Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 19123
Eingetragen
9.12.2004
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen VermögensgüternVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Gegenstand
Ankauf, Verkauf und Vermietung von Produkten und Anlagen, Abschluss von Leasingverträgen sowie Miet-Kauf-Verträge für Produkte und Anlagen sowie die Vermittlung dieser Verträge und anderer Verträge für die Finanzierung von Investitionsgütern und Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Daniel Scholze
seit 9.12.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Julia Grübner
33.79%
33.10%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Julia Grübner
Dresden
147000
33.79%
Dresden
144000
33.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elbe-Leasing GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Entwicklung der Leasingbranche

Auf die Leasing-Branche wirkten in den vergangenen Jahren dieselben Schocks wie auf die Gesamtwirtschaft. Nach dem Ende der Corona-Pandemie drückten zunächst die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die damit verbundene Energiepreiskrise negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung. Zusätzlich setzte eine erhöhte Inflation ein, und die Zinsen stiegen entsprechend. Trotzdem ist die Leasing-Wirtschaft im Jahr 2023 deutlich gewachsen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten finanzierte die Branche für mehr als 85 Milliarden Euro in Deutschland Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment, Infrastruktur und andere Wirtschaftsgüter. Das Neugeschäftsvolumen, basierend auf einer Hochrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), entspricht einer Steigerung von 22,6 % gegenüber 2022. Neben einer gestiegenen Nachfrage resultierte der starke Zuwachs aus Nachholeffekten aufgrund von Lieferverzögerungen aus dem Vorjahr sowie aus Preissteigerungen. Auch unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren ist die Neugeschäftsentwicklung mehr als zufriedenstellend. Die Leasing-Branche gilt damit als verlässlicher Partner der Unternehmen in schwierigen Zeiten.

Trotz der guten Marktzahlen kann man mit der gesamtwirtschaftlichen Investitionsentwicklung nicht zufrieden sein. Seit 2019 hat sich ein Investitionsdefizit von insgesamt 155 Milliarden Euro angesammelt. Eine Erholung der Investitionen ist angesichts der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und der notwendigen Transformation dringend erforderlich.

Es braucht einen Investitionsschub in Deutschland, denn Investitionen in neue Technologien sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Transformation der Wirtschaft. Leasing ist dabei ein Motor für Investitionen und Innovationen. Zum Beispiel: in der Mobilitäts- und Energiewende durch Elektromobilität, durch Ladeinfrastruktur und Fahrräder. Leasing-Gesellschaften unterstützen den Ausbau des ÖPNV und finanzieren klimafreundliche Schienenfahrzeuge, auch werden Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien finanziert. Das Geschäft mit Photovoltaik- und Biomasse-Anlagen, Windparks wächst seit Jahren und verzeichnete 2023 ein Plus von 23 %.

Für einen schnellen Markthochlauf nachhaltiger Güter sind auch Fördermaßnahmen entscheidend, das hat die Umweltprämie für Elektroautos gezeigt. Jedoch hält die Politik häufig in den Förderbedingungen am Eigentums- statt am Nutzungsprinzip fest, das bremst Leasing aus. Der deutsche Mittelstand nutzt eine Vielfalt an Finanzierungsformen. Förderprogramme sollten daher dem Prinzip zweckgebundener Nutzung folgen und alle Finanzierungsarten berücksichtigen.

Treiber des Wachstums der Leasing-Branche im vergangenen Jahr war das Fahrzeugleasing, das fast zwei Drittel des Neugeschäftsvolumens ausmacht. Im Automarkt war der Auftragsstau durch lange Lieferzeiten besonders stark und konnte 2023 abgebaut werden, das Pkw-Neugeschäft stieg damit um 23 %. Jeder zweite neu zugelassene Pkw war 2023 ein Leasing-Fahrzeug.

Um 14 % steigerte sich das Neugeschäftsvolumen im zweitstärksten Leasing-Segment Busse, Lkw, Hänger und Transporter. Weiterhin boomt das Neugeschäft mit Fahrrädern und E-Rollern. Es wuchs im vergangenen Jahr um 24 %.

Die wirtschaftlich herausfordernde Lage spiegelte sich in zwei Leasing-Segmenten wider: Während die Auftragsbilanz des Maschinen- und Anlagenbaus laut des Branchenverbandes VDMA 2023 ein Minus von 11 % im Inland verzeichnete, stagnierte das Leasing-Neugeschäft mit Produktionsmaschinen.

Das Neugeschäft mit IT, Software und Cloud-Anwendungen wuchs unterdurchschnittlich (+ 3,6 %). Diese Entwicklung ist fatal angesichts der notwendigen Investitionen in die Digitalisierung.

Die Stimmung in der Leasing-Branche hat sich im Jahr 2024 weiter aufgehellt. Seit der letzten großen Zinserhöhung durch die Notenbanken sind sechs Monate vergangen. Die Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem Prozess der Anpassung. Das Ende der Rezession sei zwar absehbar, jedoch sei kein kräftiger Aufschwung zu erwarten. Für einen solchen Aufschwung sind strukturelle Reformen notwendig. Die bürokratischen Herausforderungen in Deutschland bleiben hoch, was Investitionen erschwert. Und auch die Inflation hat den Zielbereich noch nicht erreicht, vielmehr muss mit einem deutlich langsameren Rückgang und zwischenzeitlich auch wieder leicht ansteigenden Inflationsraten gerechnet werden. Die Senkung der Leitzinsen sollte deutlich langsamer erfolgen, als noch vor einigen Monaten, insbesondere an den Kapitalmärkten, erwartet wurde. Der Druck zu größeren wirtschafts- und steuerpolitischen Reformen sollte damit zunehmen.

2. Darstellung der Gesellschaft

2.1. Auftragseingang

Im Jahr 2023 wurden Leasing- und Mietkaufverträge zu Nettoanschaffungswerten in Höhe von 16.309,4 T€ (Vorjahr 15.622,9 T€) abgeschlossen. Damit konnte das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr wieder etwas gesteigert werden, das Ziel von 17 Mio. € wurde nahezu erreicht. Auf das Neugeschäft entfielen für Leasingverträge 4.247,4 T€ (26,04 %) und für Mietkaufverträge 12.062,0 T€ (73,96 %). Der Durchschnittswert aller Verträge war 116,5 T€, bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 57,1 Monaten. Die durchschnittliche Barwertmarge betrug vorläufig 8,41 %, und konnte damit gegenüber dem schwachen Vorjahr wieder deutlich gesteigert werden. Das Neugeschäft verteilte sich dabei auf folgende Branchen:

Druckindustrie = 68,2 %
Holzbearbeitung = 14,9 %
Sonstige = 16,9 %

Es wurden 140 (Vorjahr 139) Leasing-/Mietkaufverträge abgeschlossen. Dabei entfielen 37 Leasing-/ Mietkaufverträge auf Neukunden, dies entspricht einer Quote von 26,4 %.

Die Leasingquote konnte auf 26,04 % (Vorjahr 19,4 %) gesteigert werden. Es wurden dabei größere Maschineninvestitionen mittels Leasings realisiert. Der Mietkaufanteil von 73,96 % hat für die Elbe-Leasing GmbH noch immer eine große Bedeutung, da es sich überwiegend um hochwertige Industriemaschinen handelt, die Kunden zum Vertragsende übernehmen möchten. Zudem werden weiterhin in umfangreicher Zahl fördermittelfinanzierte Investitionen realisiert. In diesen Fällen ist Mietkauf zwingend geboten.

2.2. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft beruht im Wesentlichen aus Forderungen an Kunden aus Mietkauf-verträgen sowie dem Leasingvermögen. Die Forderungen an Kunden betragen 31.443,9 T€ (Vorjahr 29.979,3 T€), das Leasingvermögen konnte auf 7.500,1 T€ (Vorjahr 4.546,4 T€) deutlich gesteigert werden. Der Bestand an Forderungen aus Mietkaufverträgen blieb damit gegenüber dem Vorjahr in etwa gleich, der Bestand zum Leasingvermögen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen, da im Jahr 2023 größere Leasingobjektzugänge zu verzeichnen waren. Eine periodenkonforme Abrechnung des Neugeschäftes war auch im Jahr 2023 kaum möglich, da insbesondere bei größeren Industriemaschinen die Lieferzeiten bei 9 bis 12 Monaten lagen.

Die Geld-/Wertpapieranlagen betragen als Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 47,3 T€ (Vorjahr 45,7 T€). Die Abwertungen aus dem Jahr 2022 konnten sich im Jahr 2023 durch die kurzfristige Anlagestrategie dieser Fonds wieder etwas ausgleichen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Warenbestände aus insolventen Mietkaufverträgen in Höhe von 162,8 T€ (Vorjahr 3,4 T€), die zum Stichtag noch nicht der Wiederverwertung zugeführt wurden. Dieser Warenbestand umfasst Schadensfälle von Kundenengagements, die zum 31.12.2023 noch nicht verwertet wurden. Es konnten Anfang des Jahres 2024 weitere Maschinen (72 T€) verwertet werden, so dass die Position bereits weiter abgebaut wurde. Für die anderen Objekte bestehen konkrete Aktivitäten zur Verwertung an Miet- und Kaufinteressenten.

2.3. Finanzlage

Die Elbe-Leasing GmbH refinanziert derzeit ihr Leasing-/Mietkaufgeschäft zu 97,2 % im Eigenrisiko mittels Darlehen, und nur zu etwa 2,8 % im Rahmen von Forfaitierung. Im Verlauf des Jahres 2023 standen der Elbe-Leasing GmbH vier Refinanzierungspartner mit einem Gesamtvolumen von 51,0 Mio. € (49,0 Mio. € nach Auslaufen einer Kofinanzierung) zur Verfügung, bei einer Inanspruchnahme zum 31.12.2023 inklusive Zusagen von 41,4 Mio. €.

Die Refinanzierungslinien waren somit für das Jahr 2023 noch ausreichend, die Inanspruchnahme lag bei etwa 81,1 %.

Das Neugeschäft steigt seit Jahren kontinuierlich an, insbesondere in den Jahren 2021 bis 2023 jeweils zwischen 14,4 und 16,3 Mio. €.

Das anhaltende Neugeschäftswachstum und auch die hohe Nachfrage nach Beratungs- und Finanzierungslösungen der Elbe-Leasing GmbH wird dazu führen, dass wir künftig mit einem jährlichen Neugeschäft von 20 bis 25 Mio. Euro rechnen dürfen.

Für das im Jahr 2024 angepeilte Neugeschäft von rund MEUR 20 verfügt die Elbe-Leasing GmbH derzeit noch nicht über hinreichende Refinanzierungsmittel.

Um das Neugeschäft im Jahr 2024 und das weitere Wachstum zu ermöglichen, ist daher ein weiterer strategischer Refinanzierungspartner bzw. eine wesentliche Ausweitung vorhandener Refinanzierungslinien erforderlich. Ohne eine signifikante Erweiterung der Refinanzierung wird das mögliche Wachstum nicht realisierbar sein. Die Geschäftsführung der Elbe-Leasing GmbH befindet sich daher in intensiven Gesprächen mit möglichen Finanzierungspartnern.

Die Elbe-Leasing GmbH refinanziert sich aktuell ausschließlich über externe Bankenfinanzierungen. Die Refinanzierung wird hierbei einzelvertragsbezogen und laufzeitkonform mit externen Finanzierungsmitteln durchgeführt. Diese Mittel werden einzelfallbezogen beantragt und ausgezahlt. Verträge, die nicht refinanziert sind, werden nicht angenommen. Bei diesen Grundsätzen der Refinanzierung und des Finanzmanagements sind keine Besonderheiten zu Fälligkeit-, Währungs-, Zinsstruktur oder wesentlichen Konditionen von Verbindlichkeiten und zugesagten Kreditlinien zu beachten.

In den Jahren 2022 und 2023 hat die EZB als Währungshüter die Zinsen innerhalb dieser Zeit von nahezu null auf vierkommafünf Prozent rasant angehoben, um die Inflation zu bekämpfen. Hierdurch gab es in den Jahren 2022/23 für die Elbe-Leasing GmbH erstmals in ihrer Firmengeschichte wesentlichen Auswirkungen durch Änderung des Zinsniveaus und damit auch spürbare Einflüsse aus Änderungen der Kreditkonditionen. Die Lieferzeiten von Maschinen und Anlagen betrugen in den Jahren 2022/23 durchweg etwa 12 Monate und länger, zugesagte Liefertermine wurden außerdem immer wieder um bis zu 3 Monate geschoben. Die dadurch verzögerte und nachträglich erheblich verteuerte Refinanzierungsabrechnung nahezu aller Verträge hat die Elbe-Leasing GmbH im Verlauf des Jahres 2022 in etwa 2,5 % Barwertmarge also etwa 300.000 bis 350.000 € an zukünftigen Erträgen/Substanz gekostet. Im Jahr 2022 wurden gegenüber nahezu allen Kunden im Rahmen bestehender AGB-Klauseln Konditionsanpassungen vorgenommen, jedoch ließen sich die ursprünglich kalkulierten Margen dabei nicht mehr vollumfänglich realisieren. Im Jahr 2023 konnte diesem Effekt entgegengewirkt werden, da die rasanten Steigerungen der Refinanzierungszinsen weitgehend vorher eingepreist werden konnten. Die Vorausschau auf die Refinanzierungszinsentwicklung im Jahr 2023 war damit auch deutlich planbarer. Die Nutzung der AGB-Klausel zu Konditionsanpassungen musste für Neuabschlüsse des Jahres 2023 nicht mehr zur Anwendung gebracht werden.

Damit wurden erstmals Auswirkungen durch erhebliche Änderung des Zinsniveaus und mögliche Einflüsse aus Änderungen der Kreditkonditionen realisiert, entsprechende Marktpreisrisiken bestehen somit. Es besteht jedoch die Möglichkeit gemäß Allgemeiner Geschäftsbedingung, ein geändertes Refinanzierungsumfeld zum Zeitpunkt der Vertragsabrechnung entsprechend neu einzupreisen.

2.4. Ertragslage

Das Leasingergebnis beläuft sich 2023 auf 148,5 T€ (Vorjahr 350,4 T€) und das Zinsergebnis beläuft sich auf 904,8 T€ (Vorjahr 897,8 T€). Der Rückgang im Leasingergebnis korrespondiert zunächst mit dem gesunkenen Leasingvermögen im Jahr 2022 und dem ersten Halbjahr 2023. In dieser Zeit wurden größere Leasingobjektabgänge verzeichnet. Erst Ende des Jahres 2023 konnten neu abgeschlossene Leasingverträge zum größeren Teil abgerechnet werden. Auf ein positives Leasingergebnis hatte dies jedoch keinen nennenswerten Einfluss mehr. Das Zinsergebnis korrespondiert mit den rasant gestiegenen Refinanzierungszinsen im Jahr 2022/23, der Anstieg der Zinserträge wurde vom Anstieg der Zinsaufwendungen vollständig aufgezehrt.

Die direkten Kosten (Personal + sonstige Kosten) erhöhten sich auf 989,4 T€ (Vorjahr 908,4 T€). Die Personalkosten und sonstigen Kosten sind dabei jeweils um etwa 40 T€ angestiegen. Bei den gestiegenen Kosten handelt es sich im Wesentlichen um Zukunftsinvestitionen. Hierauf entfallen Teilzahlungen zur Inflationspauschale, die Schaffung zweier neuer Ausbildungsplätze und Investitionen in die EDV, EDV-Sicherheit und Digitalisierung.

Für das Jahr 2024 rechnen wir mit direkten Kosten in Höhe von etwa 990,0 T€.

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt -227,8 T€ (Vorjahr +54,8 T€). Das Jahresergebnis korrespondiert insgesamt mit den Einflüssen und Veränderungen der Jahre 2022/2023 sowie mit den vorgenannten Kostensteigerungen und dem geringeren Leasingergebnis.

Für das Jahr 2024 erwarten wir wieder ein positives Jahresergebnis und einen ansteigenden Neugeschäftseingang.

3. Risikomanagement

Im Jahr 2023 wurden Leasing-/Mietkaufraten in Höhe von 33,4 T€ (Vorjahr 40,0 T€) ausgebucht. Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von 15,7 T€ gebildet und 3,0 T€ aufgelöst (Vorjahr 20,0 T€ aufgelöst). Pauschalwertberichtigungen erfolgten wie im Vorjahr keine. Zum 31.12.2023 stehen Objekte im Wert von 162,8 T€ (Vorjahr 62,2 T€) noch zur Verwertung. Es konnten Anfang des Jahres 2024 weitere Maschinen (72 T€) verwertet werden, so dass die Position bereits weiter abgebaut wurde. Für die anderen Objekte bestehen konkrete Aktivitäten zur Verwertung an Miet- und Kaufinteressenten. Für den damit verbliebenen Rest an Objekt-/Warenbeständen erwarten wir keine besonderen Risikokosten. Ein international funktionierender und liquider Gebrauchtmaschinenmarkt ist trotz wirtschaftlicher Abschwächung, der aktuellen Russlandsanktionen und den geopolitischen Spannungen immer noch vorhanden.

Die durchschnittliche Rücklastschriftenquote ist auf 4,19 % gestiegen (Vorjahr 2,47 %). Der Anstieg der Rücklastschriftenquote spiegelt die Realwirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2023 wider. Das Zahlungsverhalten unserer Kunden hat sich demnach im Jahr 2023 etwas eingetrübt. Coronabedingte Ratenstundungen wurden 2023 fast vollständig zurückgeführt.

Die Elbe-Leasing GmbH ist der Leasingspezialist für mittelständische Kunden der Druckindustrie und der holzverarbeitenden Industrie. Dieser Branchenfokus erfordert Spezialwissen für und über diese Kunden und zu den Objekten und Märkten. Durch diese klare strategische Ausrichtung kann die Elbe-Leasing GmbH im Wettbewerb mit anderen Anbietern gut bestehen. Das Risikomanagement ist im Vertriebshandbuch und Risikohandbuch dokumentiert. Dabei sind standardisierte Abläufe festgelegt, um die Leasing-/Mietkaufgeschäfte zu identifizieren, die in die Geschäftsstrategie der Elbe-Leasing GmbH passen. Eigenes unternehmerisches und risikobewusstes Handeln, regelmäßige Kunden-/ Branchenvergleiche sowie hohe Objekt- und Produktkenntnisse unterstützen diese strategische Ausrichtung.

Als Branchenspezialisten bewegt sich die Elbe-Leasing GmbH streng in den Kernmärkten und berücksichtigt die nachfolgend genannten Abläufe vor und während des Vertragsabschlusses:

vor Vertragsabschluss während Vertragsdauer
Plausibilitätsprüfung anhand persönlicher Gespräche beim Kunden Kennzeichnung von Objekten (> 50 T€)
Bilanzanalyse anhand von Jahresabschlüssen und betriebswirtschaftliche Auswertungen aktive Überwachung von zahlungsgestörten Verträgen anhand von Telefonaten, persönlichen Gesprächen, regelmäßigen Besuchen und Objektnachschau
Beurteilung stiller Reserven Prüfung aktueller Entwicklungen anhand von betriebswirtschaftlichen Auswertungen, OPOS-Listen, Jahresabschlüssen, Branchenvergleichen
Auswertung von Bank-, Creditreform- und Handelsregisterauskünften
Preisvergleiche und Wertentwicklung von Produktgruppen und Objekten
gegebenenfalls Risikoteilung durch Rückkaufvereinbarungen/Restwertgarantien

Eine jährliche Überprüfung der Risikotragfähigkeit erfolgt im Rahmen von Stresstests, die Ergebnisse werden der Geschäftsführung durch Risikoberichte zur Kenntnis gegeben. Entsprechende Handlungsempfehlungen werden bei besonderen Feststellungen oder Ereignissen erarbeitet.

Die Elbe-Leasing GmbH und ihre Kunden haben bislang die Krisen der letzten Jahre bestehend aus Einflüssen durch Pandemie, geopolitischen Spannungen, Inflation sowie dem Energie-/Rohstoff-Markt gemeistert. Wir waren auf Krisen gut vorbereitet, und konnten somit auch betroffene Kunden durch diese Zeiten begleiten. Die vorhandenen Handlungspläne insbesondere für die Betreuung identifizierter Risiken (Obligo > 500 T€) haben sich bislang als wirksam erwiesen.

Die Elbe-Leasing GmbH ist nicht nur eine Leasinggesellschaft, sondern Spezialist und Dienstleister nach dem Motto: "Kümmere dich darum, dass es deinen Kunden gut geht, dann geht es dir selbst auch gut!". Auf dieser Grundlage wurde die Organisationsstruktur überarbeitet und angepasst.

Es gibt sechs Profit Center: Leasing/Mietkauf, Sale-and-lease-back, Gebrauchtmaschinenvermittlung, Small-Ticket-Leasing, Beratung sowie Fördermittelberatung und -begleitung. Dadurch verfügt die Elbe-Leasing GmbH über sehr umfangreiche Angebote/Dienstleistungen für ihre Kunden. Die Kunden können vielseitiger unterstützt werden bei gleichzeitig besserer Risikoeinschätzung und -beobachtung. Die Elbe-Leasing GmbH hat in den vergangenen Jahren ihren Anteil an Kunden aus der Holzverarbeitungsindustrie deutlich ausgebaut.

Die Elbe-Leasing GmbH sammelt und recherchiert fortlaufend Daten und Informationen mit Empfehlungen und Handlungsvorschlägen für alle unternehmerischen Themenbereiche: Finanzierung, Liquidität, Förderung, Materialbeschaffung, Bevorratung, Preisbildung, Forderungsmanagement, Unternehmens-steuerung, Arbeitskräftebindung, Nachhaltigkeit, Nachfolgeregelung etc. Durch eine breite Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern im Rahmen eines wöchentlichen Newsletters sowie eigenen social media Kanälen wird hier unseren Partnern dieses Knowhow zur Verfügung gestellt. Die Wahrnehmung bei den Kunden und Netzwerkpartnern ist durchweg sehr positiv und die Elbe-Leasing wird als echter Unternehmenspartner auf Augenhöhe in allen Bereichen wahrgenommen und genutzt.

3.1. Adressausfallrisiken

Das Adressausfallrisiko wird definiert als Risiko eines finanziellen Verlustes durch teilweisen oder vollständigen Ausfall zugesagter Leistungen durch Geschäftspartner. Durch das Geschäftsmodell und die Kunden-, Objekt- sowie Bonitätsanalyse der Elbe-Leasing GmbH sind effektive Vorkehrungen zur Erkennung, Kontrolle und Begrenzung von Kundenrisiken getroffen. Die Bonität eines Kunden wird durch Analyse der vom Kunden zur Verfügung gestellten Unterlagen (Bilanz, BWA, Selbstauskünfte u. a.) und durch Auswertung weiterer durch die Gesellschaft eingeholter Auskünfte ermittelt. Durch die Geschäftsleitung der Elbe-Leasing GmbH erfolgt die Prüfung und Genehmigung bzw. Entscheidung. Bei laufenden Verträgen überwacht der Innendienst in enger Abstimmung mit der Geschäftsleitung das Risiko. In regelmäßigen Beratungen wird über Einzelengagements berichtet. Bei auftretenden Zahlungsstörungen werden unter Hinzuziehung der Geschäftsleitung Gespräche mit dem Kunden geführt. Diese werden teilweise in einem engen Zeitkorridor mit vor Ort Besuchen und Objektkontrollen verbunden. Im Bedarfsfall werden in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung Maßnahmen zur Risikoabwehr und -minimierung beschlossen und durchgeführt. Die Refinanzierungspartner werden über den jeweiligen Sachstand von leistungsgestörten Fällen informiert.

Die andauernden Belastungen - durch Pandemie, Inflation, Produktionsstörungen und Preiseffekte, hohe Zinskosten, die Auswirkungen des Ukrainekrieges, branchenübergreifende Produktionsausfälle sowie immer noch hohe Beschaffungskosten - dämpfen derzeit die wirtschaftliche Dynamik. Die Auswirkungen dieser außergewöhnlichen Mehrfach-Belastungen lassen sich derzeit nicht abschließend definieren, eine rezessive Wirtschaftsphase für die Gesamtwirtschaft und damit auch für unsere Kunden ist das wahrscheinliche Szenario. Die Elbe-Leasing GmbH sieht sich mit ihrem Geschäftsmodell und den Erfahrungen, insbesondere aus den bisherigen Krisen auf ein solches Szenario - auch mit möglicherweise höheren Adressausfallrisiken - gut vorbereitet.

3.2. Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken können Ertragseinbußen durch Veränderungen von Preisen für Wertpapiere, Währungen und Derivate sowie von Zinssätzen sein. Die Elbe-Leasing GmbH handelt weder mit Wertpapieren noch mit fremden Währungen.

Marktpreisrisiken können aber auch im Rahmen von Ertragseinbußen durch Veränderungen von Zinssätzen entstehen. In den Jahren 2022 und 2023 hat die EZB als Währungshüter die Zinsen innerhalb dieser Zeit von nahezu null auf vierkommafünf Prozent rasant angehoben, um die Inflation zu bekämpfen. Hierdurch gab es in den Jahren 2022/23 für die Elbe-Leasing GmbH erstmals in ihrer Firmengeschichte wesentlichen Auswirkungen durch Änderung des Zinsniveaus und damit auch spürbare Einflüsse aus Änderungen der Kreditkonditionen. Lange Lieferzeiten und dadurch verzögerte und nachträglich erheblich verteuerte Refinanzierungsabrechnung nahezu aller Verträge des Jahres 2022 hatte die Elbe-Leasing GmbH dazu veranlasst, bei fast allen Kunden im Rahmen bestehender AGB-Klauseln Konditionsanpassungen vorzunehmen. Jedoch ließen sich die ursprünglich kalkulierten Margen dabei nicht mehr vollumfänglich realisieren. Im Jahr 2023 konnte diesem Effekt entgegengewirkt werden, da die rasanten Steigerungen der Refinanzierungszinsen weitgehend vorher eingepreist werden konnten. Die Vorausschau auf die Refinanzierungszinsentwicklung im Jahr 2023 war auch deutlich planbarer. Die Nutzung der AGB-Klausel zur Konditionsanpassungen musste für Neuabschlüsse des Jahres 2023 nicht mehr zur Anwendung gebracht werden. Derzeit können alle Neuanfragen mit den jetzt gültigen Refinanzierungssätzen - inklusive Sicherungsaufschlag - kalkuliert werden. Weitere Zinsanhebungen durch die EZB sind derzeit nicht zu erwarten, für das 2. Halbjahr 2024 ist eher mit leicht sinkenden Zinsen zu rechnen. Kurzfristig neue Marktpreisrisiken sehen wir aktuell nicht.

Das Verwertungsrisiko ist Teil jeden Leasing- oder Kreditgeschäfts. Die Elbe-Leasing GmbH bewegt sich in klar definierten Märkten, verfügt damit über sehr hohe Objektkenntnisse und kann damit die Verwertungsrisiken deutlich reduzieren. Besondere Auswirkungen einer rezessiven Wirtschaftsphase auf die globalen Gebrauchtmaschinenmärkte und deren Liquidität sowie Aufnahmekapazität sind aktuell noch nicht zu erkennen.

3.3. Liquiditätsrisiken

Im Berichtsjahr 2023 war die Zahlungsfähigkeit der Elbe-Leasing GmbH jederzeit gegeben. Der Liquiditätsbedarf der Elbe-Leasing GmbH wird fortlaufend ermittelt und überwacht sowie durch wöchentliche Liquiditätsanalysen und -besprechungen definiert. Die Höhe der Refinanzierungslinien war im Jahr 2023 noch ausreichend, die Linien wurden in den Jahren 2018 und 2020 bis auf 51 Mio. € deutlich erhöht, jedoch reichen die Refinanzierungslinien für das geplante Wachstum der Jahre 2024ff nicht mehr aus. Die Elbe-Leasing GmbH verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven für das Jahr 2024. Jedoch ermöglichen die Refinanzierungslinien aktuell nicht die geplante Ausweitung des Geschäftsvolumens. Um das Neugeschäft im Jahr 2024 und das weitere Wachstum zu ermöglichen, ist ein weiterer strategischer Refinanzierungspartner bzw. eine wesentliche Ausweitung vorhandener Refinanzierungslinien dringend erforderlich. Ohne eine signifikante Erweiterung der Refinanzierung wird dieses Wachstum nicht möglich sein. Die Geschäftsführung der Elbe-Leasing GmbH befindet sich hierzu permanent in Gesprächen.

3.4. Operationelle Risiken

In diese Kategorie fallen Risiken, die im laufenden Betrieb auftreten können. Das sind Gefahren, die durch externe und interne Störungen, fehlerhafte Abläufe und unzureichende Kontrollen auftreten können. Interne Kontrollen mindern das Risiko. Die Gesellschaft setzt Informationstechnologien ein, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und dem Geschäft angemessen sind.

Zur Gewährleistung von Sicherheitsstandards werden alle EDV-Systeme laufend überwacht und weiterentwickelt. Es bestehen Notfallszenarien, die getestet und evaluiert werden. Die Abläufe der Elbe-Leasing GmbH entsprechen den allgemeinen Standards der Leasingindustrie. Verfahren und Abläufe sind nach Aufgaben und Personen getrennt, die Datensicherung wird fortlaufend vorgenommen und mit Back-up-Systemen abgesichert. Rechtsrisiken bestehen nicht, da auf Standards in der Vertragsgestaltung und den Abläufen zurückgegriffen wird bzw. im Einzelfall durch einen externen Rechtsbeistand beurteilt und begleitet werden.

3.5. Sonstige Risiken

Aus regulatorischen Eingriffen des Staates können Risiken resultieren. Aus diesem Grund beobachtet die Elbe-Leasing GmbH kontinuierlich die relevanten Gesetzgebungsverfahren und die Rechtsprechung im Zivil- und Steuerrecht. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung derzeit nicht vor.

4. Ausblick auf die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Aussichten der Hauptkundengruppe "Druckindustrie" werden derzeit wie folgt beurteilt.

Die deutschen Druck- und Medienunternehmen gehören zu den modernsten weltweit. Geprägt ist die Branche in Deutschland von kleinen und mittleren Unternehmen. Zur Druckindustrie gehören aktuell rund 6.900 überwiegend kleine und mittelständische Betriebe mit mehr als 110.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Rund 83 % der Betriebe beschäftigen weniger als 20 sozialversicherungspflichtige Personen. Das sind rund 24 % aller Beschäftigten der Branche. Der überwiegende Anteil der Mitarbeitenden - knapp 60 % - arbeiten in Betrieben mit mindestens 20 und weniger als 250 Beschäftigten.

Nahezu alle Branchen und Organisationen sind zwingend auf Druckprodukte angewiesen. Deshalb gilt die Druck- und Medienbranche als weitgehend systemrelevant. 85 % des Produktionsvolumens resultieren aus Aufträgen aus der gewerblichen Wirtschaft. Unternehmen brauchen Formulare, Broschüren, Kataloge, Plakate, Verpackungen, Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel, Flyer und Etiketten, um damit ihre Zielgruppen und Märkte zu bedienen. Der Staat lässt u.a. Ausweise, Parlamentsdrucksachen, Geld und Wahlunterlagen drucken. 24 % der gewerblich georderten Produktion entfallen auf Zeitungen, Zeitschriften und Bücher. Weitere Druckerzeugnisse sind zum Beispiel bedruckte Tapeten, Fußböden, Folien, Displays, Chips, Batterien und Tastaturen. Privat werden knapp 11 % des gesamten Produktionsvolumens geordert. Für die Einladungskarte zur Hochzeit über das Abibuch bis hin zum Fotobuch geben die Deutschen rund 2,2 Milliarden Euro für Print aus.

Von der starken Präsenz bedruckter Materialien und Produkte in unserem Alltag leben nicht nur Druck- und Medienbetriebe, sondern auch ihre Zulieferer. Die größten sind Papierhersteller, Druckfarbenlieferanten sowie Händler und Produzenten von Klebstoffen. Aber auch Energiedienstleister und Maschinenhersteller profitieren von einer gesunden Druckindustrie.

Hohe Kosten, strapazierte Lieferketten und eine unsichere geopolitische Lage verlangen den Unternehmen der Druck- und Medienbranche flexibles, geschicktes unternehmerisches Handeln ab. Die Krisen der letzten Jahre zeigen jedoch: die deutsche Druck- und Medienbranche trotzt den Herausforderungen und Printprodukte haben einen ungebrochen hohen Wert. Daher ist die Branche als systemrelevant eingestuft.

Zwar sinken die Auflagen bestimmter gedruckter Zeitungen und Zeitschriften, aber als seriöse Informationsquellen gelten sie für unsere Demokratie, als unverzichtbar und sie sind, nach wie vor die dominierende Einnahmequelle der Verlage. Weiterhin gehören Printprodukte im Jahre 2022 mit 34,4 % der deutschlandweiten Nettowerbeeinnahmen zu den wichtigsten Werbeträgern, sind also für sämtliche Gewerbe von weiterhin großer Bedeutung.

Der Strukturwandel bleibt dennoch nicht ohne Folgen. Die Zahl der Druckunternehmen sinkt, die Zahl der Beschäftigten ebenso. Das angespannte Marktumfeld setzt die Branche einem enormen Wettbewerbsdruck aus. Der Branchenumsatz beträgt - nach coronabedingten Verlusten - inzwischen wieder etwa 18,9 Milliarden Euro. Die größte Herausforderung für eine Erholung der Branche liegt in der unterdurchschnittlichen Auftragslage. Eine wesentliche Ursache dafür ist die fortgesetzte Inflation, sowohl bei Verbraucher - als auch bei Erzeugerpreisen im Jahr 2023.

Die weiterhin gedämpfte Konsumneigung sowie eine stagnierende gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 konnten nur begrenzt zu einer kurzfristigen Stabilisierung der Nachfrage nach Druckereileistungen beitragen. Im Jahr 2023 beruhigte sich die Lage an den Energiemärkten weiter. Sowohl die rückläufige Preisentwicklung bei Erdgas und elektrischem Strom als auch der gute Füllstand der Gasspeicher haben signifikant zu einer Entspannung auf den Energiemärkten beigetragen. Im ersten Quartal 2023 lagen die Börsenpreise für elektrischen Strom und Erdgas rund 57 % bzw. 50 % unter dem Jahresdurchschnitt von 2022, blieben jedoch immer noch um 47 % bzw. 20 % über dem Durchschnitt von 2021. Auch die Preise für Druckpapiere gaben in den ersten Monaten des Jahres 2023 sichtlich nach. Die geringe Nachfrage, verbunden mit rückläufigen Energie-, Zell- und Holzstoffpreisen sowie den bereits im Sommer 2022 eingebrochenen Altpapierpreisen, erhöhen den Abwärtsdruck und zwingen die Hersteller von Druckpapieren, ihre Preise den neuen Gegebenheiten anzupassen. Im Vergleich zu den Vorjahren bleiben die Preise jedoch auf einem insgesamt hohen Niveau (+43,1 % bzw. +52,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2021). Inwieweit sich die Preise stabilisieren werden, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der genannten Faktoren ab. Die veränderte Kostenlage der Papierhersteller lässt jedoch darauf schließen, dass eine vollständige Rückkehr der Preise auf das Vorkrisenniveau nicht zu erwarten ist.

Die Branchensituation bleibt angespannt:

Insgesamt ist die Lage der Unternehmen der Druck- und Medienwirtschaft vom weiteren Verlauf der makroökonomischen Entwicklungen abhängig. Das Ausmaß, in dem sich diese jedoch in den Produktions- und Umsatzzahlen niederschlägt, lässt sich aufgrund der zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in der aktuellen Situation nur begrenzt abschätzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich insbesondere die Energiemärkte entwickeln und wie sich dies auf Verbraucher- und Erzeugerpreise auswirkt. Seit ihren Anfängen sah sich die deutsche Druck- und Medienbranche immer wieder großen Herausforderungen gegenüber und konnte diese stets mit unkonventionellen Lösungen und unternehmerischem Geschick bewältigen. Obwohl die Lage nach den Ereignissen der letzten Jahre schwierig ist und die Geschäftsrisiken durch Preisvolatilität, Kostenbelastungen und geopolitische Faktoren geprägt werden, hat sich die Branche auch im Jahr 2023 als den Umständen entsprechend widerstandsfähig erwiesen.

Die Elbe-Leasing GmbH ist als Finanzdienstleistungsinstitut gemäß KWG qualifiziert und hat unter anderem die Meldepflichten des KWG zu erfüllen. Dabei werden die Einhaltung der Meldepflichten, die Umsetzung des Geldwäschegesetzes, die Millionenkreditmeldungen sowie die Mindestanforderungen an das Risikomanagement im Besonderen beachtet. Eine der Unternehmensgröße entsprechende Strukturierung der Meldepflichten sowie alle Mindestanforderungen bzw. Organisations-Dokumentationen mit Handbüchern wurde eingerichtet. Die Durchführung der internen Revision durch planmäßige interne Kontrollen und die Konzeption der Risikotragfähigkeit wurde ebenfalls installiert. Diese Anforderungen an die Unternehmensorganisation und Risikosteuerung gilt es nun fortlaufend und individuell weiterzuentwickeln. Hierzu wird regelmäßig auf die Empfehlungen aus den Arbeitskreisen und Projektarbeiten des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen zurückgegriffen.

Die Elbe-Leasing GmbH verfügt über ein ausgezeichnetes und krisenerprobtes Geschäftsmodell. Die Vertriebspartnerschaften mit Lieferanten und Händlern beider Kernbranchen wurden in den letzten Jahren derart intensiv ausgebaut, dass diese Geschäftsbeziehungen auch für eine rezessive Wirtschaftsphase sehr belastbar sind. Für das Jahr 2024 erwartet die Elbe-Leasing GmbH eine leichte Steigerung des Neugeschäftes auf etwa 20 Mio. €, bei durchschnittlichen Barwerten von 6,5 bis 7 %.

Die stille Beteiligung von 1.300 T€ sichert für die Elbe-Leasing die weitere Unternehmensentwicklung, die dafür erforderliche Eigenkapitalausstattung sowie den begonnenen Wachstumskurs und den Digitalisierungsprozess. Das Geschäftsmodell der Elbe-Leasing bietet insbesondere in der derzeitigen Situation gute Wachstumschancen, da sie in ihren Kernmärkten als einziger Branchenspezialist und unabhängiger Partner wahrgenommen wird, insbesondere der unternehmerische Beratungsansatz auf Augenhöhe wird geschätzt. Diesem Anspruch konnte die Elbe-Leasing GmbH auch in den jüngsten Krisen gerecht werden.

 

Dresden, den 29. April 2024

Thomas Grübner, Geschäftsführer

Daniel Scholze, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

Vorjahr
1. Barreserve
Kassenbestand 522,96 142,71
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 1.481.536,47 1.931.369,92
3. Forderungen an Kunden 31.443.973,99 29.979.304,07
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 47.352,25 45.658,47
5. Leasingvermögen 7.500.104,74 4.546.419,00
6. Beteiligungen 30.000,00 30.000,00
7. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Software 12.973,06 1.084,93
8. Sachanlagen 43.224,14 65.459,58
9. sonstige Vermögensgegenstände 577.232,85 465.878,39
10. Aktive latente Steuern 202.500,00 202.500,00
11. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.139.117,80 911.268,47
42.478.538,26 38.179.085,54

PASSIVA

Vorjahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 5.659.358,76 2.368.058,81
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungs- frist 33.474.590,12 39.133.948,88 32.139.231,57
2. sonstige Verbindlichkeiten
täglich fällig 497.658,35 770.184,02
3. Rechnungsabgrenzungsposten 1.468.626,55 1.517.409,97
4. Rückstellungen
andere Rückstellungen 78.304,48 84.201,17
5. nachrangige Verbindlichkeiten 1.300.000,00 1.300.000,00
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 222.411,97 222.411,97
b) Kapitalrücklage 30.677,51 30.677,51
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 181.000,00 181.000,00
d) Bilanzverlust -1.573.207,28 -1.345.357,95
e) Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag 1.139.117,80 0,00 911.268,47
42.478.538,26 38.179.085,54

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

Vorjahr
1. Leasingerträge 13.431.598,07 18.215.539,02
2. Leasingaufwendungen -11.721.094,29 1.710.503,78 -16.464.359,16
3. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.888.265,61 1.541.760,58
4. Zinsaufwendungen -1.513.647,67 374.617,94 -1.103.037,25
5. laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 4.108,33 2.700,00
6. Provisionserträge 6.465,23 16.726,78
7. Provisionsaufwendungen -4.500,00 1.965,23 -1.092,44
8. sonstige betriebliche Erträge 28.515,18 92.316,46
9. allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -568.082,48 -534.431,99
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung -121.354,80 -116.736,70
darunter: für Altersversorgung: € 44.833,28 (Vorjahr: € 44.833,28)
-689.437,28
b) andere Verwaltungsaufwendungen -305.340,22 -994.777,50 -258.716,02
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen -1.332.485,52 -1.289.834,75
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -26.502,14 -1.358.987,66 -24.747,75
11. sonstige betriebliche Aufwendungen -19.650,59 -23.601,75
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren 639,00 413,54
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 -9.198,76
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -253.066,29 43.699,81
15. außerordentliche Erträge 2.094,88 19.443,91
16. außerordentliches Ergebnis 2.094,88 19.443,91
17. sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 11 ausgewiesen -2.194,51 -2.230,00
18. Erträge aus Verlustübernahme 25.316,59 0,00
19. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 -6.091,37
20. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -227.849,33 54.822,35
21. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.345.357,95 -1.400.180,30
22. Bilanzverlust -1.573.207,28 -1.345.357,95

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2023

1. Allgemeine Angaben

1.1 Bilanzrechtlicher Rahmen und Stetigkeiten

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Insbesondere wurden die ergänzenden Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute des vierten Abschnittes des dritten Buches des HGB beachtet. Die Bilanzierung erfolgte unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV).

Die Gliederung der Bilanz erfolgte abweichend von § 266 HGB gemäß den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV (Formblatt 1). Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte ebenfalls in Abweichung von § 275 HGB nach den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV (Formblatt 3).

Zur Verbesserung der Bilanzklarheit wurde eine Erweiterung des Formblatts 1 der RechKredV gemäß § 265 Abs. 5 HGB um einen zusätzlichen Aktivposten "Leasingvermögen" vorgenommen. Das Formblatt 3 der RechKredV wurde in diesem Zusammenhang unter Beachtung des § 265 Abs. 5 HGB um die Posten "Leasingerträge" und "Leasingaufwendungen" erweitert.

Die Gesellschaft ist nach § 340 Abs. 4 HGB i. V. m. § 340 a Abs. 1 HGB wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Dresden, Klotzscher Hauptstraße 1, 01109 Dresden, und ist angemeldet beim Amtsgericht Dresden unter der Nummer HRB 19123.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

1.2 Zusätzliche Angaben zur Vermittlung eines den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechenden Bildes der Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich ein signifikanter Anstieg (TEUR 3.291 bzw. 139,0% gegenüber dem Vorjahr) der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben. Dieser Anstieg beruht auf dem zum Bilanzstichtag angestiegenen Bestellvolumen an Mietkauf- und Leasinggegenständen sowie den vorherrschenden, längeren Lieferzeiten für die durch Elbe-Leasing finanzierten Leasinggegenstände (oftmals Druckmaschinen). Hieraus folgt die Notwendigkeit einer längeren und betragsmäßig umfangreicheren Zwischenfinanzierung von erforderlichen Anzahlungen. Eine Refinanzierung ist regelmäßig erst nach Anlieferung und Installation der jeweiligen Maschine möglich. Ob die Lieferzeiten zeitnah abnehmen, kann die Geschäftsführung aktuell nicht vorhersagen.

Die täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beruhen auf der Bestellung von Mietkauf- und Leasinggegenständen. Vor der Bestellung des jeweiligen Leasinggegenstandes wird mit der jeweiligen Refinanzierungsbank eine zum Leasingvertrag fristenkongruente Refinanzierung vereinbart. Bestellungen von Mietkauf- und Leasinggegenständen ohne eine entsprechende Refinanzierung sind laut den Organisationshandbüchern und Anweisungen der Gesellschaft untersagt. Die ausgewiesenen, täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden somit, nachdem die formalen Voraussetzungen für die bereits vereinbarten Refinanzierungen nachgewiesen werden, entsprechend lang- bzw. mittelfristig refinanziert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1. Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute

Die Barreserve (Kassenbestand) und die Forderungen an Kreditinstitute sind zu Nennwerten bilanziert.

2.2. Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Sofern die Restlaufzeit größer als ein Jahr ist, erfolgt der Ansatz zum Barwert der Forderung, wobei der Barwert über die Vertragsverzinsung ermittelt wird.

Zweifelhafte Forderungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Zahlungseingangs angesetzt. Es wurde keine pauschale Wertberichtigung gebildet.

Die Forderungen aus den fälligen Mietkauf- und Leasingraten werden als "Forderungen an Kunden" ausgewiesen.

Die Forderungen aus den noch nicht fälligen Mietkaufraten sind in Höhe des Barwertes der Mietkauf-raten ebenfalls unter den "Forderungen an Kunden" ausgewiesen.

Die Bewertung der zur Verwertung vorgesehenen Vermögensgegenstände aus vorzeitigen Vertragsauflösungen erfolgt mit dem Barwert der ausgefallenen Forderungen unter der Berücksichtigung des technischen Zustandes und des derzeitigen Marktwertes. Diese Vermögensgegenstände werden unter der Bilanzposition "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen. Soweit notwendig, erfolgten Abschreibungen auf den niedrigeren marktangepassten Wert.

2.3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Bewertung erfolgt nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Soweit dauerhafte Wertminderungen eingetreten sind, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

2.4. Beteiligungen

Bei der Beteiligung handelt es sich um eine stille Beteiligung, die dem Anlagevermögen zugeordnet ist. Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten.

2.5. Sachanlagen

Leasingvermögen

Die Zuordnung der Leasinggegenstände erfolgt in Anlehnung an steuerliche Vorschriften (BMF-Schreiben vom 19. April 1971; Ertragsteuerliche Behandlung von Leasing-Verträgen über bewegliche Wirtschaftsgüter; Aktenzeichen IV B/2 - S 2170 - 31/71).

Die Leasingvermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten abzüglich im Wesentlichen linearer Abschreibung unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von zwei bis acht Jahren bewertet.

Bei den Zugängen wurden die Abschreibungen nach der linearen oder vertragskonformen Methode berechnet.

Die Abschreibungszeiträume wurden unter Beachtung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer sowie der Vertragslaufzeit (nur bei gebrauchten Wirtschaftsgütern) ermittelt.

Das Leasingvermögen umfasst TEUR 7.500 (Vj. TEUR 4.546), darauf entfallen mit TEUR 7.033 (Vj. TEUR 4.294) technische Anlagen und Maschinen.

Eigene andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Der Ausweis betrifft selbst genutzte Vermögensgegenstände.

Die Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von einem bis dreizehn Jahren bewertet.

Bei den Zugängen wurden die linearen Abschreibungen pro-rata-temporis berechnet.

2.5. Immaterielle Anlagenwerte

Immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen Nutzungsdauern von drei bis fünf Jahren linear pro rata temporis abgeschrieben.

2.6. Aktive latente Steuern

Auf Grund der Unternehmensplanungen wird davon ausgegangen, dass die steuerlichen Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre teilweise verbraucht werden. In Höhe des erwarteten Verbrauchs wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern ausgewiesen. Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde ein künftiger Steuersatz von ca. 30 % zu Grunde gelegt.

2.7. Verbindlichkeiten

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 449 (Vj. TEUR 494) Verbindlichkeiten aus dem Einkauf von Leasing- und Mietkaufgegenständen. Die Verbindlichkeiten stehen im direkten Zusammenhang mit den abgeschlossenen Leasing- bzw. Mietkaufverträgen und sind direkt den abgeschlossenen Verträgen zuordenbar.

2.8. Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Diese Abgrenzung erfolgt aufgrund der vorgenommenen Forfaitierung der Forderungen aus Leasing- sowie Mietkaufverträgen und vertraglich vereinbarten Mietsonderzahlungen. Die Bewertung erfolgt zum Barwert.

2.9. Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen wurden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Entsprechend vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wird der notwendige Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.10. Nachrangige Verbindlichkeiten

Die stillen Beteiligungen werden unter den nachrangigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit 3 Monate bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 1.481.536,47 1.481.536,47 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.931.369,92) (1.931.369,92) (0,00) (0,00) (0,00)
2. Forderungen an Kunden 31.443.973,99 5.323.174,44 5.489.588,09 19.045.220,58 1.585.990,88
(Vorjahr) (29.979.304,07) (3.315.008,36) (5.998.385,70) (17.491.997,19) (3.173.912,82)
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 47.352,25 0,00 0,00 32.809,90 14.542,35
(Vorjahr) (45.685,47) (0,00) (0,00) (31.338,32) (14.320,15)
4. Sonstige Vermögens-gegenstände 577.232,85 308.775,94 167.379,32 54.266,79 46.810,80
(Vorjahr) (465.878,39) (369.903,30) (5.007,26) (61.466,79) (29.501,04)
33.550.095,56 7.113.486,85 5.656.967,41 19.132.297,27 1.647.144,03
(32.422.211,85) (5.616.281,58) (6.003.392,96) (17.584.802,30) (3.217.734,01)

Die Forderungen an Kunden gliedern sich auf wie folgt:

Forderungen an Kunden in EUR 31.12.2023 31.12.2022
ARAP Mietkauf (=Forderungen aus noch nicht fälligen Raten) 28.141.084,97 28.541.316,33
Forderungen aus rückständigen Mietkauf/Leasingraten 276.427,99 246.186,20
Forderungen aus gestundeten USt (noch nicht fällig) 321.260,79 554.467,47
Sonstige Forderungen (zukünftige Sonderzahlungen, Verwertung etc.; noch nicht fällig) -2.861,60 -17.907,61
Forderungen aus unterschriebenen Mietkaufverträgen, die aufgrund der 1. Rate erst im Folgejahr aktiviert werden 2.708.061,84 655.240,96
Einzelwertberichtung auf Forderungen 0,00 0,00
Summe 31.443.973,99 29.979.304,07

Die sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

Sonstige Vermögensgegenstände in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Waren Leasingvermögen 0,01 368.304,40
Warenbestand aus insolventen / gekündigten Verträgen 162.879,32 3.372,35
Forderungen gegenüber Finanzamt / Vorsteuer im Folgejahr abziehbar 297.531,93 1.556,93
Forderungen aus Ratenzahlungsvereinbarungen 8.766,79 24.441,34
Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil des stillen Gesellschafters 96.810,80 71.203,37
Auf Mietkaufvermögen geleistete Vorauszahlungen 11.250,00 0,00
Wertberichtigung sonstige Forderungen -6,00 -3.000,00
Summe 577.232,85 465.878,39

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. angeschaffte zweckgebundene Maschinen des Leasingvermögens in Höhe von EUR 0,01 (Vj. TEUR 368), die bis 31. Dezember 2023 bestandswirksam gekauft wurden. Die EUR 0,01 ergeben sich aus einer Rundungsdifferenz aus 2021 wegen der MwSt.-Senkung auf 16%.

Warenbestände aus insolventen Mietkaufverträgen bestehen in Höhe von TEUR 162,8 (Vj. TEUR 3). Es konnten bereits Maschinen (TEUR 60,7) verwertet werden, für die anderen Objekte bestehen konkrete Aktivitäten zur Verwertung an Miet- und Kaufinteressenten.

Die Forderungen gegenüber Finanzamt bestehen in Höhe von EUR 297.531,93 aus Erstattung Vorsteuer, Körperschaftssteuer, Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag 2023.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von TEUR 8,8 aus sonstigen Forderungen gegen Kunden aus gestörten Verträgen und dem nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil des stillen Gesellschafters in Höhe von TEUR 97 (Vj. TEUR 71).

3.2. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind ausschließlich börsenfähige und notierte Wertpapiere enthalten.

Zum Bilanzstichtag war aufgrund der Finanzmarktschwankungen eine Wertberichtigung (Zuschreibung) in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 9 Abschreibung) gebucht.

3.3. Leasingvermögen, immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anhang dargestellt.

Leasingvermögen

Die Gegenstände des Leasingvermögens dienen als Sicherheiten bei Ausfall eines Kunden. Durch die sachgerechte Bewertung und durch die Abschreibungen bestehen zum Jahresende keine wesentlichen Verlustrisiken. Zum Bilanzstichtag waren Restwerte in Höhe TEUR 2.224 (Vj. TEUR 1.047) vertraglich vereinbart.

Sachanlagen

In den Sachanlagen sind im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit genutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Buchwert von TEUR 43 (Vj. TEUR 65) enthalten.

3.4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Bezeichnung Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit 3 Monate bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeitüber 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
a) täglich fällig 5.659.358,76 5.659.358,76 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.368.058,81) (2.368.058,81) (0,00) (0,00) (0,00)
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 33.474.590,12 2.350.589,45 6.723.029,73 22.079.400,76 2.321.570,18
(Vorjahr) (32.139.231,57) (2.426.972,32) (6.932.733,05) (19.608.504,58) (3.171.021,62)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 497.738,35 488.613,09 9.125,27 0,00 0,00
(Vorjahr) (770.184,02) (770.184,02) (0,00) (0,00) (0,00)
4. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.300.000,00 0,00 0,00 800.000,00 500.000,00
(Vorjahr) (1.300.000,00) (0,00) (0,00) (800.000,00) (500.000,00)
40.931.687,23 8.498.561,30 6.732.155,00 22.879.400,76 2.821.570,18
(36.577.474,40) (5.565.215,15) (6.932.733,05) (20.408.504,58) (3.671.021,62)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt branchenüblich besichert durch die Abtretung sämtlicher Ansprüche der Gesellschaft aus den Leasing- und Mietkaufverträgen sowie durch Sicherungsübereignung der Leasing-/Mietkaufobjekte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen folgende Position: in Höhe von TEUR 449 (Vj. TEUR 494) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Erwerb von Leasing/Mietkaufobjekten im Zusammenhang mit Neugeschäften.

3.5. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Es wurden in Höhe von TEUR 308 (Vj. TEUR 87) Mietsonderzahlungen, vorzeitige Bezahlung von Leasingverträgen mit TEUR 0 (Vj. TEUR 0) und in Höhe von TEUR 1.161 (Vj. TEUR 1.430) forfaitierte Leasing- und Mietkaufverträge abgegrenzt.

3.6. Sonstige Rückstellungen

Es handelt sich um Rückstellungen für folgende Risiken und unbestimmte Verbindlichkeiten:

- Tantieme TEUR 0,0 (Vj. TEUR 6,8),
- Gewinnbeteiligung TEUR 37,5 (Vj. TEUR 36,5),
- Jahresabschlusskosten TEUR 20 (Vj. TEUR 21,3),
- Übrige TEUR 20,8 (Vj. TEUR 19,7).

3.7. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 222 (Vj. TEUR 222) und ist vollständig eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 30,7 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Gewinnrücklage

Die anderen Gewinnrücklagen resultieren aus der erfolgsneutralen Aktivierung latenter Steuern auf Grund der Anwendung der Regelungen des BilMoG auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 (§ 274 Abs. 1 HGB i. V. m. Art. 67 Abs. 6 EGHGB).

Bilanzverlust

Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Bilanzverlust zum Ende des Vorjahres -1.345.357,95 -1.400.180,30
Jahresfehlbetrag/-überschuss des laufenden Jahres -227.849,33 54.822,35
Bilanzverlust zum Bilanzstichtag -1.573.207,28 -1.345.357,95

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in der Staffelform aufgestellt.

4.1. Leasingergebnis

Das Ergebnis aus der Durchführung von Leasingverträgen setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EUR EUR
Leasingerträge 13.431.598,07 18.215.539,02
abzgl. Leasingaufwendungen -11.787.918,69 -16.464.359,16
abzgl. Abschreibung Leasingvermögen -1.332.485,52 -1.289.834,75
abzgl. langfristiger Zinsaufwand -162.681,25 -110.947,61
Ergebnis 148.512,61 350.397,50

Die Erträge in Höhe von TEUR 196,5 (Vj. TEUR 257,4) aus dem Verkauf von Leasingvermögen sind unter den Leasingerträgen ausgewiesen. Die bei Verkäufen realisierten Verluste in Höhe von TEUR 144,3 (Vj. TEUR 149,9) sind Bestandteil der Leasingaufwendungen.

4.2. Zinsergebnis

2023 2022
EUR EUR
Mietkaufgeschäft (Hauptanteil) 1.888.265,61 1.541.760,58
abzgl. Zinsaufwendungen Mietkauf -978.998,47 -642.890,71
abzgl. Provisionsaufwendungen -4.500,00 -1.092,44
Ergebnis 904.767,14 897.777,43

4.3. Sonstige Erträge

Es handelt sich im Wesentlichen in Höhe von TEUR 0,7 (Vj. TEUR 0,6) um Erträge aus Forderungen von Schadensersatzleistungen, in Höhe von TEUR 0,0 (Vj. TEUR 53,4) um Erträge aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 18,3 (Vj. TEUR 18,3) um Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen (KFZ).

4.4. Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten mit TEUR 29,1 (Vj. TEUR 24,4) Kfz-Kosten, mit TEUR 44,1 (Vj. TEUR 39,8) Raumkosten, mit TEUR 27,1 (Vj. TEUR 29,4) Werbekosten, mit TEUR 63,9 (Vj. TEUR 39,4) EDV-Kosten und mit TEUR 50,4 (Vj. TEUR 35,9) Abschluss-, Rechts- und Beratungskosten.

4.5. Abschreibungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere

Es wurden Einzelwertberichtungen zu Forderungen in Höhe von TEUR 15,7 gebildet und TEUR 3,0 aufgelöst (im Vj. TEUR 20,0 aufgelöst).

Die Wertpapierabschreibung beträgt TEUR 0,0 (Vj. TEUR 9,2).

4.6. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 211,1 (Vj. TEUR 335,8). Sie setzen sich im Geschäftsjahr 2023 aus Buchgewinnen beim Abgang von Leasingobjekten in Höhe von TEUR 196,5 (Vj. TEUR 257,4), Erträgen aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,00 (Vj. TEUR 53,4) und den Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 14,6 (Vj. TEUR 24,5) zusammen.

Im Geschäftsjahr 2023 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 177,4 (Vj. TEUR 169,0) angefallen. Die Aufwendungen betreffen Buchverluste beim Abgang von Leasingobjekten (TEUR 144,3; Vj. TEUR 149,9) und Abgänge des eigenen Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 1,00 (Vj. EUR 1,00) sowie Abschreibungen auf Warenbestände in Höhe von TEUR 33,4 (Vj. TEUR 19,1).

4.7. Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von TEUR 2,1 (Vj. TEUR 19,4) betreffen im Wesentlichen Teilerstattung von Gerichtskosten. Im Berichtsjahr sind TEUR 5,0 (Vj. TEUR 0,0) außerordentliche Aufwendungen im Rahmen eines Vergleiches angefallen.

5. Sonstige Angaben

5.1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr beträgt:

2023 2022
Geschäftsführung 2 2
Angestellte 6 6
Auszubildende 2 2
Geringfügig Beschäftigte 2 2
Gesamt 12 12

5.2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 80,0 (Vj. TEUR 80,0).

5.3. Organe

Als Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bestellt:

Eintrag im Handelsregister
Grübner, Thomas; Geschäftsführer Markt; Dresden 11. Mai 2004
Scholze, Daniel; Geschäftsführer Marktfolge; Dresden 11. Mai 2004

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Herr Grübner und Herr Scholze sind jeweils einzelvertretungsberechtigt.

Bezüglich der Angabe der gesamten Bezüge der Geschäftsführung wurde von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

5.4. Prüfungshonorar

Das für den Abschlussprüfer der Gesellschaft im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar beträgt insgesamt TEUR 26 (Vj. TEUR 20).

5.5. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 202.500,00 sind gemäß § 268 Abs. 8 S. 2 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

5.6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -227.849,33 mit dem Verlustvortrag des Vorjahres zu verrechnen (EUR -1.345.357,95) und den Gesamtbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

5.7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag/Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Dresden, 25. März 2024

Thomas Grübner, Geschäftsführer

Daniel Scholze, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde am 24. Mai 2024 festgestellt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS AUF DEN 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Leasingvermögen
1. Produktionsmaschinen 7.294.603,33 4.803.541,15 2.411.323,12 9.686.821,36
2. Kraftfahrzeuge 213.203,00 220.921,67 43.228,74 390.895,93
3. sonstige Leasingobjekte 153.549,69 97.906,34 75.312,75 176.143,28
7.661.356,02 5.122.369,16 2.529.864,61 10.253.860,57
II. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Software 4.108,83 14.638,00 0,00 18.746,83
III. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 222.422,33 1.517,83 959,00 222.981,16
7.887.887,18 5.138.524,99 2.530.823,61 10.495.588,56
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Leasingvermögen
1. Produktionsmaschinen 3.000.901,04 1.252.744,67 1.599.416,04 2.654.229,67
2. Kraftfahrzeuge 39.400,40 48.919,15 32.448,44 55.871,11
3. sonstige Leasingobjekte 74.635,58 30.821,70 61.802,23 43.655,05
3.114.937,02 1.332.485,52 1.693.666,71 2.753.755,83
II. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Software 3.023,90 2.749,87 0,00 5.773,77
III. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 156.962,75 23.752,27 958,00 179.757,02
3.274.923,67 1.358.987,66 1.694.624,71 2.939.286,62
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Leasingvermögen
1. Produktionsmaschinen 7.032.591,69 4.293.702,29
2. Kraftfahrzeuge 335.024,82 173.802,60
3. sonstige Leasingobjekte 132.488,23 78.914,11
7.500.104,74 4.546.419,00
II. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Software 12.973,06 1.084,93
III. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.224,14 65.459,58
7.556.301,94 4.612.963,51

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Elbe-Leasing GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Elbe-Leasing GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elbe-Leasing GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 10. Mai 2024

TREUHANSA GmbH Doctores Völschau
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf Rosenkranz, Wirtschaftsprüfer

Jan Osterhoff, Wirtschaftsprüfer

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