Sudarshan Europe Management GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Hubertus Dr. Schulze Pellengahr seit 30.6.2021 | Geschäftsführer |
Matthias Metz seit 23.12.2020 | Prokura |
Martin Schmitz seit 27.4.2018 | Prokura |
Holger Dr. Schödel seit 14.12.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
International Chemical Investors XIII S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Corden BioChem GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. WirtschaftsberichtDie Corden BioChem GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (im Folgenden kurz: "CBC") ist eine rechtlich selbständige Gesellschaft innerhalb der International Chemical Investors Group ("ICIG"). Seit dem 1. Januar 2023 agiert die CBC für die Corden BioChem International GmbH (CBI) als Lohnhersteller und rechnet die bei ihr angefallen Aufwendungen zuzüglich einer Marge gegenüber der CBI ab. Der Geschäftsbereich der CBI ist die branchenübergreifende Auftragsfertigung von Fermentationsprodukten und Enzymen. Der relevante Custom Manufacturing und Tolling Markt (CMT-Markt) der CBI ist der Markt für Fermentationschemikalien, biotechnologische Produkte und industrielle Enzyme im Bereich Nahrungs- und Futtermittelindustrie sowie der chemischen Industrie. Die CBC betreibt im Rahmen ihres Lohnherstellungsvertrages mit der CBI Fermentationsanlagen sowie eine mikrobiologische und chemisch-physikalische Qualitätsorganisation am Standort Frankfurt im Industriepark Höchst für die branchenübergreifende Auftragsfertigung von Fermentationsprodukten. Darüber hinaus ist die CBC Betreiber von Aufarbeitungsanlagen der CBI und führt im Auftrag von CBI dort die Aufarbeitung der in CBC hergestellten Fermentationsprodukten durch. Die Dienstleistungen im Bereich IT und Buchführung werden durch das Business Service Center der ICI-Gruppe mit Sitz in Wuppertal erbracht. Geschäftsentwicklung Die Geschäftsentwicklung der CBC ist durch ihre Funktion als Lohnhersteller für die CBI bestimmt und mittelbar durch deren Geschäftsentwicklung geprägt. Durch den Abschluss neuer Kundenverträge seitens der CBI konnten kommerzielle Produktionskampagnen durchgeführt werden. Die Folgen aus dem Krieg in der Ukraine und deren Auswirkungen auf die Energie- und Beschaffungsmärkte führten auch in 2023 zu erhöhten Herstellungskosten, die an die CBI gemäß Lohnherstellungsvertrag weitergegeben werden konnten. Produktionsauslastung und Lagerbestandsentwicklung Im Verlauf des Berichtszeitraumes konnten in allen Produktionsbereichen kommerzielle Produktionskampagnen durchgeführt werden. Die Produktionsauslastung stieg im Bereich Fermentation und der Aufarbeitung im Vergleich zum Jahr 2022 durch neu abgeschlossene Kundenverträge mit Neu- und Bestandskunden. Der Lagerbestand reduzierte sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 3,8 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro. Die Reduzierung ist auf hohe Verkäufe von Fertigerzeugnissen zum Jahresende 2023 an die CBI zurückzuführen. Im Bereich der Rohstoffe erfolgte eine leichte Reduzierung des Lagerbestandes um 0,2 Mio. Euro. Der Anteil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe am gesamten Lagerbestand beträgt dadurch 60% und ist durch die laufende Produktion begründet. Forschung und Entwicklung Es werden keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch die CBC betrieben. Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit Die CBC ist im Bereich Arbeitssicherheit nach ISO 45001 (Arbeits- und Gesundheitsschutz) zertifiziert. Es findet eine aktive Zusammenarbeit und Abstimmung mit den jeweiligen Behörden statt. Neben den sich daraus ergebenen Anforderungen besteht für die CBC die Verpflichtung der Inanspruchnahme der standortspezifischen Sicherheitsinfrastruktur im Industriepark Höchst (Alarm- und Gefahrenabwehrorganisation, Werksfeuerwehr, Werkssicherheit, etc.). Die CBC hat ihre Aufbau- und Ablauforganisation nach § 52a BImSchG den Behörden gemeldet und sich auch einem freiwilligen Sonderprogramm für die Anlagensicherheit unterworfen. In diesem Rahmen finden regelmäßige behördliche Überprüfungen statt. Der sichere Anlagenbetrieb zählt zu der obersten Priorität der CBC. Permanente Verbesserungen sind Gegenstand von separaten Zielsetzungen und im direkten Verantwortungsbereich der Geschäftsleitung. Energiemanagement Die CBC ist ein stromintensives Unternehmen. Dies ist vor allem auf den Produktionsbereich der Fermentation mit großdimensionierten Rührwerken und entsprechenden Antrieben zurückzuführen. Daher liegt aus Kostensicht sowie aus Umweltschutzgesichtspunkten ein hohes Interesse an Energieeffizienzsteigerungen. In diesem Zusammenhang ist die CBC zertifiziert nach ISO 50001 (Energiemanagement), wonach auch in 2023 ein Rezertifizierungsaudit erfolgreich durchgeführt wurde. Eine kontinuierliche Überwachung der Energieverbräuche sowie Energieeinsparungsmaßnahmen bilden eine Grundlage für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten nutzt die CBC im finanzbezogenen Bereich neben EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) seit dem Geschäftsjahr 2023 den prozentualen Anteil von Materialaufwand, Personalaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Umsatz als wesentliche Steuerungsgröße. Im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 lag das EBITDA bei 1,5 Mio. Euro (1. Januar bis 31. Dezember 2022: -3,0 Mio. Euro). Es ist damit eine deutliche Verbesserung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr eingetreten, da die angefallenen Aufwendungen zuzüglich einer Marge gemäß Lohnherstellungsvertrag an die CBI weitergegeben werden konnten. Unsere Prognose im Vorjahreslagebericht mit rund 2,0 Mio. Euro ist infolge teilweise gegenüber Planrechnung reduzierter Auftragsvolumina nicht vollständig eingetreten. Im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum der prozentuale Anteil am Umsatz vom Materialaufwand von 68% auf 42%, vom Personalaufwand von 25% auf 21% und von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 28% auf 22%. Infolge der geänderten Geschäftstätigkeit (Lohnhersteller) sind die Quoten des Geschäftsjahres 2023 mit denen des Vorjahres nur bedingt vergleichbar. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 31,1 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 35,3 Mio. Euro). Darin enthalten ist zum 31. Dezember 2023 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 20,0 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 20,2 Mio. Euro). Die Reduzierung resultiert aus dem im Betrachtungszeitraum 2023 erzielten Jahresüberschuss. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 2 Prozent von 5,1 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro erhöht. Die Erhöhung resultiert aus laufenden Investitionen, denen planmäßige Abschreibungen von 0,7 Mio. Euro gegenüberstehen. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass Im Rahmen der Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit der CBI Anlagevermögen im Buchwert von 0,7 Mio. Euro an die CBI veräußert wurde. Es wurde aus dem Anlagenverkauf ein Buchgewinn von 0,2 Mio. Euro erzielt. Die Vorräte haben sich von 5,0 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro reduziert. Die Reduzierungen sind insbesondere auf Verkäufe von Fertigerzeugnissen zum Jahresende 2023 an die CBI zurückzuführen. Auch der Bestand an unfertigen Erzeugnissen ist durch Optimierungen im Produktionsprozess im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres vermindert. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich von 3,3 Mio. Euro auf 0,0 Mio. Euro. Mit Beginn der Geschäftstätigkeit der CBI erfolgt die Faktura an Endkunden durch die CBI. Demgegenüber stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, namentlich gegen die CBI, von 0,0 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro. Dies ist bedingt durch die Abrechnung der im Rahmen der Lohnfertigung angefallenen Aufwendungen an die CBI. Die generelle Steigerung (Summe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen) ist auf die unterschiedliche Produktions- und Auftragslage im letzten Quartal der jeweiligen Geschäftsjahre zurückzuführen. Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände ergab sich ein Rückgang in Höhe von 0,7 Mio. Euro gegenüber dem 31. Dezember 2022. Die Verminderung ist auf niedrigere Umsatzsteuerforderungen sowie niedrigere debitorische Kreditoren zurückzuführen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind im Vergleich zum Bilanzstichtag der Vorperiode von 0,6 auf 0,1 Mio. Euro gesunken. Finanzinstrumente werden seitens der Gesellschaft nicht eingesetzt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 20,0 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 20,2 Mio. Euro). Die Veränderung resultiert aus dem im Geschäftsjahr 2023 erzielten Jahresüberschuss von 0,2 Mio. Euro. Das Eigenkapital beträgt infolge des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages 0 Euro (31. Dezember 2022: 0 Euro). Auf der Passivseite der Bilanz sind die sonstigen Rückstellungen mit 16,2 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 16,3 Mio. Euro) ausgewiesen. Diese beinhalten mit 15,1 Mio. Euro (Vorjahr 15,0 Mio. Euro) im Wesentlichen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten betragen zum 31. Dezember 2023 15,0 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 19,0 Mio. Euro). Die Reduzierungen der Verbindlichkeiten resultiert aus der Rückführung von erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und reduzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen infolge der zusätzlichen Inanspruchnahme von Gesellschafterdarlehen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten durch Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer. Die Umsatzerlöse in Höhe von 32,9 Mio. Euro (1. Januar bis 31. Dezember 2022: 29,0 Mio. Euro) wurden durch die Lohnfertigung mit der CBI erzielt. Im Vorjahr resultierten die Umsatzerlöse aus der Abrechnung der erbrachten Leistungen mit den Endkunden. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 0,3 Mio. Euro (1. Januar bis 31. Dezember 2022: 2,1 Mio. Euro) resultieren im Berichtszeitraum im Wesentlichen aus Erträgen aus Anlagenverkäufen und Rückstellungsauflösungen. Die Materialaufwendungen sind gegenüber der Vergleichsperiode von 19,6 Mio. Euro auf 13,9 Mio. Euro gesunken. Die Entwicklung ist wesentlich durch die gesunkenen Energiepreise in 2023 bestimmt. Bei den Personalaufwendungen ist ein Rückgang von 0,3 Mio. Euro infolge einer niedrigeren Anzahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für die standortspezifische (Sicherheits-)Infrastruktur im Industriepark Höchst, Beratungs- und Mietaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten die Zinsen aus den gruppenintern ausgereichten Darlehen. Letztendlich ergibt sich für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ein Jahresüberschuss von 0,2 Mio. Euro (1. Januar bis 31. Dezember 2022: Jahresfehlbetrag von 4,3 Mio. Euro). Personalentwicklung Zum 31. Dezember 2023 waren 94 Mitarbeiter bei der CBC beschäftigt (95 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2022). Vergütungssystem Die Gesellschaft ist Mitglied im Arbeitgeberverband der chemischen Industrie und damit eingebunden in das Tarifwerk der chemischen Industrie mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Für die Vergütung der tariflichen Mitarbeiter besteht ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag mit der IG BCE, in dem Regelungen zur Arbeitszeit, Jahresleistung und Vergütung vereinbart wurden. Für die außertariflichen Mitarbeiter (AT) werden individuelle Vereinbarungen getroffen. 2. Chancen- und RisikoberichtChancenbericht Unter Chancen werden künftige Entwicklungen verstanden, die zu einer positiven Abweichung von den Planwerten im Folgejahr führen können. Die Chancen der CBC als Lohnhersteller für die CBI liegen im Bereich der Absatzmärkte der CBI und hauptsächlich in der Nachfrage von Kunden der Nahrungs- und Futtermittelindustrie aus Nordamerika und Europa. In diesen Segmenten wurden weitere Kunden durch die CBI identifiziert und Projekte und Pilotversuche initiiert. Der Trend nach innovativen Produkten ("bewusste Ernährung") im Nahrungsmittelbereich (z.B. Nahrungsergänzungsmittel) hält weiterhin an. Es werden Wachstumspotentiale in den für die CBI relevanten Märkten speziell im Bereich der Fermentation und Aufarbeitung von Produkten im Lebensmittelsektor gesehen. Das Engagement und Know-How unserer Mitarbeiter unterstützt durch unsere technischen Ausstattungen haben zu weiteren erfolgreich umgesetzten Kampagnen im Rahmen von Produkteinführungen durch die CBI geführt. Ziel für die nächsten Jahre ist es, durch die vorhandenen Marktpotentiale der CBI und die daraus resultierende Lohnfertigung der CBC für die CBI, die vorhandene Produktionskapazität hoch auszulasten. Wir gehen von einer weiteren Steigerung unserer Produktionsvolumina aus. Die anfallenden Produktionskosten werden zuzüglich einer Marge an die CBI weiterbelastet. Gesamtbild zur Chancenlage Insgesamt zeigt sich der Markt für biotechnologische Erzeugnisse auch in der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage in Europa als vergleichsweise stabil. Durch eine weitere Erhöhung der Reputation der Corden BioChem - Gesellschaften im CMO-Markt ergeben sich weitere Perspektiven für Neuakquisitionen sowie Folgeaufträge unserer Bestandskunden. Risikobericht Unter Risiken werden künftige Entwicklungen verstanden, die zu einer negativen Abweichung von den Planwerten im Folgejahr führen können. Geschäftsrisiken Die Geschäftsrisiken der CBC bestehen als Lohnfertiger für die CBI mittelbar in der Abhängigkeit von der Marktentwicklung und den Marktbedingungen im In- und Ausland. Diese wiederum werden maßgeblich von den konjunkturellen Entwicklungen und politischen Entscheidungen in den Ländern geprägt. Es bestehen wesentliche Unsicherheiten bezüglich der Höhe der Auftragseingänge bei der CBI resultierend aus der Volatilität in den Absatzmärkten der CBI (hohes Risiko). Die hohe Volatilität der Energiemärkte wird für die CBC ebenso mittelbar als risikobehaftet eingestuft (seit Geschäftsjahr 2023 geringes Risko wegen Weiterbelastung). Entwicklungen hierzu sind schwer prognostizierbar und maßgeblich abhängig von geopolitischen Ereignissen, allgemeinen konjunkturellen Entwicklungen sowie Gegenmaßnahmen der europäischen Länder auf politischer Ebene. Weitere Risiken liegen in den allgemein steigenden Kosten von bezogenen Serviceleistungen, insbesondere im Bereich Infrastruktur. Unmittelbar ist die CBC in der Lage Mehraufwendungen gemäß Lohnherstellungsvertrag an die CBI weiterzugeben. Produktionsrisiken Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und internen Standards für technische Installationen mit potenziellen Staub- oder Lösungsmittel-Explosionsgefahren sichert die gemeinsame Legal Compliance der CBC und CBI und vermeidet Sach- und Personenschäden (geringes Risko). In der Situation des weiteren Geschäftsausbaus und der damit einhergehenden Erstproduktionen und Technologietransfers bestehen immer technologisch oder prozessbedingte Produktionsrisiken. Zudem ist ein Risiko der Qualitätsproblematik im Produktbereich grundsätzlich immer gegeben, kann allerdings durch den innerhalb der CBC verfügbaren Erfahrungsschatzes und des Knowhows in Grenzen gehalten werden (geringes Risiko). Finanzrisiken Die Gesellschaft betreibt eine rollierende Liquiditätsplanung. Dadurch ist jederzeitig die Liquiditätssituation der Gesellschaft in Verbindung mit der Liquiditätsplanung transparent. Die CBC finanziert sich ab 2023 aus den gegenüber der CBI abrechnungsfähigen Aufwendungen zuzüglich einer Marge, die im Rahmen der Lohnfertigung für die CBI angefallen sind. Die Überwachung der Wirtschaftlichkeit erfolgt über ein gruppeninternes Berichtswesen. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren und weitere Kennzahlen werden monatlich zusammengestellt und den Plan- und Prognosewerten gegenübergestellt. Über mittelfristige Jahresplanungen und hieraus abgeleiteten Budgetplanungen wird die Unternehmensentwicklung kontinuierlich zwischen dem Gesellschafter und der Geschäftsführung besprochen und abgestimmt. Im Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 war die Liquidität gesichert. Unterstützung durch die Gesellschafterin und Gesellschafterdarlehen Eine Konzernobergesellschaft hat u.a. durch die Unterzeichnung eines Vertrages am 23. Juli 2024 zum Erwerb einer Fertigungsstätte in Podari, Rumänien, unter Beweis gestellt, dass sie das Geschäftsmodell der Corden BioChem-Gesellschaften langfristig weiterentwickeln wird und signifikante Kapazitätserweiterungen anstrebt. Zum 31. Dezember 2023 bestehen zwei voll in Anspruch genommene Gesellschafterdarlehen i.H.v. 10,2 Mio. Euro (Stand 31. Dezember 2023: automatische Verlängerung um jeweils ein Kalenderjahr mit dreimonatiger Kündigungsfrist vor Ablauf) und EUR 0,6 Mio Euro (mit fixer Laufzeit), somit insgesamt von 10,8 Mio. Euro., welche die Unterstützung der Gesellschafterin zum Ausdruck bringt. In 2024 wurde 0,6 Mio. Euro an Darlehen an die Gesellschafterin zurückgezahlt. Darüber hinaus wurde in 2024 die Laufzeit aller Darlehensverträge bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Die dargestellten Darlehensverträge besitzen jeweils eine fixe Laufzeit. Gemäß der verabschiedeten Unternehmensplanung ist die Gesellschaft im Stande, ihren finanziellen Verpflichtungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Prognosezeitraum nachzukommen. Sollte es wider Erwarten zu negativen Abweichungen von den in der Unternehmensplanung getroffenen Annahmen kommen (u.a. Umsatzabweichungen, Kostenabweichungen, Abweichungen von den angenommenen Zeiten bestimmter Auftragseingänge) könnte dieser Finanzierungsspielraum evtl. nicht ausreichend sein. Würde die Gesellschafterin in einem solchen Falle und entgegen der Praxis aus der Vergangenheit ihre Unterstützung gegenüber der Corden BioChem GmbH nicht erhöhen, ist von einem bestandsgefährdenden Risiko auszugehen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist daher von der Realisierung der in der Unternehmensplanung zugrunde gelegten Annahmen bzw. von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig. Vor diesem Hintergrund besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die Gesellschaft daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Gesamtbild zur Risikolage Wir haben unsere Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken überprüft, insbesondere vor dem Hintergrund des ab 2023 gültigen Lohnherstellungsvertrages mit der CBI. Wir haben dabei festgestellt, dass diese zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken geeignet sind, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Im Rahmen der Gesamtbetrachtung der Risikolage der CBC haben wir vor dem Hintergrund der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft Maßnahmen ergriffen, um die finanzielle Stabilität und Fortführungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Als Lohnhersteller für die CBI ist unsere Kostendeckung sichergestellt. Darüber hinaus haben wir einen detaillierten Plan, um die Kostenstruktur und Effizienz des Unternehmens in allen Bereichen zu verbessern, um wettbewerbsfähig produzieren zu können. Es bestehen jedoch wesentliche Unsicherheiten bezüglich Auftragseingänge resultierend aus der Volatilität der für die Corden BioChem Gruppe relevanten Industriesegmente. Durch bestehende Kredite stehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, um den erwarteten Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Unter anderem durch die Unterzeichnung eines Vertrages zum Erwerb einer Fertigungsstätte in Podari, Rumänien, haben wir als Corden BioChem - Gruppe erste strategische Maßnahmen identifiziert und gestartet, um das Serviceangebot für unsere Kunden zu verbreitern und dadurch die Kapazität und Kompetenz der Corden BioChem - Gruppe gewinnbringender auslasten zu können. Wir sind überzeugt die finanzielle Stabilität und Fortführungsfähigkeit des Unternehmens weiterhin sicherzustellen und die noch vorhandene bilanzielle Überschuldung in den nächsten Jahren Schritt für Schritt abbauen zu können. 3. PrognoseberichtSeit 1. Januar 2023 tritt die CBC als Lohnhersteller für die CBI auf. Die Abrechnungsmodalitäten sind im Lohnherstellungsvertrag geregelt. Für das Jahr 2024 und weiterhin gehen wir von einer positiven Entwicklung beim Auf- und Ausbau des Bestands- und Neugeschäftes durch die CBI aus. Wir erwarten dadurch eine hohe Produktionsauslastung. Die CBC fokussiert sich dabei auf eine optimierte Auslastung der bestehenden Produktionskapazität sowie der Optimierung der Kostenstruktur. Für das Geschäftsjahr 2024 und auch für die Folgejahre erwarten wir als Konsequenz der Verrechnungsmodalitäten des Lohnherstellungsvertrages mit der CBI ein positives EBITDA von 1,9 Mio. Euro. Hinsichtlich der prozentualen Anteile von Materialaufwand, Personalaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Umsatz erwarten wir Rückgänge im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Gesellschaft wird auf Basis der erwarteten Geschäftsentwicklung jederzeit in der Lage sein ihren Zahlungsverpflichtungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachkommen zu können.
Frankfurt am Main, den 20. Dezember 2024 Corden BioChem GmbH Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Corden BioChem GmbH, nachfolgend "CBC", hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Das Unternehmen ist im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Registernummer HRB 46875 eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) auf Basis einer Liquiditätsplanung. Im Hinblick auf wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird auf Abschnitt V. 7. verwiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die CBC ist unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB. Von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB (Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geographisch bestimmten Märkten) sowie § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB (Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars) wurde zulässigerweise Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gesellschaft wendet die für Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB an. Für die Aufstellung der einzelnen Posten des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Aktivposten Die ausschließlich entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihren voraussichtlichen Nutzungsdauern entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzelnen Anschaffungsnebenkosten und die eventuellen nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die erworbenen EDV-Programme werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Berichtszeitraum nicht vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 HGB i.V.m. § 255 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzelnen Anschaffungsnebenkosten und die eventuellen nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden für Gebäude 25 Jahre, für Büroeinbauten 10 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 Jahre sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 Jahre unterstellt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Berichtszeitraum nicht vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich wie folgt verfahren: Soweit diese - ohne Umsatzsteuer - den Wert von € 800 nicht überschreiten, werden sie im Jahr des Zugangs komplett abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens sind sie in der Zu- und Abgangsspalte bei den Anschaffungskosten respektive Abschreibungen enthalten. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag ermittelt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Anschaffungskosten (bei Fremdbezug) bzw. zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten die oben beschriebenen aktivierungspflichtigen Bestandteile im Sinne von § 255 Absatz 2 HGB. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die oben beschriebenen aktivierungspflichtigen Bestandteile im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB. Dem Niederstwertprinzip wird durch die Berücksichtigung der realisierbaren Preise am Bilanzstichtag Rechnung getragen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Risikobehafteten Positionen wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. 2. Passivposten Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennbetrag bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 3. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung erfasst. Die unterjährige Einbuchung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres nicht vorhanden. 4. Latente Steuern Latente Steuern werden für steuerliche Verlustvorträge sowie für zeitliche und quasi-permanente Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten ermittelt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche insgesamt zu latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden bei der Abzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen sowie unterschiedlichen Nutzungsdauern für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden angesetzt, sofern mit einem Verbrauch in den folgenden fünf Jahren gerechnet wird. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von 31,925%. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des am 31. Dezember 2023 nach Saldierung gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bestehenden aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen wird wie zum Bilanzstichtag der Vorperiode kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zu Bilanzposten1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.199 (per 31. Dezember 2022: T€ 3) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 T€ 364 (per 31. Dezember 2022: T€ 1.060) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen an Lieferanten (T€ 239; per 31. Dezember 2022: T€ 661), Kautionen (T€ 67, per 31. Dezember 2022: T€ 67) und Forderungen gegen Sozialversicherungsträger (T€ 41, per 31. Dezember 2022: T€ 3). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, bis auf die Kautionen, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel (ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennwert angesetzt. 4. Eigenkapital Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der CBC beläuft sich zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr auf T€ 2.557 und wird unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres zu 100% von der International Chemical Investors XIII S.A., Luxemburg, gehalten. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt die Kapitalrücklage unverändert zum Vorjahr T€ 5.113. Sowohl das Stammkapital als auch die Kapitalrücklage sind durch den Verlustvortrag zuzüglich des im Berichtszeitraum eingetretenen Jahresüberschusses vollständig aufgezehrt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt T€ 19.999 (31. Dezember 2022: T€ 20.234). Per 31. Dezember 2023 ist ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen von T€ 7.500 ausgereicht, das vollständig in Anspruch genommen ist. Im September 2022 wurde ein weiteres Darlehen in Höhe von T€ 2.500 durch die Gesellschafterin gewährt, das ebenfalls vollständig in Anspruch genommen ist. Darüber hinaus wurde ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von T€ 600 durch die ICI Holding SE gewährt und auch vollständig in Anspruch genommen. Die angefertigte Planungsrechnung zeigt zukünftig einen positiven Geschäftsverlauf, sodass wir erwarten, dass die bilanzielle Überschuldung mit den künftigen Erträgen des operativen Geschäftes überwunden werden kann. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft erachten wir für gesichert. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Die in der Tabelle enthaltenen Personalrückstellungen umfassen Rückstellungen für Überstunden, Resturlaub und Bonifikation. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 12.035 (per 31. Dezember 2022 T€ 10.871) resultieren mit T€ 10.000 (per 31. Dezember 2022: T€ 10.000) aus Gesellschafterdarlehen der International Chemical Investors XIII S.A., mit T€ 1.433 (per 31. Dezember 2022: T€ 835) aus Zinsverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, mit T€ 600 (per 31. Dezember 2022: T€ 0) aus sonstigen Darlehen von verbundenen Unternehmen und mit T€ 2 (per 31. Dezember 2022: T€ 36) gegenüber übrigen Konzernunternehmen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten aus den voll ausgeschöpften Gesellschafterdarlehen im Volumen von T€ 10.000 sowie die daraus resultierenden aufgelaufenen Zinsen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Fälligkeit tritt mit sofortiger Wirkung ein, wenn die CBC nicht mehr Teil der ICI-Gruppe ist oder über ausreichend finanzielle Mittel verfügt den Darlehensbetrag zu tilgen. Das Darlehen eines verbundenen Unternehmens im Volumen von T€ 600 wurde in 2024 getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sind, wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres, innerhalb eines Jahres fällig. Pfandrechte und ähnliche Rechte bestehen nicht. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 91 (Vorjahr: T€ 2.044) enthalten, die im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen bestehen (Vorjahr: Erträge as der Auflösung von Rückstellungen und Nachverrechnung Energien). 2. Abschreibungen Die Abschreibungen setzen sich wie im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich aus planmäßigen Abschreibungen zusammen. V. Sonstige Angaben1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag beträgt T€ 10.085. Es bestehen keine sonstigen finanzielle Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen. Haftungsverhältnisse liegen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr nicht vor. 2. Geschäftsführung Dr. Klaus Schulze Pellengahr Gemäß § 286 Absatz 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet. 3. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 84 (Vorjahr: 87) Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Davon entfallen auf den Produktionsbereich durchschnittlich 69 (Vorjahr: 42) Arbeitnehmer, auf den Bereich Qualitätssicherung durchschnittlich 15 (Vorjahr: 18) 5. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 234 auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Nachtragsbericht Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, sind nicht eingetreten. 7. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Die Geschäftsrisiken der CBC bestehen als Lohnfertiger für die Corden BioChem International GmbH mittelbar in der Abhängigkeit von der Marktentwicklung und den Marktbedingungen im In- und Ausland. Diese wiederum werden maßgeblich von den konjunkturellen Entwicklungen und politischen Entscheidungen in den Ländern geprägt. Es bestehen wesentliche Unsicherheiten bezüglich der Höhe der Auftragseingänge bei der Corden BioChem International GmbH resultierend aus der Volatilität in den belieferten Industriesegmente. Als Lohnhersteller für die Corden BioChem International GmbH ist unsere Kostendeckung sichergestellt. Darüber hinaus haben wir einen detaillierten Plan, um die Kostenstruktur und Effizienz des Unternehmens in allen Bereichen weiter zu optimieren, um wettbewerbsfähig produzieren zu können. Gemäß der verabschiedeten Unternehmensplanung ist dieser eingeräumte Finanzierungsspielraum ausreichend, damit die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Prognosezeitraum nachkommen kann. Sollte es wider Erwarten zu negativen Abweichungen von den in der Unternehmensplanung getroffenen Annahmen kommen (u.a. Umsatzabweichungen, Kostenabweichungen, Abweichungen von den angenommenen Zeiten bestimmter Auftragseingänge), könnte dieser Finanzierungsspielraum evtl. nicht ausreichend sein. Der Fortbestand der Gesellschaft ist daher von der Realisierung der in der Unternehmensplanung zugrunde gelegten Annahmen und sollten diese nicht eintreffen von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig ist. Vor diesem Hintergrund besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die Gesellschaft daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. 7. Konzernzugehörigkeit Die Corden BioChem GmbH wird in den Konzernabschluss der ICI Group GmbH einbezogen, der entsprechend den Vorschriften der IAS/IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wird. Kleinster und größter Konsolidierungskreis im Konzern ist die ICI Group GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Frankfurt am Main, den 20. Dezember 2024 Corden BioChem GmbH Dr. Klaus Schulze Pellengahr Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Corden BioChem GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Corden BioChem GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Corden BioChem GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "7. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "2. Chancen und Risikobericht", Unterabschnitt "Unterstützung durch die Gesellschafterin und Gesellschafterdarlehen" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der Realisierung der in der Unternehmensplanung zugrunde gelegten Annahmen bzw. von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig ist. Wie im Abschnitt " 7. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" und Abschnitt "2. Chancen und Risikobericht", Unterabschnitt "Unterstützung durch die Gesellschafterin und Gesellschafterdarlehen" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 20. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Martin Flür, Wirtschaftsprüfer ppa. Jürgen Körbel, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. Dezember 2024 festgestellt. |
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