Beteiligungsgesellschaften
Retail in Motion GmbHLiquidiert
60546 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Taubert seit 29.4.2021 | Geschäftsführer |
José Lirio Silva seit 9.3.2016 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Retail in Motion GmbHNeu-IsenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht 2018Inhaltsverzeichnis Grundlagen der Gesellschaft Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf und operative Entwicklung Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Risikobericht Chancenbericht Prognosebericht Grundlagen der GesellschaftDie Retail in Motion GmbH, Neu-Isenburg ("die Gesellschaft"), wurde am 22.05.2017 von LSG Sky Chefs Retail GmbH in Retail in Motion GmbH umfirmiert. Die Geschäftsführung bilden Herr Ernst-Martin Hoffmann-Keining und Herr José Lirio Silva. Die Gesellschaft ist Anbieter für Airline-Catering und On Board Retail Management in Europa. Kunden der Gesellschaft sind Airlines wie Eurowings, SunExpress oder Edelweiss Air. Alleinige Gesellschafterin der Retail in Motion GmbH ist die LSG Sky Chefs Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Neu-Isenburg. Die Retail in Motion GmbH wurde im Geschäftsjahr 2018 nach den KPIs "Net Revenue" und "LH-EBIT" gesteuert. Die KPIs basieren auf dem für den Deutsche Lufthansa-Konzern bereitgestellten IFRS-Zahlenwerk. Das LH-EBIT ergibt sich im Wesentlichen aus dem Ergebnis vor Steuern nach der Korrektur von Zinsergebnis und Ergebniseffekten aus der Bewertung und Realisierung von Finanzschulden. Abweichend vom handelsrechtlichen Jahresabschluss handelt es sich bei den KPIs um Ergebnisse nach IFRS. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Wachstum der Weltwirtschaft hat sich vor allem aufgrund einer schwächeren Entwicklung in Europa im Jahr 2018 etwas verlangsamt. Gegenüber dem Vorjahr sank es von 3,3 Prozent auf 3,2 Prozent. Gegen diesen Trend stieg die Wachstumsrate in Nordamerika auf 2,8 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent). Das stärkste Wachstum verzeichnete die Region Asien/Pazifik mit einem Plus von 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent). Dort wuchs die chinesische Wirtschaft um 6,6 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). In Europa lag das Wirtschaftswachstum bei 2,0 Prozent (Vorjahr: 2,7 Prozent). Die deutsche Wirtschaft wuchs mit 1,5 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) und damit langsamer als die europäischen Nachbarländer. Der Euro wertete im Jahresdurchschnitt gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der durchschnittliche Wechselkurs zum US-Dollar lag um 5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Britischen Pfund wertete der Euro im Jahr 2018 um durchschnittlich 1 Prozent auf. Gegenüber dem Japanischen Yen verteuerte sich der Euro um 4 Prozent. Auch gegenüber dem Chinesischen Renminbi und dem Schweizer Franken wertete der Euro um 3 Prozent beziehungsweise 5 Prozent auf. 2 Das anhaltende globale Wirtschaftswachstum wirkte sich positiv auf die Nachfrage nach Flugreisen aus. Gemäß Berechnungen der IATA stiegen die weltweit verkauften Passagierkilometer im Jahr 2018 um 7 Prozent. Damit liegt das Wachstum im Jahr 2018 auf dem Niveau der durchschnittlichen Wachstumsrate der vergangenen fünf Jahre. Regional zeigt sich erneut ein differenziertes Bild. Fluggesellschaften aus der Region Asien/Pazifik weisen mit 9 Prozent das höchste Wachstum an verkauften Passagierkilometern aus. Für die europäischen Airlines liegt die Wachstumsrate bei 7 Prozent. Die Wachstumsraten in Nord- sowie Mittel- und Südamerika betrugen 5 Prozent beziehungsweise 6 Prozent. 3 Der Absatz der deutschen Fluggesellschaften ist gemäß den Angaben des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) um 1 Prozent gesunken. Der europäische Markt für Flugreisen war im Jahr 2018 deutlich durch die Marktkonsolidierung aufgrund der Insolvenz von Air Berlin geprägt. Die dadurch entstandene Kapazitätslücke wurde in Europa sukzessive geschlossen und ist mittlerweile überkompensiert. Zudem war der Sommer durch infrastrukturelle Engpässe für die gesamte Luftfahrbranche gekennzeichnet, sodass die Zahl gestrichener und verspäteter Flüge branchenweit deutlich stieg. 4 Die von der LSG Group insgesamt bedienten Marktsegmente Flugverkehr, Zugverkehr und Einzelhandel sind auch im Jahr 2018 gewachsen. Bei den Fluggesellschaften findet nach wie vor eine Verschiebung von kostenfreiem Service zu Bordverkauf statt; gleichzeitig steigen die Ansprüche an klassisches Catering als Differenzierungsmerkmal auf Langstrecken und in Premium-Klassen. Geschäftsverlauf und operative EntwicklungDer größte Kunde ist die Eurowings GmbH, für den die Gesellschaft Leistungen im Food & Beverage- und im Boutique-Bordverkauf sowohl auf der Kurz- und Mittelstrecke als auch der Langstrecke erbringt. Ende des Jahres 2018 wurden Retail-Aktivitäten für folgende Eurowings-Stationen erbracht: Köln, Düsseldorf, Dortmund, Hannover, Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Berlin, Wien, Salzburg sowie Palma. Der in 2015 gewonnene Vertrag mit der Edelweiss Air konnte in 2018 auf weitere 3 Jahren verlängert werden. Die Gesellschaft erbringt für diesen Kunden Leistungen für Boutique-Waren im Bordverkauf. Der im November 2017 gewonnene Vertrag mit der Airline SunExpress Deutschland besteht auch weiterhin für 2018 im Bereich Bordverkauf Food & Beverage als auch Boutique. Es wurden Retail-Aktivitäten für folgende Stationen erbracht: Berlin, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover, Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg sowie Stuttgart. Im Geschäftsjahr 2018 konnte man einen Passagierzuwachs, vorrangig beim Kunden Eurowings, von 28 Prozent auf 30.761.665 (Vorjahr: 23.955.507) verzeichnen, welcher auch zu einer höheren Zahl an verkauften Bordmahlzeiten von 20.890.696 (Vorjahr: 16.499.941 Bordmahlzeiten) führte. Im zweiten Quartal 2017 ist man bei dem Kunden Eurowings im operativen Bereich von einer 4-Leg-Beladung auf eine Ganztagsbeladung (bis zu 8 Legs) gewechselt, welche man auch in 2018 beibehalten hat. Bei den Flügen über alle Kunden konnte man einen Zuwachs von 29 Prozent auf 266.458 Flüge (Vorjahr: 206.720 Flüge) verzeichnen. Die Gesellschaft erzielte mit TEUR 83.298 37,3 Prozent höhere Umsätze in 2018 als im Vorjahr (Vorjahr: TEUR 60.652). Der Materialaufwand lag in 2018 bei TEUR 65.467 (Vorjahr: TEUR 48.487). Die Materialaufwandsquote konnte somit von 79,9 Prozent auf 78,6 Prozent reduziert werden. Der Anstieg bei den Umsatzerlösen als auch im Materialaufwand ist vorrangig auf den Zuwachs bei der Passagieranzahl zurückzuführen. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen im Geschäftsjahr 2018 bei TEUR 83.298 (Vorjahr: TEUR 60.652). Im Wesentlichen ist diese Steigerung auf das Passagierwachstum von Eurowings durch den Airberlin-Zukauf im Lufthansa-Konzern zurückzuführen. Außerdem verzeichnete das Eurowings-Langstreckensegment ein Wachstum, nicht zuletzt durch die Einführung einer Business Class. Sonstige betriebliche Erträge wiesen einen Wert in Höhe von TEUR 3.208 (Vorjahr: TEUR 1.725) auf. Der Anstieg entfällt hauptsächlich auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in 2018 (TEUR 2.117). Der Materialaufwand lag in 2018 bei TEUR 65.467 (Vorjahr: TEUR 48.487). Somit ergibt sich in Bezug auf die Umsatzerlöse eine Materialaufwandsquote in Höhe von 78,6 Prozent (Vorjahr: 79,9 Prozent). Der Anstieg im Materialaufwand ist vorrangig auf den Zuwachs bei der Passagieranzahl zurückzuführen. Im Jahr 2018 beschäftigte die Retail in Motion GmbH durchschnittlich 35 FTEs (Vorjahr: 25 FTEs). Der Personalaufwand im Geschäftsjahr lag bei TEUR 2.947 (Vorjahr: TEUR 2.018). Die Personalaufwandsquote beträgt in Bezug auf die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,5 Prozent (Vorjahr: 3,3 Prozent). Der Anstieg an Personal ist mit dem Personalaufbau aufgrund des Wachstums aller drei Kunden zu begründen. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 300) beinhalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagevermögen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 5.144 (Vorjahr: TEUR 4.157) umfassen vor allem sonstige übrige Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.428 (Vorjahr: TEUR 702), Serviceleistungen des Konzerns in Höhe von TEUR 882 (Vorjahr: TEUR 738), Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 792 (Vorjahr TEUR: 425), Aufwendungen für Mieten und Erhaltung in Höhe von TEUR 564 (Vorjahr: TEUR 356), Aufwendungen Reise und Personal in Höhe von TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 377) sowie Telekommunikationskosten in Höhe von TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 1.150). Bedingt durch die oben genannten Effekte liegt das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 bei TEUR 12.602 (Vorjahr: TEUR 7.415). Das LH-EBIT beträgt im Berichtszeitraum TEUR 13.076 (Vorjahr TEUR 8.074; Budget TEUR 12.887). Die Abweichung zum handelsrechtlichen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung der personenbezogenen Rückstellungen nach HGB und IFRS und der Nicht-Berücksichtigung von Aufwendungen für konzerninterne Serviceleistungen im LH-EBIT. Das negative Finanzergebnis der Gesellschaft in Höhe von -TEUR 501 (Vorjahr: -TEUR 86) enthält im Wesentlichen Aufwendungen aus der Bewertung des Planvermögens in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: Erträge aus der Bewertung des Planvermögens TEUR 152), realisierte Erträge aus dem Planvermögen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0) und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 227). Insgesamt ergibt sich ein gestiegener Steueraufwand von TEUR 4.223 (Vorjahr: TEUR 1.231) und ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.878 (Vorjahr: TEUR 6.098). Im Geschäftsjahr 2018 hat die Gesellschaft Net Revenues in Höhe von TEUR 83.008 erwirtschaftet (Vorjahr: TEUR 60.350; Budget: TEUR 84.946). Die Net Revenues entsprechen dabei den Umsatzerlösen der Gesellschaft nach IFRS und liegen innerhalb der ursprünglich prognostizierten Bandbreite von TEUR 80.699 bis TEUR 89.194. Das LH-EBIT liegt mit TEUR 13.076 in 2018 sowohl über Budget (TEUR 12.887) als auch über Vorjahr (TEUR 8.074) und auch innerhalb der ursprünglich prognostizierten Bandbreite von TEUR 12.243 bis TEUR 13.531. Die Umsatzsteigerung im Vergleich zum Budget (rund 12 Prozent) sowie die verbesserte Ergebnissituation liegen insbesondere am Volumenwachstum des Hauptkunden Eurowings als auch am Wachstum der anderen beiden Kunden SunExpress und Edelweiss Air. Die Bilanzsumme der Gesellschaft lag zum Bilanzstichtag 31.12.2018 bei TEUR 33.679 (Vorjahr: TEUR 19.545) und ist damit im Vorjahresvergleich mit plus 72,3 Prozent deutlich angestiegen. Das Anlagevermögen der Retail in Motion GmbH betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 894 (Vorjahr: TEUR 965), wobei sich dieses aus Technischen Anlagen und Maschinen sowie Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammensetzt. Das Umlaufvermögen lag im Berichtsjahr bei insgesamt TEUR 32.785 (Vorjahr: TEUR 18.580). Zum Bilanzstichtag waren Vorräte in Höhe von TEUR 1.626 vorhanden (Vorjahr: TEUR 1.344), die zum Bilanzstichtag in den Trolleys verpackte Waren für den Boardverkauf beinhalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.553 (Vorjahr: TEUR 869). Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen machen TEUR 28.799 (Vorjahr: TEUR 15.513) aus. Der Anstieg des Umlaufvermögens entfällt dabei mit TEUR 12.300 hauptsächlich auf die positive Entwicklung des Finanzverrechnungskontos gegenüber der Deutschen Lufthansa AG. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses von TEUR 7.878 (Vorjahr: TEUR 6.098) besteht zum Bilanzstichtag ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 17.337 (Vorjahr: TEUR 9.459). Die Eigenkapitalquote hat sich damit von 48,4 Prozent im Vorjahr auf 51,5 Prozent verbessert. Die Rückstellungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 12.176 (Vorjahr: TEUR 6.805) und beinhalten im Wesentlichen sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.589 (Vorjahr: TEUR 5.128), welche mit TEUR 7.230 (Vorjahr: TEUR 4.929) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sind, insbesondere im Zusammenhang mit dem Eurowings-Vertrag in Verbindung mit der vom Geschäftsjahr abweichenden Laufzeit. Des Weiteren beinhalten die Rückstellungen Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 3.939 (Vorjahr: TEUR 1.537). Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.166 (Vorjahr: TEUR 3.281) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 398). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.276 (Vorjahr: TEUR 2.792). Der Anstieg von 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist vorrangig auf das Wachstum des Kunden Eurowings und Verbindlichkeiten gegenüber anderen LSG-Gesellschaften zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 275 getätigt (Vorjahr: TEUR 873). Die Finanzierung der Retail in Motion GmbH erfolgt bei Bedarf über die Konzernmuttergesellschaft Deutsche Lufthansa AG. Das Kontrahentenlimit der Retail in Motion GmbH beträgt TEUR 3.500 und wurde zum Stichtag 31.12.2018 bei einem positiven Saldo auf dem Finanzverrechnungskonto i. H. v. TEUR 22.244 nicht in Anspruch genommen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie wirtschaftliche Lage kann insgesamt als positiv beurteilt werden. Mit dem bestehenden Eurowings-Vertrag als auch den Kunden SunExpress und Edelweiss ist das Geschäft längerfristig gesichert. Angesichts des schwierigen Branchenumfelds und des aggressiven Preiswettbewerbs in der Catering-Industrie wird die Optimierung der Prozesse im operativen sowie im administrativen Bereich weiter vorangetrieben, um so noch situationsgerechter und effizienter den aktuellen Herausforderungen entgegenzutreten. RisikoberichtRisiken werden als mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse verstanden, die zu einer negativen Plan-, Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Die bewusste Steuerung von Risiken ist ein integraler Faktor der Unternehmensführung. Das Management von Risiken ist in die bestehenden Geschäftsprozesse integriert. Die Risikostrategie wird durch die risikopolitischen Grundsätze konkretisiert. Diese umfassen die Identifikation von Risiken, die Transparenz und Vergleichbarkeit von Risiken, die Eindeutigkeit von Risikoverantwortlichkeiten, die Bewertung von Risiken und deren proaktive Steuerung und Überwachung, die Umsetzung notwendiger Maßnahmen sowie die Abstimmung der risikorelevanten Informationen mit den Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozessen. Die risikopolitischen Grundsätze werden in der vom Vorstand der LSG Lufthansa Service Holding AG erlassenen Risikomanagement-Richtlinie geregelt, die darüber hinaus alle methodischen und organisatorischen Standards im Umgang mit Risiken verbindlich festlegt. Das Markt- und Wettbewerbsumfeld der LSG Group ist nach wie vor von einer Konsolidierung auf Kunden- und Wettbewerbsseite geprägt. Die daraus resultierenden Kostensenkungsmaßnahmen der Fluggesellschaften führen zu Kostensenkungen im Catering, die sich in anhaltendem Preisverfall und der Reduzierung der Servicelevel, z. B. durch Umstellung auf einfacher herzustellende Produkte, niederschlagen. Des Weiteren befindet sich die Gesellschaft zurzeit in Verhandlungen mit dem Hauptkunden Eurowings über die Vertragsverlängerung. Da der Kunde Eurowings über eine Konzeptänderung von einem Hybridmodell auf ein Buy-on-Board-Modell nachdenkt, sind Auswirkungen auf die neuen Vertragskonditionen zu erwarten. Um Risiken bei strategischen und operativen Umstellungen zu minimieren, werden Prozesse im operativen sowie im administrativen Bereich weiter vorangetrieben, kontinuierlich überprüft und bei Bedarf verbessert. Die Geschäftsprozesse werden in allen Bereichen durch IT unterstützt. Mit dem Einsatz von IT gehen auch Risiken für die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie für die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen und Daten einher. Ein etablierter IT-Risikomanagement-Prozess sorgt dafür, dass die IT-Risiken erkannt und bewertet sowie entsprechende Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet werden. Die IT-Systeme werden regelmäßig hinsichtlich ihres Schutzbedarfes überprüft. Die Gesellschaft bietet eine betriebliche Altersvorsorge an und ist hierbei von den tarifvertraglichen Regelungen der Konzernmutter abhängig. Diese Verpflichtungen werden vor allem über extern investierte Pensionsplanvermögen finanziert. Das extern investierte Vermögen aus dem Pensionsplan wird über zum Teil extern gemanagte Fonds und Versicherungsgesellschaften verwaltet. Die Mittel werden in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und andere Anlageinstrumente investiert. Die Werte der extern investierten Pensionsplanvermögen unterliegen Schwankungen an den Kapitalmärkten. Ungünstige Kapitalmarktentwicklungen könnten demzufolge die Netto-Pensionsverpflichtungen deutlich steigern. Eine solche Steigerung der Netto-Pensionsverpflichtungen könnte langfristig die Finanzlage der Gesellschaft wegen des vermehrten zusätzlichen Mittelabflusses zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen beeinträchtigen. Zudem ist die Gesellschaft Risiken in Zusammenhang mit der Lebenserwartung und den Zinsänderungen bei ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt, da sich eine ungünstige Entwicklung dieser Parameter negativ auf die im Rahmen dieser Pensionspläne bestehenden Verpflichtungen auswirken könnte. Aufwendungen für Nahrungsmittel und Personal stellen einen wesentlichen Kostenfaktor für die LSG Group dar. Starke Veränderungen der Lebensmittelpreise sowie deutliche Erhöhungen der Arbeitsentgelte können somit das operative Ergebnis beeinflussen. Die LSG Group versucht, durch verschiedene Instrumente im Rahmen des Risikomanagements Preissteigerungen zu kompensieren. Neben zentralen Einkaufsorganisationen, welche Kostenvorteile generieren sollen, können vor allem geeignete Vertragsklauseln - soweit umsetzbar - sowohl in Verträgen mit Kunden als auch in Verträgen mit Lieferanten inflationären Preisentwicklungen entgegenwirken. Die Lufthansa Group überprüft die Aviation Services, zu dem unter anderem die LSG Group beziehungsweise das Geschäftsfeld Catering zählt, kontinuierlich auf ihren Wertbeitrag und die fokussierte Weiterentwicklung. Dabei überprüft die Lufthansa Group regelmäßig die Attraktivität einzelner Marktsegmente, die gegenwärtige Wettbewerbsposition und künftigen Erlöspotenziale der Geschäftsfelder sowie die von diesen realisierten Synergien und insbesondere den Wertbeitrag für die Airlines. Hierbei kann auf Geschäftsfeldebene eine differenzierte Weiterentwicklung der Aviation Services Gesellschaften (z. B. der LSG Group) innerhalb oder außerhalb der Lufthansa Group beziehungsweise gemeinsam mit Partnern sinnvoll sein, um langfristiges Wachstum und nachhaltige Profitabilität sicherzustellen. Im Zusammenhang mit diesen aktuell wieder stattfindenden Portfoliountersuchungen können Gerüchte und Mutmaßungen schnell zu einer Unruhe in der Belegschaft führen verbunden mit dem Risiko, dass wichtige Funktions- und Know-how-Träger planen, die LSG Group zu verlassen. Die LSG Group begegnet diesem Risiko, indem sie offen, direkt und so konkret wie möglich über den Stand des Planungs- und Entscheidungsprozesses kommuniziert. ChancenberichtDie Gesellschaft agiert in einem Umfeld, das aufgrund seiner globalen Vernetzung und hohen Dynamik permanent neue Erfolgspotenziale entstehen lässt, u. a. in Bezug auf Veränderungen der Kundenwünsche, Produkte, Marktstrukturen oder regulatorischen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus ergeben sich aufgrund der besonderen Innovationskraft und Wettbewerbsdifferenzierung sowie dem Qualitätsstreben der Mitarbeiter fortlaufend Potenziale für innerbetriebliche Verbesserungen in allen Bereichen. All diese internen wie externen, positiv werttreibenden Potenziale stellen Chancen dar. Als Chancen werden daher mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse verstanden, die zu einer positiven Plan-, Prognose- bzw. Zielabweichung führen können und damit potenzielle Wettbewerbsvorteile generieren. Das Management ist darauf fokussiert, systematisch Chancen zu identifizieren. Im Rahmen von Szenario-Analysen sowie fundierten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen werden die Chancen und die mit ihnen einhergehenden Risiken analysiert. Chancen, die im Rahmen einer Gesamtbetrachtung für die Entwicklung der Gesellschaft und damit für die Interessen ihrer Anteilseigner als vorteilhaft erachtet werden, werden mittels gezielter Maßnahmen verfolgt und umgesetzt. Die Steuerung erfolgt durch die etablierten Planungs- und Prognoseprozesse. Im Bereich Kundenbedürfnisse sind Entwicklungen hin zu neuen Ausgestaltungswünschen des Caterings zu beobachten. Konkret drückt sich dies beispielsweise in einer zunehmenden Nachfrage nach innovativen Buy-on-Board Lösungen und sogenannten Hybridmodellen, die eine Kombination aus traditionellem Bordservice mit innovativen Bordverkaufsprogrammen darstellen, dem verstärkten Wunsch der Airlines aus dem mittleren Osten nach Halal Produkten sowie der Nachfrage der Full Service Carrier (insbesondere der China Carrier) nach hochwertigeren Produkten aus. Im Bereich Buy-on-Board hat die LSG Group die Expertise in diesem Segment in allen Regionen weiter ausgebaut, um Marktanteile zu sichern und gegebenenfalls weiter zu steigern. Hierzu tragen eigene Spezialistenteams für den Bereich Buy-on-Board und der Aufbau von Business-to-Customers Ressourcen, auch im Bereich der Low Cost Carrier Kunden, bei. Das Zukunftsprogramm SCORE wurde Ende 2015 in die Linie überführt und die kontinuierliche Effizienzsteigerung als Daueraufgabe im Unternehmen verankert. Auch für das Geschäftsjahr 2019 sind Verbesserungsmaßnahmen geplant. Dies bietet die Chance, dass regelmäßig neue Potenziale zur Verbesserung des operativen Ergebnisses identifiziert und realisiert werden, die nicht Bestandteil der ordentlichen Planung sind. Es verbleibt jedoch die Herausforderung, eine ausreichende Anzahl von Ideen und Maßnahmen zu entwickeln, um die stetige Kosteninflation zu kompensieren. Darüber hinaus wird durch das Projekt "Together One Process and System" (TOPAS) die Standardisierung und Optimierung der administrativen Prozesse vorangetrieben. Auch hier besteht die Chance, die Effizienz und die Flexibilität und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft über den Plan hinaus zu erhöhen. PrognoseberichtDie International Air Transport Association (IATA) prognostiziert für das Jahr 2019 ein Wachstum der weltweit verkauften Passagierkilometer um 6 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent). Dabei variiert das Wachstum in den verschiedenen Regionen. Das höchste Wachstum wird mit 8 Prozent für die Region Asien/Pazifik erwartet, gefolgt von Lateinamerika, Europa und dem Mittleren Osten mit jeweils 6 Prozent. Für die Regionen Afrika und Nordamerika liegt das erwartete Wachstum bei 5 Prozent. Mit dem weltweiten Passagieraufkommen steigt auch die Nachfrage nach Bordverpflegung weiter an. Klassischer Bordservice wird jedoch zunehmend auch bei Netzwerk-Carriern durch Bordverkaufsprogramme ersetzt. Zunehmend attraktive Verpflegungsoptionen an Flughäfen treten in Konkurrenz zum Bordverkauf. Die Schaffung von digitalen Vorauswahl- und -bestellmöglichkeiten sowie der Trend zu Pre-Ordering sind daher wichtige Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Im Airline-Catering Markt soll die Nachfrage 2019 weiter ansteigen, dies jedoch zunehmend im Bereich der Bordverkaufsprogramme. Die Wettbewerbssituation wird sich durch die laufende Konsolidierung weiter verschärfen. Im Geschäftsjahr 2018 hat die Gesellschaft Net Revenues in Höhe von TEUR 83.008 und ein LH-EBIT in Höhe von TEUR 13.076 erwirtschaftet. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Gesellschaft Net Revenues zwischen TEUR 84.972 und TEUR 93.682 sowie ein LH-EBIT zwischen TEUR 13.843 und TEUR 15.261.
Neu-Isenburg, den 29. März 2019 Geschäftsführer Ernst-Martin Hoffmann-Keining José Lirio Silva
1 Quelle der in diesem Abschnitt verwendeten
Wachstumsangaben: Global Insight World Overview per
15.01.2019
Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018(1) Allgemeine HinweiseDie Retail in Motion GmbH hat Ihren Sitz in Neu-Isenburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main (HRB 43566). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. (2) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert fortgeschrieben. Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Die Nutzungsdauer wird bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit zwei bis 13 Jahren angesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 (netto) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 betragen, wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Den erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in insolvenzgeschützten Fondsanlagen angelegt, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert unter Zugrundelegung von extern bereitgestellten Kursinformationen bewertet und mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die korrespondierenden Verpflichtungen, erfolgt ein gesonderter Ausweis als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Soweit die Zeitbewertung des Deckungsvermögens über den historischen Anschaffungskosten liegt, unterliegen die daraus resultierenden Erträge gem. § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB einer Ausschüttungssperre. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der aktualisierten Heubeck Richttafeln 2018 (Vorjahr: Heubeck Richttafeln 2005 G) ermittelt. Neben angemessenen Fluktuations- und Karrieretrends werden dabei wie im Vorjahr ein Gehaltstrend von grundsätzlich 2,5 Prozent und ein unveränderter Rententrend von grundsätzlich 1,0 Prozent bzw. in Einzelfällen von 1,5 Prozent berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2018 wird der entsprechende Zinssatz auf Basis der zum 30. November 2018 veröffentlichen Zinsinformationen auf den 31. Dezember 2018 prognostiziert. Er beträgt 3,21 Prozent (Vorjahr: 3,68 Prozent). Der Effekt aus dieser Zinssatzänderung wird im Zinsergebnis erfasst. Die Differenz zwischen den mit dem 10-Jahres- bzw. 7-Jahresdurchschnittszinssatz per 31. Dezember 2018 ermittelten Rückstellungsbeträgen ist ausschüttungsgesperrt. Der für die Ermittlung dieses Unterschiedsbetrages korrespondierende 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31. Dezember 2018 2,32 Prozent (Vorjahr: 2,80 Prozent). Versorgungsverpflichtungen aus kapitalmarktabhängigen bzw. versicherungsförmig rückgedeckten Altersversorgungszusagen (Gehaltsumwandlungen) werden zum beizulegenden Zeitwert der zugrundliegenden Wertpapiere angesetzt, soweit dieser Wert den zugesagten Mindestbetrag überschreitet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrags. Künftige Preis- und Kostensteigerungen bis zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft nimmt die Befreiung des § 288 Abs. 2 HGB in Bezug auf die Nennung des angewendeten Steuersatzes und die Nennung der Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz in Anspruch. (3) Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren zu TEUR 5.861 (Vorjahr: TEUR 4.269) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Forderungen aus dem Finanzverkehr in Höhe von TEUR 22.938 (Vorjahr: TEUR 10.721) betreffen die Finanzverrechnungskonten bei der Deutsche Lufthansa AG, die als Bankkonten für das Cashpoolingverfahren im Konzern genutzt werden. Des Weiteren bestanden im Vorjahr noch sonstige Forderungen gegen die Deutsche Lufthansa AG in Höhe von TEUR 523 aus der Umsatzsteuerorganschaft. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 2) eine Restlaufzeit von über einem Jahr und betreffen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) Forderungen an Mitarbeiter sowie in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 0) Mietkautionen. Die restlichen sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Für Mitarbeiter im Inland sowie für eventuell ins Ausland entsandten Mitarbeiter bestehen betriebliche Altersversorgungszusagen. Die Versorgungsansprüche sind zum Teil durch Dotierungen in externes, zugriffsbeschränktes Treuhandvermögen ausfinanziert. Daneben existieren Verpflichtungen aus Gehaltsumwandlungen, denen Vermögen aus Rückdeckungsversicherungen gegenübersteht. Für den Bilanzausweis der Pensionsrückstellungen werden die versicherungsmathematischen Verpflichtungen mit dem jeweiligen Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert am 31. Dezember 2018 saldiert. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum 31. Dezember 2018 TEUR 2.365 (Vorjahr: TEUR 2.269), der beizulegende Zeitwert liegt zum 31. Dezember 2018 bei TEUR 2.458 (Vorjahr: TEUR 2.544). Der diskontierte Erfüllungsbetrag der Verpflichtung (Rückstellung vor Saldierung) zum 31. Dezember 2018 beträgt TEUR 3.106 (Vorjahr: TEUR 2.684). Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 227) werden mit den Aufwendungen aus der Kursbewertung des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: Erträge aus der Kursbewertung des Deckungsvermögens TEUR 152) sowie weiteren realisierten Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0) saldiert bzw. zusammengefasst im Finanzergebnis ausgewiesen. Aus dem Vergleich der mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz bzw. dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz ermittelten Erfüllungsbeträge ergibt sich zum 31. Dezember 2018 ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 516. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 2.458 (Vorjahr: TEUR 2.408) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und betreffen mit TEUR 691 (Vorjahr: TEUR 384) das Finanzverrechnungskonto mit der Deutsche Lufthansa AG, das im Rahmen des Cashpoolings genutzt wird. Des Weiteren bestehen noch sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Deutsche Lufthansa AG in Höhe von TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Umsatzsteuerorganschaft. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in voller Höhe von TEUR 377 (Vorjahr: TEUR 91) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (4) Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB erfasst und betragen im Geschäftsjahr TEUR 83.298 (Vorjahr: TEUR 60.652). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten saldierte Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 227). Diese Aufwendungen aus den Zinszuführungen (TEUR 323) wurden mit den Aufwendungen aus der Kursbewertung des Deckungsvermögens (TEUR 183) sowie weiteren realisierten Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 14 saldiert bzw. zusammengefasst. Der sich ergebende Saldo von TEUR 492 ist in dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. (5) Sonstige AngabenAußerbilanzielle Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 618. Darin sind sonstige finanzielle Verpflichtungen innerhalb der Lufthansa-Gruppe (gegenüber verbundenen Unternehmen) in Höhe von TEUR 155 enthalten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte liegt in der Planungssicherheit bei gleichzeitiger Flexibilität durch die zeitliche Befristung bzw. Kündbarkeit derartiger Verträge. Ebenso ist der Abfluss liquider Mittel bzw. die Kapitalbindung insbesondere bei Immobilien wesentlich geringer. Die Risiken bei derartigen Verträgen liegen in der Mindestlaufzeit eventuell ungünstiger Verträge, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Ausschüttungsgesperrte Beträge Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 38 (Vorjahr: 25) Personen beschäftigt, davon 35 in Vollzeit und 3 in Teilzeit. Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Hoffmann-Keining ist einzelvertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch und verzichtet auf eine Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführer. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 11.426.074,85, der sich aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 7.878.106,26 und dem Gewinnvortrag von EUR 3.547.968,59 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Angabe nach § 285 Nr. 14 HGB Die Retail in Motion GmbH, Neu-Isenburg, wird in den Konzernabschluss der LSG Lufthansa Service Holding AG mit Sitz in Neu-Isenburg, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG, Köln (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im deutschen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Neu-Isenburg, den 29. März 2019 Retail in Motion GmbH Geschäftsführung Ernst-Martin Hoffmann-Keining José Lirio-Silva
1 Einzelbetrachtung der
Zeitwertüberhänge ohne Verrechnung mit
Zeitwertunterdeckungen.
Entwicklung des Anlagevermögens 2018
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Retail in Motion GmbH, Neu-IsenburgPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Retail in Motion GmbH, Neu-Isenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Retail in Motion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 17. Mai 2019 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christiane Lawrenz, Wirtschaftsprüferin ppa. Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde am 26.08.2019 festgestellt. |
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