EDEKA Fruchtkontor Logistik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Zusammengefasster Lageberichtdes EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG Konzerns und der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KGZum 1. Januar 2021 wurde im EDEKA ZENTRALE Konzern die gesellschaftsrechtliche Struktur vereinheitlicht und vereinfacht. Im Zuge dessen schied die vormalige EDEKA Aktiengesellschaft (in Folge der Neuordnung umfirmiert in EDEKA Einkaufskontor GmbH, nachfolgend EEK) als Komplementärin der EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG, Hamburg aus und trat in die im Dezember 2020 errichtete EDEKA ZENTRALE Handels Stiftung als Komplementärin ein. Als Folge der Einlage von 94,9 Prozent der Anteile an der EEK durch die EDEKA-Genossenschaften wurden die EEK sowie ihre verbundenen Unternehmen zum 1. Januar 2021 Tochtergesellschaften des EDEKA ZENTRALE Konzerns. Geschäftsmodell des EDEKA ZENTRALE KonzernsDer EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG Konzern (EDEKA ZENTRALE Konzern) ist ein Teil des EDEKA-Verbunds. Die wirtschaftliche Entwicklung der EDEKA ZENTRALE und des EDEKA ZENTRALE Konzerns kann nur im unmittelbaren Zusammenwirken mit der Gesamtheit aller Unternehmen im EDEKA-Verbund betrachtet und nachvollzogen werden. Dabei handelt es sich primär um die rund 3.500 selbstständigen EDEKA-Einzelhandelsunternehmer, die den weit überwiegenden Teil der EDEKA-Märkte betreiben. Sieben regionale EDEKA-Großhandelsbetriebe (nachfolgend Großhandelsbetriebe) versorgen die EDEKA-Einzelhandelsunternehmer mit einem breit gefächerten Sortiment hochwertiger Lebensmittel und unterstützen die Entwicklung von Standorten.
Der EDEKA-Verbund stellt die Förderung des selbstständigen Einzelhandels bei der Existenzsicherung und -gründung sowie seine kontinuierliche Geschäftsentwicklung im Wettbewerbsumfeld in den Mittelpunkt des Organisationsmodells. Der genossenschaftliche Förderauftrag ist somit oberste Leitlinie des Verbunds. Die Koordination der EDEKA-Strategie erfolgt durch die EDEKA ZENTRALE. Sie steuert das nationale Warengeschäft einschließlich der Weiterentwicklung des Eigenmarken-Programms, verbunden mit einem umfangreichen Qualitätssicherungssystem. Ebenso bündelt sie zahlreiche nationale Vertriebs- und Marketingaktivitäten, etwa die erfolgreiche Markenkampagne "Wir <3 Lebensmittel". Aus der EDEKA-Zentrale erfolgen die Impulse zur Realisierung verbundübergreifender Ziele wie beispielsweise dem Schaffen durchgängiger IT-Strukturen, der Entwicklung von Fachmarktkonzepten oder von zeitgemäßen Personalentwicklungs- und Qualifizierungskonzepten für den Einzelhandel. Die EDEKA ZENTRALE betreibt außerdem das Zentralregulierungsgeschäft für die Industrie auf der einen und für die Großhandelsbetriebe, Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG (nachfolgend Netto Marken-Discount oder Netto) sowie BUDNI Handels- und Service GmbH & Co. KG (nachfolgend BHSG) auf der anderen Seite. Mit ihrem Tochterunternehmen Netto Marken-Discount ist der EDEKA ZENTRALE Konzern erfolgreich im deutschen Discountgeschäft aktiv. Weiterhin ist die EDEKA ZENTRALE mehrheitlich an der BHSG beteiligt, die für den Drogeriemarktbetreiber Budnikowsky (nachfolgend Budni) und den EDEKA-Verbund Warenlieferungen sowie drogeriemarktspezifische Dienstleistungen erbringt. Des Weiteren werden im Konzern durch die Unternehmen der Sonnländer-Gruppe (nachfolgend Sonnländer) Fruchtsaftgetränke produziert. Zur Produktion vorgegarter Teiglinge wird mit einem Kooperationspartner ein vollautomatisches Backwerk mit automatisiertem Tiefkühllager betrieben. Das Tochterunternehmen EEK und ihre Tochtergesellschaften agieren für den EDEKA ZENTRALE Konzern in den Bereichen Fruchtkontor sowie Import und sonstiger Handel. Als einer der größten europäischen Fruchtvermarkter steuert der Bereich Fruchtkontor den weltweiten Einkauf von Obst und Gemüse sowie Blumen und Pflanzen aus rund 85 Ländern mit mehr als 1.000 Produzenten für den EDEKA-Verbund. Zu den Aufgaben des Bereichs Import und sonstiger Handel zählt insbesondere der Import von Konserven, Trockenfrüchten und Spirituosen. Gemeinsam mit dem niederländischen Online-Händler Picnic hat EDEKA im Geschäftsjahr 2020 das Unternehmen Everest B.V. (nachfolgend EVEREST) mit Sitz in Amsterdam gegründet. Ziel der Gründung ist die konsequente Fortführung der internationalen Ausrichtung der Beschaffungsaktivitäten. Aufgaben der EVEREST sind der zentrale Einkauf von Lebensmitteln im Wesentlichen im Markenbereich, die Durchführung von Verhandlungen mit Lieferanten für beide Unternehmen sowie die Weiterentwicklung des Eigenmarkengeschäfts. Im Frühjahr 2021 hat die EDEKA ZENTRALE ihre Anteile an dem internationalen Bündnis AgeCore an die verbleibenden Gesellschafter veräußert und gleichzeitig mit fünf weiteren Partnern die Epic Partners SA, Genf / Schweiz, (nachfolgenden EPIC) gegründet. Die EPIC ermöglicht es den beteiligten Handelsunternehmen, ihre vertrieblichen Leistungen auf internationaler Ebene zu bündeln. Die Aufgabe von EPIC ist es, ergänzende internationale Dienstleistungen und vertriebliche Aktivitäten für die beteiligten Partner zu verhandeln und vertraglich zu vereinbaren. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie hatte auch im Jahr 2021 einen starken Einfluss auf die weltweite konjunkturelle Entwicklung - neben den Einschränkungen, die sich in den einzelnen Volkswirtschaften durch Infektionsschutzmaßnahmen ergaben, sorgten insbesondere anhaltende Störungen der weltweiten Lieferketten für Beeinträchtigungen. Dennoch erholt sich die deutsche Volkswirtschaft und verzeichnet einen Anstieg des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts von 2,7 Prozent, bleibt aber nach dem Einbruch im Vorjahr um fünf Prozent weiterhin unter dem Vorkrisenniveau. Während sich die privaten Konsumausgaben auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres bewegen, ist beim Arbeitsmarkt eine leichte Erholung zu beobachten. Hier verzeichnet die Statistik 115.000 Erwerbstätige mehr als im Vorjahr, und dieser Anstieg resultiert vor allem aus dem Anstieg sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse. Im Einzelhandel insgesamt verzeichnet das Statistische Bundesamt ein Umsatzwachstum von nominal 2,5 Prozent. Dabei ergibt sich unter Pandemiebedingungen ein differenziertes Bild. Während der stationäre Nonfood-Handel über das erste Quartal hinaus unter den Einschränkungen des "2. Lockdowns" und im vierten Quartal unter Zutrittsbeschränkungen nach den "2G-Regeln" litt, wuchs der Online-Handel insgesamt um 13,2 Prozent. Die Einschränkungen, die die Entwicklung des stationären Nonfood-Handels wie auch der Gastronomie hemmten, begünstigten den stationären Lebensmittel- und Drogeriewaren-Einzelhandel. Dieser wuchs nach dem Rekordjahr 2020 erneut, jedoch mit deutlich nachlassender Dynamik - die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) verzeichnet ein Wachstum von ca. 1 Prozent. Dabei entwickelten sich die Vollsortimenter und die Drogeriemärkte deutlich besser als der Mittelwert. Wohingegen die Discounter nach den Erhebungen der GfK nicht an die Wachstumsdynamik des ersten Corona-Jahres anknüpfen konnten und sich sogar leicht rückläufig entwickelten. Eine weiterhin dynamische Entwicklung zeigt der Online-Lebensmittelhandel. Auf die außerordentlichen Wachstumsraten des Jahres 2020 folgten im abgelaufenen Jahr nochmals Steigerungen im niedrigeren zweistelligen Bereich. Geschäftsverlauf 2021Entwicklung des EDEKA-Verbunds im Überblick
Der EDEKA-Verbund hat seine Position im weiterhin von hoher Wettbewerbsintensität geprägten deutschen Lebensmitteleinzelhandel erneut ausgebaut und blieb auch im zurückliegenden Geschäftsjahr auf Wachstumskurs. Mit EUR 62,7 Mrd. (Vorjahr EUR 61,0 Mrd.) stieg der Gesamtumsatz 2021 um 2,8 Prozent. Die Sparte Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete im selben Zeitraum einen Umsatzzuwachs von 2,7 Prozent auf EUR 58,8 Mrd. (Vorjahr EUR 57,3 Mrd.). Der selbstständige Einzelhandel bildet das Kerngeschäftsfeld des Verbunds und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 Erlöse in Höhe von EUR 34,7 Mrd. (Vorjahr EUR 33,1 Mrd.) und damit ein Plus von 4,6 Prozent. Auf vergleichbarer Fläche verlief die Entwicklung ebenfalls positiv. Der Umsatz stieg hier gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent. Diese Geschäftsentwicklung ist wesentlich von der auch in 2021 anhaltenden Corona-Pandemie und ihren Folgen geprägt. Der Bereich C+C / Großverbrauchergeschäft entwickelte sich erneut rückläufig. Der geringere Umsatz im Vorjahresvergleich ist insbesondere bedingt durch die geringere Nachfrage aufgrund der umfangreichen Schließungen der Gastronomie und der geringen Umsätze von Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung. Auch in anderen Segmenten, wie dem Backwareneinzelhandel, wirkte sich die Corona-Pandemie weiterhin nachteilig aus. Geschäftsverlauf des EDEKA ZENTRALE Konzerns im Überblick Durch die zum 1. Januar 2021 erfolgte Einlage von 94,9 Prozent der Anteile an der EEK (ehemals EDEKA AG) und die sich daraus ergebene neue gesellschaftsrechtliche Struktur des EDEKA ZENTRALE Konzerns ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt. Daher wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Ertragslage des EDEKA ZENTRALE KonzernsUmsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr
Der EDEKA ZENTRALE Konzern erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von EUR 43.938,5 Mio. und lag damit um 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert (Vorjahr EUR 42.434,7 Mio.). Im Vorjahr wurde eine Stagnation der Umsätze prognostiziert, sodass der tatsächliche Anstieg über der Erwartung liegt. Diese überdurchschnittliche Umsatzentwicklung des Jahres 2021 war maßgeblich durch die anhaltende Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen geprägt. Das Warengeschäft der EDEKA-Zentrale - bezogen auf den Umsatz - legte um EUR 973,2 Mio. zu. Hier wirkten sich ein erhöhter Warenbezug seitens der Großhandelsbetriebe, aber auch das gestiegene Verrechnungsvolumen von Netto Marken-Discount aus. Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie hat sich auch die Flächenentwicklung im Vertriebsnetz positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Die Gesamtverkaufsfläche im EDEKA-Verbund stieg von 11,6 auf 11,9 Mio. Quadratmeter. Nicht länger zeitgemäße und kleinere Standorte wurden dabei durch größere Einzelhandelsflächen ersetzt und zahlreiche bestehende Märkte wurden erweitert und modernisiert. Das Vertriebsnetz des EDEKA-Verbunds umfasste zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres insgesamt 11.114 Einzelhandelsstandorte (Vorjahr 11.112 Standorte). Des Weiteren haben sich die im Jahr 2021 übernommenen real Standorte positiv auf die Umsatz- und Flächenentwicklung des EDEKA-Verbundes ausgewirkt. Auch Netto Marken-Discount konnte seine Umsätze erneut erhöhen. Das bundesweite Vertriebsnetz von Netto Marken-Discount umfasste am 31. Dezember 2021 4.281 Standorte (Vorjahr 4.262). Auf Grund der gestiegenen Anzahl an Standorten sowie dem Effekt aus Filialschließungen, denen Neueröffnungen mit deutlich größerer Verkaufsfläche gegenüberstehen, ergibt sich ein Anstieg der Gesamtverkaufsfläche im Berichtszeitraum um 57.509 Quadratmeter auf 3,42 Mio. Quadratmeter (Vorjahr 3,36 Mio. Quadratmeter). Insgesamt konnte Netto Marken-Discount zusammen mit dem Online-Handel der NeS GmbH im Berichtsjahr seine Außenumsätze um EUR 177,1 Mio. steigern. Des Weiteren erhöhten sich die Umsatzerlöse des Konzerns durch die erstmalige Einbeziehung des Teilkonzerns der EEK seit dem 1. Januar 2021. Die EEK und ihre Tochterunternehmen erzielten einen Außenumsatz von EUR 3.956,4 Mio. Die unter den sonstigen Umsatzerlösen ausgewiesenen Umsätze vor Konsolidierung resultieren im Wesentlichen aus Energieverkäufen sowie IT-Dienstleistungen. Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (KURZFORM) FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021
Das Betriebsergebnis des EDEKA ZENTRALE Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. Es lag mit EUR 411,0 Mio. um EUR 24,6 Mio. über dem Vorjahr. Einfluss auf diese positive Entwicklung hat dabei insbesondere der um EUR 162,7 Mio. auf EUR 4.718,6 Mio. gestiegene Rohertrag. In diesem Bereich wirkten sich insbesondere die erhöhten Umsätze aus dem Warengeschäft der EDEKA-Zentrale, der Anstieg bei Netto Marken-Discount sowie des Teilkonzerns der EEK aus. Auf die Veränderung des negativen Saldos aus betrieblichen Aufwendungen und betrieblichen Erträgen wirkten sich insbesondere gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen, gestiegene Abschreibungen bedingt durch den Anteilserwerb an Netto Marken-Discount in 2020 sowie ein erhöhter Personalaufwand aus, welcher wesentlich durch Netto Marken-Discount geprägt wird. Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Kostenerstattungen sowie periodenfremde Erträge, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen maßgeblich von den Mietaufwendungen für Einzelhandelsstandorte von Netto Marken-Discount bestimmt werden. Als weitere nennenswerte Posten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen darüber hinaus Werbeaufwendungen, Kosten des Vertriebes, Energieaufwendungen sowie Aufwendungen für Instandhaltung enthalten. Das Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen wird maßgeblich von den anteiligen Ergebnissen der Großhandelsbetriebe des vorangegangenen Geschäftsjahres bestimmt. Der Steueraufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr - insbesondere aufgrund eines gesunkenen zugrundeliegenden steuerlichen Einkommens - um EUR 8,8 Mio. vermindert. Der Rückgang des Anteils des auf nicht beherrschende Anteile entfallene Konzern-Jahresüberschusses von EUR 24,4 Mio. auf EUR 0,0 Mio. resultiert auf dem zum 31. Dezember 2020 ausgeschiedenen Minderheitsgesellschafter bei Netto Marken-Discount. Der Konzern-Jahresüberschuss lag mit EUR 350,9 Mio. deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2020 (EUR 302,4 Mio.) und über der Prognose für das Geschäftsjahr 2021. Die in 2021 anhaltenden Effekte aus der Corona-Pandemie haben die Entwicklung nicht unwesentlich beeinflusst. Vermögens- und Finanzlage des EDEKA ZENTRALE KonzernsKONZERNBILANZ NACH FRISTIGKEIT (KURZFORM)
Die Bilanzsumme des EDEKA ZENTRALE Konzerns erhöhte sich um EUR 336,4 Mio. auf EUR 9.329,5 Mio. (Vorjahr EUR 8.993,1 Mio.). Die Veränderungen auf der Aktivseite resultieren im Wesentlichen auf Zugängen im Finanzanlagevermögen. Gegenläufig wirkten sich die höheren planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, bedingt durch den vollständigen Erwerb aller Anteile an der Netto Marken-Discount in 2020, aus. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte ist insbesondere auf einen höheren Bestand der Vorräte zurückzuführen. Dies resultiert zum einen aus einem höheren Bestand bei der Netto Marken-Discount und der BHSG sowie zum anderen aus der Einbeziehung der EEK. Der Anstieg der langfristigen Mittel ist überwiegend durch die Entwicklung des Eigenkapitals begründet. Diese ergibt sich durch den deutlich gestiegenen Konzern-Jahresüberschuss sowie die Zuführung zu den Rücklagen im Geschäftsjahr. Des Weiteren wird seit dem Geschäftsjahr 2021 ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der EEK ausgewiesen. Die Auflösung des Postens erfolgt analog zu den aufgedeckten stillen Reserven. Im kurzfristigen Fremdkapital ergibt sich die Erhöhung insbesondere durch die gestiegenen kurzfristigen Rückstellungen sowie durch die im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit gewachsenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Liquidität und Kapitalstruktur
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zeigt sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Ursächlich hierfür ist insbesondere ein im Vergleich zum Vorjahr verminderter Anstieg der Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Weiterhin ergab sich ein im Vorjahresvergleich stark erhöhter Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit. Dies ist im Wesentlichen mit der Zahlung des Kaufpreises aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der Netto Marken-Discount begründet. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist auf dem Niveau des Vorjahres. Bei einer erhöhten Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote des EDEKA ZENTRALE Konzerns nunmehr bei 23,7 Prozent (Vorjahr 23,3 Prozent). Unter Einbeziehung des passiven Unterschiedsbetrages ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 23,9 Prozent (Vorjahr 23,5 Prozent). Den Konzernunternehmen steht über die EDEKA ZENTRALE ein im Dezember 2021 abgeschlossener Konsortialkredit auf revolvierender Basis mit einer Gesamtkreditzusage von EUR 400,0 Mio. zur Verfügung. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit bis Dezember 2024. Abgerufene Kreditbeträge sind nach Verschuldungsgrad variabel basierend auf dem Euribor, verzinst. In der Marge schlägt sich auch die Zielerreichung von drei Environment-Social-Governance-Zielen (ESG) nieder. Die über den Konsortialkredit zugesagte Kreditlinie von EUR 400,0 Mio. wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Zur Deckung zusätzlichen Bedarfes, insbesondere aus dem Erwerb der Minderheitenanteile an der Netto Marken-Discount, wurden im November 2020 Schuldscheindarlehensverträge mit Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren in Höhe von insgesamt EUR 400,0 Mio. abgeschlossen. Die Verzinsung ist überwiegend fix, variable Tranchen basieren auf dem Sechsmonats-Euribor. Das Gesamtvolumen verteilt sich dabei auf mehr als 200 Investoren. Des Weiteren stehen der EDEKA ZENTRALE mittelfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 470 Mio. mit einer marktüblichen, festen Verzinsung zur Verfügung. Zur Sicherstellung kurzfristigerer Liquiditätsbedarfe wurden mit verschiedenen Kreditinstituten bilaterale Kreditlinien in etwa der Höhe des Konsortialkreditvertrags vereinbart. Diese Kreditlinien werden, soweit in Anspruch genommen, tagesbasiert variabel verzinst. Zum Stichtag wurden bilaterale Kreditlinien in Höhe von EUR 64,5 Mio. in Anspruch genommen. Der EDEKA ZENTRALE Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die mit Banken für Darlehen vereinbarten Covenants wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr eingehalten. Sämtliche finanzierende Banken sind ausnahmslos mit einem Investment-Grade-Rating versehen. Investitionen Im Berichtsjahr investierte der EDEKA ZENTRALE Konzern insgesamt EUR 292,6 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände (exklusiv Geschäfts- oder Firmenwerte) und Sachanlagen. Sie waren in Höhe von EUR 287,7 Mio. zahlungswirksam. Die Sachinvestitionen betrafen im Wesentlichen den Discount-Bereich. Die Investitionen des Berichtsjahres entsprachen damit im Wesentlichen der Planung. Hier wurde insbesondere der Ausbau und die Modernisierung des Filialbereichs vorangetrieben. Des Weiteren wurde maßgeblich in Finanzanlagen investiert. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte aus dem operativen Cashflow sowie durch Inanspruchnahme von Kreditlinien. Im laufenden Geschäftsjahr sind weitere Investitionen in Höhe von rund EUR 358 Mio. geplant. Sie betreffen insbesondere die Modernisierungen und Neueröffnungen von Filialen sowie Logistikeinrichtungen. Die Finanzierung wird im Wesentlichen aus dem operativen Überschuss erfolgen. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des EDEKA ZENTRALE Konzerns Vor dem Hintergrund einer immer noch deutlich erhöhten Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel aufgrund der Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie wurde ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum erzielt. Das Konzernergebnis übertraf dabei die Erwartungen. Eine solide Liquiditäts- und Finanzierungsbasis sowie die ausgewogene Vermögenslage belegen darüber hinaus die stabile wirtschaftliche Lage des Konzerns. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche Eckdaten und zu erwartende Marktentwicklungen Nach Auffassung der Bundesregierung wird für 2022 ein Anstieg des preisbereinigten BIP um 3,6 Prozent (Jahreswirtschaftsbericht 2022) erwartet. Als Grundlage für diese Prognose geht die Bundesregierung davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2022 noch starken Beeinträchtigungen aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt ist. Im weiteren Jahresverlauf sei nach einer Abflachung des Infektionsgeschehens - und der Rücknahme der pandemiebedingten Einschränkungen im öffentlichen Leben - von einer dynamischeren Entwicklung der Konjunktur auszugehen. Die Industrie werde ihre Produktion wieder steigern können, sobald sich die Lieferengpässe im Laufe des Jahres verringern. Insgesamt wird laut Bundesregierung die Leistung der Weltwirtschaft im Jahr 2022 weiter wachsen. Es ist jedoch - anders als in Deutschland - mit einem geringeren Wachstum gegenüber dem von Aufholeffekten geprägten Vorjahr auszugehen. Die deutschen Exporte werden aufgrund des hohen Auftragsbestandes deutlich anwachsen und somit auch die Investitionstätigkeit der Unternehmen positiv beeinflussen. Hervorzuheben ist allerdings, dass die Einschätzung der Bundesregierung die derzeit wahrscheinlichste Entwicklung darstellt. Risiken für die weitere Entwicklung ergäben sich aus dem weiteren Pandemieverlauf, welcher auch noch weitere von der Politik ergriffene Maßnahmen notwendig machen könnte. Gegenläufig könnte eine positivere Entwicklung als erwartet eintreten, sofern die Pandemie schneller als angenommen eingedämmt und überwunden wird. Des Weiteren sind die möglichen Auswirkungen aus dem kriegerischen Konflikt in der Ukraine und den daraus resultierenden Sanktionen auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen zur Zeit nicht abschätzbar. Die Prognose 2022 der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist daher mit hohen Unsicherheiten behaftet. Prognosebericht des EDEKA ZENTRALE Konzerns für das Geschäftsjahr 2022 Die überdurchschnittliche Umsatzentwicklung des Jahres 2021 war vor allem von der Corona-Pandemie und ihren Rahmenbedingungen geprägt. Auch die Umsatzentwicklung im aktuellen Jahr 2022 hängt in hohem Maße von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie bzw. der politischen Maßnahmen zu ihrer Eindämmung ab. Aufgrund der derzeit kaum einschätzbaren Entwicklung ist eine konkrete Umsatzprognose für den Einzelhandel im EDEKA-Verbund mit hohen Unsicherheiten behaftet und nur bedingt möglich. Mit der weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie in 2022 und der damit einhergehenden Verschiebung der Nachfrage vom Lebensmitteleinzelhandel hin zu Gastronomie und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung kann grundsätzlich von einer Nachfrage- und Umsatzentwicklung auf bzw. leicht unter dem Niveau des Jahres 2021 ausgegangen werden. Die Integration der vereinbarten real-Standorte wird sich hingegen positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken. Mit der anhaltenden Pandemie in 2022 sind allerdings auch weitere Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. So ist zu befürchten, dass sich weitere notwendige staatliche Maßnahmen negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Bei einer anhaltenden Inflation, abnehmenden Reallöhnen und einem geringeren zur Verfügung stehenden Einkommen könnten auch die privaten Konsumausgaben zurückgehen, was wiederum zu einer rückläufigen Nachfrage- und Umsatzentwicklung des Lebensmitteleinzelhandels führen könnte. Unter diesen Rahmenbedingungen lautet die oberste Zielsetzung für den EDEKA-Verbund, die im Geschäftsjahr 2021 hinzugewonnenen Marktanteile im Wettbewerb zu halten. Die möglichen Entwicklungen im regionalen Einzelhandel wirken sich entsprechend auch auf das Warengeschäft des EDEKA ZENTRALE Konzerns aus. Sowohl für das Warengeschäft mit den Großhandelsbetrieben als auch für den Bereich Netto Marken-Discount werden 2022 - abhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie - ein Umsatzniveau des Jahres 2021 bzw. ein leichter Umsatzanstieg erwartet. Für 2022 wird von einem leichten Anstieg des Personalaufwands im Konzern ausgegangen. Ursächlich hierfür werden insbesondere Lohn- und Gehaltsanpassungen sein. Das Konzernergebnis 2022 wird auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Investitionen des EDEKA ZENTRALE Konzerns werden überwiegend bei Netto Marken-Discount getätigt. Neben Maßnahmen zur Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Filialnetzes sind auch Investitionen in die Logistikstrukturen geplant. Auf Konzernebene wird für 2022 von einem operativen Liquiditätszufluss ausgegangen, der leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres liegen wird. Ziel der Unternehmensleitung ist es, in einem weiterhin dynamischen Wettbewerbsumfeld die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung der vergangenen Jahre auch künftig fortzusetzen. Für 2022 wird insgesamt von einem zufriedenstellenden Geschäftsverlauf ausgegangen. Die Entwicklung des Konzernumsatzes ist aufgrund des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie mit hohen Unsicherheiten behaftet und wird auf bzw. leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegen. RISIKO- UND CHANCENBERICHTGeschäftsrisiken und -chancen Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel zählt zu den am härtesten umkämpften Teilmärkten der Volkswirtschaft. Mit seinem Modell des von selbstständigen Kaufleuten geführten Lebensmitteleinzelhandels und einem erfolgreichen Discount-Format ist der EDEKA-Verbund in diesem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld gut aufgestellt. Von den Leistungen der zentralen und regionalen Vorstufen des EDEKA-Verbunds profitiert insbesondere das von selbstständigen Kaufleuten geführte Vollsortimentsgeschäft. Mit ihren individuellen, auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Markt- und Sortimentskonzepten sind die Kaufleute jederzeit in der Lage, sich flexibel auf die Herausforderungen des Marktes einzustellen. Das Marktumfeld des Lebensmitteleinzelhandels ist geprägt von einer hohen Marktdichte durch Wettbewerber. Angesichts der Verknappung attraktiver neuer Standorte legt der EDEKA-Verbund und insbesondere das Discount-Segment mit Netto den Fokus auch auf die Aufwertung des bestehenden Filialnetzes durch Umbauten, Erweiterungen, Modernisierungen oder Umsetzungen. Bei Investitionen in Modernisierungen, in Einrichtungen und Ladenkonzepte steht nicht nur das neue optische Erscheinungsbild im Rahmen der Corporate Identity im Vordergrund, sondern auch der Einsatz neuer Technologien. So kann durch die Aufwertung der Verkaufsstätten die Produktivität auf bestehender Fläche erhöht werden. Ferner bildet die Modernisierung und Aufwertung der Märkte ein wesentliches Instrument der Kundenbindung im kompetitiven Marktumfeld. Vor dem Hintergrund der Kundenbindung gewinnt die Gestaltung attraktiver Angebote an höherwertigen Lebensmitteln zunehmend an Bedeutung. Regionale Produkte und authentische, auf Menschen mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft zugeschnittene Spezialsegmente sowie Bio- und Convenience-Erzeugnisse sind daher in den letzten Jahren verstärkt in das Sortiment integriert worden. Zudem rücken Partnerschaften wie mit der DeutschlandCard und dem WWF als vielfältige und individuelle Möglichkeit der Kundenbindung immer weiter in den Fokus. Im EDEKA ZENTRALE Konzern werden Eigenmarken auch in eigenen Produktionsstätten hergestellt. Durch eine Erweiterung der Wertschöpfungskette sollen Effizienz und Unabhängigkeit des Konzerns deutlich gesteigert werden. Den Vorteilen einer verstärkten Vertikalisierung stehen dabei nicht unerhebliche Personal- und Sachkosteninvestitionen gegenüber, die insbesondere bei negativen Marktveränderungen und resultierenden Absatzrückgängen kompensiert werden müssen. Die aktive Mitgliedschaft der EDEKA ZENTRALE in den relevanten Branchenverbänden trägt dazu bei, dass allen regulatorischen Anforderungen, etwa hinsichtlich des Lebensmittelrechts, jederzeit Rechnung getragen wird. Auch im verstärkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und weiteren Anspruchsgruppen auf nationaler und europäischer Ebene nimmt die EDEKA ZENTRALE die Interessen der Kaufleute wahr. Aus regulatorischer und politischer Hinsicht war das Jahr 2021 u.a. weiterhin geprägt von der Umsetzung der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Regelung sogenannter "unlauterer Handelspraktiken" in der Lebensmittel-Lieferkette ("UTP-RL") in deutsches Recht. Obwohl im Koalitionsvertrag der großen Koalition noch festgelegt war, dass europäische Richtlinien 1:1 umzusetzen sind, wurde die UTP-RL nicht 1:1, sondern in wesentlichen Punkten zulasten der Händler restriktiver umgesetzt. Dies hat bereits zu Veränderungen in den Verhandlungen zwischen Handel und Industrie geführt. Derzeit wird über die Auslegung des deutschen Umsetzungsgesetzes der UTP-RL diskutiert. Es ist in vielen Punkten sehr unbestimmt. Vom Ausgang dieser Diskussionen wird es abhängen, welchen konkreten Umfang nachteilige Auswirkungen der neuen Gesetzgebung auf den Handel und letztlich auch auf die Verbraucher haben werden. Operative Risiken und Chancen Der EDEKA ZENTRALE Konzern ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Veränderungen der Konsumentennachfrage, aber auch des Wettbewerbs in besonderem Maße ausgesetzt. Beide Faktoren haben maßgeblichen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnissituation. Das Einkaufsverhalten der Verbraucher ebenso wie der Wettbewerb werden daher ständig beobachtet und analysiert. Die EDEKA ZENTRALE steuert das nationale Warengeschäft. Durch Wahrnehmung dieser Verantwortung wird für den selbstständigen Einzelhandel eine attraktive Ausgangssituation geschaffen und zugleich seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gestärkt. Darüber hinaus profitieren die Kaufleute von unterschiedlichen Vergütungs- und Anreizsystemen, beispielsweise Zuschüssen für neu geschaffene Verkaufsflächen. Mit der Eigenproduktion von Fruchtsaftgetränken durch Sonnländer, der Produktion von Wein und Sekt durch die Rheinberg Kellerei sowie der Herstellung von Backwaren durch einen Kooperationspartner ist eine größere Unabhängigkeit und Flexibilität in diesen Marktsegmenten aufgebaut worden. Neben der größeren Unabhängigkeit vom Marktgeschehen und von Lieferanten ist im Rahmen einer solchen Vertikalisierung auch die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette möglich. Dem Risiko der Unterauslastung der durch die beschriebene Vertikalisierung geschaffenen Produktionsstandorte wird durch ein dezidiertes Absatz- und Produktionscontrolling entgegengewirkt. Ebenso wie die Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte sowie der Einkaufspreise für Markenartikel, die einer ständigen Beobachtung unterliegt, stellt die Verschärfung der Preisentwicklungen im Wettbewerbsumfeld des Lebensmitteleinzelhandels weiterhin eine große Herausforderung dar. Insbesondere der im Discount-Wettbewerb forcierte Ausbau des Markengeschäfts, eine Verschärfung des Online-Handels sowie ein steigender Anteil des Aktionsgeschäfts können zu fallenden Ladenverkaufspreisen führen. Durch große Sortimentsvielfalt und eine stabile Lieferantenstruktur mit einem hohen Anteil regionaler Produzenten beugt der EDEKA-Verbund potenziellen Risiken vor und gewährleistet eine verlässliche, für den Verbraucher nachvollziehbare Preisgestaltung. Einem veränderten Konsumverhalten, vor allem dem sensitiveren Ernährungsbewusstsein, wird durch Schaffung neuer Wachstumssegmente Rechnung getragen. Die stetige Verbesserung der Wertschöpfung auf allen Prozessebenen und insbesondere im Einzelhandel zählt zu den wesentlichen Aufgaben der EDEKA DIGITAL GmbH, Hamburg. Die Nutzung der stufenübergreifenden Warenwirtschaft bietet u.a. verbesserte Möglichkeiten für Berichtswesen, Analysen und somit für die Steuerung des jeweiligen Geschäfts. Zusätzlich trägt dies dazu bei, die Kommunikation und den Austausch zwischen Großhandelsbetrieben und Kaufleuten zu intensivieren. Mittels einer deutlich verbesserten Steuerung des Warengeschäfts sollen der Einkauf optimiert und weitere Vorteile auch für den EDEKA-Einzelhandel erzielt werden. Darüber hinaus schafft die weitere Digitalisierung der Prozesse zusätzliche Effizienz- und Kostenpotenziale. Neue Geschäftsideen und -modelle im eBusiness-Umfeld (z.B. Digitale Angebotskommunikation) können besser oder auch erstmalig unterstützt werden. Die Entwicklung des europäischen Transportmarktes, die wachsenden Mautkosten, der Mangel an LKW-Fahrern und steigende Dieselpreise sind zentrale Themen der Logistik. Die Steigerung der Fahrzeugauslastung vom Rohstofftransport bis zum Einzelhändler ist daher eine zwingende Voraussetzung, um die Aufwands- und Ertragssituation zu kontrollieren. Netto Marken-Discount investiert kontinuierlich in die Optimierung des eigenen Logistiknetzes. Um der Verknappung des verfügbaren Frachtraums in Europa und Deutschland sowie dem Mangel an LKW-Fahrern zu begegnen, werden in den kommenden Jahren die Investitionen für den eigenen Fuhrpark erhöht. Dem Risiko steigender Energiekosten begegnet der EDEKA ZENTRALE Konzern mit einem auf die spezifischen Bedürfnisse des Handels zugeschnittenen Energie- und Dienstleistungsangebot. Die EDEKA Versorgungsgesellschaft mbH (nachfolgend EVG) unterstützt dabei ihre Kunden im EDEKA-Einzel- und -Großhandel. Sie konnte auch im Jahr 2021 im liberalisierten Markt ihre Stellung behaupten und spielt weiterhin eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung. Die von der EVG versorgten Standorte profitieren dabei von der gemeinsam festgelegten Beschaffungsstrategie. Die Energiekosten befinden sich durch den Anstieg in den Beschaffungskosten, trotz leicht rückläufigen Abgaben und Umlagen, insgesamt weiterhin auf hohem Niveau. Für Risiken, die sich im Immobilienbereich aus Leerstand oder auch Mietunterdeckung ergeben, wurde entsprechende bilanzielle Vorsorge getroffen. Im Rahmen der Corona-Pandemie sich ergebene Risiken aus dem Ausfall von Mietern durch Insolvenz bzw. dem (partiellen) Ausfall der Miete wird durch eine dezidierte Überwachung der Vermietungserlöse sowie einem engen Austausch mit den jeweiligen Mietern Rechnung getragen. Lieferantenrisiken und -chancen Zusätzlich zu den bereits beschriebenen operativen Risiken ergeben sich Risiken, die das Eigenmarkengeschäft betreffen. Um diesen zu begegnen, sind im Konzern umfangreiche Steuerungsmaßnahmen, Instrumente und Organisationseinheiten etabliert worden, die auch die Risiken aus dem Markengeschäft reduzieren. Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit haben bei EDEKA einen sehr hohen Stellenwert. Dies spiegelt sich zum einen in den umfangreichen Qualitätsvorgaben und qualitätssichernden Maßnahmen im Bereich der Eigenmarken (Food und Nonfood) und zum anderen in den Qualitätshandbüchern der Großhandelsbetriebe für die Groß- und Einzelhandelsstufen wider. Prozesse und Abläufe werden kontinuierlich in Bezug auf Effizienz geprüft, Krisenfälle systematisch aufgearbeitet, um auch in Zukunft ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleisten zu können. Das etablierte Krisenmanagementsystem wird unterstützt durch ein übergreifendes elektronisches Rückrufsystem für die Zentraleinheiten und alle Großhandelsbetriebe. Risiken aus möglichen Versorgungsengpässen sind durch das breit angelegte Lieferanten-Portfolio und durch gezielte Planungen der jeweiligen Herkunft bzw. durch die Bestimmung der Herkunftsländer reduziert. In besonders sensiblen Warengruppen wie z.B. Fleisch und Wurst oder Obst und Gemüse engagiert sich der EDEKA-Verbund seit Langem selbst in der Produktion oder setzt auf langjährige, verlässliche Beziehungen zur Landwirtschaft. Das EDEKA-Partnerportal als zentrale Schnittstelle zwischen Lieferanten und EDEKA-Zentrale, den EDEKA-Regionen und Netto Marken-Discount beugt Informationsverlust vor und optimiert die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Durch das Portal wird die Effektivität aufgrund der Aktualität von Kundenstammdaten und insbesondere durch die gemeinsame Nutzung von Kennzahlen sowie Prognosedaten immens gesteigert. Der EDEKA-Verbund ist sich seiner Mitverantwortung für die langfristige Sicherung der Lebensgrundlagen auch im Hinblick auf menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Lieferkette bewusst. Diese gewinnen auch in der öffentlichen Wahrnehmung und Bewertung von Produkten und Unternehmensleistungen einen immer größeren Stellenwert. Die Absicherung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten ist wichtiger Bestandteil der Risikovorsorge. Ziel ist es, das Vertrauen in die Marken EDEKA und Netto und speziell in die Eigenmarkenprodukte von EDEKA und Netto weiter zu stärken. Auch der WWF sowie die strategische Partnerschaft mit dem WWF berücksichtigen die Thematik verstärkt. Das Thema menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Lieferkette wird seit 2019, unter Berücksichtigung bereits vorhandener Wissens- und Kompetenzstrukturen, durch eigene Experten koordiniert. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität zur Abwicklung der operativen Geschäftsprozesse ist eine wesentliche Aufgabe des Finanzmanagements. Die EDEKA ZENTRALE als zentrale Einkaufseinheit für den EDEKA-Verbund unterliegt im operativen Geschäft Risiken aus Zahlungsstromschwankungen. Diesen wird durch eine der Unternehmensgröße angepasste Liquiditätsplanung und -steuerung im Rahmen des Cash-Managements begegnet. In das Cash-Management und die Bündelung der freien Liquidität werden neben der EDEKA ZENTRALE und deren Tochtergesellschaften auch Gesellschaften des Konzerns der CEV Handelsimmobilien Holding GmbH einbezogen. Dies trägt zur Zinsoptimierung bei. Im Rahmen der mittel- bis langfristigen Finanzplanung wird der künftige Kapitalbedarf ermittelt. Die Bedarfsplanung erfolgt in enger Abstimmung mit den entsprechenden Unternehmensbereichen. Sowohl der Konsortialkredit, welcher in 2021 neu abgeschlossen wurde, als auch die bilateralen Kreditvereinbarungen und ein kleiner Anteil der Schuldscheindarlehensverträge unterliegen durch variable Zinsvereinbarungen einem Zinsänderungsrisiko. Eine Überwachung der Bewegungen am Finanzmarkt erfolgt laufend. Aus dem Einkauf vor allem in den Bereichen Nonfood, Import, Wein und Fruchtsäfte ergeben sich in überschaubarem Umfang Fremdwährungsrisiken im Konzern. Hauptsächlich fallen Fremdwährungszahlungen in US-Dollar an. Über Devisensicherungen auf Termin wird das Risiko aus Wechselkursschwankungen und deren Einfluss auf das Ergebnis verringert. Zum Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte Bestandteil von Bewertungseinheiten. Für weitergehende Informationen verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang. Grundsätzlich erwirbt oder hält die EDEKA ZENTRALE keine Aktien, Optionen auf Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente, die nicht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Konzerns stehen. Aus Sicht der EDEKA ZENTRALE sind alle wesentlichen Beteiligungen und Ausleihungen in der operativen Geschäftstätigkeit begründet. Kundenausfallrisiken aus Warengeschäften werden als gering eingeschätzt, da sich die Forderungsstrukturen fast ausschließlich auf den EDEKA-Verbund beziehen. Personalrisiken und -chancen Der demographische Wandel und die Corona-Pandemie beeinflussen die Gesundheit und damit die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter:innen in vielfältiger Weise, damit kommt dem Gesundheitsmanagement eine große Bedeutung zu. Der EDEKA ZENTRALE Konzern bietet seinen Arbeitnehmern daher Angebote zu den Schwerpunktbereichen Bewegung, Ernährung und Umgang mit Stress sowie die Möglichkeit, individuelle Fragen durch Gesundheitsexperten klären zu lassen. Der Vereinbarkeit von Beruf und Familie kam eine besondere Bedeutung in der Zeit der Pandemie zu, neben Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten, flexiblen Einzellösungen und der verstärkten Nutzung des Eltern-Kind-Zimmers, konnte mit Unterstützung des Gesundheitsamtes und einem schlüssigen Hygienekonzept, eine Kindernotfallbetreuung direkt nach dem Lockdown angeboten werden. Zusätzlich konnte den Mitarbeiter:innen und deren Angehörigen ein umfangreiches Impfangebot unterbreitet werden. Darüber hinaus wurde die Betreuung während der Sommerferien weiter ausgebaut. Auch 2021 wurden im Rahmen der Geschlechtergleichstellungsagenda Maßnahmen fortgeführt bzw. angepasst. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern und die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen zu forcieren. Informationssicherheit Die bestehenden IT-Systeme in der EDEKA-Zentrale und im EDEKA-Verbund gewährleisten eine Informationssicherheit auf einem hohen Niveau, welche kontinuierlich qualitativ optimiert wird. Die hohe Einheitlichkeit und Normierung der verbundweit genutzten Daten-, Prozess- und IT-Infrastrukturen tragen zur Risikovermeidung bei. Dabei garantieren die einheitliche IT-Infrastruktur sowie die dazugehörigen Sicherungsverfahren eine sehr gute Verfügbarkeit der Systeme. Zusätzlich werden permanent Maßnahmen unternommen, um die Integrität, die Vertraulichkeit und die Verfügbarkeit geschäftskritischer Daten im notwendigen Umfang zu gewährleisten. Der EDEKA ZENTRALE Konzern zählt nach dem IT-Sicherheitsgesetz (ITSiG) zu einem Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) auf dem Gebiet des Lebensmittelhandels. In 2021 ist durch geeignete Maßnahmen der Sicherheitsstandard nochmals verbessert worden, insbesondere ist in Präventionsmaßnahmen investiert worden (u.a. Schwachstellenmanagement, Monitoring, Awareness). Fazit Abschließend stellen wir fest, dass bestandsgefährdende Risiken für den Konzern derzeit nicht erkennbar sind.
Hamburg, 28. Februar 2022 EDEKA ZENTRALE Handels Stiftung Der Vorstand Markus Mosa Claas Meineke Martin Scholvin Entgeltbericht der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KGAnlage zum Konzernlagebericht der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr 2021Mit dem Übergang der Mitarbeiter von der EDEKA AG auf die EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG (EZ KG) im Jahr 2021 hat die EZ KG mehr als 500 Mitarbeiter und muss nach dem Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern als gem. §§ 264 und 289 HGB lageberichtspflichtiges Unternehmen gem § 21 Abs. 1 EntgTranspG einen Entgeltbericht erstellen. (I) Die seit dem Jahr 2016 durch den Vorstand der EDEKA AG gestarteten Aktivitäten mit dem Ziel der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der maßgeblichen Erhöhung des Anteils von Frauen in senioren Managementfunktionen, sind in den nachfolgenden Jahren auch nach dem Übergang auf die EZ KG konsequent fortgesetzt worden, um eine weitere Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen. So wurde in einem gewissen Umfang damit begonnen, höhere Managementfunktionen auch in Teilzeit zu besetzen. Die schon vor einigen Jahren festgelegten Themengebiete zur Verbesserung der Geschlechtergleichstellung haben grundsätzlich auch weiterhin Bestand und werden mit entsprechenden Schwerpunktsetzungen weiterverfolgt:
Die beschlossenen Maßnahmen bedeuten u.a., dass jede Besetzung von Managementfunktionen mit männlichen Kandidaten im Vorfeld der Personalentscheidung mit dem Gleichstellungsgremium der EZ KG abgestimmt werden muss. Im Rahmen dessen ist durch die Vorgesetzten genau zu begründen, warum die konkrete Stelle nicht mit einer weiblichen Kandidatin besetzt werden kann. Bei Vorliegen einer internen zumindest gleichwertig qualifizierten Kandidatin wäre dieser der Vorzug zu geben. Externe Kandidatinnen müssen gegenüber vorhandenen internen Kandidaten eine bessere Eignung mitbringen. Im Rahmen der Etablierung flexibler Arbeitszeiten liegt bereits seit langer Zeit eine Betriebsvereinbarung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit vor. Diese wird seit einigen Jahren durch eine weitere Betriebsvereinbarung ergänzt, im Rahmen derer die Mitarbeiter:innen in relevanten Situationen ihre Arbeit auch mobil durchführen können. Aktuell wird diese Betriebsvereinbarung weiterentwickelt, um die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens für die Mitarbeiter:innen noch einmal zu erweitern. Weiterhin werden die qualifizierten weiblichen Führungskräfte mit entsprechend fokussierten Schulungsangeboten begleitet, um diese bei ihrer weiteren Karriereentwicklung besonders zu unterstützen. Das Thema Geschlechtergleichstellung ist im Rahmen eines festgelegten Formats auch regelmäßig Gegenstand des strukturierten Austausches zwischen Vorstand und der ersten Führungsebene. (II) Um weitere konsequente Schritte zur Verbesserung der Geschlechtergleichstellung zu setzen, wurden im Q1 2021 erneut Maßnahmen durch den Vorstand der EZ KG initiiert. Im Rahmen dessen wurden zusätzliche geeignete Aktivitäten identifiziert, um die Entwicklung im Hinblick auf die gesetzten Ziele verstärkt voranzutreiben. Dabei hat man sich zunächst auf die mit dem Einkauf betrauten Bereiche der EDEKA-Zentrale fokussiert. Diese Bereiche wurden aufgrund ihrer hohen Mitarbeiter:innenzahl und der zentralen Bedeutung ihrer Funktion innerhalb des Unternehmens gewählt. Für die Identifizierung von geeigneten nächsten Schritten wurde eine anonyme Befragung von Mitarbeiter:innen und Führungskräften der Bereiche zum Thema Geschlechtergleichstellung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden anschließend in einem Workshop unter Beteiligung seniorer Managementvertreter mit den befragten Personen umfangreich diskutiert. Auf Basis dieser Diskussion und der Ergebnisse wurde ein Aktivitätenplan entwickelt, der weitere Schritte zur Förderung der Geschlechtergleichstellung in den Bereichen unterstützt. Als Ergebnis dessen wurde z.B. festgelegt, dass künftig der größte Teil von neu zu besetzenden Managementfunktionen im Rahmen des Rekruitingprozesses zunächst intern auszuschreiben ist. Damit soll eine noch bessere Wahrnehmung und Berücksichtigung von firmeninternen Kandidat:innen erzielt werden. Zudem ist angestrebt, auch in den Bereichen, wo es bisher noch kein detailliertes Karrieremodell gab, ein solches zu entwickeln. Den Mitarbeiter:innen wird somit nachvollziehbar und detailliert dargelegt, unter welchen grundsätzlichen Rahmenbedingungen und Vorrausetzungen in den jeweiligen Fachbereichen eine Karriereentwicklung stattfindet. (III) Im Q2 2021 wurde in der EDEKA-Zentrale die Entscheidung getroffen, die interne und externe Kommunikation noch stärker gendersensibel auszurichten: Statt der Verwendung des generischen Maskulinums werden daher Formen gendersensibler Sprache für die Kommunikation genutzt, wie beispielsweise der Gender-Doppelpunkt (z.B. "Kund:innen"), die Paarform (z.B. "Liebe Kolleginnen und Kollegen") oder geschlechtsneutrale Formen (z.B. "Kaufleute"). Exemplarisch für diese verstärkte Ausrichtung der Kommunikation ist die gendersensible Umformulierung des Unternehmensleitbildes der EZ KG:
(IV) Zu unterstreichen ist, dass die bereits in der Vergangenheit dargestellten Mechanismen, im Rahmen derer eine grds. Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern bei Wahrnehmung vergleichbarer Tätigkeiten gewährleistet wird, konsequent weiter fortgeführt werden. Bezüglich der außertariflichen Beschäftigten wird den jeweiligen Entscheidungsträgern ein detaillierter Report, heruntergebrochen auf einzelne Mitarbeitergruppen bzw. Führungsebenen, vorgelegt, in dem alle Daten zusammengefasst werden, die für eine dann nachfolgende faire und geschlechterneutrale Entgeltfindung relevant sind. Für die tarifliche Mitarbeitergruppen wird über die Anwendung des Entgelttarifvertrages eine Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern sichergestellt. Die seit Einführung des Entgelttransparenzgesetztes adressierten Anfragen wurden den Mitarbeiter:innen vollumfänglich und beanstandungsfrei beantwortet - es hat sich in keinem Fall die Notwendigkeit von Entgeltanpassungen ergeben. (V) Im Folgenden werden gem. § 21 Abs. 2 EntgTranspG die statistischen Angaben zu der durchschnittlichen Gesamtzahl der Beschäftigten sowie die durchschnittliche Zahl der Vollzeit- und der Teilzeitbeschäftigten, jeweils aufgeschlüsselt nach weiblichem und männlichem Geschlecht, abgebildet. EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG - GESAMT (Durchschnitt 2021)
Hamburg, den 10. März 2022 Martin Scholvin, Vorstand Finanzen und Personal Wolfgang Blancke, Geschäftsbereichsleiter Personal/ Servicemanagement KonzernbilanzAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangALLGEMEINE GRUNDSÄTZEDie EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG (nachfolgend EDEKA ZENTRALE) mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister A des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRA 96305 eingetragen. Der Konzernabschluss der EDEKA ZENTRALE ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (nachfolgend HGB) und der für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gliederung wird um gesetzlich nicht definierte Zwischenergebnisse erweitert, um die Aussagekraft und Klarheit der Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern. Weitere erläuternde Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthält der Anhang. Alle Angaben, soweit nicht anders vermerkt, erfolgen in EUR Mio. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMENIn den Konzernabschluss sind neben der EDEKA ZENTRALE 71 Tochterunternehmen und 10 assoziierte Unternehmen einbezogen. Fünf Tochterunternehmen, die weder einzeln noch gemeinschaftlich bezogen auf die Bilanzsumme oder den Umsatz einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 1. Januar 2021 wurde im EDEKA ZENTRALE Konzern die gesellschaftsrechtliche Struktur vereinheitlicht und vereinfacht. Im Zuge dessen ist die EDEKA Aktiengesellschaft, Hamburg, (nachfolgend EDEKA AG) als Komplementärin der EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG ausgeschieden und die im Dezember 2020 errichtete EDEKA ZENTRALE Handels Stiftung, Hamburg, als Komplementärin in die danach firmierende EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG eingetreten. Weiterhin haben die regionalen EDEKA-Genossenschaften, die bis zum 31. Dezember 2020 sowohl Kommanditisten der EDEKA ZENTRALE als auch Aktionäre der EDEKA AG waren, ihre Aktienbeteiligungen an der EDEKA AG im Umfang von insgesamt 94,9 Prozent in die EDEKA ZENTRALE übertragen. Als Folge wurden die EDEKA AG sowie ihre verbundenen Unternehmen zum 1. Januar 2021 Tochtergesellschaften des EDEKA ZENTRALE Konzerns, wodurch sich der Konsolidierungskreis des EDEKA ZENTRALE Konzerns um insgesamt 20 Tochtergesellschaften erhöht hat. Rückwirkend zum 1. Januar 2021 wurde die EDEKA SP Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, auf die EDEKA ZENTRALE Handel und Produktion GmbH, Hamburg, im Wege der Gesamtrechtsnachfolge mit Vertrag vom 27. September 2021 verschmolzen. Im März 2021 erfolgte ein Formwechsel der EDEKA AG in die Rechtsform einer GmbH mit anschließender Umfirmierung in die EDEKA Einkaufskontor GmbH (nachfolgend EEK). Ferner wurde zum 1. Januar 2021 die Netto Grundbesitzverwaltungs Tuningen GmbH & Co. KG, Hamburg, erworben und im Rahmen der Vollkonsolidierung in den EDEKA ZENTRALE Konzern erstmalig einbezogen. Des Weiteren wurde zum 12. März 2021 die EPIC Partners S.A., Genf / Schweiz, neugegründet. Die EPIC Partners S.A. ist eine 60%-ige Tochtergesellschaft der EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg (nachfolgend EZHG) und wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den EDEKA ZENTRALE Konzern erstmalig einbezogen. Zum 1. Mai 2021 wurden die drei Tochtergesellschaften Bringmeister GmbH, Berlin, Bringmeister Logistik GmbH, Berlin, und Bringmeister Fulfillment GmbH, Hamburg, (nachfolgend Bringmeister Gesellschaften) an eine externe Investment-Gruppe veräußert. Aufgrund der Erstkonsolidierung der EEK sowie ihrer Tochtergesellschaften (nachfolgend Teilkonzern EEK) ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr teilweise eingeschränkt. Zur Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist in den nachfolgenden Tabellen der Effekt aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK auf den 31. Dezember 2020 dargestellt.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG
Wir verweisen auf die weiteren Erläuterungen in der Geschäftsentwicklung zu den einzelnen Effekten. Aus der Entkonsolidierung der Bringmeister Gesellschaften ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, somit ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr hieraus nicht eingeschränkt.
1.) Befreiungsmöglichkeit gem. § 264 Abs. 3 HGB wird in Anspruch genommen 2.) Befreiungsmöglichkeit gem. § 264b HGB wird in Anspruch genommen 3.) Die EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg, oder ein in den Konzernabschluss einbezogenes Tochterunternehmen ist persönlich haftende Gesellschafterin 4.) 49,0 Prozent der Stimmrechte 5.) Werte zum 31. Dezember 2020 6.) Erwerb zum 1. Januar 2021 7.) Erstkonsolidierung der EDEKA Einkaufskontor GmbH und ihrer Tochtergesellschaften aufgrund der Aktieneinbringung der EDEKA Aktiengesellschaft als Kapitalerhöhung in die EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG zum 1. Januar 2021 8.) Umwandlung durch Formwechsel und Umfirmierung mit HR-Eintragung vom 16. März 2021 9.) Erstkonsolidierung aufgrund von Anteilsübertragung von der EDEKA Aktiengesellschaft an die EDEKA ZENTRALE Handel und Produktion GmbH zum 1. Januar 2021 10.) Neugründung zum 12. März 2021 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Rechnungslegung der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt einheitlich auf den Stichtag 31. Dezember. Grundsätzlich erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wird. Bis 2009 erworbene Tochterunternehmen wurden zulässigerweise nach der Buchwertmethode (§ 301 HGB a. F.) auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen. Zweckgesellschaften (§ 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB) werden in den Konzern als vollkonsolidierte Gesellschaften einbezogen, wenn die Voraussetzungen hierzu vorliegen. Bei der Kapitalkonsolidierung sich ergebende aktivische oder passivische Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Die stillen Reserven werden entsprechend in den folgenden Jahren mit diesen Vermögensgegenständen planmäßig abgeschrieben. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird gesondert unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei dem ausgewiesenen Passiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung handelt es sich um einen Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter aufgrund der Einlage der Anteile der Gesellschafter der EEK unterhalb des Zeitwerts. Der Hinzuerwerb von Anteilen an Tochterunternehmen wird im Rahmen einer gesonderten Erstkonsolidierung nach DRS 23.171 ff. (Deutscher Rechnungslegungs Standard) durchgeführt. Die Konsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Die assoziierten Gesellschaften aus dem Bereich der EDEKA-Großhandelsbetriebe (siehe Abschnitt D. der Anteilsliste) werden mit den Konzernabschlüssen des Vorjahres einbezogen. Zeitgleiche Abschlüsse der EDEKA-Großhandelsbetriebe lagen bei Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht vor. Stichtag dieser nach §§ 290 ff. HGB erstellten Abschlüsse ist einheitlich der 31. Dezember. Die Konsolidierung der assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Kapitalanteilsmethode zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs. Mit der Einführung des BilMoG werden künftige assoziierte Gesellschaften nur noch nach der Buchwertmethode bewertet. Die Abschlüsse von Konzern- und Beteiligungsunternehmen werden jeweils in der Landeswährung erstellt, in der sie überwiegend wirtschaftlich tätig sind. Die Umrechnung in die Konzernberichtswährung Euro des bei der Erstkonsolidierung aufgerechneten Eigenkapitals erfolgt zum historischen Stichtagskurs, die Umrechnung der übrigen Bilanzposten zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). In Bezug auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Umrechnung zum jeweiligen Jahresdurchschnittskurs. Die aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenz wird erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt. Die Umrechnungskurse werden der Devisenkursstatistik der Deutschen Bundesbank entnommen. Für die Umrechnung wurden folgende Wechselkurse herangezogen:
Schuldverhältnisse zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden verrechnet. Die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge sind mit den auf sie entfallenden Aufwendungen saldiert. Sofern sich aus Konsolidierungsmaßnahmen Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in der Konzernbilanz und ihren steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden gemäß § 306 HGB latente Steuern berücksichtigt. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Bilanzierung und Bewertung erfolgt einheitlich nach den für Kapital- und Personenhandelsgesellschaften im Sinne von § 264a HGB geltenden Vorschriften. Eine Anpassung der Bewertungsmethoden der assoziierten Unternehmen an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden erfolgt nicht. Grundsätzlich werden Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren über die Gewinn- und Verlustrechnung abgeschrieben. Als Bemessungsgrundlage für die Abschreibungsdauer dienen zumeist die in den erworbenen Gesellschaften vorhandenen durchschnittlichen - und verlängerbaren - Grundmietlaufzeiten der angemieteten Verkaufsflächen von 12 bzw. 15 Jahren. Dies gilt ebenso für erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte im Einzelabschluss. Firmenwerte, für die keine verlässliche Nutzungsdauer bestimmt werden kann, werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben. Die anderen erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über drei bis zehn Jahre planmäßig linear abgeschrieben, soweit sich nicht aufgrund der Nutzungsvereinbarung ein abweichender Zeitraum ergibt. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet, die sich nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer richten. Dabei dienen die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen als Grundlage für die Ermittlung der Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 liegt, wird im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Dieser Posten ist für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens und Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten bilanziert. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten. Ausleihungen werden zu Ertragswerten bilanziert. Bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen wird das anteilige Eigenkapital der Gesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung um spätere Ergebnisse, erfolgsneutrale Effekte und Ausschüttungen fortgeschrieben. Die Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse/Leistungen und Handelswaren. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Die Anschaffungskosten der Filialbestände werden dabei retrograd aus den Verkaufspreisen ermittelt. Im Zentrallagerbereich bilden fortgeschriebene Anschaffungskosten die Bewertungsbasis. Für Risiken, die sich aus der Lagerhaltung oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse/Leistungen erfolgt zu den tatsächlichen Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Materialeinzel- und -gemeinkosten inklusive der Finanzierungskosten. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf die Mitarbeiter der Produktion entfallen. Außerdem werden die Abschreibungen für Gegenstände des Anlagevermögens einbezogen, die im Herstellungsprozess eingesetzt werden. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Sofern die Voraussetzungen für die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben Geschäftspartner vorliegen, wird von dem Wahlrecht zur Aufrechnung Gebrauch gemacht. Erkennbaren Risiken wird durch aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus werden partiell auch Warenkreditversicherungen abgeschlossen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird planmäßig über einen Zeitraum von neun Jahren über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Als Bemessungsgrundlage für die Nutzungsdauer dient die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenständen, die im Rahmen der Neubewertung als stille Reserven aufgedeckt wurden. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Sollten sich Zinseffekte aus Änderungen des genutzten Abzinsungssatzes oder einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit ergeben, werden diese im operativen Ergebnis ausgewiesen. Im EDEKA ZENTRALE Konzern wird von der Übergangsregelung des Artikels 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, wonach bis zum 31. Dezember 2024 jährlich 1/15 des ermittelten Aufstockungsbetrages den Rückstellungen zugewiesen wird. Der Zuführungsbetrag des Berichtsjahres 2021 in Höhe von EUR 1,5 Mio. wurde gesondert innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB erfasst. Vom Wahlrecht des Artikels 28 EGHGB, für sogenannte Altzusagen und mittelbare Pensionszusagen keine Pensionsrückstellung zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht. Die Pensionsrückstellungen wurden auf folgenden Grundlagen ermittelt: • Zur Berechnung wurde die Methode der laufenden Einmalbeträge nach IDW RS HFA 30 n.F. angewandt, Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode). • Der Trend der laufenden Betriebsrente geht von einer jährlichen Steigerung von 1,0 bzw. 2,0 Prozent der jeweiligen Vorjahresrente aus. • Es wurde eine Fluktuationsquote von 0,0 bzw. 7,5 Prozent zugrunde gelegt. • Der Rechnungszins ist gemäß der Pauschalregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2021 geschätzt (der Zinssatz beträgt 1,87 Prozent). • Lohn- und Gehaltssteigerungen sind nicht relevant. • Die Berechnung erfolgte auf Basis der Richttafeln RT 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. • Zum Bilanzstichtag haben sich an den Bewertungsparametern keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. den beizulegenden Zeitwerten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Sofern Deckungsvermögen vorliegt, erfolgt eine Verrechnung mit den Pensionsrückstellungen nach § 246 Abs. 2 HGB. Die EDEKA Nonfood-CM GmbH, Hamburg (nachfolgend NFCM) und die EDEKA DIGITAL GmbH, Hamburg, sind neben anderen Gesellschaften Trägerunternehmen der Marktkauf Gruppen-Unterstützungskasse e.V. Für beide Gesellschaften ergibt sich insgesamt eine Deckungslücke zwischen dem Barwert der künftigen Versorgungsleistungen und dem tatsächlichen Kassenvermögen in Höhe von EUR 7,4 Mio. (Vorjahr EUR 6,4 Mio.). Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen für Jubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln RT 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,34 Prozent (Basis: Schätzung zum Dezember 2021). Des Weiteren wird bei der Rückstellungsberechnung eine jährliche Lohn- und Gehaltssteigerung von bis zu 2,5 Prozent zugrunde gelegt. Es wurde eine Fluktuationsquote von 0,0 bzw. 7,5 Prozent berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag haben sich an den Bewertungsparametern keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Mietrückstellungen werden auf Basis der vorliegenden Verträge unter Berücksichtigung der Marktlage bewertet. Mietrückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, Zinssatz abgezinst. Rückstellungen für Sanierung, Umbauten und Rückbauverpflichtungen werden auf Basis bestehender Verträge und Kostenvoranschläge berechnet und gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, Zinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für steuerliche Verlustvorträge und Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB berücksichtigt. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die unternehmensindividuellen Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig sind, zu dem sich die temporären Differenzen erwartungsgemäß abbauen werden. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt saldiert, Posten nach § 306 HGB werden mit denen nach § 274 HGB zusammengefasst. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang), wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt, wobei ein aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierender Aktivüberhang gemäß § 306 HGB angesetzt wird. Eine sich insgesamt nach Verrechnung ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Veränderung der latenten Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Die Verpflichtungen aus dem Agenturgeschäft, denen Rückgriffsansprüche in gleicher Höhe gegenüberstehen, werden im Anhang unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesen, da diese für die EDEKA ZENTRALE aufgrund der vertraglichen Grundlage des Agenturgeschäfts keine Forderungen und Verbindlichkeiten darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für Fremdwährungs-Einkaufskontrakte in US-Dollar der Sonnländer Getränke GmbH, Rostock, (nachfolgend Sonnländer Getränke), albi GmbH, Berghülen, (nachfolgend albi), EEK und Rheinberg Kellerei GmbH, Bingen, (nachfolgende Rheinberg Kellerei) wurden Bewertungseinheiten gebildet (Einfrierungsmethode). ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ1. Anlagevermögen Die detaillierte Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens kann dem folgenden Anlagenspiegel entnommen werden. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ KONZERN-ANLAGENENTWICKLUNG
* Die Veränderung Konsolidierungskreis resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EDEKA Einkaufskontor GmbH sowie gegenläufig aus der Endkonsoldierung der Bringmeister Gesellschaften. 2. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten hauptsächlich die Firmenwerte aus der Konsolidierung in Höhe von EUR 884,3 Mio. (Vorjahr EUR 1.009,0 Mio.). Daneben werden Software, Nutzungs-, Belieferungs- und Sicherungsrechte sowie Firmenwerte aus Einzelabschlüssen ausgewiesen. Auf die Firmenwerte wurden im Jahr 2021 planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 127,1 Mio. (Vorjahr EUR 96,7 Mio.) vorgenommen. Der Anstieg der Abschreibungen resultiert unter anderem aus dem zum 31. Dezember 2020 erhöhten Geschäfts- oder Firmenwert bei Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG, Maxhütte-Haidhof, (nachfolgend Netto MD) nach dem Hinzuerwerb der restlichen Anteile. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen mit EUR 74,0 Mio. (Vorjahr EUR 68,3 Mio.) die Verrechnungskonten der Kommanditisten der EDEKA ZENTRALE. Der Anstieg in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert in Höhe von EUR 90,3 Mio. im Wesentlichen aus der erstmaligen Berücksichtigung des Teilkonzerns der EEK. 4. Latente Steuern Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die individuellen Steuersätze der Konzernunternehmen herangezogen. Dabei fanden ein Körperschaftsteuersatz zuzüglich Solidaritätszuschlag von 15,83 Prozent bis 19,00 Prozent und Gewerbesteuersätze zwischen 14,07 und 16,62 Prozent Anwendung. Passive latente Steuern basieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen aus Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Aktive latente Steuern ergeben sich überwiegend aus gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen sowie temporären Differenzen aus Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen. Aktive latente Steuern wurden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Aus der Verrechnung hat sich zum 31. Dezember 2021 ein Aktivüberhang ergeben. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde nicht ausgeübt. Sich insgesamt ergebende aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden gemäß § 306 HGB angesetzt. Im aktuellen Jahr ergaben sich zum Stichtag aktive latente Steuern in Höhe von EUR 2,0 Mio. Der Saldo setzt sich im Wesentlichen aus aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 3,7 Mio. aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz eines Geschäfts- oder Firmenwerts sowie aus passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 1,7 Mio. aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK zusammen, die mit den aktiven latenten Steuern verrechnet werden. 5. Eigenkapital Das erwirtschaftete Eigenkapital unterliegt keiner gesetzlichen oder satzungsgemäßen Ausschüttungssperre. Zum 31. Dezember 2021 betrug das Kommanditkapital EUR 1.180,5 Mio. (Vorjahr EUR 1.165,3 Mio.). Im Rahmen der Umsetzung des Stiftungsmodells ist das Kapital durch die Sacheinlage der Anteile an der EEK um EUR 15,2 Mio. erhöht worden. Weitere Informationen ergeben sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Dieser wurde für das Geschäftsjahr 2021 nach den Vorschriften des DRS 22 aufgestellt. In den Rücklagen sind anteilige Rücklagen von assoziierten Unternehmen enthalten, die im Falle der Liquidation oder bei Kündigung durch die EZHG allein den anderen Gesellschaftern zustehen. Der Posten "Bilanzgewinn" zeigt im Einzelnen folgende Entwicklung:
6. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der Passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK und beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 15,1 Mio. Unterjährig wurden EUR 1,9 Mio. ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. 7. Rückstellungen Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergab sich durch die Anwendung des Artikels 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB zum 31. Dezember 2021 eine Unterdeckung der bilanzierten Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. (Vorjahr EUR 4,9 Mio.). Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 91,0 Mio. (Vorjahr EUR 76,1 Mio.). Diese wurden mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden zweckexklusive, verpfändete insolvenzgeschützte Vereinbarungen (verpfändete Rückdeckungsversicherung) klassifiziert. Zum 31. Dezember 2021 betrugen die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens EUR 0,4 Mio. Der Anstieg in den rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK beläuft sich auf EUR 16,2 Mio. Ferner ergab sich bei dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgung aufgrund der veränderten Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre ein Unterschiedsbetrag.
Der Unterschiedsbetrag im Vorjahr belief sich auf EUR 7,2 Mio. 8. Verbindlichkeiten
Der Anstieg in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist mit EUR 535,1 Mio. auf die Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK zurückzuführen. Der Rückgang in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultiert aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK. Zum 31. Dezember 2020 wurden Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management in Höhe von EUR 376,3 Mio. sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 17,1 Mio. gegenüber der EEK ausgewiesen, welche in 2021 im Rahmen der Erstkonsolidierung eliminiert werden. Die Veränderung in den Sonstigen Verbindlichkeiten ist maßgeblich bedingt durch die Zahlung der Kaufpreisverbindlichkeit gegenüber der LDB für die restlichen Anteile der Netto Marken-Discount. Der Rückgang wird teilweise aufgrund der Aufnahme neuer Gesellschafterdarlehen kompensiert. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen enthalten als wesentliche Posten das Delkredere aus der Zentralregulierung und die nicht in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus dem Agenturgeschäft in Höhe von EUR 169,1 Mio. (Vorjahr EUR 146,5 Mio.). Dem Delkredere aus der Zentralregulierung und den Haftungsrisiken aus den Agenturverbindlichkeiten stehen jedoch Rückgriffsansprüche in gleicher Höhe gegenüber. Die Mietgarantien wurden zur Standortsicherung abgegeben. Zum 31. Dezember 2021 bestehen als Trägerunternehmen mittelbarer Versorgungsverpflichtungen Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 3,5 Mio. Aufgrund der Bonität der Primärverpflichteten wird davon ausgegangen, dass keine Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen erfolgt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt EUR 5.115,1 Mio. (Vorjahr EUR 4.901,6 Mio.) resultieren aus langfristigen Miet-, Pacht-, Leasing-, Abnahme- und Dienstleistungsverträgen. Die aus Leasingverträgen entstehenden Aufwendungen setzen sich in zeitlicher Hinsicht wie folgt zusammen:
Die aus Mietverträgen entstehenden Aufwendungen setzen sich in zeitlicher Hinsicht wie folgt zusammen:
Derivative Finanzinstrumente Durch seinen Geschäftsbetrieb ist der EDEKA ZENTRALE Konzern einer Reihe finanzieller Risiken wie Auswirkungen von Veränderungen auf den Devisenmärkten ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Auswirkungen für die einzelnen Konzerngesellschaften in Abhängigkeit von deren Tragfähigkeit zu begrenzen. Das Risikomanagement für Finanzrisiken wird von einer zentralen Abteilung gemäß den internen Richtlinien in Zusammenarbeit mit dem zentralen Risikomanagement durchgeführt. Verantwortlich für Sicherungen von Geschäften sind die Warenbereiche bzw. die Geschäftsführer der Gesellschaften. Diese prüfen anstehende Transaktionen vor Abschluss hinsichtlich ihres Risikos und möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und melden den Sicherungsbedarf an die Abteilung Finanzen. Die Abteilung Finanzen schließt in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten geeignete Sicherungsgeschäfte ab. Gesichert werden einzelne Geschäfte (Micro-Hedges) und Netto-Exposures (Macro-Hedges). Derivative Finanzkontrakte werden nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen und sind auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der offenen Positionen zu Marktpreisen, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte stellen dabei die Aufwendungen beziehungsweise Erträge bei einer hypothetischen Glattstellung der Derivatkontrakte zum Bilanzstichtag dar. Für die negativen Marktwerte der Devisentermingeschäfte im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 0,1 Mio. wurden aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten keine Drohverlustrückstellungen gebildet. Die Laufzeit der Sicherungsgeschäfte ergibt sich aus der folgenden Übersicht:
Bewertungseinheiten Entsprechend der gesetzlichen Regelungen können Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Cashflow mit Finanzinstrumenten zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zum 31. Dezember 2021 wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet: Zur Sicherung des Cashflow-Risikos von bis 2023 geplanten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung haben die Sonnländer Getränke, die NFCM, die EEK sowie die Rheinberg Kellerei Termingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2021 waren Devisentermingeschäfte in Höhe von EUR 99,8 Mio. als Sicherungsinstrumente mit einem negativen Marktwert in Höhe von EUR 0,1 Mio. im Rahmen von Cashflow-Hedges designiert. Bei den getätigten Sicherungsgeschäften besteht Deckungsgleichheit wesentlicher Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft. Zur Überprüfung der Effektivität der Sicherung wird daher die sogenannte "critical terms match-Methode" angewandt. Die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko werden nicht bilanziert. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung9. Umsatzerlöse Die im In- und Ausland erzielten Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt:
Das nicht in den Konzernumsätzen enthaltene Agenturgeschäft der EDEKA ZENTRALE betrug EUR 2.394,4 Mio. (Vorjahr EUR 2.375,4 Mio.). Der Anstieg in den Umsatzerlöse aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK beläuft sich auf EUR 3.956,4 Mio. 10. Materialaufwand
Der Anstieg im Materialaufwand aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK beläuft sich auf EUR 5.346,9 Mio. 11. Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden Erträge betragen EUR 59,8 Mio. (Vorjahr EUR 70,3 Mio.) und beinhalten hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen EUR 3,5 Mio. (Vorjahr EUR 0,4 Mio.). 12. Personalaufwand
Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer:innen (ohne Auszubildende) hat sich wie folgt entwickelt:
Bis 2020 hat die EDEKA ZENTRALE selbst keine Mitarbeiter:innen beschäftigt, sondern bediente sich der Mitarbeiter:innen der EEK. Im Rahmen der Umstrukturierungen zum 1. Januar 2021 sind die bestehenden Arbeitsverhältnisse der EEK gem. § 613a BGB auf die EDEKA ZENTRALE übergegangen. 13. Abschreibungen Eine genaue Darstellung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen kann dem Konzern-Anlagenspiegel entnommen werden. 14. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB (1/15 des ermittelten Aufstockungsbetrags zu den Pensionsrückstellungen) in Höhe von EUR 1,5 Mio. Die periodenfremden Aufwendungen betragen EUR 30,7 Mio. (Vorjahr: EUR 47,3 Mio.) und enthalten hauptsächlich Auflösungen von Forderungsabgrenzungen aus nachträglichen Vergütungen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen EUR 1,5 Mio. (Vorjahr EUR 0,7 Mio.). 15. Zinsergebnis
1 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufende Steuern und latente Steuern. Die latenten Steuern belaufen sich auf einen Ertrag von EUR 1,2 Mio. Ergebnisverwendung
Sonstige ErläuterungenKapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird für das Berichtsjahr 2021 nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Konzern-Jahresüberschuss einschließlich nicht beherrschender Anteile am Gewinn indirekt abgeleitet (indirekte Methode). Im Rahmen der indirekten Ermittlung wird der Konzern-Jahresüberschuss einschließlich nicht beherrschender Anteile am Gewinn um wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge angepasst. Die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten, die im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit stehen, werden um Effekte aus der Konsolidierungskreisänderung, bedeutende zahlungsunwirksame sowie Geschäftsvorfälle von außergewöhnlicher Bedeutung bereinigt. Vor diesem Hintergrund ist es nur bedingt möglich, die Veränderungen der entsprechenden bilanziellen Posten mit den Werten aus dem veröffentlichten Konzernabschluss der EDEKA ZENTRALE abzustimmen. Die korrespondierenden Ein- und Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen und Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung werden gesondert in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen.
Der Cashflow aus der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit wird nach der direkten Methode (zahlungsbezogen) ermittelt. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Zahlungsmittelabflüssen aus vorgenommenen Ausschüttungen sowie der Aufnahme und Tilgung von Kreditverbindlichkeiten auch die Veränderungen der übrigen Finanzverbindlichkeiten enthalten. Kurzfristige revolvierende Finanzierungstransaktionen werden innerhalb der Finanzierungstätigkeit saldiert dargestellt. Unter Berücksichtigung der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns EEK in der Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2020 hätte sich der operative Cashflow und der Cashflow der Investitionstätigkeit in der Kapitalflussrechnung des Konzernabschlusses der EDEKA ZENTRALE um einen einstelligen Millionenbetrag verringert. Der Cashflow der Finanzierungstätigkeit hätte sich um einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag erhöht. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds umfasst am Bilanzstichtag alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 263,7 Mio. (Vorjahr EUR 221,5 Mio.) mit einer Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von nicht mehr als drei Monaten. Weiterhin sind im Finanzmittelfonds jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, in Höhe von EUR 64,5 Mio. (Vorjahr EUR 15,0 Mio.) einbezogen, sodass sich zum Bilanzstichtag insgesamt ein Finanzmittelfonds von EUR 199,2 Mio. (Vorjahr EUR 206,5 Mio.) ergibt. Die Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management werden in Einklang mit DRS 21 nicht in die Berechnung des Finanzmittelfonds einbezogen, da keine generelle Möglichkeit zur gezielten Kreditaufnahme und damit zur Steuerung des Finanzmittelfonds gegeben ist.
Die flüssigen Mittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Nahestehende Personen und Unternehmen Die Geschäfte des EDEKA ZENTRALE Konzerns mit nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen hauptsächlich die Abwicklung des Warengeschäftes mit den EDEKA-Großhandelsbetrieben, die An- und Vermietung von Immobilien sowie die Inanspruchnahme von Finanz- und sonstigen Dienstleistungen.
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers sind folgende Honorare (inkl. Auslagenersatz) als Aufwand erfasst worden:
Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Sonstige Angaben Organe der Gesellschaft
Im Geschäftsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Verwaltungsrats EUR 0,4 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.) Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten keine Vorschüsse. Geschäftsführende Komplementärin der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG EDEKA ZENTRALE Handels Stiftung - Stiftungskapital EUR 0,3 Mio.
Für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von EUR 6,0 Mio. (Vorjahr EUR 6,8 Mio.) berücksichtigt. Die Angabe der Vorstandsbezüge i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird gem. § 314 Abs. 3 HGB unterlassen, da sich anhand der Angabe die Bezüge eines einzelnen Mitglieds des Vorstands ermitteln lassen würden. Die EDEKA ZENTRALE stellt als Konzernmuttergesellschaft den Konzernabschluss auf. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Sie sind im Internet unter www.bundesanzeiger.de unter dem Stichwort EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG veröffentlicht.
Hamburg, 28. Februar 2022 EDEKA ZENTRALE Handels Stiftung Der Vorstand Markus Mosa Claas Meineke Martin Scholvin Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg, für das Geschäftsjahr 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES VERWALTUNGSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 14. März 2022 BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Schulz, Wirtschaftsprüfer gez. Horn, Wirtschaftsprüfer BilligungDer Konzernabschluss wurde am 7. April 2022 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
100 nahegelegene Organisationen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Inkassobüros
Graugießereien
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Graugießereien
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kokerei
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Großhandel mit Flachglas
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Graugießereien
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Verlegen von Zeitschriften
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Graugießereien
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kokerei
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kokerei
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Betrieb von Kläranlagen
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Graugießereien
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Wärme- und Kältehandel
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Einzelhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Graugießereien
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Rechtsanwaltskanzleien und Notariate
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Entwicklung und Programmierung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Praxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Architekturbüros für Hochbau
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Herstellung von sonstigen Nahrungsmitteln a. n. g.
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen