Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 82723
Vorher
Brother Internationale Industriemaschinen Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
28.2.1964
Branche
Großhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenGroßhandel mit TextilienGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Im- und Export von und der Großhandel mit Waren aller Art, insbesondere mit Erzeugnissen der Firma Brother Industries, Ltd., ferner die Übernahme von Handelsvertretungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
John Meincke
seit 4.10.2017
Prokura
Matthias Kohlstrung
seit 7.4.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert37.80% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Brother International Europe LimitedGBR
37.80%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Brother International Europe Limited
United Kingdom
9.458.910 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brother International GmbH

Bad Vilbel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Grundlagen der Gesellschaft

Die Brother International GmbH ist als Vertriebsgesellschaft für den Absatz der Brother Drucker, Scanner, Beschriftungsgeräte und des Zubehörs auf dem deutschen und österreichischen Markt verantwortlich.

Vornehmlich konzentriert sich Brother auf Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Dienstleistungen, wie Logistik und Service, sind größtenteils ausgelagert.

Die Zweigniederlassung in Wien, Österreich, bedient den österreichischen Markt. Die Niederlassung ist für den Vertrieb, Service und die Verwaltung zuständig. Lieferungen an Kunden in Österreich erfolgen direkt von Deutschland aus. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten MitarbeiterInnen der Niederlassung betrug im Berichtszeitraum 14 (Vorjahr: 16 MitarbeiterInnen).

Die im März 2024 neu gegründete Betriebsstätte in Manchester, Großbritannien, rechnet von Brother International GmbH erbrachte Dienstleistungen für Brother International Europe Ltd. gemäß Service Level Agreement ab.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland zeigt Anzeichen einer Stagnation und bleibt im Vergleich zu anderen führenden europäischen Volkswirtschaften zurück. Eine spürbare Verbesserung ist nicht in Sicht, da verschiedene Faktoren das Wirtschaftswachstum behindern.

Im vergangenen Sommerhalbjahr stagnierte die Wirtschaftsleistung Deutschlands, und im letzten Quartal 2023 verzeichnete sie sogar einen Rückgang um 0,3%. Dies war vor allem auf einen starken Rückgang der Wertschöpfung in der Industrie und im Bauwesen zurückzuführen, bedingt durch einen Mangel an Aufträgen, schlechte Witterungsbedingungen im Dezember und eine ungewöhnlich hohe Krankheitsrate.

Die einzige stützende Säule für die Konjunktur war der private Konsum. Die Inflation ist seit einem Jahr rückläufig und erreichte im Februar mit 2,5% den niedrigsten Stand seit Juni 2021. Gleichzeitig stiegen die Lohneinkommen deutlich an.

Nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November 2023 hat die Finanzpolitik zu Jahresbeginn einen restriktiven Kurs eingeschlagen, was zu einer zusätzlichen Belastung von Unternehmen und Haushalten sowie zu Kürzungen bei den Staatsausgaben führte.

Die Stimmung in Unternehmen und Haushalten verschlechterte sich im Januar weiter. Sowohl der ifo Geschäftsklimaindex als auch das GfK-Konsumklima spiegelten pessimistische Aussichten wider. Hinzu kommen Streiks im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie geopolitische Spannungen, die Lieferverzögerungen und Kostensteigerungen verursachten und die wirtschaftliche Erholung weiter verzögern könnten.

Der Einzelhandel verzeichnete zum Jahresende einen weiteren Rückgang der Umsätze, insbesondere im Bereich Lebensmittel und Online-Handel. Die Pkw-Neuzulassungen gingen im Januar zurück, vor allem bei Privatpersonen. Frühindikatoren deuten darauf hin, dass der private Konsum weiterhin schwach ist, was durch negative Stimmungsumfragen im Einzelhandel unterstützt wird.

Weltwirtschaftliche Entwicklungen bieten ein gemischtes Bild. Zwar zeigte die weltweite Industrieproduktion im November einen leichten Anstieg, jedoch belasten geopolitische Unsicherheiten und Zinserhöhungen vieler Zentralbanken die wirtschaftliche Entwicklung. Insbesondere im Euroraum blieben die Einkaufsmanagerindizes unter der Wachstumsschwelle, während sich die Stimmung in den USA und einigen Schwellenländern verbesserte. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die weltweite Nachfrage und die Lagerhaltung normalisieren, was den Welthandel unterstützen könnte.

Der deutsche Außenhandel verzeichnete im Dezember einen deutlichen Rückgang der Exporte und Importe. Dieser Trend war sowohl auf den Handel mit EU-Ländern als auch mit anderen Ländern zurückzuführen. Die Preise für importierte Rohstoffe und Energie gingen weiter zurück, was das Austauschverhältnis zwischen Import und Export verbesserte. Dennoch deutet der Rückgang im Außenhandel auf eine anhaltend schwache Nachfrage aus dem Ausland hin, insbesondere aus China und den USA.

Branchenentwicklung

Der von Brother adressierbare Hardwaremarkt lässt sich in die Marktsegmente "Printing", "Scan" und "Labelling" unterteilen.

Im Segment "Printing" wird zwischen den Teilsegmenten Laser und Tinte unterschieden sowie zwischen Drucker und Multifunktionsgerät. Weiterhin lässt sich das Teilsegment Laser zusätzlich in Mono- und Farblaser gliedern.

Im Segment "Scan" lässt sich zwischen "Mobile" und "Desktop" unterscheiden.

Das Segment "Labelling" wird in die Teilsegmente Etikettendrucker, "Industrial Labelling" und Beschriftungsgeräte unterteilt.

Laut aktuellen Marktdaten der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) war der Hardware-Gesamtmarkt im Segment "Printing" im Kalenderjahr 2023 weiter rückläufig.

Dabei zeigt die Absatzbetrachtung einen Rückgang um 2% zum Vorjahr, während die Betrachtung nach Umsatz einen deutlicheren Rückgang um 6% zeigt.

Das Segment "Scan" hat sich nach Stückzahl negativ (-4%) entwickelt, während der Markt nach Umsatz deutlich gewachsen ist. (+9%)

Das Segment "Labelling" ist sowohl nach Stückzahlen (+16%), als auch nach Umsatz (+11%) gestiegen.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Geschäftsverlauf nach GfK

Im Jahr 2023 konnte Brother laut GfK nach Stückzahl im rückläufigen "Printing" Gesamtmarkt den Marktanteil von 14% auf 15% steigern. Nach Umsatz konnte Brother im rückläufigen Markt den Marktanteil von 19% auf 20% steigern.

Im Segment "Scan" hat Brother nach Stück (-4%) und Umsatz (-5%) Marktanteile verloren. Das Segment wird weiterhin klar von Fujitsu dominiert.

Im wachsenden Segment "Labelling" verlor Brother im Kalenderjahr 2023 Marktanteile nach Stück (-12%) und Umsatz (-3%). Brother ist weiterhin klarer Marktführer mit 52% Marktanteil nach Stück und 46% Marktanteil nach Umsatz.

Drittanbieter von kompatiblem Verbrauchsmaterial für Brother Lasergeräte konnten ihre Marktanteile nach Stück im letzten Jahr leicht steigern (von 20% auf 24%). Auch im Bereich der Original-Verbrauchsmaterialien für Tintengeräte konnten Drittanbieter von kompatiblem Verbrauchsmaterial den Marktanteil nach Stück von 21% auf 22% steigern. Im Bereich Labelling ging der Original Brother Anteil nach Stück leicht zurück auf 92%.

Ertragslage

Die Brother International GmbH (BIG) erzielte im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von TEUR 180.497 (Vorjahr: TEUR 212.625) der damit deutlich unter dem im Vorjahreslagebericht prognostiziertem Betrag lag.

Der Umsatzrückgang von 15,1% im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus dem Verkauf von Hardware, die aufgrund des Wettbewerbs mit deutlich höheren Rabatten verkauft wurden. Der Vertrieb von Verbrauchsmaterialien an ausgewählte Großhändler wird über die Gesellschafterin Brother International Europe Ltd. (BIE) durchgeführt, wobei die BIG für in diesem Zusammenhang erbrachte Dienstleistungen gegenüber der BIE eine Vergütung erhält. Betrachtet man den zugrundeliegenden Gesamtumsatz (inkl. Verbrauchsmaterialien an ausgewählte Großhändler durch BIE) im Vertriebsgebiet der BIG so beträgt der Umsatzrückgang 7,2%.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen ist um 16,0% niedriger als im Vorjahr, und liegt damit deutlich unterhalb der im letztjährigen Lagebericht dargestellten Erwartungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um TEUR 2.547, was im Wesentlichen auf eine Rückstellungsauflösung aus Vorjahren in Höhe von TEUR 2.285 zurückzuführen ist.

Die Materialaufwendungen sind aufgrund des Umsatzrückganges auf TEUR 117.470 gefallen (Vorjahr: TEUR 136.687).

Hauptsächlich beeinflusst durch einen Anstieg des Zinssatzes in der 10 Jahres Betrachtung bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen, reduzierte sich der Personalaufwand deutlich um TEUR 7.895 bei leicht gesunkenen Mitarbeiterbestand.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 610, wobei insbesondere mehr für Werbung und Promotion (Steigerung um TEUR 1.250) aufgewendet wurde.

Durch die gestiegenen Zinsen konnten die Zinserträge gesteigert und die Zinsaufwendungen reduziert werden. (Veränderung zum Vorjahr: TEUR 3.278)

Das Geschäftsjahr 2023/24 schloss trotz niedrigeren Umsatzerlösen mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.531 (Vorjahr: TEUR 12.435), was den Erwartungen im letztjährigen Lagebericht entspricht. Allerdings enthält das Ergebnis periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.285.

Darstellung der Finanz- und Vermögenslage

Auf Grundlage des positiven Jahresergebnisses im abgelaufenen Geschäftsjahr führte die Verringerung des Lagerbestandes um TEUR 8.851 zu einer deutlichen Steigerung des positiven Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 15.916 (Vorjahr: TEUR 1.745).

Bestehende Finanzmittelüberschüsse werden auf Grundlage der Cash-Pooling-Vereinbarung bei dem verbundenen Unternehmen Brother Finance (UK) PLC zu marktüblichen, im Laufe des Jahres von leicht negativen zu positiven Zinsen angelegt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Cash-Pool-Forderungen innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 96.221 um TEUR 790 auf TEUR 95.432 gesunken.

Die Bilanzsumme verringerte sich um TEUR 4.309 auf TEUR 166.138 (-2,5%).

Die Brother International GmbH tätigte im Geschäftsjahr keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen. Auch in naher Zukunft sind keine wesentlichen Investitionen geplant.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich um TEUR 3.647. Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um TEUR 2.990, gleichzeitig verringerten sich die Warenbestände deutlich um TEUR 8.851 auf TEUR 33.460, während Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich von TEUR 8.050 auf TEUR 13.664 stiegen, was Folge höherer Umsätze vor dem Abschlussstichtag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist.

Auf der Passivseite resultiert die verringerte Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem Rückgang des Eigenkapitals.

Die Reduzierung des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 3.123 auf TEUR 66.034 ist bedingt durch die Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 15.654, welche über dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.531 liegt.

Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um TEUR 207 auf TEUR 75.878. Rückstellungen für Pensionen reduzierten sich um TEUR 2.056 aufgrund des erhöhten Rechnungszinses. Sonstige Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 2.263 und Steuerrückstellungen belaufen sich weiterhin auf TEUR 0, aufgrund der Vorauszahlungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um TEUR 2.543.

Die Eigenkapitalquote ist von 40,6% im Vorjahr auf 39,7% gesunken. Das Anlagevermögen und die Vorräte sind zum Bilanzstichtag vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen bei Weitem.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Nachfolgend werden die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

2024 2023 Veränderung
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 180.497 212.625 -32.128 -15,1
Ergebnis vor Steuern und Zinsen 15.716 18.706 -2.990 -16,0

Mitarbeiter und Nachhaltigkeit

Arbeitszeit & Gesundheitsmanagement

Die Brother International GmbH bietet seinen Mitarbeitern ein flexibles Arbeitszeitmodell, mobiles Arbeiten ("Telearbeit") sowie einmal pro Woche Personaltraining inklusive Beratung zur gesunden Arbeitsweise und Ernährung an.

Hierbei wurde der Fokus auf folgendes gerichtet:

Eine Anpassung an die Bedürfnisse einer modernen Arbeitswelt, die den Ansprüchen des heutigen Berufslebens gerecht wird

Geringere Fehlzeiten durch die Möglichkeit die privaten Belange zum Beispiel Arztbesuche, Behördengänge, mit dem Beruf leichter in Einklang zu bringen

Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Gesteigerte Motivation und Arbeitszufriedenheit

Flexiblere Gestaltung des Arbeitsablaufes

Hierbei sollten die unternehmerischen Bedürfnisse nicht außer Acht gelassen werden. Um den Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, ist eine Funktionszeit vereinbart, welche den Kunden den bestmöglichen Service gewährleistet.

Vergütungssysteme

Für die Mitarbeiter im Innen- und Außendienst besteht ein erfolgs- und leistungsorientiertes Vergütungssystem. Dieses stellt durch den Kontext unternehmensweit kommunizierter Zielvereinbarungen ein wirksames Steuerungsinstrument zur Umsetzung unserer Unternehmensstrategie dar. Es dient ebenfalls dazu, durch erhöhte Motivation der Mitarbeiter bessere Ergebnisse und Leistungen zu erreichen, die Attraktivität des Unternehmens für qualifizierte, unternehmerisch denkende Mitarbeiter zu steigern und die Arbeitszufriedenheit und somit die Bindung der Leistungsträger an das Unternehmen zu stärken. Ein Teil des Gesamteinkommens wird als variables Einkommen ausgezahlt und ist abhängig von der Erreichung der mit den Mitarbeitern festgelegten und vereinbarten Ziele.

Im Rahmen des Vergütungssystems findet einmal im Jahr mit jedem Mitarbeiter ein Feedback Gespräch statt. Dies beinhaltet unter anderem die Abfrage bezüglich der Zufriedenheit am Arbeitsplatz / im Unternehmen.

Weiterbildung

Mitarbeiter werden durch Teilnahme an diversen Schulungen in verschiedenen Bereichen weitergebildet wie zum Beispiel:

Jährliche Vorgabe des Mutterkonzerns über durchzuführende Schulungen am jeweiligen Standort

Information und Weiterbildung im Rahmen der Arbeitssicherheit

Fachliche Weiterbildung für Mitarbeiter, zum Beispiel im Steuerrecht

Schulungen der Führungskräfte im Umgang mit Mitarbeitern

Kostenlose Englischkurse für alle Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeit in Form von Webinaren

Nachhaltigkeit

Um die Punkte Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung stets gewissenhaft umzusetzen, wurde im Geschäftsjahr 2021 eine Arbeitsgruppe von Mitarbeitern unterschiedlichster Bereiche des Unternehmens gegründet. In dieser Gruppe werden sämtliche CSR-Aktivitäten geplant und umgesetzt.

Regeln und Prozesse übersetzen die Nachhaltigkeitsstrategie in spezifischere Vorgaben für das alltägliche Arbeiten im Unternehmen. Diese werden durch geeignete Prozesse in den Unternehmensalltag integriert, z. B. durch regelmäßige Workshops oder interne Kommunikationsmaßnahmen (Globale Charta Quiz/SDG Quiz).

Um inmitten großer Umweltveränderungen nachhaltig zu wachsen, hat die Brother Gruppe die mittelfristig ausgelegte Unternehmensvision "At your side 2030"formuliert, welche den geplanten Weg vom Geschäftsjahr 2022 bis hin zum Geschäftsjahr 2030 aufzeigt. Brother Deutschland initiierte zur Aufklärung über die Brother Vision 2030 eine Reihe von Workshops für alle Angestellten, damit diese sich intensiver mit jener Thematik beschäftigen und zum Umdenken angeregt werden.

Die Brother Gruppe wird die Wiederverwendung von essenziellen Ressourcen und Abfallreduzierung in der gesamten Wertschöpfungskette fördern, indem sie Initiativen zur Erreichung dieses Vorhabens beschleunigt. Im Februar 2022 wurde das mittelfristige Ziel für das GJ 2030 in Bezug auf das Ressourcenzirkulationsziel überarbeitet, um Initiativen zur Wiederverwendung von Ressourcen weiter zu fördern und Geschäftsabläufe durchzuführen, die mit einer Kreislaufwirtschaft vereinbar sind. Die Brother Gruppe zielt darauf ab, den Anteil neuer Materialien an der Gesamtmenge der in Produkten verwendeten Materialien auf 65% oder weniger zu reduzieren. Zirkuläre Wirtschaftsgeschäfte wie abonnementbasierte Dienstleistungen, Materialrecycling (Verwendung von recycelten und wiederverwendeten Materialien für Produkte) werden weiterentwickelt, um das zuvor genannte Ziel zu erreichen.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognose

Unserer Prognose liegt die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024/2025 zugrunde. Bei dieser Planung wurden die erwarteten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen berücksichtigt. Ökonomen erwarten für das Kalenderjahr 2024 eine wirtschaftliche Erholung, die sich in einem erwarteten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von nur 0,2% im Vergleich zum Vorjahr reflektiert. Beeinflusst durch einen sich verschärfenden Wettbewerb innerhalb unserer Branche, welcher einen Anstieg der Aufwendungen für Rabatte und geringere Margen nach sich ziehen dürfte.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr leicht steigende Umsatzerlöse und ein etwas geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen.

Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Unsere Waren werden zu Festpreisen in Euro größtenteils aus asiatischen Ländern bezogen. Veränderungen der Wechselkurse zwischen Euro und den lokalen Währungen der Produktionsländer schlagen sich teilweise verzögert in unseren Einkaufspreisen nieder. Soweit es die Gegebenheiten des Marktes zulassen, erfolgt eine Weitergabe durch entsprechende Verkaufspreisänderungen an unsere Kunden.

Neue Geschäftsbeziehungen werden nur nach Prüfung der Bonität und nach Festlegung individueller Kreditlimits eingegangen. Mit einer bestehenden Versicherung gegen Forderungsausfälle gegenüber Kunden steht ein zusätzliches risikominderndes Instrument zur Verfügung.

Die Gesellschaft ist in das europäische Finanz- und Liquiditätsmanagement des Brother Konzerns einbezogen, das von der Brother Finance (UK) PLC zentral gesteuert und überwacht wird. Zum Bilanzstichtag bestehen Cash-Pool-Forderungen gegen die Brother Finance (UK) PLC in Höhe von TEUR 95.432. Wir rechnen nicht mit einem Ausfall dieser Forderungen aufgrund einer guten Ertragssituation und der zentralen Einbindung dieses Unternehmens in den Brother-Konzernverbund. Die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen durch die marktübliche variable Verzinsung der Cash-Pool-Forderung sind als nicht wesentlich anzusehen.

Allgemeine Risiken für den Markt sowie die Branche stellen die zukünftige Entwicklung der konjunkturellen Lage sowie die Dauer und Entwicklung des anhaltenden Konflikts um die Ukraine dar.

Die Digitalisierung hat einen signifikanten Einfluss auf das jährliche Druckvolumen. Mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Technologien und dem Aufkommen elektronischer Kommunikationsmittel wie E-Mails, E-Invoice und digitale Dokumentenverwaltungssysteme wird weniger physisch gedruckt. Viele Dokumente und Informationen werden heute elektronisch erstellt, übermittelt und archiviert, was zu einem Rückgang des Bedarfs an gedruckten Materialien führt.

Branchenspezifische Risiken stellen im Laser- und Tintenbereich sowie im Schriftbandbereich nach wie vor Refiller und Anbieter kompatibler Toner, Patronen und Schriftbänder dar. Der Nachbau ist nicht zu verhindern und somit langfristig auch nicht einzudämmen.

Der Markt ist weiterhin stark umkämpft - die großen Preisdifferenzen zwischen Original- und kompatiblem Verbrauchsmaterial setzen die Hersteller von Original-Verbrauchsmaterialien enorm unter Druck.

Alle wichtigen Geschäftsabläufe werden durch IT-Systeme unterstützt. Grundsätzlich stellt die weltweit gewachsene Gefahr von Cyberattacken ein latentes Risiko für unsere IT-Systeme dar. Daher ist es unser Ziel, unsere IT-Systeme und Daten vor unerlaubtem Zugriff, Ausfall, Manipulation und unerwünschter Veröffentlichung zu schützen. Unsere IT ist europäisch organisiert. Hier gibt es ein Service Level Agreement, welches alle Dienste, Pflichten und Aufgaben beschreibt. Darüber hinaus werden alle IT-Systeme in die Cloud verlagert. Dies gibt uns dahingehend mehr Sicherheit, da wir dadurch Teil einer Sicherheitsstruktur des Cloud-Dienstleisters sind. Die Umsetzung erfolgt durch unsere europäische IT. Zudem werden Mitarbeiter durch unsere europäische IT regelmäßig sensibilisiert und geschult, um die Risiken weiter zu minimieren.

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Diese Einschätzung basiert insbesondere auf der gegenwärtigen Eigenkapitalausstattung und der Einbindung in die konzerninterne Finanzierung sowie dem operativen Geschäftsumfeld.

Chancen der Unternehmung in der Zukunft

Eine Runderneuerung des Produktportfolios in den Bereichen SOHO (Small Office Home-Office) und SMB (Small Medium Business) im abgelaufenen Geschäftsjahr sorgt für eine breitere und noch stärker auf Anwenderbedürfnisse zugeschnittene Angebotspalette. Der Fokus der Vertriebsausrichtung liegt weiterhin auf dem Small- und Medium sowie Medium-Enterprise Sektor. Hierbei nutzt das Unternehmen die Breite des Produktportfolios - neben dem klassischen Office-Drucker unter anderem professionelle Beschriftungslösungen und Scanner zur Dokumentenarchivierung - für Cross-Selling Ansätze bei Bestandskunden sowie zur Neukundenakquise. Eine Überarbeitung des bestehenden Managed Print Service-Angebots inklusive eines neuen zusätzlichen Konzepts - speziell ausgelegt für den Einstieg in das Managed Service Business - sorgt für stärkere Endkundenbindung in Bezug auf das Verbrauchsmaterialgeschäft. Kooperationen mit Softwareunternehmen ermöglichen innovative und branchenspezifische Lösungsangebote in Kombination mit Brother Hardware.

Im Bereich SOHO Drucker (Small Office Home-Office) konzentrieren sich die Vertriebs- und Marketingaktivitäten weiterhin auf die im vergangenen Geschäftsjahr eingeführten B2C Servicekonzepte bzw. Tinten- & Tonerabonnements.

In Segment "Office Drucker" zeigen sich durch neue und zusätzliche Produkte vor allem in der Kategorie der Farblasertechnologie Wachstumspotentiale, sodass hier mit steigenden Umsätzen und Steigerung der Marktanteile zu rechnen ist.

Im Bereich Industrial Labelling konnten im abgelaufenen Jahr neue namhafte Referenzkunden gewonnen sowie neue Handelspartnerschaften geschlossen werden. Dies unterstützt die gegenüber dem Vorjahr unveränderte Strategie: neue Absatzkanäle zu erschließen, Umsätze zu steigern und Marktanteile zu gewinnen.

Mit dem erstmaligen Angebot eines Großformatdruckers können weitere neue Absatzmöglichkeiten erschlossen werden.

Trotz der steigenden Produktvielfalt wird auch weiterhin verstärkt auf Kosten- und Effizienzoptimierung geachtet.

Durch die Zugehörigkeit zum japanischen Brother-Konzern sind wir dazu verpflichtet, ein funktionsfähiges internes Kontrollsystem zu unterhalten ("JSOX"), um somit den Anforderungen der japanischen Vorschriften gerecht zu werden. Die eingerichteten internen Kontrollen stellen sicher, dass wesentliche Fehler in der Buchhaltung und im Jahresabschluss vermieden oder zumindest frühzeitig erkannt werden.

Angesichts unserer Marktstellung, der Einbettung in die globale Brother-Gruppe, sowie unserer strukturierten Prozesse und internen Kontrollen sind wir zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch zukünftig begegnen zu können und die uns zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen.

 

Bad Vilbel, den 25. April 2024

Brother International GmbH

Geschäftsleitung

Matthias Kohlstrung

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 19.098,00 58,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 447.769,49 484.692,49
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.158.919,46 1.126.985,20
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 2.953,03
1.625.786,95 1.614.688,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 33.459.976,49 42.311.290,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.664.303,77 8.049.750,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 103.270.551,05 106.260.662,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.374.604,01 1.457.598,63
120.309.458,83 115.768.011,56
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 915.740,79 252.605,63
154.685.176,11 158.331.908,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 820.288,75 445.021,78
D. Aktive latente Steuern 9.006.722,00 10.055.791,00
166.137.973,81 170.447.409,67

Passiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000.000,00 25.000.000,00
II. Kapitalrücklage 5.110.057,86 5.110.057,86
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 467.261,00 467.261,00
IV. Gewinnvortrag 22.925.288,00 26.144.191,22
V. Jahresüberschuss 12.531.105,69 12.435.096,78
66.033.712,55 69.156.606,86
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 50.179.848,10 52.235.367,41
2. Sonstige Rückstellungen 25.698.310,80 23.435.577,70
75.878.158,90 75.670.945,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.271.118,87 3.637.083,47
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.547.984,53 13.091.352,92
3. Sonstige Verbindlichkeiten 10.218.053,17 7.776.091,37
davon aus Steuern TEUR 1.610 (Vorjahr TEUR 167)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 28 (Vorjahr TEUR 28)
23.037.156,57 24.504.527,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.188.945,79 1.115.329,94
166.137.973,81 170.447.409,67

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

2023/2024 April - März 2022/2023 April - März
(EUR) (EUR)
1. Umsatzerlöse 180.496.608,31 212.625.277,68
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.332.190,62 785.007,83
davon aus Währungsumrechnung: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1)
3. Materialaufwand 117.470.200,00 136.686.739,13
a) Aufwendungen für bezogene Waren 107.916.319,10 121.016.171,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.553.880,90 15.670.568,13
4. Personalaufwand 14.818.697,63 22.713.649,19
a) Löhne und Gehälter 13.127.330,86 12.773.876,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.691.366,77 9.939.772,40
davon für Altersversorgung: TEUR -884 (Vorjahr: TEUR 6.910)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 479.942,28 569.561,13
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 35.344.383,42 34.734.075,61
davon aus Währungsumrechnung: TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.939.281,33 780.157,84
davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 2.939 (Vorjahr: TEUR 780)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 996.630,89 2.115.022,44
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: TEUR 995 (Vorjahr: TEUR 1.996)
davon an verbundene Unternehmen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 117)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.127.120,35 4.936.299,07
davon Ertrag (-) / Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: TEUR -1.049 (Vorjahr: TEUR 1.308)
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 12.531.105,69 12.435.096,78

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Brother International GmbH ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregisternummer HRB 82723 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für das abnutzbare Anlagevermögen werden planmäßige lineare, nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsindividuellen Nutzungsdauer ermittelte Abschreibungen verrechnet.

Nutzungsdauern für die planmäßigen Abschreibungen:

Jahre
Entgeltlich erworbene Software 3 bis 5
Grundstücke und Bauten 10 bis 28
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungskosten EUR 800 nicht übersteigen.

Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Waren sind zu Anschaffungskosten unter Anwendung der Methode des gleitenden Durchschnitts bei Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für Überreichweiten sowie Muster- und Reparaturgeräte werden angemessene Abschläge angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt, für erkennbare Risiken sind Einzelabwertungen in erforderlichem Umfang berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) bemessen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit laufzeitadäquaten Zinssätzen abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vorjahr: 1,79 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden unverändert zum Vorjahr mit 3,0 % p.a. und erwartete Rentensteigerungen mit 2,10 % p.a. (Vorjahr: 2,50 %) berücksichtigt. Zur Erfüllung von Verpflichtungen gegenüber einzelnen Versorgungsberechtigten wurden entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Die ausschließlich der Erfüllung dieser Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden zunächst mit dem von den Versicherungsgesellschaften ermittelten Aktivwert bewertet. Erstmals zum 31. März 2023 wurde der IDW RH FAB 1.021 angewendet und die höheren Aktivwerte an die niedrigeren Pensionsrückstellungen angepasst und saldiert sog. "Passivprimat"). Insofern kommt es nicht mehr zum Ausweis eines aktivischen Unterschiedspostens. Ergebnisauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt gemäß der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 1,80 % p. a. (Vorjahr: 1,50 %), erwarteter Gehaltssteigerungen von 3,0 % und der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die Rückstellungen umfassen neben den Erfüllungsrückständen und den ungewissen Verbindlichkeiten aus den Aufstockungsbeträgen auch am Ende der Laufzeit zuzahlende Abfindungen. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden in Höhe des von den Versicherungsgesellschaften ermittelten Aktivwerts mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Ermittlung der Rückstellung für Garantieaufwendungen erfolgt auf Basis der Ausfallraten der Vergangenheit und der verkauften Stückzahlen. Unter Zugrundelegung dieser Daten werden die in Zukunft zu erwartenden Garantiekosten der verkauften Geräte für die verbleibende Garantiezeit zurückgestellt. Der Anteil der Garantierückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Passive Steuerlatenzen liegen nicht vor. Für die aktiven Steuerlatenzen wurde von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs.1 S.2 HGB Gebrauch gemacht. Der Berechnung wurde der zum Abschlussstichtag gültige Steuersatz von 28,32 % (Vorjahr: 28,32 %) zugrunde gelegt. Der kombinierte Steuersatz umfasst Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer. Davon abweichend wurde für die Berechnung der latenten Steuern, die die Zweigniederlassung in Wien, Österreich, betreffen, der zukünftige Steuersatz von 23 % herangezogen.

C. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang zu ersehen.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 159 (Vorjahr TEUR 159) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen und übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 7.839 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEUR 10.040) und TEUR 95.432 (Vorjahr TEUR 96.221) jederzeit fällige Guthaben aus dem Cash-Pooling.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen bei folgenden Bilanzposten:

31.03.2024 31.03.2023
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen 8.410 9.372
Sonstige Rückstellungen 596 647
Sachanlagevermögen 1 7
Umlaufvermögen 0 30
9.007 10.056

Die mit den Pensionsverpflichtungen verrechneten Aktivwerte aus an einzelne Versorgungsberechtigte verpfändeten Rückdeckungsversicherungen betragen zum 31.03.2024 TEUR 7.023 (Vorjahr TEUR 6.996). Die Aktivwerte wurden gem. IDW RH FAB 1.021 an die niedrigeren Pensionsverpflichtungen angepasst. Der daraus resultierende Aufwand in Höhe von TEUR 109 wurde unter den Zinsaufwendungen erfasst. Der Erfüllungsbetrag der gesamten Pensionsverpflichtungen vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beträgt TEUR 57.203 (Vorjahr TEUR 59.231). Der in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthaltene Zinsanteil in Höhe von TEUR 1.055 (Vorjahr TEUR 949) wird mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr: Aufwand von TEUR 998) verrechnet unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 25.698 enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Händlerboni und Rabattsysteme (TEUR 9.114), Garantieverpflichtungen (TEUR 4.093), Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen (TEUR 1.829), Eingangsfrachten (TEUR 101), sowie Werbekostenzuschüsse (TEUR 2.469).

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beträgt TEUR 3.610. Die mit dem Erfüllungsbetrag verrechneten Aktivwerte der an die Anspruchsberechtigten verpfändeten Rückdeckungsversicherungen betragen TEUR 1.781. Die Aktivwerte entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten und damit den beizulegenden Zeitwerten. Der in der Zuführung zu den Altersteilzeitrückstellungen enthaltene Zinsanteil in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 44) wird ebenfalls mit den Erträgen aus dem entsprechenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 16) verrechnet unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 10.547 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEUR 13.091).

Gegenüber der Gesellschafterin Brother International Europe Ltd. bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 4.361 (Vorjahr TEUR 4.271) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.372 (Vorjahr TEUR 12.888).

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze gliedern sich nach Produktgruppen wie folgt:

2023/2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Printing & Solution 108.133 123.611
Labelling & Mobile 19.061 23.932
Scanner 4.488 6.393
Umsätze aus Konzerndienstleistungen 48.145 58.421
Sonstige 670 268
Gesamt 180.497 212.625

Die Umsätze betreffen mit TEUR 105.499 das Inland (Vorjahr: TEUR 136.013) und mit TEUR 74.998 das Ausland (Vorjahr: TEUR 76.612).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.285 aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 38). Diese stellen außergewöhnliche Erträge i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB dar.

Der Personalaufwand erhält Erträge aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 884.

F. Sonstige Angaben

Gewinnausschüttungssperre

Aus der Aktivierung latenter Steuern ergibt sich in Höhe von TEUR 9.007 zum 31.03.2024 gemäß § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB eine Gewinnausschüttungssperre.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,79 % beträgt TEUR 252. Hieraus ergibt sich zum Bilanzstichtag ein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 252.

Aus der Bewertung zum Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt sich zudem ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von TEUR 141.

Der insgesamt ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich damit auf TEUR 9.400.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von TEUR 26.000 an die Gesellschafterin Brother International Europe Ltd. aus dem Gewinnvortrag auszuzahlen.

Organe der Gesellschaft und deren Bezüge

Im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses gehörte der Geschäftsführung an:

Herr Matthias Kohlstrung, Rodgau, Gesamtgeschäftsführer

Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers ist unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurden zum 31. März 2024 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.137 gebildet. Die Pensionszahlungen an frühere Geschäftsführer und deren Hinterbliebene betrugen im Geschäftsjahr 2023/24 TEUR 440.

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses:

Herr Isao Noji, Chairman and Managing Director, Brother International Europe Ltd., Manchester, Großbritannien

Herr Christopher Marshall, Director, Brother International Europe Ltd., Manchester, Großbritannien

Herr Yuji Noda, Director, Brother International Europe Ltd., Manchester, Großbritannien

Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit keine Bezüge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverträge sowie Dienstleistungsverträge in Höhe von TEUR 577. In dieser Summe sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 17 enthalten. Miet- und Leasingverträge werden geschlossen, um Liquiditätsabflüsse zu verteilen. Risiken aus diesen Verträgen bestehen aus heutiger Sicht nicht.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023/2024 Vorjahr
Angestellte 145 149
Lohnempfänger 6 6
Gesamt 151 155

Angaben über das Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/24 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 107. Es entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Rechtsverhältnisse

Gesellschafter

Die Brother International Europe, Ltd., Manchester, Großbritannien, hält sämtliche Anteile am Stammkapital in Höhe von EUR 25.000.000.

Konzernverbindungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Brother Industries Ltd., Nagoya, Japan, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der Brother Industries, Ltd., Nagoya, Japan, erfolgt beim "Ministry of Finance, Local Finance Bureaus" in Tokio, Japan, unter der Nummer 349075.

Angaben zur Mindestbesteuerung

Als internationaler Konzern ist die Brother Industries Ltd. Weltweit tätig und fällt aufgrund der regelmäßig oberhalb des Schwellenwertes von EUR 750 Mio. erzielten Umsatzerlöse grundsätzlich in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen des Pillar Two.

Die Pillar Two-Gesetzgebung wurde vom deutschen Gesetzgeber bereits beschlossen und trat am 1. Januar 2024 in Kraft. Als Reaktion hierauf werden die relevanten gruppeninternen Prozesse so aufgesetzt, dass man den internationalen gesetzlichen Verpflichtungen ab dem Geschäftsjahr 2025 vollumfänglich gerecht werden kann. Da die Gesetzgebung im Berichtsjahr noch nicht in Kraft war, unterliegt die Brother International GmbH insoweit noch keiner Steuerbelastung. Aufgrund der am deutschen Unternehmenssitz geltenden Steuersätze gehen wir nach dem gegenwärtigen Stand davon aus, dass die tatbestandsauslösende "Effective Tax Rate" von 15 % nicht unterschritten wird.

Nachtragsbericht

Der Ukrainekrieg beeinflusst die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr 2024 mangels Absätze in die Ukraine und nach Russland nicht direkt. Indirekte Auswirkungen können sich allerdings aus der Eintrübung der Wirtschaft ergeben.

Es haben sich nach dem Ende des Geschäftsjahres 2024 ansonsten keine weiteren berichtspflichtigen Sachverhalte ereignet.

 

Bad Vilbel, den 25. April 2024

BROTHER INTERNATIONAL GMBH

Die Geschäftsführung

Matthias Kohlstrung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungskosten
Stand 01.04.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 144.718,63 36.820,00 0,00 181.538,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 573.211,49 11.650,00 0,00 584.861,49
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.610.594,23 548.874,65 797.632,22 3.361.836,66
4.183.805,72 560.524,65 797.632,22 3.946.698,15
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.953,03 0,00 2.953,03 0,00
Summen 4.331.477,38 597.344,65 800.585,25 4.128.236,78
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.04.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 144.660,63 17.780,00 0,00 162.440,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 88.519,00 48.573,00 0,00 137.092,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.483.609,03 413.589,28 694.281,11 2.202.917,20
2.572.128,03 462.162,28 694.281,11 2.340.009,20
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summen 2.716.788,66 479.942,28 694.281,11 2.502.449,83
Nettobuchwerte
Stand 31.03.2024 Stand 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 19.098,00 58,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 447.769,49 484.692,49
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.158.919,46 1.126.985,20
1.606.688,95 1.611.677,69
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 2.953,03
Summen 1.625.786,95 1.614.688,72

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Brother International GmbH, Bad Vilbel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Brother International GmbH, Bad Vilbel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brother International GmbH, Bad Vilbel, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 10. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Ludwig, Wirtschaftsprüfer

Thomas Krenzer, Wirtschaftsprüfer

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