Magic Sports Media GmbH
Selbe AdresseVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Dr. Kirschenhofer seit 2.2.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Highlight Communications AG | 75.00% |
AM Portfolio AG | 21.25% |
West Portfolio AG | 3.75% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jackpot50 GmbHIsmaningJahresabschluss 2023Jahresabschluss und LageberichtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Jackpot50 GmbH1. Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell des UnternehmensDie Jackpot50 GmbH ist seit Juli 2024 eine 75-prozentige
Tochtergesellschaft der Sport1 Holding GmbH (vorher eine
75-prozentige Tochtergesellschaft der Sport1 GmbH) und wird
in den Konzernabschluss der Sport1 Medien AG einbezogen.
Die Jackpot50 GmbH betreibt eine Plattform für
virtuelle Automatenspiele und ist seit dem 3. April 2023 im
Besitz der entsprechenden Erlaubnis der Gemeinsamen
Glückspielbehörde der Länder (GGL). Seit
Erteilung der Konzession wird die Jackpot50 GmbH auf der
gemeinsamen amtlichen Liste (Whitelist) der GGL mit Sitz in
Halle an der Saale geführt, die die in Deutschland
lizenzierten Veranstalter und Vermittler von
Glücksspielen enthält, die über eine
Erlaubnis oder Konzession nach dem
Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) 2021
verfügen. Im Geschäftsjahr 2023 war die Jackpot50
noch nicht operativ tätig, sondern befasste sich
intensiv mit dem Aufbau der iGaming-Plattform Jackpot50.de.
Der offizielle Plattform-Launch ist noch im Dezember 2024
geplant.
Wesentliche Finanzierungsquelle sollen künftig
sein, die nicht ausbezahlten bzw. nicht gewonnenen
Spieleinsätze der Endkunden. Zu den wesentlichen
Aufwandspositionen gehören unter anderem die
Lizenzkosten für die Spiele, die Kosten der Plattform,
die Kosten des Zahlungsdienstleister, die Marketingkosten
und die Steuern. Die Finanzierung der Gesellschaft wird
durch den Sport1 Medien Konzern bzw. deren Gesellschafter
sichergestellt.
1.2 Steuerungssystem und Leistungsindikatoren1.2.1 Finanzielle LeistungsindikatorenZur Steuerung und Überwachung des
Geschäftsbetriebes der Jackpot GmbH finden folgende
finanzielle Steuerungsgrößen Anwendung: Der
Gross Gaming Revenue (GGR) und der Net Gaming Revenue
(NGR). Der GGR berechnet sich wie folgt: Einsätze der
Spieler abzüglich der ausgeschütteten Gewinne.
Der NGR ergibt sich aus dem GGR abzüglich der
Lotteriesteuer und Boni. Die Kennzahlen werden sowohl
wöchentlich auf Unternehmensebene als auch monatlich
den Vorjahreswerten sowie den Daten der Jahresplanung
gegenübergestellt. Über die finanziellen
Leistungsindikatoren wird nach dem operativen Start
Plattform berichtet. Für die Geschäftsjahre 2022
bis 2024 erfolgte die Steuerung noch über das
Jahresergebnis.
1.2.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und ErfolgsfaktorenÜber die finanziellen Steuerungsgrößen
hinaus sind nicht-finanzielle Leistungsindikatoren bzw.
Erfolgsfaktoren für die Performance des Unternehmens
von zentraler Bedeutung. Wichtigste nicht-finanzielle
Leistungsindikatoren sind dabei die Conversion Rate, Churn
Rate und die Click Through Rate.
Conversion RateDie Conversion Rate gibt an, wie viele der registrierten
User tatsächlich auch erste Einzahlungen vornehmen.
Churn RateDer Begriff Churn Rate (Spielerabwanderung) beschreibt
die Rate, mit der Spieler ein Online-Casino nach der
Registrierung und der ersten Einzahlung verlassen oder
aufgeben.
Click Through RateAls Click Through Rate (CTR) bezeichnet man im
Online-Marketing eine Kennzahl, mit der das Verhältnis
zwischen der Anzahl der Impressions und Anzahl der
erfolgten Klicks auf ein Werbemittel oder einen Link
bezeichnet wird. Je höher die CTR ausfällt, desto
mehr User haben ein Werbemittel bzw. einen Link geklickt.
1.3 Rechtliche EinflussfaktorenDie Jackpot GmbH hat eine Vielzahl gesetzlicher
Vorschriften zu befolgen. Insbesondere die Vorschriften aus
der vierten Fassung des Glückspielstaatsvertrags,
welcher am 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Unter diesem
wurden bislang 39 Lizenzen für private Anbieter von
virtuellen Automatenspiele vergeben (Stand: 11. November
2024)
1.
2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliches UmfeldGemäß den im Januar 2024
veröffentlichten Berechnungen des Internationalen
Währungsfonds (IWF) sank die weltweite
Weltwirtschaftsleistung im Jahr 2023 auf 3,1%. Damit bleibt
die globale Wirtschaftsleistung 2023 unter dem bisherigen
Durchschnitt (2000 - 2019), der bei 3,8% liegt.
Als Gründe für dieses geringe
Wirtschaftswachstum führt die Organisation vor allem
an, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin nur langsam von
den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Folgen des
UkraineKriegs erholt. Hinzu kommen neue geopolitische
Spannungen und die geldpolitischen Straffungen der
Zentralbanken im Kampf gegen die hohe Inflation. Die
globale Inflation ist nach Daten des IWF im Jahr 2023 auf
6,8% gesunken.
Die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer
kann für 2023 ein Wachstum von 4,1% aufweisen. Die
wachstumsstärkste Nation dieser Gruppe war Indien mit
einem Wirtschaftswachstum von 8,4% im Jahr 2023.
Die Konjunktur in den Industrienationen verzeichnete im
Jahr 2023 eine Wachstumsrate von 1,6%, was gegenüber
dem Vorjahr einen deutlichen Rückgang darstellt (2022:
2,6%). Auch für das nächste Jahr erwartet der IWF
ein schwaches Wachstum von 1,5%. Für die Eurozone
ermittelte der IWF im Jahr 2023 ein Plus von 0,5% (2022:
3,4%). Die US-amerikanische Wirtschaft verzeichnete 2023
ein Wachstum von 2,5%.
Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft ist
nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts
(Destatis) 2023 um 0,3% gesunken (2022: +1,8%). Die
gesamtwirtschaftliche Lage im Deutschland war geprägt
von den nach wie vor hohen Preisen, die die Konjunktur
dämpften. Hinzu kamen steigende Zinsen und eine
geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte
sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen
Einbruch der Corona-Pandemie nicht weiter fort.
Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF -
International Monetary Fund), World Economic Outlook,
30.01.2024; Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO),
Konjunkturprognose, 13.12.2023; Statistisches Bundesamt,
Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland, 15.01.2024;
Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung
(WIFO), WIFO-Konjunkturprognose, 21.12.2023.
2.2 Marktumfeld I-Gaming in DeutschlandLaut jüngsten Erhebungen des deutschen
Marktstudienanbieters research tools verzeichnet das
Online-Glücksspiel eine zunehmende Popularität.
Das Unternehmen hat zuletzt insbesondere die Kundentreue
der Online-Spieler untersucht. Dabei wurde jedoch nicht
nach legalen und illegalen Angeboten unterschieden und es
wurden insgesamt 13 Produktgruppen untersucht.
Demnach liege das klassische Lotto zwar weiterhin auf
dem ersten Platz der am häufigsten genutzten
Glücksspiel-Produkte, Online-Spielotheken und
Online-Casinos seien für Glücksspieler
mittlerweile aber die zweite Wahl. Dabei seien
Online-Spielautomaten, Poker und andere Kartenspiele - also
Bankhalterspiele wie Blackjack oder Baccara - besonders
beliebt.
Hohe Kundenbindung: 53% der Glücksspieler bleiben
ihrem Anbieter treu. Das Marktforschungsinstitut hat die
aktiven Glücksspieler auch nach ihren
Beweggründen bei der Anbieter- und Produktwahl
befragt. Für einen großen Teil der Befragten
spielten persönliche Empfehlungen Dritter eine
besonders wichtige Rolle.
Dies treffe im Vergleich insbesondere für
Automatenspieler zu. Haben sie sich einmal für einen
Anbieter entschieden, bleibe die Mehrheit der Spielerinnen
und Spieler diesem langfristig treu.
Insgesamt 53% der Befragten hätten angegeben,
innerhalb der gleichen Produktgruppe bei mehrmaliger
Spielteilnahme bei demselben Anbieter zu spielen. 42% der
Befragten hätten bislang erst ein einziges Mal
Online-Glücksspiel gespielt und könnten diese
Frage daher nicht beantworten. Lediglich 5% jedoch
hätten angegeben, für die gleiche Art von Spiel
regelmäßig den Anbieter zu wechseln.
Erkenntnisse zu den Nutzern von Online-Spielautomaten:
In seinen Erhebungen unterscheidet research tools auch
nicht konkret zwischen legalen und illegalen
Online-Spielhallen. Insgesamt aber kam das Unternehmen
betreffend die Nutzer von Online-Spielautomaten zu
folgenden weiteren Ergebnissen:
Zunehmender Konkurrenzdruck unter den Anbietern. Laut
Marktforschungs-Experten zeigen die jüngsten
Ergebnisse von research tools vor allem, dass der
Online-Glücksspielmarkt zunehmend kompetitiver werde.
Da immer mehr neue Betreiber auf den Markt kämen,
werde es für den einzelnen Anbieter zunehmend
schwieriger, Spieler auf sich aufmerksam zu machen und
langfristig zu halten.
Bonusangebote spielen daher eine wichtige Rolle bei der
Gewinnung und Bindung neuer Spielerinnen und Spieler.
Allerdings wird auch hier nicht zwischen in Deutschland
legalen und illegalen Anbietern unterschieden.
2
2 Quelle:
https://casino-gesetze.de/news/online-gluecksspiel-laut-neuer-studie-zunehmend-beliebter
Branchenspezifische Rahmenbedingungen, operative Entwicklung und Analyse der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren2.2.1 Branchenspezifische RahmenbedingungenIm Jahr 2023 verzeichnete der legale
Glücksspielmarkt in Deutschland ein bemerkenswertes
Wachstum. Die GGL, die als Erlaubnis- und
Aufsichtsbehörde für
länderübergreifende Glücksspielangebote
insbesondere im Internet den länderübergreifenden
Glücksspielmarkt in Deutschland reguliert, berichtete,
dass die Anzahl der lizenzierten Anbieter auf 142 gestiegen
ist -wobei 39 neue Betreiber hinzugekommen sind, die nun
länderübergreifend Glücksspiele anbieten
dürfen. Dieses Wachstum spiegelt die erfolgreiche
Umsetzung des Kanalisierungsauftrags wider.
Dieser hatte das Ziel, illegale Anbieter in den legalen
Markt zu überführen. Die ehemals illegalen
Anbieter stehen jetzt unter der strengen Aufsicht der GGL
und müssen sich an die geltenden Regulierungen halten.
Anbieter, die gegen diese Vorschriften verstoßen,
müssen mit ernsthaften aufsichtsrechtlichen
Konsequenzen rechnen, einschließlich des
möglichen Widerrufs ihrer Lizenz.
Im Jahr 2023 verzeichnete der legale
Glücksspielmarkt in Deutschland einen Anstieg der
Bruttospielerträge um 2% auf insgesamt 13,7 Milliarden
Euro. Die Online-Glücksspielanbieter trugen dazu 3,0
Milliarden Euro bei, was 22% des Gesamtmarktes ausmacht.
Sportwetten hatten den größten Marktanteil, mit
Bruttospielerträgen von 1,8 Milliarden Euro.
Dies entspricht einem Anstieg von 400 Millionen Euro im
Vergleich zum Vorjahr. Virtuelle Automatenspiele und
Online-Poker machten 3% des legalen Glücksspielmarktes
aus und generierten Einnahmen von 400 Millionen Euro. Diese
positiven Entwicklungen zeigen das Wachstum und die
Stabilität des Marktes. Diese positiven Entwicklungen
zeigen das Wachstum und die Stabilität des Marktes.
Die GGL hat im Jahr 2023 umfassende Maßnahmen
gegen illegales Glücksspiel ergriffen. Dies umfasste
die Untersuchung von 438 Verdachtsfällen auf
unerlaubtes Glücksspiel oder Werbung dafür. Dabei
wurden 133 Untersagungsverfügungen erlassen und in 104
Fällen Strafanzeigen gestellt. Ein zentrales
Instrument war das Payment-Blocking, das Zahlungen an
illegale Glücksspielanbieter über bekannte
Zahlungsdienstleister unterband.
Herausforderungen gab es jedoch bei der Durchsetzung von
Netzsperren, da mehrere Gerichte die Anordnungen der GGL
zur Sperrung illegaler Glücksspielseiten aufhoben.
Trotz dieser Hürden konnte die GGL bedeutende
Fortschritte im Kampf gegen illegales Glücksspiel
erzielen. So konnte die GGL dafür sorgen, dass auf dem
Markt nur noch seriöse Online-Casinos verfügbar
sind.
3
2.2.2 Operative EntwicklungIm Berichtsjahr war die Jackpot50 mit dem Aufbau der
Plattform und der Anbindung der Dienstleister
beschäftigt. Der Plattform-Launch ist im Berichtsjahr
noch nicht erfolgt.
2.2.3 Analyse der finanziellen LeistungsindikatorenDer operative Start der Plattform ist in der
Berichtsperiode noch nicht erfolgt. Somit betrugen der GGR
und NGR Null Euro.
3 Quelle:
https://www.onlinecasinosdeutschland.de/news/taetigkeitsbericht-der-ggl-2023/
2.2.4 Analyse der nicht-finanziellen LeistungsindikatorenDer operative Start der Plattform ist in der
Berichtsperiode noch nicht erfolgt.
2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage für das Geschäftsjahr 20232.3.1 ErtragslageDie Geschäftsführung ging im
ursprünglichen Business Case, basierend auf einem
Going Live der iGaming-Plattform Mitte 2023, von
Umsatzerlösen in Höhe von 4,4 Mio. Euro aus.
Aufgrund von Verzögerungen beim Aufbau der Plattform
verschob sich der Start der Plattform in das Jahr 2024 und
es wurden somit im Berichtsjahr keine Umsatzerlöse
erzielt. Aus diesem Grund lagen auch die
Betriebsaufwendungen in Berichtsperiode mit 0,9 Mio. Euro
unter dem geplanten Kosten in Höhe von rund 2,3 Mio.
Euro.
Folglich wurde das ursprünglich geplante EBIT mit
2,1 Mio. Euro nicht erreicht. Für das Berichtjahr lag
das EBIT aufgrund der fehlenden Erlöse bei -0,9 Mio.
Euro. Die wesentlichen Betriebsaufwendungen im Jahr 2023
waren Material- und Lizenzaufwand in Höhe von 0,1 Mio.
Euro, Personalaufwand in Höhe von in Höhe von 0,3
Mio. Euro sowie sonstige betrieblichen Aufwendungen in
Höhe von 0,4 Mio. Euro.
2.3.2 VermögenslageDas Anlagevermögen der Gesellschaft beträgt
0,1 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro) und beinhaltet aktivierte
Lizenzen, Software und Büromobiliar.
Das Umlaufvermögen beinhaltet Forderungen und
Zahlungsmittel und betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023
0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2022: 0,1 Mio. Euro).
Das Eigenkapital weist einen Fehlbetrag von 2,1 Mio.
Euro aus, wird aber durch Rangrücktritte auf
Gruppendarlehen abgedeckt.
Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind um
1,0 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro gestiegen. Dies ist im
Wesentlichen auf weitere Ausreichungen von Gruppendarlehen
zurückzuführen, zwecks der Finanzierung des
Aufbaus der Plattform.
2.3.3 FinanzlageAufgrund des noch nicht operativen Starts der Plattform
resultierte in der Berichtsjahr ein negativer operativer
Cashflow in Höhe von 0,8 Mio. Dementsprechend
resultierte ein positiver Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit in Höhe von 0,8 Mio. Euro.
Da in der Berichtsperiode keine Investitionen getätigt
wurden, resultierte ein Cashflow aus
Investitionstätigkeit in Höhe von 0 Euro.
Zum Stichtag erhöhte sich der Finanzmittelfonds -
bestehend aus liquiden Mitteln aus Bargeld und Guthaben bei
Kreditinstituten - leicht um rund 20 TEUR auf 28 TEUR. Die
Finanzierung der laufenden Kosten in den
Geschäftsjahren 2023 bis 2024 erfolgte durch Darlehen
der Gesellschafter, die zum 31.12.2023 in Höhe von 1,8
Mio. Euro in Anspruch genommen wurden.
Zum Berichtszeitpunkt Dezember 2024 standen Darlehen der
unmittelbaren und mittelbaren Muttergesellschaft in
Höhe von insgesamt 5,2 Mio. Euro zur Verfügung,
die zu rund 3,5 Mio. Euro in Anspruch genommen sind.
Aufgrund der bilanziellen Überschuldung der
Gesellschaft, bestehen auf den Darlehen von der mittelbaren
und unmittelbaren Muttergesellschaft jeweils entsprechende
Rangrücktritte.
Des Weiteren verfügt die Jackpot50 GmbH über
einen vollausgenutzten Avalrahmen von eine Bank in
Höhe von 5 Mio. Euro. Diese Aval ist bei Amtsgericht
Halle hinterlegt. Dieser Avalrahmen dient
ausschließlich zur Übernahme einer
Bürgschaft zur Sicherstellung des Antrags auf
Erlaubnis zur Veranstaltung von virtuellen Automatenspielen
der Jackpot50 GmbH. Für die Erfüllung der
Verpflichtungen aus dem Avalrahmenvertrag haften die
mittelbare Muttergesellschaft sowie zwei
Schwesterngesellschaften der Jackpot50 GmbH als
Gesamtschuldner im Wege eines Schuldbeitritts.
3. Risiko- und Chancenbericht3.1 Chancen- und RisikomanagementsystemUnternehmerisches Handeln und die Wahrnehmung von
Chancen sind stets auch mit Risiken verbunden. Zum Schutz
des Fortbestands der Gesellschaft, wie auch zur
Unterstützung bei der Erreichung der
Unternehmensziele, wurde über die Sport1 Medien AG ein
integriertes, unternehmensweites Risikomanagementsystem
(RMS) implementiert.
3.2 Risikobericht3.2.1 Angaben zu den einzelnen RisikenAus der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit in
Verbindung mit dem Schadensmaß ergeben sich folgende
Risikostufen:
Aus dem möglichen Bruttoschaden, der
Eintrittswahrscheinlichkeit und der Wirkung der
Maßnahmen ergibt sich das Nettorisiko. Zur besseren
Gliederung werden Risiken in die Kategorien Risiken aus der
Regulierung, Geschäfts- und Marktrisiken, Betriebs-,
Finanz-, Rechts- und Compliance-Risiken eingeteilt.
Insbesondere Risiken außerhalb des
Einflussbereichs der Gesellschaft und Risiken, die sich aus
der gesetzlichen Regulierung (z.B. einer gesetzlichen
Einschränkung der Bewerbung einzelner Produktgruppen)
ergeben, lassen sich häufig nicht aktiv steuern und
vermeiden. Weiterhin werden Risiken mit kleiner bzw. nicht
messbarer Eintrittswahrscheinlichkeit bei gleichzeitig
möglicherweise großer Auswirkung nicht
zuverlässig erfasst. Hierunter fallen unerwartete und
unabwendbare Ereignisse (höhere Gewalt).
Nachfolgend werden einzelne Risiken und deren
Risikofaktoren sowie deren Auswirkungen dargestellt. Die
Darstellung erfolgt gruppiert nach den Risikokategorien des
RMS, jedoch auf einem höheren Aggregationsgrad.
Innerhalb einer Kategorie sind die Risiken zuerst genannt,
deren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage als am größten eingestuft werden.
Wird bei der Einstufung des Risikos kein Bezug auf die
getroffenen Maßnahmen angegeben, so handelt es sich
um die Einstufung als Bruttorisiko. Kann ein Risikofaktor
den Fortbestand einer wesentlichen Organisationseinheit
gefährden, wird im Folgenden darauf hingewiesen.
Gleiches gilt, wenn ein Risiko den Fortbestand des
Unternehmens gefährdet.
Risiken aus der RegulierungDie Geschäftsmodelle der Jackpot GmbH sind stark
von der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und den
regulatorischen Eingriffen der öffentlichen Verwaltung
abhängig. Regulatorische Eingriffe, Änderungen in
der Gesetzgebung oder Verwaltungsverfahren können sich
negativ auf die Kosten- oder Erlösstruktur auswirken.
Folgende Faktoren beeinflussen dieses Risikonennenswert:
Mit Blick auf die Bewerbung von lizenzierten und damit
legalen Glücksspielangeboten in Deutschland, die
mittlerweile umfassend gesetzlich geregelt ist, sind
aktuell zwei Aspekte zu beachten: So bildet sich zum einen
eine Rechtsanwendungspraxis durch die für die
Glücksspielaufsicht zuständige neu geschaffene
Behörde gerade erst aus, was zu Verunsicherungen im
Markt führen kann - beispielsweise bei der noch
unklaren Abgrenzung weniger regulierter Sponsorings von
stärker regulierter Werbung. Zum anderen erfolgt eine
umfassende Evaluierung des in Deutschland seit 2021
geltenden Glücksspielstaatsvertrags, in dessen Zuge
insbesondere auch untersucht werden soll, inwieweit
Glücksspielwerbung in Fernsehen und Internet einer
gewünschten Kanalisierung auf legale Angebote dient
und inwieweit ein Spannungsverhältnis zur ebenfalls
beabsichtigten Suchtprävention besteht. Das Ergebnis
könnte zu Anpassungen in den bestehenden
Werbebestimmungen führen. Die Untersuchung soll auch
Sonderaspekte wie sog. "werbende Berichterstattung" und
Sonderwerbemaßnahmen, wie die Gewährung von Boni
und Rabatten, untersuchen. Auch diesbezüglich besteht
die Möglichkeit, dass Werbevorschriften angepasst
werden, was direkte und indirekte Auswirkung auf
Werbebuchungen haben kann. Ebenso kann die Evaluierung zu
neuen nicht werbebezogenen Vorschriften für die
Anbieter des jeweiligen Glücksspielangebots
führen (z.B. Einzahlungslimits etc.), was deren
Umsätze und damit auch Höhe von deren
Werbeausgaben beeinträchtigen könnte.
Der Entwurf für die ePrivacy-Verordnung, die unter
anderem den Einsatz von Cookies und ähnlicher
Technologien, die Zulässigkeit der Erstellung von
Nutzerprofilen (Tracking, Profiling, Retargeting) oder
Maßnahmen zur Nutzung personenbezogener Daten
regulieren soll, ist nach wie vor im Gesetzgebungsverfahren
der EU anhängig (aktuell: Trilogverhandlungen).
Angesichts einiger Streitpunkte hinsichtlich des
aktuellen Verordnungstextes schreiten diese aber nicht so
schnell voran, wie die portugiesische
Ratspräsidentschaft das Thema ePrivacy im Jahr 2021
zuletzt vorangetrieben hat. Jedenfalls ist ein
Inkrafttreten der ePrivacy-VO im Jahr 2023 nicht erfolgt
und auch im Jahr 2024 ist nicht mit einem Inkrafttreten zu
rechnen. Unter Berücksichtigung einer
Übergangszeit von möglichen 24 Monaten ab
Inkrafttreten ergäbe sich damit ein Geltungsbeginn
etwaiger Neuregelungen nicht vor Ende 2026. Zurzeit ist der
Gesetzestext noch in der Finalisierung. Wann der finale
Text und damit der Beginn der Übergangszeit vorliegt
ist noch unklar.
Das Inkrafttreten der europäischen KI-Verordnung am
01. August 2024 führt zu verschärften
Anforderungen an die Nutzer von KI-Systemen, insbesondere
in den Bereichen Informationspflichten und Prüfungen
über die datenschutzrechtliche Zulässigkeit vor
einer Inbetriebnahme. Die Prüfung ist insbesondere
erforderlich, um der Rechenschaftspflicht nachzukommen und
erfordert jedenfalls in Abhängigkeit des Risikos der
KI-Systeme eine Datenschutzfolgenabschätzung. Auch
sind die Einsatzmöglichkeiten sowie die rechtlichen
Anforderungen bei der Implementierung zu beachten. Weiter
ist eine Datenschutzfolgenabschätzung beim Einsatz
eines KI-Systems in Betracht zu ziehen, wobei die
grundsätzliche Anwendbarkeit der KI-Verordnung auf ein
System zu prüfen ist. Die relevanten Vorschriften der
KI-Verordnung gelten ab 02. Februar 2025 bzw. 02. August
2025.
Mit dem Regierungsentwurf zu Änderungen des
geltenden deutschen Bundesdatenschutzgesetzes vom 27.
März 2024 sind insbesondere in den Bereichen Personal
und der gemeinsamen Verantwortlichkeit Änderungen
verbunden.
Darüber hinaus soll Rechtssicherheit für ein
verbraucherschützendes Scoring geschaffen werden. Im
Mai 2024 fand die erste Lesung statt. Eine Verkündung
ist noch nicht absehbar. Die Änderungen sollen im
Folgequartal auf die Verkündung Inkrafttreten.
Mit dem EU Data Act, der im November 2023 verabschiedet
wurde, mit einer Umsetzungsfrist von zwei Jahren, wird der
Zugang zu Daten und die Weiterleitung der Daten an Dritte
geregelt. Dieses führt zu neuen Regelungen in den
Bereichen Zugang und Weiterleitung personenbezogener Daten,
bei gleichzeitiger Beachtung der Grundsätze der
Datenminimierung und Datenschutz durch Technikgestaltung /
datenschutzfreundliche Voreinstellungen. Wie dieses
technisch umgesetzt werden soll, ist auch noch in
Abstimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden.
Angesichts der möglichen Auswirkungen sowie
empfindlicher Bußgeldandrohungen bei potenziellen
Verstößen gegen einzelne Vorschriften ist dieses
Risiko insgesamt als erheblich einzustufen (Vj. erhebliche
Stufe).
Geschäfts- und MarktrisikenIntensiver Wettbewerb beim Absatz der ProdukteDie Umsatzplanung der Gesellschaft unterstellt bestimmte
User-Zahlen, Conversion Rates, Churn Rates etc.
Signifikante Abweichungen von diesen Planzahlen können
Einfluss auf den Umsatz der Gesellschaft haben.
Dabei sind folgende Faktoren nennenswert: Es besteht ein
nicht unerheblicher Wettbewerb auf dem Markt von virtuellen
Automatenspielen in Deutschland. Zurzeit gibt es 39
staatlich lizenzierte Online-Casinos und zukünftig
könnten noch mehrere hinzukommen. Des Weiteren
operieren auf dem deutschen Markt auch Online-Casinos,
welche nicht über eine GGL-Erlaubnis verfügen. Es
handelt sich dabei um den Schwarzmarkt in Deutschland.
Da insbesondere die User-Zahlen, Conversion Rates, Churn
Rates etc. für die Höhe der erzielbaren
Erlöse maßgeblich sind, ist die Jackpot50 GmbH
bestrebt, ihre Marktanteile über besondere Angebote zu
halten und zu steigern.
Insgesamt wird dieses Risiko als erheblich eingestuft
(Vj. erhebliche Stufe).
RechtsrisikenDie Gesellschaft ist einer Vielzahl von rechtlichen
Risiken ausgesetzt. Die Ergebnisse von gegenwärtig
anhängigen bzw. künftigen Verfahren können
oft nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, so dass
aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen
Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die
nicht oder nicht in vollem Umfang durch
Versicherungsleistungen gedeckt sind und sich nachteilig
auswirken könnten.
Im Rahmen der juristischen Unterstützung der
operativen Geschäftstätigkeit werden rechtliche
Risiken identifiziert und bezüglich ihrer
Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkung
qualitativ und quantitativ bewertet.
Aufgrund der getroffenen Einschätzungen und
Maßnahmen wird das Risiko als klein eingestuft (Vj.
kleine Stufe).
BetriebsrisikenIT-InfrastrukturUm einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu
gewährleisten, ist die Sport1 GmbH auf das
störungsfreie Funktionieren ihrer IT-Systeme
angewiesen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass trotz
Sicherheitsmaßnahmen wie Zutritts-Kontrollsystemen,
Notfallplänen und unterbrechungsfreier Stromversorgung
kritischer Systeme, Backup-Systemen sowie
regelmäßigen Datenspiegelungen kein
hinreichender Schutz vor Schäden aus dem Ausfall ihrer
IT-Systeme besteht. Alle notwendigen und vorhersehbaren
Vorfälle werden vom Operations-IT-Team erfasst und mit
Reaktionsroutinen zur Schadensvermeidung belegt.
Sollte es zu einem Ausfall von IT-Systemen, einem
Entwenden von Unternehmensdaten oder einer Manipulation der
Unternehmens-IT kommen, könnte dies negative
Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb und damit auf
das Ergebnis haben.
Die Risiken bezüglich unberechtigter Zugriffe auf
Unternehmensdaten werden durch den Einsatz von
Virenscanner- und Firewall-Systemen weitestgehend
unterbunden. Darüber hinaus werden im Konzern
Maßnahmen ergriffen, um die vorhandene
IT-Service-Landschaft auf aktuellem technologischem Stand
zu halten und dem Überalterungsprozess der
Geräte- und Programmtechnik entgegenzuwirken.
Senderelevante Technik ist häufig redundant vorhanden
und deren Funktionsweise wird zeitnah überwacht.
Zusätzlich wurde ein Großteil der
betrieblichen Hardware-Infrastruktur im Rahmen eines
"Platform as a Service"-Vertrags an einen externen
Dienstleister vergeben, welcher alle sicherheitsrelevanten
Standards, kontinuierliche Erneuerung der Hardware und die
Haftung bei Betriebsausfällen mit entsprechenden
Versicherungen vertraglich übernommen hat.
Unter Berücksichtigung der Effekte der
Gegenmaßnahmen ist das Risiko auf einer mittleren
Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe).
Qualifiziertes PersonalDer zukünftige Erfolg der Gesellschaft hängt
in erheblichem Umfang von der Leistung ihrer
Führungskräfte sowie ihrer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter ab. Es besteht ein starker und zunehmender
Wettbewerb um Personal, das über die entsprechenden
Qualifikationen und Branchenkenntnisse verfügt.
Die Attraktivität als Arbeitgeber ist einer der
entscheidenden Erfolgsfaktoren für den Konzern, um
qualifiziertes und motiviertes Personal zu gewinnen und vor
allem zu halten. Die Abwanderung von qualifiziertem
Personal oder Personen in Schlüsselpositionen
könnte zum Verlust von Knowhow führen und
ungeplante Kosten für die Rekrutierung sowie die
Einarbeitung von neuem Personal erzeugen und damit negative
Auswirkungen auf das Ergebnis haben.
Um dieses Risiko zu minimieren, werden
regelmäßig Zielerreichungs- und
Feedback-Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern geführt. Zudem bietet die Gesellschaft
ein modernes Arbeitsumfeld, eine leistungsgerechte
Kompensation und gezielte Möglichkeiten zur fachlichen
und persönlichen Weiterentwicklung an. Um die
Attraktivität als Arbeitgeber im Bewerbermarkt weiter
zu erhöhen, wurde verstärkt in soziale Netzwerke
und Karriereseiten investiert.
Insgesamt ist dieses Risiko auf einer kleinen Stufe
einzuordnen (Vj. kleine Stufe).
VersicherungsschutzDie Gesellschaft entscheidet über Art und Umfang
des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer
kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse, um so
wesentlichen Risiken abzudecken. Die Gesellschaft kann
jedoch nicht gewährleisten, dass ihr keine Verluste
entstehen oder dass keine Ansprüche erhoben werden,
die über den Umfang des bestehenden
Versicherungsschutzes hinausgehen.
Sollte der Gesellschaft materielle Schäden
entstehen, gegen die kein oder nur ein unzureichender
Versicherungsschutz besteht, könnte dies negative
Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Im Schadensfall
müssten Ansprüche Dritter oder
Ersatzinvestitionen aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Um dieses Risiko zu minimieren, prüft der Konzern
regelmäßig seine bestehenden
Versicherungspolicen und gleicht sie mit möglichem
aktuellem Anpassungsbedarf ab.
Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe
einzuordnen (Vj. mittlere Stufe).
Compliance-RisikenCompliance ist als Bestandteil der Unternehmenskultur im
täglichen Handeln selbstverständlich. Dennoch hat
das Management grundsätzlich keine Möglichkeit,
die Tätigkeiten von Mitarbeitern, Vertretern und
Partnern bei der Geschäftsanbahnung mit Kunden
vollumfassend zu überwachen. Sollte sich
herausstellen, dass Personen, deren Handeln der
Gesellschaft zuzurechnen ist, unlautere Vorteile im
Zusammenhang mit der Geschäftsanbahnung
entgegennehmen, gewähren oder sonstige korrupte
Geschäftspraktiken anwenden, könnte dies zu
rechtlichen Sanktionen nach deutschem Recht sowie nach dem
Recht anderer Staaten führen, in denen die
Gesellschaft geschäftlich aktiv ist. Als mögliche
Sanktionen können dabei unter anderem erhebliche
Geldbußen verhängt werden, aber auch der Verlust
von Aufträgen drohen. Dies könnte sich nachteilig
auf das Ergebnis auswirken und zu Reputationsschäden
der Gesellschaft führen.
Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung
(DSGVO) können Bußgelder bis zu 20 Mio. Euro
oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4 Prozent des
gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im
vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher
Wert der höhere ist, nach sich ziehen. Zudem
können nicht DSVGO-konforme Prozesse auch stillgelegt
werden. Die Gesellschaft hat ihre Prozesse
grundsätzlich datenschutzkonform ausgestaltet und
zudem unterstützt ein externer Datenschutzbeauftragter
die Einhaltung der Datenschutzvorschriften.
Trotz der vorhandenen Maßnahmen ist der Eintritt
von Compliance Risiken möglich, welche aufgrund der
verschärften Sanktionen eine negative Entwicklung auf
die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben
könnte.
Aus diesem Grund sieht die aktuelle Bewertung des
allgemeinen Compliance Risiko eine Einstufung zu einem
mittleren Risiko vor (Vj. mittlere Stufe).
Finanzielle RisikenLiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken ergeben sich, wenn die
Auszahlungsverpflichtungen der Gesellschaft nicht aus
vorhandener Liquidität oder durch entsprechenden
Kreditlinien gedeckt werden können. Die Finanzierung
der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 erfolgte
über weitere Darlehen der Muttergesellschaften.
Die Liquidität der Gesellschaft ist über
Darlehen der unmittelbaren (Volumen 2,2 Mio. Euro; davon
gezogen per Ende November 2024 2,2 Mio. Euro) sowie
mittelbaren Muttergesellschaft (Volumen 3,0 Mio. Euro;
davon gezogen per Ende November 2024 rund 1,3 Mio. Euro)
sichergestellt. Aus den Darlehen stehen somit für das
Geschäftsjahr 2025 noch rd. 1,7 Mio. zum Ausgleich
eines negativen Cash-Flows zur Verfügung. Des Weiteren
hat die mittelbare Muttergesellschaft eine
Patronatserklärung in Höhe von 0,6 Mio. Euro zur
Sicherung des Betriebs der Online-Casino-Plattform sowie
über 0,1 Mio. Euro. zur Sicherung der eingezahlten
Spieleinsätze der Kunden im Falle der Insolvenz der
kontoführenden Bank zur Verfügung gestellt.
Aufgrund der bilanziellen Überschuldung der
Gesellschaft, bestehen auf den Darlehen von der mittelbaren
und unmittelbaren Muttergesellschaft jeweils entsprechende
Rangrücktritte.
Die Planung für das Geschäftsjahr 2025 sieht
vor, dass die Gesellschaft erstmals einen leicht positiven
Cashflow erwirtschaften wird. Im Falle, dass nur die
Hälfte der anvisierten Umsatzerlöse
erwirtschaftet werden könnten, würde die
Gesellschaft rund 0,7 Mio. Euro an Liquidität
benötigen. Der nicht gezogene Teil vom Darlehensrahmen
der mittelbaren Muttergesellschaft von rund 1,7 Mio. Euro
würde diesen Bedarf ausreichend abdecken.
Des Weiteren verfügt die Jackpot50 GmbH über
einen vollausgenutzten Avalrahmen von eine Bank in
Höhe von 5 Mio. Euro. Diese Aval ist bei Amtsgericht
Halle hinterlegt. Dieser Avalrahmen dient
ausschließlich zur Übernahme einer
Bürgschaft zur Sicherstellung des Antrags auf
Erlaubnis zur Veranstaltung von virtuellen Automatenspielen
der Jackpot50 GmbH. Für die Erfüllung der
Verpflichtungen aus dem Avalrahmenvertrag haften die
mittelbare Muttergesellschaft sowie zwei
Schwesterngesellschaften der Jackpot50 GmbH als
Gesamtschuldner im Wege eines Schuldbeitritts.
Die Geschäftsführung geht unter
Berücksichtigung dieser Maßnahmen davon aus,
dass die Jackpot50 GmbH ihre Verbindlichkeiten jederzeit
bedienen kann und unterstellt, dass keine wesentlichen
Unsicherheiten bestehen, die erhebliche Zweifel an seiner
Fähigkeit zur Unternehmensfortführung aufwerfen
könnten. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden,
dass bestehende Aval- oder Kreditrahmenvereinbarungen von
einzelnen Kreditinstituten gekündigt oder nicht mehr
verlängert werden, sodass die Jackpot50 GmbH, auch
unter der Berücksichtigung von freien
Betriebsmittellinien, kurz- bis mittelfristig zur weiteren
Aufnahme von Fremdkapital über den Kapitalmarkt oder
über Kreditinstitute zur Finanzierung neuer Projekte
gezwungen sein könnte. Bei einer Verschlechterung der
wirtschaftlichen Situation wäre das Unternehmens
darauf angewiesen weitere Finanzierungsmittel durch das
Mutterunternehmen oder dem obersten Mutterunternehmen
gestellt zu bekommen und Kosten einzusparen, wodurch die
weitere Entwicklung beeinträchtigt sein könnte.
Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe
einzuordnen (Vj. mittlere Stufe).
Risiken aus zukünftigen Steuer- oder SozialversicherungsprüfungenDie Geschäftsführung der Jackpot50 GmbH ist
der Ansicht, dass die innerhalb der Jackpot50 GmbH
erstellten Steuererklärungen und Angaben bei den
Sozialversicherungsträgern vollständig und
korrekt abgegeben wurden. Dennoch besteht das Risiko, dass
es insbesondere aufgrund der in der Medienbranche
existierenden komplexen Regelungen im Bereich Umsatz- und
Quellensteuer zu Steuernachforderungen kommen könnte.
Im Falle einer Sozialversicherungs- bzw.
Kurzarbeiterentschädigungs-Prüfung innerhalb der
Jackpot50 GmbH ist zudem grundsätzlich nicht
auszuschließen, dass der
Sozialversicherungsträger eine andere Betrachtung
bezüglich der Sozialabgaben vornimmt und es im
Anschluss daran zu Nachforderungen gegen die Jackpot50 GmbH
kommt. Sollte es zu abweichenden Steuerfestsetzungen oder
Sozialversicherungsnachforderungen kommen, könnte sich
dies negativ auf das Ergebnis auswirken.
Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe
einzuordnen (Vj. mittlere Stufe).
Risken aus den Geopolitischen Unruhen, Inflation und damit einhergehende zurückhaltende Konsumentenstimmung, Energiekrise und LieferkettenproblemeFür Deutschland als Kernmarkt der Jackpot50 GmbH
sind seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 die
Unsicherheiten deutlich gestiegen.
Weitere geopolitischen Unruhen folgten im Jahr 2023 mit
unter anderem dem Gaza-Konflikt. Die gesamtwirtschaftliche
Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge
der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere
den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven
Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen
weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen
sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr
schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete für
das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang um 0,3%.
Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr
aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der
Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten
Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte,
zurückgegangen. Auch im Jahr 2024 ist die Inflation
weiter eines der bestimmenden Themen. Die Auswirkungen der
Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, die Energiekrise und
Lieferengpässe führen zu starken
Preissteigerungen - viele Produkte, darunter auch
Lebensmittel, werden deutlich teurer.
Die Jackpot50 GmbH hat weder direkte
Geschäftsbeziehungen mit Russland bzw. Ukraine noch
Niederlassungen in diesen beiden Ländern respektive
auch nicht Belarus. Daher ist die Jackpot50 GmbH nur
indirekt betroffen durch eine steigende Inflationsrate und
damit einhergehenden Eintrübung der
Konsumentenstimmung. Es besteht die Gefahr, dass die
Endkunden der Jackpot50 GmbH weitere Einsparungen vornehmen
müssen und dementsprechend ihren Gaming-Etat
kürzen werden. Einerseits besteht somit das Risiko von
zusätzlichen Belastungen aufgrund höheren
Energiekosten als auch geringerer Erlöse auf der
Einnahmenseite.
Insgesamt wird dieses Risikos auf der erheblichen Stufe
eingeordnet (Vj. erhebliche Stufe).
3.3 Chancenbericht3.3.1 Angaben zu einzelnen ChancenAus der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit in
Verbindung mit dem Ausmaß der Prognoseabweichung
ergeben sich folgende Chancenstufen:
Nachfolgend werden einzelne Chancen und deren Faktoren
sowie deren Auswirkungen dargestellt. Die Darstellung
erfolgt gruppiert nach den Chancenkategorien des RMS. Die
Darstellung im Chancenbericht erfolgt auf einem
höheren Aggregationsgrad als im Risiko- und
Chancenmanagementsystem selbst.
Chancen aus der RegulierungChancen aus einer möglichen weiteren Deregulierung von Sportwetten und anderen GlücksspielartenDie behördliche Regulierung digitaler
Wirtschaftszweige ist bisher nicht abgeschlossen, wodurch
es zu den im Risikobericht beschriebenen
Einschränkungen kommen kann. Gleichzeitig ergeben sich
jedoch auch Chancen. Seit nun gut zweieinhalb Jahren sind
im Glücksspielbereich Online-Poker und das Betrieben
von virtuellen Automatenspielen staatlich geregelt und es
wurden bereits zahlreiche Lizenzen erteilt. Diese
staatliche Regulierung sorgte für eine Konsolidierung
und Neuordnung im deutschen Online-Glücksspielmarkts.
Zusätzlich bietet diese Neuordnung die Chance, mit den
eigenen Angeboten neue Märkte zu erschließen.
Außerdem sind zurzeit weitere Lockerungen der
Vorschriften (unter anderem Einsatzlimits) für die
nächsten Jahre geplant, was wiederum zu erhöhten
Marketingspendings seitens der Betreiber führen kann.
Gegebenenfalls besteht die Möglichkeit, dass
zukünftig auch Online-Lizenzen für das
große Spiel (Roulette, Black-jack) erteilt werden
können.
Eine solche Regulierung im Bereich des
Glücksspielwesens könnte zu weiteren über
die aktuelle Planung hinausgehenden Umsatzerlöse
führen.
Diese Chancen werden als erheblich eingestuft (Vj.
erhebliche Stufe).
Geschäfts- und MarktchancenChancen aus der Internationalisierung der digitalen AngeboteDes Weiteren plant die Jackpot50 GmbH, ihre digitalen
Produkte in Zukunft zu internationalisieren - das
heißt die digitalen Angebote sollen auch
außerhalb der DACH-Region implementiert und betrieben
werden. Insgesamt wird diese Chance als mittel eingestuft
(Vj. keine Stufe).
3.4 Zusammengefasste Darstellung der Chancen- und RisikolageAuf Basis der vorliegenden Informationen und der
Einschätzungen, insbesondere der
Eintrittswahrscheinlichkeiten, der maximalen
Schadenshöhe und der Wirkung der ergriffenen
Gegenmaßnahmen kommt die Geschäftsführung
der Gesellschaft zu der Überzeugung, dass die
dargestellten Risiken keinen den Bestand des Unternehmens
gefährdenden Charakter aufweisen. Dies gilt für
die Risiken im Einzelnen, als auch in deren Gesamtheit,
sofern sich die Auswirkung der Gesamtheit sinnvoll
simulieren oder anderweitig abschätzen lässt.
Für den Umgang mit den nicht durch
Gegenmaßnahmen reduzierten Restrisiken sieht die
Geschäftsführung die Gesellschaft
gegenwärtig gut gerüstet. Jedoch kann nicht
ausgeschlossen werden, dass sich die Risikolage der
Gesellschaft bei Eintritt bzw. kumulativen Eintritt
verschiedener Risiken wesentlich verschlechtern
könnte.
Zusammenfassend sind drei Risiko-Cluster erkennbar: Zur
ersten Kategorie zählen extern getriebene Risiken, die
sich besonders aus regulatorischen Eingriffen und
gesetzlichen Vorgaben ergeben und nur schwer beeinflussbar
sind. Diese Themen werden eng überwacht, um
ungünstige Entwicklungen zeitnah zu erkennen. Die
Wirkung dieser Themen ist von Natur aus eher nicht
kurzfristig, sodass durch Anpassungen im Planungsprozess
reagiert werden kann. In die zweite Kategorie fallen
Themen, die die Geschäftsführung, aus
Gründen der Umsetzung der Geschäftsstrategie,
bewusst in Kauf nimmt. Hierunter fällt insbesondere
das Risiken vom intensiven Wettbewerb. Die
Geschäftsführung ist der Überzeugung, dass
die Auswirkungen dieser Risiken im Verhältnis zu den
Ertragsmöglichkeiten, die sich aus den betroffenen
Geschäftsfeldern ergeben, überschaubar sind.
Mittels der Überwachung von Kennzahlen kann erkannt
werden, ob sich dieses Verhältnis in einzelnen
Bereichen nachhaltig verschlechtert. Hierauf kann mit einer
Anpassung der Strategie reagiert werden. Die letzte Gruppe
umfasst die operativen Risiken und beinhaltet besonders die
Betriebsrisiken, Sicherheitskonzepte und vertragliche bzw.
finanzielle Verpflichtungen sowie die Sicherstellung der
Liquidität und Rechtsrisiken. Diese steuert die
Geschäftsführung durch enges Monitoring der
Risiken und Chancen, durch Vorgaben und Prozesskontrollen
sowie die Hinzuziehung externer Berater, sodass das
verbleibende Restrisiko auf einem wirtschaftlich
vertretbaren Maß verbleibt. Seit Februar 2022 kommt
zusätzlich die Risiken aus dem Ukraine-Krieg, der
Inflation und der damit einhergehenden Eintrübung der
Konsumentenstimmung, der Energiekrise und der
Lieferkettenprobleme hinzu.
Die größten Chancen sieht die
Geschäftsführung weiterhin in weiteren
Deregulierung des Gambling Marktes sowie im Ausbau der
internationalen Aktivitäten. Die Geschäftsfelder
sind allesamt in ihren jeweiligen Bereichen etabliert,
können auf ein breites Netzwerk an technischer sowie
kreativer Energie zugreifen und rasch auf Änderungen
reagieren. Entsprechend ist die Geschäftsführung
der Überzeugung, dass die getroffenen Maßnahmen
das Risiko in einem wirtschaftlich vertretbaren
Ausmaß halten, und erachtet die
Risikotragfähigkeit der Gesellschaft als ausreichend.
Gleichzeitig verfolgt er die bestehenden Chancen konsequent
weiter.
4. Prognosebericht4.1 Konjunkturelles UmfeldIn seinem aktuellen "World Economic Outlook" vom Januar
2024 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF)
für das Jahr 2024 mit einer insgesamt belasteten
Wirtschaftslage. Damit wird die Erholung der Wirtschaft von
den Folgen der Corona-Pandemie weiter gebremst und kann
weiterhin nicht das Niveau vor der Krise erreichen. Die
entscheidenden Faktoren sind die zunehmenden geopolitischen
und geoökonomischen Spannungen, beispielsweise im
Nahen Osten, die hohen Zinsen der Zentralbanken zur
Bekämpfung der Inflation, der russische Angriffskrieg
in der Ukraine und extreme Wetterereignisse. Nach
Einschätzung der Experten liegt die Wachstumsrate
für die weltweite Wirtschaftsleistung 2024 wie schon
im Jahr zuvor bei 3,1%. Eine globale Rezession wird nicht
erwartet. Die globale Inflation ist nach Daten des IWF im
Jahr 2023 auf 6,8% gesunken, für 2024 wird eine
jährliche Durchschnittsinflation von 5,8%
vorhergesagt.
Die Wirtschaft in der Eurozone wird nach
Einschätzung des IWF im Jahr 2024 um 0,9% zulegen, was
einem verbesserten Wachstum gegenüber dem Vorjahr
entspricht (0,5%). Für Deutschland prognostiziert der
IWF für 2024 eine Wachstumsrate von lediglich0,5 %,
was dennoch eine Verbesserung darstellt nach dem
Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 (-0,3%).
Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF -
International Monetary Fund), World Economic Outlook,
30.01.2024; Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO),
Konjunkturprognose, 13.12.2023.
4.2 Marktumfeld Online Casinos in Deutschland und branchenspezifische RahmenbedingungenNach Angaben von Statista sind die Key Facts für
den Online Casino Markt wie folgt (Die Daten umfassen
Umsatzzahlen in Brutto-Glücksspielerträgen (GGR),
das ist die Gesamtsumme der von Kunden platzierten Wetten
abzüglich der in Gewinnen ausgezahlten Beträge,
Nutzer, durchschnittlicher Umsatz pro Nutzer (ARPU),
Nutzerdurchdringungsrate und Online- und Offline-Anteile am
gesamten Glücksspielmarkt. Nutzer- und Umsatzzahlen
repräsentieren B2C-Dienstleistungen):
4.3 Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2024Branchenspezifische RahmenbedingungenDie Gaming-Branche entwickelt sich ständig weiter -
weshalb es von Bedeutung ist, die Zukunftsaussichten und
somit aufkommende Trends im Blick zu haben. Ein neues
Automatenspiel zu starten ist nicht gleichbedeutend mit
einem Erfolg. Neue Angebote brauchen Zeit, um eine gewisse
Akzeptanz zu finden und werden nicht selten wieder
eingestellt. Beim Online Casino Bonus gibt es auch lokale
Präferenzen und die technische Seite ist praktisch
immer in Bewegung. Trends frühzeitig zu erkennen, mit
dem eigenen Angebot aufzugreifen und bestenfalls
origineller zu gestalten als Wettbewerber ist ein
wesentlicher Erfolgsfaktor. Auf Basis einer sigma.world
Trendanalyse nachfolgend einige der am Markt bereits
erkennbaren neuen Entwicklungen:
Die Spielanalytik gewinnt zunehmend an Bedeutung, um die
Erfahrungen der Spieler zu verbessern und Inhalte in den
Online-Casinos effizienter zu gestalten. Ein aktuelles
Beispiel ist die Kooperation von Optimove mit Opti-X und
Pragmatic Play Casino Spieleanbieter. Mit neuen Tools wird
es möglich, schnell auf Trends zu reagieren,
individuelle Vorlieben und sogar potenzielle Risiken
einfließen zu lassen, um das Spielerlebnis für
jeden Spieler zu optimieren. In der heutigen
digitalisierten Spielumgebung steht die Sicherheit der
Spieler im Vordergrund. Maßnahmen wie eine
sorgfältige Kontoverifizierung zum Schutz vor Betrug
und Geldwäsche haben in deutschen Online-Casinos
bereits Einzug gehalten.
Hinzu kommt die staatliche Beaufsichtigung durch
Einsatz-, Limit- und Spielkontrolle. Das fördert
sicheres und verantwortungsbewusstes Spielen und wirkt
präventiv - da es schwieriger wird, über seinen
Verhältnissen zu spielen. Die Kehrseite ist jedoch,
dass ein nicht unerheblicher Teil im illegalen Bereich sein
Glück sucht, wo keine Kontrolle vorhanden ist und
keinerlei Steuereinnahmen für den deutschen
Staatshaushalt zusammenkommen. An neuer Technik hält
vor allem die Künstliche Intelligenz Einzug:
Personalisierte Online Casino Empfehlungen für Spiele
und auch Chatbots beim Kundensupport definieren die
Benutzererfahrung neu.
Internetdurchdringung sorgt für starken
Online-Casino-Markt: Der weltweite Markt für
Online-Glücksspiele erreichte im Jahr 2022 ein
Umsatzniveau von fast 59 Milliarden Euro im weitgehend
legalisierten Bereich. In den kommenden Jahren angefangen
2023 ist mit einem durchschnittlichen Wachstum von etwa
11,7 Prozent im Jahr zu rechnen. Zurückzuführen
ist dies auf vielerlei Gründe: Der wichtigste ist die
hohe Akzeptanz der Online-Welt und benutzerfreundliche
Mobile Casinos. Darüber hinaus legalisieren immer mehr
Länder den Online-Glücksspielmarkt, was mehr
Transparenz in die Marktentwicklung bringt. Ein
entscheidendes Detail zur zunehmend stärkeren
Umsatzentwicklung geht mit der zurückliegenden
Pandemie einher.
Spielhallenschließungen haben den Online-Casinos
neue Spieler zugeführt. Diese Spieler sind oft auch
wieder an die stationären Automaten
zurückgekehrt, nutzen jedoch den einfachen Zugang zu
Online-Glücksspielen weiterhin zumindest
temporär. Die zunehmende Internetdurchdringung, die
steigende Nutzung von Smartphones, die kulturelle und
rechtliche Anerkennung, der einfache Zugang zu
Online-Glücksspielen, die Unterstützung durch
Prominente und das Sponsoring von Unternehmen sind
ebenfalls Wachstumstreiber. Das belegen auch die Daten von
Statista. Dadurch wird die Online-Casino-Erfahrung
zunehmend normal. Vor Jahren war es noch ein oft wenig
beachtetes und mutmaßlich auch als nicht seriös
eingeschätztes Casino-Abenteuer, heute stehen viele
bekannten Namen hinter den Glücksspielangeboten, die
aus den niedergelassenen Spielbanken gut bekannt sind.
5
SchwerpunkteDer grundsätzliche Fokus lag im Geschäftsjahr
2024 auf die konsequente Fertigstellung der Plattform und
die Einbindung sämtlicher Dienstleister in das
Produkt. Der Launch der iGaming-Plattform ist noch im
Dezember 2024 geplant.
Prognose für die Geschäftsjahre 2024 und 2025Im Geschäftsjahr 2024 wird ein operativer Verlust
in Höhe von über 1 Mio. Euro erwartet, da der
offizielle Launch der Plattform für Mitte Dezember
2024 vorgesehen ist und man im Geschäftsjahr 2024 mit
dem finalen Aufbau der Plattform beschäftigt war.
Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein
Nettoerlös (NGR) im mittleren einstelligen
Millionenbereich und ein positives operatives Ergebnis im
mittleren Hunderttausenderbereich erwartet.
NachtragsberichtSeit dem 03. April 2023 ist die Jackpot50 GmbH im Besitz
der Erlaubnis der Gemeinsamen Glückspielbehörde
der Länder (GGL) für das Betrieben von virtuellen
Automatenspielen.
Im Februar 2024 wurde Herr Dr. Matthias Kirschenhofer
Geschäftsführer anstelle von Herrn Sven Stiel.
Im Juli 2024 wurde die Jackpot50 GmbH konzernintern von
der Sport1 GmbH zur Sport1 Holding GmbH übertragen.
Im Oktober 2024 wurde der Softlaunch der Plattform
gestartet.
Ismaning, 10. Dezember 2024 Jackpot50 GmbH
Die Geschäftsführung
Dr. Matthias Kirschenhofer
Bilanz zum 31. Dezember 2023A K T I V A
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
1. Allgemeine ErläuterungenDie Jackpot50 GmbH hat ihren Sitz in Ismaning und ist
eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts
München (HRB 174667).
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des
Bilanzrichtlinie-Umsatzgesetzes (BilRUG) und des
GmbH-Gesetzes.
Die Jackpot50 GmbH erfüllt die
Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft
gemäß § 267 Abs. 1 HGB.
2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist,
sind zu Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige Abschreibungen bewertet. Die
Abschreibungen werden nach wirtschaftlicher
Betrachtungsweise über 3 bis 5 Jahre vorgenommen. Bei
Änderung der den planmäßigen Abschreibungen
zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
und voraussichtlich dauernder Wertminderung werden
außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit
Anschaffungskosten von jeweils bis zu EUR 250 werden
gemäß § 6 Abs. 2a EStG i.V.m. § 252
Abs. 2 HGB im Jahr des Zugangs vollständig
abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten
von jeweils EUR 251 bis 1.000 werden unter Ausnutzung des
Wahlrechts gemäß § 6 Abs. 2a EStG i.V.m.
§ 252 Abs. 2 HGB in einen Sammelposten eingestellt,
der im Jahr des Zugangs und in den folgenden Jahren linear
abgeschrieben wird, wobei die tatsächliche
Nutzungsdauer oder das Ausscheiden eines Wirtschaftsgutes
unberücksichtigt bleiben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
werden zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare
Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen
berücksichtigt.
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten
werden zum Nominalwert bilanziert.
Die Rückstellungen berücksichtigen ungewisse
Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden
Geschäften. Die Bewertung der Rückstellungen
erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen
Erfüllungsbetrags, wobei ggf. künftige Preis- und
Kostensteigerungen berücksichtigt werden.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr werden gegebenenfalls mit dem ihrer Restlaufzeit
entsprechenden und von der Bundesbank veröffentlichten
durchschnittlichen Marktzinssätzen abgezinst.
Die Verbindlichkeiten wurden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit
einer Laufzeit von unter einem Jahr werden zum
Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags
bewertet. Bei einer Laufzeit von über einem Jahr
werden Fremdwährungsforderungen mit dem
Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der
Forderungsbegründung oder zum niedrigeren Kurs zum
Bilanzstichtag bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit
dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der
Verbindlichkeit oder dem höheren Kurs zum
Bilanzstichtag bewertet.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB
aufgestellt.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
ausgegangen. Die Gesellschaft ist zum Stichtag mit EUR
2.068.924 (Vj. EUR 1.043.809) buchmäßig
überschuldet. Mit der Gesellschafterin Sport1 GmbH
besteht eine qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung
für sämtliche Forderungen gegen die Jackpot50
GmbH. Zum Stichtag betrug der Gesamtbestand aller
Forderungen der Sport1 GmbH gegenüber der Jackpot50
GmbH EUR 1.760.322 (Vj. EUR 924.156). Außerdem
besteht mit der mittelbaren Gesellschafterin Sport1 Medien
AG eine Patronatserklärung zugunsten der Jackpot50
GmbH. Hierin verpflichtet sich die Sport1 Medien AG,
dafür Sorge zu tragen, dass die Jackpot50 GmbH in der
Weise finanziell ausgestattet bleibt, dass sie jederzeit
zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Betrieb
der Online-Casino-Plattform in Höhe von bis zu EUR
600.000 in der Lage ist. Zusätzlich hat die Sport1
Medien AG in der Patronatserklärung ein Volumen in
Höhe von EUR 100.000 zur Verfügung gestellt zur
Sicherung der eingezahlten Spieleinsätze der Kunden im
Falle der Insolvenz der kontoführenden Bank. Zum
Stichtag betrug der Gesamtbestand aller Forderungen der
Sport1 Medien AG gegenüber der Jackpot50 GmbH EUR
342.390 (Vj. EUR 142.769).
Zum Berichtszeitpunkt Dezember 2024 standen Darlehen der
unmittelbaren und mittelbaren Muttergesellschaft in
Höhe von insgesamt 5,2 Mio. Euro zur Verfügung,
die zu rund 3,5 Mio. Euro in Anspruch genommen sind. Aus
den Darlehen stehen somit für das Geschäftsjahr
2025 noch rd. 1,7 Mio. zum Ausgleich eines negativen
Cash-Flows zur Verfügung. Aufgrund der bilanziellen
Überschuldung der Gesellschaft, bestehen auf den
Darlehen von der mittelbaren und unmittelbaren
Muttergesellschaft jeweils entsprechende
Rangrücktritte. Die Planung für das
Geschäftsjahr 2025 sieht vor, dass die Gesellschaft
erstmals einen leicht positiven Cashflow erwirtschaften
wird. Im Falle, dass nur die Hälfte der anvisierten
Umsatzerlöse erwirtschaftet werden könnten,
würde die Gesellschaft rund 0,7 Mio. Euro an
Liquidität benötigen. Der nicht gezogene Teil vom
Darlehensrahmen der mittelbaren Muttergesellschaft von rund
1,7 Mio. Euro würde diesen Bedarf ausreichend
abdecken.
3. Sonstige Angaben3.1 Erläuterungen zur BilanzSämtliche Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von
weniger als einem Jahr.
In den Forderungen sind keine Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen (Vj. EUR 0) enthalten. Unter den
sonstigen Vermögensgegenständen sind geleistete
Kautionen in Höhe von EUR 50.000 ausgewiesen.
3.2 AnlagevermögenDie Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen
Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind aus dem
nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.
3.3 EigenkapitalNegatives Eigenkapital wird abgedeckt durch Darlehen mit
Rangrücktritt durch die Sport1 GmbH, sowie mit einer
Patronatserklärung durch die Sport1 Medien AG.
Es gibt keine Beträge, welche entsprechend §
268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegen.
3.4 sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter
anderem Rückstellungen für Rechts-, Beratungs-
und Prüfungskosten (EUR 35.658; VJ EUR 21.425), sowie
ausstehende Rechnungen (EUR 8.768; VJ EUR 11.862) und nicht
genommenem Urlaub (EUR 32.707; VJ EUR 44.351).
Alle Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres
fällig.
3.5 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
3.6 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.7 GeschäftsführungWährend des Geschäftsjahres war zum
Geschäftsführer bestellt:
3.8 Anzahl MitarbeiterWährend des Geschäftsjahres waren
durchschnittlich 4 Mitarbeiter (VJ 3) beschäftigt. Zum
Stichtag waren von 4 (VJ 4) ein Mitarbeiter als leitende
Angestellte tätig.
3.9 HaftungsverhältnisseZum Stichtag 31. Dezember 2023 verfügt die
Jackpot50 GmbH zusammen mit der Sport1 Medien AG über
einen Avalrahmen in Höhe von TEUR 5.000. Dieser
Avalrahmen dient ausschließlich zur Übernahme
einer Bürgschaft zur Sicherstellung des Antrags auf
Erlaubnis zur Veranstaltung von virtuellen Automatenspielen
der Jackpot50 GmbH. Für die Erfüllung der
Verpflichtungen aus diesem Avalrahmenvertrag haften zudem
zwei Schwestergesellschaften als Gesamtschuldner im Wege
des Schuldbeitritts.
3.10 Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen in
Höhe von:
Da den sonstigen finanziellen Verpflichtungen
vertragliche Vereinbarungen zu Grunde liegen, ist von einer
Inanspruchnahme auszugehen. Bei der Ermittlung der
sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden keine
Abzinsungen vorgenommen.
3.11 Honorare des AbschlussprüfersVon der Befreiungsmöglichkeit nach § 285 Nr.
17 HGB wird Gebrauch gemacht.
4. KonzernabschlussDer Jahresabschluss der Jackpot50 GmbH wird in den
IFRS-Konzernabschluss der Sport1 Medien AG, Ismaning,
einbezogen. Der IFRS-Konzernabschluss der Sport1 Medien AG
wird im Unternehmensregister
(https://www.unternehmensregister.de/ureg/)
veröffentlicht.
Mutterunternehmen des kleinsten Konsolidierungskreises
ist die Sport1 Medien AG, Ismaning. Mutterunternehmen des
größten Konsolidierungskreises ist die Highlight
Event and Entertainment AG, Pratteln/Schweiz. Der
Geschäftsbericht der Highlight Event and Entertainment
AG wird auf deren Internetseite
(https://www.hlee.ch/Geschaeftsberichte.htm)
veröffentlicht.
5. NachtragsberichtSeit dem 03. April 2023 ist die Jackpot50 GmbH im Besitz
der Erlaubnis der Gemeinsamen Glückspielbehörde
der Länder (GGL) für das Betrieben von virtuellen
Automatenspielen.
Im Februar 2024 wurde Herr Dr. Matthias Kirschenhofer
Geschäftsführer anstelle von Herrn Sven Stiel.
Im Juli 2024 wurde die Jackpot50 GmbH konzernintern von
der Sport1 GmbH zur Sport1 Holding GmbH übertragen.
Im Oktober 2024 wurde der Softlaunch der Plattform
gestartet.
Ismaning, 10. Dezember 2024 Jackpot50 GmbH
Die Geschäftsführung
Dr. Matthias Kirschenhofer |
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