D & S Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Damien Robert seit 5.11.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Albersmeier seit 30.6.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Modemann seit 29.6.2023 | Prokura |
Michael Donat seit 14.4.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DELEPLANQUE ET COMPAGNIE, Société par actions simplifiée | 100.00% |
Strube D&S GmbHEigenbeteiligung | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Strube D&S GmbHSöllingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024Bilanz zum 30. Juni 2024Aktiva
Passiva
Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024
ANHANG zum 30. Juni 20241. Angaben zum Jahresabschluss Die Strube D&S GmbH hat Ihren Gesellschaftssitz in der Hauptstrasse 1, Söllingen (Amtsgericht Braunschweig HRB 207143). Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Strube D&S GmbH ist gem. § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Mit Stimmrechtsausübung der D&S Holding GmbH wurde final am 26. Februar 2024 die Zustimmung zum Abschluss des Verschmelzungsvertrages der Strube Research GmbH & Co. KG, Söllingen, auf die Strube D&S GmbH erteilt. Die Vermögensübertragung als Ganzes unter Auflösung der Strube Research GmbH & Co. KG auf die Strube D&S GmbH erfolgte mit einer Kapitalerhöhung von EUR 2,00. Die Übernahme des Vermögens am Verschmelzungsstichtags erfolgte mit Wirkung zum 1. Juli 2023, 00:00 Uhr. Die Arbeitsverhältnisse der Strube Research GmbH & Co. KG gingen nach § 613a BGB auf die Strube D&S GmbH über. Gem. Urkundenrolle Nr. D0953/2024 vom 26. Februar 2024 des Notars Dr. Christoph Döbereiner wurde die rückwirkende Verschmelzung am 24. April 2024 unter HRB 207143 auf die Strube D&S GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweigs eingetragen. Der Eintrag im HRA 200610 des Handelsregisters Amtsgericht Braunschweigs erfolgte für die Strube Research GmbH & Co. KG am 24. April 2024. 1.1 Going-Concern Betrachtung Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2024 weist einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von EUR1,9 Mio. aus. Bei der bilanziellen Überschuldung handelt es sich um keine Überschuldung i.S.d. Insolvenzordnung, da (i) qualifizierte Rangrücktritte verschiedener Gläubiger vorliegen, (ii) sich das Unternehmen auf dem Sanierungspfad gemäß Sanierungsgutachten vom 27. Oktober 2023 befindet und (iii) eine Durchfinanzierung durch Verlängerung oder Refinanzierung am Kapitalmarkt, der im Juni 2025 und September 2025 auslaufenden Finanzierungen aus heutiger Sicht überwiegend wahrscheinlich ist. Sofern die Annahmen des dem Sanierungsgutachten zu Grunde liegenden Konzeptes oder die im Kreditvertrag vorgesehenen Kennzahlen nicht eingehalten oder die auslaufenden Finanzierungen nicht verlängert bzw. refinanziert und keine anderen liquiditätsunterstützenden Maßnahmen ergriffen werden könnten, wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. 1.2 Vergleichbarkeit mit Vorjahr Durch die Verschmelzung sind die Vorjahreszahlen mit den Zahlen des Geschäftsjahres nur eingeschränkt vergleichbar. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr gemäß § 265 Abs. 2 S. 1 HGB hat die Gesellschaft die Drei- Spalten-Form gewählt. Danach werden für den 30. Juni 2023 (Bilanz) bzw. das Geschäftsjahr 2022/2023 (Gewinn- und Verlustrechnung) neben den tatsächlichen Vorjahreszahlen der Strube D&S GmbH auch die angepassten Vorjahreszahlen für die Strube D&S GmbH und die Strube Research GmbH & Co. KG unter Berücksichtigung offensichtlicher Aufrechnungseffekte angegeben. Die angepassten Vorjahreszahlen weisen die Kapitalkonten der Strube Research GmbH & Co. KG unter der Kapitalrücklage aus. Zusätzlich beziehen sich auch die Vorjahreszahlen des Anhangs auf die angepassten Vorjahreszahlen der Strube D&S GmbH und Strube Research GmbH & Co. KG. 1.3 Angaben zur Bilanz Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt. ANLAGENSPIEGEL ZUM 30. JUNI 2024
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer und außerplanmäßiger Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer von 1 bis 50 Jahren bewertet. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1.004) vorgenommen. Es wurde das Aktivierungswahlrecht des § 248 (2) S. 1 HGB in Anspruch genommen. Die als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktivierten Entwicklungskosten betragen TEUR 4.557,9 (Vorjahr: TEUR 4.555,1). Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt im Geschäftsjahr TEUR 11.183,9 (Vorjahr: TEUR 11.780,3). Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung einer planmäßigen linearen Abschreibung nach erfolgter finaler Zulassung durch die Behörden mit einer Nutzungsdauer von 5 bzw. 7,5 Jahren bewertet. Im Geschäftsjahr erfolgte noch keine finale Zulassung durch die zuständigen Behörden. Die Abgrenzung der Forschungs- von den Entwicklungskosten erfolgte danach, inwieweit das erzeugte Versuchssaatgut für eine Anmeldung von Sortenrechten bei offiziellen Sortenämtern voraussichtlich genutzt werden kann. Finanzanlagen Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips bewertet. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet worden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich im Wege einer Durchschnittsbewertung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Herstellungskosten bewertet worden. In die Herstellungskosten gehen die Einzelkosten für das Rohmaterial, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie ein angemessener Teil der Abschreibungen ein. Abwertungen für voraussichtlich nicht mehr absetzbare Erzeugnisse werden aufgrund der Produktions- und Qualitätsdaten vorgenommen. Voraussichtlich nicht mehr absetzbare Bestände an fertigen Erzeugnissen und Saatgutabfall sind zu den voraussichtlichen Verkaufspreisen bewertet. Warenbestände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Diese sind mit dem Nennwert angesetzt worden. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen und den Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen begegnet. Forderungen aus Lieferung und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 355,7). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sind in Höhe von TEUR 7.379,1 (Vorjahr: TEUR 9.267,7) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sind den Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.277,7 (Vorjahr: TEUR 1.237,0) mitzugehörig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.277,7 (Vorjahr: TEUR 1.341,3). Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 166,2). Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Wertpapiere Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt worden. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser enthält nominell bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für einen bestimmten Zeitraum danach. Rückstellungen Diese werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet und berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag erkennbare Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach den Vorgaben der Deutschen Bundesbank abgezinst. Als Bewertungsverfahren für die Pensionsrückstellungen ist die Projected Unit Credit Method (PUC - Methode) mit einem Rententrend von 1 % angewandt worden. Der Wert der Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018G mit einem Zinsfuß von 1,84 % errechnet. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung wurde der Rechnungszins auf Basis des 10-Jahresdurchschnitts zum Stichtag in die Berechnung einbezogen. Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 2.732,4. Wesentliche Bestandteile sind die Provisionsverpflichtungen mit TEUR 358,8 (Vorjahr: TEUR 559,7), die Ansprüche aus Urlaubs- und Arbeitszeitregelungen mit TEUR 1.097,2 (Vorjahr: TEUR 849,0) und Mitarbeiterprämien in Höhe von TEUR 523,4 (Vorjahr: TEUR 632,8). Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 1.359,1 (Vorjahr: TEUR 2.690,8) und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 1.659,8 (Vorjahr: TEUR 4.348,2) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zum Stichtag in Höhe von TEUR 153,0 (Vorjahr: TEUR 153,0) mitzugehörig. Die Restlaufzeiten der zum Abschlussstichtag vorhandenen Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Pacht- und Leasingverträgen der Gesellschaft betragen TEUR 1.620,9 (Vorjahr: TEUR: 2.056,5). 1.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Fruchtarten / Geschäftssegmente
Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind solche enthalten, die vorherige Perioden betreffen. Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 779,7 und um Erstattungen aus Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 891,9. 2. Sonstige Angaben Ausschüttungssperre Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsrückstellung mit dem 10- Jahresdurchschnittszins und dem 7-Jahresdurchschnittzins beträgt TEUR 0,0 . Geschäftsführer der Gesellschaft Geschäftsführer der Strube D&S GmbH sind Herr Christian Carl Knolle, (Geschäftsführender Gesellschafter von Suet) und Herr Eric Verjux (CEO von Deleplanque), Herr Herve Caroff, Agrarwissenschaftler und zuständig für das operative Geschäft und den Vertrieb, und Herr Marcel Landmann, Dipl. Wirtschaftsingenieur (BA) zuständig für das Finanz- und Rechnungswesen. Zum 09. August 2024 sind Herr Herve Caroff und Herr Christian Carl Knolle aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Im Berichtsjahr wurden keine Geschäftsführergehälter gezahlt. Personalbestand Die durchschnittliche Zahl der während des Wirtschaftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 298 (Vorjahr: 358), dabei handelt es sich um 206 Vollzeitkräfte (Vorjahr: 253) und 77 Teilzeitkräfte (Vorjahr: 69) sowie 15 Aushilfen (Vorjahr: 36). Beteiligungen Gemäß § 286 Abs. 3 S.1 Nr. 1 HGB wurden die Beteiligungen nicht gesondert in der nachstehenden Tabelle aufgeführt, die einzeln und insgesamt unwesentlich sind. Es bestehen folgende wesentliche Beteiligungen:
Der Jahresabschluss der Strube D&S GmbH wird in den Konzernabschluss der Deleplanque & Cie SA, Maisons-Laffitte, Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Handelskammer des Departements Yvelines, Versailles in Frankreich erhältlich (Chambre de Métiers des Yvelines, Versailles). Es handelt sich hier um den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig auch den kleinsten Konzernkreis. Dieser Konzernabschluss entfaltet befreiende Wirkung nach § 291 HGB, sodass von der Befreiungsvorschrift hinsichtlich der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts Gebrauch gemacht wurde. Der Konzernabschluss der Deleplanque & Cie SA wird nach den französischen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Grundsätzlich gibt es zwischen den deutschen und französischen handelsrechtlichen Regelungen Ansatz- und Bewertungsunterschiede. Die Bilanzierungsansätze, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze zwischen der deutschen und französischen Rechnungslegung wurden im Rahmen der Konsolidierung überprüft. Durch Ausübung von Wahlrechten war es möglich, die Bilanz- und Bewertungsansätze von der Strube D&S GmbH unverändert in den französischen Konzernabschluss zu übernehmen. Das Honorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 94 für das Geschäftsjahr und betrifft Jahresabschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 75 und Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 19. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 19. April 2024 unterzeichneten die Gesellschafter der Strube Gruppe einen Anteilskaufvertrag, mit dem der Mehrheitsgesellschafter die Anteile des Minderheitsgesellschafters an der Strube Gruppe vorbehaltlich verschiedener aufschiebender Bedingungen erwirbt. Ferner wurden in diesem Zusammenhang verschiedene Kapitalmaßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals der Strube Gruppe vereinbart. Die aufschiebenden Bedingungen wurden am 09. Juli 2024 erfüllt. Mit Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen, wurde (i) die Übernahme der Anteile des Minderheitsgesellschafters an der Strube Gruppe durch den Mehrheitsgesellschafter wirksam und (ii) die Voraussetzung für die Umsetzung der vereinbarten Eigenkapitalmaßnahmen geschaffen. Durch die vereinbarten Eigenkapitalmaßnahmen wird das Eigenkapital der D&S um EUR 3,0 Mio. erhöht (Erhöhung der Kapitalrücklage durch Einbringung einer Forderung des Gesellschafters). Zum Stichtag beläuft sich das Eigenkapital auf EUR -1,9 Mio. Nach Umsetzung der beschriebenen Eigenkapitalmaßnahme erhöht sich das Eigenkapital um EUR 3,0 Mio. auf EUR 1,1 Mio..
Söllingen, den 30. September 2024 gez. Eric Verjux gez. Marcel Landmann Lagebericht zum 30. Juni 20241. Grundlagen der D&S 1.1. Geschäftsmodell Die D&S ist auf die Züchtung, die Produktion und den Vertrieb von hochwertigem Saatgut verschiedener Fruchtarten spezialisiert. Im Fokus des Handelns stehen nachhaltige Lösungen für die Landwirtschaft. Diese werden durch ein breites Angebot an Fruchtarten für die unterschiedlichen Fruchtfolgen, leistungsstarke Sorten, kompetente Beratung und Service geschaffen. Das Produktportfolio umfasst sowohl etablierte Sorten der Fruchtarten Zuckerrübe, Weizen und Sonnenblume als auch neue Fruchtarten, um das Angebot für die komplette Fruchtfolge kontinuierlich zu ergänzen. Bis zum 30.06.2023 wurde die Forschung und Entwicklung im Wesentlichen von der Schwestergesellschaft Strube Research GmbH & Co. KG, Söllingen, organisiert und durchgeführt. Mit Wirkung zum 01.07.2023 wurde die Strube Research GmbH & Co. KG auf die D&S verschmolzen (Verschmelzung durch Aufnahme). Die D&S hat alle Aktivitäten, Aktiva und Passiva der Strube Research GmbH & Co. KG im Zuge der Verschmelzung übernommen. Die im Lagebericht dargestellten Vorjahreszahlen beziehen sich auf die konsolidierte Einheit bestehend aus D&S und Strube Research GmbH & Co. KG. Die Vermehrung des kommerziellen Saatguts erfolgt sowohl durch Unternehmen der Strube Gruppe als auch andere Unternehmen. Dieser Prozess beansprucht bis zu zwei Jahre, bevor das vermehrte Saatgut aufbereitet und über die verschiedenen Vertriebswege vermarktet wird. Das Saatgut wird direkt, über Gruppengesellschaften und andere Vertriebspartner im In- und Ausland vermarktet. In Europa werden über 77% der Umsätze erwirtschaftet. Hiervon werden über 60% innerhalb der Europäischen Union generiert. 1.2. Standorte und Zweigniederlassungen Sitz der Strube D&S GmbH ist Söllingen, Hauptstr.1 (Amtsgericht Braunschweig HRB 207143). Neben diesem Hauptstandort besteht eine Zweigniederlassung in Schlanstedt, Sachsen- Anhalt. 1.3. Forschung & Entwicklung Im Fokus der Forschung und Entwicklung steht die Züchtung leistungsstarker Sorten, die den regionalen Umwelt-, Nutzungs- und Ertragsanforderungen gerecht werden und somit den Kunden einen Mehrwert schaffen. Die Züchtung entsprechender Sorten ist forschungs- und entwicklungsintensiv. Im Durchschnitt dauert die Züchtung einer neuen Sorte in etwa zehn Jahre. Neben der Züchtung leistungsstarker Sorten werden die verwendeten Züchtungsmethoden und Technologien kontinuierlich weiterentwickelt. Abb. 1: F&E Kennzahlen der D&S
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand belief sich in dem abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 11,2 Mio. (Vorjahr EUR 11,8 Mio.). Hiervon wurden Entwicklungskosten in Höhe von EUR 4,6 Mio. aktiviert. Das Aktivierungsvolumen ist in etwa auf Vorjahresniveau, wobei sich der Forschungs- und Entwicklungsaufwand leicht reduzierte. Dies entspricht einer Aktivierungsquote in Höhe von 40,8%, die um 1,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert liegt. Basis für die aktivierten Eigenleistungen waren die in der D&S entstandenen Entwicklungskosten für die Zuckerrübe und den Weizen. Nach erfolgter Zulassung werden die Entwicklungskosten über 5,0 Jahre für die Zuckerrübe bzw. 7,5 Jahre für den Weizen abgeschrieben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte keine Regelabschreibung. Diese wird mit Zulassung entsprechender Sorten ab dem nächsten Geschäftsjahr beginnen. Aktuell gibt es keine Informationen oder Erkenntnisse, die gegen die Werthaltigkeit der bereits aktivierten Eigenleistungen sprechen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die allgemeinen Rahmenbedingungen werden seit mehreren Jahren von sich überlagernden Krisen bzw. Ausnahmensituationen geprägt. Hierzu gehören der Krieg in der Ukraine, Herausforderungen in Bezug auf das Klima, geopolitische Spannungen und der Kampf gegen die Inflation. Europa bzw. Ost- und Westeuropa sind für die D&S wichtige Märkte. Aktuelle Entwicklungen und Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt und die Inflationsrate sind in Abb. 2 dargestellt. Abb. 2: Entwicklung Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate
Quelle 1: https://www.imf.org/external/datamapper/PCPIPCH@WEO/EEQ/EUQ/WEQ Die wesentlichen Herausforderungen für den Agrarsektor resultierten im Berichtsjahr aus politischen und geopolitischen Rahmenbedingungen, den Auswirkungen des Klimawandels (Hochwasser, Wassermangel und erhöhter Krankheits- und Schädlingsdruck) und das hohe Inflationsniveau, die die Kosten der Saatgutherstellung erhöhten. Neben den genannten Faktoren wirken sich, aufgrund der internationalen Ausrichtung der D&S, auch Währungskursveränderungen auf die Ergebnisse der Gesellschaft aus. Abb. 3 zeigt die Entwicklung der für die D&S wesentlichen Währungen im Vergleich zum Euro. Abb. 3: Stichtags- und Durchschnittskurse wesentlicher Fremdwährungen zum Euro
Quelle 2: investing.com, Strube ERP System 2.2. Geschäftsverlauf Die Vermehrung und Ernte im Jahr 2023 war witterungsbedingt unterdurchschnittlich. Wesentliche Treiber waren Dürre (Frankreich) und Hochwasser (Italien). Einschränkungen in Bezug auf die Verfügbarkeit der unterschiedlichen Sorten der jeweiligen Fruchtarten ergaben sich hierdurch nicht. Wichtigster Absatzmarkt war mit 77% (Vorjahr 88%) Europa. Die Reduktion des Anteils von Europa um 11 Prozentpunkte ist weitestgehend auf Sondereffekte zurückzuführen. Im Berichtsjahr war die Zuckerrübe mit 85% (Vorjahr 73%) die umsatzstärkste Fruchtart. Abb. 4: Umsatzverteilung nach Regionen und Fruchtarten Umsatzverteilung nach Regionen
Umsatzverteilung nach Fruchtarten
Der Gesamtumsatz der D&S konnte von EUR 71,9 Mio. um EUR 4,2 Mio. auf EUR 76,1 Mio. gesteigert werden. Attraktive Rahmenbedingungen für den Zuckerrübenanbau (hohe Marktpreise für Zucker) und eine hohe Nachfrage aus dem Osten Europas unterstützten eine deutliche Erhöhung der Umsätze mit Zuckerrübensaatgut im Vergleich zum Vorjahr. Umsatzrückgänge bei den Fruchtarten Sonnenblume und Gemüse konnten durch die positive Entwicklung der Zuckerrübe kompensiert werden. Die Ursachen für diese Umsatzrückgänge sind unterschiedlich gelagert. Das Sonnenblumensaatgut konnte vor dem Hintergrund neuer Importrestriktionen in einigen Ländern nicht in dem geplanten Volumen abgesetzt werden. Die Aktivitäten in Bezug auf das Gemüse (Zuckermais und Gemüseerbse) wurden hingegen im abgelaufenen Geschäftsjahr eingestellt. Die Partner der D&S im Bereich Gemüse informierten die Gesellschaft in Q2/Q3 2023 darüber, die Zusammenarbeit zukünftig nicht fortführen zu wollen. Nach mehreren Gesprächsrunden sind die Parteien zu dem Ergebnis gekommen, die Zusammenarbeit zu beenden. Vor diesem Hintergrund stellte die D&S das Gemüsegeschäft in dem abgelaufenen Geschäftsjahr ein und veräußerte die verbliebenen Bestände an die Partner. Hieraus resultierten die in diesem Bereich ausgewiesenen Umsatzerlöse. Die Umsätze der anderen Fruchtarten lagen innerhalb der Erwartungen und mindestens auf Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der negativen Entwicklungen in den Vorjahren initiierte die D&S im Vorjahr ein Transformationsprojekt. Im Rahmen dieses Projektes setzte die D&S im ersten Schritt Sofortmaßnahmen zur Kostenreduzierung um. Anschließend wurde im 4. Quartal 2022 eine Unternehmensberatung beauftragt, um die D&S bei der Erstellung und Umsetzung einer nachhaltigen Neuausrichtung zu unterstützen. Die Erstellung und Begutachtung des Transformationskonzeptes wurden im 3. Quartal 2023 abgeschlossen. Wesentliche Maßnahmen des Transformationskonzeptes sind: Etablierung einer neuen Vertriebsstrategie verbunden mit einem Ausbau des Angebots auf weitere Fruchtarten, Bestandsabbau der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie verbindliche Gesellschafterbeiträge zur Deckung des Liquiditätsbedarfs. Wesentliche Elemente des Transformationskonzeptes wurden bereits umgesetzt oder angestoßen. Die Etablierung weiterer und neuer Fruchtarten steht und bleibt weiterhin auf der strategischen Agenda der D&S. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die für das Berichtsjahr prognostizierte Umsatzsteigerung übertroffen wurde. In Bezug auf die Beschaffung haben sich, wie prognostiziert, keine Engpässe ergeben. Die Ergebnisse liegen deutlich über dem geplanten Niveau. 2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1. Ertragslage Abb. 5: Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung
Im Berichtsjahr liegen die Umsatzerlöse EUR 4,2 Mio. über dem Vorjahr. Die Absatzmengen der Zuckerrübe lagen deutlich über dem Vorjahr. Vor dem Hintergrund neuer Importbeschränkungen in einigen Ländern wurden die geplanten Volumina der Sonnenblume nicht abgesetzt. Die Umsätze im Bereich Gemüse beziehen sich auf den Abverkauf des Bestandes in Folge der Einstellung des Gemüsegeschäftes. Alle anderen Fruchtarten lagen auf oder über dem erwarteten Niveau. Die Rohertragsmarge lag im Berichtsjahr mit 52% leicht über dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung des Gemüsegeschäftes ergibt sich eine Rohertragsmarge von 53%. Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr aktiviert. Diese sind in den aktivierten Eigenleistungen enthalten und beliefen sich auf EUR 4,6 Mio. (Vorjahr 4,6 Mio.). Der Personalaufwand konnte im Berichtsjahr um 12,6% auf EUR 15,5 Mio. (Vorjahr EUR 17,7 Mio.) reduziert werden. Hierin enthalten sind Sondereffekte (u.a. Abfindungen) von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr EUR 0,8 Mio.). Sonstige betriebliche Erträge liegen EUR 1,6 Mio. über dem Vorjahr. Hierin enthalten sind Sondereffekte aus Rechtsstreitigkeiten (EUR 0,9 Mio.), Erträge aus Veräußerungen (EUR 0,7 Mio.) und Erstattungen im Zusammenhang mit der Aufgabe des Gemüsegeschäftes (EUR 0,3 Mio.). Sonstige betrieblichen Aufwendungen liegen EUR 2,4 Mio. unter dem Vorjahr. Im Berichtsjahr belief sich das EBITDA auf EUR 10,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,9 Mio.). Bereinigt um Sondereffekte ergab sich ein normalisiertes EBITDA von EUR 11,2 Mio. (Vorjahr EUR 3,7 Mio.). Auf die Aufgabe des Gemüsegeschäftes entfallen EUR 0,8 Mio., die sowohl im EBITDA als auch im normalisierten EBITDA enthalten sind. Das normalisierte EBITDA ergibt sich aus dem EBITDA, das im Berichtsjahr um Einmaleffekte von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr EUR 1,8 Mio.) bereinigt wurde. Weitere Details zu den Einmaleffekten sind in Abb. 6 dargestellt. Abb. 6: Übersicht der Einmaleffekte
Die Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBITDA) ist auf die eingeleiteten und bereits umgesetzten Maßnahmen zurückzuführen. Die Abschreibungen liegen EUR 1,1 Mio. unter dem Vorjahr. Hintergrund ist eine außerordentliche Abschreibung im Vorjahr aufgrund eines in der Vergangenheit initiierten Bauvorhabens, das nicht umgesetzt wurde. Im Berichtsjahr belief sich das Finanzergebnis auf EUR (1,4) Mio. (Vorjahr EUR (1,3) Mio.). Im Berichtsjahr lag das Jahresergebnis EUR 9,3 Mio. über dem Vorjahr und deutlich über Plan. 2.3.2. Vergleich wesentlicher Kennzahlen des Berichtjahres mit Vorjahresprognose Für das Berichtsjahr wurde ein um das Gemüsegeschäft bereinigtes Umsatzwachstum von 5- 10% und eine Verbesserung der Rohertragsmarge um 1-2 Prozentpunkte prognostiziert. Bereinigt um das Gemüsegeschäft konnte der Umsatz um EUR 10,0 Mio. (+16%) gesteigert werden. Wesentlicher Treiber war das deutlich über dem Vorjahr liegende Absatzvolumen der Zuckerrübe. Die Rohertragsmarge erhöhte sich von 51% auf 52%. Bereinigt um das Gemüsegeschäft sank die Rohertragsmarge von 54% auf 53%. Dies ist auf über der Prognose liegenden Umsätzen in Regionen mit einer im Vergleich zu anderen Märkten niedrigeren Marge zurückzuführen. 2.3.3. Finanzlage Abb. 7: Kapitalstruktur und Liquidität
Zentrale Aufgabe des Finanzmanagements ist die Erhaltung und Sicherstellung der finanziellen Handlungsfähigkeit und Flexibilität der D&S, um die Transformation, nachhaltiges und profitables Wachstum und die weitergehende Unabhängigkeit zu gewährleisten. Zentrale Steuerungssysteme sind laufende Liquiditätsplanungen, Steuerung und Überwachung der Zahlungsströme und das Management von Währungsrisiken. Wesentliche Finanzierungsinstrumente sind (i) ein auf das Umlaufvermögen basierender Finanzierungsrahmen, (ii) Gesellschafterfinanzierungen und (iii) Finanzierungen innerhalb der Strube Gruppe. Der bestehende auf das Umlaufvermögen basierende Finanzierungsrahmen hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2025 ("Finanzierung 1"). Ferner laufen die seitens der Gesellschafter gewährten kurzfristigen Finanzierungslinien (in Summe EUR 13,5 Mio.) am 30. September 2025 aus ("Finanzierung 2"). Vor dem Hintergrund der über Plan liegenden positiven Entwicklung des Unternehmens und einem erwarteten Nettoverschuldungsgrad von 1,0 - 1,6 (Finanzierung 1) bzw. 2,3 - 3,0 (Finanzierung 1 & Finanzierung 2), gehen wir davon aus, dass die Möglichkeit der Verlängerung oder Refinanzierbarkeit am Kapitalmarkt der beiden Finanzierungen (Finanzierung 1 + Finanzierung 2) überwiegend wahrscheinlich gegeben ist. Aufgrund der Verluste der vergangenen Jahre weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 1,9 Mio. (Vorjahr EUR 8,4 Mio.) aus. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne lag zum Stichtag vor dem Hintergrund von qualifizierten Rangrücktritten verschiedener Gläubiger und einer positiven Fortbestehensprognose nicht vor. Der Free Cash Flow belief sich im Berichtsjahr auf EUR 5,9 Mio. (Vorjahr EUR (13,8) Mio.). Im Berichtsjahr wurden notwendige Ersatzinvestitionen getätigt. Es wurden Investitionen in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 1,1 Mio.) getätigt. 2.3.4. Vermögenslage Abb. 8: Verkürzte Bilanz
Zum Ende des Berichtsjahres belief sich das Anlagevermögen auf EUR 26,0 Mio. (Vorjahr EUR 23,4 Mio.). Die Erhöhung ist auf die Aktivierung von Eigenleistungen (Entwicklungskosten für die Fruchtarten Weizen und Zuckerrübe) in Höhe von EUR 4,6 Mio. (Vorjahr EUR 4,6 Mio.) zurückzuführen. Das Umlaufvermögen belief sich zum Stichtag auf EUR 45,9 Mio. (Vorjahr EUR 53,5 Mio.). Niedrigere Vorräte und Forderungen waren die wesentlichen Treiber für den um EUR 7,6 Mio. unter dem Vorjahr liegenden Wert des Umlaufvermögens. Zum Stichtag beliefen sich die Vorräte auf EUR 30,7 Mio. (Vorjahr EUR 32,4 Mio.). Die Reduktion im Vergleich zum Vorjahr ist auf den geplanten und realisierten Abbau der Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe zurückzuführen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag reduzierte sich von EUR 8,4 Mio. um EUR 6,5 Mio. auf EUR 1,9 Mio. Die Reduktion der Verbindlichkeiten auf EUR 70,4 Mio. (Vorjahr EUR 81,8 Mio.) sind im Wesentlichen auf niedrigere Inanspruchnahmen verfügbarer Finanzierungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wesentliches Steuerungsinstrument stellen die Jahres- und Mittelfristplanungen dar. Diese erfolgen auf Basis von Absatz- und Umsatzplanungen, Produktionskapazitäten und -mengen, Personal- und Sachkostenplanungen, Investitionen und internen Leistungsverrechnungen, die wiederum in dem Finanzplan münden. Als bedeutsamste Steuerungsgrößen der Geschäftsaktivitäten dienen erhaltene Kundenaufträge (insbesondere Frühbestellungen), der Umsatz, die Rohertrags-Marge, das Betriebsergebnis (EBITDA), die EBITDA Marge sowie die Liquiditätskennzahl Free Cash-Flow. Über die Rohertrags-Marge wird die Profitabilität des Produktportfolios und der verschiedenen Märkte gesteuert. Das EBITDA zeigt die operative Leistung des Unternehmens und ergibt sich aus dem um Ertragsteuern, Zinsen, Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögensgegenstände bereinigten Jahresergebnis. Der Free Cash-Flow definiert sich als Mittelzufluss oder Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit nach Steuern (also vor Finanzierungstätigkeit) und ist ein Indikator für die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens. Die Steuerung der Geschäftsaktivitäten erfolgt über die beschriebenen Finanzkennzahlen. Aktuell werden weitere, nicht-finanzielle Steuerungsgrößen entwickelt und eingeführt. Hiermit sollen die Bereiche Sicherheit, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit erfasst und gesteuert werden. Im Berichtsjahr lagen die Umsatzerlöse EUR 4,2 Mio. über dem Vorjahr. Die Rohertrags-Marge lag im Berichtsjahr mit 52,0% leicht über dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sowohl das EBITDA, als auch das bereinigte EBITDA deutlich auf EUR 10,0 Mio. bzw. EUR 11,2 Mio. gesteigert werden. Der Free Cash Flow erhöhte sich um EUR 19,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht 3.1.1. Allgemein Die dargestellten Erwartungen der Unternehmensleitung basieren auf dem Transformationskonzept und einer vom Unternehmen aktualisierten Planung. Hierin wurden alle zum Zeitpunkt der Erstellung bekannten Informationen berücksichtigt. Alle Planung unterliegen diversen Unsicherheiten. Hierzu gehören die Auswirkungen des Ukrainekrieges, der Klimawandel mit auftretenden Wetterextremen, Lokalisierungstendenzen bestimmter Länder und regulatorische Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft. 3.1.2. Relevante Änderungen Unter 2.2. wurde dargelegt, dass die D&S das Gemüsegeschäft aufgeben musste. Das Umsatzniveau wird sich entsprechend reduzieren. Im Berichtsjahr gab es Liefer- und Leistungsbeziehungen mit den Gesellschaftern der Strube Gruppe. Ferner gibt es zum Stichtag Forderungen und Verbindlichkeiten der D&S gegenüber den Gesellschaftern der Strube Gruppe. Am 19. April 2024 unterzeichneten die Gesellschafter der Strube Gruppe einen Anteilskaufvertrag, mit dem der Mehrheitsgesellschafter die Anteile des Minderheitsgesellschafters an der Strube Gruppe vorbehaltlich verschiedener aufschiebender Bedingungen erwirbt. Ferner wurden in diesem Zusammenhang verschiedene Kapitalmaßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals der Strube Gruppe vereinbart. Die aufschiebenden Bedingungen wurden am 09. Juli 2024 erfüllt. Mit Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen, wurde (i) die Übernahme der Anteile des Minderheitsgesellschafters an der Strube Gruppe durch den Mehrheitsgesellschafter wirksam und (ii) die Voraussetzung für die Umsetzung der vereinbarten Eigenkapitalmaßnahmen geschaffen. Durch die vereinbarten Eigenkapitalmaßnahmen wird das Eigenkapital der D&S um EUR 3,0 Mio. erhöht (Erhöhung der Kapitalrücklage durch Einbringung einer Forderung des Gesellschafters). Zum Stichtag beläuft sich das Eigenkapital auf EUR (1,9) Mio. Nach Umsetzung der beschriebenen Eigenkapitalmaßnahme erhöht sich das Eigenkapital um EUR 3,0 Mio. auf EUR 1,1 Mio.. 3.1.3. Prognose Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir ein um das Gemüsegeschäft bereinigtes marginales Umsatzwachstum von 1-2% im Vergleich zum Berichtsjahr. Vor dem Hintergrund einer optimierten Portfoliosteuerung gehen wir von einer Steigerung der Rohertragsmarge auf ca. 54-55% aus. Wir planen mit einem Ergebniskorridor von EUR 6-8 Mio. Auf dieser Basis gehen wir von einem Free Cash Flow von EUR 6-8 Mio. aus. Das Umlaufvermögen soll durch weitergehende Reduktion der Vorräte reduziert werden. Auf Basis der beschriebenen Prognose und der unter 3.1.2. beschriebenen Änderungen erwarten wir zum 30. Juni 2025 ein positives Eigenkapital. 3.2. Chancen- und Risikobericht Als international agierender Saatguthersteller ergeben sich Chancen und Risiken, auf die im Folgenden näher eingegangen wird. 3.2.1. Chancen Wir sehen zwei wesentliche Bereiche, die sich positiv auf das Geschäft der D&S auswirken können. Markt- und produktbezogene Chancen Hierunter verstehen wir Lösungen auf die unterschiedlichen Bedarfe, Anforderungen und Herausforderungen der Landwirtschaft in den jeweiligen Ländern. Hierbei geht es um Antworten auf Herausforderungen, die sich durch den Klimawandel, lokale regulatorische Rahmenbedingungen, Ertrags- und Kostensituation und das lokale Angebot ergeben. Die Geschwindigkeit, mit der sich neue Herausforderungen ergeben beziehungsweise Bestehende verändern oder überlagern nimmt kontinuierlich zu. Dies eröffnet unabhängigen, mittelständigen und agilen Unternehmen mit hoher Innovationskraft wie der D&S die Chance, diese Potenziale durch eine starke Markt- und Kundenorientierung zu realisieren. Unsere Prozesse, von der Forschung über die Produktion bis hin zur Beratung, sind darauf ausgerichtet, frühzeitig Trends und Veränderungen zu identifizieren. Hierdurch sind wir in der Lage, proaktiv nachhaltige Lösungen zu entwickeln und anzubieten, die die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Kunden ermöglichen. Die Unterstützung unserer Kunden bestätigen unseren Ansatz und den eingeschlagenen Weg. Transformationsbezogene Chancen Im Rahmen der Erstellung des Transformationskonzeptes wurden einige Bereiche mit Optimierungspotenzial identifiziert. Hierzu gehören Kommunikation, Kooperationen und Prozesse. Durch die Umsetzung der definierten Maßnahmen und einem zu etablierenden kontinuierlichen Verbesserungsprozess wollen wir effizienter und noch agiler werden. Mit der kontinuierlichen Erhöhung unseres Standardisierungs- und Digitalisierungsgrades wollen wir die Kosten weiter reduzieren und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. 3.2.2. Risiken Aufgabe des Risikomanagements ist es, materielle Risiken früh zu identifizieren und geeignete Maßnahmen proaktiv umzusetzen. Ziel ist die Vermeidung bzw. Minimierung von Schäden und die Einhaltung wesentlicher Unternehmensgrundsätze und -zielstellungen. Bestandsgefährdende Risiken Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2024 weist einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von EUR 1,9 Mio. aus. Bei der bilanziellen Überschuldung handelt es sich um keine Überschuldung i.S.d. Insolvenzordnung, da (i) qualifizierte Rangrücktritte verschiedener Gläubiger vorliegen, (ii) sich das Unternehmen auf dem Sanierungspfad gemäß Sanierungsgutachten vom 27. Oktober 2023 befindet und (iii) eine Durchfinanzierung durch Verlängerung oder Refinanzierung am Kapitalmarkt der im Juni 2025 und September 2025 auslaufenden Finanzierungen aus heutiger Sicht überwiegend wahrscheinlich auszugehen ist. Sofern die Annahmen des dem Sanierungsgutachten zu Grunde liegenden Konzeptes oder die im Kreditvertrag vorgesehenen Kennzahlen nicht eingehalten sowie die Verlängerung oder Refinanzierung der Darlehen nicht erreicht werden und keine anderen liquiditätsunterstützenden Maßnahmen ergriffen werden könnten, wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Liquiditätsrisiko und finanzielle Risiken Die liquiden Mittel der Strube Gruppe sind auf die unterschiedlichen Gruppengesellschaften in den verschiedenen Jurisdiktionen verteilt und aufgrund lokaler rechtlicher Bedingungen nur teilweise zentral verfügbar. Um die Zahlungsfähigkeit der Strube Gruppe und somit auch der D&S jederzeit sicherzustellen, verfolgt das Unternehmen eine strikte Liquiditätsplanung und - management. Die Gesellschaft verfügt über einen auf das Umlaufvermögen bezogenen Finanzierungsrahmen und einen Finanzierungsrahmen von den Gesellschaftern. Das Liquiditätsrisiko der Strube Gruppe besteht grundsätzlich darin, den finanziellen Verpflichtungen (z. B. Rückzahlung von Darlehen, Lieferantenkrediten, Zinsen etc.) möglicherweise nicht jederzeit nachkommen zu können oder vereinbarte Kennzahlen zu verfehlen. Die Kreditfinanzierung verzinst sich variabel mit unterjährlichen Zinsanpassungen. Daraus resultiert ein Zinsänderungsrisiko bei möglichen steigenden Zinsen. Weitere Risiken ergeben sich aus der Zahlungsfähigkeit unserer Kunden und können somit zu Forderungsausfällen führen. Diesen Risiken wird durch ein systematisches Kreditcontrolling, auch in Zusammenarbeit mit externen Kreditrating-Agenturen und Kreditversicherungsanbietern, mit konsequenten Mahnmaßnahmen begegnet. Operative Risiken Die Gesellschaft nutzt technisch anspruchsvolle Saatgutaufbereitungsanlagen. Betriebsunterbrechungen können die Verfügbarkeit und folglich die Verkaufsmengen negativ beeinflussen und somit signifikante Risiken darstellen. Zur Reduzierung dieser Risiken werden vorbeugende Instandhaltungen durchgeführt. Zusätzlich verfügen wir über eine Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung. Geopolitische Risiken Die angespannte geopolitische Lage in Osteuropa und dem Nahen Osten birgt Risiken für die Geschäftsaktivitäten der D&S. In Osteuropa existieren hohe Risiken durch militärische Konflikte in der Ukraine. Dies betrifft sowohl den russischen Markt als auch den ukrainischen Markt. In der Ukraine sieht die Gesellschaft Gesundheitsrisiken für die Kollegen und Kolleginnen der Gruppengesellschaften und in Russland Risiken aus den Lokalisierungsbestrebungen. Letzteres könnte zu einem Importstopp von Saatgut führen, der hohe finanzielle Auswirkungen auf die D&S hätte. Potenzielle negative Auswirkungen begegnen wir mit speziellen Teams, die geeignete Maßnahmen entwickeln und diese bei Bedarf umsetzen. Innovationsrisiken Unser Geschäftserfolg hängt maßgeblich von der Entwicklung neuer Sorten ab, die leistungsstark und resistent sind. Neue Trends oder Technologiewechsel können auch bei uns entsprechende Anpassungen erforderlich machen. Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass neue Sorten vom Markt nicht akzeptiert werden. Um den Risiken entgegenzutreten wird der F&E Fortschritt kontinuierlich mit den Marktanforderungen und -gegebenheiten abgeglichen. Währungskursrisiko Finanzwirtschaftliche Risiken resultierend aus Währungsrisiken ergeben sich für die D&S nur indirekt, da die D&S in Euro fakturiert. Risiken ergeben sich durch überdurchschnittliche Preise in der jeweiligen Landeswährung in Folge eines ungünstigen Wechselkurses zum Euro. Dies könnte einen negativen Einfluss auf die Absatzmengen und Umsatzerlöse haben. Personalrisiken Die zunehmende Verknappung von qualifizierten Arbeitskräften u.a. durch den demographischen Wandel infolge der Alterung der Gesellschaft sowie geänderte Anforderungen erfordern zusätzliche Anstrengungen bei der Personalbeschaffung. Durch die Personalmaßnahmen der Strube Gruppe werden solche Risiken reduziert, indem ein systematischer und umfassender Ansatz verfolgt wird. Risiken der IT Die IT-Systeme der Strube Gruppe werden regelmäßig überwacht. Der Schutz und die Verfügbarkeit der Systeme hat oberste Priorität und wird von der IT-Abteilung in enger Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern sichergestellt. Umweltrisiken Bei den Produkten der D&S handelt es sich um landwirtschaftliche Produkte. Diese werden in ausgewählten Regionen im Freiland entweder durch Unternehmen der Strube Gruppe oder Dritte vermehrt. Die Vermehrung und folglich Ernte sind abhängig von den jeweiligen Umwelteinflüssen. Wetterextreme als Folge des Klimawandels können sowohl das Erntevolumen und die Qualität als auch die damit verbundenen Kosten negativ beeinflussen. Die D&S versucht diese Risiken durch eine sinnvolle Verteilung auf unterschiedliche Regionen und einer entsprechenden Vergütungsstruktur der Partner zu reduzieren. Diese Risiken können zwar gesteuert und minimiert, allerdings nicht eliminiert werden. Gesamteinschätzung der Risikosituation Risiken, die den Fortbestand der D&S gefährden könnten, wurden unter dem Punkt "Bestandsgefährdende Risiken" dargelegt.
Söllingen, den 30. September 2024 gez. Eric Verjux gez. Marcel Landmann BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Strube D&S GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Strube D&S GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Strube D&S GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben 1.1 im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 3.2.2 des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und die laufenden Finanzierungen der kreditgebenden Bank im Juni 2025 und der Gesellschafter im September 2025 auslaufen. Auf Basis eines Sanierungsgutachtens ist die Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft unter der Bedingung der vorgenannten Refinanzierungen und der Umsetzung des Sanierungskonzeptes gegeben. Sollten die dem Sanierungsgutachten zugrunde liegenden Planungen sowie die Refinanzierungen nicht realisiert werden können, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Wie in Angabe 1.1 und Abschnitt 3.2.2 dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 22. Oktober 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Michael Esser, Wirtschaftsprüfer Jöran Zehner, Wirtschaftsprüfer |
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