Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 112213
Eingetragen
3.5.2006
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist Herstellung und Vertrieb von Isolierglas, Glas- und Glasbauelementen aller Art. Die Gesellschaft kann alle Handlungen vornehmen, die ihren Zweck mittelbar oder unmittelbar förderlich sind. Sie kann sich insbesondere an anderer Unternehmen beteiligen, solche erwerben oder Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Eric Bold
seit 31.7.2024
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Torsten Bold
seit 3.5.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Torsten Bold
43.68%
30.33%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Torsten Bold
34346 Hann. Mfcnden
52.416 €
43.68%
Tobias Eric Bold
34346 Hann. Mfcnden
36.392 €
30.33%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Isophon Glas GmbH

Hann. Münden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Seit ihrer Gründung 1979 von Dieter Bold hat die isophon glas GmbH national und international ihren Qualitätsbegriff für vielseitige und individuelle Lösungen mit Isolierglas stetig ausgebaut. Sie ist seit Gründung im Familienbesitz.

Die besondere Expertise der isophon glas GmbH liegt in der Produktion von Sonderanfertigungen, Isolierglas in Übergrößen und der Veredlung des Rohmaterials. Der Maschinenpark der isophon glas GmbH gehört inzwischen zu den modernsten in Europa, mit dem sie vor allem Sonderlösungen außerhalb der üblichen Produktionsbandbreite anbietet. Standardisolierglas und bearbeitete Interieurgläser werden ebenfalls produziert, das alles unter dem Marken- und Lizenznamen SANCO®. Hauptabnehmer sind Metall- und Fassadenbauer, gefolgt von Großhändlern und Isolierglasherstellern.

Im Jahr 2022/23 wurden mit 170 Mitarbeitern ca. 213.836 m 2 hochwertiges Isolierglas und 102.580 m 2 Einfachglas produziert. Besonderer Wert wird auf die Aus- und Weiterbildung gelegt. Zurzeit werden vier Kaufleute und zwei Flachglastechnologen ausgebildet.

Es gab keine Änderungen im Geschäftsmodell oder in der Unternehmensstruktur. Es wurden auch keine neuen Produkte oder Dienstleistungen eingeführt.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verfahrensbearbeitung von Glas und Spiegeln. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Fokus wie im Vorjahr auf der Erforschung speziellen Vogelschutzglases und der Verbesserung innenliegender Sonnenschutzsysteme. Dabei wurde eine Wartungsklappe entwickelt, die die Wartung und Reparatur des innenliegenden Sonnenschutzes erleichtert. Dieses Produkt wurde bereits testweise verbaut.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen und Baukonjunktur

Das Geschäftsjahr 2022/23 war von herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Der Fenstermarkt in Deutschland ging 2022 um 2 Prozent zurück und schrumpfte in 2023 deutlich um weitere 8,9 Prozent. Diese negative Entwicklung wurde durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter die steigenden Kosten für Baumaterialien und die hohen Energiepreise.

Im Jahr 2022 sank die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland um 6,9 % auf 354.400 Wohnungen. Besonders stark betroffen waren Ein- und Zweifamilienhäuser, während die Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser nur leicht zurückgingen. Diese Entwicklung spiegelt die Herausforderungen wider, mit denen die Baubranche konfrontiert ist, einschließlich hoher Materialkosten und verschärfter finanzieller Bedingungen.

Die Preise für Baumaterialien stiegen im Jahr 2022 erneut stark an. Beispielsweise verteuerte sich Stabstahl um 40,4 %, Betonstahlmatten um 38,1 % und die Preise für chemische Produkte wie Dämmplatten aus Kunststoff stiegen um 21,1 %. Diese Preissteigerungen wirken sich direkt auf die Baukosten und die Bereitschaft der Investoren aus, neue Projekte zu starten.

Im Jahr 2023 verschärften sich die Bedingungen weiter. Die Zahl der Baugenehmigungen ging um 26,6 % auf 260.100 Wohnungen zurück, was den niedrigsten Stand seit 2012 markiert. Besonders starke Rückgänge waren bei Einfamilienhäusern (-39,1 %) und Zweifamilienhäusern (-48,3 %) zu verzeichnen. Auch die Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser gingen um 25,1 % zurück. Diese Entwicklungen sind auf die weiterhin hohen Baukosten und die verschlechterten Finanzierungsbedingungen zurückzuführen.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten wir ein erfolgreiches Geschäftsjahr verzeichnen. Der Gewinn stieg auf 2.926 T€. Es gab keine wesentlichen Änderungen in der Kapitalstruktur, und die Verbindlichkeiten blieben stabil. Investitionen in Höhe von 765 T€ wurden getätigt, um die Produktionskapazitäten weiter zu verbessern.

a. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022/23 hatten wir einen Anstieg des Umsatzes und der Gesamtleistung zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr stand unter dem Vorzeichen von ergebnisbelastenden Faktoren, jedoch konnten wir durch gezielte Maßnahmen positive Ergebnisse erzielen. Unser Unternehmen profitierte von vollen Auftragsbüchern aus dem Vorjahr, während gleichzeitig die Preise für Basisgläser und Halbzeuge in 2023 zu sinken begannen und sich die Lieferzeiten für Standardprodukte bei den Lieferanten im Vergleich zum Vorjahr wieder verkürzten.

Aufgrund gezielter Maßnahmanen und der vollen Auftragsbücher aus dem Vorjahr konnten wir die Produktionsmengen steigern. Der Wareneinkauf war durch die gesunkenen Materialpreise und die verbesserte Verfügbarkeit von Rohstoffen gekennzeichnet. Der Umsatz stieg um 4.102 T€ auf 32.090 T€. Der Jahresüberschuss lag mit 2.926 T€ über dem Jahresüberschuss des Vorjahres (T€ 1.510). Unsere Planung konnten wir somit erreichen.

Unter Berücksichtigung der ergebnisbelastenden Faktoren konnte das Ergebnis damit mehr als zufriedenstellend bezeichnet werden. Wir erwarten, dass Umstrukturierungen in Zukunft weiterhin zu einer Verbesserung des Ergebnisses führen werden. Unsere wesentliche Ergebnisquelle stellt die Herstellung von Isolierglas dar. Diese macht etwa 70 % der gesamten Umsätze aus. Unsere Umsätze hängen hier stark von der Umsatzentwicklung in der Baubranche ab

Wir konnten unsere Marktposition im Berichtsjahr mit der Entwicklung innovativer Produkte weiter verbessern. Die Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 % erhöht. Der Materialaufwand ist aufgrund höherer Produktionsmengen um 5,2 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die Personalkosten haben sich um 672 T€ erhöht.

b. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist weiterhin stabil. Im Berichtsjahr hat sich unsere Kapitalstruktur weiter verbessert. Wesentlichen Anteil daran hatte unsere Thesaurierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen.

Die Eigenkapitalquote ist wegen unserer Thesaurierungspolitik auf 70,5 % (Vj. 56,5 %) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 10,1 % der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten konnten trotz Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 765 T€ um 1.234 T€ gesenkt werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,7 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Unsere umfangreichen Investitionstätigkeiten sind noch nicht abgeschlossen, aber aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnten diese planmäßig fortgesetzt werden.

c. Vermögenslage

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg um 42,97 % auf 9.736 T€. Die Buchwerte des Anlagevermögens sanken um 640 T€. Vorratsvermögen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände stiegen um 12,7 %. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch planmäßige Tilgungsleistungen verringert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran. Bei den Mitarbeitern sind 2 Geschäftsführer mitgezählt.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe der Zahlungsströme aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 194 T€ und ist damit um 14 T€. gestiegen. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr höher und beträgt im Geschäftsjahr 13,71 %. Der Cashflow beträgt 1.821 T€.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist erfreulich. Die vorausschauende Materialplanung und die Aufträge aus vorherigen Planungen führten zu einem Anstieg des Umsatzes und der Gesamtleistung.

Unser Finanzmanagement ist stets darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen sind durch liquide Mittel, den kurzfristigen Forderungsbestand und das Warenlager gedeckt.

III. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Die in den Vorjahren begonnenen Investitionen in unsere Fertigungsanlagen werden hierbei durch eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe beitragen.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv.

Die rückläufige Baukonjunktur kann jedoch einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Geschäftstätigkeit nehmen. Diese Entwicklung betrifft das gesamte Marktsegment und die Konkurrenzbetriebe gleichermaßen. Durch unsere solide Finanz- und Liquiditätslage ergibt sich für unseren Betrieb jedoch keine bestandsgefährdende Situation. Ein weiteres wesentliches Risiko stellt der Verdrängungswettbewerb aufgrund bestehender Kapazitätsüberschüsse im Wettbewerbsumfeld der Isolierglasherstellung dar. Auch die steigende Anzahl von Wettbewerbern, welche in der Wertschöpfungsstufe der Basisglasherstellung tätig sind, stellt künftig eine Herausforderung dar. Diese Unternehmen sind für uns sowohl Lieferanten als auch Wettbewerber zugleich.

Immer häufiger treten Situationen ein, in denen wir diesen Unternehmen aus Einkaufspreisgründen unterlegen sind. Hier ist für die Zukunft ein möglichst unabhängiges Einkaufmanagement gefordert, um diese Marktteilnehmer nicht unnötig zu stärken. Der Konkurrenzdruck kann durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der rückläufigen Baukonjunktur langfristig gesehen möglicherweise etwas nachlassen, da liquiditätsschwache Betriebe besonders schwer von dieser oder anderen Krisen getroffen werden und es so zu einer Marktbereinigung kommen kann.

Bestandsgefährdende Risiken sind ebenso wenig ersichtlich wie sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Bisher sind für uns keine signifikanten Umsatzrückgänge aufgrund der wirtschaftlichen Lage zu verzeichnen.

Für die kommenden Jahre erwarten wir einen zeitlich befristeten, leicht negativen Geschäftsverlauf. Der Markt bleibt angespannt, und die Zahl der verfügbaren neuen Aufträge wird voraussichtlich weiter sinken, wodurch der Wettbewerb intensiver wird. Wir werden jedoch weiterhin in Innovationen investieren und unsere Kunden- sowie Lieferantenbeziehungen stärken, um uns vom Markt abzuheben und bestehende Aufträge bestmöglich auszuführen.

Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch kapitalstarke Lieferanten, Partnerschaften und Vertriebskooperationen. Unser Fokus liegt weiterhin auf der Optimierung unserer Produktionsprozesse und der Effizienzsteigerung, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das Betriebsergebnis 2022/2023 beträgt nach Zinsen 5.085 T€, der Jahresüberschuss beträgt 2.926 T€.

In unserer Planung gehen wir von einer Umsatzsteigerung aus. Angesichts der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage ist die Erreichung dieses Ziels ambitioniert. Insgesamt erwarten wir jedoch, dass aufgrund eingeleiteter Akquisitionsmaßnahmen und unserer optimierten Kostenstruktur sowie unserer geringen Fixkosten der Jahresüberschuss 2023/2024 über dem aus dem Jahr 2022/2023 liegen wird. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Sollten sich die weltweiten Zinsanstiege weiter verstärken und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Es zeichnet sich eine weitere Verteuerung der Rohstoffe ab, in welchem Umfang wir davon betroffen sind, lässt sich im Moment noch schwer einschätzen.

Die branchenspezifischen und ertragsorientierten Risiken haben sich verschärft, insbesondere durch den harten Wettbewerb und die allgemeine Marktlage.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der zurückgehenden Nachfrage in der Branche zugenommen. Da unsere neuen Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir dennoch davon aus, dass wir unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten in nicht unerheblicher Höhe damit verbunden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges haben wir zu spüren bekommen, insbesondere durch die gestiegenen Energiepreise und Unterbrechungen in den Lieferketten. Um mögliche Risiken weiter einzudämmen, wurden alternative Lieferanten identifiziert und vertragliche Sicherheiten eingeführt.

Chancenbericht

Mit vorausschauender Planung und innovativen Produkten haben wir uns in den vergangenen Jahren eine bedeutsame Marktposition erarbeitet. Der Trend zu nachhaltigen und energieeffizienteren Lösungen im Bauwesen eröffnet uns wesentliche Chancen. Innovative Fenstertechnologien. Die Verbesserungen der innenliegenden Sonnenschutzsysteme, einschließlich der Entwicklung einer Wartungsklappe, die die Wartung und Reparatur dieser Systeme erleichtert, konnte erfolgreich getestet und implementiert werden.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen durch. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der rückläufigen Baukonjunktur konnten wir ein erfolgreiches Geschäftsjahr verzeichnen. Die vorausschauende Materialplanung und die Aufträge aus vorherigen Planungen führten zu einem Anstieg des Umsatzes und der Gesamtleistung.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld sowie den Investitionsaussichten aufgrund der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, insbesondere die gestiegenen Energiepreise und Unterbrechungen in den Lieferketten, stellen zusätzliche Herausforderungen dar.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns jedoch gut gerüstet, diese Herausforderungen zu bewältigen. Unsere solide Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sorgt dafür, dass Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar sind, und die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Durch gezielte Maßnahmen haben wir mögliche Risiken eingedämmt. Wir werden weiterhin in Innovationen investieren und unsere Kunden- sowie Lieferantenbeziehungen stärken, um uns vom Markt abzuheben und bestehende Aufträge bestmöglich auszuführen.

Unser Finanzmanagement ist stets darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen sind durch liquide Mittel, den kurzfristigen Forderungsbestand und das Warenlager gedeckt.

Zusammenfassend sehen wir unser Unternehmen aufgrund unserer finanziellen Stabilität und der kontinuierlichen Optimierung unserer Prozesse gut aufgestellt, um die zukünftigen Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind branchenüblich. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenkapital. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Gimte, den 11.07.2024

Isophon Glas GmbH

Torsten Bold, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.148.284,74 5.787.812,79
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 63.238,00 63.340,00
II. Sachanlagen 4.698.034,90 5.338.362,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 199.387,00 212.068,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.307.657,00 4.141.684,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 858.230,00 913.221,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 332.760,90 71.389,50
III. Finanzanlagen 387.011,84 386.110,29
1. Beteiligungen 10.005,00 10.005,00
2. Sonstige Finanzanlagen 377.006,84 376.105,29
B. Umlaufvermögen 8.627.710,20 6.223.806,41
I. Vorräte 2.597.685,23 2.424.804,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.575.940,59 2.166.102,89
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 362.751,16 18.431,34
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.213.189,43 2.147.671,55
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 42.815,54 34.966,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.454.084,38 1.632.899,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.863,40 39.958,73
davon Disagio 5.206,63 12.939,33
Aktiva 13.804.858,34 12.051.577,93

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.736.174,11 6.810.042,78
I. Gezeichnetes Kapital 120.000,00 120.000,00
II. Bilanzgewinn 9.616.174,11 6.690.042,78
davon Gewinnvortrag 6.690.042,78 5.180.288,50
B. Rückstellungen 1.816.045,37 1.578.611,73
C. Verbindlichkeiten 2.252.638,86 3.662.923,42
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.395.831,01 2.629.615,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 526.852,19 765.803,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 868.978,82 1.863.811,48
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 826,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 826,50
3. sonstige Verbindlichkeiten 856.807,85 1.032.481,71
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 856.807,85 1.032.481,71
Passiva 13.804.858,34 12.051.577,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.942.170,40 14.608.472,59
2. Personalaufwand 7.280.026,24 6.607.398,17
a) Löhne und Gehälter 5.962.348,54 5.335.760,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.317.677,70 1.271.637,53
davon für Altersversorgung 144.849,91 181.980,77
3. Abschreibungen 1.016.072,51 1.168.867,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.016.072,51 1.168.867,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.300.749,44 4.474.475,60
5. Erträge aus Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 5.000,00 5.000,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 33.611,53 5.177,86
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.886,56 3.373,58
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.611,83 99.061,89
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.420.882,08 748.647,11
10. Ergebnis nach Steuern 2.939.326,39 1.523.573,78
11. sonstige Steuern 13.195,06 13.819,50
12. Jahresüberschuss 2.926.131,33 1.509.754,28
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.690.042,78 5.180.288,50
14. Bilanzgewinn 9.616.174,11 6.690.042,78

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Isophon Glas GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hann. Münden - Gimte
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Göttingen
Register-Nr.: 112213

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, den niedrigeren Teilwerten bzw. mit den versicherungsmathematisch ermittelten Werten.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Den Lagerbestands- und Vertriebsrisiken sind durch besondere Wertabschläge Rechnung getragen worden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB) bewertet. In die Herstellungskosten der Erzeugnisse wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen (§ 255 Abs. 3 HGB, § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB).

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Das latente Risiko aus Liefer- und Leistungsforderungen wurde durch Pauschal- und Einzelwertberichtigungen gedeckt.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert gemäß § 253 Abs. 1 HGB bilanziert.

Die Disagios aus den Darlehen bei den Finanzdienstleistern wurden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert und auf die Dauer der Zinsbindungsphase abgeschrieben (§ 250 Abs. 3 HGB).

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 44.297,35

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Vermögensgegenstände gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens wurde aus den Börsenkursen am Abschlussstichtag abgeleitet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft sichert Zinsrisiken mit geeigneten Sicherungsinstrumenten ab und bildet zusammen mit dem Grundgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäftes werden im Jahresabschluss durch Anwendung der "Einfrierungsmethode" nicht ausgewiesen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 300.960,77 31.087,52
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 300.960,77 31.087,52 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 312.273,66
2. technische Anlagen und Maschinen 10.383.717,49 54.900,00 665.609,44
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.143.467,20 416.630,99 221.450,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.389,50 261.371,40
Summe Sachanlagen 13.910.847,85 732.902,39 887.059,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 150.007,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 384.203,51 901,55
Summe Sachanlagen 534.210,51 901,55 0,00
14.746.019,13 764.891,46 887.059,44
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.09.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 332.048,29
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 332.048,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 312.273,66
2. technische Anlagen und Maschinen 9.773.008,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.338.648,19
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 332.760,90
Summe Sachanlagen 0,00 13.756.690,80
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 150.007,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 385.105,06
Summe Sachanlagen 0,00 535.112,06
0,00 14.623.851,15
kumulierte Abschreibungen 01.10.2022
Euro
Abschreibungen
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 30.09.2023
Euro
Zuschreibung Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 30.09.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.620,77 31.189,52 268.810,29 63.238,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 237.620,77 31.189,52 0,00 268.810,29 63.238,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 100.205,66 12.681,00 112.886,66 199.387,00
2. technische Anlagen und Maschinen 6.242.033,49 552.653,00 329.335,44 6.465.351,05 3.307.657,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.230.246,20 419.548,99 169.377,00 2.480.418,19 858.230,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 332.760,90
Summe Sachanlagen 8.572.485,35 984.882,99 498.712,44 9.058.655,90 4.698.034,90
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 140.002,00 140.002,00 10.005,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.098,22 8.098,22 377.006,84
Summe Sachanlagen 148.100,22 0,00 0,00 148.100,22 387.011,84
8.958.206,34 1.016.072,51 498.712,44 9.475.566,41 5.148.284,74

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 3.001,52 Euro.

Derivative Finanzinstrumente

Grundgeschäft abgesichertes Risiko
Art Euro Art Euro Sicherungsinstrument Bewertungseinheit Wirksamkeit
variable verzinsliches 0,00 Zinsänderung 0,00 Zinsswap Microhedge zu 100% aufgrund Volumen- und Laufzeitkongruenz
Darlehn (75.750,00) (75.750,00)

Die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern gesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden Beträge in Höhe von Euro 400.635,79 für noch nicht vereinnahmte Rückvergütungen und Boni erfasst.

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von Euro 6.690.042,78 einbezogen.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 14.547,00 (Euro 38.685,00). Es handelt sich hierbei um den Unterschiedsbetrag aus der Pensionsrückstellung nach § 253 (6) S. 2 HGB.

Pensionsrückstellungen

Zur Wertfindung der Pensionsrückstellung hat die Gesellschaft ein versicherungsmathematisches Gutachten erstellen lassen. Für die Pensionsrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,81%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,35%
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Zur Abdeckung des Risikos aus Altersversorgungsverpflichtungen verpfändete Bankguthaben und Wertpapiere sowie eine abgeschlossene Rückdeckungsversicherung wurden zum Bilanzstichtag mit den beizulegenden Zeitwerten gemäß § 246 Abs.2 Satz 2 HGB saldiert. Der Ausweis in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte dementsprechend.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 14.547,00.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 545.226,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 519.008,06
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 500.928,65
verrechnete Aufwendungen -2.765,00
(davon Aufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung Euro 9.524,00)
verrechnete Erträge 27.614,89

Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens wurde aus den Börsenkursen am Abschlussstichtag abgeleitet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehaltsrechte.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im wesentlichen aus Verpflichtungen für Gewährleistungen in Höhe von Euro 634.968,00 (Vorjahr: Euro 538.235,00), Urlaubsansprüche in Höhe von Euro 94.907,00 (Vorjahr: Euro 82.716,00), Arbeitszeitkonten in Höhe von Euro 42.177,00 (Vorjahr: Euro 61.944,00), Weihnachtsgeld in Höhe von Euro 126.450,00 (Vorjahr: Euro 139.148,00), Tantiemenverpflichtung in Höhe von Euro 399.030,00 (Vorjahr: Euro 187.030,00), Berufsgenossenschaft in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 51.000,00) und Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von Euro 40.000,00 (Vorjahr: Euro 38.000,00).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 2.252.638,86 (Euro 3.662.923,42) enthält Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 394.514,43).

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzdienstleistern in Höhe von Euro 1.395.831,01 (Vorjahr: Euro 2.629.615,21) sind abgesichert durch

a) Sicherungsübereignung von Fahrzeugen und diversen Maschinen b) Abtretung einer auf das Leben des Gesellschaftergeschäftsführers Torsten Bold abgeschlossenen Risikolebensversicherung c) Eintragung von Grundpfandrechten in das Grundvermögen der Besitzgesellschaft d) Eintragung von Grundpfandrechten in das Grundvermögen der Bold-Engelhardt Bruchteilsgemeinschaft e) Globalzession

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzdienstleistern in Höhe von Euro 1.395.831,01 (Vorjahr: Euro 2.629.615,21) gliedern sich auf in:

- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Euro 1.122.750,42 (Vorjahr: Euro 2.118.216,09) davon abgesichert: Euro 1.122.750,42 (Vorjahr: Euro 2.118.216,09)

- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Euro 273.080,59 (Vorjahr: Euro 511.399,12) davon abgesichert Euro 273.080,59 (Vorjahr: Euro 511.399,12). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren enthält solche gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 394.514,43).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Sale-and-lease-back-Geschäfte zum Zweck der Finanzierung von Maschinen abgeschlossen. Die der Gesellschaft hieraus während der unkündbaren Mindestleasingdauer entstehenden finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 1.658 (Vorjahr: TEUR 1.602). Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte entfallen nicht auf verbundene Unternehmen.

Der darüber hinaus bestehende Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf jährlich TEUR 765 (Vorjahr: TEUR 760). Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die Isophon Glas GmbH hat Bürgschaften für Darlehen der Isophon Glas GmbH & Co. Betriebs KG abgegeben. Die Salden der besicherten Darlehen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf Euro 1.775.207,59. Wegen der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, die dem Unternehmen im Detail bekannt ist, wird eine Inanspruchnahme des Unternehmens als so gut wie ausgeschlossen eingeschätzt.

Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen:

Die Pachtzinsen des Berichtsjahres in Höhe von TEuro 605 (Vorjahr:TEuro 628) werden aufgrund der abgeschlossenen Pachtverträge über den betriebsnotwendigen Grundbesitz sowie Maschinen in etwa gleicher Höhe auch im Folgejahr anfallen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Erträge und Aufwendungen aus der Umrechnung von Währungen ergaben sich im Wirtschaftjahr nicht.

Aufwendungen aus der Abzinsung sind in der Erfolgsrechnung unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in Höhe von Euro 9.524,00 (Euro 9.884,00) enthalten.

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 4.853,18 enthalten.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 104.087,23 enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 116,00
Angestellte 49,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 166,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 141,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 25,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Torsten Bold ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Isophon Glas GmbH

Dieter Bold ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Isophon Glas GmbH

Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin folgender Unternehmen:

Name Isophon Glas GmbH & Co. Betriebs KG

Sitz Hann. Münden-Gimte

Rechtsform GmbH & Co. KG

Die Gesellschaft ist Komplementärin der Firma, aber nicht an deren Kapital beteiligt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 2.926.131,33. Auf Vorschlag der Geschäftsführung wird der Jahresüberschuss mit dem Bilanzgewinn saldiert auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hann. Münden - Gimte, den 11.07.2024

Torsten Bold

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Isophon Glas GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Isophon Glas GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Isophon Glas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Königstein, den 19. Juli 2024

SGK Auditnet GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Fuß, Wirtschaftsprüfer

Florian Klenke, Wirtschaftsprüfer

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