Euro zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden sich leicht auf 90,9 Mio. Euro reduzieren. Bei leicht höheren Zinsaufwendungen (geplante 1,6 Mio. Euro) und höheren Steuern aufgrund des besseren Ergebnisses wird ein Konzernjahresfehlbetrag von 0,8 Mio. Euro erwartet. Unser Ziel ist es so schnell wie möglich wieder positive Ergebnisse zu erzielen. Der Konzern ist nach wie vor gut am Markt positioniert und kann auf Grund der guten Partnerschaften mit Vermietern, Lieferanten und Banken, auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Marktentwicklung das Geschäft stabilisieren und weitere Marktanteile gewinnen. Die im Sanierungsgutachten geforderten Maßnahmen wie zum Beispiel Personalkostenreduktion, Fortführung der verbesserten Steuerung von Verlustsalons oder Ausbau des ECommerce-Kanals bewirken, dass auch ab 2018 deutlich positive EBITs erreicht werden. Für Investitionen sind 7,8 Mio. Euro geplant, davon sind 2,2 Mio. Euro für neue Filialen, 4,4 Mio. Euro in den Filialbestand für Renovierungen und 1,2 Mio. Euro für sonstige Investitionen. Die Finanzierung der Investitionen soll aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und den Verkaufserlösen aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen erfolgen. Die vorhandenen Kontokorrentlinien sind komfortabel und werden aufgrund unserer Planungen ausreichen, um fristgerecht allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3.2 RisikoberichtFrüherkennung/BerichterstattungZur Steuerung des Konzerns existiert auf den verschiedenen Ebenen ein unterschiedliches Berichts- und Controllingsystem. Das Controlling ist auf die Führungsebenen, Konzernbereiche und Zeiträume abgestimmt. Monatlich werden von jeder Gesellschaft der Geschäftsführung diverse Berichte, wie z. B. Bilanz und BWA, zur Überwachung bereitgestellt. Sowohl HairGroup als auch Cosmo und Frisör Klier Deutschland und Ausland verfügen über ein Controllingsystem, das sämtliche Unternehmensbereiche überwacht. Für das zentrale Controlling ist in allen Gesellschaften die unterste Ebene der Berichterstattung beispielsweise der einzelne Salon. Jede Filiale wird als Profit Center betrachtet und als solches auch ausgewertet. Ergebnisziele werden auf unterschiedlichen Ebenen vereinbart und zentral überwacht. Im Rahmen des Risikomanagements haben wir Schwellenwerte für ausgewählte betriebswirtschaftliche Maßgrößen des Konzerns bis hinunter auf die Salonebene definiert, um Veränderungen im Markt und im Kundenverhalten frühzeitig zu erkennen, sodass ggf. entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können. Markt/UmsatzrisikoDie Filialen des Konzerns sind überwiegend in Verbrauchermärkten, Einkaufs-Centern, Kauf- und Warenhäusern angesiedelt. Diese Standorte garantieren eine hohe Kundenfrequenz. Daraus ergibt sich aber auch eine gewisse Abhängigkeit zum Gesamtstandort und dessen Verbraucherstruktur. Besondere Risiken daraus sahen wir für das tägliche Geschäft nicht, weil das Kunden- und Marktverhalten direkt in den Filialen vor Ort durch die jeweiligen verantwortlichen Führungskräfte überwacht und ggf. auf die jeweilige Situation angepasst wurde. Nunmehr wird zentral nachgehalten ob und in welchem Umfang Marktbeobachtungen durchgeführt wurden. Ebenso werden die Erkenntnisse daraus mit den übergeordneten Ebenen diskutiert. Allgemeine Trends werden zusätzlich zentral durch Marktstudien und Befragungen analysiert. Abgesehen davon besteht eine Abhängigkeit vom Konsumklima und der Entwicklung des Einzelhandels. Eine Zurückhaltung der Verbraucher oder die Veränderung des Verbraucherverhaltens könnte sich entsprechend auf unsere Salons und Shops auswirken. Um die wesentlichen Bedürfnisse der Kunden zu berücksichtigen, agiert der Konzern in unterschiedlichen Märkten mit zeitgemäßen und differenzierten Markenkonzepten, die speziell auf unterschiedliche Qualitäts- und Preisbedürfnisse unserer Kunden eingehen. PersonalDie Friseurdienstleistung ist ein stark personenbezogenes Geschäft, das von jedem einzelnen Mitarbeiter abhängt. Die Produktivität wird kontinuierlich auf Mitarbeiterebene direkt im Salon überprüft. Gezielte Fortbildungsmaßnahmen stellen die Qualität der Mitarbeiter sicher. Die Personalbeschaffung ist durch die hohe Anzahl der eigenen Auszubildenden gesichert. Der demographische Wandel führt in Zukunft zu rückläufigen Ausbildungsbewerbern, was ein gewisses Risiko für die Zukunft darstellen könnte. Die Fluktuation einzelner Mitarbeiter stellt für den gesamten Konzern kein besonderes Risiko dar. BeschaffungDie Beschaffung der chemischen Produkte (Haarpflege, Farben, Dauerwellen) erfolgt, wie schon seit Jahren unverändert, ausschließlich direkt bei Herstellern wie z. B. Wella, Loreal und Schwarzkopf. Der sonstige Friseurbedarf wird bei namhaften Großhändlern gedeckt. Die Beschaffungspreise entwickelten sich produktabhängig uneinheitlich nach oben. Die Einrichtungen der Filialen werden jeweils in Wolfsburg für Cosmo und Frisör Klier Deutschland und Ausland und in Düsseldorf für HairGroup zentral konzeptioniert und beschafft. VersicherungJede einzelne Betriebsstätte ist durch eine übergreifende "Saxonia Konzern" Spezialpolice abgesichert. Diese sogenannte "All-Risk-Police" sichert Sachsubstanz- und Ertragsausfälle sowie Haftpflichtschäden ab. FinanzenSeit dem Geschäftsjahr 2015 besteht mit den deutschen Gesellschaften ein einheitlicher "Cash Pooling-Vertrag" der es ermöglicht, die Liquidität zentral zu überwachen und zu optimieren. Es wird für jede Gesellschaft des jeweiligen Segments jährlich ein Finanzplan erstellt. Zur Überwachung der Liquidität wird täglich ein Finanzstatus erstellt. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird alle 4 Wochen für 13 Wochen im Detail im Voraus geplant. Durch die Unternehmensfinanzplanung mit rollierender Liquiditätsplanung ist sichergestellt, dass stets Liquiditätsreserven vorhanden sind. In den montäglichen Besprechungen der Geschäftsführungen ist die Liquiditätssituation und deren Entwicklung ständiger Besprechungspunkt. Das Zinsrisiko ist durch langfristige Darlehen und im kurzfristigen Bereich mittels SWAPs abgesichert. Mit zwei Kreditinstituten sind financial covenants" für Investitionsdarlehen vereinbart. Die Verfehlung dieser Kennzahlen hätte ein Sonderkündigungsrecht der Banken zur Folge. FinanzanlagenDie Werthaltigkeit der Finanzanlagen wird laufend überwacht und ggf. gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 in Verbindung mit § 253 Abs. 3 HGB entsprechend bewertet. Weitere Risiken bestehen aus unserer Sicht nicht. 3.3 ChancenberichtUnser Konzern ist größter Anbieter der Friseurbranche in Deutschland. Die Risiko- und Chancenpolitik des Konzerns verfolgt neben der Bestandssicherung des Unternehmens das Ziel der nachhaltigen Erreichung finanzieller und strategischer Unternehmensziele. Mit unserer einzigartigen Markenstrategie gehen wir konsequent auf die Bedürfnisse unserer Kunden und Vermieter ein. Durch Wachstum und Expansion erschließen wir Synergien mit kostenskalierenden Effekten. Durch die sich aus dem Sanierungsgutachten ergebenden Projekte wird die Effizienz im Unternehmen mit positiven Wirkungen auf die Ertragskraft durchschlagen. Darüber hinaus realisieren wir höhere Ertragschancen durch Einkaufsoptimierung in verschiedenen Bereichen. Neben den Salons und Shops als wichtigste Vertriebskanäle wollen wir das Online-Geschäft weiter etablieren. Hier wollen wir die wachsende Zahl von Menschen ansprechen, die vom PC oder Smartphone aus im Internet shoppen. 4. Erklärung zur UnternehmensführungNach § 26 GmbHG hat die Geschäftsführung des Konzerns für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielgrößen für den Frauenanteil festzulegen. Der Aufsichtsrat hat gem. § 52 GmbHG für das Gremium selbst und für die Geschäftsführung einen Frauenanteil festzulegen. Weder Geschäftsführung noch Aufsichtsrat haben Zielgrößen für den Frauenanteil und die Fristen für die Zielerreichung festgelegt.
Wolfsburg, den 3. Mai 2017 gez. Rolf Göcking Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016I. Allgemeine AngabenDie Saxonia Holding GmbH mit Sitz in Wolfsburg wird im Amtsgericht Braunschweig unter der Nummer HRB 202005 geführt. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt und unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Ansatz- und Bewertungsstetigkeit ist gewahrt. Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund der erstmaligen Anwendung von § 298 Abs. 1 n.F. HGB i. V. m. § 277 Abs. 1 n.F. HGB nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 n.F. HGB hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse von 322.288 T€ sowie sonstige betriebliche Erträge von 5.810 T€ ergeben. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung fast ausschließlich im Anhang aufgeführt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. II. KonsolidierungskreisIn den Konsolidierungskreis haben wir nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben dem Jahresabschluss der Saxonia Holding GmbH, Wolfsburg, als Mutterunternehmen aufgrund unserer unmittelbaren und mittelbaren Stimmrechtsmehrheit die Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2016 folgender Tochterunternehmen einbezogen:
Die COSMO Beauty GmbH, Wolfsburg, die Frisör Klier GmbH, Wolfsburg, sowie die HairGroup GmbH, Düsseldorf, haben die Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die Interessengemeinschaft deutscher Friseurfilialisten-IGDF, Hamburg, an der ein 65,6%-iger Kapitalanteil besteht, wurde wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil ihr Jahresergebnis und ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachen. Die Gesellschaft hält Anteile an der DIH Equity Erste GmbH, Viersen, (Anteil 0,13 %, Eigenkapital 32.148.142,15 € per 30. Juni 2016, Jahresfehlbetrag 2015/16 -553,30 €). III. KonsolidierungsmethodenDie Kapitalkonsolidierung ist für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 als Vollkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 HGB a. F. nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft zum jeweiligen Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt. Die Buchwertmethode ist gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB unverändert zulässig, da die Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 erfolgten. Von den passiven Unterschiedsbeträgen aus diesen Erwerben wurden aufgrund ihres Charakters (Gewinnthesaurierungen der Tochterunternehmen vor dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung) 234 T€ den anderen Gewinnrücklagen zugerechnet. 3.728 T€ betreffen die Kapitalrücklage. Aktive Unterschiedsbeträge aus diesen Erwerben sind wie im Vorjahr in Höhe von 3.728 T€ mit der Kapitalrücklage sowie in Höhe von 1.176 T€ mit anderen Gewinnrücklagen verrechnet worden. Weitere 18.905 T€ werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über die planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren in Abhängigkeit entsprechender Mietvertragslaufzeiten abgeschrieben. Die zwischen den konsolidierten Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden gegenseitig aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung). Echte Aufrechnungsdifferenzen sind nur insoweit erfolgswirksam geworden, wie sie im Geschäftsjahr verursacht wurden. Für Vorjahresbeträge erfolgte der Ausweis als Gewinnvortrag. Eine Aufrechnung von Drittschuldverhältnissen ist nur insoweit vorgenommen worden, als sich ansonsten Verpflichtungen gemäß § 251 HGB ergeben würden. Zwischenergebnisse zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Umsätze und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinsen zwischen den einbezogenen Gesellschaften sind mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). IV. WährungsumrechnungDie in der Bilanz der ausländischen Tochterunternehmen ausgewiesenen Aktiva und Passiva werden - mit Ausnahme des Kapitals, bei dem die Währungsumrechnung zum historischen Kurs erfolgt - zum Devisenkassamittelkurs per 31. Dezember 2016 gemäß § 308a HGB umgerechnet. Das Jahresergebnis ergibt sich aus dem Saldo der umgerechneten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden in der Bilanz erfolgsneutral in dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Die Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Gesellschaften werden gemäß § 308a HGB zum Durchschnittskurs umgerechnet. Währungsumrechnungen während des Geschäftsjahres sind mit den Kursen am Tag der Anschaffung bzw. Lieferung oder Leistung erfolgt. V. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich gemäß den nachstehend beschriebenen Grundsätzen bilanziert: Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um lineare, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berechnete Abschreibungen bilanziert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Soweit die Nutzung der Sachanlagen zeitlich begrenzt ist, werden planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen oder der degressiven Abschreibungsmethode verrechnet. Die Anschaffungskosten geringwertiger Vermögensgegenstände (Anschaffungskosten zwischen 150,00 € und 1.000,00 €) wurden nach § 6 Abs. 2a EStG in einem Pool zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Sonstige Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem nachstehenden Anlagengitter dargestellt:
Die Bestände an Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Anschaffungskostenminderungen und Abwertungen wegen überlanger Lagerdauer bzw. mangelnder Marktgängigkeit wurden gekürzt. Ein Teilbestand der Hilfs- und Betriebsstoffe wird mit einem Festwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert und besitzen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Soweit erforderlich, sind die Forderungen durch Einzelwertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gekürzt. Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen 0,00 € (i. V. 1 T€) auf Gesellschafter. Aktive latente Steuern beruhen auf folgenden temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden, steuerlichen Verlustvorträgen sowie Konsolidierungsbuchungen:
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen des Mutterunternehmens bzw. jeweiligen Tochterunternehmens (Deutschland: 30 %, Tschechien: 19 %, Ungarn 9 %, Slowakei 22 %). Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Die Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2016 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (i. V. sieben Jahre) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 4,01 %. Es wurden erwartete jährliche Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen von jeweils 0 % bzw. gegebenenfalls 2 % berücksichtigt. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2016 236 T€ und ist ausschüttungsgesperrt. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser Wert ermittelt sich aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung) und entspricht dem steuerlichen Aktivwert. Rückstellungen für Pensionen wurden in Höhe von 2.096 T€ verrechnet. Anschaffungskosten und beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände betragen jeweils 445 T€. Die Bewertung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Restlaufzeiten sind aus der nachfolgenden Übersicht erkennbar (Vorjahresangabe):
Für Bankdarlehen in Höhe von 5.399.994,00 € per 31. Dezember 2016 wurden Grundschulden bestellt. Bei Warenlieferungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse wurden durch Dienstleistungen im Frisörhandwerk (261 Mio. €), aus Handelswarenverkäufen (58 Mio. €) und aus Zuschüssen (2 Mio. €) erzielt. Von den Umsatzerlösen entfallen 294 Mio. € auf die Bundesrepublik Deutschland, 10.719 T€ auf Österreich, 8.367 T€ auf Tschechien, 2.264 T€ auf Ungarn und 5.464 T€ auf die Slowakei. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 646 T€ enthalten. Daneben sind Gutschriften für Vorjahre in Höhe von 1.039 T€ enthalten. Die Löhne und Gehälter enthalten Abfindungen in Höhe von 822 T€. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 487 T€ enthalten. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen 236 T€ auf Nachzahlungen für Vorjahre und 597 T€ auf Verluste aus Anlagenabgängen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten erstmalig Aufwendungen für die Restrukturierung der Unternehmensgruppe in Höhe von 939 T€. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Saldo 230 T€ für Vorjahre enthalten. VII. Sonstige AngabenFür die Mitglieder des Beirates wurden Gesamtbezüge in Höhe von 80 T€ gewährt. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 510 T€ gebildet. Durchschnittlich waren während des Geschäftsjahres beschäftigt:
Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken einer Darlehensverbindlichkeit mit einem Nominalvolumen von 4,0 Mio. € wurde ein Zinssicherungsgeschäft (Swap) mit einem Marktwert von - 107 T€ am Bilanzstichtag abgeschlossen. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis zum 30. März 2020 vollständig aus. Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken einer weiteren Darlehensverbindlichkeit mit einem Nominalvolumen von 400 T€ wurde ein Zinssicherungsgeschäft (Swap) mit einem Marktwert von - 2 T€ am Bilanzstichtag abgeschlossen. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis zum 15. Mai 2017 vollständig aus. Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken von Kontokorrentverbindlichkeiten mit einem Nominalvolumen von 1,02 Mio. € wurde ein Zinssicherungsgeschäft (Swap) mit einem Marktwert von - 32 T€ am Bilanzstichtag abgeschlossen. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis zum 31. Mai 2018 vollständig aus. Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken einer weiteren Darlehensverbindlichkeit mit einem Nominalvolumen von 1,0 Mio. € wurde ein Zinssicherungsgeschäft (Swap) mit einem Marktwert von - 9 T€ am Bilanzstichtag abgeschlossen. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis zum 31. Mai 2017 vollständig aus. Das Grundgeschäft enthält eine erwartete Transaktion in Form der auch in Zukunft erfolgenden Verlängerung des abgesicherten Darlehens bis zum 31. Mai 2017. Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken von Kontokorrentverbindlichkeiten mit einem Nominalvolumen von 3,5 Mio. € wurde ein Zinssicherungsgeschäft (Swap) mit einem Marktwert von - 110 T€ am Bilanzstichtag abgeschlossen. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis zum 28. Mai 2018 vollständig aus. Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken einer Darlehensverbindlichkeit mit einem Nominalvolumen von 1,7 Mio. € wurde ein Zinssicherungsgeschäft (Swap) mit einem Marktwert von - 28 T€ am Bilanzstichtag abgeschlossen. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich bis zum 28. Juni 2019 vollständig aus. Bei den angegebenen Bewertungseinheiten handelt es sich jeweils aufgrund der Übereinstimmung der Parameter von Grund- und Sicherheitsgeschäft um einen Micro-Hedge. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wurde jeweils mittels der critical term match-Methode ermittelt. Die Marktwerte für die derivativen Finanzinstrumente wurden anhand bankeigener Bewertungsmodelle ermittelt. Im Konzern werden Salons und Shops in angemieteten Räumlichkeiten betrieben. Risiken aus diesen Mietverträgen bestehen dann, wenn ein Salon/Shop vor Mietvertragsende geschlossen wird und die Miete bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin weiter zu zahlen ist, ohne dass hierfür eine entsprechende Gegenposition (z. B. Untervermietung) existiert. Aus diesen Mietverträgen bestehen nicht bilanzierte Verpflichtungen von 213 Mio. €. Davon sind 48 Mio. € in 2017, 124 Mio. € in 2018 - 2021 und 41 Mio. € nach 2021 fällig. Aus Leasingverträgen für EDV und Kfz bestehen Verpflichtungen von insgesamt 1.045 T€, von denen 576 T€ in 2017 und 469 T€ in 2018 - 2021 fällig sind. Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt:
VII. NachtragsberichtDie ergriffenen Sanierungsmaßnahmen zeigen erste Erfolge. Aufgrund der positiven Fortbestehensprognose sind die bestehenden Kontokorrentlinien und Avallinien bis Ende 2019 vertraglich zugesagt. Die Vertragsunterzeichnungen sind im April 2017 abgeschlossen worden. Damit ist die Finanzierung bis 2019 gesichert. Darüber hinaus ist ein Verwaltungsgebäude für 4,6 Mio. € zum 1. April 2017 verkauft und zurückgeleast geworden.
Wolfsburg, den 27. April 2017 gez. Rolf Göcking Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde in der Gesellschafterversammlung am 23. August 2017 gebilligt. Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Saxonia Holding GmbH aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Braunschweig, den 26. Mai 2017 PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte Johannes Wirtschaftsprüferin Holtz, Wirtschaftsprüferin |
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