BCD Travel Services GmbHLiquidiert

28217 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 25981 HB
Eingetragen
15.12.2009
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Gegenstand
Die Errichtung, der Erwerb, der Betrieb, die Beratung und Unterstützung von Gesellschaften, sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Geschäfte und das Angebot entsprechender Dienstleistungen gegenüber verbundenen Gesellschaften, wie auch die Teilnahme an der Durchführung der Verwaltung von anderen Unternehemen gleich welcher Art, darüber hinaus die Finanzierung sowie die Erbrinung von Serviceleistungen für verbundene Gesellschaften.

Historie

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Management

NameRolle
Gerlinde Binder
seit 7.4.2021
Geschäftsführer
Andrea Graeber
seit 11.12.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BCD Travel USA LLCUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BCD Travel Services B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

BCD Travel Services GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Organisatorische Eingliederung der Gesellschaft

BCD Travel Services GmbH (BCD Services) ist ein Serviceunternehmen mit Sitz in Bremen. Die Gesellschaft übernimmt im BCD Travel-Konzern (BCD Konzern oder BCD Travel) administrative Dienstleistungen, in dem sie den BCD Konzern bei der Errichtung, dem Erwerb, dem Betrieb und der Beratung von weiteren Konzerngesellschaften unterstützt.

Über ihre Muttergesellschaft, die BCD Travel Services B.V. (BCD BV) in Utrecht/Niederlande, ist die Gesellschaft in den BCD Konzern eingebunden.

Der BCD Konzern beschäftigte im Jahr 2019 mehr als 14.900 Mitarbeiter in 109 Ländern. Weltweit erreichte der BCD Konzern (einschl. Partner) einen vermittelten Umsatz von Mrd. USD 27,5. Die hohe Kundenbindungsrate ist die beständigste in der Branche. Die Unternehmensgruppe gehört global zu den drei größten Anbietern von Geschäftsreisedienstleistungen.

2. Marktentwicklung und Geschäftsverlauf im Jahr 2019

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaftsleistung konnte im Jahr 2019 keine wesentlichen Akzente setzen. Allein die Binnenwirtschaft überzeugte, denn die noch guten Aussichten am Arbeitsmarkt begünstigten die Konsumfreude der privaten Verbraucher. Durch das niedrige Zinsniveau und aufgrund der positiven Einkommensperspektiven der privaten Haushalte profitierte die heimische Bauwirtschaft. Ein Ende des Baubooms in Deutschland ist daher kaum abzusehen. Auf der anderen Seite verstärkte sich der Abwärtstrend in der exportorientierten Industrie. Die stagnierende Weltwirtschaft, insbesondere in China, wurde verstärkt durch die Unsicherheit im Zuge der Diskussionen um die Erhebung und Einführung von Zöllen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und China sowie zwischen den USA und der Europäischen Union (EU). Gleichzeitig hatte die anhaltende Diskussion über den Austritt (Brexit) des Vereinigten Königreichs (UK) den Zusammenhalt und die Stabilität innerhalb der EU geschwächt.

Da der Automobil- und Maschinenbau in Deutschland stark abhängig ist von den Auslandsmärkten, hatte der Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Autos und Maschinen einen erheblichen Einfluss auf die deutsche Wirtschaftsleistung. Hinzu kommen strukturelle Probleme in Bezug auf die Digitalisierung/Elektrifizierung des Automobilbaus. Dieser Trend wurde verstärkt durch die Dieselaffäre, die fast alle großen deutschen Automobilhersteller sowie deren Zulieferbetriebe getroffen hatte.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2019 nur um +0,6 % gewachsen. Das BIP liegt damit erheblich unter dem Vorjahr (+1,5 %) sowie unter dem Jahr 2017 (+2,2 %).

Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt)

Veränderung gegenüber dem Vorquartal in %

2018
Q1 Q2 Q3 Q4
0,1 % 0,4 % -0,1 % 0,2 %
2019
Q1 Q2 Q3 Q4
0,5 % -0,2 % 0,2 % 0,0 %

Quelle: Pressemitteilung Destatis 25.02.20

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ging im Vergleich zum Vorjahr um -8,7 % zurück. Während die Aufträge aus dem Inland um +1,4 % zunahmen, sanken die Aufträge aus dem Ausland um -4,5 %. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Aufträge aus der Eurozone überproportional (-13,9 %) abnahmen. Gleichzeitig stiegen die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland um +2,1 %.

Die wesentlichen Impulse für das BIP kamen im Berichtsjahr vom privaten und staatlichen Konsum und den Bauinvestitionen. Der Konsum der privaten Haushalte stieg im Jahresvergleich um +1,2 % und der der öffentlichen Haushalte sogar um +3,0 %. Die Bauinvestitionen sind im Vergleich zum Vorjahr um +2,7 % angewachsen. Die Ausrüstungsinvestitionen hingegen sind durch die anhaltende Unsicherheit an den Märkten um -2,6 % geschrumpft.

Die deutschen Exporte und Importe haben im Berichtsjahr zwar die bisherigen Höchstwerte aus dem Jahr 2018 übertroffen, allerdings verlor das Wachstum deutlich an Dynamik. Im Jahr 2019 wurden Waren im Wert von Mrd. EUR 1.327,6 ausgeführt (+0,8 % gegenüber dem Vorjahr), jedoch stiegen im gleichen Zeitraum die Einfuhren auf Mrd. EUR 1.104,1 an (+1,4 % gegenüber Vorjahr). In den Vorjahren war der Zuwachs deutlich höher ausgefallen. Im Jahr 2018 lag das Wachstum der Exporte bei +3,0 % und der Importe bei +5,6 % und im Jahr 2017 waren die Zuwächse noch deutlich höher ausgefallen (Export: +6,2 %; Import: +8,0 %). Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2019 mit einem Überschuss von Mrd. EUR 223,6, während der Außenhandelsüberschuss im Vorjahr 2018 noch Mrd. EUR 228,7 betrug.

Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt um +1,4 % gegenüber dem Vorjahr (2018: +1,8 %). Wie in den Vorjahren waren für den Anstieg der Verbraucherpreise vor allem die Energiepreise verantwortlich, wobei sich diese im Jahresmittel auf dem gleichen Niveau von +1,4 % (2018: +4,6 %) bewegten. Während Erdgas (+3,9 %) und Strom (+3,4 %) deutlich anstiegen, gingen die Preise für leichtes Heizöl (-2,5 %) und Kraftstoffe (-1,6 %) leicht zurück. Eine ähnliche Preisentwicklung nahmen die Nahrungsmittel. Im Berichtsjahr stiegen diese um +1,4 %. Der Preisanstieg bei den Dienstleistungen blieb mit +1,5 % auf dem Vorjahresniveau, lag aber leicht über dem Durchschnitt der anderen Preisentwicklung. Die Nettokaltmieten nahmen um +1,4 % zu. Im selben Zeitraum stiegen die Dienstleistungen für soziale Einrichtungen um +5,0 % und für Wartung und Reparatur von Fahrzeugen um +4,5 %.

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich weiterhin als sehr robust gezeigt. Trotz der abgeschwächten Konjunktur hat die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt erneut abgenommen. Im Jahresdurchschnitt 2019 waren 2,27 Millionen Menschen als arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Jahr 2018 reduzierte sich die Zahl der arbeitslosen Menschen um -73.000. Die bereinigte Arbeitslosenquote lag im Durchschnitt im Berichtsjahr bei 5,0 % (2018: 5,2 %).

Obwohl sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr unternehmensseitig verschlechtert hatten, blieb die Beschäftigung auf sehr hohem Niveau. Im vierten Quartal waren durchschnittlich 45,5 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Dies waren +301.000 Personen (+0,7 %) mehr als ein Jahr zuvor. Den größten absoluten Beschäftigungszuwachs hatten die Bereiche "Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit" mit einem Anstieg von +214.000 Personen. Mit weitem Abstand kam die "Information und Kommunikation" Branche, bei der die Beschäftigung um +46.000 Personen zunahm. Der Abwärtstrend bei den Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften gehört, setzte sich im Berichtsjahr fort (-22.000 Personen). Auch die Zahl der Erwerbstätigen im Bereich Finanz- und Versicherungswesen sank um -9.000 Personen. Nach neun Jahren Zuwachs ging zum ersten Mal die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) um -10.000 Personen zurück (Vorjahr: +147.000 Personen). Im Baugewerbe hingegen betrug der Zuwachs +26.000 Personen.

Der Staat beendete das Jahr 2019 zum achten Mal in Folge mit einem Überschuss in Höhe von Mrd. EUR 49,8. Das Rekordergebnis vom Vorjahr mit Mrd. EUR 62,4 konnte nicht mehr erreicht werden. Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen profitierten vom hohen Beschäftigungsgrad. Die Einnahmen des Staates erreichten den absoluten Wert von Mrd. EUR 1.608,6 und lagen damit um +3,6 % über dem Vorjahr. Allerdings erhöhten sich die Ausgaben deutlich stärker und mit einem Zuwachs von + 4,6 % und einem absoluten Wert von Mrd. EUR 1.558,8 führten sie zu einem geringeren Finanzüberschuss. Die Einnahmen aus der Lohnsteuer wuchsen um +4,1 % und bei der Sozialversicherung betrug das Wachstum +4,4 %. Insgesamt stiegen die Steuereinnahmen um +3,1 % auf Mrd. EUR 825,8. Die Ausgabeseite war geprägt durch die Bruttoinvestitionen (+8,8 %), die im Wesentlichen auf höhere staatliche Bauleistungen zurückzuführen sind. Wegen des weiterhin geringeren Zinsniveaus und aufgrund des gesunkenen Schuldenstands der öffentlichen Haushalte sind die Zinsausgaben des Staates um -13,3 % gesunken.

Im Berichtsjahr hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH im deutschen Luftraum geringfügig weniger Flüge als im Rekordjahr 2018 gezählt. Insgesamt wurden 3.334.424 (Über-) Flüge (Vorjahr: 3.346.448) registriert, was einen leichten Rückgang von -0,4 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. An den deutschen Flughäfen wurden 2.294.847 Starts und Landungen aufgezeichnet; im Vorjahr waren es 2.297.425, was ebenfalls ein leichtes Minus von -0,1 % darstellt.

Trotz zahlreicher Insolvenzen von diversen Fluggesellschaften (Germania, Thomas Cook, Flybmi, Wow Air etc.) und diversen Airline-Streiks legten die Passagierzahlen laut Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) im Berichtsjahr um +1,5 % zu und erreichten 248,1 Millionen Passagiere. Der Inlandsverkehr ging durch das Erstarken der privaten Reisebusse und in Ermangelung von Flugalternativen seit der Insolvenz der Air Berlin im Jahr 2017 erneut um -1,9 % auf 46,2 Millionen Passagiere zurück. Der Europaverkehr konnte hingegen von 154,5 Millionen Passagiere auf 158,0 Millionen Passagiere (+2,3 %) gesteigert werden. Gleiches gilt auch für den Interkontverkehr, der auf 43,6 Millionen Passagiere (+2,7 %) anwuchs.

Der Leitzins beträgt seit März 2016 weiterhin nur 0,0 %. Die Einlagenfazilität (also der Zinssatz, zu dem die Geschäftsbanken Geld bei der EZB hinterlegen müssen) beträgt seit September 2019 -0,5 %, nachdem dieser seit März 2016 bei -0,4 % lag. Der Basiszinssatz gemäß BGB ist mit -0,88 % ebenfalls negativ und seit Juli 2016 unverändert. Damit müssen die Banken für das Anlegen von Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) Zinsen an die jeweiligen Notenbanken abführen.

Situation der BCD Services und des BCD Konzerns im Jahr 2019

BCD Services ist im Jahr 2009 gegründet worden. Seit der Gründung unterstützt die Gesellschaft den BCD Konzern im Wesentlichen in den Bereichen IT, Finanzen, Personal, Verkauf und Vertrieb.

Als Servicegesellschaft steht die eigene Geschäftsentwicklung im unmittelbaren Zusammenhang mit der Geschäftsentwicklung der operativen BCD Travel-Einheiten.

Das Jahr 2019 war erneut ein erfolgreiches Jahr seit der Bildung der BCD Travel im Jahr 2006.

Der BCD Konzern erwirtschaftete im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) i.H.v. Mio. USD 192,3 (2018: Mio. USD 154,3). Der Jahresüberschuss erreichte einen Wert von Mio. USD 49,2 (Vorjahr: Mio. USD 66,0). Dieser lag unter dem Vorjahr aufgrund höherer Abschreibungen für Sachvermögen und Immaterielle Vermögensgegenstände. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr Rückstellungen für Restrukturierungen gebildet. Sowohl die Abschreibungen als auch die Restrukturierungsaufwendungen hatten einen erheblichen Einfluss auf den Jahresüberschuss.

Die grundsätzlich positive Entwicklung des BCD Konzerns spiegelt sich in den Zahlen der BCD Services wider, denn die Gesellschaft erwirtschaftete erneut einen Jahresüberschuss von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 736). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis einen Sondereffekt von TEUR 300 beinhaltet.

3. Lage der Gesellschaft 2019

Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft verfolgt eine vorsichtige Bilanzpolitik, indem aus heutiger Sicht allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen wird.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Berichtsjahr von TEUR 3.933 (Vorjahr) auf TEUR 4.361 gestiegen (+10,9 %).

Im Jahr 2019 waren als Netto-Anlagevermögen TEUR 81 aktiviert (Vorjahr: TEUR 59). Das Sachanlagevermögen besteht im wesentlichen Teil aus IT-Equipment.

Die Zugänge in das Sachanlagevermögen (TEUR +74) betreffen im Wesentlichen den Austausch von Hardware. Für das Sachanlagevermögen fielen Abschreibungen in Höhe von TEUR 52 an.

Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt von TEUR 3.850 auf TEUR 4.271 (+10,9 %) erhöht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Zuge des Cost Sharing Agreements (CSA) und durch höhere Weiterbelastungen von Personalkosten von TEUR 542 im Vorjahr auf TEUR 980 im Berichtsjahr erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind stichtagsbedingt von TEUR 189 auf TEUR 176 gefallen. Im Berichtsjahr ist das Bankguthaben mit TEUR 3.115 nahezu unverändert zum Vorjahr (TEUR 3.119) geblieben.

Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 25. Durch den Jahresüberschuss 2019 i.H.v. TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 736) hat sich das Eigenkapital von TEUR 2.256 auf TEUR 2.655 erhöht.

Die Rückstellungen haben sich im Jahresvergleich von TEUR 1.169 auf TEUR 993 (-15,1 %) reduziert. Hierbei gab es gegenläufige Effekte durch die Inanspruchnahme bzw. Auflösung der Steuerrückstellung i.H.v. TEUR 211 sowie höhere Rückstellungen im Personalbereich (TEUR +101). Im Ergebnis haben sich die Gesamtrückstellungen um TEUR 176 verringert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von TEUR 55 auf TEUR 61 leicht gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen im Berichtsjahr von TEUR 67 auf TEUR 128 zu. Hierfür war eine höhere Inanspruchnahme von weiterberechneten Kosten gegenüber der BCD Travel Germany GmbH verantwortlich.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen nicht abgerechnete Lohnsteuerverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 211) sowie durchlaufende Posten für die BCD BV i.H.v. TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 114). Insgesamt haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten zum Vorjahr von TEUR 386 auf TEUR 524 erhöht.

Aufgrund des Jahresüberschusses 2019 hat sich die Eigenkapitalquote von 57,4 % (Vorjahr) auf 60,9 % im Berichtsjahr positiv verändert.

Die Kapitalflussrechnung weist einen leicht negativen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: positiver Cash-Flow TEUR 319) aus. Der Jahresüberschuss ist um TEUR 337 geringer ausgefallen im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines Sondereffektes von TEUR 300 im Vorjahr.

Ausgehend vom Jahresüberschuss von TEUR 399 hatten die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögengegenstände (TEUR 424) und der Rückgang der Rückstellungen i.H.v. TEUR 176 einen negativen Einfluss auf den Cash-Flow. Die Abschreibungen (TEUR 52), die Reduzierung der aktiven Rechnungsabgrenzungen (TEUR 14) und Anstieg der Verbindlichkeiten (TEUR 205) beeinflussten den Cash-Flow der Gesellschaft hingegen positiv.

Unter Berücksichtigung des Cash-Flows aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 74 verbleibt ein um TEUR 4 geringerer Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 3.115 (Vorjahr: TEUR 3.119).

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling mit der BCD Travel Treasury B.V. (BCD Treasury) eingebunden.

Ertragslage

BCD Services wird durch die Betrachtung der Kosten gesteuert und beurteilt. Die Umsätze resultieren im Wesentlichen aus Weiterbelastungen von Personal- und sonstigen Kosten und sind somit genauso wie das Jahresergebnis ein geeigneter Leistungsindikator für die Gesellschaft.

Die Mitarbeiter der Gesellschaft erfüllen länderübergreifende Aufgaben (z.B. IT) innerhalb des BCD Konzerns. Die anfallenden Personalkosten und die personalbezogenen Kosten werden hierfür mit einem 5%igen Aufschlag den einzelnen BCD Travel Gesellschaften über direkte Rechnungsstellung belastet bzw. erfolgen durch interne Konzernweiterbelastungen im Rahmen des sogenannten EMEA-weiten "Cost Share Agreements (CSA)" und der Network-Fee.

Das stagnierende Geschäft in EMEA - und insbesondere in Deutschland - hatte Auswirkungen auf den Bedarf an Mitarbeitern. Ausscheidende Mitarbeiter wurden nicht mehr ersetzt, so dass durchschnittlich 159 Mitarbeiter im Berichtsjahr (Vorjahr: 166 Mitarbeiter) beschäftigt waren.

Deswegen hatte sich der handelsrechtliche Umsatz von TEUR 17.522 (Vorjahr) auf TEUR 16.686 im Berichtsjahr verringert. Der Umsatz pro Mitarbeiter i.H.v. TEUR 104,9 blieb jedoch annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 105,5). Der geplante Umsatz von TEUR 15.084 wurde somit übertroffen. Ursache hierfür ist die im Vergleich zur Planung höhere durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern sowie höhere Konzernweiterbelastungen von Einmalzahlungen im Personalbereich.

Damit sind die Erlöse aus internen Konzernweiterbelastungen gegenüber dem Vorjahr von TEUR 13.047 auf TEUR 12.447 zurückgegangen. Ebenfalls die Umsatzerlöse aus den Tätigkeiten für andere BCD Travel Gesellschaften außerhalb der EMEA-Region sind von TEUR 4.776 auf TEUR 4.239 gesunken. Im Vorjahr wurde im Zuge der Einführung des Transfer-Preis-Modells eine Anpassung i.H.v. TEUR 300 vorgenommen.

Durch den Rückgang der durchschnittlichen Anzahl an Mitarbeitern ist der Personalaufwand von TEUR 14.611 auf TEUR 14.153 gesunken (TEUR -458). Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die freiwillige Gehaltserhöhung im Oktober 2019 einen gegenläufigen Effekt bei den Personalkosten bewirkte.

Durch die leicht gestiegenen Investitionen im Berichtsjahr haben sich die Abschreibungen von TEUR 43 (Vorjahr) auf TEUR 52 (Berichtsjahr) erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen befinden sich mit TEUR 2.159 auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 2.151). Während die Beratungskosten von TEUR 45 auf TEUR 119 gestiegen sind, waren die Reisekosten rückläufig (von TEUR 582 auf TEUR 532). Gleichzeitig gingen die IT-Kosten von TEUR 391 auf TEUR 243 zurück. Im Berichtsjahr nahmen die Tagungskosten im Zusammenhang mit der Schulung des neu gegründeten Betriebsrats erheblich zu. Diese sind von TEUR 6 auf TEUR 70 gestiegen.

Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern i.H.v. TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 370) hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 736) erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss liegt daher leicht unter dem geplanten Wert von TEUR 456. Die Ursache hierfür liegt im Wesentlichen an der im Vergleich zur Planung geringeren Kompensation der Kosten durch Konzernweiterbelastungen.

Die Umsatzrendite erreichte im Geschäftsjahr einen Wert von 2,4 %, nachdem dieser im Vorjahr noch 4,2 % betragen hat. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr einen Einmaleffekt i.H.v. TEUR 300 beinhaltet hat.

4. Risiko Management und Einzelrisiken

Seit 2012 unterhält der BCD Travel Konzern eine eigene Revision auf globaler Ebene, die die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften prüft. Diese koordiniert die Revisionstätigkeiten weltweit, indem Warnungen vor Betrügern (insbesondere im Internet) länderübergreifend ausgetauscht werden. Darüber hinaus hat die globale Revision die Einhaltung der konzernweiten Richtlinien zu kontrollieren.

Aus Sicht der Gesellschaft ist das eingesetzte Früherkennungssystem geeignet, Unternehmensrisiken, die den Bestand und die Entwicklung der Gesellschaft gefährden könnten, systematisch zu erfassen und zu bewerten.

Liquiditäts- und Ausfallrisiken

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Über die Einbindung in das Cash-Pooling der BCD Treasury hat die Gesellschaft Zugang zu finanziellen Mitteln.

Obwohl die Corona-Krise (COVID-19) einen erheblichen Einfluss auf die Liquiditätslage der BCD-Gruppe hatte, wurden im Konzern schon frühzeitig die Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet, um eine mögliche Insolvenz abzuwenden. Des Weiteren wurden mit den führenden Banken des Finanzkonsortium Wege eruiert, um gemeinsam Wege aus der Krise zu finden.

Branchen- und Marktrisiken

BCD Services ist ein Serviceunternehmen und als solches abhängig von der geschäftlichen Entwicklung seiner Auftraggeber. Die Unternehmensrisiken der Gesellschaft stehen damit im direkten Zusammenhang mit dem Geschäftswohl der operativen BCD Travel-Einheiten.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Globalisierung Risiken verstärkt, indem sich eine lokale Krankheit in eine Pandemie verwandelt, sich rasend um den Erdball verbreitet und alles wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben zum Stocken bringt. Aufgrund dieser Erfahrungen müssen Krankheiten nicht nur lokal, sondern vielmehr auch global betrachtet werden, insbesondere dann, wenn der Verbreitungsgrad sehr hoch ist.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht der Gesellschaft für das Jahr 2020

Zehn Jahre kannte die deutsche Konjunktur nur eine Richtung - nach oben. Auch das Jahr 2020 begann vielversprechend, nachdem die stagnierende Entwicklung im Jahr 2019 den Blick etwas getrübt hatte. Anfang des Jahres war der noch unbekannte Corona-Virus sehr weit weg von Europa und Deutschland und niemand konnte ahnen, welche Auswirkungen COVID-19 auf die Bürger, die Gesellschaft, die Wirtschaft und den Staat haben wird.

Das Auftreten und die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) stellt Unternehmen aller Größen und Sektoren weltweit vor unerwartete und schwierige Herausforderungen. Zwar wurden die ersten Fälle des Virus in China der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits im Dezember 2019 gemeldet, es gab jedoch zu diesem Zeitpunkt nur wenige bestätigte Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Erst am 31. Januar 2020 erklärte die WHO den Ausbruch als öffentlichen Gesundheitsnotstand von internationaler Bedeutung. Der globale Ausbruch griff erst 2020 rapide um sich. Daher haben die oberste Muttergesellschaft BCD Travel B.V., Amsterdam/Niederlande, und ihre Tochterunternehmen (die "Gruppe") beschlossen, die Auswirkungen von COVID-19 als wertbegründetes Ereignis zu behandeln.

Die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus, darunter Reiseverbote, Quarantäne, soziale Distanzierung und die Schließung nicht wesentlicher Dienste, führten zu einer weltweiten wirtschaftlichen Abkühlung. Die Luftfahrtindustrie sowie die Hotellerie-, Reise- und Tagungsbranche sind stark betroffen. Als direkte Folge von COVID-19 ging die Netto-Flugtransaktion des Konzerns im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 51 % und im April und Mai 2020 um mehr als 95 % zurück. Mit dem Wiederanlaufen der Volkswirtschaften gibt es jedoch sichtbare Anzeichen dafür, dass sich das Reisegeschäft wieder erholen wird.

Die liquiden Mittel der BCD Travel Services GmbH liegen, wie auch zum Ende des Geschäftsjahres 2019, mit rd. Mio. EUR 3,9 (Stand: 30. Juni 2020) weiterhin auf einem hohen Niveau. Dennoch ist die Gesellschaft aufgrund von Verträgen innerhalb des Konzerns (u.a. die Einführung eines sogenannten minimalen Profitlevels (,Profit-Benchmark') zur Umsetzung der OECD-Verrechnungspreisrichtlinie) von der wirtschaftlichen Entwicklung der BCD Travel Gruppe und damit der BCD Travel B.V. abhängig. Daher hängt die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen, ebenfalls davon ab, dass die BCD Travel Gruppe ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung hat. Die oben dargestellte negative wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns, als Folge von COVID-19, stellt eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft dar.

Um die von der Gesellschaft während des Bewertungszeitraums geschuldeten Beträge zu finanzieren, hat die BCD Travel B.V. daher einen 'Support-Letter' mit Datum vom 24. Juni 2020 zur Verfügung gestellt, in dem erklärt wird, dass die BCD Travel B.V. die erforderliche finanzielle Unterstützung bereitstellen wird, damit sichergestellt ist, dass die Gesellschaft mindestens zwölf Monate ab dem Datum der Unterzeichnung des Support-Letters noch geschäftlich aktiv ist. Diese Unterstützung ist jedoch davon abhängig, dass die BCD Travel B.V. ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung hat.

Als Reaktion auf die anhaltende weltweite wirtschaftliche Unsicherheit, die durch COVID-19 ausgelöst wurde, wurden vom Konzern unverzüglich Maßnahmen ergriffen, darunter Kosteneinsparungen, Ermittlung zusätzlicher Finanzierungsmöglichkeiten und Verzögerung interner Projekte. Darüber hinaus haben die meisten Regierungen in den Ländern, in denen die Gruppe tätig ist, staatliche Unterstützungsmaßnahmen angekündigt, um die Auswirkungen von COVID-19 auf Unternehmen zu mildern. Die weiteren Entwicklungen werden kontinuierlich bewertet und überwacht.

Das Konzernmanagement hat auf Basis bestmöglicher Schätzungen eine Szenario-Analyse entwickelt und auf Basis der Zahlungsströme möglichen Finanzierungsbedarf ermittelt. Gemäß dieser Analyse könnte ein Liquiditätsengpass Ende 2020 eintreten. Zudem werden wahrscheinlich mit Kreditinstituten vereinbarte Finanzkennzahlen bis zum ersten Quartal 2022 nicht erreicht werden können. Hinsichtlich der vereinbarten Finanzkennzahlen ist das Konzernmanagement derzeit in Gesprächen mit den Kreditinstituten. Zudem ist das Konzernmanagement mit den Eigentümern der Gruppe sowie mit Kapitalgebern staatlicher Finanzierungsprogramme der niederländischen und der US-Regierung in Gesprächen. Das Konzernmanagement ist daher überzeugt, mindestens den geplanten Finanzbedarf der nächsten zwölf Monate finanzieren zu können. Zudem schlägt das Konzernmanagement vor, keine Dividenden für das Geschäftsjahr 2019 auszuzahlen.

Mit der schrittweisen Wiedereröffnung der Volkswirtschaften auf der ganzen Welt erwartet die Gruppe in den kommenden Quartalen einen Anstieg des Transaktionsvolumens. Die Dauer und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die daraus resultierende Verlangsamung der Weltwirtschaft sowie die Wirksamkeit der Reaktionen der Regierungen und der Zentralbank auf die Pandemie bleiben jedoch unklar. Infolgedessen ist es nicht möglich, die Dauer und die Schwere der Pandemie, die globale Konjunkturabschwächung sowie deren Auswirkungen auf die Finanzlage und die Ergebnisse des Unternehmens für zukünftige Perioden vorherzusagen, was dadurch zu Unsicherheiten bezüglich der finanziellen Auswirkungen der COVID-19-Krise führt und im Extremfall die Fähigkeit des Konzerns, seine Geschäftstätigkeit fortzusetzen, und folglich den Fortbestand des Unternehmens in Frage stellt.

Ausgehend von diesen Erläuterungen ist die Geschäftsführung der Gesellschaft genauso wie das Konzernmanagement überzeugt, dass die finanziellen Verpflichtungen der Gruppe und damit auch der Gesellschaft erfüllt werden, jedoch eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft besteht.

Durch die Umsetzung der OECD-Verrechnungspreisrichtlinie ist ein sogenannter minimaler Profitlevel (,Profit-Benchmark') eingeführt, der durch BCD-interne Erstattungen den Profitlevel der Gesellschaft auf Niveau vergleichbarer Unternehmen halten soll. Da es sich bei der COVID-19-Pandemie um eine globale Auswirkung handelt, wird sich, insbesondere durch Vergleich mit ähnlichen Unternehmen, im Geschäftsjahr ein Verlust einstellen, und der geplante Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 718 wird nicht erzielt werden können. Ausgehend von einer geplanten Mitarbeiterzahl von 170 werden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.162 erwartet.

 

Bremen, den 30. Oktober 2020

BCD Travel Services GmbH, Bremen

Geschäftsführung

S. Baars

T. König

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.036,86 59
81.036,86 59
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 979.522,07 542
2. Sonstige Vermögensgegenstände 176.257,46 189
1.155.779,53 731
II. Guthaben bei Kreditinstituten 3.114.996,63 3.119
4.270.776,16 3.850
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.307,98 24
4.361.121,00 3.933

Passiva

31.12.2019
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 2.230.688,66 1.495
III. Jahresüberschuss 399.041,65 736
2.654.730,31 2.256
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 211
2. Sonstige Rückstellungen 993.300,00 958
993.300,00 1.169
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61.081,97 55
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 127.681,91 67
3. Sonstige Verbindlichkeiten 524.326,81 386
davon aus Steuern: EUR 248.654,91 (Vorjahr: TEUR 211)
713.090,69 508
4.361.121,00 3.933

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 16.686.176,12 17.522
2. Sonstige betriebliche Erträge 282.449,02 416
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.354.152,12 12.801
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.799.200,77 1.810
davon für Altersversorgung: EUR 40.889,40 (Vorjahr: TEUR 38)
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 52.243,86 43
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.159.398,30 2.151
davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.791,71 (Vorjahr: TEUR 1)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.529,76 4
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.935,73 31
davon aus Aufzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 30)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 209.182,47 370
9. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 399.041,65 736

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die BCD Travel Services GmbH, Bremen, ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 25981 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 wurde auf der Grundlage der aktuellen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dabei wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres unverändert beibehalten. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Erworbene immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Als Nutzungsdauer wurde ein Zeitraum von drei bis dreizehn Jahre zu Grunde gelegt. Geringwertige Anlagegüter des Sachanlagevermögens mit einem Anschaffungswert bis EUR 410 wurden im Anschaffungsjahr sofort abgeschrieben und ein sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Bei sämtlichen Vermögensposten wird das Niederstwertprinzip beachtet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Gesellschaft hat Altersversorgungsverpflichtungen, welche auf der "Beitragsorientierten Leistungsordnung des Essener Verbandes für arbeitgeberfinanzierte Versorgungszusagen und Entgeltumwandlungen über Rückdeckungsversicherungen" (Bolo-RDV) beruhen. Der Umfang der Versorgungsleistungen ergibt sich aus dem Versicherungstarif der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungsverträge. Die Höhe der Altersversorgungsverpflichtungen bestimmt sich entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB nach dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen.

Den Altersversorgungsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 448) steht Deckungsvermögen, welches dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dient, in Form von Rückdeckungsversicherungsansprüchen mit einem Nennwert von TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 448) gegenüber. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden das Deckungsvermögen und die Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen miteinander verrechnet. Zudem wurden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 15) mit sonstigen betrieblichen Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: Zinsaufwand TEUR 15) verrechnet.

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag mit dem jeweils aktuellen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2019 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, in voller Höhe aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin BCD Travel Services B.V. betragen TEUR 853 (Vorjahr: TEUR 487).

Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche zur Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 0), zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 0) und zur Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 47) enthalten.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 25 und wird zum Bilanzstichtag vollständig von der BCD Travel Services B.V., Utrecht/Niederlande, gehalten.

4. Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen (TEUR 993; Vorjahr: TEUR 958) enthalten Rückstellungen für den Personalbereich (Tantiemen, Urlaub, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Schwerbehindertenabgabe) sowie ausstehende Rechnungen.

2019
TEUR
Vorjahr
TEUR
Personalrückstellungen 974 873
ausstehende Rechnungen 19 85
993 958

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 67).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 16.686 (Vorjahr: TEUR 17.522) werden Erträge aus Konzernumlagen (TEUR 12.163; Vorjahr: TEUR 12.747), an verbundene Unternehmen weiterberechnete Kosten für Personal (TEUR 3.879; Vorjahr: TEUR 4.102) sowie Sonstiges (TEUR 644; Vorjahr: TEUR 673) ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 159 Angestellte (Vorjahr: 166) im Unternehmen tätig. Diese verteilen sich auf die Geschäftsbereiche wie folgt: Commerce (39), ICT (90), OPS (14), Consultancy (3) und Overhead (13).

2. Organe

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr

• Herr Stephan Baars, CFO GLOBAL BCD Gruppe

• Herr Thomas König, hauptamtlicher Geschäftsführer der BCD Travel Services GmbH

Es bestehen Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10).

Von der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

3. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 399 auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Konzernzugehörigkeit

Die BCD Travel Services GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der BCD Travel B.V., Utrecht/Niederlande. Sie wird in den Konzernabschluss der BCD Travel B.V., Utrecht/Niederlande, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist bei der niederländischen Handelskammer (Kamer van Koopenhandel - www.kvk.nl) erhältlich. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der BCD Travel B.V. wird in die deutsche Sprache übersetzt und im Bundesanzeiger unter der BCD Travel Germany GmbH veröffentlicht.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) hat zu einem weltweiten wirtschaftlichen Abschwung geführt. Die Luftfahrtindustrie sowie die Hotellerie-, Reise- und Tagungsbranche sind stark betroffen. Es bestehen Unsicherheiten, wie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im Geschäftsjahresverlauf 2020 ausfallen werden. Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass COVID-19 zu deutlich negativen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen wird. Aufgrund bestehender konzerninterner Verträge ist die Gesellschaft von der wirtschaftlichen Entwicklung der BCD-Travel-Gruppe und damit der BCD Travel B.V., Utrecht/Niederlande, (oberste Muttergesellschaft) abhängig. Daher hängt die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen, ebenfalls davon ab, dass die BCD-Travel-Gruppe ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung hat. Die erwartete negative wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns als Folge von COVID-19 sowie ein gemäß einer Szenario-Analyse des Konzernmanagements möglicher Liquiditätsengpass der BCD-Travel-Gruppe Ende 2020 stellen eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft dar.

 

Bremen, den 30. Oktober 2020

BCD Travel Services GmbH

Geschäftsführung

S. Baars

T. König

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.197,38 0,00 0,00 2.197,38
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 249.369,85 74.303,51 6.473,48 317.199,88
251.567,23 74.303,51 6.473,48 319.397,26
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.972,38 225,00 0,00 2.197,38
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 190.228,84 52.018,86 6.084,68 236.163,02
192.201,22 52.243,86 6.084,68 238.360,40
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2019
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 225,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.036,86 59.141,01
81.036,86 59.366,01

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BCD Travel Services GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BCD Travel Services GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe V.5 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 5 "Prognose-, Chancen- und Risikobericht der Gesellschaft für das Jahr 2020" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die durch das Coronavirus verursachte Pandemie deutlich negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und der BCD-Gruppe hat. Wie in Angabe V.5 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Anhang sowie den Angaben in Abschnitt 5 "Prognose-, Chancen- und Risikobericht der Gesellschaft für das Jahr 2020" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten aufgrund des engen wirtschaftlichen Einbezugs der Gesellschaft in die BCD-Gruppe auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. Oktober 2020

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

René Kadlubowski, Wirtschaftsprüfer

Henrik Arndt, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

Die Gesellschafterin, die BCD Travel Services B.V., Utrecht/Niederlande, hat den vorgelegten Jahresabschluss am 02. November 2020 festgestellt. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.629.730,31 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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