Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 8217
Vorher
Dynea Erkner GmbH
Eingetragen
7.9.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Das Erbringen von Verkehrsleistungen zum Gütertransport als Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie die Herstellung von Kunststofferzeugnissen und chemischen Grundstoffen aller Art, insbesondere von Phenolharzen, technischen Harzen und Pressmassen sowie deren Vertrieb sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Michael Bayer
seit 7.7.2023
Geschäftsführer
Anja Monika Plugge
seit 15.12.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.300.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Prefere Resins Germany GmbH

Erkner

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Prefere Resins Germany GmbH, Erkner, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, den 26. Mai 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beckers, Wirtschaftsprüfer

Kim, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2015
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   543.535,60 723.756,28
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.150.813,42   9.420.135,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.110.463,28   7.472.477,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.322.284,15   3.649.104,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 173.210,20   12.529.548,43
    33.756.771,05 33.071.266,10
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   35.000,00 35.000,00
    34.335.306,65 33.830.022,38
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.303.817,21   2.874.004,32
2. Fertige Erzeugnisse 685.887,08   999.891,77
    3.989.704,29 3.873.896,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.322.343,41   3.999.204,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 538.532,99   1.694.234,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 91.807,87   85.013,79
    5.952.684,27 5.778.453,25
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   4.570.582,33 2.367.374,30
    14.512.970,89 12.019.723,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten   350.838,55 438.598,98
    49.199.116,09 46.288.345,00

Passiva

     
      31.12.2015
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   5.300.000,00 5.300.000,00
II. Kapitalrücklage   691.522,27 691.522,27
III. Andere Gewinnrücklagen   34.437.188,73 34.437.188,73
IV. Verlustvortrag   -25.268.527,43 -25.268.527,43
V. Jahresüberschuss   218.357,45 0,00
    15.378.541,02 15.160.183,57
B. Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen   1.611.750,64 1.363.683,30
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 241.844,00   216.712,16
2. Sonstige Rückstellungen 1.451.113,34   1.753.175,52
    1.692.957,34 1.969.887,68
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.232.689,28   7.027.900,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.270.208,65   20.704.175,20
3. Sonstige Verbindlichkeiten 12.969,16   62.514,59
davon aus Steuern EUR 0,00 (Vj. TEUR 39)      
    30.515.867,09 27.794.590,45
    49.199.116,09 46.288.345,00

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

2015
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 61.460.394,03   57.249.035,27
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse      
erbrachten Leistungen 51.812.398,32   50.094.724,68
3. Bruttoergebnis vom Umsatz   9.647.995,71 7.154.310 59
4. Vertriebskosten 3.818.415,80   3.922.939,64
5. Allgemeine Verwaltungskosten 3.586.074,77   2.196.055,61
6. Forschungs- und Entwicklungskosten 1.095.578,97   1.038.809,68
7. Sonstige betriebliche Erträge 83.969,92   1.800.930,75
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.496,23   1.386.069,18
    8.434.595,85 6.742.943 35
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 260,53   118,87
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 995.302,94   664.230,58
davon an verbundene Unternehmen EUR 985.502,59 (Vj. EUR 653.403,88)      
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 0,00 (Vj. EUR 10.727,07)      
    -995.042,41 -664.111,71
11. Erträge aus Verlustübernahme   0,00 252.744,47
12. Jahresüberschuss/Ergebnis nach Steuern   218.357,45 0,00

Anhang 2016

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie unter Beachtung des GmbHG in Euro aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Prefere Resins Germany GmbH mit Sitz in Erkner im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt/Oder unter der Nummer HRB 8217 FF eingetragen.

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) nur eingeschränkt vergleichbar.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 5 Jahren.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 50 Jahren.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Die Abschreibungen werden auch auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis maximal EUR 410 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach dem FIFO-Verfahren bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit ihren Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit diese Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen enthält passivisch abgegrenzte Investitionszulagen. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen der Richttafeln 2005G von K. Heubeck ermittelt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (Vorjahr sieben) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 4,01% (Vorjahr 3,89 %) sowie ein Rententrend von 1 % verwendet.

Bei einem Ansatz dieser Rückstellungen unter Anwendung einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ergäbe sich eine um T€ 17 höhere Rückstellung.

Die Bewertung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen wird ebenfalls nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen der Richttafeln 2005G von K. Heubeck ermittelt. Dabei wurde ein Rechnungszins von 3,89% zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sämtliche Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Latente Steuern werden im Hinblick auf die mit der Prefere Resins Holdings GmbH, Erkner, bestehende ertragsteuerliche Organschaft entsprechend DRS 18 "Latente Steuern" Tz. 32 beim Organträger, d. h. bei der Prefere Resins Holdings GmbH, Erkner, bilanziert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt.

Im Berichtsjahr wurde eine Inventur des Sachanlagevermögens durchgeführt. Im Ergebnis der Inventuraufnahme erfolgten Verschrottungen mit einem Restbuchwert i.H.v. T€ 37. Darüber hinaus wurden im Anlagenspiegel die historischen Anschaffungskosten und die kumulierte Wertberichtigung in Übereinstimmung mit dem Einzelnachweis des Anlagevermögens um jeweils T€ 414 berichtigt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital
%
Eigenkapital in Tausend
EUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
In Tausend EUR
Stichtag der vorliegenden Information
Unmittelbar        
PRC GmbH, Krems Österreich 100,0 2.223 907 31.12.2016

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 539 (Vorjahr T€ 1.694) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 136, Vorjahr T€ 252) und Forderungen aus konzerninternen Kommissionen für Verkaufsaktivitäten in Höhe von T€ 109. Im Vorjahr wurden diese in Höhe von T€ 179 im Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Darüber hinaus wird unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Forderung über T€ 109 an die Prefere Resins Finnland Oy, Hamina, Finnland, ausgewiesen, welche aus dem Guthaben im konzerninternen Cash-Pool resultiert.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden weiterhin Forderungen gegen die Gesellschafterin, die Prefere Resins Holding GmbH, in Höhe von T€ 184 (Vorjahr T€ 1.503), darunter T€ 174 aus dem Anspruch auf Umsatzsteuererstattung innerhalb der Organschaft und T€ 10 aus Leistungsverrechnung ausgewiesen.

Sämtliche Forderungen haben - unverändert zum Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 351 (Vorjahr T€ 439) enthält im Wesentlichen Mietvorauszahlungen für die Zufahrtstraße (T€ 332) sowie vorausbezahlte kontinuierliche Dienstleistungen für IT und Versicherungsprämien.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt T€ 5.300.

Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 1.612 (Vorjahr T€ 1.364) wurde für erhaltene Investitionszulagen gebildet. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Erhalt weiterer Fördermittel für die Investition in eine neue energieeffiziente Produktionsanlage und deren Einbindung in die vorhandene Infrastruktur. Entsprechend der Nutzungsdauer des bezulagten Anlagevermögens wird der Sonderposten ertragswirksam aufgelöst.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 17 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.451 (Vorjahr T€ 1.753) entfallen insbesondere mit T€ 415 (Vorjahr T€ 946) auf Aufwendungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und mit T€ 330 (Vorjahr T€ 279) auf konzerninterne Kommissionen. Außerdem sind personalbezogene Rückstellungen (T€ 352; Vorjahr T€ 309) enthalten, sowie Rückstellungen für vereinbarte Bonuszahlungen an Kunden (T€ 274).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 22.270 (Vorjahr T€ 20.704) resultieren im Wesentlichen aus Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 21.297 (Vorjahr T€ 10.449) und nicht gezahlten Zinsen in Höhe von T€ 335 (Vorjahr T€ 217) gegenüber der Gesellschafterin, der Prefere Resins Holding GmbH. Im Vorjahr bestanden darüber hinaus T€ 9.000 Cashpool-verbindlichkeiten sowie weitere T€ 17 aus noch nicht geleisteten Einlageverpflichtungen gegenüber der Tochtergesellschaft PRC GmbH, Krems, Österreich.

Von den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen, welche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 638 (Vorjahr T€ 1.021) resultieren, bestehen T€ 331 (Vorjahr T€ 783) gegenüber der Gesellschafterin.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - unverändert zum Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2016 2015
T€ % T€ %
Umsatzerlöse nach Regionen        
- Inland 34.665 56,4 33.440 58,4
- Europa 26.056 42,4 22.477 39,3
- Amerika 86 0,1 48 0,1
- Asien 522 0,9 1.199 2,1
- Afrika 131 0,2 85 0,1
Summe 61.460 100,0 57.249 100,0

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden unter den Umsatzerlösen Erträge in Höhe von T€ 1.548 (Vorjahr: T€ 873) ausgewiesen. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus Weiterbelastungen von Konzernumlagen, aus Gebühren für die Einleitung von erzeugtem Wasserdampf sowie aus generierten Mieterlösen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Unter Berücksichtigung der Erträge aus der Weiterbelastung von Konzernumlagen beträgt der Vorjahresumsatz T€ 58.122.

Materialaufwand

Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

2016 2015
T€ T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 36.189 36.459
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.569 1.371
  37.758 37.830

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB gliedert sich wie folgt:

2016 2015
T€ T€
Löhne und Gehälter 6.641 6.191
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.274 1.307
(davon für Altersversorgung T€ 24; Vorjahr T€ 22)    
(davon für Abfindungen T€ 0; Vorjahr T€ 120)    
  7.915 7.498

Herstellungskosten

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden unter den Herstellungskosten von T€ 51.812 (Vorjahr: T€ 50.095) Aufwendungen in Höhe von T€ 792 (Vorjahr: T€ 808) ausgewiesen. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus Weiterbelastungen von Konzernumlagen für Vertriebskosten in Höhe von T€ 413 (Vorjahr: T€ 302) sowie Verwaltungskosten in Höhe von T€ 379 (Vorjahr: T€ 506). Diese werden nunmehr in den Herstellungskosten ausgewiesen, um den entsprechenden Umsatzerlösen aus ihrer Weiterbelastung gegenüber zu stehen. Die vergleichbaren Herstellungskosten des Vorjahres betragen unter Berücksichtigung der Änderungen aufgrund des BilRUG T€ 50.903.

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten enthalten im Wesentlichen Kosten für Ausgangsfrachten (T€ 2.249; Vorjahr T€ 2.367) sowie Kommissionszahlungen an externe (T€ 50; Vorjahr T€ 65) und interne Vertriebsstrukturen (T€ 330; Vorjahr T€ 279). Der Personalaufwand für die Vertriebsmitarbeiter betrug T€ 1.056 (Vorjahr T€ 914). Daneben fielen für fremde Dienstleistungen bei der Kundenbetreuung Kosten in Höhe von T€ 187 an.

Verwaltungskosten

Ein wesentlicher Bestandteil der Verwaltungskosten sind Kosten für fremde Dienstleistungen (T€ 479; Vorjahr T€ 779) wie IT-Service, rechtliche und steuerliche Beratung, Prüfungs- und Auditierungsleistungen sowie Kosten für Versicherungen (T€ 216; Vorjahr T€ 225). Daneben sind Kosten für Gehälter (T€ 496; Vorjahr T€ 445) und Sozialaufwendungen (T€ 121; Vorjahr T€ 205) enthalten.

Die signifikante Erhöhung der Verwaltungskosten im Vergleich zum Vorjahr beruht auf dem erstmaligen Ausweis der Aufwendungen aus der konzerninternen Leistungsverrechnung von T€ 1.532. Im Vorjahr waren diese Aufwendungen in Höhe von T€ 1.275 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten vor allem Gehälter (T€ 656; Vorjahr T€ 617) und Sozialaufwendungen (T€ 122; Vorjahr T€ 205) der in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 51 sowie aus Erträgen aus Sachbezügen in Höhe von T€ 33.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) eingeführten HGB-Vorschriften sind die sonstigen betrieblichen Erträge mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Für das Geschäftsjahr 2015 wären bei Anwendung der BilRUG-Umsatzerlösdefinition T€ 533 der sonstigen betrieblichen Erträge als Umsatzerlöse auszuweisen gewesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Aufgrund der erstmaligen Anwendung der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) eingeführten HGB-Vorschriften sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Die mit den sonstigen betrieblichen Erträgen, welche in die Umsatzerlöse umgegliedert wurden, verbundenen Aufwendungen sind als Herstellungskosten auszuweisen. Für das Geschäftsjahr 2015 wären bei Anwendung der BilRUG-Umsatzerlösdefinition T€ 1.275 der sonstigen betrieblichen Aufwendungen anderen Kosten zuzuordnen gewesen.

Aus der Währungskursumrechnung ergeben sich Aufwendungen in Höhe von T€ 11 (Vorjahr T€ 1).

Zinsaufwand

Der Zinsaufwand enthält im Wesentlichen Zinsaufwendungen für verbundene Unternehmen (T€ 986; Vorjahr T€ 653).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 218.357,45 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen für die Jahre 2017 bis 2022 Leasingverpflichtungen aus laufenden Verträgen in Höhe von insgesamt T€ 485.

Aus verbindlichen Bestellungen bei Lieferanten resultieren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.775.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 24. Februar 2014 wurde durch Beitritt zu bestehenden Darlehensverträgen der Gesellschafterin eine Eventualverbindlichkeit der Prefere Resins Germany GmbH und weiterer Tochterunternehmen in Höhe von T€ 60.100 begründet. Die Haftung umfasst den Wert aller Forderungen und Bankguthaben, aller beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgüter sowie eine eingetragene Grundschuld in Höhe von T€ 20.000.

Eine Inanspruchnahme der Gesellschaft wird unter Berücksichtigung der Bonität der Begünstigten und der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Für den Ausbau des Gleisanschlusses an das Schienennetz der Bundesbahn wurden Bundeszuwendungen als Anteilsfinanzierung in Höhe von T€ 212 gewährt. Damit verbunden ist die Verpflichtung, die Transportmengen von Gütern über die Schiene entsprechend vorgegebenen Parametern zu erhöhen. Ab März 2018 hat jährlich der Nachweis für die Mengen der Schienentransporte zu erfolgen. Bis spätestens zum 31.03.2027 ist das Erreichen der geforderten Mengen für fünf einzelne Jahre zu belegen. Bei Nichterfüllung ist die Fördersumme anteilig oder vollständig zurückzuzahlen. Eine eventuelle Rückzahlung ist durch eine Bankbürgschaft in Höhe der erhaltenen Zuwendung zu Gunsten des Eisenbahn-Bundesamtes gesichert.

5. Nachtragsbericht

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ergeben.

6. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Anja Plugge, Berlin, Geschäftsführerin

Claudia Eigner, Krems, Geschäftsführerin

John Machin, Middleton Tyas (United Kingdom), Geschäftsführer (bis 01.03.2016)

Ingo Schubert, Löhne, Geschäftsführer (seit 01.03.2016)

Da lediglich ein Mitglied der Geschäftsführung Bezüge von der Prefere Resins Germany GmbH, Erkner erhält, wird auf eine Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 HGB gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2016 2015
Gewerbliche Arbeitnehmer 60 60
Angestellte 56 56
Auszubildende 3 3
  119 119

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Honorar des Abschlussprüfers

Gemäß § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB wird auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Prefere Resins Holding GmbH.

Konzernverhältnisse

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Prefere Resins Germany GmbH zum 31. Dezember 2016 nicht verpflichtet. Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Prefere Resins Holding GmbH, Erkner, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der Prefere Resins Holding GmbH, Erkner, wird nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

 

Erkner, den 10. Mai 2017

Anja Plugge, Geschäftsführerin

Claudia Eigner, Geschäftsführerin

Ingo Schubert, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.381.442,33 16.120,00 109.675,61 1.519,25 1.289.405,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.527.618,25 0,00 287.776,14 0,00 7.239.842,11
  8.909.060,58 16.120,00 397.451,75 1.519,25 8.529.248,08
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.356.866,09 70.577,73 129.726,78 11.385,71 13.309.102,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.286.964,24 2.996.788,19 211.643,75 12.417.792,27 39.489.900,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.857.037,29 224.854,85 845.036,14 56.182,20 8.293.038,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.529.548,43 130.541,20 0,00 -12.486.879,43 173.210,20
  59.030.416,05 3.422.761,97 1.186.406,67 -1.519,25 61.265.252,10
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 0,00 0,00 0,00 35.000,00
  67.974.476,63 3.438.881,97 1.583.858,42 0,00 69.829.500,18
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 657.686,05 197.859,93 109.675,61 745.870,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.527.618,25 0,00 287.776,14 7.239.842,11
  8.185.304,30 197.859,93 397.451,75 7.985.712,48
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.936.730,44 329.601,84 108.042,95 4.158.289,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.814.486,74 1.775.027,28 210.076,35 18.379.437,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.207.932,77 593.811,96 830.990,68 4.970.754,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  25.959.149,95 2.698.441,08 1.149.109,98 27.508.481,05
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  34.144.454,25 2.896.301,01 1.546.561,73 35.494.193,53
Buchwerte
31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 543.535,60 723.756,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
  543.535,60 723.756,28
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.150.813,42 9.420.135,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.110.463,28 7.472.477,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.322.284,15 3.649.104,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 173.210,20 12.529.548,43
  33.756.771,05 33.071.266,10
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 35.000,00 35.000,00
  34.335.306,65 33.830.022,38

Lagebericht 2016

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die Prefere Resins Germany GmbH, Erkner, ist ein Tochterunternehmen der Prefere Resins Holding GmbH, Erkner, und ist der zweitgrößte Fertigungsstandort in der Prefere Resins Gruppe.

Die Geschäftstätigkeit der Prefere Resins Germany GmbH umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Kunststofferzeugnissen und chemischen Grundstoffen aller Art, insbesondere von Phenolharzen, technischen Harzen und Pressmassen. Abnehmer sind im Wesentlichen die Bauindustrie, die Holz- und Möbelindustrie und in Teilen die Automobilindustrie.

Hauptabsatzmärkte unseres Unternehmens befinden sich vor allem in Deutschland, Mittel- und Osteuropa sowie in Asien.

2. Forschung und Entwicklung

Die Prefere Resins Germany GmbH gehört zu den drei Unternehmen der Prefere Resins Gruppe, die aktiv Forschung und Entwicklung betreiben. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist ausgerichtet auf die Anpassung von Produkten sowie auf Neuentwicklungen für den europäischen Markt. Dabei hat sich die Zusammenarbeit mit Kunden und die Bildung von interdisziplinären Teams aus Produktentwicklung, technischem Service und Produktion bewährt und führt zu effektiven, marktorientierten Ergebnissen. Durch die Arbeit im Verbund mit Instituten und Universitäten unterstützen wir den Wissenstransfer und profitieren davon.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat zum Jahresende ihren moderaten Wachstumskurs fortgesetzt. In den Industrieländern entsprach die Dynamik dem langfristigen Wachstumspotenzial. Demgegenüber hielt die wirtschaftliche Schwächephase in den Schwellenländern weiter an. Viele aufstrebende Länder haben mit strukturellen Problemen zu kämpfen. Die Unsicherheit blieb angesichts der politischen Entwicklungen hoch.

Die globale Industrieproduktion beschleunigte sich zum Jahresende 2016 leicht und legte um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Treiber waren vor allem die Industrieländer und China. Das Vorjahr konnte um 2,8 Prozent übertroffen werden. Im Gesamtjahr 2016 stieg die Industrieproduktion damit um 2,2 Prozent - genauso schnell wie ein Jahr zuvor. Die Verbesserung der Industriekonjunktur machte sich auch in der Chemiebranche durch einen leichten Nachfrageanstieg bemerkbar. Gegenüber dem Vorquartal nahm die globale Chemieproduktion um 1,3 Prozent zu. Das Vorjahr wurde um 3,5 Prozent übertroffen. Das Wachstum beruhte dabei insgesamt auf einem breiten Fundament, wobei die Dynamik in den Industrieländern höher ausfiel als in den Schwellenländern. 1

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum, das vor allem durch Steigerungen im privaten Konsum, durch staatliche Ausgaben für die Unterbringung von Hunderttausendenden Flüchtlingen sowie durch den anhaltenden Immobilien- und Bauboom getrieben war. Die deutsche Wirtschaft wuchs um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2

Die Chemische Industrie konnte an diesem Aufschwung nicht teilhaben. Die Produktion stieg weniger als erwartet und erreichte ein Wachstum von 0,5 Prozent. Der Umsatz ging wegen der erneut sinkenden Herstellerpreise zurück. Nach vier Jahren steigender Investitionen stagnierten diese Ausgaben. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Chemie- und Pharmaindustrie blieb im Vergleich zum Vorjahr dennoch stabil. 3

Auch für 2017 sieht der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) keine stärkere Dynamik für die Chemie-Produktion. Auf Grund des leicht ansteigenden Preisniveaus sollte der Umsatz jedoch wieder um 1 Prozent wachsen. 3

2. Geschäftsverlauf

Die Bewertung unseres Geschäftsverlaufes im Jahr 2016 fällt deutlich positiver aus als die Einschätzung des Verband der Chemischen Industrie für die deutsche Chemische Industrie. 3 Wir konnten die positive Entwicklung der Vorjahre weiter fortsetzen und erreichten gute Ergebnisse, die uns eine stabile Grundlage für den Verlauf unseres Geschäftes 2017 bieten. Die Fertigstellung unseres langfristigen Investitionsvorhabens zum Aufbau einer neuen Produktionsanlage für Formalin und die Inbetriebnahme der Anlage bildeten einen Schwerpunkt unserer Arbeit und trugen wesentlich zum Erfolg im Berichtsjahr bei.

Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Absatzmenge bei 58.735t lag, erzielten wir eine Steigerung um 22 Prozent auf 71.670t. Darin enthalten sind 7.214t Formalin, die in der neu errichteten Anlage produziert wurden. Die vollständige Inbetriebnahme erfolgte erst Ende Mai 2016, so dass die geplante Absatzmenge von 78.311t nicht erreicht werden konnte.

Die Phase der Inbetriebnahme der Formalinanlage erstreckte sich insgesamt über einen Zeitraum von ca. fünf Monaten und dauerte wesentlich länger als erwartet. Die Endreinigung zur Herstellung der Betriebsbereitschaft erforderte mehrfache Spülungen mit unterschiedlichen chemischen Substanzen, was zu einem zeitlichen Verzug führte. Des Weiteren ergab sich zusätzlicher Optimierungsbedarf bei der infrastrukturellen Einbindung der Anlage in das bestehende Medienkonzept sowie in die Produktionssteuerung und -überwachung. Die Anlage läuft seit Ende Mai stabil und das Produkt (Formalinlösung) wird erwartungsgemäß in den vorgebenden Spezifikationen hergestellt.

Die Erhöhung des Umsatzes aus dem Verkauf von Fertigwaren in Höhe von 59.912 T€ fiel im Vergleich zum Vorjahr mit 5 Prozent wesentlich geringer aus als der Zuwachs bei der Absatzmenge. Die wurde maßgeblich beeinflusst durch anhaltend niedrige Marktpreise sowie die verspätete Inbetriebnahme der Formalinanlage.

1 Konjunktur aktuell - Die wirtschaftliche Lage der globalen Chemie im 4. Quartal 2016, VCI
2 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung vom 12.01.2017, Deutsche Wirtschaft im Jahr 2016
3 Quelle: LAB online 08.12.2016 - Wirtschaftliche Kennzahlen der deutschen Chemieindustrie 2016

Als Ergebnis nach Steuern wird ein Gewinn in Höhe von T€ 218 ausgewiesen. Damit wurde eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (Verlust vor Verlustausgleich in Höhe von T€ 253) erzielt und unser Ziel, Gewinn zu erwirtschaften, erreicht.

Wie aufgrund des Fortschrittes der Errichtung der Formalinanlage zu erwarten, ging das Investitionsvolumen im Berichtsjahr auf T€ 3.439 zurück (Vorjahr T€ 12.777). Davon wurden für die Fertigstellung und die Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage für Formalin T€ 2.423 aufgewendet. Die Umsetzung eines neuen Kaltwasserkonzeptes zur Bereitstellung von Kühlwasser für die Reaktoren erforderte einen Investitionsaufwand von T€ 619. Für das Insourcing der Herstellung von Härtern für Phenolharze (zuvor Lohnherstellung) erfolgte die technische Anpassung eines Reaktors und eines Mischers an die neuen Herstellungsprozesse mit Aufwendungen in Höhe von T€ 88. Weitere Investitionen wurden für die Neuanschaffung von Equipment, Anlagen und Laborgeräte getätigt.

Die Planung für 2017 sieht Investitionen auf dem normalen Niveau in Höhe von T€ 1.744 vor.

3. Wirtschaftslage

Ertragslage

Der anhaltende Trend sinkender Marktpreise für chemische Produkte und die verspätete Inbetriebnahme der Formalinanlage bewirkten, dass die Umsatzerhöhung vor der Anpassung um BilRUG (5 Prozent) im Vergleich mit der Steigerung der Absatzmenge (22 Prozent) wesentlich geringer ausfiel. Der erzielte Umsatz aus dem Verkauf von Fertigwaren lag mit T€ 59.912 deutlich unter dem geplanten Budget. Des Weiteren führten die gesunkenen Rohstoffpreise, über Preisgleitklauseln zur Ermittlung der Verkaufspreise, ebenfalls zu gesunkenen Umsatzerlösen. Des Weiteren sind in den Umsatzerlösen T€ 1.548 aus der Erbringung von Dienstleistungen (Management Service, Verkaufsprovisionen und Vermietungserlösen) gemäß BilRUG enthalten. Diese wurden in den Vorjahren unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Herstellungskosten vor der Anpassung nach BilRUG betrugen T€ 51.020 und lagen 2 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert (T€ 50.095). Korrespondierend mit dem Anstieg der Absatzmenge und Umsatzerlöse ist dies im Wesentlichen trotz erhöhter Produktionsmenge auf den Rückgang der Rohstoffpreise zurückzuführen. Weiterhin trug der Einsatz von Formalin aus der eigenen Produktion als Material für die Harzherstellung zur Kostensenkung bei.

Um die erhöhten Personalkosten, welche aus der Inbetriebnahme der Formalinanlage, Gehaltsanpassungen sowie Schichtmodelumstellungen resultierten, zu kompensieren, als auch dauerhaft eine höhere Effizienz beim Einsatz von Personal und Rohstoffen zu erzielen, wurden die Produktionsplanung sowie die Herstellprozesse weiterhin optimiert. Maßnahmen zur Kostenreduzierung, wie die Verbesserung der Auslastung vorhandener Produktionskapazitäten, werden weiterhin konsequent umgesetzt. Des Weiteren sind in den Herstellungskosten Aufwendungen in Höhe von T€ 792 für Management Service Gebühren und internen Verkaufsprovisionen gemäß BilRUG enthalten.

Die Vertriebskosten sind aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG nicht direkt mit dem Vorjahreswert vergleichbar. Beeinflusst durch niedrige Dieselpreise fielen jedoch die Transportkosten und damit auch die Vertriebskosten vor BilRUG geringer aus als geplant.

Der signifikante Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten auf T€ 3.586 gegenüber Vorjahr (T€ 2.196) beruht im Wesentlichen auf dem geänderten Ausweis von Aufwendungen für Intercompany Dienstleistungen in Höhe von T€ 1.532, die in den Vorjahren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten waren. Dagegen erfolgten Kosteneinsparungen vor allem durch Reduzierung der Kosten für fremde Dienstleistungen, insbesondere im IT-Bereich erreicht. Die enge konzerninterne Zusammenarbeit und die zentrale Interessensvertretung der Prefere Resins Gruppe durch die Prefere Resins Holding GmbH schlagen sich in der Kosteneinsparung nieder.

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg im Berichtsjahr auf T€ 1.096 gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.039) aufgrund höherer Personalaufwendungen leicht an.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 84 (Vorjahr T€ 1.801) beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Sachbezügen. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG werden Erträge aus Vermietung und anderen Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 649 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (T€ 1.268).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 18 (Vorjahr T€ 1.386) sind aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG nicht mit dem Vorjahreswert vergleichbar. Der Ausweis von Aufwendungen für Intercompany Dienstleistungen in den allgemeinen Verwaltungskosten wirkt sich mit T€ 1.532 (T€ 1.275) entlastend aus.

Das Ergebnis aus dem operativen Geschäft (Ergebnis nach Steuern zzgl. Ertrag aus der Verlustübernahme zzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen abzgl. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge) beträgt im Berichtsjahr insgesamt T€ 1.213 (Vorjahr T€ 411) und spiegelt den guten Geschäftsverlauf wider. Demgegenüber konnte die Prognose des EBITDA (Ergebnis aus dem operativen Geschäft zzgl. Abschreibungen) nicht erreicht werden und liegt somit unter den Erwartungen.

Das Finanzergebnis beinhaltet Zinsen und ähnliche Aufwendungen von T€ 986 (Vorjahr T€ 653) aus Gesellschafterdarlehen und für die Nutzung des konzerninternen Cash-Pools.

Das Ergebnis nach Steuern (Vorjahr Ergebnis vor Verlustübernahme) hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 471 verbessert. Die Zielstellung, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften, wurde im Berichtsjahr mit einem Gewinn von T€ 218 erreicht. Alle Anstrengungen sind darauf gerichtet, die bereits erreichte gute Ausgangsposition zu nutzen, um im Jahr 2017 einen weiteren Ergebnisanstieg zu erwirtschaften. Dies soll im Wesentlichen durch die beschriebenen Effizienzprogramme als auch den ganzjährigen Betrieb der Formalinanlage erreicht werden.

Finanzlage

Die Veränderung des Finanzmittelfonds (T€ 4.680, Vorjahr T€ -6.633) resultiert im Wesentlichen aus der Entwicklung der Cashpool-verbindlichkeiten von T€ 9.000 im Vorjahr hin zu einem Guthaben von T€ 109 im Berichtsjahr.

Der operative Cashflow beträgt T€ 4.148 und liegt damit leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr T€ 4.036).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ -3.439, Vorjahr T€ -12.777) ergibt sich überwiegend aus Investitionen für die Errichtung der Formalin-Anlage und ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Fertigstellung der Anlage und ihrer Inbetriebnahme Ende Mai 2017 deutlich geringer.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (T€ 10.386, Vorjahr T€ -210) resultiert im Wesentlichen aus der Gewährung eines konzerninternen Darlehens von der Gesellschafterin, der Prefere Resins Holding GmbH, Erkner, zur Finanzierung von Investitionen. Gegenläufig wirkten sich Zinszahlungen aus.

Ziel unserer Finanzpolitik ist es unsere Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, als auch mit Finanzierungen verbundene Risiken zu minimieren und Kapitalkosten zu optimieren. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Finanzierung

Die Gesamtfinanzierung der Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr wurde gesichert durch einen halbjährlich zu prolongierenden Kreditvertrag mit der Muttergesellschaft, der Prefere Resins Holding GmbH, dessen Konditionen auf der Basis des 6-monatigen EURIBOR plus festgeschriebenen Zinsaufschlages vereinbart worden waren.

Der Umfang der Finanzierung deckte alle Mittel, die für den normalen Geschäftsbetrieb und die geplanten Investitionsmaßnahmen benötigt wurden. Für den Aufbau der neuen Produktionsanlage für Formalin erhielt die Gesellschaft Fördermittel in Höhe von T€ 332. Zur Finanzierung wurde zusätzlich ein konzerninterner Kredit von T€ 10.848 in Anspruch genommen. Das Guthaben im konzerninternen Cash-Pool beträgt zum Stichtag T€ 109.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen stellt mit einem Wert von T€ 34.335 (Vorjahr T€ 33.830), darunter T€ 173 für Anlagen im Bau, einen wesentlichen Aktivposten dar. Der Buchwert des Anlagevermögens hat sich insgesamt um T€ 505 erhöht. Den getätigten Investitionen in Höhe von T€ 3.439 stehen Anlagenabgänge und Abschreibungen von T€ 2.934 gegenüber.

Die Vorräte an Rohstoffen, Verpackungen und Fertigprodukten sind mit einem Gesamtwert in Höhe von T€ 3.990 (Vorjahr T€ 3.874) ausgewiesen. Die Erhöhung des Bestandes resultiert aus der Bevorratung von unseren Hauptrohstoffen (Methanol, Phenol) kurz vor Jahresende.

Den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 5.953 (Vorjahr T€ 5.778) stehen Verbindlichkeiten von T€ 30.516 (Vorjahr T€ 27.795) gegenüber. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten beruht im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme eines konzerninternen Kredites zur Finanzierung der Investition in die neue Produktionsanlage für Formalin.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 7.028 auf T€ 8.233 angestiegen. Ursächlich hierfür ist der Einkauf von Rohstoffen im Dezember 2016.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 31 Prozent. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (33 Prozent) ergibt sich aus dem erhöhten Kreditbedarf zur Finanzierung von Investitionsvorhaben.

Die Erhöhung der Bilanzsumme auf T€ 49.199 (Vorjahr T€ 46.288) resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der liquiden Mittel, dem Zugang von Anlagevermögen sowie dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus konzerninternen Krediten.

Gesamtaussage

Insgesamt hat sich die Ertragslage im Jahr 2016 aus den in Gang gesetzten Effizienzprogrammen sowie der Nutzung der errichteten Formalinanlage weiter verbessert. Das Ergebnis vor Steuern ist im Geschäftsjahr positiv ausgefallen und zeigt darüber hinaus weitere positive Tendenzen für die Zukunft.

Die Vermögenslage zeigte dagegen keine wesentliche Entwicklung. Der Erhöhung des Anlagevermögens durch umfangreiche Investitionen stand die Erhöhung der Kreditaufnahme zur Finanzierung dieser Vorhaben gegenüber. Das Net Working Capital ist zwar ebenfalls weiterhin negativ, fällt jedoch, im Vergleich zum Vorjahr, deutlich besser aus.

Die positiven Effekte auf die Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft aus den umfangreichen Investitionen der vergangenen beiden Geschäftsjahre werden im Jahr 2017 voll wirksam.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den für die Unternehmenssteuerung wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren gehören neben den in der Darstellung zur Vermögens- Finanz- und Ertragslage erläuterten Kennzahlen die Umsatzerlöse und das EBITDA. Weiterhin wird das fakturierte Volumen in Tonnen zur Steuerung eingesetzt.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind entscheidend, um die definierten Ziele der Strategie zu erreichen. Wir wollen junge Talente für unser Unternehmen gewinnen, halten und weiterentwickeln. Hierzu schaffen wir eine angemessene Arbeitsumgebung, die inspiriert und motiviert. Weiterbildung und auch interne Aufstiegsmöglichkeiten vervollständigen unser Angebot. Basis hierfür ist eine offene Führungskultur beruhend auf Respekt und Vertrauen. Mit variablen Entgeltbestandteilen und Bonuszahlungen beteiligen wir unsere Mitarbeiter am Unternehmenserfolg und entlohnen persönliche Leistungen.

Des Weiteren stellen wir uns auf den demographischen Wandel in unserem Unternehmen ein, der mit einem verstärkten Ausscheiden langjähriger, erfahrener und hochmotivierter Mitarbeiter einhergeht. Wir stellen junge Mitarbeiter ein, die eine fachspezifische Ausbildung (Chemikanten, Laboranten etc.) absolviert haben.

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten ist wie geplant im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. An der Berufsausbildung wurde weiterhin festgehalten. Zur Belegschaft gehörten per 31. Dezember 2016 drei Auszubildende.

Umweltschutz und Sicherheit

Als nachhaltiges Unternehmen setzten wir uns für Energieeffizienz und den globalen Klimaschutz ein. Wir messen bzw. reduzieren die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette und setzten dafür effiziente Technologien für die Erzeugung von Strom und Dampf ein. Energieeffiziente Produktionsprozesse und ein umfassendes Energiemanagement (EMAS Zertifizierung) sind eingeführt und werden kontinuierlich optimiert. Der Umweltschutz wird in unserem normalen Geschäftsbetrieb berücksichtigt und findet auch Eingang in Entscheidungen zur künftigen Entwicklung wie bei der Umsetzung von Investitionsvorhaben.

Hinsichtlich der Entwicklung im Arbeits- und Gesundheitsschutz können wir auf eine positive Kontinuität verweisen. Die Arbeitsunfälle bewegen sich seit Jahren auf niedrigem Niveau. Die Durchführung von präventiven Maßnahmen hat sich bewährt und wird weitergeführt.

Als Hersteller in der Chemischen Industrie gelten für alle Mitarbeiter strikte Regeln für Transport und Lagerung von Chemikalien sowie beim Umgang mit diesen Stoffen. Diese Vorschriften gelten vom Wareneingang der Rohstoffe über innerbetriebliche Bewegungen und die Bearbeitung bis hin zur Auslieferung von Fertigwaren und für das Sammeln und Abtransportieren von Abfällen. Das Bewusstsein der Mitarbeiter für die besonderen Sicherheitsanforderungen an die Arbeit in einem Chemiebetrieb wird ständig entwickelt und aufrechterhalten.

5. Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft verfolgt das Risikomanagementziel, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Risiken werden nur eingegangen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht.

Risiken

Wesentliche Risiken ergeben sich aus der Entwicklung der Gesamtkonjunktur. Preisschwankungsrisiken beim Einkauf von Rohstoffen werden für den größten Teil der Lieferungen über Formelpreise abgemildert, die für einen definierten Zeitraum die kalkulierten Margen sichern. Die anhaltend diskontinuierliche Preisentwicklung unserer Hauptrohstoffe sowie der Wettbewerbsdruck vor allem aus Osteuropa stellt für alle Bereiche unseres Unternehmens eine besondere Herausforderung dar.

Dem Risiko, auf Grund der hohen Komplexität der Produkte ineffiziente und damit nicht marktgerechte Produktionskosten auszulösen, begegnen wir durch die Reduzierung von bezahlter Mehrarbeit. Um dabei trotzdem flexibel und zeitnah reagieren zu können, wurde die interne Organisation angepasst. Neueinstellungen erfolgten mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der Bereiche in diesem Sinne zu verbessern (Querqualifikation).

Das Risiko ungeplanter Anlagenabschaltungen versuchen wir durch die Einhaltung hoher technischer Standards, regelmäßige Wartungen und eine kontinuierliche Optimierung unserer Anlagen zu vermeiden.

Beschaffungsrisiken mindern wir durch ein breites Portfolio, weltweite Einkaufsaktivitäten sowie durch Kauf zusätzlicher Rohstoffe auf den Spotmärkten. Wir vermeiden es, soweit möglich, Rohstoffe von einem einzigen Lieferanten zu beziehen. Sofern dies nicht möglich ist, versuchen wir, Wettbewerb zu schaffen oder gehen diese Beziehung bewusst ein und bewerten die Auswirkung möglicher Ausfälle. Wir beobachten kontinuierlich die Bonität wichtiger Geschäftspartner - Kunden wie Lieferanten.

Risiken bestehen im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten und -informationen sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen. Hinsichtlich der IT-Sicherheit besteht aufgrund der rasant fortschreitenden technischen Entwicklung ein Restrisiko, das nicht vollständig zu beherrschen ist.

Gegen das Forderungsausfallrisiko besteht die Versicherung unverändert weiter und trägt 90 Prozent des Forderungsverlustes für angemeldete zweifelhafte Forderungen bei Insolvenzen.

Bestandsgefährdende Risiken aus vergangenen oder zukünftigen Entwicklungen sind nach gegenwärtigem Erkenntnisstand aber nicht erkennbar.

Chancen

Die eigene Herstellung von Formaldehyd als Ausgangsstoff für einen wesentlichen Teil der produzierten Fertigerzeugnisse ermöglicht uns die Unabhängigkeit von Zulieferern und den direkten Einfluss auf einen Teil unserer Materialeinsatzkosten. Daraus resultiert mehr Flexibilität bei der Vereinbarung von Verkaufspreisen im Massengeschäft.

Durch die Arbeit im kontinuierlichen Mehrschichtbetrieb sind wir in der Lage, unsere Kapazitäten zu erweitern und flexibel auf die ständig ansteigenden Anforderungen des Marktes zu reagieren.

Regulatorische Entscheidungen bieten auch Chancen, die wir nutzen wollen: Durch den in Deutschland beschlossenen Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie, eine weltweite Förderung des Ausbaus der regenerativen Energien sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz rechnen wir mit einer höheren Nachfrage nach unseren Produkten. Unsere Fertigprodukte finden unter anderem Verwendung bei der energieeffizienten Sanierung von Wohn- und Bürogebäuden.

6. Prognose

Für 2017 erwarten wir weiterhin fordernde Rahmenbedingungen. Das Wachstum der Wirtschaft sehen wir auf dem gleichen Niveau wir in letzten Jahr.

Die geplante Absatzmenge für 2017 beträgt 77.044t. Die zu erwartende relative Stabilisierung der Preise schlägt sich im geplanten Umsatz aus dem Verkauf von Fertigwaren in Höhe von T€ 62.835 nieder. Sollte es zu einem sehr deutlichen Nachfragerückgang kommen, könnte dieses signifikante Margeneinbußen und einen eventuellen Abschreibungsbedarf auf Lagerbestände zur Folge haben.

Die Hauptaufgabe für das folgende Jahr ist die weitere Optimierung der Prozesse, insbesondere bei den bereichsübergreifenden Abläufen, um die Einführung von neuen Produkten und die Qualität der Produkte weiter zu verbessern, als auch Produkttransfers zu standardisieren. Investitionen sind in Höhe von T€ 1.744 vorgesehen.

Um diese Zielstellungen zu erreichen, werden bereits begonnene Aktivitäten kontinuierlich fortgeführt. Dazu gehören die Straffung der internen Organisation und die verstärkte Zusammenarbeit der Bereiche, um Informationsverluste zu vermeiden und fundierte Grundlagen für Managemententscheidungen liefern zu können.

Unter Berücksichtigung einer prognostizierten weiteren Preissteigerung für Rohstoffe und Fertigprodukte am Markt und wachsenden Absatzmengen, insbesondere bei Formalin, erwarten wir für 2017 eine weitere Steigerung des Jahresüberschusses. Für 2017 wird ein positives Ergebnis vor Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages über T€ 1.000 erwartet. Für das EBITDA wird eine leichte Steigerung gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr erwartet. Die Erfüllung der geplanten Absatzmenge wird deutlich über dem im Berichtsjahr erreichten Volumen liegen. Eine Veränderung des Produktportfolios mit wachsendem Anteil von Produkten mit höherer Marge wird angestrebt. Sollte allerdings die geplante Volumenausweitung nicht erreicht werden, wird sich das Ergebnis vor Steuern wieder im Bereich von 2016 befinden.

Diese positive Entwicklung geht jedoch mit erhöhtem Verschleiß der Produktionskapazitäten einher. Daher sind unabdingbar an technischen Anlagen zur Energie- und Rohstoffversorgung kontinuierliche Investitionen als Ersatz und zur Modernisierung genutzter Technik vorzunehmen.

Weiterhin wird erwartet, dass sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf dem Niveau des abgeschlossenen Geschäftsjahres bewegt.

Mit dem eingeschätzten positiven Trend wird für die kommenden beiden Geschäftsjahre ein positives Jahresergebnis deutlich über dem Niveau des Jahres 2016 erwartet.

 

Erkner, den 10. Mai 2017

Anja Plugge, Geschäftsführerin

Claudia Eigner, Geschäftsführerin

Ingo Schubert, Geschäftsführer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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