Ritz Instrument Transformers GmbH

Wandsbeker Zollstraße 92, 22041 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 102486
Vorher
Ritz Messwandler Dresden GmbH Sitz: Ottendorf-Okrilla
Eingetragen
23.10.1991
Branche
Herstellung von Transformatoren und StromrichternGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
die fabrikmäßige Herstellung von Meßwandlern, insbesondere des Fabrikates Ritz Messwandler, und anderen elektrotechnischen und elektronischen Geräten, der Großhandel mit den hergestellten Erzeugnissen sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Dr. Henze
seit 15.7.2022
Geschäftsführer
Marcel Rosin
seit 22.3.2017
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Kommanditgesellschaft Ritz Messwandler G.m.b.H. & Co.
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ritz Instrument Transformers GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz

2. Gewinn- und Verlustrechnung

3. Anhang

4. Lagebericht

Allgemeine Auftragsbedingungen

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wie dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und dem Lagebericht der Ritz Instrument Transformers GmbH, Hamburg, den folgenden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ritz Instrument Transformers GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ritz Instrument Transformers GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ritz Instrument Transformers GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. Juni 2019

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Scholvin, Wirtschaftsprüferin

Stöver, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

    Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2017
  T€
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   299.708,00 416
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.066.693,44   3.246
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.596.683,07   5.162
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.440.202,20   1.705
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 193.103,99   32
    9.296.682,70 10.145
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   28.221,50 113
    9.624.612,20 10.674
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.690.297,98   6.015
2. Unfertige Erzeugnisse 2.355.803,48   1.921
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.129.847,03   3.546
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -6.574.844,79   -6.459
    4.601.103,70 5.023
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.495.682,99   11.371
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.476.239,80   5.407
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.064.769,35   304
    19.036.692,14 17.082
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   1.726.692,55 1.262
    25.364.488,39 23.367
C. Rechnungsabgrenzungsposten   295.573,37 247
    35.284.673,96 34.288

Passiva

     
    Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2017
  i T€
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00   2.000
II. Kapitalrücklage 2.438.156,22   2.438
III. Gewinnrücklage 62.435,00   63
    4.500.591,22 4.501
B. Sonderposten mit Rücklageanteil      
gem. § 4 Fördergebietsgesetz   524.226,42 559
C. Rückstellungen      
1. Pensionsrückstellungen 3.634.739,00   3.303
2. Sonstige Rückstellungen 4.058.984,28   6.059
    7.693.723,28 9.362
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.250.000,00   0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.047.381,68   2.522
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.722.282,12   16.874
4. Sonstige Verbindlichkeiten 446.629,20   337
- davon aus Steuern: € 344.457,44 (Vorjahr: T€ 259) -      
    22.466.293,00 19.733
E. Rechnungsabgrenzungsposten   99.840,04 133
    35.284.673,96 34.288

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

      2017
  T€
1. Umsatzerlöse   99.133.066,91 101.079
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -556.904,19 -1.135
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   103.946,00 82
4. Sonstige betriebliche Erträge   992.796,74 618
- davon aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil: € 35.007,27 (Vorjahr: T€ 35) -      
- davon aus Währungsumrechnung: € 322.352,96 (Vorjahr: T€ 118) -      
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -53.712.860,82   -53.122
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -728.210,63 -54.441.071,45 -375
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -21.081.459,10   -24.119
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.176.710,15   -4.096
- davon für Altersversorgung: € 76.415,55 (Vorjahr: T€ -3) -   -25.258.169,25  
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -2.121.434,53 -2.252
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -19.611.268,01 -21.740
- davon aus Währungsumrechnung: € 75.253,56 (Vorjahr: T€ 819) -      
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen   3.361,88 4
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   672,29 7
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme   0,00 -7
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -727.392,88 -619
- davon an verbundene Unternehmen: € 282.772,12 (Vorjahr: T€ 276) -      
- davon aus der Aufzinsung: € 373.281,00 (Vorjahr: T€ 299) -      
13. Ergebnis nach Steuern   -2.482.396,49 -5.675
14. Sonstige Steuern   -68.022,55 -43
15. Erträge aus Verlustübernahme   2.550.419,04 5.718
16. Jahresüberschuss   0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

1. Erläuterungen zur Gliederung und zur Form der Darstellung

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter Abteilung B 102486 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist gemäß den Vorschriften des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare, der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer entsprechende Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden im Jahr des Zugangs pro rata temporis vorgenommen.

Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2009 angeschafft oder hergestellt wurden und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwar netto € 150,00, aber nicht netto € 1.000,00 übersteigen, sind je Wirtschaftsjahr in einem Sammelposten aufgenommen worden, der ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben wird. Ab 01.01.2018 wurde die Untergrenze der Anschaffungskosten für den Sammelposten auf € 250,00 angehoben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit ihnen nicht zum Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden retrograd bewertet. Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert für Gewinne und nachlaufende Vertriebskosten werden berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen werden wie im Vorjahr offen von den Vorräten abgesetzt und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen abgedeckt. Dem allgemeinen Kreditrisiko, Zinsverlusten und Mahnkosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen.

Passiva

Die Rückstellungen für Pensionen sind versicherungsmathematisch nach der "Projected Unit Credit Methode" mit einem Rechnungszinssatz von 3,21 %, einem Anwartschaftstrend von 3,0 %, einem BBG-Trend von 3,0 %, einem Rententrend von 1,2 % sowie einer Fluktuation von 5 % ermittelt. Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die Sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe gebildet, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags Rechnung tragen. Für die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten vor.

Die Rückstellung für ausstehende Jubiläumszuwendungen wird gemäß der "Projected Unit Credit Methode berechnet. Der Rechnungszinssatz ist mit 2,32 % angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Da sich aus der Ermittlung der latenten Steuern auf bewertungsrechtliche Unterschiede bei Pensions- und sonstigen Rückstellungen ein Aktivposten ergeben hat, wurde von dem Wahlrecht des Nichtansatzes Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt mit dem voraussichtlichen künftigen individuellen Steuersatz von 29,97 %. Saldiert ergibt sich ein Aktivüberhang von T€ 1.383.

Währungsumrechnung

Auf ausländische Währung lautende Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen T€ 3.899 (Vorjahr: T€ 2.537) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderung gegen die Kommanditgesellschaft Ritz Messwandler G.m.b.H. & Co. beträgt T€ 2.546 (Vorjahr: 2.820).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 6 (Vorjahr: T€ 5) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB betrifft den Unterschiedsbetrag zwischen den im Rahmen der Verschmelzungen übernommenen Vermögensgegenständen und Schulden und dem dafür gewährten Anteil am Stammkapital.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage in Höhe von T€ 62 resultiert aus der erstmaligen Umstellung auf die Vorschriften des BilMoG zum 1. August 2010.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde gemäß § 4 Fördergebietsgesetz gebildet und beinhaltet Sonderabschreibungen für begünstigte Investitionen in den neuen Bundesländern. Im Geschäftsjahr wurden T€ 35 (Vorjahr: T€ 35) planmäßig infolge der Abschreibung der Wirtschaftsgüter aufgelöst. Vom Beibehaltungswahlrecht gem. Art. 67 Abs. 3 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen basieren auf einem versicherungsmathematischen Gutachten. Die Höhe des Unterschiedsbetrages zur Pensionsrückstellung auf Grund der erstmaligen Anwendung des BilMoG beläuft sich nach dem versicherungsmathematischen Gutachten auf T€ 659. Der Unterschiedsbetrag wird über 15 Jahre verteilt, und der jährliche Aufwand in Höhe von T€ 44 wird seit dem Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Unterdeckung aus der ratierlichen Zuführung des Unterschiedsbetrages beträgt zum 31. Dezember 2018 T€ 264.

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Zinssatz von zehn Jahren anstelle von sieben Jahren beträgt T€ 509.

Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen mit T€ 2.412 im Zusammenhang mit dem Sozialplan für den Standort Wirges (Vorjahr: T€ 3.500), ausstehende Urlaubs- und Überstundenansprüche mit T€ 357 (Vorjahr: T€ 482) sowie für Jubiläumsansprüche (T€ 160; Vorjahr: T€ 174).

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand am 1.1.2018 Zugänge Umbuchungen/Umgliederungen Abgänge Stand am 31.12.2018
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.237.982,80 55.609,14 0,00 450.758,80 1.842.833,14
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.481.477,16 49.580,70 0,00 0,00 6.531.057,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.007.449,95 645.013,85 64.088,86 1.174.359,49 28.542.193,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.936.480,19 221.275,29 0,00 353.261,53 6.804.493,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.262,23 224.930,62 -64.088,86 0,00 193.103,99
  42.457.669,53 1.140.800,46 0,00 1.527.621,02 42.070.848,97
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 113.004,51 0,00 0,00 84.783,01 28.221,50
Summe Anlagevermögen 44.808.656,84 1.196.409,60 0,00 2.063.162,83 43.941.903,61
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand am 1.1.2018 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2018
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.821.587,80 172.296,14 450.758,80 1.543.125,14
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.236.068,72 228.295,70 0,00 3.464.364,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.845.187,52 1.242.677,35 1.142.354,77 23.945.510,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.231.855,94 478.165,34 345.729,53 5.364.291,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  32.313.112,18 1.949.138,39 1.488.084,30 32.774.166,27
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 34.134.699,98 2.121.434,53 1.938.843,10 34.317.291,41
  Restbuchwerte
  Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2017
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 299.708,00 416.395,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.066.693,44 3.245.408,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.596.683,07 5.162.262,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.440.202,20 1.704.624,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 193.103,99 32.262,23
  9.296.682,70 10.144.557,35
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.221,50 113.004,51
Summe Anlagevermögen 9.624.612,20 10.673.956,86

Des Weiteren beinhalten die sonstigen Rückstellungen Posten für ausstehende Rechnungen (T€ 343; Vorjahr: T€ 414) sowie für Garantierückstellungen. Die Garantierückstellungen wurden pauschal in Höhe von T€ 172 (Vorjahr: T€ 180) sowie einzeln in Höhe von T€ 183 (Vorjahr: T€ 582) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel:

  Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag
 
Verbindlichkeiten        
gegenüber Kreditinstituten 500.000,00 1.750.000,00 0,00 2.250.000,00
(Vorjahr T€) (0) (0) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 3.047.381,68 0,00 0,00 3.047.381,68
(Vorjahr T€) (2.522) (0) (0) (2.522)
gegenüber verbundenen Unternehmen 16.722.282,12 0,00 0,00 16.722.282,12
(Vorjahr T€) (16.874) (0) (0) (16.874)
Sonstige 446.629,20 0,00 0,00 446.629,20
(Vorjahr T€) (337) (0) (0) (337)
Summe 20.716.293,00 1.750.000,00 0,00 22.466.293,00
(Vorjahr T€) (19.733) (0) (0) (19.733)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte besichert.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise Eigentumsvorbehalte im üblichen Rahmen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 5.180 (Vorjahr: T€ 2.877) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Zusammensetzung:

  2018 2017
  T€ T€
Mittelspannung 62.952 65.680
Transformatoren 6.432 8.348
Schienensysteme 9.610 5.312
Niederspannung/Elektronik 3.561 3.424
Kunststoffteile, Baugruppen, Gießharzteile 11.154 10.300
Nebenleistungen 3.252 854
übrige 3.136 8.094
  100.097 102.012
abzüglich Skonto -964 -933
  99.133 101.079

Nach geographischen Märkten verteilen sich die Umsatzerlöse folgendermaßen:

  2018 2017
  T€ T€
Deutschland 46.278 49.501
Asien 17.173 17.123
Osteuropa 10.676 11.159
Westeuropa 14.073 11.190
Afrika 1.397 4.542
Nordamerika 5.494 6.243
Südamerika 4.471 1.762
Australien 535 492
  100.097 102.012
abzüglich Erlösschmälerung -964 -933
  99.133 101.079

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen setzen sich mit T€ 727 (Vorjahr: T€ 619) in der Hauptsache aus Cashpoolzinsen in Höhe von T€ 238 (Vorjahr: T€ 276) sowie Aufwendungen aus langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 373 (Vorjahr: T€ 299) zusammen.

5. Ergebnis

Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der Kommanditgesellschaft Ritz Messwandler G.m.b.H. & Co. übernommen.

6. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Prof. Dr. Ingmar Grambow, Großhansdorf (Alleinvertretungsbefugnis)

Dr. Andreas Grambow, Hamburg

Dr. Christian Meiners, Hamburg

Die Dres. Andreas Grambow und Christian Meiners vertreten die Gesellschaft jeweils mit einem anderen Geschäftsführer oder mit einem Prokuristen.

Vorschüsse oder Kredite an die Geschäftsführer wurden nicht gewährt.

Auf die Angabe der Vergütungen gem. § 285 Nr. 9a und 9b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufstellung über den Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2018 gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Beteiligung Anteil am Nominalkapital bilanzielles Eigenkapital letztes Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung)
  % T€ T€
DUROMER Kunststoffverarbeitungs-GmbH, Hamburg (vormals: Ottendorf-Okrilla) 100,0 25 3,4

Folgende Gesellschaften wurden mit Vertrag vom 02. August 2018 auf die Gesellschaft verschmolzen:

Wandler und Transformatorenwerk Wirges GmbH, Wirges Ritz Messwandler Dresden GmbH, Ottendorf-Okrilla MWB Messwandler GmbH, Oberaurach-Kirchaich

Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

  2018 2017
Gewerbliche Mitarbeiter 306 319
Angestellte Mitarbeiter 158 155
Leitende Mitarbeiter 8 8
  472 482

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr 3 Auszubildende.

Angaben zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ritz Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg, (Amtsgericht Hamburg, HRB 51451) einbezogen und ist daher nach § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss aufzustellen, befreit. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wird zu 100 % von der Kommanditgesellschaft Ritz Messwandler G.m.b.H. & Co., Hamburg, gehalten, die zur Ritz-Gruppe gehört.

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat diverse Leasing- und Mietverträge abgeschlossen. Die jährliche finanzielle Belastung aus diesen Verträgen beträgt T€ 2.167 (Vorjahr: T€ 1.834), wovon in Höhe von T€ 1.627 (Vorjahr: T€ 1.627) Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen.

Es bestehen Avalverbindlichkeiten von T€ 1.750 (Vorjahr: T€ 1.565).

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für die bestehenden Kontokorrentkreditlinien bei der HASPA (T€ 4.000) und der Commerzbank AG (T€ 4.000), die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen worden sind. Auf Basis der Planung des Ritz Konzerns und des Risikomanagementsystems rechnet die Gesellschaft mit einem geringen Risiko der Inanspruchnahme.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angaben über das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar sind im Konzernabschluss der Ritz Verwaltungsgesellschaft mbH enthalten.

Veröffentlichung

Der Vorjahresabschluss wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Wesentliche weitere Ereignisse, welche eine Auswirkung auf den Jahresabschluss haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Hamburg, den 27. Mai 2019

Prof. Dr. I. Grambow

Dr. A. Grambow

Dr. C. Meiners

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

der Ritz Instrument Transformers GmbH, Hamburg

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Geschäftsprofil

Die Ritz Instrument Transformers GmbH (RG) ist Teil der Ritz Gruppe, einer international aufgestellten Industrieunternehmensgruppe, die in Europa zu den führenden Herstellern von Nieder- und Mittelspannungswandlern, berührungssicheren SIS-Stromschienensystemen und gießharzisolierten Leistungstransformatoren für spezielle Anwendungen gehört. Im Geschäftsjahr wurde der Bereich der Hochspannung weiterentwickelt, so dass in 2018 erste Aufträge abgewickelt wurden und die Auftragseingänge in dieser Sparte in 2019 wachsen werden.

Der Anteil der Ritz Instrument Transformers GmbH am Gesamtumsatz der Ritz Gruppe beträgt rund 70 %. Im Wesentlichen wird der Umsatz im Inland und im europäischen Ausland erzielt. Jedoch gewinnt der asiatische Markt insbesondere durch Großprojekte im Bahnwandlergeschäft mehr an Bedeutung. Im 2018 stieg dieser Umsatzanteil auf 20 % (Vorjahr: 13 %).

Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

Die Wirtschaft in Deutschland ist in 2018 um 1,5 % gewachsen. Dies entsprach in etwa den Prognosen der Ökonomen. Die Wachstumsrate der Eurozone betrug 1,8 %. Der globale Aufschwung verlief regional und auch strukturell auf breiter Basis, so dass sich dieser nicht 1:1 auf die Produktsegmente der RG übertragen lässt. Der Auftragseingang der RG steigt in allen Regionen der Welt. Jedoch bleibt es bei eingeschränkten Investitionen im Nahen und Mittleren Osten sowie Restriktionen an den globalen Rohstoffstoffmärkten, wie Öl und Gas. Anfang des Jahres 2019 konnte der Auftragseingang der RG in der Mittel- und Niederspannung um 20 % erhöht werden. Diese Zuwächse werden durch Großprojekte im Bahnwandlergeschäft sowie durch die steigende Nachfrage der Niederspannungswandler erzielt. Der Trend der steigenden Nachfrage zeigt sich weiterhin als stabil.

Die für Ritz Instrument Transformers GmbH relevanten Branchen der inländischen Elektroindustrie sind im Kalenderjahr 2018 insgesamt auf Wachstumskurs. Der Bereich Schaltanlagen, Schaltgeräte, Industriesteuerungen und Energietechnik mit +9,1 % und der Branchenbereich der Schienenfahrzeuge mit +11,6 % deutlich höher. Das Geschäftsklima der Elektroindustrie (Stand April 2019) stagniert mit einem leichten Trend nach unten.

Die Aktivitäten der RG über die zahlreichen regionalen und internationalen Märkte umfassen sowohl lang- als auch kurzzyklische Projekte. Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld beeinflussen generell zeitlich verzögert das Geschäft der RG. Unsere Kunden in Deutschland (rund 50 % des RG-Umsatzes) sind vorwiegend von den politischen Rahmenbedingungen wie beispielsweise vom Ausbau der Netzkapazitäten abhängig. Dadurch haben unsere Kunden Planungs- und Implementierungshorizonte, die über viele Jahre reichen. Jedoch werden die Auftragsausschreibungen durch kurzfristige wirtschaftliche Entwicklungen beeinflusst. Im Allgemeinen profitiert die RG von den wesentlichen Trends und Veränderungen bei den weltweiten Stromversorgungssystemen und -netzen. Die RG wird sich weiterhin dieser Entwicklung anpassen und die Produktfertigung darauf einstellen müssen.

Zudem hält der Trend der Dezentralisierung - die Integration von Windkraft, Photovoltaik, Biomasse, Stromspeichern und anderen Energieressourcen - an. Der stabile Betrieb von Stromnetzen ist angesichts nicht ständig verfügbarer erneuerbarer Energien unter anderem von der kontinuierlichen Weiterentwicklung wie der Verfügbarkeit großer, wirtschaftlich tragbarer Speichereinheiten abhängig. Die Speichereinheiten bilden einen wesentlichen Bestandteil der dezentralen Energiesysteme, die die Energieerzeugung vor Ort mit dem lokalen Verbrauch verbinden und damit eine sichere und günstigere Stromversorgung bieten. In den vergangenen Jahren wurde in Deutschland verstärkt in den Ausbau der Netzsteuerung investiert (z.B. in "Intelligente Ortsnetzstationen"). In das bestehende Netz wurde und wird weiterhin nicht maßgeblich investiert. Man kann davon ausgehen, dass in Deutschland ab 2020 ein nennenswerter Anteil der Netzstruktur über 50 Jahre alt oder älter sein wird. In den Auftragseingängen für 2019 sind erste Tendenzen zu erkennen, dass die Investitionen wieder zunehmen. Gleichzeitig kommt uns die gesetzliche und energiepolitische Lage, dass Investitionen in den Netzausbau wieder in die Preise der Energieversorger einfließen dürfen, zugute. Dies lässt die Energieversorger Investitionen tätigen, die sich refinanzieren lassen.

Die Auswirkungen der vorgenannten Rahmenbedingungen spiegeln sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wider. Der Auftragseingang der RG 2018 lag leicht unter dem des Vorjahres. Die Bereiche Mittelspannung und Transformatoren gingen zurück, dies konnte jedoch durch Auftragseingangszuwächse in den Bereichen Gießharzteile und Schienen nahezu ausgeglichen werden. Der Auftragsbestand zum Jahrsende beträgt rund 1/5 der geplanten Leistung der RG für 2018.

Allgemein ist anzumerken, dass sich das Projektgeschäft - insbesondere die Bereiche Schienen und Transformatoren - volatil verhält und sich im Marktsegment der unteren Spannungsebenen der Wettbewerb verstärkt. In den Bereichen der anspruchsvollen Produkte können sich die etablierten Hersteller, und damit auch die RG, weiterhin behaupten. Die 2018 entwickelte Strategie im Bereich Transformatoren, die die Konzentration auf bestimmte Trafo-Typen vorsieht, wird umgesetzt.

Jedoch nimmt der weltweite Wettbewerb durch Produzenten aus Schwellenländern wie China und Indien weiter zu. Dieses preiswettbewerbsintensive Marktumfeld stellt die RG weiterhin vor Herausforderungen, sich in diesem Markt zu platzieren. Die Entscheidung eine Wandlerfertigung in Deutschland sukzessiv zu schließen und die Produktion in andere Einheiten der Unternehmensgruppe zu verlagern, zeigt erste Erfolge. Die Produktionsverschiebungen in Europa sind weitgehend abgeschlossen und haben die Fertigungsauslastung und die Produktivität der Werke gesteigert. In 2019 wird die Produktionsverlagerung in die USA abgeschlossen. Somit werden sich die Lohnkosten bzw. die Lieferbedingungen insbesondere in den USA verbessern. Die Verlagerungsaktivitäten haben erhebliche Einflüsse auf die Finanz- und Ertragslage 2017, 2018 sowie für die Zukunft der Gesellschaft. Im Rahmen dieser Verlagerung werden rund 100 Arbeitsplätze in der RG abgebaut und Produktionsanlagen an anderen Standorten auf- und ausgebaut. Die RG wird weiterhin in Deutschland Wandler, jedoch nur noch am Standort Dresden, sowie Spezialprodukte produzieren.

Die RG wird zum Know-How Träger und Prozess- und Technologiecenter für die gesamte Ritz-Gruppe ausgebaut. Im Bereich des Ritz Process und Technologie Centers (RTPC) werden sämtliche Aktivitäten zur einheitlichen wirtschaftlichen Steuerung der weltweiten Produktionsanlagen konzentriert. Auch die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in unserem Kerngeschäft werden von diesem funktionsübergreifenden Team ausgeführt. Zudem arbeiten wir eng mit Wissenschaftlern von führenden Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen. Dies wird auch weiter ausgebaut. Beispielsweise ist die Ritz-Gruppe nun auch Fördermitglied am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen geworden. Diese Zusammenarbeit wird Ritz bei der Weiterentwicklung der Fertigungstechnik helfen und auch bei der Erarbeitung neuer Lösungen unterstützen. Für die Hochspannungssparte ist ein Entwicklungs- und Forschungszentrum in Deutschland entstanden. Diese Aktivitäten werden von der Ritz Verwaltungsgesellschaft mbH als Konzernobergesellschaft verwaltet und die Leistungen zukünftig innerhalb der produzierenden Einheiten lizenziert. Der Fokus dieser Einheit liegt zunächst in einer marktreifen Entwicklung von Hochspannungsstromwandler sowie deren Produktionsmittel. Seit 2019 werden die Hochspannungsspannungswandler sowie -kombiwandler entwickelt.

Die Konzentration des Absatzes liegt auf dem nordamerikanischen Markt mit induktiven Geräten. in 2018 hat sich herauskristallisiert, dass auch europäische Kunden bereit sind, unter marktgerechten Preisbedingungen diese Produkte zu verwenden. Da jedoch die Marktpreise in Europa deutlich unter denen der USA liegen, konzentrieren sich die Marktaktivitäten in Europa zunächst auf wenige Kunden, die bereit sind, höhere Preise zu bezahlen. Für die im US-Markt benötigten kapazitiven Geräte wurde ein entsprechendes Entwicklungszentrum in den USA aufgebaut. Die kapazitiven Geräte werden nunmehr ausschließlich in den USA produziert.

Die effizientere Steuerung des Vertriebes sowie die Fokussierung auf Branchen, Regionen und die Konzentration auf das Kernsortiment der Produktpalette zeigt weiterhin messbare Ergebnisse in dem Ausbau der Auftragseingänge in den Bereichen Mittelspannung, Niederspannung und Schienen sowie Gießharzprodukte.

Weiterhin bleibt und ist Ritz Instrument Transformers GmbH der Spezialist für Kunden, die bei ihren Anwendungen speziellen Anforderungen ausgesetzt sind und Lösungen benötigen, welche andere Hersteller nicht bieten können.

Mitarbeiter und Organisation

Die Ritz Instrument Transformers GmbH beschäftigte im Durchschnitt 472 festangestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 482). Diese teilen sich auf die Standorte Hamburg, Dresden, Kirchaich und Wirges auf.

B. Ergebnisbericht

Umsatzerlöse

  2018   2017  
  TEUR % TEUR %
Mittelspannung 62.952 63,5 65.680 65,0
Niederspannung/Elektronik 3.561 3,6 3.424 3,4
Transformatoren 6.432 6,5 8.348 8,3
Kunststoffteile, Baugruppen, Gießharzteile 11.154 11,3 10.300 10,2
Schienen 9.610 9,7 5.312 5,3
Sonstiges 6.388 6,4 8948 8,8
  100.097 101,0 102.012 100,9
abzüglich Skonti -964 -1,0 -933 -0,9
Umsatzerlöse gesamt 99.133 100,0 101.079 100,0

Die Umsatzerlöse haben sich leicht rückläufig zum Vorjahr entwickelt. Insbesondere ist dies auf den Umsatzeinbruch im Bereich der Transformatoren zurückzuführen. Avisierte Projekte für 2018 konnten nicht als Auftrag realisiert werden. Dagegen konnten die Umsätze im Bereich Schienen stark erhöht werden. Auf dieses Niveau wurde die Produktion ausgebaut. Der Umsatz in der Mittelspannung blieb hinter den Erwartungen zurück, dies wurde jedoch durch die Bereiche Niederspannung und Kunststoff-/Gießharzteile kompensiert.

Ertragslage

  2018   2017   Ergebnisveränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 99.133 100,5 101.079 101,1 -1.946
Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen -453 -0,5 -1.053 -1.1 601
Gesamtleistung 98.680 100,0 100.026 100,0 -1.345
Materialaufwand -54.441 -55,2 -53.497 -53,5 -944
Rohertrag 44.239 44,8 46.529 46,5 -2.289
Sonstige betriebliche Erträge 993 1,0 619 0,6 374
Rohergebnis 45.232 45,8 47.148 47,1 -1.915
Personalaufwand (einschließlich Leihpersonal) -28.630 -29,0 -31.679 -31,7 3.049
Abschreibungen -2.121 -2,1 -2.252 -2,3 131
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.239 -16,5 -18.275 -18,3 2.037
Sonstige Steuern -68 -0,1 -42 0,0 -26
Aufwendungen -47.058 -47,7 -52.248 -52,2 5.191
Betriebsergebnis -1.826 -1,8 -5.101 -5,1 3.277
Beteiligungsergebnis 3 0,0 -3 0,0 1
Zinsergebnis -727 -0,7 -613 -0,6 -110
Jahresergebnis vor Steuern -2.550 -2,6 -5.718 -5,7 3.168
Ergebnis vor Abführung (EAV) -2.550 -2,6 -5.718 -5,7 3.168

Die Materialaufwandsquote ist im Geschäftsjahr auf 55,2 % gestiegen (Vorjahr: 53,5 %). Dies liegt insbesondere an dem konsequenten Einsatz des Zukaufs von Teilen und Erzeugnissen bei Ritz Ungarn sowie der Erhöhung der Handelswaren aus anderen Produktionseinheiten außerhalb der RG, jedoch innerhalb der Ritz Gruppe. Ohne Berücksichtigung des Handelsgeschäftes stieg die Materialaufwandsquote nur um 0,3 Prozentpunkte (von 45,8 % auf 46,1 %).

Die Personalaufwandsquote (einschließlich Leiharbeitnehmer) ist im Geschäftsjahr operativ gestiegen. Im Vorjahr wirken sich die Sondereffekte aus der Rückstellungsbildung EUR 3,0 Mio. hier aus. Ohne die Berücksichtigung betrug die Personalquote 28,6 %. Ausschlaggebend für diese Erhöhung ist die planmäßige, insbesondere tarifbedingte Steigerung der Löhne und Gehälter sowie der erhöhte Einsatz von Leihpersonal im Rahmen der Produktionsverlagerungen. Die Sonderkosten aus den Personalfreisetzungen sind als Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Rückstellung berücksichtigt und daher nicht ergebniswirksam.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten aufgrund konsequenter Einsparungen stark reduziert werden. Die Kursverluste betragen TEUR 75; im Vorjahr TEUR 819.

C. Finanz- und Vermögenslage

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über einen inländischen Cash-Pool mit der Konzernmuttergesellschaft, der Ritz Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den liquiden Mitteln TEUR 1.727 sowie aus den Cash-Pool-Verbindlichkeiten (ausgewiesen in den kurzfristigen Verbindlichkeiten) in Höhe von TEUR 11.152 zusammen. Der Bestand von TEUR -9.425 hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,3 Mio. erhöht. Die wesentlichen Kosten/Mittelabflüsse aus der Produktionsverlagerung und der Mitarbeiterfreisetzungen wurden über die Ritz Gruppe (RGV) finanziert und führt somit zu einer Erhöhung der Pool-Verbindlichkeiten.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 2.442 (Vorjahr: TEUR 3.106 im Wesentlichen wirkt sich die Erhöhung der Gruppenverbindlichkeiten aus Warenlieferungen aus. Gleichzeitig konnten die Cash-Poolverbindlichkeiten durch die Aufnahme eines Investitionsdarlehens zur Finanzierung der Produktionsverlagerungen zurückgeführt werden. Die gebildeten Rückstellungen für Umstrukturierungen werden im nächsten Jahr weiterhin zu Mittelabflüssen führen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 1.196. Im Wesentlichen wurden Investitionen getätigt für Technische Anlagen und Maschinen TEUR 866 wie Maschinen und maschinelle Anlagen TEUR 392, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 123, Messgeräte TEUR 98 und Werkzeuge TEUR 113. Weiterhin wurde in neue Anlagen in Höhe von TEUR 225 investiert, die zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt waren.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

  31.12.2018   31.12.2017   Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Anlagevermögen langfristig 9.625 33,4 10.674 37,0 -1.049
Umlaufvermögen kurzfristig          
Vorräte 4.601 16,0 5.023 17,4 -422
Lieferforderungen 11.496 39,9 11.371 39,4 125
Sonstiges Vermögen 1.360 4,7 551 1,9 809
Flüssige Mittel 1.727 6,0 1.262 4,4 465
  28.809 100,0 28.881 100,0 -72
Eigenkapital 4.501 15,6 4.501 15,6 0
Sonderposten mit Rücklageanteil 524 1,8 559 1,9 -35
langfristige Verpflichtungen 3.635 12,6 3.303 11,4 332
mittelfristige Verpflichtungen 6.309 21,9 6.059 21,0 250
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.840 48,0 14.459 50,1 -619
  28.809 100,0 28.881 100,0 -72

Trotz Investitionen von EUR 1,2 Mio. verringerte sich das Anlagevermögen aufgrund der Abschreibungen auf EUR 9,6 Mio. Das Vorratsvermögen weist im Vergleich zum Vorjahr eine Verringerung von TEUR 422 auf. Diese ergibt sich im Wesentlichen aus einem geringeren Bestand an fertigen Erzeugnissen EUR -0,4 Mio., da am Ende des Geschäftsjahres 2018 Projektgeschäftsaufträge aus dem Bereich Schienen fakturiert werden konnten. Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe verringerten sich um EUR 0,3 Mio. und der Bestand an unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich dagegen um EUR 0,4 Mio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres kaum verändert. Das im Vorjahr durchgesetzte straffere Forderungsmanagement macht sich weiterhin positiv bemerkbar.

Innerhalb der mittelfristigen Verpflichtungen (TEUR 6.309) haben sich die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen aufgrund der Inanspruchnahme der Rückstellung für Umstrukturierungsmaßnahmen und Einzelgarantien verringert. Im Geschäftsjahr wurde ein mittelfristiger Kredit der Commerzbank zur Finanzierung der Investitionen der Verlagerung in Höhe von EUR 2,5 Mio. valutiert, der bereits mit TEUR 250 getilgt wurde.

In den kurzfristigen Verbindlichkeiten wirken sich die zentrale Steuerung des konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehrs und dessen Ausgleich über das Cashpooling aus.

D. Chancen und Risiken

Die RG verfolgt die Strategie, in den kommenden Jahren das Marktpotenzial weiterhin auszubauen. Dies ist nur dann umsetzbar, wenn Chancen dazu entschlossen genutzt werden und gleichzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um drohende Risiken geeignet zu minimieren. Die von der RG verfolgte Wachstumsstrategie kann nur im Gesamtkontext der Ritz Gruppe erfolgen.

Als Technologieunternehmen ist die RG in einem hohen Maß abhängig vom dem Know-How und dem Engagement der Mitarbeiter. Daher werden Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Weiterentwicklung ergriffen. Zudem wird der kontinuierliche Erfahrungsaustausch gefördert. Aktiv wird daran gearbeitet, Strukturen, Abläufe, Verhaltensweisen und Kulturen weiter zu entwickeln. Es wird eine Organisation angestrebt, die in der Lage ist, das Bestandsgeschäft zu optimieren und sich gleichzeitig innovativ in neue Marktfelder zu begeben. Eine zentrale Herausforderung wird in den nächsten Jahren sein, in den Mitarbeiterstamm junge gut ausgebildete Fachkräfte zu integrieren, um die Erfahrungen innovativ weiter zu tragen.

Unsere anspruchsvolle Produktpalette wird bei den Kunden zu einem erhöhten Bedarf führen; einerseits bedingt durch die laufenden Aktivitäten der Energiewende in Deutschland, anderseits beim Austausch von bisher eingesetzten Geräten. Weiterhin führen diverse Neu-und Weiterentwicklungen bei unseren Kunden zu einem kontinuierlichen Ausbau unserer Produktpalette der anspruchsvolleren Geräte und einer damit verbundenen technischen Beratung. Gerade im Bereich der anspruchsvolleren Produkte konnten wir uns in den vergangenen Jahren im Marktumfeld und gegen den Wettbewerb positionieren.

Die Aufgaben unserer Kunden, insbesondere der deutschen Verteilnetzbetreiber (VNB), haben sich durch die Integration erneuerbarer Energien ("Energiewende") vergrößert. Ein hierfür eingeführtes Anreizregulierungssystem hat aber eher investitionshemmende Auswirkungen auf die VNBs, obwohl gerade bei diesen ein großer Ersatzbedarf festgestellt wird. Die Novelle der Anreizregulierungsverordnung aus 2016 soll für die dritte Regulierungsperiode (ab 2019) wirken. Die VNB verhalten sich aus unserer Sicht bisher zurückhaltend mit neuen Investitionen.

Zur Stärkung der deutschen Standorte bieten sich daher auch weiterhin wesentliche Chancen im Ausbau der Marktanteile in außereuropäischen Regionen. Daher wird auch im kommenden Geschäftsjahr die standortübergreifende Zusammenarbeit der deutschen Standorte mit den Vertriebseinheiten der Werke in den USA, Österreich, Ungarn und Asien weiter konsequent verfolgt.

Der Wiedereinstieg in die Hochspannungssparte wird in der RG entwickelt und in den USA wurden im Geschäftsjahr die ersten Umsätze erfolgreich erzielt. Der Fokus dieser Aktivität liegt zunächst auf dem nordamerikanischen Absatzmarkt. Die induktiven Geräte sollen entscheidende Wertschöpfungsschritte in Deutschland erfahren. Die hierfür benötigten Kapazitäten werden durch die eingeleiteten Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung erreicht.

Die Verlagerungsaktivitäten in der Ritz Gruppe gehen nunmehr in die Schlussphase über. Mitte des Jahres wird die Wandlerproduktion in Wirges abgebaut sein. Die bisherigen Umsätze werden in der Ritz Gruppe weiter erzielt werden. Die Umstrukturierung der Gesellschaft und damit verbundene Verlagerung von Produkten hat Kosten verursacht und wird auch in 2019 weiter Kosten verursachen. Diese wurden im Jahr 2017 mit EUR 3,5 Mio. zurückgestellt. Aus heutiger Sicht können sämtliche Kosten aus diesen Maßnahmen aus dieser Rückstellung gedeckt werden. Die in diesem Zusammenhang notwendigen Investitionen wurden getätigt. Die Finanzierung der Maßnahmen und Investitionen wurde aus Zusatzkreditlinien und mittelfristigen Finanzierungen der Banken eingeworben. Es können sich weitere Risiken aus der Umsetzung dieser Maßnahmen ergeben, die heute noch nicht erkennbar sind, aber negativen Einfluss auf die Ertragslage in der Zukunft haben können (zum Beispiel: Abspringen von Kunden aufgrund der Verlagerung in andere Länder). Diese sind allerdings aus heutiger Sicht nicht zu erkennen. Mehrere Kunden haben sogar erhöhte Preise und aktuell auch deutlich erhöhte Lieferzeiten akzeptiert.

Der Bereich Transformatoren ist aufgrund des bestehenden Auftragsbestandes nicht in der Lage eine Kostendeckung für das Jahr 2019 zu erzielen. Die Strategie sich auf bestimmte Trafotypen zu konzentrieren zeigt zwar erste Erfolge, jedoch reicht das Auftragspotenzial bisher nicht. Es werden Alternativen der Trafofertigung diskutiert. Die Produktivität in diesem Fertigungsbereich wird durch Stundenabbau und voraussichtlich ab 3. Quartal 2019 auch über Kurzarbeit aufrechtgehalten.

Wir sind einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind, dazu zählen vor allem gesamtwirtschaftliche Risiken. So tragen insbesondere die Schwankungen bei Energie- und Materialkosten weiterhin zu einer allgemeinen Verunsicherung auf den Märkten bei. Auch die Entwicklung der Wechselkurse wird weiterhin zu beobachten sein und birgt Risiken in sich. Währungsrisiken werden größtenteils durch den sogenannten Natural Hedge minimiert. Umsatzerlöse in Fremdwährung (USD) werden soweit wie möglich verwendet, um Materialkosten in dieser Währung zu decken. Die Risiken in der Angebotsphase werden durch eine Währungsgleitklausel minimiert.

Risiken, welche den Fortbestand der Ritz Instrument Transformers GmbH gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Durch die verschiedenen Produktgruppen, Kundengruppen, Marktsegmente und die regionalen Potentiale für hochwertige Produkte "Engineering from Germany" auch außerhalb Europas ist der deutsche Standort gut aufgestellt.

Gefahren durch Intensivierung des Wettbewerbs werden sich weiter ausweiten. Diese beziehen sich jedoch vorwiegend auf Produkte im sog. "Standard-Bereich". Diese Produkte machen nur einen begrenzten Anteil am Gesamtgeschäft der Ritz Gruppe aus. Daher ergibt sich für die deutschen Standorte Vertriebspotenzial durch Nutzung der Möglichkeiten in der Zusammenarbeit mit anderen Ritz-Standorten.

Ritz Instrument Transformers GmbH ist weiterhin die Anlaufstelle für Kunden, die bei ihren Anwendungen ganz speziellen Anforderungen ausgesetzt sind und Lösungen benötigen, die anderen Hersteller nicht bieten können.

Die Konformität der Geschäftstätigkeiten der RG mit gesetzlichen Vorgaben und den Menschenrechten, sowie die Ablehnung von Korruption und Bestechung sind für die RG selbstverständlich. Auf diesem Grundsatz hat die Ritz Gruppe einen "Code of Conduct" erarbeitet.

E. Prognosebericht

Nach einem Jahr der Umstrukturierung und Produktionsverlagerungen mit erheblichen Konsequenzen für die Zukunft der Gesellschaft geht die Geschäftsführung von einer Produktivitätssteigerung sowie einer Erhöhung des Handelsgeschäftes mit Ritz Gruppengesellschaften aus.

Die RG erwartet für das Geschäftsjahr einen Umsatz von rund EUR 97 Mio. Die Erhöhung des Handelsgeschäftes durch Produktionsverlagerungen wird sich einer prozentualen Steigerung der Materialeinsatzquote zeigen. Gleichzeitig werden sich die Dienstleistungsumsätze für Bereitstellung von Kapazitäten in der Produktionsentwicklung und - begleitung erhöhen.

Der in den ersten vier Monaten erhöhte Auftragseingang sowie der bereits in 2018 gestiegene Auftragsbestand bestätigt das Ziel der Erhöhung des Handelsgeschäftes und der Stabilisierung der Umsatzplanung der RG. Durch die Produktivitätssteigerung und Einsparungen durch den Personalabbau werden wir die Personalkostenquote trotz tariflicher Erhöhungen weiterhin stabil halten können. Die erwarteten Einsparungen aufgrund dieser Maßnahmen werden sich voll erst im Jahre 2020 auswirken. Aufgrund der Erhöhung des Handelsgeschäftes wird die Materialkostenquote zukünftig steigen. Die Produkte für das Handelsgeschäft werden im Ritz Konzern produziert und als Handelsware in der RG insbesondere aus Österreich und Ungarn einkauft. Insgesamt wurde bei der Umsatzprognose davon ausgegangen, dass der Bereich Schienen (SIS) das Projektvolumen der Vergangenheit wieder erreicht. Aufgrund der Umstrukturierung und der Produktionsverlagerung werden sich weiterhin negative Einflüsse auf die Ertragslage der Gesellschaft ergeben. Der Vertrieb nutzt die Zeit der Verlagerung, um Preise zu erhöhen und Neukunden zu gewinnen, die bereit sind, für unsere Produkte adäquate Preise zu zahlen. Die Geschäftsleitung geht aufgrund der vorgenannten Maßnahmen davon aus, die prognostizierte Leistung 2019 zu erreichen.

Die Effekte aus den durchgeführten Produktionsverlagerungen und

Effizienzsteigerungsmaßnahmen werden sich erst voll in Jahr 2020 zeigen, so dass wir für 2019 in der RG weiterhin von einem nicht ausgeglichenen Ergebnis ausgehen.

Mit der durchgeführten Umstrukturierung und Produktionsverlagerung werden wir zunehmend flexibler aufgestellt sein, um auf zukünftige Marktschwankungen noch besser reagieren zu können.

 

Hamburg, den 27. Mai 2019

Prof. Dr. Ingmar Grambow

Dr. Andreas Grambow

Dr. Christian Meiners

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