Eurofins GfA Lab Service GmbH

Neuländer Kamp 1A, 21079 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 115907
Vorher
Eurofins 4. Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
16.11.2010
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienTechnische, physikalische und chemische Untersuchung
Gegenstand
der gemeinsame Betrieb von Labor- und Büroräumen, um Proben chemisch analytisch zu untersuchen und zu bewerten. Die Gesellschaft betreibt außerdem auf den vorgenannten Gebieten Forschung und Entwicklung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simone Staiger
seit 29.10.2020
Prokura
Felix Dr. Focke
seit 31.8.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Eurofins Food Testing LUX Holding SARLLUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Eurofins Food Testing Residues and Contaminants Germany Holding GmbH
Germany
525.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eurofins GfA Lab Service GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 17,00
davon EDV-Software 3,00 16,00
davon Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen 2.204.520,86 2.086.572,11
davon Mietereinbauten 70.702,47 116.108,12
davon technische Anlagen und Maschinen 1.671.671,75 1.444.020,05
davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 139.293,39 116.777,39
davon Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 322.853,25 409.666,55
III. Finanzanlagen 7.453.461,03 7.453.461,03
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 7.453.461,03 7.453.461,03
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 240.842,49 220.969,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.781.695,81 12.395.687,23
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.599.845,31 11.473.777,20
III. Kassenbestand 364,90 26,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 94.409,28 49.909,21
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.775.298,37 22.206.642,67

Passiva

31.12.2022 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 525.000,00 525.000,00
II. Kapitalrücklage 15.209.272,50 15.209.272,50
III. Gewinnvortrag 26.558,94 26.558,94
B. Rückstellungen 1.038.193,36 924.505,06
C. Verbindlichkeiten 6.976.273,57 5.521.306,17
davon Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 6.111.251,66 5.086.743,75
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.775.298,37 22.206.642,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 10.310.131,45 8.911.605,53
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.639.439,48 -3.576.385,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -797.318,26 -798.781,36
davon aus Altersversorgung: EUR 2.206,15 (i. V. EUR 4.623,78) -4.436.757,74 -4.375.167,21
3. Abschreibungen -742.121,57 -679.813,54
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.875.562,57 -4.650.214,24
davon aus Währungsumrechnung
EUR 134,36 (i. V. EUR 1.283,37)
5. Betriebsergebnis 255.689,57 -793.589,46
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.917.348,56 3.079.764,83
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.356,01 1.359,05
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
9. Aufwendungen aus der Verlustübernahme -1.647.825,61 -1.937.070,95
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -63.200,42 -46.123,02
davon an verbundenen Unternehmen: EUR 46.190,42 (i.V. EUR 26.621,92)
davon aus Aufzinsung: EUR 17.010,00 (i. V. EUR 19.411,00)
11. Finanzergebnis 2.282.678,54 1.097.929,91
12. Ergebnis nach Steuern 2.538.368,11 304.340,45
13. Sonstige Steuern 0,00 0,00
14. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -2.538.368,11 -304.340,45
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Geänderter Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Eurofins GfA Lab Service GmbH, mit Sitz in Hamburg und Eintragung im Handelsregister B beim Amtsgericht Hamburg (HRB 115907), (im Folgenden „GfA Lab“ oder „Gesellschaft“) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 264, 276, 288 und 327 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Anlass für die Änderung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Gesellschaft, ist die im Abschluss nicht berücksichtigte Information zur Umstrukturierung der Gesellschaft, ausgeführt im August 2024 mit Rückwirkung auf den 1. Januar 2024.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und die Abschreibungen des Berichtsjahres bewertet.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 10 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung Sammelposten gebildet. Dieser wird auf eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten beziehungsweise sonstiger Wertminderungen angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Sofern erkennbare Einzelrisiken vorliegen, wurde eine individuell bemessene Einzelwertberichtigung durchgeführt.

Die verpfändete Rückdeckungsversicherung für die Pensionsverpflichtung wurde zum Zeitwert bewertet und nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Pensionsverpflichtung saldiert unter den Rückstellungen ausgewiesen.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Kosten enthalten, die das Folgejahr betreffen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren „Projected Unit Credit“ (PUC) Methode unter Beachtung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,80 %) sowie ein erwarteter Rententrend von 2,0 % zugrunde gelegt. Die Bewertung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2, 4 und 5 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen letzten zehn Jahren vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag zu dem Ansatz der Rückstellung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren beläuft sich auf TEUR 4.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bilanziert wurden, sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Bei den zum Nennwert bilanzierten erhaltenen Anzahlungen wurde das Wahlrecht für eine offene Absetzung der Abschlagszahlungen von den unfertigen Leistungen im Vorratsvermögen nicht in Anspruch genommen, so dass diese gesondert unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen werden.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

C.1. Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

C.2. Finanzanlagen

Die unmittelbar gehaltenen Anteile an anderen Unternehmen gemäß § 285 Nr. 11 HGB setzen sich am 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

Name/Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis 2023
% EUR EUR
EUROFINS Analytik GmbH, Hamburg 100 3.574.094,72 0,00
Eurofins WEJ Contaminants GmbH, Hamburg 100 3.235.615,03 0,00
Eurofins BioTesting Services Nord GmbH, Hamburg 100 1.627.316,04 0,00

Mit allen Tochtergesellschaften hat die GfA Lab einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

C.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 286 auf TEUR 903 gestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Geschäftsjahr aus den folgenden Positionen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Finanzverkehr 11.397 10.514
Lieferungen und Leistungen 1.203 960
12.600 11.474

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 5.124 (Vorjahr: TEUR 4.492) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Geschäftsjahr um TEUR 27 auf TEUR 278 gesunken und enthalten im Wesentlichen Kautionsforderungen und debitorische Kreditoren.

Die Kautionen i.H.v. TEUR 220 weisen eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

C.4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 398 auf TEUR 746 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zum Stichtag aus:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Darlehen 670 670
Finanzverkehr 4.973 3.996
Lieferungen und Leistungen 468 421
6.111 5.087

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. TEUR 3.875 (Vorjahr: TEUR 873) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 88) sind im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten und kreditorische Debitoren enthalten.

Alle Verbindlichkeiten verfügen über eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

D. Sonstige Angaben

D.1. Mindeststeuergesetze

Im Zusammenhang mit der Übergangsregelung des Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen („Mindeststeuergesetz“) i.S.d. §82 Abs. 1 S. 1 MinStG machen wir folgenden Angaben:

31.12.2023
EUR
Aktive latente Steuern 812.709,76
Passive latente Steuern - 8.595,08

D.2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

D.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Sonstige wesentliche Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für Mietverpflichtungen und Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 5.974, davon TEUR 4.665 mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr, TEUR 1.246 zwischen einem und fünf Jahren, von TEUR 63 von mehr als fünf Jahren. Die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 4.091 bis zu einem Jahr. Die übrigen Verpflichtungen bestehen gegenüber Dritten.

D.4. Mitarbeiterzahl

Der Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 99 Mitarbeiter (Vorjahr: 103 Mitarbeiter). Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 75 in Vollzeit und 24 in Teilzeit beschäftigt.

D.5. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr:

Herr Dr. Felix Focke, Dr. rer. Nat. Lebensmittelchemie

Alle Mitglieder des Geschäftsführungsorgans üben ihre Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich im Bereich laufenden operativen Betrieb aus.

Geschäftsführungsvergütung

Da im Geschäftsjahr nur ein Geschäftsführer beschäftigt war, wird von der Schutzklausel im Sinne des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe verzichtet.

D.6. Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft der GfA Lab ist die Eurofins Food Testing Hamburg Germany Holding GmbH, Hamburg. Diese macht von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Erstellung eines Teilkonzernabschlusses im Sinne des § 291 HGB Gebrauch.

Sowohl die GfA Lab als auch die Muttergesellschaft werden in den Konzernabschluss der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Handelsregister in Luxemburg unter der Nummer RCS Luxembourg B 167775 veröffentlicht.

Die Veröffentlichung des gem. § 291 Abs. 1 Satz 1 HGB in deutscher Sprache übersetzten Konzernabschlusses der Eurofins Scientific S.E. im Bundesanzeige erfolgte unter der Eurofins GeneScan Holding GmbH mit Sitz in Freiburg i.Br.

D.7. Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 2.538 wird aufgrund des in 2013 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit der Eurofins Food Testing Hamburg Germany Holding GmbH, Hamburg, abgeführt.

E. Nachtragsbericht

Mit Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 20. August 2024 wurde die Beteiligung an der Eurofins Analytik GmbH auf die Eurofins Food Testing Germany East Holding GmbH als übernehmendem Rechtsträger übertragen. Der Ergebnisabführungsvertrag geht dabei rückwirkend ab dem 1. Januar 2024 mit über.

Des weiteren wurden mit Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 20. August 2024 die Beteiligungen an der Eurofins WEJ Conatminants GmbH sowie der Eurofins BioTesting Services Nord GmbH auf die Eurofins Food Testing Pesticides Germany Holding GmbH als aufnehmenden Rechtsträger übertragen. Auch diese Ergebnisabführungsverträge gehen rückwirkend ab dem 1. Januar 2024 über.

Mit Wirkung zum 30. September 2024 wurden die Anteile an der Eurofins GfA Lab Service GmbH an die Eurofins Food Control Services GmbH verkauft. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Eurofins Food Testing Hamburg Germany GmbH wurde zu diesem Zeitpunkt beendet.

 

Hamburg, den 3. September 2025

gez. Dr. Felix Focke

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 53.626,99 0,00 47.307,53 0,00 6.319,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 450.000,00 0,00 0,00 0,00 450.000,00
503.626,99 0,00 47.307,53 0,00 456.319,46
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 728.854,24 18.163,73 49.355,59 0,00 697.662,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.109.069,95 481.841,51 727.978,75 370.280,00 10.233.212,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 829.364,33 37.772,83 283.092,95 39.386,55 623.430,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 409.666,55 322.853,25 0,00 -409.666,55 322.853,25
12.076.955,07 860.631,32 1.060.427,29 0,00 11.877.159,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.580.776,07 0,00 0,00 0,00 11.580.776,07
11.580.776,07 0,00 0,00 0,00 11.580.776,07
24.161.358,13 860.631,32 1.107.734,82 0,00 23.914.254,63
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 53.610,99 0,00 47.294,53 0,00 6.316,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 449.999,00 0,00 0,00 0,00 449.999,00
503.609,99 0,00 47.294,53 0,00 456.315,46
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 612.746,12 63.564,38 49.350,59 0,00 626.959,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.665.049,90 624.355,31 727.864,25 0,00 8.561.540,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 712.586,94 54.201,88 282.651,45 0,00 484.137,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.990.382,96 742.121,57 1.059.866,29 0,00 9.672.638,24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.127.315,04 0,00 0,00 0,00 4.127.315,04
4.127.315,04 0,00 0,00 0,00 4.127.315,04
14.621.307,99 742.121,57 1.107.160,82 0,00 14.256.268,74
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 3,00 16,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
4,00 17,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 70.702,47 116.108,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.671.671,75 1.444.020,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 139.293,39 116.777,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 322.853,25 409.666,55
2.204.520,86 2.086.572,11
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.453.461,03 7.453.461,03
7.453.461,03 7.453.461,03
9.657.985,89 9.540.050,14

Geänderter Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A.1. Geschäftsmodell

Der Dienstleistungsschwerpunkt in der Eurofins GfA Lab Service GmbH, Hamburg, liegt nach wie vor in der Ultraspurenanalytik von Dioxinen, Polychlorierten Biphenylen (PCB) und anderen persistenten organischen Schadstoffen (Persistent Organic Pollutants = POPs), wie z.B. Per- und Polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) oder Polybromierte Diphenylether (PBDE).

Die Eurofins GfA Lab Service GmbH, das Dioxin- und POP-Kompetenzzentrum der Eurofins-Gruppe, gehört zu den Laboren, die in der Lage sind, alle 28 POP-Substanzen, die in der Stockholmer Konvention verboten bzw. geregelt werden, im eigenen Labor zu analysieren. Ebenso können hier alle 209 PCB inkl. der dioxinähnlichen PCB/WHO-PCB und der DIN-/Indikator-/ndl-(non dioxin-like) PCB, wie in der California Proposition 65 gefordert, im eigenen Labor nachgewiesen werden.

Die Eurofins GfA Lab Service GmbH ist nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditiert. Seit nun mehr als 35 Jahren bietet das Unternehmen die Analytik von Dioxinen/Furanen, PCB und PBDE an.

Die Gesellschaft ist in den Konzern der Eurofins-Gruppe eingebunden, mit der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, als Mutterunternehmen.

Die Eurofins Labore sind Life-Science Unternehmen, die Kunden der Industrie in den Bereichen Pharma, Nahrungsmittel, Bedarfsgegenstände und Umwelt umfangreiche Analysedienstleistungen anbietet. Mit über 62.000 Mitarbeitern und mehr als 900 Laboratorien in über 62 Ländern steht Eurofins weltweit in der Spitzengruppe der Branche. Das Dienstleistungsangebot der Gruppe umfasst über 200.000 Analysemethoden zur Bestimmung der Sicherheit, Identität, Zusammensetzung, Authentizität, Herkunft und Reinheit von einer Vielzahl von Produkten.

Die Eurofins-Gruppe bezeichnet sich selbst als den globalen Marktführer auf diesem Gebiet. Durch Forschung & Entwicklung, Lizensierungen und Firmenzukäufe ist Eurofins in der Lage, auf Entwicklungen auf den Gebieten der Biotechnologie und analytischer Wissenschaft zurückzugreifen und den Kunden Lösungen für ihre individuellen Fragestellungen anzubieten.

A.1.1. Ziele und Strategien

Basierend auf dem Geschäftsmodell ist das Ziel, die Marktposition der Eurofins GfA Lab Service GmbH im Bereich der Ultraspurenanalyse von Dioxinen/Furanen, PCB und anderen POP zu festigen und auszubauen. Vor 7 Jahren wurden die Kapazitäten durch die Erweiterung mit einem Prototypen eines Probenaufreinigungsautomaten weiter ausgebaut, welcher zu 100% in die Routine integriert werden konnte. Der Betrieb dieses Prototyps musste inzwischen eingestellt werden, weil nötige Weiterentwicklungen nicht mehr umgesetzt werden konnten. Das große Potential aus der Automatisierung dieser Prozesse konnte aber gezeigt werden und unter Berücksichtigung des Gelernten, waren für die vergangenen Jahre weitere Entwicklungen im Bereich der Automatisierung mit dem Ziel einer Automatisierung der Aufreinigung von Dioxinproben geplant und wurden mit hoher Priorität verfolgt. Diese Entwicklungen konnten so weit vorangetrieben werden, dass in 2023 eine vollständige Umsetzung und Implementierung erfolgte.

Ziel der Geschäftsführung ist es weiterhin, die Bearbeitungszeiten durch innovative, hochautomatisierte Prozesse nach Lean-Gesichtspunkten stärker zu minimieren und kürzest mögliche Bearbeitungszeiten für alle relevanten Produkte und Produktgruppen anbieten zu können. Ein weiteres Geschäftsziel ist es eine höhere Marktdurchdringung der GLS Produkte in allen Geschäftsbereichen wie z.B. auch im Luftmonitoring spezifisch für die Dioxin & POP Analytik zu erreichen und diese auch international zu vertreiben.

Um die Leistungsfähigkeit sowie die Ressourcen für das Unternehmen und der Eurofins-Gruppe insgesamt weiterhin zu sichern und kontinuierlich auszubauen, sind für das Jahr 2024 Investitionen in Höhe von insgesamt ca. TEUR 762 zur Erhaltung und zum Ausbau der Laborinfrastruktur vorgesehen.

A.1.2. Steuerungssystem

Zur Erreichung der zuvor genannten Ziele sowie zur kontinuierlichen Überwachung des Geschäftsverlaufs erfolgt eine regelmäßige Auswertung unterschiedlicher Kennzahlen und Steuerungsgrößen wie z. B. Rohergebnis, Personalkosten und Ergebnis nach Steuern.

Darüber hinaus erfolgt auf Unternehmensebene monatlich sowie auf Konzernebene quartalsweise eine strenge Budgetkontrolle im Rahmen einer Abweichungsanalyse mit strikten Verbindlichkeiten für die Zielerreichung von Standortverantwortlichen und Vertriebsmitarbeitern.

A.2. Wirtschaftsbericht

A.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Angaben des Internationalen Währungsfonds1 entwickelte sich das Weltwirtschaftswachstum in 2023 mit 3,2% positiv, blieb allerdings hinter dem Vorjahr (3,5%) zurück. Die Ursachen liegen im Wesentlichen in den andauernden Auswirkungen des Ukrainekonfliktes unter Berücksichtigung der Entwicklungen in China. Bezogen auf die Euro-Zone wurde ein Wachstum von 0,4%, in Deutschland jedoch ein Rückgang von -0,3% erzielt.

1 IWF, World Economic Outlook Update April 2024.

Die Ernährungsindustrie konnte in 2023 lediglich ein leichtes Umsatzwachstum auf 230,07 Mio. EUR (+5,3%) gegenüber einem deutlichen Wachstum von 186,25 Mio. EUR in 2021 auf 218,57 Mio. EUR im Vorjahr realisieren.2

2 Statista: Umsatz der Ernährungsindustrie in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2023

Die Nachfrage auf dem Markt für Lebensmittelanalytik hängt generell nur mittelbar von der konjunkturellen Entwicklung der Gesamtwirtschaft ab.3 Das Bedürfnis nach sicheren Lebensmitteln ist weiterhin hoch und das Qualitätsbewusstsein der Konsumenten wird durch entsprechende Berichterstattungen verschiedener Medien regelmäßig gesteigert. Dies hat bei einer Vielzahl von Marktteilnehmern auf Seiten der Lebensmittelproduzenten und -händlern dazu geführt, die ohnehin schon hohen Standards noch weiter zu erhöhen und neue Standards in der Lebensmittelqualität zu setzen.

3 Statista: Konsumausgaben in Deutschland für Nahrungsmittel bis 2023.

Weiterhin gewinnen alternative Ernährungsmodelle immer mehr an Bedeutung, ebenfalls einhergehend mit einer Erwartungshaltung von Konsumenten in Bezug auf Qualität und Zusatzstoffe.4

4 Statista: Fokusthemen Lebensmittel & Ernährung.

A.2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das Kerngeschäft der Eurofins GfA Lab Service war im Jahr 2023 von steigenden Probenzahlen geprägt. Nur leicht steigende Kosten unterstützen die wirtschaftliche Entwicklung, so dass das Gesamtjahr deutlich positiver im Vergleich zum Vorjahresergebnis und wie prognostiziert über dem Ergebnis von 2020 abgeschlossen wurde und damit die Erwartungen an einen Ergebnisanstieg erfüllt.

2.2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

In 2023 sind die Umsatzerlöse aufgrund einer mengenmäßigen Erhöhung der Analytik gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Im Verhältnis dazu unterdurchschnittlich steigende Aufwendungen im Materialbereich, führen zu einem Anstieg des Rohergebnis.

Ein leichter Anstieg in den Personalkosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammen mit dem bereits im Vorjahr prognostizierten deutlichen Anstieg der Erträge aus Gewinnabführung sowie den sinkenden Aufwendungen aus Verlustübernahmen der Tochtergesellschaften haben zu einer deutlichen Erhöhung des Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung geführt.

2.2.1.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 ist die Gesamtleistung der Gesellschaft aufgrund deutlich höherer Probenzahlen um 17,6 % auf TEUR 13.125 (Vorjahr: TEUR 11.160) angestiegen. Die zur Erzielung der Umsatzerlöse bezogenen Leistungen erhöhten sich im Geschäftsjahr leicht auf TEUR 1.248 (Vorjahr: TEUR 1.119). Die trotz deutlich höherer Auftragsabwicklung nur leicht gestiegenen Materialaufwendungen insgesamt (TEUR 206) sind auf die Preisentwicklungen im Zusammenspiel mit der Reduktion im Materialverbrauch zurückzuführen. Zusammen mit den deutlich geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen führte dies zu einem Anstieg des Rohergebnisses auf TEUR 10.310 (Vorjahr: 8.912).

Die zur Erzielung des Rohergebnisses entstandenen Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr mit TEUR 4.437 (Vorjahr: TEUR 4.375) angestiegen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Rohergebnis) ist ergebnisbedingt von 49,1 % auf 43,0 % gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 226 auf TEUR 4.876 hauptsächlich aufgrund des Anstiegs von Verwaltungsaufwendungen.

Die aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Tochtergesellschaften erhaltenen Gewinne sind im Geschäftsjahr auf TEUR 3.917 (Vorjahr: TEUR 3.080) gestiegen.

Die aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Tochtergesellschaften übernommenen Verluste sind im Geschäftsjahr auf TEUR 1.648 (Vorjahr: TEUR 1. 937) gesunken.

In Summe sind die aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Tochtergesellschaften erhaltenen Gewinne und übernommenen Verluste im Geschäftsjahr auf TEUR 2.269 (Vorjahr: TEUR 1.143) gestiegen.

Zusammenfassend führte diese Entwicklung zu einer deutlichen Erhöhung des Ergebnisses nach Steuern (und vor Ergebnisabführung) um TEUR 2.234 auf TEUR 2.538.

A.2.2.1.2. Finanz- und Vermögenslage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital TEUR 15.761 (Vorjahr: TEUR 15.761) ist aufgrund des in 2013 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags konstant geblieben. Die Eigenkapitalquote beträgt 66,3 % (Vorjahr: 71,0 %) und ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme - aus noch nicht ausgeglichenen oder gezahlten Ergebnisabführungen - gesunken.

Auf der Passivseite stiegen die sonstigen Rückstellungen um TEUR 151 auf TEUR 652, im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und der personalbezogenen Rückstellungen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind im Geschäftsjahr auf TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 0) gestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt im Geschäftsjahr auf TEUR 746 (Vorjahr: TEUR 347).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 1.024 auf TEUR 6.111. Sie enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus den noch nicht beglichenen Anteilen von Ergebnisabführungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken im Geschäftsjahr um TEUR 53 auf TEUR 34.

Die Bilanzsumme der Eurofins GfA Lab Service GmbH erhöhte sich damit im Berichtsjahr insgesamt um TEUR 1.568 auf TEUR 23.775.

Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von TEUR 861 betrafen im Wesentlichen neue Analysegeräte.

Liquidität

Die Liquidität der Eurofins GfA Lab Service GmbH war im Berichtsjahr stets gewährleistet. Es wird auch in Zukunft eine stabile Vermögens- und Finanzlage erwartet. Die Liquidität der Gesellschaft ist auch mittel- und langfristig trotz des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages durch die Möglichkeit zur Nutzung der Finanzierungsinstrumente der Gruppe gewährleistet.

Vermögenslage

Auf der Aktivseite stieg das Sachanlagevermögen um TEUR 118 auf TEUR 2.205, da die getätigten Investitionen über den planmäßigen Abschreibungen lagen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr stichtagsbedingt von TEUR 617 auf TEUR 903 gestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im Geschäftsjahr stichtagsbedingt von TEUR 11.474 auf TEUR 12.600. Im Wesentlichen bestehen die Forderungen aus Gewinnabführung und Cash-Pooling.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Geschäftsjahr um TEUR 27 auf TEUR 278 aufgrund der Veränderung bei den debitorischen Kreditoren.

B. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

B.1. Prognosebericht

B.1.1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds5 prognostiziert das Weltwirtschaftswachstum für 2024 und 2025 jeweils mit 3,2%. Der IWF erwartet somit trotz der durch den Ukraine-Krieg gestiegenen Inflation ein stabiles Wachstum auf dem Niveau des Jahres 2023 und nennt vor allem die Wachstumserwartungen der Schwellenländer im Vergleich zur eher unterdurchschnittlichen Entwicklung der Industrienationen wie den USA als Grund.

5 IWF: World Economic Outlook Update Januar 2024.

Bezogen auf die Euro-Zone wird in 2024 mit einem abgeschwächten Wachstum von 0,8% gerechnet, fortgesetzt mit 1,5% in 2025.

Das Wirtschaftswachstum für Deutschland wird für 2024 mit 0,7% prognostiziert, in 2025 wird eine leichte Verbesserung auf 1,8% erwartet. Als einen Hauptgrund nennt der Währungsfonds die weiter schwache Verbraucherstimmung in Deutschland.

Branchenseitig wird auch unter Berücksichtigung der pandemiebedingten Auswirkungen bei den Labordienstleistungen von einer positiven Entwicklung ausgegangen. Die Konsumausgaben im Bereich Lebensmittel steigen stetig6 , ebenso die Qualitätsansprüche der Konsumenten7. Weiterhin nimmt das Regulierungsumfeld laufend Anpassungen vor, weitere EU-weite Regelungen werden folgen. Die seit Anfang 2023 geltenden Grenzwerte in Lebensmitteln für PFAS (Ewigkeitschemikalien) führten bereist zu einer erhöhten Nachfrage geführt hat8. Die entsprechende Nachfrage nach Testungen ist daher weiterhin vorhanden. Trotz steigender Preise für Verbrauchsmaterialien und Personalengpässe blickt die Laborbranche grundsätzlich positiv in die Zukunft9.

6 Statista: Konsumausgaben in Deutschland für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke in den Jahren 1991 bis 2023.

7 Statista: Fokusthemen Lebensmittel & Ernährung.

8 https://www.bmuv.de/themen/gesundheit/lebensmittelsicherheit/verbraucherschutz/ueberblick-verbraucherschutz/eu-hoechstgehalte-fuer-per-und-polyfluorierte-alkylsubstanzen-pfas-in-lebensmitteln

9 Scrivo: Grüner und intelligener: Positive Pandemie-Nachwehen in der Laborbranche.

B.1.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in Branchen wie Lebensmittel, Futtermittel und Umweltanalytik erwartet diese keine weiteren pandemiebedingten Einschränkungen.

Entsprechend der dargestellten Zielsetzung sollen die Geschäftsaktivitäten zukünftig insbesondere durch die Bindung von Bestandskunden und die Erschließung neuer Kundenbeziehungen weiter ausgebaut werden.

Die Produktionskosten sollen durch konsequente Weiterentwicklung der Prozesse, IT-Systeme und der analytischen Methoden perspektivisch markt- und wettbewerbsfähig gehalten werden. Investitionen und eine sich abzeichnende Wachstumsdynamik bilden den Grundstein für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Neben Bestandskundenausbau und Neukundengewinnung wird der Fokus auch in Folgejahren auf eine Reduzierung der Durchlaufzeiten gelegt. Weiterhin soll, nach eingehender Analyse der jährlichen Produktionskosten pro analytischer Methode/Test und Kunden, konsequent an der Verringerung von Produktionskosten gearbeitet werden, um die Profitabilität zu erhöhen. Dies wird aufgrund der Preisdynamik am Beschaffungsmarkt erschwert. Auch wird erwartet, dass diese Kosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können.

Auch im Jahr 2024 erwarten wir einen weiteren Anstieg der Probenanzahlen. Gleichzeitig rechnen wir damit, dass der durchschnittliche Deckungsbeitrag pro untersuchter Probe im kommenden Geschäftsjahr, aufgrund der genannten Kosteneinsparungen und Produktionsverbesserungen, die bereits greifen, weiter steigen wird.

Somit soll sich die geplante Steigerung im Probenvolumen ebenfalls in Kombination mit veränderten Preisstrukturen für Analysen mittelfristig nachhaltig auf den Jahresumsatz und den Jahresüberschuss auswirken.

Mit Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 20. August 2024 wurden die Beteiligungen an der Eurofins Analytik GmbH auf die Eurofins Food Testing Germany East Holding GmbH und an der Eurofins WEJ Contaminants GmbH sowie der Eurofins BioTesting Services Nord GmbH auf die Eurofins Food Testing Pesticides Germany Holding GmbH übertragen. Dabei sind die Ergebnisabführungsverträge rückwirkend zum 1. Januar 2024 mit übergegangen.

Die Gesellschaft übernimmt in 2024 keine Ergebnisse der dann ehemaligen Tochtergesellschaften.

Mit Wirkung zum 30. September 2024 sind die Anteile an der Eurofins GfA Lab Service GmbH an die Eurofins Food Control Services GmbH verkauft worden. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Eurofins Food Testing Hamburg Germany GmbH wurde zum 30. September 2024 beendet.

B.1.3. Zusammenfassende Aussage der Zukunftsprognose

Es wird für 2024 bei leicht steigenden Umsatzerlösen, aber auch stärker steigenden Material- und erhöhten Personalkosten mit einem leicht sinkenden Betriebsergebnis gerechnet. Das Ergebnis per 30. September 2024 wird der Eurofins Food Testing Hamburg Germany GmbH, im Zeitpunkt der gleichzeitigen Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages zugewiesen. Der verbleibende Ergebnisausweis nach Steuern ohne etwaige EAV-Auswirkungen, wird aufgrund der durchgeführten Umstrukturierungen erheblich unter dem Ergebnis vor Ergebnisabführung des Jahres 2023 liegen, insbesondere auch weil die noch in 2023 gegebenen Erträge aus Gewinnabführung infolge der Umstrukturierung entfallen.

In 2025 wird erwartet, dass die weiter steigenden Umsatzerlöse zu einem weiterhin leicht positiven Betriebsergebnis - etwa auf dem Niveau von 2023 führen. Unter Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag wird mit einem leicht positiven Jahresergebnis gerechnet.

B.2. Risikobericht

Als größtes externes Risiko sehen wir den weiterhin anhaltenden Preisverfall für die angebotenen Dienstleistungen. Dies ist zum einen mit der Reduzierung der Untersuchungsprogramme, aber zum anderen mit dem durch uns wahrgenommenen massiven Ausbau der Untersuchungskapazitäten im In- und Ausland zu begründen.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Geschäftsverlauf der einzelnen Gesellschaften des Konzerns wird nach einheitlichen Richtlinien abgebildet und erläutert. Die relevanten finanzwirtschaftlichen Zielgrößen Net Sales, Personalaufwand sowie EBIT werden monatlich im Rahmen eines Gruppenreportings zeitnah dem Vorstand und den entsprechenden Managementebenen zur Verfügung gestellt, um umfassend über mögliche Risiken zu informieren.

Die Zielerreichung in den Business Units und Cost Centers wird durch ein ausführliches und verfeinertes monatliches Berichtswesen überwacht und gesteuert. Mit Hilfe dieser Plan-/ Ist- Vergleiche können frühzeitig Abweichungen erkannt und notwendige Maßnahmen zur Zielerreichung eingeleitet werden.

Die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft wird durch wöchentliche Liquiditätsberichte gesteuert. Spezielle - über das generelle Geschäftsrisiko hinausgehende - Liquiditätsrisiken liegen nicht vor.

Parallel dazu werden alle Qualitäts- und Prozessthemen des Produktions- und Analysebereichs durch das Qualitätsmanagement und die damit verzahnten Dokumentationspflichten systematisch weiterentwickelt.

Preisänderungsrisiken können aus Änderungen der Einkaufskonditionen bei Chemikalien, Gebrauchsartikeln und Gasen resultieren.

Grundsätzlich unterliegt die Gesellschaft den allgemeinen IT-Risiken. Zur Stärkung der IT-Sicherheit wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen und die Mitarbeiter durch Schulungen für das Thema sensibilisiert.

Weiterhin ist die Gesellschaft aufgrund Ihres Geschäftsbetriebes und auch im Zusammenhang mit der Ukrainekrise durch Preisänderungsrisiken im Bereich Stromversorgung betroffen. Diesem Risiko wird durch eine Energieberatung entgegengewirkt.

B.3. Chancenbericht

Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Kostenstruktur am Laborstandort in Hamburg es uns ermöglicht, bei Bedarf Marktpreisanpassungen mitzugehen oder ggfs. diese als strategische Maßnahme selbst gezielt einzusetzen. Auch die Verkürzung der Bearbeitungszeiten und die mengenmäßige Steigerung der Analysekapazitäten könnte im Falle eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes weitere Wettbewerbsvorteile zur Marktanteilgewinnung bringen. Die immer noch konsequent betriebene Internationalisierung und Expansion der Eurofins-Gruppe wird das Dioxin- und POP-Kompetenzzentrum der Eurofins GfA Lab Service GmbH in Hamburg auch in 2024 positiv beeinflussen.

Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung, trotz des steigenden Wettbewerbs- und Preisdrucks, dass die Chancen aus dem in Hamburg geschaffenen Kompetenzzentrum, der Internationalisierung und der Prozessoptimierung überwiegen, so dass grundsätzlich eine positive Entwicklung erwartet wird.

 

Hamburg, 3. September 2025

gez. Dr. Felix Focke

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach §§ 276, 327 HGB verkürzte Jahres-abschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang sowie Lagebericht - haben wir am 19. Juli 2024 / 15. September 2025 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eurofins GfA Lab Service GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eurofins GfA Lab Service GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eurofins GfA Lab Service GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und dem geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 19. Juli 2024 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 15. September 2025 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Einfügung des Nachtragsberichts im Anhang und die Änderung des Prognoseberichts im Lagebericht bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang, Abschnitt A. "Allgemeine Angaben" und E. "Nachtragsprüfung" sowie im geänderten Lagebericht, Abschnitt B.1.2. "Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens" und B.1.3. "Zusammenfassende Aussage der Zukunftsprognose" wird verwiesen.

 

Hamburg, den 19. Juli 2024 / 15. September 2025

MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Horstkötter, Wirtschaftsprüfer

gez. Dodenhoff, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 07.10.2025 festgestellt.

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