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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Birte Schulz seit 16.5.2025 | Geschäftsführer |
Hema Mani seit 3.6.2024 | Geschäftsführer |
David Jonathan Barlow seit 15.8.2023 | Geschäftsführer |
Astrid Gebhardt seit 30.10.2020 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TOLL Global Forwarding (Germany) GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Bilanz zum 31. März 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss 2022/2023 umfasst den Zeitraum vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023. Er ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG vor Ergebnisverwendung aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften weitgehend in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte unverändert zum Vorjahr gemäß §§ 266 und 275 Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Die Anschrift lautet: Burchardstraße 1420095 HamburgDie Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 165342 eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach den voraussichtlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände wie folgt vorgenommen:
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Nach Saldierung der passiven mit den aktiven latenten Steuern ergibt sich insgesamt ein Aktivüberhang, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Diese aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem abweichenden Ansatz von sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 31,2 % zugrunde. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und es werden alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. März 2023 bewertet. C. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Zusammensetzung und die Entwicklung sind aus dem beiliegenden Anlagenspiegel ersichtlich. 2. Forderungen Sämtliche Forderungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, insgesamt aus Lieferungen und Leistungen. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insgesamt mit TEUR 791 (i. Vj. TEUR 6.646) Lieferungen und Leistungen. Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 4.070 (i. Vj.TEUR 2.849) Zölle und Steuern. D. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 272 (i. Vj. TEUR 310) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 347 (i. Vj. TEUR 190) enthalten. 2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern betreffen Erstattungen für Vorjahre. E. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
Die Verpflichtungen beinhalten solche aus Miet- und Leasingverträgen für Gebäude und Kraftfahrzeuge. Diese Gestaltung hat sich positiv auf die Darstellung der Finanzlage ausgewirkt. Risiken aus dieser Gestaltung sind nicht erkennbar. 2. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft ist am 1. Juni 2010 einem Cash-Pool-Vertrag zwischen der TOLL Global Forwarding Coöperatief U.A., Hoofddorp/Niederlande, und der Citibank N.A. Branch London, London/Großbritannien, als Gesamtschuldner beigetreten. Dabei werden die Bankkonten aber nicht täglich auf Null gestellt, sondern stattdessen mit ihren lokalen Beständen fortgeführt. Zum 31. März 2023 zeigt das Cash-Pool-Konto aller Cash-Pool-Teilnehmer insgesamt einen positiven Saldo, sodass das Risiko einer Inanspruchnahme nicht gegeben ist. 3. Anzahl der Arbeitnehmer Die Mitarbeiterstruktur nach Gruppen stellt sich wie folgt dar:
4. Organe und damit verbundene Angaben Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr die folgenden Personen bestellt:
Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat. 5. Konzernzugehörigkeit Zum Bilanzstichtag wurden 100 % des Stammkapitals der Gesellschaft von der TOLL Global Forwarding Coöperatief U.A., Hoofddorp/Niederlande, gehalten, deren Anteile über Konzerngesellschaften am Bilanzstichtag zu 100 % von der JAPAN POST Holdings Co. Ltd., Tokyo/Japan, gehalten wurden. Die JAPAN POST Holdings Co. Ltd. stellt unter Einbeziehung der Gesellschaft einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist bei der JAPAN POST Holdings Co. Ltd. erhältlich oder im elektronischen Verzeichnis für Investoren "Investors' NETwork (EDINET)" unter der Firmenkennziffer E31748 einzusehen. Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die in den Konzernabschluss der JAPAN POST Holdings Co. Ltd. einbezogen werden. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 31. März 2023, die zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Geschäftsjahresende hätten führen können, sind nicht eingetreten.
Hamburg, den 29. September 2023 David Barlow , Geschäftsführer Maximilian König, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022/2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/20231. Branchenentwicklung und Gesamtwirtschaft Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr trotz Inflation, Krieg in der Ukraine und anhaltender Versorgungsprobleme gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat der Außenhandel im Jahr 2022 trotz hoher Preissteigerungen zugenommen: Deutschland exportierte im Jahr 2022 Waren im Wert von 1.576,8 Milliarden Euro und importierte Waren im Wert von 1.494,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2021 stiegen die Exporte um 14,3% und die Importe um 24,1%. Die Außenhandelsbilanz wies im Jahr 2022 einen Überschuss von 82,3 Milliarden Euro auf. 2. Kernaktivitäten der TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH Unsere Gesellschaft deckt im Konzernverbund des JAPAN POST-Logistikkonzepts die Aktivitäten am Speditionsmarkt Deutschland mit insgesamt drei Standorten (Hamburg, Hallbergmoos und Frankfurt a.M.) ab und bietet dort sämtliche Dienstleistungen entlang der gesamten Logistikkette an. Hierbei konzentriert sich das Unternehmen im Kerngeschäft primär auf die Sektoren Luftfracht und Seefracht (Export/Import) sowie auf branchenbezogene Logistiklösungen. Bestands- und Zielkunden sind neben mittelständischen Unternehmen im Wesentlichen namhafte Wirtschaftsunternehmen, vornehmlich in den Branchen Textil, Maschinen- und Anlagenbau, Hochtechnologie, Medizintechnik, Duty-Free, Chemie und Stahlindustrie. Eine Vielzahl von Unternehmen dieser Branchen findet sich bereits im Kundenportfolio der TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH. TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH partizipiert durch Einbindung in den Konzern der JAPAN POST Holdings Co. Ltd., Tokyo/Japan, an den Netzwerkstrukturen. Die JAPAN POST Holdings Co. Ltd. (im Folgenden "JP") erzielt mit rund 200.000 Mitarbeitern Umsatzerlöse von USD 83,9 Mrd. Primärmärkte für TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH sind nachstehend genannte Wirtschaftsregionen:
Ziel ist weiterhin, die bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Kunden im In- und Ausland zu festigen und auszubauen. Speziell in den Märkten China, Australien, Südafrika sowie im Mittleren Osten bieten sich hier Möglichkeiten für TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH, die bestehenden Luft- und Seefrachtgeschäfte in Zusammenarbeit mit den dortigen TGF-Landesorganisationen weiterzuentwickeln. 3. Ertragsentwicklung, Vermögens- und Finanzlage Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein Jahresüberschuss erzielt. Dieser beläuft sich bei rückläufigen Umsätzen auf 196 TEUR (Vorjahr: 1.916 TEUR). Der Rückgang lässt sich mit den begünstigenden Einmaleffekten in 2021/2022 erklären. Die Überlastung der Häfen, sehr hohe Frachtraten und E-Commerce-Trends boten das perfekte Umfeld für ein beeindruckendes Speditionswachstum im Jahr 2021. Laut dem "Report on Global Freight Forwarding 2023" von TI Insight schrumpfte der globale Speditionsmarkt im Jahr 2022 um 3,7 % und wird im Jahr 2023 mit einem Rückgang von 3,9 % noch weiter schrumpfen. Es wird erwartet, dass der globale Speditionsmarkt in den fünf Jahren bis 2027 mit einer CAGR von 1,6% wachsen wird. Für die Luftfrachtspedition wird ein Wachstum von 1,7% bis 2027 prognostiziert. Die Seefrachtspedition wird um 1,6% wachsen. Die Mehrheit der Spediteure geht davon aus, dass das Luft- und Seefrachtaufkommen in den nächsten 12 Monaten weiter steigen wird. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis stellen für die TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Das Unternehmen hat auch wichtige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Dazu gehören Ziele für Sicherheitsgespräche über kritische Risiken. Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022/2023 betrugen TEUR 61.937 (Vorjahr: TEUR 81.536). Bei einem Materialaufwand von TEUR 53.565 (Vorjahr: TEUR 72.489) wurde ein Rohertrag von TEUR 8.373 (Vorjahr: TEUR 9.046) erwirtschaftet. Dies entspricht einer Bruttomarge (Rohertrag im Verhältnis zum Umsatz) von 13,5 % (Vorjahr: 11,1%). Der Personalaufwand beträgt TEUR 4.368 (Vorjahr: TEUR 4.263). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 7,1 % (Vorjahr: 5,2 %) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang trotz gestiegener durchschnittlicher Mitarbeiterzahl auf 69 (i. Vj.59 Mitarbeiter) zurückzuführen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in Erwartung eines Umsatzwachstums zusätzliches Personal eingestellt wurde, das jedoch aufgrund des Geschäftsrückgangs nicht zum Einsatz kam. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 4.172, i. Vj. TEUR 2.792) wurde das Ergebnis insbesondere durch einen Anstieg der konzerninternen Aufwendungen für Gebietsmanagementabgaben negativ beeinflusst. Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss erzielt, so dass die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 1.916) abschließt. Vermögenslage Die immateriellen Vermögensgegenstände sind null, da die kapitalisierte Softwarevollständig abgeschrieben ist. Nach Investitionen in Höhe von TEUR 85 hat sich das Sachanlagevermögen nach Saldierung mit den planmäßigen Abschreibungen zum Bilanzstichtag um TEUR 44 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, einschließlich der entsprechenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen, haben sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.758 auf TEUR 6.095 verringert. Dies ist auf deutlich gesunkene Frachtraten zurückzuführen. Der Banksaldo verringerten sich aufgrund des Rückgangs der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erheblich um TEUR 2.959. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. März 2022 auf 22,0 % (Vorjahr 10,3 %). Der Anstieg lässt sich durch die deutlich gesunkene Bilanzsumme aufgrund der geringeren Forderungen und Verbindlichkeiten erklären. Der Rückgang der Verbindlichkeiten ist auf den Rückgang der Rückstellungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der konzerninternen Verbindlichkeiten zurückzuführen, die sowohl durch den Rückgang der Frachtraten als auch durch den Rückgang der Geschäftstätigkeit beeinflusst wurden. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.234 auf TEUR 4.135 und enthalten im Wesentlichen Zölle und Steuern. Finanzlage Das Unternehmen befindet sich in einer gesunden finanziellen Situation mit einem guten Banksaldo. Darüber hinaus erfolgt die kurzfristige Finanzierung durch konzernweites Cash-Pooling. Der EMEA Cashpool-Stand zum 31.03.2023 beträgt 35.842.492 € (Vorjahr 20.676.214 €). Zusammenfassend betrachtet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend. Der unvorhergesehen deutliche Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr, der auf die rückläufigen Frachtraten zurückzuführen ist, führte dazu, dass der prognostizierte Nettogewinn nicht erreicht wurde. Trotzdem konnte ein positives Nettoergebnis von TEUR 196 erzielt werden. 4. Organisation, Motivation und Information innerhalb des Unternehmens Im GJ23 haben wir eine Überprüfung unserer Themen vorgenommen, um zu beurteilen, ob sie weiterhin die Risiken und Chancen widerspiegeln, die für unsere Geschäftsentwicklung und unsere Stakeholder relevant sind und gleichzeitig positive Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt haben. Die Toll Gruppe hat einen Nachhaltigkeitsrahmen entwickelt, der uns dabei hilft, unsere Aufmerksamkeit und unseren Fokus auf die folgenden Kernbereiche zu lenken: (i) Maßnahmen zum Klimawandel, (ii) Vielfalt und Integration, (iii) nachhaltiges Lieferkettenmanagement, (iv) Auswirkungen auf die Gemeinschaft und Engagement. Sicherheit und Fürsorge für unsere Mitarbeiter haben für Toll weiterhin höchste Priorität. Wir haben unsere kritische Unfallhäufigkeitsrate im GJ23 um 10 % gesenkt. 5. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung Risiken Ukraine-Krieg Der Russland-Ukraine-Konflikt schafft neue Probleme für die globalen Lieferkettensysteme weltweit. Die sich gerade erst erholenden Logistik- und Versorgungsketten hatten die pandemiebedingten Probleme und die Verlangsamung gerade hinter sich gelassen. Der Russland-Ukraine-Konflikt wirkt nun als Katalysator für die Verschärfung der bestehenden Lieferkettenprobleme. Einerseits haben sich die Rohstoffexporte aus Russland aufgrund dieses Konflikts verlangsamt. Andererseits wirkt sich der Mangel an Rohstoffen und Komponenten aus der Ukraine direkt auf die Fabriken in Deutschland und Japan aus. Mit der Schließung der Grenzen und der Verschärfung der Restriktionen gegenüber Russland haben viele Länder ihren Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt, was zu einem sofortigen Anstieg der Kosten für Frachtflüge von Europa in asiatische Länder führt, wodurch der Handel extrem teuer und kommerziell nicht mehr machbar wird. Das Risiko sehen wir insgesamt als moderat an. Absatzrisiko Laut Eurostat, ONS und ING Research wird das Jahr 2024 für viele Logistikunternehmen eine größere Herausforderung darstellen. Auf der Warenseite hilft das knappe und anfällige Angebot der letzten Zeit den Transport- und Logistikunternehmen, sich in einer Phase geringerer Nachfrage zurechtzufinden. In Anbetracht der aktuellen Knappheit ist es den Unternehmen im Straßentransport gelungen, die höheren Kosten trotz des schleppenden Marktes recht gut weiterzugeben. Das Risiko sehen wir insgesamt als moderat an. Auslastungsrisiko Den konjunkturellen Risiken sowie den standortbezogenen Auslastungsrisiken wird begegnet, indem Transportkapazitäten in der Regel kurzfristig eingekauft werden. Auf mögliche Schwankungen auf der Nachfrageseite, kann so kurzfristig reagiert werden. Das Risiko sehen wir insgesamt als gering an. Preisrisiko Im operativen Bereich sehen wir das wesentliche Risiko in Preisschwankungen. Diesem wird durch längerfristige Finanzierungshilfen seitens des Konzerns und durch Kontrollen in dem erforderlichen Umfang permanent auf der Grundlage von Ergebnis- und Finanzplanungen begegnet. Das Risiko sehen wir insgesamt als gering an. Chancen Eine der Stärken der TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH ist und wird auch in Zukunft die Fähigkeit sein, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig und richtig darauf zu reagieren. Hierbei ist die Reaktion zum richtigen Zeitpunkt von wesentlicher Bedeutung. Dies bezieht sich nicht nur auf spezifische Branchen und Märkte, sondern im Besonderen auf die sich stetig weiterentwickelnden Logistikanforderungen der Kunden. Die Einbindung in die weltweiten Netzwerkstrukturen der JAPAN POST sowie deren geplante expansive Geschäftspolitik in Europa werden neben positiven Synergien zu einer wesentlichen Weiterentwicklung des Geschäftsvolumens der TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH führen. Daher sehen wir hier große Chancen. 6. Prognosebericht Die Zukunft der TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH liegt primär in der Konzentration auf das Kerngeschäft (Luftfracht und Seefracht (Export/Import) sowie branchenbezogene Logistiklösungen) und in spezifischen Branchen der produzierenden Wirtschaft (Mode, Maschinen- und Anlagenbau, Hochtechnologie und Medizintechnik). Hierbei werden Australien/Neuseeland, der Nahe & Mittlere Osten für die Sammelverkehre, die Märkte Asiens (primär China), Indien, Brasilien, Südafrika sowie Nordamerika eine wesentliche Rolle spielen. Der wichtigste Import-Markt wird weiterhin Asien sein. Die Inlandsnachfrage wird in Deutschland groß genug bleiben, um die Transporte fortzusetzen, sodass wir mit einer guten Import-Dynamik in Deutschland rechnen. In der Containerschifffahrt und -logistik werden die festgeschriebenen höheren Raten - die mehr als die Hälfte des Volumens ausmachen - im Laufe des Jahres 2023 schubweise auslaufen, was zu sinkenden Gewinnen bis ins Jahr 2024 führen wird. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einem deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 aus. Das Jahresergebnis für 2023/2024 wird erneut nur leicht positiv ausfallen. An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Hamburg, den 29. September 2023 David Barlow, Geschäftsführer Maximilian König, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TOLL Global Forwarding (Germany) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 2. November 2023 KPMG
AG
Helge Timm, Wirtschaftsprüfer Kristina Grothge, Wirtschaftsprüferin |
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