AV Transporte und Automobile GmbH

Boxdorfer Straße 15, 90765 Fürth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 17127
Vorher
Varga Transporte GmbH
Eingetragen
30.9.2011
Branche
Güterbeförderung im StraßenverkehrUmzugstransporteErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Transportdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrei Sendi Varga
seit 28.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Altdorf
53.125 €
85.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AV Transporte und Automobile GmbH

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31.12.2022

AV Transporte und Automobile GmbH Transportdienstleistungen, Fürth

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2.617.644,78 928.067,78
2. technische Anlagen und Maschinen 48.907,00 9.059,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.179.931,00 2.346.889,00
4.845.508,78 3.280.473,78
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 52.500,00 40.000,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 122.006,01 47.566,18
199.506,01 112.566,18
Summe Anlagevermögen 5.050.014,79 3.393.039,96
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.953.089,20 1.332.822,46
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 46.686,70 0,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.568.213,57 2.575.615,54
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 2.026.676,94 (EUR 2.004.249,24)
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.170.441,45 662.547,60
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 85.708,34 (EUR 178.651,58)
5.738.430,92 4.570.985,60
II. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 104.711,12 65.567,80
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 401.844,38 585.063,76
Summe Umlaufvermögen 6.244.986,42 5.221.617,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.560,07 26.361,04
11.311.561,28 8.641.018,16

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 62.500,00 62.500,00
II. Kapitalrücklage 506.249,03 523.749,03
III. Gewinnvortrag 5.657.737,31 4.894.369,88
IV. Jahresüberschuss 1.308.734,18 772.826,76
Summe Eigenkapital 7.352.220,52 6.235.445,67
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 259.941,82 301.162,60
2. sonstige Rückstellungen 329.728,00 281.730,00
589.669,82 582.892,60
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.585.960,12 239.802,09
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 53.537,94 (EUR 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.532.422,18 (EUR 239.802,09)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 923.963,50 871.338,79
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 923.963,50 (EUR 871.338,79)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.500,00 12.500,00
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 12.500,00 (EUR 0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.500,00 53.754,80
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (EUR 32.504,60)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 27.500,00 (EUR 33.750,00)
5. sonstige Verbindlichkeiten 636.747,32 627.284,41
- davon aus Steuern EUR 249.578,22 (EUR 252.041,85)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 636.747,32 (EUR 627.284,41)
3.186.670,94 1.804.679,89
11.311.561,28 8.641.018,16

Handelsrecht

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

AV Transporte und Automobile GmbH

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Rohergebnis 12.009.948,16 9.520.932,56
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.617.613,47 3.073.487,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 688.611,24 675.484,34
davon für Altersversorgung Euro 2.784,00 (Euro 2.784,00)
4.306.224,71 3.748.971,82
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 777.224,25 764.713,34
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.323.221,15 4.106.244,26
5. Erträge aus Beteiligungen 223.756,74 175.451,40
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 203.756,74 (Euro 175.451,40)
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 34.796,30 3.825,50
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.641,02 60.980,66
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 26.015,47 9.974,59
- davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen Euro 26.015,47 (Euro 9.974,59)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.662,69 14.094,41
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 541.211,65 300.773,31
11. Ergebnis nach Steuern
1.355.582,30 816.418,39
12. sonstige Steuern 46.848,12 43.591,63
13. Jahresüberschuss 1.308.734,18 772.826,76

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: AV Transporte und Automobile GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Fürth
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Fürth
Register-Nr.: HRB 17127

Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 28.08.2018 sowie der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag mit der AV Transporte und Automobile GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Fürth (Amtsgericht Fürth HRA 10147) rückwirkend auf den 01.01.2018 verschmolzen.

Die Gesellschafterversammlung vom 28.08.2018 hat die Erhöhung des Stammkapitals um 37.500,00 auf EUR 62.500,00 zur Durchführung der Verschmelzung beschlossen.

Die GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinnund Verlustrechnung, wurde beibehalten. Eine Abweichung gemäß § 265 Abs. 2 HGB ist somit im Anhang nicht zu erläutern.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer 2 - 33 Jahre) vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen im Anschaffungsjahr zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand und Bankguthaben werden jeweils zu Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital i. H. v. 62.500 € ist vollständig einbezahlt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

AV Transporte und Automobile GmbH

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.008.539,03 390.520,00 1.330.154,15 2.729.213,18
2. technische Anlagen und Maschinen 9.453,78 47.000,00 56.453,78
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.509.455,23 979.180,13 825.507,91 6.663.127,45
Summe Sachanlagen 7.527.448,04 1.369.700,13 825.507,91 1.377.154,15 9.448.794,41
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 40.000,00 25.000,00 12.500,00 52.500,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 47.566,18 96.939,83 22.500,00 122.006,01
Summe Finanzanlagen 112.566,18 121.939,83 35.000,00 199.506,01
Summe Anlagevermögen 7.640.014,22 1.491.639,96 860.507,91 1.377.154,15 9.648.300,42
kumulierte Abschreibung 01.01.2022 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.471,25 31.097,15 111.568,40
2. technische Anlagen und Maschinen 394,78 7.152,00 7.546,78
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.166.108,23 785.505,13 472.442,91 4.479.170,45
Summe Sachanlagen 4.246.974,26 823.754,28 472.442,91 4.598.285,63
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.246.974,26 823.754,28 472.442,91 4.598.285,63
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022 Buchwert Vorjahr 31.12.2021
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.617.644,78 928.067,78
2. technische Anlagen und Maschinen 48.907,00 9.059,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.183.957,00 2.343.347,00
Summe Sachanlagen 4.850.508,78 3.280.473,78
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 52.500,00 40.000,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 122.006,01 47.566,18
Summe Finanzanlagen 199.506,01 112.566,18
Summe Anlagevermögen 5.050.014,79 3.393.039,96

Angabe zu Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 2.112.385,28 (Vorjahr: Euro 2.182.900,82).

Angabe zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 2.568.213,57 (Vorjahr: Euro 2.575.615,54). Es handelst sich hierbei Großteils um Grundbuchgesicherte Darlehen.

Angabe zu Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Von den sonstigen Vermögensgegenständen sind Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 95.002,15) den Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht zugehörig.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellung Personalkosten 259.478,00 EUR
davon Tantiemen 189.158,00 EUR
davon Urlaub 70.320,00 EUR
70.250,00 EUR
Rückstellung Jahresabschlusskosten

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag
GJ VJ
TEuro TEuro
gegenüber Kreditinstituten 1.586,0 239,8
aus Lieferungen und Leistungen 924,0 871,3
ggü. verbunden Unternehmen 12,5 12,5
gegebüber Unt. mit Bet.verhältnis 27,5 53,8
sonstige Verbindlichkeiten 636,7 627,3
3.186,7 1.804,7
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit
<= 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
GJ VJ GJ VJ GJ VJ
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
gegenüber Kreditinstituten 395,3 47,1 1.190,6 192,7 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 924,0 871,3 0,0 0,0 0,0 0,0
ggü. verbunden Unternehmen 12,5 12,5 0,0 0,0 0,0 0,0
gegebüber Unt. mit Bet.verhältnis 27,5 53,8 0,0 0,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 636,7 627,3 0,0 0,0 0,0 0,0
1.996,0 1.612,0 1.190,6 192,7 0,0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von Euro 12.500,00 (Vorjahr: 12.500,00) den sonstigen Verbindlichkeiten mitzugehörig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht sind in Höhe von Euro 27.500,00 (Vorjahr: 53.754,60) den sons ti gen Verbindlichkeiten mitzugehörig.

Betrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.585.960,12 liegen Sicherheitsübereignungen oder Grundschulden vor.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im GJ 2022 lagen keine Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung vor.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter
Angestellte 8
126

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 134

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Andrei Varga, Kaufmann

Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen zum 31.12.2022 berichtet:

Firmenname / Sitz Jahr Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
TEUR TEUR
VK Logistik GmbH, Kitzingen *) 2022 100,00% 52 588
Aurora Logistik GmbH, Nürnberg *) 2022 50,00% 68 102
VJ Logistiks GmbH, Fürth *)**) 2021 50,00% -47 104
VS-Logistik GmbH & Co. KG, Weißenburg *) 2022 50,00% 122 4
VS-Speditions GmbH, Weißenburg *) 2022 50,00% 0,1 12
VKwork Logistic GmbH, Wiesentheid *) 2022 50,00% 87 99
FG Transporte & Automobile GmbH, Nürnberg *) 2022 50,00% -9 3

*) nicht geprüft
**) am 18.11.2024 wurde der Insolvenzantrag mangels Masse abgelehnt

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Gewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 1.308.734,18.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von Euro 6.966.471,49 der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Leasingverträge, Miet- und Pachtverträge) beläuft sich auf folgende Posten:

Mietverträge jährlich: 62.402,24 Euro
Leasingverbindlichkeiten jährlich: 70.649,55 Euro

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Fürth, den 28. November 2024

Andrei Varga, Geschäftsführer

Lagebericht

1. Geschäftsmodell

Die AV Transporte und Automobile GmbH mit Sitz in 90765 Fürth wurde 2018 aus der Verschmelzung der AV Transporte und Automobile GmbH und Co. KG auf die Varga Transporte GmbH gegründet. Das Unternehmen beschäftigt zum 31.12.2022 134 Mitarbeiter. Das Geschäftsmodell setzt sich ausfolgenden Bereichen zusammen: Stückgut, Teil- und Komplettladungsverkehren, Beschaffungslogistik, Lager-Logistik und Paketlieferungen sowie Kurierfahrten und Autovermietung.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt der deutschen Wirtschaft 2022 um 2,0 % höher als im Jahr 2021."Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 01.01.2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie.

Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. In der deutschen Logistikwirtschaft verbesserte sich das Geschäftsklima im Vergleich zum Vorquartal geringfügig und verzeichnete im vierten Quartal 87,3 Indexpunkte. Dies geht aus den monatlichen Erhebungen zum Logistik-Indikator hervor, die das Ifo Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) im Rahmen seiner Konjunkturumfragen durchführt. Auch wenn etwas weniger Befragte mit Geschäftsrückgängen in den kommenden sechs Monaten rechneten, waren noch vielerorts sorgenvolle Stimmen zu vernehmen. Gleichwohl nahm die Zufriedenheit mit der derzeitigen Geschäftslage erneut geringfügig ab. Die Logistikdienstleister beurteilten ihre laufenden Geschäfte zum zweiten Mal in Folge ein Stück seltener positiv. Zudem waren etwas mehr pessimistische Stimmen über die Geschäftsaussichten vernehmbar. Als Resultat kühlte das Geschäftsklima weiter ab und notierte bei 86,9 Indexpunkten. Die Nachfragedynamik ging deutlich zurück, weshalb auch die Auftragsbestände häufig als zu niedrig eingestuft wurden. Des Weiteren erwarteten viele Befragte für die kommenden Monate eine rückläufige Nachfrage. Eine Anhebung der Preise in den kommenden Monaten wurde nicht mehr so häufig angepeilt wie zuletzt. Dennoch blieben die Preiserwartungen auf hohem Niveau.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022 konnten die Umsatzerlöse in Höhe von 3.535 TEUR gesteigert werden, wobei im Vergleich zum Vorjahr die gesamten Fremdleistungskosten um 1.035 TEUR zugenommen haben. Auch der Personalaufwand stieg im Vergleich zu 2021 um 557 TEUR an. Wobei das Umsatzwachstum massiven Preissteigerungen bei den Kraftstoffen geschuldet war. Hier gelang es die Anpassung des Dieselfloater vorzuziehen. Sicherlich haben wir mit Auftreten des Corona-Virus einen weiteren Krankheitsherd, der die Fehltage/Mitarbeiter um ca. 5 bis 7 Tage per anno erhöht, doch war das Niveau an Sendungsvolumina dennoch einen Tick über den Werten von 2021, so dass wir 2022 ein insgesamt etwas zufriedenstellenderes Geschäft verzeichnen konnten. Das wäre in Zukunft ähnlich, wäre da nicht unser Dauerthema: der Fahrermangel. Diese Situation verschärft sich von Jahr zu Jahr weiter. Der weiterhin latente Fahrermangel (allein 80.000 Fahrer fehlen in Deutschland) ist signifikant. Die Konsequenz sind Umsatzund Rentabilitätseinbußen. Und zunehmend, nicht nur für die AV Transporte und Automobile GmbH, die fehlende Besetzung der Flotte, egal ob im Fern- oder Nahverkehr. Der branchentypische Wettbewerbsdruck konnte auch in diesem Geschäftsjahr erfolgreich gemeistert werden. Dies lag insbesondere an den gut funktionierenden Kooperationen und den stetigen Investitionen in Personal.

3.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von einer Umsatzsteigerung in Höhe von 3.535 TEUR. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 28,7 %. Ursächlich für den Umsatzzuwachs waren im Wesentlichen ein höheres Transportaufkommen und höhere Frachtpreise aufgrund von Kraftstoffpreiserhöhungen. Die Umsatzsteigerung wurde durch den erhöhten Einsatz von Subunternehmerleistungen und Personalaufbau bewerkstelligt.

Verzeichnet wurden Kostensteigerungen von 960 TEUR (=30,4 %) bei den bezogenen Leistungen und um 1.024 TEUR (=34,4 %) bei den Fahrzeugkosten. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zu 2021 um 557 TEUR (=14,9 %).

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von 1.309 TEUR (Vorjahr: 773 TEUR) ab. Im Geschäftsjahr wurde ein Rohergebnis in Höhe von 12.010 TEUR (Vorjahr: 9.521 TEUR) erzielt. Die Umsatzrendite beträgt 8,3 (VJ 6,3 %.) Die EK-Rendite beträgt 17,4 % (VJ 12,4 %).

b) Finanzlage

Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2022 betrug 402 TEUR. Der Cashflow betrug -183 TEUR gegenüber 169 TEUR im Vorjahr und teilte sich wie folgt auf:

2022 2021
Cashflow aus der Ifd. Geschäftstätigkeit 657 TEUR 1.029 TEUR
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.137 TEUR -41 TEUR
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.297 TEUR -819 TEUR

Die bestehende Kreditlinie musste nicht in Anspruch genommen werden.

c) Vermögenslage

Per 31.12.2022 beläuft sich die Bilanzsumme auf 11.312 TEUR (8.641 TEUR im Vorjahr). Die Eigenkapitalquote beträgt 66,6% (72,4 % im Vorjahr). Die Forderungsquote LuL beträgt 17,3 % (15,4 % im Vorjahr). Die flüssigen Mittel betragen 4,5 % (7,5 % im Vorjahr).

Die Gesamtentwicklung der Ertragslage der Gesellschaft ist trotz der bremsenden Wirkung der Ukrainekrise zufriedenstellend. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft stellt sich insgesamt als stabil dar.

4. Prognosebericht

Im Jahr 2023 wird das BIP in Deutschland laut der Prognose des DIW um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Somit soll es zu einer leichten Rezession kommen. Für das Jahr 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent prognostiziert. Zudem gehen die "Logistikweisen" für 2023 in ihrem Wirtschaftssegment von einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung aus als noch im Frühjahr des Jahres. Die aktuelle Konsensschätzung liegt jedoch bei einem nominalen Wachstum von+2,5 Prozent und einem realen Rückgang von -2,0 Prozent. Diese Entwicklung werde sich auch 2024 fortsetzen. Grund dafür ist ein Rückgang der Nachfrage nach logistischer Leistung, insbesondere für die Baubranche, da die Bauanträge und -genehmigungen bereits 2023 stark zurückgegangen seien und Förderprogramme noch nicht griffen. Zudem ist die Nachfrage des Maschinenbaus wegen ausbleibender Aufträge rückläufig, während auch im Bereich Chemie und Automobilindustrie Stagnationen erwartet werden. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir trotz der allgemeinen Eintrübung der konjunkturellen Lage leichte Steigerungen der Umsatzerlöse und des Jahresüberschusses im Vergleich zum Jahr 2022 auf Grund des Ausbaus der Logistiksparte durch die Verdoppelung der Lagerfläche und die Begründung neuer Standorte. Zum Ende des Jahres 2023 werden die Anlaufkosten der Logistiksparte kompensiert sein. Wir gehen daher von einer stetigen Verbesserung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Zukunft aus. Wir gehen für 2023 von einem Jahresergebnis leicht über dem Niveau des Jahres 2022 aus.

5. Risikobericht

Die AV Transporte und Automobile GmbH betrachtet Risikomanagement als wesentlichen Bestandteil des laufenden Geschäfts und wettbewerbliche Notwendigkeit. Unter Risikomanagement verstehen wir die regelmäßige, systematische und frühzeitige Identifizierung und Bewertung relevanter Risiken für alle Unternehmensbereiche. Damit soll gewährleistet werden, dass zeitnah und sachgerecht auf Veränderungen reagiert und nachhaltig gewirtschaftet werden kann. Das Risikomanagementsystem besteht aus unterschiedlichen Planungs-, Kontroll- und Informationssystemen, die der regelmäßigen Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen unterliegen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Das größte Risiko ist die in den Jahren 2023 ff. - insbesondere der Corona Pandemie und den Ukraine Krieg geschuldete - ausgeprägtere Konjunktureintrübung, begleitet von Mindermengen. Diese wird uns nachhaltig beschäftigen und zwingen Geschäftsmodelle zu ändern und die Entwicklungen hin zu Industrie 4.0 zu forcieren. Auch sehen wir die Automobilindustrie an einem Scheideweg. Hier werden Arbeitsplätze im großen Stil verschwinden, sollte man primär nur noch Elektro-Fahrzeuge fertigen. Der latente Fahrermangel wird sich weiterhin verschärfen. Insgesamt wird Personal zunehmend schwieriger zu generieren sein.

Was wir als höchst riskant erachten, ist die beschlossene Verdoppelung der Maut. Die Einführung zum 01.12.2023 der denkbar schlechteste Termin für Spediteure und Transporteure ist. Verträge laufen meist bis zum Jahreswechsel. Dies bedeutet, dass wir zweimal mit unseren Kunden verhandeln müssen. Die Anpassung der Maut per 01.12.2023 und eine Preiserhöhung zum 01.01.2024 wird für uns harte Verhandlungen bedeuten.

6. Chancenbericht

Eine große Chance liegt in der Digitalisierung der Logistik. Dem stellen wir uns. Intern wird permanent an der Optimierung der Prozesse gearbeitet, insbesondere der Visualisierung der Disposition Nahverkehr, um den - auf Sicht steigenden Sendungszahlen (insbesondere im Bereich b-2-c) und deren Abwicklung noch besser gerecht zu werden. Eine Chance sehen wir auch darin, unser Unternehmen Co 2 neutraler zu gestalten. Ob mit Elektrofahrzeugen oder dem geplanten Erwerb einer Photovoltaikanlage auf unser Logistikhalle. Leider gibt es bezüglich der PV-Anlage massive Lieferengpässe. Wir platzieren nach Möglichkeit Preisanpassungen stets zeitnah über alle Dienstleistungen hinweg bei unserer Kundschaft.

An unserer strategischen Ausrichtung im Hinblick auf unsere Tätigkeitsbereiche halten wir weiterhin fest. Für die nächsten Jahre werden das nationale Transportgeschäft und Dienstleistungen im Bereich der Paketzustellung weiter ausgebaut. Das Geschäftsfeld der Logistik soll weiter ausgebaut werden. Durch den Hinzuerwerb einer weiteren Niederlassung in Erlangen wird in den nächsten Jahren das Geschäft optimiert werden können.

 

Fürth, 28.11.2024

Andrei Varga, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AV Transporte und Automobile GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AV Transporte und Automobile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AV Transporte und Automobile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass we sent liche falsche Darstellungen nicht aufge deckt werd en, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bayreuth, 9. Dezember 2024

FTG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Artmann, Wirtschaftsprüferin

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