Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH

Hildegard-Knef-Platz 2, 10829 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 159561
Eingetragen
26.6.2014
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und KältehandelKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Der Erwerb, die Vermarktung und der Vertrieb von elektrischer Energie und Gas sowie die Erbringung aller hiermit zusammenhängenden Dienstleistungen und der Vertrieb energienaher Produkte und Services an Kunden aus den Geschäftssegmenten Real Estate, Gewerbe- und Privatkunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Beate Winter
seit 19.3.2025
Prokura
Gunnar Kurt Richter
seit 30.12.2024
Prokura
Frank Rockel
seit 30.12.2024
Geschäftsführer
Karsten Kranewitz
seit 18.1.2024
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Vattenfall ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Vattenfall Europe Sales GmbH
Germany
10.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Geschäft und organisatorische Struktur

Die Unternehmen des deutschen Teilkonzerns von Vattenfall sind auf verschiedenen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. Dazu gehören die Strom- und Wärmeerzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern sowie der Vertrieb und die Wärmeverteilung.

Die Vattenfall-Gruppe gliedert sich grenzübergreifend in sechs Business Areas: Customers & Solutions, Distribution, Generation, Heat, Markets und Wind. Die Business Areas sind wiederum in Business Units und Operating Units untergliedert. Den unternehmensweiten Stabsfunktionen zugeordnete Fachabteilungen unterstützen das Business und üben eine funktionale Steuerung im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs aus.

Die Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH, Berlin, (VREES) führt Tätigkeiten in der Business Area Customers & Solutions aus und ist als Vertriebsgesellschaft auf den Gebieten des Strom- und Gasvertriebs im Business-/Gewerbekundensegment in Deutschland tätig.

Die VREES hat ihren Geschäftssitz in Berlin.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Politisches und wirtschaftliches Umfeld

Deutschland ist von den Auswirkungen des Ukrainekriegs auf die Energieversorgung und die Energiemärkte in besonderem Maße betroffen. Die Folgen sind vielschichtig und reichen von extrem gestiegenen Energiepreisen bis hin zu Bemühungen um Energiesicherheit und Diversifizierung der Energiequellen.

Die Förderung erneuerbarer Energien, wie Wind- und Solarenergie, stellt weiterhin einen wirtschaftspolitischen Schwerpunkt dar. Dieser erfordert unter anderem den Ausbau von Netzkapazitäten und die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien.

Der Anteil erneuerbarer Energien stieg im Vergleich zum Vorjahr. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur deckten erneuerbare Energien ca. 53 Prozent des verbrauchten Stroms ab (Vorjahr 48 Prozent).

Die deutsche Wirtschaft befand sich im gesamten Jahresverlauf 2023 in einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Großhandels-Energiepreise sind im Geschäftsjahr 2023 stark zurückgegangen, liegen aber immer noch deutlich über den Preisen vor dem Ukraine-Krieg. Da Deutschland einen Großteil seiner Gaslieferungen aus Russland bezog, wurde dieses pipelinebezogene Liefersystem umgestellt. Die Hauptlieferanten für Gas waren Norwegen und die Niederlande. Einen wichtigen Beitrag leisten inzwischen auch die neuen LNG-Terminals, die sich teilweise noch im Bau befinden.

Um die Bevölkerung und Industrie vor zu hohen Strom- und Gaspreisen zu schützen, wurde von der Bundesregierung beschlossen, dass ab Januar 2023 eine Strom- und Gaspreisbremse von den Vertriebsunternehmen implementiert wird, die für ein begrenztes Verbrauchsvolumen die Strom- und Gaspreise für das gesamte Jahr 2023 deckelt.

Wettbewerbsumfeld

Der Strom- und Gasmarkt für Endkunden war 2023 von einer hohen Dynamik, aber etwas schwächerem Wettbewerb geprägt. Insbesondere im Industriekundensegment kehrten die Anbieter nur zögerlich in den Markt zurück und dies mit einem restriktiven Angebotsportfolio.

Industrielle Letztverbraucher konnten im bundesweiten Durchschnitt aus rund 30-50 Gaslieferanten auswählen. Der Erdgasabsatz in Deutschland verringerte sich lt. einer Studie der Bundesnetzagentur um 5% von 850 Mrd. kWh im Jahr 2022 auf schätzungsweise 810 Mrd. kWh im Jahr 2023. Der Stromverbrauch verringerte sich im Jahr 2023 um 3,6% auf 466 TWh (Vorjahr: 484 TWh).

Ziel der VREES ist weiterhin ein profitables Wachstum in ausgewählten Kundensegmenten auf Basis einer schlanken Kostenstruktur mit einem externen Abrechnungsdienstleister für die Kundenbetreuung.

Die VREES verfügt über kein eigenes Personal und hat, neben der Beauftragung des externen Abrechnungsdienstleisters, Geschäftsbesorgungsverträge mit der VE Sales und Service Level Agreements mit der Vattenfall Next Energy GmbH, Berlin, über alle erforderlichen Dienstleistungen zur Unterstützung und Steuerung des Vertriebsgeschäfts abgeschlossen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein grundlegender und vollständig integrierter Bestandteil der Geschäftstätigkeit und Strategie von Vattenfall. Die Strategie von Vattenfall spiegelt die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung wider, von denen sechs Ziele für das Unternehmen am relevantesten sind und zu denen Vattenfall den bedeutendsten globalen Beitrag leisten kann. Vattenfall konzentriert sich in seinen Geschäftsaktivitäten auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die Erhöhung der Kreislaufwirtschaft, die Zusammenarbeit mit Lieferanten zur nachhaltigen Beschaffung von Waren und Dienstleistungen, den Schutz der Artenvielfalt und die Förderung der sozialen Nachhaltigkeit.

Die Business Areas bei Vattenfall sind für ihre Nachhaltigkeitsleistung direkt verantwortlich und sind daher verpflichtet, soziale und ökologische Themen in ihren jeweiligen Strategien und Geschäftsplänen zu berücksichtigen. Diese werden dann auf Konzernebene zusammengefasst, wo die wichtigsten sozialen Ziele (Mitarbeiterengagement und Lost-Time-Injury-Häufigkeitsrate) und ein ökologisches Ziel (CO 2 -Emissionen) gleiches Gewicht wie die finanziellen Ziele erhalten.

Die VREES trägt zur nachhaltigen Reduktion von CO 2 -Emissionen bei, indem grüne Energieprodukte vermehrt angeboten werden, die durch entsprechende Zertifikate nachgewiesen werden.

Lage des Unternehmens

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis nach Steuern sowie die Kundenanzahl.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Geschäftsverlauf

Die VREES vertreibt im Wesentlichen Strom und Gas an Gewerbekunden und kleine Geschäftskunden (SME).

Die VREES belieferte im Geschäftsjahr 2023 rd. 4.900 Gewerbe- und Geschäftskunden mit Strom- und Gasprodukten. Dies steht im Einklang mit der gewählten strategischen Ausrichtung, sich auf profitable Kundensegmente zu fokussieren. Der Stromabsatz an Endkunden erhöhte sich und betrug insgesamt ca. 2,2 TWh (Vorjahr: 2,1 TWh), der Gasabsatz steigerte sich auf 1,6 TWh (Vorjahr: 1,1 TWh).

Der Absatzmarkt der VREES beschränkt sich auf Deutschland. Die Anzahl der Kundenverträge erreichte die im Vorjahr prognostizierten Werte.

Die VREES konnte das prognostizierte Ergebnis nach Steuern für 2023 leicht übertreffen. Dies kam auch durch ungeplante Erlöse aus Stromrückverkäufen zustande. Die meisten Verträge der VREES sind sogenannte Vollstromverträge. Kommt es bei diesen zu Rückverkäufen durch Minderabnahme oder auch Nachkäufen durch Mehrabnahme, geht der Ergebniseffekt zugunsten oder zu Lasten der VREES. Weiterhin hat die VREES im Jahr 2023 erstmalig ein neues Spotprodukt für Bündelkunden im Angebot und bewirtschaftet, für dass es starke Nachfrage gab. Die Funktionsweise dieses Spotproduktes und die Marktgegebenheiten führten dazu, dass der Cashflow unterjährig zeitweise deutlich höher war als erwartet. Dies hat das Finanzergebnis positiv beeinflusst.

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung

T€ 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse und übrige Erträge 775.598 460.189 315.409
Operative Aufwendungen *) -772.677 -456.824 -315.852
Finanzergebnis 3.638 98 3.540
Ergebnis nach Steuern 6.559 3.463 3.096

*) Zu den Operativen Aufwendungen zählen Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Umsatzerlöse und übrige Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 315.409 T€ (68,5 %) im Wesentlichen aufgrund von höheren Umsatzerlösen aus dem Strom- und Gasgeschäft. Die Steigerung der Umsatzerlöse resultiert aus höheren verkauften Mengen und gestiegenen Absatzpreisen. Die Umsatzerlöse lagen über den Planwerten, was im Wesentlichen auf höhere Absatzmengen im operativen Geschäft im Vergleich zu den Planzahlen zurückzuführen ist.

Von den Umsatzerlösen (774.049 T€) entfielen nach Abzug der Energiesteuern auf Stromlieferungen 597.019 T€ (Vorjahr: 402.919 T€), auf Gaslieferungen 176.905 T€ (Vorjahr: 54.096 T€) und auf sonstige Umsatzerlöse aus Provisionen 125 T€ (Vorjahr: 79 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.549 T€ (Vorjahr: 3.095 T€) resultieren hauptsächlich aus dem Verbrauch und der Auflösung von Rückstellungen.

Die Summe der operativen Aufwendungen von 772.677 T€ (Vorjahr: 456.824 T€) setzt sich im Wesentlichen aus Strom- und Gasbezugskosten, Netznutzungskosten und Abgaben für EEG und KWK sowie Aufwendungen für Abrechnungsdienstleistungen und Kundenbetreuung zusammen. Der Anstieg der operativen Aufwendungen steht im Einklang mit der Steigerung der Umsatzerlöse. Wesentliche Treiber für den Anstieg der operativen Aufwendungen waren die Beschaffungskosten für Strom und Gas und die Netzentgelte, wobei positive Effekte aus Rückverkäufen für bereits beschaffte Mengen erzielt wurden. Nichtgeplante Beraterleistungen im Zusammenhang mit den Strom- und Gaspreisbremsen haben die operativen Aufwendungen sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zum Planwert erhöht.

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich insgesamt ein Jahresüberschuss von 6.559 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss 3.463 T€), der aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt wird.

Vermögens- und Finanzlage

T€ 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktiva
Anlagevermögen 1 3 -2
Umlaufvermögen 180.729 104.473 76.256
Rechnungsabgrenzungsposten 13 58 -45
180.743 104.534 76.209
Passiva
Eigenmittel 10.000 10.000 -
Mittel- und kurzfristige Fremdmittel 170.743 94.534 76.209
180.743 104.534 76.209

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 76.209 T€ erhöht. Höherem Umlaufvermögen stehen in nahezu gleichem Umfang gestiegene mittel- und kurzfristige Fremdmittel gegenüber. Das Umlaufvermögen setzt sich insbesondere aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen zusammen. Es beinhaltet außerdem Sonstige Vermögensgegenstände und Vorräte. Einem im Vergleich zum Vorjahr höheren Cashpool auf der Aktiva stehen höhere Verbindlichkeiten gegenüber, wobei die höheren Verbindlichkeiten sowohl aus höheren externen als auch aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren. Die Eigenkapitalquote verminderte sich von 9,6% auf 5,5%.

Aufgrund der Integration der Gesellschaft in das konzernweite Cashpooling haben sich keine unmittelbaren Auswirkungen der Finanzmarktsituation auf die Finanzierung der Gesellschaft ergeben.

Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)

T€ 2023 2022 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 93.990 10.872 83.118
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 3.659 131 3.528
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.478 -1.119 -2.359
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 94.171 9.884 84.287
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 140.173 46.002 94.171

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Gesamtaussage

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens durch die Geschäftsführung als positiv beurteilt.

Prognosebericht

Über eine weiter wachsende regionale Sales-Manager-Betreuung soll auch im Geschäftsjahr 2024 eine verstärkte Kundenbindung im kleinen, aber profitablen Geschäftskundensegment (SME) und damit eine erhöhte Vertragsverweildauer erreicht werden. Ziel ist der Aufbau eines stetig wachsenden profitablen Gesamtportfolios. Für eine optimale Betreuung des Kundenbestands wurde in die fachliche Ausbildung der neu eingestellten Sales-Manager investiert. Des Weiteren wurde das vertriebliche Anreizsystem überarbeitet. Die Vertriebssteuerung motiviert zu einem starken Ausbau des Kundenportfolios pro Sales-Manager, bei gleichzeitiger optimierter Pflege der Bestandskunden. Dadurch soll der Zufriedenheitsgrad und die Bereitschaft für Vertragsverlängerungen bei den Kunden erhöht werden. Weiterhin erfolgt eine Fokussierung auf das Multiplikator-Geschäft im Bereich Verbände und Kooperationen, welches im Besonderen auf den Vertriebskanal Wohnungswirtschaft abzielt und den Churn im Gesamtportfolio reduzieren wird.

Die VREES strebt für 2024 insgesamt ein leichtes Umsatzwachstum bei leicht wachsender Kundenanzahl an und leicht wachsender Absatzmenge, dieses kann ggf. durch fallende Großhandelspreise und den im Zusammenhang stehenden Verträgen mit variablen Preisen allerdings auch etwas geringer ausfallen. Ziel ist es, so wie im Jahr 2023 ein positives Ergebnis nach Steuern für die VREES zu erzielen, allerdings gibt es eine Reihe von Risiken. Insbesondere die wirtschaftlich schwierige Situation in Deutschland kann zu einem Anstieg von Insolvenzen führen und damit zu entsprechenden Verlusten für die VREES.

Bezüglich des Ukraine-Kriegs ist zum jetzigen Zeitpunkt leider davon auszugehen, dass der Konflikt anhalten wird und es weiterhin zu sich ändernden politischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen kommen kann. Die konkreten Rahmenbedingungen werden fortlaufend durch die VREES analysiert. Je nach weiterem Verlauf können sich Unsicherheiten ergeben, die in der Prognose zu negativen, aber auch positiven Abweichungen führen können (sowohl beim Absatz als auch der Beschaffung). Die Volatilitäten in den Energiegroßmärkten sind weiterhin hoch, was eine Prognose der Kundenpreisentwicklung erschwert.

Mittelfristig werden sowohl die Gas- als auch Stromkosten in Deutschland höher ausfallen als vor dem Ukraine-Krieg. Dies wird voraussichtlich im Vergleich zu historischen Werten Auswirkungen auf das Abnahmeverhalten der Kunden in Form von geringeren Abnahmemengen haben.

Die Einführung der Strom- und Gaspreisbremsen brachte einen deutlich erhöhten Umsetzungsaufwand mit sich, der sich bereits im Jahr 2023 durch höhere Kosten widerspiegelte. Obwohl die Preisbremsen zum Ende des Jahres 2023 ausgelaufen sind, werden auch im Jahr 2024 noch beträchtliche Abwicklungsaufwendungen auf die VREES zukommen, die zurzeit nicht quantifiziert werden können.

Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken

Die Risikosituation der VREES ist neben Absatzmarkt- und Adressenausfallrisiken maßgeblich geprägt durch IT-Risiken sowie Risiken aus Kundenservicedienstleistungen des externen Dienstleisters.

Absatzmarkt- und Adressenausfallrisiken

In einem liberalisierten Marktumfeld mit starkem Wettbewerbsdruck ist die VREES Absatzmengen- und Preisrisiken ausgesetzt. Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenbindung sind unter anderem kundenoptimierte Produktangebote, eine differenzierte Preisstrategie und eine verbesserte Prognosequalität. Zur Begrenzung von Zahlungsausfällen sind Bonitätsprüfungen der Kunden sowie konzernweite Forderungs- und Kreditrisikomanagementprozesse implementiert. Bei Adressenausfall besteht neben dem Kreditrisiko das Wiederveräußerungsrisiko für bereits am Terminmarkt beschaffte Strommengen. Für alle Kontrahenten mit einem Kreditengagement (Zahlungsausfall- und Wiederveräußerungsvolumen) ab einer Million Euro wird regelmäßig eine detaillierte Bewertung der Kreditwürdigkeit (Rating) durchgeführt und auf dieser Basis ein Kreditlimit zur Steuerung und Überwachung des Kreditrisikos festgelegt.

IT-Risiken und Datensicherheitsrisiken

Eine Voraussetzung für die optimale Ausführung der Betriebs- und Geschäftsprozesse der VREES ist die Gewährleistung einer zuverlässigen IT-Infrastruktur. Um einen Ausfall, eine eingeschränkte Nutzung oder Fehler der notwendigen Informations- oder Kommunikationssysteme zu vermeiden, erfolgen umfassende Sicherungsmaßnahmen für eine anforderungsgerechte Verfügbarkeit, sorgsame Datensicherungen und stetige Überwachungen des Systembetriebs inklusive externer Audits. Die Sicherheit der Kundendaten und die Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes sowie der Datenschutzgrundverordnung liegen besonders im Fokus. Spezielle Schulungen, explizit für den externen Dienstleister und die konsequente Einstufung der Daten bezüglich ihrer Sensibilität, gewährleisten die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und wirken dem Missbrauch vertraulicher Daten entgegen. Die IT-Systeme der VREES wurden im Jahr 2023 einem internen Review unterzogen, es ist geplant, die Systeme sukzessive zu erneuern.

Risiken aus Kundenservicedienstleistungen

Die Steuerung der Prozessrisiken aus der Abwicklung der Kundenservice-Prozesse ist auf einen externen Dienstleister verlagert worden. Zwischen VREES und dem Dienstleister existieren Verträge mit detaillierten Kennzahlen- und Steuerungssystemen. Gestützt wird das System durch regelmäßige Steuerungsrunden mit dem Dienstleister, in denen die erzielte Qualität analysiert und notwendige Verbesserungen festgelegt werden. Das darüber hinaus mit dem Dienstleister vertraglich vereinbarte Incidentmanagement beinhaltet neben der Vorgabe der Kommunikationskanäle auch die Maßnahmenentwicklung zur Risikominimierung bzw. -vermeidung. Der externe Dienstleister ist über Weisungen zur Auftragsdatenverarbeitung entsprechend §11 Bundesdatenschutzgesetz eingebunden und wird mittels Datenschutzaudits in regelmäßigen Abständen auf die Einhaltung der vereinbarten technisch organisatorischen Maßnahmen überprüft.

Finanzrisiken

Finanzierungen und das Cash-Management der VREES werden im Wesentlichen durch die Vattenfall GmbH, Berlin, betreut. Aus Marktzinsschwankungen können sich Risiken ergeben, die jedoch im Rahmen des Finanzmanagements des Vattenfall Konzerns übergreifend gesteuert werden.

Chancen

Chancen ergeben sich durch die neue skalierbare und bundesweit aufgestellte Vertriebsstruktur sowie die Ausweitung auf weitere Kundensegmente. Lieferverträge in den profitablen Segmenten können unterjährig in die Belieferung aufgenommen werden und früher positive Ergebnisbeiträge liefern.

Gesamtrisikolage

Für die Gesellschaft ergab sich im Jahr 2023 weder durch Einzelrisiken noch durch die aggregierte Risikoposition eine Bestandsgefährdung. Auch für das Geschäftsjahr 2024 sind keine derartigen Risiken erkennbar.

HRB 159561 B, Amtsgericht Berlin Charlottenburg

Bilanz

AKTIVA

T€ Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen
Sachanlagen 1 3
1 3
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 8.813 5.788
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 171.916 98.685
180.729 104.473
Rechnungsabgrenzungsposten 13 58
180.743 104.534

PASSIVA

T€ Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital (4)
Gezeichnetes Kapital 10.000 10.000
10.000 10.000
Rückstellungen (5) 33.788 22.166
Verbindlichkeiten (6) 136.955 72.368
180.743 104.534

Gewinn- und Verlustrechnung

T€ Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse (7) 774.049 457.094
Sonstige betriebliche Erträge (8) 1.549 3.095
Materialaufwand (9) -738.170 -446.399
Abschreibungen (10) -2 -2
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) -34.505 -10.423
Zinsergebnis (12) 3.638 98
Ergebnis nach Steuern 6.559 3.463
Aufwendungen aus Gewinnabführung -6.559 -3.463
Jahresergebnis - -

Kapitalflussrechnung

T€ 2023 2022
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 6.559 3.463
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2 2
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 11.622 1.445
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 14.864 -12.261
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 64.587 18.321
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -3.644 -98
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 93.990 10.872
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0 -2
+ Erhaltene Zinsen 3.659 133
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 3.659 131
- Gewinnabführung an Anteilseigner -3.463 -1.084
- Gezahlte Zinsen -15 -35
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.478 -1.119
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 94.171 9.884
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 46.002 36.118
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 140.173 46.002

Anhang

Allgemeine Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH (VREES) wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Beachtung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Gesellschaft führt Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne § 6b Abs. 3 EnWG aus. Alle Werte sind in Tausend Euro ausgewiesen. Im Bericht dargestellte Beträge in Höhe von 0,0 T€ stellen Rundungen und ein "-" eine Fehlanzeige dar.

Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die VREES wird in den Konzernabschluss der Vattenfall AB mit Sitz in Solna/Schweden einbezogen. Vattenfall AB stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird nach den Vorschriften der von der EU-Kommission übernommenen IAS/IFRS erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Des Weiteren ist er beim Bolagsverket in Sundsvall erhältlich. Dort ist die Gesellschaft in das Register unter der Nummer 556036-2138 eingetragen.

Zwischen der Vattenfall Europe Sales GmbH (VE Sales) und der Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die VREES ist über die VE Sales in den körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Organkreis der Vattenfall GmbH einbezogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

AKTIVA

Anlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten in angemessenem Umfang anteilige Gemeinkosten. Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese betragen im Wesentlichen bei den Sachanlagen 1 bis 5 Jahre.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn bei dauerhafter Wertminderung der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Sofern die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten des Vermögensgegenstands.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Bei Anschaffungskosten über 250,00 € und bis zu 1.000,00 € erfolgt die Aktivierung als jahresbezogener Sammelposten. Diese werden über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten in Anwendung der gewogenen Durchschnittsmethode unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erhaltene Abschlagszahlungen auf den noch nicht abgerechneten Verbrauch verrechnet. Die Forderungen aus noch nicht abgerechnetem Verbrauch basieren auf Stichtagsablesungen bzw. auf nach anerkannten Methoden durchgeführten Hochrechnungen für den Leistungszeitraum.

Erstattungsansprüche aus dem Strompreisbremsegesetz (StromPBG) gegenüber dem regelverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber und Erstattungsansprüche aus dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, ebenso Erstattungsansprüche aus dem Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

PASSIVA

Rückstellungen

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in notwendigem Umfang Rechnung.

Die Steuer- und anderen sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die zum 30. November 2023 veröffentlichten Daten wurden dafür auf den 31. Dezember 2023 hochgerechnet. Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank regelmäßig veröffentlicht.

Die Rückstellungen, die für die Verpflichtung zur Abgabe von CO 2 -Emissionszertifikaten gegenüber der Deutschen Emissionshandelsstelle gebildet wurden, sind zum Buchwert der abzugebenden CO 2-Emissionszertifikate bzw. zum Marktwert bewertet.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften sind mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Die VREES ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Vattenfall GmbH einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden unter Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten im Berichtsjahr 2023 ist in der Entwicklung des Anlagevermögens, beigefügt als Anlage, dargestellt.

(2) Vorräte

Unter den Vorräten werden die erworbenen CO 2 -Emissionszertifikate ausgewiesen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.695 52.971
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 123.464 40.837
Sonstige Vermögensgegenstände 6.757 4.877
171.916 98.685

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erhaltene Zahlungen auf den noch nicht abgerechneten Verbrauch von 381.594 T€ (Vorjahr: 149.556 T€) verrechnet. Des Weiteren sind Erstattungsansprüche in Höhe von 4.000 T€ aus dem Strompreisbremsegesetz (StromPBG) gegenüber den Übertragungsnetzbetreibern und 284 T€ aus dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz (EWPBG) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland enthalten.

Negative Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von 245 T€ (Vorjahr: 572 T€) in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen (vor Aufrechnung mit Verbindlichkeiten) 140.173 T€ (Vorjahr: 46.002 T€) verzinsliche kurzfristige Geldanlagen bei der Vattenfall GmbH, und 8.746 T€ (Vorjahr: 5.427 T€) Lieferungen und Leistungen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden in Höhe von 25.455 T€ (Vorjahr: 10.592 T€) mit Verbindlichkeiten gegenüber den jeweiligen Unternehmen aufgerechnet.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen aus noch nicht abzugsfähigen Vorsteuern im Rahmen der Strom- und Gasabgrenzung ausgewiesen.

(4) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der VE Sales gehalten.

(5) Rückstellungen

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Steuerrückstellungen - 3.707
Sonstige Rückstellungen 33.788 18.459
33.788 22.166

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Netznutzung, Abgabeverpflichtungen für CO 2 -Zertifikate, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften, Provisionen sowie ausstehende Lieferantenrechnungen.

(6) Verbindlichkeiten

T€ 31.12.2023 davon Restlaufzeit ≤ 1 Jahr davon Restlaufzeit >1 Jahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit ≤ 1 Jahr davon Restlaufzeit > 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.277 53.277 - 36.333 36.333 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.932 68.933 - 30.211 30.211 -
Sonstige Verbindlichkeiten 14.746 14.746 - 5.824 5.824 -
davon aus Steuern (5.615) (5.615) (-) (2.705) (2.705) (-)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (-) (-) (-) (-) (-) (-)
136.955 136.955 - 72.368 72.368 -

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen vor Aufrechnung 71.048 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 31.217 T€), 6.559 T€ die Gewinnabführung an die Gesellschafterin VE Sales sowie 16.781 T€ Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer gegenüber der Vattenfall GmbH.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin VE Sales bestehen vor Aufrechnung in Höhe von 77.007 T€ (Vorjahr: 34.744 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden mit Forderungen in Höhe von 25.456 T€ aufgerechnet (Vorjahr: 10.592 T€).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(7) Umsatzerlöse

T€ 2023 2022
Stromlieferungen 597.019 402.919
Gaslieferungen 176.905 54.096
Übrige 125 79
774.049 457.094

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt.

In den Umsatzerlösen sind Aufwendungen für Stromsteuer in Höhe von 43.868 T€ (Vorjahr: 30.004 T€) und Gassteuer mit 8.686 T€ (Vorjahr: 5.940 T€) verrechnet.

Die Umsatzrealisierung bleibt durch die Gesetze zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher (Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz, Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz bzw. Strompreisbremsegesetz) unberührt. Unter den Umsatzerlösen des Berichtsjahres werden auch die Ausgleichsansprüche gegen Übertragungsnetzbetreiber nach dem Strompreisbremsegesetz bzw. die Bundesrepublik Deutschland nach dem Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz in Höhe der gewährten Entlastung der betroffenen Letztverbraucher erfasst.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

T€ 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 524 669
Übrige Erträge 1.025 2.426
1.549 3.095

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Inanspruchnahme der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften.

(9) Materialaufwand

T€ 2023 2022
Strombezug 388.567 259.043
Gasbezug 168.352 55.743
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 556.919 314.786
Aufwendungen für bezogene Leistungen 181.251 131.613
738.170 446.399

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich hauptsächlich aus Netznutzungsentgelten, Konzessionsabgaben sowie Abrechnungsdienstleistungen und Kundenbetreuung für das laufende Geschäftsjahr zusammen.

(10) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Einzelnen aus der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen hauptsächlich Dienstleistungen der VE Sales für die Geschäftsbesorgung, Zuführung zur Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften, Erhöhung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Serviceleistungen sowie Vertriebsprovisionen,.

Honorare des Abschlussprüfers

Für Tätigkeiten des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden im Geschäftsjahr 59 T€ (Vorjahr: 27 T€) berechnet. Die Honorare entfallen mit 15 T€ (Vorjahr 15 T€) auf Abschlussprüfungsleistungen und mit 44 T€ (Vorjahr: 12 T€) auf andere Bestätigungsleistungen.

(12) Zinsergebnis

T€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.658 133
davon aus verbundenen Unternehmen (3.658) (133)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20 -35
davon an verbundene Unternehmen (-9) (-35)
3.638 98

Aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen resultieren Aufwendungen über 6 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Mindeststeuer

Zum 31. Dezember 2023 wurden die BEPS Pillar Two Regelungen (MinBestRL-UmsG) bereits in deutsches Recht überführt (MinStG). Das Unternehmen fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen.

Der Vattenfall-Konzern hat im Vorfeld des Abschlussstichtags eine erste indikative Analyse durchgeführt, um die grundsätzliche Betroffenheit und die Jurisdiktionen zu ermitteln, aus denen das Unternehmen möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar Two Top-Up Tax (Steuererhöhungsbetrag) ausgesetzt ist. Dabei wurde zunächst geprüft, ob die CbCR-Safe-Harbour Regelungen einschlägig sind, was für die Jurisdiktion, in der die VREES ansässig ist, insoweit zutrifft.

Der hiernach vereinfacht berechnete effektive Steuersatz für die Konzernunternehmen der sogenannten Mindeststeuergruppe innerhalb des deutschen Steuerhoheitsgebiets übersteigt den Übergangssteuersatz von 15%, weshalb sich ein möglicher Steuererhöhungsbetrag voraussichtlich auf Null reduziert.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in Anlehnung an die Empfehlungen des DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Abweichend zum DRS 21 werden Cashpool-Forderungen in den Finanzmittelfonds einbezogen.

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode besteht aus verzinslichen kurzfristigen Cashpool-Forderungen gegenüber der Vattenfall GmbH.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund schwebender Handelsgeschäfte für den Bezug von Strom und Gas im geschäftlichen Umfang von 928,0 Mio. € (Vorjahr: 568,8 Mio. €). Hiervon entfallen 928,0 Mio. € (Vorjahr: 568,8 Mio. €) auf Geschäfte gegenüber verbundenen Unternehmen.

Außerdem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €).

Geschäfte größeren Umfangs nach § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die Einfluss auf die Höhe der Entgelte von regulierten Bereichen haben können, bestehen nicht.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Geschäftsführung erhielt von der Gesellschaft keine Bezüge.

Mitglieder der Geschäftsführung

Klaus Weisheit

(Head of Business Controlling Region GER/FRA)

Klaus Weisheit

 

Berlin, 21. Februar 2024

Geschäftsführung der Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens

T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 - - 4 6
I. Sachanlagen 10 - - 4 6
Anlagevermögen 10 - - 4 6
T€ Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7 2 4 5 1 3
I. Sachanlagen 7 2 4 5 1 3
Anlagevermögen 7 2 4 5 1 3

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vattenfall Real Estate Energy Sales GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde

 

Berlin, den 26. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Jörg Beckert, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. März 2024 festgestellt.

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