Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 16687
Vorher
DEITERS Festartikel GmbH
Eingetragen
3.12.1986
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit Spielwaren und MusikinstrumentenEinzelhandel mit Spielwaren
Gegenstand
Import, Export und Handel mit Spiel-, Fest-, Geschenk- und Karnevalsartikeln, Feuerwerkskörper und Textilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Berg
seit 25.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
102.400 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deiters GmbH

Frechen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Deiters GmbH, Frechen

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermogensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.257,50 19.239,50
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.610.881,82 2.668.459,05
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
Summe Anlagevermögen 4.630.639,32 2.690.198,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 10.388.368,31 6.531.786,80
2. geleistete Anzahlungen 2.251.206,45 6.025.950,98
12.639.574,76 12.557.737,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.781,96 1.190,88
2. Forderungen gegen Gesellschafter 164.108,12 102.221,38
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 164.108,12 (EUR 102.221,38)
3. sonstige Vermögensgegenstände 902.807,15 5.163.401,23
1.068.697,23 5.266.813,49
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 482.921,26 5.532.648,83
Summe Umlaufvermögen 14.191.193,25 23.357.200,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 175.141,39 95.344,49
18.996.973,96 26.142.743,14

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 102.400,00 102.400,00
II. Gewinnvortrag 6.967.427,81 8.666.030,61
III. Jahresüberschuss 4.246.582,37 6.551.397,20
Summe Eigenkapital 11.316.410,18 15.319.827,81
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.771.225,23 5.102.130,28
2. sonstige Rückstellungen 1.557.241,00 2.441.949,00
4.328.466,23 7.544.079,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 615.647,09 478.825,48
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 615.647,09 (EUR 478.825,48)
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.736.450,46 2.800.010,57
- davon aus Steuern EUR 1.991.750,65 (EUR 2.759.624,20)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.736.450,46 (EUR 2.800.010,57)
3.352.097,55 3.278.836,05
18.996.973,96 26.142.743,14

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Deiters GmbH, Frechen

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.333.881,63 41.509.531,75
2. sonstige betriebliche Erträge 274.053,57 480.344,12
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.921.651,93 9.133.126,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 15.000,00
9.921.651,93 9.148.126,40
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.793.041,92 8.135.974,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.440.380,87 1.120.482,75
- davon für Altersversorgung EUR 4.186,39 (EUR 4.111,00)
10.233.422,79 9.256.456,91
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 894.271,28 731.137,54
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.233.129,54 12.326.356,08
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 36,82
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.455,31 55.106,21
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 830.511,79 705.442,19
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.245.173,81 3.318.150,58
11. Ergebnis nach Steuern 4.253.229,37 6.559.349,20
12. sonstige Steuern 6.647,00 7.952,00
13. Jahresüberschuss 4.246.582,37 6.551.397,20

Anhang für das Geschäftsjahr 2023 / 2024

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Deiters GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Deiters GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frechen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Köln
Register Nr.: HRB 16687

3. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

a. Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung des Jahresabschlusses

Die Form der Darstellung erfolgte nach den §§ 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

b. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben unverändert.

4. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, die zwischen ein und dreizehn Jahren liegt, und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800-, wurden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

In der Position Finanzanlagen wurden die bilanzierten Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung eventueller Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive- und Passive Rechnungsabgrenzungsposten, die nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet wurden, die Kassenbestände, die Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten und das gezeichnete Kapital sind mit dem Nennwert angesetzt.

5. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

a. Brutto-Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 505.997,53 13.655,00 22.230,00 497.422,53
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 505.997,53 13.655,00 22.230,00 497.422,53
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.139.775,13 3.667.774,05 1.131.029,15 10.676.520,03
Summe Sachanlagen 8.139.775,13 3.667.774,05 1.131.029,15 10.676.520,03
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
Summe Finanzanlagen 2.500,00 2.500,00
Summe Anlagevermögen 8.648.272,66 3.681.429,05 1.153.259,15 11.176.442,56
kumulierte Abschreibung 01.04.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 486.758,03 15.634,50 22.227,50 480.165,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 486.758,03 15.634,50 22.227,50 480.165,03
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.471.317,08 878.636,78 284.315,65 6.065.638,21
Summe Sachanlagen 5.471.317,08 878.636,78 284.315,65 6.065.638,21
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.958.075,11 894.271,28 306.543,15 6.545.803,24
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.03.2024 Buchwert Vorjahr 31.03.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.257,50 19.239,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 17.257,50 19.239,50
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.610.881,82 2.668.458,05
Summe Sachanlagen 4.610.881,82 2.668.458,05
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
Summe Finanzanlagen 2.500,00 2.500,00
Summe Anlagevermögen 4.630.639,32 2.690.197,55

b. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 874 sind hauptsächlich Kautionen, noch nicht abzugsfähige Vorsteuern, Vorauszahlungen gegenüber Sozialversicherungsträgern und Überzahlungen an Lieferanten enthalten.

c. Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 175 beinhaltet hauptsächlich abzugrenzende Versicherungsbeiträge, Zahlungen auf Jahresverträge und Mietvorauszahlungen.

d. Eigenkapital

Von dem Gewinnvortrag der Vorjahre wurden T€ 8.250 ausgeschüttet und T€ 11.400 auf neue Rechnung vorgetragen.

e. Steuerrückstellungen

Für die Geschäftsjahre 2022/23 und 2023/24 waren Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von € 2.771.225,23 zu bilden.

f. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellung für Aufbewahrung € 25.000,00
Rückstellung für Jahresabschluss und Prüfung € 48.000,00
Rückstellung für Beratungsleistungen € 12.500,00
Rückstellung für Berufsgenossenschaft € 9.700,00
Rückstellung für nicht in Anspruch genommenen Urlaub € 212.000,00
Rückstellung für Personalkosten € 750.041,00
Rückstellung für potentielle Rückzahlungen Corona-Überbrückungshilfen € 500.000,00
Gesamt € 1.557.241,00

g. Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit Laufzeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit zum 31.03.2024 (Werte in T€)

(VJ) Gesamt davon mit einer RLZ von
kleiner 1 J. größer 1 J. größer 5 J.
Gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0 0,0
(0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
aus Lieferungen und Leistungen 615,6 615,6 0,0 0,0
(478,8) (478,8) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 2.736,5 2.736,5 0,0 0,0
(2800,00) (2.800,00) (0,0) (0,0)
Summe 3.352,1 3.352,1 0,0 0,0
(3.278,8) (3.278,8) (0,0) (0,0)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 643,5 enthalten.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Abschlussstichtag Verpflichtungen aus Mietverträgen für die Verkaufsfilialen, die Verwaltung sowie die Zentrallager in Höhe von jährlich T€ 7.234 mit Restlaufzeiten zwischen unter einem bis maximal zehn Jahren. Der gesamte über die Restlaufzeit dieser Verträge zu zahlende Betrag beträgt T€ 40.765.

7. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt € 4.368.827,91. Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis, gemeinsam mit dem Gewinnvortrag von € 6.967.427,81 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Sonstige Pflichtangaben

a. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Alexander Berg, Diplom-Kaufmann, Köln geführt.

Die Schutzklausel des § 286 Abs.4 HGB wurde in Anspruch genommen.

b. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren im Jahresdurchschnitt im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
leitende Angestellte 1
beschäftigte Mitarbeiter 270

c. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Besondere Vorgänge sind nicht zu verzeichnen.

 

Frechen, den 10.09.2024

Alexander Berg, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Grundlagen des Unternehmens

Der Tätigkeitsbereich der Deiters GmbH umfasst den Verkauf von Kostümen und Accessoires rund um die Themen Karneval, Oktoberfest, Halloween, Weihnachten, Feiern und Motto-Partys.

Der Firmensitz befindet sich in Frechen mit Filialen u.a. in Köln, Düsseldorf, Düren, Bonn, Leverkusen, Bergisch-Gladbach, Mönchengladbach, Berlin, Aachen, Mülheim-Kärlich, Wiesbaden, Koblenz, Hamburg, Stuttgart, Mainz, Siegburg, Frankfurt, Krefeld, Trier, Weiterstadt, Bocholt, Oberhausen und Gummersbach. Insgesamt werden im Berichtsjahr 29 Filialen betrieben. Ein Onlineshop mit Warenkorbsystem ermöglicht zudem einen bundesweiten Verkauf.

Die Deiters GmbH ist das führende Unternehmen in Deutschland im Bereich Kostüme und Verkleidungen aller Art.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde durch Neueröffnung zweier Filialen das Filialnetz weiter ausgebaut.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnte ein normaler und auflagenfreier Geschäftsbetrieb durchgeführt werden. Die Umsätze haben sich nach der Pandemie gefestigt und entsprechen dem Vorjahresniveau.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetrübt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Kalenderjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gefallen. Im ersten Quartal des Jahres 2024 ist das BIP um 0,2 % im Vergleich zum Vorquartal gestiegen, im zweiten Quartal um 0,1 % gesunken. Im Jahr 2024 wird insgesamt mit keiner wesentlichen Erholung gerechnet.

2. Rahmenbedingungen der Branche und Gesellschaft

Obwohl die privaten Konsumausgaben zurückgegangen sind, hat sich dies nicht auf die Gesellschaft ausgewirkt, was sich am konstanten Umsatz zeigt. Die Gesellschaft geht von steigenden Umsätzen aufgrund neuer Filialen aus, da im Karneval und bei sonstigen Großveranstaltungen ein Konsumverzicht bisher nicht erkennbar ist.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 gab es keinerlei Einschränkungen bei Veranstaltungen aller Art. Auch durch den Ukraine-Krieg waren keine Einschränkungen erkennbar.

Die Gesellschaft konnte im Verhältnis zum Vorjahr, welches ein Rekordjahr war, Umsatz und Ergebnis stabilisieren und erneut bestätigen. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren mit einer stabilen Marktsituation gerechnet werden kann.

Hinsichtlich der getroffenen Maßnahmen und weiteren Einschätzungen zur aktuellen Entwicklung wird auf den Chancen- und Risikobericht verwiesen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde ein Umsatz von T€ 41.334 (Vorjahr: T€ 41.510) bei einem Wareneinsatz von T€ 9.922 (Vorjahr: T€ 9.148) erzielt. Darin enthalten sind Warenabschreibungen aufgrund längerer Lagerdauer von T€ 1.217 (Vorjahr T€ 2.281).

Der Umsatz überstieg die Planungen und erreichte das Vorjahresniveau.

Die Bilanzsumme verringerte sich von T€ 26.143 auf T€ 18.997. Auf der Aktivseite verringerten sich insbesondere die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 5.267 auf T€ 1.040. Weiterhin verringerte sich der Bank- und Kassenbestand von T€ 5.532 auf T€ 483. Der Warenbestand erhöhte sich um T€ 3.857 bei gleichzeitiger Reduzierung der geleisteten Warenanzahlungen von T€ 3.774. Das Anlagevermögen erhöhte sich vor allem durch Investitionen um T€ 1.940 auf T€ 4.631.

Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten von T€ 3.279 auf T€ 3.352. Die Rückstellungen verringerten sich um T€ 3.216, davon T€ 2.331 Steuerrückstellungen und T€ 885 sonstige Rückstellungen auf insgesamt T€ 4.328. Das Eigenkapital verringerte sich aufgrund von vorgenommenen Gewinnausschüttungen um insgesamt T€ 3.881.

Wie im Vorjahr konnten sämtliche unterjährig in Anspruch genommene Bankverbindlichkeiten zurückgeführt werden, so dass zum Bilanzstichtag 31.03.2024 die Gesellschaft keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufweist.

Der Eigenkapitalanteil im Verhältnis zur Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund der verringerten Bilanzsumme von 58,6% auf 59,6%.

Der Jahresüberschuss beträgt T€ 4.247 (im Vorjahr T€ 6.551) und liegt damit über den Erwartungen des Vorjahres.

Die Umsatzrendite beträgt 10,3%, die Eigenkapitalrendite beträgt 37,5%. Diese Zahlen entsprachen ebenfalls den Erwartungen.

Die Personalaufwandsquote erhöhte sich von 22,3% auf 24,8% im Verhältnis zum Umsatz.

Die Abschreibungen erhöhten sich von T€ 731 auf T€ 894 aufgrund der Investitionen ins Anlagevermögen.

Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist vor allem auf den Anstieg der Mietaufwendungen inklusive Nebenkosten (von T€ 7.027 auf T€ 7.929) sowie die Aufwendungen aus der Anpassung der Corona-Hilfen (TEUR 535) zurückzuführen. Weiterhin ergaben sich Maklerkosten (T€ 132) für neue Filialen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich aufgrund angefallener Bürgschaftsprovisionen von T€ -650,3 auf T€ -827,1.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft erfasst in erster Linie folgende Leistungsindikatoren:

Umsatz- und Margenentwicklung

Liquiditäts- und Ertragsplanung auf Filialbasis

Überprüfung der Bestände und des Einkaufs über modernes Warenwirtschaftssystem im Zentrallager sowie in den Filialen

optimale Steuerung der Mitarbeiter in und nach der Hochsaison durch Leiharbeitnehmer

Eine Steuerung der Gesellschaft erfolgt vornehmlich über die signifikanten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresüberschuss.

5. Gesamtaussage

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen zu können. Sie weist im Geschäftsjahr 2023/2024 eine sehr gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

III. Chancen- und Risikobericht

Der Karneval im Rheinland und anderen Regionen ist seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil des Brauchtums mit dem die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit mit Umzügen, Sitzungen sowie in Kneipen und auf Straßenfesten ausgelassen gefeiert wird. Der Karneval hat in den letzten Jahren, ausgenommen in der Pandemiezeit, auch außerhalb der historischen Karnevalshochburgen im Rheinland (Köln und Düsseldorf) sowie in Mainz zunehmend im gesamten Bundesgebiet an Bedeutung gewonnen. Darüber hinaus entwickeln sich Mottoveranstaltungen und Festivals wie z.B. Halloween und Oktoberfeste, bundesweit sehr positiv. Auch werden private Motto-Partys oder allgemein Kostümveranstaltungen immer beliebter. Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren das Sortiment entsprechend erweitert und sich dadurch in Teilen unabhängiger vom Geschäft mit Karnevalsartikeln gemacht.

Bedingt durch das saisonale Geschäft ergeben sich dennoch grundsätzlich Schwankungen des Umsatzes. So erreicht der Umsatz naturgemäß in der Hauptzeit der Session von November bis Februar/März seinen Höhepunkt, während in der Zeit von April bis Oktober der Absatz an Karnevalsartikeln deutlich zurückgeht.

Den saisonalen Schwankungen auf der Einnahmenseite wird zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft durch eine seit Jahren etablierte Finanzierung durch langjährige Bankpartner Rechnung getragen.

Aufgrund des hohen Anteils von Umsatz direkt am Point of Sale (Laden) sowie des Online- Handels und der geringen Anzahl an Rechnungsverkäufen besteht praktisch kein Forderungsausfallrisiko.

Zur Absicherung von Liquiditätsrisiken wird eine laufende Liquiditätsüberwachung vorgenommen, die alle Geldzu- und -abflüsse erfasst.

Bezüglich der Corona-Hilfen hat die Gesellschaft fristgerecht die Schlussabrechnung eingereicht. Über den Zeitpunkt der Prüfung der Schlussabrechnung und deren Genehmigung kann keine Aussage getroffen werden, sodass weiter bezüglich der tatsächlichen Höhe der Hilfen ein Risiko besteht. Die tatsächliche Höhe der Hilfen könnte ggf. geringer ausfallen, als dies bis dato angenommen wird, u.a. weil zu den Hilfen nur interpretationsbedürftige FAQs der zuständigen Bundesministerien vorliegen und keine gesetzte Grundlage oder Rechtsprechung zu Einzelfragen der Beantragung. Dem Risiko wurde grundsätzlich durch Bildung einer Rückstellung Rechnung getragen. Sollten die Überbrückungshilfen nicht oder nicht in voller Höhe gewährt werden, so könnte dies wiederum erheblichen Einfluss auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft insgesamt haben.

Die finanzierenden Kreditinstitute und Deiters haben eine Regelung hinsichtlich einer mittelfristige Finanzierung bei gleichzeitiger Bestellung von Sicherheiten, vor allem an den Warenvorräten, getroffen Diese Einigung stellt mittelfristig eine ausreichende Ausstattung der Gesellschaft mit liquiden Mitteln sicher.

Im aktuellen Geschäftsjahr konnten alle Bankverpflichtungen zum Abschluss des Geschäftsjahres zurückgeführt werden.

Ein unmittelbares Risiko aus dem Angriffskrieg von Russland in der Ukraine ergibt sich weiterhin für die Gesellschaft nicht. Es bestehen keinerlei Liefer- oder Kundenbeziehungen in die vom Krieg unmittelbar betroffenen Länder. Auch werden alle Geschäfte in EUR und USD abgewickelt.

Ein mittelbares Risiko aus dem Krieg für die Gesellschaft durch eventuelle Steigerungen der Energiekosten sowie der allgemeinen Inflation ist ebenfalls nicht eingetreten. Aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Karneval auch in eventuellen Krisenzeiten von den Menschen in den Karnevalshochburgen angenommen wird.

Der Dollarkurs schwankte im Geschäftsjahr wieder in der gewöhnlichen geringen Schwankungsbreite der vergangenen Jahre, sodass Auswirkungen auf die Margen der Gesellschaft nicht vorlagen. Die aktuellen Währungskursentwicklungen können ein Risiko für die Gesellschaft darstellen, da ein signifikanter Teil der Ware in USD eingekauft wird und damit höhere Einkaufspreise eintreten könnten. Durch entsprechende Anzahlungen kann das Risiko etwas eingedämmt werden. Außerdem könnte die Gesellschaft bei negativer Entwicklung des Dollarkurses die Verkaufspreise anpassen.

Durch die hohen Lagerbestände ist sichergestellt, dass es keine Unterbrechungen in der Lieferung von Ware in die Filialen kommt. Trotzdem besteht grundsätzlich auf der Beschaffungsseite ein mögliches Risiko bezüglich Handelsstörungen mit China als wichtigstem Importland. Durch die langjährige Partnerschaft mit den Lieferanten sieht die Gesellschaft dieses Risiko als aktuell gering an, da eine feste Lieferantenstruktur im Laufe der Jahre aufgebaut wurde.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ihre Marktposition weiter festigen. Durch den weiteren Ausbau des Filialnetzes geht die Gesellschaft von einer noch weiteren Stärkung dieser Position aus, woraus mittelfristig weitere Umsatzchancen erwachsen werden.

Chancen für die Zukunft werden gesehen im Ausbau und der Optimierung des Online-Shops, der Flächenerweiterungen und im weiteren Ausbau des Warenangebotes. Ferner kann das betriebswirtschaftliche Ergebnis durch die fortgesetzte und konsequente Umsetzung von Kostenoptimierungen in allen Bereichen kontinuierlich verbessert werden.

IV. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte das Unternehmen mit T€ 41.334 den gleichen Umsatz wie im Vorjahr. Die Einschätzung der Geschäftsleitung ist, dass der Umsatz auch im nächsten Geschäftsjahr zu erreichen und sogar noch leicht zu steigern ist. Für den Jahresüberschuss rechnet in etwa mit einem Jahresüberschuss auf dem diesjährigen Niveau.

 

Frechen, den 10.09.2024

gez. Alexander Berg, Geschäftsführer

Rechtliche und wirtschaftliche Verhältnisse

Firma Deiters GmbH
Sitz Frechen
Handelsregister HRB 16687 beim Amtsgericht Köln
Gesellschaftsvertrag Der Gesellschaftsvertrag wurde am 10. Oktober 1986 geschlossen und zuletzt am 19. Oktober 2018 geändert.
Geschäftsjahr Kalenderjahr
Kapitalverhältnisse und Gesellschafter Die Kapitalanteile setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Gesellschafter Beteiligung Beteiligung
in EUR in %
Geiss GmbH & Co. KG 102.400,00 100 %
Wichtige Gesellschafterbeschlüsse Durch Gesellschafterbeschluss vom 29. September 2023 wurde die BDLV GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 gewählt.
Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 Herr Alexander Berg, Kaufmann
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
Prokura Fehlanzeige
Geschäftstätigkeit Import, Export und Handel mit Spiel-, Fest-, Geschenk- und Karnevalsartikeln, Feuerwerkskörper und Textilien.
Wichtige Verträge Die Gesellschaft führt ihr Unternehmen in gemieteten Räumlichkeiten (Zentrale, Lager, Filialen).

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Deiters GmbH, Frechen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deiters GmbH, Frechen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deiters GmbH, Frechen für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 10. September 2024

BDLV GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Lenzen, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Daniels, Wirtschaftsprüfer

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