Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 3782
Vorher
Wedi GmbH
Eingetragen
27.9.1983
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Bauelementplatten sowie deren Veredelung, von Isolierplatten, Duschsystemen und Wellnesssystemen sowie Waren einschlägiger Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Meike Jegottka
seit 6.10.2025
Prokura
Andreas Fürer
seit 16.7.2024
Geschäftsführer
Maria Rita Beckmann
seit 4.10.2022
Prokura
Volkmar Harnischmacher
seit 19.12.2019
Prokura
Fabian Donatus Rechlin
seit 27.10.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

10.10% identifiziert89.90% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
10.10%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ARDEX Group GmbH
Germany
89.90%
SW Verwaltungs-GmbH
Germany
10.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

wedi GmbH

Emsdetten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

INHALTSVERZEICHNIS

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2020

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVSEITE

Vorjahr
T€
A. Anlagenvermögen
I. Immaterielle Vermögengegenstände
I. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.218,00 341,7
2. Geschäfts- oder Firmenwert 368.472,00 370,1
3. geleistete Anzahlungen 2.812.950,15 1.186,3
3.321.640,15 1.898,1
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.606.872,84 12.306,3
2. technische Anlagen und Maschinen 1.630.089,00 1.506,3
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.256.742,80 1.500,6
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.930,87 2,2
14.504.635,51 15.315,4
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.479.870,85 7.477,3
2. sonstige Ausleihungen 1.500,00 1,5
7.481,370,85 7.478,8
25.307.646,51 24.692,3
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.938.421,00 1.768,4
2. unfertige Erzeugnisse 462.978,00 393,3
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.629.270,00 3.887,0
6.030.669,00 6.048,7
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.939.303,64 4.566,7
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.404.252,82 12.358,8
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 Vorjahr: T€ 0.0
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.109.601,21 1.272,4
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 104.382,20 Vorjahr: T€ 118,8 14.453.157,67 18.197,9
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.651.732,81 7.646,1
28.135.559,48 31.892,7
C. Rechnungsabgrenzungsposten 363.648,37 341,5
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 18.260,65 0,0
53.825.115,01 56.926,5

PASSIVSEITE

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.0
II. Gewinnvortrag 22.524.398,32 28.352,7
III. Jahresüberschuss 4.982.017,29 2.171,7
27.806.415,61 30.824,4
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.666.127,96 1.377,1
2. Steuerrückstellungen 2.295,26 392,3
3. sonstige Rückstellungen 1.772.449,92 1.635,4
3.440.873,14 3.404,8
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.430.250,06 11.277,1
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 4.421.388,68 Vorjahr: T€ 3.346,8
davon mit einer Resttaufzeit von mehr als einem Jahr: € 9.008.861,38 Vorjahr: T€ 7.930.2
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.075.278,72 2.163,2
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.075.278,72 Vorjahr: T€ 2.163,2
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 891.423,89 4.194,6
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 891.423,89 Vorjahr: T€ 4.194,5
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.000.000,00 0,0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.000.000,00 Vorjahr: T€ 0,0
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.180.255,59 5.062,4
davon aus Steuern: € 1.248.809,19 Vorjahr; T€ 312.1 22.577.208,26 22.697,3
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 47.300,45 Vorjahr: T€ 50,1
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 5.180.255,59 Vorjahr: T€ 5.062,4
D. Rechnungsabgrenzungsposten 618,00 0,0
53.825.115,01 56.926,5

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 73.769.330,72 80.663,6
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 188.071,00 824,2
3. andere aktivierte Eigenleistungen 367.881,80 187,2
73.949.141,52 81.675,0
4. sonstige betriebliche Erträge 734.638,41 1.014,0
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 308.824,86 Vorjahr: T€ 579,4
5. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 30.191.250,25 32.929,2
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.851.673,39 16.405,4
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.013.830,22 3.198,6
davon für Altersversorgung: € 176.507,00 Vorjahr: T€ 223,6 18.865.503,61 19.604,0
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.844.952,81 1.903,2
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 21.220.841,97 24.652,6
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 1.165.286,05 Vorjahr: T€ 408,6
9. Erträge aus Beteiligungen 3.449.366,13 83,2
davon aus verbundenen Unternehmen: € 3.449.366,13 Vorjahr: T€ 83,2
10. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages erhaltene Gewinne 51.963,18 36,2
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,1
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 215.958,38 287,6
davon aus verbundenen Unternehmen: € 211.532,16 Vorjahr: T€ 281,3
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 327.057,28 293,4
davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 112.744,68 Vorjahr: T€ 123,1 3.390.230,41 113,7
davon an verbundene Unternehmen: € 41.772,23 Vorjahr: T€ 42,8
5.951.461,70 3.713,7
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 874.403,92 1.468,6
15. Ergebnis nach Steuern 5.077.057,78 2.245,1
16. sonstige Steuern 95.040,49 73,4
17. Jahresüberschuss 4.982.017,29 2.171,7

Amtsgericht Steinfurt, HR B 3782

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert Australien wird über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben, da dieses die voraussichtliche Bestandsdauer der Kundenbeziehungen darstellt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, grundsätzlich um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten nicht über 800,00 € liegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteilsrechte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Die Warenvorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. In den Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten erfasst.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.

Allen im Forderungsbestand liegenden Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, die aktiv von den Forderungen abgesetzt sind, Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen.

Unter dem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ist der gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldierte Betrag aus verpfändeten Guthaben bei Kreditinstituten (Deckungsvermögen) und Rückstellungen für Altersteilzeit ausgewiesen.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde nach dem Blockmodell gebildet. Vertragliche vereinbarte Altersteilzeitfälle wurden hierbei in voller Höhe berücksichtigt. Der Aufstockungsbetrag wurde entsprechend dem Entlohnungscharakter ratierlich zugeführt. Für bestehende Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein Abzinsungssatz von 0,54 % (Vj. 0,58 %) zugrunde gelegt.

Zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden Guthaben bei Kreditinstituten verpfändet. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind unter anderem dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeit. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen) entspricht den Anschaffungskosten und beträgt 26,7 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt zum Bilanzstichtag 8,5 T€.

Die Pensionsrückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bewertung der Verpflichtungen auf Basis der Projected Unit Credit (PUC)-Methode kommen die "Richttafeln 2018 G von Professor Dr. Klaus Heubeck" zur Anwendung. Für die handelsrechtliche Bewertung nach dem BilMoG wurde zum Stichtag 31.12.2019 ein Rechnungszins von 2,71 % und zum Bilanzstichtag (31.12.2020) ein Rechnungszins von 2,30 % p.a. verwendet. Es wurde ein Rententrend von jeweils 0,00 % für die Altersrente und von jeweils 1,00 % für die Hinterbliebenenrente berücksichtigt.

Zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersversorgung wurden Rückdeckungsversicherungen bei der AXA Lebensversicherung AG abgeschlossen und Guthaben bei Kreditinstituten verpfändet. Die Rückkaufwerte und Ansprüche aus den Lebensversicherungen sowie die verpfändeten Guthaben bei Kreditinstituten sind unter anderem dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen) entspricht den Anschaffungskosten und beträgt 1.495 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt zum Bilanzstichtag 3.161 T€.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB nach Maßgabe der durchschnittlichen Zinssätze der vergangenen 10 bzw. 7 Jahre beträgt 394 T€.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind grundsätzlich in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenverhältnisse angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, soweit wesentlich, mit der Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsvorgänge werden mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Umrechnungskurs unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei Fremdwährungsvorgängen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurde der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag verwendet.

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

II. Angaben zum Anteilsbesitz (jeweils 100%)

Währung Eigenkapital Ergebnis Geschäftsjahr Umrechnung 31.12.2020
wedi France SARL Lyon, Frankreich T€ 490,1 ./. 21,6
wedi Logistik GmbH, Emsdetten, Deutschland * T€ 950,0 0,0
wedi Italia S.L. Ornago, Italien T€ 43,5 ./. 142,3
wedi corporation Batavia, IL/USA TUSD 4.502,1 1.813,4 1,2271
wedi systems (UK) Ltd. Trafford Park, Großbritannien TGBP 989,0 ./. 16,5 0,8990
Thumag AG Horn, Schweiz TCHF 1.707,0 651,3 1,0802
wedi Australia PTY Ltd. Sydney, Australien TAUD 26,6 26,5 1,5896
wedi FZ-LLC Design District, Dubai TAED 6,9 ./.212,4 4,5065

* Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der wedi Logistik GmbH.

III. Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 6.850,1 T€ (Vorjahr: 9.760,1 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wenn nicht anders ausgewiesen, keine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

IV. Eigenkapital

Zum Bilanzstichtag ergab sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 394 T€ (Vorjahr: 382 T€) gemäß § 253 (6) HGB.

V. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten u.a. wesentliche Posten (jeweils über 100 T€) für Prämien und Tantiemen, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, Personalmaßnahmen.

VI. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 13.430,3 T€ (Vorjahr: 11.277,1 T€) sind durch Grundschulden in Höhe von insgesamt 9.913,4 T€ (Vorjahr: 6.800,0 T€) und in Höhe von 0,0 T€ (Vorjahr: 41,6 T€) durch Sicherungsübereignung von bestimmten Maschinen und maschinellen Anlagen gesichert.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 891,4 T€ (Vorjahr 1.066,2 T€) aus Lieferungen und Leistungen.

C. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse ohne Berücksichtigung von Skonti und Boni

Inland 30,8 %
Ausland 69,2 %
100,0 %

D. sonstige Angaben

I. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr lag die Geschäftsführung in den Händen von Herrn Dipl.-Betriebswirt Stephan Wedi sowie Herrn Betriebswirt Fabian Rechlin.

II. Angaben nach § 285 Nr. 31 und 32 HGB

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde und außergewöhnliche Erträge insbesondere in Form von Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen in Höhe von 37,8 T€ und von Versicherungsentschädigungen in Höhe von 79,9 T€ enthalten.

III. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug zum Bilanzstichtag:

Angestellte 190
Arbeiter 161
Auszubildende 19
370

IV. sonstige finanzielle Verpflichtungen, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Aus Mietverträgen für Gebäude ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 216,6 T€ (397,3 T€) p. a. Darin enthalten ist eine Verpflichtung gegenüber zwei Gesellschaftern in Höhe von 173,2 T€ (346,4 T€).

Aus Leasingverträgen von PKW, Gabelstaplern, Hebebühnen und EDV-Leistungen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.371,0 T€ (Vorjahr: 2.227,5 T€) über die gesamte Restlaufzeit. Die Inanspruchnahme von Leasing ermöglicht, die entsprechenden Gegenstände laufend zu erneuern und zu modernisieren, ohne das Marktrisiko der Verwertung tragen zu müssen, bedingen aber feste Vertrags- /Nutzungslaufzeiten.

Aus Abnahmeverpflichtungen für Rohstoffe bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 6.931,4 T€ (Vorjahr: 8.228,9 T€).

Aus Serviceverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von 47,8 T€ (Vorjahr: 0,0 T€) gegenüber Dritten.

Aus der Garantie im Rahmen eines Mietvertrages für eine Tochtergesellschaft besteht eine Haftung in Höhe von 47,4 T€ p.a. bzw. 142,2 T€ über die gesamte Laufzeit.

IV. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von ca. 50 T€ entfällt auf Abschlussprüferleistungen (46 T€) und sonstige Leistungen (4 T€).

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und sich auf die VFE-Lage des Unternehmens auswirken, haben sich im Kontext der Coronakrise ergeben. Es wird auf die Ausführungen im Lagebericht (C. III.) verweisen.

VI. Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Der in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 erwirtschaftete Jahresüberschuss in Höhe von 4.982.017,29 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Emsdetten, 30. März 2021

Stephan Wedi, Geschäftsführer

Fabian Rechlin, Geschäftsführer

Anlagenspiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2020

kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge 2020 Umbuchungen 2020 Abgänge 2020 Stand 31.12.2020
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.233.716,17 30.796,33 0,00 27.030,00 3.237.482,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 376.358,38 92.464,81 0,00 0,00 468.823,19
3. geleistete Anzahlungen 1.186.300,46 1.626.649,69 0,00 0,00 2.812.950,15
4.796.375,01 1.749.910,83 0,00 27.030,00 6.519.255,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.787.692,71 9.297,02 0,00 0,00 26.796.989,73
2. technische Anlagen und Maschinen 9.102.827,30 22.304,87 437.721,14 192.888,53 9.369.964,78
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.421.453,50 206.694,64 23.350,00 59.108,44 7.592.389,70
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.235,00 469.767,01 -461.071,14 0,00 10.930,87
43.314.208,51 708.063,54 0,00 251.996,97 43.770.275,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.477.302,45 2.568,40 0,00 0,00 7.479.870,85
2. sonstige Ausleihungen 1.500,00 0,00 0,00 0,00 1.500,00
7.478.802,45 2.568,40 0,00 0,00 7.481.370,85
55.589.385,97 2.460.542,77 0,00 279.026,97 57.770.901,77
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Zugänge 2020 Umbuchungen 2020 Abgänge 2020 Stand 31.12.2020
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.892.021,17 232.273,33 0,00 27.030,00 3.097.264,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.273,38 94.077,81 0,00 0,00 100.351,19
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.898.294,55 326.351,14 0,00 27.030,00 3.197.615,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.481.422,07 708.694,82 0,00 0,00 15.190.116,89
2. technische Anlagen und Maschinen 7.596.512,30 336.251,01 0,00 192.887,53 7.739.875,78
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.920.880,50 473.655,84 0,00 58.889,44 6.335.646,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
27.998.814,87 1.518.601,67 0,00 251.776,97 29.265.639,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
30.897.109,42 1.844.952,81 0,00 278.806,97 32.463.255,26
Buchwerte
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
c
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.218,00 341.695,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 368.472,00 370.085,00
3. geleistete Anzahlungen 2.812.950,15 1.186.300,46
3.321.640,15 1.898.080,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.606.872,84 12.306.270,64
2. technische Anlagen und Maschinen 1.630.089,00 1.506.315,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.256.742,80 1.500.573,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.930,87 2.235,00
14.504.635,51 15.315.393,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.479.870,85 7.477.302,45
2. sonstige Ausleihungen 1.500,00 1.500,00
7.481.370,85 7.478.802,45
25.307.646,51 24.692.276,55

Verbindlichkeitenspiegel 2020

Summe der Verbindlichkeiten zum 31.12.2020 davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Vorjahr T€ Vorjahr T€ Vorjahr T€ Vorjahr T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.430.250,06 4.421.388,68 5.368.576,38 3.640.285,00
11.277,1 3.346,8 7.822,7 107,6
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.075.278,72 2.075.278,72 0,00 0,00
2.163,2 2.163,2 0,0 0,0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 891.423,89 891.423,89 0,00 0,00
4.194,6 4.194,6 0,0 0,0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.000.000,00 1.000.000,00 0,00 0,00
0,0 0,0 0,0 0,0
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.180.255,59 5.180.255,59 0,00 0,00
5.062,4 5.062,4 0,0 0,0
22.577.208,26 13.568.346,88 5.368.576,38 3.640.285,00
22.697,3 14.767,0 7.822,7 107,6

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Grundlagen

I. Geschäftsmodell

Als unabhängiges Familienunternehmen ist wedi in der Baustoffbranche als Hersteller und Innovationsführer für direkt verfliesbare Baustoffe, bodengleiche Duschelemente und Designmodule bekannt. Die wedi GmbH und ihre verbundenen Unternehmen stehen für Innovation, Qualität, genau aufeinander abgestimmte Systemkomponenten in Premium-Qualität und für Service und bieten damit Mehrwert für jeden Nassraum.

II. Zweigniederlassungen

Die Übersicht zum Anteilsbesitz im Anhang stellt die Tochtergesellschaften der wedi GmbH dar. Darüber hinaus gibt es in Europa steuerlich begründete Vertreterbetriebsstätten.

Eine wesentliche Veränderung gemäß § 138 (2) Nr. 3 AO ergibt sich aus der Errichtung der Tochtergesellschaften wedi FZ-LLC in Dubai sowie der wedi Pty. Ltd. in Australien.

III. Forschung und Entwicklung

Unser Entwicklungsprozess soll sicherstellen, dass die hohen Investitionen in eine Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Technologien mit einem überschaubaren Risiko getätigt werden und die wedi Produktpalette durch innovative Produkte bereichert wird.

Wesentliche Veränderungen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gegenüber dem Vorjahr gibt es nicht. Aufgrund der F&E-Aktivitäten ergeben sich ergänzende Systemelemente.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gegenüber den Vorjahren entwickelte sich die Konjunktur im Jahr 2020 negativ. Für das Jahr 2020 wurde im Durchschnitt aller Länder der Europäischen Union ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) unter Vorjahresniveau erreicht.

Das preisbereinigte BIP im Euroraum für das Jahr 2020 ist gegenüber dem Vorjahr nach einer ersten Schätzung um 6,8 % gesunken (2019: 1,1 %).

In Deutschland sank das preisbereinigte BIP im Jahr 2020 signifikant und fällt zum Vorjahr um 5,0 % (2019: 0,6 %).

Im Gegensatz zu den Industrie und Dienstleistungsbereichen hat das Baugewerbe trotz der Corona Virus-Situation in 2020 preisbereinigt um 1,4% in der Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorjahr zugelegt.

II. Geschäftsverlauf

In 2020 fiel der operative Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 73,3 Mio. € (Vorjahr: 80,2 Mio. €) und befindet sich erheblich unterhalb des geplanten Niveaus. Vom Gesamtumsatz entfallen vor Berücksichtigung von Boni und Skonti 30,8 % auf Inlandsgeschäfte und 69,2 % auf Exporte. Der Auslandsumsatz wird im Wesentlichen in Frankreich, den Vereinigten Staaten und in Benelux erzielt.

Der Beschaffungsmarkt für XPS Schaum ("Extrudierter Polystyrol Schaum") zeigte im Jahr 2020 keine großen Veränderungen. Das Preisniveau ist leicht gesunken. Die Schaumpreise lagen damit auch unter Budget. Für 2021 wird aufgrund der Knappheit an Vorprodukten mit einer erheblichen Kostensteigerung des Rohschaums gerechnet.

Im Bereich Gewebe zeigten sich die Preise in 2020 stabil. Für 2021 werden keine spürbaren Veränderungen erwartet. Die Versorgungslage ist unkritisch.

Die Beschaffungssituation im Bereich der Beschichtungsmassen hat sich leicht verändert. Das Preisniveau ist geringfügig gestiegen. Auch für 2021 wird ein moderater Anstieg erwartet.

Das Ergebnis vor Zinsen, Beteiligungserträgen und Steuern (EBIT) in Höhe von 2,6 Mio. € (im Vorjahr: 3,6 Mio. €) liegt mit einer EBIT-Marge von 3,5 % unter Vorjahr und unter den Erwartungen. Es resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Einfluss der Corona Virus-Pandemie auf Märkte außerhalb Deutschlands, dem mit einem weiterhin strikten Kostenmanagement in allen Bereichen begegnet wurde.

Unter Berücksichtigung der erschwerenden Pandemie-Bedingungen sind wir mit unserem Geschäftsverlauf zufrieden.

III. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die operativen Umsatzerlöse sanken um insgesamt 6,9 Mio. € auf 73,3 Mio. €.

Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Erträge um 0,3 Mio. € auf 0,7 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus geringeren Wechselkursgewinnen (-0,3 Mio. €).

Der Personalaufwand verringerte sich im Geschäftsjahr 2020 um 0,7 Mio. € auf 18,9 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen um 3,4 Mio. € auf 21,2 Mio. €. Ausschlaggebend für diesen Rückgang sind gesunkene Aufwendungen für Leiharbeitnehmer (-0,8 Mio. €), niedrigere Servicekosten (0,8 Mio. €), gesunkene Ausgangsfrachten (-0,7 Mio. €) und reduzierte Messe- und Reisekosten (jeweils -0,4 Mio.).

Der Jahresüberschuss ist aufgrund einer Ausschüttung der schweizerischen Tochterfirma in Höhe von 3,4 € Mio. von 2,2 Mio. € auf 5,0 Mio. € gestiegen und entsprach aus operativer Sicht jedoch nicht den Erwartungen.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft verringert sich um 3,1 Mio. € von 56,9 Mio. € auf 53,8 Mio. €. Die Veränderung ergibt sich in erster Linie durch die Erhöhung des Anlagevermögens um 0,6 Mio. € und der Verringerung der Forderungen um 3,6 Mio. € sowie der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,2 Mio. €. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2020 beträgt 52 % (Vorjahr: 54 %).

Die Zugänge zum Anlagevermögen betragen im Geschäftsjahr 2,5 Mio. €. Ein wesentlicher Teil der Investitionen entfällt zum Bilanzstichtag auf immaterielle Wirtschaftsgüter sowie Anlagen im Bau in Höhe von 2,1 Mio. €.

Die Finanzierung der Zugänge der Sachanlagen erfolgte durch Aufnahme von Bankdarlehen und durch den generierten cash-flow.

Des Weiteren baut die wedi-Gruppe im Rahmen ihrer Wachstums- und Internationalisierungs-Strategie ihr Engagement in Nordamerika weiter aus. Hierzu wurden in 2020 Möglichkeiten geschaffen, weitere Bauplattengrößen zu produzieren und Montageinseln für Duschelemente etabliert. Dadurch eröffnet sich für die wedi-Gruppe die Möglichkeit, Kapazitätspotential für den expandierenden europäischen Markt flexibler einzusetzen, gleichzeitig aber auch dem Wachstum des nordamerikanischen Marktes begegnen zu können.

Ziel unseres Finanzmanagements ist es, jederzeit die finanziellen Mittel für den laufenden Geschäftsverkehr sicher zu stellen. Darüber hinaus stehen zum Stichtag nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von insgesamt 12,2 Mio. € zur Verfügung. Liquiditätsengpässe sind nicht eingetreten. Der Cash-flow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) belief sich im Geschäftsjahr auf 6,8 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €).

Die Tilgungen von Bankschulden mit einer Fristigkeit von mehr als einem Jahr ergeben sich in Höhe von 2,4 Mio. €. Neuaufnahmen von Bankdarlehen wurden in Höhe von 11,0 Mio. € durchgeführt. Davon sind 5,5 Mio. € bereits in 2020 unmittelbar getilgt worden. Es ergibt sich letztendlich eine Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten um insgesamt 2,2 Mio. €.

Bedeutsame Änderungen von Kreditkonditionen im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich aus einer überarbeiteten Darlehensstruktur innerhalb des Finanzierungsaufbaus.

IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für den langfristigen Unternehmenserfolg der wedi GmbH sind neben den bereits definierten und erläuterten finanziellen Leistungsindikatoren/Steuerungsgrößen Umsatz und EBIT auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren von Bedeutung und somit wichtige Erfolgsfaktoren. Die Wesentlichen werden im Folgenden erläutert. Eine finanzielle Bewertung erfolgt nicht.

Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen:

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der wedi GmbH sind ein wesentlicher Teil des Unternehmens. Ihr Knowhow und ihr Engagement leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Durch ihr Wissen und ihre Erfahrung wird die Qualität der Produkte gewährleistet und werden Prozesse und Dienstleistungen fortwährend optimiert. Flache Hierarchien, Gestaltungsfreiheiten und ein hohes Maß an Eigenverantwortung sind Ausdruck der Unternehmenskultur. Eine marktgerechte Vergütung ist wedi ebenso wichtig wie das Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle, eine gezielte Personalentwicklung und Angebote für gesundheitsfördernde Maßnahmen.

Zum Bilanzstichtag beschäftigte wedi 364 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr 373).

Zum Bilanzstichtag befindet sich ein Mitarbeiter in der Aktivphase der Altersteilzeit.

Compliance (Verhaltensregeln)

Die wedi GmbH und ihre verbundenen Unternehmen stehen für Innovation, Qualität, System und Service. Werte wie Fairness, Ehrlichkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortung prägen unser Handeln. Es gehört zu unserer Kernverantwortung, rechtliche Rahmenbedingungen zu kennen und zu beachten.

Definierte Verhaltensregeln für Mitarbeiter und Lieferanten fassen wichtige Gesetze und unternehmensinterne Regelwerke zusammen, die das Verhalten aller Mitarbeiter und Lieferanten und den Umgang miteinander regeln.

Die wedi GmbH erwartet von ihren Mitarbeitern und Lieferanten für eine dauerhafte und nachhaltige Geschäftsbeziehung die Beachtung und Einhaltung aller geltenden Gesetze sowie der Verhaltensregeln. Dies stellt für wedi eine wesentliche und wichtige Grundlage für die weitere Geschäftsbeziehung dar.

C. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Die EU-Kommission prognostiziert laut Winterprognose 2021 im EURO-Raum ein wirtschaftliches Wachstum für das Jahr 2021 in Höhe von 3,8 %. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie in den Mitgliedstaaten weichen erheblich voneinander ab, so dass die Fortschritte im Wachstum entsprechend unterschiedlich eintreten werden. Allerdings beinhaltet die Prognose große Risiken, die einerseits positiv durch die Impffortschritte beflügelt, andererseits jedoch durch Verzögerungen in der Impfstrategie und das vermehrte Aufkommen von Mutationen negativ beeinflusst werden kann. Schwierig einzuschätzen ist die Lage in Großbritannien, mit welchem die EU ein Handels- und Kooperationsabkommen abgeschlossen hat. Neben den Handelsstreitigkeiten, vor allem der USA mit China und der EU können sich weitere negative Einflüsse aus der anhaltenden Corona Virus Pandemie ergeben - die Einflüsse der Pandemie sind im folgenden Absatz und den Ausführungen unter II. Risiko- und Chancenbericht nicht enthalten, da sie zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Budgets noch nicht in vollem Umfang absehbar waren. Es wird jedoch auf die Ausführungen unter III. verwiesen.

Wir sehen die Risiken für 2021 im Euroraum. Aufgrund der gut gestarteten Neuprodukte und der erfolgreichen Akquisition von Neukunden in mehreren Märkten wird die Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2021 dennoch optimistisch gesehen und liegt deutlich oberhalb des vom OECD prognostizierten Wachstums. Nach wie vor wird ein hoher Wettbewerbsdruck insbesondere in allen europäischen Märkten erwartet. Die Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt ist aufgrund der Folgen der Corona Virus-Pandemie schwer einzuschätzen, hat aber einen großen Einfluss auf das Unternehmensergebnis. Im Verlauf des Jahres 2021 erwarten wir erhebliche Preissteigerungen bei einer Vielzahl von Rohstoffen und Handelsprodukten. Hierzu gehören neben unserem Kernrohstoff XPS unter anderem auch Stahl-, Blech-, und Kunststoffteile, sowie Holzpaletten. Ferner wirken sich signifikant steigende Frachtkosten in Folge einer Knappheit von Fracht- und Containerraum negativ auf das operative Geschäft aus. Für das Jahr 2021 rechnen wir mit einer deutlichen Verbesserung der EBIT-Quote im Vergleich zu 2020. Hinsichtlich der Umsätze gehen wir in 2021 von einem wesentlichen Anstieg gegenüber Vorjahr aus und rechnen mit einem Umsatzniveau, das über 2019 liegt.

II. Risiko- und Chancenbericht

Das frühzeitige Erkennen und ein effizientes Handeln in Bezug auf erkannte Risiken sind wichtige Voraussetzungen für den langfristigen Unternehmenserfolg von wedi. Zeiten mit einem dynamischen Umfeld nehmen wir als Herausforderung an, um bestehende und zukünftige Erfolgspotentiale gezielt zu sichern.

In der strategischen Planung analysieren wir die Entwicklung der Märkte, das Konsumentenverhalten, Wettbewerber und die Beschaffungsmärkte. Ein effizientes Controlling gewährleistet die Früherkennung von Risiken und liefert entscheidungsrelevante Informationen.

Weiterhin erwirtschaftet wedi einen wesentlichen Teil der Umsatzerlöse mit Großkunden/Verbänden. Aufgrund von Strukturveränderungen auf der Kundenebene, sowie der erfolgreichen Verbreiterung der Kundenbasis hat sich der Einfluss von Großkunden/Verbänden deutlich reduziert.

Mit innovativen Systemlösungen und garantierter Systemsicherheit bietet wedi weltweit nachhaltige Komplettlösungen für Nassräume an. Damit hebt sich wedi unseres Erachtens positiv gegenüber dem Wettbewerb ab.

Auch als Hersteller von Produkten der Premium-Qualität kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Produkt Mängel aufweist. Daraus entsteht das Risiko von Gewährleistungs- oder Produkthaftungsansprüchen. Dieses Risiko minimiert wedi durch ein umfangreiches Qualitätsprüfungs-System und durch die ständige Weiterentwicklung der Produkte.

Bezüglich wettbewerbs- und patentrechtlicher Risiken erhält wedi Unterstützung durch externe Experten.

Dem Beschaffungsrisiko von Hauptrohstoffen wird durch langfristige Lieferkontrakte mit zuverlässigen Partnern Rechnung getragen. Produkt- und Umweltrisiken begegnet wedi durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Hierzu gehören unter anderem die Zertifizierung unserer Produkte nach internationalen Normen sowie deren Neu- und Weiterentwicklung als auch die ständige Optimierung unserer Anlagen- und Verfahrenstechnik.

Eintrittswahrscheinlichkeiten für den Ausfall von Produktionsanlagen werden durch Instandhaltungs- und Vorsorgemaßnahmen im Wesentlichen reduziert. Für Sachschäden, Betriebsunterbrechungen wie auch für Haftungsrisiken existieren entsprechende Versicherungen.

Die allgemeine politische Entwicklung, die zum Teil auch auf wirtschaftliche Parameter ausstrahlt, und die durch wedi nicht beeinflussbar ist, stellt ein allgemeines Risiko für unser Geschäft dar.

Uns ist bewusst, dass wir allgemeinen CYBER/IT-Risiken (auch durch die Implementierung neuer Systeme) ausgesetzt sind. Wir sind bestrebt, sowohl durch interne Maßnahmen als auch durch die Inanspruchnahme externer Dienstleister diese Risiken zu erkennen und zu minimieren.

Bestandsgefährdende Risiken aus den Bereichen Beschaffung, Produktion und Umweltschutz sind, ebenso wie bilanziell unberücksichtigte rechtliche Risiken, nicht erkennbar.

III. Bedeutende Umstände / Ereignisse nach dem Jahreswechsel

Von den Auswirkungen der aktuellen Pandemie und der sich entwickelnden Mutationen wird nach wie vor auch die wedi GmbH betroffen sein. Hier wird vor allem eine Einschränkung der Geschäftsaktivitäten in allen Märkten Europas und Nordamerikas möglich sein.

Im Einzelnen ist die Entwicklung momentan nicht absehbar, wird jedoch die Erwartungen in Bezug auf die Vermögens-, die Finanz- und die Ertragslage beeinflussen.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind - auch in Bezug auf die Entwicklung der Corona Pandemie-Situation - derzeit nicht erkennbar.

 

Emsdetten, im März 2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die wedi GmbH, Emsdetten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der wedi GmbH, Emsdetten - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der wedi GmbH, Emsdetten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lingen (Ems), 6. April 2021

GEHRING & KOLLEGEN GMBH
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B. Kellersmann, Wirtschaftsprüfer

C. Joachimmeyer, Wirtschaftsprüfer

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