Herstellung von Fertiggerichten
Reifenvertrieb24 GmbH
Fuldastraße 11, 34225 Baunatal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Rumpf seit 20.2.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reifenvertrieb24 GmbHBaunatalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Groß- und Einzelhandel mit Reifen, Felgen und Kompletträdern sowie entsprechender Zubehörteile und die Erbringung der damit verbundenen Dienstleistungen. Das Unternehmen agierte im Geschäftsjahr vertrieblich und administrativ von seinem Geschäftssitz in Baunatal aus. Neben dem Standort in Baunatal wurden weiterhin der Logistik-Standort in Homberg/Efze und der auf Reifen spezialisierte Logistik-Standort in Knüllwald bewirtschaftet. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in der Vermarktung des Leistungsangebotes im E-Commerce, bevorzugt an gewerbliche Wiederverkäufer. Es wurde darüber hinaus eine rechtlich und wirtschaftlich unselbständige Niederlassung in Kassel unterhalten, die sich als klassischer Reifen-Einzelhandel mit entsprechendem Serviceangebot an die Zielgruppe der privaten Endkunden richtet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Überblick über externe Entwicklungen • Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zeichnete am 27.10.2023 folgendes Bild für das Jahr 2023: "Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials deutet auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin. Durch die demografische Alterung wird das inländische Arbeitsvolumen sinken. Gleichzeitig sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, aber auch der Modernitätsgrad des Kapitalstocks, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern seit Jahrzehnten rückläufig. Deutschland droht somit eine Alterung nicht nur seiner Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis." "Die inländische Nachfrage, die im 1. Quartal 2023 angesichts der inflationsbedingten Kaufkraftverluste stark zurückging, konnte im 2. Quartal 2023 einen Teil des Rückgangs wieder gut machen und stieg um 0,6%. Insbesondere die sinkenden Inflationsraten und die kräftig steigenden Einkommen dürften dies unterstützt haben. Im Prognosehorizont ist mit einem Anstieg der privaten Konsumausgaben zu rechnen. Konsumnahe Dienstleistungsbereiche dürften dabei besonders profitieren. Ein Grund dafür sind die Dienstleistungspreise, die relativ zu den Warenpreisen weniger stark gestiegen sind. In Deutschland dürften vom Staat keine konjunkturellen Impulse ausgehen, da Unterstützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Energiekrise auslaufen. Die sich erholende inländische Nachfrage trifft auf ein niedriges Angebot an Fachkräften und eine erhöhte Kapazitätsauslastung im Dienstleistungsbereich. Die konjunkturelle Abkühlung und ein Rückgang der Krankenstände haben nur zu einer geringfügigen Entspannung der Fachkräfteengpässe geführt. Das Potenzialwachstum erreicht aufgrund eines sinkenden Arbeitsvolumens und niedriger Wachstumsbeiträge der Totalen Faktorproduktivität mit jährlich durchschnittlich 0,4 % in den Jahren 2023 bis 2028 voraussichtlich einen historischen Tiefstand. In der Kurzfrist-Prognose dominieren die Abwärtsrisiken. So ist die Entwicklung der Weltwirtschaft schwer abzusehen, insbesondere aufgrund der Binnenkonjunktur in China. Eine unerwartete Verschlechterung könnte insbesondere die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigen. Darüber hinaus könnten geopolitische Risiken wie eine Eskalation des Nahost-Konflikts nach den Terrorangriffen der Hamas auf Israel oder eine weitere Verknappung des Energieangebots im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zu neuen Energiepreisschüben führen. Weitere Abwärtsrisiken betreffen die Wirkung der Geldpolitik im Euro-Raum und in Deutschland. So zeigen sich die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung bisher vor allem in einer schwächeren Kreditvergabe an den Bausektor. Allerdings könnte die Gesamtwirtschaft stärker beeinträchtigt werden als in dieser Prognose unterstellt, beispielsweise durch eine höhere Ersparnis der privaten Haushalte. Die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft hat gegenüber dem Frühjahr nachgelassen. Stützende Impulse für die Weitkonjunktur kamen lediglich von der starken Binnennachfrage in den USA. In vielen anderen Regionen der Welt, wie im Euro-Raum, in Japan und im Vereinigten Königreich, belasteten die hohen Inflationsraten die privaten Konsumausgaben. Die schwache Binnennachfrage sowie der fragile Immobiliensektor in China dämpfen das Wachstum in der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer. Da die Inflationsraten weltweit zurückgehen, dürfte die geldpolitische Straffung durch die Zentralbanken in den USA, im Euro-Raum und im Vereinigten Königreich ihren Höhepunkt nahezu erreicht haben. Trotzdem verbessern sich die Konsumaussichten in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften lediglich graduell. Insgesamt bleibt der globale konjunkturelle Ausblick verhalten. Für das laufende Jahr erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des globalen BIP um 2,7 %. Im Jahr 2024 dürfte es um 2,2 % steigen." Die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2023 wird durch das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung vom 15.01.2024 wie folgt beschrieben: "Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche, Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben, dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt." • Branchenspezifische Entwicklung Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) schätzt die branchenspezifische Entwicklung des Jahres 2023 in einer Pressemitteilung vom 25.03.2024 folgendermaßen ein: "Knapp 44,5 Millionen Pkw-, Transporter- (Leicht-Lkw-, kurz LLkw-) und Lkw-Reifen wurden im vergangenen Jahr im Reifenersatzgeschäft in Deutschland verkauft, das entspricht mit einem minimalen Plus von 0,23 % in etwa der Absatzmenge des Vorjahres. "Mit Zuwächsen bei Umsatz und Rohertrag und einem positiven Betriebsergebnis kann die Reifenhandelsbranche in Deutschland für 2023 damit zwar kein herausragendes, angesichts der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation, aber doch ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr bilanzieren", resümiert Michael Schwämmlein, Geschäftsführer Technik beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn), aus den vorn Verband ausgewerteten Marktdaten zum quantitativen wie qualitativen Geschäftsverlauf 2023. Mit einem Anteil von 94,5 % der verkauften Gesamtmenge wird das Reifenersatzgeschäft in Deutschland (Seil-Out, Absatz Handel an Verbraucher) klar vom Produktsegment Consumer-Reifen dominiert. Dieses setzt sich aus den beiden Produktgruppen Pkw-/4x4-Reifen und Leicht-Lkw-Reifen zusammen, von denen wiederum die Pkw-/4x4-Reifen mit knapp 91 % der in diesem Segment realisierten Stückabsätze den Löwenanteil ausmachen. Im Vergleich zu 2022 konnte der Stückabsatz im Consurner-Segment insgesamt leicht um etwa 1 % gesteigert werden, was nach Analyse des Verbandes insbesondere auf die anziehende Nachfrage in den letzten vier Monaten des Jahres zurückzuführen ist. Getragen wird die im Durchschnitt positive Entwicklung von einer weiteren Steigerung des Absatzes an Ganzjahresreifen, die mit einer zweistelligen Zuwachsrate in der Produktgruppe Pkw-/4x4-Reifen (+11,6 %) und einem Plus von 5,2 Prozent bei alcw-Reifen nach der eher verhaltenen Entwicklung im Vorjahr unerwartet hoch ausgefallen ist. Der Winterreifenabsatz lag im Durchschnitt des Segments Consumer-Reifen in etwa auf Vorjahresniveau (-0,1 %), der Sommerreifenabsatz ging hingegen um durchschnittlich 7,2 % zurück. Die Nachfrage nach Pkw-Reifen - der mit Abstand größten Produktgruppe im Reifenersatzgeschäft-wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Der Pkw-Bestand in Deutschland ist laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen, ebenso wie das Fahrzeugalter, das jetzt im Durchschnitt bei 10,3 Jahren liegt. Vereinfacht gesagt, ist beides aus Sicht der Reifenhandelsbranche positiv zu werten: Mehr und ältere Fahrzeuge bedingen vom Grundsatz her mehr Reifenersatzbedarf. Auf der anderen Seite stehen aber eine um knapp 2 Prozent weiter gesunkene durchschnittliche Jahresfahrleistung und die Entwicklung hin zu längerlebigen Reifen, mit denen die Hersteller den zunehmend anspruchsvollen Forderungen der EU nach mehr Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus Rechnung tragen. Hinzukommt eine abgeschwächte Konsumneigung der Verbraucher durch Kaufkraftverluste in der anhaltenden Inflation." "Im Segment Lkw-/Busreifen ging die Absatzmenge im Reifenersatzgeschäft 2023 um durchschnittlich fast 12 % auf knapp 2,43 Millionen Stück zurück (Vorjahr: 2,75 Mio.)." "Im Fahrzeugsegment Pkw ist es kaum noch möglich, klare Grenzen zwischen Reifenfachhandel und freien Kfz-Werkstätten zu ziehen. Deshalb weist der BRV in seiner Distributionsanalyse für die Produktgruppe Pkw-Reifen beide zusammengenommen als einen Vertriebskanal aus. Im Feld der Mitbewerber ist dieser mit 69,5 % Absatzanteil führend und konnte im Vergleich zu 2022 im letzten Jahr wegen der Nachfrageverschiebung vom Privat- ins Flottengeschäft sogar leicht hinzugewinnen. Autohaus/markengebundene Werkstätten realisierten nahezu stabil rund 20 % Anteil, Fachmärkte (3,6 % des Pkw-Reifenabsatzes) und der B2C-Onlinehandel (6,7 %) haben zugunsten des Reifenfachhandels leicht verloren. Anders als in anderen Handelsbranchen ist seit Jahren kein "Online-Boom" zu verzeichnen, was in erster Linie auf den mit dem Produkt Reifen verbundenen Beratungsbedarf und auf die damit ebenfalls eng verknüpften Dienstleistungen (Reifenmontage, RDKS-Service, Einlagerungen etc.) zurückzuführen ist." "Trotz deutlicher Kostensteigerungen bei Personal- und Raumkosten verbleibt unter dem Strich ein betriebswirtschaftliches Ergebnis von 0,4 % vom Umsatz im Branchendurchschnitt (Vorjahr: 0,7 %). Klassische, nicht-filialisierte Reifenhandelsbetriebe lagen hier mit weit überdurchschnittlichen 4,2 % vom Umsatz ähnlich im Plus wie im Vorjahr. Bei der Analyse, der auf die einzelnen Geschäftsbereiche entfallenden Umsätze fällt auf, dass sich die Anteile weiter zugunsten der Dienstleistungsbereiche Reifen- und Autoservice (zusammen fast 30 %; VJ: knapp 29 %) und zu Lasten des Reifenverkaufs (gut 65 %, VJ: knapp 66,5 %) verschoben haben. "Dies zusammen mit den positiven betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zeigt uns, dass die Betriebe der Branche weiter der seit Jahren empfohlenen Handlungsmaxime gefolgt sind, ihr Geschäft durch den Ausbau des Dienstleistungsbereichs und eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Kalkulation der Dienstleistungspreise zu stärken.", sagt BRV-Geschäftsführer Yorick M. Lowin." 2.2 Geschäftsverlauf/Ertragslage • Beschaffung Die Beschaffung erfolgt bei Reifenvertrieb24 GmbH direkt bei den internationalen Herstellern und namhaften Großhandelspartnern. Die Wareneinsatzquote lag mit rd. 81,4 % genau auf Vorjahresniveau (2022: 81,4 %) und damit etwas schwächer als die prognostizierte Quote von 81,1 %. Diese Abweichung im Wareneinsatz resultiert aus einer industrieseitig späten Lieferung von Sommerreifen für die Ostersaison. Um Lagerraum und Kapital nicht unnötig zu binden, wurde sich zu einem unmittelbaren Abverkauf zu schwächerer Marge entschlossen. In 2023 verlagerte sich nachfragebedingt außerdem der Umsatzanteil weiterhin von der Warengruppe der Stahlfelgen (Vorjahr: 25 %, 2023: 21 %) zu den Reifen (Vorjahr: 66 %, 2023: 70 %). Die Stahlfelgen liegen in der Wareneinsatzquote mit rd. 73 % deutlich unter den Reifen (rd. 84 %). Bei der Bewertung der Wareneinsatzquote im Vergleich zum oben erwähnten Branchenbericht ist zu berücksichtigen, dass Reifenvertrieb24 GmbH überwiegend ein Großhändler ist und nur einen geringen Dienstleistungsanteil - im Vergleich zu klassischen Reifenfachhandelsbetrieben - aufweist. Im Geschäftsjahr gab es keine kapazitiven Einschränkungen in der Warenverfügbarkeit. Das erhöhte Lagervolumen in Euro wurde beibehalten, um die Auswahl bei den Positionen zu erweitern. • Absatzbereich/Umsatzentwicklung Die Reifenvertrieb24 GmbH setzt im Jahr 2023 mit einem Umsatzwachstum von 8,3 Mio. € (14,1 %) den Wachstumskurs der Vorjahre fort. Durch die stetige Weiterentwicklung der IT-Anwendungen zur Umsetzung der Beschaffungs-, Bestands- und Vermarktungsstrategie im E-Commerce konnte die Absatzmenge insgesamt um 10,7 % erhöht werden. Der größte Wachstumstreiber ist mit einem Umsatzanteil von 70 % in 2023 (Vorjahr 66 %) dabei der Reifenbereich. Die Anzahl verkaufter Stücke konnte um 105 T bzw. 17,3 % gesteigert werden. Bei einem weiterhin intensiven Wettbewerb überzeugt die Reifenvertrieb24 GmbH ihre Kunden mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, verbunden mit einer, durch den großen Lagerbestand möglichen, schnellen Abwicklungsgeschwindigkeit der Bestellungen. • Investitionen Im Berichtsjahr wurden rd. 658 T€ in Sachanlagen investiert, der Großteil davon im Bereich der Fördertechnik am Standort in Baunatal. Auch die anderen Investitionspositionen dienten zur Modernisierung und Erweiterung von Logistik und IT. Ein Teil der Investitionen wurde aus dem Kapital der Gesellschaft sowie einem Darlehen i.H.v. 600 T€ für die Fördertechnik finanziert. Des Weiteren wurden Investitionen vor allem im Bereich mobiler Fördertechnik über Leasing abgewickelt, sodass diese Ausgabenpositionen im Vergleich zum Vorjahr um 218 T€ anstiegen. • Finanzierungsbereich Für den laufenden Betrieb, insbesondere zur Bewältigung der Saisongeschäfte, stehen bei den Banken Kontokorrentrahmen und Wirtschaftskredite in ausreichender Höhe zur Verfügung. Durchschnittlich wurden unterjährig rd. 60,3 % des Warenbestandes im laufenden Jahr 2023 über Lieferantenkredite finanziert (Vorjahr 65,3 %). Diese Quote ist rückläufig, wenngleich der durchschnittliche Betrag in Euro um rd. 0,5 Mio. € über dem Vorjahreswert liegt. Zur Finanzierung des im Durchschnitt zum Vorjahr um rd. 2,5 Mio. € gestiegenen Lagerbestandes wurde außerdem ein Betriebsmittelkredit i.H.v. 3,5 Mio. € aufgenommen. Die Finanzierungsaufwendungen stiegen im Jahr 2023 aufgrund des erhöhten Zinsniveaus sowie der (dem vorgenannt größeren Lagerbestand geschuldeten) Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien und Warenkrediten auf 487 T€ (VJ: 2581T, Prognose: 400 T€). Das Eigenkapital entwickelte sich von 6,19 Mio. € auf 7,08 Mio. € und stieg damit um 14,5% an. Die Vorräte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 1,03 Mio. € auf 18,96 Mio. €. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 23,74 Mio. € auf 28,39 Mio. €, daher sank die Eigenkapitalquote von 26,1 % auf 25 %. • Personalbereich Über die letzten Jahre hat sich im Personal eine Stammbelegschaft mit zahlreichen Spezialisten herausgebildet. Um die Leistungsfähigkeit sowie Wirtschaftlichkeit während der saisonalen Spitzen sicherzustellen, wird ergänzend der Einsatz von Saison- und Zeitarbeitskräften genutzt. Die Personalkosten liegen mit 3,51 Mio. € über dem Vorjahreswert von 3,14 Mio. € und dem prognostizierten Wert von 3,24 Mio. €. Quotal hat sich der Personalaufwand von 5,3 % auf 5,2 % reduziert. Dies gelang durch eine Verkleinerung der "Stamm-Mannschaft" und die verstärkte Inanspruchnahme von Zeitarbeit zur kapazitiven Abdeckung der Saisonspitzen. Um die Effizienz weiter zu verbessern, werden die internen Vorgänge stetig optimiert. Das Unternehmen ist Ausbildungsbetrieb. • Strukturkosten Bedingt durch die angestiegenen Verkaufszahlen in Stück (+10,7 % im Vergleich zu 2022) sowie teureren Paketpreise lag die Quote der Kosten der Warenabgabe mit 6,2 % über der Vorjahresquote von 6,0 % und der prognostizierten Quote von 5,6 %. Die Raumkosten lagen durch inflationsbedingte Anpassungen bei den indexierten Mietverträgen außerdem mit 1,27 Mio. € etwas über dem Planwert von 1,23 Mio. € (Vorjahr: 1,09 Mio. €). Vor allem durch diese Positionen lag die Strukturkostenquote von 16,1 % über dem prognostizierten Wert von 15,3 % und dem Vorjahr (15,7 %). • Sonstige wesentliche Ereignisse Im Berichtsjahr lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor. • Geschäftsergebnis Das Ergebnis der Reifenvertrieb24 GmbH lag mit einem Wert von 896 T € unter dem geplanten Wert von 1.291 T € und dem Vorjahreswert von 1.075 T€. Der in Euro zwar überplanmäßige, aber in der Quote leicht schwächere Rohertrag, konnte die überplanmäßigen Strukturkosten für die Verarbeitung der gestiegenen Stücke im Verkauf nicht komplett kompensieren. Da sich das Unternehmen im Geschäftsjahr vor allem im betrieblichen Bereich weiterentwickelt hat, beurteilt der Geschäftsführer das Jahr, trotz des unterplanmäßigen Ergebnisses, insgesamt als zufriedenstellend, aber ausbaufähig. 2.3 Finanzlage Der Kapitalfluss für das Jahr 2023 stellt sich wie folgt dar:
Zum Bilanzstichtag bestanden ungekündigte Kontokorrentkreditlinien 1.H.v. 5,8 Mio. € sowie Warenwirtschaftskredite von 0,6 Mio. €. Davon wurden zum Stichtag 4,8 Mio. nicht genutzt. Das Unternehmen war auch im Jahr 2023 für die besonderen Herausforderungen der Saison sowie des nachhaltigen Wachstums und die daraus resultierende Kapitalbindung in das Lager jederzeit ausreichend finanziert. Der Maximalbestand des Lagers lag unterjährig zur Saisonvorbereitung bei rd. 29,1 Mio. € (EB-Wert 17,8 Mio. €, Wert zum Jahresende 18,7 Mio. €). Die Inflation hatte nur Auswirkungen auf die Zinskosten, nicht jedoch auf die Finanzlage im Ganzen. 2.4 Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 3,69 Mio. € (VJ: 3,41 Mio. €), ist primär immobiler Struktur (2,28 Mio. €) und beläuft sich damit auf 13 % des Bilanzvolumens. Die Steigerung des Anlagevermögens resultiert vorwiegend aus einem starken Zuwachs im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen (+623 T€). Das im Umlaufvermögen gebundene Vorratsvermögen beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 18,96 Mio. € und liegt damit rd. 1,03 Mio. € über dem Vorjahreswert (17,93 Mio. €). Der Lagerbestand wird strategisch aufgebaut, um Störungen in den Lieferketten abzusichern und die Anzahl der lieferbaren Positionen zu erhöhen. Das Vorratsvermögen macht 66,8 % der Bilanzsumme aus. Das Volumen an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen beläuft sich auf 4,17 Mio. € (VJ: 2,24 Mio. €) und bildet damit eine Quote von 14,7 % zur Bilanzsumme ab. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich per Ende des Geschäftsjahres von 124 T€ bzw. 0,5 % des Bilanzvolumens auf 1,46 Mio. € bzw. 5,1 % des Bilanzvolumens. Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital sinkt aufgrund des erhöhten Bilanzvolumens, resultierend aus dem erhöhten Lager- und Forderungsbestand, von 26,1 % im Vorjahr auf 25,0 %. Absolut erfolgt im Geschäftsjahr eine Erhöhung des Eigenkapitals um 896 T€. Das Volumen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wächst von 6,44 Mio. € auf 9,08 Mio. €. Davon haben 6,26 Mio. € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 10,01 Mio. € (VJ: 8,63 Mio. €) und betragen zum Stichtag 52,8 % des Vorratsvermögens (VJ: 48,1 %). Es werden branchentypische Zahlungsziele vereinbart. Das Unternehmen zahlt unter Skonto-Abzug. Die sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. 1,6 Mio. € beinhalten 1,34 Mio. € an Steuerverbindlichkeiten. Die Inflation hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich auf die Vermögenslage der Reifenvertrieb24 GmbH ausgewirkt. Die Werte des Lagerbestandes sind nicht durch die Inflation signifikant gestiegen. Die Vermögenslage entspricht den Anforderungen eines zukunftsorientierten Geschäftsbetriebes dieser Branche und Größe. Sie wird insgesamt in Art und Umfang als gut bewertet. 2.5 Risiken der künftigen Entwicklung • Gesicherter Unternehmensfortbestand Auf Grundlage der bisherigen Geschäftsentwicklung, der progressiven strategischen Ausrichtung und vor dem Hintergrund der guten Eigenkapitalausstattung, kann von einem gesicherten Unternehmensfortbestand ausgegangen werden. • Ertragsverfallsrisiken Für die Reifenvertrieb24 GmbH heißt es weiterhin die Prozesskosten intensiv im Blick zu haben, um "unter dem Strich" eine adäquate Rendite abbilden zu können. Für zukünftige Erträge wird zudem weiterhin die Verwertung digitaler Informationen zur Preisbildung und Unternehmenssteuerung von herausragender Bedeutung sein. Die Ertragsverfallsrisiken können daher insgesamt als "normal" bezeichnet werden. • Finanzielle Risiken Dem Unternehmen stehen für seinen besonders saisonal ausgeprägten Geschäftsbetrieb adäquate Finanzierungsinstrumente zur Verfügung. Durch eine breite Streuung der Umsätze und Forderungen innerhalb der Kundenbasis bestehen keine besonderen Ausfallrisiken. Ebenso ist keine besondere Abwertung einzelner Positionen der Aktiva zu erwarten. • Steuer- und Rechtsrisiken Für die Reifenvertrieb24 GmbH sind, soweit bekannt, keine Steuer- oder Rechtsrisiken für die nähere Zukunft zu erwarten. Bestandsgefährdende Risiken werden daher von der Geschäftsleitung nicht gesehen. 3. Prognosebericht 3.1 Überblick über externe Entwicklungen, Chancen und Risiken • Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland mit Chancen und Risiken Der Sachverständigenrat tätigt im Rahmen des bereits erwähnten Jahresgutachtens (Kapitel 2.1) folgende Prognosen: o "Im Jahr 2023 bremsen rückläufige Konsumausgaben das Wachstum der deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2024 dürften eine sinkende Inflation und steigende Einkommen zu einer verhaltenen Erholung führen. o Der Sachverständigenrat erwartet, dass das reale BIP in Deutschland in diesem Jahr um 0,4 % zurückgeht und im Jahr 2024 um 0,7 % steigt. Für die Verbraucherpreisinflation prognostiziert er jahresdurchschnittliche Raten von 6,1 % bzw. 2,6 %. o Die Prognose unterliegt angesichts der Unsicherheit über das private Ausgabeverhalten und die Weltkonjunktur sowie der unsicheren Wirkung der Geldpolitik erheblichen Abwärtsrisiken." "Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. So haben die privaten Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und die Bauwirtschaft zehren zwar noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen, allerdings gehen diese und auch dieNeuaufträge deutlich zurück. Hinzu kommen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Der Sachverständigenrat erwartet, dass die deutsche Volkswirtschaft sich erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Das außenwirtschaftliche Umfeld dürfte sich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Kreditvergabe weiterhin bremsen. Der Rückgang der Inflation in Kombination mit den hohen Lohnabschlüssen dürfte aber zu Realeinkommenssteigerungen führen. Hierdurch dürfte sich der private Konsum beleben. Der Sachverständigenrat erwartet für die Jahre 2023 und 2024 ein Wachstum des deutschen BIP von -0,4 % bzw. 0,7 %. Die Prognose ist mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. So könnten eine ausbleibende Erholung in China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher das Wachstum bremsen. Die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum ist auf dem Weg der Normalisierung. Es ist allerdings zu erwarten, dass stark verzögerte Kostenüberwälzungen und neuer Druck von der Lohnentwicklung die Kerninflation im Euro-Raum noch bis ins Jahr 2025 hoch halten. Im Euro-Raum rechnet der Sachverständigenrat mit Inflationsraten von 5,6 % bzw. 2,9 % in den Jahren 2023 und 2024. In Deutschland ist in diesem Jahr mit einer Inflation von 6,1 % zu rechnen. Im kommenden Jahr dürfte sie auf 2,6 % zurückgehen, Bei der Kerninflation in Deutschland ist mit Raten von 5,2 % im Jahr 2023 und 3,2 % im Jahr 2024 zu rechnen. Das Risiko eines erneuten Inflationsanstiegs ist nicht zu vernachlässigen, sollte die restriktive geldpolitische Ausrichtung nicht ausreichend lange aufrechterhalten werden." • Branchenspezifische Entwicklung mit Chancen und Risiken Der BRV gibt im Rahmen der Pressemitteilung vom 25.03.2024 für das Jahr 2024 folgende Prognose ab: "Die Chancen auf ein größeres Mengenwachstum im Reifenersatzmarkt sind [durch eine abgeschwächte Konsumneigung aufgrund von Kaufkraftverlusten und der bereits erwähnten gesunkenen Jahresfahrleistung] [...] in einem ohnehin gesättigten Markt stark begrenzt. Da zudem die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr nicht sehr optimistisch sind, rechnet der BRV für das Geschäftsjahr 2024 derzeit mit einem Wachstumspotenzial von bestenfalls rund einem Prozent Absatzmenge im Segment Consumer-Reifen. Ähnlich wie 2023 wird dies voraussichtlich primär weiter getrieben sein von steigender Nachfrage nach Ganzjahresreifen, bei gleichzeitig rückläufigen Absatzzahlen in den Produktgruppen Sommer-, aber auch Winterreifen." "Im Segment Lkw-Reifen insgesamt sieht der BRV für 2024 ein Absatzpotenzial von gut 2,5 Mio. Stück und prognostiziert damit im Durchschnitt ein Plus von 3,4 Prozent (4 Prozent bei Neureifen, 2 Prozent bei runderneuerten)."
3.2 Geschäftsverlauf • Wesentliche Geschäftsfelder Die Reifenvertrieb24 GmbH wird auch in Zukunft ihren bisherigen Geschäftsfeldern treu bleiben und sieht die weitere Fokussierung auf den E-Commerce als strategisch erfolgreiche Ausrichtung an. Man versteht sich als verlässlicher Handels- und Logistikpartner der herstellenden Industrie zur Bedienung eines breit gestreuten Portfolios an Händlern und Werkstätten. • Beschaffung Die Beschaffung orientiert sich grundsätzlich an der strategischen Sortimentsbildung. Diese wiederum erfolgt grundsätzlich margenorientiert. Über die letzten Jahre hat man zur Absicherung des Geschäftsbetriebes sukzessive das Sortiment in den bewährten Warengruppen verbreitert, Budget und Volumen zur Bevorratung erhöht und sehr frühzeitig disponiert, um präventiv eventuellen Unterbrechungen der Lieferketten vorzubeugen. Die Reifenvertrieb24 GmbH hat eine hohe Reputation bei der Industrie. Man agiert partnerschaftlich auf Augenhöhe. Die Zusammenarbeit mit internationalen Reifenherstellern wird zukünftig weiter ausgebaut, um die verschiedenen Preissegmente noch besser bedienen zu können. Insgesamt wird vor dem Hintergrund der Anforderungen von einer Bereinigung auf der Handelsebene ausgegangen, die als förderlich für die weitere Entwicklung von der Reifenvertrieb24 GmbH angesehen wird. • Absatzbereich/Umsatzentwicklung Die Orientierung des Unternehmens liegt auch 2024 primär im Ergebnis, ein reines Umsatzwachstum wird nicht angestrebt. Für 2024 ist ein Jahresüberschuss (ohne Sondereffekte) vor Steuern von rd. 2,31 Mio. € geplant. Dies wird ein Umsatzvolumen von rd. 75,77 Mio. € erfordern. Um Absatz und Umsatz zu realisieren, muss die Verfügbarkeit von Ware sichergestellt werden. Das wird am Markt nicht jedem Anbieter gelingen. Das vorgenannte Umsatzziel wird aus einem Mix in Bezug auf Erhöhung von Absatzmenge und Produktpreis realisiert werden. Eine Ausnahme bildet hierbei die Warengruppe Reifen, in der die Stückpreise aufgrund der zunehmenden Kooperation mit internationalen Reifenherstellern geringfügig niedriger geplant werden als im Vorjahr. Zur Erreichung der Quote des Jahresüberschusses gilt es zudem, den Prozesskosten weiterhin besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Der heutige Marktanteil der Reifenvertrieb24 GmbH lässt auch bei schrumpfendem Gesamtmarkt weiteres Wachstum zu. • Investitionen Bis zum 31.12.2023 waren für das Jahr 2024 keine weiteren großen Investitionen geplant. • Finanzierungsbereich Die geplanten Investitionen im Rahmen des laufenden Geschäftsbetriebs bzw. für Ersatzinvestitionen können aus erwirtschaftetem Eigenkapital und ergänzenden Fremdmitteln abgebildet werden. Begleitend erfolgt die Nutzung von Leasing. Die Lagerbestände werden unterjährig teilweise über Lieferantenvaluten finanziert. Neben dem erwirtschafteten Eigenkapital stehen darüber hinaus umfangreiche Kreditlinien zur Verfügung. • Personalbereich Es gilt, die Attraktivität der Arbeitsplätze im Unternehmen weiter zu stärken, um Fluktuation vermeiden und neue Arbeitskräfte gewinnen zu können. Daher wurde in der Planung die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes berücksichtigt und weitere marktgerechte Gehaltsanpassungen budgetiert. Ein Abbau des aktuellen Mitarbeiterstammes ist für 2024 nicht geplant. Die saisonalen Spitzen können nur bedingt über Arbeitszeitkonten abgedeckt werden. Hier werden weiter bewährte Saisonkräfte zum Einsatz kommen. Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Arbeitskräfte aus der Zeitarbeit eingesetzt. Für eine Aufstockung der Fachkräfte in der IT-Abteilung wurde ein zusätzliches Budget von 150 T€ gebildet. • Planungsrechnung 2024
• Sonstige wesentliche Ereignisse Den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen mit ihren Auswirkungen auf die Beschaffungsmärkte und das Kaufverhalten der Verbraucher ist höchste Aufmerksamkeit zu widmen, um Veränderungen rechtzeitig erkennen und das Unternehmen zielorientiert steuern zu können. 4. Chancen- und Risikobericht für das Unternehmen • Beschaffung Die Reifenvertrieb24 GmbH bezieht ihre Ware direkt bei der Industrie bzw. bei leistungsstarken Handelspartnern. Die Zusammenarbeit hat sich über die Jahre entwickelt und ist vertrauensvoll auf Augenhöhe. Vor diesem Hintergrund wird davon ausgegangen, dass die Industrie die Reifenvertrieb24 GmbH bestmöglich mit Ware versorgt und auch konditionell weiterhin den vertrieblichen Erfolg unterstützt. Durch das stetige Monitoring der Lagerbestände ist die Reifenvertrieb24 GmbH gegen Risiken aus temporären beschaffungsseitigen Engpässen abgesichert. • Absatzbereich/Umsatzentwicklung Die Stärke des Unternehmens liegt im digitalen Vertrieb von Reifen im Reifenersatzgeschäft. Besonders hervorzuheben sind hier zugleich die Leistungsfähigkeit bei Stahl- und Alufelgen (inkl. RDKS) sowie die Anfertigung von Kompletträdern. Durch die Präsenz auf den entsprechenden Online-Plattformen und zahlreiche Kooperationen sind die Risiken über die Vielzahl an Kunden breit gestreut. Neben den klassischen Erfolgsfaktoren, die das Wachstum der letzten Jahre ermöglicht haben, ist die konsequente Aufstockung des Lagervolumens und damit die hohe Verfügbarkeit abverkaufsfähiger Ware prägend für den Erfolg der Reifenvertrieb24 GmbH. Händler, die nicht schnell und günstig liefern können, werden zunehmend vorn Markt verschwinden. Eine Bereinigung des Marktes stärkt zugleich die strategische Position der Reifenvertrieb24 GmbH. Dem Restrisiko eigener Lieferengpässe ist durch Pflege und Ausbau des eigenen Beschaffungsnetzwerkes entgegenzuwirken. Eine Schrumpfung des Gesamtmarktes wird vor dem Hintergrund des eigenen Marktanteils, der günstigen Prozesskosten und der digitalen Vertriebsstärke als unkritisch erachtet. Das Unternehmen agiert weiterhin ergebnisorientiert, eine reine Umsatzausweitung wird nicht angestrebt. • Investitionen Die weitere Investitionstätigkeit ist prozess- und ergebnisorientiert ausgerichtet und stellt somit eine Sicherung des Geschäftsbetriebes in der weiteren strategischen Ausrichtung dar. • Finanzierungsbereich Die derzeitige Finanzierungsstruktur, insbesondere im Zusammenwirken mit Industrie und zukunftsorientierten Partnern der Finanzwirtschaft, entspricht den Anforderungen des heutigen Geschäftsbetriebes. Außerordentliche Risiken werden hier nicht gesehen. • Personalbereich Für die Bewältigung von Zukunftsaufgaben wird das im Unternehmen vorhandene Know-how konsequent zu pflegen und weiterzuentwickeln sein. Neben der Gewinnung geeigneter Spezialkräfte für IT sowie Finanzen/Controlling wird der konsequenten Personalentwicklung und Personalbindung die höchste Aufmerksamkeit zu schenken sein. • Sonstige wesentliche Ereignisse In Bezug auf die Prognose von Chancen und Risiken sind derzeit keine sonstigen wesentlichen Ereignisse bekannt, die hier zu berücksichtigen wären. 5. Nachtragsbericht 5.1 Überblick über externe Entwicklungen • Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach Abschluss des Geschäftsjahres gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nicht bereits im Bericht dargestellt sind. • Branchenspezifische Entwicklung Nach Abschluss des Geschäftsjahres gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nicht bereits im Bericht dargestellt sind. 5.2 Geschäftsverlauf Nach Abschluss des Geschäftsjahres wurden für Reifen geeignete Logistikflächen in Knüllwald angemietet, die an die dortigen genutzten Bestandsflächen unmittelbar angrenzen. Diese Flächenerweiterung von rd. 9.900 m 2 steht ab 01.09.2024 zur Verfügung. Dafür sollen perspektivisch andere Flächen abgegeben werden, die sich nicht speziell auf die Lagerung von Reifen ausgerichtet haben. Aus der vorgenannten Flächenveränderung resultieren Investitionen für neue Förder- und Lagertechnik i.H.v. rd. 2,1 Mio. €. Durch deren Einsatz können die laufenden Prozesskosten gesenkt und die Prozesszeiten deutlich verkürzt werden. Am Standort Baunatal ist in Folge der vorgenannten Veränderung geplant, sich dort auf die Logistik von Stahl- und Alufelgen sowie die Montage von Kompletträdern zu konzentrieren. Hierfür werden weitere Investitionen i.H.v. rd. 0,4 Mio. € getätigt.
Baunatal, 29.06.2024 Thomas Rumpf, Geschäftsführer der Reifenvertrieb24 GmbH BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Angaben zur Identifikation der Gesellschaft gemäß § 264 Abs. 1a HGB laut Handelsregistereintragung lauten wie folgt: Firmierung laut Handelsregistereintragung: Reifenvertrieb24 GmbH Firmensitz laut Handelsregistereintragung: Baunatal zuständiges Handelsregister-Gericht: Kassel eingetragene Handelsregister-Nummer: HRB 14740 Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264ff. HGB) sowie der Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Gliederungsvorschriften gemäß § 266 HGB. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Wesentliche Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr im Sinne von § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB lagen nicht vor. Die diesem Jahresabschluss zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Sinne von § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB lauten wie folgt: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer entspricht, sofern handelsrechtlich zulässig, den steuerrechtlichen Werten und beträgt zwischen 3 und 5 Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurde, soweit abnutzbar, linear abgeschrieben (§ 253 Abs. 3 HGB). Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände pro rata temporis vorgenommen und orientieren sich grundsätzlich an den steuerlichen Vorschriften, sofern handelsrechtlich zulässig. Die Nutzungsdauer beträgt für Bauten zwischen 6 und 33 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 15 Jahren sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahren. Abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Nettowert von bis zu 800,00 Euro, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben (analoge Anwendung von 6 Abs. 2 EStG). Die Herstellungskosten entsprechen den handels- und steuerrechtlichen Mindestwertansätzen und umfassen neben den Einzelkosten die angemessenen Teile der notwendigen Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. zum Nennbetrag angesetzt. Von der Möglichkeit des § 253 Abs. 3 S.6 HGB wird grundsätzlich kein Gebrauch gemacht. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese unter Beachtung des Wesentlichkeitsgrundsatzes angesetzt. Forderungen wurden grundsätzlich zum Nennbetrag (Anschaffungskosten) bilanziert. Alle hinreichend erkennbaren Einzelrisiken wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt (§ 253 Abs. 4 HGB). Dem allgemeinen Adressatenausfallrisiko wurde unter Beachtung von Wesentlichkeitsaspekten durch die Vornahme einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,14% des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Im Übrigen wurden Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und sonstige Vermögensgegenstände zum Nennbetrag (Anschaffungskosten) angesetzt. Die Höhe der Steuerrückstellung wurde anhand der aus der Steuerbilanz zu erwartenden Steuerbelastung abgeleitet. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken (§ 253 Abs. 1 S.2 HGB). Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekanntgegeben werden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Von der Möglichkeit der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wurde Gebrauch gemacht. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Bilanz Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB) Der Anlagenspiegel ist als Anlage am Ende des Anhanges beigefügt. Wesentliche sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) Im Posten sonstige Rückstellungen (492.105,70 Euro) sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Außerdem bestehen Sicherheiten aus persönlichen Bürgschaften des Gesellschafters von insgesamt 7.700.000,00 Euro sowie aus der Abtretung einer Lebensversicherung auf den Todesfall des Gesellschafters in Höhe von 500.000,00 Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und durch Sicherungsübereignung von einzelnen Gegenständen des Sachanlagevermögens gesichert. Aus der Lieferung von Waren sowie Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 und 30 HGB) Die latenten Steuern beruhen auf Bewertungsabweichungen zwischen Handels- und Steuerrecht hinsichtlich langfristigen Vermögens und sonstiger Rückstellungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,1% (Vorjahr: 31,1%). Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0% und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer erhoben wird sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 435% (Vorjahr: 436%) zusammen. Steuerliche Verlustvorträge waren nicht zu berücksichtigen.
2. Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse (§ 285 Nr. 4 HGB) Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde gemäß § 286 Abs. 2 HGB verzichtet, da die Aufgliederung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, der Gesellschaft einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Sonstige Angaben Sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Geschäfte:
Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)
Darüber hinaus wurden für das Saisongeschäft zusätzlich 68 Lagerhelfer zeitweise unterjährig beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2023 befanden sich insgesamt 4 Arbeitnehmer in Berufsausbildung. Gesamtbezüge der Organmitglieder (§ 285 Nr. 9a HGB) Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB werden zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung keine Angaben gemacht. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder (§ 285 Nr. 9c HGB) Zum Bilanzstichtag bestanden gegenüber Organmitgliedern folgende Forderungen aus Vorschüssen und gewährten Krediten:
Mitglieder der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB) Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte durch Herrn Thomas Rumpf (ausgeübter Beruf: Kaufmann) geführt. Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers teilt sich wie folgt auf:
Vorschlag über die Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 896.336,87 Euro des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Baunatal, 29.06.2024 Thomas Rumpf
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Reifenvertrieb24 GmbH, Baunatal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reifenvertrieb24 GmbH, Baunatal, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reifenvertrieb24 GmbH, Baunatal, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 30. Juni 2024 CWP
Casseler Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Peter GmbH
Diplom-Kaufmann Frank Peter, Wirtschaftsprüfer |
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