transfluid Maschinenbau GmbH

Hünegräben 20, 57392 Schmallenberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 2320
Eingetragen
12.4.1990
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Maschinen, insbesondere Rohrbearbeitungsmaschinen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Schmidt
seit 2.1.2019
Prokura
Stephanie Flaeper
seit 21.2.2008
Geschäftsführer
Burkhard Tigges
seit 21.2.2008
Geschäftsführer
Benedikt Hümmler
seit 21.2.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Höhenweg 35, 57392 Schmallenberg
250.000 €
50.00%
Handirkweg 31, 57392 Schmallenberg
250.000 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

transfluid Maschinenbau GmbH

Schmallenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent

Land/Region 2023 (Schätzung) 2022 2021
Welt 3,1 3,5 6,1
Entwickelte. Volkswirtschaften 1,6 2,6 5,6
Euro-Zone 0,5 3,4 5,6
Deutschland -0,3 1,8 3,2
Frankreich 0,8 2,5 6,4
Italien 0,7 3,7 7,0
Spanien 2,4 5,8 6,4
Vereinigtes Königreich 0,5 4,3 7,6
USA 2,5 1,9 5,9
Japan 1,9 1,0 2,2
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 4,1 4,1 6,9
ASEAN * 4,2 5,5 4,0
Brasilien 3,1 3,0 5,0
China 5,2 3,0 8,5
Indien ** 6,7 7,2 9,1
Russland 3,0 -1,2 5,6

*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam.

**) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau.

Quelle: VDMA

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel.

Quelle: VDMA

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen ab gepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten.

Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

Quelle: VDMA

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2023 setzte sich im 1. Halbjahr positiv fort und wir konnten aufgrund der guten Auftragseingänge durchgehend einen guten Auftragsbestand vorweisen. Im Verlauf des 2. Halbjahres bekamen aber auch wir den konjunkturellen Abschwung zu spüren und der Auftragseingang hat nachgelassen. Entsprechend spürbar wurde dann auch die Entspannung am Beschaffungsmarkt, was teilweise aber auch schon wieder dazu führte, dass erste Unternehmen Kurzarbeit einführten.

Gegenüber dem Vorjahr konnten wir den Umsatz um 3,25 % auf 32,9 Mio. € erhöhen, gegenüber den Planungen von 36 Mio. allerdings liegen wir ca. 9 % unter dem Ziel. Auch bei der Gesamtleistung liegen wir mit 35,3 Mio € ca. 1,5 Mio. € bzw. ca. 4 % unter den Planungen.

Wir konnten trotz eines geringerem Auftragseingang im 2. Halbjahr 2023 insgesamt noch mit einem zufriedenstellenden Auftragsvorlauf in das Jahr 2024 starten.

Produktion

Aufgrund eines positiven Auftragsvorlaufs aus dem Jahr 2022 und eines starken Auftragseingangs im ersten Halbjahr 2023 war die Montagekapazität im gesamten Jahr 2023 voll ausgelastet.

Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und die Effizienz zu steigern, wurden im Vorjahr zusätzliche Produktionsflächen zugekauft und neu gebaut. Diese Maßnahmen ermöglichen eine Optimierung der Arbeitsabläufe und verbessern die Produktivität.

Die Investitionen in zusätzliche Produktionsflächen und die kontinuierliche Optimierung der Arbeitsabläufe schaffen eine solide Grundlage für zukünftiges Wachstum. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass auch in den kommenden Jahren eine hohe Auslastung und verbesserte Produktivität in der Montageabteilung gewährleistet sind, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt wird.

Diese strategischen Maßnahmen verdeutlichen die langfristige Ausrichtung des Unternehmens auf Wachstum und Effizienzsteigerung, was sowohl die Zufriedenheit der Kunden als auch die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens betrifft.

Einkauf

Im Jahr 2023 war der Beschaffungsmarkt im ersten Halbjahr von weiteren Preissteigerungen im Metall- und Elektrobereich gekennzeichnet. Ausserdem waren die Lieferzeiten insbesondere bei Geräten mit Computerchips erheblich. Die Preissteigerungen bei energieintensiven Produkten, die durch den Ukrainekrieg und die weltweiten Sanktionen gegenüber Russland verursacht wurden, haben die Belastung zusätzlich erhöht.

Solche Ereignisse auf globaler Ebene haben erhebliche Auswirkungen auf die Beschaffungsketten und stellen die Unternehmen vor große Herausforderungen. Es ist wichtig flexible Beschaffungsstrategien zu entwickeln, um auf solche unvorhergesehenen Ereignisse reagieren zu können. Dazu gehören die Diversifizierung der Lieferantenbasis, Aufbau von Lagerbeständen strategischer Materialien und eine stärkere Zusammenarbeit mit Lieferanten, um Engpässe zu vermeiden bzw. bestmöglich zu managen.

Die Erfahrungen aus diesem Zeitraum werden dazu dienen, zukünftige Risiken besser zu verstehen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Resilienz der Lieferketten zu stärken.

Im Verlauf des 2. Halbjahres gab es aufgrund der nachlassenden Konjunktur signifikante Verbesserungen bei den Lieferzeiten insbesondere im Metallbereich. Die Stabilisierung der Stahlpreise und ihre leichte Abnahme zum Ende des Berichtsjahres spiegeln die Entwicklung auf dem globalen Markt wider, die von Angebot und Nachfrage sowie den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen beeinflusst waren.

Zum Ende des 2. Halbjahres verbesserten sich auch die Lieferzeiten im Elektrobereich deutlich, bis auf wenige Komponenten sind nunmehr auch in diesem Bereich wieder normale Lieferzeiten gegeben, Entsprechend können wir zukünftig das Lager wieder auf ein normales Maß zurückfahren und unsere Lagerhaltungskosten entsprechend reduzieren.

Der Wareneinsatz liegt mit 47,9% % weiterhin deutlich unter 50 %, allerdings um 2,2 %-Punkte höher als im Vorjahr.

Personal

Das Geschäftsjahr 2023 war für unser Unternehmen durch eine gute Auslastung geprägt, was zu einer Erweiterung unseres Mitarbeiterstammes führte. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 209 auf 221, da wir uns gezielt in bestimmten Abteilungen verstärkten, um der guten Nachfrage gerecht zu werden, was wir überwiegend mit unseren selbst ausgebildeten Fachkräften bewerkstelligen.

Auch künftig legt transfluid besonderen Wert auf die Ausbildung junger Fachkräfte, die wir nach Möglichkeit am Ende ihrer Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis übernehmen. Wir sind der Überzeugung, dass wir unsere Fachkräfte selber ausbilden müssen, damit wir langfristig mit einem schlagkräftigen Team international erfolgreich sein können.

Zum 31.12.2023 beschäftigten wir insgesamt 37 Auszubildende, davon 28 im gewerblichen Bereich und 9 im kaufmännischen Bereich, einschließlich 8 weiblicher Auszubildenden in beiden Bereichen.

Neben der inner- und überbetrieblichen Ausbildung unserer Mitarbeiter sind wir auch bestrebt, diese während ihrer außerbetrieblichen Weiterbildung zu unterstützen, um sie nach Abschluss ihrer Weiterbildung wieder bei uns beschäftigen zu können.

Ausserdem hatten wir im Jahresverlauf 2023 77 Praktikanten, die in allen Bereichen Einblicke in die möglichen Ausbildungsberufe bei transfluid erhalten haben. Davon waren 44 Praktikanten in den gewerblichen Berufen unterwegs (davon 2 weiblich) und 33 Praktikanten holten sich Einblicke in allen kfm. Abteilungen.

Die monatliche Prämienzahlung an die Mitarbeiter wurden auch 2023 auf hohem Niveau beibehalten, zusätzlich haben wir in 2023 auch in mtl. Abschlägen die Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeiter ausgezahlt.

Ertragslage

Aufgrund des sehr guten Auftragseingangs im 1. Halbjahr konnten wir ein Auftragsplus von über 20 % für das gesamte Geschäftsjahr umsetzen. Umsatz und Gesamtleistung lagen leicht unter den angestrebten Zielen.

Im Bereich der Investitionen haben wir in 2023 alle notwendigen Reinvestitionen vorgenommen, grössere Investitionen in Immobilien wurden in den Vorjahren getätigt und waren daher in 2023 nicht notwendig.

Allerdings haben wir im Verlauf des Jahres 2023 ein großes Update unseres ERP-Programmes vorbereitet, welches wir über den Jahreswechsel umgesetzt haben. Dadurch werden wir zukünftig auch in diesem Bereich noch schlagkräftiger und effizienter. Wir werden die Geschäftsprozesse rationalisieren, können die Daten besser verwalten und ermöglichen dadurch verbesserte Entscheidungsfindungen.

Das Rohergebnis hat sich um T€ 883 von T€ 17.779 auf T€ 18.662 erhöht. Das Betriebsergebnis ist entsprechend von T€ 1.205 um T€ 184 auf T€ 1.389 angestiegen. Hier spiegelt sich die verbesserte Auftragslage und die allgemeine Verbesserung der Weltwirtschaft wider, was sich im Verlaufe des Jahres durch anziehende Preise und Verschlechterung der Lieferzeiten wieder etwas abgeschwächt hat.

Das Jahresergebnis jedoch hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 697) auf T€ 672 verringert. Dies ist im Wesentlichen auf das verschlechterte Finanzergebnis im Zusammenhang mit deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen zurückzuführen.

Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern liegt bei 10,25 % (Vj. 11,85 %) bzw. vor Steuern bei 14,55 % (Vj. 16,74 %).

Vermögenslage

Im Anlagevermögen erfolgten in 2023 Investitionen in Gesamthöhe von T€ 299 (Vj. T€ 4.340). Unter Berücksichtigung von Abschreibungen in Höhe von T€ 686 (Vj. T€ 511) hat sich das Anlagevermögen um T€ 388 reduziert. Die Vorräte haben sich um T€ 2.436 von T€ 8.492 auf T€ 10.928 erhöht. Dies ist insbesondere auf den Aufbau des Bestandes an unfertigen (+TEUR 1.839) sowie fertigen Erzeugnissen (+TEUR 510) sowie einem Bestandsaufbau an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (+TEUR 691) zurückzuführen. Reduzierent wirken sich die höheren, von den Vorratsbeständen abgesetzten, erhaltenen Anzahlungen aus (+TEUR 604). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um T€ 344 auf T€ 3.163 (Vj. T€ 3.507) verringert.

Finanzlage

Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgte aus Eigenmitteln und durch Bankdarlehen. Das Umlaufvermögen wird ebenfalls teilweise durch Bankdarlehen vorfinanziert. Dem kurzfristigen Umlaufvermögen i.H.v. T€ 14.091 (Vj. T€ 11.999) stehen kurzfristige Verbindlichkeiten einschließlich kurzfristiger Rückstellungen i.H.v. T€ 9.052 (Vj. T€ 7.607) gegenüber. Die Vermögens- und Finanzlage ist insgesamt als geordnet und stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Abzug von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Aufgrund des thesaurierten Vorjahresergebnisses ist das Eigenkapital zum Bilanzstichtag in Höhe des Ergebnisses 2023 von T€ 5.885 auf T€ 6.557 angestiegen. Die Eigenkapitalquote ist unter Berücksichtigung des oben beschriebenen angestiegenen Gesamtkapitals von 26,3 % auf 27,3 % gestiegen.

Das erzielte Ergebnis wird zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals verwendet. Die aktuelle Eigenkapital- und Liquiditätssituation ist insgesamt zufriedenstellend. Eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur wird angestrebt.

Risiken, Chancen und zukünftige Entwicklung

Risikobericht

Im Jahr 2024 stehen wir vor einer Reihe von Herausforderungen und Risiken, die sowohl interne als auch externe Faktoren betreffen. Es besteht darin, diese Risiken zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ihre negativen Auswirkungen auf unser Unternehmen zu minimieren.

Der andauernde Krieg in der Ukraine verbunden mit entsprechenden Sanktionen gegenüber Russland macht sich nachwievor in einigen Bereichen negativ bemerkbar. Das betriftt sowohl Beschaffung, Energie als auch Absatzmärkte.

Größere Probleme bereiten nachwievor die Veränderungen im Bereich der Energiepolitik der Bundesregierung sowie der damit verbundenen gravierenden Veränderungen u.a. im Automobilbereich und in der Haustechnik. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach nicht verplante Haushaltsmittel aus den Corona-Hilfen nicht für den Klimaschutz verwendet werden dürfen, hat zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage in den beiden genannten Bereichen geführt. Da diese Branchen für uns von entscheidender Bedeutung sind, hat dies direkte Auswirkungen auf unsere Marktsituation. Zur Reduzierung des Währungsrisikos und zur Sicherung der Kalkulationsbasis setzen wir bei Bedarf Devisentermingeschäfte ein. Dies ermöglicht es uns, unser Unternehmen gegen potenzielle Schwankungen auf den Devisenmärkten zu schützen.

Die Unternehmensleitung verfolgt insgesamt eine konservative Risikopolitik, um den Unternehmenserfolg vor jeglichen finanziellen Risiken abzusichern. Hierzu gehört auch die regelmäßige Erstellung von Liquiditätsplänen sowie ein monatliches Reporting, um die finanzielle Situation des Unternehmens genau zu überwachen und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen.

Um Ausfallrisiken zu minimieren, verfügt das Unternehmen über ein angemessenes Debitorenmanagement. Durch effektive Überwachung und Verwaltung der Debitorensalden streben wir eine optimale Liquiditätssituation an und minimieren das Risiko von Zahlungsausfällen.

Die Analyse der weltpolitischen Lage zeigt eine anhaltende Instabilität, die kurzfristig zu erheblichen Marktverwerfungen führen kann. Spannungen zwischen den Großmächten und regionale Konflikte weltweit erschweren eine zuverlässige und langfristige Planung für die Unternehmensführung.

Die Auswirkungen der Wahlen in den USA im November 2024 sind schwer abzuschätzen und könnten erhebliche Veränderungen in der globalen politischen Landschaft mit sich bringen. Ebenso gestaltet sich die Bewertung der politischen Entwicklungen in Russland und China als herausfordernd, da diese Länder eine wesentliche Rolle in der globalen Wirtschaft spielen und politische Veränderungen dort weitreichende wirtschaftliche Folgen haben könnten.

In Anbetracht dieser Unsicherheit ist es entscheidend, dass das Unternehmen flexibel bleibt und über eine robuste Risikomanagementstrategie verfügen, um auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können. Eine umfassende Überwachung der geopolitischen Lage und eine angemessene Anpassung der Geschäftsstrategie sind erforderlich, um einen angemessenen Erfolg zu erzielen.

Die aktuellen Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst sowie in der Energiewirtschaft und im Transport- und Verkehrssektor erhöhen die Kosten für Unternehmen. Diese zusätzliche Belastung könnte die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beeinträchtigen und Unternehmen dazu veranlassen, alternative Standorte im Ausland in Betracht zu ziehen, da höhere Kosten nicht umgehend an die Kunden weitergegeben werden können. Es ist wichtig, dass Entscheidungsträger sowohl auf Regierungs- als auch auf Unternehmensebene diese Herausforderungen ernst nehmen und nachhaltige Lösungen finden, um die Attraktivität Deutschlands als Wirtschaftsstandort zu erhalten.

Chancenbericht

Im Verlauf der letzten Jahre haben wir erfolgreich eine Umstrukturierung des Vertriebs durchgeführt und richten nun unseren Fokus darauf, die Kundenorientierung unseres gesamten Unternehmens zu verbessern. Im zweiten Halbjahr des Berichtsjahres haben wir erste Workshops durchgeführt, um diesen Prozess anzustoßen, und planen, diese im Jahr 2024 mit allen Abteilungen fortzuführen.

Wir beobachten weiterhin eine positive Entwicklung auf dem asiatischen und nordamerikanischen Markt. Im asiatischen Raum verlagern wir unsere Aufmerksamkeit vermehrt in Richtung Indien, da der chinesische Markt aufgrund politischer Einflüsse und Unsicherheiten schwierig einzuschätzen ist.

In den USA verzeichnen wir aufgrund der Investitionen in verarbeitende Gewerbe ebenfalls eine positive Entwicklung. Die fortlaufenden Investitionen und staatlichen Förderungen in unseren Kundensegmente lassen uns optimistisch auf eine weitere positive Entwicklung blicken. Auch das vierte Geschäftsjahr unserer Tochtergesellschaft wird ein positives Ergebnis liefern, was zur Stärkung des Eigenkapitals genutzt wird. Wir haben nicht nur unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Nordamerika erweitert, sondern auch in Mexiko. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die großen Marktpotenziale dort für unsere Expansionspläne zu nutzen.

Wir bleiben weiterhin engagiert, unsere Marktposition zu stärken und unsere Marktpräzisierung in Nordamerika, Asien und Mexiko auszubauen, um unsere nachhaltigen Unternehmensziele zu erreichen.

Die Ausweitung unseres Produktportfolios in den Bereichen Energie und Umwelt sowie die Bedienung verschiedenster Branchen und unsere internationalen Kundschaft bilden weiterhin eine solide Grundlage, um möglichen negativen wirtschaftlichen Einflüssen entgegenzutreten. Durch diese Diversifizierung sind wir weniger anfällig für Schwankungen in einzelnen Märkten und können auf eine breitere Basis zurückgreifen.

Darüber hinaus haben wir durch die Integration neuer Technologien unser Produktspektrum erweitert und werden auch in Zukunft durch strategische Partnerschaften die Qualität unserer Produkte durch entsprechende Schnittstellen noch flexibler vermarkten. Diese strategischen Allianzen ermöglichen es uns, auf diese Weise die Anforderungen unserer Kunden zu erreichen und innovative Lösungen anzubieten, die uns einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Diese Strategien werden konsequent in allen Bereichen vorangetrieben, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, unser Wachstum zu fördern und unseren Erfolg zu sichern. Indem wir auf Vielfalt, Innovation und Partnerschaften setzen, sind wir gut positioniert, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen und Chancen für weiteres Wachstum zu generieren.

Prognosebericht

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023.

Quelle: VDMA

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert.

Quelle: VDMA

Deutsche Konjunktur

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt.

Quelle: VDMA

Zu Jahresbeginn 2024 haben wir uns das Ziel gesetzt, die Umsatzerwartung des Vorjahres zu erreichen. Aufgrund des bisherigen Auftragseingangs und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland wird dies jedoch schwierig. Daher erwarten wir aktuell, dass wir einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres erzielen können.

Die Verunsicherung durch die deutsche Energie- und Verkehrspolitik hemmt die Investitionsbereitschaft und führt in Schlüsselindustrien wie der Automobilindustrie, der Haustechnik und der Landwirtschaft dazu, dass verschiedene Unternehmen bereits Kurzarbeit angemeldet haben.

Auch die immer weiter ausufernden fiskalen Regulierungen in der EU und insbesondere in Deutschland belasten die Unternehmen mit zusätzlichen bürokratischen und finanziellen Aufwänden, was die Ertragslage weiter verschlechtert.

Selbst wenn wir vermeintlich nicht direkt von diversen Normen und Regulierungen betroffen sind, spüren wir deren Auswirkungen bei der Auftragsvergabe unserer Kunden, wenn entsprechende Nachweise erbracht werden müssen.

Auch im Jahr 2024 werden wir notwendige Ersatzinvestitionen tätigen und die weitere Entwicklung abwarten sowie die nationalen und internationalen Märkte aufmerksam beobachten. Dank unseres großen Produktportfolios, unserer Innovationskraft und unserer gut ausgebildeten Mitarbeiter werden wir weiterhin die Anforderungen des Marktes annehmen und uns den Gegebenheiten stellen.

Wesentliches Zukunftsziel der Gesellschaft ist eine nachhaltige Ausrichtung der Gesellschaft. Wir planen im Jahr 2026 die DIN ISO 14001 - Umweltmanagement sowie DIN ISO 5001 - Energiemanagement einzuführen und werden dafür in den nächsten Jahren entsprechende Daten aufnehmen und auswerten, um unsere langfristen Nachhaltigkeitsziele definieren zu können.

In der Vergangenheit haben wir bereits viele Maßnahmen eingeführt und umgesetzt, die wir aber bisher noch nicht regelmäßig reporten.

Generell gehört nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvolles Handeln zu den Grundpfeilern unseres Geschäfts. Eine verlässliche und verantwortungsvolle Unternehmensführung ist die Basis für langfristigen, wirtschaftlichen Erfolg, fairen Wettbewerb und gesellschaftliche Akzeptanz. Dabei ist es unerlässlich, dass wir unsere Mitarbeiter als Grundlage für unseren Erfolg sehen. Ihre fachliche Qualifikation, ihr Engagement und die eindeutige Unterstützung für unser Unternehmen zeichnen sie aus und machen transfluid zu dem was es darstellt. Ein verlässlicher Partner - Die Lösung für Rohre. Dabei ist es wichtig, dass die Sicherheit in allen Handlungen absoluten Vorrang vor Umsatz und Gewinn hat.

Unsere Aufmerksamkeit gilt neben den eigenen Produktions- und Geschäftsprozessen immer auch der Lieferkette von Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen. Dabei wird auch immer der Produktnutzen und die Anwendung auf Kundenseite für eine nachhaltige, langfristige Lösung beachtet. Es ist Teil unserer unternehmerischen Verpflichtung, die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren und für nachkommende Generationen zu erhalten.

Entsprechend achten wir vor allem auch bei unseren Maschinen und Anlagen darauf, dass diese immer möglichst Energieeffizient produzieren und wir alle entsprechenden neuen Technologien zeitnah einsetzen, sofern das entsprechende Vorteile bringt.

 

Schmallenberg, den 17.06.2024

gez. Ludger, Bludau

gez. Benedikt, Hümmler

 

transfluid Maschinenbau GmbH

Geschäftsführung

gez. Stephanie Flaeper

gez. Burkhard Tigges

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.784.276,12 10.172.385,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.751,00 79.792,00
II. Sachanlagen 9.676.208,83 10.047.277,08
III. Finanzanlagen 45.316,29 45.316,29
B. Umlaufvermögen 14.091.349,08 11.999.191,93
I. Vorräte 10.928.106,14 8.491.873,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.162.640,87 3.506.759,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 602,07 558,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 158.618,86 195.420,96
Summe Aktiva 24.034.244,06 22.366.998,26

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.557.160,46 5.885.185,22
I. gezeichnetes Kapital 800.000,00 800.000,00
II. Bilanzgewinn 5.757.160,46 5.085.185,22
B. Rückstellungen 898.240,00 783.537,00
C. Verbindlichkeiten 16.575.718,60 15.698.276,04
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.125,00 0,00
Summe Passiva 24.034.244,06 22.366.998,26

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.661.980,78 17.779.130,99
2. Personalaufwand 12.469.418,64 11.041.911,20
a) Löhne und Gehälter 10.199.774,81 9.020.391,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.269.643,83 2.021.519,89
soziale Abgaben 2.007.609,36 1.777.221,70
davon Aufwendungen für Altersversorgung 262.034,47 244.298,19
3. Abschreibungen 686.495,54 510.563,15
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 686.495,54 510.563,15
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.116.928,53 5.021.389,70
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung -135.409,94 -438.558,74
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.894,02 4.055,41
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 413.421,67 206.206,81
a) Übrige / nicht zuordenbare sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 413.421,67 206.206,81
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 282.044,38 288.079,53
8. Ergebnis nach Steuern 695.566,04 715.036,01
9. sonstige Steuern 23.590,80 17.795,72
Jahresüberschuss 671.975,24 697.240,29

Anhang

I. Allgemeine Angaben sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft ist unter der Firma transfluid Maschinenbau GmbH, Schmallenberg, im Handelsregister B des Amtsgerichts Arnsberg HRB 2320 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung des Bilanzrichtlinien Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Die Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften erfolgte nach den Bestimmungen, wie sie für mittelgroße Kapitalgesellschaften vorgeschrieben sind.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die immateriellen Anlagegegenstände sowie die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften (AfA-Tabelle für Maschinenbau) vorgenommen. Die Abschreibungen auf die Anlagenzugänge des Geschäftsjahres sind linear pro rata temporis vorgenommen worden. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von jeweils Euro 250 wurden als Aufwand erfasst. Wirtschaftsgüter mit einem Wert größer Euro 250 bis Euro 800 wurden den steuerlichen Vorgaben folgend sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten. Abgrenzbare Teilbereiche, die mit Ihrem Gesamtwert von nachrangiger Bedeutung sind, werden mit einer gleichbleibenden Menge und einem gleichbleibenden Wert bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Die fertigen Erzeugnisse werden im Rahmen der Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit einem Abschlag vom Listenverkaufspreis für Vertriebs- und Verwaltungskosten und Gewinnmarge retrograd bewertet. Durch Abgleich mit dem erzielbaren Verkaufspreis werden die unfertigen Erzeugnisse mit dem strengen Niederstwertprinzip abgewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet.

Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Geldbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert bilanziert und betreffen für das Folgejahr bereits ausgezahlte Aufwendungen.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert worden.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert bilanziert und betreffen für das Folgejahr bereits erhaltene Erträge.

II. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen kumuliert
01.01.2023 31.12.2023
EUR
Zugänge Abgänge Umbuchungen
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen, EDV-Software und Sonstige Werte und Rechte 908.769,45 15.022,50
910.471,18 13.320,77
0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Grundstücke 1.273.234,83 0,00
1.273.234,83 0,00
0,00
Bauten 9.046.680,60 1.324,55
9.048.005,15 0,00
0,00
10.319.915,43 1.324,55
10.321.239,98 0,00
0,00
Maschinen 890.952,95 20.601,94
1.090.435,98 0,00
178.881,09
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.126.694,67 258.522,76
2.278.912,71 111.101,42
4.796,70
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 180.608,25 3.069,54
0,00 0,00
-183.677,79
13.518.171,30 283.518,79
13.690.588,67 111.101,42
0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.316,29 0,00
45.316,29 0,00
0,00
Summe Anlagenspiegel 14.472.257,04 298.541,29
14.646.376,14 124.422,19
0,00
Buchwert
01.01.2023 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
01.01.2023 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen, EDV-Software und Sonstige Werte und Rechte 828.977,45 32.060,50 13.317,77 79.792,00
847.720,18 0,00 62.751,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Grundstücke 0,00 0,00 0,00 1.273.234,83
0,00 0,00 1.273.234,83
Bauten 1.545.279,60 278.567,55 0,00 7.501.401,00
1.823.847,15 0,00 7.224.158,00
1.545.279,60 278.567,55 0,00 8.774.635,83
1.823.847,15 0,00 8.497.392,83
Maschinen 684.704,95 60.828,03 0,00 206.248,00
745.532,98 0,00 344.903,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.240.909,67 315.039,46 110.949,42 885.785,00
1.444.999,71 0,00 833.913,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 180.608,25
0,00 0,00 0,00
3.470.894,22 654.435,04 110.949,42 10.047.277,08
4.014.379,84 0,00 9.676.208,83
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 45.316,29
0,00 0,00 45.316,29
Summe Anlagenspiegel 4.299.871,67 686.495,54 124.267,19 10.172.385,37
4.862.100,02 0,00 9.784.276,12

Angaben zur Restlaufzeit der Verbindlichkeiten:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen bzw. Raumsicherungsübereignungen von Inventar und Warenlager, Abtretung von Außenständen, Globalabtretungen von Forderungen, selbstschuldnerischer Bürgschaften der vier Gesellschafter, institutionelle prozentuale Bürgschaften sowie Sicherungsübereignungen von Patenten, gewerblichen Schutzrechten sowie Maschinen im Rahmen eines Sicherheiten-Poolvertrages mit den kreditgewährenden Geschäftsbanken besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen T€ 12.384 (Vj. T€ 12.156). Davon haben T€ 4.122 (Vj. T€ 3.459) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und T€ 4.727 (Vj. T€ 5.069) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Von den übrigen Verbindlichkeiten haben T€ 4.031 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und T€ 160 über ein Jahr, jedoch unter fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen T€ 311 (Vj. T€ 120). Im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen die Verbindlichkeiten T€ 108 (Vj. T€ 81).

III. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 702 (Vj. T€ 750), davon fällig innerhalb eines Jahres T€ 254 (Vj. T€ 286), innerhalb von 1-5 Jahren T€ 455 (Vj. T€ 463) und in mehr als 5 Jahren T€ 0 (Vj. T€ 1).

IV. Sonstige Angaben

Zur Absicherung von Währungsrisiken bei mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Verkaufstransaktionen in USD wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften mit einem Gesamtvolumen von TUSD 1.250 eingesetzt. Unter Zugrundelegung der Terminkurse beträgt der Gegenwert TEUR 1.141. Die Zeitwerte der Termingeschäfte zum 31.12.2023, bewertet zum Stichtagskurs, betragen insgesamt saldiert rund TEUR 1.133. Die Devisentermingeschäfte und die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wurden zu einer Bewertungseinheit in Form eines macro hedges zusammengefasst. Aufgrund der festgestellten Wirksamkeit sind zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Als verbundenes Unternehmen wird die transfluid tube processing machinery Inc. mit Sitz in Simpsonville South Carolina, USA ausgewiesen. Die transfluid Maschinenbau GmbH ist 100 %-ige Anteilseignerin der Gesellschaft. Das Tochterunternehmen erwirtschaftete in 2023 ein positives Ergebnis in Höhe von 27.534,69 USD (Vj. 26.889,02 USD). Zum 31.12.2023 wird ein positives Eigenkapital in Höhe von 79.046,76 USD (Vj. 51.527,96 USD) ausgewiesen.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Geschäfte der Gesellschaft wurden von Herrn Ludger Bludau, Geschäftsführer Produktion / Vertrieb Frau Stephanie Flaeper, Geschäftsführerin Vertrieb / Marketing Herrn Benedikt Hümmler, Geschäftsführer Konstruktion / Produktion Herrn Burkhard Tigges, Geschäftsführer Einkauf / Controlling / Finanzen geführt.

Die Geschäftsführer sind allein vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit.

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 99 (i.Vj. 94) gewerbliche und 74 (i.Vj. 69) kaufmännische Arbeitnehmer sowie 33 (i.Vj. 30) Auszubildende (25 (i.Vj. 24) gewerbliche und 8 (i.Vj. 6) kaufmännische) beschäftigt.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn in voller Höhe vorzutragen.

 

Schmallenberg, den 17.06.2024

gez. Ludger Bludau

gez. Benedikt Hümmler

gez. Burkhard Tigges

gez. Stephanie Flaeper

Berichtsprüfung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die transfluid Maschinenbau GmbH, Schmallenberg

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der transfluid Maschinenbau GmbH, Schmallenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der transfluid Maschinenbau GmbH, Schmallenberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Meschede, den 17.06.2024

Schulte-Sprenger, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 30.6.2024.

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