Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 174667
Vorher
RM 2836 Vermögensverwaltungs GmbHDSF Internet GmbHSport1 Gaming GmbHSpin50 GmbH
Eingetragen
29.7.2008
Branche
Sonstiges Spiel-, Wett- und LotteriewesenVerlegen von ComputerspielenSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Gegenstand
Betrieb von Online-Angeboten für virtuelle Spiele, Vermittlung von Werbung sowie sonstige Dienstleistungen für Dritte (insbesondere der Betrieb sogenannter White-Label-Produkte für andere Anbieter) im Zusammenhang mit Glücks- und Unterhaltungsspielen, sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Highlight Communications AGCHE
75.00%
AM Portfolio AGLIE
21.25%
West Portfolio AGLIE
3.75%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Sport1 Holding GmbH
Germany
75.00%
AM Portfolio AG
Liechtenstein
21.25%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jackpot50 GmbH

Ismaning

Jahresabschluss 2023

Jahresabschluss und Lagebericht

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Jackpot50 GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Jackpot50 GmbH ist seit Juli 2024 eine 75-prozentige Tochtergesellschaft der Sport1 Holding GmbH (vorher eine 75-prozentige Tochtergesellschaft der Sport1 GmbH) und wird in den Konzernabschluss der Sport1 Medien AG einbezogen. Die Jackpot50 GmbH betreibt eine Plattform für virtuelle Automatenspiele und ist seit dem 3. April 2023 im Besitz der entsprechenden Erlaubnis der Gemeinsamen Glückspielbehörde der Länder (GGL). Seit Erteilung der Konzession wird die Jackpot50 GmbH auf der gemeinsamen amtlichen Liste (Whitelist) der GGL mit Sitz in Halle an der Saale geführt, die die in Deutschland lizenzierten Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen enthält, die über eine Erlaubnis oder Konzession nach dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) 2021 verfügen. Im Geschäftsjahr 2023 war die Jackpot50 noch nicht operativ tätig, sondern befasste sich intensiv mit dem Aufbau der iGaming-Plattform Jackpot50.de. Der offizielle Plattform-Launch ist noch im Dezember 2024 geplant.

Wesentliche Finanzierungsquelle sollen künftig sein, die nicht ausbezahlten bzw. nicht gewonnenen Spieleinsätze der Endkunden. Zu den wesentlichen Aufwandspositionen gehören unter anderem die Lizenzkosten für die Spiele, die Kosten der Plattform, die Kosten des Zahlungsdienstleister, die Marketingkosten und die Steuern. Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch den Sport1 Medien Konzern bzw. deren Gesellschafter sichergestellt.

1.2 Steuerungssystem und Leistungsindikatoren

1.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung und Überwachung des Geschäftsbetriebes der Jackpot GmbH finden folgende finanzielle Steuerungsgrößen Anwendung: Der Gross Gaming Revenue (GGR) und der Net Gaming Revenue (NGR). Der GGR berechnet sich wie folgt: Einsätze der Spieler abzüglich der ausgeschütteten Gewinne. Der NGR ergibt sich aus dem GGR abzüglich der Lotteriesteuer und Boni. Die Kennzahlen werden sowohl wöchentlich auf Unternehmensebene als auch monatlich den Vorjahreswerten sowie den Daten der Jahresplanung gegenübergestellt. Über die finanziellen Leistungsindikatoren wird nach dem operativen Start Plattform berichtet. Für die Geschäftsjahre 2022 bis 2024 erfolgte die Steuerung noch über das Jahresergebnis.

1.2.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und Erfolgsfaktoren

Über die finanziellen Steuerungsgrößen hinaus sind nicht-finanzielle Leistungsindikatoren bzw. Erfolgsfaktoren für die Performance des Unternehmens von zentraler Bedeutung. Wichtigste nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind dabei die Conversion Rate, Churn Rate und die Click Through Rate.

Conversion Rate

Die Conversion Rate gibt an, wie viele der registrierten User tatsächlich auch erste Einzahlungen vornehmen.

Churn Rate

Der Begriff Churn Rate (Spielerabwanderung) beschreibt die Rate, mit der Spieler ein Online-Casino nach der Registrierung und der ersten Einzahlung verlassen oder aufgeben.

Click Through Rate

Als Click Through Rate (CTR) bezeichnet man im Online-Marketing eine Kennzahl, mit der das Verhältnis zwischen der Anzahl der Impressions und Anzahl der erfolgten Klicks auf ein Werbemittel oder einen Link bezeichnet wird. Je höher die CTR ausfällt, desto mehr User haben ein Werbemittel bzw. einen Link geklickt.

1.3 Rechtliche Einflussfaktoren

Die Jackpot GmbH hat eine Vielzahl gesetzlicher Vorschriften zu befolgen. Insbesondere die Vorschriften aus der vierten Fassung des Glückspielstaatsvertrags, welcher am 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Unter diesem wurden bislang 39 Lizenzen für private Anbieter von virtuellen Automatenspiele vergeben (Stand: 11. November 2024) 1.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Gemäß den im Januar 2024 veröffentlichten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) sank die weltweite Weltwirtschaftsleistung im Jahr 2023 auf 3,1%. Damit bleibt die globale Wirtschaftsleistung 2023 unter dem bisherigen Durchschnitt (2000 - 2019), der bei 3,8% liegt.

Als Gründe für dieses geringe Wirtschaftswachstum führt die Organisation vor allem an, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin nur langsam von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Folgen des UkraineKriegs erholt. Hinzu kommen neue geopolitische Spannungen und die geldpolitischen Straffungen der Zentralbanken im Kampf gegen die hohe Inflation. Die globale Inflation ist nach Daten des IWF im Jahr 2023 auf 6,8% gesunken.

Die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer kann für 2023 ein Wachstum von 4,1% aufweisen. Die wachstumsstärkste Nation dieser Gruppe war Indien mit einem Wirtschaftswachstum von 8,4% im Jahr 2023.

Die Konjunktur in den Industrienationen verzeichnete im Jahr 2023 eine Wachstumsrate von 1,6%, was gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Rückgang darstellt (2022: 2,6%). Auch für das nächste Jahr erwartet der IWF ein schwaches Wachstum von 1,5%. Für die Eurozone ermittelte der IWF im Jahr 2023 ein Plus von 0,5% (2022: 3,4%). Die US-amerikanische Wirtschaft verzeichnete 2023 ein Wachstum von 2,5%.

Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft ist nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 2023 um 0,3% gesunken (2022: +1,8%). Die gesamtwirtschaftliche Lage im Deutschland war geprägt von den nach wie vor hohen Preisen, die die Konjunktur dämpften. Hinzu kamen steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch der Corona-Pandemie nicht weiter fort.

Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF - International Monetary Fund), World Economic Outlook, 30.01.2024; Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Konjunkturprognose, 13.12.2023; Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland, 15.01.2024; Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), WIFO-Konjunkturprognose, 21.12.2023.

1 Quelle: https://www.gluecksspiel-behoerde.de/images/pdf/whitelist_aktuell/20230228%20White%20List%20GGL.pdf

2.2 Marktumfeld I-Gaming in Deutschland

Laut jüngsten Erhebungen des deutschen Marktstudienanbieters research tools verzeichnet das Online-Glücksspiel eine zunehmende Popularität. Das Unternehmen hat zuletzt insbesondere die Kundentreue der Online-Spieler untersucht. Dabei wurde jedoch nicht nach legalen und illegalen Angeboten unterschieden und es wurden insgesamt 13 Produktgruppen untersucht.

Demnach liege das klassische Lotto zwar weiterhin auf dem ersten Platz der am häufigsten genutzten Glücksspiel-Produkte, Online-Spielotheken und Online-Casinos seien für Glücksspieler mittlerweile aber die zweite Wahl. Dabei seien Online-Spielautomaten, Poker und andere Kartenspiele - also Bankhalterspiele wie Blackjack oder Baccara - besonders beliebt.

Hohe Kundenbindung: 53% der Glücksspieler bleiben ihrem Anbieter treu. Das Marktforschungsinstitut hat die aktiven Glücksspieler auch nach ihren Beweggründen bei der Anbieter- und Produktwahl befragt. Für einen großen Teil der Befragten spielten persönliche Empfehlungen Dritter eine besonders wichtige Rolle.

Dies treffe im Vergleich insbesondere für Automatenspieler zu. Haben sie sich einmal für einen Anbieter entschieden, bleibe die Mehrheit der Spielerinnen und Spieler diesem langfristig treu.

Insgesamt 53% der Befragten hätten angegeben, innerhalb der gleichen Produktgruppe bei mehrmaliger Spielteilnahme bei demselben Anbieter zu spielen. 42% der Befragten hätten bislang erst ein einziges Mal Online-Glücksspiel gespielt und könnten diese Frage daher nicht beantworten. Lediglich 5% jedoch hätten angegeben, für die gleiche Art von Spiel regelmäßig den Anbieter zu wechseln.

Erkenntnisse zu den Nutzern von Online-Spielautomaten: In seinen Erhebungen unterscheidet research tools auch nicht konkret zwischen legalen und illegalen Online-Spielhallen. Insgesamt aber kam das Unternehmen betreffend die Nutzer von Online-Spielautomaten zu folgenden weiteren Ergebnissen:

Automatenspieler hätten weniger Bedenken gegenüber dem Glücksspiel als Spieler anderer Produktkategorien.

Mehr als 60% der Automatenspieler seien älter als 34 Jahre.

Spieler von Online-Slots besuchten auch häufiger stationäre Casinos und Spielhallen als andere Glücksspieler.

Nutzer von Online-Spielautomaten seien der Glücksspielwerbung positiver gegenüber eingestellt als die Gesamtgruppe Glücksspieler.

Zunehmender Konkurrenzdruck unter den Anbietern. Laut Marktforschungs-Experten zeigen die jüngsten Ergebnisse von research tools vor allem, dass der Online-Glücksspielmarkt zunehmend kompetitiver werde. Da immer mehr neue Betreiber auf den Markt kämen, werde es für den einzelnen Anbieter zunehmend schwieriger, Spieler auf sich aufmerksam zu machen und langfristig zu halten.

Bonusangebote spielen daher eine wichtige Rolle bei der Gewinnung und Bindung neuer Spielerinnen und Spieler. Allerdings wird auch hier nicht zwischen in Deutschland legalen und illegalen Anbietern unterschieden. 2

2 Quelle: https://casino-gesetze.de/news/online-gluecksspiel-laut-neuer-studie-zunehmend-beliebter

Branchenspezifische Rahmenbedingungen, operative Entwicklung und Analyse der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren

2.2.1 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 verzeichnete der legale Glücksspielmarkt in Deutschland ein bemerkenswertes Wachstum. Die GGL, die als Erlaubnis- und Aufsichtsbehörde für länderübergreifende Glücksspielangebote insbesondere im Internet den länderübergreifenden Glücksspielmarkt in Deutschland reguliert, berichtete, dass die Anzahl der lizenzierten Anbieter auf 142 gestiegen ist -wobei 39 neue Betreiber hinzugekommen sind, die nun länderübergreifend Glücksspiele anbieten dürfen. Dieses Wachstum spiegelt die erfolgreiche Umsetzung des Kanalisierungsauftrags wider.

Dieser hatte das Ziel, illegale Anbieter in den legalen Markt zu überführen. Die ehemals illegalen Anbieter stehen jetzt unter der strengen Aufsicht der GGL und müssen sich an die geltenden Regulierungen halten. Anbieter, die gegen diese Vorschriften verstoßen, müssen mit ernsthaften aufsichtsrechtlichen Konsequenzen rechnen, einschließlich des möglichen Widerrufs ihrer Lizenz.

Im Jahr 2023 verzeichnete der legale Glücksspielmarkt in Deutschland einen Anstieg der Bruttospielerträge um 2% auf insgesamt 13,7 Milliarden Euro. Die Online-Glücksspielanbieter trugen dazu 3,0 Milliarden Euro bei, was 22% des Gesamtmarktes ausmacht. Sportwetten hatten den größten Marktanteil, mit Bruttospielerträgen von 1,8 Milliarden Euro.

Dies entspricht einem Anstieg von 400 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Virtuelle Automatenspiele und Online-Poker machten 3% des legalen Glücksspielmarktes aus und generierten Einnahmen von 400 Millionen Euro. Diese positiven Entwicklungen zeigen das Wachstum und die Stabilität des Marktes. Diese positiven Entwicklungen zeigen das Wachstum und die Stabilität des Marktes.

Die GGL hat im Jahr 2023 umfassende Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel ergriffen. Dies umfasste die Untersuchung von 438 Verdachtsfällen auf unerlaubtes Glücksspiel oder Werbung dafür. Dabei wurden 133 Untersagungsverfügungen erlassen und in 104 Fällen Strafanzeigen gestellt. Ein zentrales Instrument war das Payment-Blocking, das Zahlungen an illegale Glücksspielanbieter über bekannte Zahlungsdienstleister unterband.

Herausforderungen gab es jedoch bei der Durchsetzung von Netzsperren, da mehrere Gerichte die Anordnungen der GGL zur Sperrung illegaler Glücksspielseiten aufhoben. Trotz dieser Hürden konnte die GGL bedeutende Fortschritte im Kampf gegen illegales Glücksspiel erzielen. So konnte die GGL dafür sorgen, dass auf dem Markt nur noch seriöse Online-Casinos verfügbar sind. 3

2.2.2 Operative Entwicklung

Im Berichtsjahr war die Jackpot50 mit dem Aufbau der Plattform und der Anbindung der Dienstleister beschäftigt. Der Plattform-Launch ist im Berichtsjahr noch nicht erfolgt.

2.2.3 Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren

Der operative Start der Plattform ist in der Berichtsperiode noch nicht erfolgt. Somit betrugen der GGR und NGR Null Euro.

3 Quelle: https://www.onlinecasinosdeutschland.de/news/taetigkeitsbericht-der-ggl-2023/

2.2.4 Analyse der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren

Der operative Start der Plattform ist in der Berichtsperiode noch nicht erfolgt.

2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage für das Geschäftsjahr 2023

2.3.1 Ertragslage

Die Geschäftsführung ging im ursprünglichen Business Case, basierend auf einem Going Live der iGaming-Plattform Mitte 2023, von Umsatzerlösen in Höhe von 4,4 Mio. Euro aus. Aufgrund von Verzögerungen beim Aufbau der Plattform verschob sich der Start der Plattform in das Jahr 2024 und es wurden somit im Berichtsjahr keine Umsatzerlöse erzielt. Aus diesem Grund lagen auch die Betriebsaufwendungen in Berichtsperiode mit 0,9 Mio. Euro unter dem geplanten Kosten in Höhe von rund 2,3 Mio. Euro.

Folglich wurde das ursprünglich geplante EBIT mit 2,1 Mio. Euro nicht erreicht. Für das Berichtjahr lag das EBIT aufgrund der fehlenden Erlöse bei -0,9 Mio. Euro. Die wesentlichen Betriebsaufwendungen im Jahr 2023 waren Material- und Lizenzaufwand in Höhe von 0,1 Mio. Euro, Personalaufwand in Höhe von in Höhe von 0,3 Mio. Euro sowie sonstige betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro.

2.3.2 Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft beträgt 0,1 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro) und beinhaltet aktivierte Lizenzen, Software und Büromobiliar.

Das Umlaufvermögen beinhaltet Forderungen und Zahlungsmittel und betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 0,1 Mio. Euro).

Das Eigenkapital weist einen Fehlbetrag von 2,1 Mio. Euro aus, wird aber durch Rangrücktritte auf Gruppendarlehen abgedeckt.

Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind um 1,0 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf weitere Ausreichungen von Gruppendarlehen zurückzuführen, zwecks der Finanzierung des Aufbaus der Plattform.

2.3.3 Finanzlage

Aufgrund des noch nicht operativen Starts der Plattform resultierte in der Berichtsjahr ein negativer operativer Cashflow in Höhe von 0,8 Mio. Dementsprechend resultierte ein positiver Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 0,8 Mio. Euro. Da in der Berichtsperiode keine Investitionen getätigt wurden, resultierte ein Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 0 Euro.

Zum Stichtag erhöhte sich der Finanzmittelfonds - bestehend aus liquiden Mitteln aus Bargeld und Guthaben bei Kreditinstituten - leicht um rund 20 TEUR auf 28 TEUR. Die Finanzierung der laufenden Kosten in den Geschäftsjahren 2023 bis 2024 erfolgte durch Darlehen der Gesellschafter, die zum 31.12.2023 in Höhe von 1,8 Mio. Euro in Anspruch genommen wurden.

Zum Berichtszeitpunkt Dezember 2024 standen Darlehen der unmittelbaren und mittelbaren Muttergesellschaft in Höhe von insgesamt 5,2 Mio. Euro zur Verfügung, die zu rund 3,5 Mio. Euro in Anspruch genommen sind.

Aufgrund der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft, bestehen auf den Darlehen von der mittelbaren und unmittelbaren Muttergesellschaft jeweils entsprechende Rangrücktritte.

Des Weiteren verfügt die Jackpot50 GmbH über einen vollausgenutzten Avalrahmen von eine Bank in Höhe von 5 Mio. Euro. Diese Aval ist bei Amtsgericht Halle hinterlegt. Dieser Avalrahmen dient ausschließlich zur Übernahme einer Bürgschaft zur Sicherstellung des Antrags auf Erlaubnis zur Veranstaltung von virtuellen Automatenspielen der Jackpot50 GmbH. Für die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Avalrahmenvertrag haften die mittelbare Muttergesellschaft sowie zwei Schwesterngesellschaften der Jackpot50 GmbH als Gesamtschuldner im Wege eines Schuldbeitritts.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Unternehmerisches Handeln und die Wahrnehmung von Chancen sind stets auch mit Risiken verbunden. Zum Schutz des Fortbestands der Gesellschaft, wie auch zur Unterstützung bei der Erreichung der Unternehmensziele, wurde über die Sport1 Medien AG ein integriertes, unternehmensweites Risikomanagementsystem (RMS) implementiert.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Angaben zu den einzelnen Risiken

Aus der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit in Verbindung mit dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen:

Kleine Risiken
Kleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich. Es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren.

Mittlere Risiken
Mittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten bis hohen Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Eintrittsfall rasch zu bewältigen.

Erhebliche Risiken
Erhebliche Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierungen reduziert werden. Wenn möglich, sollte die erheblichen Risiken durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden.

Große Risiken
Große Risiken können unter Umständen den Fortbestand des Unternehmens insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Risikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten. Die Maßnahmenumsetzung wird von der Geschäftsleitung überwacht. Große Risiken sind unmittelbar - unabhängig vom Turnus - dem Vorstand zu melden.

Aus dem möglichen Bruttoschaden, der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Wirkung der Maßnahmen ergibt sich das Nettorisiko. Zur besseren Gliederung werden Risiken in die Kategorien Risiken aus der Regulierung, Geschäfts- und Marktrisiken, Betriebs-, Finanz-, Rechts- und Compliance-Risiken eingeteilt.

Insbesondere Risiken außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft und Risiken, die sich aus der gesetzlichen Regulierung (z.B. einer gesetzlichen Einschränkung der Bewerbung einzelner Produktgruppen) ergeben, lassen sich häufig nicht aktiv steuern und vermeiden. Weiterhin werden Risiken mit kleiner bzw. nicht messbarer Eintrittswahrscheinlichkeit bei gleichzeitig möglicherweise großer Auswirkung nicht zuverlässig erfasst. Hierunter fallen unerwartete und unabwendbare Ereignisse (höhere Gewalt).

Nachfolgend werden einzelne Risiken und deren Risikofaktoren sowie deren Auswirkungen dargestellt. Die Darstellung erfolgt gruppiert nach den Risikokategorien des RMS, jedoch auf einem höheren Aggregationsgrad. Innerhalb einer Kategorie sind die Risiken zuerst genannt, deren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am größten eingestuft werden. Wird bei der Einstufung des Risikos kein Bezug auf die getroffenen Maßnahmen angegeben, so handelt es sich um die Einstufung als Bruttorisiko. Kann ein Risikofaktor den Fortbestand einer wesentlichen Organisationseinheit gefährden, wird im Folgenden darauf hingewiesen. Gleiches gilt, wenn ein Risiko den Fortbestand des Unternehmens gefährdet.

Risiken aus der Regulierung

Die Geschäftsmodelle der Jackpot GmbH sind stark von der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und den regulatorischen Eingriffen der öffentlichen Verwaltung abhängig. Regulatorische Eingriffe, Änderungen in der Gesetzgebung oder Verwaltungsverfahren können sich negativ auf die Kosten- oder Erlösstruktur auswirken. Folgende Faktoren beeinflussen dieses Risikonennenswert:

Mit Blick auf die Bewerbung von lizenzierten und damit legalen Glücksspielangeboten in Deutschland, die mittlerweile umfassend gesetzlich geregelt ist, sind aktuell zwei Aspekte zu beachten: So bildet sich zum einen eine Rechtsanwendungspraxis durch die für die Glücksspielaufsicht zuständige neu geschaffene Behörde gerade erst aus, was zu Verunsicherungen im Markt führen kann - beispielsweise bei der noch unklaren Abgrenzung weniger regulierter Sponsorings von stärker regulierter Werbung. Zum anderen erfolgt eine umfassende Evaluierung des in Deutschland seit 2021 geltenden Glücksspielstaatsvertrags, in dessen Zuge insbesondere auch untersucht werden soll, inwieweit Glücksspielwerbung in Fernsehen und Internet einer gewünschten Kanalisierung auf legale Angebote dient und inwieweit ein Spannungsverhältnis zur ebenfalls beabsichtigten Suchtprävention besteht. Das Ergebnis könnte zu Anpassungen in den bestehenden Werbebestimmungen führen. Die Untersuchung soll auch Sonderaspekte wie sog. "werbende Berichterstattung" und Sonderwerbemaßnahmen, wie die Gewährung von Boni und Rabatten, untersuchen. Auch diesbezüglich besteht die Möglichkeit, dass Werbevorschriften angepasst werden, was direkte und indirekte Auswirkung auf Werbebuchungen haben kann. Ebenso kann die Evaluierung zu neuen nicht werbebezogenen Vorschriften für die Anbieter des jeweiligen Glücksspielangebots führen (z.B. Einzahlungslimits etc.), was deren Umsätze und damit auch Höhe von deren Werbeausgaben beeinträchtigen könnte.

Der Entwurf für die ePrivacy-Verordnung, die unter anderem den Einsatz von Cookies und ähnlicher Technologien, die Zulässigkeit der Erstellung von Nutzerprofilen (Tracking, Profiling, Retargeting) oder Maßnahmen zur Nutzung personenbezogener Daten regulieren soll, ist nach wie vor im Gesetzgebungsverfahren der EU anhängig (aktuell: Trilogverhandlungen).

Angesichts einiger Streitpunkte hinsichtlich des aktuellen Verordnungstextes schreiten diese aber nicht so schnell voran, wie die portugiesische Ratspräsidentschaft das Thema ePrivacy im Jahr 2021 zuletzt vorangetrieben hat. Jedenfalls ist ein Inkrafttreten der ePrivacy-VO im Jahr 2023 nicht erfolgt und auch im Jahr 2024 ist nicht mit einem Inkrafttreten zu rechnen. Unter Berücksichtigung einer Übergangszeit von möglichen 24 Monaten ab Inkrafttreten ergäbe sich damit ein Geltungsbeginn etwaiger Neuregelungen nicht vor Ende 2026. Zurzeit ist der Gesetzestext noch in der Finalisierung. Wann der finale Text und damit der Beginn der Übergangszeit vorliegt ist noch unklar.

Das Inkrafttreten der europäischen KI-Verordnung am 01. August 2024 führt zu verschärften Anforderungen an die Nutzer von KI-Systemen, insbesondere in den Bereichen Informationspflichten und Prüfungen über die datenschutzrechtliche Zulässigkeit vor einer Inbetriebnahme. Die Prüfung ist insbesondere erforderlich, um der Rechenschaftspflicht nachzukommen und erfordert jedenfalls in Abhängigkeit des Risikos der KI-Systeme eine Datenschutzfolgenabschätzung. Auch sind die Einsatzmöglichkeiten sowie die rechtlichen Anforderungen bei der Implementierung zu beachten. Weiter ist eine Datenschutzfolgenabschätzung beim Einsatz eines KI-Systems in Betracht zu ziehen, wobei die grundsätzliche Anwendbarkeit der KI-Verordnung auf ein System zu prüfen ist. Die relevanten Vorschriften der KI-Verordnung gelten ab 02. Februar 2025 bzw. 02. August 2025.

Mit dem Regierungsentwurf zu Änderungen des geltenden deutschen Bundesdatenschutzgesetzes vom 27. März 2024 sind insbesondere in den Bereichen Personal und der gemeinsamen Verantwortlichkeit Änderungen verbunden.

Darüber hinaus soll Rechtssicherheit für ein verbraucherschützendes Scoring geschaffen werden. Im Mai 2024 fand die erste Lesung statt. Eine Verkündung ist noch nicht absehbar. Die Änderungen sollen im Folgequartal auf die Verkündung Inkrafttreten.

Mit dem EU Data Act, der im November 2023 verabschiedet wurde, mit einer Umsetzungsfrist von zwei Jahren, wird der Zugang zu Daten und die Weiterleitung der Daten an Dritte geregelt. Dieses führt zu neuen Regelungen in den Bereichen Zugang und Weiterleitung personenbezogener Daten, bei gleichzeitiger Beachtung der Grundsätze der Datenminimierung und Datenschutz durch Technikgestaltung / datenschutzfreundliche Voreinstellungen. Wie dieses technisch umgesetzt werden soll, ist auch noch in Abstimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden.

Angesichts der möglichen Auswirkungen sowie empfindlicher Bußgeldandrohungen bei potenziellen Verstößen gegen einzelne Vorschriften ist dieses Risiko insgesamt als erheblich einzustufen (Vj. erhebliche Stufe).

Geschäfts- und Marktrisiken

Intensiver Wettbewerb beim Absatz der Produkte

Die Umsatzplanung der Gesellschaft unterstellt bestimmte User-Zahlen, Conversion Rates, Churn Rates etc. Signifikante Abweichungen von diesen Planzahlen können Einfluss auf den Umsatz der Gesellschaft haben.

Dabei sind folgende Faktoren nennenswert: Es besteht ein nicht unerheblicher Wettbewerb auf dem Markt von virtuellen Automatenspielen in Deutschland. Zurzeit gibt es 39 staatlich lizenzierte Online-Casinos und zukünftig könnten noch mehrere hinzukommen. Des Weiteren operieren auf dem deutschen Markt auch Online-Casinos, welche nicht über eine GGL-Erlaubnis verfügen. Es handelt sich dabei um den Schwarzmarkt in Deutschland.

Da insbesondere die User-Zahlen, Conversion Rates, Churn Rates etc. für die Höhe der erzielbaren Erlöse maßgeblich sind, ist die Jackpot50 GmbH bestrebt, ihre Marktanteile über besondere Angebote zu halten und zu steigern.

Insgesamt wird dieses Risiko als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe).

Rechtsrisiken

Die Gesellschaft ist einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, so dass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen gedeckt sind und sich nachteilig auswirken könnten.

Im Rahmen der juristischen Unterstützung der operativen Geschäftstätigkeit werden rechtliche Risiken identifiziert und bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkung qualitativ und quantitativ bewertet.

Aufgrund der getroffenen Einschätzungen und Maßnahmen wird das Risiko als klein eingestuft (Vj. kleine Stufe).

Betriebsrisiken

IT-Infrastruktur

Um einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, ist die Sport1 GmbH auf das störungsfreie Funktionieren ihrer IT-Systeme angewiesen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass trotz Sicherheitsmaßnahmen wie Zutritts-Kontrollsystemen, Notfallplänen und unterbrechungsfreier Stromversorgung kritischer Systeme, Backup-Systemen sowie regelmäßigen Datenspiegelungen kein hinreichender Schutz vor Schäden aus dem Ausfall ihrer IT-Systeme besteht. Alle notwendigen und vorhersehbaren Vorfälle werden vom Operations-IT-Team erfasst und mit Reaktionsroutinen zur Schadensvermeidung belegt.

Sollte es zu einem Ausfall von IT-Systemen, einem Entwenden von Unternehmensdaten oder einer Manipulation der Unternehmens-IT kommen, könnte dies negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb und damit auf das Ergebnis haben.

Die Risiken bezüglich unberechtigter Zugriffe auf Unternehmensdaten werden durch den Einsatz von Virenscanner- und Firewall-Systemen weitestgehend unterbunden. Darüber hinaus werden im Konzern Maßnahmen ergriffen, um die vorhandene IT-Service-Landschaft auf aktuellem technologischem Stand zu halten und dem Überalterungsprozess der Geräte- und Programmtechnik entgegenzuwirken. Senderelevante Technik ist häufig redundant vorhanden und deren Funktionsweise wird zeitnah überwacht.

Zusätzlich wurde ein Großteil der betrieblichen Hardware-Infrastruktur im Rahmen eines "Platform as a Service"-Vertrags an einen externen Dienstleister vergeben, welcher alle sicherheitsrelevanten Standards, kontinuierliche Erneuerung der Hardware und die Haftung bei Betriebsausfällen mit entsprechenden Versicherungen vertraglich übernommen hat.

Unter Berücksichtigung der Effekte der Gegenmaßnahmen ist das Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe).

Qualifiziertes Personal

Der zukünftige Erfolg der Gesellschaft hängt in erheblichem Umfang von der Leistung ihrer Führungskräfte sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Es besteht ein starker und zunehmender Wettbewerb um Personal, das über die entsprechenden Qualifikationen und Branchenkenntnisse verfügt.

Die Attraktivität als Arbeitgeber ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für den Konzern, um qualifiziertes und motiviertes Personal zu gewinnen und vor allem zu halten. Die Abwanderung von qualifiziertem Personal oder Personen in Schlüsselpositionen könnte zum Verlust von Knowhow führen und ungeplante Kosten für die Rekrutierung sowie die Einarbeitung von neuem Personal erzeugen und damit negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Um dieses Risiko zu minimieren, werden regelmäßig Zielerreichungs- und Feedback-Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. Zudem bietet die Gesellschaft ein modernes Arbeitsumfeld, eine leistungsgerechte Kompensation und gezielte Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung an. Um die Attraktivität als Arbeitgeber im Bewerbermarkt weiter zu erhöhen, wurde verstärkt in soziale Netzwerke und Karriereseiten investiert.

Insgesamt ist dieses Risiko auf einer kleinen Stufe einzuordnen (Vj. kleine Stufe).

Versicherungsschutz

Die Gesellschaft entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse, um so wesentlichen Risiken abzudecken. Die Gesellschaft kann jedoch nicht gewährleisten, dass ihr keine Verluste entstehen oder dass keine Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen.

Sollte der Gesellschaft materielle Schäden entstehen, gegen die kein oder nur ein unzureichender Versicherungsschutz besteht, könnte dies negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Im Schadensfall müssten Ansprüche Dritter oder Ersatzinvestitionen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Um dieses Risiko zu minimieren, prüft der Konzern regelmäßig seine bestehenden Versicherungspolicen und gleicht sie mit möglichem aktuellem Anpassungsbedarf ab.

Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe).

Compliance-Risiken

Compliance ist als Bestandteil der Unternehmenskultur im täglichen Handeln selbstverständlich. Dennoch hat das Management grundsätzlich keine Möglichkeit, die Tätigkeiten von Mitarbeitern, Vertretern und Partnern bei der Geschäftsanbahnung mit Kunden vollumfassend zu überwachen. Sollte sich herausstellen, dass Personen, deren Handeln der Gesellschaft zuzurechnen ist, unlautere Vorteile im Zusammenhang mit der Geschäftsanbahnung entgegennehmen, gewähren oder sonstige korrupte Geschäftspraktiken anwenden, könnte dies zu rechtlichen Sanktionen nach deutschem Recht sowie nach dem Recht anderer Staaten führen, in denen die Gesellschaft geschäftlich aktiv ist. Als mögliche Sanktionen können dabei unter anderem erhebliche Geldbußen verhängt werden, aber auch der Verlust von Aufträgen drohen. Dies könnte sich nachteilig auf das Ergebnis auswirken und zu Reputationsschäden der Gesellschaft führen.

Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können Bußgelder bis zu 20 Mio. Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4 Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher Wert der höhere ist, nach sich ziehen. Zudem können nicht DSVGO-konforme Prozesse auch stillgelegt werden. Die Gesellschaft hat ihre Prozesse grundsätzlich datenschutzkonform ausgestaltet und zudem unterstützt ein externer Datenschutzbeauftragter die Einhaltung der Datenschutzvorschriften.

Trotz der vorhandenen Maßnahmen ist der Eintritt von Compliance Risiken möglich, welche aufgrund der verschärften Sanktionen eine negative Entwicklung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben könnte.

Aus diesem Grund sieht die aktuelle Bewertung des allgemeinen Compliance Risiko eine Einstufung zu einem mittleren Risiko vor (Vj. mittlere Stufe).

Finanzielle Risiken

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken ergeben sich, wenn die Auszahlungsverpflichtungen der Gesellschaft nicht aus vorhandener Liquidität oder durch entsprechenden Kreditlinien gedeckt werden können. Die Finanzierung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 erfolgte über weitere Darlehen der Muttergesellschaften.

Die Liquidität der Gesellschaft ist über Darlehen der unmittelbaren (Volumen 2,2 Mio. Euro; davon gezogen per Ende November 2024 2,2 Mio. Euro) sowie mittelbaren Muttergesellschaft (Volumen 3,0 Mio. Euro; davon gezogen per Ende November 2024 rund 1,3 Mio. Euro) sichergestellt. Aus den Darlehen stehen somit für das Geschäftsjahr 2025 noch rd. 1,7 Mio. zum Ausgleich eines negativen Cash-Flows zur Verfügung. Des Weiteren hat die mittelbare Muttergesellschaft eine Patronatserklärung in Höhe von 0,6 Mio. Euro zur Sicherung des Betriebs der Online-Casino-Plattform sowie über 0,1 Mio. Euro. zur Sicherung der eingezahlten Spieleinsätze der Kunden im Falle der Insolvenz der kontoführenden Bank zur Verfügung gestellt.

Aufgrund der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft, bestehen auf den Darlehen von der mittelbaren und unmittelbaren Muttergesellschaft jeweils entsprechende Rangrücktritte.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2025 sieht vor, dass die Gesellschaft erstmals einen leicht positiven Cashflow erwirtschaften wird. Im Falle, dass nur die Hälfte der anvisierten Umsatzerlöse erwirtschaftet werden könnten, würde die Gesellschaft rund 0,7 Mio. Euro an Liquidität benötigen. Der nicht gezogene Teil vom Darlehensrahmen der mittelbaren Muttergesellschaft von rund 1,7 Mio. Euro würde diesen Bedarf ausreichend abdecken.

Des Weiteren verfügt die Jackpot50 GmbH über einen vollausgenutzten Avalrahmen von eine Bank in Höhe von 5 Mio. Euro. Diese Aval ist bei Amtsgericht Halle hinterlegt. Dieser Avalrahmen dient ausschließlich zur Übernahme einer Bürgschaft zur Sicherstellung des Antrags auf Erlaubnis zur Veranstaltung von virtuellen Automatenspielen der Jackpot50 GmbH. Für die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Avalrahmenvertrag haften die mittelbare Muttergesellschaft sowie zwei Schwesterngesellschaften der Jackpot50 GmbH als Gesamtschuldner im Wege eines Schuldbeitritts.

Die Geschäftsführung geht unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen davon aus, dass die Jackpot50 GmbH ihre Verbindlichkeiten jederzeit bedienen kann und unterstellt, dass keine wesentlichen Unsicherheiten bestehen, die erhebliche Zweifel an seiner Fähigkeit zur Unternehmensfortführung aufwerfen könnten. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass bestehende Aval- oder Kreditrahmenvereinbarungen von einzelnen Kreditinstituten gekündigt oder nicht mehr verlängert werden, sodass die Jackpot50 GmbH, auch unter der Berücksichtigung von freien Betriebsmittellinien, kurz- bis mittelfristig zur weiteren Aufnahme von Fremdkapital über den Kapitalmarkt oder über Kreditinstitute zur Finanzierung neuer Projekte gezwungen sein könnte. Bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation wäre das Unternehmens darauf angewiesen weitere Finanzierungsmittel durch das Mutterunternehmen oder dem obersten Mutterunternehmen gestellt zu bekommen und Kosten einzusparen, wodurch die weitere Entwicklung beeinträchtigt sein könnte.

Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe).

Risiken aus zukünftigen Steuer- oder Sozialversicherungsprüfungen

Die Geschäftsführung der Jackpot50 GmbH ist der Ansicht, dass die innerhalb der Jackpot50 GmbH erstellten Steuererklärungen und Angaben bei den Sozialversicherungsträgern vollständig und korrekt abgegeben wurden. Dennoch besteht das Risiko, dass es insbesondere aufgrund der in der Medienbranche existierenden komplexen Regelungen im Bereich Umsatz- und Quellensteuer zu Steuernachforderungen kommen könnte.

Im Falle einer Sozialversicherungs- bzw. Kurzarbeiterentschädigungs-Prüfung innerhalb der Jackpot50 GmbH ist zudem grundsätzlich nicht auszuschließen, dass der Sozialversicherungsträger eine andere Betrachtung bezüglich der Sozialabgaben vornimmt und es im Anschluss daran zu Nachforderungen gegen die Jackpot50 GmbH kommt. Sollte es zu abweichenden Steuerfestsetzungen oder Sozialversicherungsnachforderungen kommen, könnte sich dies negativ auf das Ergebnis auswirken.

Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe).

Risken aus den Geopolitischen Unruhen, Inflation und damit einhergehende zurückhaltende Konsumentenstimmung, Energiekrise und Lieferkettenprobleme

Für Deutschland als Kernmarkt der Jackpot50 GmbH sind seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 die Unsicherheiten deutlich gestiegen.

Weitere geopolitischen Unruhen folgten im Jahr 2023 mit unter anderem dem Gaza-Konflikt. Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang um 0,3%. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, zurückgegangen. Auch im Jahr 2024 ist die Inflation weiter eines der bestimmenden Themen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, die Energiekrise und Lieferengpässe führen zu starken Preissteigerungen - viele Produkte, darunter auch Lebensmittel, werden deutlich teurer.

Die Jackpot50 GmbH hat weder direkte Geschäftsbeziehungen mit Russland bzw. Ukraine noch Niederlassungen in diesen beiden Ländern respektive auch nicht Belarus. Daher ist die Jackpot50 GmbH nur indirekt betroffen durch eine steigende Inflationsrate und damit einhergehenden Eintrübung der Konsumentenstimmung. Es besteht die Gefahr, dass die Endkunden der Jackpot50 GmbH weitere Einsparungen vornehmen müssen und dementsprechend ihren Gaming-Etat kürzen werden. Einerseits besteht somit das Risiko von zusätzlichen Belastungen aufgrund höheren Energiekosten als auch geringerer Erlöse auf der Einnahmenseite.

Insgesamt wird dieses Risikos auf der erheblichen Stufe eingeordnet (Vj. erhebliche Stufe).

3.3 Chancenbericht

3.3.1 Angaben zu einzelnen Chancen

Aus der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit in Verbindung mit dem Ausmaß der Prognoseabweichung ergeben sich folgende Chancenstufen:

Kleine Chancen
Kleine Chancen sind für eine positive Prognoseabweichung unwesentlich. Sie werden in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens nicht gesondert berücksichtigt.

Mittlere Chancen
Mittlere Chancen bestehen bei einer begrenzten positiven Auswirkung auf die Zielerreichung und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Bedarf, die strategische Ausrichtung des Unternehmens anzupassen.

Erhebliche Chancen
Erhebliche Chancen haben im Vergleich zu mittleren Chancen eine höhere Relevanz bei einer potenziellen positiven Prognoseanpassung und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Maßnahmen oder Prozessoptimierungen realisiert werden.

Große Chancen
Große Chancen können unter Umständen eine signifikante Rolle bei der Zieldefinition einzelner Geschäftseinheiten spielen. Maßnahmen zum Erreichen dieser Ziele sind zwingend einzuleiten. Die Maßnahmenumsetzung wird von der Geschäftsleitung überwacht. Große Chancen werden unmittelbar an den Vorstand berichtet.

Nachfolgend werden einzelne Chancen und deren Faktoren sowie deren Auswirkungen dargestellt. Die Darstellung erfolgt gruppiert nach den Chancenkategorien des RMS. Die Darstellung im Chancenbericht erfolgt auf einem höheren Aggregationsgrad als im Risiko- und Chancenmanagementsystem selbst.

Chancen aus der Regulierung

Chancen aus einer möglichen weiteren Deregulierung von Sportwetten und anderen Glücksspielarten

Die behördliche Regulierung digitaler Wirtschaftszweige ist bisher nicht abgeschlossen, wodurch es zu den im Risikobericht beschriebenen Einschränkungen kommen kann. Gleichzeitig ergeben sich jedoch auch Chancen. Seit nun gut zweieinhalb Jahren sind im Glücksspielbereich Online-Poker und das Betrieben von virtuellen Automatenspielen staatlich geregelt und es wurden bereits zahlreiche Lizenzen erteilt. Diese staatliche Regulierung sorgte für eine Konsolidierung und Neuordnung im deutschen Online-Glücksspielmarkts. Zusätzlich bietet diese Neuordnung die Chance, mit den eigenen Angeboten neue Märkte zu erschließen. Außerdem sind zurzeit weitere Lockerungen der Vorschriften (unter anderem Einsatzlimits) für die nächsten Jahre geplant, was wiederum zu erhöhten Marketingspendings seitens der Betreiber führen kann. Gegebenenfalls besteht die Möglichkeit, dass zukünftig auch Online-Lizenzen für das große Spiel (Roulette, Black-jack) erteilt werden können.

Eine solche Regulierung im Bereich des Glücksspielwesens könnte zu weiteren über die aktuelle Planung hinausgehenden Umsatzerlöse führen.

Diese Chancen werden als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe).

Geschäfts- und Marktchancen

Chancen aus der Internationalisierung der digitalen Angebote

Des Weiteren plant die Jackpot50 GmbH, ihre digitalen Produkte in Zukunft zu internationalisieren - das heißt die digitalen Angebote sollen auch außerhalb der DACH-Region implementiert und betrieben werden. Insgesamt wird diese Chance als mittel eingestuft (Vj. keine Stufe).

3.4 Zusammengefasste Darstellung der Chancen- und Risikolage

Auf Basis der vorliegenden Informationen und der Einschätzungen, insbesondere der Eintrittswahrscheinlichkeiten, der maximalen Schadenshöhe und der Wirkung der ergriffenen Gegenmaßnahmen kommt die Geschäftsführung der Gesellschaft zu der Überzeugung, dass die dargestellten Risiken keinen den Bestand des Unternehmens gefährdenden Charakter aufweisen. Dies gilt für die Risiken im Einzelnen, als auch in deren Gesamtheit, sofern sich die Auswirkung der Gesamtheit sinnvoll simulieren oder anderweitig abschätzen lässt. Für den Umgang mit den nicht durch Gegenmaßnahmen reduzierten Restrisiken sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft gegenwärtig gut gerüstet. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Risikolage der Gesellschaft bei Eintritt bzw. kumulativen Eintritt verschiedener Risiken wesentlich verschlechtern könnte.

Zusammenfassend sind drei Risiko-Cluster erkennbar: Zur ersten Kategorie zählen extern getriebene Risiken, die sich besonders aus regulatorischen Eingriffen und gesetzlichen Vorgaben ergeben und nur schwer beeinflussbar sind. Diese Themen werden eng überwacht, um ungünstige Entwicklungen zeitnah zu erkennen. Die Wirkung dieser Themen ist von Natur aus eher nicht kurzfristig, sodass durch Anpassungen im Planungsprozess reagiert werden kann. In die zweite Kategorie fallen Themen, die die Geschäftsführung, aus Gründen der Umsetzung der Geschäftsstrategie, bewusst in Kauf nimmt. Hierunter fällt insbesondere das Risiken vom intensiven Wettbewerb. Die Geschäftsführung ist der Überzeugung, dass die Auswirkungen dieser Risiken im Verhältnis zu den Ertragsmöglichkeiten, die sich aus den betroffenen Geschäftsfeldern ergeben, überschaubar sind. Mittels der Überwachung von Kennzahlen kann erkannt werden, ob sich dieses Verhältnis in einzelnen Bereichen nachhaltig verschlechtert. Hierauf kann mit einer Anpassung der Strategie reagiert werden. Die letzte Gruppe umfasst die operativen Risiken und beinhaltet besonders die Betriebsrisiken, Sicherheitskonzepte und vertragliche bzw. finanzielle Verpflichtungen sowie die Sicherstellung der Liquidität und Rechtsrisiken. Diese steuert die Geschäftsführung durch enges Monitoring der Risiken und Chancen, durch Vorgaben und Prozesskontrollen sowie die Hinzuziehung externer Berater, sodass das verbleibende Restrisiko auf einem wirtschaftlich vertretbaren Maß verbleibt. Seit Februar 2022 kommt zusätzlich die Risiken aus dem Ukraine-Krieg, der Inflation und der damit einhergehenden Eintrübung der Konsumentenstimmung, der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme hinzu.

Die größten Chancen sieht die Geschäftsführung weiterhin in weiteren Deregulierung des Gambling Marktes sowie im Ausbau der internationalen Aktivitäten. Die Geschäftsfelder sind allesamt in ihren jeweiligen Bereichen etabliert, können auf ein breites Netzwerk an technischer sowie kreativer Energie zugreifen und rasch auf Änderungen reagieren. Entsprechend ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass die getroffenen Maßnahmen das Risiko in einem wirtschaftlich vertretbaren Ausmaß halten, und erachtet die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft als ausreichend. Gleichzeitig verfolgt er die bestehenden Chancen konsequent weiter.

4. Prognosebericht

4.1 Konjunkturelles Umfeld

In seinem aktuellen "World Economic Outlook" vom Januar 2024 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2024 mit einer insgesamt belasteten Wirtschaftslage. Damit wird die Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie weiter gebremst und kann weiterhin nicht das Niveau vor der Krise erreichen. Die entscheidenden Faktoren sind die zunehmenden geopolitischen und geoökonomischen Spannungen, beispielsweise im Nahen Osten, die hohen Zinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, der russische Angriffskrieg in der Ukraine und extreme Wetterereignisse. Nach Einschätzung der Experten liegt die Wachstumsrate für die weltweite Wirtschaftsleistung 2024 wie schon im Jahr zuvor bei 3,1%. Eine globale Rezession wird nicht erwartet. Die globale Inflation ist nach Daten des IWF im Jahr 2023 auf 6,8% gesunken, für 2024 wird eine jährliche Durchschnittsinflation von 5,8% vorhergesagt.

Die Wirtschaft in der Eurozone wird nach Einschätzung des IWF im Jahr 2024 um 0,9% zulegen, was einem verbesserten Wachstum gegenüber dem Vorjahr entspricht (0,5%). Für Deutschland prognostiziert der IWF für 2024 eine Wachstumsrate von lediglich0,5 %, was dennoch eine Verbesserung darstellt nach dem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 (-0,3%).

Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF - International Monetary Fund), World Economic Outlook, 30.01.2024; Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Konjunkturprognose, 13.12.2023.

4.2 Marktumfeld Online Casinos in Deutschland und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nach Angaben von Statista sind die Key Facts für den Online Casino Markt wie folgt (Die Daten umfassen Umsatzzahlen in Brutto-Glücksspielerträgen (GGR), das ist die Gesamtsumme der von Kunden platzierten Wetten abzüglich der in Gewinnen ausgezahlten Beträge, Nutzer, durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer (ARPU), Nutzerdurchdringungsrate und Online- und Offline-Anteile am gesamten Glücksspielmarkt. Nutzer- und Umsatzzahlen repräsentieren B2C-Dienstleistungen):

Der Umsatz im Markt der Online-Casinos wird 2024 etwa 1,84 Mrd. Euro betragen.

Laut Prognose wird im Jahr 2028 ein Marktvolumen von 2,33 Mrd. Euro erreicht. Dies entspricht einem erwarteten jährlichen Umsatzwachstum von 6,08% (CAGR 2024-2028).

Im Markt der Online-Casinos wird die Anzahl der Nutzer im Jahr 2028 laut Prognose 6,4 Mio. betragen.

Die Penetrationsrate wird 2024 bei 6,8% liegen und im Jahr 2028 voraussichtlich 7,7% erreichen.

Der durchschnittliche Erlös pro Nutzer (ARPU, engl. Average Revenue Per User) wird bei 326,30 Euro erwartet.

Im weltweiten Vergleich zeigt sich, dass der höchste Umsatz in den USA erwartet wird - mit 7,09 Mrd. Euro im Jahr 2024.

Mit einer prognostizierten Rate von 35,7% ist die Nutzerpenetration im Markt der Online-Casinos in Kanada am höchsten. 4

4.3 Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2024

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Gaming-Branche entwickelt sich ständig weiter - weshalb es von Bedeutung ist, die Zukunftsaussichten und somit aufkommende Trends im Blick zu haben. Ein neues Automatenspiel zu starten ist nicht gleichbedeutend mit einem Erfolg. Neue Angebote brauchen Zeit, um eine gewisse Akzeptanz zu finden und werden nicht selten wieder eingestellt. Beim Online Casino Bonus gibt es auch lokale Präferenzen und die technische Seite ist praktisch immer in Bewegung. Trends frühzeitig zu erkennen, mit dem eigenen Angebot aufzugreifen und bestenfalls origineller zu gestalten als Wettbewerber ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Auf Basis einer sigma.world Trendanalyse nachfolgend einige der am Markt bereits erkennbaren neuen Entwicklungen:

Die Spielanalytik gewinnt zunehmend an Bedeutung, um die Erfahrungen der Spieler zu verbessern und Inhalte in den Online-Casinos effizienter zu gestalten. Ein aktuelles Beispiel ist die Kooperation von Optimove mit Opti-X und Pragmatic Play Casino Spieleanbieter. Mit neuen Tools wird es möglich, schnell auf Trends zu reagieren, individuelle Vorlieben und sogar potenzielle Risiken einfließen zu lassen, um das Spielerlebnis für jeden Spieler zu optimieren. In der heutigen digitalisierten Spielumgebung steht die Sicherheit der Spieler im Vordergrund. Maßnahmen wie eine sorgfältige Kontoverifizierung zum Schutz vor Betrug und Geldwäsche haben in deutschen Online-Casinos bereits Einzug gehalten.

4 https://de.statista.com/outlook/dmo/eservices/online-gambling/online-casinos/deutschland#:~:text=Der%20Umsatz%20im%20Markt%20On-line,(CAGR%202024%2D2028).

Hinzu kommt die staatliche Beaufsichtigung durch Einsatz-, Limit- und Spielkontrolle. Das fördert sicheres und verantwortungsbewusstes Spielen und wirkt präventiv - da es schwieriger wird, über seinen Verhältnissen zu spielen. Die Kehrseite ist jedoch, dass ein nicht unerheblicher Teil im illegalen Bereich sein Glück sucht, wo keine Kontrolle vorhanden ist und keinerlei Steuereinnahmen für den deutschen Staatshaushalt zusammenkommen. An neuer Technik hält vor allem die Künstliche Intelligenz Einzug: Personalisierte Online Casino Empfehlungen für Spiele und auch Chatbots beim Kundensupport definieren die Benutzererfahrung neu.

Internetdurchdringung sorgt für starken Online-Casino-Markt: Der weltweite Markt für Online-Glücksspiele erreichte im Jahr 2022 ein Umsatzniveau von fast 59 Milliarden Euro im weitgehend legalisierten Bereich. In den kommenden Jahren angefangen 2023 ist mit einem durchschnittlichen Wachstum von etwa 11,7 Prozent im Jahr zu rechnen. Zurückzuführen ist dies auf vielerlei Gründe: Der wichtigste ist die hohe Akzeptanz der Online-Welt und benutzerfreundliche Mobile Casinos. Darüber hinaus legalisieren immer mehr Länder den Online-Glücksspielmarkt, was mehr Transparenz in die Marktentwicklung bringt. Ein entscheidendes Detail zur zunehmend stärkeren Umsatzentwicklung geht mit der zurückliegenden Pandemie einher.

Spielhallenschließungen haben den Online-Casinos neue Spieler zugeführt. Diese Spieler sind oft auch wieder an die stationären Automaten zurückgekehrt, nutzen jedoch den einfachen Zugang zu Online-Glücksspielen weiterhin zumindest temporär. Die zunehmende Internetdurchdringung, die steigende Nutzung von Smartphones, die kulturelle und rechtliche Anerkennung, der einfache Zugang zu Online-Glücksspielen, die Unterstützung durch Prominente und das Sponsoring von Unternehmen sind ebenfalls Wachstumstreiber. Das belegen auch die Daten von Statista. Dadurch wird die Online-Casino-Erfahrung zunehmend normal. Vor Jahren war es noch ein oft wenig beachtetes und mutmaßlich auch als nicht seriös eingeschätztes Casino-Abenteuer, heute stehen viele bekannten Namen hinter den Glücksspielangeboten, die aus den niedergelassenen Spielbanken gut bekannt sind. 5

Schwerpunkte

Der grundsätzliche Fokus lag im Geschäftsjahr 2024 auf die konsequente Fertigstellung der Plattform und die Einbindung sämtlicher Dienstleister in das Produkt. Der Launch der iGaming-Plattform ist noch im Dezember 2024 geplant.

Prognose für die Geschäftsjahre 2024 und 2025

Im Geschäftsjahr 2024 wird ein operativer Verlust in Höhe von über 1 Mio. Euro erwartet, da der offizielle Launch der Plattform für Mitte Dezember 2024 vorgesehen ist und man im Geschäftsjahr 2024 mit dem finalen Aufbau der Plattform beschäftigt war. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Nettoerlös (NGR) im mittleren einstelligen Millionenbereich und ein positives operatives Ergebnis im mittleren Hunderttausenderbereich erwartet.

5 Quelle: https://de.linkedin.com/pulse/gl%C3%BCcksspielmarkt-entwicklung-und-markttrends-bis-2027-spinsfactory-qjjxf

Nachtragsbericht

Seit dem 03. April 2023 ist die Jackpot50 GmbH im Besitz der Erlaubnis der Gemeinsamen Glückspielbehörde der Länder (GGL) für das Betrieben von virtuellen Automatenspielen.

Im Februar 2024 wurde Herr Dr. Matthias Kirschenhofer Geschäftsführer anstelle von Herrn Sven Stiel.

Im Juli 2024 wurde die Jackpot50 GmbH konzernintern von der Sport1 GmbH zur Sport1 Holding GmbH übertragen.

Im Oktober 2024 wurde der Softlaunch der Plattform gestartet.

 

Ismaning, 10. Dezember 2024

Jackpot50 GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Matthias Kirschenhofer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A K T I V A

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.800,00 57.800,00
57.800,00 57.800,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.801,00 7.565,00
4.801,00 7.565,00
62.601,00 65.365,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände 51.020,00 50.973,14
51.020,00 50.973,14
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 28.043,87 7.785,46
79.063,87 58.758,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.068.924,39 1.043.808,72
2.210.589,26 1.167.932,32

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.333,00 33.333,00
II. Kapitalrücklage 2.991.667,00 2.991.667,00
III. Verlustvortrag 4.068.808,72 3.301.946,28
IV. Jahresfehlbetrag 1.025.115,67 -766.862,44
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.068.924,39 1.043.808,72
0,00 0,00
B. Rückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen 83.288,02 83.878,76
83.288,02 83.878,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.436,44 10.979,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 15.436 (Vj.: € 10.979)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.106.064,06 1.067.083,24
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.106.064 (Vj.: € 1.067.083)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.800,74 5.991,32
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 5.801 (Vj.: € 5.991)
- davon aus Steuern € 6 (Vj.: € 0)
2.127.301,24 1.084.053,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
2.210.589,26 1.167.932,32

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 167,16 177,30
2. sonstige betriebliche Erträge 2,06 0,00
- davon aus der Währungsumrechnung € 2 (Vj. € 0)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -142.078,00 -137.613,01
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -274.849,23 -288.507,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -53.749,35 -47.471,69
- davon für Altersversorgung € 0 (Vj.: € 0)
-328.598,58 -335.978,91
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.764,00 -1.867,24
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -380.526,45 -227.971,22
- davon aus der Währungsumrechnung € 5 (Vj. € 0)
7. BETRIEBSERGEBNIS -853.797,81 -703.253,08
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen € 0 (Vj.: € 0)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -140.801,62 -63.609,36
- davon an verbundene Unternehmen € 54.621 (Vj.: € 45.597)
11. FINANZERGEBNIS -140.801,62 -63.609,36
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 0,00
13. ERGEBNIS NACH STEUERN -994.599,43 -766.862,44
14. Sonstige Steuern -30.516,24 0,00
14. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.025.115,67 -766.862,44

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022
Jahresergebnis -1.025.116 -766.862
Finanzergebnis 140.802 63.609
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.764 1.867
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-47 -973
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
223.843 19.273
Gezahlte Zinsen Dritte -86.181 -18.012
Gezahlte Zinsen verbundene Unternehmen -20.806 -44.553
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit -764.741 -745.651
Auszahlung für Sachanlagen 0 -7.853
Cashflow aus Investitionstätigkeit 0 -7.853
Einzahlungen durch Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen 785.000 340.000
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 785.000 340.000
Cashflow der Berichtsperiode 20.259 -413.504
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 7.785 421.289
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Berichtsperiode 28.044 7.785
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20.259 -413.504

1. Allgemeine Erläuterungen

Die Jackpot50 GmbH hat ihren Sitz in Ismaning und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts München (HRB 174667).

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsatzgesetzes (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes.

Die Jackpot50 GmbH erfüllt die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise über 3 bis 5 Jahre vorgenommen. Bei Änderung der den planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis zu EUR 250 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG i.V.m. § 252 Abs. 2 HGB im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von jeweils EUR 251 bis 1.000 werden unter Ausnutzung des Wahlrechts gemäß § 6 Abs. 2a EStG i.V.m. § 252 Abs. 2 HGB in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs und in den folgenden Jahren linear abgeschrieben wird, wobei die tatsächliche Nutzungsdauer oder das Ausscheiden eines Wirtschaftsgutes unberücksichtigt bleiben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags, wobei ggf. künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gegebenenfalls mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätzen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags bewertet. Bei einer Laufzeit von über einem Jahr werden Fremdwährungsforderungen mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Forderungsbegründung oder zum niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der Verbindlichkeit oder dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Gesellschaft ist zum Stichtag mit EUR 2.068.924 (Vj. EUR 1.043.809) buchmäßig überschuldet. Mit der Gesellschafterin Sport1 GmbH besteht eine qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung für sämtliche Forderungen gegen die Jackpot50 GmbH. Zum Stichtag betrug der Gesamtbestand aller Forderungen der Sport1 GmbH gegenüber der Jackpot50 GmbH EUR 1.760.322 (Vj. EUR 924.156). Außerdem besteht mit der mittelbaren Gesellschafterin Sport1 Medien AG eine Patronatserklärung zugunsten der Jackpot50 GmbH. Hierin verpflichtet sich die Sport1 Medien AG, dafür Sorge zu tragen, dass die Jackpot50 GmbH in der Weise finanziell ausgestattet bleibt, dass sie jederzeit zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Betrieb der Online-Casino-Plattform in Höhe von bis zu EUR 600.000 in der Lage ist. Zusätzlich hat die Sport1 Medien AG in der Patronatserklärung ein Volumen in Höhe von EUR 100.000 zur Verfügung gestellt zur Sicherung der eingezahlten Spieleinsätze der Kunden im Falle der Insolvenz der kontoführenden Bank. Zum Stichtag betrug der Gesamtbestand aller Forderungen der Sport1 Medien AG gegenüber der Jackpot50 GmbH EUR 342.390 (Vj. EUR 142.769).

Zum Berichtszeitpunkt Dezember 2024 standen Darlehen der unmittelbaren und mittelbaren Muttergesellschaft in Höhe von insgesamt 5,2 Mio. Euro zur Verfügung, die zu rund 3,5 Mio. Euro in Anspruch genommen sind. Aus den Darlehen stehen somit für das Geschäftsjahr 2025 noch rd. 1,7 Mio. zum Ausgleich eines negativen Cash-Flows zur Verfügung. Aufgrund der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft, bestehen auf den Darlehen von der mittelbaren und unmittelbaren Muttergesellschaft jeweils entsprechende Rangrücktritte. Die Planung für das Geschäftsjahr 2025 sieht vor, dass die Gesellschaft erstmals einen leicht positiven Cashflow erwirtschaften wird. Im Falle, dass nur die Hälfte der anvisierten Umsatzerlöse erwirtschaftet werden könnten, würde die Gesellschaft rund 0,7 Mio. Euro an Liquidität benötigen. Der nicht gezogene Teil vom Darlehensrahmen der mittelbaren Muttergesellschaft von rund 1,7 Mio. Euro würde diesen Bedarf ausreichend abdecken.

3. Sonstige Angaben

3.1 Erläuterungen zur Bilanz

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den Forderungen sind keine Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (Vj. EUR 0) enthalten. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind geleistete Kautionen in Höhe von EUR 50.000 ausgewiesen.

3.2 Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 297.800 0 0 297.800
297.800 0 0 297.800
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.687 0 0 9.687
9.687 0 0 9.687
GESAMTSUMME 307.487 0 0 307.487
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
Stand am 01.01.2023 AfA des GJ Abgänge Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240.000 0 0 240.000 57.800 57.800
240.000 0 0 240.000 57.800 57.800
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.122 2.764 0 4.886 4.801 7.565
2.122 2.764 0 4.886 4.801 7.565
GESAMTSUMME 242.122 2.764 0 244.886 62.601 65.365

3.3 Eigenkapital

Negatives Eigenkapital wird abgedeckt durch Darlehen mit Rangrücktritt durch die Sport1 GmbH, sowie mit einer Patronatserklärung durch die Sport1 Medien AG.

Es gibt keine Beträge, welche entsprechend § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegen.

3.4 sonstige Rückstellungen

2023 EUR 83.288
2022 EUR 83.879

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (EUR 35.658; VJ EUR 21.425), sowie ausstehende Rechnungen (EUR 8.768; VJ EUR 11.862) und nicht genommenem Urlaub (EUR 32.707; VJ EUR 44.351).

Alle Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.5 Verbindlichkeiten

2023 EUR 2.127.301
2022 EUR 1.084.054

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis 1 Jahr größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre gesicherte Beträge Gesamtbetrag Vorjahr
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten - - 0 0 0 -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen . und Leistungen 15.436 15.436 0 0 0 10.979
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.106.064 2.106.064 0 0 0 1.067.083
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.801 5.801 0 0 0 5.991
Summe 2.127.301 2.127.301 0 0 0 1.084.054

3.6 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 231.443 (VJ EUR 11.094

davon aus Darlehen EUR 1.874.621 (VJ EUR 1.055.806)

2023 EUR 2.106.064
2022 EUR 1.067.083

3.7 Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres war zum Geschäftsführer bestellt:

Sven Steil (bis 02. Februar 2024)

Dr. Matthias Kirschenhofer (ab 02. Februar 2024)

3.8 Anzahl Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 4 Mitarbeiter (VJ 3) beschäftigt. Zum Stichtag waren von 4 (VJ 4) ein Mitarbeiter als leitende Angestellte tätig.

3.9 Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 verfügt die Jackpot50 GmbH zusammen mit der Sport1 Medien AG über einen Avalrahmen in Höhe von TEUR 5.000. Dieser Avalrahmen dient ausschließlich zur Übernahme einer Bürgschaft zur Sicherstellung des Antrags auf Erlaubnis zur Veranstaltung von virtuellen Automatenspielen der Jackpot50 GmbH. Für die Erfüllung der Verpflichtungen aus diesem Avalrahmenvertrag haften zudem zwei Schwestergesellschaften als Gesamtschuldner im Wege des Schuldbeitritts.

3.10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen in Höhe von:

sonstige finanzielle Verpflichtungen kleiner als 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre größer als 5 Jahre Summe
EUR EUR EUR EUR
Miete/Versicherungen/Sonstiges 423.688 0 0 423.688
Beratung 96.000 0 0 96.000
KFZ-Leasing 9.706 16.986 0 26.692
Gesamt 529.394 16.986 0 546.380

Da den sonstigen finanziellen Verpflichtungen vertragliche Vereinbarungen zu Grunde liegen, ist von einer Inanspruchnahme auszugehen. Bei der Ermittlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden keine Abzinsungen vorgenommen.

3.11 Honorare des Abschlussprüfers

Von der Befreiungsmöglichkeit nach § 285 Nr. 17 HGB wird Gebrauch gemacht.

4. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Jackpot50 GmbH wird in den IFRS-Konzernabschluss der Sport1 Medien AG, Ismaning, einbezogen. Der IFRS-Konzernabschluss der Sport1 Medien AG wird im Unternehmensregister (https://www.unternehmensregister.de/ureg/) veröffentlicht.

Mutterunternehmen des kleinsten Konsolidierungskreises ist die Sport1 Medien AG, Ismaning. Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die Highlight Event and Entertainment AG, Pratteln/Schweiz. Der Geschäftsbericht der Highlight Event and Entertainment AG wird auf deren Internetseite (https://www.hlee.ch/Geschaeftsberichte.htm) veröffentlicht.

5. Nachtragsbericht

Seit dem 03. April 2023 ist die Jackpot50 GmbH im Besitz der Erlaubnis der Gemeinsamen Glückspielbehörde der Länder (GGL) für das Betrieben von virtuellen Automatenspielen.

Im Februar 2024 wurde Herr Dr. Matthias Kirschenhofer Geschäftsführer anstelle von Herrn Sven Stiel.

Im Juli 2024 wurde die Jackpot50 GmbH konzernintern von der Sport1 GmbH zur Sport1 Holding GmbH übertragen.

Im Oktober 2024 wurde der Softlaunch der Plattform gestartet.

 

Ismaning, 10. Dezember 2024

Jackpot50 GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Matthias Kirschenhofer

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