Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 187137
Eingetragen
1.3.2013
Branche
Vermittlung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteVermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Die Vermittlung von Immobilien (einschließlich der Vornahme aller weiteren Tätigkeiten gemäß § 34 c Absatz 1 Ziffer 1 GewO), die Erstellung von Immobilienbewertungen und die Erbringung von jeweils damit in Zusammenhang stehenden Internet-Dienstleistungen (einschließlich Informationsangebote), jeweils mit Ausnahme sonstiger erlaubnispflichtiger Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Lorenz
seit 30.8.2025
Geschäftsführer
Benedict Budiman
seit 27.1.2025
Prokura
Timo Wagner
seit 27.1.2025
Prokura
Lukas Förschner
seit 27.1.2025
Prokura
Falko Pleß
seit 22.8.2024
Prokura
Robert Dr. Wagner
seit 19.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert58.07% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Traviata III S.à r.l.LUX
47.58%
6.05%
Traviata Classifieds Holding SCSpLUX
4.44%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
138.749 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Homeday GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 77.798,00 226.338,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.375,00 28.191,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.262,00 143.140,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.128.083,72 5.135.366,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 455.209,35 340.871,95
3. Sonstige Vermögensgegenstände 900.462,47 410.686,02
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.249.977,80 2.137.973,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 209.896,45 336.935,17
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 80.107.861,55 64.018.335,22
86.260.926,34 72.802.837,81

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 138.749,00 138.749,00
II. Kapitalrücklage 43.759.597,91 43.759.597,91
III. Verlustvortrag -107.916.682,13 -78.414.015,64
IV. Jahresfehlbetrag -16.089.526,33 -29.502.666,49
-80.107.861,55 -64.018.335,22
davon nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 80.107.861,55 64.018.335,22
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.215.443,19 1.639.721,02
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 584.969,67 989.584,59
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 82.138.525,72 68.075.298,81
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.321.987,76 2.098.233,39
- davon aus Steuern € 210,574,99 (i.V. € 587.831,34)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 17.152,91 (i.V. € 14.079,73)
86.260.926,34 72.802.837,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 24.356.625,45 35.314.066,74
2. Sonstige betriebliche Erträge 264.181,05 669.064,21
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.445.171,38 12.887.183,77
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.933.418,14 18.624.170,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.159.345,85 3.222.257,16
- davon für Altersversorgung € 3.839,98 (i. V. € 1.372,74)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 209.658,00 398.856,39
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.319.312,17 27.193.360,24
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.740,37 14.934,04
- davon aus verbundenen Unternehmen € 21.328,39 (i. V. € 14.308,04 )
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.676.167,66 3.174.903,90
9. Jahresfehlbetrag -16.089.526,33 -29.502.666,49

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 187137 eingetragen. Die Homeday GmbH hat ihren Sitz in Berlin.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Der Jahresabschluss wurde trotz der bestehenden buchmäßigen Überschuldung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt D "Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitt "Risikobericht", im Lagebericht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (immaterielle Vermögensgegenstände: 3 Jahre, Sachanlagen: 6 Jahre) der Vermögensgegenstände linear angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Darstellung des Anlagevermögens erfolgte vollständig unter Berücksichtigung von historischen Anschaffungskosten nach der direkten Bruttomethode.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden grundsätzlich mit Nennwerten angesetzt. Drohende Ausfälle werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden im Zeitpunkt ihrer Entstehung mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (Gesamtsteuersatz 30,175 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem beiliegenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 84 (i.Vj. T€ 89) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen:

T€
Personalkosten 641
ausstehende Rechnungen 1.507
Sonstige Rückstellungen 67
2.215

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten mit T€ 82.139 (i.Vj. T€ 68.036) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge aus Währungsumrechnungen betragen € 616,68 (i.Vj. € 493,56) und die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen € 4.053,86 (i.Vj. € 10.674,63).

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 6.007, von denen T€ 1.824 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in keinen Konzernabschluss einbezogen und ist gem. § 293 HGB selbst davon befreit, einen Konzernabschluss aufzustellen.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 195 Arbeitnehmer (192 Angestellte, 3 leitende Angestellte).

Anteilsbesitz

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital
Homeday Hyp GmbH Berlin 100% 272.383,80 €

Der Jahresfehlbetrag 2023 beläuft sich auf 150.472,51 €.

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bis zum 19. September 2023 Herr Steffen Wicker (CEO). In Bezug auf die Vergütung des Geschäftsführers wird die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Seit dem 19. September 2023 ist Dr. Robert Wagner in dieser Funktion.

Am 19. September 2023 wurde zusätzlich Herr Dominik Dreyer als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Am 21. September 2023 wurde zusätzlich Herr Sebastian Storfner als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Am 22. August 2024 wurden Herr Dominik Dreyer und Herr Sebastian Storfner als Geschäftsführer abberufen.

Am 22. August 2024 wurden Herr Pierre-Emmanuel Claude Derricks und Frau Laura Wilhelms als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen.

Ausschüttungssperre

Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 78 aufgrund der aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände. Es handelt sich um die Aktivierung von Entwicklungskosten durch Dritte, bei denen das Risiko der Entwicklung bei der Homeday GmbH liegt. Auf eine Angabe nach § 285 Nr. 22 HGB kann daher verzichtet werden.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 16.089.526,33 € zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von 107.916.682,13 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 startete Russland den Krieg in der Ukraine. Mit Aufflammen des Russland-Ukraine-Krieges und den Auswirkungen auf Inflation und später Leitzins und damit Finanzierungszins, folgte eine deutliche Abkühlung des Immobilienmarktes und damit ein deutlicher Umsatzrückgang.

In 2023 erfolgte die Übernahme von Homeday durch die Aviv Group GmbH (Rechtsnachfolgerin der 107. Media Vermögensverwaltungsges. mbH), Berlin.

Im Juni 2024 wurde zur Ablösung des Factoringvertrages ein weiteres langfristiges Darlehen in Höhe von EUR 1 Mio. gewährt. Im September 2024 hat die Gesellschaft ein weiteres langfristiges Gesellschafterdarlehen über EUR 1,6 Mio. erhalten.

Weitere Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft waren nach Schluss des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

 

Berlin, 14. November 2024

gez. Dr. Robert Wagner

gez. Pierre-Emmanuel Claude Derriks

gez. Laura Wilhelms

Angaben zur Fertigstellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.11.2024 festgestellt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 01.01. - 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.324.226,87 3.840,00 0,00 1.328.066,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.592,50 1,00 0,00 43.593,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 482.142,63 8.962,21 16.359,21 474.745,63
Finanzanlagen
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
1.874.962,00 12.803,21 16.359,21 1.871.406,00
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.097.888,87 152.380,00 0,00 1.250.268,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.401,50 7.817,00 0,00 23.218,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.002,63 49.461,00 0,00 388.463,63
Finanzanlagen
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.452.293,00 209.658,00 0,00 1.661.951,00
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 77.798,00 226.338,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.375,00 28.191,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.282,00 143.140,00
Finanzanlagen
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
209.455,00 422.669,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Homeday GmbH ist ein in Deutschland tätiges Hybrid-Maklerunternehmen. Ausgehend von einer für die Immobilienverkäufer kostenfreien Wertermittlung werden Termine mit selbständigen Partner-Maklern, die den regionalen Immobilienmarkt kennen, vereinbart. Entscheidet sich der Immobilienverkäufer für den Verkauf via Homeday, wird die Immobilie auf allen großen Portalen (z. B. Immowelt, ImmoScout24, Kleinanzeigen) beworben. Die Anfragen von Interessenten werden von den selbständigen Partner-Maklern aufgenommen und bis zur erfolgreichen Vermarktung weiterverfolgt.

Damit verbindet das Unternehmenskonzept digitale Analyse-, Vermarktungs- und Kommunikationstechnologien mit einer persönlichen Beratung der Kunden durch einen der rund 100 Lizenzpartner vor Ort.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Lage

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Deutschland war auch im Jahr 2023 herausfordernd. Nach den Auswirkungen der Corona-Krise und der wirtschaftlichen Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine standen hohe Energiepreise und eine anhaltende Inflation im Mittelpunkt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut ifo Institut 2023 um 0,1 % zurückgegangen (Quelle: ifo Institut). Die deutsche Wirtschaft hatte weiterhin mit den Nachwirkungen der Pandemie und den geopolitischen Spannungen zu kämpfen, was die erhoffte wirtschaftliche Erholung bremste.

Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich im Jahr 2023 leicht auf 45,9 Millionen. Trotz der Herausforderungen blieb der Arbeitsmarkt robust, wobei die Arbeitslosenquote nach den statistischen Angaben des Bundesamtes für Arbeit bei 5,7 % stabil blieb (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

Immobilienwirtschaftliche Lage auf dem Wohnungsmarkt

Der deutsche Wohnungsmarkt stand 2023 vor noch größeren Herausforderungen als im Vorjahr. Die steigenden Baupreise und Baufinanzierungszinsen führten weiterhin zu einem Rückgang der Nachfrage nach Immobilien. Neue gesetzliche Anforderungen an die Energieeffizienz von Bestandsgebäuden verstärkten diesen Trend zusätzlich. Die Anzahl der Transaktionen fiel weiter und lag deutlich unter den Zahlen von 2022 (Quelle: IVD).

Im Jahr 2023 prägten zwei zentrale Trends den Immobilienmarkt. Erstens blieben die hohen Kaufpreise und Sanierungsanforderungen durch das gestiegene Zinsniveau untragbar für viele potenzielle Käufer. Zweitens verschärfte sich die Problematik des Wohnraummangels, da der Neubau von Wohnungen aufgrund der gestiegenen Baukosten und Energieeffizienzanforderungen oft nicht mehr wirtschaftlich war. Während die Bundesregierung für 2023 ursprünglich 400.000 neu errichtete Immobilien geplant hatte, wurden tatsächlich nur etwa 295.000 Einheiten fertiggestellt (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Aufgrund dieser Entwicklungen wandten sich viele Kaufinteressenten wieder dem Mietmarkt zu, was zu einem starken Anstieg der Mietpreise führte. Gleichzeitig bremsten Immobilienknappheit und steigende Mieten den Preisverfall von Bestandsimmobilien ab. Im Jahr 2023 wurde ein Rückgang der Anzahl neu abgeschlossener Baufinanzierungen um ca. 50 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet (Quelle: Deutsche Bundesbank).

II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

Die Homeday GmbH musste in 2023 einen deutlichen Einschnitt beim Geschäft hinnehmen, lag damit aber im Schnitt des deutschen Immobilienmarktes. 2023 brachte einige Restrukturierungen als auch den Wechsel der Geschäftsführung mit sich. Als Reaktion auf die Marktlage wurde die Anzahl der Beschäftigten bis Dezember 2023 auf 142 Mitarbeiter reduziert (Jahresdurchschnitt: 195 Mitarbeiter). Die effiziente Kombination aus digitalen Technologien und persönlicher Beratung durch die Partner-Makler waren erneut Erfolgskriterien. Insbesondere die kostenlose Wertermittlung und die breite Bewerbung der Immobilien auf großen Portalen trugen maßgeblich zum Erfolg bei.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 A
TEUR % TEUR % TEUR
VERMÖGENSSTRUKTUR
Anlagevermögen 209 0,2 423 0,6 -214
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 1.566 1,8 1.089 1,5 477
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.128 3,6 5.135 7,1 -2.007
Liquide Mittel 1.250 1,5 2.138 2,9 -888
negatives Eigenkapital 80.108 92,9 64.018 87,9 16.090
Aktiva 86.261 100,0 72.803 100,0 13.458
KAPITALSTRUKTUR
Rückstellungen 2.215 2,6 1.640 2,3 575
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 82.139 95,2 68.075 93,5 14.064
übrige Verbindlichkeiten 1.907 2,2 3.088 4,2 -1.181
Passiva 86.261 100,0 72.803 100,0 13.458

Die wesentlichen Vermögensgrößen der Bilanz sind die liquiden Mittel und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verminderung des Forderungsbestandes steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Rückgang der Umsatzerlöse im Jahr 2023. Die Kapitalstruktur ist geprägt durch eine weitgehende Gesellschafterfinanzierung durch Eigenkapital und Darlehen (95,2 %). Der mit der Neuorganisation des Unternehmens verbundene Liquiditätsbedarf wurde im Geschäftsjahr 2023 durch weitere Gesellschafterdarlehen von 14,1 Mio. € sichergestellt.

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft wird durch die zusammengefasste Ergebnisrechnung wie folgt dargestellt:

2023 2022
TEUR TEUR TEUR
Rohertrag 16.176 23.096 -6.920
Personalaufwand 15.093 21.846 -6.753
Abschreibungen 210 399 -189
sonstige Aufwendungen 12.320 27.193 -14.873
Zinsergebnis 4.643 3.160 1.483
Jahresfehlbetrag -16.090 -29.502 13.412

Die vorstehende zusammengefasste Ergebnisrechnung zeigt eine Reduzierung des Rohertrags um 6.920 T€ bzw. 30%. Die Senkung des Personalaufwandes resultiert aus den deutlichen Reduzierungen des Mitarbeiterbestandes, der von 298 auf 195 im Jahresdurchschnitt, bis zum Ende des Jahres sogar auf 142 reduziert wurde. Die sonstigen Aufwendungen, die zu rd. 80% auf umsatzgetriebene Fremdleistungen entfallen, reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 55% und damit überproportional zum Umsatzverlust.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft wird durch die zusammengefasste Kapitalflussrechnung wie folgt dargestellt:

2023
TEUR
Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit -14.990
Investitionstätigkeit - Auszahlungen für Anlageinvestitionen 0
Finanzierungstätigkeit - Einzahlung aufgrund von Gesellschafterdarlehen 14.102
14.102
Liquiditätsveränderung gesamt -888
Finanzmittelbestand am 01.01. 2.138
Finanzmittelbestand am 31.12. 1.250
2023
TEUR
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes:
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.250

Die Homeday war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

C. Prognosebericht

Im Jahr 2022 und 2023 hat Homeday die Maklerprovision erhöht, was zu einem Anstieg der durchschnittlichen Erlöse pro verkaufter Immobilie führte. Trotz dieser Anpassung kam es zu keiner Verschlechterung bei der Objektakquise, wodurch sich die Provisionsanhebung im Jahr 2023 ausschließlich positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkte. Die höhere Provision wird auch im Jahr 2024 weiterhin maßgeblich zur verbesserten Profitabilität beitragen. Die gesunkene Inflationsrate hatte ebenfalls positive Effekte auf unser Geschäft. Die Verringerung der Inflationsrate und die damit verbundene Absenkung des Baufinanzierungszinsniveaus auf etwa 3,2 % im September 2024 führen zu einer steigenden Nachfrage. Mittelfristig wird dies voraussichtlich positive Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben. Durch niedrigere Zinsen sinken die Finanzierungskosten für Immobilienkäufer, was die Nachfrage nach Immobilien ankurbeln und zu steigenden Immobilienpreisen führen könnte. Gleichzeitig könnten auch Investoren wieder vermehrt am Immobilienmarkt partizipieren, da die Renditen im Vergleich zu anderen Anlageformen attraktiver erscheinen.

Durch die in den Jahren 2022 und 2023 umgesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung und die konsequente Optimierung der internen Prozesse konnte die Organisation deutlich effizienter aufgestellt werden. Dies trägt positiv zur finanziellen Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bei. Die verbesserte finanzielle Position stärkt darüber hinaus die Widerstandsfähigkeit gegenüber möglichen wirtschaftlichen Herausforderungen in der Zukunft. Insgesamt hat die erfolgreiche Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen das Unternehmen in eine solide Ausgangsposition gebracht, um langfristiges Wachstum und nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten. Für 2024 erwartet die Geschäftsführung ein negatives Jahresergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Für 2024 wird ein Rohergebnis als Prozent von den Umsatzerlösen im niedrigen zweistelligen, negativen Bereich erwartet.

Die Übernahme durch die Aviv Group GmbH, Berlin, und die damit verbundene solide Finanzierung im Rahmen von Shareholder Loan Agreements versetzen das Unternehmen in die Lage, kurzfristige nachteilige Marktveränderungen abzufedern und gleichzeitig neue Chancen effektiv zu nutzen.

D. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Die Gesellschaft hat in den Jahren 2022 und 2023 jeweils Jahresfehlbeträge erwirtschaftet, die mit einem Abfluss von Zahlungsmitteln verbunden waren. Vor diesem Hintergrund wurde eine Strategie mit Fokus auf Profitabilität entwickelt und Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität ergriffen, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens gewährleisten zu können. Die Liquiditätssituation wird kontinuierlich anhand rollierender Planungen überwacht.

Die Gesellschaft hat mit ihrer Gesellschafterin, AVIV Group GmbH, Berlin, diverse Darlehensverträge über insgesamt EUR 82,1 Mio. geschlossen. Die Darlehen haben einen Zinssatz zwischen 5,5 % und 9,5 % und sind augenblicklich am 31. Dezember 2025 endfällig. Ferner sind die Darlehen mit einem Rangrücktritt versehen. Die bis Ende 2025 aufgestellte Liquiditätsplanung der Geschäftsführung geht nunmehr davon aus, dass die Gesellschaft keine weiteren Kapitalzuführungen durch die Gesellschafterin benötigt und durchgehend ein positiver Zahlungsmittelbestand gegeben sein wird. Ferner wird erwartet, dass die bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen weiterhin greifen und bereits in 2024 ein positives EBITDA im mittleren einstelligen Millionenbereich erwirtschaftet werden kann.

Allerdings ist die Planung trotz der Kosteneinsparungen, die das Management seit 2022 verfolgt, aufgrund der Risiken aus der makroökonomischen, wettbewerblichen, beschaffungsseitigen und operativen Perspektive weiterhin mit Unsicherheiten behaftet, sodass sich die Liquiditätssituation verschlechtern kann. In diesem Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine dauerhafte wesentliche Unterschreitung der Planung zu einer Finanzierungsunterdeckung führt. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt, ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und daher zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die weitere finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin, AVIV Group GmbH, angewiesen, für die bislang keine rechtlich bindenden Zusagen bestehen. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

Chancenbericht

Homeday hat auch im Jahr 2023 seine Maklerprovision erhöht, wodurch die durchschnittlichen Erlöse pro verkaufter Immobilie gestiegen sind. Homeday liegt damit bei der Provision auf Marktniveau. Die Erhöhung der Provision im Jahr 2023 führte wie bereits im Jahr 2022 zu keiner Verschlechterung bei der Objektakquise, sodass sich die Provisionserhöhung ausschließlich positiv auf die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 auswirken konnte. Nachdem seit Ende 2023 nun auch die Inflationsrate und damit das Baufinanzierung Zinsniveau rückläufig sind, erwarten wir für 2025 erhebliche positive Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Durch niedrigere Zinsen werden die Finanzierungskosten für Immobilienkäufer deutlich reduziert, was zu einer verstärkten Nachfrage nach Immobilien führen könnte. Dies könnte sich positiv auf den Verkauf von Immobilien auswirken und wieder zu steigenden Immobilienpreisen führen. Gleichzeitig könnten auch Investoren wieder vermehrt in den Immobilienmarkt einsteigen, da die Renditen im Vergleich zu anderen Anlageformen attraktiver werden. Durch die im Jahr 2022 und 2023 durchgeführten Kostensenkungsmaßnahmen und konsequente Prozessoptimierung wurde die Organisation deutlich kosteneffizienter aufgestellt, sodass sich positive Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens abzeichnen. Darüber hinaus stärkt die verbesserte finanzielle Positionierung des Unternehmens die Widerstandsfähigkeit gegenüber möglichen wirtschaftlichen Herausforderungen in der Zukunft. Zudem wurden gegen Ende 2023 Anpassungen des Lizenzmodells für unsere Partner-Makler geplant und im Februar 2024 ausgerollt, welche Homeday im Wettbewerb um die besten Makler am Markt deutlich attraktiver positioniert und langfristig zum Erfolg beitragen soll. Insgesamt hat die erfolgreiche Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen das Unternehmen in eine vielversprechende Position gebracht, um langfristiges Wachstum und nachhaltigen Erfolg zu erreichen. Die anhaltende Bereitschaft unserer Gesellschafter, den bisherigen erfolgreichen Kurs zu finanzieren, ermöglicht es uns, nachteilige kurzfristige Änderungen im Markt zu kompensieren, wie auch die sich ergebenden Chancen zu nutzen.

E. Zusammenfassung

Trotz herausfordernder Marktbedingungen konnte die Homeday GmbH im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich agieren und sowohl den Umsatz auf einem niedrigeren Niveau stabilisieren als auch das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr insgesamt signifikant verbessern. Dank der Kombination aus innovativen digitalen Technologien und persönlicher Beratung bietet das Unternehmen seinen Kunden weiterhin einen hohen Mehrwert. Die stabile finanzielle Situation und die geplanten Investitionen in zukünftige Projekte lassen eine positive Geschäftsentwicklung für das kommende Jahr erwarten.

 

Berlin, 14. November 2024

Homeday GmbH

gez. Dr. Robert Wagner, Geschäftsführer

gez. Pierre-Emmanuel Claude Derriks, Geschäftsführer

gez. Laura Wilhelms, Geschäftsführer

Quellen:

ifo Institut für Wirtschaftsforschung:

https://www.ifo.de/publikationen/2024/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft

Bundesagentur für Arbeit:

https://www.arbeitsagentur.de/datei/geschaeftsbericht-2023_ba048805.pdf

Statistisches Bundesamt:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_203_31121.html

IVD:

https://ivd.net/immobilientransaktionsvolumen-2023/

Deutsche Bundesbank:

https://www.bundesbank.de/resource/blob/918766/c86a8c1add93b22f6d8b8ceb1df45e99/mL/2023-finanzstabilitaetsbericht-data.pdf

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Homeday GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Homeday GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Homeday GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "A. Allgemeine Angaben" des Anhangs und in Abschnitt "D. Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitt "Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass die Gesellschaft in den vergangenen Jahren jeweils einen mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Jahresfehlbetrag erwirtschaftet hat und bis zum 31. Dezember 2023 nicht in der Lage war, ihren Liquiditätsbedarf selbständig zu decken.

Die Gesellschaft hat mit ihrer Gesellschafterin, AVIV Group GmbH, Berlin, diverse Darlehensverträge über insgesamt EUR 82,1 Mio. geschlossen. Die Darlehen sind am 31. Dezember 2025 endfällig und mit einem Rangrücktritt versehen. Die bis Ende 2025 aufgestellte Liquiditätsplanung der Geschäftsführung geht nunmehr davon aus, dass die Gesellschaft keine weiteren Kapitalzuführungen durch die Gesellschafterin benötigt und durchgehend ein positiver Zahlungsmittelbestand gegeben sein wird. Ferner wird erwartet, dass die bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen weiterhin greifen und bereits in 2024 ein positives EBITDA im mittleren einstelligen Millionenbereich erwirtschaftet werden kann.

Allerdings ist die Planung trotz der Kosteneinsparungen, die das Management seit 2022 verfolgt, aufgrund der Risiken aus der makroökonomischen, wettbewerblichen, beschaffungsseitigen und operativen Perspektive weiterhin mit Unsicherheiten behaftet, sodass sich die Liquiditätssituation verschlechtern kann. In diesem Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine dauerhafte wesentliche Unterschreitung der Planung zu einer Finanzierungsunterdeckung führt. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den erwarteten Verlauf nimmt, ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und daher zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf die weitere finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin, AVIV Group GmbH, angewiesen, für die bislang keine rechtlich bindenden Zusagen bestehen.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 14. November 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin von Michaelis, Wirtschaftsprüfer

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